Die Macht um Acht (4)

Drogen bei der Tagesschau? In seiner neuesten Folge der MACHT um Acht wirft der Autor Uli Gellermann die Frage auf, welche Drogen in der Tagesschau-Redaktion kursieren. Am Beispiel von drei ARD-Meldungen weist er nach, dass die Redakteure geradezu autistisch den Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit verloren haben.

Mit der Intonation des Songs „Yellow Submarine“ aus der psychedelischen Phase der Beatles illustriert Gellermann, dass langes Abtauchen in gelben (!) U-Booten zur geistigen Abschottung führt und warnt vor dem unkritischen Konsum der Nachrichtensendung.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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14 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (4)

    • GEZ-Verweigerer wirft seinen 75 Zoll-Plasmafernseher aus dem Hochhaus

      Soeben erreicht mich die E-Mail eines frisch gebackenen GEZ-Verweigerers, der jetzt persönlich die volle Konsequenz aus seinem geistlosen Job als Journalist bei einem öffentlich-rechtlichen TV-Sender gezogen hat.

      Die seit geraumer Zeit auffallende Kriegshetze gegen Russland habe nichts mehr mit einer objektiven und neutralen Berichterstattung zu tun, sondern eher die einer „NATO-Pressestelle“, so der unfreiwillige TV-Zwangsabonnent.

      Aus Angst vor kriegerischen Auseinandersetzungen könne er diese „NATO-Propaganda“ mit seinem Gewissen nicht mehr länger vereinbaren und schon gar nicht als zahlendes GEZ-Zwangsmitglied, was er sofort ändern wollte. Noch am späten Nachmittag kündigte der mutige Redakteur fristlos und fuhr sofort nach Hause.

      Am späten Abend warf er dann seinen 75-Zoll-Plasmafernseher von der Dachterrasse eines Hochhauses in Berlin. Der gewaltige Lärm des imensen Aufschlages des 58kg schweren Gerätes nach rund 60 Meter freiem Fall dürfte wohl allen Bewohnern, die witzigerweise alle gerade das „heuteJournal“ schauten, in langjähriger Erinnerung bleiben.

      Unbeirrt vom kurzen Lärm auf dem Parkplatz schlossen wieder alle ihre Fenster und schauten, wie weitere 8 Millionen Deutsche auch, die Sendung Dschungelcamp. Der beste Freund des frischen GEZ-Verweigerers hatte übrigens das Ereignis mit seinem Smart-Phone als Video in recht guter Qualität hier festgehalten.

      Video hier = https://youtu.be/-6p0uE59y5s?t=5m59s

  1. ps. apropo Tagesschau und Fernsehen… ich schau das nicht. Ich war in meinem Leben, jetzt fast 5 Jahrzehnte nur ein mal, 2 Monate, im Besitz einer „Braunschen Röhre“. Ich habe mich sozusagen mein Leben lang von diesen Medien abgekapselt. Jetzt ist es ja langsam „in“ keinen Fernseher mehr zu haben. Erfreulich…

  2. der so genannte „Milchbubi“ der Herr Leuchkens ist ja nur noch bezeichnend. Ein kleines verwöhntes Bubi das sich jetzt für die Aussicht auf eine sehr gut bezahlte öffentlich rechtliche Propagandastelle schamlos prostituiert. Sozusagen die Feuertaufe der TageSSchauMacher. „Du bewirfst jetzt Russland mit Dreck und erst wenn du dich öffentlich für diese Art niederster Diskreditierung hergibst und jedem zeigst, dass du eiskalt dein Gewissen und dein Hirn an der Garderobe abgibst und auf unterstem Niveau mit Dreck um dich wirfst, dann, ja dann…“
    Die alten „Herren“, die ihrem Nachwuchsdreckwerfer Honig um den Mund schmieren und ihm den Bauch pinseln damit er sich auf ihr Niveau herablässt kann ich mir nur all zu lebhaft vorstellen. Schlimm. Noch schlimmer das Bubi, der hat ja keinerlei Schamgrenze. In dem Alter dermaßen Rückgradlos, dermaßen hörig, dermaßen „für Geld mach ich wirklich alles“. Da schaudert es mich im tiefsten innersten!
    Verachtung! Vollste Verachtung!
    Und warten, auf den Tag an dem alle diese Hetzer bezahlen müssen und das werden sie, da bin ich mir sicher!

