Die Waffen nieder!

Offener Brief eines besorgten Bürgers an die Partei-Vorsitzenden Deutschlands. Für ein friedliches neues Jahr!

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

von Rudolf Hänsel.

Man hat den Eindruck, als spräche Bertha von Suttner von heute. „Die Waffen nieder!“ Das ist auch meine Forderung an die Partei-Vorsitzenden Deutschlands anlässlich der bevorstehenden Regierungsbildung. Das heißt: Aussteigen aus den verhängnisvollen Bündnis-Verpflichtungen mit der US-NATO, Beendigung aller Kriegsbeteiligungen, US-Atomwaffen raus aus Deutschland und Umstellung der boomenden Kriegswirtschaft auf Friedenswirtschaft („Schwerter zu Pflugscharen“) als Regierungsprogramm. Die meisten Mitbürger stimmen mit mir darin überein.

Kriege sind nicht mehr verantwortbar, sie sind obsolet geworden!

Wir Bürger können nicht in Ruhe leben, arbeiten und Vorsorge für uns und unsere Kinder treffen, wenn ständig das Damoklesschwert einer bevorstehenden atomaren Vernichtung über unserem Haupt schwebt. Ich bin Experte für die Prävention von Schulgewalt, forsche und veröffentliche seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet und weiß, dass Schüler in der Schule nicht in Ruhe lernen können, wenn dort ein Klima der Gewalt vorherrscht und gewalttätige Burschen kleinere, schwächere Mitschüler bedrohen.

In gleicher Weise können wir Bürger uns nur unzureichend auf das Wesentliche konzentrieren angesichts des Gewaltklimas in der Gesellschaft und der immer wiederkehrenden – völkerrechtswidrigen und verbrecherischen – Drohung eines US-Präsidenten, das schwächere Nord-Korea atomar auszulöschen oder einen präemptiven Atomschlag gegen Russland zu führen. Die Folge wäre jeweils eine nicht mehr zu kontrollierende Kettenreaktion von Verwüstungen weltweit.

Schon der Erste Weltkrieg war kein konventioneller Krieg mehr, er war Genozid, Völkermord, Volksmord. Und seither sind die illegalen Angriffskriege – vorwiegend nukleare Kriege mit „schmutzigen“ Bomben und postatomare Kriege – noch mörderischer, hinterhältiger, flächendeckender, genozidaler geworden. Sie sind Vorbereitungen zur „Endlösung der Menschenfrage“ (Heer).

All diese Kriege folgen einer geheimen geostrategischen Agenda des Hegemons zur Sicherung der Weltherrschaft. Die Entvölkerung ressourcenreicher Regionen und Länder ist das Ziel. Sogar vor der Auslöschung des gesamten menschlichen Lebens (Omnizid) schrecken die herrschenden Eliten nicht zurück. Und die Massenmedien sind „das Werkzeug des Kriegsministeriums (…) im Dienste der Verdummung der Massen, der Hetze und Hasspropaganda“ (Bertha von Suttner).

Bereits vor vier Jahren stellte ich in einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD acht Forderungen an die künftige Bundesregierung (NRhZ v. 6.11.213). Die erste und wichtigste lautete schon damals: „Kriege sind nicht mehr verantwortbar – Internationale Konflikte nur mit friedlichen Mitteln lösen!“ Von deutschem Boden solle nie wieder Krieg ausgehen (Grundgesetz-Forderung) und die deutsche Regierung solle in allen internationalen Gremien ihre gewichtige Stimme zum Segen der Menschheit einbringen, indem sie darauf hinwirkt, dass völkerrechtswidrige Angriffskriege gegen souveräne Staaten unterbleiben und internationale Konflikte nur mit friedlichen Mitteln (Dialog und Begegnung) gelöst werden.

Bundeskanzlerin Merkel ließ mir daraufhin in einem Dankesschreiben vom 11.11.2013 ausrichten, dass meine „Ausführungen und Bewertungen aufmerksam aufgenommen wurden“. Doch was wurde von meiner Forderung umgesetzt? Es ist alles noch schlimmer geworden! Was schert Politiker die Meinung des Volkes.

Experten-Warnungen vor „großem Krieg“ häufen sich

Deutschland beteiligt sich heute an unzähligen Kriegen weltweit, u.a. auch in Syrien an der Seite der USA. Diese Kriegseinsätze und die Hochrüstung des Militärs kosten den deutschen Steuerzahler viele Milliarden pro Jahr, die für das Volk, z. B. für Bildungs- und Infrastrukturmaßnahmen und Rentner fehlen. Doch nicht nur das: Ganz offen und unverhohlen wird seit geraumer Zeit – wie vor über 100 Jahren – von verschiedener Seite vor dem großen kommenden Krieg gewarnt. Auf Empfehlung der Regierung sollten wir Bürger deshalb Vorsorge treffen, uns Vorräte zulegen.

Am 4.7.2015 zitiert der FOCUS unter der Schlagzeile „Experten warnen: Die US-Präventivstrategie führt zu einem dritten Weltkrieg“ den unabhängigen kanadischen Professor Michel Chossudovsky („Global Resarch“). Dieser sei sich sicher, dass die USA die größte Bedrohung für den Westen sei. Er würde behaupten, „dass die Amerikaner einen atomaren Erstschlag gegen Russland in Erwägung ziehen – was zwangsläufig zum dritten Weltkrieg führen müsse. Eine krasse These, für die der Kandadier jedoch Unterstützung von anderen Experten bekommt.“

Ein Jahr später kündigt der ehemalige NATO-General Richard Shirreff in seinem Buch „2017 War With Russia“ den totalen Krieg zwischen Ost und West – inklusive des Einsatzes von Atomwaffen – für Mai 2017 an. Und es geht weiter: Am 24.9.2017 berichtet RT Deutsch unter der Überschrift „Schlafwandelnd in den Atomkrieg: Wie sich die USA auf den Erstschlag vorbereiten“, dass nach einer seit März 2017 vorliegenden Studie drei US-amerikanische Wissenschaftler vom MIT eindringlich auf die enormen Gefahren hinweisen, die sich mit der immens teuren Modernisierung der US-amerikanischen Nuklearwaffen ab 2020 verbinden. Die drei Sicherheitsforscher schreiben:

