Digitales Zentralbankgeld – der Weg in ein neues Geldzeitalter | Von Ernst Wolff

Ein Kommentar von Ernst Wolff

Während ein Großteil der Weltbevölkerung noch immer wie gebannt auf die Ausbreitung des Corona-Virus starrt, läuft im Hintergrund ein für die Zukunft der sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten viel bedeutenderer Prozess, nämlich die Vorbereitung der Einführung digitaler Zentralbankwährungen.

Hier der Hintergrund:

Die großen Zentralbanken der Welt haben das globale Finanzsystem in diesem Jahr ein weiteres Mal vor dem Zusammenbruch gerettet, damit aber einen historischen Wendepunkt erreicht. Sie verfügen im Kampf gegen den Kollaps nämlich nur über zwei Waffen: Geldschöpfung und Zinssenkungen. Da die Zinsen im Rahmen der diesjährigen Rettung weltweit bei null angekommen sind und Negativzinsen das Bankensystem von innen her zerstören würden, heißt das: Den Zentralbanken steht in Zukunft nur noch ein Mittel, nämlich die Geldschöpfung, zur Verfügung.

Damit aber stecken sie in einem unlösbaren Dilemma: Kontinuierliches Geldschöpfen entzieht dem Geld nämlich seinen Wert. Da beständig höhere Summen erforderlich sind, um das System am Leben zu erhalten, schreitet dieser Wertverlust immer schneller voran. Zu sehen ist das aktuell in den USA. Die US-Zentralbank Federal Reserve (FED) hat in diesem Jahr die mit Abstand größten Geldsummen ins System gepumpt. Die Folge: Der US-Dollar hat innerhalb von nur sieben Monaten gegenüber den anderen großen Währungen mehr als zehn Prozent seines Wertes eingebüßt.

Diese Entwicklung zeigt: Das durch die Deregulierung geschaffene und über Jahrzehnte immer stärker außer Kontrolle geratene internationale Finanzcasino lässt sich mit den herkömmlichen Mitteln nicht mehr dauerhaft stabilisieren. Aus diesem Grund entwickeln diejenigen, die die Welt beherrschen, nämlich der digital-finanzielle Komplex mit Microsoft, Apple und Google an der Spitze, zusammen mit den Zentralbanken zurzeit unter Hochdruck das digitale Zentralbankgeld.

Wichtigstes Ziel dieses neuen Geldes ist es, die bestehenden Machtverhältnisse auch über die Abschaffung des bisherigen Geldsystems hinaus zu erhalten und auszubauen. Seine Etablierung wird zum einen das klassische Bankensystem in seiner bestehenden Form beenden, weil die Kreditvergabe ausschließlich in die Hände der Zentralbank gelegt wird. Zum anderen wird die neue Währung trotz anderslautender Beteuerungen halb-privat sein, denn ihre Ausgabe und ihr Umlauf werden in den Händen der großen IT-Konzerne liegen.

Die Verschmelzung des Staates mit dem digital-finanziellen Komplex wird damit nicht nur weiter vorangetrieben, sie wird ein neues Zeitalter einläuten. Die neue Währung wird diesen beiden Kräften nämlich mehr Macht verleihen als allen anderen Einrichtungen auf der Welt zusammengenommen, denn sie wird Eigenschaften besitzen, die keine Geldform bisher besessen hat.

Sie wird zum einen ein Verfallsdatum besitzen, so dass der Empfänger gezwungen werden kann, das Geld innerhalb eines bestimmten Zeitraums auszugeben. Sie wird dem Staat aber auch die Möglichkeit geben, Steuersätze oder Strafzahlungen willkürlich festzusetzen und einzubehalten oder Kredite zu unterschiedlichen Zinssätzen zu vergeben. Außerdem können Kredite zu Negativzinsen vergeben werden, so dass ausgewählte Empfänger sogar noch einen Bonus dafür erhalten, dass sie sich vom Staat Geld leihen. Zudem wird der Staat Zins und Tilgung in Einzelfällen unbegrenzt aussetzen und so praktisch auf eine Kredit-Rückzahlung verzichten können. Schlussendlich werden Staat und IT-Konzerne einzelne Konten jederzeit stilllegen können, ohne dass außer den Betroffenen jemand davon erfährt.

