Die medizinischen Ungereimtheiten | Von Milosz Matuschek

Gibt es gerade ein schlüssiges medizinisches und statistisches Gesamtkonzept?

Ein Standpunkt von Milosz Matuschek.

Am 13. Oktober 1993, morgens um 6.15 Uhr, klingelte bei Kary Mullis, einem Biochemiker der Firma Cetus in Kalifornien, das Telefon. Er habe den Chemie-Nobelpreis gewonnen. Mullis freute sich, und da das Telefon danach nicht aufhörte zu klingeln, fuhr er erst einmal mit Freunden zum Wellenreiten, wo er jedoch auch bald von Journalisten aufgesucht wurde. Am nächsten Tag stand in der Zeitung: „Surfer gewinnt Nobelpreis“.

Mullis hatte Jahre zuvor bei einer abendlichen Heimfahrt mit seiner Frau eine alles verändernde Eingebung gehabt. Am Steuer seines alten Honda Civic war ihm einfach gesagt ein chemisches Vervielfältigungsverfahren für Gensequenzen eingefallen. Er hielt an, nahm sich ein Kuvert und einen Stift und rechnete. Seine Idee: Er könnte Gensequenzen in mehreren, mathematisch aufeinander aufbauenden Zyklen vervielfältigen und diese dadurch sichtbarer machen. So, als würde man ein Mikroskop schärfer stellen.

Bisher ging es Forschern nach Aussage von Mullis mit der Entzifferung von Gensequenzen der DNA oder RNA in etwa so, als müssten sie einen Lizenzvertrag auf der Erde entziffern, während sie auf dem Mond stehen. Mit dem Verfahren von Mullis konnte man jetzt heranzoomen. Da jeder Vervielfältigungszyklus bei seinem Verfahren an den vorhergehenden anknüpfte, war die Vervielfältigung der Sequenzen exponentiell. Aus zehn Zyklen entstanden 1024 Kopien, aus 20 dementsprechend 1 Million; aus 30 Zyklen 1 Milliarde Kopien der Gensequenz.

Der PCR-Test (Polymerase Chain Reaction) war geboren.

Cetus verkaufte das Verfahren später für 300 Millionen Dollar an den Schweizer Pharmariesen Hoffmann-LaRoche.

Kary Mullis starb im August 2019.

Der PCR-Test ist in der Corona-Krise zum meist verbreiteten Standard der Messung einer Infektion mit dem Sars-Cov-2-Erreger geworden. Die durch ihn gemessenen positiven Testergebnisse bestimmen unter dem Begriff „Neuinfektionen“ seit Monaten das politische und mediale Geschehen.

Werfen wir an dieser Stelle kurz einen Blick auf den chronologischen Ablauf.

  • Am 18.10.2019 fand in New York das Planspiel „Event 201“ statt, organisiert vom Johns Hopkins Center for Health Security, der Bill & Melinda Gates Stiftung sowie dem World Economic Forum. Man simulierte dabei, wie der Ausbruch eines Coronavirus global zu handhaben wäre. Dabei ging es auch um die richtige Information der Bevölkerung und die Bekämpfung von Desinformation, zum Beispiel über Social Media. Durch das Planspiel wurde die Notwendigkeit von verstärkter privater-öffentlicher Zusammenarbeit betont („public-private partnership“).
  • Am 31.12.2019 informierte die lokale Gesundheitskommission Wuhan über den Ausbruch einer Lungenkrankheit in der Stadt. Zu diesem Zeitpunkt galten sieben Personen als schwer erkrankt; 18 Menschen befanden sich in stabilem Zustand. Die Meldung wird u.a. auf Social Media, von Reuters und der Deutschen Welle verbreitet.
  • Anfang Januar 2020 entwickelte ein Team um Viktor Corman und Christian Drosten einen PCR-Test zum Nachweis des neuartigen Virus, der als diagnostischer Leitfaden sogleich von der WHO übernommen wurde. Der Beitrag wurde am 23.01.2020 in der Fachzeitschrift Eurosurveillance veröffentlicht („Corman-Drosten-Papier“).
  • Am 30.01.2020 rief die Weltgesundheitsorganisation einen „internationalen Gesundheitsnotstand“ aus. Zu diesem Zeitpunkt wurden aus China 170 Tote gemeldet, weltweit lag die Anzahl der Toten zu diesem Zeitpunkt bei Null.

Das Covid-Narrativ: Hält die Kausalkette?

Das Corman-Drosten-Papier vom 23.01.2020 steht im Zentrum des Covid-Narrativs und bedarf daher in besonderem Maße einer kritischen Würdigung. Schließlich ist es die wissenschaftliche Basis dafür, dass auf der ganzen Welt beispiellose Zwangsmaßnahmen verhängt wurden.

Dies gilt umso mehr, als inzwischen 22 Wissenschaftler rund um den Mikrobiologen Pieter Borger eine Gegenstudie („Corman-Drosten-Review“) erstellt haben. Sie gehen u.a. davon aus, dass der Test des Teams um Corman und Drosten „unnütz“ und „ungeeignet als diagnostisches Werkzeug ist um den SARS-CoV-2 Virus zu identifizieren und eine Infektion festzustellen“.

The SARS-CoV-2 PCR test is useless.

sowie

the test unsuitable as a specific diagnostic tool to identify the SARS-CoV-2 virus and make inferences about the presence of an infection“.

Weiter identifizieren die 22 Wissenschaftler zehn „massive Fehler“ des Drosten-Papiers, wie fehlerhaftes Testdesign, fehlende Standardisierung und Validierung. Es fehlt zum Beispiel die Erläuterung, was ein positives und was ein negatives Testergebnis definiert, es werden teils Werte weggelassen oder es fehlt an Kontrollmechanismen (mehr Details dazu siehe hier und in der Studie selbst). Die Forscher verlangen deshalb von Eurosurveillance, das Corman-Drosten-Papier zurückzuziehen.

