Die Macht um Acht (30)

Warndreieck für die Tagesschau!

Nachrichtenlöcher führen zu Löchern im Kopf.

Ein Warndreieck, so sagt die Verordnung, ist nötig zur „Kenntlichmachung einer Gefahrenstelle“. Tatsächlich produziert die wichtigste Nachrichtensendung des Landes, die Tagesschau, immer wieder Nachrichten, die zu erheblichen Gefahren, zur gesellschaftlicher Unfallgefahr durch schwere Nachrichten-Löcher führen. Deshalb stiftet die Redaktion der MACHT-UM-ACHT ein Warndreieck für die Tagesschau, eine Warnung für den Nachrichten-Verkehr, die ab sofort von den Zuschauern der MACHT-UM-ACHT und der Redaktion verliehen wird. Die Nachrichten-Löcher entstehen durch schlichte Fälschung, durch Weglassen von Teilen der jeweiligen Nachricht, vor allem aber durch die Ausblendung von Zusammenhängen und Hintergründen.

Schon mit der ersten aufgespießten Nachricht über einen Untersuchungsausschuss zur Berateraffäre im Verteidigungsministerium beginnt die Fälschung durch Weglassen. Zwar wird im Bericht der Tagesschau die ehemalige Staatssekretärin von Frau von der Leyen, Katrin Suder, erwähnt. Aber darüber, dass die Frau über Jahre von der Unternehmensberatung McKinsey Geld bezog und dort die Aktivitäten der Firma im öffentlichen Sektor verantwortete, kein Wort. Auch dass vom Wehrressort im Verteidigungsministerium seit 2014 rund 660 Millionen Euro für Berater ausgegeben wurde, verschweigen die öffentlich-rechtlichen Nachrichtenmacher. So stellt man Schlaglöcher im Kopf der TV-Konsumenten her. Hier wäre dringend ein Warndreieck fällig. Am besten schon zu Beginn der Meldung eingeblendet.

Auch mit dieser Überschrift „Europas Spitzenpersonal Gewinner und Verlierer im EU-Postenpoker“ verschleiert die Tagesschau wesentliche Zusammenhänge. Dem EU-Parlament wird die Schuld an einem Wahlkampf-Fake zwischen Manfred Weber (Konservative) und Frans Timmermans (Sozialdemokraten) zugeschoben. So, als ob die deutschen Medien, allen voran die ARD, nicht an dieser Wählertäuschung beteiligt gewesen wären. Aber die Wahrheit ist, dass gerade die Tagesschau eine lange, unerträglich untertänige Wahlkampfwerbung für Manfred Weber zelebriert hatte, die nun mit keinem Wort erwähnt wurde. Von der „Wahlarena zur Europawahl“ des ERSTEN keine Rede. Im Verlauf der Sendung sollten 130 Zuschauerinnen und Zuschauer live im ARD-Studio mit den Spitzenkandidaten der großen Fraktionen im EU-Parlament reden. Eine langer, teurer Wahlkampfspot des ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN. Alles schlichtweg erlogen. Auch davon in der Tagesschau kein halber Satz. Ohne Warndreieck kaum zu konsumieren.

Dann noch dies: „Christine Lagarde – Krisenmanagerin mit Charme“ schreit eine Schlagzeile der Tagesschau und die servile Silvia Stöber drückt sich diesen Satz ab: „Eine Frau mit Stil, elegant gekleidet, charmant, verlässlich und respektiert – für viele gilt die Französin Christine Lagarde als gute Wahl für den Chefposten der Europäischen Zentralbank.“ Das klingt mal wieder wie Wahlwerbung, aber auch Frau Lagarde steht nicht zur Wahl. Wie bei den Herren Manfred Weber und Frans Timmermans darf nur der EU-Gipfel, die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, die Kandidaten vorschlagen. Das mag die Tagesschau mal wieder nicht erzählen. Sie verschweigt auch, dass Frau Lagarde vorbestraft ist. Und ebenfalls, dass diese gefährliche Frau mit dem kalten Krieger Zbigniew Brzeziński in der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies (CSIS)“ gearbeitet hat und dort der Arbeitsgruppe Rüstungsindustrie USA-Polen vorstand.