Egal wie man es dreht und wendet – digitales Zentralbankgeld wird mit dem Geld, wie wir es kannten und wie es sich über mehrere Jahrtausende entwickelt hat, nicht mehr viel gemeinsam haben. Dafür aber wird es das monetäre Grundgerüst für eine Gesellschaft liefern, in der die letzten Reste der Demokratie mit Hilfe des Geldsystems abgeschafft und wir alle der uneingeschränkten Willkür einer winzigen Elite ausgesetzt und ihrer Herrschaft vollends unterworfen werden.

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Die Bücher „Ernst Wolff erklärt das globale Finanzsystem“ und „Weltmacht IWF “ von Ernst Wolff werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: sutadimages / shutterstock

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24 Kommentare zu: “Digitales Zentralbankgeld – der Weg in ein neues Geldzeitalter | Von Ernst Wolff

  1. Ralf Becker sagt:

    FAZ, 03.09.2020
    KONJUNKTURPAKET BESCHLOSSEN:
    „Wumms“ auf Französisch

    SZ, 6. September 2020
    EZB
    Lagardes großes Tabu
    Europas Notenbank könnte den Euro-Staaten dereinst die Schulden erlassen. In der Wissenschaft ist das ein heißes Thema. Die EZB will davon nichts wissen, weil ihr die Staatsfinanzierung verboten ist. Aber was, wenn es ernst wird?

    FAZ, 24.12.2020
    Wer kommt für die Schulden auf?
    Die Entscheidung, heutige Ausgaben mit Steuern oder Schulden zu finanzieren, ist – anders als einige Ökonomen meinen – auch bei niedrigen Zinsen nicht trivial.

    Bei einem Wort wie "Konjunkturpaket" fällt auf, dass die Politik den später nie wieder abbaubaren Pro-Kopf-Staatsschulden damit einen sehr schönen Anstrich verliehen hat. Wo es aber immer mehr Schulden gibt, da gibt es auch immer mehr Geld und immer höhere Zinslasten, die niemand jemals bezahlen kann.

    Webseite Statista, 28.07.2020
    Europas größter Gläubiger ist die EZB

    Jetzt sagte doch etwa Stephanie Kelton «Die USA können gar nicht pleitegehen».
    (vgl. Handelszeitung-ch, 27.05.2019)

    FAZ, 11.05.2019
    MODERN MONETARY THEORY:
    Die Lösung liegt in höheren Staatsausgaben
    VON DIRK EHNTS

    bajour-ch, 28.07.20
    Vontobels Wachstumsschübe
    Warum staatliche Verschwendung nötig ist

    Werner Vontobel bzw. Dirk Ehnts sind u.a. auch Makroskop-Autoren.

    Handelsblatt, 06.04.2018
    WIRTSCHAFTSPOLITIK DES US-PRÄSIDENTEN
    Ex-Finanzstaatssekretär Flassbeck: „Trump hat Recht“
    Der ehemalige Finanzstaatssekretär Heiner Flassbeck verteidigt Trumps Wirtschaftskurs und warnt Deutschland, nicht zur nächsten Zielscheibe zu werden.

    Makroskop, 25.09.2018
    Warum ich kein Keynesianer mehr sein kann (und will)
    Von Heiner Flassbeck

    Um es herauszufinden, wie es weitergeht, könnte man allenfalls Hellseher bemühen.
    Etwa Martin Zoller sagte voraus, dass Trump die Macht teilen müsse und er sieht für ihn noch vor Ende seiner ersten Amtszeit dasselbe Schicksal wie für Gaddafi voraus.

    Etwa Alois Irlmaier spricht von den 888 Tagen, wo der finstere Mann (Antichrist) die Welt in die Dunkelheit stürzen wird.

