Die Pseudo-Inklusion | Von Marco P. Schott

Weltanschauliche Tugendwächter verkehren die Werte „Diversität“ und „Inklusion“ in ihr Gegenteil — es herrschen Gleichschaltung und die Ausgrenzung Andersdenkender.

Ein Standpunkt von Marco P. Schott.

Der Schrei nach Diversität und Inklusion ertönt überall. Mit der viel beschworenen Toleranz kann es aber ganz schnell vorbei sein, wenn der sehr schmale Korridor politisch korrekter Meinungen verlassen wird. Dann war‘s das mit der Inklusion. Und jene, die sich einer politisch inkorrekten Äußerung oder eines Spaßes schuldig machten, stehen dann verwaist abseits der gesellschaftlichen Konsens-Herde.

Schnell werden ihnen Etiketten wie „rechts“, „verschwörungstheoretisch“ oder „antisemitisch“ aufgeklebt, um eine etwaige Rückkehr in die Mitte zu verhindern. Doch nicht allein der diskursive, sondern zunehmend auch der physische Raum wird enorm eingeschränkt. Wer heutzutage nicht nur eine „falsche“ Meinung äußert, sondern sich auch noch einer Impfung verweigert, für den wird es eng!

2012 musste das buntberüchtigte Berliner Kunsthaus Tacheles dichtmachen. Die Betreiber und Bestreiter verloren das übliche Spiel gegen einen Haufen kapitalstarker Anleger. Die Politik zeigte die übliche kalte Schulter, die Polizei gehorchte einfach dem Befehl, wenn es um den Erhalt kreativer und vor allem unkontrollierbarer Frei- beziehungsweise Lebensräume geht.

Schon damals dachte ich, warum verlieren wir mehr und mehr Raum für die Kunst, das Leben und den ganzen Rest? Mich erinnerte diese Entwicklung an dieses unheimliche, sich unaufhaltsam ausbreitende Nichts des Kinderromans „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende.

2021 sitze ich in meinem Büro und erlebe, wie eine Vielfalt an Lebensräumen von einer verrückten Politik und einer festgefahrenen Wissenschaft, quasi über Nacht, verschlossen und verriegelt wird. Selbst ein zwangloser Spaziergang in die nächstgelegene Ortschaft kann zu einer Herausforderung werden. Je nachdem, was die lokalen Corona-Auflagen vorschreiben.

Während die Anzahl der glücklichen Freilandhühner steigt, hocken wir wie Käfighühner in unseren Zellen mit Fernwärme und trauen uns noch nicht einmal, laut zu gackern. Das tun wir nicht, weil sonst der Staatshahn vor unserer Tür steht und auf uns herumhackt.

Ein Außenminister twittert seine Ängste in die Welt

Kürzlich twitterte Heiko Maas, der smarte Außenminister, ungezwungen folgenden Textbaustein: „Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg.“

Von seiner höllischen Bösartigkeit abgesehen, sagt er Folgendes: Geht es nach Maas, so dürfen nur noch geimpfte Menschen bestimmte Räume betreten. Er spricht von Kinos und Restaurants. Aber im Grunde meint er jeden Raum.

Wahrscheinlich bekommt Heiko bereits Erstickungsanfälle beim bloßen Gedanken, mit einem Ungeimpften in einem Zimmer zu sitzen.

Zugegeben, völlig frei und ungehindert konnten wir uns noch nie von Raum zu Raum bewegen. Schon häufig sahen wir uns Türstehern gegenübergestellt. Coolen Gestalten, mit kräftigen Oberarmen, die Geld, die richtigen Klamotten oder das entsprechende Auftreten sehen wollten. Und waren wir außerstande, ihren Wünschen zu entsprechen, blieben wir kurzerhand vor der Tür stehen. Konnten fluchen, konnten spucken, rein kamen wir jedenfalls nicht.

Vereinfacht könnte man sagen, dass wir schon immer damit leben mussten, nicht auf jeder Party tanzen zu dürfen. Allerdings hat sich der Umstand jetzt auf ein unerträgliches Maß hinaufgeschraubt. Und Partys wurden kurzerhand verboten. Die Liste der Kriterien, anhand derer bestimmt wird, wer sich an einem Ort aufhalten darf und wer nicht, spiegelt den Charakter der Designer dieser Welt.

