Die unbequeme Wahrheit

„Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen“, erklärt Dirk Pohlmann im Exklusivinterview zum ersten Rubikon-Buch.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Könnte es vielleicht damit zusammenhängen, dass auch wir endlich einmal unsere „Komfortzone“ verlassen müssten? Endlich einmal unsere Erwartung kritisch hinterfragen, andere, die Politiker könnten das Klimaproblem für uns lösen, während wir weiterhin verschwenderisch unseren Lebensstil leben, für den, würde die ganze Welt so leben wie wir, wir mindestens zwei oder wahrscheinlich sogar drei Erden bräuchten?

Mit Komfortzone-Verlassen ist aber auch gemeint, auf die Straße zu gehen, unseren wütenden Protest über das gefährliche Spiel mit der Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen kundzutun und nicht nur am Computer zu sitzen und in den Kommentarspalten unseren Senf zu allem dazu zu geben.

Dirk Pohlmann, einer der derzeit investigativsten Journalisten im deutschsprachigen Raum, wirkt bei diesem Videointerview recht entspannt. Obwohl er zwischen zwei Reisen nur kurz Zeit für uns hat, bleibt Pohlmann sachlich, gelassen und kommt wie immer präzise auf den Punkt.

„Wenn wir über globale Erwärmung sprechen, müssen wir auch über den notwendigen Systemwandel sprechen“, so Pohlmann. Dahinter verbirgt sich natürlich auch eine heftige Ohrfeige für den Neoliberalismus, der seit über 40 Jahren Kritik an unserer verschwenderischen Lebensweise systematisch unterdrückt und den Raubbau an unserer Natur weiter beschleunigt.

Da wird also in unserer Gesellschaft munter diskutiert und gespalten, um den Bürger bei diesem Thema grundlegend in die Irre zu führen, damit er seinen gesunden Menschverstand nicht gebraucht.

Quizmaster Robert Lemke fragte einst in seiner Sendung „Wer bin ich?“: Welches Schweinderl hätten sie denn gerne? So frage ich Sie heute: Welches Untergangsszenario hätten Sie denn gerne? Von der Sonne verbrannt zu werden? Eine Trinkwasser- oder Nahrungsmittelnot? Einen großen Krieg mit Atomwaffen? Eine weltweite Umweltkatastrophe à la Fukushima oder Tschernobyl? Oder wäre Ihnen der Erstickungstod lieber, weil uns nach und nach der Sauerstoff zum Atmen ausgeht?

Überlegen Sie kurz, bevor Sie antworten oder lesen Sie am besten das neue Rubikon-Buch „Die Öko-Katastrophe“ — mit vielen namhaften Autoren und Wissenschaftlern, die ihr Handwerk verstehen und wissen, dass wir uns, wenn wir so weiter machen, im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode debattieren.



Mit Beiträgen von Noam Chomsky, Rainer Mausfeld, Chris Hedges, Charles Eisenstein, Franz Ruppert, Ullrich Mies, Nafeez Ahmed, Karin Leukefeld, Florian Kirner, Dirk Pohlmann, Sven Böttcher, Steffen Pichler, Jonathan Cook, Susan Bonath, Wolfgang Pomrehn, Stephan Bartunek, Roland Rottenfußer, Peter H. Grassmann, Murtaza Hussain, Klaus Moegling, Caitlin Johnstone, Medea Benjamín, Anselm Lenz, Felix Feistel, Nicolas Riedl, Jens Bernert, Hermann Ploppa und Jens Wernicke.


Stimmen zum Buch:

„Das Thema Umwelt treibt viele um und ist zugleich hochexplosiv. Ich finde es wichtig und richtig, dass sich der Rubikon hier klar positioniert und sagt, dass der Klimawandel eine große Herausforderung darstellt und wir mehr erneuerbare Energien benötigen.“
Dr. Daniele Ganser, Friedensforscher

„Die aktuell größten Bedrohungen für das Überleben der Menschheit stellen die beständig wachsende Gefahr eines großen Krieges sowie die immer gravierendere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dar. Zeit, dass entschlossen gegen die Propaganda in beiden Bereichen vorgegangen und so immens wichtige Aufklärung geleistet wird.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„In Zeiten massiver sozialer Kämpfe und medial organisierter Massenverwirrung ist es das besondere Verdienst des Online-Magazins Rubikon, der Umweltdebatte neue Impulse zu geben. Die katastrophalen Langzeit-Trends weltweit kollabierender Ökosysteme zeigen in aller Deutlichkeit, dass ein begrenzter Planet mit hirnrissigen Wachstumsideologien marktradikaler Herrschaftscliquen unvereinbar ist. Rubikon leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit.“
Ullrich Mies, Politikwissenschaftler und Publizist

„Menschen traumatisieren ihre Mitwelt, weil ihre Innenwelt traumatisiert ist. Sie stellen das Chaos in ihrem Inneren in ihrer Außenwelt her. Umweltzerstörung ist Ausdruck ihrer Destruktivität als Folge ihrer Traumabiografie. Wer jedoch seinen inneren Frieden findet, muss auch seine Mitwelt nicht mehr zerstören. Frieden findet, wer seinen Schmerz in Mitgefühl für sich selbst und andere verwandelt.“
Prof. Franz Ruppert, Traumaforscher


Stimmen aus dem Buch:

„Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im Wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten. Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht.“
Prof. Noam Chomsky, Linguist

„Die herrschenden Eliten und die Konzerne, denen sie dienen, sind die Haupthindernisse für Veränderung. Sie können nicht reformiert werden. (…) Wir müssen die Macht übernehmen. Und da die Eliten ihre Macht nicht freiwillig abgeben werden, müssen wir sie uns durch gewaltfreie Aktionen nehmen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Unsere Geschichte ist nicht neu. Die eklatanten Lügen und Dummheiten der unfähigen und korrupten Eliten. Die Unfähigkeit, die kostspieligen, endlosen Krieg aufzuhalten und die gigantischen Ausgaben für das Militär zu senken. Die Plünderung einer belagerten Bevölkerung durch die Reichen. Die Zerstörung des Ökosystems. Der Zerfall und die Aufgabe einer einst effizienten Infrastruktur. Der Zusammenbruch der Institutionen, die einen funktionierenden Staat aufrechterhalten, von der Bildung bis zur Diplomatie. Die Welt hat all das schon gesehen. Es ist die altbekannte Krankheit des Endes einer Zivilisation.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Was sind die Technokraten und Wissenschaftler, die uns erzählen wollen, dass Bildung und westliche Zivilisation uns in rationale Wesen verwandeln können, anderes als Schamanen? Und was sind die Konzern-Titanen, die ein Vermögen mit ihren Waffen, Chemikalien, fossilen Brennstoffen oder umweltzerstörerischer Tierzuchtindustrie machen, anderes als Menschenopfer fordernde Hohepriester?“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Je mehr Greta Thunberg die angstmachenden Emotionen zur Sprache bringt, dass wir als Spezies kurz vor dem Aussterben stehen — wie sie es, erfüllt von zitternder Wut, auf dem UN-„Aktionsgipfel“ zur Klimakrise im September 2019 tat —, desto mehr strengt sich ein Teil der progressiven Linken an, ihrer Rolle als Akteurin des Wandels zu widerstehen.“
Jonathan Cook, Journalist

„Der Beweis, dass man Thunberg nicht trauen kann, scheint der zu sein, dass sie jetzt so viel Aufmerksamkeit erhält. Die Massenmedien gehören Großkonzernen, und wenn sie bereit sind, Thunbergs Beschwerden zu verbreiten, muss das darauf zurückzuführen sein, dass sie ihren, also den Konzern-Absichten dient. Thunberg sei ein Werkzeug der Reichen und Mächtigen, wird es uns gesagt, ob sie es selbst nun versteht oder nicht. Was immer sie uns auch mitteilt, wie scharf sie diejenigen, die uns regieren, auch kritisiert, die Wahrheit sei nun einmal, dass ihren Argumenten nicht zu trauen sei, weil sie diese auf Konzernplattformen zum Ausdruck bringt.“
Jonathan Cook, Journalist

„‚31 Seiten Schocklektüre‘ — so hatte Spiegel Daily eine Studie betitelt, deren Autoren im Auftrag der Firma Shell die Risiken des Klimawandels beschrieben. Das war 1986. Die Studie war verdammt präzise. Nicht nur die kontinuierliche Erwärmung, auch die Zunahme extremer Wetterereignisse und Gefahren für die Bewohnbarkeit weiter Teile des Globus wurden als sehr wahrscheinlich vorhergesagt — ziemlich zutreffend, wie wir heute wissen. Die Studie zeigte auch, dass der einzige verantwortbare Weg aus dieser Bedrohung die Aufgabe der fossilen Brennstoffe war, des Geschäftskerns von Shell. Aber Shell entschied sich dagegen, gegen den Rat seiner eigenen Wissenschaftler, die einen „nach vorne schauenden Ansatz gemeinsam mit den Regierungen“ empfahlen. Die Vorstände erklärten das Dokument als streng geheim und beschlossen eine Politik des organisierten Anzweifelns und Zuwartens.“
Dr. Peter H. Grassmann, Publizist und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss

„Hinter schillernden Namen, wie dem American Enterprise Institute, Heartland Institute, Competitive Enterprise Institute, verbergen sich Lobbyorganisation, die mit Desinformationskampagnen insbesondere in den USA das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Klimawissenschaften zu untergraben versuchen. Finanziert werden sie unter anderem von den Brüdern Charles und David Koch, Multimilliardäre, die für ihre Unterstützung der rechten Tea-Party-Bewegung bekannt sind und unter anderem erhebliche Beteiligungen am besonders klimaschädlichen Teersandgeschäft in Kanada haben.“
Wolfgang Pomrehn, Physiker, Autor und Publizist

„Besonders absurd, speziell bezogen auf die Partei der Republikaner, erscheint eine weitere PR-Strategie, die Luntz seinen Kunden vorschlägt. Sie sollten in ihren öffentlichen Äußerungen herausarbeiten, dass es gerade die weniger Betuchten seien, die unter Umwelt-Regulierungsmaßnahme zu leiden hätten. Dass das kalte Herz der vielleicht mächtigsten Unterstützer-Partei der neoliberalen Globalisierung jetzt ausgerechnet für die Armen schlägt, dient dabei einem klaren manipulativen Ziel: Der ‚einfache‘ Amerikaner soll gegen Maßnahmen zum Umweltschutz eingenommen werden, vor allem dort, wo diese höhere Preise zur Folge hätten.“
Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

„Ihnen war klar, dass sie bewaffnete Wachleute brauchen würden, die ihre Anwesen vor dem wütenden Mob schützten. Aber wie sollten sie diese Wachen bezahlen, wenn Geld wertlos war? Was würde die Wachleute davon abhalten, ihre eigene Anführerin zu wählen? Die Milliardäre überlegten, die Nahrungsvorräte mit speziellen Schlössern zu sichern, deren Zahlenkombination nur sie kannten. Oder die Wachen als Gegenleistung für ihr Überleben mit irgendeiner Art von disziplinierendem Halsband auszustatten. Oder vielleicht Roboter zu bauen, die als Wächterinnen und Arbeiterinnen dienen – falls sich diese Technologie rechtzeitig entwickeln ließe.“
Douglas Rushkoff, Autor und Dokumentarfilmer

„Seit ‚Die Grenzen des Wachstums‘, dem Bericht an die Klimaschutzorganisation Club of Rome aus den Jahren 1971/72, ist fast alles über das Umweltproblem des Menschen auf dem Planeten Erde bekannt. (…) Wir wissen, dass die Menschheit, also wir alle, den einzigen Planeten, den wir haben, durch die marktwirtschaftliche Produktionsweise zerstört und dabei ist, ihn früher oder später für Menschen unbewohnbar zu machen.“
Anselm Lenz, Kulturwissenschaftler und Dramaturg

„Klimaschutz stellt zahlreiche Geschäftsmodelle infrage. Viele Konzerne sehen sich und ihre Gewinne in Gefahr und versuchen seit Jahrzehnten – mit aller Macht, obskuren ‚Instituten‘ und zahllosen Tricks – Zweifel zu sähen und die Transformation aufzuhalten oder zumindest hinauszuschieben.“
Wolfgang Pomrehn, Geophysiker und Journalist

„Die aktuelle Situation ist doch viel ernster. Zwar ist alles Leben auf der Erde schon fünfmal weitgehend ausgestorben, sie hat also zwischen 50 und 80 Prozent ihrer Bewohner verloren – und beileibe nicht immer wegen kosmischer Kiesel, vulgo Asteroiden. Erderwärmung und CO2 waren zuletzt vor 250 Millionen Jahren Ursache für einen 5-Grad-Temperaturanstieg und das weitgehende Ende der Planetenbesiedlung. Doch im Unterschied zu heute wussten unsere Vorfahren nicht, was sie gegen dieses drohende Ende versuchsweise hätten unternehmen können. Wir wissen es. Aber wir machen es nicht. Deshalb ist unser zeitnahes Aussterben nicht nur ein bisschen tragisch, sondern ich empfinde es vor allem als peinlich.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Jene, die im globalen Süden leben, leiden und sterben bereits jetzt an den Effekten der weltweiten Erwärmung, für die die reichen Industrienationen des globalen Nordens die größte Verantwortung tragen. Die reichsten 0,54 Prozent der Weltbevölkerung, das heißt, 42 Millionen Menschen, sind für mehr Emissionen verantwortlich als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das heißt, 3,8 Milliarden Menschen. Diese Eliten opfern die Ärmsten des Planeten, während sie sich selbst in der sozialen und wirtschaftlichen Hierarchie emporarbeiten, um uns alle auszulöschen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Die mathematischen Modelle für die Zukunft des Planeten ergeben drei verheerende Verläufe: das massive Aussterben von etwa 70 Prozent der menschlichen Population und eine darauf folgende unsichere Stabilisierung; das Aussterben des Menschen und der meisten anderen Spezies; eine sofortige und radikale Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft, um die Biosphäre zu schützen und sie vielfältiger und produktiver zu machen.“
Chris Hedges, Journalist und Pulitzer-Preisträger

„Sicherlich werden wir, bei all dem Gerede über die gewaltigen, umfassenden Veränderungen, die erforderlich sind, um eine Klimakatastrophe abzuwenden, (…) nicht den schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt übersehen, nur weil einige Mitarbeiter von Denkfabriken und ihre plutokratischen Sponsoren der Meinung sind, dass es für die US-zentralisierte Machtallianz wichtig sei, ihre totale globale Hegemonie beizubehalten? Sollten wir also immense, weitreichende Veränderungen vorhaben, dann wäre die völlig unnötige weltumspannende US-Kriegsmaschinerie der naheliegende Ausgangspunkt.“
Caitlin Johnstone, Journalistin und Guerilla-Poetin

