Die Stunde der Entscheidung

„Wir können nicht beides retten: das Ökosystem und unser dysfunktionales Wirtschaftssystem — von einem von beiden müssen wir uns verabschieden“, kommentiert Dirk Pohlmann im Interview zum ersten Rubikon-Buch.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Es wäre Wahnsinn, diese Welt mit denselben Mitteln heilen zu wollen, die ihrer tiefgreifenden Krise zugrunde liegen. Ebenso verfehlt ist es, jenen Eliten die Lizenz zum Retten zu erteilen, die den Karren in der vorangegangenen Epoche in den Dreck gefahren haben. Das grün-liberale Mantra, man müsse „Ökologie und Ökonomie versöhnen“, ist nur Zeugnis einer in der gegenwärtigen Weltlage brandgefährlichen Scheu, sich mit den Machtkartellen anzulegen. Selbstzweifel sind grundsätzlich ehrenhaft, aber nicht zielführend, weil es ja gerade im Interesse der Profiteure der Klima-Katastrophe liegt, Verwirrung unter den Aktivisten zu säen. Es wurde Zeit, dass eine neue Buchveröffentlichung die existenzielle Alternative, vor der wir stehen, klar auf den Punkt bringt. Der Journalist und Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann ist Mitherausgeber des Buches „Die Öko-Katastrophe“, das heute erscheint. Roland Rottenfußer sprach mit ihm darüber.

Von Dirk Pohlmann und Roland Rottenfußer.

Roland Rottenfußer: In diesen Tagen kommt das Buch „Die Ökokatastrophe“ heraus. Sie sind mit Jens Wernicke Herausgeber. Welches ist die wichtigste Botschaft, die Sie mit diesem Buch aussenden wollen?

Dirk Pohlmann: Es geht nicht allein um meine Botschaft. Das Buch hat mehr als 20 Autoren, darunter sehr bekannte wie Noam Chomsky, Karin Leukefeld, Charles Eisenstein, Chris Hedges und Rainer Mausfeld. Alle Autoren beleuchten das wohl brisanteste Thema dieser Zeit von verschiedenen Seiten: die fortschreitende Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Es geht um mehrere Fragen: Warum passiert so gut wie nichts, obwohl die Probleme seit Jahrzehnten bekannt sind? Ich denke, wir müssen grundlegende Mechanismen des marktradikalen Wirtschaftssystems und der damit verbundenen Herrschaftsformen verstehen, um handeln zu können.

Die wichtigste Botschaft des Buches lautet: Ohne einen Systemwechsel werden wir die Ökokatastrophe nicht in den Griff bekommen. Ganz einfach ausgedrückt: An oberster Stelle der Wertehierarchie muss stehen, ob Entscheidungen und Regeln die Lebensgrundlagen schützen. Jede neue Entscheidung muss auf „Enkelkompatibilität“ untersucht werden. Der Preis darf nicht mehr die oberste Entscheidungsgrundlage sein. Das Wirtschaftssystem muss sich an den Planeten anpassen, nicht umgekehrt. Leider sind wir davon weiter entfernt, als in den 1970er Jahren, als die Wissenschaft die Klimaerwärmung und ihre Folgen verstanden hatte.

Ihre Ansichten zum Klimawandel sind nicht unumstritten. Klimaskeptiker finden sich nicht nur bei der AfD und in den etablierten Parteien, sondern auch in Ihrer ureigenen „Szene“, also in manchen alternativen Medien. Was erwidern Sie Ihren Kritikern?

Dass ein historisch einmaliger, weil extrem rasanter Klimawandel im Gange ist, der mit dem Verbrennen der fossilen Energieträger seit der Industrialisierung zu tun hat, weiß die Wissenschaft seit 50 Jahren. Solange warnen Wissenschaftler aus aller Welt auch bereits davor. Die Sachlage ist klar, das Wissen darüber wird immer genauer.

Die Warnungen der Wissenschaftler werden aber seit dem Jahrtausendwechsel massiv und organisiert in Zweifel gezogen, je mehr die Wissenschaftler versuchen, gehört zu werden, umso lauter werden die PR-Aktivitäten jener Akteure, die am meisten von den notwendigen Änderungen betroffen sind. Das sind vor allem Konzerne, deren Geschäftsgrundlage fossile Energieträger sind. Dazu gehören natürlich die Mineralölfirmen, auch superreiche Industrielle wie die Koch-Brüder, die hauptsächlich in Öl investiert haben, aber zum Beispiel auch die Düngemittel und Pflanzenschutzmittelindustrie.

Die heutige Landwirtschaft ist erdölbasiert, und das nicht wegen der Traktoren. Die heutigen Kriege und Regime Changes haben auch solche Ursachen, siehe Libyen, Syrien und zukünftig Iran, den Begriff „Pipelinestan“ für den Mittleren Osten gibt es nicht ohne Grund, Venezuela ist das ölreichste Land der Erde. Die Verbindung von ölbasierter Wirtschaft, Rüstungsindustrie und Kriegen ist klar. Mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar sind deshalb nach Angaben von Scientific American in PR-Kampagnen zur Desinformation über den Klimawandel gesteckt worden. Thinktanks und Lobbygruppen wurden finanziert, um Zweifel zu säen und den Eindruck zu erwecken, als ob wissenschaftliche Erkenntnisse unterdrückt würden, als ob die Wissenschaft sich noch streite.

Die PR-Strategie und Textbausteine dazu hat der PR-Berater der Republikaner Frank Luntz im Jahr 2002 in seinem berüchtigten Memo in der Politik und Wirtschaftselite verschickt. An seine Vorgaben halten sich in Deutschland übrigens EIKE und die AfD, die engstens verbandelt sind.

Was geradezu unglaublich ist: Frank Luntz hat 2019 die Seiten gewechselt. Er sagte am 25. Juli 2019 vor einem US-Parlamentsausschuss, er habe damals unrecht gehabt und jetzt seine Ansichten geändert. Er werde sich ab sofort im Kampf gegen den Klimawandel engagieren, wenn das nicht von den US-Demokraten parteipolitisch ausgeschlachtet werde. Wenn es um eine neue Klimapolitik im Konsens gehe, sei er dabei.

Ist es das, was Sie mit ihrem Überkapitel „Verwirrung“ im Buch meinten? Versuchen bestimmte Kreise, die Menschen vorsätzlich zu verwirren?

Natürlich, das war genau die Strategie, die Luntz vorschlug und die umgesetzt wurde: zu behaupten, dass die Sachlage unklar sei, die Wissenschaftler uneins seien und man keinesfalls voreilige Maßnahmen auf unsicherer Grundlage fordern dürfe. Das sei unverantwortlich. Es gehe ja um die Wirtschaftsordnung als Grundlage des Reichtums der USA, die auf dem Spiel stünde. Oder, wie EIKE das behauptet: „Nicht das Klima, die Freiheit ist in Gefahr.“

In der Diskussion wurden deshalb falsche Fakten oder getunte Viertelwahrheiten mit dem Argument der „Meinungsfreiheit“ veröffentlicht, plakativ gesagt, Lügen wurden zu Tatsachen – oft wider besseres Wissen. Es gibt Söldner-Wissenschaftler, die sich als Allzweckwaffe für die Republikaner bereitstellen. Zum Beispiel Fred Singer, ein Atmosphärenphysiker, der Jahren lang öffentlich als Experte abstritt, dass Rauchen etwas mit Krebs zu tun habe, das Ozonloch leugnete, Giftmüll für überbewertet hält und jetzt behauptet, dass der Klimawandel eine Lüge sei.

Es gibt Unternehmen wie ExxonMobil. Der Konzern hat 1982 eigene Forschung betrieben, er hat seine Tankerflotte dazu genutzt, Messwerte auf den Weltmeeren zu erheben. Daten aus den Ozeanen sind in der Klimaforschung extrem wichtig, waren damals aber rar. Exxon hatte sie. Sie haben 1982 auf der Grundlage der damaligen wissenschaftlichen Kenntnisse und mit ihren Messdaten den Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre und den daraus resultierenden Temperaturanstieg exakt vorhergesagt, die Prognosekurve von 1982 für 2019 stimmt exakt. Und als Ergebnis ihrer Erkenntnis haben sie die Daten geheim gehalten und begonnen, Zweifel an der Klimaerwärmung zu säen.

Dieses Verhalten wird jetzt zu einer Gefahr für den Konzern in den USA. Es stehen jetzt mindestens zehn Schadensersatzverfahren in Sachen Klimawandel an. Die Tatsache, dass ExxonMobile über die drohende Klimakatastrophe seit über 40 Jahren Bescheid weiß, aber gezielt desinformiert hat, wird durch extrem hohe Schadenssummen jetzt zum finanziell unkontrollierbaren Risiko. Ein Prozess gegen Exxon hat gerade begonnen. Die Staatsanwaltschaft New York wirft dem Konzern vor, Kunden und Anleger über finanzielle Risiken der Klimakatastrophe getäuscht zu haben. ExxonMobil bietet deshalb jetzt an, in Zukunft massiv in den Klimaschutz zu investieren – aber der Konzern will als Gegenleistung von der Politik Straffreiheit per Gesetz.

Es war und ist ein nüchternes Kalkül. Erst war Leugnen gewinnträchtig, jetzt sind ExxonMobile kalkulierbare Kosten besser als unkalkulierbare.

