KenFM im Gespräch mit: Dirk Müller („Machtbeben“)

Das Leben entscheidet sich in wenigen Augenblicken. So geschehen bei Dirk Müller, der, inspiriert durch den Spielfilm „Wallstreet“, den Entschluss fasste, an die Börse zu gehen und in den Weiten der Finanzwelt Karriere zu machen.

Anfänglich war wohl kaum absehbar, dass aus dem noch unerfahrenen Jungen aus einer Kleinstadt nahe Frankfurt, einmal das Börsengesicht Deutschlands schlechthin werden sollte.

Heute ist „Mr. Dax“ – ein Spitzname, den er von Journalisten aufgrund seines Arbeitsplatzes unter der Kurstafel des Frankfurter Parketts erhielt – nicht einfach nur Fondsmanager, sondern auch gern gesehener Gast in Talkshows, Autor mehrerer Buch-Bestseller und streng genommen auch ein investigativer Finanzjournalist, der mit seinen Analysen ein Millionenpublikum erreicht.

Dass es so weit gekommen ist, liegt vor allem an Müllers Gabe, die hochkomplexen Zusammenhänge zwischen seiner Branche, der Politik und der Wirtschaft in eine einfache Sprache zu kleiden und sie somit für jedermann verständlich auf den Punkt zu bringen.

Genau das ist auch das Ansinnen hinter seinem neuen Buch „Machtbeben: Die Welt vor der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten – Hintergründe, Risiken, Chancen“, dessen Fazit sich in einem kurzen Satz prägnant auf den Punkt bringen lässt: Der Crash kommt.

Diese These hat Dirk Müller jedoch nicht leichtfertig aufgestellt. Im Interview mit KenFM untermauert er sie mit handfesten Argumenten, die selbst dem optimistischsten aller Banker zumindest eine Grübelfalte auf die Stirn treiben sollte. Denn ob er nun Recht behält oder nicht, einem Mann mit einem solchen Hintergrundwissen nicht wenigstens zuzuhören, wäre einfach nur ganz schön naiv.

Inhaltsübersicht:

0:06:24 Dolmetscher der Finanzmärkte

0:21:13 Krisen von Menschen für Menschen

0:30:00 China – ein überbewertetes El Dorado

0:51:58 Europa in 25 Jahren

1:13:31 Stammtisch: mit Mr. Dax im Biergarten

1:27:21 Iran – an der Kette amerikanischer Sanktionen

1:41:32 Das Ende des Bargelds

1:51:34 Risiken und Chancen eines großen Crashs

2:08:02 Die Industrie kommt nach Deutschland zurück

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97 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dirk Müller („Machtbeben“)

  1. Danke für 2h gute, kurzweilige und interessante An- und Einsichten von Dirk Müller. Auch wenn es der ein oder andere nicht hören will, aber es sind seine Ansichten, seine Erlebnisse und Erfahrungen, die zu diesem „Weltbild“ geführt haben. Andere Erlebnisse, andere Weltbilder, aber es ist doch gut, das man darüber reden und sich austauschen kann. Nur so entwickelt sich unsere Welt weiter…
    Also, noch mal Danke…

  2. Ich frage mich ob Herr Jepsen das Buch gelesen hat. Es ist aber auch nicht das erste Mal, dass ich ein kritisches nachhaken vermisse.
    Was ich Herrn Müller gerne fragen würde:
    Haben sie die Entspannungspolitik von Bahr/Brandt verstanden und halten sie den Ansatz für gut?
    Sie schreiben, dass die angelsächsischen/“westlichen“ Eliten mit allen Mitteln danach streben die unangefochtene Nummer eins zu werden/bleiben und Russland und China deklassieren wollen. Sie unterstellen, dass Russland und China einerseits genauso nach der Weltherrschaft streben aber andererseits natürlich viel schlimmer wären. Und dann argumentieren sie, weil die westlichen Eliten am Ende zweifellos gewinnen werden und nicht ganz so böse sind, können wir sie ruhig unterstützen (in dem wir diesen Eliten~ unser erspartes anvertrauen) und mit etwas Glück und der Gnade der Großen ein bisschen abbekommen vom Kuchen.
    Glauben sie Russland würde sich kampflos für unabsehbare Zeit deklassieren lassen?
    Und China?
    Glauben sie, dass dieselben Eliten, die eben noch mit den übelsten Methoden die Weltherrschaft erringen, im nächsten Moment gütig und edel mit den nun vollkommen wehrlosen unterschichten teilen?
    Die Russen haben ausgiebige Erfahrungen mit den Angelsachsen gemacht. Sie sind sich darüber bewusst darüber was mit indigenen Amerikanern geschehen ist, was mit den Franzosen und den Spaniern in Amerika geschehen ist, was mit den Deutschen in zwei Weltkriegen geschehen ist.
    Ich denke es ist klar, dass für Russland und China nur eine multipolare Welt akzeptabel ist. Zum Glück! Nichts ist schlimmer als ewige Versklavung. Wenn die „westlichen“ Mächte nicht nachgeben, wird bis zur letzten Wasserstoffbombe gekämpft.
    Gehört Warburg nicht auch zu den „westlichen“ Eliten?
    Sind sie Lobbyist?
    Ich sehe in Ihren Schriften nichts weiter als den Versuch, das Ersparte der „kritischen“ Bürger ab zugreifen und den Eliten zuzuführen. Ein übler Trick! Da schenke ich mein Erspartes lieber Putin!

  3. Kann denn das wahr sein? Billigste Zuschauer-Fondsabzocke bei Dirk&Ken! Ein Fall für die BaFin! Und ja, beide sind viel zu intelligent, als dass sie nicht wüssten, wovon sie redeten…Sehr schade, denn ich hielt bis heute sehr viel auf Ken.

  4. Der große Fehler in der brillanten Denkwelt des Herrn Dirk Müller ist, dass er die Grenzen des Wachstums nicht erkennt oder nicht berücksichtigt. Das ist typisch für die Finanzwelt.

    Geld ist im 21. Jahrhundert nur noch eine Zahl. Und Zahlen kann man beliebig ins Unendliche fortsetzen. So tut es die Finanzwelt. Die Geldmenge wird permanent vergrößert und die Forderung nach Zinsen und Rendite wird auf die reale Wirtschaft übertragen.

    Schon 1968 hat der Club of Rome darauf hingewiesen, das das zu einem exponentiellen Wachstum führt, welches in unserer natürlichen Umgebung (Umwelt) nicht realisierbar ist oder zu Katastrophen führt. Einige dieser Katastrophen sind schon eingetreten.

    Auch die Ursache für den ständigen Aufschwung an der Börse, sieht Dirk Müller nicht klar oder er nennt sie nicht. Es ist die riesige Geldmenge, die durch Giralgeldschöpfung ständig noch vergrößert wird. Diese Geldmenge drängt zur Anlage und verursacht eine Inflation im Finanzsektor, die aber unten bei den Normalverdienern (90%) nicht ankommt. Warum, Herr Müller?

    Sobald man die Welt des Geldes mit ein wenig Mathematik im Kopf und ideologiefrei betrachtet, sieht alles etwas nüchterner aus. Aber wer Geld mit Geld verdient und verdienen will, versteht das Geld ideologisch als eine schöpferische Kraft. Und das ist falsch.

    Wer sich für diesen coolen mathematischen Blick auf das Thema interessiert,
    wird hier fündig.

    • Dirk Müller mit der Finanzwelt gleichzusetzen, wird ihm m.E. nicht gerecht. Dirk Müller hat unzählige Male auf seinem eigenen Kanal und im TV auf das Problem des Wachstums aufmerksam gemacht (Stichwort Josefspfennig) – vllt. nicht in diesem Video. Er beleuchtet in diesem Gespräch nicht all die Dinge, die er bereits in seinen eigenen Videos schon seit vielen Jahren dargelegt hat, aber er bringt einige Sachverhalte zusammen, die ein größeres geopolitisches Bild zeichnen.

  5. Einverstanden, nur beim Hegemon habe ich ein Problem. Er sagt, am liebsten wäre ihm kein Hegemon und eine unabhängige europäische Politik. Dies sei aber nicht realistisch. Und wenn schon ein Hegemon, dann lieber nicht Russland oder China sondern dann doch lieber die USA. Dies ist m.E. eine zu einfache Sichtweise. Russland kann z.B. gar kein Hegemon sein. Sie haben viel zu wenig Rüstungsausgaben und zu wenig Bevölkerung. Russland kann gar kein Hegemon sein. Mit Russland wäre nur eine partnerschaftliche Beziehung möglich. Also etwas sehr erstrebenswertes.

    • Müller hat das ja auch schon im RT-Interview gesagt. Die Begründung dazu liefert er leider nicht. Insbesondere unterstellt er einfach, Russland und/oder China wollten überhaupt hegemoniale Ansprüche anmelden. Ich bezweifle das entschieden. Ganz besonders China war immer in der Geschichte vor allem (und fast ausschließlich) auf den Zusammenhalt des Reiches aus. Das ist auch heute so – und Tibet wie auch Taiwan gehören für China untrennbar dazu. Ein Streben nach der Weltherrschaft war nie zu erkennen, nicht in Tausenden von Jahren.

      Uns werden natürlich tagtäglich Meldungen präsentiert, die uns suggerieren, China expandiere ganz mächtig. Wir sollten aber nicht wirtschaftliche Ausweitung (Handel mit der ganzen Welt) oder die Unterstützung anderer Länder (damit diese in die Lage versetzt werden, später Chinas Handelspartner zu sein) mit einer wirtschaftlichen und militärischen Kontrolle verwechseln. Eine solche will nur ein einziges Land ausüben, nämlich der einzige wirkliche Welthegemon, die USA. Und deshalb wird es diese „Wahl“ zwischen dem einen und anderen Hegemonen nicht geben. Das ist Müllerscher Popanz. Er ist und bleibt eben ein Verfechter des Kapitalismus nach westlicher Prägung, ein echter Systemwechsel widerstrebt ihm zutiefst. Das ist ja in Ordnung, er darf ja seine Meinung haben. Warum viele in ihm einen Verbündeten im Kampf gegen dieses System sehen, erschließt sich mir aber überhaupt nicht.

      Einen sehr aufschlussreichen Artikel über Chinas aktuelles Handeln, mit auch für mich sehr viel bisher nicht Bekanntem über die Geschichte von Laos, gab es neulich bei .