„Das so von der Großindustrie gesponserte Heartland-Institut gehört zum Atlas Network, das der britische Unternehmer und Wirtschaftsförderer Anthony Fisher 1981 zum Aufbau und zur internationalen Vernetzung neoliberaler beziehungsweise rechtslibertärer Denkfabriken gegründet hatte. Fisher war Mitglied der Mont Pelerin Society. Der neoliberale Vordenker Friedrich August von Hayek hatte diese Stiftung 1947 in der Schweiz gegründet. Unter Obhut von Atlas, gesponsert von Mont Pelerin, schossen in den 1980ern und 90ern Hunderte neoliberale Denkfabriken in 95 Ländern aus dem Boden und vernetzten sich. Nachdem Ende der 1980er Jahre wissenschaftliche Prognosen zur klimatischen Entwicklung an die Öffentlichkeit geraten waren, widmeten sich die Think Tanks (…) vor allem dem Verhindern von Umwelt- und Klimaschutz im Sinne der Industrie. (…) Auf dem Programm (…) steht seither die Diskreditierung von Wissenschaftlern und Leugnung ihrer Thesen ganz oben. Die Industrie honoriert es fürstlich.“
Susan Bonath, freie Journalistin

„Mit dem Erfolg oder dem Scheitern entscheidender Maßnahmen gegen die Erderwärmung wird innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre über die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln entschieden. Es wird außerdem darüber entschieden, welche Flüchtlingsströme bisher unbekannter Dimension entstehen und welche Kriege ausgelöst werden. Denn es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kriege geben, die durch die globale Erwärmung verursacht werden. Das ist nicht etwa die Einschätzung einiger alarmistischer Angehöriger der Klimareligion oder panischer Greta-Jünger, wie uns professionelle PR-Agenten und Lobbyisten einreden wollen. Es ist die interne Einschätzung der Generalstäbe der größten Militärapparate der Welt (…).“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Den ökonomischen Zentren der Macht geht es daher darum, heute schon die gesellschaftlichen Plätze für die durch eine Klimakatastrophe hervorgerufenen schweren sozialen Verwerfungen zu ihren Gunsten festzuzurren und entsprechend Platzkärtchen für Gewinner und Verlierer zuzuweisen. Diejenigen, die heute schon zu den Verlierern gehören, sollen auch dann — und zwar in verschärfter Weise — wieder zu den Verlierern gehören.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„Aus der Skeptiker-Sicht gilt es, den linken, okkultistischen sowie von Soros finanzierten Plan zum Ende der fossilen Brennstoffe zu verhindern. EIKE will mehr Braunkohleförderung und Verbrennung in Kraftwerken, mehr Atomenergie, weniger Solar- und Windenergie. Es geht um die Freiheit und um Fridays for Hubraum.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Wir stehen also vor der überraschenden Tatsache, dass die US-Republikaner entlang dieser Bruchlinie in zwei Teile zerfallen. Da sind einerseits die Militärs, die „National Security“ als höchsten Wert betrachten und den Klimawandel als große Gefahr ausgemacht haben. Sie nehmen ihn ernst, todernst. Und es gibt andererseits die Wirtschafts- und Öl-Republikaner, die den Kapitalismus als Zentralheiligtum der USA anbeten, der gebenedeit ist unter den Ideologien, in Ewigkeit, Amen.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, müssen wir dringend etwas ändern. Wenn sie nicht menschengemacht ist, müssen wir erst recht dringend etwas ändern. Die „Mad-made“-Diskussion ist somit überflüssig. Wir müssen so oder so handeln.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Bedauerlicherweise werden wir derzeit von Phantasielosen und Psychopathen angeführt. Aber es sollte uns doch Hoffnung geben, dass es sich bei diesem ernstlich gestörten Grüppchen nur um höchstens 10 Prozent von uns handelt. Nur diese 10 Prozent stehen zwischen uns und der Zukunft, und das einzige, was wir benötigen, um sie zu vertreiben, ist eine neue Erzählung. Der Rest ergibt sich dann von selbst.“
Sven Böttcher, Schriftsteller und Drehbuchautor

„Unfassbar viel Gehirnaktivität wird aufgewendet — nicht um das Richtige zu tun, sondern um dem dummen Volk das Falsche marketingpsychologisch smart zu verkaufen.“
Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

„Das Klimaproblem ist untrennbar mit der Frage verbunden, in welcher Art von Gesellschaft und in welcher Wirtschaftsordnung wir nicht nur überleben, sondern auch menschenwürdig leben können. Dabei geht es buchstäblich um alles, nämlich die menschliche Zivilisation.“
Prof. Rainer Mausfeld, Kognitionsforscher

„Dass dieser Schrecken des Klimawandels so gut zu unserer gewohnten Denkweise passt, sollte uns zum Innehalten veranlassen. Es bedeutet nicht, dass der Klimawandel nicht alarmierend ist oder dass der Mensch ihn nicht verursacht hat, aber es deutet darauf hin, dass unsere Herangehensweise an das Problem den psychischen und ideologischen Unterbau des Systems zu stärken vermag, das den Planeten verschlingt. Dies ist besonders wichtig, da sich die Aktivisten nahezu uneingeschränkt darüber einig sind, dass die Bemühungen zur Begrenzung der Kohlenstoffemissionen kläglich gescheitert sind. Dieser Misserfolg ist jedoch nicht darauf zurückzuführen, dass die Bewegung zu radikal ist und ‚enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten‘ oder das Oxymoron des ‚nachhaltigen Wachstums‘ annehmen muss. Es ist eher so, dass sie nicht radikal genug ist — noch nicht bereit, die zentralen, unsichtbaren Narrative infrage zu stellen, die unsere Zivilisation lenken. Im Gegenteil, die Bewegung selbst verkörpert sie.“
Charles Eisenstein, Philosoph und Vordenker für eine ökologische, vom Geld unabhängigere Lebensweise

„Wenn wir dieses Prinzip ignorieren, wird sich das symptomatische Fieber des Klimawandels nur weiter verschlechtern, unabhängig davon, welche makroskopischen Maßnahmen wir ergreifen, um die unmittelbaren Ursachen anzugehen. Diese Maßnahmen werden unwirksam sein oder sogar nach hinten losgehen, wie sie es jetzt schon tun, wenn wir nicht aus einem Narrativ heraus agieren, das jede Art, jeden Menschen, jeden Wald, jeden Fluss für sich wertschätzt und nicht nach ihrem instrumentellen Nutzen bewertet. Lasst uns den Krieg gegen den Klimawandel aufgeben und die Dinge neu bewerten, die von der Mentalität des Krieges ausgeschlossen werden. Paradoxerweise kann dann, und nur dann, das Fieber abklingen und der CO2-Gehalt sinken.“
Charles Eisenstein, Philosoph und Vordenker für eine ökologische, vom Geld unabhängigere Lebensweise

„Es gibt kein Ende der Geschichte, außer nach einem Atomkrieg oder auf einem Planeten, der durch den Klimabruch für Säugetiere und Menschen großflächig nicht mehr bewohnbar ist.“
Dirk Pohlmann, Autor und Publizist

„US-Militärstützpunkte zerstören die Landschaft, belasten den Boden und vergiften das Trinkwasser. Auf dem Kadena-Stützpunkt in Okinawa hat die US-Luftwaffe den dortigen Boden und das Wasser mit gefährlichen Chemikalien, wie Arsen, Blei, polychlorierten Biphenylen, Asbest und Dioxin, verseucht. Darüber hinaus hat die US-Umweltschutzbehörde EPA über 149 aktuelle oder ehemalige Militärstützpunkte als Standorte für den Entschädigungsfond ausgewiesen, da die Umweltverschmutzung des Pentagons den dortigen Boden und das Grundwasser hochgefährlich für menschliches, tierisches und pflanzliches Leben gemacht hat.“
Medea Benjamin, Friedensaktivistin und Publizistin

„Wenn das Pentagon ein Land wäre, stünde es unter den größten Kohlendioxidemittenten der Welt an der 55. Stelle. Und sein Hauptzweck — Kriegsführung — ist mit Sicherheit die kohlenstoffintensivste Aktivität. (…) Die Tatsache, dass der Hauptfaktor des Klimawandels die Emission fossiler Brennstoffe ist, verleiht diesen Kriegen eine weitere düstere Ironie. Seit Jahrzehnten wird der starke militärische Fußabdruck der USA im Nahen Osten durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, den Zugang zu den Ölreserven der Region aufrechtzuerhalten.“
Murtaza Hussain, Journalist

„In ein paar Generationen kann eine organisierte menschliche Gesellschaft vielleicht nicht mehr überleben. Das müsste den Menschen ohne Unterlass klargemacht werden.“
Prof. Noam Chomsky, Linguist

„Es darf bezweifelt werden, ob das Militär tatsächlich nur den Schutz der Bevölkerung im Sinn hatte. Eine Studie aus jenen Jahren nimmt kein Blatt vor den Mund. Zweck von Project Cirrus sei es, ‚feindliche Truppen in Schnee und Regen festfahren zu lassen, Flugpisten so kostengünstig wie möglich vom Nebel zu befreien sowie angefachte Stürme mit bakteriellem oder radioaktivem Material zu infizieren.‘“
Hermann Ploppa, Politologe und Publizist

„Die Folgen der von den USA und ihren Verbündeten in mehreren Golfkriegen eingesetzten abgereicherten Uranmunition haben noch heute die Familien im Südirak und westlich von Bagdad, in Falluja zu tragen. Unzählige Kinder werden tot oder mit schweren Missbildungen geboren: mit offenem Rücken, zusammengewachsenen Beinen, außenliegender Blase, einem Auge oder auch gar keinem Auge, offenen Schädeln, um nur einige Beispiele zu nennen.“
Karin Leukefeld, Auslandskorrespondentin

„Doch nicht nur die ursprünglichen Bewohner der von den US-Truppen heimgesuchten Gebiete sind betroffen, auch die US-Soldaten und ihre Verbündeten selber werden krank: Lungenerkrankungen, Leukämie, Krebs, Knochenmarkserkrankungen und vieles mehr. US-Medien berichten regelmäßig, doch niemand zieht die Armee zur Rechenschaft. Die Kriegsveteranen fühlen sich allein gelassen.“
Karin Leukefeld, Auslandskorrespondentin

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Dieser Beitrag erschien am 30.11.2019 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: ESB Professional / Shutterstock

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45 Kommentare zu: “Die unbequeme Wahrheit

  1. zitiert aus dem Artikel:
    „Unfassbar viel Gehirnaktivität wird aufgewendet — nicht um das Richtige zu tun, sondern um dem dummen Volk das Falsche marketingpsychologisch smart zu verkaufen.“
    Roland Rottenfußer, Publizist und stellvertretender Chefredakteur des Online-Magazins Rubikon

    aus meinem Kommentar zu Hongkong:
    Hier gibt es eine Schilderung wie es angeblich an der chinesisch-russischen Grenze sein soll. Ist es auch so?
    https://www.focus.de/politik/ausland/russland-die-chinesen-kommen_aid_144611.html
    Dass die USA über einen 3. Krieg für den Deutschland den Schuldigen spielen soll nach Russland hineinwollen, steht für mich außer Frage. Aber anläßlich solcher Artikel wie dem in Focus, muss man fragen, ob Russland zum Sandwich werden soll. Warum dürfen die Russen nicht in Ruhe in ihrem Land leben? Sie wollen doch freiwillig handeln mit ihren Rohstoffen. Warum immer Bashing, Abwertung oder Krieg, statt Kooperation? Diesselbe Frage stellt sich bei Greta Thunberg: Wieso ist sie darüber nicht informiert? Wieso ist sie über Chemtrails nicht informiert? Wieso ist sie über Desert Farming nicht informiert? Oder tut sie nur so? Oder tut ihre Familie viel dafür prominent zu sein? Ein Mensch mit Asperger-Syndrom ist oft hochintelligent, kann nur die Emotionen anderer meist nicht einordnen. Hier schwingt sich jemand auf, junge Menschen in Demonstrationen zu führen, der die Emotionen anderer gar nicht einschätzen kann. Hier wird eine 16-jährige vor die UNO eingeladen?
    Werden da wirklich Förderungen von 4000 Euro für ein Elektroauto, das rund 40000 kostet, angeboten und gleichzeitig sollen alle Bürger eine CO2 Steuer zahlen, auch die, die sich niemals ein 40000 Euro Auto leisten können oder in der Stadt mit öffent-lichen VKM fahren? Also hat der Autokäufer quasi für sein Sparbuch mit 40000 Euro 10% Zinsen vom Staat. Auf dem Sparbuch gibt es ja nichts.
    Das macht mich genauso nachdenklich wie, wenn ein Staat wie China der Firmen und Häfen kauft in Europa und Afrika usw. zudem Kredite vergibt, auf der anderen Seite Entwicklungshilfe von Deutschland bekommt und in 18 Jahren seine Militärausgaben von 50 Mill. US$ auf 250 Mill.US$ erhöht. (Russland beispielsweise pendelt seit 18 Jahren zwischen 60 und 80 Mill.US$ Militärausgaben herum. Frankreich hat Russland bei den Ausgaben überholt.)

    Also gibt es doch nur eines:
    STOP mit Wettermanipulation. Mit Chemtrails, mit HAARP, mit Desert Farming, STOP mit Fracking nach dem letzten Erdöltröpfchen. Bestandsaufnahme machen, wer verbraucht am meisten und wofür? Die Militärs! Wofür?
    Umweltverschmutzung beseitigen, Wiederverwertbarkeit von Produkten in einer Kreislaufwirtschaft.

  2. Das Titelbild sagt alles. Links der Status quo, rechts die oekologische Leere, zwar seitenvertauscht … Der Text mit seinem Flaechenbombardement an zwar gut gemeinten Meinungen fuehrt dann auch nicht weiter. Auf jeden Fall kann man sich beruhigt zuruecklehnen, es gibt keine Alternative zum Selbst. Das ist die ganze unbequeme Wahrheit.

  3. Der Aufruf zum Aneinemstrangziehen klingt genau so hohl wie das Esmusswasgeschehen. Tja, wohin soll denn der Strang gezogen werden, wer legt die Richtung fest? Die Interessen innerhalb dieser Menschheit zeigten noch nie in einer Richtung. Vor 86 Jahren haben die Deutschen, zumindest die Mehrheit, und nicht mal nur die, in einer Richtung gezogen – mal in einer, mal in entgegengesetzter. Und was kam da heraus? Die Karre kann mit versammelten Kräften auch so richtig in den Dreck gezogen werden wie die Geschichte zeigt. Angst, Bedrohung vor was auch immer und Panik sind die schlechtesten Ratgeber, was da genau geschehen werden soll.