Kriterien wie der Status, das Aussehen und die Liquidität sind alte Bekannte. Während der letzten Jahre kam eine Ideologie hinzu, eine Ideologie, die kontrolliert, wer aus dem Spiel fliegt und wer weiterkommt. Jetzt bekommen wir bald das Gesundheitszeugnis, inklusive Impfausweis und Gen-Check.

Die Räume werden enger und der Bewegungsradius kleiner, wohingegen die Liste an Auflagen, um den Radius auszuweiten, länger wird.

Mehr vom Gleichen

So betrachtet ist die Corona-Maßnahmen-Einschränkungpolitik nur der nächste, aber sicher der größte Baustein derselben Wand. Die allgemeine Raumkontrollen-Kultur ist ein Prozess, der vor Corona begann und jetzt ein beachtliches Niveau erreicht hat. Die Methoden sind nicht neu. Sie sind lediglich mehr vom Gleichen.

Das wetteifernde Gehabe über Diversität, Inklusion und wissenschaftlichen Humanismus, insbesondere über und durch Institutionen, Gruppen und Vereine wie die Amadeu Antonio Stiftung, die GWUP, Psiram und Co. oder die Giordano Bruno Stiftung, ist ein Bluff. Die Liste ließe sich erweitern. Zusammengefasst kann man es als ein Netzwerk verstehen. Genau genommen halten diese Leute nichts von Diversität, erst recht nichts von Inklusion. Nur um ihrer eigenen Behaglichkeit willen dulden diese Leute um sich herum nur Personen, die ihren Vorstellungen und ideologischen Ansichten entsprechen.

Am liebsten haben sie Menschen in ihrer Blase, welche die Dinge auf ihre Weise sehen, die Dinge auf ihre Weise benennen, die über Dinge auf ihre Weise nachdenken und die Dinge auf ihre Weise aussprechen. Andernfalls leiten die Herren und Damen der Schöpfung diskreditierende Ausschlussverfahren ein, dass einem Hören und Sehen vergeht. Es scheint, als haben sie die Medien und die Politik in ihrer Tasche. Warum das so ist, könnte ein Buch ergeben. Ebenso mit welcher Ideologie wir es zu tun haben.

Sie sorgen jedenfalls dafür, dass jeder und alles, der oder das nicht ihren Vorstellungen entspricht, zum Schweigen gebracht wird. Und wenn die Verunglimpften nicht zurückrudern, geht man zum nächsten Schritt über und stellt ihre moralischen Grundsätze infrage, bis sie gesellschaftlich eingefroren sind. Niemals geht es bei diesen Prozessen um Inhalte, stets geht es um die Vernichtung, den Ausschluss von Menschen, deren Ansichten und Meinungen.

Am Ende einer Argumentationskette ist dann alles rechts, geschwurbelt, antisemitisch oder verschwörungstheoretisch. Die Massivität dieser Verfahren ist dermaßen gewalttätig, dass die Betroffenen schnell gestehen und sich buchstäblich mit dem nächstbesten Taxi ins Gedankengefängnis fahren lassen.
Schwanengesänge sind nicht lustig

Ein trauriges Beispiel ist die britische Comedy-Serie „Little Britain“, der 2020 Rassismus vorgeworfen wurde und die kurzerhand aus dem Programm der BBC gestrichen wurde. Und noch bevor irgendjemand ihr Verschwinden zur Kenntnis nehmen konnte, überbrachten die Little-Britain-Schöpfer und Darsteller Matt Lucas und David Walliams ein demütig und reuevoll verfasstes Entschuldigungsschreiben unserer Weißkittel-Jury. Worin sie eindringlich darauf hinwiesen, dass sie ihren Humor schon seit Längerem bedauern würden. Einen erbärmlicheren Abgang kann man sich kaum vorstellen. Diese kleinlauten Erniedrigungen vor einer aalglatten Moralschleuder ist der Schwanengesang jeder selbstbestimmten Kultur. Eine kulturelle Katastrophe.