  2. effess sagt:

    Initiale Kernaussage kann ich mittragen: Ja, das System steckt in einer einer Liquiditätsfalle.
    Leider fehlt hier die Analyse der Ursache: durch die Ungleichverteilung des Produktivkapitals und dem Austausch von "Arbeit" durch "Kapital" fehlt es dem System an verfügbarem Einkommen seitens der Nachfrager. Ohne "nachfragefinanzierung auf Pump" (zB via Subprime-Kredite und anderer Finanzierungsmodelle – ein Blick in Richtung jener Länder mit den Handelsbilanzdefiziten ist hier stets eine gute Orientierungshilfe & Informationsquelle wo es wohl als nächstes wieder im Finanzsystem krachen wird) bleibt dem System infolge der Ungleichverteilung nur der Weg in die Rezession, in die Depression, und mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit in die Revolution.

    Womit wir bei der Ursachenforschung nach dem "Warum eigentlich?" bei dieser ganzen Plandemie angelangt wären.

    … aber darum geht es ja in diesem Beitrag nicht – sondern (leider) wird hier in die falsche Richtung angebogen, und allerhand wilde Behauptungen und falsche, da unvollständige Aussagen zu ökonomischen Theorien in den raum gestellt.

    A) der Wert einer Währung hängt von Angebot und Nachfrage nach dieser Währung ab.
    Eine Nation/ ein Währungsraum mit Leistungsbilanzdefizit muss zum Aufrechterhalt des Wertes der eigenen Währung stets "irgendwen" finden, welcher Nachfrage nach dieser Währung realisiert.

    Im Falle der USA / des USD (und auch des UK / des GBP) ensteht dieser Ausgleich über den "Verkauf" von Finanz"Produkten"…

    … womit wir dann schnell ganz generell bei der Überlegung wären: "Wieso kauft denen irgendwer überhaupt diese Schuldzettel ab?" bzw: "Wer ist dieser Käufer?" und "Auf wieviele Personen wird sich diese Entscheidungsgewalt wohl am Ende verteilen?"

    … und evtl. könnte man dann noch einen Blick auf den chin. 5-Jahresplan werfen, welcher klip und klar festlegt, dass China nun zunehmend auf Binnenkonjunktur, also auf Kaufkraft der eigenen Währung setzen wird.

    Und "unsere amerikanischen freunde" sind gerade derart wild am Einkaufen, dass den Chinesen die Container zum Abtransport der Waren ausgehen.

    … dies wären zumindes so meine Beobachtungen – welche Ursachen dabei zu betrachten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen wären, das steht wiederum auf einem andern Blatt.
    Allzuweit würde ich mich hier aber auch nicht aus dem Fenster lehnen – es läuft derzeit einfach derart viel auf einmal…

    … aber der Gedanke, dass die Tech-Konzerne nun an der Hoheit über die digitalen Zentralbankwährungen mit übernehmen würden, erscheint mir schon reichlich abwegig.
    Wieso das denn?

    Mich würde es ganz im gegenteil sehr Wundern, wenn sich die politische Macht diese Option einfach vom Teller wird ziehen lassen – und wenn dieser laden tatsächlich derart korrupt und gekauft ist, dann wäre eine für jedermann offensichtliche Partitipation der Tech-Giganten am Geldsystem wohl das baldige Ende des Regimes.

    Die Transparenz welche der Digitalisierung innewohnt wird – davon bin ich überzeugt – so manchen Sumpf trocken legen.
    Egal ob beim KI-gestützten, globalisierten Arbeitsmarkt und einer kybernetischen Kollaborationsplattform welche die Ressourcenverteilung neu regeln wird – oder das verifizierende Gegenstück, die Digitalwährung an welche die erweiterten Informationen zu jeglicher Transaktion – von der Ideenfindung der R&D über die Förderung der Rohstoffe bis zum Endkunden – und ggfls, sofern regional von der Bevölkerung so verlangt, bis zur Wiederverwertung der Rohstoffe.

    Die Möglichkeiten hier mit Steuern tatsächlich auch zu Steuern – und zwar in einer Form, dass alle Beteilgten der Wertschöpfungskette in Echtzeit ihre Prozesse dahingehend optimieren können um weiterhin Wettbewerbsfähig bei der jeweiligen regionalen Zielgruppe zu sein, sind dabei nur ein Aspekt, welcher hier völlig ausser Acht gelassen wurde.