    Nur wie ich es dem Text entnehmen kann, sind es genau die Triebfeder von Herrn Lehrich. Zeter und Mordio, die Welt geht unter, wir müssen alle sofort auf die Straßen um die Rettung bei genau denen anzufordern, von denen es sich zu retten gilt. Die "Retter" warten nur noch darauf, weil sie den "Rettungsplan" schon längst in der Schublade haben und nur noch die Herde auf die Straße treiben um ihn zu legitimieren.

    • PS. Wer sich jetzt fragt, was für VT-Teufel mich bei dem Statement geritten hat, dem sei noch folgendes ans Herz gelegt:
      www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu-kommission-haelfte-des-eu-haushalts-fuer-den-klimaschutz-16504835.html

      Ja, das ist ein groß angelegtes Rettungspaket, allerdings nicht für das Klima und schon gar nicht für die Umwelt.

      Bei solchen Dimensionen, die demnächst brav zu zersägen sind, gehen Objektivität und Redlichkeit bei dem Thema sogar in der "Wissenschaft" baden, so ähnlich wie es bei medizinischen und Farmastudien Gang und Gebe ist: youtu.be/PC1Dw1lfLtI?t=540

      So wie Soli einst nicht für Solidarität, sondern schlicht für den Krieg ausgegeben wurde, so werden auch die "für die Klimarettung" ausgepresste Gelder für aufpäppeln "unserer Wirtschaft" ausgegeben, was bereits seit Jahren auf Hochtouren läuft.

    • Ich klage nicht, ich versuche nur deutlich zu machen, dass es eine grandiose Verar%che am Dampfen ist.
      Und wie bei jeder großangelegten Sauerei ist meine Position ganz einfach: wenn es nicht zu verhindern ist, wonach es ggw. aussieht, dann zumindest nicht mitmachen und nicht mit den Beglückten mitrennen.

  4. Das Folgende wollte ich Herrn Pohlmann schicken als Kommentar zu seinem Artikel vom 12.10.19 im Rubikon: https://www.rubikon.news/artikel/die-klimakriege . Da ich keine Anschrift von ihm im Internet finden konnte, poste ichs nun hier als Kommentar zu seinem Interview mit Herrn Lehrich.

    Dirk Pohlmann: Die Klimakriege (Pohlmanns Text: P, Twickels Kommentar: T)

    P: „Während uns die PR-Agenten der Reichen und Mächtigen einzureden versuchen, eine globale Erwärmung gäbe es nicht, bereiten die weltweiten Militärs bereits die Umwelt-Kriege vor.“

    T: Die Reichen und Mächtigen tun, wie üblich, zweierlei; und zwar Gegensätzliches. Die Einen sagen, dass es die Klimaerwärmung nicht gäbe, die Anderen, dass es sie gäbe und deshalb CO2 besteuert werden müsse. Die Einen, um so lange wie möglich Kohle, Gas und Öl verkaufen zu können, die Anderen, um ihren Umstieg auf Erneuerbare durch die Allgemeinheit finanziert zu bekommen – und natürlich weiter AKWs zu betreiben.
    Die Militärs der Mächtigen bereiten Umwelt-Kriege vor, jawohl. Aber nicht wegen einer Klimaerwärmung, sondern weil das kapitalistische/neoliberale System der Mächtigen gnadenlos unbegrenztes Wachstum erfordert und damit Kriege um die begrenzten Ressourcen.

    P: „…Denn mit ihrer (T: gemeint sind „vor allem die Veteranen der Friedensbewegung“) Kritik an der angeblich verengten Problemanalyse der Jugendbewegung übersehen sie, dass Klimakrise, Umweltkrise, und die Kriegsgefahr unmittelbare Folgen der globalen Erwärmung sind…“

    T: Sie stellen die Dinge auf den Kopf, Herr Pohlmann. Es ist genau umgekehrt: die Umweltkrise und Kriege sind Folge des Um- und Innenwelt zerstörenden kapitalistischen / neoliberalen Systems. Dessen strukturelle Bestandteile sind die gewesenen und gegenwärtigen konventionellen und nuklearen Kriege, inzwischen auch Strahlenwaffen und weiteres Geo- und Climate-engineering. Und eine andere Sache ist das Klima. Das ist ein sehr komplexer und – im Gegensatz zu den lokalen Wetterereignissen – im Ganzen bei weitem nicht verstandener Gegenstand. Worauf die vorhandene Erwärmung bestimmter Regionen der Erde zurückzuführen ist, dazu gibt es vielfach plausible Erklärungen der Klimatologen. Aber für das Weltklima halte ich die Einflüsse von Sonne, Kosmos, Atmosphäre und Ozeanen sowie Climate-engineering in viel höherem Maß verantwortlich als das CO2 und weitere menschliche Einflüsse.

    P: „Um das klarzustellen: Die globale Erwärmung ist nicht alleinige Ursache der Kriegsgefahr, jedoch eine wesentliche. Das gleiche gilt für die Umweltzerstörung. Und der Gedanke, dass die Erderwärmung nicht mit dem System bekämpft werden kann, das sie wider besseres Wissen über Jahrzehnte herangezüchtet hat, ist so offensichtlich, dass man ihn eigentlich nur aussprechen muss.“

    T: Und warum sprechen sie das nicht zuerst und laut und unmissverständlich aus ? Das System, das die Mächtigen für sich und explizit nicht für die übrige Menschheit geschaffen haben, ist, wie Sie es zum Schluss selber schreiben, die wesentliche Ursache für die gegenwärtigen Kriege und Krisen, denke ich – bis auf die Klimakrise. Bei der spielen nicht von Menschen gemachte Einflüsse die wesentliche Rolle. Und hier sind wir an den Kernpunkten der Kontroverse. Ich bin also ausdrücklich nicht Ihrer Meinung, dass „das System“ die Erderwärmung „herangezüchtet“ hätte.

    WAS SIND DIE URSACHEN – DER UMWELTZERSTÖRUNG – DER INNENWELTZERSTÖRUNG – DER GEGENWÄRTIGEN KRIEGE – DES KLIMAWANDELS ?
    DIESE FRAGEN MÜSSEN FAKTENBASIERT BEANTWORTET WERDEN, DAMIT WIR AUS KRIEGEN, KLIMAKRISE, UMWELTKRISE UND INNENWELTKRISE HERAUS KOMMEN.

    P: „…Der direkte Zusammenhang zwischen Krieg und Erderwärmung könnte die Friedensbewegung auf die Idee bringen, dass die jungen Demonstranten ihre natürlichen Verbündeten und Freunde sind, keinesfalls Objekte paternalistischer Zurechtweisung sein sollten, mit Forderungen, was sie abzuarbeiten hätten, bevor man sie ernst nehmen könne.
    Ein beliebtes Argument dieser Erziehungsberechtigten-Rhetorik: Sie sollten doch erst mal bei den Demonstrationen in Ramstein auftauchen. Aber warum tauchen die meist älteren Semester der Friedensbewegung eigentlich nicht solidarisch bei Fridays for Future oder Extinction Rebellion auf, um den Schulterschluss zu versuchen?…“

    T: Paternalistischer als Sie hier die Friedensbewegung zurechtweisen geht es nun nicht mehr; und verallgemeinernder auch nicht. Wer wird sich davon ansprechen lassen ? Ich als alter Friedensbewegter kann nur den Kopf schütteln. Ich war am 20.9.19 in Koblenz bei FfF dabei und fand das bunt und erfrischend, traf auch eine Gruppe, vornehmlich Frauen, von XR im Demozug. Eine Greenpeacegruppe fand mein Transparent prima.
    Aber ich werde da nicht weiter mitmachen. Ich habe genug Demos mitgemacht. Ich verspreche mir davon nichts mehr – es sei denn, dass wir wirklich viele werden. Viel mehr noch als 1981 die 300 000 im Bonner Hofgarten gegen den NATO Doppelbeschluss. Demos hoffen auf schnellen Erfolg.
    Wir müssen stattdessen Neues, Verbindenderes, langfristig Wirksames finden.
    Doch vor allem mache ich bei FfF nicht weiter mit, weil ich weiß, welche Geldsummen welcher Personen und Organisationen des kapitalistischen/neoliberalen Establishments FfF und XR promoten und finanzieren. Beide Gruppen werden von den Finanziers vor deren Karren gespannt: https://linkezeitung.de/2019/09/24/die-erzeugung-der-marke-greta-thunberg-zur-erzielung-von-zustimmung-die-politische-oekonomie-des-gemeinnuetzigen-industriekomplexes-kapitel-1teil-1/
    Dass die Schüler und Schülerinnen das bisher nicht sehen, verstehe ich.
    Aber wie kommt es, dass Sie das nicht sehen ? Glauben Sie, dass hier ein zur Besinnung gekommener Teil der Mächtigen wach wird und etwas zur Rettung des Klimas tut ?

    P: „…Mit dem Erfolg oder dem Scheitern entscheidender Maßnahmen gegen die Erderwärmung wird innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre über die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln entschieden. Es wird außerdem darüber entschieden, welche Flüchtlingsströme bisher unbekannter Dimension entstehen und welche Kriege ausgelöst werden. Denn es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kriege geben, die durch die globale Erwärmung verursacht werden…“

    T: Über die ausreichende Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln, über Kriege und Flüchtlingsströme wird der gelingende oder nicht gelingende Umbau des globalisierten Kapitalismus entscheiden – und überhaupt nicht die gegenwärtige Erderwärmung.
    Die Mächtigen und das von ihnen mit ihren willigen Helfern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Militär errichtete System, das wir fast alle durch Mitarbeit und unseren Lebensstil mehr oder weniger stützen und nutzen, muss völlig umgebaut werden. Wir selbst sind also sowohl Teile als hoffentlich auch Wandler des zu verwandelnden Systems. Eine Herkulesaufgabe, innen und außen.Wenn wir es nicht tun, wird es nicht getan werden.
    Es geht ums Aufwachen aus dem Schlaf der Routine. Aufwachen !
    Weniger Krieg – Mehr Frieden,
    mehr Natur – weniger Smartphone,
    weniger Konsum – mehr Freiheit,
    mehr Mut – weniger Konformismus,
    weniger Angst – mehr Liebe,
    mehr Zusammenarbeit – weniger Konkurrenz,
    weniger Lüge – mehr Wahrheit,
    mehr reale Welt – weniger digitale Welt…
    Ähnlich fasst kenfm bei seinem Hinweis auf die „Für-den-Frieden-Konferenz“ 2019 in Erding zusammen, was für uns Systemwandler wichtig ist: „Die wichtigsten Aspekte … sind Werte und Qualitäten wie Mut, Liebe, Wahrheit, Achtsamkeit, Vergebung, Heilung, Moral und Ethik. Eine nicht geringere Rolle spielt neben der Menschheitsfamilie auch die Pflanzen- und Tierwelt. Ebenso bedeutend wie der äußere Friede ist der Friede im Inneren.“ https://kenfm.de/fuer-den-frieden-konferenz/

    Was ist nun mit der „globalen Erwärmung“ ?
    Hier stehen wir wieder konkret vor den Kernfragen der Kontroverse.
    Was ist die Diagnose ? Was ist infolgedessen die Therapie ?
    Meine derzeitige Antwort: seit den 1940iger Jahren machten sich weltweit – auch deutsche – Militärs Gedanken, wie sie die vorhandene Klimawissenschaft nutzen können, um das Wetter zu kontrollieren und sogar selber zu machen. In den seitdem vergangenen fast 80 Jahren haben vor allem Russland, die USA und China unentwegt Versuch nach Versuch, Operation nach Operation durchgeführt, um das Wetter in den Griff zu kriegen und es als Waffe einsetzen zu können z.B.: http://p-3publications.com/PDF/TheUnrealizedHistoryofWeaponizedWeather2015.pdf

    In außerordentlich umfangreicher Weise und mit größter Sorgfalt hat in jahrzehntelanger Forschungsarbeit Rosalie Bertell ihr Buch „Kriegswaffe Planet Erde“ verfasst, worin es auf 24 Seiten auch eine „Geschichte des Geoengineering“ mit zahlreichen Literaturverweisen gibt. Bertell zeigt, wie die Kriegstechnologie seit dem 2. Weltkrieg, hauptsächlich von den USA und Russland, weiter entwickelt wurde und der Weltraum als Teil kommender Schlachtfelder einbezogen wird mit Raketen, Satelliten, Raumstationen, Strahlenwaffen, ja der Erde selbst als Waffe. Sie schlägt Wege vor, wie diese Entwicklung entschärft werden könnte.
    Im Vorwort zur deutschen Ausgabe des genannten Buches schreibt Rosalie Bertell „Was jetzt geplant ist, sind Klima- und Wetterkriege, Kriege in denen Erdbeben und Vulkane, Überflutungen und Dürreperioden, Wirbelstürme und Monsunregen eine Rolle spielen." Das sind die Umweltkriege, die die US Militärs vorbereiten. Sie selber werden das Wetter machen. Sie haben es lange eingeübt. Sie wissen genau, wovor sie warnen.
    Rosalie Bertell fasst ihr Wissen über die gewaltigen Manipulationen an Erde und Weltraum in dem Satz zusammen: „Es ist nicht das CO2, es ist das Militär.“ Ich verstehe das so: das Militär, der Gewaltarm der Mächtigen, ist der gefährlichste Teil der gegenwärtigen Krise. Enorm ist die Bedrohung unserer Welt durch die gewaltigen weltweiten Militärapparate und die aktuellen Kriege; auch indem es zunehmend das Wetter manipuliert.
    Die Mächtigen, die Herren des Militärs, sind längst erfolgreich dabei, das Wasser zu privatisieren, Regen und Dürre zu verteilen nach Ihren Interessen. Sie führen Kriege, lösen Flüchtlingsströme aus, lenken sie, beuten auch in Friedenszeiten Mensch und Natur aus und tragen mit diesem ganzen Wahnsinnssystem dazu bei, die Erde zu erwärmen.

    Herr Pohlmann, die von Ihnen erwarteten Kriege werden also nicht durch eine globale Erwärmung ausgelöst werden, sondern durch die Entscheidungen der Mächtigen, ihrer Wissenschaftler und Militärs. Für sie ist CO2 ein weiteres Mittel zur Angsterzeugung, zur Kontrolle und zur Abzocke. Und FfF und XR sind von ihnen finanzierte Helfer – soweit und solange sie nicht aufwachen.

