Die Weltbank will, dass inmitten der Pandemie Slumbewohnern das Wasser abgestellt wird | Von Norbert Häring

Ein Kommentar von Norbert Häring.

Entwicklungsländer versuchen unter widrigsten Bedingungen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Da propagiert die Weltbank, den Bewohnern von Slums, wo die hygienischen Bedingungen am schwierigsten sind, das Wasser abzustellen, wenn ihre Vermieter die Wasserrechnung nicht bezahlen. Dahinter steckt eine menschenverachtende Grundphilosophie von Entwicklungsarbeit.

Die Philosophie der Weltbank heißt seit etwa zwei Jahrzehnten “nachhaltige Entwicklung”; “nachhaltig” im Sinne von auf Dauer gewinnträchtig. Die Entwicklungsarbeit soll, wo immer möglich, in Partnerschaft mit privaten Unternehmen und ihren Stiftungen geschehen, denn nur wenn jemand an Entwicklungspolitik nachhaltig Geld verdienen könne, fließe genug Geld hinein, um nachhaltig etwas zu bewirken. Die Ableitung davon lautet, so viel wie möglich zu privatisieren und zu kommodifizieren, also zur handelbaren Ware zu machen.

Und so ist es durchaus folgerichtig, dass die Weltbank im Juli 2020, mitten in der Corona-Pandemie, den wissenschaftlichen Aufsatz mit dem Titel veröffentlicht: „Enforcing Payment for Water and Sanitation Services in Nairobi’s Slums“, zu Deutsch: „Zahlung für Wasser und Abwasserdienste in Nairobis Slums erzwingen“.

Die vier Autoren, darunter ein Weltbank-Ökonom, ein ehemaliger argentinischer Vize-Finanzminister, und der bekannte Experimentalökonom Paul Gertler von der University of California, haben dafür eines der berüchtigten Randomized Controlled Trials (kontrollierte Zufallsexperimente) an armen kenianischen Slumbewohnern exerziert.

Strikte Durchsetzung mittels Wassersperren verbessert die Zahlungsmoral und die finanzielle Position der Versorger, ohne politische Kosten nach sich zu ziehen.

In den Slums Nairobis wohnen die meisten Menschen als Mieter auf Grundstücken mit einem gemeinsamen Wasseranschluss für alle. Die Grundbesitzer sind für die Wasserrechnung zuständig. Die Regierung hat durch Subventionen geschafft, die meisten Haushalte wenigstens an solche Sammel-Endpunkte fließenden Wassers anzuschließen. Aber sehr viele Vermieter bezahlen die Rechnung nicht und das Wasser wird – auch deshalb – oft streng rationiert.

In Einklang mit der konzernnahen Weltbank-Philosophie testeten die vier fast grenzenlos zynischen Autoren nun in Zusammenarbeit mit der Wassergesellschaft, was passiert, wenn man den Grundstückseigentümern mit Wassersperre droht, und diese dann wenn nötig auch durchzieht. Direkte Leidtragende sind dabei die Mieter, die kein Wasser mehr bekommen.

Knapp 30 Prozent der Grundstücke in der “behandelten” Gruppe wurde das Wasser abgestellt. Nach neun Monaten, im Herbst 2019, kurz vor Ausbruch der Corona-Krise, hätten „viele“ der betroffenen Haushalte wieder Wasser gehabt, heißt es in dem Aufsatz, und weiter im unterkühlten Jargon der Weltbank: „Man muss Abwägen zwischen der Notwendigkeit sicherzustellen, dass die Wassersperre glaubwürdig und ökonomisch bedeutsam für den Kunden (den Grundbesitzer) ist, während sie gleichzeitig flexibel genug ist, um Gelegenheit zur Nachzahlung und Aufhebung der Sperre zu bieten.“

Das Ergebnis der experimentellen Intervention war, dass die Zahlungsmoral der Vermieter sich durch diese Maßnahme steigern ließ, während gleichzeitig der gefürchtete Aufstand der Slumbewohner nicht stattfand. Das Resümee der Autoren: „These results suggest that strict enforcement through disconnections increases payment and the financial position of the utility without incurring political costs.“ Zu Deutsch: „Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass strikte Durchsetzung mittels Wassersperren die Zahlungsmoral und die finanzielle Position der Versorger verbessert, ohne politische Kosten nach sich zu ziehen.“

Recht auf sauberes Wasser? Nicht vorgesehen

Implizit rechtfertigen die Ökonomen in dem Aufsatz die aus Sicht vieler Menschen zynische Herangehensweise damit, dass finanziell besser ausgestattete Wasserversorger in der Lage sind, mehr Menschen unter Einsatz von weniger Rationierung mit Wasser zu versorgen. Das ist korrekt, wenn man strikt der auf privaten Gewinn getrimmten Weltbank-Philosophie folgt, dass alles, aber auch alles nach Möglichkeit marktwirtschaftlich produziert und zugeteilt werden sollte.

