Die weibliche Ejakulation | Von Sean Henschel

Ein Standpunkt von Sean Henschel.

Ich bin ein Mann und schreibe hier auch als Mann. Damit ist gemeint, dass ich ein anderes biologisches Geschlecht aufweise als eine Frau. Damit ist auch gemeint, dass ich eine andere Sozialisierung erfahren habe als Frauen in dieser westlichen Gesellschaft.

Dass die Perspektive aus der ich schreibe, beschreibe oder urteile, zwangsläufig unvollständig bleibt, ist der Tatsache geschuldet, dass ich selbst nicht die Erfahrungen einer Frau machen kann. Ich werde nie als Frau diskriminiert werden und einen vaginal oder klitoralen Orgasmus werde ich ebenfalls nie erleben. Egal, welche Ausgangslage zur Diskussion oder zur Beschreibung herangezogen wird, es bleibt bei einer verkürzten und im Kern auch umstrittenen Ausgangslage. Wenn ich mich als schreibenden Mann präsentiere und mich somit von einer schreibenden Frau abgrenze, unterstütze ich zugleich auch ein binäres Geschlechtermodell. Seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Personenstandsgesetz (§§21, 22 PstG) ist aber auch eine nicht-binäre Geschlechteridentität verfassungsrechtlich anerkannt. Selbst bei der jetzigen Rechtslage wird es schwer, allen gerecht zu werden. Irgendeine Grundlage der Debatte muss aber gefunden werden um nicht ständig aneinander vorbeizureden und ein respektvolles Reden – miteinander statt übereinander – zu gewährleisten.

Es ist schwierig als Mann über eine Frau oder über Frauen im Allgemeinen zu schreiben. Schon deshalb, weil der Mann trotz Emanzipationsbewegung, trotz zahlreicher gesetzlicher Änderungen zu Gunsten einer Geschlechtergleichstellung das unangefochtene, privilegierte Geschlecht geblieben ist. Nach meinen bisherigen Beobachtungen wird sich in näherer Zukunft nichts Wesentliches daran ändern, außer man fördert in der Politik und Gesellschaft eine Renaissance einer offenen und tabulosen Debatte. Die Verengung des Diskussionsraumes, verbunden mit dazugehörigen Framing-Effekten vermag die feministische Debatte und das konstruktive Gespräch zwischen Mann und Frau, Mann und Divers, Mann und Mann, Frau und Frau und Frau und Divers negativ zu beeinflussen.

Alles was ich sage oder schreibe, unabhängig vom Inhalt, sage ich aus einer Perspektive eines privilegierten Geschlechts. Zudem bin ich nicht nur ein Mann, sondern auch ein weißer Mann, ein großer Mann (1.90 m), ein „maskuliner“ Mann und ein heterosexueller Mann. Erwähnt wird dies deshalb, weil die Erfüllung der herkömmlichen gesellschaftlichen Klischees dazu führen kann, dass man von vornherein keine Legitimation zur Äußerung zugesprochen bekommt. Vor nicht allzu langer Zeit wurde mir aber nahegelegt, dass erst recht die Privilegierten sich zur Geschlechtergleichheit zu Wort melden sollten und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Privilegierung stattfinden sollte. Ähnliches gilt für die seit dem Tod von George Floyd in der deutschen Öffentlichkeit diskutierte Black Lives Matter Bewegung. Sich mit Rassismus auseinanderzusetzen bedeutet auch, sich mit seinen eigenen Privilegien als weißer Bürger auseinanderzusetzen. Zwar bin ich der Enkel einer haitianischen farbigen Großmutter mit amerikanischer Staatsbürgerschaft und kenne Rassismus aus der Familie. Am eigenen Leib habe ich Rassismus aber in Deutschland nie erlebt. Ich kann mich aber bemühen, mehr Verständnis und Nachvollziehbarkeit herzustellen. Wer eine freiheitliche und friedliche Gesellschaftsordnung begehrt, kommt nicht herum sich mit allen Arten von Diskriminierung und willkürlicher Ungleichheit auseinanderzusetzen. Wer sich mit der Diskriminierung von Frauen beschäftigt, kommt früher oder später am Rassismus oder dem Tierrecht nicht vorbei.

Das Thema Feminismus war für mich als Junge lange ein Fremdwort. Die ersten ernst zu nehmenden Berührungspunkte mit dieser Thematik verdanke ich meiner damaligen Freundin. Sie war Sozialdemokratin, Feministin und Mitglied bei den Schwusos (heute SPDqueer). Die emotionalen Auseinandersetzungen bezüglich der Beziehung zwischen Mann und Frau in den Anfängen unserer Partnerschaft stellten die Weichen für eine lang andauernde persönliche Auseinandersetzung. Die von meiner Freundin mir gegenüber vermittelte Skepsis gegenüber Männern deutete ich als Männerhass. Ich zog falsche Schlüsse und differenzierte viel zu wenig. Ich gewann den Eindruck, dass „radikale“ Feministinnen Opfer von Vaterkomplexen seien und überall im Alltagsleben die willkürlichen Maßstäbe eines ungerechten Patriarchats zu entdecken vermochten.

Ist es angebracht, wenn Männer Frauen die Tür aufhalten? Fahren Frauen schlechter Auto als Männer? Ist das einhändige Autofahren ein Zeichen einer chauvinistischen Haltung? Was ist jetzt genau sexistisch und was nicht? Fragen über Fragen, die so einfach klingen, aber bis heute in Partnerschaften immer wieder auftauchen und für Diskussionen sorgen können.

Ich pauschalisierte Frauen, die sich selbst als Feministin bezeichneten, zu unrecht. Andersherum hatte ich das Gefühl, von Feministinnen als Mann in den Topf „Männer“ geworfen zu werden. Es war nicht immer einfach damit umzugehen, normale Gewohnheiten sexistisch ausgelegt zu bekommen und gefühlt in eine Art Rechtfertigungsposition gedrängt zu werden.  Mit Angst vor Machtverlust hatte das nichts zu tun. Angst, meine sozial anerkannte „Männlichkeit“, unabhängig ob dieser Begriff überhaupt Sinn ergibt und begründet erscheint, spielte meiner Ansicht nach auch keine Rolle.

Die gewisse Ablehnung, sich weiter in diese Debatte einzubringen, hatte eher damit zu, dass es irgendwann lästig und wenig zielführend erschien, immer wieder alles in Frage zu stellen und jede gesellschaftliche Norm per se als schlecht und diskriminierend zu werten. Ich mag überreagiert haben, womöglich war ich zu diesem Zeitpunkt auch zu wenig reflektiert. Meine nächste Freundin, ebenfalls bekennende Feministin und Tierrechtsaktivistin, ermöglichte mir wieder an dieser Thematik anzuknüpfen und vielleicht eine verhärtete Trotzreaktion wieder aufzulösen. Zwar herrscht bei dem Thema Frauen und Frauengleichheit immer noch sehr viel Konfliktpotential, doch langsam fußt die Auseinandersetzung auf einem besseren Fundament. Angefangen hat es mit der Menstruation. Die Basics hatte ich aus der Schule noch im Gedächtnis, aber es wäre gelogen zu behaupten, ich kenne mich gut aus.