    P: „…Das Militär ist Teil des Problems und beschäftigt sich entsprechend seiner Aufgabe damit, auf Bedrohungen reagieren zu können. Es sorgt sich also ausschließlich um die geopolitischen Konsequenzen der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, die es selbst in gigantischen Mengen verfeuert…“

    T: Genau um die geopolitischen Konsequenzen der Verbrennung von fossilen Brennstoffen macht sich das Militär null Sorgen. Deswegen verfeuert es unbesorgt fossile Brennstoffe in gigantischen Mengen.

    P: „Und doch warnt die Militärführung vor den Konsequenzen der Erderwärmung. Die Liste der Stimmen aus dem Militär ist lang und hochkarätig.“

    T: Wovor warnen die Militärs ? Ich schrieb es oben schon. Sie wissen, was sie selber und potentielle Gegner an Klimakriegen auslösen können. Natürlich sehen sie das als nationale Bedrohung. Da man aber über die neue Form der Kriegsführung so wenig wie möglich spricht, sprechen die Papiere der Militärs vom Klimawandel. Der und seine Konsequenzen drohen. Dagegen muss man gerüstet sein. Für diese Rüstung müssen Mittel bereitgestellt werden. Dass aber ihre eigenen rücksichtslosen Entscheidungen, bzw. die ihrer Herren, gegenwärtige Krieg antreiben und für zukünftige drohen, darüber schweigen die Papiere.
    Der von Ihnen zitierte ehemalige NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer äußerte sich 2009 so: „Der Klimawandel wird die Konkurrenz um Ressourcen verschärfen, insbesondere Wasser. Er wird die Gefährdung von Küstengebieten erhöhen. Er wird den Streit um Territorien und landwirtschaftlich nutzbare Regionen anheizen. Er wird Migration auslösen und fragile Staaten noch fragiler machen“

    Da haben wir es: der Klimawandel ist der furchtbare Feind !

    Er ist es – und nicht der Ressourcenverbrauch der neoliberalen Gesellschaftssysteme – nicht der rücksichtslose Kampfeswille der Mächtigen um noch ausbeutbare Regionen und Lebewesen – nicht ihr Streben nach todsicherer Sicherheit, nach konkurrenzloser Macht – nicht ihre Angst vor Macht- und Besitzverlust. Nein – nicht sie, sondern der Klimawandel wird die weiteren Kriege auslösen.
    Der vielgenannte Autor David Wallace-Wells bläst in seinem neuen Buch „Die unbewohnbare Erde“ (2019) ins gleiche Horn wie die Militärs: „(Der Klimawandel) umgibt uns, beherrscht uns auf ganz reale Weise — unsere Ernteerträge, unsere Pandemien, unser Migrationsverhalten und unsere Bürgerkriege, Kriminalitätswellen und häusliche Gewalt, Hurrikans, Hitzewellen, Sturzregenfälle und Megadürren, den Verlauf unseres Wirtschaftswachstums und das, was damit zusammenhängt — und das ist heute alles.“
    Und noch einmal die Militärs: Der von Ihnen zitierte Direktor des „Center for Climate and Security“, John Conger, ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister, bringt den „Klima-Sicherheitsplan für Amerika“ im September 2019 so auf den Punkt: „Der Kongress hat den Klimawandel als direkte Gefahr für die Nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika identifiziert, das Militär hat mit entsprechenden Planungen begonnen. Wir erkennen die Bedrohung der Klimasicherheit deutlicher als jemals zuvor, wir haben jetzt die Verantwortung, uns vorzubereiten und die Bedrohung zu verhindern, das gilt für die gesamte Regierung. Der ‚Klima-Sicherheitsplan für Amerika‘ ist ein Weckruf an die Adresse der Führungsmannschaft des Präsidenten, sie muss sich dieser Herausforderung mit höchster Priorität stellen und handeln, um angesichts des heraufziehenden Sturms unsere Nationale Sicherheit zu schützen…“
    Nicht die US Politik, nein, der Klimawandel ist die direkte Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA. Der Klimawandel als grandiose Ablenkung von den Mächtigen, ihrem liebeleeren System und ihren Kriegen, den gegenwärtigen und den kommenden. Ja, im Text von Conger wird die US Regierung selber als Klimaretter adressiert. Der Bock wird zum Gärtner gemacht.
    Schrillen hier nicht alle Alarmglocken, Herr Pohlmann ?

    P: „…Diese militärischen Warner vor dem Klimawandel stammen aus dem großen Reservoir der republikanischen „Patrioten“. Genau wie die Skeptiker und Klimaleugner. Gleichzeitig streitet eine relevante Anzahl von Politikern den Klimawandel ab. Die Behauptung, dass es keine menschengemachte Erderwärmung gäbe, wird im US-Senat und -Kongress fast ausschließlich von Republikanern vertreten. Präsident Trump eiert in der Frage etwas herum und gibt den Zweifler, leugnet den Klimawandel aber nicht.
    Wir stehen also vor der überraschenden Tatsache, dass die US-Republikaner entlang dieser Bruchlinie in zwei Teile zerfallen.

    T: Diese Tatsache ist leider für Sie überraschend. Für mich ist sie völlig logisch. Siehe alle meine bisherigen Ausführungen, von Anfang an.

    P: Da sind einerseits die Militärs, die „National Security“ als höchsten Wert betrachten und den Klimawandel als große Gefahr ausgemacht haben. Sie nehmen ihn ernst, todernst. Und es gibt andererseits die Wirtschafts- und Öl-Republikaner, die den Kapitalismus als Zentralheiligtum der USA anbeten, der gebenedeit ist unter den Ideologien, in Ewigkeit, Amen.
    Sie betrachten die Warnung vor der Erderwärmung genau wie ihre ideologischen Ziehkinder von EIKE als Betrug aus niedersten Motiven. „Nicht das Klima, die Freiheit ist in Gefahr“ ist der alarmistische Slogan von EIKE. Deren Vorsitzende Holger Thuß und Michael Limburg wollen, dass Sie in Panik geraten. Da sind sie gar nicht weit weg von Greta. Was sie erreichen wollen, ist aber das Gegenteil des Ziels von Greta und ihren Anhängern.
    Aus der Skeptiker-Sicht gilt es, den linken, okkultistischen sowie von Soros finanzierten Plan zum Ende der fossilen Brennstoffe zu verhindern. EIKE will mehr Braunkohleförderung und Verbrennung in Kraftwerken, mehr Atomenergie, weniger Solar- und Windenergie. Es geht um die Freiheit und um Fridays for Hubraum.“
    „Den Klimaforschern unterstellen sogenannte Skeptiker immer wieder, dass zum Beispiel der Weltklimarat IPCC aus niederen Motiven arbeitet und berichtet, dass die Wissenschaftler ihre berufliche Existenz durch das Propagieren einer „Klimalüge“ absichern wollten, dass der überwältigende Konsens der Wissenschaft zur Tatsache der menschengemachten Erderwärmung nur interessengesteuerte Desinformation sei. Weil reich gefüllte Fördertöpfe lockten, aus denen man sich nur zu gerne bediene. Weil die Klimalüge ein riesiges Geschäft sei.
    Selbst den wichtigsten deutschen Wissenschaftlern mit internationalem Renommee, wie Hans-Joachim Schellnhuber, Stefan Rahmstorf und Mojib Latif wird vom Europäischen Institut für Klima & Energie, EIKE, unterstellt, interessengeleitet zu forschen. EIKE karikiert sie gerne mit Pinocchio-Nasen, bezeichnet sie also als Lügner… „

    T: Schon Ihre Wortwahl provoziert unnötig Streit, Herr Pohlmann: EIKE nennen Sie Skeptiker, das Potsdamer Institut Wissenschaftler. Es ist einfach schwach, sich nach so langer Beschäftigung mit dem Thema an den Leuten von EIKE abzuarbeiten. Da gibt es hunderte weitere skeptische Wissenschaftler z. B.: Hans von Storch, Ross McKitrick, Steve McIntyre, Richard Lindzen, Henrik Svensmark, Atte Korhola, Nir Shaviv, Antero Järvinen, Kalevi Mursula usw. Viele von ihnen sehen den Einfluss der Klimagase auf das Klima als gering an. Sie alle mahnen zu wissenschaftlicher Redlichkeit, nur wissenschaftlich Gesichertes zu äußern, beklagen Alarmismus der Klmaaktivisten und Politisierung der Klimawissenschaft, die die Ergebnisse verfälsche. Climagate sehen sie als Offenlegung ganz übler Machenschaften der CRU, einer Kerngruppe des IPCC. (Nebenbei: dass Sie das „internationale Renommee“ der Wissenschaftler Hans-Joachim Schellnhuber, Stefan Rahmstorf und Mojib Latif so hoch hängen, wundert mich total – als ob das irgendetwas über ihre wissenschaftliche Redlichkeit aussagen könnte.)

    Hier nun etwas aus dem Grundsatzpapier von EIKE zum Klima, das mir sehr vernünftig scheint: „Die rezente, im Vergleich mit der Klimageschichte geringfügige Erwärmung der Nordhemisphäre im 20. Jahrhundert veranlasste die UN, den IPCC („Weltklimarat“) zu gründen. Damit wurde die Klimawissenschaft politisch und ideologisch instrumentalisiert. Ziel war und ist es, den nationalen Regierungen die propagandistische Grundlage für einschneidende Änderungen ihrer Energie- und Fiskalpolitik zu liefern. Somit können restriktive und die demokratischen Freiheiten massiv einschränkenden Gesetze leichter durchgesetzt werden. Dabei arbeiten IPCC, Regierungen, Parteien, Klimainstitute, ideologische NGOs, aber auch profitierende Industrien wie Windrad-, Photovoltaik-, Dämmstoffindustrie sowie Energiemonopolisten, Versicherungen, Banken und Medienmonopole Hand in Hand – zum Schaden der Armen in der dritten Welt, unserer Volkswirtschaft und jedes einzelnen deutschen Verbrauchers.
“ Man beachte: auch die „Energiemonopolisten“ nennt EIKE unter denen, die von den IPCC-Klimatologie profitieren. EIKE=Ziehkind von US Energiemonopolisten?

    Und hier etwas zu einem Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Ottmar Edenhofer, dem Direktor und Chefökonom des Instituts: 7 Jahre, von 87 – 94, war er Mitglied des Jesuitenordens. Sein Schwerpunkt ist Klimapolitik. Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des IPCC. Unter anderem berät er seit 2012 die Weltbank. Seit 2016 ist er Mitglied des Volkswagennachhaltigkeits-beirats. In der Funktion gab er 2016 der Volkswagen AG ein Interview, aus dem hier zitiert wird:
    „Klimapolitik ohne CO₂-Preis ist wie Medizin ohne Penicillin
    Was treibt Sie persönlich an, sich für Klimaforschung und Klimaschutz einzusetzen? O.E.: Die Klimaforschung ist eines der umfassendsten und spannendsten Betätigungsfelder, die ich mir vorstellen kann. Man muss das gesamte Erdsystem verstehen – das Klimasystem, den Kohlenstoffkreislauf, die Plattentektonik. Schon das füllt eigentlich ein ganzes Forscherleben. Dann kommt man zu Fragen der Ökonomie, der Sozial- und Rechtsphilosophie, was noch ein weiteres Forscherleben füllen würde. Für mich als Wirtschaftswissenschaftler ist besonders interessant, wie wir als Menschen mit globalen Gemeinschaftsgütern wie dem Ozean, der Atmosphäre und dem Land umgehen. Ich bin überzeugt: Im 21. Jahrhundert wird Wohlstand nur dann möglich sein, wenn wir gute Regeln für die Nutzung dieser Gemeinschaftsgüter finden.
    Trotz aller Bedrohungen bleiben die Fortschritte bisher gering. Frustriert Sie das nicht? O.E.: Nein. Seit ich mich mit dem Thema beschäftige, höre ich Zweifel, ob die Menschheit ein so großes Problem lösen kann. Noch vor einigen Jahren haben Politiker zu mir gesagt: Einen Preis für klimaschädliches CO₂ werden die Wähler niemals akzeptieren. Heute gehen viele junge Menschen für genau dieses Ziel auf die Straße, eine der fünf Forderungen der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung ist tatsächlich ein CO₂-Preis. Und die Vorsitzenden der großen Parteien diskutieren darüber. Man sieht, dass gute Argumente auf Dauer dann doch in der Öffentlichkeit Unterstützung finden können. Und wenn wir es wirklich schaffen, gemeinsam unser Klima noch zu stabilisieren, sichert das Lebens-Chancen für viele Millionen Menschen.“ Quelle: https://www.volkswagenag.com/de/news/stories/2019/06/climate-policy-without-co2-pricing-is-like-medicine-without-peni.html
    Tja, Professor Edenhofer schafft das eben in einem Forscherleben, wozu nach seiner eigenen Aussage eigentlich drei Forscherleben erforderlich wären – neben den diversen weiteren Aufgaben als Ko-Direktor, Chefökonom, Weltbankberater, Hochschullehrer, IPCC-Mitglied, Ko-Vorsitzender, Mitglied in mehr als 11 weiteren Gremien… und Familienvater. Da passiert es eben, dass dieser phänomenale Wissenschaftler auf diesen schrecklichen Vergleich zwischen CO2 und Penicillin kommt. Und es passiert, dass er guten Mutes ist, das große Menschheitsproblem dank des CO2 Preises zu lösen. Denn dafür gehen ja jetzt bei uns FfF auf die Straße und die Vorsitzenden der großen Parteien diskutieren darüber…

    P: „…Neuerdings befürchten die USA sogar Terrorismus in der Arktis, einer Region, in der die Erderwämung so rasant abläuft wie nirgendwo sonst auf der Welt. In Präsident George. W. Bushs National Security Presidential Directive 66, NSPD-66/HSPD-25 vom 9. Januar 2009 steht wörtlich: „Es gibt ein wachsendes Bewusstsein, dass die Arktis sowohl verwundbar als auch ressourcenreich ist. (…) Die USA haben weitgehende und fundamentale nationale Sicherheitsinteressen in der Arktis und sie sind darauf vorbereitet, diese Interessen entweder alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen Staaten zu wahren. Die USA haben fundamentale Interessen, ihre Heimat zu schützen und Terrorangriffe zu verhindern. Die Verwundbarkeit der USA gegen Terrorangriffe in der Arktis nimmt zu. Das zwingt die USA, eine aktivere und einflussreichere nationale Anwesenheit anzukündigen, um ihre arktischen Interessen zu schützen und ihre Seemacht in der gesamten Region spürbar werden zu lassen“ (8).
    Das bedeutet im Klartext:
    Das Seeeis der Arktis taut in rasantem Tempo. Schon jetzt können Schiffe in Regionen der Arktis navigieren, die bisher überhaupt nicht oder nur viel kürzer schiffbar waren. Die Situation wandelt sich rapide…“

    T: Dazu schreibt Rosalie Bertell in der 4. Auflage ihres Buches „Kriegswaffe Planet Erde“ auf Seite 218: „Im Jahr 1974 einigten sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion im Vertrag von Wladiwostok darauf, die arktische Polkappe abzuschmelzen. Es handelt sich um keinen ratifizierten binationalen Vertrag; daher hatten diejenigen, die später vom rapiden Abschmelzen des arktischen Eises und der daraus resultierenden gefährlichen Lage der Eisbären alarmiert wurden, keinen Zugriff darauf. Für die Öffentlichkeit wurde das Schmelzen der nördlichen Polkappe zu einem starken und unheilverkündenden Zeichen des Klimawandels, und zwar zu einem derart starken, dass die Massenmedien der Vereinigten Staaten aufgefordert wurden, Eisbären nicht zu erwähnen. Aufgrund der militärischen Geheimhaltung wurden die Menschen dazu gebracht, zu denken, dass die industrielle Kontrolle des CO2-Ausstoßes in der Arktis wieder alles in Ordnung bringen würde!“ 1976wurden erstmals Woodpecker-Signale aus der Sowjetunion weltweit empfangen; die USA begannen 1993 mit der Errichtung von HAARP in Alaska.

