Die Macht um Acht (5)

Neue Töne bei der Tagesschau: In der Serie „Die Macht um Acht“ zeigt Uli Gellermann an drei Beispielen nachdrücklich, dass die Tagesschau sich als eine Art Staatsfunk versteht. Sie hat bei vielen Themen die Haltung der Regierung ungeprüft übernommen, gibt sie einfach weiter und hält das für Journalismus.

Um diese Form von Nachrichten-Übermittlung zu würdigen schlägt der Autor vor, dass sich Familien und Nachbarn zur Zeit der Tagesschau-Ausstrahlung rund um das TV-Gerät einfinden und die Nationalhymne singen. Allerdings kann der Autor nicht garantieren, dass Singen die Qualität der ARD-Redaktion verbessert.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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21 Kommentare zu: “Die Macht um Acht (5)

  1. Immer wieder traurig:
    „Wir bedanken uns bei 8,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, die unsere 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau gesehen haben. Dies entspricht einem Marktanteil von 35,6 Prozent. “
    Quelle: Tagesschau.de zur Einschaltquote vom 29.07.2018
    Es dauert leider etwas zu lange, bis man merkt, welche Art von Nachrichten einem von der „freien und unabhängingen“ Presse immer wieder vorgekaut werden….

  2. Hätte auch gerne an der Umfrage teilgenommen, muss mich aber waldbaer anschliessen: leider nicht (mehr?) möglich.
    Eine Anmerkung sei erlaubt. Frau Merkel wies bezeichnender Weise auf ihrer letzten Bundespressekonferenz auf die zunehmende „Bedeutung“ der alternativen Medien hin. Es entstand für den geübten Zuhörer (derjenige, der in der Lage ist, zwischen den Zeilen zu lesen) der Eindruck, dass Frau Merkel sichtlich besorgt darüber ist, dass Menschen hierzulande die Möglichkeit haben, sich ein richtiges Bild über die Situation in der BRD und der Welt zu machen.
    Ich wünsche mir, dass Frau Merkel doch bitte noch etwas länger in ihrer Märchenwelt verbleibt und ihren Dornröschenschlaf verlängert, damit die Informationen über alternative Medien bis dahin möglichst viele Menschen erreicht und hilft aufzuwachen. Wissen ist Macht, wir (die Erdenbürger) sollten uns und alle Freunde, Bekannte, Familienmitglieder intensiv damit ausrüsten um friedlich eine Veränderung zu bewirken. Ich hoffe, das gelingt. An der Stelle bedanke ich mich für alle aufrechten Mitbürger, die im Dienste der Aufklärung und des guten Journalismus sich für die Interessen aller Bürger einsetzen. Ich unterstütze (per Dauerauftrag) zur Zeit drei „Alternativmedien“, damit diese auch unter erschwerten Bedingungen die wichtige Arbeit weiter verrichten können. Es kommen sicher noch einige Möglichkeiten hinzu.

  3. Vielleicht hat ja jemand hier Lust auf eine kurze wissenschaftliche Umfrage, die sich unter anderem mit Vertrauen in verschiedene Medien und politisch aktuellen Themen beschäftigt?
    Die Umfrage erreichen Sie hier: https://ww3.unipark.de/uc/F

    Die Beantwortung der Fragen wird etwa 10 Minuten dauern.
    Die Umfrage ist anonym. Die Antworten können also keinem Absender zugeordnet werden. Die Umfrage wurde von einem Projektteam der Hochschule Hannover entwickelt.
    Ich würde mich freuen, wenn der Beitrag hier bestehen bleibt! Herzlichen Dank!

    • So traurig es ist – man kann keine anonyme Umfrage über das Internet machen. Über die IP-Adresse ist das jederzeit rückverfolgbar. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man, wie ich, trotzdem an der Umfrage teilnimmt. ;o)

  4. Wenn sich unsere deutschen Qualitätsmedien mit der gleichen Wadenbeißermentalität z.B. auf das Thema „NSU und der Verfassungsschutz“ stürzen würden, wie z.B. auf die Verteidung der einzigen Demokratie im nahen Osten, hätten einige Politiker, z,B. in der hessischen Staatskanzlei, ganz schnell feuchte Hände.