In Anbetracht der Tatsache, dass ich mit einer Frau ein gemeinsames Leben teile, wundert es mich bis heute, dass ich wenig bis gar nichts über den Frauenkörper wusste. Ich denke auch stellvertretend für viele Männer sprechen zu können. Dabei ist beispielsweise die Menstruation, die mit wiederkehrenden Unterleibsschmerzen verbunden sein kann, ein Ereignis, das Frauen jahrelang begleitet und Einfluss auf die psychische und psychische Verfassung nimmt. Pille absetzen oder nicht absetzen? Eine Frage, die Frauen heute immer mehr beschäftigt. Wie gesund kann die jahrelange Zuführung von Hormonen auf die Gesundheit sein? Viele Frauen kennen seit dem 15. Lebensjahr keine normale Menstruation. Was ist ein Menstruations-Cup und wie funktioniert dieser? Wie ändert sich die Körpertemperatur einer Frau innerhalb des Monats? Neuerdings wurde die Besteuerung von Periodenprodukten gesenkt. Zuletzt wurde ich mit einer Frage konfrontiert, die mich bislang nie beschäftigt hatte und dennoch eine wichtige Rolle spielt.

Können Frauen ejakulieren?

Auf diese Frage fand ich im Buch „Spritzen – Geschichte der Weiblichen Ejakulation“ von Stephanie Haerdle sehr viele Antworten. Stephanie Haerdle zeichnet eindrucksvoll die Geschichte der weiblichen Ejakulation und fügt dabei zahlreiche Quellenhinweise hinzu. Es handelt sich um ein sehr fundiertes und lesenswertes Buch und ermöglicht eine sachliche und für den Anfang sehr ausführliche Auseinandersetzung mit der weiblichen Sexualität. Ja, Frauen können ejakulieren. Stephanie Haerdle zeigt, wie die Auseinandersetzung mit der weiblichen Sexualität und vor allem der weiblichen Ejakulation, auch Squirting genannt, eine tausend Jahre alte Geschichte hat. Chinesische und indische Texte werden vorgestellt, die sich intensiv mit den weiblichen Flüssigkeiten, den weiblichen Liebessäften auseinandersetzen. Man fertigte ganze Handbücher und Ratgeber zu diesem Thema an. Dass Frauen beim Geschlechtsverkehr oder bei der Masturbation Flüssigkeiten abgeben, gehörte zum Allgemeinwissen und war in der Gesellschaft vor tausenden von Jahren verankert.

Das antike Griechenland kannte die weibliche Ejakulation ebenfalls. Die fehlende technische Möglichkeit, die Zeugung wissenschaftlich richtig zu verstehen, führte beispielsweise zu verschiedenen Zeugungstheorien. Nach der Zwei-Samen-Theorie war die Verbindung von männlichen und weiblichen Samen notwendig um eine Zeugung zu ermöglichen. Man sprach also von weiblichen Samen.

Das Buch beschreibt auch die Probleme, die mit einer männlich dominierten Medizin einhergehen und die falsche oder unzureichende Darstellung weiblicher Sexualorgane. Die Trennung von Urologie und Gynäkologie erschwert auch die Erforschung der weiblichen Geschlechts- und Harnorgane. Es scheint von Nöten zu sein, die Klitoris, Vagina, Eileiter, Prostata, Harnröhre, Blase und Gebärmutter als ein einheitliches und zusammenhängendes System zu begreifen. Zu dieser gesamten Thematik nimmt das Buch Stellung und beschreibt die bis heute existierenden Probleme.

Gibt es eine weibliche Prostata?

Die wissenschaftliche Unterscheidung von Mann und Frau hat weitreichende Konsequenzen und beeinflusst bis heute die Beziehungen der beiden Geschlechter. In Großbritannien ist es beispielsweise wegen des Obscene Publications Act bis heute verboten, weibliche Ejakulation in britischen Pornos zu zeigen, mit der Begründung es handele sich um Urophilie.

Dazu wird aber im Buch erklärt, dass Frauen zwei verschiedene Arten von „Liebessaft“ aus der Vagina oder der Harnröhre ausstoßen können. Die eine Flüssigkeit ähnelt dem Sperma und zeichnet sich durch ein dickflüssiges und weißes Sekret aus, dass aus der Prostata stammt und das Enzym prostataspezifisches Antigen enthält. Die andere Flüssigkeit ist durchsichtig und dünnflüssig und stammt wahrscheinlich aus der Blase. Einfach nur um Urin handelt es sich in keinem der beiden Fälle.

Zwar ist man auch in der Wissenschaft einig, dass die weibliche Sexualität mehr Forschung bedarf und viele Fragen noch offen bleiben, nichtsdestotrotz liegt eine stabile Grundlage vor, die man für weitere gesellschaftliche Auseinandersetzung heranziehen kann. Nach meinen bisherigen Beobachtungen haben viele Frauen der neuen Generation kaum bis gar keine Kenntnisse zur weiblichen Ejakulation. Dies macht es natürlich für Männer umso schwieriger, einen Zugang zur Materie zu finden, wenn Frauen oftmals ungenügend über ihre eigene Sexualität und die Funktionsweise ihres Körpers aufgeklärt sind.

Diskriminierung im Alltag anzusprechen ist richtig und wichtig, nur wird dies langfristig keine nennenswerte Veränderung herbeiführen, wenn keine tiefer gehende Analyse folgt. Den wohl wichtigsten und schwierigsten Beitrag, den Männer bringen können, ist der Versuch, sich anhaltend mit der sozialen Rolle der Frau und auch mit ihrem Körper und ihrer Sexualität auseinanderzusetzen, in der Hoffnung, die Interessen und Bedürfnisse aller in ein gerechtes und zufriedenstellendes Gleichgewicht zu bringen. Dies gilt natürlich auch für die Geschlechter außerhalb einer binären Geschlechterordnung sowie für jegliche Art der sexuellen Orientierung. Es ist auch keine Frage von linker Politik, rechter Politik, von liberaler oder konservativer Politik. Es bleibt eine Frage der Vernunft.

Den anderen verstehen zu wollen bedeutet erstmal, ihn vorab ernst zu nehmen, mit dem Ziel, eine friedliche Koexistenz zu ermöglichen.

Quellen:

  1. https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/BJNR012210007.html
  2. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/bvg17-095.html
  3. https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2017/10/rs20171010_1bvr201916.html
  4. https://kenfm.de/standpunkte-•-mit-direkter-demokratie-gegen-die-tampon-steuer/
  5. https://books.google.de/books/about/Spritzen_Geschichte_der_weiblichen_Ejaku.html?id=5bXEDwAAQBAJ&source=kp_book_description&redir_esc=y

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: JpegPhotographer / shutterstock

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43 Kommentare zu: “Die weibliche Ejakulation | Von Sean Henschel

  1. Goethe: "Faust" – Mephisto (zit. n. H.Ploppa):
    "Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
    Sucht erst den Geist herauszutreiben.
    Dann hat er die Teile in der Hand,
    Fehlt leider nur das geist´ge Band."

  2. Ach du meine Güte, was für Themen…….
    Dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass jeweils andere Geschlecht besser verstehen zu wollen.
    Ganz wird man es allerdings wohl nie verstehen, da einen selber nun mal halt der direkte Bezug dazu fehlt, welcher auf entsprechende eigene Erfahrungen beruht, bzw. hierzu beruhen müsste.
    So lange aber alle Seiten zumindest versuchen den jeweils anderen besser zu verstehen, ist doch somit schon viel gewonnen.
    Und das immer mehr Frauen ihren eigenen Körper nicht gut genug kennen, und das in unserer angeblich doch so aufgeklärten Welt, ich fürchte fast, dass dies zunehmend auch auf immer mehr Männer zutrifft.