Die Logik des Kapitalismus besagt, dass man mit allem Geld machen kann. Das gilt wohl auch für CO2-Zertifikate!?

Ja, sicher. Das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird versuchen, dem Klimawandel mit marktradikalen Instrumenten zu begegnen und auch dabei Gewinn zu machen. Man sollte sich fragen, ob es eine kluge Idee ist, darauf zu vertrauen, ob ein System, das uns wider besseres Wissen in eine existenzbedrohende Notlage gebracht hat, uns auch wieder daraus herausführen wird.

Ich glaube, es gibt keine Lösung im gegenwärtigen System. Wie gesagt, die Entscheidungsgrundlagen müssen verändert werden, fundamental. Ein Beispiel: Auch wenn Wasserstoff als Energieträger im Autoverkehr teurer ist als Elektroantrieb mit Batterien, sollte er genutzt werden, weil er aus Vernunftgründen die beste Lösung ist. Er ist aus Wasser mit erneuerbaren Energien herstellbar, man kann damit unter anderem Windenergie speichern, er ist im Luftverkehr einsetzbar, für Schiffe und so weiter. Das ist eine Zukunftstechnologie, auf die nicht ohne Grund auch Japan und Südkorea zentral setzen. Aber wer kann das bei uns entscheiden?

Die Abschaffung internationaler und nationaler Organisationen und Strukturen ist in allen westlichen Staaten im Rahmen der marktradikalen Privatisierung vorangetrieben worden, weil der Markt angeblich alles besser regelt. Diese Theorie ist an der Wirklichkeit gescheitert. Sie gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Wir haben das alle vor Augen: Die private Wasserversorgung ist eine Katastrophe und Einladung zur Erpressung, die deutsche Eisenbahn funktioniert mehr schlecht als recht, die Infrastruktur der USA verrostet und zerbröselt, weil zum Neoliberalismus auch Steuersenkungen gehören. In Chile hat der Staat die von ihm finanzierten Wasserwerke, Straßen und Krankenhäuser privatisiert. Dort bezahlt man jetzt mehr für Krankenversicherung, wenn man arm ist. Private Krankenversicherungen sind gut für Yuppies ohne Kinder. Aber Yuppies ohne Kinder sind nicht gut für die Rentenversicherung. Die Agenda 2010 hat keine Jobs geschaffen, von denen man leben kann. Und so weiter und so weiter.

Probleme wie den Klimawandel, die nur international gelöst werden können, werden von den marktradikalen Kräften mit PR-Maßnahmen bearbeitet. Der Marktradikalismus ist nicht in der Lage, sinnvolle Lösungen für das Überleben des Planeten zu schaffen. Er agiert nach dem Motto: nach mir die Sintflut – im Wortsinn. Er schafft kein planetares Bewusstsein und keine Strukturen, die uns überleben lassen könnten. Mit CO2-Zertifikaten oder einer CO2-Steuer werden wieder einmal die Kosten sozialisiert, nachdem die Gewinne privatisiert wurden. Das Problem müsste aber nach dem Verursacherprinzip behandelt werden. Wer am meisten von der Ölnutzung profitiert hat, sollte auch die meisten Kosten tragen.

Was passiert, wenn sich die Marktradikalen mit ihrer Verschleierungstaktik durchsetzen und wenn wir nicht sehr bald radikal umsteuern?

Das kann man sehr deutlich in den Analysen der NATO, der US-Militärs und seiner Thinktanks nachlesen. Ich habe einen Artikel in dem Buch dazu geschrieben, auch, weil man den US-Militärs ja schlecht unterstellen kann, Klimalügen zu verbreiten; weil die Klimaforschung durch den IPCC die knappen Budgets der Streitkräfte sichert, wie EIKE das bei den Wissenschaftlern behauptet.

Die US-Militärs wollen sich auf die Folgen der Klimaerwärmung vorbereiten, weil sie katastrophal sein werden, sie betrachten den „Klimawandel“ als Thema der „Nationalen Sicherheit“. Es geht um die Fluchtbewegungen vor dem Anstieg des Meeresspiegels, Dürre und Hitzezonen, Kriege um Wasser und Nahrungsmittel, Flüchtlingsströme von ungeahnten Ausmaßen. Die derzeitigen Anbauzonen der Nahrungsmittel werden verdorren, die nutzbaren Klimazonen verlagern sich in Richtung der Pole – also im Norden nach Norden, im Süden nach Süden. Dort sind aber keine Anbauflächen. Also werden Nahrungsmittel knapp. Das bedeutet Krieg ums Überleben. Darauf bereiten sich die Militärs vor. Durch ähnliche Kausalitätsketten, durch eine ökologische Krise, versiegende Ernten und die dadurch ausgelösten Kriege ist die Mayakultur innerhalb von 100 Jahren untergegangen. Die Mayas verstanden nicht, warum die Katastrophe kam.

Bei uns wird gelogen, um Zweifel am vorhandenen Wissen zu schüren.

Der Untertitel Ihres Buches lautet: „Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen“. Ist diese Botschaft nicht zu radikal? Treibt Sie nicht die Sorge um, dass viele gemäßigt denkende Menschen Ihnen darin nicht mehr folgen können?

Die Eliten haben bisher versagt, sie haben uns in die Situation gebracht, in der wir sind. Gibt es eine schlimmere Beurteilung als: Ihr habt unsere Lebensgrundlagen in Gefahr gebracht? Mehr Nachweis der Unfähigkeit ist nicht möglich. Dahinter steckt ja keine Unkenntnis, sondern Unwillen. Ich bin sicher, dass dieses Wirtschaftssystem am Ende ist. Die Frage ist, ob zuerst das Wirtschaftssystem oder die menschliche Zivilisation zusammenbrechen. Wir sollten darüber diskutieren, wie ein Wirtschaftssystem aussieht, das enkelkompatibel ist. Das Wirtschaftssystem darf sich selbst auf keinen Fall der höchste Zweck sein.

Die Wirtschaft soll die Lebensgrundlagen für die Menschen erzeugen, sie hat eine dienende Funktion. Wie kommen wir da wieder hin? Das sollten wir erproben. Man könnte in verschiedenen Bundesländern mit verschiedenen Varianten experimentieren, um zu sehen, was wirklich funktioniert, vom Bedingungslosen Grundeinkommen mit landwirtschaftlichen Kooperativen über Stadtgärten, dezentrale Energieversorgung, Wasserstoff und Elektromobilität, Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Holzbauten statt Beton — Zement ist ein Riesen-CO2-Produzent — und so weiter. Von mir aus können auch die Libertären experimentieren, die an den totalen Kapitalismus glauben, die behaupten, wir haben zu wenig Kapitalismus und immer noch zu viel Staat.

Das alles wäre auch ein Thema für die öffentlich-rechtlichen Medien, es entspräche ihrem Auftrag, das anzugehen: die Aufklärung über die Klimaerwärmung, auch Diskussionen über die wissenschaftlichen Grundlagen, über mögliche Maßnahmen zu informieren, Beispiele zu suchen, wer erfolgreich damit umgeht, und welche Vorschläge es gibt. Warum findet das nicht statt? Das ist doch unglaublich.

In den etablierten Medien findet man häufig den Vorschlag, Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. Das Stichwort heißt „Grüner Kapitalismus“. Mehre Autoren in Ihrem Buch sind da skeptisch. Warum eigentlich? Wäre das nicht ein plausibler Vorschlag?

Ich habe Ende der 1970er Jahre geglaubt, dass der ökologische Landbau sich durchsetzen wird, weil er lebende Böden produziert, weil er einfach besser ist, für die Menschen und die Natur, das er sich in der Marktwirtschaft durchsetzen würde, weil er besser ist. Damals habe ich geglaubt, dass sich das Bessere in der Marktwirtschaft durchsetzt. Sancta simplicitas.

Aber nicht der Ökolandbau hat den Kapitalismus besiegt, sondern der Kapitalismus den Ökolandbau. Und in der Bio Company, die zum Beispiel hier in Berlin rasant expandiert, versuchen die Kassierer einen Job bei Aldi zu bekommen, weil man dort besser verdient. Die Kunden sind Bildungsbürger mit großen Autos, die Produkte sind grün und die Ausbeutung flächendeckend. Das grüne Modell hat die Gesellschaft nicht wirklich reformiert, wenn man von Individualrechten für LBGT absieht, oder? Bei allen Fragen, die für das Klima relevant sind, ist sehr wenig bis nichts passiert.

Warum muss es eigentlich gegen den Kapitalismus gehen? Wenn man die Umweltbilanz der ehemaligen Ostblockstaaten anschaut — war dort nicht alles noch viel schlimmer?

Ich habe in den 1980er gedacht, dass der Kapitalismus deutlich wandlungsfähiger ist als der Sozialismus. Die Lage in den kommunistischen Staaten war ja unter Umweltgesichtspunkten wirklich übel. Wenn es ein System schafft, so dachten viele, die ökologischen Probleme in den Griff zu bekommen, dann eher der Kapitalismus. Aber jetzt muss ich feststellen, dass die höchstentwickelte Form des Kapitalismus, der marktradikale Neoliberalismus, keine systemischen Lösungen für die Klimaerwärmung produziert, sondern in einen Informationskrieg gegen die Wissenschaft investiert, um noch ein paar Jahre so weitermachen zu können wie bisher.