    • Viele scheinen zu vergessen, dass der fernöstliche Teil Asiens paralell zur Geschichte des europäischen weißen Mannes eine eigene hatte und auch danach als der weiße Mann günstigere schnellere Wege nach Fernost erschloss.
      Und diese sieht nicht minder blutig aus wie die des weißen Mannes.
      Das blutige Erbe der Kaiserdynastien Chinas, der Mongolen, der Kolonialisten sowie des Maos verschwindet nicht einfach so „dir nichts mir nichts“ aus der Welt. Vielleicht wenn man die romantische Brille aufsetzt, dann ist diese herausgefilter.
      Dann muss man sich einfach mal einen Globus zur Hand nehmen und die Größe der Länder anschauen. Flächenmäßig ist China fast so groß wie Europa und Russland ist sowieso das Größte Land der Erde. Wer jetzt anfängt zu behaupten, solche Größe wurde mittels Romantik und Friedensstiftung herbeigeführt bzw. Institutionen solcher gigantischen Staaten hegen keine hegemoniale Bestrebungen, der kann weiter seine Wunschliste an den Santa Claus nach Nordpol schicken. Setzt man die Brille eines Imperators auf, wird man sehen können, dass aus der Logik der Machterweiterung nur ein Gedanke stattfindet: „Wenn ich schon diese Größe erreicht habe, warum sollte ich jetzt aufhören?“ Warum es bei solchen Größen immer wieder stagniert, hat mit den Widerstand der umliegenden Völkern zu tun und nicht mit romantischen Willensabsichten.
      Die Gedanken der Machterweiterung bleiben gleich, jedoch die Methoden verändern sich ständig. Und daran zu glauben, dass China oder irgendeine andere hegemonial aufstrebene Macht sich nicht die Methoden sowie Strategien des Kontrahenten ausführlich studiert und auch angeignet hat, ist überaus naiv.
      Wenn Tibet, Taiwan oder Singapur sagen, sie haben keine hegemoniale Bestrebungen, dann könnte das noch als glaubwürdig gesehen werden.

      China hatte das selbe Dilemma durchlebt wie die Staaten in Europa. Zu viele Kleinstaaten waren untereinander verfeindet, dies führte zu Chaos und blutige langanhaltene Feindschaften. Und nachdem man alle unter einem Hut gebracht hatte, wurde man machtbessessen und wollte mehr, ergo noch mehr Blutgemetzel, aber halt auf größerer Ebene.

      Diese überaus lobenswerten Zahlen die die UN über China veröffentlich, dass es über die Jahre geschaft hatte, ich glaube zu 70%, der Bevölkerung aus der Armut zu befreien, muss man genauer darüber nachdenken.
      Wie wurde das erreicht? Aus meiner Perspektive, lautet die Antwort: Mit den Pakt des Teufels, also den Kapitalismus. Und der Teufel wird immer irgendwann seinen Preis dafür einfordern.
      China steckt in einem Dilemma fest. Die Erfahrung zeigt eindeutig, dass der Kapitalismus irgendwann seinen Höhepunkt erreicht, dann fordert er seinen Preis ein. So was passiert nun, wenn diese aus der Armut befreiten Menschen noch zu ihren Lebzeiten wieder abstürzen? Demut und Dankbarkeit für die Zeit in der man frei war von Armut? Aus dieser Sicht sollte man auch diese Betrebung des Projektes der Seidenstraße betrachten.
      Eines nicht vergessen. Wir reden hier von Dimensionen, wenn wir sie mit Europa vergleichen, mindestens um den Faktor 3 multiplizieren. Also wenn es immer so schön heißt, die sind 3mal schneller, größer oder gewaltiger in ihren Unternehmungen, bedeutet auf der negativen Seite auch 3mal instabiler und zerstörerischer.

      Das mit Laos ist ein schönes Beispiel für die verschiedenen perspektivischen Ansichten. Welchen Vorteil haben die Chinesen bei diesem Deal? Was bringt es der Regierung Laos, der industriellen Bevölkerung, der ländlichen Bauern?
      Gibt es irgendwelche Folgen für Nachbarländer wie Thailand, Kambotscha und Vietnam, wenn man den Oberlauf eines Flusses für die Stromgewinnung staut?
      Rubikon hat hier nicht differenziert genug die Sache betrachtet.

    • Mongolen und Chinesen historisch gleichzusetzen, ist ja schon vollkommen hanebüchen. Die Chinesen bauten Mauern gegen die Invasoren, waren aber selber keine solchen. Und der Unterschied zum Westen ist doch offensichtlich. Oder wann haben die Chinesen Kolonialismus betrieben, wann haben sie westliche Länder angegriffen (so wie umgekehrt bspw. im Opiumkrieg der Fall war)? Dass es im Inneren auch blutig zuging, ist doch in diesem Zusammenhang – Hegemonie – etwas völlig anderes! Ich würde mal schleunigst die Scheuklappen ablegen und vor allem die grandiosen Vorurteile überprüfen. Sonst verfangen natürlich Sprüche wie „mir sind die USA als Hegemon lieber als China“, obwohl sie in mehrfacher Hinsicht totaler Unsinn sind. Dirk Müller unterstelle ich hier ja gar keine böse Absicht, sondern „nur“ große Unwissenheit. Eine Unwissenheit, die im Westen nach wie vor weit verbreitet ist, wenn es um China geht.

    • Ich weiss nicht ob China mit den 36 Strategemen immer nur beabsichtigte sein Reich zu verteidigt?

      2.1 Den Kaiser täuschen und das Meer überqueren
      2.2 Wei belagern, um Zhao zu retten
      2.3 Mit dem Messer eines Anderen töten
      2.4 Ausgeruht den erschöpften Feind erwarten
      2.5 Ein Feuer für einen Raub ausnutzen
      2.6 Im Osten lärmen, im Westen angreifen
      2.7 Etwas aus einem Nichts erzeugen
      2.8 Heimlich nach Chencang marschieren
      2.9 Das Feuer am gegenüberliegenden Ufer beobachten
      2.10 Hinter dem Lächeln den Dolch verbergen
      2.11 Der Pflaumenbaum verdorrt anstelle des Pfirsichbaums
      2.12 Mit leichter Hand das Schaf wegführen
      2.13 Auf das Gras schlagen, um die Schlange aufzuscheuchen
      2.14 Für die Rückkehr der Seele einen Leichnam ausleihen
      2.15 Den Tiger vom Berg in die Ebene locken
      2.16 Will man etwas fangen, muss man es zunächst loslassen
      2.17 Einen Backstein hinwerfen, um Jade zu erlangen
      2.18 Den Gegner durch Gefangennahme des Anführers unschädlich machen
      2.19 Das Brennholz heimlich unter dem Kessel wegnehmen
      2.20 Das Wasser trüben, um die Fische zu ergreifen
      2.21 Die Zikade wirft ihre goldglänzende Haut ab
      2.22 Die Türe schließen, um den Dieb zu fangen
      2.23 Sich mit dem fernen Feind verbünden, um Nachbarn anzugreifen
      2.24 Einen Weg für einen Angriff gegen Guo ausleihen.
      2.25 Die Balken stehlen und gegen morsche Stützen austauschen
      2.26 Die Akazie schelten, dabei aber auf den Maulbeerbaum zeigen
      2.27 Verrücktheit mimen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren
      2.28 Auf das Dach locken, um dann die Leiter wegzuziehen
      2.29 Dürre Bäume mit künstlichen Blüten schmücken
      2.30 Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren
      2.31 Die List der schönen Frau
      2.32 Die List der offenen Stadttore
      2.33 Die List des Zwietrachtsäens
      2.34 Die List der Selbstverstümmelung
      2.35 Die Ketten-Strategie
      2.36 Weglaufen ist die beste Methode

    • Ich sehe das genau wie Sie,Corax.
      Ich hatte hier schon auf den Autor William Engdahl hingewiesen.Der beleuchtet Chinas Rolle in der Welt.
      In Afrika zum Beispiel unterstützt China viele Länder mit Krediten und Entwicklungsprojekten. Im Gegensatz zu IWF und Weltbank nutzt China das nicht aus,um diese Länder zu destabilisieren,sondern das Gegenteil findet statt.

      China war in der Vergangenheit ein Agrarstaat,und solche Länder betreiben keine Kolonisation.
      Als China sich weigerte,seinen Markt Ende des 19. Jahrhunderts für das Britische Imperium zu öffnen,da kamen diese mit ihren Kanonenbooten. Das ist das Verständnis des Westens vom friedlichen Handel treiben.
      Dem voran ging noch die Sache mit dem Opium.

    • Corax,

      ich versuche mal meine Scheuklappen abzulegen:
      Wie sind die Länder im Hl. röm. Reich unter einer Herrschaft gekommen?
      Wie sind die Staaten in dem USA unter einer Zentralregierung gekommen?
      Wie sind die Staaten in der ehem. Sowjetunion zu einem Zentralstaat geworden?

      Die Namen Kublai Khan und Marco Polo sind ziemlich interessant.
      Wie groß war das mongolische Reich? Wurde nicht Peking zur Hauptstadt dieses ehemaligen Riesenreiches gemacht worden? Was passierte vor diesem Akt und was passierte danach als das monglische Reich zerfiel?
      Haben die Briten im chinesischen Reich etwas zu tun gehabt? Waren bzw. sind die Briten Kolonialisten?
      Was macht eine Zwangsherrschaft mit einem Menschen, einer Menschengruppe oder einem Menschenvolk? Was ist Trauma? Ist dieses transzendenz auf Generationen abfärbar?
      Ist spontane Selbstheilung von Traumata möglich?

      Ist China ein exeptionales Riesenreich, das einmalig in der Menschheitsgeschichte friedfertige Methoden entwickelt hat die Welt zu vereinen?
      Helfe mir die Scheuklappen abzulegen und beantworte die Fragen, damit ich erleuchtet werde und die Sonne mir aus den Hintern scheinen möge.

    • Dann kommen wir noch zu zweiten Fragenteil:

      Unter welchem Primat stehen die Chinesen, dem Primat des Friedens oder dem des Geldes sowie des Handels?
      Werden deren Projekte mit Friedensmarken umgesetzt oder mittels Cash?
      Steht Cash nicht unter dem Handelsrecht? Ist Handelsrecht nicht so ähnlich wie Kriegsrecht bzw. führt es nicht zum Letzteren? Hat der Handelskrieg mit den genannten Aspekten etwas zu tun?
      Warum nimmt man nie die Verbindung von Handelsrecht und „Friedensrecht“ wahr? Gibt es sowas wie „Handelsfrieden“?

    • Corax,-wahrscheinlich werden die meisten „Westler“die Chinesen nie verstehen.
      Die alten Weisen und jene,die den wahren Sinn erkannten,waren schon immer hochangesehen in China. Die Lehren des Konfuzius waren Grundlage der Bildung über Jahrhunderte. Und so auch natürlich Laotse. Diese Erhabenen wurden an die Fürstenhöfe geholt,um die Herrscher zu beraten.

      „Wer im rechten Sinn einem Menschenherrscher hilft
      vergewaltigt nicht durch Waffen die Welt,
      denn die Handlungen kommen auf das eigene Haupt zurück.
      Wo die Heere geweilt haben,wachsen Disteln und Dornen.
      Hinter den Kämpfen her kommen immer Hungerjahre.
      Darum sucht der Tüchtige nur Entscheidung,nichts weiter,
      er wagt nicht,durch Gewalt zu erobern.
      Entscheidung,ohne sich zu brüsten,
      Entscheidung,ohne sich zu rühmen,
      Entscheidung,ohne stolz zu sein,
      Entscheidung,weils nicht anders geht,
      Entscheidung,ferne von Gewalt.