Ein Grundrecht auf Versorgung mit sauberem Wasser und anderen elementar lebensnotwendigen Diensten, oder ein politisches Versprechen der Regierung, das zu gewährleisten, wie es in Kenia der Fall ist, ist in dieser Philosophie nicht vorgesehen. Würde man davon ausgehen, würde man auf andere Strategien kommen.

Man könnte etwa die Grundstücke von denen in öffentliche Verwaltung nehmen, die zu hohe Schulden für die Wasserrechnung haben, bis diese Schulden bezahlt sind. Aber das wäre das Gegenteil von Privatisierung. Man könnte Verluste der Wasserversorger subventionieren, weil es sich um ein überragendes politisches Ziel handelt, alle Menschen, auch die mittellosen, mit sauberem Wasser und der Möglichkeit zu einem gesunden, hygienischen Leben auszustatten, ganz besonders während einer Pandemie. Aber das wäre nicht “nachhaltig”.

Stattdessen machen sich die Autoren Gedanken darüber – und probieren das per sozialem Feldexperiment an wehrlosen armen Menschen aus – wie hoch die politischen Kosten sind, wenn man den Menschen das Wasser wieder abstellt, das ihnen in den letzten Jahren unter Einsatz von viel öffentlichem Geld verfügbar gemacht wurde. Und die Weltbank findet nichts dabei, das Papier mit der zynischen Politikempfehlung mitten in der Corona-Pandemie zu veröffentlichen. Es ist schon eine ganz besondere Sorte Menschen, die die Welt regiert.

Twitter-Diskussion veranlasst Autoren zu Rechtfertigungsschreiben

Am 8. August stellten die Autoren in Reaktion auf die heftige Kritik an ihrem Aufsatz, die vor allem über Twitter geäußert wurde, ein Schreiben ins Internet, in dem sie auf ethische Bedenken hinsichtlich ihres Experiments eingehen. Das Schreiben ist im Schriftartikel verlinkt.

Dort schreiben sie, dass die säumigen Zahler überwiegend gutsituierte Grundbesitzer seien. Sie vergessen zu erwähnen, und zu rechtfertigen, dass es deren arme Blechhütten-Mieter sind, denen das Wasser abgestellt wird. Wie wenig Ko-Autor Paul Gertler dieser Aspekt interessiert, machte er mit einem Twitter-Kommentar deutlich. „Ich wurde vor vielen Jahren mit einer Wassersperre bedroht und habe einfach meine Rechnung bezahlt“, twitterte er am 9. August (meine Übersetzung).

Die Ökonomen betonen, dass es eine Regierung gewesen sei, die an diesem Experiment beteiligt war, und dass sie zuvor die Weltbank um Hilfe gebeten habe, wie man die Zahlungsmoral verbessern könne. Das mag so sein. Weltbank und IWF betonen immer, dass alles was sie tun auf Wunsch der jeweiligen Regierung geschieht. Oft wird dieser Wunsch allerdings alles andere als freiwillig geäußert.

Die Autoren betonen auch, sie hätten sich sehr gewissenhaft mit möglichen negativen Wirkungen der Wassersperren befasst, einschließlich der Wirkungen auf die Kindergesundheit. Im Aufsatz gibt es dazu einen einzigen Absatz in dem kurz für einen ganzen Strauß von möglichen Wirkungen, darunter Kindergesundheit, steht, dass man keine Belege gefunden haben, dass diese systematisch auftreten.

Kindergesundheit wurde dabei gemessen anhand eines einzigen Indikators, nämlich ob das älteste Kind einer Familie, das noch keine fünf Jahre alt ist, in den letzten zwei Wochen an Durchfall litt. Dabei wurde nicht etwa verglichen, wie oft das in dem knappen Drittel der Familien der behandelten Gruppe vorkam, denen tatsächlich das Wasser abgestellt wurde, und solchen, bei denen das nicht der Fall war. Stattdessen wurden alle Familien in der Gruppe, deren Vermieter prinzipiell mit Wassersperre bedroht wurden, verglichen mit der Vergleichsgruppe, in der das nicht der Fall war.