    Die Änderungen für den Normalbürger können durch das digitale Zentralbankgeld auch durchweg positiv sein.
    Exemplarisch: wenn es bei einem von der Zentralbank ausgegebenen, also "umsonst" vertelten Grundeinkommen einen "Schimmeleffekt" gibt welcher das Horten unattraktiv macht und den Kreislauf fördert, dürfte wird dies insgesamt wohl auch für die meisten als positve Veränderung des "New Normal" nach dem big reset empfunden werden.

    Auf der einen Seite schrein, das es nicht funktioniert wenn man nicht richtig reguliert – und auf der anderen Seite jegliche Modifikationen in Richtung erhöhter Kontrollfähigkeiten verweigern & den Teufel an die Wand malen / nur die Gefahren bennenen.

    Zudem: Vieles, was hier als "neue Gefahr" benannt wurde ist doch ohnehin bei den meisten Menschen schon Usus.
    (wem gehört nochmal die FED?)

    Fazit: bei einem der wichtigsten Themen sollte man nicht nur die negativen Aspekte der Analyse betrachten, sondern auch die Chancen und Möglichkeiten.

  3. Melezy Przikap sagt:

    Das Geld der Zukunft wird eine kostruktiv umlaufgesicherte Indexwährung, gedeckt vom gegenläufigen Warenstrom, sein oder es wird nichts mehr sein, was Zivilisation genannt werden kann:
    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2020/03/keine-chance-mit-zinsgeld.html

  4. addcc sagt:

    Fiktives Beispiel:
    Auslage in einem Schuhgeschäft, schwarze Herren-Halbschuhe.
    Preisschild:
    50 € Cash
    oder
    45 € digitaler Euro
    oder
    2oz 4neuner Silbermünzen
    oder
    entsprechenden Wert eines Coins
    oder
    2 Stunden bei uns Rasenmähen.

    Wäre das eine Alternative? Falls ja, wird sie verboten.

  5. Antti sagt:

    Das "bisherige Geldsystem" ist ja nun wirklich nichts Verteidigenswertes, wie man spätestens seit den Medici, Fuggern & Co. vor 500 Jahren weiß (oder seit den Römern: vgl. Brechts "Geschäfte des Herrn Julius Cäsar"), sondern ein andauernder Betrug, der logisch in den von Wolff seit Jahren prognostizierten Folgen kulminieren wird, die nur die Vollendung des "bisherigen Geldsystems" sind (vgl. Graebers "Schulden. Die ersten 5000 Jahre", Scheidlers "Ende der Megamaschine" usw.).
    Es geht nicht um die illusorische "Freiheit" durch analoge Münzen und bedruckte Schuldscheine in unsern Geldbeuteln, die in Wirklichkeit sowieso von Anfang an nur die Freiheit des finanz-industriellen Komplexes war und ist, sondern um ein grundsätzliches Umbewerten von "Wirtschaft": Arbeit, Produktion, Dienstleistung, Verteilung, Kooperation, Regionalität, Nachhaltigkeit usw. usf.
    Das "bisherige Geldsystem" hat systematisch zu kleptokratischem Zins-, Devisen- und Derivate-Handel jenseits der "Real-Wirtschaft" und damit zum zunehmenden Abbau von "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" und zur immer klafferenden Arm-Reich-Schere geführt (vgl. Zolas "Geld"): also scheiß auf das abstrakte "Geld" und seine calvinistische Ethik.
    "Revolution" heißt wörtlich "Zurückdrehen": die Monetarisierung (= Privatisierung) von Wohnungsmarkt, Bildung, öffentlichem Verkehr, Gesundheitswesen, Grundversorgung mit Wasser und Energie, sowie "Umwelt-Verschmutzungs-Rechten", war offenbar kontra-produktiv – also weck mit dem Scheißsystem !

    • sandra beimer sagt:

      Jedes denkbare System wird schnell aus dem Ruder laufen. Was es braucht sind wirksame Korrekturmechanismen um immer wieder neu einzustellen. Es sind gerade die Geldeliten die mit ihrem Fanatismus eine Fehlentenicklung zementieren, die nur noch mit dem universellen Korrekturmechanismus (Blutvergiessen) korrigiert weren kann.

