Die upgedatete Menschheit | Von Walter van Rossum

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Das Weltwirtschaftsforum ist eine der geistigen Brutstätten der Transhumanismus-Ideologie.

Ein Standpunkt von Walter van Rossum.

Menschsein ist nicht genug. Die heute lebenden Exemplare seien unzulänglich, unvollständig — so die geläufige Auffassung derer, die sich anschicken, den Menschen mittels einer Fusion mit der digitalen Technik auf eine höhere Stufe emporzuhieven. Nachdem im 19. Jahrhundert Gott für tot erklärt wurde, maßt sich im 21. Jahrhundert eine kleine Avantgarde gottähnliche Macht an. Die Angehörigen dieser Eliten wollen nicht mehr länger die Gebrechlichkeit, die Vergänglichkeit der menschlichen Physis hinnehmen und sich selbst zu einem höheren Wesen transformieren. Das von Klaus Schwab gegründete Weltwirtschaftsforum ist eine der Brutstätten dieser vor menschlicher Hybris triefenden Denkschule. Ein Ausschnitt aus der Gedankenwelt derer, die in Davos ein- und ausgehen, lässt tief blicken.

Exklusivabdruck aus dem Buch „Meine Pandemie mit Professor Drosten“ von Walter van Rossum.

Die Runde eröffnet ein Statement von Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forum (WEF). Schwab sitzt auf einem Sessel, der zu schweben scheint. Von Ferne erinnert er an den von dunklen Visionen getriebenen Colonel Kurtz in dem Film „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola.

Schwab erklärt:

„Die Covid-19-Krise hat uns gezeigt, dass unsere alten Systeme nicht mehr für das 21. Jahrhundert geeignet sind. Sie hat einen grundlegenden Mangel an sozialem Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung gezeigt. Jetzt ist der historische Augenblick da, nicht nur, um das eigentliche Virus zu bekämpfen, sondern auch, um das System gemäß den Bedürfnissen umzuformen, die im Zusammenhang mit Corona entstanden sind.

Wir haben die eine Wahl, passiv zu verbleiben, was dazu führen wird, dass viele Trends, die wir heute sehen, verstärkt werden. Polarisierung, Nationalismus, Rassismus und am Ende eine zunehmende soziale Unruhe mit Konflikten. Aber wir haben eine andere Wahl, wir können einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeiten, der vor allem die nächste Generation integriert. (…)

Wir brauchen einen globalen Neustart. Wir müssen alle Teile unserer globalen Gesellschaft mobilisieren. (…) Wir dürfen dieses einzigartige Zeitfenster nicht verpassen. Wir können unser Verhalten ändern, um wieder in Harmonie mit der Natur zu sein, und wir können schauen, dass die neue Technik der vierten industriellen Revolution in bester Weise verwendet wird, um uns ein besseres Leben zu gestalten.“

Danach schickt UN-Generalsekretär António Guterres seine „wärmsten Grüße und besten Wünsche zum Auftakt des großen Neustarts“. „Klimawandel, Ungleichheit und die Gesetzlosigkeit des Cyberspace“ müssten ein Ende haben. „The Great Reset“ versteht die Tragödie der Pandemie als einen Weckruf.

„Es ist unausweichlich, dass wir unsere Welt neu erfinden, neu gestalten, neu beleben und neu ausbalancieren.“

Charles, Prince of Wales, sieht das ganz ähnlich. „Wir haben eine riesige Chance, etwas Gutes aus dieser Krise zu machen. Ihre beispiellosen Schockwellen könnten die Menschen empfänglich machen für große Visionen des Wandels.“

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, sieht in der Krise eine Chance „für eine grünere, gerechtere Welt“. Und so sehen das eigentlich auch all die anderen, die hier zu Worte kommen — vom Vertreter der Bank of China über den Chef von Mastercard bis zum Vorstand von BP. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ein Dutzend wahrhaft mächtiger Global Leaders gibt zu Protokoll, was unsereiner seit geraumer Zeit denkt: Die Welt ist aus den Angeln. Die Probleme sind nicht mehr zu kontrollieren. Doch darüber hinaus rufen sie zur Revolution auf: Mühselige und Beladene aller Länder, vereinigt euch mit uns!