Die Zeitschrift will nun auf die Kritikpunkte der 22 Wissenschaftler eingehen und das Papier erneut prüfen.

Unabhängig davon, wie dieses Kontrollverfahren ausgeht, gibt es schon jetzt mehrere objektive Auffälligkeiten an dem Corman-Drosten-Papier und seinem Zustandekommen zu bemängeln.

  • Das Papier wurde am 21.01.2020 eingereicht, am 22.01.2020 geprüft und am 23.01.2020 veröffentlicht. Das ist ein extrem enges Zeitfenster. Kritiker behaupten deshalb, es habe kein sogenanntes Peer-Review-Verfahren gegeben, also eine Begutachtung des Papiers durch Fachkollegen. Dieser in der Regel zeitaufwändige Prozess ist absoluter wissenschaftlicher Standard und dessen Unterlassen wäre von Seiten der Herausgeber grob fehlerhaft und irreführend.
  • Auf Anfrage bei Eurosurveillance wurde per Mail bestätigt, dass ein Peer Review Verfahren durch zwei Wissenschaftler stattgefunden hat, und zwar innerhalb von 24 Stunden. Die weitere Nachfrage, wie viele Studien genau sonst noch bei Eurosurveillance in etwa 24 Stunden begutachtet wurden, wurde nicht beantwortet.

So wie es scheint, brauchte es für die Begutachtung aller sonstigen Artikel bei Eurosurveillance jedoch mindestens 20 Tage.

  • Zwei Autoren der Studie, Christian Drosten und Chantal Reusken, sind „Associate Editors“ der Fachzeitschrift, also an das Redaktionsteam angegliedert. Ging das Prüfverfahren deshalb so schnell über die Bühne?
  • Wieso wurde auf diesen Umstand nicht von Anfang an hingewiesen? Es handelt sich um einen Interessenkonflikt.
  • Die Co-Autoren der Studie Olfert Landt und Marco Kaiser sind CEO bzw. wissenschaftlicher Berater der Berliner Firma Tib-Molbiol, welche die Drosten-PCR Test-Kits in der ganzen Welt vertrieb. Auf diesen Interessenskonflikt wurde erst am 29.07.2020 hingewiesen, auch dies ein klares Versäumnis. Drosten und Landt haben schon bei früheren Studien zusammengearbeitet.

 

Screenshot aus dem am 29.07.2020 ergänzten “Corman-Drosten Papier”

 

Eine Gleichung mit immer mehr Unbekannten

Damit enden die Fragen jedoch nicht, sondern sie fangen erst an. Der PCR-Test bietet hier ein schier unerschöpfliches Feld.

Das beginnt schon damit, dass der PCR-Test vom RKI als „Goldstandard für die Diagnostik“ bezeichnet wird. Die Hersteller von Tests verweisen jedoch darauf, dass dieser sich nicht für diagnostische Zwecke eigne. Das Labor Creative Diagnostics schreibt ausdrücklich „Dieses Produkt ist nur für Forschungszwecke und nicht für diagnostische Zwecke geeignet.“ („This product is for research use only and is not intended for diagnostic use“).

Christian Drosten sagt, dass der Test „validiert“ sei, in einem NDR-Podcast sprach er von einer „sehr großen Validierungsstudie“. Damit ist wohl die technische Funktionalität des Tests gemeint. Wo ist diese Studie zu finden?

Wie steht es weiter um die rechtliche Zulassung der PCR-Teste? Diese können ja von verschiedenen Laboren entwickelt werden, auch zum Eigenbedarf. Wenn Teste (juristisch gesprochen: In-Vitro-Diagnostika) vertrieben werden, brauchen sie aber eine gesonderte Zulassung („CE Kennung“) nach dem Medizinproduktegesetz und müssen sogenannten „Grundlegenden Anforderungen“ entsprechen (dazu gehören u.a. Spezifizität und Sensitivität, Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, Patientensicherheit).

Die Einhaltung letzterer Anforderungen können sich die Hersteller der Tests jedoch derzeit selbst bescheinigen. Die Teste werden nämlich als diagnostische Instrumente „niedrigen Risikos“ eingestuft, wie das Paul-Ehrlich-Institut bekannt gibt. Noch. Denn das soll sich ab Mai 2022 mit einer neuen Regulierung ändern. Dann werden diese Teste voraussichtlich in die höchste Risikoklasse gehören. Dies erfordert dann eine Laboruntersuchung der Teste sowie eine unabhängige Überprüfung der Daten durch eine zentrale Kontrollstelle.

Nochmal kurz zusammengefasst: Ein Test, der laut Herstellern gar nicht für diagnostische Zwecke geeignet ist, nach rechtlicher Einordnung aber als diagnostisch klassifiziert und vom RKI als der Goldstandard der Diagnostik gilt, kann mit eigener „Zertifizierung“ durch das ihn herstellende Labor derzeit wegen „niedrigen Risikos“ vertrieben werden. Darauf basieren derzeit die Zahlen. In 1,5 Jahren aber nicht mehr, denn dann ändert sich die Risikoklasse plötzlich fundamental.

Versteht das noch irgendjemand? Wie kann das sein?

Hinter jedem Test stehen auf der Mikro-Ebene dann noch viele weitere Fragen: Wie ist die Qualität der Abstriche? Wie sauber arbeitete das Labor? Wurden die richtigen Gensequenzen untersucht? In wie vielen Testzyklen? Je mehr Testzyklen durchgeführt werden müssen, umso weniger ist das Ergebnis verwertbar (Ct-Wert). Die den Tests zu Grunde liegenden Parameter, wie der Ct-Wert, sind dem RKI jedoch gar nicht bekannt. Was ist über die Fehlerquote der Labore bekannt? Sind die gemessenen Viren vermehrungsfähig oder sind es tote Partikel? Der PCR-Test unterscheidet hier nicht.

Wie viel Aussagekraft haben überhaupt Testergebnisse, die auf nicht einheitlichen Tests beruhen?