  3. Zwar schon mal von mir kommentiert, aber – im Nachklang div. Kommentare – m.E. nochmal erwähnenswert:

    Der Artikel von Sean Henschel ist m.E. grundsätzlich(!) als Hypothese 'gut'. Nicht weil m.E. seine Hypothese wirklich stimmig wäre, sondern weil sie:

    Kommunikations-förderlich(!) ist, in einem m.E. irrsinnig gehandhabten Bereich des Menschseins (der menschl. Sexualität) mit fatalsten, ja sogar tödlichen und/oder mörderischen Folgen.

    Sean Henschel hat es immerhin gewagt dieses Fass aufzumachen und jede Person, die vorschnell – aus dem Bauch heraus, quasi ohne Hirnbeteiligung – aus der Hüfte schießt, disqualifiziert sich m.E. selbst.

    Ich meine: Sean Henschel hat – trotz meiner Verweigerung seiner Sichtweise – mein absolutes Einverständnis darin, dieses Thema nicht nur anzusprechen, sondern als ein URSÄCHLICHES (!) anzusehen, das es als nicht nur ge- sondern als er-wachsene Menschen zu bewältigen gilt.

    • "Der Artikel von Sean Henschel ist m.E. grundsätzlich(!) als Hypothese 'gut'. Nicht weil m.E. seine Hypothese wirklich stimmig wäre, sondern weil sie: K o m m u n i k a t i o n s – f ö r d e r l i c h (!) ist,
      in einem m.E. irrsinnig gehandhabten Bereich des Menschseins (der menschlichen Sexualität) mit fatalsten, ja sogar tödlichen und/oder mörderischen Folgen."

      Wie wahr !

      Das bezeugt Heike Büttner zutiefst bewegend in mehreren Videos – in Videos, die mitten hinein in den dunkelsten Kaninchenbau unserer sogenannten Mächtigen führt, die gegenwärtig den weltweiten Lockdown herbeigeführt haben.

      "SCHLUSS MIT SPALTUNG! – Ich habe rituellen Missbrauch überlebt. Lass uns reden."https://www.youtube.com/watch?v=o9gEPXFf0Tw
      "ERINNERUNGEN AN RITUELLEN MISSBRAUCH**MENSCHENHANDEL**EIGENTÜMERSTRUKTUREN DEUTSCHER ZEITUNGEN" https://www.youtube.com/watch?v=anrY_1R0u24
      "Robert Koch – Auf der Suche nach dem Feind" https://www.youtube.com/watch?v=vwyT4jt9JQI

  4. Für die Menschen,die in einer langjährigen Partnerschaft leben ist Feminismus oder Patriarchat kein Thema mehr.
    Und wer nun was wohin spritzt schon gar nicht.
    Wenn man lange genug zusammen ist kennt man den Partner und kann sich einfühlen.Sex ist sicher nicht der Baustein einer dauerhaften Partnerschaft, denn das geh nicht auf immer.
    Je älter man wird je mehr nimmt das Bedürfnis nach sexuell Verkehr ab. Und insbesondere die Bedeutung von Sex als bindendes Element.
    Alle die anders müssen sind natürlich ausgenommen.
    Wer meint das er zu kurz kommt sollte sich als Karnickel reinkarnieren.
    Und echt, ich bin für das ausleben sexuellen Verlangens in allen nicht ausbeuterische Formen.
    Echte Partnerschaft baut auf Liebe und nicht auf Sex. Insofern ist dieser Artikel auch nichts anderes als Satire.
    Im Prinzip lehne ich es ab mich darüber zu unterhalten, welche Sekrete aus welche Körperöffnungen austreten.
    Ich halte schon das Arschabwischen für eine der größten Erniedrigungen im Leben eines Menschen.

    • Die beiden letzten Sätze kann man nur unterstreichen: die "Verwissenschaftlichung" und A(na)tomisierung des Körpers entspricht dem "aufgeklärten" Bild von Mensch und Natur als Maschine und Mechanismus und ist nicht nur erotisch abtörnend (und soo unwichtig ist Sex ja nun auch nicht…) und deprimierend, sondern auch gefährlich, wie man seit der materialistischen "Aufklärung" überall sieht – das hat nix mit "Meinungsfreiheit" zu tun.

  5. Das ist doch was, dass sich hier bei Kenfm Männer und Frauen tatsächlich mal über männliche und weibliche intime Eigenheiten und mehr oder weniger große Attraktivität, ja sogar über Sex recht offen austauschen !

    Mit erfreutem Dank – besonders auch an Eden und Duxingzhe für ihren schönen Austausch – an den Autor.

    • Über männliche intime Eigenheiten konnte ich noch nichts erkennen, aber vielleicht werden wir ja beim nächsten Mal über die Funktion & Wirkweise der männlichen Prostata inkl. ihrer (wie man so hört…) interessanten Möglichkeiten zur Erreichung der männlichen körperlichen Ekstase informiert,

      und wie man dann wohl dafür vorzugehen hat und – ganz wichtig – ob die P. dann auch ganz allein irgendwie spritzen kann und wohin denn wohl und natüüüürlich auch die Konsistenz des gespritzen Zeugs und ob das dann am Ende anders ist, als das was normalerweise vorn rauskommt.

      Ganz genau das sollte frau doch unbedingt gewusst haben heutzutage…

      Zitat: "Nach meinen bisherigen Beobachtungen haben viele Frauen der neuen Generation kaum bis gar keine Kenntnisse zur weiblichen Ejakulation. Dies macht es natürlich für Männer umso schwieriger, einen Zugang zur Materie zu finden, wenn Frauen oftmals ungenügend über ihre eigene Sexualität und die Funktionsweise ihres Körpers aufgeklärt sind."

      Andersrum wird ein Schuh draus…denn das trifft für Männer, jung UND alt, meist ganz genauso zu und die haben über die Funktionsweise ihres Körpers garantiert noch viel weniger Ahnung & Zugang, wie seit Jahrzehnten immer wieder bedauernd zu bemerken ist.

      Den letzten Satz: "Es ist auch keine Frage von linker Politik, rechter Politik, von liberaler oder konservativer Politik. Es bleibt eine Frage der Vernunft. Den anderen verstehen zu wollen bedeutet erstmal, ihn vorab ernst zu nehmen, mit dem Ziel, eine friedliche Koexistenz zu ermöglichen." kann ich auch nicht unterstreichen.

      Das profunde Wissen über alle biologischen Funktionen des anderen Geschlechts erleichtert mir allerdings leider keineswegs einen besseren Zugang zu dessen Geist und Seele, um ihn ernst zu nehmen. Es ist auch keine Frage der Vernunft, sondern eine Frage des Herzens und des Gefühls.

      Alles andere wäre eine rein mechanische Betrachtung eines Menschen, wo man dann vielleicht eine Gebrauchsanleitung dazu liefern könnte, um zu sehen, was man wo machen muss, "damit "es spritzt".

      Und wer will das schon?

    • >> Josef Gabriel Twickel sagt:
      " … Mit erfreutem Dank – besonders auch an Eden und Duxingzhe für ihren schönen Austausch … " <<

      Oups! – *leicht_erröt*, aber: Danke! … für Ihren Dank. 😉

      @ Kit2:
      >> Kit2 sagt:
      "Über männliche intime Eigenheiten konnte ich noch nichts erkennen, aber vielleicht werden wir ja beim nächsten Mal über die Funktion & Wirkweise der männlichen Prostata inkl. ihrer (wie man so hört…) interessanten Möglichkeiten zur Erreichung der männlichen körperlichen Ekstase informiert …"<<

      Glauben Sie an Zufälle? 😉

      Meine aktuelle Lektüre sagt mir (gestern erst gelesen) Folgendes:
      "Die bündische Männergesellschaft schneidet sich längst ins eigene Fleisch, auch vonseiten der universitären Bünde, konstant Männerforschung zu verweigern. 200 Lehrstühle an deutschen Hochschulen für Frauenforschung, keiner für Männerforschung!