Das einzige Land, bei dem ich erkennen kann, dass es in der Lage ist, das Problem substanziell anzugehen ist China. China schafft es als einziges Land, seine vereinbarten Klimaziele zu erreichen, ohne großes Getöse, und es wird seine Ziele wohl deutlich übertreffen. Das hat mit der staatlichen Lenkung zu tun. China setzt auf erneuerbare Energien. Man kann sagen, dass China in dieser Hinsicht ein wirklich sozialdemokratischer Staat ist, während die europäischen Sozialdemokraten den Neoliberalismus übernommen haben. Man könnte auch sagen, ein reformierter Sozialismus hat sehr wohl eine Perspektive für die Zukunft, der Neoliberalismus aber nicht.

Was wäre also das Mittel der Wahl — eine veritable Revolution?

Ein neues Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ist überlebenswichtig. Wir haben sehr wenig Zeit, das macht das Problem nicht geringer. Ich habe mit Professor Michael Mann, einem der wichtigsten Klimaforscher der Welt, darüber korrespondiert. Er meint, man könne wegen der Dringlichkeit nicht erst einen Systemwechsel propagieren, sondern müsse mit allen Kräften zusammenarbeiten, die bereits vorhanden sind, das Klimaproblem jetzt, sofort anzugehen. Das erinnert mich an die Fundi-Realo-Diskussion bei den Grünen. Tatsächlich haben die Realos das System nicht verbessert, sie sind vom System assimiliert worden.

Ich möchte Deng Xiao Ping zitieren. „Es ist egal, ob eine Katze schwarz oder weiß ist. Hauptsache, sie fängt Mäuse.“ Und noch ein Zitat: „Suche die Wahrheit in den Fakten.“ Bisher hat der Neoliberalismus blühende Landschaften versprochen, aber nur zu einer Nagerplage geführt. Und er versucht, die Fakten zu verschleiern.

Greta Thunberg hat es ganz richtig gesagt: „Unser Haus brennt.“ Unsere Handlungen müssen adäquat zur Bedrohung sein.

Also: Wer das Klima rettet, hat recht. Aber bitte fangen wir endlich damit an, es zu retten.

Legen die Erkenntnisse aus Ihrem Buch nicht eine Ökodiktatur nahe? Muss die Freiheit dem Überleben unseres Ökosystems weichen?

Ich empfehle das Buch von Dirk C. Fleck: „GO! Die Ökodiktatur“. Das ist eine Dystopie wie „1984“, kein Handbuch. Aber wie „1984“ zunehmend zu der Realität geworden ist, vor der George Orwell warnen wollte, wird auch Flecks Buch immer realistischer. Je weniger Zeit wir haben, die Dinge in den Griff zu bekommen, umso radikaler werden die Maßnahmen werden. Unsere Regierungen haben 30 Jahre verplempert. Ich will keine Diktatur. Ich will überleben. Ich will, dass meine Kinder eine Zukunft haben. Zwischen diesen Wünschen sollte, verdammt noch mal, kein Widerspruch entstehen.

Und ich behaupte: Die Öko-Diktatur werden die Neoliberalen einführen, nicht die Ökos. Das die vor den bösen Ökos warnen, ist lächerlich. Welche Macht haben die denn? Wie viele Divisionen gehorchen ihrem Kommando? Welche Finanzinstitutionen dominieren sie?

Revolution? Blutvergießen? Das können die Neoliberalen. Die Neoliberalen werden die Katastrophe, die sie selbst zu verantworten haben, nutzen, um die Macht ein für alle Mal zu zementieren.

Wenn wir sie nicht daran hindern, wird unsere Zukunft dem Film „Elysium“ ähneln.

Warum gehen viele Menschen den Wandel noch immer so schläfrig und halbherzig an? Stellen sie sich auf den Standpunkt „Besser in bekannten Höllen als in unbekannten Himmeln“?

Ja. Ich glaube, wir reagieren auf die Anforderung eines radikalen Wandels mit Angst vor der Veränderung. Es geht letztlich nicht ein bisschen vegan, weniger Fleisch, Elektroautos und CO2-Steuer.

Es geht darum, dass wir einsehen müssen, dass ein Zeitalter vorbei ist und ein neues beginnt, von dem wir noch nicht wissen, wie es aussehen wird. Nur: So geht es nicht weiter. Als klar war, dass die Erde nicht die Sonne umkreist, war das eine fundamentale Änderung des Weltbildes mit weitreichenden Wirkungen. Als klar wurde, dass wir ein Ergebnis der Evolution sind – ebenso. Wir ahnen, dass wir höchstwahrscheinlich nicht die einzige Intelligenz im Universum sind, auch wenn es dafür nüchtern betrachtet keinen Beleg gibt, sondern nur Wahrscheinlichkeiten. Falls sich dabei die Tatsachenlage ändert, wird auch das fundamental sein.

Der Klimawandel ist auch ein weiterer fundamentaler Wandel, im allerhöchsten Maße. Der Mensch ist in der Lage seinen Lebensraum zu zerstören. Seine Herrschaftsformen spielen mit der nuklearen Vernichtung. Seine Wirtschafts- und Herrschaftsorganisationen zerstören den Lebensraum.

Wir müssen vernünftig werden. Das heißt: moderne Lakota. Wir müssen uns als eine Lebensform begreifen, die ihr Habitat schützen muss. Vor dieser massiven Veränderung haben viele Menschen wohl instinktiv Angst. Sie wollen, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Wenn die Klimakatastrophe eine große Verschwörung ist, dann muss man keine Angst haben. Man muss nur die Feinde auf den Scheiterhaufen zerren, ganz fest die Augen schließen und hoffen, dass die Realität verschwindet.

Aber das wird nicht funktionieren. Und wer sagt eigentlich, dass die Zukunft, die uns bevorsteht, eine Verschlechterung für unser Leben sein muss? Jede Krise ist eine Chance. Wir können und müssen uns Gedanken über eine bessere, vernünftigere Welt machen. Das Nachdenken über Utopien – wörtlich: „Nicht-Orte“, – ist auf einmal überlebensnotwendig und sehr vernünftig.

Diese Diskussion wollen Jens Wernicke und ich mit unserem Buch anschieben. Wir hoffen darauf, dass sich viele Menschen Gedanken machen — neue, verschiedene, eigene — und dann handeln. Zügig, aber nicht überstürzt. Es geht ums Ganze. Wir haben noch etwa 20 Jahre. Es gibt viel zu tun — packen wir‘s an. Weil: Esso hat versagt!

Haben Sie vielen Dank für das Gespräch.


Mit Beiträgen von Noam Chomsky, Rainer Mausfeld, Chris Hedges, Charles Eisenstein, Franz Ruppert, Ullrich Mies, Nafeez Ahmed, Karin Leukefeld, Florian Kirner, Dirk Pohlmann, Sven Böttcher, Steffen Pichler, Jonathan Cook, Susan Bonath, Wolfgang Pomrehn, Stephan Bartunek, Roland Rottenfußer, Peter H. Grassmann, Murtaza Hussain, Klaus Moegling, Caitlin Johnstone, Medea Benjamín, Anselm Lenz, Felix Feistel, Nicolas Riedl, Jens Bernert, Hermann Ploppa und Jens Wernicke.


Stimmen zum Buch:

„Das Thema Umwelt treibt viele um und ist zugleich hochexplosiv. Ich finde es wichtig und richtig, dass sich der Rubikon hier klar positioniert und sagt, dass der Klimawandel eine große Herausforderung darstellt und wir mehr erneuerbare Energien benötigen.“
Dr. Daniele Ganser, Friedensforscher

„Die aktuell größten Bedrohungen für das Überleben der Menschheit stellen die beständig wachsende Gefahr eines großen Krieges sowie die immer gravierendere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dar. Zeit, dass entschlossen gegen die Propaganda in beiden Bereichen vorgegangen und so immens wichtige Aufklärung geleistet wird.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„In Zeiten massiver sozialer Kämpfe und medial organisierter Massenverwirrung ist es das besondere Verdienst des Online-Magazins Rubikon, der Umweltdebatte neue Impulse zu geben. Die katastrophalen Langzeit-Trends weltweit kollabierender Ökosysteme zeigen in aller Deutlichkeit, dass ein begrenzter Planet mit hirnrissigen Wachstumsideologien marktradikaler Herrschaftscliquen unvereinbar ist. Rubikon leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit.“
Ullrich Mies, Politikwissenschaftler und Publizist

„Menschen traumatisieren ihre Mitwelt, weil ihre Innenwelt traumatisiert ist. Sie stellen das Chaos in ihrem Inneren in ihrer Außenwelt her. Umweltzerstörung ist Ausdruck ihrer Destruktivität als Folge ihrer Traumabiografie. Wer jedoch seinen inneren Frieden findet, muss auch seine Mitwelt nicht mehr zerstören. Frieden findet, wer seinen Schmerz in Mitgefühl für sich selbst und andere verwandelt.“
Prof. Franz Ruppert, Traumaforscher


Stimmen aus dem Buch:

„Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im Wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten. Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht.“
Prof. Noam Chomsky, Linguist