      Laotse, tao te king

  6. Wohl eines der längsten aber auch der besten Interviews bei (und von) KenFm.
    Beeindruckend ersichtlich ist das hohe Niveau beider Interviewpartner.
    Formal, inhaltlich, sachlich und fremd von unwichtigen links/rechts Einflüssen.
    Kompliment. Genau das ist das, was immer mehr Menschen suchen und nicht finden.
    Weiter so.

  7. Danke für das gute und zum Nachdenken zwingendes Gespräch.

    Ich verfolge seit langem die Auftritte von Herr Müller auf Youtube. Sein Sprachstil erinnert mich an Milliarden Mike, oder sonst an die schweren Jungs aus dem Rotlichtmilieu. Sehr sicher im Auftritt, so dass man sogar den Eindruck haben muss: gezwungen sicher, aber nett anzuhören.
    Ich höre Herrn Müller sehr gern zu, aber ich habe gemischte Gefühle nach diesem Gespräch. Nein! Gemischte eigentlich nicht. Ich bin mir sicher, dass er zwar kein verkappter Soziologe ist (Freundliche Frage des Ken Jebsen), dafür aber ein verkappter Kapitalist ist, der daran interessiert ist, dass alles so bleibt, wie es ist, egal unter welchem Hegemon auch immer.

    Schon die erste Frage nützt Herr Müller dazu, aufzuzeigen wie makellos ethisch und moralisch er ist. Es klang übertrieben und nach einem Bedürfnis, sich besser darzustellen als man von ihm glauben müsste, dass er es nötig hätte. Ich meine nicht, dass er bescheidener sein müsse, denn auch Bescheidenheit ist nichts anders als: Zitat „die höchste Form der Arroganz“, aber hier klang es nach einem wie auch immer gearteten Bedürfnis…..

    Auf die Frage von Ken Jebsen, ob er sich selber zu einer Aktie gemacht hätte, antwortete er: „Ne überhaup nicht“ was natürlich auf Grund seiner bisherigen Auftritte nicht stimmt. Man konnte es sogar kurz danach an seinem Gesicht gut erkennen, dass ihm diese Andeutung von Jebsen Unbehagen bereitete.

    In der 25:24 Minute konnte sich Herr Jebsen nicht vor einem Lachausbruch retten, als er Herr Müller die nächste Frage stellte, nämlich ob seiner Meinung nach die Verantwortlichen der Krise von 2008 dazu gelernt haben, um den nächsten Crash zu vermeiden. Auch Herr Müller hat angefangen zu lachen und sagte, dass nämlich die Verantwortlichen sehr wohl eine Lehre daraus gezogen hätten und zwar, dass sie aus dieser Krise noch viel reicher herausgegangen sind, als sie vorher waren. Dann fügte er hinzu als „Wir“, also offensichtlich auch Herr Müller eingeschlossen: „…..gelernt haben wir es daraus schon, wir wussten schon, dass das Kacke wird…“ Ende des Zitats. Und dann: „….wissen wir nach dem Crash mehr? Ja. Leiten wir daraus Handlungen aus? Ne! Warum sollten wir denn…“ Dann trennt er sich von dem „Wir“ und sagte: „….sie haben doch gelernt, dass es funktioniert(also die Eliten). Sie haben damit wahnsinnig viel Geld verdient, wurden am Ende gerettet, sind gut raus gekommen, sind hinterher mächtiger als vorher, warum sollen sie etwas ändern?(26:02)
    Herr Müller sagt zwar gerne, dass die Steuerzahler, also die normale Menschen in Europa zwar für die die Rettung der Banken 60 – 80 Milliarden Euro bezahlen mussten, und dass die europäische Wirtschaft einen erheblichen Schaden erleidet hätte, aber nichts darüber, dass diese Krise eine kriminelle Handlung war, die man strafrechtlich verfolgen müsste, oder zumindest eine Sicherung einbauen, dass so was nie wieder passiert. Denn irgendwo ist das Geld ja hingegangen, also in die Taschen der Verursacher des Crashs, wie Herr Müller selber zugibt. Weiterhin sagte er, dass das Elite – System Kleptokratie sei (29:19), also man bedient sich immer frecher am Gemeinwohl. So wachsen neue Milliardäre wie Pilze nach dem Regen und die die schon sind bekommen noch mehr Milliarden. Unglaublich!

    Als Herr Müllen etwa in der 55 Minute über Graf Nikolaus Coudenhove-Kalergi und seine Thesen ausgefragt wurde, erklärte er wie er den Coudenhove Kalergi verstanden hat. Nämlich, dass die Existenz der Eliten darin begründet sei, dass nur die Eliten das Know How und die Lust haben politisch und wirtschaftlich zu wirken. Dagegen die „normale“ Menschen wollten gar nichts wissen, was politisch und wirtschaftlich passiert, solange es Brot und Spiele gibt. Er hatte einen Beispiel gegeben, dass jemand, der den ganzen Tag an der Playstation spielt und dort der König sei, keine Lust und keine Kompetenzen hätte, sich an der Demokratie zu beteiligen, und dass der Staat kein Recht hätte, solche Menschen mit aller Kraft dazu zu zwingen, sich an der Politik zu beteiligen. Es sei also so, dass die jetzige Situation, dass wir in Kleptokratie oder Plutokratie, was eins und dasselbe ist, statt in der Demokratie leben, darin begründet sei, dass die Menschen keine Lust, ja keine Kompetenzen haben, bei der Politik mitzuwirken.
    Doch so einfach ist es nicht, denn eins ist klar, dass die Eliten genug Macht, Werkzeuge und Möglichkeiten haben, um den Pöbel durch Brot und Spiele an der Laune zu halten und ihren Geist so zu manipulieren, dass sie am Ende doch am Playstation sitzen, dass sie entweder keine Lust, oder keinen Mut, ja sogar, dass sie überhaupt kein Bewusstsein dafür haben, um die Wirklichkeit zu begreifen, geschweige denn, etwas gegen die Eliten zu bewirken.

    Die Rolle eines Aufklärers wie Dirk Müller sollte es sein, das böse Spiel der Eliten zu entlarven und die Menschen dazu zu bewegen, dass sie entsprechende Kontrollmechanismen in die Politik und Wirtschaft einbauen, damit die zerstörende Wirkung des Krebs – Kapitalismus nicht den den Staat gänzlich von Ihnen zerfrisst. Und für ein entsprechendes Schul- Bildungssystem und vor allem Gesellschaftssystem zu sorgen, das wenigstens der kommenden Generation ermöglicht, ein Bewusstsein zu entwickeln, dieses kleptokratisch – plutokratische System zu durchschauen und zu beseitigen.
    In der 57:08 erzählt er über die Sichtweise von Coudenhove Kalergi, nach dessen Meinung es in der fernen Zukunft keine Basisdemokratie geben könne, in der die Mehrheit entscheiden kann. Und auch heute könne es nicht möglich sein. Heute existiere Plutokratie, also Eliten – Herrschaft, was allerdings seinen Grund habe, nämlich, weil jemand der z.B geschafft hat, ein Konzern von internationaler Größe aufzubauen, kompetenter sei Entscheidungen für eine Gesellschaft zu treffen, als jemand, der sein Alltag beim Fussbalspiel, oder Playstation, vor dem Fernseher verbringt.
    Und dann sagt Herr Müller von sich selbst, dass seit Jahren eine Diskussion sich ziehe, ob es doch möglich wäre, dass eine Basisdemokratie, sogar besser funktionieren könnte, als eine Plutokratie in der wir uns gerade befinden.
    Anschließend gibt er r zu, dass er zwar die beiden Studien kenne (Basisdemokratie und das jetzige System also Plutokratie), aber er wisse selber wirklich nicht, welches System besser sei. Und das ist natürlich bedenklich bei einem Mann, der einerseits das System als kleptokratisch beurteilt, andererseits aber, sich nicht wenigstens theoretisch entscheiden kann, ob eine gesunde und kluge Basisdemokratie eine bessere Form der Gesellschaft sei, als eine von ihm kritisierte Plutokratie, die nach seiner Meinung wie gesagt, ehe wie eine Kleptokratie ausschau.

    Herr Müller ist sich z.B sicher, dass Chinesen die neue Seidenstraße bauen werden, aber sagte nichts darüber, dass gerade aus soziologischen Gründen dieses Vorhaben nicht realisierbar oder zumindest nicht wünschenswert wäre. Das zeigt noch mal deutlich, dass er doch kein verkappter Soziologe ist, wie Ken Jebsen ihm unterstellen wollte.
    Die Welt ist jetzt schon an ihre Grenzen des Wirtschaftlichen Wachstums geraten. Das hier zu belegen würde den Rahmen meines kurzen Kommentars sprengen. Aber Ken Jebsen sollte hier mal eingreifen und Herr Müller zu diesen Aspekten ausfragen. Der große Goldgräber Boom, der danach den globalen wirtschaftlichen Aufschwung für die nächsten 40 Jahre, nach Herr Müller sichern sollte, ist nach meiner Meinung unrealistisch.
    Eigentlich müsste Herr Müller klar sein, dass der wirtschaftliche Wachstum ein sich selbst beschleunigende Mechanismus ist, das heißt also alles zerstörender Krebs. Das bedeutet also dass unbegrenztes Wachstum, auf begrenzter Erde einfach nicht möglich ist. Wachstum produziert Energie und verschmutzt die Umwelt. Wir stehen jetzt schon vor einem Umwelt Kollaps. Wenn eine Milliarde Chinesen und andere Völker ihren Anspruch, so leben zu können, wie die westliche Nationen geltend machen wollten, was natürlich Ihr Recht wäre, müssten wir uns vielleicht nach einer zweiten Erde umschauen, um das zu gewährleisten. Schon jetzt ersticken die Chinesen in ihrem Müll und ihn ihrer verpesteten Luft in ihren Städten. Sie können bald nicht mehr atmen, aber all diese Aspekte schienen in dem Gespräch von Ken Jebsen keine Rolle gespielt zu haben….

  8. Danke für das gute Gespräch.
    Zu der Frage, wie man sich auf den Crash vorbereiten könnte, möchte ich anmerken, dass man nicht nur auf seinen Besitz schauen würde. Ein reichhaltiges und belastbares soziales Netzwerk, könnte auch sehr hilfreich sein. Vielleicht ist das auch etwas, woran die richtig armen Menschen arbeiten können.

    Frohe Feiertage

    • Wie Sie sagen, vielleicht…

      „Bringst du Geld, so findest du Gnade; sobald es dir mangelt, / schließen die Türen sich zu“ (Goethe)

  9. Wir bedanken uns recht herzlich bei, Herrn Müller, dem neuen inoffiziellen Pressesprecher von Herrn Schäubl, dem es gelungen ist effektiv unser Gedankengut dort hin zu bringen, wo es am meisten schadet. Das war gut verpackt, Dirk! Überzeugend vorgetragen und kaum zu bemerken, sehr gut. Ein Müller ist den doch kein Pestalozzi, Herr Jebsen ;).