„In Wirklichkeit geht es aber darum, durch die Einführung revolutionärer neuer Technologien die Zielerfassung und Treffsicherheit der ballistischen Raketen der USA gewaltig zu verbessern. Durch diese erstaunlichen Verbesserungen wird das Vernichtungspotential der vorhandenen US-Atomwaffen fast verdreifacht: Solche Vorbereitungen trifft ein Atomwaffenstaat nur, wenn er vorhat, einen Atomschlag zu führen und zu gewinnen, indem er seine Feinde durch einen überraschenden atomaren Erstschlag entwaffnet.“

Am 24. Dezember titelt Spiegel Online: „US-General stimmt Soldaten auf ‚großen Kampf’ ein“:

„Nach Worten des US-amerikanischen Generals Robert Neller sollen sich die Streitkräfte des Marinekorps der Vereinigten Staaten auf einen ‚verdammt großen Kampf („big-ass fight“) vorbereiten: ‚Ich hoffe, dass ich falsch liege. Aber es wird Krieg geben. Vergesst nicht, warum ihr hier seid’, sagte der oberste General der Marinestreitkräfte in Norwegen vor 300 Solddaten bei einem Truppenbesuch.“

Schließlich eine weitere Warnung, worüber Konzernmedien nicht berichteten: die Kassandra-Rufe des neunzigjährigen Stanford-Mathematikers und ehemaligen Verteidigungsministers unter Clinton, William J. Perry: „Heute,“ sagte er in einer spektakulären Rede in der National Cathedral in Washington, „erschaffen wir aufs Neue die geopolitische Feindschaft des kalten Krieges. Wir tun das ohne eine öffentliche Diskussion, ohne irgendein Verständnis unseres Handelns – wir bewegen uns schlafwandelnd in einen neuen kalten Krieg und es besteht die sehr reale Gefahr, dass wir in einen Nuklearkrieg hineinstolpern.“

Auch wandte er sich ausdrücklich gegen die Russland-Sanktionen und betonte, dass der Westen sich damit selbst bestrafe und es einer Katastrophe gleichkomme, die Russen gegen den Westen aufzubringen.

Bereits Drohung mit Atomwaffen ist Verbrechen

Zu Beginn des Jahres 2016, genau vor zwei Jahren, schrieb ich in einem Artikel:

„Kenntnisreiche amerikanische wie internationale Beobachter einig: Gefahr eines (versehentlichen) nuklearen Armageddon“ (NRhZ v. 13.1.2016), dass bereits die Drohung mit Nuklearwaffen – wie wir sie ständig vom US-Präsidenten vernehmen – nach dem amerikanischen Völkerrechtler Francis Boyle „Nuklearterrorismus“ und seit dem Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunal 1945 ein Verbrechen gegen den Frieden und die Menschheit ist.

In einem Vortrag warf Professor Boyle der US-Regierung vor, „nach den Atombomben von Hiroshima und Nagasaki und der Verbrennung von 250.000 unschuldigen Menschen weiter an der Entwicklung dieser die gesamte Menschheit bedrohenden Waffen festzuhalten und damit nachweisbar Verbrechen wie die Nazis zu begehen. (…) Heute steht die Welt vor dem Abgrund eines weiteren Weltkrieges“.

Boyle fügte hinzu:

„Daher sind die Regierungsbeamten in allen Nuklearwaffen-Staaten, nicht nur die der Vereinigten Staaten – sie sind natürlich die schlimmsten –, (…) Verbrecher. Sie sind Verbrecher! Für ihre Androhung, die ganze Menschheit zu vernichten! Für ihre Androhung, die Nürnberg-Verbrechen gegen den Frieden, die Verbrechen gegen die Menschheit, die Kriegsverbrechen und den Genozid zu wiederholen! (…) Die Menschheit muss die Nuklearwaffen abschaffen, bevor die Nuklearwaffen die Menschheit abschaffen! Jeder auf der ganzen Welt hat das grundlegende Menschenrecht, frei von der verbrecherischen Praxis nuklearer Bedrohung / nuklearen Terrorismus’ und seinem Gespenst der nuklearen Ausrottung zu sein. Alle menschlichen Wesen (…) besitzen das Grundrecht unter dem humanitären Völkerrecht, zivilen Widerstand zu leisten, um diese angedrohten Taten internationaler Verbrechen entweder zu verhüten, zu behindern oder zu beenden.“ (NRhZ v. 25.1.2012)

Die Waffen nieder!

Heute, zu Beginn des Jahres 2018, habe ich angesichts nicht enden wollender Warnungen vor dem nächsten Weltkrieg nur noch die eine Forderung: Die Waffen nieder! Da noch nicht abzusehen ist, wer an der zukünftigen Regierung beteiligt sein wird, richtet sich diese Forderung an die Vorsitzenden aller Parteien Deutschlands. Das heißt: Aussteigen aus den verhängnisvollen Bündnis-Verpflichtungen mit der US-NATO, Beendigung aller Kriegsbeteiligungen, US-Atomwaffen raus aus Deutschland und Umstellung der boomenden Kriegswirtschaft auf Friedens-Wirtschaft („Schwerter zu Pflugscharen“) als Regierungsprogramm.

Wenn Deutschland als Schwergewicht innerhalb der EU diese weitreichenden Maßnahmen umsetzt, hat das eine enorme Signalwirkung für alle anderen Ländern in der NATO und weltweit. Die endlosen Ruinenlandschaften, die wir fast täglich im TV sehen und die Millionen zerstörter Kinderseelen und traumatisierter heimatloser Erwachsener wie auch die verheerenden Epidemien als Folge jahrelanger Stellvertreterkriege im Mittleren und Nahen Osten und Nord-Afrika vermitteln uns einen Vorgeschmack darauf, was auch unsere Länder im Falle eines atomaren Infernos erwartet.

Für uns Bürger gibt es dann nur eins: Sag NEIN!

Und wenn wir kein Gehör finden bei Politikern, sie uns mit konventionellen Lügen abspeisen, dann müssen wir uns zusammentun und als souveräne Bürger selbst vor die Türe treten – wie Gottfried Keller sagte – und nach dem Rechten schauen. Jeder Mensch besitzt einen mehr oder weniger großen Einflussbereich, den er nutzen kann. Es hängt von uns Menschen ab, von unserem Willen und Verstand, ob wir die Tod bringenden politischen Machtspiele mitspielen oder ob wir beherzt „NEIN! sagen, wenn sie uns morgen befehlen…“ – so das Vermächtnis von Wolfgang Borchert nach traumatischen Weltkriegs-Erlebnissen an uns Nachgeborene.