Bleiben bloß ein paar Fragen offen: Wo liegt die Bastille, die es zu stürmen gilt? Wie demoliert man sie? Und schließlich, wie sieht das kommende Paradies eigentlich aus? „Sie arbeiten seit vielen Jahrzehnten an dieser Agenda“, sagt der Moderator zu Schwab und fragt ihn, wie es nun weitergehe. Und dieser dekretiert: „Wichtig ist, die Denkweise zu ändern!“ Man müsse die Kurzfristigkeit hinter sich lassen, und er führt aus:

„Wir werden jetzt eine recht hohe Zahl von Taskforces starten, um alle die Themen zu untersuchen. Und wir werden alle diese Ideen den in Davos versammelten Menschen, den Führern aus Wirtschaft und Politik präsentieren. Wir werden Davos sehr offen halten. Wir werden unsere über 10.000 globalen Shaper auf der Welt mobilisieren, um einen Doppelgipfel zu organisieren, um kontinuierlich mit den in Davos versammelten Menschen zu kommunizieren und interagieren.“

Er verspricht, alle Menschen auf Erden, die eine Stimme haben und die „besonders innovative Ideen zur Verbesserung der Lebensbedingungen haben“, einzubinden. Die 10.000 globalen Gestalter bilden ein Netzwerk aus 438 Hubs in 150 Ländern. Ein Shaper ist unter 30 Jahre alt. Hubs bestehen aus „Teams junger Menschen, die durch gemeinsame Werte vereint sind — Inklusion, Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungsfindung. Gemeinsam schaffen sie Projekte und Wandel für ihre Communities“ — alles in Diensten des WEF.

Der Prince of Wales sekundiert: „Wir haben es geschafft, einige Leute auf unsere Seite zu ziehen, aber bei Weitem nicht die Mehrheit des privaten Sektors. Aber ich denke, dass der private Sektor der Schlüssel ist.“ Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds in Brüssel, ist sich sicher, dass viele Regierungen auf ihrer Seite seien. Das Denken in kurzen Fristen funktioniere nicht mehr. Doch „wie bringt man die Unternehmen dazu mitzumachen? Oder müssen wir einigen Vorständen die Hände auf die Herdplatte legen?“

Die Zustimmung aller Unternehmen wäre tatsächlich ein schier unlösbares Problem — gäbe es da nicht die Corona-Pandemie. Wie sagte Klaus Schwab anlässlich der Vorstellung des „Great Reset“-Projekts? „Diese globale Pandemie hat auch wieder gezeigt, wie sehr wir miteinander vernetzt sind. Wir müssen ein funktionierendes System intelligenter globaler Zusammenarbeit wiederherstellen, das strukturiert ist, um die Herausforderungen der nächsten 50 Jahre zu bewältigen. Der ‚Great Reset‘ wird von uns verlangen, alle Stakeholder der globalen Gesellschaft in eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen, Zielen und Handlungen zu integrieren.“ Fast möchte man Schwab und die Seinen weltferner Naivität beschuldigen.

Schließlich klingt es so, als erschöpfe sich der „Great Reset“ auf die Einberufung eines weltweiten Palavers von kreativen Köpfen mit neuen Ideen. Und so wäre es vermutlich, gäbe es die globale Pandemie nicht, die in erstaunlicher globaler Eintracht so gemanagt wurde, dass die meisten Volkswirtschaften vor dem Ruin stehen — ebenso wie der private Sektor. Mal ganz abgesehen von den Menschen, die mittlerweile jeder Erlösung bedingungslos zur Verfügung stehen.

Insofern könnte man sagen, dass WEF schafft zunächst eine globale Abstimmungsebene, die es vollkommen kontrolliert. Damit schafft es die Legitimität für eine globale Handlungsebene, aus der eine Weltregierung hervorgehen wird, die den Auftrag hat, den globalen Schrotthaufen, den das globale Pandemiemanagement hinterlassen hat, zu beseitigen — und bei dieser Gelegenheit noch alle anderen irdischen Schieflagen.