Und wie kann das RKI auf dezentraler Datenbasis ohne Vergleichbarkeit der Prozesse per Hochrechnung auf ganz Deutschland zu allgemeingültigen Handlungsempfehlungen kommen?

Kary Mullis selbst hatte vor einer falschen Interpretation der Ergebnisse von PCR-Tests gewarnt. Da im Menschen eine extrem große Anzahl verschiedenster Virensequenzen vorkommen, lasse sich mit dem Test letztlich alles finden, was man finden wolle.

Dass die Treffsicherheit von schnellen Antigentests auch nicht unbedingt besser ist, zeigt zudem der Fall von Elon Musk. Dieser hatte sich an einem Tag vier Mal testen lassen: gleiches Gerät, gleicher Test, gleiche Krankenschwester. Ergebnis: zwei Mal positiv, zwei Mal negativ.

Ist das alles statistisch schlüssig?

Selbst wenn man jedoch auf dem Standpunkt bleibt, den PCR-Test als Goldstandard anzuerkennen, bleibt zumindest in Deutschland die Frage, ob die präsentierten Zahlen überhaupt aussagekräftig sind, um eine politische Strategie darauf zu begründen. Der Mediziner und Bonner Professor Matthias Schrappe findet in einem Gutachten für den Gesundheitsausschuss des Bundestages vernichtende Worte.

Er bemerkt: „Bereits bei der Frage nach dem grundlegenden Konzept ist die Orientierungslosigkeit der politischen Führung nicht zu übersehen.“

Dazu wirft er mehrere Fragen auf, die durch eine valide Teststrategie beantwortet werden müssten:

  • Wie hoch ist die Infektiosität? Derzeit gibt es darüber mangels repräsentativer Stichprobentests in der Bevölkerung keine belastbare Aussage.
  • Wie zuverlässig sind die Teste? Damit ist die Abwesenheit von Störfaktoren bei der Messung gemeint. Zitat (Hervorhebung von mir): „Die nicht-repräsentativen Stichproben, aus denen der jeweilige 7-Tage-Wert besteht (z.B. 40.000 Fälle pro Woche bei 1 Mio. Teste), werden auf die Gesamtbevölkerung (83 Mio.) umgerechnet (ergibt z.B. 50/100.000), ohne Annahmen zur Dunkelziffer in den nicht-getesteten 82 Mio. zu machen. Einfache Berechnungen zeigen jedoch, dass die Häufigkeit in der Gesamtbevölkerung in allererster Linie durch die Dunkelziffer beschrieben wird und die Zahl der bekannten Fälle lediglich einen unsystematisch gewonnenen Wert darstellt, der keinerlei Aussagekraft besitzt.“
  • Zu den PCR-Tests (S. 5 des Gutachtens) meint Schrappe schließlich noch:

„Die derzeitig verwendeten Testverfahren lassen keine sinnvolle Aussage zur Infektiosität zu und können daher daraus abgeleitete Maßnahmen nicht begründen. Als Mindestforderung ist die Einbeziehung des CT-Wertes zu fordern.“

Äußerst kritisch äußerte sich Schrappe auch in einem Interview mit dem ZDF (ab Minute 19.35)

„Diese Zahlen sind nichts wert.“

Geht es schließlich um die Tödlichkeit von Covid-19, kollabiert das Narrativ endgültig.

Es gibt keine, nicht mal eine saisonale Übersterblichkeit. Zugleich haben wir statistisch quasi gerade eine Ausrottung der Influenza. Im Vergleich zur besonders tödlich verlaufenden Grippesaison 2017/2018 (geschätzt 25 100 Tote) liegt die Anzahl der Toten („an oder mit“ Covid) in Deutschland weit darunter.

Der US-Evidenzforscher John P. A. Ioannidis kommt in einer weltweiten Metastudie, die auf 61 weiteren Studien basiert zu einer Median-Sterblichkeit von 0,23%. Für unter 70-Jährige auf eine Median-Sterblichkeit von 0,05%. Das sind fünf Tote auf 10 000 Infizierte. Soweit die offiziellen Zahlen der WHO. Die Plattform Volksverpetzer in Deutschland meint dagegen zu wissen, dass die Zahlen von Ioannidis Humbug sind. Und der Chef des RKI Lothar H. Wieler behauptete am 22.10.2020 dass die Sterblichkeitsrate 2,2% beträgt. Das war eine Woche nachdem die Studie von Ioannidis veröffentlicht wurde. Was erzählt man uns da eigentlich?

Hinzu kommt als weiterer Unsicherheitsfaktor:

  • Kaum jemand ohne Vorerkrankungen stirbt am Virus.
  • In Deutschland wird zudem kaum obduziert, das RKI hatte davon abgeraten.
  • Man weiß also nicht genau, wer „an“ oder nur „mit“ Covid-19 verstirbt. Ein weiterer Bruch in der Kausalkette.

Von der Blackbox zum Clusterfuck

Welche Schlüsse soll man aus der medizinischen Lage ziehen, die hier noch dazu nicht einmal vollständig wiedergegeben ist? Man müsste ja noch über falsch-positive Teste, über Spezifizität, Sensitivität und Prävalenz, über Masken, Lockdowns, Folgeschäden und Impfungen sprechen. Und es gibt noch weitaus mehr offene Fragen, denen sich andere Autoren widmen (z.B. hier, hier, hier, oder hier).

Versuchen wir trotzdem drei Schlüsse:

1. Blackbox. Das Covid-Thema ist wie ein Kaninchenbau, in den man fällt und in dem man sich verliert, wie in einem unterirdischen Labyrinth. Es ist wie eine Reise auf unsicherem Terrain, mit widersprüchlichen Wegweisern, trüben Stellen, verengter Sicht, unbekannten Größen, Schätzungen, Dunkelziffern. Es geht im Einzelnen nicht darum, an welcher Stelle die Kausalität bricht, welcher Studie zu trauen ist und welcher nicht; auch nicht darum, welchem Experten zu glauben ist und welchem nicht. Klar ist nur: Wenn schon die Karte verpixelt und das Terrain unsicher ist, sollte man keine Orientierung erwarten.