„Die herrschenden Eliten und die Konzerne, denen sie dienen, sind die Haupthindernisse für Veränderung. Sie können nicht reformiert werden. (…) Wir müssen die Macht übernehmen. Und da die Eliten ihre Macht nicht freiwillig abgeben werden, müssen wir sie uns durch gewaltfreie Aktionen nehmen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Unsere Geschichte ist nicht neu. Die eklatanten Lügen und Dummheiten der unfähigen und korrupten Eliten. Die Unfähigkeit, die kostspieligen, endlosen Krieg aufzuhalten und die gigantischen Ausgaben für das Militär zu senken. Die Plünderung einer belagerten Bevölkerung durch die Reichen. Die Zerstörung des Ökosystems. Der Zerfall und die Aufgabe einer einst effizienten Infrastruktur. Der Zusammenbruch der Institutionen, die einen funktionierenden Staat aufrechterhalten, von der Bildung bis zur Diplomatie. Die Welt hat all das schon gesehen. Es ist die altbekannte Krankheit des Endes einer Zivilisation.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Was sind die Technokraten und Wissenschaftler, die uns erzählen wollen, dass Bildung und westliche Zivilisation uns in rationale Wesen verwandeln können, anderes als Schamanen? Und was sind die Konzern-Titanen, die ein Vermögen mit ihren Waffen, Chemikalien, fossilen Brennstoffen oder umweltzerstörerischer Tierzuchtindustrie machen, anderes als Menschenopfer fordernde Hohepriester?“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Je mehr Greta Thunberg die angstmachenden Emotionen zur Sprache bringt, dass wir als Spezies kurz vor dem Aussterben stehen — wie sie es, erfüllt von zitternder Wut, auf dem UN-„Aktionsgipfel“ zur Klimakrise im September 2019 tat —, desto mehr strengt sich ein Teil der progressiven Linken an, ihrer Rolle als Akteurin des Wandels zu widerstehen.“
Jonathan Cook, Journalist

„Der Beweis, dass man Thunberg nicht trauen kann, scheint der zu sein, dass sie jetzt so viel Aufmerksamkeit erhält. Die Massenmedien gehören Großkonzernen, und wenn sie bereit sind, Thunbergs Beschwerden zu verbreiten, muss das darauf zurückzuführen sein, dass sie ihren, also den Konzern-Absichten dient. Thunberg sei ein Werkzeug der Reichen und Mächtigen, wird es uns gesagt, ob sie es selbst nun versteht oder nicht. Was immer sie uns auch mitteilt, wie scharf sie diejenigen, die uns regieren, auch kritisiert, die Wahrheit sei nun einmal, dass ihren Argumenten nicht zu trauen sei, weil sie diese auf Konzernplattformen zum Ausdruck bringt.“
Jonathan Cook, Journalist

„‚31 Seiten Schocklektüre‘ — so hatte Spiegel Daily eine Studie betitelt, deren Autoren im Auftrag der Firma Shell die Risiken des Klimawandels beschrieben. Das war 1986. Die Studie war verdammt präzise. Nicht nur die kontinuierliche Erwärmung, auch die Zunahme extremer Wetterereignisse und Gefahren für die Bewohnbarkeit weiter Teile des Globus wurden als sehr wahrscheinlich vorhergesagt — ziemlich zutreffend, wie wir heute wissen. Die Studie zeigte auch, dass der einzige verantwortbare Weg aus dieser Bedrohung die Aufgabe der fossilen Brennstoffe war, des Geschäftskerns von Shell. Aber Shell entschied sich dagegen, gegen den Rat seiner eigenen Wissenschaftler, die einen „nach vorne schauenden Ansatz gemeinsam mit den Regierungen“ empfahlen. Die Vorstände erklärten das Dokument als streng geheim und beschlossen eine Politik des organisierten Anzweifelns und Zuwartens.“
Dr. Peter H. Grassmann, Publizist und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss

„Hinter schillernden Namen, wie dem American Enterprise Institute, Heartland Institute, Competitive Enterprise Institute, verbergen sich Lobbyorganisation, die mit Desinformationskampagnen insbesondere in den USA das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimawissenschaften zu untergraben versuchen. Finanziert werden sie unter anderem von den Brüdern Charles und David Koch, Multimilliardäre, die für ihre Unterstützung der rechten Tea-Party-Bewegung bekannt sind und unter anderem erhebliche Beteiligungen am besonders klimaschädlichen Teersandgeschäft in Kanada haben.“
Wolfgang Pomrehn, Physiker, Autor und Publizist

„Besonders absurd, speziell bezogen auf die Partei der Republikaner, erscheint eine weitere PR-Strategie, die Luntz seinen Kunden vorschlägt. Sie sollten in ihren öffentlichen Äußerungen herausarbeiten, dass es gerade die weniger Betuchten seien, die unter Umwelt-Regulierungsmaßnahme zu leiden hätten. Dass das kalte Herz der vielleicht mächtigsten Unterstützer-Partei der neoliberalen Globalisierung jetzt ausgerechnet für die Armen schlägt, dient dabei einem klaren manipulativen Ziel: Der ‚einfache‘ Amerikaner soll gegen Maßnahmen zum Umweltschutz eingenommen werden, vor allem dort, wo diese höhere Preise zur Folge hätten.“
Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

„Ihnen war klar, dass sie bewaffnete Wachleute brauchen würden, die ihre Anwesen vor dem wütenden Mob schützten. Aber wie sollten sie diese Wachen bezahlen, wenn Geld wertlos war? Was würde die Wachleute davon abhalten, ihre eigene Anführerin zu wählen? Die Milliardäre überlegten, die Nahrungsvorräte mit speziellen Schlössern zu sichern, deren Zahlenkombination nur sie kannten. Oder die Wachen als Gegenleistung für ihr Überleben mit irgendeiner Art von disziplinierendem Halsband auszustatten. Oder vielleicht Roboter zu bauen, die als Wächterinnen und Arbeiterinnen dienen – falls sich diese Technologie rechtzeitig entwickeln ließe.“
Douglas Rushkoff, Autor und Dokumentarfilmer

„Seit ‚Die Grenzen des Wachstums‘, dem Bericht an die Klimaschutzorganisation Club of Rome aus den Jahren 1971/72, ist fast alles über das Umweltproblem des Menschen auf dem Planeten Erde bekannt. (…) Wir wissen, dass die Menschheit, also wir alle, den einzigen Planeten, den wir haben, durch die marktwirtschaftliche Produktionsweise zerstört und dabei ist, ihn früher oder später für Menschen unbewohnbar zu machen.“
Anselm Lenz, Kulturwissenschaftler und Dramaturg

„Klimaschutz stellt zahlreiche Geschäftsmodelle infrage. Viele Konzerne sehen sich und ihre Gewinne in Gefahr und versuchen seit Jahrzehnten – mit aller Macht, obskuren ‚Instituten‘ und zahllosen Tricks – Zweifel zu sähen und die Transformation aufzuhalten oder zumindest hinauszuschieben.“
Wolfgang Pomrehn, Geophysiker und Journalist

„Die aktuelle Situation ist doch viel ernster. Zwar ist alles Leben auf der Erde schon fünfmal weitgehend ausgestorben, sie hat also zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Bewohner verloren – und beileibe nicht immer wegen kosmischer Kiesel, vulgo Asteroiden. Erderwärmung und CO2 waren zuletzt vor 250 Millionen Jahren Ursache für einen 5-Grad-Temperaturanstieg und das weitgehende Ende der Planetenbesiedlung. Doch im Unterschied zu heute wussten unsere Vorfahren nicht, was sie gegen dieses drohende Ende versuchsweise hätten unternehmen können. Wir wissen es. Aber wir machen es nicht. Deshalb ist unser zeitnahes Aussterben nicht nur ein bisschen tragisch, sondern ich empfinde es vor allem als peinlich.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Jene, die im globalen Süden leben, leiden und sterben bereits jetzt an den Effekten der weltweiten Erwärmung, für die die reichen Industrienationen des globalen Nordens die größte Verantwortung tragen. Die reichsten 0,54 Prozent der Weltbevölkerung, das heißt, 42 Millionen Menschen, sind für mehr Emissionen verantwortlich als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das heißt, 3,8 Milliarden Menschen. Diese Eliten opfern die Ärmsten des Planeten, während sie sich selbst in der sozialen und wirtschaftlichen Hierarchie emporarbeiten, um uns alle auszulöschen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Die mathematischen Modelle für die Zukunft des Planeten ergeben drei verheerende Verläufe: das massive Aussterben von etwa 70 Prozent der menschlichen Population und eine darauf folgende unsichere Stabilisierung; das Aussterben des Menschen und der meisten anderen Spezies; eine sofortige und radikale Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft, um die Biosphäre zu schützen und sie vielfältiger und produktiver zu machen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Sicherlich werden wir, bei all dem Gerede über die gewaltigen, umfassenden Veränderungen, die erforderlich sind, um eine Klimakatastrophe abzuwenden, (…) nicht den schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt übersehen, nur weil einige Mitarbeiter von Denkfabriken und ihre plutokratischen Sponsoren der Meinung sind, dass es für die US-zentralisierte Machtallianz wichtig sei, ihre totale globale Hegemonie beizubehalten? Sollten wir also immense, weitreichende Veränderungen vorhaben, dann wäre die völlig unnötige weltumspannende US-Kriegsmaschinerie der naheliegende Ausgangspunkt.“
Caitlin Johnstone, Journalistin und Guerilla-Poetin