Die intelligenzleeren Debatten um Inklusion, Diversität, Gender, Frauen, das Klima, Gesellschaft und womit sonst noch aufgewartet wird, können über die eigentlichen Absichten nicht hinwegtäuschen. Im Grunde wird ein geistiger Inzest betrieben. Die Lieblingsbeschäftigung liegt darin, Ausschlusskriterien, Regeln und Konsequenzen für ungebührendes Verhalten festzulegen und auszuweiten. Als wäre das alles nicht schon verwerflich genug, gesellte sich 2020 noch das medizinische Diktat hinzu.

Verwirrend in dem Zusammenhang ist ihre hartnäckige Behauptung, es würden Diskussionen geführt. Stattdessen drängt sich einem aber ein ganz anderes Bild auf. Denn über die Leitmedien werden uns stets dieselben Leute mit stets denselben Ansichten präsentiert. Gleichzeitig aber findet unter dem Deckmantel der vermeintlichen Diskussionen ein regelrechter Frühjahrsputz von Personen, Gruppen, Programmen, Ideen, Witzen, Texten, Stücken, Büchern und wissenschaftlichen Erkenntnissen statt.

Und wer kein so geschäftstüchtiger Mensch wie Ken Jebsen ist, der aus seiner Not eine Tugend machte und kurzerhand einen eigenen Laden eröffnete, bleibt auf der Strecke. Im Übrigen ist Ken Jebsens Strategie sehr empfehlenswert, insbesondere in Zeiten einer allgemeinen Meinungs-Deflation.

Der Sexappeal der neuen Inquisition

Das Motto der neuen Inquisition lautet: „Wenn divers, dann bitte nur, wenn es die omnipotente Gut-Mensch-Walze bestehend aus einer Me-Too-Bewegung, aus einer Black-Lives-Matter-Bewegung, aus Gretas Fridays-for-Future-Bewegung, aus der ultra effektiven Gesundheitsdiktatur, der Biosecurity, dem Healthterror mit seinem Corona-Virus-Flagschiff überlebt!“ Da dürfte wenig übrig bleiben.

Am Ende läuft es auf eine Geisteshaltung mit dem Sexappeal einer Zyste hinaus. Die Meinungsvielfalt wird auf ein Minimum heruntergekocht. Schlimm dabei sind der vorauseilende Gehorsam und der selbst auferlegte Gedankenmaulkorb. Orwells Doppeldenk lässt grüßen.

Das Heimtückische an diesen Bewegungen und Stiftungen sind ihre stets vernünftigen Argumente. Es ist wie mit dem Händewaschen. Hände waschen ist zweifellos eine empfehlenswerte Angelegenheit. Man bekommt saubere Hände und verhindert, dass sich Krankheitserreger ausbreiten. Allerdings kann man es damit übertreiben. Erhebt man das Händewaschen zum Allheilmittel für alles, gerät die Sache schnell in den Strudel des Wahnsinns.

Denn was ist der Zwang anderes, als eine auf die Spitze getriebene, im Grunde vernünftige Sache?

Gut zu sehen im gegenwärtigen Gebrauch der an sich vernünftigen Quarantäne. Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet Vierzig und bezog sich auf die Anzahl der Tage, die eine erkrankte Schiffsbesatzung auf einem Schiff „in Quarantäne“ bleiben musste. Was wurde aus dieser vernünftigen Maßnahme? Man lässt ganze Bevölkerungen zuhause vor sich hin schmoren. Jeder potenziell Kranke wird einfach in Quarantäne gesteckt. So kann es kommen. Auf Wiedersehen, Vernunft. Auf Wiedersehen, geistige Gesundheit.

Nehmen wir das E-Auto. Es wird als die Lösung für ziemlich alle Umweltprobleme verkauft. Obgleich die Produktion davon mit erheblichen Umweltbelastungen einhergeht. Nicht wirklich vernünftig, oder? So enden vernünftige Lösungen in einem Desaster.