      Da war die Antike zt weiter entwickelt und zivilisierter mit regelmäßigem Schuldenschnitt. Dazu vieleicht noch ein Ostrakismus der die sozialen Spannungen regelmäßig abbaut:

      Alle X Jahre wird ein zufällig ausgewählter reicher Familienclan enteignet, und bekommt ein Haus im Armenviertel zugewiesen. Das sollte viel böses Blut ohne Blutvergiessen reinigen.

    • effess sagt:

      <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/sandra/' rel='nofollow'>@sandra</a> beimer "Was es braucht sind wirksame Korrekturmechanismen um immer wieder neu einzustellen. …
      Alle X Jahre wird ein zufällig ausgewählter reicher Familienclan enteignet.."

      Dank Digitaliisierung / digitales Zentralbankgeld ließen sich diese Korrekturmechanismen auch in einer für alle gleichermaßen geltenden Form realisieren.

      Man käme auch weg von einer eigentumsbasierten Allokation der Ressourcen, sondern könnte auf ein für alle eher akzeptables System umstellen – zB ein innovationsbasiertes Belohnungssystem.
      Eine Diskussion über die zukünftige Gestaltung, die Bildung einer Vision für das eigene Land wäre ohnehin längst überfällig.

  6. Name sagt:

    Digitales Zentralbankgeld auf Zentralbankkonten gibt es seit langer Zeit. Für Banken.

    Bargeld ist Zentralbankgeld für Nichtbanken.

    Zentralbankkonten für alle ist eine langjährige Forderung der Monetative und ähnlicher Bankenkritischer Initiativen.

    Das wäre voraussichtlich das wünschenswerte Ende der Geldschöpfung durch herkömmliche Banken. Diese hatte mannigfaltige zerstörerische Wirkung für ganze Volkswirtschaften.

    Nur die Zentralbank könnte dann noch Geld erzeugen.

    Sollte dieses Geld als Schwundgeld installiert werden, hätte das besondere Anschubkraft für alles, was man mit Geld tun kann.

    Sollte das Geld aber derart rasch verschwinden, wie im Artikel beschrieben, würde am Tag 1 eine Parallelwährung entstehen.
    ZB in Form von Unternehmensanleihen.

  7. Gerhard sagt:

    Ja das klingt alles ziemlich dystopisch.
    Aber in der Geschichte der Menschheit war noch nie etwas auf "ewig" in Stein gemeißelt

    1. Jene Kräfte, die diese Dystopie installieren wollen, müssen sich erst einmal durchsetzen, das wird auf jeden Fall Widerstand erzeugen. Wenn es mal an den (Bar)geldbeutel geht, dann werden noch ein paar mehr aufwachen.

    2.Falls es dann doch so kommt, dann werden sich Regionalwährungen herausbilden, was es in der Geschichte (Wunder von Wörgl usw) schon mehrmals gegeben hat.

    Darauf verwette ich dann den letzten Bargeldinhalt meines Geldbeutels. 🙂

    • Wildenfelser sagt:

      Wie kommst Du auf Widerstand? Die Menschen bezahlen doch jetzt schon fast alles mit einer Karte. Und wenn Du sie darauf hinweist, sagen sie Dir, dass sie doch nichts zu verbergen haben und deshalb nicht gegen so ein System haben. Sie sehnen sich gleichsam nach diesem. Das ist keine Basis für Widerstand.

    • Name sagt:

      <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/wildenfelser/' rel='nofollow'>@Wildenfelser</a>
      Der Großteil der Transaktionen wird mit Bargeld erledigt.

  8. sandra beimer sagt:

    (1) müssen 'sie' ein System entwickeln dass sie selbst als Gewinner vorsieht
    (2) werden 'sie' der Versuching nicht wiederstehen können Kritiker auszuschalten, die aber nötig sind Fehlentwicklungen in diesem System zu korrigieren
    (3) gehe zu (1)

  9. wasserader sagt:

    In der Demokratie entscheidet wer ?

    Die aktuelle Politik versucht den Menschen das Wesen des Menschen und seine Würde und Freiheit
    zu nehmen .
    Seine Geist über PR und Schule, seine Handlungsfreiheit über Justiz und Geldsystem,
    Seinen Körper über Gesetzgebung und Pharmaindustrie,
    seine soziale Interaktionsfähigkeit soll über reale Isolierung auf Technologie reduziert werden .