    P: „…Der Klimawandel verlagert die Temperaturzonen, in denen Anbau möglich ist, in Gebiete, die bisher kälter waren, im Norden nach Norden, im Süden nach Süden.
    Aber da sind keine Anbaugebiete. Klimazonen und die Position der Ackerböden passen nicht mehr zusammen. Die traditionellen Anbaugebiete werden verdorren. Die Weltbevölkerung nimmt gleichzeitig zu. Das bedeutet: Es wird immer weniger Nahrung und Wasser für immer mehr Menschen geben. Das ist eine Gleichung, die nicht aufgehen kann, und das Ergebnis wird militärisch geregelt werden.
    Die Zukunft bringt Krieg, wenn es nicht gelingt, einen fundamentalen Wandel herbeizuführen, die Eliten zu stürzen und fortan Entscheidungen im Interesse der größtmöglichen Zahl von Menschen zu treffen.“

    T: Endlich sind auch in Ihrem Text die Mächtigen das Problem ! Und nicht der Klimawandel ! Das freut mich !
    Aber wie sollen die Eliten gestürzt werden ? Wer oder was soll das bewirken, Herr Pohlmann ? Wir leben alle in ihrem System, das wir fast alle durch Mitarbeit und unseren Lebensstil mehr oder weniger stützen und nutzen, wie ich oben schon schrieb. Wir selbst sind also sowohl Teile als hoffentlich auch Wandler des zu verwandelnden Systems. Das macht den Wandel einerseits schwierig, andererseits möglich. Den Wandel, also nicht einen Umsturz, können wir m. E. nur mit der Zeit und enormen solidarischen Anstrengungen zustande bringen. Da liegt jede Menge, aber auch unheimlich lohnende, innere und äußere Arbeit an.

    P: „…Die Frage, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen soll, ist kein Luxusproblem des Elfenbeinturms mehr, kein Thema für größenwahnsinnige Studenten, sie ist existentiell. Im Wortsinn. Für uns alle. Wandel oder Untergang. Aufstand oder Aussterben. Ran an die Decksplanken der Titanic.
    Der Schriftsteller Roy Scranton, der als junger Freiwilliger in den Irakkrieg aufbrach und gewandelt, belesen und sprachmächtig wie Hemingway zurückkehrte, drückt es in seinem sehr lesenswerten, jedoch wenig erbaulichen Buch „Sterben lernen im Anthropozän — Gedanken zum Ende einer Zivilisation“ so aus:
    <Die größte Herausforderung, vor die uns das Anthropozän stellt, ist nicht, wie das Verteidigungsministerium am besten seine Ressourcenkriege plant, ob wir schützende Deiche vor Manhattan bauen sollen, oder wann wir Miami aufgeben müssen. Man kann diese Herausforderung auch nicht angehen, indem man einen Prius kauft, die Klimaanlage abstellt, oder ein Abkommen unterzeichnet. Die größte Herausforderung ist eine philosophische. Wir müssen uns eingestehen, dass diese Zivilisation bereits tot ist. Je eher wir uns dieser Situation stellen, je eher wir einsehen, dass wir uns nicht mehr retten können, je eher können wir mit der schwierigen Aufgabe beginnen, uns an diese neue Realität mit der Bescheidenheit sterblicher Wesen anzupassen>“

    T: Dies Zitat am Schluss kann ich so gar nicht mit dem kämpferischen Herrn Pohlmann zusammenbringen. Es erscheint mir – in völligem Kontrast zu dem aktivistischen Aufruf “Ran an die Decksplanken der Titanic“ – wie eine intellektuelle Spritze zur Lähmung aller Befreiungsgedanken. Ja, wir sollen „einsehen, dass wir uns nicht mehr retten können.“ und „mit der schwierigen Aufgabe beginnen, uns an diese neue Realität mit der Bescheidenheit sterblicher Wesen anzupassen“
    Was ist los, Herr Pohlmann ?
    Haben Sie aufgegeben ?
    Oder wollen Sie ran an die Decksplanken ?
    Was wollen Sie ?

    Ich will hier zum Schluss meine obigen Bemerkungen, wie der Systemwandel von uns bewirkt werden kann, etwas erweitern.
    Schon 1987 konstatierte Rudolf Bahro in seinem Werk „Logik der Rettung. Wer kann die Apokalypse aufhalten ? Ein Versuch über die Grundlagen ökologischer Politik.“ (Eine wahre Fundgrube, voller wertvoller, hochaktueller Gedanken, aber auch mit abwegigen)
    „Heute sind die Grünen einfach ein Laden mehr am politischen Markt der Metropolis. Sie haben den Parteinamen, der eine Alternative versprach, an die Brückenverkleidung der Titanic geheftet. Schade um das Sonnenblumensymbol. Grüne Politik dreht sich vornehmlich darum, Rollen auf dem Proszenium des Staatstheaters zu ergattern, um keine arbeitslosen Schauspieler zu werden…
    Es gibt derzeit vom Standpunkt soziologischer und sozialpsychologischer Analyse in allen den Ländern der Ersten Welt kein Subjekt für eine politische Intervention, die gleichwohl dringend notwendig erscheint. Der linke Terrorismus, beispielhaft die RAF, hat diese letzte Krise der Linken und ihrer Theorie ausgedrückt. Wir stehen jetzt jenseits, und es gibt keine Linke mehr, die man erwähnen bzw. in Betracht ziehen müsste, sofern es um Perspektiven
    geht. Es ist kein linkes Projekt mehr möglich…“

    Deswegen ist das einzige Projekt mit Perspektive, das mir persönlich einleuchtet, die individuelle Transformation jedes einzelnen. Jeder, der einen realistischen Blick auf sich selber, unsere Erde mit ihren Geschöpfen und unseren Zivilisationen hat, ist heute gefordert, zuallererst in sich selber, das zu erkennen und zu heilen, was ihn und uns alle geradewegs in den Untergang führt. Was nicht nur uns, sondern alles Leben auf diesem Planeten in den Untergang führt.
    Dabei scheint mir das Wesentliche der not-wendigen Verwandlung klar und ganz einfach auszudrücken: Ängste durchfühlen lernen und nicht weiter verdrängen, Liebe spüren und zu leben lernen.

    Es geht für mich also darum, das Elitäre, den Machtwillen, die Gewalt, die Rücksichtslosigkeit in mir selber in den Blick zu nehmen; genau; es nicht mehr aus Angst vor den eigenen Schatten nach außen zu projizieren. Und mir darüber klar zu werden ob ich die weiter brauchen will oder sie abbauen will. Das ist jetzt meine Baustelle. Nicht der Sturz der sogenannten Eliten draußen.
    Indem ich mich Schritt um Schritt im genannten Sinn wandle, entziehe ich dem System Wertschätzung, Energie und Nachfrage, blute es sozusagen aus.

    Christina von Dreien, auf die auch Daniele Ganser verlinkte, ist, neben vielen anderen, dabei, diesen Transformationsprozess gegenwärtig in den deutschsprachigen Ländern zu fördern https://christinavondreien.ch/
    Sie beschreibt ihre Aufgabe so:
    „Ich möchte den Menschen zeigen, wie sie mit bedingungsloser Liebe konstruktiv mit dem Unlicht umgehen können. Das ist einer der wichtigsten Gründe, weshalb ich hierhergekommen bin! Und ich möchte den Menschen Hoffnung machen und ihnen zeigen, welche Größe sie eigentlich haben!“

    Auf ihrer website heißt es in der Einleitung zu einem Seminartag:
    „Wer sind wir? Welche Bedeutung hat unsere Herzenskraft für inneren und äußeren Frieden? Wie erhöhen wir unsere Schwingung und die des Planeten? Was können wir konkret tun?
    Christinas Anliegen ist es, den Menschen wieder in Erinnerung zu rufen, wer sie sind. Denn nur, wenn wir diesen Zugang zu unserer innersten Essenz, die wir nie wirklich verloren haben, wiederfinden, werden wir unsere wahre Stärke entdecken. Christina möchte Impulse geben, die Mut machen. Die unser verborgenes Wissen wecken. Die die Seele berühren. Und sie möchte uns an unsere Verantwortung für uns selbst und den Planeten erinnern.
    Wenn wir unseren inneren Wert erkennen, werden wir Frieden mit und in uns selbst erfahren. Diese Erkenntnis ist Voraussetzung für den Frieden, der in jedem Einzelnen beginnt und sich so in dessen Umgebung ausbreitet.
    Wir beginnen, Friedensoasen zu schaffen. Wir beginnen vielleicht, uns vernetzen zu wollen. Ein Projekt, eine Bewegung, eine Idee umsetzen zu wollen. Wir beginnen, zu handeln. Im Kleinen und im Großen. Alles ist gleichwertig und wichtig.
    Christina spricht aus der Wahrheit des Moments heraus und aus dem, was sie gerade «im Feld» wahrnimmt. So kann es sein, dass bei jeder Veranstaltung unterschiedliche Inhalte und Schwerpunkte auftauchen, obschon ihr Kernanliegen immer dasselbe bleibt: Uns aufzeigen, wer wir in Wirklichkeit sind und wie wichtig unsere Wirkung auf das Ganze und das Kollektiv ist.
    Sie möchte uns Mut machen, aus den gewohnten Denk- und Handlungsmustern auszusteigen, denn mit diesen erschaffen wir immer und immer wieder dieselben Erfahrungen und Situationen.
    Um Neues zu erschaffen, müssen wir auch Neues denken. Das führt zu neuen Gefühlen und neuen Handlungen.
    Christina selbst hat in den letzten Monaten auf Reisen intensive Erfahrungen gesammelt und sie wird sicherlich auch diese in ihren Vortrag mit einfließen lassen.
    Dieser Tag soll dazu dienen, mehr über uns selbst zu erfahren und Anregung dazu geben, selbst tätig zu werden, dort, wo unser Herz uns sagt, dass es richtig ist.“

    • Schön und gut das ganze…..aber warum wird nicht einmal aufgezählt wer hinter was steht ? Also für mich sind die Mächtigen die hinter dem Klimahype stecken ziemlich klar…..hier drei von ihnen….Familie "R" , "R-foundation und Darth Vader der Banken "GS" …..und wer steckt hinter der angeblichen Finanzierung mit angeblich lächerlichen 500 mill der denuzierten Leugnern ?
      Man sollte sich mal die Beiträge von John Christy anschauen . Immerhin einer der angesehensten Klimawissenschaftler der USA.

    • Danke für den Hinweis auf John Christy, Benjamin Zuckschwerdt !

      In diesen Artikeln findest Du viele der Reichen und Mächtigen, die die Klimahype betreiben, gut recherchiert:
      “Das Klima und die Spur des Geldes” von William F. Engdahl: ttps://www.theblogcat.de/uebersetzungen/das-klima-und-die-spur-des-geldes-25-09-2019/

      “Die Erzeugung der Marke Greta Thunberg zur Erzielung von Zustimmung: Die politische Ökonomie des gemeinnützigen Industriekomplexes” von Cory Morningstar: https://linkezeitung.de/2019/09/24/die-erzeugung-der-marke-greta-thunberg-zur-erzielung-von-zustimmung-die-politische-oekonomie-des-gemeinnuetzigen-industriekomplexes-kapitel-1teil-1/

  5. Diese ganze Kampagne ist auf jeden Fall super geschickt gemacht. Eigentlich wollen (fast) alle den Reichtum umverteilen, weg von der Wachstumsgesellschaft und nachhaltig und ökologisch ein friedliches Leben führen. Statt auch nur einen ganz kleinen Schritt in diese Richtung zu gehen zerfleischen sich alle ob nun CO2 oder ob nicht…
    Wieso sagt niemand: "Ich weiß es nicht, aber lasst uns die Umwelt schützen!" ?
    Ich persönlich weiß es natürlich auch nicht. Es war bei mir zu Hause in diesem Sommer auch nicht extrem warm. Der Rasen war letztes Jahr völlig verbrannt, dieses Jahr nicht. Das die Kinder so oft Hitzefrei gehabt hätten ist mir auch nicht zu Ohren gekommen. Ich habe auch ein Treibhaus im Garten, aber das hat Glasscheiben oben darüber, ohne funktioniert es nicht. Und CO2 ist schwerer als Luft, wie soll das oben in der Atmosphäre die Strahlung reflektieren? Das mit den Aerosolen habe ich alles gelesen, aber diese Schicht MUSS doch dann wärmer sein als die anderen Schichten darüber und darunter. Wieso ist das dann nicht mit einfachen Wetterballons überall auf der Welt nachweisbar? Man muss es glauben. Oder eben nicht.
    Greta Thunberg wird genau so inbrünstig von allen Medien protegiert wie früher Massenvernichtungswaffen im Irak, das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens, Shanksville, 9/11, Maidan, usw. Allein das macht es mir schwer daran zu glauben. Die Schule an sich ist schon furchtbar schlecht, jede Firma in der freien Wirtschaft mit solchen "Produkten" wäre längst pleite. Wenn die Kinder jetzt Freitags nicht mehr hingehen werden es vielleicht noch mehr die nichts hinterfragenden Konsumenten, auf die das System so dringend angewiesen ist.
    Fragen über Fragen, vielleicht ist es leichter einfach an eins von beidem zu glauben. Ich weiß dass ich es nicht weiß 🙂
    Aber meine Tendenz geht vom CO2 weg, ich bin da viel mehr bei Herrn Storl im Interview bei den Buchkomplizen.