„Das so von der Großindustrie gesponserte Heartland-Institut gehört zum Atlas Network, das der britische Unternehmer und Wirtschaftsförderer Anthony Fisher 1981 zum Aufbau und zur internationalen Vernetzung neoliberaler beziehungsweise rechtslibertärer Denkfabriken gegründet hatte. Fisher war Mitglied der Mont Pelerin Society. Der neoliberale Vordenker Friedrich August von Hayek hatte diese Stiftung 1947 in der Schweiz gegründet. Unter Obhut von Atlas, gesponsert von Mont Pelerin, schossen in den 1980ern und 90ern Hunderte neoliberale Denkfabriken in 95 Ländern aus dem Boden und vernetzten sich. Nachdem Ende der 1980er Jahre wissenschaftliche Prognosen zur klimatischen Entwicklung an die Öffentlichkeit geraten waren, widmeten sich die Think Tanks (…) vor allem dem Verhindern von Umwelt- und Klimaschutz im Sinne der Industrie. (…) Auf dem Programm (…) steht seither die Diskreditierung von Wissenschaftlern und Leugnung ihrer Thesen ganz oben. Die Industrie honoriert es fürstlich.“
Susan Bonath, freie Journalistin

„Mit dem Erfolg oder dem Scheitern entscheidender Maßnahmen gegen die Erderwärmung wird innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre über die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln entschieden. Es wird außerdem darüber entschieden, welche Flüchtlingsströme bisher unbekannter Dimension entstehen und welche Kriege ausgelöst werden. Denn es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kriege geben, die durch die globale Erwärmung verursacht werden. Das ist nicht etwa die Einschätzung einiger alarmistischer Angehöriger der Klimareligion oder panischer Greta-Jünger, wie uns professionelle PR-Agenten und Lobbyisten einreden wollen. Es ist die interne Einschätzung der Generalstäbe der größten Militärapparate der Welt (…).“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Den ökonomischen Zentren der Macht geht es daher darum, heute schon die gesellschaftlichen Plätze für die durch eine Klimakatastrophe hervorgerufenen schweren sozialen Verwerfungen zu ihren Gunsten festzuzurren und entsprechend Platzkärtchen für Gewinner und Verlierer zuzuweisen. Diejenigen, die heute schon zu den Verlierern gehören, sollen auch dann — und zwar in verschärfter Weise — wieder zu den Verlierern gehören.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„Aus der Skeptiker-Sicht gilt es, den linken, okkultistischen sowie von Soros finanzierten Plan zum Ende der fossilen Brennstoffe zu verhindern. EIKE will mehr Braunkohleförderung und Verbrennung in Kraftwerken, mehr Atomenergie, weniger Solar- und Windenergie. Es geht um die Freiheit und um Fridays for Hubraum.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Wir stehen also vor der überraschenden Tatsache, dass die US-Republikaner entlang dieser Bruchlinie in zwei Teile zerfallen. Da sind einerseits die Militärs, die „National Security“ als höchsten Wert betrachten und den Klimawandel als große Gefahr ausgemacht haben. Sie nehmen ihn ernst, todernst. Und es gibt andererseits die Wirtschafts- und Öl-Republikaner, die den Kapitalismus als Zentralheiligtum der USA anbeten, der gebenedeit ist unter den Ideologien, in Ewigkeit, Amen.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, müssen wir dringend etwas ändern. Wenn sie nicht menschengemacht ist, müssen wir erst recht dringend etwas ändern. Die „Mad-made“-Diskussion ist somit überflüssig. Wir müssen so oder so handeln.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Bedauerlicherweise werden wir derzeit von Phantasielosen und Psychopathen angeführt. Aber es sollte uns doch Hoffnung geben, dass es sich bei diesem ernstlich gestörten Grüppchen nur um höchstens 10 Prozent von uns handelt. Nur diese 10 Prozent stehen zwischen uns und der Zukunft, und das einzige, was wir benötigen, um sie zu vertreiben, ist eine neue Erzählung. Der Rest ergibt sich dann von selbst.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Unfassbar viel Gehirnaktivität wird aufgewendet — nicht um das Richtige zu tun, sondern um dem dummen Volk das Falsche marketingpsychologisch smart zu verkaufen.“
Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

„Das Klimaproblem ist untrennbar mit der Frage verbunden, in welcher Art von Gesellschaft und in welcher Wirtschaftsordnung wir nicht nur überleben, sondern auch menschenwürdig leben können. Dabei geht es buchstäblich um alles, nämlich die menschliche Zivilisation.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„Dass dieser Schrecken des Klimawandels so gut zu unserer gewohnten Denkweise passt, sollte uns zum Innehalten veranlassen. Es bedeutet nicht, dass der Klimawandel nicht alarmierend ist oder dass der Mensch ihn nicht verursacht hat, aber es deutet darauf hin, dass unsere Herangehensweise an das Problem den psychischen und ideologischen Unterbau des Systems zu stärken vermag, das den Planeten verschlingt. Dies ist besonders wichtig, da sich die Aktivisten nahezu uneingeschränkt darüber einig sind, dass die Bemühungen zur Begrenzung der Kohlenstoffemissionen kläglich gescheitert sind. Dieser Misserfolg ist jedoch nicht darauf zurückzuführen, dass die Bewegung zu radikal ist und ‚enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten‘ oder das Oxymoron des ‚nachhaltigen Wachstums‘ annehmen muss. Es ist eher so, dass sie nicht radikal genug ist — noch nicht bereit, die zentralen, unsichtbaren Narrative infrage zu stellen, die unsere Zivilisation lenken. Im Gegenteil, die Bewegung selbst verkörpert sie.“
Charles Eisenstein, Philosoph und Vordenker für eine ökologische, vom Geld unabhängigere Lebensweise

„Wenn wir dieses Prinzip ignorieren, wird sich das symptomatische Fieber des Klimawandels nur weiter verschlechtern, unabhängig davon, welche makroskopischen Maßnahmen wir ergreifen, um die unmittelbaren Ursachen anzugehen. Diese Maßnahmen werden unwirksam sein oder sogar nach hinten losgehen, wie sie es jetzt schon tun, wenn wir nicht aus einem Narrativ heraus agieren, das jede Art, jeden Menschen, jeden Wald, jeden Fluss für sich wertschätzt und nicht nach ihrem instrumentellen Nutzen bewertet. Lasst uns den Krieg gegen den Klimawandel aufgeben und die Dinge neu bewerten, die von der Mentalität des Krieges ausgeschlossen werden. Paradoxerweise kann dann, und nur dann, das Fieber abklingen und der CO2-Gehalt sinken.“
Charles Eisenstein, Philosoph und Vordenker für eine ökologische, vom Geld unabhängigere Lebensweise

„Es gibt kein Ende der Geschichte, außer nach einem Atomkrieg oder auf einem Planeten, der durch den Klimabruch für Säugetiere und Menschen großflächig nicht mehr bewohnbar ist.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„US-Militärstützpunkte zerstören die Landschaft, belasten den Boden und vergiften das Trinkwasser. Auf dem Kadena-Stützpunkt in Okinawa hat die US-Luftwaffe den dortigen Boden und das Wasser mit gefährlichen Chemikalien, wie Arsen, Blei, polychlorierten Biphenylen, Asbest und Dioxin, verseucht. Darüber hinaus hat die US-Umweltschutzbehörde EPA über 149 aktuelle oder ehemalige Militärstützpunkte als Standorte für den Entschädigungsfond ausgewiesen, da die Umweltverschmutzung des Pentagons den dortigen Boden und das Grundwasser hochgefährlich für menschliches, tierisches und pflanzliches Leben gemacht hat.“
Medea Benjamin, Friedensaktivistin und Publizistin

„Wenn das Pentagon ein Land wäre, stünde es unter den größten Kohlendioxidemittenten der Welt an der 55. Stelle. Und sein Hauptzweck — Kriegsführung — ist mit Sicherheit die kohlenstoffintensivste Aktivität. (…) Die Tatsache, dass der Hauptfaktor des Klimawandels die Emission fossiler Brennstoffe ist, verleiht diesen Kriegen eine weitere düstere Ironie. Seit Jahrzehnten wird der starke militärische Fußabdruck der USA im Nahen Osten durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, den Zugang zu den Ölreserven der Region aufrechtzuerhalten.“
Murtaza Hussain, Journalist

„In ein paar Generationen kann eine organisierte menschliche Gesellschaft vielleicht nicht mehr überleben. Das müsste den Menschen ohne Unterlass klargemacht werden.“
Prof. Noam Chomsky, Linguist

„Es darf bezweifelt werden, ob das Militär tatsächlich nur den Schutz der Bevölkerung im Sinn hatte. Eine Studie aus jenen Jahren nimmt kein Blatt vor den Mund. Zweck von Project Cirrus sei es, ‚feindliche Truppen in Schnee und Regen festfahren zu lassen, Flugpisten so kostengünstig wie möglich vom Nebel zu befreien sowie angefachte Stürme mit bakteriellem oder radioaktivem Material zu infizieren.‘“
Hermann Ploppa, Politologe und Publizist