Gut und Böse per Verordnung

Im Raum, in dem gefährliche Mikroben ihren Spaß haben, kann sich keiner entspannen. Allerdings genügt für manche die bloße Annahme, es sei so, um das Hasenpanier zu ergreifen. Wenn die da oben sagen, es sei gefährlich, dann wird das schon stimmen, gleichgültig in welcher wirtschaftlichen Beziehung ihre Berater stecken. Und völlig ungeachtet dessen, was andere Wissenschaftler dazu sagen. Außerdem vergisst man dabei schnell, dass wir es mit Menschen zu tun haben, Menschen, deren eigene irrationale, subjektive Erlebniswelt zur Richtschnur für unsere Leben erhoben wird.

Was man im Fall eines Heiko Maas sehen kann, der durch Twitter die Möglichkeit hat, die Welt an seinen Ängsten teilhaben zu lassen. Da wird eine bedrückende Stimmung zur Ultima Ratio einer ganzen Nation. Wenn Ressentiments die Politik bestimmen, ist es um die vernünftige Staatsführung geschehen. Dann regiert quasi der Bauch, dann regiert die Angst, die Furcht. Was genau Heiko Maas angetriggert hat, wissen wir nicht. Vielleicht wurde er als Kind von seinem Vater ins Schwimmbecken geworfen, um so schwimmen zu lernen. Und vielleicht wäre er dabei fast ertrunken.

Unser Lebensraum, unsere Gesetze

Meint man es ernst mit Diversität und Inklusion, dann braucht das ein klein wenig Mut und Standhaftigkeit. Man kann nicht wie verrückt alles Unangenehme und Anstößige aus der Welt verbannen, bis der gemeinsame Nenner divers genug ist.

Es kann nicht angehen, dass wir uns für alles ausweisen müssen, nur weil sich einige bereits in die Hosen machen, wenn Kinder niesen.

Das wirklich Beleidigende an diesen Beleidigungen sind nicht die Beleidigungen, vielmehr der Mangel der eigenen Schlagfertigkeit, mit der man sie zu kontern versäumte.

Dass viele Kritiker der angeordneten Maßnahmen im Moment einen Haufen Beleidigungen über sich ergehen lassen müssen, legt den Schluss nahe, dass es an der Zeit ist, sich die gebührende Schlagfertigkeit anzueignen.

Denn eines sollte man bei dieser Geschichte als Lektion gelernt haben: Eine Bevölkerung, die alles mit sich machen lässt und im Grunde nichts einer verrückt gewordenen Legislative und Exekutive entgegensetzt, Menschen also, die sich einfach so ihrer Grundrechte, ihrer existenziellen Grundlage berauben lassen, sollten sich am Ende nicht wundern, wenn sie bis aufs Hemd ausgezogen im Käfig der neuen Inquisition hocken.

+++

Dieser Beitrag erschien am 11.02.2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

+++

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:  Lightspring / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

8 Kommentare zu: “Die Pseudo-Inklusion | Von Marco P. Schott

  1. Regimekritiker_Dracula sagt:

    Ok. aber die vorlauten Atheisten von der Giordano Bruno-Stiftung sollte man nicht mit IM Victoria und Psiram in einen Topf werfen. Sie treten gegen jeglichen Dogmatismus auf. Auch wenn mir als Anhänger des evolutionären Humanismus als Weiterentwicklung der Aufklärung nicht alle derer Äußerungen gefallen (z.B. gibt es Befürworter des Transhumanismus), so darf ich mit meinem ganzen Verstand gegendiese Fehlentwicklungen auftreten. Unsere Politik gleicht dagegen einer politischen Religion, dessen Symptome auch hier gut beschrieben wurden.

