Die Macht um Acht (35) (Podcast)

Reden wir mal über Demokratie!

Tagesschau kämpft für Bürgerrechte im Ausland.

„Protest gegen Einfluss Chinas – Wong appelliert an Deutschland“ Unter dieser Überschrift spendierten Tagesschau und Tagesthemen dem Aktivisten Wong aus Hongkong ein exponiertes Interview. Aber, fragt die MACHT-UM-ACHT, gab es auch Interviews von deutschen Kämpfern für Demokratie? Hatten die Bürgerrechtler gegen den Wahnsinns-Bahnhof „Stuttgart 21“ die Möglichkeit, ihre Inhalte vor laufenden Nachrichten-Kameras zu erläutern? Durften sie zum Beispiel über Polizeibrutalitäten berichten? Nö. Je weiter weg die Kämpfe für das Bürgerrecht stattfinden, desto eher haben die Aktivisten die Chance, von der Tagesschau wahrgenommen zu werden. Journalismus? Nö. Lieber parteiliche Informationen im internationalen Konkurrenzkampf.

„Kandidaten für EU-Kommission – 14 Männer und 13 Frauen“ berichtet die Tagesschau und freut sich über Frau von der Leyen, einen Polit-Roboter, die ihren Job im Hinterzimmer erkungelt hat: „So viele weibliche wie männliche EU-Kommissare: Das hatte sich die künftige Kommissionspräsidentin von der Leyen vorgenommen. Nun hat sie ihre Kandidaten vorgestellt – und ihr Ziel praktisch erreicht.“ Boh! Äh!  Als einen Sieg der Emanzipation verkauft die Tagesschau diesen Akt der Europäischen Union. Über den düsteren Weg der von der Leyen zur Kommissionspräsidentin kein Wort. Darüber, dass das EU-Parlament das Personal-Diktat der Präsidentin nur noch abnicken darf: Kein Ton. Demokratie? Nahe Null. Ach ja: Das Wort Emanzipation bedeutet „Freilassung/Befreiung“. Im Fall von der Leyen: Wovon eigentlich?

Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer „will mehr Geld“, referiert die Tagesschau. Ja, das ist eine echte Nachricht. Und säßen in der Tagesschau-Redaktion echte Journalisten, dann käme diese Meldung nicht auf den Tisch ohne die Frage: Warum? Wofür will die Dame das viele Geld? Und gegen wen sollen die vielen neuen Waffen eingesetzt werden? Keine Frage der Redaktion. Demokratie? Ach nee. Lieber gestanzte Sätze der Regierung als Nachrichten ausgeben. Das ist bequem, spart Zeit und man eckt nicht an.

Und dann noch dies in der wichtigsten Nachrichtensendung des Landes: „Angriff auf saudische Raffinerie – Pompeo macht Iran verantwortlich“. Der US-Außenminister ist wie sein Präsident ein Freund der Saudis. Die Saudis führen einen blutigen Krieg gegen den Jemen. So kann man es sogar im öffentlich-rechtlichen Deutschlandfunk hören: „Die Kampfflugzeuge der von Saudi-Arabien geführten Koalition treffen nicht nur Huthi-Stellungen, sondern auch Märkte, Wohn- und Krankenhäuser, Wasserwerke und Hochzeitsgesellschaften. Sie löschen ganze Familien aus.“ Das verbindet die Tagesschau nicht mit ihrer Nachricht über eine Drohne, die von den jemenitischen Rebellen gegen eine saudische Raffinerie eingesetzt wurde.  Statt dessen die Weitergabe einer Meinung der US-Regierung.

Demokratie wäre: Die Interessen der Mehrheit, der Millionen von TV-Zuschauern zu berücksichtigen. Wer Demokratie will, muss sich mit der undemokratischen Tagesschau anlegen. Belegt an jeder Menge Nachrichten. Diese und andere Produkte der Tagesschau-Redaktion zeichnet die MACHT-UM-ACHT-Redaktion, die Alternative zur Tagesschau, mit einem Warndreieck aus. „Denn kaputte Nachrichten“, so Uli Gellermann, „machen Köpfe kaputt. Davor warnen wir.“ Bei dieser Aktion helfen die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT mit ihren Mails. Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

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