      Diese peinliche Leere zu erwähnen, kann nicht oft genug wiederholt werden. 'Keine Männerforschung' bedeutet, keine Kenntnis auch von so simplen Dingen wie der Sexualität, sogar des 'stinknormalen' Mannes zu haben. Das Resultat dieses Unanstandes ist dann eine Geschichtswissenschaft, die hilflos wird, wenn sie bei ihren Protagonisten Vaterschaften herausfinden will, die bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in nichts anderem als sexuellen Gepflogenheiten des normalen heterosexuellen Mannes ziemlich deutlich zutage traten.

      Das Problem konnte in Frankreich zu einer Staatskrise eskalieren und bis zu einer Volksneurose führen, da ein 'Batzen' französischer Könige der Neuzeit, wie Karl IX., Heinrich III., Ludwig XIII. und Ludwig XIV. mit falschen Vaterschaftsvorstellungen aufwuchsen, die bis heute von der Geschichtsschreibung repetiert werden. […]

      Die Nicht-Kenntnis von den Trieb-Konstellationen des 'normalen' Mannes bewirkt, dass nicht gewusst wird: Es gibt biografisch wiedererkennbare Begehr-Genres, in denen sich der sogenannte Sexualtrieb des heterosexuellen Mannes äußert. Das kapitalistische End-'Patriarchat' hat nur EINES gespeichert, weil es aus dieser einen Trieb-Charakteristik des Mannes Profite schlagen kann – und zwar mit Hilfe der Mode-Diktatur: Sie betrifft das männliche Begehren, anzuspringen auf junge bis jüngste Frauen, die in Scharen von möglichst dünnen Mannequins, Models und Glanzpapier-Covergirls ikonisiert werden.

      Etliche Männer, etwa 20 Prozent, stehen aber nicht auf junge 'Strippen', so sehr Nabokovs 'Lolita' auch Weltfurore gemacht hat. Ein unter Männern verbreitetes Begehren ist ihr Interesse an Frauen, die ein bis zwei Jahrzehnte älter sind, als sie. […] Gemeint ist für diese Gruppe nicht das männliche Begehren gegenüber alten Frauen, das Elfriede Vavrick am eigenen, 80jährigen Leibe erforscht hat: Wiederum 20 Prozent der Männer seien gerontophil. Vavrick konnte sich vor Angeboten auf ihre Kontaktanzeigen nicht retten! Die Kultur-Heroinnen von Ninon de Lenclos und Germaine de Stael über Sarah Bernhardt, Tilla Durieux, Claire Goll, Alma Mahler-Werfel bis zu Mae West bestätigen diese männliche Vorliebe längst. […]"*

      Sprich: Es fehlt – wie eingangs erwähnt – neben den 200 Lehrstühlen für Frauenforschung, ein Lehrstuhl für Männerforschung.

      Und was Ihre pfiffige Andeutung bezügl. der Prostata von Männern angeht:
      Auch dazu hat der Autor obiger Zitate sich schon in den 1980er Jahren ausgelassen, in seinen Büchern über die sogen. "Männer-Emanzipation". Er wurde aber anscheinend – quasi gesamtgesellschaftlich – als "Enfant terrible", als "Unerzogenes Kind" angesehen (das Kind in "Des Kaisers neue Kleider"?!?), weil er (m.E. tatsächlich, aber anerkennenswert) weder ein kommunikatives Tabu kannte, noch ein Blatt vor den Mund nahm.

      Aktuell würde man wohl eher den Begriff des "Verschwörungstheoretikers" bevorzugen. 🙂

      * Aus dem Buch "Hitler 1 und Hitler 2" von Volker E. Pilgrim

    • @ Kit2 "Über männliche intime Eigenheiten konnte ich noch nichts erkennen…"
      Ich schon. Der ganze Kommentar legt doch von Anfang bis Ende die von Herr Henschel selbst gelebte Männlichkeit offen; auch wenn er sich nur minimal zur männlichen Physiologie äußert.

      Dass Herr Henschel sich hier mit der weiblichen Ejakulation befasst – ist wohl Ausfluß genau seiner persönlichen männlichen Eigenheit. Wäre die selbstreflektierter, hätte er sich wohl zunächst den männlichen Liebestropfen und seiner Samenflüssigkeit gewidmet.
      Kit2 schrieb dazu "Andersrum wird ein Schuh draus…denn das trifft für Männer, jung UND alt, meist ganz genauso zu und die haben über die Funktionsweise ihres Körpers garantiert noch viel weniger Ahnung & Zugang, wie seit Jahrzehnten immer wieder bedauernd zu bemerken ist."

  6. Satire sollte innerhalb von KenFm erlaubt sein.
    Ich konnte wenigstens lachen.
    Manche Kommentare halte ich für etwas zu engstirnig.
    Persönlich möchte ich kein Leben führen wo alles so ernst genommen wird, und tue es auch nicht.

  7. "Zwar ist man auch in der Wissenschaft einig, dass die weibliche Sexualität mehr Forschung bedarf…"

    Erkenne den Fehler! Wenn die Staatsgurken anfangen zu forschen, kann man nur das Rennen bekommen.

    Die gleiche Wissenschaft, die uns Greta und Corona reinreiben?

    Wenn die Technokraten des Teufels anfangen, dann ist eh schon alles im Eimer.

  8. In den Tagen der Festsetzung einer Ghislaine Maxwell hätte es sicher einen explosiveren Fokus in dem Themenbereich gegeben.

    Aber hier wagen sich die wenigsten Alternativen hinterm Busch vor.

    Hier liegen Brutalitäten im Bereich der Sexualität vor, die seit Jahren mit spitzesten Fingern bei Seite geschoben werden. Alibitexte wie über die spirit cooking-Ekelhaftigkeit namens Abramovic waren auch hier nur ein Feigenblatt.

    Man wollte nicht tiefer in den Kaninchenbau. Ich verstehe das. Es ist anstrengend und gefährlich.

    Aber dann so was…wirklich nicht!

  9. Obwohl auch ich der m.E. offensichtlichen, sogen. "Feminismus"-Sichtweise des Herrn Henschel nicht zustimmen kann, geht mir die verbale Attacke gegen ihn in div. Kommentaren hier doch viel zu weit. Was ich übrigens als aufschlussreiches und damit wertvolles(!) Kontra-Phänomen empfinde, das Einsicht in die ursprünglichsten Missstände unserer sogen. "zivilisierten, christlich-jüdischen" Gesellschaft bietet. Wir bewegen uns dabei m.E. immer noch an irrigen Oberflächkeiten. Aber das ist ja – leider(!?!) – hier nicht das Thema.

    Auch ich bin mir sogar sicher, dass Sean Henschel auf einem Holzweg ist, aber: Das ist kein Grund, darauf dermaßen … ich will mal sagen: "diskreditierend" zu reagieren. (Wie war das noch mal mit freier Meinungsäußerung?!? … und erwachsener Gesprächskultur?!?)