Es kann kein Zweifel bestehen, dass eine solche Exekutive über Mittel verfügen würde, die alle dystopischen Albträume überträfe. Der Lohn: eine grüne Welt voller gesunder Menschen ohne nennenswerte Ungleichheiten, die dem Klimawandel Einhalt geboten hat und dem Wohlstand und Fortschritt frönt.

Wie diese Weltordnung dann aussähe, darüber schweigen sich das Video und die Ankündigungen des „Great Reset“ aus. Davon vermittelt jedoch das Buch „Covid-19: The Great Reset“, das Anfang Juli 2020 auf Englisch erschienen ist, einen Vorgeschmack. Die Autoren sind Klaus Schwab und Thierry Malleret. Der Franzose Malleret hat jahrelang das Forum in Davos organisiert und ist der Gründer des Global Risk Network des WEF. Der Mann verfügt über einen exzellenten akademischen Hintergrund und hat sich als Investmentbanker, als Berater im Büro des französischen Ministerpräsidenten und als Herausgeber des Monthly Barometer einen großen Namen als Kapazität auf dem Gebiet der Big Pictures gemacht.

Die Autoren verbinden in ihrem Buch Schwabs schon früher gehegte Fantasien über die sogenannte „Vierte Industrielle Revolution“ mit den durch die Pandemie geschaffenen Realitäten. Konsequent verstehen sie Covid-19 als das Ereignis, das die Notwendigkeit eines Resets allen evident gemacht hat, und sie sehen die pandemische Lage als Chance, den Übergang in das Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution zu beginnen. „Es ist ein seltenes, aber enges Zeitfenster, um unsere Welt zu reflektieren, neu zu interpretieren und neu zu starten.“ Das Buch hat drei Teile: „Macro Reset“ handelt von Ökonomie, Technologie und Global Governance, „Micro Reset“ untersucht die Folgen für Industrie und Unternehmen, „Individual Reset“ befasst sich mit dem neuen Individuum.

Die Pandemie habe ein elementares Problem verdeutlicht: Es gebe eine globale Katastrophe, aber keine globale Antwort. Das verweise auf das zentrale Problem: „Daher besteht die Sorge, dass wir ohne angemessene Global Governance bei unseren Versuchen, globale Herausforderungen anzugehen und darauf zu reagieren, gelähmt werden.“ Das gelte nicht nur für den medizinischen Kampf gegen die Pandemie, sondern auch für die Folgen, die auf uns zukommen: Hunger, Armut, Arbeitslosigkeit und Flucht werden biblische Ausmaße annehmen.

All diese globalen Herausforderungen können nicht im nationalen Rahmen gelöst werden, sondern nur durch eine globale Führung. „Kurz, Global Governance steht im Zentrum aller anderen Probleme“ (Seite 83). Dieses Big Picture klingt eher wie ein Nachruf:

„Das 21. Jahrhundert wird höchstwahrscheinlich eine Ära ohne absoluten Hegemon sein, in der keine Macht absolute Dominanz gewinnt — deshalb werden Macht und Einfluss chaotisch und manchmal zähneknirschend neu verteilt“ (Seite 85).

Der Kampf gegen den Klimawandel sei zum Beispiel eine dringende Aufgabe, die man nur global und mit den entsprechenden Instanzen lösen könne. Und dieser Kampf werde zu radikalen Neuerungen führen.

„Wenn wir in der Zeit nach der Pandemie beschließen, unser Leben wieder so aufzunehmen wie vorher (indem wir die gleichen Autos fahren, unsere Häuser auf die gleiche Weise heizen und so weiter), dann ist die Covid-19-Krise in Bezug auf die Klimapolitik umsonst gewesen“ (Seite 100).

Die Pandemie habe bereits für einen gewaltigen Sprung nach vorne gesorgt, was die Digitalisierung angehe.

„Die Pandemie wird die Innovation noch mehr beschleunigen, indem sie bereits eingeleitete technologische Veränderungen katalysiert und jedes digitale Business oder die digitale Dimension jedes Business turbomäßig auflädt“ (Seite 107).