„Die Folgen der von den USA und ihren Verbündeten in mehreren Golfkriegen eingesetzten abgereicherten Uranmunition haben noch heute die Familien im Südirak und westlich von Bagdad, in Falluja zu tragen. Unzählige Kinder werden tot oder mit schweren Missbildungen geboren: mit offenem Rücken, zusammengewachsenen Beinen, außenliegender Blase, einem Auge oder auch gar keinem Auge, offenen Schädeln, um nur einige Beispiele zu nennen.“
Karin Leukefeld, Auslandskorrespondentin

„Doch nicht nur die ursprünglichen Bewohner der von den US-Truppen heimgesuchten Gebiete sind betroffen, auch die US-Soldaten und ihre Verbündeten selber werden krank: Lungenerkrankungen, Leukämie, Krebs, Knochenmarkserkrankungen und vieles mehr. US-Medien berichten regelmäßig, doch niemand zieht die Armee zur Rechenschaft. Die Kriegsveteranen fühlen sich allein gelassen.“
Karin Leukefeld, Auslandskorrespondentin

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Dieser Beitrag erschien am 23.11.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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22 Kommentare zu: “Die Stunde der Entscheidung

  1. Das sich auch bei Klima-Hysterikern die Vernunft bald einstellen müsste, wäre eigentlich voraussehbar.
    Jeder lag schon mal falsch, das ist völlig normal.
    Das Problem der korrumpierten KLIMA-WANDEL-WISSENSCHAFTLER ist m.E. ein psychologisches.
    Wie kommt man OHNE GESICHTSVERLUST wieder auf einen vernünftigen Weg, um den Dingen tatsächlich auf den Grund zu gehen?
    Und genau das betrifft doch zzt. ALLE Sparten der Politik.
    Korrumpierte Mehrheiten folgen dem Geld und bestimmen die Tagesordnung. Krieg, Sanktionen, Ausgrenzung, Rufmord…, um den eigenen Job zu sichern – und um die Schafherde zu lenken.
    Die Vernunft wird sich gegenüber gekauften Experten durchsetzen.

  2. Das beste was mir Heute zu Ohren gekommen ist das die Kanadische Regierung verlauten hat das der Weihnachtsmann aufgrund des Klimawandels nun zum Südpol gezogen ist….es wird immer besser….Hauptsache der Rubel rollt und die Walstreet bekommt neues Kapital und Anlegemöglichkeiten jetzt auch mit 300milliarden direkt aus dem Steuertopf der EU Dank demokratisch gewählter Flinten Uschi.

  3. Sind wir schon in Pohlmanns Ökodiktatur?

    Unfassbar! Der wurde doch selbst rausgekegelt und fordert nun eine Diktatur. Das ist doch pathologisch. Ist es so schlimm, dass nun die anderen auch leiden sollen?

    "Klimawandel-Leugner müssen sich neuen Veranstaltungsort suchen"

    tagesspiegel.de/politik/nh-hotelgruppe-laedt-eike-aus-klimawandel-leugner-muessen-sich-neuen-veranstaltungsort-suchen/25222726.html

  4. China, China über alles?

    businessinsider.de/in-china-koennte-2020-die-voellige-kontrolle-ueber-die-buerger-eintreten-2019-2

    Herr Pohlmann, sind Sie ganz persönlich bereits dazu?

    Ich nicht!

  5. Voll angekommen im System, die Steuergelder sprudeln, die Banken drucken schon wieder Knete. Schöne, neue Banken- und Batteriewelt!

    "EU-Kommission erlaubt direkte Förderung von Batteriefabriken"

    tagesspiegel.de/wirtschaft/subventionen-in-milliardenhoehe-eu-kommission-erlaubt-direkte-foerderung-von-batteriefabriken/25316682.html

  6. Die Stunde der Entscheidung? Dicke Lippe, hohes Risiko. Gewagt!

    Wie klingt das?

    Irgendwie klingt es nach 45 im Bunker, als dann Keitel General Wenck dazubringen sollte (ohne Erfolg), mit der 12. Armme in der Stunde der Entscheidung den Führer, Berlin, Deutschland, ja die ganze Welt zu retten.

    Wenn nun die FFF-Kinder das letzte Aufgebot sind, welche Rolle spielt dann Pohlmann?

  7. Die Klima-Hysteriker bleiben dabei.
    Um nun das Gesamt-System zu stürzen, werden Fakten verdreht, Gegen-Argumente ausgeblendet und die Physik verbogen.
    Kurz:
    Chris Hedges behauptet auf Rubikon, dass seit 1960 bis heute der 0,04%-ige CO2-Anteil in der Luft um 60% stark zugenommen habe – mit weiterer steigender Tendenz um 40%
    Das bedeutete, dass 1960 nur 0,016% an CO2 in der Luft vorhanden waren. Dumm nur. Bei diesem Wert würde SOFORT sämtliches Pflanzenwachstum beendet sein. Und das der Menschen auch. Warum dann idese Bevölkerungsexplosion seit 1960?
    Gehts´noch?

    Gleichzeitig wird die Physik verbogen.
    Dazu ist aber ein Blick in die chemischen Tabellen zur "Spezifischen Wärmekapazität" notwendig – statt emotionale interessengeleitete Hysterie zu verbreiten.
    Die besagt, dass die spezifische Wärmekapazität – welche in Formeln als "c" bezeichnet wird – eine Stoffkonstante ist. Sie gibt an, wie viel Wärmeenergie (Joule) von einem Körper aufgenommen oder abgegeben werden muss, damit sich die Temperatur von 1mol des Stoffes (22,40 Liter) um 1 Grad Celsius verändert.

    Denn das Spurenelement der Luft – CO2 – hat gem. Tabelle eine spezifizische Wärmekapazität von 37,2 Joule / mol*K. Sauerstoff und Stickstoff-, die zusammen einen Luft-Anteil von (20,80%+78,08%) = 98,88% aufweisen-, haben dagegen nur eine um 27% geringere spezifische Wärmekapazität als CO2. Nämlich 29,1 Joule /mol*K.

    Das würde m.E. bedeuten, dass eine Volumeneinheit mol Sauerstoff bzw. Stickstoff weniger Wärmeenergie benötigen, um 1 Grad C wärmer zu werden. Demnach werden sie also 27% schneller warm als CO2.
    Sollte ich bei dieser Annahme falsch liegen, bitte ich um Korrektur.
    Andernfalls bitte ich darum festzustellen, dass CO2 relativ zu O2 und N zur Kühlung der Luft beiträgt – und nicht zur Erwärmung.
    Da unsere Bundeskanzlerin Dokter der Physik ist, müsste sie das klären bzw. erklären können. Sollte sich ergeben, dass CO2 relativ eher kühlt statt erwärmt, dann müsste sie wegen Täuschung der Öffentlichkeit ZURÜCKTRETEN.

    https://de.wikibooks.org/wiki/Tabellensammlung_Chemie/_spezifische_W%C3%A4rmekapazit%C3%A4ten

    • In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation, die durch eine große ideologische Homogenisierung, eine Entleerung des politischen Raumes und einen massiven Abbau mühsam errungener demokratischer Substanz gekennzeichnet ist, ist jede Form außerparlamentarischer emanzipatorischer Bewegungen zu begrüßen.

      Bei dem lange verdrängten Thema einer drohenden Klimakatastrophe haben die Fridays for Future- und die Extinction Rebellion-Bewegung überhaupt erst wieder für die erforderliche mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Zugleich haben sie in der jüngeren Generation eine erfreuliche Repolitisierung bewirkt.

      Bereits das gibt Anlass zur Hoffnung. Denn immer größere Teile der Bevölkerung haben das Gefühl, dass ihre gesellschaftlichen Veränderungsbedürfnisse keine Adressaten mehr in der Politik haben. Dass nun gerade die jüngere Generation mit ihrer Revolte Wege zu einer demokratischen Selbstermächtigung sucht, sollte eigentlich nicht überraschen.
      (…)
      Erst wenn es ihnen gelingt, sich durch Einbettung in eine emanzipatorische Rahmengeschichte ein gedankliches Fundament zu geben, haben sie eine Chance auf Stabilität und politische Wirksamkeit. Das braucht Geduld. Wir dürfen daher an die Klimabewegungen im Moment keine überzogenen Ansprüche an ihre gedankliche Kohärenz stellen.
      (…)
      Die Eliten halten ein Stöckchen hin — in diesem Falle „Greta ist eine Euch alle unterdrückende Autorität!“ — und selbst sogenannte Aufgeklärte und Humanisten vergessen ihre Werte, Moral und Utopie, verkennen die faktische Lage und springen über das Stöcken, über das die Propaganda der Machteliten sie springen lassen will, und auf dem das Logo klebt „Kämpft gegen die Umweltbewegung, nicht gegen uns! Diskutiert über Unwichtiges, verkennt die Lage und die wahren Verantwortlichen! Zerstreitet und bekämpft euch gegenseitig!“

      Aus:
      Dienstag, 08. Oktober 2019, 15:58 Uhr
      ~26 Minuten Lesezeit
      Die neue Arche
      Im Interview mit Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke klärt Elitenkritiker Rainer Mausfeld über aktuelle Massenmanipulationen rund um die Themen globale Erwärmung und Umweltzerstörung auf.
      von Rainer Mausfeld, Jens Wernicke
      (Rubikon)

      Bereits im KenFM Gespräch erwähnte Herr Mausfeld die Ablenkungsmethode der Kleinteiligkeit. Anbei noch ein passendes Sprichwort:

      "Ein Experte weiß immer mehr über immer weniger, bis er am Ende von nichts alles weiß."