    Ich würde mit Sean Henschel gerne eine persönliche Diskussion führen, oder – weil das sicher nicht möglich ist – ihm vorerst eine Literaturempfehlung geben, die eine alternative Sichtweise zum "etablierten" Feminismus bietet. Fürs Erste vllt.: "Heiraten ist unmoralisch" von Esther Vilar. … weiteres zu dieser alternativen Sichtweise gibt's noch genug.

    Jedenfalls @ Herrn Henschel:
    Lassen Sie sich nicht beleidigen! Jede/-r hat das Recht auf freie Meinungsäußerung.

    Und damit: Auch Sie!

    • Das stimmt @ Duxingzhe

      ich entschuldige mich bei Ihnen Herr Henschel, auch wenn ich etwas freundliches- und ein wenig amüsiertes, und nicht böses beim Schreiben empfand. Und amüsant finde ich einfach bestimmte Themen zwischen Mann und Frau, aber ich wollte mich nicht über Sie lustig machen, sondern Ihnen einfach mitteilen, wie ich und einige andere Frauen empfinden (natürlich gibt es auch Frauen, die gaaanz anders empfinden). Eher positiv als Pusher für Ihre Männlichkeit (-:
      ich lache auch oft über mich selbst, wenn ich mich im typischen Weibchenklischee gegenüber meinem Liebsten ertappe.
      Aber mir tat es gerade richtig weh, als ich hier gelesen habe, dass unsere Beiträge zusammen genommen echt hart wirken :-/

      Es ist ein Klischee, aber ich meine, dass da viel dran ist: ich habe einen guten alten Freund, mit dem ich seit Jahren über das Thema diskutiere, aber der Groschen ist noch nicht bei ihm gefallen (-: Mit ihm kann ich wie mit einer Frau diskutieren, er versteht alles, was uns Frauen bewegt….Er sieht auch sehr gut aus, nur hat er seit vielen Jahren keine Frau. Keine einzige hat Interesse an ihm als Mann und er ärgert sich schwarz, dass er unser aller beste Busenfreundin ist (-:
      Ich rede sehr offen mit ihm drüber. Bisher erfolglos (-:

      Eine Freundin von mir regte sich leidenschaftlich über jeden ihrer Partner auf, den sie in all den Jahren liebte. Und dann kam ER! (-: Er verstand alles, was Frauen bewegt. Er nahm sich permanent zurück, er fühlte sich ständig ein, dämpfte sogar seine männliche Stimme beim Sprechen usw. usf. Und erstmals im Leben erlebte ich sie ständig aggressiv, was sie sich selbst vorwarf. Bei jedem Treffen sagte sie mir "Ich bin so ungerecht. Ich weiß nicht, warum er mich so aggressiv macht und ich ihn immer herunter putze!"- und er ließ es sich gefallen! Großer Fehler.
      Natürlich trennten sie sich.

      Das kann man oft beobachten. Die Männer, die überengagiert sind, auf die Frau einzugehen, bekommen am häufigsten von den Frauen auf die Mütze (-:

      Ich würde sagen: Folge dem weissen Hasen (-: Scherz. Folge den Emotionen, nicht zentral dem, was gesagt wird. Hab ich mir selbst auch auf meine Beziehungsflagge geschrieben, nachdem ich mir jahrelang selbst glaubte, was ich erzählte (-: Mein Mann soll so und so sein…..Seltsamerweise liebe ich meinen Mann weil er NICHT so und so ist, sondern ganz anders (-: Und jetzt gerade tippe ich hier weil er heute kein Bock auf mich hat, nachdem ich ihm vorgeworfen habe, dass er nicht so und so ist (-: (-: Schwache Leistung von mir.

      ich liebe diesen Spruch "Glaube nicht immer, was du denkst."
      wem ist es noch nicht aufgefallen, dass wir alle oftmals emotional auf ganz anderes anspringen, als wir uns rational glauben machen wollen? Menschliche Komödie zwischen Mann und Frau (-: Nicht selten entspricht der Partner gar nicht dem Hirnidealpartner, aber das Gefühl springt an Bling Bling***

      Und ich frage mich auch, was da nicht stimmt, wenn Mann und Frau wie besessen darüber diskutieren, ob es bsw. machohaft ist, wenn er den Arm beim Autofahren aus dem Fenster hängt. Oder ob es sexistisch ist, wenn er auf ihren Popo schaut. Oder über was auch immer. Ist man sich dabei eigentlich noch nah? Worum geht es in solchen Momenten wirklich? Vielleicht ist sogar eine Vermeidung von Nähe.

    • Ach ja 🙂

      obige Literaturempfehlung kann ich – sofern überhaupt noch jemand Bücher liest – nicht nur Sean Henschel, sondern auch auch allen anderen – vor allem sogar(!) – seinen Kritikern empfehlen.

      … wenn sie denn – wie gesagt – überhaupt lesen.

      ___________________________________________________________

      Bücher lesen heißt: Zuhören können!

    • @ Duxingzhe

      Esther Vilar vor Jahren gelesen. Erst begeistert…, dann missfiel mir irgend etwas. Keine Ahnung, was es war. Müsste mal im Bücherregal stöbern und schauen, was ich im letzten Buch von ihr anstrich. Dann wüsste ich wieder, warum ich genug von ihr hatte.
      Mein Hirn ist seit 3 Monaten nur mit Politik vollgepumpt und ich leide sehr darunter, aber für mich persönlich ist es nicht die Zeit für Schöngeisterei. Habe ich viele Jahre gemacht, es schmerzt, es nicht mehr zu machen, aber es ist für mich zur Zeit ausgeschlossen.

    • >> Eden sagt:
      5. Juli 2020 at 01:40

      Das stimmt @ Duxingzhe … <<

      Dankeschön!

      Na dann: Bitte besorgen Sie sich mal das o.g. Buch "Heiraten ist unmoralisch", als erste alternative Sichtweise zum "etablierten" Feminismus und "hören" Sie das Buch erst mal an.

      Gerne können wir uns dann weiter über Feminismus unterhalten.

      Sollten Sie es sich aus finanziellen Gründen nicht leisten können, geben Sie mir bitte Bescheid. Gerne erstatte ich Ihnen den Kaufpreis.

    • >> Eden sagt:
      5. Juli 2020 at 01:54

      @ Duxingzhe

      Esther Vilar vor Jahren gelesen. Erst begeistert…, dann missfiel mir irgend etwas. Keine Ahnung, was es war. Müsste mal im Bücherregal stöbern und schauen, was ich im letzten Buch von ihr anstrich. Dann wüsste ich wieder, warum ich genug von ihr hatte. .. <<

      Es geht m.E. nicht um die Person "Esther Vilar". Sie hat's halt nur geschrieben. Es geht um die Inhalte, nicht um die Person.

      Jedenfalls verfahre ich(!) so, bei meinen Lektüren.

      Aber das Angebot steht: Sollten Sie das genannte Buch noch nicht haben und es sich besorgen müssen – ich komme für die Kosten auf.

    • >> Eden sagt:
      5. Juli 2020 at 01:54

      @ Duxingzhe

      Esther Vilar vor Jahren gelesen. Erst begeistert…, dann missfiel mir irgend etwas. Keine Ahnung, was es war. … <<

      Das wäre aber m.E. nicht uninteressant!

      Nicht wegen Esther Vilar, sondern wegen Ihnen(!).