    Auch die Jungs von der Deutschen Börse prosten mir gerade zu und bedanken sich für die super Werbung.
    Spart überall und bringt dann das Geld an die Börse! Super Idee, hätte ich nicht besser machen können.
    Einen Dank gilt auch den Trollen und ihren unterstützenden Kommentaren. Weiter so!

    Wir hoffen bald wieder Herrn Jebsen einen „unterschieben“ zu können. War schon nicht einfach und haben wir lange dran gestrickt. Aber bitte nehmen sie es nicht persönlich, Herr Jebsen. Der Lenz ist ja auch drauf reingefallen.
    In diesem Sinne, noch einen schönen Tag.

    • Paul Schreyer schreibt hier über die Ausgrenzung nicht nur von Prof.
      Mausfeld, sondern auch von Dirk Müller:

      https://www.rubikon.news/artikel/schweigende-lammer-getroffene-hunde

      Das und auch weil Dirk Müller seine Plattform cashkurs ganz früh (zu einer
      Zeit, als dies noch nicht so einfach war), Willy Wimmer zur Verfügung gestellt
      hat, möchte ich ihm betont freundlich begegnen. Das ist aber irgendwie eine
      Zwickmühle.
      Bei Thomas Sattelberger fühlte ich mich frei von solchen Bedenken.

  10. Vielen Dank, für dieses Interwiew an das Team von KenFM!

    Es gibt doch noch EINEN, der schneller Spricht an Ken Jebsen…
    Und Ken hörte, wie WIR, zu! 😉
    Danke auch an Dirk Müller, der versucht im Haifischbecken „Finanzmarkt“ sauber zu bleiben.

    Frohe Weihnachten an ALLE 😉

  11. Schöne Ansichten.
    Das es nach dem nächsten Crash wahrscheinlich wieder genauso weitergehen soll ist vielleicht realistisch, aber wenig fantasievoll!
    Die meisten BWLer lernen nämlich nicht, dass schon seit über 100 Jahren inmitten des Kapitalismus nach sozialen Werten erfolgreich gewirtschaftet werden kann, nämlich in Genossenschaften.
    Und nur in solch eine Richtung darf es angesichts sozial- und umwelttechnischen katastrophalen Entwicklungen gehen.
    Stellt Euch doch mal Google, Facebook, Uber, Airbnb, Spotify, Siemens, RWE, Vattenfall, Deutsche Bank etc. als Genossenschaften vor. Stichworte: Hilfe zur Selbsthife, jedes Mitglied/Aktionär hat das gleiche demokratische Mitspracherecht unabhängig von der Einlagesumme,…
    Kann da noch spekuliert werden? Können da Mitarbeiter, Kunden, Umwelt noch wie Dreck behandelt werden? Können da noch wenige Superreiche allein bestimmen?
    Für Gründer ist’s noch schwer, aber vielleicht lassen sich da ja Strukturen etablieren…

  12. Je länger ich über dieses Interview nachdenke, je mehr frage ich mich was war das? Ein moralischer Mensch geht an die Börse, macht sein Geld mit dem schnöden Mammon und bleibt dabei, und empfiehlt uns zum Schluss ein Leben wie zur Biedermeier Zeit?
    Zwischen durch, der Hinweis, Politik kann nur wer erfolgreich eine Firma führt und Beziehungen hat. Das hat man schon zur Zeiten der Könige so gemacht. Interessant. Und Leute aus dem Volk können das nicht. Hat der Herr Müller eine Ahnung wie viel Diplomatie die normalen Leute teilweise aufwenden müssen? Oder wie eine Mutter/Vater Ihre Familie managen müssen und mit knappen Geld haushalten können? Da würde sich so mancher Aussenminister oder CEO die Augen reiben und es doch nicht begreifen.
    Die wichtige China Analyse ging in die Hose. Dann ist er lieber unter dem amerikanischen Hegemon und seinem Kriegs-Programm, der uns in einen Krieg mit Russland treiben will, als mit den Chinesen. Tickt der noch? Dann wird uns noch das digitale Geld rein gedrückt – das kommt ohne wenn und aber.
    Kritisch nachgefragt wurde leider nicht viel. Hoffentlich beim nächsten Mal wieder.
    Man muss sich fragen, für wen Herr Müller wirklich spricht? Geschickte Propaganda?Unwissenheit kann das doch nicht sein? Ein sehr ungutes Gefühl bleibt.

    • Mir ging es ähnlich wie Ihnen. Jemand, der die Ideen von Coudenhove-Kalergi gut findet, hat auch nichts gegen die Umvolkungs-/Vermischungspläne von Soros und Barnett? Werden solche Ereignisse die neuen Kurstreiber der Zukunft an den Börsen und Märkten sein? Ich hoffe, ich täusche mich.

    • Hier geh ich mit. Man gibt, besser gab, seitens der Redaktion vor, systemkritisch zu sein, was das aktuelle Wirtschafts und Finanzsystem angeht…. und jetzt das! Die Ansichten Müllers sind bekannt beispielsweise aus Interviews mit RT.
      Er kritisiert den Euro und seine Rettungspolitik sowie das immer frechere, gierigere und maßlose Verhalten diverser Systemspieler zurecht und trifft damit den Nerv ganz vieler Menschen….aber er spielt mit und macht sich so zum Torwächter des Systems.

      Nach kurzem Vorgeplänkel fällt der Name „Warren Buffet“. Das war derjenige der gesagt hat: „Richtig, es herrscht Klassenkrieg, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt und wir werden gewinnen.“
      Buffets Name fällt hier in unkritischem sogar lobenden Zusammenhang. Der sonst so grätschfreudige Moderator kennt diesen Satz genau, allerdings erstarrt er ganz offensichtlich vor Ehrfurcht und vor dem ach so dicken Fisch, den man sich in die Katakomben gezogen hat, anstatt ganz kurz kritisch nachzuhaken. Gleich im Anschluss wird überschwänglich Ethik und Moral strapaziert………….. Was für ein geistiger Spagat……

      Dann stellt der Moderator doch eine gute Frage in Bezug auf die Vorhersehbarkeit des Finanzcrashs. Müller kommt jetzt mit Plattentektonik, die zwar beschreib und messbar ist, aber von niemandem vorhersehbar.
      Mausfeld würde aber kontern. Das Finanz und Wirtschaftssystem, mit seinem Zins – und Wachstumswahn, besteht aus gemachten Dingen!!! Gemachte Dinge, sind gewollte Dinge!!! Für gewollte Dinge, gibt es jemanden, der sie will !!! und die Zügel in der Hand hält!!! Es sind sicher nicht viele aber es gibt sie !!!
      Müllers Plattentektonik ist ein geschicktes Ablenkungsmanöver eines Systemspielers.

      Über China. Die USA sind dabei den Chinesen den Stecker zu ziehen. Es wird in China einen Crash geben und danach wird sich alles wieder einpegeln. So sagt es Herr Müller.
      Wenn China tatsächlich wirtschaftlich den Bach runter geht, oder besser den Jangtsekiang, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass jeder einzelne von uns die Schockwellen zu spüren bekommt. Hier ist die Plattentektonik – Nummer wohl besser angebracht und es wäre sehr sinnvoll jetzt!!! über eine entsprechende Vorsorge zu sprechen!!!
      Wieder Ablenkung durch Verharmlosung.

      Und dann noch Coudenhove-Kalergi. Einen guten Einblick in Kalergis Welt, gibt Nuo Viso Frank Stoner in seiner Ausarbeitung über das paneuropäische Picknick. Man kann sich dort den lupenreinen Rassismus Kalergis anhören, den Stoner aus Kalergis „praktischen Idealismus“ zitiert.
      Aber der wird natürlich, laut Müller, aus dem Zusammenhang gerissen. Von wem? Natürlich von den „Rechten“. Ist doch klar, von wem sonst. Kalergi wird als Vordenker- Großväterchen der EU dargestellt. EU in positiver Besetzung.
      Ein zentralistischer Machtappart, der geschaffen wurde um Macht auszuüben und Zwänge durchzusetzen…..toll.

      Natürlich nehmen wir auch das schnelle Zusammenführen der Völker in Europa gerne an. Lieber Messerstechereien vor dem Kölner Dom, als der dritte Weltkrieg. Und wenn dann in jeder größeren Stadt genügend Messerstechereien stattgefunden haben, haben sich auch alle Atomwaffen dieser Welt in Luft aufgelöst.
      Barnett und Soros als treibende Kräfte, dieser „Zusammenführung“ kommen in den Betrachtungswelten eines Dirk Müller natürlich nicht vor.

      Mir reicht eine Stunde diese „Interviews“. Ich habe die Schnauze voll.
      Warum fragt der Moderator nicht gleich, welcher Loge der Müller angehört?

      Leider fallen tatsächliche Freigeister und tatsächliche Systemkritiker wie ein Andreas Popp bei der Redaktion unten durch. Die ach so systemkritische Redaktion, bekommt es nicht hin, jemanden einzuladen, der sich gedanklich schon längst nach dem Crash befindet, und mit seinem Plan B eine bemerkenswerte Alternative anbietet.

      Schade. Mir geht es jetzt echt beschissen.

    • Was ist das für ein Kanal hier? Investigativ?
      Oft ist es doch eher eine Werbeveranstaltung für Gäste mit neu erschienenn Büchern. Oder Holzhändler aus Österreich.
      Es gibt einige Autoren in diesem Land, die es schwer haben, aktuell Stefan Schubert. Aber der schreibt ja bei Kopp.
      Wenn ich Neues erfahren will, auch mal gewagte Thesen, dann nicht hier. Da höre ich mal einem Peter Denk zu und muss dann hinterher selber nachdenken, ob das so stimmt.
      Hier kriegt man einen lauen Schwall vermeintlicher Wahr- und Weisheit übergebraten.
      Ja, dem Stoner kann man zuhören. Da hat man nicht nach einer Viertelstunde ein blutiges Ohr und einen Hirnschwurbel vom Schnellsprech.
      Hab mir shon öfter gedacht, dass diese unendlich nervige schnelle Sprechen nur ein Übertünchen ist. Von was auch immer.
      Hier kommt nix gewagtes mehr. Keine Geheimgesellschaften. Und die Forschung dazu ist viel weiter als man glaubt.
      Die Sendung neulich über den seep state war an Allgemeinplätzen und Belanglosigkeit nicht zu überbieten.
      Zahnlos, harmlos, brav, langweilig. Mutlos oder ungebildet. Oder ideologisch verstellt.
      Nur hier im Forum ist ab und zu noch leben drin.