  10. Isabelle Emcke sagt:

    https://benjaminfulford.net/2020/12/21/winter-solstice-marks-the-dawn-of-a-new-age-time-to-update-our-calendar-system/

    • Antti sagt:

      Aha: "And now for something completely different", wie Monty Python gesagt hätten – oder wie Precht sagen würde: "Vielleicht kennen Sie dieses Kant-Zitat nicht: (….) – aber ich wollte Sie was ganz anderes fragen…"
      Oder wie ich sagen würde: Zappa hat schon 1974 von "Cosmic Debris" geredet: so what?

  11. Ania sagt:

    Im Handelsblatt von heute lese ich:

    „LBBW-Experte Zimmermann ist optimistisch: Er geht davon aus, dass der E-Euro schon im laufenden Jahrzehnt Realität werden könnte. ‚Wir halten die Einführung eines digitalen Euros auf Basis von Studien und Einschätzungen von Marktbeobachtern ab 2025 für möglich und auch notwendig. Wahrscheinlich ist aber eher 2030‘, schreibt er in einer aktuellen Untersuchung. Ein programmierbarer digitaler Euro sei sogar schon früher möglich.
    Mit Blick auf seine Branche mahnt Zimmermann aber auch: ‚Die mit digitalen Währungen einhergehenden Änderungen im Finanzsystem wären dabei fundamentaler Natur. Entscheidend ist, dass die Finanzstabilität gewahrt ist, Banken als vertrauenswürdige Intermediäre in den Prozess eingebunden werden und sie gegenüber Big-Tech-Firmen wie Facebook keinen regulatorischen Nachteil erleiden.‘“
    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/digitales-zentralbankgeld-das-sind-die-plaene-der-grossen-notenbanken-fuer-eigene-digitalwaehrungen/26697404.html?ticket=ST-13714697-4dzb6R4DYJbjFfVVacGi-ap4

    Daraus entnehme ich, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis digitale Zentralbankwährungen eingeführt werden (könnten). Das wäre für die Bewältigung der aktuellen Krise doch viel zu spät. Und diese ist auch eine Krise der globalen Realwirtschaft. Sollte die zusammenbrechen, nützen digitale Zentralbankwährungen dann auch nichts mehr, meine ich. Denn das Finanzsystem kann gänzlich ohne Realwirtschaft nicht existieren. Und anscheinend bedroht die Einführung digitaler Währungen ja sogar die Finanzstabilität… ??

    • Ancastor.gardian sagt:

      Das ist die Aussage von irgendeinem am Ende kleinem Zahnrad im Getriebe und das in der Öffentlichkeit. Seit wann erzählen diese Leute nach Außen hin die Wahrheit?

      Es gibt da draußen schon Bitcoin mit dem bezahlt wird. In China wurde ein digitales Geld verlost mit Ausgabezwang durch Zeitlimit.
      Amazon steht mit dem Libra bereit, oder nun doch nicht so recht?
      Was da alles im Hintergrund abläuft kann man nicht mal erahnen, dafür ist diese ganze Finanzwelt extrem undurchsichtig und schmierig.

      Alleine schon, dass man uns nicht fragt und einfach Pläne? schmiedet, zeigt das wir hier übergangen werden und es eine Pyramide gibt, die selbstverständlich am Erhalt interessiert ist.

      Und wenn ich sehe, wie man mit uns umgeht und wie wenig im gesamten doch der Gegendruck ist, dann steht es um uns ziemlich schlecht.
      Denn das was grad passiert, kann man auch als Erfahrungswert sehen und als Test begreifen, analysieren und auswerten.
      Je braver wir Sklaven sind und je weniger wir für unsere normalen Freiräume, Selbstbestimmheit und Fairness und vieles mehr eintreten, desto weniger werden wir am Ende bekommen.

