Die Macht um Acht (58) „Blind hinter der Kamera!“ (Podcast)

Blind hinter der Kamera!

ARD verweigert den Blick auf die Realität.

Seit Monaten: Corona-Corona-Corona, auch in der Tagesschau. Man kommt an dem Thema nicht vorbei. Wenn die häufige Beschäftigung mit diesem Thema bei der ARD wenigstens Lernprozesse in Gang setzen würde. Aber die Tagesschau wiederholt sich nur immer wieder. Erkenntnisprozesse, wirkliche Neuigkeiten sind von ihr nicht zu haben. Weder will sie ihre Zuschauer mit alternativen Meinungen zum Thema bekannt machen, noch recherchiert sie ernsthaft zum Komplex.

Ganz typisch ist diese Meldung: „Corona-Pandemie – Die zweite Welle ist schon da“. Seit Monaten drohen Regierung und RKI schon mit der zweiten Welle. Da kann die Tagesschau natürlich nichts anderes sagen. Und wen zitiert sie zu dieser Behauptung? Den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Der Mann hat von Epidemiologie oder Virologie keine Ahnung. Davon aber viel: „Wir haben jeden Tag neue Infektionsherde, aus denen sehr hohe Zahlen werden könnten“, darf er in die Kamera sabbern. Jetzt könnte ein ordentlicher Journalist sagen, dass eine Infektion keine Krankheit ist. Und er könnte auch sagen, dass „könnte“ ein Konjunktiv ohne Beweise ist, dass Kretschmer also schwadroniert, statt eine korrekte Aussage zu formulieren. Stattdessen vergrößert die vorgebliche Nachrichten-Sendung noch das wissenschaftliche Nirwana mit diesem Satz: „WHO meldet Rekord an Neuinfektionen“. Wieder wird nicht erklärt, dass eine Infektion völlig normal und keine Krankheit ist. Die Zahlen dienen so nicht der Information, sondern nur der Panikmache. Ein Blick auf die Realität könnte dieser Mache schaden.

Dann darf der nächste Ministerpräsident seine unmaßgebliche Meinung sagen: „Corona kommt schleichend zurück, aber mit aller Macht“, wird Markus Söder zitiert. Der Mann will Kanzler werden. Er schaut sich die guten Corona-Umfragewerte der Merkel an und denkt: Die will ich auch, also surft auch er auf der Corona-Welle. Er braucht die nächste Welle unbedingt. Deshalb erfindet er sie einfach, schafft sich seine eigene Realität, die mit der wirklichen Wirklichkeit nicht mal verwandt ist. Bei dieser Wahlfieber-Fantasie hilft ihm die vom Zuschauer und nicht von der CSU finanzierte Tagesschau. Journalismus? Null. Söder-Marketing: 100 Prozent.

Als öffentlich-rechtliche Anstalt muss man ausgewogen sein, Deshalb wird auch die Söder-Konkurrenz zitiert. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken tutet aber nur ins Söder-Horn: „Tausende #Covidioten feiern sich in Berlin als ‚die zweite Welle‘, ohne Abstand, ohne Maske“. Eine Wahlkämpferin zitieren? Gern, aber nur ja nicht über die Wirklichkeit berichten: Darüber, dass eine wachsende Zahl der Deutschen das Corona-Regime satt hat. Unbedingt lächerlich falsche Zahlen über die Großdemonstration in Berlin verbreiten. Als würde der Staatsfunk aus Hamburg von den Parteien bezahlt und nicht von seinen Zuschauern. Nix Recherche, nix Nachdenken, nix Wirklichkeit. Dass die Auflösung der Demonstration verfassungswidrig war? Interessiert doch die Pensionsbezieher in Hamburg nicht. Dass die Teilnehmer die Grundrechte verteidigen? Das will die Redaktion nicht wissen, und der Zuschauer darf das nicht wisse, er könnte auf Gedanken kommen. Da schwätzt man lieber davon, dass „in Berlin am Samstag 45 Polizeibeamte verletzt“ wurden. Natürlich nicht während der Grundrechte-Demo. Aber Diffamierung muss sein, sonst kann der Redakteur ja keine Karriere machen. Also zimmert er sich eine eigene, der herrschenden Politik angenehme Wirklichkeit und sendet sie.

Blinde hinter der Kamera, in der Redaktion, in der Intendanz, auf der Karriereleiter. Es wäre an der Zeit, dass die Gegner des Corona-Regimes die Sender besuchten. Das wäre dann die richtige Welle. Sie würde über den Köpfen der Wirklichkeitsverweigerer zusammenschlagen: Willkommen in der gesellschaftlichen Realität.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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