Die Macht um Acht (37) (Podcast)

Endlich echte Nachrichten!

Hilfe für die Tagesschau-Redaktion.

Schon mehrfach hat DIE-MACHT-UM-ACHT, die Alternative zur Tagesschau, die ARD-Nachrichten-Sendung daran erinnern müssen, dass Nachrichten nichts mit Meinung, Reklame oder Tendenz zu tun hat. Diesmal gibt DIE-MACHT-UM-ACHT-Redaktion den Leuten von der Tagesschau ein paar alternative Beispiele, versucht also den Mitarbeitern des NDR Hilfen für ihre Arbeit zu geben.

Mit der scheinbar neutralen Überschrift „37.000 US-Soldaten – USA planen Militärübung in Europa“ verschleiert die Tagesschau-Redaktion mal wieder die Aggressivität, die in dieser Truppenverlegung an die russische Grenze erkennbar ist. Aber ein echter Höhepunkt des journalistischen Schleiertanzes ist diese Zwischenüberschrift „Halten die Brücken in Deutschland?“. Ergänzt wird dieses sprachliche Tarn-Netz durch diese Formulierung der Hamburger Front-Nachrichten-Truppe: „Für die deutschen Stellen geht es auch darum, die Belastbarkeit der eigenen Infrastruktur – Brücken und Verkehrswege – zu überprüfen.“

Dass ein Nachrichtensprecher einen solchen Unsinn über die Lippen bringt, ohne vor Lachen ins Mikro zu prusten, ist eine echte Leistung. Man will dem Zuschauer weismachen, der Transport von Panzern und schwerem Gerät sei zumindest auch ein Art Brückentest. DIE-MACHT-UM-ACHT-Redaktion weist darauf hin, dass man das auch billiger hätte haben können: Einfach mal bei der Bundesanstalt für Straßenwesen nachfragen. Die würde dann sagen, „bei einem Achtel der Brückenfläche ist die Stand- oder Verkehrssicherheit beeinträchtigt“. Das wäre preiswerter, keine Drohgebärde gegenüber Russland, und man hätte auch noch Geld zur Reparatur der deutschen Brücken übrig. Deshalb empfiehlt DIE-MACHT-UM-ACHT besser diese echte Nachrichtenüberschrift zu verwenden: „USA üben Überfall auf Russland, deutsche Stellen tarnen den aggressiven Akt als „Brücken-Test“.

Überhaupt nicht lustig ist diese Tageschau-Überschrift: „Geplanter Militäreinsatz – Erdogan braucht den Erfolg“. Es geht um den Überfall der Türkei auf Syrien. Es geht um Krieg und Tod. Es geht um das arme, geschundene Syrien. Was macht die Tagesschau? Sie macht sich Sorgen um den armen Erdogan, denn der arme Erdogan „braucht den Erfolg“. Dann schiebt diese Redaktion von Kriegsverharmlosern noch den Text nach: „Erdogan gab sein Ansinnen nie auf, auch weil es inzwischen eine Frage der Glaubwürdigkeit geworden ist.“ Glaubwürdig bei wem? Bei Völkermördern? Bei Völkerrechtsbrechern? Bei anderen Diktatoren? Wenn die Tagesschau sich noch schämen könnte, müssten die Redaktionsräume am Hugh-Greene-Weg 1 in Hamburg rot erleuchtet sein. Was insofern nicht falsch wäre, weil solch prostituierende Nachrichten besser ins Rotlichtviertel passen als in eine redliche Nachrichtenredaktion. Deshalb müsste die echte Überschrift so lauten: „NATO-Partner Türkei bricht Völkerrecht – Wieviel Flüchtlinge übernimmt die USA?“

Auch in der nächsten Überschrift verharmlost die Tagesschau erneut den Krieg: „Bundesverfassungsgericht – Linke scheitert mit Klage gegen IS-Einsatz“. Tatsächlich hat sich das Bundesverfassungsgericht zum Handlanger einer Bundesregierung gemacht, die mal wieder ihre Truppen in Gegenden gesendet hat, in denen sie nichts zu suchen haben. Aber weil die Tagesschau-Redaktion das natürlich wegen ihrer bekannten Unterwürfigkeit nicht sagen kann, schiebt sie noch diesen Satz hämisch hinterher: „Die Linke hat auf ganzer Linie verloren“. Die echte Nachricht hätte so aussehen müssen: „Verfassungsgericht bricht UN-Charta und Grundgesetz – Verloren hat das Recht, verloren hat die Friedensbewegung“.

Ein Blick der gedankenfaulen Redaktion in die UN-Charta hätte genügen können: „Das zentrale Ziel der Vereinten Nationen ist, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“. Hat der Krieg in Syrien auch nur das Geringste mit dem Ziel der UN-Charta zu tun? Nein. Der zweite Blick müsste dem Grundgesetz gelten, da heißt es im Artikel 22: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Natürlich war die Beteiligung der Bundesrepublik verfassungswidrig, Und nur weil das Bundesverfassungsgericht der Regierung genauso hörig ist wie die Tagesschau-Truppe, wurde der Antrag der LINKEN abgeschmettert.

Diese und andere Produkte der Tagesschau-Redaktion zeichnet DIE-MACHT-UM-ACHT-Redaktion, die Alternative zur Tagesschau, mit einem Warndreieck aus. „Denn kaputte Nachrichten“, so Uli Gellermann, „machen Köpfe kaputt. Davor warnen wir.“ Bei dieser Aktion helfen die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT mit ihren Mails. Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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