    • "…selbst sogenannte Aufgeklärte und Humanisten vergessen ihre Werte, Moral und Utopie, verkennen die faktische Lage und springen über das Stöcken"

      3x Pohlmann in einer Woche, dazu eine Menge copy und paste in speziell Ihren Kommentaren. Die Verzweiflung muss gross sein, dass nicht alle ueber Euer Stoeckchen springen.

    • Die ideologische Homogenisierung wird von Box beklagt. Da glaubt jeder, was er / sie / es und divers so will.

      In meiner Welt lachen sich alle kaputt über die Kliamdeppen.

      Und regen sich auf. Aber nicht passiv, denn die Eltern, die ich kenne, würden der Schulleitung Feuer unterm Arsch machen, wenn die die Pisakids auch noch zur Demo schleppen würden.

      Im Unterricht läuft ja schon Klima-Verdummung hoch und runter, aber den Normalen da draußen kann man nur Mut machen, dass auch diese Lüge platzen wird.

  8. Nicht so einfach, einen Kommentar zum Dirk Pohlmann-Interview zu schreiben, der bis auf seine einzige senile Stelle, dem strohdummen Reinfall auf eine der beiden dran Verdiener (Klima-Hysteriker-Mafia und Klimawandel menschgemacht Bestreiter-Mafia) ansonsten beispielgebend menschlich und mathematisch klug zugleich tickt. Aller logischer Menschenverstand verbietet doch hier jedwede a priori gefühlte, aber leider einseitige Positionierung allein nach Glaube und Wellenschlag. Ausgerechnet das 0,04 % Atmosphären-Spurengas Kohlendioxid für den Klimaverlauf hauptverantwortlich zu machen und speziell den vorgeblich menschengemachten Anteil daran, dass ist ein zweischneidiges Schwert. Nicht Spitze, sondern der Gipfel, lieber Dirk Pohlmann, sich so panisch zu verrennen. Ohne dieses Spurengas oder nur etwas weniger davon , sterben die Menschen und höheren Tiere nämlich an Mangel von Essen (Photosynthese adeeeee, hehehe!), mit ein wenig zu viel davon verbrennen wir wegen fürchterlicher zweier Plusgrade. Schlägt man sich also auf die Seite der Verhungerns-Förderer oder die des zwei Grad Hitzetodes? Sich da so eindeutig klar wie Du, lieber Dirk Pohlmann zu plazieren ist zwar sehr heldenhaft tapfer, Mut durch Dummheit aber ist weniger mein Ding. Man könnte ja am Ende als Trottel dastehen mehr risk als fun davontragen. Ich persönlich war da prinzipiell feige und Rückversicherer.
    Meine eigene Beschäftigung mit einer wesentlich anderen Streitfrage in Physik habe ich aus diesem Grunde nicht durch Parteinahme, sondern dialektisches Nachdenken geklärt und mir mit dem Nachdenk-Ergebnis zu 99,9 % die Kandidatur für einen Physik-Nobelpreis erworben. Nur für die Kreierung und Festschreibung eines einzigen winzigen Zehnwort-Satzes:
    “Jedweder zirkular umströmte Körper erfährt in seitlicher Anströmung eine Querkraft.”

    So ergibt sich dann pro Wort eine Nobelpreis-Brutto-Einnahme von 100.000 €uro. Vielleicht, lieber Dirk Pohlmann, führest (Konjunktiv von "Fahren") auch Du besser, nicht nur EIKE und die AfD sowieso Scheiße zu finden, sondern zuerst die wissenschaftlich mehrfach belegten Argumente dieser Gegenseite wenigstens prüfen zu lassen wenn Du selbst das nicht drauf hast. Um dann wie ich, den Stein der Weisen zu finden, beiden tödlichen Seiten (Verhungern oder Hitzetod) etwas eigen Geniales entgegenzusetzen. Vielleicht der NATO zu empfehlen, den auch indirekt durch deutsche Wähler vergeigten INF-Vertrag endgültig platt zu machen und endlich und schnellstens die amerikanischen Friedensraketen der Mittelstrecke dicht vor Moskau, in und um Westeuropa zu stationieren. Dann kann sogar ich es Dir garantieren, wird kein einziger Weltbürger mehr an Hunger oder Klimawandel durch Kohlendioxid sterben müssen, nur an E gleich m mal c-Quadrat. Was für ein bequem schnelleres Sterben.

    Was ist die Steigerung von Tod? Ausgestorben.

    Genau das blüht der Welt, wenn wir eine Mittelstrecken-Stationierung durch "demokratische Dafür-Abstimmung" unserer auch deutschen "Volksvertreter" in der UNO durchgehen lassen. Auf dem Gleis im Tunneldunkel stehend engagiert nach Motten zu jagen halte ich für weniger klug. Vor allem, wenn das zunehmend heller sichtbare Licht nicht das Ende des Tunnels ist, sondern die Lok-Scheinwerfer sind. Zusammenfassung: Lieber Dirk Pohlmann, außer klug, zutiefst menschlich und Felix-findig bist Du nachgewiesen teildement. Übersiehst den Wald wegen durch Busch und Baum versperrter Sicht. Übrigens noch ganz kurz zu Deinen wieder und wieder wiederholten Attacken auf EIKE: Ich als demnächst Physik-Nobelpreisträger hatte EIKE unlängst 101.000 €uro angeboten, sie in ihrer Wahrheits-Recherche zu fördern. Sie waren jedoch i n t e l l e k t u e l l außerstande, mein dort nachlesbares gewichtiges Angebot auch nur fachmännisch überhaupt prüfen zu können. EIKE hat mir damit ein unwiderlegbares Klugscheißer-Selbstzeugnis produziert, nämlich sich nicht für bare Kohle materiell, sondern ausschließlich ideologisch für intellektuellen Widerstand anzustrengen, mehr Angst vor bitterem Hunger-, als zwei furchbaren Celsius-Graden Wärmetod zu haben.

    • In Deutschland ist die Linke gespalten. Ein Teil ist aktiv in der Friedensbewegung. Und es gibt einen anderen Teil der Linken, der sich hin zu sozialen Bewegungen und Anti-Rassismus orientiert. Dieser Teil der Linken sagt zu dem anderen Teil, grob gesagt: Ihr seid schon Teil der russischen Faust, des russischen Imperialismus. Wie ist die Situation der Linken in Russland?

      Unsere Situation unterscheidet sich nicht. Die Katastrophe besteht darin, dass die linke Bewegung in Russland, in Deutschland und in den USA sich in einem entarteten Zustand befindet. Aber in der Natur gibt es nichts Ewiges. Es wird nicht immer so sein. Die Frage ist nur, welchen Preis das deutsche Volk und die deutschen Sozialdemokraten für die Einsicht bezahlen werden, damit sie verstehen, dass nicht der Schutz der ethnischen, der sexuellen oder anderer Minderheiten die Hauptaufgabe der Kommunisten ist. Die Kommunisten sind die, welche für die Interessen der Arbeiterklasse kämpfen.
      (…)
      Die Klasseninteressen, der Klassenkampf ist nicht verbunden mit der Hautfarbe und der sexuellen Orientierung. Sie sind verbunden mit der Rolle in der Produktion und solange die Linken auf der Welt die Produktion, die schmutzigen Werkstätten und die Arbeitenden unberücksichtigt lassen, kann es keine linke Bewegung geben.

      Die linke Bewegung befindet sich nach dem Tod der Sowjetunion in einer schweren Krise. Der Tod der Sowjetunion diskreditierte die linke Bewegung. Eine große Zahl von Menschen wurde demotiviert. Aber das heißt nicht, dass das schon der Schlusspunkt ist. Denn die progressiven Kräfte werden hervortreten, wenn die Menschheit nicht sterben und verschwinden will, was auch eine Möglichkeit ist, die man nicht ausschließen kann.

      Aus:
      Dienstag, 13. März 2018, 11:34 Uhr
      ~23 Minuten Lesezeit
      Was tun gegen die Kriegsgefahr?
      Der russische Journalist Konstantin Sjomin erklärt im Rubikon-Interview, wie der gewollte große Krieg zu verhindern ist.
      von Ulrich Heyden
      (Rubikon)

      Und:
      Krieg und Neoliberalismus stehen nicht mehr im Mittelpunkt des zivilgesellschaftlichen Widerstandes. Ein von konzerneigenen Stiftungen finanziertes Netz nichtstaatlicher Organisationen hat den gesellschaftlichen Widerstand zerstückelt. Die Bewegungen gegen die Globalisierung und gegen den Krieg wurden gespalten. Die Wirtschaftskrise wird nicht mehr in Zusammenhang mit den imperialistischen Kriegen der USA gebracht.

      Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.

      Aus:
      Donnerstag, 01. März 2018, 10:00 Uhr
      ~9 Minuten Lesezeit
      „Progressive“ Kriegstreiber
      Auch „linke Intellektuelle“ fordern den „Regime Change“ in Syrien.
      von Rubikons Weltredaktion
      (Rubikon)

      Sie sehen egal welches Teilproblem sie angehen, sie bleiben beim gleichen Adressaten. Dem System, seinen hauptsächlichen Protagonisten, sowie Handlangern.

      Und denken sie daran, "hierzulande aber kommt das »Zukunftsdenken« nur zu denen, die erwarten können, eine Zukunft zu haben."