    • @ Duxingzhe

      das Buch habe ich tatsächlich nicht von ihr, habe mir den Titel aber eben gerade aufgeschrieben und dann gesehen, dass Sie auch noch wach sind und grübeln (-:
      Bücher scheinen ja heute keinen Wert mehr zu haben und kosten (mit wenigen Ausnahmen) ungefähr so viel wie eine´Portion Pommes ^^
      Ich danke Ihnen!
      Aber ich glaube nicht, dass ich es demnächst lesen werde. Ich kann mich unter diesen Umständen nicht tiefer auf andere Themen einlassen. Das erlebe ich erstmals im Leben so. Anderes brennt nun einfach.
      Aber mir ist es dennoch nach 3 Monaten gelúngen, etwas zu lesen, was nicht direkt mit der Tagespolitik zu tun hat. Kennen Sie Imre Kertész? Mein absoluter literarischer Favorit.

      natürlich missfiel mir etwas Inhaltliches bei Vilar! Nicht die Autorin (im Gespräch mit Frau Schwarzer gefiel sie mir übrigens sehr). Wobei ich sagen muss, dass ich das kaum trennen kann. Wie kann ich einen Menschen blöde finden, aber seine Gedanken gut??? Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal erlebt habe.

    • Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eine Notlösung um Faschismus zu verhindern. Es hat gar nichts damit zu tun, dass die geäußerte Meinung äußernstwert oder auch nur im Ansatz gut ist. Durch Kritik wird die Meinung nicht verboten, sie wird bewertet. Das ist etwas anderes. Sie haben den Grund für die Existenz des Versuchs der Etablierung der Meinungsfreiheit nicht verstanden und auch nicht die Grenzen ihrer Bedeutsamkeit erkannt.

    • @ Eden:

      Ich könnte Ihnen sehr, sehr viel auf Ihre Aussagen antworten. Denke aber, dass das nicht einer Kommentar-Funktion entspricht. Das würde den Rahmen sprengen.

      Aber eines kann ich mir doch nicht verkneifen:
      Sie müssen selbstverständlich Esther Vilar nicht mögen (auch ich habe sogar massive Kritikpunkte an dem, was ich an Vilars Haltung zu erkennen glaube – aber nicht weiß). Aber wenn Sie sich "Eden" als User/-innen-Namen (den Paradies-Garten) gewählt haben, dann – pardon! – fällt mir zwangsläufig und humorbedingt ein Buchtitel von Vilar ein: "Die Schrecken des Paradieses – Wie lebenswert wäre das ewige Leben?"

      Auch eine Lektüre, die ich nicht deswegen erwähne, weil ich ein Vilar-Fan wäre (s.o. – das bin ich nicht! – ich übe in gewissen, sogar fundamentalen Dingen Kritik an ihr), sondern weil Frau Vilar "uns" darin, sogar auf unterhaltsam-humorvolle Weise, einen sehr aufschlussreichen Spiegel vorhält.

    • Dionysios sagt:
      "Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eine Notlösung um Faschismus zu verhindern. …"

      Das sehe ich anders:
      Der Faschismus ist eine "Notlösung" für mental u./o. psychisch missbrauchte Kinder, die (mit diesem "Vorlauf") als Erwachsene keine freie Meinungsäußerung mehr ertragen können und diese (bis hin zu mörderischen Aktionen) bekämpfen müssen/wollen.

      Dionysios sagt:
      "… Es hat gar nichts damit zu tun, dass die geäußerte Meinung äußernstwert oder auch nur im Ansatz gut ist. …"

      Bitte definieren Sie, was Sie unter der Vokabel "gut" verstehen. Dann können wir gerne weiter reden.

      Dionysios sagt:
      "… Durch Kritik wird die Meinung nicht verboten, sie wird bewertet. … "

      Richtig! – stellt sich nur die Frage, auf welchem – mehr oder weniger – beleidigendem Niveau eine Wertung formuliert wird.

      >> Dionysios sagt:
      … Sie haben den Grund für die Existenz des Versuchs der Etablierung der Meinungsfreiheit nicht verstanden und auch nicht die Grenzen ihrer Bedeutsamkeit erkannt."

      Wenn Sie glauben, ich hätte das nicht verstanden, dann erklären Sie es mir bitte.

    • @ alle

      schaut euch das mal an, wenn ihr mögt:
      https://www.youtube.com/watch?v=UOCbgnHOhFs
      "JOURNALISMUS-MEINUNGSFREIHEIT-ZENSUR? Eileen Engelke, Daniele Ganser, Anselm Lenz, Rolf Karpenstein"
      die Idee alle an einen Tisch zu setzen und zu diskutieren, finde ich so schön!
      "Fair Talk" hat auch Drosten, Streeck, Kekulé eingeladen (ca. ab Stunde 2:00 wird das erwähnt). Herr Jebsen und Rainald Becker waren auch kurz drauf Thema (-:

      Und um zum Thema zurück zu kommen- ich kann mich nicht entscheiden, wen ich attraktiver finde: Daniele Ganser oder Ralf Karpenstein. Beide sehr schöne Männer! (-: Ich glaube ich wähle Karpenstein weil er ein so düsteres Schlusswort gibt und das mit diesem schönen Mund spricht (-: Gansers Ideale sind aber auch sexy (-:

      @ Duxingzhe

      "Ich könnte Ihnen sehr, sehr viel auf Ihre Aussagen antworten. Denke aber, dass das nicht einer Kommentar-Funktion entspricht. Das würde den Rahmen sprengen."

      ja, schade! Ich würde Ihre Gedanken gerne "hören"! (-:

      "Aber eines kann ich mir doch nicht verkneifen:
      Sie müssen selbstverständlich Esther Vilar nicht mögen (auch ich habe sogar massive Kritikpunkte an dem, was ich an Vilars Haltung zu erkennen glaube – aber nicht weiß)."

      das haben Sie falsch verstanden. Esther Vilar war mir sympathisch.

      "Aber wenn Sie sich "Eden" als User/-innen-Namen (den Paradies-Garten) gewählt haben, dann – pardon! – fällt mir zwangsläufig und humorbedingt ein Buchtitel von Vilar ein: "Die Schrecken des Paradieses – Wie lebenswert wäre das ewige Leben?""

      Haha! Also ich muss gestehen, dass ich mich hier erst mit einem ganz simplen Eigennamen anmelden wollte, aber alle Namen waren bereits vergeben und dann schoss mir "Jenseits von Eden" in den Kopf. Ich kann leider kaum Englisch, aber dachte etwas wie: das passt! Eden heißt bestimmt Paradies und ich fühle mich seit 3 Monaten jenseits von Eden und will wieder rein (-:
      Ich weiß jetzt aber, dass Vaccine impfen heißt (-:

      "Die Schrecken des Paradieses – Wie lebenswert wäre das ewige Leben?""

      jetzt erinnere ich es: das ist das letzte Buch, das ich von ihr las. Und obwohl mir einige Gedankengänge gefielen, fiel ich vom Interesse ab. Erst war ich Feuer und Flamme, aber dann legte ich das Buch weg und hatte keine Lust mehr, Vilar zu lesen.
      Es tut mir Leid, dass ich das heute nicht mehr begründen kann. Ich müsste ihre Argumentation nachlesen, um zu erinnern, was mir missfiel.
      Sollte ich es nochmal nachlesen, gebe ich Ihnen bescheid. In irgend einem Thema werde ich Sie vielleicht aufstöbern (-:

      "Auch eine Lektüre, die ich nicht deswegen erwähne, weil ich ein Vilar-Fan wäre (s.o. – das bin ich nicht! – ich übe in gewissen, sogar fundamentalen Dingen Kritik an ihr), sondern weil Frau Vilar "uns" darin, sogar auf unterhaltsam-humorvolle Weise, einen sehr aufschlussreichen Spiegel vorhält."