    • diavolinetto,-das mit Peter Denk war ein klasse Tip von ihnen.
      Da habe ich eben ein Interview mir angesehen,was wohl im Sommer stattfand. Da sagte er ,dass Merkel bald gehen wird müssen. Er bestätigt die 45000 Anklageschriften gegen Deep State in USA. Das ist Realität,kann jeder nachvollziehen,da die Gerichte,wo diese Anklageschriften liegen,das auf ihren Webseiten offenlegen.

    • Ich glaube, dass wir es hier mit Feigheit zu tun haben.
      Es gibt wenige aufrichtige Journalisten, die sich so weit in den Kaninchenbau trauen.
      Oder es ist Ideologie: Trump ist Ami, auch noch ein reicher, deshalb kann er nur ausschließlich böse sein.

      Ich habe schon auf einen Artikel hingewiesen, der die Verbindung von Trump zu Chabad aufzeigt.

      Warum wird das hier nicht thematisiert?

      Weil in dem Artikel herauskommt, dass es nämlich Putin ist, der noch viel mehran den Fäden dieser Endzeitsekte hängt.

      Warum will man das hier nicht sehen?

    • Wir können es niemals wissen,wer uns hinter dem Vorhang beherrscht.

      Es gibt aber Anzeichen ,die es zeigen können,ob es ein „Präsident“ ernst meint. Wenn Putin die Zentralbank abschafft und eine Nationalbank einrichtet,wäre das ein solches Zeichen.

      Aber grundsätzlich befinden sich 99 Prozent der Staaten im Handelsrecht. Die Menschen wurden mit der Registrierung ihrer Geburtsurkunde für tot erklärt und zur juristischen Person. Und das ist die wahre Verschwörung und Versklavung. Damit verlieren die Menschen auch das Recht auf Menschenrechte.

      Ein lebendiger Mensch hat einen Familiennamen . Eine juristische Person einen Namen.
      Alles was die Menschen tun müßten,wäre sich als Menschen zu proklamieren mit einer Willenserklärung .Wenn das immer mehr erkennen,dann bricht das System der Versklavung von allein zusammen.

      Aber hier wird das ignoriert und nicht einer geht drauf ein.Dabei ist das die alles entscheidende Sache,
      Die Menschen haben Angst-vor der Wahrheit.

    • Welche Institution, welche Macht hat uns in diese Konstruktion Staat/Handelsrecht hingebracht und wer hat die Macht uns drin zu halten?
      Wer hat ein Interesse, dass wir uns nicht daraus lösen?

    • u.a. die ,die „Geld“aus der Luft schöpfen und damit die Welt sich aneignen.
      Es sind die Gleichen,die die Welt immer wieder in Kriege verstricken ,Lebensmittel mit Chemie vergiften und dann , ,nachdem die Menschen erkrankt sind ,ihre „Heilung“in Form von synthetischen Pillen anpreisen .
      Es sind die gleichen,die das Wasser privatisieren,die die lokale Landwirtschaft zerstören,die industrielle Tierhaltung fördern, den Landraub weltweit vorantreiben,die Medien kontrollieren….
      Es sind Leute,die den Teufel anbeten und wer weiß,was noch alles( Satanische Weltordnung , Jean Ziegler)

  13. „Warum eine Planwirtschaft ausgerechnet in China funktionieren soll, wenn man aus den Lehren der UdSSR sieht, dass diese niemals funktionierte?“
    So kann man dieselbe Frage auf den Kapitalismus, was China versucht zusätzlich in sein planwirtschaftliches System zu integrieren, übertragen: „Warum sollte der Kapitalismus ausgerechnet in China funktionieren, wenn wir überall auf der Welt sehen, dass dieser verheerende Verelendung ganzer Volksgemeinschaften produziert?“

    Und außerdem, was ist die genaue Definition von Planwirtschaft? Muss eine Wirtschaft nicht einer Planung unterliegen? Also, wenn man darüber mockiert, dass die Chinesen mit ihrer 5-Jahres Planung ganze Geisterinfrastrukturen aufstellen, sollte man nicht vergessen, dass der Berliner Flughafen nicht einmal das Label eines Geisterflughafen hat, weil der überhaupt nie fertig errichtet wurde bzw. wird. Und wie lange war eigentlich die Planung dafür, oder hat man nach Gutdünken einfach spontan dafür entschieden den nie fertigzustellen?

    Der Aspekt „soziales Punktesystem“ in China ist nicht primär der Obsession eines Überwachungsstaates zuzuordnen.
    Der Teil eines entfesselten Turbokapitalismus der die dunkelsten Perversitäten des Menschen hervorbringt, wird allzugern vergessen bzw. verdrängt. Warum sollten ausgerechnet die Chinesen die auf der Basis dieses Turbokapitalismus zu Wohlstand gekommen sind, immun oder frei sein von der „Ich-AG-Ideologie“?
    Die bei den chinesischen Touristen beliebten Länder, können ganze Lieder davon singen wie unverschämt und unangehnemt die meisten dieser „Touris“ sich verhalten. Und wenn die sich als Gast schon so verhalten, wie benehmen die sich wohl zu Hause?
    Dieses „soziale Punktesystem“ hat auch diesen Aspekt, nämlich die Ausartung der gesellschaftlichen Apathie der wohlstandsverwahrlosten Schicht Herr zu werden.
    Die Frage, ob sich Anstand und Benehmen von „oben“ verordnet beibringen lässt, kann jeder für sich beantworten.

    • „Der Aspekt „soziales Punktesystem“ in China ist nicht primär der Obsession eines Überwachungsstaates zuzuordnen.“

      Das sehe ich auch so. So manche falsche oder einseitige Einschätzung Chinas ist der Tatsache geschuldet, daß die Tradition des Konfuzianismus nicht berücksichtigt wird oder man sie als umgewandelt im Dienste der Politik stehend sieht oder sehen will. Konfuzius war kein Religionsstifter! Konfuzianismus ist eine Philosophie. Achtung vor anderen Menschen und Ahnenverehrung, der edle und gute Mensch galten ihm als zentral für eine menschliche Ordnung. Den Weg zur erstrebten Harmonie sah Konfuzius vor allem in der Bildung. Der Konfuzianismus prägt Staats- und Soziallehre Chinas. Im Konfuzianismus gilt die Priorität der Innenpolitik vor der Außenpolitik, welche eine der Nichteinmischung ist, und die Auffassung, daß jeder sich selbst erziehen kann und soll.

      „Wer einen Staat von 1000 Kriegswagen regiert, der muss bei allem, was er tut, korrekt und gewissenhaft sein. Er muss maßhalten können und die Menschen lieben. Seine Forderungen an das Volk dürfen nicht willkürlich sein.“ (Konfuzius)
      „Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!“ (Konfuzius)

      »Zum Weg des Edlen gehört dreierlei, aber ich bewältige es nicht: Richtiges Verhalten zu anderen Menschen – es befreit von Sorgen. Weisheit – sie bewahrt vor Zweifeln. Entschlossenheit – sie überwindet die Furcht.« (Konfuzius)

      „Bildung soll allen zugänglich sein. Man darf keine Standesunterschiede machen.“ (Konfuzius)

      Wikipedia:
      In Goethes Gesprächen mit Eckermann (3. Teil, 26. April 1823) findet sich die Bemerkung: «Die Chinesen sind ein Volk, das sehr viele Ähnlichkeiten mit den Deutschen hat».[24] Goethe selbst gilt wiederum den chinesischen Lesern der »Chinesisch – Deutsche Jahres- und Tageszeiten« als „Konfuzius von Weimar“.

  14. Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) scheint mir etwas oberflächlich betrachtet zu sein. An den psychologischen, soziologischen und biologischen Bedürfnissen vorbei gedacht.
    Erstmal werden zu Bittstellern, und landen in der „Jauchegrube der Gnade“, anstatt stolz zu sein unseren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Könnte es sein, dass der Mensch so ‚gestrickt‘ ist, dass er die Herausforderung braucht? (Wohlgemerkt nicht die Überforderung.)
    Nicht das unsere eigene Geschichte wie im alten Rom nach der Phase „Brot und Spielen“ endet. Schon vergessen? Müssen wir das wiederholen? 😉
    Statt BGE sollte man alle Beschäftigten erst einmal anständig bezahlen, jedem weniger Arbeitszeit ermöglichen – die Bewegung 35 Std. Woche schon vergessen? Mir scheint das als die Humane Alternative anstatt die einen auszuquetschen und die anderen auf die Müllhalde zu schmeißen mit Hartz-IV, BGE oder wer weiß was. Sehen wir lieber zu, dass jeder arbeiten kann und jeder weniger arbeiten muss.
    Vielleicht könnte man das Geld fürs BGE lieber gleich in die Sozialkassen einzahlen und endlich die Lohnnebenkosten senken und die Renten wieder anheben?
    Mehr Vorschläge?

    • Vorschläge?

      Die Frage ist doch:
      BGE wofür?
      Für die Abschaffung des Fetisches Arbeit (Arbeit macht frei?) Ja!
      Und ja:
      Lafargue: Das Recht auf Faulheit
      Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral
      Ilich: Das Recht zur nützlichen Arbeitslosigkeit
      Black: Abschaffung der Arbeit

      Für alle? Nein!
      Für den weiteren Abbau und die Abschaffung des Sozialstaates? Nein!

    • Wenn man die Menschenwelt noch schneller gegen die Wand fahren will bzw. die Natur noch schneller zerstören will, dann ist das BGE ein Parameter der das Ganze zusätzlich befeuert.
      Mehr sinnloser ausgearteter Konsum führt zu was? Da passt das Bild aus dem Animationfilm Wall-E; ein Planet voll von gigantischen Müllbergen.

    • Du hast offensichtlich kein schönes Menschenbild,und von den Ursachen für Konsum keine Ahnung. Wo es doch die entfremdete Arbeit ist,die den Menschen abstumpft und zum Ersatz für ein entfaltetes Leben in den Konsum treibt.
      Ein BGE könnte ja den Menschen von dem Zwang zu abstumpfender,entfremdeter Arbeit befreien.
      Aber sicher weißt du nicht,wovon ich rede.Das ist auch gut so.

    • Davin,
      ganz einfache Frage: In was für ein Gesellschaftssystem leben JETZT die „globalisierten“ Menschen? Ein konsumbasiertes oder ein naturliches sowie nachhaltiges System?
      Den Rest kannst du dir selber beantworten, wenn du logisch die Prämissen verknüpfen kannst.

    • Wie die Realität aus sieht,weiß ich selbst. Darum geht es nicht.
      Es geht um Fortschritt .
      Aber manche wollen nur einfach den Status Quo beibehalten.

      Im Sinne von „Wer keine Visionen hat,muss zum Therapeuten“

    • Wie jetzt? Du weisst wie die Realität aussieht, aber gehst dem Wunschdenken nach, dass durch ein BGE die Menschen auf wundersame Weise vernünftiger werden könnten.
      Du hast die Antwort, aber stellst nicht die simpelste Frage auf. Klingt ziemlich absurd.
      Kann es sein, dass du Rahmenbedingungen mit Parametern innerhalb der Rahmenbedingen verwechselst?
      Zur Erläuterung: das BGE ist nicht die Rahmenbedingung, sondern ein Parameter. Die Rahmenbedingung ist das System. Und um welches System handelt sich hierbei?