Ein Beispiel sei die digitale Kontaktverfolgung:

„Wir werden sehen, dass die Kontaktverfolgung Unvergleichliches leistet und einen quasi unverzichtbaren Platz in dem Arsenal einnimmt, das zur Bekämpfung von Covid-19 benötigt wird, während sie gleichzeitig so positioniert ist, dass sie eine Massenüberwachung ermöglicht.“

Jeder könne jederzeit aufgespürt werden. Aber es sei klar, dass das nicht auf freiwilliger Basis funktioniere, „wenn die Menschen nicht bereit sind, ihre eigenen persönlichen Daten der Regierungsbehörde, die das System überwacht, zur Verfügung zu stellen“ (Seite 115). Natürlich werde niemand solche Systeme nach der Krise einfach aufgeben. Das Risiko der Totalüberwachung sei real, räumen die beiden Visionäre ein, aber leider unvermeidlich.

Nach Beendigung der Pandemie werden vermutlich viele Vorstandschefs glauben, man könne weitermachen wie zuvor. Offenbar übersehen sie, dass Business as usual an Covid-19 gestorben ist. Die Arbeitswelt wird einfach anders aussehen. Man arbeitet auf Distanz, ersetzt persönliche Treffen durch virtuelle, überhaupt wird die Digitalisierung alle Arbeitsvorgänge durchdringen. Künstliche Intelligenz und Roboter bieten sich als „natürliche“ Alternative für Menschen an. „Die Technologien der Vierten Industriellen Revolution sind tatsächlich verstörend (disruptiv) — sie stellen die bestehende Art und Weise des Wahrnehmens, Rechnens, Organisierens, Handelns und Ausführens auf den Kopf. Sie stellen völlig neue Möglichkeiten der Wertschöpfung für Organisationen und Bürger dar.“

Die Auswirkungen der Pandemie haben verheerende Folgen für die Individuen. Aber auch hier gelte, die Pandemie als Chance zu verstehen: „Sie stellt ein seltenes, aber enges Fenster der Gelegenheit dar, unsere Welt zu reflektieren, neu zu überdenken und neu zu gestalten“ (Seite 172). Wenn Schwab und Malleret an die Fortschritte in Neuro- und Biotechnologie denken, dann wird sich die Frage, was ein Mensch ist, neu stellen. „Diese Technologien werden innerhalb unserer eigenen Biologie operieren und die Art und Weise verändern, wie wir mit der Welt in Kontakt treten. Sie sind in der Lage, die Grenzen von Körper und Geist zu überschreiten, unsere körperlichen Fähigkeiten zu verbessern und sogar einen dauerhaften Einfluss auf das Leben selbst zu haben.“

Zwangsläufig schüttelt es einen, wenn visionäre Technokraten ihre digitalen Träume preisgeben. Doch darum geht es hier nicht — auch nicht um die schlichte Denkungsart, die die Autoren in dem Buch an den Tag legen. Bis zu einem gewissen Punkt könnten vermutlich viele — darunter auch ich — die Diagnose von Schwab und Malleret teilen. Der Stand der Dinge war bereits vor der Pandemie beängstigend. Allerdings hat die massive Verschlechterung durch die Pandemie kaum damit zu tun, dass Nationen unabgestimmt nur ihre Interessen verfolgt hätten.

Vielmehr vermittelte die global-kollektive Übernahme des chinesischen Modells den Eindruck einer konzertierten Aktion. Erst dadurch entstanden die wahrscheinlich irreparablen Folgeschäden, erst das führte die bereits vorher bestehenden Systemschäden an den Rand des Kollapses und darüber hinaus.

Vermutlich mit Absicht bleibt „Covid-19: The Great Reset“ in fast jeder Hinsicht vorsichtig allgemein. Global Governance definieren die Autoren als „Prozess der Zusammenarbeit unter transnationalen Akteuren mit dem Ziel, Antworten auf globale Probleme zu geben. (…) Es umfasst die Gesamtheit von Institutionen, Richtlinien, Normen, Verfahren und Initiativen, durch die Nationalstaaten versuchen, mehr Vorhersehbarkeit und Stabilität in ihre Reaktionen auf transnationale Herausforderungen zu bringen“ (Seite 82). Das klingt nach diplomatischem Oberseminar, aber nicht nach einer starken Global Governance, die in der Lage wäre, die beschriebenen Probleme zu lösen.

