Die Milliardenlüge

Pharmakonzerne tricksen bei Krebsforschung und -behandlung Wissenschaft und Ärzte aus.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Krebs ist ein Riesengeschäft für die Pharmaindustrie und obendrein besonders gut fürs Bruttoinlandsprodukt. Je mehr kranke Menschen, umso besser für das „Jobwunder“ im Bereich der Medizinberufe. Bereits heute macht der Anteil der so betitelten gesamten Gesundheitswirtschaft rund 12 Prozent vom BIP aus. Auf der Seite des Gesundheitsministeriums wird stolz verkündet: „Die Gesundheitswirtschaft sorgt des Weiteren für eine konjunkturunabhängige und damit wirtschaftlich stabilisierende Nachfrage und ist zudem Beschäftigungsmotor für die deutsche Wirtschaft insgesamt.“ „Hurra“ kann man da nur schreien, je mehr kranke Menschen, umso gesünder gedeiht das hoch gepriesene wirtschaftliche Wachstum. Wenn man dem Schwaben und weltweit gereisten Krebsexperten Lothar Hirneise bei seinen Vorträgen zuhört, wird schnell klar, dass in der Schulmedizin nicht nach gesundem Menschenverstand und weltweitem Heilwissen, sondern nach Profitmaximierung behandelt wird. Meist unbewusst natürlich, viele Ärzte seien laut Hirneise einfach seit ihrem Studium „gut belogen“ worden und müssten nach Leitlinien handeln, an denen Pharmakonzerne massiv beteiligt seien.

Von Jens Lehrich.

Ich treffe Lothar Hirneise an diesem sonnigen kalten Tag Mitte November am Hamburger Dammtor-Bahnhof. Der Mann aus Baden-Württemberg, der sich seit 23 Jahren mit Krebs beschäftigt, wirkt — fröhlich und ausgelassen. Vor etwa einem Jahr entdeckte ich das Interview mit Hirneise bei KenFM. Es ließ mir fortan einfach keine Ruhe, denn auch mein Vater war vor zweieinhalb Jahren an Magenkrebs verstorben und ich hatte hautnah miterlebt, was es bedeutet, einen nahestehenden Menschen an dieser Erkrankung zu verlieren. Aus einem bestimmten Grund hatte ich Lothar Hirneise Anfang des Jahres zu einem Videointerview und Vortrag nach Hamburg ins Rudolf-Steiner-Haus eingeladen: Der 58-jährige Schwabe bringt durch seine Perspektive auf Krebs ein großes Stück Zuversicht in dieses Angstthema.

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Krebs auch im Jahr 2019 die zweithäufigste Todesursache in Deutschland, etwa 240.000 Menschen sterben an dieser tückischen Erkrankung, beziehungsweise an den dagegen verordneten Therapien, in diesem Jahr.

Zusammengenommen schlagen Krebstherapien allein in Deutschland mit mehr als 7 Milliarden Euro zu Buche, die vom System, also uns Bürgerinnen und Bürgern, getragen werden müssen. Da sollte man nun eigentlich meinen, diese Summe würde ausreichen, um gute Heilerfolge erzielen zu können.

Doch die Realität sieht laut Lothar Hirneise leider anders aus. Seine über einen Zeitraum von 23 Jahren gesammelten Daten zeigten, dass nicht nur die Schere zwischen Therapiekosten und Behandlungserfolgen immer stärker auseinander gehe. Auch hätten neue Krebsmedikamente heutzutage oft gar keinen Nutzen, im Gegenteil sogar, viele Menschen stürben nicht am Krebs, sondern an den Therapien gegen ihn. Ein Umdenken in der gesamten Onkologie sei also dringend erforderlich.

Hirneises Weltbild in Sachen Krebs ist grundsätzlich eines, das nicht auf technischer Medizin aufbaut, nicht auf Chemotherapie, nicht auf Operation und Bestrahlung, sondern den Menschen mit seinem bisherigen Lebensweg und den Lebensumständen im Blick hat.