  9. Anbei der Hinweis auf Götz Eisenbergs sehr lesenswerten Artikel, veröffentlicht bei den NachDenkSeiten:

    Die entfaltete Tauschgesellschaft betreibt einen zeitgemäßen Midas-Kult. Dem antiken phrygischen König Midas, dem Dionysos den Wunsch gewährte, dass alles, was er berührte, zu Gold werde, wurde seine Gier fast zum Verhängnis, weil er buchstäblich zu verhungern drohte. Die kapitalistische Gesellschaft basiert darauf, das Habenwollen als Ersatz für all das anzubieten, wonach noch nicht gänzlich zerstörte und desensibilisierte Menschen sich sehnen: Nähe zu und einen solidarischen Umgang mit anderen Menschen, eine sinnstiftende Tätigkeit und die Gelegenheit, sich als jemand zu erleben, der sich entfalten und seine noch nicht gelebten Möglichkeiten entwickeln kann. In der Gesellschaft des losgelassenen Marktes, die den Tauschwert noch zur Leitwährung der menschlichen Intimität erhebt und alles nach seinem ökonomischen Wert und seiner Nützlichkeit beurteilt, drohen die Menschen schließlich am Befriedigungsersatz des Habens zu ersticken. Alles ist Zichorie und rutscht in die Funktionale. Allenthalben herrschen ungelebtes Leben und „wunschloses Unglück“ (Peter Handke).
    (…)
    Die Fixierung der gegenwärtigen Debatten auf den durch CO2-Ausstoß verursachten „Klimawandel“ rückt das Problem, vor dem die Menschheit steht, in den Bereich des technisch Regel- und Machbaren. Deswegen genießen er und die Bewegungen, die sich an ihm festmachen, gegenwärtig eine derart große Aufmerksamkeit und Beliebtheit. Die jungen Leute von Fridays for Future werden von Teilen der herrschenden Klasse hofiert, ja geradezu umarmt. Sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht vor ihren Karren spannen lassen. Deren Interesse besteht darin, eine Bewegung zu stärken, die sich in immanenter und realitätsgerechter Empörung erschöpft: Wir müssen nur auf E-Mobilität umrüsten, und schon kann alles so weitergehen wie gehabt. Wir müssen nichts an unserer Art zu produzieren und das Produzierte zu konsumieren ändern, wir müssen nichts an unserem Naturbezug ändern und vor allem müssen wir die Eigentumsverhältnisse nicht antasten. Mit all dem hat der Klimawandel nichts zu tun. Jonathan Franzen hat in seiner Essay-Sammlung Das Ende vom Ende der Welt geschrieben:

    „Der Klimawandel hat viel mit dem ökonomischen System gemein, das ihn beschleunigt. … Er harmonisiert auch prima mit der Technologieindustrie, indem er die Vorstellung befördert, dass allein die Technik, sei es durch die Effizienz des Fahrdienstvermittlers Uber, sei es durch einen Geniestreich des Geo-Engineering, das Problem der Treibhausgase lösen kann. Als Narrativ ist der Klimawandel fast so simpel wie ‚Märkte sind effizient‘. Was erzählt wird, braucht weniger als hundertvierzig Zeichen: Wir nehmen CO2, das zuvor gebunden war, und pumpen es in die Atmosphäre, und wenn wir nicht damit aufhören, stecken wir in der Scheiße. Naturschutz dagegen ist romanhaft.“

    Mit einem Terminus von Michel Foucault könnte man sagen: Das Konzept „Klimawandel“ ist ein „Dispositiv der Macht“, das dem Versuch dient, die durch das Raubbauverhältnis des Kapitals zur inneren und äußeren Natur ausgelösten Selbstzerstörungsprozesse des industriell-kapitalistischen Systems auf eine Weise zu stoppen, die den Fortbestand des Systems nicht gefährdet. Deswegen ist es wesentlich, den braven, grünen Teil der Protestbewegung vom radikalen, antikapitalistischen Teil zu trennen, jenen zu hofieren und zu päppeln, diesen zu bekämpfen und wenn nötig zu kriminalisieren. Das Kapital bedient sich gelegentlich oppositioneller Bewegungen, um eine neue Stufe seiner Entwicklung zu erklimmen. Um das Ganze zu retten, müssen Teile geopfert werden.

    Der Umstieg der kapitalistischen Produktionsweise von fossilen Energieträgern auf erneuerbare stößt auf Widerstände im eigenen Lager und kann deshalb nur durchgesetzt werden, wenn er sich auf Bewegungen und politische Kräfte stützen kann, die diesen Umbau propagieren, ohne die Markt- und Kapitallogik als Ganze in Frage zu stellen. Diese politische Kraft ist die Partei Die Grünen. Die Fridays-for-Future-Bewegung nähme ihre Zerschlagung in eigene Regie, wenn sie sich als deren außerparlamentarischer Arm verstünde und sich in ihren Zielsetzungen entsprechend begrenzen und verharmlosen ließe.

    Im Sinne Jonathan Franzens umfasst wahrhafter Naturschutz also weit mehr als „Klimawandel“. Er schließt die weltweite Abholzung der Wälder und die industrialisierte Landwirtschaft, die Zerstörung der Habitate, das Ausplündern der Fischgründe und Grundwasserleiter, den Einsatz von Pestiziden und den Plastikmüll, die Verbreitung invasiver Arten mit ein. Das Elend der Wildvögel und der zum Schlachtvieh und zur Ressource denaturierten Tiere schreit zum Himmel. Der Mensch steht mittels kapitalfixierter Technik, Wissenschaft und Industrie „in der Natur wie eine Besatzungsarmee im Feindesland“, heißt es bei Ernst Bloch. Es ginge darum, diese Armee abzuziehen, radikal abzurüsten und unser Verhältnis zur Natur auf eine andere, konviviale Grundlage zu stellen. Wir benötigen eine qualitativ andere Gesellschaft, einen Sozialismus der Verlangsamung, der Entbrutalisierung des Umgangs zwischen Mensch und Natur, der an die Stelle der wildgewordenen betriebswirtschaftlichen Ökonomie eine „Ökonomie des ganzen Hauses“ (Negt) setzt. Deren Rationalitätskriterien wären nicht länger der Markt- und Kapitallogik entnommen, sondern sie bezöge ihre Kriterien aus den Maximen einer sinnlichen und ökologischen Vernunft. Noch nie war es so dringlich, dass eine zur Vernunft gekommene Menschheit die Kontrolle über die ökonomischen Prozesse zurückgewinnt, diese in eine lebendige Gesellschaftlichkeit einbindet und vernünftigen Zielen unterstellt.

    Aus:
    Tier-Cafés – Kuschelroboter – Klimawandel
    08. Dezember 2019 um 11:45 Ein Artikel von Götz Eisenberg | Verantwortlicher: Redaktion

  10. Das wird mein letzter Kommentar zu Herrn Pohlmann.

    Sein schriller Alarmismus über die drohende menschengemachte, CO2 getriebenen Klimakatastrophe spielt nur den sogenannten Eliten in die Hände. Und Herr Pohlmann weiß das und schreibt es selber:
    "Je weniger Zeit wir haben, die Dinge in den Griff zu bekommen, umso radikaler werden die Maßnahmen werden. Unsere Regierungen haben 30 Jahre verplempert. Ich will keine Diktatur. Ich will überleben. Ich will, dass meine Kinder eine Zukunft haben. Zwischen diesen Wünschen sollte, verdammt noch mal, kein Widerspruch entstehen.
    Und ich behaupte: Die Öko-Diktatur werden die Neoliberalen einführen, nicht die Ökos. Das die vor den bösen Ökos warnen, ist lächerlich. Welche Macht haben die denn? Wie viele Divisionen gehorchen ihrem Kommando? Welche Finanzinstitutionen dominieren sie?
    Revolution? Blutvergießen? Das können die Neoliberalen. Die Neoliberalen werden die Katastrophe, die sie selbst zu verantworten haben, nutzen, um die Macht ein für alle Mal zu zementieren."

    Offenbar hat er keine Perspektive mehr – kann aber nicht aufhören zu schreiben wie gewohnt. Nämlich so, als würde er aufklären. Aber er verwirrt und verdunkelt.

    Ja, Herr Pohlmann, seine Gewohnheiten zu ändern ist schwer. Nicht nur für die Anderen.
    Wie wär es mit einer gründlichen Besinnungspause ?
    Herr Manns Rat gab ja auch Anlass zur Besinnung.

  11. Freud'sche Fehlleistung, das Titelbild sagt wieder alles? Man gewinnt den Eindruck der Klimawandel ist fuer einige das trojanische Pferd fuer den Systemwechsel. Insbesondere da man ja echt Alternatives nicht zu bieten hat… Solar, Wind, Wasserstoff und Oekodiktatur.

    • 'Oekodiktatur, hm.. warum der c. fleck dem compact-magazin ne titelvogabe samt präsens in persona evaluierte, hat mir bis dato noch niemand beantwortet …

    • Wenn man sich mal ueberlegt wer so alles auf diesen Zug aufgesprungen ist koennte man schon ins Gruebeln kommen, u.a.

      https://cloud.google.com/visualize-2030/

    • oh.. also setzten 'werkstätten nun die 'werkstattarbeit unter generalverdacht? großes kino

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