  5. Uli Gellermann hat einen sehr guten jounalistischen Instinkt für Heimtücke und Verschleierungstaktiken die sich jetzt speziell auf die Nachrichtensendung „Tagesschau“ beziehen.
    Was ich einfach nur zur Kenntnis nehme und nichts dabei denke, denkt Uli Gellermann den Hintergrund mit. Zum Beispiel die 1. Nachricht:“ Israel stellt Autisten für die PC Arbeit zur Grenzsicherung und Suche nach palästinensischen Tätern ein. Diese Menschen lassen sich nicht ablenken und machen ihren Job sehr gut.“ Ich rege mich nicht auf. Na klar, denke ich, diese haben auch keine Gefühle für andere, sie merken nicht, wenn andere leiden und können daher nicht beeindruckt werden, ein schlechtes Gewissen bekommen und die Arbeit in Zweifel ziehen oder gar anfangen, diese Arbeit zu verweigern.

    Dass das Alles Missbrauch von kranken Menschen ist, die benutzt werden um weiter raffiniert gegen Palästinenser kriegerisch vorzugehen, dass es Menschenrechtsverletzungen sind, denn kranke Menschen benötigen Schutz vor Ausbeutung erst recht durch den eigenen Staat, dass es dadruch möglich wird, medizinische psychotherapeutische Behandlungen an diesen Menschen einfach nicht vorzunehmen, denn die gibt es, das fällt mir erst ein, als ich Gellermann höre und er beklagt, dass so ein Verbrechen einfach in einigen Sätzen vorgelesen wird ohne Aufklärung über die Ungeheuerlichkeit, die da hinter steckt.

    Gleiches auch beim NSU-Urteil. Es wird neutral mitgeteilt – die Zusammenhänge von Verfassungsschutz und V-Männern bleiben für die normale Öffentlichkeit mit Absicht verborgen. Gut so, denkt der normale Verbraucher, wenn er hört, dass Zschäpe verurteilt ist und kann nicht weiter darüber nachdenken, ob der Verfassungsschutz vielleicht die Aufgaben von Gladio hat, und bewusst Verbrechen verübt, die als solche auf den 1. Blick nicht erkannt werden können, weil das Hintergrundwissen fehlt.

    Auch die „Jagd“ nach antisemitschen Äußerungen durch ganz normale Menschen, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie was Antisemitsches gesagt haben, liegt auf der Ebene von Thomas de Maiziere, der ja auch schon die Bevölkerung aufgerufen hat, Menschen bei der Polizei zu melden, die anscheinend was Verdächtiges tun.

    So wurde jetzt Xaver Naidoo angezeigt wegen antisemitischer Texte in seinen Songs und frei gesprochen. Er darf nicht Antisemit genannt werden. Ich habe mir die beanstandeten Texte mal durchgelesen und fand sie gut und konnte nichts Schlimmes an ihnen finden. Er beschreibt z.B. – allegorisch – das Verhalten gegen Juden in der Nazizeit und das Verhalten heute gegen Muslime. Ich sehe da Ähnlichkeiten. Menschen, die nicht in Vergleichen oder Bildern denken können, sehen in Allem, was sie nicht verstehen, Antisemitismus oder das, was gerade von der Regierung als „Böse“ ettikettiert wird.

    „Die Macht um 8“ ist eine „Schlacht um 8.“ Ein Meinungsführer-Krieg, der die Zuschauer innerhalb von 15 Minuten auf Staatslinie trimmen soll.

    Was die Nationalhymne angeht – dabei läuft Uli Gellermann zur zynischen Hochform auf. Ich kann mir denken, dass es wirklich Menschen gibt, die darauf warten, dass es so kommt. Und da viele Zeitgenossen Zynisches/Ironisches ernst nehmen, weil sie die Übertreibung als Kunstform nicht verstehen, könnten diese sich bestätigt fühlen.