    • In Dir hat das Sklavensystem ja einen großen Verteidiger gefunden.
      Alle Verbesserungen der Menschheit kommen von Menschen,die Träume und Ideale hatten.
      Gäbe es keine menschlichen Vorstellungen von einem ehrlicheren Leben,dann würden wir heute in einer Laubhütte sitzen.

    • Na, wenn das deine Ideale sowie Träume sind, indem du einem anderen, dessen Frage und Meinung dir nicht gefallen, mit Unterstellungen sowie das Rücken in die dir angenehme Position begegnest, dann ist es vielleicht nicht verkehrt die Frage nach einen „Seelenklempner“ zu stellen.

      Zu deiner Information.Die Menschen die in oder vor einer Laubhütte wohnen, richten keinen Schaden an ihren Lebensraum und sind subjektiv glücklicher, als die die meinen viel Wissen und Visionen zu besitzen.

    • Hallo Son_snow
      (beziehe mich auf diese Stelle)
      Hallo Davin
      + @all

      natürlich ist für ein Bedingungsloses Grundeinkommen die entscheidende Frage,
      was ändert man wie und warum am gegenwärtigen „Geldschöpfungs-StatusQuo“,
      denn bekanntlich „Geld regiert die Welt“ und „Zeit ist Geld“ etc.

      Erst mit dieser Frage und der unvoreingenommenen Suche nach Antworten
      (die auch einschließen, das man erkennt, die ganze Zeit selbst ein legitimierendes(?), entscheidendes(?) Bestandteil in/an der Aufrechterhaltung der „Normativen Kraft des Faktischen“ gewesen sein könnte)
      wird „unser Spiel“ ein anders.

      Verkürzt: ein BGE ist eine Frage der (wirklich gleichwertigen, ganzheitlichen) Bilanzierung … auf entsprechend zuschaffender gesetzlicher Grundlage 😉
      Ich hatte dies in diesem Beitrag mal angedeutet)

      Liebe Grüße

    • Ich verstehe den Sinn nicht-was willst du eigentlich?
      Wozu schreibst du hier,um fortschrittliche Gedanken zu unterdrücken?
      Ein BGE ist finanzierbar,wie alles finanzierbar ist.

      Stell dir vor,wenn ein paar Milliarden für eine Bankenrettung fehlen,dann werden die geschöpft?!Komisch was,bei Banken geht das. Seltsam!

    • „Geld regiert die Welt“, „Zeit ist Geld“, „Geld für sich arbeiten lassen“….etc.
      Lohnend, sich solche Sprüche genau anzusehen. „Geld regiert die Welt“ gehört zur Kategorie derer, welche die tatsächlichen Verhältnisse ausdrücken aber natürlich nicht erklären. „Geld für sich arbeiten lassen“ und „Zeit ist Geld“ gehören zur Kategorie Propaganda für Geld. Geld arbeitet natürlich nicht. Und Zeit hat eine unumkehrbare Richtung! Es gibt philosophische, naturwissenschaftliche und psychologische Theorien zur Zeit, alle spannend, die meisten recht kompliziert. Die dümmste der Theorien hat die Wirtschaftswissenschaft mit „Zeit ist Geld“. Unsere Vorstellung von Geld in der Mehrheit ist ebenso naiv wie die hinsichtlich der Zeit, daher ist „Zeit ist Geld“ der „Renner“, der zudem noch den Mythos von Effizienz vs Effektivität schafft.

  15. „Die Behauptungen über Chinas angeblichen „Imperialismus“ und seine „Schuldenfalle“ verfangen nicht.“
    Zitat aus „BüSo, Unruhen und Chaos in Europa: Die Neue Seidenstraße zeigt den Ausweg“ von Alexander Hartmann

    Auszüge:
    „Aber während die bisherigen Säulen der Europäischen Union – Frankreich, Großbritannien, Deutschland – mit unglaublichem Tempo auseinanderbrechen, wächst die Bewegung für die Neue Seidenstraße mit ebenso unglaublichem Tempo. Es ist offensichtlich, daß das eine die Lösung für das andere bietet. Immer mehr Stimmen weisen darauf hin, daß Chinas Modell der wirtschaftlichen Entwicklung 800 Millionen Menschen aus der Armut geführt hat und dieser Prozeß sich nun durch Chinas Seidenstraßen-Initiative auf die übrige Welt ausbreitet, während die Europäische Union in wirtschaftlichem Niedergang, sinkenden Löhnen und politischem Chaos versinkt.“

    „Zwei neue Studien untermauern diesen Kontrast:

    Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichte Ende November ihren Global Wage Report für 2017, aus dem hervorgeht, daß das Wachstum der Löhne weltweit auf den niedrigsten Stand – fast Null – seit 2008 gesunken ist, obwohl es, vor allem aufgrund der Gürtel- und Straßen-Initiative, in den Schwellenländern 4,3% erreichte. In Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sind die Löhne sogar gesunken – mit ein Grund, warum sich Italien und Spanien nun der Neuen Seidenstraße anschließen wollen.“

    „Auf der anderen Seite vermeldet eine Studie von Aid Data am College of William and Mary (in Williamsburg/Virginia) über „Chinas Infrastrukturprojekte und die Verteilung der wirtschaftlichen Aktivität in den Entwicklungsländern“, daß im Gegensatz zu der wachsenden Einkommensschere, die sich als Folge vieler westlicher Investitionsprojekte im Entwicklungssektor ergab, „Chinas Entwicklungsprojekte im allgemeinen und vor allem chinesische Verkehrsprojekte die wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb und zwischen den subnationalen Lokalitäten reduzierten“. Dadurch seien „wirtschaftliche Übertragungseffekte“ erzeugt worden, „die zu einer gleichmäßigeren Verteilung der wirtschaftlichen Aktivität führten“. Die Studie wurde von den UN, dem Bildungsministerium von Singapur, USAID und verschiedenen Stiftungen in den USA und Europa finanziert.“

    Am Ende ist Europa, ist D, mal wieder der Dumme, weil unsere Zipfelmützen die Spielchen, die Trump und Co. als Puppen an den Seilen spielen, nicht blicken, während es die USA sein werden, die mit China die Seidenstrasse machen.

    • PS zur Entwicklung von Banken und Geld:

      WEB OF DEBT BLOG; „How China`s Mobile Ecosystems Are Making Banks Obsolete“
      und darin ein Link zu einem Artikel: „The Future of Banks is Probably not Banks“

      Auszug:

      „The nightmare for the US financial industry is that a major technology company – whether one from China or a US giant such as Amazon or Facebook – might replicate the success of the Chinese mobile payment systems, cutting banks out.“

    • Die Entwicklung der Seidenstrasse läuft ja schon Jahre,Der Autor William Engdahl hat zu China und speziell die neue Seidenstrasse interessante Artikel verfasst.
      Chinas Rolle in Afrika hat er bestens beleuchtet,und kommt zu dem Schluß ,dass China bei seinen wirtschaftlichen Entwicklungen weltweit auf Kooperation setzt.In Afrika unterstützt es Länder mit Krediten ,aber nicht wie der IWF ,um diese Länder dann abhängig zu machen und ausbluten zu lassen. Nein,China geht es um einen beiderseitigen Vorteil.
      So auch bei der Seidenstrasse.Diese wird Europa mit Asien verbinden und die Welt verändern. Womöglich den chinesischen Einfluß stärken,der nicht von solch zersetzender Wirksamkeit sein wird,wie die westlichen Konzernmedien es gern darstellen.

      Es wird ein neues Zeitalter für die Menschheit geben,und da wird es um Zusammenarbeit gehen,und nicht um die Zerstörung .Wer sich von dieser Vergangenheit und solch destruktiven Ansichten nicht befreit,der wird wirklich untergehen.

  16. Wenn ich richtig verstanden habe sollen Mark Zuckerberg und Elon Musk „Internationale Menschen“ sein, nur weil sie Reisen und von einem internationalen Hotel ins andere fliegen, dort internationale Manager treffen und alle Witze auf amerikanisch machen. Das ist zum schmunzeln. Ist das etwas besonderes?
    Gehe in ein anderes Land, lerne die Sprache und gebe Dich mit dem normalen Volk ab, lebe mit ihm, dann kannst Du Dich international nenne, dass andere ist Leben in der amerikanische Seifenblasen. Oder etwa nicht?

    • Ich habe für dieses Weltbürgertum auch höchstens ein müdes Lächeln übrig. Ein Mensch, der seine Wurzeln ignoriert und die Kultur eines fremden Landes geringschätzt, ist ein Tor. Aber Geld verdirbt ja bekanntlich den Charakter.

    • Ich habe den Eindruck gehabt dass Herr Müller sowohl den Mark Zuckerberg als auch Elon Musk positiv als „Globaler“ einschätzte. Dabei finde ich nichts Gutes dabei, wenn jemand so viel Geld besitzt und kaum etwas tut, um die Welt gerechter und angenehmer zu machen. Zuckerberg ist mit dem Facebook wegen dem Verkauf von privaten Daten in die negativen Schlagzeilen geraten. Außerdem bringt Facebook meiner Meinung nach den Menschen mehr Schaden als Nutzen. Ebenfalls Elon Musk ist kein Mensch von dem man behaupten könnte, dass er außer für sich selbst auch für andere Menschen etwas Gutes täte.

  17. – Sich unvoreingenommen andere Meinungen anhören.
    – Mitmenschen/Schwächeren helfen.
    – Für ein bedingungsloses Grundeinkommen einstehen, um Armen auch eine Chance auf ein menschenwürdiges
      Leben zu geben.
    – Sich mit Dingen beschäftigen zu können, die einem Freude im Leben bereiten.
    – Was jemand als Mensch war und nicht was jemand geleistet hat, wenn er gegangen ist.

    Starke aber auch irritierende Worte eines Börsengurus, der täglich, stündlich, minütlich, sekündlich dem Mammon hinterher rennt …

  18. Danke für die ausführlichen, tiefgründigen sowie vielsichtigen Analysen.

    Die Empfehlungen jedoch, entbehren sich meines Verständnisses.
    Worin bestünde der Unterschied bei jemandem, der sich mit dem System geeinigt hat, sich die Spielregeln anzueignen, um irgendwie sein Privatbesitz abzusichern, auf den nächsten Crash zu warten, um aus dieser Sicherung heraus auf Kosten anderer Profit zu schlagen und sich dann gewisse Machtpositionen zu ergattern damit er dann mehr zu sagen hat, und einem der vor der Playstation seine Art der Resignation zum Ausdruckt bringt?

    Wer beim bedingungslosen Einkommen nicht die Worte, Wiedergutmachung, Rückführung von geraubten enteigneten Volksvermögen in seinem Satz zusammenbringt, der hat die bedingungslose Kapitulation gegenüber der Machtelite akzeptiert.
    Da wurden über die Jahrzehnte Volksvermögen in Höhe von „Aber Milliarden“ geraubt und nun soll sich jeder mit der Großzügigkeit von 1500€ sich abspeisen lassen?