Quellen und Anmerkungen:

Die Fußnoten zu diesem Buchauszug können in „Meine Pandemie mit Professor Drosten“ eingesehen werden.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Dieser Beitrag erschien am 27. März 2021 im Rubikon – Magazin für die kritische Masse

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Bildquelle:     metamorworks / shutterstock

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11 Kommentare zu: “Die upgedatete Menschheit | Von Walter van Rossum

  1. Melezy Przikap sagt:

    Die upgedatete Menschheit wird die in einer Natürlichen Wirtschaftsordnung endlich bewusst MITEINANDER lebende Menschheit sein. Alles was sich als "böse" missverstandene funktionslose Investoren, unwissende Ökonomen oder vollständig verdummte Politiker in der Zukunft erhoffen mögen, sind aus dem kollektiven Unbewussten veranlasste Versuche, zu retten, was nicht zu retten ist.
    Zumindest nicht für die in einer invertierten Gesellschaft sich "oben" wähnenden "Eliten". Dafür muss man schon bewusst und intelligent sein:
    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/03/ein-echt-beschissener-job.html

  2. Maren Aude sagt:

    Sehr guter Beitrag, danke (auch wenn es echt gruselig ist). Ich höre wohl nicht richtig: "Oder müssen wir manchen Unternehmern die Hände auf die heiße Herdplatte legen?" – ich weiß nicht mehr, von wem das Zitat war. Sie werden also vor Folter nicht zurückschrecken, um ihre Agenda durchzusetzen.
    Da kann man schon Angst kriegen, aber von unserer Angst ernähren sie sich.
    Also: Selbstermächtigung, wir sind schöpferische Wesen. Frieden leben, Freiheit verkörpern, die Wahrheit sprechen – ich übe täglich.

  3. Hartensteiner sagt:

    Ich kann auch hier nur erneut auf das "Weltmodell" verweisen, das ich in der Entstehung sehe:
    Der "Neue Mensch" ist einer, der dazu geeignet ist, in der "Neuen Gesellschaft" zurecht zu kommen, die nach dem Vorbild der Massentierhaltung gestaltet wird. Solch ein "Neuer Mensch" muss transhuman ("computergesteuert") angepasst werden, vielleicht auch grundsätzlich genetisch umgebaut. Man vergleiche ihn mit den Tieren der Massentierhaltung, die ebenfalls eine besondere Züchtung sind bzw. ebenfalls schon genetisch angepasst werden. CRISPR-Editing macht's möglich.
    Nur so kann das bestehende System mit seinem Krieg gegen alles Leben möglichst lang erhalten werden, bis es zwangsläufig in eine Katastrophe fällt. Mit diesem "so lang wie möglich" sind die "Eliten" zufrieden, denn danach gilt "Nach uns die Sintflut" und so kämpfen sie mit allen Mitteln (Great Reset) für ihr neues Modell.
    Das ist doch eigentlich leicht zu sehen und zu verstehen – wenn man es sehen und verstehen will. Leider gibt sich die Masse der Menschen lieber an die Gehirnwäsche der Bewusstseinsindustrie hin um sich nicht sorgen zu müssen und liebt es, belogen zu werden.

    • Hartensteiner sagt:

      Nachtrag: Dieses Modell ist für Viele auch durchaus attraktiv, denn auch die Tiere in der Massentierhaltung müssen sich um nichts sorgen. Sie bekommen regelmäßig ihr (Gen-) Futter, werden regelmäßig geimpft und mittels Antibiotika am Leben erhalten. So bekommt der transhumane "Neue Mensch" auch regelmäßig sein "Digitalfutter", das letztendlich auf ein rein virtuelles Leben hinausläuft, in dem es nichts geben wird, das es nicht gibt. Schwab (frei zitiert): "Du wirst nichts besitzen, keine Privatsphäre haben und Du wirst glücklich sein". Ein "Neuer Mensch", der sich um die Beschwernis eines realen ("analogen") Lebens nicht mehr kümmern muss. Der einzige Fehler in diesem Begriff "Neuer Mensch" ist die Verwendung von "Mensch". Da müsste etwas Neues her, etwa im Sinne von "Biomasse", solange "Bio" (Leben) noch existieren wird. So sehr lange wird das dann nicht mehr sein.