Das tatsächlich betroffene knappe Drittel der Familien in der behandelten Gruppe wurde also statistisch verdünnt durch die gut zwei Drittel der Familien in der gleichen Gruppe, denen das Wasser gar nicht abgestellt wurde. So wundert es nicht, dass der gefundene negative Effekt auf die Kindergesundheit nicht statistisch signifikant war. Das mag gewissenhafte Prüfung des möglichen Problems nennen, wer will.

Fällt es schon unangenehm auf, dass die Pandemie in dem im Juli veröffentlichten Arbeitspapier nicht erwähnt wird, so ist kaum noch zu verstehen, dass auch in dem aktuellen Rechtsfertigungsschreiben im Internet, kein Wort davon steht, dass wir eine Pandemie haben, die besondere Anforderungen an Hygiene stellt, die ohne ausreichend Wasser nicht zu erfüllen sind. Eine ernsthafte Rechtfertigung sieht für mich anders aus. Was und wann die Weltbank und die Autoren da gemeinsam abgeliefert haben, ist nicht vernünftig zu rechtfertigen.

Experimente an Armen in der Kritik

Erst vor Kurzem gab es in der internationalen Ökonomenzunft eine heftige Kontroverse über einen Aufsatz zu einem anderen Feldexperiment an besonders armen Menschen, das in einer der fünf angesehensten Fachzeitschriften zur Veröffentlichung angenommen wurde, dem von Harvard herausgegebenen Quarterly Journal of Economics. Darin wird beschrieben, wie die Autoren sich mit einer evangelikalen Missionsstiftung zusammentaten um zu prüfen, ob evangelikales Missionieren von zumeist katholischen armen Philippinos deren Arbeitsmoral verbessert. Weil das (umstrittene) Ergebnis angeblich positiv war, wurde allen Ernstes Missionierung als mögliche Strategie gegen Armutsbekämpfung bezeichnet.

+++

Danke an den  Autoren  für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Dieser Beitrag erschien zuerst am 09.August 2020 auf dem Blog Geld und mehr

+++

Bildquelle:  Luvin Yash  / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

16 Kommentare zu: “Die Weltbank will, dass inmitten der Pandemie Slumbewohnern das Wasser abgestellt wird | Von Norbert Häring

  1. Guter Beitrag, vielen Dank – ich habe für mich jedoch einen Fehler gefunden, den der Beitrag hat.
    "Es ist schon eine ganz besondere Sorte Menschen, die die Welt regiert."
    Es sind keine Menschen, die die Welt regiert, es sind Zobies und Psychopaten bar jeglicher Sozialisierung. Das schlimme daran ist, dass es eine unwahrscheinlich große Anzahl gleicher Typen gibt, die nicht die Welt regieren aber die willigen Handlanger, Ausführungsgehilfen spielen, nur um ihr kleines, unscheinbares, wertloses Leben ein wenig attraktiver zu machen. All diese Individuen haben nichts, was man im Ansatz als "Gefühlsregung" bezeichnen könnte. Denen fehlt die Ausbildung des präfrontalen Cortex komplett….

    • Und diese Zombies und Psychopath/innen müssen in ihrem Handeln gestoppt werden.
      Bei den Zombies und Psychopath/innen darf der Einwand nicht gelten, sie hätten autoritäre Eltern gehabt, von denen sie asozial erzogen worden seien. Die Zombies und Psychopath/innen hätten sich längst mit ihrem eigenen Leben der Kindheit und Jugend eingehend befassen können, doch dies haben sie offensichtlich nicht. Ist ja auch einfacher, Traditionen, die in zynisch geprägter Erziehung einem angetan wurde, zu brechen und einen eigenen, anderen Charakter mit humanistischen Werten herauszubilden, sich zu erarbeiten und zu leben.