    • Liebe Freunde der Aktien oder Unternehmerbeteiligungen und BGE.
      Man kann auch einen völligen anderen Ansatz fahren.
      Packt alle Automatisierungsproduktionsstätten zusammen, schnürrt diese in Aktienpakete und verteilt diese bedingungslos pro Kopf an alle Bürger gleichmäßig aus. Alle Gewinne sowie Produktivität aus diesen Prozessen, werden dann als Dividente ausgeschüttelt. Da ist der Dirk zufrieden, weil sich viele, hier in dem Fall alle Menschen sich an guten Unternehmen beteiligen und der Merz hat seine Rentenaktionäre.
      Ich nenne es bedinungslose Unternehmerbeteiligung.

    • Achja, nicht ganz zu vergessen. Die bedinungslose Unternehmerbeteiligung begünstigt auch alle Steuervermeider, weil man einfach auf den ganzen Prozess von Produktionsstätten bis zur Gewinnausschüttung keine Steuern veranschlagt. Klingt doch sehr verlockend, oder?

    • Hallo Son_Snow

      `emotional` kann ich sehr gut nachvollziehen,
      woher/wohin deine Gedanken kommen/gehen.
      Die Empfehlung, „in der nächsten Runde des (Schaden erzeugenden,legitimierende) Spiels einfach besser/anders „mitzuspielen“, ist wirklich eine Art der Kapitulation vor dem eigenen Gewissen!

      Das Bedingungslose Grundeinkommen ist tatsächlich alternativlos, nicht wegen der Hauptmotivation „Wiedergutmachung“ oder “ Rückführung von Geraubtem“, sondern wegen dem sich raum greifenden Bewusstsein (je)der #EIGENEnase, ein ANDERES Spiel zu spielen.

      Es gehört zur „ganzen Geschichte“, das die Meissten dieses Spiel aus
      (anerzogenem) Pflicht-BEwusstsein mitspielen und dadruch legitimieren
      (normative Kraft des Faktischen).
      Das EIGENE Gewissen wird durch einen selbst relativiert (Angst).
      Milgram-heute!

      ein „Brainstorming“ 😉 zur Finanzierung (Bilanzierung!) eines BGE
      https://kenfm.de/dirk-mueller/#comment-154934

      liebe Grüße

    • Wolfgang,
      hilft mir dein Kommentar mir jetzt auf irgendeiner Weise weiter? Komm, dir musst doch noch sehr viel Besseres einfallen das einem mehr zum Denken anregen als das Bsschen da.
      Auch wenn es sehr lang sein kann, ich habe Zeit es mir durch zu lesen.
      Also, wenn du etwas Anspruchvolleres haben möchtest, empfehle ich dir das aktuelle Interview mit Rainer Mausfeld beim Fehlenden Part: https://deutsch.rt.com/programme/der-fehlende-part/81230-rainer-mausfeld-zu-gelbwesten-neoliberalismus/

      Eines der besten Interviews die er gegeben hat.

    • Es scheint mir auch, dass die Analyse Chinas von Herrn Müller etwas kurzsichtig ist und ein zurück stutzen wie bei Japan in den 80er eine Illusion ist. Es gib zu viele Faktoren, die unbeachtet bleiben in diesem Gespräch:

      1) China ist nicht Japan, der Binnenmarkt Chinas ist ‚etwas‘ grösser, Chinas Wirtschaft hat sich schon aktiv in der Welt verbreitet und festgesetzt, die Bevölkerung Chinas ist mittlerweile auch überall zu finden, China ist nicht von den USA besetzt wie das Japan war, die Volkswirtschaft ist leichter zu kontrollieren und dirigieren, und was wird heute nicht für uns in China hergestellt?

      2) In den 80er Jahren waren die USA noch stark, produzierten selber, hatten eine besser ausgebildete Bevölkerung, keine gigantische Verschuldung, das Militär war nicht ganz so aufgebläht und die Beliebtheit war noch gross genug in der Welt, der Petrodollar regierte

      3) In Europa hat man noch mehr auf Bildung geachtet, es gab keine Massenemigration, die Unzufriedenheit mit den Regierenden hielt sich in Grenzen und heute haben wir Gelbwesten

      … es gibt bestimmt noch einige andere Aspekte.
      Eins sollte man nicht, China auf die leichte Schulter nehmen – aber auch keine Angst haben.
      Wen der Drache einmal geweckt ist legt er sich nicht so schnell wieder schlafen.

  19. Tolles Gespräch.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte es also darauf hinauslaufen, dass wir in Mitteleuropa zum Wohle der Automobilkonzerne und der Regierung mit technisch komplizierten, und alleine von daher teuren Autos herumfahren.
    Ich bin ja restlos begeistert.

    Und dann habe ich verstanden, dass wir wohl besser dafür sorgen, dass wir nach dem nächsten Crash keine Börsen mehr haben, weil sich das Geld oder besser der Besitz noch mehr konzentrieren wird.

    Die Aussichten für die Zukunft hören sich toll an, aber ich glaube nicht daran, dass der Vorteil von extrem wenig Arbeitsaufwand der Gesamtgesellschaft zugute kommen wird. Nein, man wird blöd genug sein ( bzw. gezwungen sein – der Kapitalist ist bei Strafe seines Untergangs gezwungen Profit zu machen- nach Marx) sich den Profit privat einzustecken. Für Kaufkraft sollen gefälligst die anderen sorgen. Dieser Widerspruch – wir produzieren und zahlen niedrige Löhne im Ausland und hoffen auf Kaufkraft im Inland- hat doch in der Vergangenheit schon niemanden gestört.

  20. Liebes Team KenFM
    Lieber Dirk Müller

    Danke! für diese sehr kurzweiligen 2h!

    Ich habe viele neue Perspektiven wahrnehmen können.

    Wirklich Schade finde ich, dass das Thema (Buchgeld-)Geldschoepfung an sich und auch dessen StatusQuo hinsichtlich vorhandener bzw. nicht vorhandener gesetzlicher Grundlagen nicht behandelt wurde.

    Erst Recht, weil sich Dirk zum Ende auch als ein Verfechter eines Bedingungslosen Grundeinkommen zu erkennen gibt.
    Und für ein BGE ist natürlich grundsätzlich und auch bei der Frage einer Finanzierbarkeit bzw Bilanzierbarkeit! dieses Geldschoepfungsthema von entscheidender Bedeutung um ein BGE für das Gemeinwohl gut zu gestallten
    oder?

    Ich glaube, folgenden Stichpunkten (als `Destilat`) können die Meisten zustimmen:
    – „Geld regiert die Welt“
    – „Zeit ist Geld“
    – Kreditvergabe erzeugt Buchgeld
    – Buchgelderzeugung durch Kreditvergabe erfolgt aus dem `Nichts`

    Weniger bekannt ist wahrscheinlich der rechtliche Status Quo der Buchgeld-Geldschöpfung.
    Dazu nochmal die Links zu den Ausarbeitungen von Hans Scharpf
    Kein Recht zur Geldschöpfung
    Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken
    Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?
    – zu den o.g. beiden Punkten ein Vortrag bei der Monetative
    – die aktuelle Website geldhahn-zu.de

    Als Gedankenspiel versuche ich mal folgende „Übertragungen“
    von der
    a) Kreditvergabe (entsprechend Status Quo)
    als These zur Bilanzierung eines
    b) Bedingungsloses Grundeinkommen

    von a) Kreditvergabe:

    – beim Kreditvertrag wird Buchgeld erzeugt
    – diese Buchgeld war vorher nicht vorhanden (es entsteht aus dem Nichts)

    Grundlage für diesen Geldschöpfungsprozess ist nur der Vertragsabschluss zwischen
    2 `Parteien`.

    Im Kreditvertrag einigen sich die Vertragspartner auf eine Leistung und die entsprechende Gegenleistung.

    1) Leistung des `Kreditgebers`:
    – das Erzeugen bzw. zur Verfügungstellen des (Buch-)Geldbetrages auf dem Konto des Kreditnehmers
    kann keine Leistung darstellen, denn diese (Buch-)Geldmenge hat es vorher nicht gegeben, sie wird erst durch den
    Kreditvertrag aus dem Nichts geschaffen
    – das `normativ faktische`, jedoch nicht auf einer gesetzlichen Grundlage stehende `Privileg`,
    die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln

    2) Gegenleistung des `Kreditnehmers`:
    – Verpflichtung zu Rückzahlungsraten mit Zugriffsrecht auf dingliche Sicherheiten im Nichtrückzahlungsfalle

    zu b) Bedingungsloses Grundeinkommen:

    unter a) besteht die Leistung des `Kreditgebers` darin, die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers in ein Wertpapier umzuwandeln, welches jedoch ohne gesetzliche Grundlage Anwendung findet

    These:
    Eine Rückzahlungsverpflichtung des Einzelnen kann in einem `Eigenvertrag` (Nicht Insichgeschäft sondern Fürsichgeschäft 😉 )
    auf Grundlage einer gesetzlichen Regelung als `Wertpapier` bilanziert werden und als BGE ausgezahlt werden.

    Teil der gesetzlichen Grundlage ist eine `lebenslange` Laufzeit und die vollständige Nichtübertragbarkeit auf andere.

    Die Lebensleistung des Einzelnen wird als ausreichender Ausgleich für die erhaltene `bedingunslose Geldleistung` angenommen.

    … als kleine Ergänzung

    .~*
    (ps: finde ein Interview mit Hans Scharpf als sehr passend!)

  21. Ein hervorragendes Gespräch zwischen Ken Jebsen und Dirk Müller. Ich kenne manche seiner Bücher und habe sehr viele Interviews mit ihm gesehen. Er versteht es hervorragend, Dinge auf den Punkt zu bringen und erklärt Entwicklungen auf verständliche und nachvollziehbare Weise. Für mich gehört Dirk Müller zusammen mit Max Otte und Markus Krall zu den besten Ökonomen, welche wir in diesem Land haben. Einen Kritikpunkt hätte ich jedoch anzubringen: Dirk Müller sagt, dass, wenn wir schon von einem Hegemon beherrscht werden, ihm die USA lieber wären als China. Hier muss ich Herrn Müller widersprechen. Das US-Imperium tut schon so, als ob wir der 51. Bundesstaat wären und unsere Regierung betreibt eine vasallenhafte Orientierung. Natürlich möchte ich auch nicht vom vielleicht künftigen Imperialisten China beherrscht werden. Wenn aber China oder Russland die Vorherrschaft übernehmen, täten wir gut daran, nicht mehr als USA-Nutte auf den Strich zu gehen. Dann wäre es von Vorteil, wenn wir aus der NATO austreten und uns neutral verhalten würden.