    • Beobachter sagt:

      Nur so kann das bestehende System mit seinem Krieg gegen alles Leben möglichst lang erhalten werden…

      Nun ja; diesen Kampf gibt es. Wenn man es aber historisch betrachtet, wäre die Frage interessant: Ist es primär ein "Kampf"
      der Eliten, die die übrige Menschheit dazu vegattern, mitzumachen ODER ist es eher ein aus dem Ruder gelaufener "Kampf",
      den die Menschen schon immer gegen die Natur geführt haben, und den sich über die Zeit die Eliten praktisch "angeeignet"
      haben. Ich habe den Eindruck, dass die breite Masse unter anderem deshalb nicht revoltiert, weil sie noch immer vieles, was die Eliten heute anpreisen und auch schon umzusetzen beginnen, als Fortschritt wahrnehmen. Wahrscheinlich ist es so, dass
      die Mehrheit sich in einer Welt aus Müll und Plastik eher wohlfühlen würden, sofern es ein warmes Plätzchen und was zu futtern gibt …..und natürlich eine Mattscheibe oder vielleicht ein implatantiertes Mattscheibenanalogon, wer weiß….als
      in einem neolithischen Dorf oder gar in einer frühmenschlichen Horde. Nur ja nicht "auf die Bäume zurück". Die "auf die Bäume zurück"-Befürchtung, deren praktisches Umsetzung auf jeden Fall zu vermeiden sei, bekam ich oft -schon vor Jahrzehnten- zu hören, wenn ich diese oder jene Technologie als gefahrvoll bekrittelte oder als potentiell umweltschädlich,
      vor allem, wenn sie jeder "haben" will. Dabei hatte sich die Extremalternative bisher ja nirgends in der Wirklichkeit gestellt.
      Es ging bisher nur um ein wenig mehr oder weniger Naturzerstörung. Nun legt der Mensch offenbar Hand an sich selbst-
      wenn man es mal kollektiv formuliert- und er nimmt wohl lieber die Elektrifizierung des eigenen Körpers in Kauf als eine
      sanfte De-elektrifizierung seiner Umwelt. Allerdings, das Wesentliche sind immer die Aternativen. Das Kapitalsystem hat immer die technologische Kreativität -unterm Strich jedenfalls, oft mit gewaltigem individuellem Abrieb- gefördert und zugleich auch diese Weise sein Bestehen gerettet. Das könnte in einem formal logischen Sinne auch diesmal gelingen –
      selbstverständlich mit noch viel mehr Abrieb und womöglich unter Vernichtung des "bisherigen" Menschen. Für die
      Mehrheit ist der Weg zur Verkabelung offenbar gar nicht so schreckhaft. Wenn wir es anders wollen, dann wäre es Zeit
      endlich Konzepte zu entwickeln, wie eine Alternative aussehen könnte -das wäre jedenfalls nicht die bundesrepublikanische
      Wohlstandswelt vor Corona (oder aus den 70er Jahren), nach der sich viele zu sehnen scheinen. Man müsste eben aucherwägen, welche Technologien wollen "wir", welche sind überhaupt mit dem Planeten und zu welchen Kosten verträglich, wie schränkt man das Wuchern von Technologien ein, die das menschliche Mass überfordern etc etc.
      Man müsste auch fragen, wieviel "Abrieb" wir bei einem Übergang zu einer freieren, selbstverantwortlicheren und ja
      auch (mit Bedacht) "deindustrialiserteren" Gemeinschaft akzeptieren würden. Ich sehe schon, das würde eh kaum jemand
      mitmachen -eben WEIL es den autonomen Impuls, das demokratische Aushandeln steiniger Wege erfordern würde. Da
      ist es doch viel bequemer sich die Ideen von Schwab et al über hundert unsichtbare Wege überstülpen zu lassen….
      Es erscheint allen als eine Art Notwendigkeit, weswegen auch niemand für die große Richtung verantwortlich ist -jeder
      macht nur mit, zieht nur nach, paßt sich an.