Nach seinen in intensiver Recherche in über 60 Ländern gewonnenen Erkenntnissen bedeutet eine Therapie für Patientinnen und Patienten „harte Arbeit“, die Bereitschaft, sich mit den eigenen emotionalen Baustellen und Traumata der Vergangenheit auseinanderzusetzen, die Ernährung umzustellen, zu entgiften. Doch vor allem müssen sie den wahren Sinn des eigenen Lebens erkennen, um der psychosomatischen Ursache für den oft über Jahre gewachsenen Tumor auf die Schliche zu kommen.

„Die Schwerstkranken landen bei uns und wir müssen ihnen beibringen, glücklich zu sein“, so der sympathische Schwabe im Rubikon-Videointerview. Dies sei keine einfache Aufgabe, aber dennoch eine lösbare und der Erfolg gebe ihm und seinem Team Recht. Die Ergebnisse seines 3E-Zentrums in der Nähe von Stuttgart seien im Vergleich zu denen der Schulmedizin bemerkenswert und zeigten, dass sogar noch schwerstkranken, von der Medizin bereits aufgegebenen Menschen geholfen werden könne.

Was für viele erst einmal zynisch und unglaublich erscheinen mag, klingt bei Lothar Hirneise nach einer großen Selbstverständlichkeit. Etwa wenn er im Rubikon-Interview gelassen sagt, er persönlich habe keine Angst vor Krebs, da er mit Tumoren umgehen könne. Mit Tumoren umgehen? Ein ehemaliger Krankenpfleger weiß also scheinbar mehr als die gesamte Krebsforschung hierzulande, kann das wirklich sein?

Die rund 200 Menschen im Rudolf-Steiner-Haus in Hamburg, die an diesem Freitagabend gekommen sind, sind zunächst positiv skeptisch bis kritisch, und am Ende vollkommen überzeugt. Langanhaltender, berührender Applaus brandet auf, Dankbarkeit liegt in der Luft. Endlich einer, der das ausspricht und belegen kann, was die meisten schon lang geahnt haben:

In der Krebsbehandlung läuft vieles falsch, zuungunsten des Patienten und zur Profitmaximierung der Pharmakonzerne, die mit ihren jahrzehntelang aufrechterhaltenen Dogmen und Mythen ungeniert gigantische Geldsummen scheffeln.

Eine Milliardenlüge von Großkonzernen und Politik zugunsten der „Gesundheits“-Wirtschaft und auf Kosten der Gesundheit vieler.

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Dieser Beitrag erschien am 07.12.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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11 Kommentare zu: “Die Milliardenlüge

  1. Jeder darf auf kenfm.de seine Meinung sagen, das ist auf den ersten Blick positiv. Nach meiner kurzen Erfahrung auf dieser Seite meine ich es mit einer antiaufklaererischen Sektenbewegung zu tun zu haben. Hier geht es aber nicht um die Frage ob Hexenzauber auf Fusswarzen wirkt, sondern im Zweifelsfall um Leben oder Tod. Die kritiklose, sogar beifaellige Darstellung eines selbsternannten Experten geht zu weit.

  2. Hallo Herr Hirneise,

    wir brauchen nicht über die üblen Machenschaften der Pharmaindustrie zu streiten. Als Mediziner frage ich mich auch öfter mal, was man uns Studenten alles vorenthalten hat. Trotzdem sollten ihre Aussagen nicht die Tatsachen grob verzerren.

    Die Bedeutung der Epigenetik ist erst vor wenigen Jahren erfasst worden und heute noch kein unstrittiger Konsens. In meiner Studienzeit, die nicht einmal 20 Jahre zurückliegt, war davon noch keine Rede. Wenn Sie nach so kurzer Zeit bereits Therapien erwarten, ist das unrealistisch.