    Ich dachte, als ich die deutsche Nationalhymne bei der Fußball-WM öfter gehört habe, dass man diese ganz abschaffen und eine neue erfinden sollte. Sie ist mit viel zu viel Negativem behaftet und ob man will oder nicht – die 1. Strophe schwingt immer mit, auch wenn in der 3. Strophe von Einigkeit, Glück und Freiheit gesungen wird. Während wir sie singen, werden Einigkeit, Glück und Freiheit immer mehr durch politisches Handeln, durch Beschränkungen und Kürzungen eingeschränkt und die Demokratie, die das Alles bewirken und sichern sollte, in die Tonne getreten.

  6. Anbei noch als ergänzender Hinweis, die direkt kontrollierten, nicht über Bande wie die ÖR, Privatmedien der Oligarchen.
    Dargelegt am Bsp. Springer:

    Der Springer-Chef – und wie er die Welt sah: Bild-Zeitungs-Komplex und Medienkritik

    Einzelne Beiträge aus dem Springer-Verlag sollten kein Objekt der Medienkritik mehr sein – auch und gerade weil der Medien-Konzern innerhalb der ideologisch einseitigen Medienlandschaft Deutschlands ein besonders destruktives Element darstellt. Der Verlag ist ein „Gesamtkunstwerk“: Mutmaßlich zahlreiche Beiträge der verschiedenen Medien des Konzerns fließen täglich zu einer Gesamtwirkung zusammen und interagieren untereinander. Die Skandalisierung einzelner Artikel würde suggerieren, dass die nicht skandalisierten Beiträge als seriös und nicht als Teil des Gesamtkunstwerks zu betrachten seien. Dem Springer-Verlag sollte man sich also vor allem als Komplex nähern – dazu bietet ein Interview mit Vorstandschef Mathias Döpfner nun Anlass. Von Tobias Riegel.

    Mathias Döpfner ist einer der einflussreichsten Medienmacher Deutschlands. Er ist nicht nur Vorstandschef des 1946 gegründeten Axel-Springer-Verlags, der mit seinen Publikationen nach eigenen Angaben 300 Millionen Menschen in 33 Ländern „erreicht“, sondern auch Präsident der Verleger-Lobby, des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der aktuell den Kampf für die Verlegerbeteiligung führt. Bertelsmann mag 2017 mit über 17 Milliarden Euro mehr Umsatz gemacht haben als Springer mit „nur“ 3,6 Milliarden Euro, wie ein aktueller Bericht der Gewerkschaft Verdi festgestellt hat. Aber die stärkere und direktere Wirkung auf das tägliche politische Geschäft kann mutmaßlich Springer auf seiner Seite verbuchen.

    Döpfner und andere mächtige Funktionäre bei großen Privatmedien üben durch ihre auch von Anzeigen der Großindustrie gestützten Medien großen gesellschaftlichen Einfluss aus, ohne dafür durch die Bürger legitimiert zu sein. Sie sind im Gegensatz zum kritikwürdigen, aber wichtigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk – und außer gegenüber ihren Aktionären und Anzeigenkunden – niemandem Rechenschaft schuldig: Ein dem Rundfunkrat vergleichbares Gremium gibt es bei Privatmedien ebenso wenig wie die Möglichkeit der Programmbeschwerden. Den machtlosen Presserat müssen sie nicht ernst nehmen, gerichtlich verhängte Bußgelder bezahlen sie aus der Portokasse. Zudem kontrollieren sich die großen Privatmedien inhaltlich nicht gegenseitig. Selbst der massenhafte Absprung der Leser kann den Konzern relativ kalt lassen: Trotz stetig sinkenden Auflagen steigert sich nach eigener Darstellung der Umsatz.

    Unantastbare Medienmanager lassen sich herab

    Diese dementsprechend „unantastbaren“ Medienmanager haben es also eigentlich nicht nötig, sich der Bürger-Wut auf die Manipulationen durch große Medien zu stellen. Ab und zu lassen sie sich dennoch herab und geben über mutmaßlich stark redigierte Interviews Einblick in ihre Gedankenwelt – bzw. in das, was die Leser für Mathias Döpfners Gedanken halten sollen. Das nennen Manche dann „Transparenz“ – ein Gebiet, auf dem man „noch besser“ werden müsse. Nun hat sich der Springer-Chef in einem langen Gespräch dem Medienmagazin Meedia präsentiert.