  6. Unfassbar, grotesk, Überlebensthema. Stimmt Herr Lehrich, geht mir genauso. Wo es bisher nicht mit der „Menschheitsfamilie“ (innerhalb einer „Schöpfungsfamilie“) geklappt hat (sonst wäre hier längst Frieden und das Paradies auf Erden), bin ich davon ausgegangen, das ja auch die „bösen“ Menschen ihre Kinder lieben und noch einen bewohnbaren Planeten zurücklassen wollen. Ohne eine wirkliche Erklärung zu haben hier drei Ideen dazu:
    Da wir alle „eins“ sind, geht uns durch das beschleunigte Artensterben ständig etwas verloren, so das wir als Menschheit insgesamt degenerieren (Devolution).
    Durch die Gentechnik (und Bruchstücke sind überall, auch in der Luft und im Wasser) verlieren wir zunehmend den Zugang zu unseren Gefühlen, Empfindungen und zum Gewissen und werden zunehmend „fremdgesteuert“.
    Die Sterbephasen nach Kübler-Ross werden kollektiv durchlaufen, wobei die einzelnen Menschen sich in unterschiedlichen Phasen befinden (Nicht-Wahrhaben-Wollen, Zorn, Verhandlen, Depression, Zustimmung).

  7. Ich habe selten so gelacht über solch einen Unsinnartikel… nun mal Butter bei die Fische Herr Lehrich:
    WAS, ganz konkret, WAS TUN SIE PERSÖNLICH, um den weiteren Untergang der Welt aufzuhalten? Wie sieht Ihr verlassen der Kompfortzone aus? Indem Sie Artikel zu Hause sitzen und Artikel schreiben, am Computer Interviews aufzeichnen und dann das nächste Aufklärungsbuch zu lesen? Ganz toll!
    Ich hoffe diese Fragestellung verstößt jetzt nicht gegen die Netikette der KenFM Seite, weil sie zu "persönlich" ist… denn es sit nur die Einleitung, wenn gleich als Frage echt Ernst gemeint – auf die Antwort bin ich super gespannt!
    Um es leichter zu machen, sage ich Ihnen mal was ICH tue, wie Ich aus meiner "Kompfortzone" heraus gekommen bin.
    Ich sage es frei heraus, ich renne zu keiner Freitagsdemo, um für das "Klima" zu kämpfen, denn das Klima kann auch ganz gut ohne mich Klima sein. Dem geseier über Co2 schließe ich mich nicht an, wohl aber halte ich Artikel wie die Tagesdosis vom 27.11. für erhellend.
    Ich rufe auch nicht zum massenhaften Hinrichtung von Menschen auf, denn nichts anderes bedeutet "hinwegfegen" (ja, auch die Eliten sind Menschen und haben ein Recht darauf zu leben,basta!)
    Ich mag keinerlei Gewalt und da sind wir genau bei dem Punkt, dem Einzigen, der meiner Meinung nach wirklich helfen kann die Welt zu einem besseren Ort zu machen, auf eine sanfte aber absolut unaufhaltsame Art und Weise. Für mich der einzige Ausweg… und diesen Weg hat, so weit ich weiß, hat noch keiner der von Ihnen zitierten Größen eingeschlagen, geschweige denn laut an- bzw. gar durchdacht und dann mal als Vorschlag hier oder auf Rubikon oder sonst wo beschrieben, die Leute dazu eingeladen. Geht ja auch nciht, weil dann all die schlauen Köpfe ihre Kompfortzone verlassen müssten?

    Für mich stellt sich die Sache ziemlich einfach dar.

    Jeder sollte (muss) bei sich selbst anfangen und mit seinem Beispiel andere überzeugen, nicht mit Worten, einfach nur mit tun, mit vorleben!

    Was meine ich, was soll das sein?

    Ich rede ganz einfach davon, ab sofort keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren, weder als Nahrung, noch als Kleidung oder sonst irgend was. Und seine Lebensmittel nur noch in Öko- bzw. Bioqualität versuchen zu kaufen.
    Bevor jetzt der Aufschrei kommt, würde ich gern meine Gedanken weiter ausführen.
    Ein Veganer lehnt also den Konsum tierischer Produkte ab und das soll die Welt retten? Ich denke ja, denn wenn ein Veganer keine Tiere mehr als Nutztiere zum Ausbeuten sieht, dann hören weltweit morgen die täglichen millionenfachen Hinrichtungen (die jeder Fleischkonsument täglich in Auftrag gibt) auf. Der Mensch der keine Nutztiere mehr hinticvhten lässt, will dann natürlich auch keine anderen Tiere mehr sinnlos töten, also keine z.B. keine Insekten vernichten, darum kauft er in erster Linie Bioprodukte, wo er sicher ist, das keine Pestizide eingesetzt wurden, für die Produktionssteigerung. Durch den wegfall der Tonnen von Gülle weltweit, erholen sich vielleicht mit der Zeit die Gewässer wieder. Das kommt der Umwelt, den Tieren und jedem Menschen zu Gute und der Gesundheit. Da sind wir beim zweiten Punkt, durch eine vollwertige, rein pflanzen-basierte, fettarme Ernährung sinkt das Risiko an einer der 10 weltweit führendsten chronischen Krankheiten, inklusive Krebs zu erkranken oder zu sterben, was die Kosten für die Krankenkassen, Pflege etc. und den Bedarf an Medikamente drastisch runter fährt, das entlastet auch den Staatshaushalt jedes Landes. Da weniger Medikamente konsumiert werden, werden weniger Reste über den Urin oder den Stuhl der Menschen ausgeschiden, was dann wieder den Klärwerken und den Gewässern hilft…soll ich das weiter ausführen oder reicht der Schubser?
    Da Veganer keine Tiere ausnutzen wollen, ist es nur ein logischer Schluss zum nächsten Schritt. Wenn ich keine Tiere ausnutze für meinen Vorteil, dann nutze ich doch gleich gar nicht meine Mitmenschen aus, das heißt, ich respektiere jeden meiner Mitmenschen als Gleichberechtig (gestehe jedem das gleiche Recht auf Leben, Unversehrtheit und Glück zu wie mir selbst). Daher kann ich keine Waffe auf jemanden mehr richten, lehne auch die entwicklung und den Bau n euer Waffen ab, weil er ja keine Waffen mehr mich befrohen oder auf mich gerichtet sind. Natürlich wird es immer noch Streit geben, weger der einen oder anderen Sache, zwischen den Menschen und den Ländern, vielleicht aber den legt man mit Worten bei, nicht mehr mit einem Krieg. Somit benötigen wir dann keine Waffenarsenale mehr, keine Militärbasen und der §23 der UN-Charta ist sofort wirksam. Da ich niemanden töten will ist dann auch klar, dass ich die Bodenschätze gerecht teilen muss, weil ja sonst ein Teil der Weltbevölkerung verhungern würde, was auch unter töten fällt… (das Zocken an den Börsen hört auf, denn wie entsteht denn Gewinn, in dem ein anderer verliert und das ist absurd) Der Verzicht auf sinnlosen Konsum stellt sich dann von ganz allein ein. Da wir die Bodenschätze dann gerechter verteilen, wird Reparatur wieder interessant, Menschen werden sich Material-Kreisläufe ausdenken, denn den Müll einfach von Europa oder Amerika aus nach Afrika verschiffen geht dann nicht mehr, auch einfach ins Meer kippen -geht nicht, weil da andere Lebewesen getötet werden können. Und, und, und….
    Der wichtigste Vorteil für jeden persönlich, wenn er auf den Konsum tierischer Produkte in der Ernährung verzichtet ist:
    Es fliegt einem regelrecht das Brett vor Kopf weg – jeder der es probierte, über den den Zeitraum von einem Jahr, berichtet davon, dass seine Denkleistung sich erhöht hat, er die Welt nun klarer sieht… der Nebel ist verschwunden!

    So einfach und so schwer ist die Lösung – denn jeder müsste bei sich selbst anfangen. Ganz blöd, ich kann dann nicht mit dem Finger auf Andere zeigen, kann nicht sagen "die Eliten" sind dran schuld, das "Militär" etc., denn es gibt sie nicht "die Eliten", es gibt nur Menschen die sich für was besseres halten. Und es gibt Menschen die so dumm sind sich vor den Karren spannen zu lassen, weil sie ihr Hirn nicht benutzen können, weil sie im Nebel rum tabsen…
    Zur Demo am Freitag rennen und danach ein gutes Gefühl zu haben, etwas für die Umwelt und das Klima gemacht zu haben und dann zu Hause sich die nächste Brotzeit mit reinem saftigen Steak in den Mund zu schieben ist so was von verlogen und heuchlerisch. By the way – wo sind die Plakate auf den Freitagsdemos gegen die Massentierhaltung und für eine vegane Lebensweise?
    Sie, Herr Lehrich können hier noch tausend Beiträge posten, sie werden nichts, gar nichts ändern. Die Leute lesen es, schmunzeln, und gehen zur Tagesordnung über. Sorry, das sit die Wahrheit.
    Aber wenn Sie heute, gleich jetzt, nachdem Sie meinen Beitrag (hoffentlich) gelesen haben, (wenn gleich noch nicht vollendens verstanden, weil da ist wieder das vernebelte Hirn im Weg ;- ) ) sich für eine vegane Lebensweise entscheiden, dann haben Sie am Ende diesen Jahres auf jeden Fall etwas für die Umwelt, für die Rettung der Welt und aller unterdrückten Menschen, Lebewesen getan,… denken Sie darüber mal nach und bitte nicht mit solchen Ausreden kommen, ich trinke nur Biomilch (auch diese Kühe werden vergewaltig) und esse nur Biofleisch einmal die Woche (auch dieses Biorind wird gegen seinen Willen hingerichtet).

    Zum Schluss noch eine sarkastische Bemerkung: "Wir haben Herrn Pohlmann zwischen zwei Reisen für dieses Interview bekommen…" Der Lacher schlechthin. Echt jetzt? Ah ja, zwischen zwei Reisen – ich vermute mal es handelt sich dabei nicht um Pilgerreisen zu Fuß oder? Die zwei Computer vor denen Sie sitzen und Ihr tolles Interview aufgenommen haben, haben natürlich auch keine elektronischen Bauteile aus seltenen Erden verbaut. Was für eine Art Strom nutzen Sie Beide eigentlich, um die Computer zum laufen zu bringen – steht da eine Windmühle auf Ihrem Dach? Ach ja, und was ist mit der Kleidung die Sie tragen, wie die Biocollektion von Trigema (deutsche Bekleidungsfirma die nachhaltig arbeitet) sieht es nicht aus… merken Sie was? Wenn ein Finger auf jemand anderen zeigt, zeigen immer vier Finger auf einen selbst, dumm gelaufen! Sarkasmus aus!

    • Die Ideologie des unternehmerischen Selbst ist mit ihren Folgen einer Individualisierung längst auch in emanzipatorischen Bewegungen wirksam geworden. Dort spiegelt sie sich beispielsweise in Parolen wider wie: »Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, soll die Veränderungsenergie nicht auf Zentren der Macht richten, sondern mit der eigenen Veränderung beginnen.«
      Diese frohe Botschaft zur Individualisierung des Glücks – die »Privatisierung der Utopie« (Steve Fraser) – wird sicherlich von den Herrschenden gerne begrüßt. Entgegen einer solchen individualisierenden Konzeption ist Glück jedoch ein Zustand, der nicht allein von unserer individuellen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung abhängt, sondern wesentlich auch von unseren sozialen Lebensverhältnissen, insbesondere einem Gefühl von Zugehörigkeit, und damit auch von unseren materiellen Lebensverhältnissen. Die vielfältigen Formen einer individualisierenden Psychologisierung von Glück und Selbstverwirklichung, wie sie gegenwärtig wieder hoch im Kurs stehen, tragen zur Stabilisierung der gegebenen Machtverhältnisse bei und führen zu einer weiteren Entleerung des politischen Raumes.
      (Rainer Mausfeld, Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien)

    • Moin, Steffen Jurisch, Sie beschreiben sicherlich eine denkbare Möglichkeit das Himmelreich direkt ohne den Aufenthalt im Fegefeuer zu erreichen.
      Doch viele andere Mitbewohner des Planeten (u.a. der Schreiber dieses Posts) teilen ueberhaupt nicht Ihre Ansicht und wollen sich auch nicht bekehren lassen. Wat nu?

      Nun haben wir eine Situation, die in 2 entgegengesetzte Richtungen zieht. Fuer Sie gibt es 2 Möglichkeiten
      1. Tolerant zuzuschauen, wie sich ein Teil der Menschen ueberhaupt nicht um Ihre Lösung schert oder
      2. Die anderen zu zwingen sich Ihrem Weg anzuschliessen.
      Eine 3. Lösungsmöglichkeit sehe ich nicht.

      „Die zwei Computer vor denen Sie sitzen und Ihr tolles Interview aufgenommen haben, haben natürlich auch keine elektronischen Bauteile aus seltenen Erden verbaut. Was für eine Art Strom nutzen Sie Beide eigentlich, um die Computer zum Laufen zu bringen – steht da eine Windmühle auf Ihrem Dach?“

      Das ist unfair, Steffen Jurisch, woher soll man so schnell mit einer Triumf Adler (Bj 1950) aufwarten, bei der noch keine seltenen Erden oder ähnlichen Krams verarbeitet wurde. Es ist allein Ihnen vorbehalten, Ihre Posts damit zu schreiben, so hoffe ich.
      Ein Letztes:
      „Ich rufe auch nicht zum massenhaften Hinrichtung von Menschen auf, denn nichts anderes bedeutet "hinwegfegen" (ja, auch die Eliten sind Menschen und haben ein Recht darauf zu leben,basta!)"