Hartnäckiges Schweigen der Nachrichtensendung geht bis dahin, dass die Dame als Direktorin des IWF ein Jahresgehalt von 467.940 Dollar plus einer pauschalen Aufwandsentschädigung in Höhe von 83.760 Dollar nicht versteuern musste. Auch diese Strategie der Vertuschung muss mit einem Warndreieck ausgezeichnet werden. Künftig sollten Sie, die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT, uns ihre Vorschläge für die nächsten Tagesschau-Warndreiecke senden. Denn Nachrichtenlöcher führen zu Löchern im Kopf. Deshalb muss dringend vor ihnen gewinnt werden.

Vorschläge zu den nächsten Warndreiecken für Tagesschau-Meldungen an diese Mailadresse: DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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7 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (30)

  1. Steter Tropfen hölt den Stein

    Ah…ein Wonneproppen-Artikel von Silvia…nicht schon wieder!
    Christine Madeleine Odette's Krisenmanagement mit Charme „elegant bekleidet, charmant, verlässlich und respektiert“ …das erinnert mich an die colgate-Werbung der 60'er Jahre:
    „I have the colgate girl & boy, brush 3 ways clean to both enjoy, cleaner breath, cleaner taste, cleaner teeth, 3 ways clean is colgate clean, helps fight decay with colgate, 3 ways clean is colgate clean.“
    In den Foltergefängnissen in Guantanamo und Belmarsh spielen sie das zu Umerziehungszwecken mehrere tausendmal ab….allemal erträglicher als weitere Artikel von Wonneproppen-Silvia…bitte, Sivlia, such dir einen anständigen Job in der Werbeindustrie!

  2. Zur Weiteren Ergänzung:

    „Das Bundeskabinett hat den Haushaltsplan für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Vorgesehen sind Ausgaben von knapp 360 Milliarden Euro, etwas mehr als für dieses Jahr geplant. Erneut will der Bund ohne neue Schulden auskommen. Das gelingt den Plänen nach nur, weil Finanzminister Scholz auf Rücklagen zugreift, die etwa für die Integration von Flüchtlingen vorgesehen waren.“

    Das ist die komplette Meldung über das fundamentale Thema in einer 20-Uhr-Hauptausgabe der Tagesschau. Lediglich zwei zentrale Aussagen: Sie streicht die Leistung der Regierung heraus und bedient den Stammtischmief sowie den Wähler am rechten Rand.
    (…)
    Mit ihrer Pseudo-Information macht die ARD-aktuell den Bückling vor der Bundesregierung und narkotisiert zugleich das kritische Bewusstsein des Publikums. Man soll/darf gar nicht drüber nachdenken, was in dieser „Nachricht“ alles nicht mitgeteilt und erst recht nicht erklärt wurde.

    Beispiel: Berichtet wird da nur über die Ausgabenseite des Bundeshaushalts-Entwurfs. Kein Wort zu Einnahmen und Einnahmemöglichkeiten. Denn da müsste es um mehr als 200 Milliarden Euro gehen, auf die der Staat jährlich in voller Absicht pfeift – indem er auf Körperschaftssteuer für Kapitalgesellschaften verzichtet, auf eine Vermögenssteuer, auf angemessene Erbschafts- und Schenkungssteuer und die Anhebung des Spitzensatzes von derzeit nur 42 Prozent. Dieser Satz hatte 1990 noch bei 53 Prozent gelegen und war seither von SPD und Grünen, später von Unionsparteien und FDP und schließlich von der GroKo systematisch herunterschraubt worden.