    • Deakehler sagt:

      Wie sagte David Graeber, "Wir leben in einer Welt der doppelten Theologie ‚eine für die Geldgeber und eine für die Schuldner‘.“

  2. Deakehler sagt:

    Ja dieses Grundübel, die Steuerung der Massen über pseudomoralischen Druck, sah Max Stirn bereits vor 170 Jahren. Sein umfassendes Werk " Der Einzige und sein Eigentum" ist ein Plädoyer für die Individualität und Selbstverantwortlichkeit. Das Kommunistische Manifest von Marx, wurde damals bewusst als Gegenentwurf zu Max Stirners Schrift verfasst. Marx und Engels schrieben sich die Finger wund, um Max Stirners Werk zu diskreditieren und ihre Therorie der Massenmenschhaltung unter das Volk zu mischen.
    Rudolf Steiner übernahm in seiner Waldorfpädagogik eins zu eins Stirners Gedanken zu der Erziehung von Kindern. Max Stirner sah damals schon den Unterschied zwischen dem amerikanischen und den mitteleuropäschen Konzept. Hier sind wir bereits beim Wesentlichen. Ich verbrachte beruflich viel Zeit in der USA und beim arbeiten Volk. Es ist beängstigend wie weit unten dort das Bildungsniveau beim einfachen Volk gehalten wird und in welchem moralischen Framing die Bevölkerung gehalten wird.
    Ich sehe schon seit den 70er Jahren die schleichende Tendenz der allgemeinen Verblödung nach amerikanichen Vorbild in Europa fortschreiten. Die aktuelle Scheinpandemie wird dazu genutzt die europäische Kultur und Ethtik zu zerstören. Onlinekonzepte sind nach Meinung führender Pädagogen nicht geeignet Bildung bei Kindern nachhaltig zu festigen. Kulturschaffende und Seminarleitende gehen reihenweise in den Bankrott und werden überflüssig, da diese Bereiche zukünftig online stattfinden. Die Welt wird kälter, worauf bereits Hanna Ahrend in den 60ern hinwies.
    Ein Beispiel der Verdummung präsentierte unlängst Jens Spahn mit seiner öffentlichen Aussage, dass es zu Glück wegen Corona keine Grippe mehr gibt. Früher wäre so einer in der Klappse gelandet, heute ist so einer ein führender Politker und das Volk schweigt.

    • Marco P. Schott sagt:

      extrem interessant. In Bildung zu investieren bedeutet sich mit Menschen an einen Tisch zu setzen und mit ihnen an einem Text zu arbeiten, sie für ein Thema zu interessieren und ihnen dabei zu helfen das Thema zu verstehen. Mit ihnen Wörter, und Begriffe zu klären, diese in Lexika nachzuschlagen. Kurz, sich für den Fortschritt dieser Menschen zu interessieren. Sowas geht nur mit ihnen gemeinsam. Und das geht bestimmt nicht virtuell. Face to Face. Von Mensch zu Mensch. Und genau das wollen einige dieser Oberverrückten nicht. und so gestörte Typen wie Herr Spahn dienen ihnen als Werkzeug. Daher sollen wir auch alle Zuhause alleine verschimmeln. Ich finde man sollte Treffen organisieren, um so Bildung und Wissen persönlich ins Haus von Menschen zu bringen.

  3. Cohiba sagt:

    Sehr gute Darstellung des Ist-Zustandes.

    Dennoch, einige von uns werden nicht mitmachen.
    Geht mal auf Querdenker Zwickau und lest mal den offenen Brief an den Chef der Polizeidienststelle.
    Die Polizei in Westsachsen zumindest, scheint in eine Passivität gekommen zu sein. Sie kommen aus dem widerständigen Volk mit stolzer Vergangenheit.
    Ich kann mich irren. Aber mein Bauch sagt mir, daß noch nicht alle Würfel gefallen sind.
    Wir Unangepaßten werden auf jeden Fall kämpfen, wenn andere rechtsstaatliche Mittel nicht mehr gegeben sind. Das glaubt Mutti natürlich nicht.
    Darum werden wir zuerst bei uns aufräumen müssen, wenn wir ein Zeichen für die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit setzen wollen.
    Rüdiger Lenz sagte vor Jahren in einem Interview sinngemäß:" wenn in Deutschland eine Revolution oder ähnliches los gehen sollte, dann im Osten".
    Ich glaube nicht an Rev. Usw., aber an den kommenden Widerstand. Die Leute sind langsam in einem mentalen Zustand, der kurz davor ist, in einen riesigen Ostermarsch zu münden.
    Hier wurde 89 der Runde Tisch ins Leben gerufen und hier gehört er wieder hin.
    Wir müssen mit allen lösungsorientierten Verantwortlichen des Zwiespaltes eine Umgangsform finden, die auf Augenhöhe stattfinden kann. Und im Osten ging das, weil man hier schneller beim Du und Wir war. Nun, das glaubt ihr jetzt vielleicht nicht. Aber ich will daran glauben, daß es noch genügend rational Denkende bei uns gibt. Die kommen jetzt langsam aus der wohligen Deckung, weil sie realisieren, daß man kampflos alles, aber auch alles lebenswerte verlieren wird.
    Geduld ist der Schlüssel zur Freude, und die wünsche ich uns gepaart mit dem Wissen um unsere geballte menschliche Kraft!
    Bleibt behütet und zusammen!