      Unter „hinwegfegen“ kann sehr wohl auch das politische Ausschalten gemeint sein. Es muss nicht unbedingt der physische Tod gemeint sein.
      Ihre Erkenntnis, dass die Eliten (ich sage Herrscher) auch Menschen sind ist wahrlich nichts Neues, Aber Sie verhalten sich nicht so. Und das liegt daran, dass Sie, genau wie alle anderen Menschen in ein System gezwängt sind, das sie nicht alleine verlassen können. Nur gemeinsam ist man stark, aber nicht als VEGANER oder als SCHWULER oder als LESBE oder als ANALFABET oder als NACHTARBEITER oder als (…). Nur gemeinsam gegen den gemeinsamen Feind, und das ist der Kapitalismus.
      Was sie befuerworten, ist genau die herrschende Ideologie des Guertel enger schnallens. Leider!

      mfG

    • Hallo Steffen Jurisch! Ich bin auch Veganer und Pazifist und kann ihnen versichern, dass auch diese
      Zusammenhänge sowohl von einigen FfF, XR (AnimalRebellion konzentriert sich gerade darauf), als auch in dem beworbenen Buch „Die Ökokatastrophe“ (z.B. im zweiten Beitrag von Sven Böttcher „Wir Klimalügner“) angesprochen werden. Übrigens auch hier: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-spaltung-durch-klimadebatte-wenn-aus-freunden-feinde-werden/ und hier https://kenfm.de/planetarer-supergau/ . Ich finde dieses Thema auch überragend wichtig („Solange es noch Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“ , Tolstoi), trotzdem kann ich ihre Kritik ansonsten nicht verstehen, weil ich Herrn Lehrich immer sehr empathisch und positiv empfinde, z.B. auch in seinen Gespächen mit Herrn Fleck (der ja nun wirklich ein „Umwelt-Guru“ der ersten Stunde und ein großer Mahner ist). "Wie Innen so Außen" ist auch excellent. Auch Herr Pohlmann macht seine Arbeit ausgezeichnet (trotz unfairer Attacken von mir unbekannten (Hate-)Netzwerkern) und ich habe eine Hochachtung vor seiner „universalen“ Bildung. Am meisten hat mich beeindruckt, wie er mal bei einer Verleihung des Bautzener Friedenspreises (ich glaube an Eugen Drewermann), in wenigen Sätzen den Großinquisitor von Dostojewski (meiner Überzeugung nach) komplett richtig und pointiert wiedergab. Zum Abschluss noch was zum Schmunzeln: Auf Instagram unter milliondollarvegan hat veganevan Donald Trump eine Million Dollar (für die Veteranen) angeboten, wenn er einen Monat (Januar 2020) vegan lebt unter dem #MakeAmericaHealthyAgain (wurde auch im Fernsehen ausgestrahlt)) . Ich wünsche Ihnen noch eine schöne, friedliche und vegane Woche!

    • @Hog1951

      Sie wissen ja, Kollektivismus und Freiheit schliessen sich aus, aber schauen Sie mal hier.

      https://www.linksnet.de/artikel/19333

    • Klassisch deutsche Familie – Mutter, Vater, 3 oder 4 Kinder.

      An einem Sonntag – Mutter ruft zu Essen.
      Söhnchen kräht: „Nein Mama, ich will spielen.“
      Mutter geduldig: „Komm, wir wollen gemeinsam essen.“
      Söhnchen: Neiiin Mama, Du weißt doch – Kollektivismus schließt Freiheit aus!

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/humml/' rel='nofollow'>@Humml</a>

      Hab grosses Verstaendnis fuer den Kleinen, man sollte ihn spielen lassen. Die Kueche oeffnet wieder 18.00 Uhr.

    • Moin, fufu (2.12. at 23:25)
      Der Individualismus ist eine Variante der Herrschenden uns zu spalten. Je weiter wir „individualisiert“ werden, desto weniger Kampfkraft können wir entwickeln. Aber das Zupfen dieser Saite (Individualismus) verschafft den Herrschenden ungeahnte Vorteile, weil der Spiessbuerger eine riesengrosse Angst hat vereinnahmt zu werden von einer Masse, die er nicht mehr ueberschauen kann. So ist es nunmal.
      Doch es gibt dieses Gedicht von Niemöller, das ungefähr so geht:

      Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
      Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.
      Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

      Ich muss also ein Stueck meiner Individualität aufgeben, um das grössere Ziel zu erreichen.

      mfG

  8. "Überlegen Sie kurz, bevor Sie antworten oder lesen Sie am besten das neue Rubikon-Buch „Die Öko-Katastrophe“ — mit vielen namhaften Autoren und Wissenschaftlern, die ihr Handwerk verstehen und wissen, dass wir uns, wenn wir so weiter machen, im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode debattiere."

    Diese Aussage kann auch mißverstanden werden.
    Wer kurz denkt, denkt nur bis zur Nasenspitze. Experten und Wissenschaftler sind nicht immer freie Menschen, ihre Aufgabe ist es ihr Wissen allgemeinverständlich zur Verfügung zu stellen und widersprüchliche Thesen nachzugehen, anstatt Verhaltensaufforderungen zu formulieren.

  9. „Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen“.
    Ist das wirklich so? Ist das eine Aufforderung zum "Kampf" den wir schon längst verloren haben?
    Müssen wir nicht andere "Waffen" finden, die kein Gewaltpotenzial in sich tragen und mit Moral und Gewissen der Wahrheit in die Öffentlichkeit stellen? Ungeduld und Aufforderungen wie der Mensch sich zu verhalten hat, sind keine guten Berater. Die Zeit kommt, wenn sie reif ist.

    Die Klimafrage ist eine Irritation und steht am anderen Ende der wichtigsten Aufgaben, da sie eine Folge der sozialen Frage ist.

    Die soziale Frage kann nur gelöst werden, wenn Wirtschaft, Recht und Kultur sich gegenseitig inspirieren und gleichzeitig im Zaum gehalten werden.

    Es kann nicht sein, dass das Finanz-Recht-System alles beherrscht und alles in Zahlen und Statistiken erklärt (eine Art malen nach Zahlen und das als großen Kreativität bewertet). Wenn Wissenschaft als "Elitewissen" erklärt wird und den man dann bedingungslos folgen muss, weil die WISSENSCHAFT zum Glaubens-Dogma mißbraucht werden soll. Das Finaz-Recht-System arbeitet im Verborgenen, übernimmt keine Verantwortung, aber erhebt Anspruch auf alles. Es ist die graue GEWALT, die ihre Puppen mißbräuchlich tanzen läßt.

    Es kann nicht sein, dass uns (weltweit) unterm Arsch das Land verkauft wird, indem steigende Wertpapiere der Finanzoligarchen kurz vor platzen der Blase in Immobilien , Landschaften, Seen und Wasser zu überhöhten Preisen verkauft werden. Der Spiess dreht sich vom Wertpapierbesitz zu Großimmobilien um, aber das Abhänigkeitsprinzip bleibt bestehen.

    Die Klimafrage ist für mich sowas von bedeutungslos, weil Geschichtzerstörung, Kulturzerstörung, Bildungszerstörung etc. für mich Menschheitszerstörung ist. Solange Geist ohne Wirkung, Seele als Konsumnachfrage und Körper als Energielieferant gesehen wird, sind wir Gefangene der Macht.

    Der abhängige Mensch als sklavischer Diener einer vermeintlichen Ideologie ist menschheitsfeindlich, denn der Mensch muss in Freiheit den Weg der Liebe suchen.

  10. Und ich finde, es macht tatsächlich Mut, was er schreibt. Zum Beispiel wenn er das folgende Zitat anschließend mit einer Geschichte über Ludwig XVI., der in der Französischen Revolution mit der Guillotine geköpft wurde, veranschaulicht:

    „Im Laufe der Geschichte haben sich die herrschenden Klassen immer wieder durch ihre armselige politische Vorstellungskraft ausgezeichnet. Die Angehörigen der Eliten waren völlig davon überzeugt, dass das politische System, an dessen Spitze sie standen – ob nun Sklaverei, Feudalismus oder Tyrannei – unveränderbar sei und die einzige Alternative zum Chaos darstellte“ (S. 13).
    (…)
    Und nun kommt`s: Ausgerechnet an den berühmten Tagen der Französischen Revolution schreibt Ludwig XVI. was in sein Tagebuch? „Nichts“. Rendueles Schlussfolgerung daraus:

    „Wir alle sind wie Ludwig XVI. geworden: kurzsichtig und, was noch schlimmer ist, skeptisch hinsichtlich der für möglich gehaltenen gesellschaftlichen Transformationsprozesse. Wir tun so, als würden Kasinokapitalismus, Zeitarbeitsfirmen und transnationale Unternehmen auch in 1000 Jahren noch existieren. Das liegt selbstverständlich nicht an einem Übermaß an Realismus. Die hegemonialen sozialen Diskurse – jene, die in den Meinungskolumnen der Tageszeitungen als ‚gesunder Menschenverstand’ bezeichnet werden – ähneln den Fantasien eines Drogentrips. Wir haben den Fanatikern des freien Marktes, die eine wahnhafte Vision der gesellschaftlichen Realität besitzen und uns erzählen, die Bereicherung der Reichsten sei die einzig mögliche Form des Zusammenlebens, die Kontrolle über unser gesellschaftliches Leben übertragen“ (S. 14/15).
    (…)
    Zum Schluss seines Buches gibt Rendueles eine Aussage der konservativen spanischen Politikerin Esperanza Aguirre wieder. Diese habe im Sommer 2014 gesagt, es sei dringend notwendig, das Wahlgesetz zu verändern, um zu verhindern, dass eine „Koalition von Verlierern“ die Macht ergreift. Rendueles dreht dies gedanklich um und schreibt als Schlusswort seines Buches:

    „Ich denke, das ist die beste Definition von Demokratie, die ich jemals gehört habe. (…) Demokratie ist der politische Ausdruck der faszinierenden und immer etwas unscharfen Intuition, dass ein besseres – gerechteres, freieres und erfüllteres – Leben nur unter Gleichen möglich ist, die das ihnen Gemeinsame entdecken, transformieren und teilen“ (S. 256).

    Ich selbst hatte bei der Aussage der spanischen Politikerin eine andere Idee: Besser kann man nicht ausdrücken, was Konservatismus ausmacht.

    Aus:
    Werden wir von Kanaillen regiert?
    01. Dezember 2019 um 11:45 Ein Artikel von Udo Brandes | Verantwortlicher: Redaktion

    „Kanaillenkapitalismus. Eine literarische Reise durch die Geschichte der freien Marktwirtschaft“ – so heißt das neue Buch des spanischen Soziologen César Rendueles. Eine nicht nur lohnenswerte, sondern auch unterhaltsame Lektüre, meint Udo Brandes, der das Buch für die NachDenkSeiten gelesen hat.
    (NachDenkSeiten)

    • "… Leben nur unter Gleichen möglich ist …"

      Danke dafuer, dass Sie Ihre Alternative so deutlich machen : "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schaedel ein".

    • Da keine Argumentation ersichtlich ist, hier ausführlich:

      „Das Bewußtsein der Massen wird eines Tages reif sein zu erkennen, daß ihre Arbeitsbedingungen, insbesondere die Folgen der Arbeitsteilung, inhuman sind, das heißt, ihrer Lage als ganzheitliche menschliche Wesen nicht entsprechen.
      Wenn dieses Gefühl von einer politischen Bewegung umgesetzt werden kann in eine massenhafte Empörung gegen diese Ungerechtigkeit, dann wird die Lage kritisch (…)

      Ob unsere Demokratie die Kraft hätte, Maschinengewehre gegen revoltierende Arbeitermassen zu richten, bezweifle ich.
      Ein Noske, der 1919 erklärte: einer muß den Bluthund machen, scheint mir nicht am Horizont.“
      (Günther Nollau, Wie sicher ist die Bundesrepublik?)

      Hr. Mausfeld: An dieser trockenen Analyse, würden wir auch heute noch sagen, da ist sicherlich etwas dran. Der Schluß erscheint mir etwas optimistisch, denn ich denke wenn die Situation da ist, daß die Zentren der Macht sich wirklich bedroht fühlen, dann wird es sicherlich auch keinen Mangel an Noskes geben, die bereit sind sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.
      (…)
      Begriff der ,Gewalt´ gehört zum politischen Falschwörterbuch

      Als ,Gewalt´ werden Reaktionsweisen der Machtunterworfenen angesehen,
      Gewalt ist das, was einzelne (nicht staatliche) Täter begehen

      Nicht zur ,Gewalt´ zählen:

      – Gewalt durch staatliche Zwangs- und Sicherheitsorgane
      – Gewalt durch Zerstörung ökonomischer und ökologischer Lebensgrundlagen
      – Gewalt durch die systematische Erzeugung von Angst und Unsicherheit
      – Gewalt durch Verletzungen sozialer Menschenrechte
      – …

      > Die Folgen struktureller Gewalt werden auf das Individuum projiziert – individualisiert und pathologisiert. Dadurch wird strukturelle Gewalt unsichtbar.
      (…)
      Hr. Mausfeld: Vergessen sie den Traum von sozialer Gleichheit, das führt nur zu Gewalt. Das ist die Scheidelsche Drohung.
      Interessant ist auch hier wieder, wichtig ist ja sozusagen daß wir politische Denkmethodologie üben und uns immer wieder die Sprache ansehen. Scheidel spricht von dem ungeheuren menschlichen Leid. Er meint das ungeheure menschliche Leid das in der Geschichte dadurch entstanden ist, daß Leute gegen menschenunwürdige Zustände gekämpft haben.
      Er meint nicht das ungeheure menschliche Leid das durch die Zustände, durch die Mechanismen die zu diesen Zuständen geführt haben, durch die Zustände selbst entstanden ist.
      Hier sehen sie im Grunde schon wieder eine ideologische Verbrämung des Status quo.
      (Verbrämung – positive, abgeschwächte Darstellung von etwas Negativem)

      Aus:
      Rainer Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements

  11. Ich habe meine Komfort-Zone seit 2004 längst herunter gefahren. Trotzdem stehe ich kritisch dem CO2-Vermeidungs-Wahn gegenüber und stelle fest, dass sämtliche Gegenargumente unbeachtet bleiben oder im Orbit versenkt werden.

    Wir leben in einer Bürokraten-Diktatur. Verordnungen und Gesetze werden von deren Profiteuren erlassen.
    SUBVENTIONEN heißt das WIRTSCHAFTS-PROGRAMM, dass die Wirtschaft noch Flügel verleihen soll.
    SUBVENTIONEN werden nur an Firmen gegeben, wenn sie die Verordnungen umgesetzt werden.
    ständige ENeV-Verschärfung, Smart-Meter, 5G, CO2-Abgaben usw…
    Das ist m.E. ein Wirtschaftsprogramm durch Zwangsmaßnahmen.
    Das so hervorragende Leute wie ihr auf diesen Hysterie-Zug aufspringen, macht mich nachdenklich.

    • Ja, das entspricht auch mein Wissensstand. Der große Finanzcrash ist schon längst am Laufen, nur das es sich um einen kontrollierten Crash handelt, der die Machverhältnisse unberührt lassen soll. Die Erde mit ihren Mensch als handelbare Wertpapiere. Die Herausgabe von Wertpapieren kann nur durch den Eigentümer geschehen, der irgendwelche Mehrwert-Ideologien zum Besten gibt, die über Zwangsmaßnahmen erwirtschaftet werden. Individuelle Freiheit wird aufgegeben und in falscher ideologischer Opfersolidarität ersetzt.