      Hm…, jetzt würde ich zu gerne wissen, was genau Sie meinen.
      Aber ich assoziiere mit dem Paradies nicht das ewige Leben….

      "Heiraten ist unmoralisch"

      liegt es denn an der Beziehungsform, wie gut 2 Menschen miteinander zurecht kommen? Es gibt viele Beziehungskonzepte….Ich denke, es kommt darauf an, wie liebesfähig und bewusst die beiden liebenden Menschenkinder sind, weniger auf die gewählte Beziehungsform…
      Und die Frage ist auch- warum heiratet man? Da gibt es ja ganz unterschiedliche Motive. Vielleicht unterstellt man im Automatismus Menschen, die heiraten, bestimmte Motive? Aber vielleicht heiraten sie aus ganz anderen Gründen (-:

      https://www.youtube.com/watch?v=iSoBZP_vUDU

    • @ Eden:

      Ich bitte um Nachsicht!

      Es tut mir wirklich leid, hier nicht auf alle Ihre Aussagen und Fragen eingehen zu können, weil dieses Format namens "Kommentare" dafür nicht tauglich ist. Das nicht erfüllen kann.

      Am liebsten würde ich Ihnen persönlich gegenübersitzen, vor einer leckeren Pizza und einem Glas Wein, und mich mit Ihnen austauschen, was aber höchstwahrscheinlich nicht möglich ist.

      Vielleicht ergibt sich mal die Möglichkeit dazu. Ich würde mich freuen.

      Jetzt und hier – im virtuellen Kontakt – beweist sich eigentlich nur Eines:
      Persönliche Begegnungen mit kommunikativem Austausch sind NIEMALS ersetzbar durch Virtualität.

      Trotzdem und jedenfalls: Ihnen alles Gute für die kommende – sicher schwierige – Zeit! – es sieht nach Marathon aus. 😉

  10. Auch wenn ich DAS ZEUG mal kurz überflogen habe, dies in immer schnelleren Intervallen – bitte nicht so auf dem armen Autor rumhacken, das bezieht sich auf die Themenauswahl. Die vom Kernthema her auch schon ziemlich alt ist, mal abgesehen vom tatsächlichen Erlebnishorizont. Ein Themenkomplex für weinerliche Hanswurste, die krampfhaft alles richtig machen wollen. Es lebe die Konstruktionsplanung und die Dienstanweisungen für den Einsatz.

    Doch, nur noch Corona und Bill Gates plus IM Erika und der Rattenfresse aus dem RKI usw..usf.., in einer hardcoreverblödenden Endlosschleife? 👀

    Also, mal ein wenig Luft & Spielraum auch für andere Themen, zumindest wen es interessiert. Mich zumindest nicht.
    Allerdings, der Part mit dem "Vorturnen" und Leistungsdruck, welchen Jugendliche – wahrscheinlich häufiger als man denkt -, als Stress – u. Druckmacher mitnehmen, der hat schon Negativpotential.
    Gegensätzlich zu früheren Zeiten die so lange noch nicht her sind, wird heute nicht erst einmal gemacht/erlebt. Nein, man sieht sich alles im Netz vorher an, was wenn es nicht passt, richtig Druck aufbaut, dann passt es oftmals in Realtime nicht und die schleppen dann den Psychoaffen im Genick rum. Manchmal wahrscheinlich lebenslang.

    Daher, tja, genau…………….😁✔

  11. Wer interessiert sich schon für Henschels weinerliche 80er-Jahre-Rollenprobleme? Oder für seine Großmutter? Es reicht die altbekannte Tatsache, daß beide Geschlechter (egal, wie straight oder queer, groß oder klein, weiß oder farbig) "feucht" werden können – ich kann eine gute Pizza auch genießen, wenn ich nicht daran denke, wie sie zu Scheiße wird: Scheiß auf die "Wissenschaft" von der "weibliche Prostata"! Auch ich hab grade ein außergewöhnliches Buch gelesen, aber ich denk nicht dran, deswegen ein überlanges inhaltsloses Pamphlet zu schreiben.
    Vielleicht sollte Henschel mal ein retreat mit Bill und Melinda Gates & Co. machen, die nur angesichts von Pharma-Geschäften und Dollar-Zeichen "feucht" werden: das sind die wahren Problem-Fälle… Ganz zu schweigen von Masken-Pflicht, Casino-Kapitalismus und Klima-Kollaps und ähnlichen Kleinigkeiten.
    Zum Glück haben hier ein paar vernünftige Frauen reagiert – hoffentlich hat die Frau, mit der er angeblich zusammenlebt, seinen pseudo-"aufgeklärten" Schwachsinn nicht gelesen !

  12. Für den Autor scheint dieses Thema sehr wichtig zu sein. Ob seine Forschung ihm wirklich geholfen haben den anderen Teil der Menschheit besser zu verstehen bezweifele ich. Ist er verheiratet? Hat er persönliche Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht? Leider sehe ich in dem Artikel wenig wissenswertes um das Geschlechterverhältnis zu erleuchten. Ein Gynäkologe
    wäre wahrscheinlich an diesen Thema mehr interesiert.

  13. Hm…., ich bezweifle, dass das relevante Themen zwischen Mann und Frau sind. Ein Mann ist mir nicht näher oder nimmt mich ernster weil er bestens über meine Körperfunktionen informiert ist (-:
    Mein Mann ist es übrigens, aber ich bitte ihn, den Schnabel zu halten, wenn er detailliert über meine Körperfunktionen referiert (-:

    Wenn es schon um Körperfunktionen und Pornos geht- man schaue sich mal den sexuellen Leistungsdruck an, dem sich viele schon sehr junge Menschen ausgesetzt fühlen.
    Mir erzählte eine Gynäkologin entsetzt, dass sie immer mehr Teens in der Praxis hat (auch 14, 16 jährige…), die, beeinflusst durch Pornos und Co, extrem unter Druck stehen weil sie meinen, sie müssten alles, was sie da sehen, nachturnen. Insbesondere Analsex. Sie sagte, viele sehr junge Menschen quälten sich, weil sie meinen, sie müssten das schon gemacht haben.
    Schönheits-OP`s, auch im Intimbereich werden oft von blutjungen Menschen in Anspruch genommen weil sie diesen pervertierten Barbie-und Ken-Maschinenmenschenidealen zu entsprechen versuchen und sich gar nicht mehr trauen, einem geliebten Menschen nahe zu kommen weil sie nicht 100% dieser Plastikwelt entsprechen.
    Die sexuelle Befreiung ist doch heute eher ein sexueller Leistungsdruck und eine Pornonachturnwelt.
    Leidenschaft oder echte Nähe findet sich da nicht.

    Ich kann auch dieses übertriebene Genderspeech nicht leiden. Wenn ein Mann auf die korrekte Gendersprache bedacht ist, bin ich weg wie der Blitz.

    immer häufiger leiten Männer ihre Komplimente fast entschuldigend ein: darf ich Ihnen sagen, dass…?
    Übel, wie die Männer verunsichert wurden. Da lobe ich mir den Frechdachs, der mir "Geiler Arsch!" hinterher ruft (sofern grinsend und nicht aggressiv oder abwertend) (-:

    https://www.youtube.com/watch?v=5ItuPAZaeMg

    "Ist es angebracht, wenn Männer Frauen die Tür aufhalten? "

    Um Himmelswillen! Was ist bloß los? Das ist doch total schön!