    Für die Entdeckung der monoklonalen Antikörper gab es 1984 den Nobelpreis. Die relevante Forschung wurde also mindestens 10 Jahre vorher gemacht. Es dauerte mehr als 20 Jahre, bis das erste Präparat zugelassen wurde. Die Epigenetik ist im Vergleich dazu ungleich komplexer.

    Sie geben 20 Millionen Raucher an bei 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr (Inzidenz) und errechnen daraus, dass 99,7% nicht erkranken. Das ist statistisch ganz einfach falsch, weil die Inzidenz die NEUEN Erkrankungen angibt. Für eine Gesamtbewertung müssen wir die Prävalenz heranziehen.

    Aus der Prävalenz ergibt sich, dass rund 10% aller Raucher an Lungenkrebs erkranken. Nur 15% der Erkrankten haben nie geraucht. 85% der Erkankten sind oder waren Raucher. Wenn es nur immer so eindeutig wäre in der Medizin.

    Nach Ihrer Rechnung könnte man auch Monat, Tag oder Stunde zugrunde legen? Dann wären mit einem Handstreich plötzlich nur noch 0.0001% der Raucher erkrankt. Ergibt aber keinen Sinn, oder?

    Greifen Sie Big Pharma ruhig an. Da werden auch viele Schulmediziner mitgehen wollen. Aber sagen Sie nicht, dass 99,7% der Raucher keinen Lungenkrebs bekommen. Das ist in meinen Augen nicht nur unseriös, sondern auch verantwortungslos.

  3. Ein Super Interview. Die Kamera wurde aber eher von einem Anfänger geführt.

    Als ich Medizin studiert habe, wurde über alternative Krebstherapie im gesamten Studium absolut GAR nichts gelehrt. Und dass sich die Pharmafritzen bei den Ärzten die Klinke in die Hand geben und dass Zytostatika zu den teuersten Medikamenten überhaupt gehören ist eine Tatsache.

    Leider geht es in diesem Interview nur eher allgemin um das Thema Krebs.
    Ich fand wesentlich interessanter einen Vortrag von Hirneise auf Youtube, wo er tiefer in die Details von Krebs geht:
    https://www.youtube.com/watch?v=H5U-T9hwniM

  4. Das wird aber langsam wirklich ärgerlich, dass man Hirneise so unkritisch eine Platform bietet. Bereits in Minute 2:30 behauptet er ausgemachten Unsinn. Auch für die "universitäre Medizin" gibt es natürlich weit mehr Ursachen als nur krebserregende Stoffe, wie Hirneise das hier offenbar ungetrübt von jeder Kenntnis behauptet. Sogar das Konzept der entarteten Zellen wird heute sehr kritisch gesehen. Der Fokus liegt vielmehr auf der Epigenetik. Bei diesem Konzept lassen sich zwanglos auch Hirneises Ideen unterbringen.

    Bei aller berechtigten (!!) Kritik an Big Pharma sollte ein Kritiker aber auch nicht hemmungslos drauflos schwadronieren. Und wenn es um das Geldverdienen geht, sollte Hirneise auch mal die Karten offenlegen. Arbeitet er etwa nur gegen Kostendeckung?

    Hirneises Aussagen strotzen nur so von massiven Fehlern oder von Unkenntnis. Siehe auch sein Gespräch mit Ken Jebsen, in dem er zeigt, dass er nicht einmal den statistischen Begriff der Inzidenz richtig versteht und dann daraus hanebüchene Zahlen zum Lungenkrebsrisiko bei Rauchern ableitet.

    Wo sind seine eigenen kontrollierten Studien? Hat jemand einen Link? Ich finde leider keine Informationen dazu außer Hirneises eigene Behauptungen.