    • Kann mich Ihrer Meinung nur anschließen.
      Die verhärteten Fronten, vor allem im CO2 Streit zeigen das die Spaltung gelungen ist.
      Es gelingt nicht mehr, Wesentliches (der Wachstumszwang des Wirtschaftssystem) von Unwesentlichem (das CO2- Aufkommen) zu unterscheiden.

  12. Ja – stürzen wir sie, diese "Eliten"! Fegen wir sie hinweg! … Und dann? Gibt`s da schon so was. wie einen Plan? Also etwas praktisch Realisierbares? Etwas "Durchdachtes"?
    Und wer sind eigentlich die "Eliten"? Haben wir da schon "Listen"?
    Befaßt man sich mit so etwas wie "Ökonomik"? Das wäre vielleicht keine ganz schlechte Idee – oder?
    Ich meine, davon leben wir ja.
    Oder überlassen wir das dann doch wieder den neuen… ja was eigentlich? "Eliten"?
    Wer darf denn nun mit den Hebeln der Macht spielen? Die "Klimakids"?

  13. Die Wahrheit ist ein kostbares Gut, das weggesperrt werden muss, weil es sonst missbraucht wird.
    Wo weggesperrt?: In deinem Kopf, in deinem Bauch, in deinem Herz. Machst du das nicht, brauchst du das berühmte schnelle Pferd.
    Apropos, wo ist eigentlich das Tagesthema, ich glaube vom 27.11. geblieben, von Rainer Rupp freigelassen, in dem es um Chinas Meinung, (der dortigen Klimawissenschaftler) zum CO2 ging?
    Habe es nur quer gelesen, am nächsten Tag war es weg.
    "….Diese Maßnahmen werden unwirksam sein oder sogar nach hinten losgehen, wie sie es jetzt schon tun, wenn wir nicht aus einem Narrativ heraus agieren, das jede Art, jeden Menschen, jeden Wald, jeden Fluss für sich wertschätzt und nicht nach ihrem instrumentellen Nutzen bewertet. Lasst uns den Krieg gegen den Klimawandel aufgeben und die Dinge neu bewerten, die von der Mentalität des Krieges ausgeschlossen werden. Paradoxerweise kann dann, und nur dann, das Fieber abklingen und der CO2-Gehalt sinken.“
    Charles Eisenstein

    • Danke.

      Auch mir ist das aufgefallen, dass der Artikel von Rainer Rupp verschwunden ist und sich nicht im Archiv befindet. Nun gut, ich nehme diese Dinge zur Kenntnis – das kann ja mal passieren – aber wenn es öfter vorkommt, kann das schon als Täuschung verstanden werden. Natürlich können auch gesellschaftliche Zwänge dieses Verhalten erzwingen oder man glaubt es zumindest bzw. möchte überzogene oder überhitzte Debatten vermeiden.

      Ansonsten empfinde ich die Leserkultur bei KenFM sehr angenehm. Die Leserbriefe haben für mich große Bedeutung und erhöhen die Artikel zu echtem Reichtum.

  14. Lieber Herr Lehrich, zunächst scheint es mir nötig, zu klären, dass "Menschheit" hier nur die, sagen wir mal, mehr oder weniger wachen Menschen meinen kann. Die Herrschenden und die eher schlafenden Bürger ziehen ja an einem Strick und lassen sich einheitlich durch den medialen Mainstream artikulieren: wir müssen zusehen, dass die Maschine weiter läuft ! Keine Experimente !

    Sie schreiben dann "Es ist unfassbar, nahezu grotesk, dass die Menschheit bei Klima und Umweltverschmutzung nicht an einem Strang zieht". Zeigt das nicht nur Ihr zu geringes Fassungsvermögen, wenn viele unterschiedliche Meinungen und Aussagen zum Thema Klima und Umweltverschmutzung für sie "unfassbar, nahezu grotesk" sind ?
    Ist das nicht verständlich, ja in einer einigermaßen individualisierten Gesellschaft selbstverständlich, "dass die Menschheit bei Klima und Umweltverschmutzung nicht an einem Strang zieht" ? Wer sich selbständig zu informieren versucht, kommt natürlich zu individuellen Informationen.
    Gott sei Dank.
    Nicht zum mainstream, zum einen Hauptstrang.

    So schreibt z. B. Anselm Lenz im Buch `Die Ökokatastrophe´ "Wir wissen, dass die Menschheit, also wir alle, den einzigen Planeten, den wir haben, durch die marktwirtschaftliche Produktionsweise zerstört und dabei ist, ihn früher oder später für Menschen unbewohnbar zu machen.“ Chris Hedges schreibt „Die herrschenden Eliten und die Konzerne, denen sie dienen, sind die Haupthindernisse für Veränderung.“ Caitlin Johnstone schreibt "Sollten wir also immense, weitreichende Veränderungen vorhaben, dann wäre die völlig unnötige weltumspannende US-Kriegsmaschinerie der naheliegende Ausgangspunkt.“ Charles Eisenstein schreibt "Diese Maßnahmen werden unwirksam sein oder sogar nach hinten losgehen, wie sie es jetzt schon tun, wenn wir nicht aus einem Narrativ heraus agieren, das jede Art, jeden Menschen, jeden Wald, jeden Fluss für sich wertschätzt und nicht nach ihrem instrumentellen Nutzen bewertet. Lasst uns den Krieg gegen den Klimawandel aufgeben und die Dinge neu bewerten, die von der Mentalität des Krieges ausgeschlossen werden. Paradoxerweise kann dann, und nur dann, das Fieber abklingen und der CO2-Gehalt sinken.“ Sven Böttcher schreibt „Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, müssen wir dringend etwas ändern. Wenn sie nicht menschengemacht ist, müssen wir erst recht dringend etwas ändern."

    Das sind also nur einige ganz wenige unterschiedliche Meinungen dazu, was die gegenwärtige Misere sei und wie ihr beizukommen sei. Was ist daran "unfassbar, geradezu grotesk", Herr Lehrich ?

    Sie übersehen leider komplett das, was Herr Böttcher klar und einfach zusammenfasst: „Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, müssen wir dringend etwas ändern. Wenn sie nicht menschengemacht ist, müssen wir erst recht dringend etwas ändern." Wem von uns ist das nicht klar ?
    Die mehr oder weniger aufgewachte Menschheit zieht längst an einem Strang, da doch uns allen klar ist, d a s s w i r d r i n g e n d e t w a s ä n d e r n m ü s s e n. Wem ist das nicht klar ?

    Wir sind also alle dabei, etwas zu ändern. Sie nicht, Herr Lehrich ? Aber natürlich ändern Sie etwas anderes als ich. Jeder hat seine Haustür, vor der genug zu kehren ist. Jede Kehricht sieht anders aus. Weil wir alle verschieden sind. In unseren persönlichen Fähigkeiten, in unserer Einsicht in die Problematiken, in unseren finanziellen Mitteln, in unserem gesellschaftlichen Einfluss. Nur wenn wir diese Verschiedenheit würdigen, merken wir, dass wir längst an einem Strang ziehen und können uns gegenseitig ermutigen und unterstützen.

    Also machen wir weiter und bringen wir jeder ein, was wir am besten können.

    • Fuer Herrn Pohlmann und nicht nur fuer ihn gibt es nur die Alternative "Kapitalismus" oder "Oekodiktatur". Da ist uebrigens was dran. Letztere muesste man sich wohl nach dem Vorbild von Mao's Kulturrevolution vorstellen. Fuer das Individuum duerfte es ziemlich egal sein wer ihm den Garaus macht. Wahrscheinlich laeuft es in beiden Faellen auf eine Weltbevoelkerung von 500 Millionen hinaus.

    • Wir ziehen an einem Strang, aber noch ist es oft ein Ziehen an verschiedenen Enden, ein Tauziehen.
      Nehmen wir die E- Autos. Da muss vom politischen Westen, (wie schon das Öl), Kobalt und Lithium, (meist durch Kinderarbeit gewonnen), den Entwicklungsländern geklaut werden, wenn sich der Bau eines E-Autos rechnen soll. Der CO2 Fußabdruck, (von dem ich nichts halte, bevor Missverständnisse aufkommen), bringt dem E-Auto, gegenüber einem Diesel erst ab 219000 km leichte Vorteile.
      Diese Ausbeutung der Entwicklungsländer, der neue E- Auto Markt, dient nicht der Umwelt sondern den Industrie Konzernen.
      Wir müssen dringend etwas ändern, wie Swen Bötcher sagt. Und zwar erstmal das CO2 Abstellgleis verlassen, auf das uns die Finanzelite geparkt hat, auf dem wir uns gegenseitig an die Gurgel gehen sollen.
      Die Wahrheit ist schmerzhaft. Zwei Drittel der Menschheit muss mit weniger als 2 Dollar pro Kopf am Tag auskommen. Beendet der Westen seine weltweite Ausbeutung, nähern wir uns, langsam zwar, aber stetig, dieser 2 Dollar Marke an. Außer, wir finden einen Weg, die ausgebeuteten Vermögen der Finanzeliten an denen zurück zu geben, die sie erarbeitet haben.
      Das Fass müssen wir aufmachen, ohne rein zu fallen. Noch reden wir meistens drum herum.

    • fufu, ist es Dir als Individuum egal, wer Dir den Garaus macht ?
      Ich will leben. Das mach ich gerne. Esse kein Fleisch, kaufe in Bioläden ein, fahre Gasauto, in der Stadt mit dem Fahrrad, fahr zur Ramsteindemo, mache mit im Arbeitskreis gegen 5G, hab kein handy und kein Smartphone, vermeide Plastik, lese/höre/kommentiere Kenfm usw., besuche Mutter Meera, berate bei Problemen mit dem Jobcenter, spiele mit dem Enkel und meiner Frau. Alles einfache Sachen. Kann mehr werden.

      blauersalamander, auch wenn Daniele Ganser für seinen Tesla spricht – lass ich von einem eAuto die Finger. Und warte auf ein Wasserstoffauto.
      Die ungerechte Verteilung der Finanzen sind Folge von oft Jahrhunderte alter verbrecherischer Ausbeutung. Klar. Aber die Ursache dafür liegt im Geist, in verbrecherischen Geistern von Menschen. Und diese Geister – wie können Sie einsichtig werden ? Das einzig Befriedigende, was mir dazu einfällt, ist, dass wir sie auf die Dauer überflüssig machen, indem wir uns von dem fernhalten, was sie anbieten.
      Stell Dir vor, Zuckerberg ruft – und alle kündigen facebook…und gehen zu https://human-connection.org

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/josef/' rel='nofollow'>@Josef</a> Gabriel Twickel

      Ich lehne Gewalt gegen Menschen, Tiere und Meinungen ab, auch fuer den vorgeblichen "guten Zweck". Insofern tue ich was ich kann um mich und meine Naechsten vor allen Eventualitaeten zu schuetzen ohne mir die gute Laune verderben zu lassen. Das nennt man glaube ich radikalen Individualismus. Ob das den "Eliten" nuetzt ist mir sowas von egal wenn die Alternative Massenmoerder wie Hitler, Stalin, Pol Pot oder Mao sind, denn darauf laeuft es bei bei der Aufwiegelung der Massen hinaus. Stimme dem Kommentar von <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/steffen/' rel='nofollow'>@Steffen</a> Jurisch oben zu.

  15. Unbequeme Wahrheiten gibt es und Menschen (wie z.B. Julian Assange) die sie berichten!

    Doch wer unbequeme Wahrheiten verbreitet wir auch schnell hingerichtet, siehe die bereits getöteten Journalistin Caruana Galiziain in Malta oder die Impfgegnerin Jennifer Jaynes die man mit zwei Kopfschüssen hingerichtet hat!

    Link: legitim.ch/post/schon-wieder-impfgegnerin-bestsellerautorin-mit-zwei-kopfsch%C3%BCssen-hingerichtet

  16. Als Gegenmittel gegen Panikmache und Schwarzmalerei empfehle ich überprüfbare Falkten und faktenbasierte Statistik. Hans Roslings Buch "Factfulness" ist extrem hilfreich dabei, ein relistisches Bild von unserer Welt zu bekommen,oder wie der Deutschlandfunk schreibt:

    "Mit Fakten gegen Unwahrheit und schlechte Stimmung

    Der Gesundheitsforscher Hans Rosling pflegt vor allem die Wahrheit als eine der großen Therapien. Sein Werk „Factfulness“ ist ein Plädoyer für den Fortschritt und für die heilende Wirkung fundierter Fakten.

    In Zeiten von Fake News ist es ziemlich erfrischend, wenn ein Autor ganz auf Fakten setzt. Der kürzlich verstorbene schwedische Gesundheitsforscher Hans Rosling war so einer. In seinem jetzt erschienen Buch, das sein Sohn und dessen Ehefrau zu Ende geführt haben, wird deutlich: Erst wer die Fakten kennt, kann seine Situation richtig einschätzen.

    Und so steckt dieses kluge Buch voller Ratschläge, die helfen, nach den relevanten Zahlen zu fragen und sie einzuordnen. Roslings Ziel, Neugier auf Fakten zu wecken und zum Selbstdenken anzuregen, geht voll auf. Er verfolgt dabei einen ähnlichen Ansatz wie der Kognitionswissenschaftler Steven Pinker. Fehlende Fakten sind aber nicht nur ein Problem in der öffentlichen Debatte. Genauso wichtig ist die Neigung, Fakten für irrelevant zu halten. Das macht dieses Buch erschreckend klar. Und: Wem sein Weltbild über alles geht, wird dieses wichtige Buch nicht lesen. Leider."

    Weiterlesen kann man hier:
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/hans-rosling-u-a-factfulness-mit-fakten-gegen-unwahrheit.950.de.html?dram:article_id=422563

    • Es ist zum Beispiel ein Fakt, dass ein Gebäude nur im freien Fall in sich zusammen stürzen kann, wenn alle seine tragenden Elemente auf einmal ihre Stabilität verlieren. Wer das öffentlich ausspricht, wie z. B. Dr. Ganser, der muss sich "Verschwörungstheoretiker" schimpfen lassen. Was ein Fakt ist, bestimmt heute die öffentliche Meinung, die von den großen Medien dominiert wird. Häretiker werden exkommuniziert, verlieren ihren Job und sehen sich mit Rufmordkampangen konfrontiert Es geht letztlich gerade nicht um Fakten sondern um Gläubigkeit in einem neuen Gewand. Fakt ist, was die neue Kirche sagt, fake ist alles, was nicht der herrschenden Doktrin folgt. So einfach ist das. Daher glaube ich wenig, hinterfrage alles und denke selbst, auch wenn mir dafür die Ächtung droht.

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