Auch diesen Prosatext „Dann gibt es nur eins!“ sollte man sich – auch als Politiker – noch einmal in Ruhe zu Gemüte führen. Er endet mit der Beschreibung eines apokalyptischen Nachkriegszustands einer Welt ohne Menschen, durch die ein letzter, tödlich verletzter Mensch irrt, dessen Frage nach dem Warum von niemandem mehr gehört und beantwortet wird. Der Text endet mit den Worten: „all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute Nacht schon, vielleicht heute Nacht, wenn–, wenn — wenn ihr nicht NEIN sagt.“

Quellen und Anmerkungen:

  • Von Suttner, B. (1977): Die Waffen nieder!, Hildesheim
  • Von Suttner, B. (1914 u. 2012): Lay Down Your Arms. The Autobiography of Martha von Tilling, New York, London, Bombay, Calcutta and Madras
  • Dr. Fried, A. H. (Hrsg.) (1917): Von Suttner, B.: Der Kampf um die Vermeidung des Weltkriegs. Randglossen aus zwei Jahrzehnten zu den Zeitereignissen vor der Katastrophe (1892-1900 und 1907-1914), II. Band: Von der zweiten Haager Konferenz bis zum Ausbruch des Weltkrieges, Zürich

+++

Dieser Beitrag erschien am 31.12.2017 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle Beiträge von KenFM sind ab sofort auch auf der KenFM App verfügbar: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

23 Kommentare zu: “Die Waffen nieder!

  1. „Die Waffen nieder“ ist sicher ein guter Ruf. Nur müssen wir auch ergründen und klären, woher die ganze Zerstörungswut gekommen ist. Sie wird ja sogar von vielen schon lange als naturgegeben angesehen. Das ist, wie ich meine, ein fataler Denkfehler. Man braucht sich nur selber genau beobachten und ergründen, um hinter all die Geheimnisse unseres Menschenlebens zu kommen. Zum Beispiel die Frage stellen: Wann werde ich wütend und ggf. bereit zur Aggression? Antwort: Immer dann, wenn ich etwas nicht verstehe.
    Man könnte also, wenn man die Ursache in der Psychologie sucht, zu dem Schluss kommen, dass die Ursache allen Übels, das sich von der Menschheit aus auf der Erde ausgebreitet hat, die Lüge, das Lügen bzw. diese ganze künstlich aufgebaute Lügenkonstruktion ist, dieses Lügensystem, in die das Menschliche sich selbst hinein gezwungen hat und sich damit von der übrigen Natur immer ein Stückchen mehr abtrennte- sogar von seiner eigenen.
    Was jetzt im Gange ist, könnte man als ein „Sich-aus-der -Welt-hinaus- lügen“ nennen.

    • „Wann werde ich wütend und ggf. bereit zur Aggression? Antwort: Immer dann, wenn ich etwas nicht verstehe.“

      Und oft auch dann, wenn ich Angst habe.

      Wenn ich mich bedroht fühle.

      Oder wenn ich an einen inneren Schmerz nicht heran möchte, ihn also lieber durch Aggression „schütze“.

      Oder wenn ich mich machtlos fühle.

      Oder wenn ich mich aufblasen muß.

      Oder wenn ich mir selbst etwas vormachen will.

      Oder wenn mir meine Urteile sagen, daß etwas anders sein sollte, als es ist.

      Vor allem aber, weil ich mich schuldig fühle. Daher projiziere ich meine Schuldgefühle nach draußen (auf die anderen, auf die Umstände etc.) und greife sie anschließend dort an.

      Das ist der Irrsinn des Ego-Systems in seinem Versuch, die Schuld loszuwerden.
      Funktioniert nicht und erzeugt immer noch mehr Schuld.

    • Aber ist das denn nicht auch alles unter „Nicht-Verstehen“ zu verorten? Stellen wir uns doch einmal vor, wir könnten alle allen anderen ins Gehirn schauen und sofort sehen, wann gelogen wird und wann nicht. Stellen wir uns vor, wir könnten alle Gifte in unserem Umfeld sofort als solche erkennen. Dann wäre so eine Kaputt-System doch gar nicht mehr möglich.

  2. Für jene, die den positiven Ansätzen und Vorschlägen von „Enttäuschung“ folgen möchten, ein Hinweis auf die Rauhnächte als eine positive Rutschbahn ins neue Jahr hinein.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich: da ist was dran.

    https://www.fengshuimeisterei.de/seminare/rauhnaechte/

    Wie Feng-Shui auch, sind die sogenannten Rauhnächte natürlich nur eine Matrix, eine symbolische Vorstellung, ein menschengemachtes Modell. So wie die Systeme oder Modellvorstellungen der Atome, der Quantenphysik, der Chakren oder, leider zwei sehr mächtige Systeme: des Kapitalismus und des Materialsmus.

    Die Rauhnächte helfen uns, die Ausrichtung
    (Liebevoll positiv? Feindselig negativ? Konstruktiv hilfreich? Die Ausrichtung auf das lebendige JA? Oder, doch wieder, wie bisher auch: Nein, Krieg, Destruktion, Zurechtweisung, Besserwisserei und Ego-Trip?)
    für das kommende Jahr zu wählen.

    Um dann möglichst auch dabei zu bleiben.

    Ich plädiere, nicht nur in den Künsten und der Wissenschaft, für gewaltfreie Kommunikation und eine Ausrichtung auf das Wahre, Schöne und Gute.