  3. Die „Drogen“, die in der Tagesschau-Redaktion genommen werden, sind Euros. Die Heinis dort werden fürstlich dafür bezahlt, die Bürger mit CDU-Propaganda und dazwischen mit irrelevantem Schnickschnack zuzumüllen. So einfach ist das.
    Ich hab übrigens seit ca. 16 Jahren (weiß es schon garnicht mehr genau) keine Tagesschau gesehen, weil mir davon immer schlecht wurde. Das nur zur Richtigstellung Ihrer regelmäßig aufgestellten Eingangsbehauptung, Herr Gellermann.
    Davon mal abgesehen sind Ihre Tagesschau-Clips gut.

    • Wer reinen Herzens ist, spürt meistens instinktiv, wenn gelogen wird. Es sind unzählige feine Sensoren, die das sinnlich Aufgefangene blitzschnell verarbeiten und Unlogisches bzw. undenkbares aussortieren. Bei jungen Menschen funktioniert das sogar völlig unbewusst. Ich habe das selber erlebt, als ich jung war. Wenn mich jemand ganz bewusst angelogen hat, habe ich einfach kein Wort mehr verstanden. So hatte ich mich unbewusst selbst davor geschützt, dass Lügen in mein System eindringen konnten. Dieses natürliche Lügen- Abwehr- System funktioniert natürlich nicht immer lückenlos. Deshalb sind die alternativen Berichterstatter auch für mich unerlässlich. Aber auch hier muss wach geblieben werden, denn: errare humanum est.

    • voice Wer reinen Herzens ist, ist vertrauensselig und naiv und glaubt ungeprüft alles.
      Erst wenn er sich mal eine Falschmeldung, als falsche Darstellung einer Geschichte vermutet, als falsch erkannt hat, durch eigene Recherche im Netz, wird er kritikfähig sein. Das ist die äußere Wahrheit.
      Bei den großen Lügen, die Geschichte schreiben und vielleicht sogar Kriege hervor bringen, gilt es zudem noch sein bisheriges Weltbild zu überprüfen. Wie bei 9/11 oder dem Kennedy Mord. Da ziehen dann die meisten den Schwaz ein.

  4. Gellermann, schon wieder ein Knaller, Mann! 😉

    Zunehmende Schärfe auf die unscharfen Inhalte des „Tagessch*ss“.
    Chapeau.

    Ein winziges bisschen Ehrenrettung sei hier aber getan für die fast unzählige, beliebige, linientreue Journaille und all die rückgratlosen Speichellecker in Heulsusen-Gniffke’s ARD-Aktüll.

    Es gibt dort einen vergleichsweise großartigen, selten angstlosen MDR-Artikel zum Thema Polit-Verbrecherin und Super-GAU, namens A. Merkel:
    http://www.tagesschau.de/kommentar/merkel-eu-gipfel-119.html

    Merkel, die Totengräberin Deutchlands, die Totengräberin Griechenlands, die Totengräberin Europas.
    (Helmut Kohl sagte mal über seine hinterhältige Ziehtochter Merkel, die zu seiner politischen Mörderin mutierte: „Die macht mir mein Europa kaputt.“)

    Die Leser-Kommentare zu jenem Kommentar sind bzw. waren da fast noch lesenswerter!
    Eine gnadenlose Abrechung mit dieser erbärmlichen und ruchlosen Politik-Marionette!

    Aber: Alle Kommentare sind GESTRICHEN WORDEN! WEG SIND SIE!
    Überzeugt Euch selber, bitte runterscrollen im Artikel, und NICHTS mehr vom üblichen Hinweis auf die ursprünglichen Kommentare sehen!
    Sehn’se, lieber Herr Gellermann? Man sieht ja gar nix mehr. Ihre Dialektik.
    Lupenreine Demokratie-Arbeit im ÖRR!

    DAS ist unser ach so demokratischer, millionenschwerer „Tagessch*ss“! Verdammte Betrüger!

    Wer die Kommentare dennoch interessehalber zur Lage Merkeldeutschlands lesen möchte 🙂 , es gibt einen Weg sie trotz der Linkvernichtung als Lektüre zu genießen:

    https://meta.tagesschau.de/id/135578/kommentar-merkel-traut-in-der-eu-keiner-mehr-ueber-den-weg

    You have it.