    • Zitat: "Sogar das Konzept der entarteten Zellen wird heute sehr kritisch gesehen. Der Fokus liegt vielmehr auf der Epigenetik. Bei diesem Konzept lassen sich zwanglos auch Hirneises Ideen unterbringen."
      Ist das so? Warum ändert sich dann nicht das kommerzielle Therapiekonzept? Warum liest man nichts über neue Ansätze, die den Menschen als Ganzes einbeziehen, statt ihn weiter mit exorbitant teurem Gift vollzupumpen? Die sich mit dem Krebs in Beziehung setzen, statt ihn nach dem bekannten Motto "Sieg oder Untergang!" weg haben zu wollen, was regelmäßig mit dem Untergang endet? Verhandeln statt Krieg und Unterwerfung? Passt übrigens zum Zeitgeist.

      Ich betrachte grundsätzlich jedes Interview auf diesem Kanal als mit einem Menschen und nicht mit einem Halbgott gemacht und daher als Anregung, die auch Falsches enthalten kann oder anders interpretierbar ist und nicht frei von Selbstdarstellung ist. Herr Hirneise vermittelt nach meinem Empfinden Anregungen zum selber Denken, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Streitbar und Widerspruch heischend, denn nur so entstehen fruchtbare Diskurse. Sie können sich ja hier gern auch mal als Interviewpartner zur Verfügung stellen und ihre Position darlegen, dann höre ich Ihnen genauso interessiert zu, wie Herrn Hirneise und gebe auch gern eine Kritik ab, die Sie vielleicht nicht mögen.

      Für die Verkünder der reinen Lehre ex cathedra an die gläubige Schafsgemeinde gibt es indessen andere Medien.

    • 1. Wie viele Onkologen kennen Sie die die Epigenetik in ihre therapeutischen Überlegungen miteinbeziehen? Das ist nur Theorie. Das gibt es nicht!
      2. Warum sollte ich meine PERSÖNLICHEN Finanzen offenlegen? Machen Sie das? Da ich jedoch FÜR Krebskranke ein Zentrum für mehrere Millionen gebaut habe und seit 1997 „in Rente bin“, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass ich mich und meine Familie nicht ernähren kann.
      3. Inzidenz? Was war das jetzt nochmal? Ich schau mal bei google nach! Bestimmt überleben jetzt mehr Patienten mit Lungenkrebs wenn es anstatt 99,7 % nur 99,3658% sind.
      4. Kontrollierte Studien. Hmmm, leider hat die NIEMAND der ganzheitlich arbeitet, da dies ja bekanntlich sehr erfolgreich an Universitäten verhindert wird. Warum wohl? WIR haben leider nur Überlebende die nicht „offiziell“ statistisch erfasst werden.
      Liebe Grüße

      P.S. Sicherlich können Sie mir erklären, wie es möglich ist Tumore zu erzeugen, die eine gesunde DNA haben.

    • 1. Wie viele Onkologen kennen Sie die die Epigenetik in ihre therapeutischen Überlegungen miteinbeziehen? Das ist nur Theorie. Das gibt es nicht!
      2. Warum sollte ich meine PERSÖNLICHEN Finanzen offenlegen? Machen Sie das? Da ich jedoch FÜR Krebskranke ein Zentrum für mehrere Millionen gebaut habe und seit 1997 „in Rente bin“, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass ich mich und meine Familie nicht ernähren kann.
      3. Inzidenz? Was war das jetzt nochmal? Ich schau mal bei google nach! Bestimmt überleben jetzt mehr Patienten mit Lungenkrebs wenn es anstatt 99,7 % nur 99,3658% sind.
      4. Kontrollierte Studien. Hmmm, leider hat die NIEMAND der ganzheitlich arbeitet, da dies ja bekanntlich sehr erfolgreich an Universitäten verhindert wird. Warum wohl? WIR haben leider nur Überlebende die nicht „offiziell“ statistisch erfasst werden.
      Liebe Grüße

      P.S. Sicherlich können Sie mir erklären, wie es möglich ist Tumore zu erzeugen, die eine gesunde DNA haben.

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