    • Na, wenn die Herrschenden und ihre Handlanger alles Zombies und Psychopathen sind, sollte der magere Rest aber zügig an seinem Cortex arbeiten! – im Ernst: Ja, es gibt viele Narzisten und Psychopathen, auch unter Demokraten. Und wer gestern noch freundlicher Nachbar war, hat heute Ängste, spielt Blockwart, und will mich, weil ich die Maske nicht trage, besser 'sozialisieren'. Das weckt wiederum bei mir Angst, warnt mich: Es sind alles Menschen, gleiche Typen wie du und ich. Und Gefühlsregungen gibt es bei denen auch. Niemand braucht sich zum Schutz vormachen, der bessere Mensch zu sein. Das endet nur in Krieg (gegen die vermeindlichen 'Untermenschen').
      Je mehr die Empathie entwickelt ist, umso mehr spürt man, dass jede dieser Verhaltensweisen auch die eigene sein könnte, in jedem angelegt ist. Wer es wagt, sich innerlich darauf einzulassen, wird sich bald besser kennen. Die Frage ist also: wie lernen wir Empathie, wie findet Gewissensbildung statt, wie gelangen Menschen zu stabiler Selbstachtung und seelischen Stärke, um sich immer wieder erfolgreich gegen entwürdigende Zumutungen behaupten zu können.
      Das Bildungswesen sorgt gerade mit homeoffice und zunehmender Digitalisierung und Wischlappen im Gesicht dafür, dass die nächste Generation bald gar nicht versteht, wovon ich hier rede. Dagegen sollten wir uns zur Wehr setzen, nicht mit der Berufung auf mehr Gefühl, sondern auf RECHT & Gesetz.

  2. Danke an den Autor für diesen Einblick in die immer mehr ausufernde neoliberale Stiftungsfinanzierung, sowohl im Journalismus wie auch in der Wissenschaft, wo diese Mafia offensichtlich Schutzgelderpressung betreibt:
    "Das Ergebnis …war, dass die Zahlungsmoral der Vermieter sich durch diese Maßnahme steigern ließ, während gleichzeitig der gefürchtete Aufstand der Slumbewohner nicht stattfand. … [das legt] den Schluss nahe, dass strikte Durchsetzung … die Zahlungsmoral und die finanzielle Position der Versorger verbessert, ohne politische Kosten nach sich zu ziehen.“
    Anders formuliert: diese Zyniker werden immer so weiter machen, solange sie weder einen Aufstand noch sonstige harte Konsequenzen befürchten müssen.
    Nehmen wir das 'sportlich' … als deutlichen Hinweis darauf, wie wichtig es ist, die politischen Kosten für diese Marodeure durch massenhaften Aufstand so in die Höhe zu treiben, dass sie damit schließlich aus dem Verkehr gezogen werden.
    Vielleicht trauen sich dann ja einige zu erzählen, mit welchen Drohungen Deutschland und ganz Europa unter Druck gesetzt und erpresst wurde.

  3. Als ich in den 80ern in NYC weilte, erzählte mir ein in der Werbung dort aktiver,
    man würde sich sehr – an den Nazis orientieren -. Die wären ja so – erfolgreich – gewesen.
    Nun ist der weltweite Faschismus des 1% Bundes in der Bundesrepublik.
    Mal sehen wie der Sozialstaat hier verslamt.
    Querdenken hat am Eingang zum Kanzleramt ein Zeltlager eingerichtet.
    Damit auch das faschistoide Denken im Kanzleramt vielleicht noch mal darüber nachdenkt.

    Eine Russin fragte mich mal, was heißt eigentlich Nazi? National – s-o-z-i-a-l-i-s-t .
    Die Frau war völlig außer sich und schien die Welt nicht mehr zu verstehen.

    Nur die Harten kommen in Garten oder machen die Hölle?
    Vielleicht besser die Zarten in den Garten lassen.

  4. Es hätte um Selbsthilfe-Plattformen zu gehen – geeignet, allen sich auf weitgehend staats-unabhängige gemeinsame Beine zu stellen über den Aufbau von Strukturen, die auf die bisherigen Finanzherrschaften zunehmend weniger angewiesen wären !!!

    Vorbild: die Querdenkens- und Demokratische Widerstands-Bewegung in D… – die für dergleichen ein weltweites Vernetzungspotential entfalten könne – – – Rudulf Diesels Solidarismus-Konzept … empföhle sich da in Kombination folgender Links zur Neuentdeckung – weltweit !! https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/01/26/d-i-e-entdeckung-rudolf-diesels-solidarismus-konzept/

    Anregungen zu parallelen Auskömmlichkeitswelten aus selbstorganisatorischem Ansatz:

    vgl,: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/04/13/5688/

  5. Ich hätte diese Weltbank-Fuzzies zunächst erst mal gefragt, warum sie die Grundbesitzer wegen ihrer Schulden nicht erst mal enteignen. Anderen "stellen Banken auch ihre Eigentumshäuser ab", wenn sie Kredite nicht zurück zahlen und vermieten, verkaufen oder versteigern diese dann selbst.