Es geht nicht um den einen großen Fehler in dem Ganzen, der alles in die Luft fliegen lässt. Es geht um die vielen kleinen und größeren Unklarheiten, die das Gesamtbild so stark eintrüben, dass man sich fragt: Was ist das? Es geht also nicht um den ultimativen Beweis für irgendwas, die „Smoking Gun“. Es geht um den Smoke. Bei diesem Thema ist nahezu jeder Teilkomplex in einen wabrigen Schleier gehüllt. Und aus dem Ungefähren wird versucht, das Konkrete abzuleiten. Jedes Thema ist wie ein Pandorabüchse für neue Widersprüche. Und gerade geht es im Eiltempo um Impfungen, dem „größten Humanexperiment der Geschichte“, wie Telepolis schreibt, bei dem auch vieles widersprüchlich und unklar ist.

Argo Nerd @argonerd

2. „Clusterfuck“. Mit dem Begriff Clusterfuck bezeichnet man in der Katastrophenforschung eine Situation, in der alles nur noch schief geht, wie in einer Kettenreaktion. Egal bei welchem Themenkomplex man in den Kaninchenbau einsteigt, scheint man entweder im Ungefähren zu versanden oder mit mehr Fragen wieder herauszukommen als man ursprünglich hatte.

Oder erweckt allein diese Kaskade an Aussagen den Eindruck von Widerspruchsfreiheit und Schlüssigkeit? Ein positiver PCR-Test sagt je nach Labor und Testverfahren nicht eindeutig, ob jemand infiziert ist; er ist nicht zur Diagnose geeignet; wer infiziert ist, ist nicht unbedingt infektiös, gibt also tatsächlich das Virus weiter; nur ein Teil der positiv Getesteten hat überhaupt einen Krankheitsverlauf und am Ende weiß man nicht mal genau, ob jemand an oder nur mit Covid-19 gestorben ist. Es ist eine Katastrophe des gesicherten Wissens.

3. „Kult“. Der medizinische Komplex trägt deutliche Züge des Abgleitens in einen Glaubenskult. Der Urteilsfindungsprozess ist erschwert bis verunmöglicht. Der Weg zu belastbarem Wissen ist steinig und unergiebig. Die medizinische Seite ist zudem ein Spezialthema mit vielen Fachbegriffen und abschreckender Komplexität. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, desto weniger Sinn scheint es zudem zu machen. Der Laie, der sich damit befasst (und eigentlich jeder der darüber schreibt) begibt sich in ein unübersichtliches Dickicht. Die mediale Berichterstattung wird der Komplexität des Themas schlicht nicht gerecht und taugt gerade auch nicht als Erkenntnisquelle. Fakten und Erkenntnisse werden je nach Interessenlage mutwillig uminterpretiert, weich und gefügig gemacht (siehe Todesfallzahlen), bis sie passen. Die Faktenlage als Basis für eine Meinungsbildung ist damit zusätzlich vermint. Je weniger die Faktenlage an Sinn ergibt, desto mehr Platz bietet sie für die Aussagen von Autoritäten, Experten, Gatekeepern.

Am Ende ist der Corona-Komplex ein klassischer Kult, bei welchem der Glaube an eine Autorität in Gehorsam münden soll. Es ist ein Kult der vermeintlich Rationalen, tatsächlich aber Wissenschaftsgläubigen um den autoritären Experten im Banner des großen „Pandemie-Wir“. Es ist ein Regime der „offiziellen Wahrheit“ an die Stelle des Verfahrens der auszuhandelnden, deliberativen Wahrheit getreten. Die Politik setzt sich selbst die „Corona“ auf und macht aus der Pandemie die Krönungsmesse für ein beliebig verlängerbares Verordnungsregime. Es regiert das große, unhinterfragbare „Pandemie-Wir“ des absoluten Gesundheitsschutzes als Götze.

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Die Bücher „Generation Chillstand“ von Milosz Matuschek und „Elon Musk – Tesla, PayPal, SpaceX“ von Elon Musk und Ashlee Vance werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien am 15.12.2020 auf  https://miloszmatuschek.substack.com/p/ungereimtheiten

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Bildquelle:  fizkes / shutterstock

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34 Kommentare zu: “Die medizinischen Ungereimtheiten | Von Milosz Matuschek

  1. Peter Lau sagt:

    English ist und bleibt eine verrohte Sprache. "Clusterfuck" ist nicht das einzige Wort für den umschriebenen Umstand.

  2. Alcedo sagt:

    Wegen der Feiertage erst mal nur einge kurze Punkte:
    ) Das der PCR nichts über eine Infektionskrankheit auszusagen vermag bleibt ja dennoch so. Denn wenn nur ein oder 2 Viren auf der Rachenschleimhaut sitzen, kann ich dennoch genau diese erwischen und der Test würde mglw. positiv werden.
    ) Die Kontrollinstanz habe ich nicht richtig erkennen können, Labor und Hersteller sind doch die selbe Interessenseite? (Als Laie hätte ich hier irgendein staatliches Kontrollgremium oder Parameterfestschreibung erwartet. Das der ct Wert sogar tageweise schwanken darf überrascht, ihn zur Probe zu schreiben würde die Einordnung sicher erleichtern, die Positivprobe scheint eine gute Fehlerbegrenzung, ist dies ein Normmaterial?

    • Alcedo sagt:

      sollte unter Weltenbuerger

    • Weltbuerger sagt:

      Der Hersteller entwickelt, validiert und produziert die Tests. Das Labor kauft den Test vom Hersteller, validiert auch noch Mal und testet dann damit die Proben.
      Beide, Hersteller und Labor werden jährlich auditiert, alle drei Jahre gibt es zusätzlich ein unangekündigtes Audit. Das Audit kann je nach Hersteller vom Regierungspräsidium unterstützt vom PEI oder vom TÜV durchgeführt werden.
      Die Positivkontrolle ist in normiert und wird von mehreren Herstellern vertrieben. Die Konzentration der Positivkontrolle ist bekannt.
      Ich kann leider nicht sagen wie hoch die Viruskonzentration im Abstrich für eine Infektion sein muss. Wenn man mit der PCR eine RNA-Kopie nachweisen kann dann benötigt man ein paar mehr Viren im Abstrich da bei der Extraktion mit Verlust zu rechnen ist. Leider weiß ich selbst nicht wie hoch der ist.