    Von Herzen alles Lichte,
    Andreas

  3. Danke Rudolf Hänsel für diesen so wichtigen Beitrag. Nicht nur der zitierte kanadische Prof. Michel Chossudovsky warnt vor den USA als „die größte Bedrohung für den Westen“, auch der Amerikaner (und weltweit anerkannte Intellektuelle) Prof. Noam Chomsky hat es mehrfach ausgesprochen: „Die USA sind ein Schurkenstaat und die größte Bedrohung für den Weltfrieden.“
    Wenigstens Chomsky sollte bei den aktuell verantwortlichen Kriegstreibern Gehör finden, wenn sie schon die Erfahrungen ihrer eigenen und verdienten Politikerkollegen wie Willy Wimmer ignorieren. Dabei sollten Bücher wie „Die Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914 und heute” zum Grundverständnis für den Sinn des Völkerrechts gehören, ohne dem ein Stimmrecht im Bundestag nicht erteilt werden dürfte.
    Die Wurzel allen Übels, das die Existenz der Spezies Mensch gefährdet, reicht bis in unsere Schulen, wo eine fragwürdige Erziehung weniger zur Bildung als zur „Vernutzung“ von Menschen dient, die gehorsam als Soldaten „mitten in der Gesellschaft“ ankommen sollen. … vllt. aber erreichen sie das Ziel erst gar nicht, wenn es vorzeitig zum „versehentlichen“ nuklearen Erstschlag kommt.
    Der von vielen geliebte Helmut Schmidt sagte : „Soldat ist kein Beruf, es ist eine Pflicht“. Heute (die Wehrpflicht ist längst Vergangenheit) sucht man vergebens nach einer Erklärung dafür, warum der Freizeitpianist und Kant-Liebhaber Schmidt gegen den Willen seiner Bürger für den NATO-Doppelbeschluss gestimmt hatte. Mir fällt dazu nichts weiter ein als der Satz: „Macht korrumpiert (auch den ehrlichen)“.

  4. ——–AUFRUF ZUM PROTEST GEGEN UNGLEICHBEHANDLUNG VON PKV VERSICHERTEN GEGENÜBER GKV VERSICHERTEN——

    DA ICH NIRGENDWO GEHÖR FINDE, BENUTZE ICH DIESE SEITE ALS PLATTFORM, UM MEIN PROBLEM, UND DAS PROBLEM VOM MINDESTENS 80-TAUSEND WEITEREN MENSCHEN IN DIE ÖFFENTLICHKEIT ZU TRAGEN.

    ICH BIN RENTNER 70 JAHRE ALT UND BIS JETZT MITGLIED IN EINER PRIVATEN
    KRANKENKASSE.

    MEINE RENTE BELÄFT SICH ZUR ZEIT AUF 1100 EURO IM MONAT.

    DURCH DIE PERMANENTEN BEITRAGSERHÖHUNGEN DER PRIVATEN KRANKENKASSEN, BIN ICH NUN AM ENDE MEINER FINANZIELLEN MÖGLICHKEITEN ANGELANGT.

    MEIN BEITRAGSSATZ BELÄUFT SICH AUF 495 EURO IM MONAT PLUS EINER ZUZAHLUNG VON 2900 EURO:

    IM DEZEMBER 2016 KÜNDIGTE ICH MEINEN VERSICHERUNGSVERTRAG.

    DIESE KÜNDIGUNG WURDE VON DER VERSICHERUNG NICHT AKZEPTIERT; MIT DER BEGRÜNDUNG; ES BESTEHE KEIN ANSCHLUSSVERTRAG BEI EINER ANDEREN VERSICHERUNG.

    AUF MEINEN EINWAND, DAS ES KEINE GÜNSTIGERE ALTERNATIVE FÜR MICH GÄBE,
    REAGIERTE DIE VERSICHERUNG NICHT.

    ICH STELLTE MEINE ZAHLUNGEN EIN, DA EINE VERSICHERUNG, DEREN BEITRAGSSÄTZE MEINE EXISTENGRUNDLAGE ZERSTÖREN, FÜR MICH NICHT HINNEMBAR SIND.

    ZWANGSMASSNAHMEN WIE INKASSOUNTERNEHMEN UND MAHNBESCHEIDE WURDEN GEGEN MICH EINGELEITET.

    AUSSERDEM WURDE ICH IN DEN NOTLAGENTARIEF ABGESCHOBEN.

    DER NOTLAGENTARIEF BEINHALTET LEDIGLICH ARZTBESUCHE BEI EXTREMEN SCHMERZEN; LEBENSGEFAHR;ODER SCHWANGERSCHAFT. MIT ANDEREN WORTEN KEINE LEISTUNGEN; DIE ABER IMMERHINN NOCH MIT 57 EURO BEZAHLT WERDEN MÜSSEN.

    EINE GERICHTSVERHANDLUNG BRACHTE KEINE KLÄHRUNG.

    MEINE ANFRAGEN BEIM PARITÄTISCHEN WOHLFAHRTSVERBAND BRACHTEN AUCH KEINE NEUEN ERKENNTNISSE:

    EIN RECHTSBERATUNGSGESPRÄCH BEI EINER RECHTSANWALTSKANZLEI ERGAB EBENFALLS NUR DIE AUSKUNFT ICH MÜSSE ZAHLEN.

    DA DAS THEMA WEDER IN DEN ZEITUNGEN NOCH IN DEN ÖFFENTLICH RECHTLICHEN RUNDFUNKANSTALLTEN AUFGEGRIFFEN WIRD, GREIFE ICH NUN ZU DIESEM MEDIUM; UM MIR GEHÖR ZU VERSCHAFFEN.

    SOLLTE ES NOCH WEITERE BETROFFENE IN UNSERM LAND GEBEN, DIE DIESE ZEILEN LESEN, SO WÄHRE EINE KOORDINIERUNG DRINGEND ERFORDERLICH.

    EIN „JA“ ODER „NEIN“ ALS RESONANZ WÄHRE EINE MÖGLICHKEIT, DAS PROBLEM PUBLIK ZU MACHEN.

    ICH STELLE DEN BEITRAG JETZT JEDEN TAG INS NETZ; IN DER HOFFNUNG; DASS DIESES PROBLEM IN DER OFFENTLICHKEIT WAHR GENOMMEN WIRD.
    ICH WERDEN DIESEN TEXT AUCH AUF ANDEREN PLATTFORMEN IN DAS NETZ STELLEN, SOFERN MAN MICH LÄSST.

    MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN
    HORST BEILHARTZ

    • Ja, das mit den Krankenkassen ist asozial bis zum Geht-nicht-mehr. Ich wundere mich auch, dass da nicht schon viel mehr Stimmen laut wurden. Die Beiträge werden überhaupt nicht mehr dem Einkommen angepasst und die Kassen können da inhuman schalten und walten, wie sie wollen. Die Gesundheitsreform 2007 war ein Mogelpaket sondersgleichen. Sie hat die Krankenkassen zu frei waltenden, unbarmherzigen Versklavungs- und Geldabsaug-Unternehmen gemacht. Und diese Kassen machen Überschüsse noch und noch. Später mehr. Ich kann mir vorstellen, wie es Ihnen geht. Wir haben auch einen Prozess gegen eine GKV hinter uns.

    • Andreas Müller hat eine Initiative gestartet, die sich jedoch auf geringverdienende Selbstständige bezieht.
      Vielleicht können Sie trotzdem Kontakt aufnehmen oder sich sonstwie inspirieren lassen.
      Viel Glück!
      Und: Ja, ja, ja, ja, ja. Natürlich geht es sehr vielen so.
      Sie sind da nicht allein. (Vorschlag: Text, den Sie veröffentlichen wollen lektorieren und verbessern lassen.)

      https://www.change.org/p/bundesgesundheitsministerium-gerechte-krankenkassenbeitr%C3%A4ge-f%C3%BCr-geringverdienende-selbst%C3%A4ndige

      https://www.vgsd.de/zdf-berichtet-ueber-vgsd-mitglied-andreas-mueller-und-seine-petition-fuer-gerechte-krankenkassenbeitraege/

      https://sprachlehrbeauftragte.wordpress.com/2017/12/07/100-000-unterschriften-fuer-gerechte-krankenkassenbeitraege-fuer-selbststaendige/

    • Klares NEIN meinerseits (wenn Sie schon fragen).

      Ich verwehre mich seit Monaten immer wieder gegen Diskussionen, die themenfremd zum eigentlichen Thread angefacht werden. Das mache ich nicht, weil ich ein Gegner der angefachten Diskussion bin, sondern weil die Thematisierung in den allermeisten Fällen nichts mit dem ursprünglichen im Thread behandelten Thema zu tun hat und dadurch die Diskussion an sich zwangsläufig ins Leere laufen muss. Nichts anderes würde mit Ihrem täglichen (themenfremden) Aufruf passieren. Schreiben Sie selbst einen Artikel, vllt. auch mehrere?

      Was Ihr Problem mit der GKV und PKV angeht, Sie sind definitiv NICHT allein und es betrifft JEDEN Versicherten der irgendeine Form von Zwangsversicherung abgeschlossen hat.

      Die Beitragssätze der Pkw-HaftPFLICHTversicherung steigen von Jahr zu Jahr, obwohl ich unfallfrei seit nunmehr Jahrzehnten keinen selbstverschuldeten Unfall gemeldet habe und die Beitragsprozente eigentlich eine Senkung des Beitrages verlangen würden.

      Die Wohngebäude(haftPFLICHT)versicherung hat ebenfalls eine fest verankerte dynamische Steigerung der Beiträge, obwohl keinerlei Leistungsfall eingereicht wurde. Man bekommt in beiden Fällen solch nette Briefe, dass irgendein unabhängiger Weroderwasauchimmer der Versicherung bestätigt hat, dass diese von Ihrem Kunden mehr Beiträge einziehen kann. Es wurde weder die Mehrwertsteuer erhöht, noch sind die Kraftstoff- oder Lohnpreise signifikant gestiegen, noch sind die Ersatzteil- oder Kosten für’s Baumaterial durch die Decke gegangen, die eine derartige Steigerung rechtfertigen würden, noch entsprechen diese Preissteigerungen auch nur ansatzweise den festgestellten und veröffentlichen Preissteigerungen des statistischen Bundesamtes um wenigstens dazu eine nachvollziehbare Koppelung zu vermuten. Gleichzeitig machen die Versicherer von jahr zu Jahr als AG (Aktiengesellschaft – nur um’s zu verdeutlichen worum es hierbei geht) deutliche Gewinne. Ein Schelm, der dort einen Zusammenhang vermutet.

      Das PKV-Beiträge im Alter steigen ist doch nichts Neues, Sie haben doch jahrelang die Vorteile der PKV gegenüber der GKV zumindest bei der Preisgestalltung genutzt oder besteht dort kein kausaler Zusammenhang?

    • Ich finde, wenn jemand so in Not und im Recht ist, kann er auch mal off topic posten. Und es geht uns ja alle an, die wir hier keine Millionäre sind. In diesen Verdienstklassen werden alle Krankenkassenbeiträge nämlich prozentual minimal. Wir fragen uns, warum in einem angeblichen Sozialstaat diese nicht prozentual zum Verdienst angepasst werden. Da wird immer vom „Solidaritätsbeitrag“ gefaselt, wenn man argumentiert, dass man die Kasse allenfalls für Zahnarzt in Anspruch nimmt und selbst da muss man noch selber was zuzahlen, sodass man auch lieber ganz verzichten würde. Außerdem möchten wir ja auch nicht, dass dieser ganze krankmachende Scheiß an Medikamenten, mit dem die Patienten voll gepumpt werden und die viel zu vielen OP’s auch noch von unserem abgeknapsten Geld finanziert wird. Die Zwangskrankenkassenversicherung ab 2007 ist aus unserer Sicht eine Teil- Versklavung. Deutschland ist kein Sozialstaat, sondern durch diese Zwangsabgaben(wie auch GEZ) ein Teilversklavungsstaat.
      Lieber Socke! Bei den gesetzlichen geht es genauso asozial zu wie bei den privaten. Da steckt wohl auch die Pharma dahinter, die alles abgreifen will, was nur geht. Der Patient als eierlegende Wollmilchsau.

    • Ich weiß, dass Thema interessiert nicht jeden, und ich würde auch nicht diesen Text hier absetzen,
      aber leider habe ich nur hier die Möglichkeit, diesem Thema eine breitere Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen.
      Da KFN ja nun einen breiten Leserkreis erreicht, und eine Kommentar Plattform zur Verfügung stellt.

      Bei Reaktionen von u…74 merke ich natürlich, dass ich mich plötzlich in einer Bittsteller Rolle wiederfinde, die anscheinend unangenehme Gefühle auslöst.
      Ähnlich dem Bissverkäufer, den man geflissentlich übersieht.