      Wenn der Skalve seinen Sklavenpferch liebt, wird er auch wieder da landen. Warum sollte man uns mehr geben, wenn man das gar nicht muss und wir sogar zu weniger im Chor ja sagen, wie verdrehte Sektenmitglieder?
      Es wird sich also am Ende wenig ändern für uns, aber massiv gegen uns, da wir offenbar gerne die Schafe sind die man treibt und einsperrt, fremdsteuert und stetig bis auf die Haut abschert…

      Bitter Realität, aber ich sehe mich um und ich sehe aktuell zu wenig.
      Die Leute begreifen nicht, dass sie sich selbst nur unterdrücken.
      Es ist so als stehen wir auf einem gewaltigen Schulhof, um es mal einfach zu verbildlichen und da ist einer der 10 000 oder gar 100 000 Menschen unterdrückt. Alle sagen, oh ne wollen wir so nicht und schon wieder und nein.. aber am Ende machen alle mit und leiden.
      Wenn die dann doch mal Rebellieren, merken sie plötzlich, dass da gar niemand ist, gegen den man kämpfen müsste, man hat sich nur selbst die ganze Zeit unterdrückt durch mitmachen.
      Und dann steht der da, der eine vor den Massen und keiner kann es fassen, wie simpel das doch funktioniert hat.

      Natürlich ist es nicht ganz so einfach, da der eine wohl sich 1000 Leute von den 100 000 hält, die dann mit Waffen gegen die nackigen anderen stehen.
      Aber dennoch reden wir hier von einer Pyramide, in der wir durch Mitmachen und selbst knechten. Denn 0,00x Prozent der Menschen und selbst wenn es 1 Prozent wäre oder 5 Prozent, sind verdammt wenig auf die übrigen Milliarden.
      Wie ein Tropfen im gigantischen Ozean eben.

      Warum also?
      Warum müssen wir für den Irrsinn weniger und dessen Systemstruktur so leiden, wenn wir nur kurzerhand die Steuerkonsole selbst besetzen müssen und die 10 Leute da zur Seite schieben?

  12. ProFreiheit sagt:

    Man stellt sich die Frage, wohin man noch auswandern könnte, um all dem zu entgehen! Mir fällt da kaum ein Land ein.

    • UrImpuls sagt:

      Nicht "man" stellt sich die Frage. Sie tun es.
      Antwort: die 0.001 % gehen auf ihre Superyachten und entziehen sich damit. Dafuer sind die Yachten vorgesehen. Das sind Pragmatiker, keine Romantiker und Spinner.
      In ein anderes Land ist sinnlos. Es wird ueberall euthanisiert werden. Wenn wir denen Ihre Plaene nicht in letzter Sekunde vereiteln.
      Noch koennten wir aber nicht mehr lange.

    • Cohiba sagt:

      Ich frage mich, was der besser gestellte Mittelstand in Deutschland, der keine Überlebensjacht besitzt, in Bezug auf Abschaffung des Bargeldes unternehmen wird. Das sind nämlich nicht gerade Wenige. Und noch haben die genügend Einfluss. Die werden doch nicht tatenlos zuschauen, wenn Ihnen der Zugriff auf Familienbesitz und Geldvermögen entzogen werden soll. Solange Menschen in Ruder greifen können, sollten Sie es tun. Einen vollautomatischen Staat oder Zentralbank setzt ne Menge an ausgefeilter Infrastruktur voraus. Das ist mir dann doch wie komplett abgefahren. Aber ja, in Chile gab es eine Militärjunta. Die drangsalierte ihr Volk nach Belieben. Sollte denn unsere Staatsmacht darauf zurückgreifen? Denn das müßte Sie, wenn sie das Wolff'sche Szenario umsetzen müßte. Abhauen geht also für die allermeisten nicht. Dann vertraut euch einander an und baut Kommunen für den Notfall. Und unbedingt nicht impfen lassen!

    • Kirsten sagt:

      So lange "man" mit derselben Obrigkeitshörigkeit wie hier einen neuen Aufenthaltsort sucht und hofft, irgendwohin zu können, wo alles besser für die Untertanen "geregelt"ist, wird das nichts werden, richtig.
      An erster Stelle muss die Erkenntnis stehen, dass es ein Leben wie das, welches wir bis Ende 2019 hatten, nicht mehr geben wird. Das ist aus und vorbei.
      Danach ist eine recht nüchterne Bestandsaufnahme dessen nötig, was man selbst mitbringt (Fähigkeiten, Sachen, Geld), um ohne den regulatorischen Rahmen eines Staates leben zu können.
      Und erst dann muss "man" recherchieren, welche Region(en) der Welt dafür geeignet sind.