    • RULAI sagt:

      Durch "kann ich nicht sagen" und "weiß ich nicht" lassen sich unter vernünftigen Menschen ganz sicher gar keine Ungereimtheiten ausräumen.
      Knäckebrot, würde ich sagen.

    • Weltbuerger sagt:

      Im Gegensatz zu Bakdhi und Konsorten sage ich wo mein Wissen endet und wo ich mir Rat holen muss. Und den hole ich mir lieber bei einem Praktiker als bei den Wordags und Schiffmanns die noch nie eine Coronapatienten behandelt haben.

      Allerdings kann ich erst im neuen Jahr jemanden nach der für eine Infektion notwendigen Virusmenge fragen und wie diese in Zusammenhang mit der Nachweisgrenze der PCR steht. So lange müssen Sie sich wohl noch gedulden.

    • Kirsten sagt:

      @ Weltbürger

      Woher wissen Sie, dass Wodarg und Bakhdi noch nie einen Coronapatienten behandelt haben?

    • Weltbuerger sagt:

      Weil die sonst nicht so ein geschwubbel von sich geben würden und weil beide keine praktizierenden Mediziner sind.

  3. Weltbuerger sagt:

    Die Ungereimtheiten welche im Artikel aufgelistet werden sind leicht aus der Welt geräumt:

    Warum erfolgte der Review so schnell und warum enthält die Studie z.B. keine Standardarbeitsanweisung?
    Die PCR wurde von vielen Wissenschaftlern in verschiedenen Laboren parallel und gemeinsam entwickelt und validiert. Somit fand der Review-Prozess schon während der Entwicklung statt und konnte am Ende so kurz gehalten werden.
    In der Studie werden die Grundlagen für die Hersteller und Labore dargelegt, auf deren Basis diese Ihren Test entwickeln können. Deshalb enthält sie keine Standardarbeitsanweisung oder einen Standard-CT-Wert für positiv zu bewertende Proben etc. die dann aber der tatsächliche Test- Hersteller und die, einen fertigen PCR-Test verwendenden Labore, erarbeiten und verwenden müssen. Die GI (Gebrauchsinformation) hat jeder Test-Hersteller von Beginn an dem Test beigelegt sonst dürfte er diesen nicht vertreiben und jedes Labor hat von Beginn an eine SOP (StandardArbeitsAnweisung) sonst dürfte weder der Test nicht im Labor verwendet werden! In den Zweifeln an der Studie werden Dinge als fehlend angemahnt die erst an späterer Stelle ins Spiel kommen.

    CE, IVD, RUO und Co:
    Zu Beginn musste schnell ein Test her und eine umfassende IVD-Zertifizierung war in Ermangelung von Zeit nicht möglich. Somit haben die Hersteller ihren jeweiligen Test intern validiert und selbst CE zertifiziert und anschließend musste das den Test nutzende Labor diesen noch einmal validieren bevor es damit testen durfte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Tests also nur RUO (research use only) gelabelt aber trotzdem ausreichend validiert, da sowohl vom Hersteller als auch vom Labor eine Validierung erfolgt ist.
    Im nächsten Schritt haben die Hersteller dann ihre Tests IVD und bei einer benannten Stelle CE zertifiziert (CE mit einer Nummer ist von einer benannten Stelle vergeben und die Nummer stellt die Kennung der benannten Stelle dar). Beide Zertifizierungen beinhalten eine sehr umfangreiche Testung und sorgen dafür, das die Hersteller den Test mit dieser Zertifizierung auch für einen erheblich höheren Preis auf den Markt bringen können. Diese IVD zertifizierten Kits können vom Labor nach einer Validierung verwendet werden. Allerdings ist diese nicht mehr so umfassend wie bei einem RUO-gelabelten-Test-Kit. Die meisten SARS-Cov-2 Tests sind bereits seit April IVD zertifiziert.

    Sensitivität und Spezifität:
    Sensitivität und Spezifität werden von den Herstellern und den die Tests verwendenden Laboren in der jeweiligen Validierung erhoben.
    Das Durcheinander in Bezug auf die Zahlen zur Spezifität entstammt der für Laien unübersichtlichen Darstellung der Ergebnisse der Ringversuchsberichte.
    Ringversuche werden von Herstellern und Laboren durch einen externen Anbieter (wie z.B. Instand) durchgeführt. Dieser versendet Proben an die Hersteller und Labore bei denen nicht bekannt ist, ob diese Virusmaterial enthalten oder nicht. Besteht man den Ringversuch nicht dann darf man nachbessern und es beim nächsten Ringversuch noch mal probieren. Besteht man dann wieder nicht gibt es für die im Labor durchgeführten Tests bei denen man den Ringversuch nicht bestanden hat kein Geld mehr von der Krankenkasse und die dem Labor übergeordnete Aufsichtsbehörde legt den Test im durchgefallenen Labor lahm. Da es ums Geld geht versuchen alle den Test zu bestehen und tun das in fast allen Fällen auch. Er wurde vorher schließlich ausreichend von allen Beteiligten validiert.
    In der SARS-Cov-2 PCR wird auf mehr als ein Target des Virus(Genabschnitt des Virus) getestet. Oft sind es drei Abschnitte des Virus welche gesucht werden. Eine Patientenprobe wird erst dann vom Arzt positiv befundet wenn alle gesuchten Genabschnitte in der Probe vorhanden sind. Im Ringversuchsbericht wird aber nun die Spezifität für jeden in der PCR gesuchten Genabschnitt einzeln aufgeführt. Liegt also sie Spezifität für jeden der drei Genabschnitte für jeden einzelnen der Genabschnitte bei 1,5% (3 x 1,5%) dann liegt die Gesamtspezifität nicht bei 1,5% oder 4,5% sondern tendiert gegen null.
    Somit führte die Fehlinterpretation der Ringversuchsberichte (es gibt mittlerweile mehrere Ringversuche welche Hersteller und Labore bestehen mussten) zur falschen Annahme einer Spezifität, die eigentlich viel niedriger liegt als immer behauptet wird.
    Die SARS-Cov-2-PCR kann auch nur dieses Virus erkennen und liefert bei allen anderen Coronaviren keinen positiven Befund. Für einen positiven Befund müssen nämlich alle Targets positiv werden. Wer nachschauen will ob diese Behauptung tatsächlich so ist kann sich die Sequenzen der Primer und Sonden der PCR suchen, die sind frei im Internet zugänglich und durch die RNA/DNA-Sequenzdatenbank "BLAST" schicken. So erhält man eine Aussage darüber für welches Genom man mit den verwendeten Primern und Sonden auch noch ein positives Ergebnis erzielen würde und bei der SARS-Cov-2-PCR ist das definitiv kein anderes Coronavirus, kein Apfel oder anderes Obst, keine Gorilla-DNA und auch kein Limonadengetränk!