    Schon ein Mini-Steuersatz von 0,1 (!) Prozent auf die Umsätze an den deutschen Börsen brächte 40 Milliarden Euro in die Staatskasse, aber im Unterschied zu Frankreich und anderen europäischen Staaten kann sich die Regierung in Berlin nicht dazu durchringen. Das Thema „Finanztransaktionssteuer“ beackern deren Vertreter seit Jahr und Tag nur, soweit publikumswirksam erforderlich. Die Aufzählung ist unvollständig, in vielen weiteren Steuergesetzen sind Regelungen versteckt, die den hiesigen Geldadel noch weiter privilegieren.

    Aus:

    Selbstzensur der Macht um Acht: Die Null-Nachrichten der Tagesschau zum Staatshaushalt
    10.07.2019 • 06:45 Uhr

    Statt brauchbarer Information über den Staatshaushalt und das unsoziale Steuersystem serviert ARD-aktuell dem Publikum Placebos. Aktuell zeigt sich dies an der Berichterstattung zur Grundsteuer-Reform, bei der wesentliche Hintergründe ausgespart werden.
    von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
    (RTdeutsch)

    P.S.: Es ist mir entfallen, wer das erwähnte, aber es hieß, „wenn sie etwas nicht aufklären wollen, bilden sie einen Untersuchungsausschuß.“

  3. Werter Herr Gellermann – die „Macht um Acht“ müsste täglich erscheinen – und zwar als gründliche Hirn-Entseuchung (ich weiß freilich, dass so etwas nicht mal eben geht).

    Die Tagesschau hat mittlerweile ein einziges, absolutes und katastrophales, ein vernichtendes Problem: Sich selbst. Die Tagesschau krankt mittlerweile an der Tagesschau.

    Denn was andere dort früher mit dem Kopf aufgebaut haben, reißen die ganzen charakter- und gesichtslosen Schreiblingsratten – klarer ausgedrückt: dieser widerwärtige Journalisten-Absch*** (der Name „S.Stöber“ genügt da mittlerweile fast per se) der dort mittlerweile fast armeenartig angeheuert wurde – mit dem Ar*** wieder ein.

    Und zwar restlos – wobei ich allenthalben einschränkend hinzufügen muss, dass mein Hass denjenigen Charakterlosen Gesell/Innen gilt, die das partei- und vor allem geopolitische Bild in bösartigster Weise zum Schaden der freien Meinungsbildung manipulieren.

    Der Rest ist, das behaupte ich zwar aus ehemaliger, aber eigener redaktioneller Erfahrung (> nicht aus Humbug-Gniffkehausen, Gott bewahre, sondern aus einer „Global Player“-Konzernzentrale in Bonn), schmückendes oder meldungstaktisches Beiwerk. Sport, Kunst, etc. – hier wird nur allzu oft etwas „Wahres“ drangepackt oder derartiges clever eingekippt, um den Anschein einer allgemein bis absolut „wahrheitsgemäßen“ Berichterstattung zu erwecken.

    Dieser widerwärtige, manipulative Mechanismus bewirkt beim Leser im Endeffekt Folgendes: Wenn die über alle vorstellbare Maße verkommene Tagesschau also, nach dem ganzen meinungsmachenden (und woher auch immer rührenden Dreck den sie verschleudert) vom 1:1 des Schwachmaten-Sensations-Fußballspiels zwischen Mannschaft X und Y „wahrheitsgemäß“ berichtet, kann doch der „Rest“ der vorher gebrachten Meldungen nicht „falsch“ sein! – die schreiben doch die Wahrheit!

    „Beweisführung“ der Glaubwürdigkeit also vermeintlich abgeschlossen … weil – das Schwachmaten-Top-Fußballspiel lief doch genau so, blablabla, und das Ergebnis war doch wirklich ein 1:1, das weiß doch jeder!
    So einfach und so blöd ist (nicht nur) der unkritisch denkende, gezüchtete ARD-Aktuell-Konsument, der nämlich brav und hundsblöde all das frisst, was man ihm an rattenschlau konstruierten Meldungen hingeworfen hat.