      Es ist aber kein Betteln meinerseits, BITTE LIEBE GESELLSCHAFT; BEACHTET MEIN PROBLEN.

      Es ist vielmehr eine Tatsache, die keine Beachtung findet, da sie nicht im Bewusstsein der breiten Bevölkerung angekommen ist.

      Setze wie:

      —Das PKV-Beiträge im Alter steigen ist doch nichts Neues, Sie haben doch jahrelang die Vorteile der PKV gegenüber der GKV zumindest bei der Preisgestalltung genutzt oder besteht dort kein kausaler Zusammenhang? —

      zeigen mir, wie wenig Wissen über diese Situation vorhanden ist.

      Sie zeigen auch, wie Vorurteile eine klare Sicht verstellen. Und sie zeigen auch, wie diese Vorurteile als eigene Meinung ausgegeben werden, ob wohl überhaupt keine Hintergrundinformation vorhanden ist.

      Die Links von Andreas S. Geserich sind sehr hilfreich, da ich mich hier in einem Interessenskreis wieder finde, der mit dem Problem vertraut ist.

      Leider bleibt das Problem der öffentlichen Aufmerksamkeit bestehen, da es sich um einen reinen Interessentenblog handelt, der auch nur von Interessierten aufgesucht wird.

      Zusprache von „ Entteuschung „ lese ich natürlich gerne, gibt sie mir doch zumindest das Gefühl, nicht als seniler Rentner vor mich hin zu lamentieren, nach dem Motto, früher war alles besser.

    • Herr Beilhartz,

      können oder wollen Sie meinen Nick nicht ausformulieren?

      Sind Sie wirklich sicher, dass Sie gegenüber einem zwangsweise privat krankenversichertem User ohne dessen Situation zu kennen, von Vorurteilen sprechen können?

      Sie baten um Meinungen zur ständigen Veröffentlichung Ihres Problems unabhängig zur eigentlichen Thematik – dazu gab es meinerseits eine klare Antwort und eine solche vermisse ich bisher in jedem anderen Beitrag hier. Entweder haben die restlichen User Ihre Frage überlesen oder nicht verstanden? Sie haben von mir sogar den Tipp bekommen, selbst einen entsprechenden Beitrag zu verfassen. Das ist sicher nichts neues für Sie, aber scheinbar auch nicht gewollt?

      Also was wollen Sie dann?

      Eine Diskussion zu welchem Zweck?

      Ihr persönliches Problem im ständigen Fokus einer Gesellschaft oder Komunity, die weitaus – ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten damit – bedeutendere Probleme schlicht und ergreifend ignoriert?

      Eine Art Crowdfundinginitiative zur Finanzierung der PKV-Beiträge (wohl eher nicht) oder Kampagne zur Lösung des Problems über entsprechende Klagewege?

      ——————————————————————-

      Ich stelle Ihnen eine ernst gemeinte Gegenfrage zu Ihrem ursprünglichen Text ganz oben.

      Wollen Sie unter jedem Beitrag der hier auf KenFM veröffentlicht wird, eine seitenlange Diskussion zu veganer Ernährung lesen oder sich doch möglicherweise gewinnbringend eigene Gedanken zum ursprünglichen Thema machen, diese ggf. niederschreiben und / oder diskutieren?

    • Hallo unknow74

      Falls sie noch mal hier hinein schauen, ich schulde ihnen noch eine Antwort.

      Es ist mir ja kein Bedürfnis, meine finanzielle Situation in aller Öffentlichkeit auszubreiten, doch manchmal muß man halt etwas preis geben, um sich verständlich zu machen.

      Den Aufruf habe ich gestern Morgen um 6 Uhr in der Frühe geschrieben, also zu einer Zeit, wo ich normalerweise auch meinen Silvesterkater ausschlafe.

      Sie sehen daran, dass mich dieses Thema stark beschäftigt, dass ich mich an niemanden Wenden kann, der sich für dieses Thema interessiert.

      Ich nehme an, sie wissen, dass Selbstständige ihren vollen Kassenbeitrag zahlen müssen.
      Dabei wird davon ausgegangen, dass Selbstständige ein Einkommen von ca 4500 Euro Brutto haben.

      Aus dieser Annahme resultiert, dass Selbstständige Rücklagen bilden können.
      Außerdem wird vorausgesetzt, dass Selbstständige Rücklagen bei ihrer PKV bilden, die dann im Alter die steigenden Kosten abfangen.

      Soweit die Theorie. Leider sieht die Praxis anders aus.
      Und nun kann oder soll eine Fehlkonstruktion nicht nachgebessert werden.

      Das perfide daran ist, das eine Gesetzeslage geschaffen wurde, in der der Versicherungsnehmer keine Möglichkeit bekommt, seinen Versicherungsvertrag zu kündigen.
      Ein Wechsel in die GKV ist ebenfalls nicht möglich.

      Ich will ja von niemandem etwas, ich will lediglich noch mein Leben bestreiten können.
      Aber das wird mir verwehrt.
      Ich werde zum Schuldner, obwohl ich weder Leistungen einfordere noch Leistungen in Anspruch nehmen kann, da ich mich im Notlagentarif befinde.
      Abgesehen von dem Risiko einer ernsthaften Erkrankung, sehe ich in den Beiträgen keinen Sinn, da ich jede Arztrechnung und jedes Medikament aus eigener Tasche bezahle.

      Diese Situation betrifft nicht nur mich, sondern nach offiziellen Zahlen ca 80 Tausend Menschen.
      Die Dunkelziffer spricht sogar von 2 Mil.

      Ich schrieb schon des Öfteren, über diese Situation, und erfahre natürlich Mitleid und Segenswünsche, aber das Problem ist ein allgemeines.

      Wenn meine KFZ Steuer steigt, oder die Grundsteuer, oder die Mehrwertsteuer, so trifft das auf alle zu. Man wird diese Ausgaben in anderer Form kompensieren.

      In Falle der Ungleichstellung zwischen PKV und GKV werden aber die Lasten ungleich verteilt. Das ist natürlich im Rentenalter besonders fatal, da kaum noch Geldzuwächse zu erwarten sind.

      Ich weiß nicht wie sie sich ihr Alter vorstellen, aber wenn sie ihre Rente für einen Krankenkassenbeitrag aufbrauchen, bleibt nur die Bedürftigkeit.