    Mein Mann ist um einiges älter als ich und ich glaube, dass ich ihn mir auch deswegen heraus gepickt habe, weil er noch anders erzogen wurde. Unter den jüngeren Männern ist das schwer zu finden, was ich an Männern mag. Da fühlte ich mich mit den Männern eher wie ein Kumpel, nicht wie eine Frau. Ich möchte den Unterschied zwischen Mann und Frau deutlich spüren. Dieser Unterschied hat absolut nichts mit Diskriminierung von Frauen zu tun. Und wenn er jetzt anfinge, alle traditionellen Frauendinge zu tun, würde er im hohen Bogen rausfliegen (-:

  14. Nachdem die sogenannte "sexuelle Befreiung der Frau" nichts anderes war, als die Herbeiführung der Dauerverfügbarkeit von Frauen für männliche Triebabfuhr (Sex), indem Mädchen und Frauen eingetrichtert wurde, dass sie in ähnlicher Frequenz und Notgeilheit wie der Mann der Bettgymnastik bedürften, wünschte ich mir schlicht völlige Zurückhaltung seitens der Männer hinsichtlich ihrer Vorstellungen über die "Fleischeslüste" einer Frau (die sie sowieso nicht verstehen). Von jeher obsessiv mit ihrem eigenen Urogentilapparat befasst, müssen Männer nun nicht auch zu diesem Themenbereich Frauen vereinnahmen und zu Männinnen transformieren.
    Sofern die Autorin des rezensierten Buchs sich und andere Frauen in modern aufgeklärter Manier selbst objektiviert (Objekt=behandelt werden), legt sie dadurch schon dar, dass sie einen männlich konnotierten Standpunkt einnimmt. So wie mir als Frau die Erlebensebene des Mannes beim Liebesspiel (Sex ist davon allenfalls ein Minus) letztlich verborgen ist, und ich diese auch nicht wissenschaftlich fundiert aufklären möchte, wünsche ich mir umgekehrt, über meine Erlebnisse auf dieser Ebene mich allenfalls mit Frauen auszutauschen, da es nur hier ein Verständigungsebene gibt. Differenzfeministinnen wie ich haben übrigens nie Emma gelesen, Judith Butler heftig kritisiert und den hausfrauisierten Mann nicht auf unsere Bettkante gelassen.
    Liebe Männer, bleibt bei Euch selbst und dem Zentralorgan Eures Interesses. Das wahrt die Spannung zwischen den Geschlechtern (von mir aus aller Art) und macht das Liebesleben spannender.

    • Ach Ilse! Lernen Sie doch erstmal einfach von GEWISSEN Männern zu sprechen und nicht von allen. Damit nicht so offensichtlich ist, dass sie einfach nur nicht differenzieren möchten zwischen den Männern, auf die das von Ihnen Beschriebene zutrifft und auf welche nicht. Dann wird ihr Kommentar auch nicht zu einer plumpen, weiblichen Hassabfuhr an Männern generell.

      Welche Männer sich unter diesen Umständen jemals in Richtung von ihrer Bettkante begeben haben, will ich gar nicht wissen. Sie denken doch nicht wirklich, sie könnten jemals einen echten Mann an ihrer Seite haben, der sich so einen männerhassenden Quatsch auch nur eine Sekunde lang antut.

      Fangen Sie also gar nicht an von Bettkanten zu reden. Jemand, der darauf steht im Mist zu wühlen und sich daraus unverdaute Maiskörner rauszusuchen gibt auch nicht damit an.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/ilse/' rel='nofollow'>@Ilse</a>
      Meine Güte, dieses alberne Geschlechterdenken – ich krieg Hirnschmerzen…

      Was wollen wir noch zwischen Männlein und Weiblein aufteilen? Urologen dürfen nur Männer sein, Gynäkologen nur Frauen, männliche Leichen dürfen nur von Männern autopsiert werden und weibliche nur von Frauen… was kommt als nächstes? Weibliche Kunst versteht der Mann sowieso nicht, also soll er nicht mehr drüber reden dürfen und umgekehrt? – Und am Ende leben Menschen als Geschlechter in ihren Parallelwelten.

      @Dionysios
      So sieht's aus. Differenzierung geht ganz einfach und ist keine hohe Kunst der Rhetorik. Man muss nur diejenigen erwähnen, die man meint, z.B. "diejenigen, die stehlen". 100% aller, die stehlen sind angesprochen und 100% aller, die es nicht tun sind ausgeschlossen….

      … ich seh's von so einer Ilse schon kommen: "diejenigen Männer, die stehlen"…

  15. Ist schon bemerkenswert, daß man heutzutage als Mann sich einen halben Artikel lang erklären und langsam ans Thema herantasten muss, bevor man etwas über das Thema "Frauen" schreiben kann. Freiheit und Gleichstellung gehen anders.

    • Ganz genau! Als hätten wir vor allem jetzt nicht andere Probleme. Aber nein, die ewig diskriminierten und beleidigten Radikalfeministen, die aus Geheul wegen minimalsten Gleichberechtigungsunterschieden Karriere schalgen wollen scheinen "in" zu sein, komme was wolle.

  16. Wow! Weltgeschehen! Setzen wir 500 Investigativjournalisten und Historiker darauf an das Thema zu untersuchen! Und machen wir Demonstrationen für "female ejaculation matters!". Aufgehts! Wir haben ja nichts besseres zu tun, als ein Paar Sexgeschichten als ernsthaftes Diskussionsthema in das öffentliche Gesellschaftliche Leben der seriösen Seite einzuführen.

    Denn schließlich geht es hier um Frauen. Die ja ACHSOOO schlimm diskriminiert sind, dass sich nur die Balken biegen. Kleiner Tipp am Rande: " Nein, sind sie nicht! " Es gibt praktisch keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Gleichberechtigung in Deutschland.

    Aber nur zu! Suchen wir noch ein Paar andere zu Unrecht beleidigte Gruppen aus und widmen uns deren Sexleben als großes, ernthaftes, gesellschaftliches Thema und Problem. Wir haben ja nix anderes zu tun, als uns mit den verrückten, hirnverbrannten Problemen von Radikalfeministen zu beschäftigen! Danke auch! Ohne mich! Was für ein einfältiger Schwachsinnsartikel, der an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist.

  17. Im Kursbuch Frauen, ISBN 3 462 02624 0, Kiepenheuer & Witsch aus dem Jahr 1997 der Autorinnen Andrea Ernst & Vera Herbst ist das nachzulesen. Das waren aber auch EMMA-Themen. Anscheinend war man vor 40 Jahren informierter als heute. Und fragen die Jugendlichen nicht ihre Mütter oder wollen Mütter nicht antworten? Naja, nicht alle Frauen lasen EMMA.
    Dass Männer sich diese Fragen stellen, verwundert mich zwar, aber warum nicht?
    Dass Männer alles über Schwangerschaft und Geburt wissen wollen und auch bei der Geburt
    dabei sind, ist heute selbstverständlich; aber ob frau sich wünscht, dass der Partner alle
    körperlichen Vorgänge genau kennen und miterleben muss, da habe ich Zweifel.
    Und um gegen Genitalverstümmelung an Frauen zu sein, reicht die Vorstellung vom
    Verlust sexuellen Erlebens und davon, welche Schmerzen jungen Mädchen zugefügt werden,
    aus.
    Sicher bin ich mir aber, dass die Art zu denken, die politische Einstellung, die kulturellen
    Wurzeln vorrangig interessieren müssten, oder zumindest gleichrangig, wenn frau sich
    ernst genommen fühlen soll.

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