    Zunächst dämonisiert der Springer-Chef erwartungsgemäß die Konkurrenz der alternativen Medien, indem er ihnen zuschreibt, was Springer mutmaßlich seit Jahrzehnten praktiziert: Die „Verantwortung der Branche“ und die „Rolle des Journalismus“ werden laut Döpfner „ohne Zweifel immer wichtiger”, das sehen „wir“ am Aufstieg von „Populisten, Autokraten und der Existenzgefahr von Demokratien“. Das habe auch „mit alternativen Informationsformen, in denen Demagogie, Propaganda und gezielte Lügen unter die Menschen gebracht werden“, zu tun. Dabei seien es „weniger Fake News an sich, die ja seit Tausenden von Jahren existieren“, die dem Journalismus zu schaffen machten, sondern „die beschleunigenden und verstärkenden Effekte für Fake News durch soziale Medien“.

    „Bild“-Zeitung ohne „parteipolitische Agenda“?

    Amüsant wird es bei der Selbstdarstellung als Konzern, der „immer ein werteorientiertes journalistisches Haus mit einer klar definierten und transparenten gesellschaftlichen Haltung gewesen“ sei – angeblich ganz ohne „parteipolitische, tagespolitische oder personalpolitische Agenda“. In ihren „Grundwerten“ hätte der Springerverlag „eine nicht verhandelbare Verankerung – Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte“: „Und die fünf Präambeln konkretisieren das.“ Das ist nicht ganz korrekt, denn die Unternehmensgrundsätze des Springer-Verlags konkretisieren Döpfners Sätze nicht, sondern ergänzen sie lediglich um die Solidarität mit Israel, den USA und der „sozialen Marktwirtschaft.“:

    „1. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa. 2. Wir unterstützen die Lebensrechte Israels. 3. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. 4. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab. 5. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=45061

  7. Zum Thema:

    Bieten ARD und ZDF Orientierung?
    18. Juli 2018 Paul Schreyer

    Ein ARD-Bericht verdreht den Wortlaut des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Rundfunkbeitrag

    Das Bundesverfassungsgericht hat den Rundfunkbeitrag heute für grundsätzlich verfassungsgemäß erklärt. Die ARD-Rechtsredaktion schreibt dazu:

    Der Rundfunkbeitrag ist grundsätzlich rechtens. (…) Grundsätzlich sei alles in Ordnung, sagen die Verfassungsrichter. (…) Die Menschen hätten einen ganz konkreten Vorteil durch die Vielfalt der Anbieter, die, wie sie sagen, durch ‚authentische, sorgfältig recherchierte Informationen‘ Orientierungshilfe böten.
    ARD

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet laut Gericht also „Orientierungshilfe durch sorgfältig recherchierte Informationen“? Da könnte mancher widersprechen wollen. Und ein Blick in das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zeigt auch: So haben die Richter das gar nicht gesagt. Die ARD hat es „hineingelesen“.

    In der Urteilsbegründung heißt es vielmehr klar (und unbestreitbar), ARD und ZDF hätten „die Aufgabe“, durch „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltssicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden“.

    Die ARD macht aus der zutreffenden Beschreibung dieser Aufgabe nun kurzerhand ihre Erfüllung. Es fehlt offenbar an grundlegendster Lesekompetenz.
    https://www.heise.de/tp/features/Bieten-ARD-und-ZDF-Orientierung-4114821.html

    • Ergänzende Anmerkung:

      Das Bverfg verkündet also, der Rundfunkbeitrag sei gerechtfertigt unter bestimmten erfüllten Bedingungen. Laut der von Herrn Schreyer angemahnten Lesekompetenz folgt daraus, da die Bedingungen eben durch die Benannten nicht erfüllt sind, daß, der Rundfunkbeitrag derzeit illegal ist.

      Nicht daß diese Erkenntnis im Moment irgend etwas bewirken würde, unter dem Faustrecht des Stärkeren.