      Wenn sie dann noch darüber nachdenken, dass auch sie mal in ein Alter kommen, in dem sie auf Hilfe angewiesen sind, stellt sich die Frage, wer stellt für sie den Pflegeantrag.
      Für mich als allein stehenden stellen sich diese Fragen in naher Zukunft. Das mag aus der Sicht eines 40 Jährigen ja noch in weiter Ferne liegen, dennoch trifft es täglich viele Menschen.

      Was macht ein Rentner, mit 80 Jahren, soll er dann noch immer beim Edeke Regale befüllen, damit er noch ein Mindesteinkommen von 450 Euro dazu verdient.
      Wer stellt den Pflegeantrag bei einem Dementen Menschen, der allein steht.
      Wer füllt den Einkommensteuerantrag aus bei geistiger verwirrung.
      Hier tun sich Fragen auf, über die keine Auskünfte gegeben werden.
      Ich erfahre nur, das mit Zwangsmaßnahmen gedroht wird, sollte man diesen Aufforderungen nicht nachkommen.

      Wohl dem, der freiwillige Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn erfährt.

      Wir als Gesellschaft können das alles verdrängen, und jammern wenn es uns erwischt, wir können aber auch laut darauf hin weisen.
      Dass war der einzige Grund, aus dem ich diesen Aufruf in das Netz gestellt habe.

      Allerdings, zeigt mir die magere Reaktion, dass diese Themen wenig Beachtung finden.
      Aus diesem Grund werde ich natürlich auf weitere Aufrufe verzichten.

      Wenden wir uns halt wieder den wichtigen Themen zu, „Wie rette ich die Welt.“ denn darunter tut man es ja nicht.

      Ok, war etwas bissig

    • ..und wieder hat es ein mitleidloser user geschafft, einem anderen etwas vom Lebensmut zu rauben! Sehr schade!

    • Lieber Horst Beilhartz,

      irgenwie hatte ich schon geahnt, daß Sie sich zurückziehen würden, nachdem Sie hier dermaßen lieblos behandelt wurden. Ziehen Sie daraus jedoch bitte nicht die falschen Schlüsse:
      „Allerdings, zeigt mir die magere Reaktion, dass diese Themen wenig Beachtung finden.
      Aus diesem Grund werde ich natürlich auf weitere Aufrufe verzichten.“

      Die mageren Reaktionen sind zum Allgemeinzustand geworden. Nicht nur hier, auch anderswo. Und sie treffen JEDES Thema, jeden Aufruf, jede Aufforderung, so gut wie jede Initiative. 99% der Menschen befinden sich im Tiefschlaf. Sie sind überhaupt nicht da. Und komplexe Gedankenkonstruktionen oder ausgefeiltes, historisches Wissen, welche Präsenz, Gegenwärtigkeit oder Bewußtheit vortäuschen, können mich ebenfalls nicht mehr beeindrucken. Auch bei diesen hochgebildeten Menschen finde ich eine tiefe Jago-Trance. Manchmal sogar mehr noch als bei den einfachen, aufrichtigen Menschen.

      (Auszug Wikipedia: Iago oder Jago ist eine fiktive Figur aus William Shakespeares Stück Othello. Er verkörpert den Typus des dämonischen Narren.
      Charakteristik
      Im Stück tritt er als brillanter, wortgewandter aber ebenso eitler Intrigant auf, dem es nicht an schauspielerischem Talent mangelt. Er TÄUSCHT durch gespieltes Mitleid oder geheuchelte Treue jede Figur im Stück, die meisten halten ihn darum auch für höchst ehrlich. Iago ist sich bewusst, dass er unrecht und schändlich handelt, doch zeigt er sich weder dadurch beeindruckt noch bekommt er Zweifel an seinen Taten.)

      Jago, der Täuscher. Jago ist überall. Er repräsentiert den Normalzustand. Jago ist ein anderer Name für den selbstsüchtigen neoliberalen Geist. Prof Mausfeld hat ihn als unsichtbar bezeichnet. Und daher macht ihn jeder von uns vor allem in den anderen aus, nur nicht in sich selbst. Leider treibt er aber auch da sein Unwesen. Er ist ein Symbol für den dissoziierten denkenden Geist schlechthin. Ein Wort für Lug und Trug, die behaupten, die Wahrheit zu sein.

      Seine mageren Reaktionen sollten also nicht persönlich genommen werden.

      An dem Punkt, wo Sie jetzt stehen, scheidet sich vermutlich der Macher von jenen, die resignieren und klein beigeben. Ich hoffe, Sie entscheiden sich noch einmal anders, hatten Sie sich doch schon gewehrt und waren Sie doch schon vor Gericht gezogen, um der Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen. Ich bewundere so etwas. Aus persönlicher Betroffenheit heraus haben sich schon die besten Initiativen ergeben.

      Ihnen jedenfalls viel Glück und Standfestigkeit!

    • Von Entmutigen kann keine Rede sein, Ich hatte nur eine falsche Vorstellung von öffentlicher Wahrnehmung.

      Eigentlich zeigt das ja auch, dass das Internet doch nicht dieser mächtige Arm ist, von dem immer geschrieben wird.

      Früher wurde mir die Möglichkeit, einen Gedanken öffentlich zu äußern verwehrt.
      Ich empfand das aber nicht als so bedrückend, da wir nach meinem Gefühl, in einer einigermaßen funktionierenden Gesellschaft lebten.

      Das war natürlich völlig falsch gedacht, aber ich hatte mich geistig so eingerichtet.

      Durch das Internet wird nun suggeriert, es würde ein freier Meinungsaustausch statt finden.
      Der Stammtisch wird so zu sagen ins Netz gestellt.

      Gleichzeitig findet aber eine intellektuelle Verarmung statt, die kaum noch Dikusionspartner hervor bringt.

      Eine Überflutung von Austauschmöglichkeiten beinhaltet anscheinend nicht, dass sich über Themen in der breiten Öffentlichkeit auch ausgetauscht wird.

      Was nutzen die klügsten Gedanken, wenn sie nicht beim anderen ankommen.

      Jeder glotzt auf sein Smartphone, tippt Nachrichten und erwartet breite Resonanz.