  5. Wieder mal ein sehr guter Beitrag von Uli Gellermann. Belesene wissen ja sowieso schon seit langem wie es läuft. Aber welche Drogen die Prestituierten nehmen das wüsste ich auch gerne, würde das Leben evtl. einfacher machen.

  6. Anbei ein paar Ergänzungen zu den Nicht-Themen der Tagesshow:

    Tagesdosis 30.6.2018 – Griechenlands Zerfall und die grotesken Lügen der Politik
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.

    Vor wenigen Tagen löste die Meldung, dass Deutschland an den „Hilfszahlungen“ für Griechenland fast drei Mrd. Euro an Zinsen verdient hat, eine Welle der Empörung aus. Deutsche Politiker unterließen es, die Nachricht zu kommentieren – vermutlich, weil ihnen die Argumente fehlen, um ein derartiges Handeln zu rechtfertigen.  

    Dennoch sollte man die Meldung nicht einfach übergehen. Sie zeigt nämlich am Beispiel eines der wirtschaftlich und finanziell schwächsten Länder der Eurozone, welches Stadium der Fäulnis und des Zerfalls unser gegenwärtiges Finanzsystem inzwischen erreicht hat und welche Rolle die Politik in der Endphase dieses Prozesses spielt.

    Bereits der Eintritt Griechenlands in die Eurozone war ein von Finanzindustrie und Politik gemeinschaftlich begangener Betrug an der arbeitenden Bevölkerung: Um aufgenommen zu werden, wurden mit Hilfe der Großbank Goldman Sachs (unter ihrem damaligem Europachef Mario Draghi) nachweislich Bilanzen frisiert und hohe Risiken an den Kapitalmärkten eingegangen. Den Preis für die entstandenen Verluste in Höhe von 5,1 Mrd. Euro trugen nicht etwa die Konzerne und Banken, die anschließend vom Euro profitierten, sondern – die griechischen Steuerzahler.
    (…)
    Diese Kredite waren allerdings keineswegs, wie der internationalen Öffentlichkeit gegenüber behauptet, „Hilfszahlungen“, die den Griechen zugute kamen, sondern dienten fast ausschließlich dazu, den Schuldendienst des Landes bei internationalen Banken zu ermöglichen. Den Preis zahlte einmal mehr die arbeitende Bevölkerung, denn die Troika koppelte ihre Zahlungen an extrem harte Austeritätsprogramme, die den Lebensstandard im Land drastisch senkten.

    Während sich die Gläubiger im Ausland zufrieden zurücklehnen konnten, erlebte Griechenland in den Folgejahren einen nie gekannten Sozialabbau: Die Renten wurden bis heute um sechzig Prozent gesenkt, der Mindestlohn wurde bis auf 3,39 Euro gedrückt und das Gesundheitswesen weitgehend zerstört. Die Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen, erreichte nie gekannte Rekordwerte, Obdachlosigkeit und Drogensucht griffen um sich, zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mussten Menschen auf europäischem Boden wieder hungern.

    Das aber war nicht alles: 2015 wurde Griechenland Schauplatz des vermutlich größten Polit-Betrugs der vergangenen Jahre. Die im Januar auf der Grundlage ihres Anti-Austeritäts-Programms an die Macht gekommene Syriza-Partei unter Alexis Tsipras ließ die Bevölkerung im Juli 2015 über die von der Troika geforderten Reformen im Land abstimmen. Obwohl mehr als 60 Prozent der Wähler mit „Nein“ stimmten, akzeptierte die Syriza-Führung unmittelbar nach der Wahl sämtliche Forderungen der Troika und setzte entgegen all ihren Ankündigungen das bisher härteste Sparprogramm in ganz Europa durch.
    (…)
    Nur zur Erinnerung: In Griechenland erhält gegenwärtig jeder dritte Rentner weniger als 500 Euro im Monat, die nächste Rentensenkung steht im Januar 2019 an. Drei Millionen von 10,75 Millionen Griechen können sich keine Krankenversicherung leisten, die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 45 Prozent und vierzig Prozent aller Griechen sind derzeit nicht in der Lage, Miete und Rechnungen zu bezahlen.
    https://kenfm.de/tagesdosis-30-6-2018-griechenlands-zerfall-und-die-grotesken-luegen-der-politik/

    Montag, 25. Juni 2018, 15:39 Uhr
    ~13 Minuten Lesezeit
    Wahlbetrug am Bosporus
    Das NATO-Mitglied Türkei wird mehr und mehr zur Diktatur.
    von Florian Ernst Kirner

    Die gestrige Wahl in der Türkei kannte nur einen Sieger, so scheint es. Dabei waren die Umstände der Abstimmung keineswegs demokratisch. Das offizielle Ergebnis ist daher höchst zweifelhaft. Ein Interview mit Kerem Schamberger.