  4. Running Greenhorn sagt:

    Ein Baustein zum Begreifen der Corona-Katastrophe. Ich halte van Rossums Buch, zusammen mit Schreyers "Chronik einer angekündigten Krise" und Maaz-Czycholls "Corona — Angst" für einen der wesentlichen Bausteine zum Verständnis der Katastrophe, die der Menschheit Anfang 2020 geworden ist. Wer seichte, dämliche Coronapropaganda für Seuchenbekloppte lesen möchte, greife zu Knoblochs "Shutdown: Von der Corona-Krise zur Jahrhundert-Pandemie", Spitzers "Pandemie" oder Schnibbens (Correctiv) "Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens"; drei unerträgliche Propagandaschinken, für die der Leser eigentlich Schmerzensgeld erhalten müssten, statt für deren Erwerb zu bezahlen und die es nicht wert sind, Zeit und Kraft für eine Rezension zu vergeuden. Wer aber den Mut hat, sich mit der Vorstellung eines ungeheuren Netzwerkes aus Weltwirtschaftsforum, Internationalem Währungsfonds, Weltbank, IT-Konzernen, Pharmaindustrie, der Gates-Stiftung, Regierungen, Medien und unzähligen austauschbaren Handlangern sowie einem unglaublichen Gleichschritt von Dummheit, Verblendung, Besessenheit und Bösartigkeit auseinanderzusetzen, findet bei van Rossum reichlich Lesestoff, Denkanstöße und Blicke weit hinter den Horizont. Nicht zuletzt zeigt "Meine Pandemie mit Professor Drosten", wie notwendig (also "erforderlich, um die Not zu wenden") und selten, sorgfältige und weitsichtige journalistische Arbeit ist. Man kann van Rossum und seinen Kollegen nicht genug Dank und Anerkennung zollen. Wer Vorbilder für seinen Lebensweg sucht, wird bei diesen Autoren sicher fündig und ihre Arbeit wird in den Zukunft wichtiger sein als je zuvor, denn trifft zu, was van Rossum schreibt, dann bleibt uns wohl nur noch eine Hoffnung: Gott schütze uns!

    • Running Greenhorn sagt:

      Nachtrag (es scheint keine Editierfunktion zu geben): Neben den genannten Büchern Schreyers, Maaz-Czycholls und van Rossums darf zur Überdeckung der gedanklichen Landkarte Osrainiks umfangreiches "Corona-Dossier" nicht fehlen.

  5. Beobachter sagt:

    Kommentar zu
    "Zwangsläufig schüttelt es einen, wenn visionäre Technokraten ihre digitalen Träume preisgeben. Doch darum geht es hier nicht — auch nicht um die schlichte Denkungsart, die die Autoren in dem Buch an den Tag legen. Bis zu einem gewissen Punkt könnten vermutlich viele — darunter auch ich — die Diagnose von Schwab und Malleret teilen. Der Stand der Dinge war bereits vor der Pandemie beängstigend. Allerdings hat die massive Verschlechterung durch die Pandemie kaum damit zu tun, dass Nationen unabgestimmt nur ihre Interessen verfolgt hätten."