    Der CT-Wert:
    Grob gesagt ist der CT der Wert, bei welchem das Signal in der Realtime-PCR beginnt zu steigen und den Threshold überschreitet (Fluoreszenz-Intensität und gelaufener Cycle werden hierfür betrachtet).
    Der CT-Wert variiert jedoch von Testhersteller zu Testhersteller und auch zwischen zwei Tests vom gleichen Hersteller an zwei unterschiedlichen Tagen. Um eine quantitative Aussage machen zu können müsste man für jedes Target in der PCR eine Standardreihe mitführen. Das würde sehr viel Platz auf der PCR Platte belegten, teuer werden und ich kenne auch keinen Hersteller der zur Zeit eine solche Standardreihe anbieten würde – Sie vielleicht?

    Kontrolle ist gut!
    Die PCR wird in "Plastik Platte" mit 96 oder 384 Vertiefungen durchgeführt. Auf einer solchen Platte wird dann auch neben den Patientenproben eine Positivkontrolle und eine Negativkontrolle mitgeführt. Die Positivkontrolle muss innerhalb einer vom Hersteller bestimmten Spanne ein positives Signal zeigen, die Negativkontrolle darf kein Signal zeigen. Die Negativkontrolle zeigt an, ob im Labor eine Kontamination vorliegt oder nicht. Zusätzlich gibt man in jede Patientenprobe eine weitere Positivkontrolle, die interne Kontrolle, welche ebenfalls ein Signal zeigen und innerhalb einer vom Hersteller vorgegebenen Range vom CT-Wert her liegen muss. Erst wenn all diese Kontrollen valide sind darf das Patientenprobenergebnis vom Arzt befundet werden.

    Und die Extraktion?
    Die Extraktion wird leider immer wieder vergessen weshalb die falsche Behauptung aufgestellt wird, dass man mit der PCR aus RNA-Schnipsel nachweisen würde.
    Bei einer Testung steht zuerst die Probennahme, meist mittels Abstrich. Dann kommt die Extraktion. Hier wird die Virushülle des intakten Virus mit einer Chemikalie lysiert um dann später die RNA nachweisen zu können. Die Chemikalie zerstört allerdings nicht nur intakte Viren sondern auch freie RNA und DNA. deshalb dar die Lyse nur eine bestimmte Zeit andauern, da man sonst keinerlei DNA/RNA mehr finden würde. Die Lyse übersteht somit nur RNA/DNA welche vorher in einem intakten Virus war und keine RNA/DNA die als freie RNA/DNA mal über die Schleimhaut gehuscht ist. Bis in die PCR schafft es somit nur DNA/RNA welche aus einem intakten Virus stammt das man z.B. beim Abstrich aus dem Patienten herausgeholt hat!
    An die Lyse schließen sich diverse Waschschritte an um den Lysepuffer zu entfernen, denn der würde die PCR auch stören.
    Wenn man aber bei der gesamten Testung ein intaktes Virus nachweist dann ist die Frage ob infektiös oder nicht schon eine ganz andere.

    Sterblichkeit/Übersterblichkeit und Co:
    wie hoch die Sterblichkeit ist sehen wir uns Mitte kommenden Jahres mal genau an, dann gibt es ordentliche Zahlen. Ebenso die Übersterblichkeit. Beides interessiert allerdings weder die an dem Virus Verstorbenen noch deren Angehörige. Und sehr wahrscheinlich versterben die wenigsten mit Corona und an ihrer Altersdiabetes genau dann wenn sie an dem Virus erkranken. Ohne das Virus wären sie erst in vielen Jahren an ihrer Vorerkrankung verstorben. Somit sterben sie also doch jetzt an dem Virus. Sterben muss man irgendwann aber nicht jetzt! Deshalb nutzen wir auch im Normalfall im Auto den Airbag und schalten ihn nicht ab, weil die Sterblichkeit im Straßenverkehr so gering ist. Gleiches gilt für den Gurt. Oder wir impfen uns gegen die normale Grippe und schützen dadurch nicht nur uns sondern auch die Menschen damit, welche nicht geimpft werden können. Wir halten an einer roten Ampel obwohl an beampelten Kreuzungen nach einer neuen Studie in den letzten zehn Jahren keine 10 Menschen durch Unfälle verstorben sind.
    Jetzt wünsche ich allen gesegnete Weihnachten, bleiben Sie Gesund und achten Sie auf Ihre Mittmenschen!