  6. Den Reichen und Mächtigen ist per se Misstrauen entgegenzubringen.

    Umso mehr, je mehr diese mit dem Wohl für die Allgemeinheit argumentieren.

    Niemand wird durch Herzensgüte und Nächstenliebe reich und/oder mächtig.

    So funktioniert die Welt nun mal nicht.

    Eher im Gegenteil.

  7. Danke, Herr Häring
    der IWF wollte doch die "Freiheit", Menschenrechte, die Demokratie fördern, das sieht man auch in Südamerika, Ukraine, usw.
    Es wird Zeit, das Imperium zu entmachten, umso früher, umso besser für die Menschen und den Frieden in der Welt.

  8. Weltbank, IWF bzw. Afrika u.a. Dissidenz:

    Weißrussland: IWF und Weltbank knüpfen Nothilfekredite an harte Lockdown-Maßnahmen

    Nationen, die im Zuge der globalen Coronavirus-Pandemie finanziell ins Straucheln geraten sind, scheinen seitens des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank höchst interessante Auflagen gegen den Erhalt eines Nothilfekredits gemacht zu werden. Lesen Sie selbst…
    30.07.2020 Autor: Roman Baudzus

    Immer mehr Schwellen- und Entwicklungsländer befinden sich am Rande eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Hier und dort werden reiche Geberländer dazu aufgefordert, sich im Rahmen einer internationalen Schuldenkonferenz mit einer Schuldenstreichung zugunsten der wirtschaftlich ärmsten Nationen auf unserem Planeten zu beschäftigen.

    Und dann gibt es da natürlich auch noch internationale Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds oder die Weltbank, die im Fall von bevorstehenden Länderbankrotten in Form einer Feuerwehr einspringen, indem Nothilfekredite vergeben werden, die an ganz spezifische Bedingungen gekoppelt sind.
    (…)
    Anhand des Beispiels von Weißrussland werden wir uns nun einer neuen Vorgehensweise gewahr. Denn dort sollen durch die Regierung des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko beantragte IWF-Finanzhilfen an bestimmte Bedingungen im Umgang mit der durch das neue Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 geknüpft werden.

    Und diese Bedingungen sehen vor, die weißrussische Regierung zu einer Verabschiedung von teils extremen Lockdown-Maßnahmen zu veranlassen. Diese Maßnahmen sollen an das in Italien zu Beginn dieses Jahres verfolgte Modell einer kompletten Abriegelung des Wirtschaftsraums – falls nötig – gekoppelt werden.

    Lukaschenko empört: Bedingungen sind inakzeptabel

    Auch die ökonomischen Strategien der Weißrussen sollen an dieses Modell entsprechend angepasst werden. Der weißrussische Präsident Lukaschenko hat diese Bedingungen zugunsten einer Kreditvergabe durch den IWF inzwischen aufs Schärfste zurückgewiesen und als „inakzeptabel“ bezeichnet.
    (…)
    Weitere Länder stellen sich gegen die WHO

    Der weißrussische Präsident Lukaschenko ist nicht der einzige Skeptiker, der sich gegen restriktive Lockdown-Maßnahmen ausspricht. Der tansanische Staatspräsident John Magufuli hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Mai aus dem eigenen Land geworfen, nachdem zuvor bei der WHO eingereichte Proben von Papayas und Ziegen mit dem Vermerk „positiv“ zurückgekommen waren.

    Auch der ostafrikanische Staat Burundi hat die WHO in der Zwischenzeit aus dem eigenen Land verwiesen, mit der Begründung, eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes nicht hinnehmen und akzeptieren zu wollen.

    Zuvor war es bereits zu interessanten Erklärungen des Staatspräsidenten von Madagaskar gekommen, der öffentlich ausführte, das Angebot einer Bestechungssumme in Höhe von 20 Millionen US-Dollar seitens der WHO erhalten zu haben, wenn er von Aussagen Abstand nehmen würde, dass eine Heilpflanze sich als erfolgreich in der Heilung von Covid-19 erweise. Madagaskar folgte darauf als nächstes Land, das aus der WHO ausgetreten ist.
    (…)
    Es sind nicht wenige Afrikaner, die ihre Beine unter die Arme nehmen, wenn westliche Ärzte und/oder Hilfsorganisationen in Afrika auch nur auftauchen, und so herrscht momentan in nicht wenigen Fällen die Ansicht auf dem schwarzen Kontinent vor, dass das neue Coronavirus „wieder nur so ein Produkt der Mzungus“ (der Weißen) sei, die den eigenen Kontinent in Angst und Schrecken halten wollten.