    Diese zwangsmilliardenfinanzierte Rattenkolonie bei ARD-Kacktuell („Flaggschiff“ Tagesschau) und deren ekelerregenden Auswürfe sind derart manipulativ, obstruktiv und unerträglich, dass man sich diesen widerlichen Dr*ck zunächst nur noch als maßgeblich schlechtes Beispiel durchlesen kann.

    Zu einer unabhängigen Information, zu einer unabhängigen Meinungsbildung taugen deren Informationen schlichtweg nicht mehr.

    Danach – Danke zum wiederholten Mal auch an KenFM(!) – liest man im Netz aus zunehmend vertrauenswürdigen Meldungen dann das, was einem die so notwendige Aufklärung und die Hintergrundinformationen zwecks eigenverantwortlicher Meinungsbildung bietet.

    Die „Macht um Acht“ ist tausendmal wichtiger als die Tagesschau.

    Sonderpunkt: „Kommentare“ in der entsprechenden Tagesschau-Funktion? Derart totgefiltert und totzensiert, dass einem nur noch das kalte K**zen kommt. Unerträglich.
    Noch einfacher läuft es für den Humbuger Dr*cksladen fortschreitend, dass es dort in spätestens zwei Jahren überhaupt keine Kommentarfunktion mehr geben wird. (Prognose)

    Denn: Heiße Eisen und kritische Leserkommentare dazu? Oh Gott, wo kämen wir denn da hin? Wenn die zigmillionen Idioten, die den ganzen Laden per Befehl bezahlen auch noch ein Wörtchen mitzureden hätten?

    Tagesschau 2019.

    TAGESSCHAU – TOO BIG TO FAIL?? DIESER VERKOMMENE DR*CKSLADEN DOCH GEWISS NICHT!!!

    TAGESSCHAU – TOO BAD TO KEEP!!!

    ALSO WEG MIT DIESER ZUR ABART MUTIERTEN TAGESSCHAU!!!

    Ein Kritikpunkt an dieser M8@8 Sendung: Etwas Hintergrundbeleuchtung zur Personalie Marcus Bornheim>ARD-Kacktuell (& Gniffke>SWR) wäre schon jetzt angebracht gewesen.

  4. Genau: die EU-Wahl ist keine Entscheidungswahl gewesen – hier wurden nur neue Masst-Hähnchen (Broiler) in den
    Stall gelassen, die dann von den eigentlichen „Entscheidungsträgern“ (Tiefer Staat) die neuen Hütehunde
    zugewiesen bekommen. Die Flinten-Uschi sagt ja schon alles: Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
    Es lebe der militärisch-industrialisierte Sozialismus! Scheiß auf den Menschen!

    • Ich muß mich leider auch immer öfter des Gedankens erwehren, ob diese Menschheit es überhaupt verdient hat, zu überleben; oder ob es nicht besser wäre, sie verschwände so schnell wie möglich von diesem lieblichen, wunderschönen, beglückend berührenden Gartenplaneten. Damit er und das unschuldige und wehrlose Leben darauf sich wieder erholen möge.

  5. Auch heute Russland bashing bei der Tagesschau. https://www.tagesschau.de/ausland/von-der-leyen-257.html

    Von der Lies hatte auf alle Fragen Antworten: Zur Migration und zu Flüchtlingen auf dem Mittelmeer sagte sie, das sei ein schwieriges Thema – sie wisse das.

    Erst weiter unten dann heißt es: …doch vielen blieben ihre Antworten zu unkonkret. Die FDP-Europaabgeordnete Nicola Beer nannte von der Leyens Auftritt „leidenschaftlich, aber wolkig“.

    Übersetzt heißt das: Die Angestellte hat sich redlich bemüht konnte aber nichts konkretes liefern ausser Russland bashing.
    Denn hier ist sie sehr konkret:
    Zum Verhältnis Europas zu Russland, meinte die CDU-Politikerin, DER KREMEL VERZEIHE KEINE SCHWAECHE. Hier müsse Europa immer aus einer Position der Stärke heraus auftreten.

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