  4. passant sagt:

    In einem Interview mit dem Test-Hersteller Olfert Landt in der Fuldaer Zeitung (veröffentlich 24.12.20), äußert sich Landt zu der Infektiösität von positiv getesteten Personen. Er schätzt, dass 50% dieser Personen nicht infektiös seien. Um gefährlich für Dritte zu sein, müsse man "100-mal mehr Viruslast in sich tragen als die Nachweisgrenze der Test".

    Damit gibt er zu, dass ein positives Testergebnis zur Covid-Diagnose nicht geeignet ist. Diese Aussage kommt jetzt, nachdem er sich mit diesen Tests fast ein Jahr lang eine goldene Nase verdient hat. Ein Fall für die Justiz, wie ich finde.

    Die Tests sind mit hoher Spezifität (korrekt-negativ) dazu geeignet die Abwesenheit eines Keimes festzustellen. Das einzige worüber dieser Test bei einem negativen Befund mit großer Sicherheit Auskunft gibt ist, dass dieser Krankheitserreger für die weitere Diagnose nicht in Betracht gezogen werden muß (Ausschlußdiagnose). Im Umkehrschluß verbietet dieser Test bei einem positiven Befund die Feststellung, dass die Anwesenheit der (fortpflanzungsfähigen?) Gensequenz, die Ursache einer Erkrankung ist. Zur weiteren Diagnose sind die Symptome, Patientengeschichte, klinische Beobachtungen und weitere Ausschlußtests auf andere Krankheitserreger zu berücksichtigen.

    Nach Olfert Landt (ca. 50% der positiv getesten Personen sind nicht infektiös) halbieren sich die gemeldeten Infektions- und Todeszahlen des RKI. Soweit die Fehlereinschätzung eines Testherstellers, der gerade versucht seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

    • Weltbuerger sagt:

      Sarkasmus an: Wie gut das Olfert das so schätzt. Dann können wir uns ja alle auf dessen Expertise verlassen! Sarkasmus aus.

    • RULAI sagt:

      Rechtschreibung an: Wie gut, dass O.das so schätzt….

    • Kirsten sagt:

      @ Weltbürger

      Zitat: "Sarkasmus an: Wie gut das Olfert das so schätzt. Dann können wir uns ja alle auf dessen Expertise verlassen! Sarkasmus aus."

      Ist das schon Größenwahn, dass Sie als PTA sarkastische Kommentare über die Kenntnisse und Fähigkeiten von Olfert Landt abgeben?

    • Weltbuerger sagt:

      Ne, falsch geraten. Nicht PTA. Zweimal haben Sie noch frei!
      Mit der Rechtsschreibung hab ich es nicht so und die Autokorrektur am Handy tut ihr übriges. Ich sehe mich einfach als Vorreiter der Sprachentwicklung. Das passt auch zu meinem Größenwahn. Ich weiß nur gerade nicht welche meiner Multiplen Persönlichkeiten die mit dem Größenwahn ist. Vielleicht Rastefan? Egal!

  5. DerKleinePuk sagt:

    Wenn einem Bodo Schiffman angedroht wird seine Approbation ruhen zu lassen und Belegbetten gestrichen werden wegen nicht regimekonformer Aussagen, dann weiß man doch wo man angekommen ist.
    All diese Lakaien die diesem perfiden System dienen haben noch nicht realisiert, das sie selbst an einem bestimmten Punkt der gesellschaftlichen Transformation selbst überflüssig werden.
    Das hat Schiller schon gewußt „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan. Der Mohr kann gehen.“
    Es gibt wie bei der Impfung eine Prioritätenliste. Aber wer braucht noch Journaille wenn keiner mehr da ist der eingeschworen sein soll. Wer braucht noch Politiker, wenn die absolute Macht errungen ist.
    Sie gehen eben später in die Öfen, aber nicht viel später.
    Vieles kann bereits nicht mehr gesagt werden ohne das es Folgen hat. Und wer glaubt er werde nicht überwacht ist naiv. Muss man nicht erklären: Snowden ist in Russland und Assange in Belmarsh.
    Auch hier in diesen Forum kann ich aus Angst vor Deportation keine Lösungen anbieten.
    Rohe Weinacht

    • Weltbuerger sagt:

      Wenn Herr Schiffmann einen solchen Mist über Corona vertritt sollte er auf jeden Fall seine Approbation verlieren um sicherzustellen dass er keinen Schaden an seinen Patienten anrichten kann.
      Im übrigen hat alles was man sagt Konsequenzen. Wenn ich meinem Chef sage, dass er ein Arschloch ist wird er das ein oder zwei Mal tolerieren und mich dann aber auch irgendwann entlassen. Soll ich dann Diktatur, Faschismus oder Nazi schreien! Ich würde mich mal lieber an der eigenen Nase ziehen.
      Und unsere Meinungsfreiheit ist wirklich sehr weitgehend! Bisher durfte ich aus dem Ausland sogar den Holocaust leugnen, ab Januar ist diese Lücke dann endlich geschlossen. Herr Schiffmann, Herr Bakdi und Gemalin sind immer noch auf freiem Fuß und posaunen fleißig ihr Gift in die Welt – ohne irgendeine Konsequenz machen sie sehr gut Reibach damit!

    • Kirsten sagt:

      Schade, @ Weltbürger, dass Sie, wie Sie selbst schreiben, "Nicht ohne uns können" und deshalb nicht einmal Ihre eigene Ansage durchhalten, hier Weihnachten keine "blöden Kommentare" (Ihre eigenen Worte) abzugeben.
      Ich gabe inzwischen den sicheren Eindruck, dass die allermeisten hier ganz gut ohne Sie könnten.

      Und was Ihren ständig und an allen Orten gleichförmig wiederholten Praxisbericht angeht, den Sie als der Weisheit letzter Schluss anbieten, möchte ich Sie daran erinnern, dass für den, der nur einen Hammer hat, jedes Problem ein Nagel ist.

      Vielleicht geben Sie Ihrer Ankündigung eine zweite Chance und tun damit Ihrer Frau (Sie berichteten davon, dass auch diese unzufrieden mit Ihrer ständigen Schreiberei hier ist) und uns einen Gefallen. Weihnachten ist zwar fast vorbei, aber die Rauhnächte sind ebenfalls der Besinnung wert!