    • Weltbuerger sagt:

      Neuseeland wenn Sie auf der Seite der Guten sind. Den anderen empfehle ich das demokratische China oder das fast genauso demokratische Russland.

  13. UrImpuls sagt:

    Ja. An anderer Stelle fuehrte Woff in einem Vortrag ueber die Geschichte des Geldes einmal schluessig aus, dass dieses Zentralbankgeld sozusagen einen letzten Akt einer Kriminalstory ueber die kriminelle Vereinigung von Banken darstellt, welche den Politverbrechern die Macht erfolgreich abgejagd haetten.
    Diese Macht befindet sich jetzt in Haenden von 0.001 % Multimilliiardaeren, denen bereits rund ueber die Haelfte der ganzen Ressourcen der Welt gehoert. Diese Zentralbankinitiative dient dem Privat-Ziel, jetzt im Handstreich sich die noch fehlende Resthaelfte der irdischen Welt anzueignen.
    Und weiter: dann den Rest der Menschen massiv zu vermindern, zu Euthanasieren. Weil sie nicht mehr mit ihnen irdische Gueter teilen wollen.
    Doch. Es ist taetsaechlich so monstroes. Die denken so. Kann ich aus eigenem Erleben nur bestaetigen.
    Habt acht. Es geht nun nicht mehr nur um die Wurst. Es geht um Leben oder Tod. Achtung vor der Impferei!

    • Ancastor.gardian sagt:

      Je mehr Menschen sich "impfen" lassen haben, desto aggressiver werden die Aktionen gegen den Rest laufen.
      Die Spritzen jetzt sind vielleicht noch nicht mal die wahre Absicht. Wenn erstmal so ein stetiges Pflichtimpfprogramm steht, kann man darüber alles mögliche verabreichen.

      Das eine Impfpflicht angestrebt wird, steht eh außer Frage. Man wird framen und weiter Lügen was das Zeug hält.
      Diese Leute setzen ihre Ziele und Wünsche stetig gegen die Menschen durch, weil diese mitmachen und einfach irgendwie nichts hinterfragen. Sie kümmern sich nicht im die essentiellen Sachen, sondern schalten lieber das TV an und gucken Werbung und Manipulation und das Zwischenspielchen an Filmen und Talkrunden usw. was sie als das TV-Programm bezeichnen.
      Sich mit der Situation, Ursachenforschung und Denken zu beschäftigen.. ist es Angst, ist es Bequemlichkeit, Gewohnheit.. ich weiß es nicht.

      Mit diesem weiter einfach alles mitmachen, werden wir alle, ob mit oder ohne Wissen um die eigentlichen Zustände, mitgerissen werden. Flucht unmöglich, da diese Leute ihre Tentakel bis in den letzten Winkel der Erde ausgebreitet haben und die strukturelle Gewalt einen einfach zermalmt.

      Alternatives Leben so gut wie unmöglich und wenn, dann auch nur solange, solange man keine Gefahr ist und sich wie ein Waldbewohner durchschlägt.
      Sobald das System in irgendeiner Weise eine Bedrohung wittert, kommt der Krieg auf jeder Ebene, wenns sein muss mit Bomben… und die Leute schlafen weiter, oder verstecken sich vor Angst und schweigen lieber.

      Wenn diese Spitzen des Pyramidensystems ein digitales Geld brauchen, für den Systemerhalt, wird es kommen, weil wir zugucken. Und auch bei Gegenwehr, wird es brutal durchgesetzt.
      Wenn diese Leute meinen, wir müssen die Menschenmengen reduzieren.. was wird dann wohl passieren? Aber man lässt sich eben auch einfach eine völlig unbekannte Suppe in die Venen spritzen. Es ist erstaunlich wie uns ein Tropfen in den weiten des Ozeans, komplett fernsteuert und stetig fremdbestimmt.
      Unglaublich eigentlich!

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