    • @ Box

      „…unter dem Faustrecht des Stärkeren.“

      „In jedem Zeitalter sind es die Waffen und die Religion, die bestimmt sind, auf Erden zu herrschen. (Aus einem Brief des Chrysolaras an Kaiser Johannes Paläologus).
      Wer will, der kann heute wenigstens aus der Kirche austreten und sich von Ablass-/-Tribut/-Schutzgeldzahlungen befreien lassen. Dem gingen Jahrhunderte der Ketzerverfolgung und -verbrennung voraus. Heutige Methoden der Ketzerverfolgung und -verbrennung sind „soft“ und „legal“; aber eine „sanfte“ Befreiung aus der Kirche der Propaganda- und Meinungsmacher wird es nicht geben, da Waffen und Religion bestimmt sind, auf Erden zu herrschen, „in jedem Zeitalter“.

      Möglicherweise ist es mir entgangen, aber mir fehlt in dieser ganzen Aktion gegen GEZ-Gebühren der Aspekt der „Schutzgeldzahlung“, denn das sind diese Gebühren, wenn argumentiert wird (oder zumindest wurde), dass dem GEZ-Zahler die Möglichkeit gegeben wird, sich vor Werbung und Schund der privaten Anbieter „zu schützen“: durch Wahl der öffentlich-rechtlichen Anbieter. Tatsächlich aber sehen wir, wie immer mehr Werbung und Schund auch bei den öffentlich-rechtlichen Medien einzieht – und vermehrt einziehen wird- , zusätzlich zu den unsäglichen Talk-Shows der immer gleichen Selbstdarsteller. Die Behauptung, vor Werbung zu schützen, ist zweifellos eine Schutzbehauptung; und die GEZ-Gebühr ist eine Schutzgeldzahlung. Ein Schutzgeldzahlung, die zudem keinen tatsächlichen Schutz bietet.
      Im „Race to the Bottom“ schauen wir Ablass-, Tribut-, Streuer- und Schutzgeldzahler einfach weiter buchstäblich „in die Röhre“, solange es keine „harte“ Befreiung gibt. Den „Race to the Bottom“ hat Ortega y Gasset als „Aufstand der Massen“ analysiert: massenhafte Verblödung bis in die sog. Eliten hinein. Eine Analyse, wie sie zu Zeiten der Auflösung des römischen Imperiums unter den mafiösen Adelsgeschlechtern schon zutraf. Geschichte wiederholt sich immer wieder. Dass sie es nicht täte ist eine Schutzbehauptung derer, die sich schützen.
      PS.: Ich empfinde Werbung immer, aber ganz besonders als Terror, wenn gleichzeitig die Lautstärke so intensiv ist, dass es geradezu schmerzhaft laut wird. Die Mafia hat ihre Wiege in den römischen Adligen.

  8. Ich sehe in diesen „Denunzianten“-Maßnahmen eine ganz große Gefahr. Wer das als lächerlich bezeichnet, der unterschätzt sie mMn.

    Denn: auch KenFM oder Ganser werden massiv (!) in die rechte/antisemitische Ecke gestellt. Das ist das, was Maufeld als „Verklammerungslogik“ bezeichnet. Wenn man es schafft, den Link „Verschwörungstheorie-Elitenkritik-Antiamerikanismus-Antisemitismus“ zu schaffen, und dann gleichzeitig eine Behörde einrichtet, wo auch nicht strafbare „Antisemitismusfälle“ gemeldet werden können… dann haben wir eine Stasi 4.0.

    Dann kann jeder KenFM-Nutzer gemeldet werden, jeder, der sich Mausfeld anhört oder Ronald Bernard, etc.

    Das ist denke ich viel perfider, als manche hier glauben… sollte man nicht den Fehler machen, und solche Tendenzen, die immer gehäufter und immer brutaler hervortreten, einfach so hinnehmen.