    • Weltbuerger sagt:

      Ich hab ja wirklich versucht die Finger still zu halten aber es geht einfach nicht!

  6. Oscar Alx sagt:

    Es ist wahrscheinlich nicht unbedingt geeignet, ständig mit den Deutschen Covid Zahlen zu argumentieren. Die Bundesregierung kann hier immer argumentieren dass es in Deutschland nur Dank ihrer hervorragenden soviel besser aussieht als bspw. in Italien, Großbritannien und den USA.

    • Illoinen sagt:

      Sie sind schon in der Falle, wenn Sie Länder miteinander zu vergleichen. Das ist wie mit Äpfel und Birnen vergleichen.

  7. UrImpuls sagt:

    Der Artikel fasst mal vieles uebersichtlich zusammen. Ist deshalb wichtig und gut.
    Und insinuiert das Ende der Wissenschaft als Leitfaden fuer gesellschaftliche Ziele.
    Das war Wissenschaft allerdings nie.
    Derzeit ist die Politparole nichts anderes, als eine Befolgungs-Psychose zu erzeugen. Bei moeglichst vielen, auf moeglichst allen Feldern. Maske, Distanz, choreographierter Tod des Wirtschaftslebens, Alt und Schwache zuerst, Versorgungszusammenbrueche, Kappen von Sozialerleben.
    Also eine Art Viehhaltung von Menschen durch andere Menschen. Zu welchem Ziel, ist noch offen aber sie ersten Mahner sprechen den furchtbaren Verdacht aus: zur Reduzierung der Menschenzahl, sprich "Euthanasie", vulgo Genozid.
    Halte auch ich fuer einen moeglichen Verdacht.
    Angesichts solcher ungeheuerlichen Verdachtsmoeglichkeiten ist das Konstatieren des Endes der Wissenschaft ein Appendix, ein bedeutungsloses Komma in einer Horrorstory.

  8. Running Greenhorn sagt:

    Zu behaupten, dass Mullis nicht auf natürliche Weise, sondern in einem Zusammenhang mit dem globalen Corona-Regime verstorben sei, ist vielleicht eine zu steile These. Ich halte aber für gewiss, dass das Corona-Regime an Mullis Widerstand schwer zu kämpfen gehabt hätte. Lebte Mullis noch, wäre der Welt die heutige Katastrophe vielleicht erspart geblieben, wenigstens im heutigen Ausmaß.

    • Oscar Alx sagt:

      Interessant im Zusammenhang wie auf Wkipedia (Englisch und Deutsch) nicht gespart wird, mit Dreck auf Mullis zu werfen.

    • Weltbuerger sagt:

      Mullis war ausgenommen der Entdeckung der PCR ein Trottel! Leugnung des HI-Virus, AIDS und solche grandiosen Dinge. Würde allerdings gut als Autor oder Kommentator hier ins Forum passen.

    • Peter Lau sagt:

      @ Weltbürger – es fehlt ihnen an den grundlegendsten Umgangsformen. Obs in ihrer Unterhose auch so aussieht? Egal, solche Menschen mit den Unterhosen blühen so richtig auf in diesen Zeiten. Vor Stinkern macht man in anderen Zeiten einen großen Bogen.

    • Weltbuerger sagt:

      Hab Mal nachgeschaut. Scheint noch alles drin zu sein.

  9. Wildenfelser sagt:

    Jedes Ding hat seine Zeit. So auch die Wissenschaft. Ihre Zeit ist vorbei und wir betreten ein neues Zeitalter des Glaubens. Und wo es den Glauben gibt, auf der einen Seite, gibt es gern auf der anderen die Ketzer. Und die gilt es jetzt zu verbrennen und dem wahren Glauben zum Sieg zu verhelfen. Die "Zeugen Coronas" haben das verstanden.

    • wasserader sagt:

      Der Glaube kann heute nur mit der Wissenschaft bestehen .
      Die Wissenschaft ist elementarer Bestandteil eines vernünftigen Lebens
      wie die Erkenntnis, dass das Leben über die Wissenschaft hinausgeht ein Teil eines vernünftigen Lebens ist .

      Die macht habende Politik betreibt das Surreale, besser noch das Pervertierte ,
      wenn sie sich auf Wissenschaft beruft, in der Behauptung eines Sachverhaltes aber Wissenschaft ablehnt,
      und Kritiker, die in wissenschaftlicher Vorgangsweise Kritik üben,
      in dogmatischer Weise und unter Verwendung inquisitorischer Mittel kaltstellt und bestraft .

    • Wildenfelser sagt:

      Es kommt mir schon lange vor, als ob Wissenschaft stagniert, weil sie generell als Bedrohung empfunden wird. Es gab das schöne alte Wissenschafts- und Weltmodell: Das Universum ist eine große Maschine, so wie ein Uhrwerk und wenn man an den richtigen Schrauben dreht, tickt die Uhr. Spätestens seit der Quantentheorie, aber auch schon seit Einstein, musste man erkennen, dass die Wissenschaft ein paar Treppenstufen höher geklettert ist. Das hat Angst gemacht und das mechanische Weltmodell wird mit Zähnen und Klauen verteidigt. Der gute Drosten ist ein Musterbeispiel für eine überholte Denkweise. Der Mann wäre vielleicht schon zu Newtons Zeiten veraltet gewesen. Damit ist er aber auch DER Mann des Systems, das ebenfalls seine Macht durch veraltete Denkweisen (Die scheuen vor dem Mittelalter nicht zurück) zu erhalten trachtet. Wenn das so weiter geht, enden wir in der Steinzeit.

    • Weltbuerger sagt:

      Genau und deshalb ist Religion auch gefährlich und ich schließe mich um nicht manipuliert zu werden keiner Religion an sondern setzte auf die wissenschaftlichen Fakten!

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