    Die kompletten Wahlen, also nicht nur die Ereignisse am Wahltag selbst, sondern auch der Verlauf des Wahlkampfs sind undemokratisch und man kann nicht von freien und gleichen Wahlen sprechen.

    Wenn man sich die Bedingungen des Wahlkampfs anschaut: Eine der größten Oppositionsparteien, die HDP, ein Bündnis aus kurdischen und türkischen linken Organisationen, war massiv benachteiligt. Einige Tausend ihrer Politiker sitzen im Gefängnis, darunter der Spitzenkandidat der Partei, Selahattin Demirtas, der für das Präsidentenamt kandidiert hat. Gleichzeitig haben diese Wahlen unter den Bedingungen des Ausnahmezustands stattgefunden, der seit Juli 2016 immer wieder verlängert wird.

    Wenn wir dann auf den Wahltag schauen, vor allem in die kurdischen Gebiete, haben wir eine massive Intervention von Sicherheitskräften gesehen. Es waren in den Wahlbüros, was das Gesetz eigentlich verbietet, bewaffnete Sicherheitskräfte präsent, Soldaten, Polizisten, teilweise auch Leute in Zivil mit Waffen, von denen niemand weiß, wer das gewesen ist. Internationale Wahlbeobachtungsdelegationen wurden in vielen Städten bedrängt, teilweise festgesetzt.
    (…)
    Die Situation des Erdogan-Regimes ist trotz oder vielleicht auch wegen dieses gefälschten Wahlsieges prekär. Die ökonomischen und politischen Bedingungen im Land haben sich nicht geändert. Die Türkei befindet sich am Beginn einer großen Wirtschaftskrise. Die Lira hat im Vergleich zum Dollar seit Anfang des Jahres 20 bis 30 Prozent an Wert verloren.

    Die Direktinvestitionen aus dem Westen, die bisher eine Basis für diverse Großprojekte der AKP wie Flughäfen, Autobahnen und Staudämme gewesen sind, sind drastisch zurückgegangen. Hinzu kommt eine massive Politik der Privatisierung, die die AKP zwar seit Jahren betrieben, aber jetzt noch einmal verschärft hat. In den letzten Wochen kam es beispielsweise zur Privatisierung der bisher staatlichen Zuckerfabriken, die bis dato ein Symbol des staatseigenen Kapitals waren.
    (…)
    Durch die vermeintliche Wiederwahl Erdogans wird weiterhin nicht auf Dialog und eine friedliche Lösung gesetzt werden, sondern auf Kampf und Krieg. Das Militär wird seine Offensive im Nordirak und in Südkurdistan fortsetzen. Derzeit besetzen Tausende türkischer Soldaten widerrechtlich Teile des irakischen Staatsgebiets. Bereits im Januar hat die türkische Armee Teile Syriens besetzt.

    Es wird aller Voraussicht nach zu einer fortgesetzten militärischen Eskalation kommen – die die AKP aber innenpolitisch auch benutzt und benötigt, um die Zustimmung zu ihrer Politik des permanenten Ausnahmezustands zu organisieren. Krieg nach außen bedeutet für die AKP relative Stabilität im Inneren. Deshalb hat sie ein Interesse daran, die Situation weiter eskalieren zu lassen.
    https://www.rubikon.news/artikel/wahlbetrug-am-bosporus

    Brot und Spiele: Die Abgründe des kommerzialisierten Fußballbetriebes
    23.10.2017

    Paris Saint-Germain legt 222 Millionen Euro für einen jungen Brasilianer hin. Doch das Fußballvolk, gierend nach Unterhaltung jeder Art, trägt seine bitter verdienten Groschen in die Arenen der Kommerzballgesellschaften und ihrer herangezüchteten Gladiatoren.
    von Flo Osrainik

    Multimillionäre in den Weltstädten, Sklaven auf Katars Baustellen

    Aber ganz offensichtlich sieht man das weder in Paris noch bei den unterhaltungsbedürftigen Zuschauern des durchkommerzialisierten Fußballs in Resteuropa so. Auch ein frei von Moral handelnder Investor wie Nasser Al-Khelaifi wird dem nichts abgewinnen können. Der katarische Präsident von Paris Saint-Germain dürfte in den Pariser Banlieues womöglich genauso wenig soziale Missstände erkennen wie ein Franz Beckenbauer in Katar Sklaven auf den Baustellen für die Fußballweltmeisterschaft der FIFA.