      Diesem Trugschluss unterlag ich auch, indem ich meinte, meine Empörung hinaus zu schreien, und damit auf Gehör bei meinen Mitmenschen zu stoßen.

      Leider stelle ich fest, dass durch die Möglichkeit des Austausches nun jeder seine Gedanken öffentlich ausbreitet, das Interesse aber beim Empfänger nicht vorhanden ist, da er ja ebenfalls seinen Gedanken in die Welt senden muß.

      Und so entsteht eine öffentliche Kakophonie von Gedanken. Ein Koordinator fehlt, der bedenkenswertes heraus filtert und zum Thema macht.

      Der Austausch mit allen hier zu diesem Thema war für mich durchaus befruchtend, auch wenn manchmal vielleicht ein falscher Zungenschlag gewählt wurde, obwohl es anders gemeint war.

      Ernüchternd ist lediglich, wie wenig sich mit einem Thema auseinander gesetzt wird.

      Bei einer Bevölkerung von 80 Mil. Menschen finden sich lediglich 3 Stimmen, die dazu eine Meinung haben.

      Das ist zumindest eine Erkenntnis, die zwar nicht schön aber aufschlussreich ist.

    • Sehr geehrter Herr Beilhartz,

      Ihr Beitrag zum Thema PKV macht betroffen. Er zeigt eine Ungerechtigkeit neben vielen. Ich kann verstehen, dass Sie Ihre Wut heraus schreien. Was würde ich tun an Ihrer Stelle? Ich wäre genauso wütend. Doch diese ohnmächtige Wut führt zu keinem befriedigenden Ergebnis. Das gibt es übrigens auch nicht. Unser sogenanntes Rechtssystem wird Ihnen nicht helfen, es ist auf die Durchsetzung kapitalistischer Ansprüche ausgelegt. Es ist auf den Schutz des ausbeuterischen Systems ausgelegt. Sie sind nur ein Sklave von vielen. Sie sind weitgehend rechtlos. Das sogenannte Recht ist nur das Recht des Mächtigen mit seiner Waffe in der Hand. ( Waffe= Gesetze oder tatsächliche Waffen.) Mit Gerechtigkeit hat das nichts zu tun. Gerechtigkeit ist auf diesem Planeten übrigens ultraselten, kaum vorhanden. Wußten Sie das noch nicht? Sie können nun durch die Instanzen Klagen führen. Hoffen, das Ihnen ein Gericht Recht gibt. Das können Sie sich finanziell nicht leisten? Tja, Pech gehabt. Und selbst dann, wenn Sie die Mittel hätten, wohin führt es? Zum Sieg gegen das Unrecht? Natürlich nicht. Das Unrecht ist zu profitabel um es abzuschaffen.
      Wir werden mehr und mehr entrechtet, auf allen Ebenen. Ich sehe schwarz für die menschliche Spezies, wir sind Lemminge, die hinterher laufen und die Klippe hinunter stürzen. Wir haben es nicht anders verdient. Wir wehren uns nicht, man hat uns über die Existenzängste paralysiert. Niemand geht auf die Strasse und sagt: STOP! Stellen Sie sich vor, 80 Millionen Menschen würden die Strassen dicht machen. Schnell würden wir Ungerechtigkeiten entfernen können. Doch wir liegen lieber auf der Couch und ergeben uns den Mächtigen mit ihren Waffen in der Hand. Lemminge halt. Wir haben es nicht anders verdient, so einfach ist das.
      Natürlich hilft Ihnen das nun auch nicht weiter. Haben Sie eine rettende Fee erwartet? In Märchen mag es Happy Ends geben.
      Werter Herr Beilhartz, in Ihrer momentaren Situation können Sie nur noch zum Lebenskünstler werden. Der Gläubiger wird Ihre Rente auf Ihr Existenzminimum stutzen, eventuell auch pfändbare Gegenstände aus Ihrer Wohnung entfernen. Das ist die Realität, von uns selbst geschaffen, denn wir haben sie durch Untätigkeit und Billigung zugelassen. Ihr werdet ernten was ihr sät. Es bewahrheitet sich immer wieder, bis wir lernen im Kollektiv dagegen vorzugehen. (80 Mill. auf der Strasse)
      Sie werden feststellen das es sich als Lebenskünstler nicht schlechter lebt. Kein Grund zur Panik, Ihr Existenzminimum reicht und es ist nicht pfändbar. Von ihrer Rente kann man nur relativ wenig wegnehmen.

    • Herr Beilhartz,

      ich wollte Ihnen lediglich mit dem Spiegel verdeutlichen, dass Ihr Ansinnen, Ihr tatsächliches und ganz reales Problem NICHT wahrgenommen werden wird. Nicht mehr, nicht weniger.

      Und glauben Sie mir, ich maße mir keineswegs an, darüber in irgendeiner Art und Weise zu urteilen.

      „…und wieder hat es ein mitleidloser user geschafft, einem anderen etwas vom Lebensmut zu rauben! Sehr schade!“

      Herr Beilhartz,

      ich gehe davon aus, dass Ihnen Mitleid nichts, aber wirklich rein gar nichts bringt und Ihnen in Ihrer Situation weiter hilft. Von daher reihe ich mich nicht in die Schlange derer ein, die Ihnen durch Ihr Mitleid ein Interesse vorgaukeln – der Spiegel ist denke ich wichtiger. Finden Sie einen anderen Weg!

      Viel Glück!

  5. Die Menschheit hat jetzt die Chance, die ganz große innere und äußere Kehrtwende zu vollziehen. Jeder von uns.
    Das Schlimmste, was ich in meinem Leben kennen gelernt habe und das einzige, wovor ich auch heute noch Angst habe, ist der Hass . Und den produziert allein unsere Spezies. Wozu eigentlich und warum?

    • Die Menschheit hat ständig die Chance sich für oder gegen etwas zu entscheiden, jede Minute, jede Stunde, jeden Tag, jede Woche im Jahr auf’s Neue.

      Der Mensch hat JETZT genau so viel oder wenig Grund dies zu tun wie vor 10min oder einem 1/4 Jahrhundert und er wird bewußt sehenden Auges in jede Katastrophe schliddern, die er selbstverantwortlich produziert hat.

      Warum?

      Weil es geht.

Hinterlasse eine Antwort