    Nicht vergessen: der Mensch ist ein Gewohnheitswesen. Auch 1938 kam nicht von heute auf morgen, das lief über Jahre vorher… Schritt für Schritt…

  9. Es ist nicht nur kafkaesk sondern auch faschistisch. Deutschland hat eigentlich sehr viel Erfahrung mit Denunziantentum, vor nicht so langer Zeit in der DDR und vor etwas längerer Zeit aber auch noch nicht so lange während der Zeit der Nationalsozialisten unter A. Hitler. Und die Auswirkungen dieser Bespitzelung und Verleumdung waren drastisch bis tödlich. Möglicherweise werden schon Listen erstellt wer als Querulant oder Staatsfeind gefährlich werden könnte. Ich bin jetzt kein Fan der IB aber die IB wird in Österreich wegen des Ausbreiten eines Banner auf einem Hausdach als Terroristische Vereinigung eingestuft und die Mitglieder wurden angezeigt so wie die Mitglieder des Tierschutzvereins des VGT. Das ist nun das zweite mal das der Mafia Paragraph gegen politisch aktive Menschen angewandt wird. Waren die Verleumder der Tierschützer einem Kleiderhersteller und den Jägern und Tierfabrik Besitzern (Politiker) zuzuschreiben, so ist die Verleumderin der IB eine linke Staatsanwältin. Meiner Meinung nach sollte wohl in beiden Fällen ein Exempel statuiert werden. Wer zu starke Kritik übt wird vernichtet. Beide Fälle haben mit Demokratie und Meinungsfreiheit absolut nichts mehr zu tun und es werden dabei Existenzen von Menschen vernichtet. Das ist der traurige Ist Zustand und es ist zu befürchten dass sich dieser Zustand noch verschlimmern wird, massiv möglicherweise. Das in D Mörder geschützt werden ist auch nicht das erste mal. Auch der Mordanschlag auf Herrhausen will doch so gar nicht zur RAF passen. Daher gehe ich davon aus das auch im NSU Skandal nichts mehr ermittelt werden wird.

    • Mußte erst mal nachschlagen, was IB bedeutet: Identitäre Bewegung, eine kleine rassistische Rechtsaußen-Gruppe. Bin ich ganz sicher kein Fan davon, allerdings das Ausbreiten eines Banners auf einem Hausdach als Straftat zu werten geht zu weit. So etwas muß eine Demokratie aushalten können. Hält sie es nicht aus, ist sie keine Demokratie mehr.
      Die Sache mit dem VGT (Verein gegen Tierfabriken) hab ich am Rande mitbekommen. Das war wirklich erschütternd, wie der österreichische Staatsapparat die Tierrechts-Aktivisten so lange (3 1/2 Monate) in Haft gehalten hat und sie mit dem Prozeß finanziell ruiniert hat, obwohl am Ende alle freigesprochen wurden. Seither ist mein Rest an Vertrauen in die österreichische Demokratie weg.
      „Wer zu starke Kritik übt, wird vernichtet.“ Genauso ist es.

    • Das beste Beispiel für Menschen die andere Meinungen nicht akzeptieren können ist Joskar Fischer und was solche Menschen machen wenn sie Macht bekommen hat er uns auch gezeigt, sie führen Krieg. Und deshalb muss in einer Demokratie eine andere Meinung zB die der IB erlaubt sein solange diese sich in einem rechtlichen Rahmen bewegt und dazu gehört auch Islamkritik. Was aber nicht zu akzeptieren ist ist die gewaltsame Unterdrückung dieser Meinung oder existenzielle Vernichtung von Menschen die eine andere Meinung haben.

    • Gerade in einer Österreichischen Tageszeitung (online)gelesen:


      Antisemitismus im Internet so stark wie noch nie

      In sozialen Medien, Blogs und Online-Kommentaren ist der Antisemitismus einer neuen Studie zufolge so stark wie noch nie. Das Web 2.0 sei mittlerweile von Judenfeindlichkeit und Hass auf Israel durchdrungen, heißt es in einer Langzeituntersuchung der Technischen Universität Berlin.

      Ja, vermutlich wird dann auch ein Daniele Ganser als Antisemit bezeichnet weil er 9/11 kritisch sieht oder ein Herr Jebsen weil er Israel für das Vertreiben und Ermorden der Palästinenser verurteilt oder Menschen die das Geldsystem kritisieren und vermutlich sogar Menschen die Frau Merkel kritisieren, wenn die NAZI Keule nicht mehr zieht muss eben die Anti Semitismus Keule her und was auch wieder bestätigt wird ist wir werden von Fischers regiert und die sitzen auch in den Fernsehsendern, Zeitungen, Richterstühlen usw.

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