    In Afrika ist in der Vergangenheit zu viel Schindluder in Sachen diverser Impfkampagnen betrieben worden, so dass das Vertrauen der Afrikaner in Programme welcher Art auch immer nahezu gegen null tendiert.
    (cashkurs)

    Oder hier:

    Wird die Sächsische Landesregierung erpresst?
    Veröffentlicht am 7. August 2020 von Ped

    Ausscherende Politiker werden weltweit unter Druck gesetzt — auch in Deutschland.

    Nach mir vorliegenden, glaubwürdigen Quellen, wurde der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer im Juni oder Juli des Jahres massiv unter Druck gesetzt, um eine Abkehr seiner Landesregierung, weg von der aus Berlin vorgegebenen, grundrechtsverletzenden und unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung betriebenen Reglementierungspolitik zu unterbinden. Dass dies nicht aus der Luft gegriffen sein muss, zeigen andere Beispiele innerhalb und außerhalb Deutschlands.
    (…)
    International erlebten wir das Gleiche, Burundi aber auch Schweden wurden über die Medien als verantwortungslos gebrandmarkt, Weißrussland erst recht. Bei letzteren, dem bislang 580 mit (!) Corona Gestorbene zugeschrieben werden, obwohl die Regierung vollständig auf “Lockdown”-Maßnahmen verzichtete, werden jetzt Kredite des IWF an die Bedingung gebunden, genau das noch jetzt — faktisch im Nachhinein — für Weißrussland umzusetzen (19).

    Etwas noch — eine Belohnung an Sie für das Durcharbeiten dieses Textes:

    Das Treffen des Sächsischen Ministerpräsidenten mit den oben aufgeführten Wissenschaftlern: Es fand tatsächlich am 26. Juni 2020 im Beisein des Demonstrationsteilnehmers Michael Grasemann statt! (20)

    Welchen Besuch Kretschmer später erhielt, um möglicherweise wieder “in die richtige Spur” gebracht zu werden, ob das tatsächlich Spahn war, und warum die Tonaufnahme gelöscht wurde, muss offen bleiben. Es bleibt Ihnen die Möglichkeit, in dieser Richtung selbst zu forschen.
    (Peds Ansichten)

  9. "Niemals darfst du so tief sinken, den Kakao, durch den man dich zieht auch noch zu trinken."

    Ist allerdings nur möglich, wenn man wenigstens eine Weile lang gesellschaftlich anerkannt gelebt hat. Genau dies wirklich jedem zu ermöglichen ist der Staat da.

    An anderer Stelle legt man ganz besonders viel Gewicht auf Corona, anscheinend wie es der Renditeaussicht gerade gefällt. Hier ein Beispiel vom IWF
    https://deu.belta.by/president/view/lukaschenko-uber-aufdrangung-von-zusatzlichen-bedingungen-bei-vergabe-von-auseren-krediten-50846-2020/

    • Angesichts der Gnadenlosigkeit, mit der finanzielle Interessen von Minderheiten über die vitalen Grundinteressen der gesamten Menschheit gestellt werden, stockt mir der Atem. Da die ”gewählten“ Repräsentanten der Völker überwiegend selbst Teil der Korruptokratie sind, ist innerhalb der fassadendemokratischen Gremienordnung keine Abhilfe dieser Missstände zu erwarten. Eine blutige Revolution ist indessen genauso wenig zu erwarten, ebensowenig wie ein ”göttlicher“ Donnerschlag zum Reset der Evolution.

  10. Hier wird eine Eskalationsspirale beschrieben. Die Mächtigen denken und handeln nach dem Motto "Mal sehen, wie weit ich gehen kann" und lassen sich immer abgedrehtere Dinge einfallen. Die Nicht-Mächtigen müssten den Mächtigen Grenzen aufzeigen. Und dabei fängt das Problem im Neoliberalismus an, wo die Mächtigen nicht wirklich sichtbar und bekannt sind.
    Der Nicht-Mächtige kann nicht einfach die Mistforke greifen und dem Mächtigen in den Allerwertesten pieken.

    Menschen ohne Wasserzugang haben mein Mitgefühl.

Hinterlasse eine Antwort