    Kann sein, dass sich der „Kaiser“ vor Ort nur von Geschenken seiner Gastgeber blenden ließ. Vielleicht wusste Beckenbauer auch nicht, dass Sklaven in absoluten Monarchien wie in Katar keine Eisenketten mehr tragen, denn heute gibt es Bankkonten, die einfach leer bleiben können. Auch müssen moderne Gladiatoren keinen Tod mehr fürchten und dürfen sich nach Eintritt des Rentenalters, also spätestens mit Ende 30, den Kopf darüber zerbrechen, was mit der restlichen Lebenszeit anzufangen ist.

    Der Zusammenhalt der Sklaven, Lohnsklaven oder auch Arbeiter wurde jedenfalls schon früh, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aufgebrochen, indem man die anfangs erfolgreichen Interessenvertretungen der Arbeiter zerschlug. Dafür begann man früh, Werkklubs zu gründen. In Deutschland zum Beispiel bei Bayer, Wacker, Carl Zeiss, Volkswagen und Opel. International war Gleiches etwa bei Royal Arsenal (FC Arsenal), Lancashire and Yorkshire Railway (Manchester United), Philips (PSV Eindhoven), Pommery (Stade de Reims), Peugeot (FC Sochaux) oder Parmalat (AC Parma) der Fall. Auch entstanden zahlreiche weitere Werksteams in West- und Osteuropa (Zenit Sankt Petersburg, BATE Baryssau, Schachtar Donezk) und in anderen Teilen der Welt, ob in Asien (Urawa Red Diamonds, Sanfrecce Hiroshima), Südamerika oder Afrika, um ein Identitätsgefühl gegenüber dem Konzern und gegen andere Arbeiter herzustellen.
    https://deutsch.rt.com/gesellschaft/59434-brot-und-spiele-abgruende-kommerzialisierten/

    He, immerhin wußten die Beatles was uns an Alternativen bläut:

    Today Pepperland Goes Blue!
    https://www.youtube.com/watch?v=G2uCNd1AVJo

    Aber das mit dem Autismus der Günstlinge, der herrschenden Klasse, stimmt trotzdem.

    Dazu abschließend Herr Pfaller:

    Da ist es – wie in jeder Herrschaftssituation – günstig, Kollaborateure heranzubilden. Man ermöglicht Leuten, die sonst meist vergleichsweise wenig Qualifikation innerhalb ihres jeweiligen Apparats aufweisen, einen gewissen sozialen Aufstieg und Zugang zu Kontrollfunktionen in ebendiesen Apparaten. Klarerweise werden die Kollaborateure bestrebt sein, dies ihren Gönnern zu danken. Und sie werden in klugem Eigeninteresse sämtliche Aufgaben und Anliegen, für die sie stehen, immer nur so weit betreiben und vorankommen lassen, dass sie selbst nicht überflüssig werden.
    (Robert Pfaller, Erwachsenensprache – Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur, S. 27-28)

    • We all live in a yellow submarine.. Together with Lucy in the Sky with Diamonds.. And it’s all just A Whiter Shade of Pale..

      We skipped the light fandango
      Turned cartwheels ‚cross the floor
      I was feeling kinda seasick
      But the crowd called out for more
      The room was humming harder
      As the ceiling flew away
      When we called out for another drink
      The waiter brought a tray (..)

      Mann, ich werde alt..

      Hier noch ein Video, das Dich vielleicht interessieren könnte – Vorsicht, hohe Informationsdichte, ich musste mehrmals die Stopp-Taste drücken zum grübeln:
      „LIVE from OCON: Jordan Peterson, Dave Rubin, Yaron Brook, Greg Salmieri“
      https://www.youtube.com/watch?v=PRHaropPZCc

      Es geht um genau das: Wahrnehmung und Realität – was ist das eigentlich? Wie vermittelt man das, wenn man wüsste, was es ist?

      (Wenn du ein Video guckst, und du fühlst dich hinterher schlauer als vorher, kannst du sicher sein: Es war nicht die Tagesschau.) ;o)

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