    Tja, das ist auch ein Problem. EIne teilweise richtige Problemdiagnose ist keine Garantie für gute Lösungen. Sie kann aber als Falle für Halbaufgeklärte wirken. Der great reset
    ist offenbar eine Rosskur, präsentiert sich aber den anderen Wirtschaftskapitänen als das non plus ultra. Die finden es deswegen gut, weil er "neue", profitverheissende Innovationsspielplätze verschafft -und damit zugleich einen Marktplatz
    für Eitelkeit und Narzismus derer, die sich als Träger dieser "Wende" präsentieren dürfen, zum Beispiel der flotte Elon. Ganz Theoretisch hat Schwab "recht",
    wenn er unterstellt, dass nur eine neue Technologisierungswelle, die er industrielle Revolution nennt, das marode Kapitalsystem retten kann. Das Problem für uns ist, dass es zwar -vielleicht- das System rettet, aber nicht uns. Wenn der reset "fertig" ist,
    wird soviel ruiniert sein -womöglich auch der Wesenskern des Menschen per se, dass es sehr fraglich ist, ob dann noch jemand da sein wird, den Sinn oder Unsinn irgendwelcher Diagnosen zu bewerten.

  6. Outlaw sagt:

    https://youtu.be/SrQeYnTmyyk……………… nun ,hier wird nicht gemeckert eher gekleckert.
    Sah ein Schwab ein Döslein stehen ! Döslein der Pandorra .Wollte mal am Schlüssel drehen raus kam die Corona(Gomorra) Doch das war´s noch lange nicht ;sag mir mal wie alt du bist ?
    Da selbst Kindsköpfe inzwischen mehr Verstand haben als elitäre Polit-Mutanten und deren Finanzverrater ,wie ab Min. 5:30 Sharan Burrow meinen ,dass viele Regierungen auf ihrer Seite seien und das Denken in kurzen (finanzgesponsorten )Fristen nicht mehr funktioniere,könne man die Unternehmen nur zum Mitzumachen bewegen ,indem wir wir einigen Vorständen die Hände auf die Herdplatte legen ! Da vermutlich dies erst die Anfänge gewisser mafiöser Geistesblitze einer Pandorra-Untergrundpersönlichkeit sind, scheinen aber immer mehr krankhafter Wahnweltvorstellungen auch von z.B. Billiboy´s "Dark Side of the Sun" aufzutauchen .
    Ich denke es fehlt mehr an handwerklicher Volksgeschicklichkeit ,solchen technokratischen Unwesen und ihren digitalen dystopischen Welt-Albträumen das Denkwerk zu zerlegen ,indem man etwas die Schräublein im Hirn anzieht ,doch bezweifle ich sehr ,dass ein Schlüssel Ausreicht ,eher brauchen wir einen ganzen Werkzeug-Abwahlkasten . Vielleicht ist ihnen die neue 5G-Strahlung oder das neuartige Genfood zu Kopfe gestiegen ,haben sie ja auch nichts Anderes zu tun ,als im Abschaum des Weltenozeans zu suhlen .Aber so ist das eben ,wenn man Da vo´s schön ist mit seinem Geld nichts anzufangen weiß ! Machen wir´s wie in der Bibel und legen der Ungerechtigkeit im EFA ,der Büchse der Pandorra, einen schweren Bleideckel drauf ,damit diese wieder in der Versenkung verschwindet ,bevor wir in die Wüste gehen müssen !
    Sacharja 5
    6 Ich sagte: Was ist es? Und er sprach: Dies ist das Efa[5], das hervorkommt. Und er sprach: Das ist ihr Aussehen[6] im ganzen Land. 7 Und siehe, ein runder Bleideckel hob sich; und da war eine Frau, die saß mitten im Efa[7]. 8 Und er sprach: Dies ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie ⟨wieder⟩ mitten in das Efa[8] hinein und warf den Bleideckel auf dessen Öffnung.

    • Ulli sagt:

      Sah ein Schwab ein Döslein stehen ! Döslein der Pandorra ..
      Das trifft es ganz gut..
      Es hört bei all diesen Rezepten des ´WEF great Reset´ 1cm unter der Oberfläche einfach auf.
      Es ist wie eine Decke zum´cover up´ ohne wirkliche Expertise überhaupt ein einziges unserer elementaren Probleme überhaupt lösen zu wollen.
      Da reicht es nicht weiter als das auf die eigenen Bedürfnisse zu beschränken, und es dann geistlosen Algorithmen zu überassen. Nach meinen Empfinden ist es ein GRETA-Reset.. – ein ´Primitivscherz.´

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