    • Marco P. Schott sagt:

      Sehe ich im Grunde genauso. Ich würde nicht schreiben, hätte ich nicht den Glauben, das es was bringt. Jetzt aufzuhören wäre ein großer Fehler. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Ein bisschen muss man sich organisieren. Ein bisschen muss man verstehen, wie Geheimdienste Funktionieren. Jedes System hat seine empfindlichen Stellen. Hat man diese gefunden, nun, dann kann man den Hebel ansetzen. Das wichtigste ist, dass man nicht aufhört das zu sagen was man denkt. Auch wenn der Gegenwind immer kräftiger wird. Dann erst recht!

  4. NichtvonBedeutung sagt:

    *"Geistiger Inzest"*?
    Du meinst so etwas, wie Peer-Review?

    So sieht es doch aus: Es wird eine Wahrheit festgelegt und festgeschrieben. Alles, was davon abweicht ist defiitiv falsch.
    Der Wissenspool der Wissenschaft degeneriert dank Peer-Review wie ein Genpool durch Inzest. Peer-Review in den Medien wären dpa, ap und andere Presseargenturen.

  5. Hartensteiner sagt:

    "…warum verlieren wir mehr und mehr Raum für die Kunst, das Leben und den ganzen Rest?" Die Antwort ist doch ganz einfach. Eine Gesellschaft die nach dem Modell der Massentierhaltung gerade um- und neukonstruiert wird, braucht keine Kunst, kein Leben im Sinne dessen, was bisher ("früher") darunter verstanden wurde und den ganzen Rest auch nicht. War doch schon vor Corona KULTUR weithin durch die Produkte der BEWUSSTSEINSINDUSTRIE ersetzt, muss es nicht wundern, wenn nun die Reste von – überflüssiger – Kultur endgültig beseitigt werden.
    Überall sehe ich mich von Menschen umgeben, die das auch gar nicht interessiert, sondern lediglich die Frage, wie sie ihrer "Gehorsamspflicht" ausreichend nachkommen können, um so unbehelligt in dem jeweils vorgegebenen Käfig bestehen zu können. Darunter auch solche, die hoffen, durch eine Übererfüllung ihrer "Gehorsamspflicht" Anerkennung, ja sogar ein Zipfelchen Macht, über ihre Mitmenschen erringen zu können.
    Und so ist "…sollten sich am Ende nicht wundern, wenn sie bis aufs Hemd ausgezogen im Käfig der neuen Inquisition hocken." genau dies ein Zustand, in dem sich viele Menschen wohlfühlen, wird ihnen doch die Last eigener Vorstellungen und Entscheidungen abgenommen. Das führt auch zu der verbreiteten, großen Dankbarkeit Frau Merkel gegenüber, die zusammen mit ihrer Regierung, dem Parlament, den Medien und sogar dem Rechtswesen bereits diese Last auf sich genommen hat.
    Die über viele Jahre hin getroffenen Vorbereitungen kommen endlich zu Blüte und Frucht.
    Haben wir ein Problem? Nein, wir haben kein Problem.
    Sogar für eine kleine, irrelevante Gruppe von Kritikerinnen und Kritikern ist noch Platz, die dann eben hinnehmen müssen, dass man sie mit Müll bewerfen darf.

Hinterlasse eine Antwort