    • genau Wolfgang – das ganze Interview ist sehr informativ und kurzweilig zu sehen/hören, also verständlich, so wie es eben in unserer heutigen Welt zugeht.
      Der Punkt Russland oder China liegt mir auch etwas im Magen… da würde ich auch deinen letzten Satz favorisieren.

  22. Die boomende Wirtschaft in China und deren Wachstum beruht auf dem Währungssystem,das grundverschieden ist im Vergleich zum Dollar-dominierten-System.
    In China handelt es sich bei der People Bank of China um eine Nationalbank ,die der Regierung unterstellt ist. Die Regierung gibt praktisch ihr eigenes Geld aus,und tut das vor allem auch um neu gegründete Unternehmen zu fördern mit Krediten und ländliche Regionen mit Krediten zu versehen um deren Entwicklung voranzutreiben.
    Oftmals werden diese Kredite nicht zurückgezahlt,was als normal angesehen wird,da die Regierung sich nicht verschulden muß ,um an neues Geld zu kommen.

    „In China und den USA wird ständig die Geldmenge erhöht,doch der Mechanismus in China ist wahrscheinlich effizienter,weil die Geldzirkulation besser geregelt ist.Das frische Geld fließt eher in die Taschen der Arbeitnehmer,steigert ihre Löhne und Renten,und gibt ihnen mehr Geld,damit sie Güter produzieren und kaufen können.
    Das Gemeinwohl wird gefördert,dass der ganze Brotteig aufgeht.
    Während in den USA die Wirtschaft nur dadurch wächst,,das Geld neues Geld schafft.Der Profit fliesst in die Taschen der Investoren,die bereits mehr haben,als sie ausgeben können.“ etwas verkürzt zitiert aus „Dollar Crash“, Ellen H. Brown

    Das System der Zentralbanken steht dem einer Nationalbank gegenüber ,das von der Federal Reserve kontrolliert wird.
    Dieses private System ist auf Gewinn bedacht bei der Geldverleihung und die Regierung selbst muß sich verschulden,um an neues Geld zu kommen. Im Vordergrund steht hier nicht die nationale Förderung und Entwicklung ,sondern die Spekulation und die Gewinnmaximierung.

    Ich habe nicht das gesamte Gespräch bisher verfolgt,aber Dirk Müller scheint diese Unterscheidung nicht wahrzunehmen oder auch nur zu kommentieren.Er lebt ja selbst vom System.
    Grundsätzlich sollte eine unabhängige Instanz oder der Staat selbst das Geld in Umlauf bringen,sonst gibt es keine staatliche Souveränität und der Staat ist dann nur die Melkkuh der Geldbesitzer und die Bürger deren Sklaven.
    So ist es ja heute.

  23. Ein gutes Gespräch, bei dem leider nicht angemessen der immer tiefer werdende Graben zwischen Arm und Reich thematisiert wurde. An der fehlenden Solidarität und Gleichbehandlung krankt ja gerade die Politik unseres Finanzsystem.
    Es fehlt den körperlich arbeitenden Bürgern des Landes nicht hauptsächlich an Freiheit, sondern an Gleichbehandlung also an Gleichwertigkeit. Sie können keine Steuern hinterziehen, wie die Reichen es tun.
    Statt Arbeit zu besteuern, sollten die Vermögen zur Kasse gebeten werden. Aber solange die große Mehrzahl unserer Abgeordneten die Interessen der Banker und Großkonzerne vertreten, kann und wird sich nichts ändern.

  24. Bei aller Qualitaet beider in diesem Interview:
    eines blieb auch ganz am Ende, als es um das Eingemachte ging, uneroertert. Hatten oder haben die beiden Gespraechspartner dieses wichtige Forschungsergebnis zum wichtigen Thema diese Interviews nicht zu Hand? Siehe letzte beiden Absaetze diese Beitrags. Doch erstmal das Positive:
    Ja, die beiden Persoenlichkeiten wirken bei allen Unterschieden etwa gleich dominant, bzw. keiner meinte, dominanter zu sein oder so wirken zu wollen. Was sehr angenehm ist.
    Zu den Sachinhalten: auch da schien mir wenig Unterschied zu sein, obwohl sehr deutlich durchschimmert, wie unterschiedlich der Hintergrund beider zu sein scheint. Heisst: die gesellschaftliche Situationsbeurteilung bekommt durch die Zustimmung zweier solcher unterschiedlicher Experten einen hoeheren Realitaetsbezug als VOR Anschauen dieses Videos.
    Sachlich auffallend fuer mich war, wie wenig beide in diesem Gespraech bei der Eroerterung der Frage, welches Organisationsmodell der Gesellschaft ein besseres sein koennte, als die derzeit wirksame „Oligarchie der Machtinhaber mit vorgeschaltetem Demokratiefake“: ein wichtiges statement des Herrn Rainer Mausfeld (siehe in dessen Buch „Warum schweigen die Laemmer“), welches ausserhalb des Gespraeches blieb.
    Das ganze Interview mit Inhalt und Entwicklung lief ja tatsaechlich thematisch auf diese Frage zu. Aber sie blieb uneroertert.

    Mausfeld vertritt die Ansicht, dass es ueberwaeltigend viele wissenschaftliche Arbeiten gaebe, in denen bereits empirisch nachgewiesen wird, dass die Wahrscheinlichkeit richtiger Entscheidungen die Zukunft betreffend, per Ermittlung auf urdemokratischem Wege deutlich hoeher laege, als es selbst die besten Experten mit groesstem Erfahrungsschatz und frei jeden egoistischens Bestrebens zu produzieren faehig waeren.
    Dieser Befund Mausfelds (und auch Wallersteins) koreliert mit Beobachtungen aus der Biologie, in der z. B. niemand aufgrund einer auch noch so genialen Hirnstruktur als fiktiver „Schwarmfuehrer“ eines Fischschwarms je so gut dafuer sorgen koennte, das immer dort, wo der Hai gerade ist, immer ein geniales Loch derart entsteht, dass nur ganz weniger Fische gefressen werden. Anstatt dass der Schwarm vernichtet werde, was jeder Hai sonst muehelos koennte.
    Diese empirischen Modelle zeigen zudem, dass z. B. bei einem nur halb so grossem Schwarm das Lochbildungsverhalten weniger effizient wird als bei einem doppelt so grossem Schwarm.
    Heisst auch:
    die Diversifizierung genetischen Wissens, ausgedrueckt im Verhalten einzelner Individuen in einem Schwarmverbund ist fuer die Existenz einer Art viel wichtiger -bis zur Arterhaltung- als Intelligenz oder Verhaltenseffktivitaet nach Vorgaben Einzelner oder Weniger. Deren „richtigen“ Entscheidungen offenbar immer schlechter ausfallen, je weniger Individuen an der Entscheidungsfindung beteiligt sind, gleich, ob diese wenigen „intelligenter“ waeren oder nicht.
    Kurzer Sinn dieses Ausfluges in die Kognitionsforschung: eine urdemokratische Verhaltensentscheidung wird umso wahrscheinlich richtiger, je mehr Gleichberechtigte involviert sind und umso schlechter, wenn weniger oder nur Einzelne etwas entscheiden.
    Das muss eindeutig einem (echten) demokratischem Entscheidungssystem wissenschaftlich ableitbar den Vorzug vor einem Oligarchensystem geben, wenn die Spezie moeglichst lange ueberdauern soll. Eine ganz entscheidende Qualitaet, die in jeden Diskurs ueber das Fuer oder Wider der optimalen Gesellschaftsstruktur hineingehoert.

    • Ursprung, Ihre Ausführungen zur Schwarmintelligenz, Kollektive Intelligenz
      würde Prof. Mausfeld sagen, gefallen mir.
      Die Demokratie-Verhinderung der ab Std. 1:08 erwähnten Gruppen – ganz unten
      auf Gemeinde- Kirchengemeinde- Schulen-Ebene – sind ein großes Ärgernis und
      wirksam durch Hereinnahme von Leitungspersonal in ihre Mitte. Man gibt sich
      gelegentlich wohltätig, denkt aber nur an sich, seine Familie, seine Klasse weltweit
      und deren Wohl.
      Von Std. 1:08 bis 1:13 tun sich für mich Fragen über Fragen auf, und ich wünschte
      mir, dass sie durch Prof. Mausfeld bearbeitet und beantwortet würden.

    • @ Ursprung

      Ohne auf die historischen Details einzugehen: Den meisten Behauptungen zum Trotz und verglichen mit der heutigen Zeit, gab es im antiken Griechenland (kurzfristig) Demokratie bzw. deren Möglichkeit – bis mit dem römischen Imperium Streit (Debatte débattre: (nieder-)schlagen) und Konkurrenz an die Stelle von Diskurs und Spiel traten. Seither führen alle Wege (zurück) nach Rom, weltlich wie spritituell.

      Apropos seither…
      Heute – wegen der billigen Massenproduktion nicht nur von materiellen Produkten – ist für mich Goethes Sentenz mehr denn je zutreffend: “Alles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.”

      Daher auch die Sache mit dem Schwarm. Was ist der Unterschied zwischen einem Fischschwarm und den Lemmingen? Im Wettrennen der Lemminge stürzen diese über die Klippe ins Meer. Im kooperierenden Spiel der Fische überlebt der Schwarm (N.B. der Schwarm, nicht die Spezies!).

      Warum Fische kooperieren und Lemminge im Wettstreit über die Klippe gehen? Nur die Fische und die Lemminge könnten uns sagen, warum die einen kooperieren, während die anderen anscheinend blindlings riskieren, über die Klippe zu stürzen.

      Warum wir Menschen im Wettstreit über die Klippe gehen, anstatt zu kooperieren? Antworten finden sich auf den Wegen zurück nach Rom.

      Wie gesagt, alles Gescheite wurde schon gedacht:

      “Das Allgemeine und Besondere fallen zusammen: Das Besondere ist das Allgemeine, unter verschiedenen Bedingungen erscheinend.” (Goethe)
      Das Besondere soll seit 2000 Jahren der Mensch sein. Aber er ist noch immer unfähig zu erkennen, dass er das Allgemeine ist, – unter verschiedenen Bedingungen erscheinend.

      Und weil der Mensch auch in Abgrenzung zum anderen Menschen in sich das Besondere sieht:
      “Es bringt uns nichts näher dem Wahnsinn, als wenn wir uns vor andern auszeichnen, und nichts erhält so sehr den gemeinen Verstand, als im allgemeinen Sinne mit vielen Menschen zu leben.” (Goethe)

      Ist die Sache mit dem Schwarm nicht typisch für unsere heute mehr denn je durch Quantität und Messbarkeit bestimmte Kultur des Wissens- und Informationsmanagement? Auch wenn von Kognition gesprochen wird, dann fällt der wesentliche Aspekt der Emotion als Bestandteil der Kognition meist unter den Tisch. Warum? Antworten dazu finden sich da, wo wir auf unserem Weg seit Rom angekommen sind:

      Die Entwicklung der Technik ist bei der Wehrlosigkeit vor der Technik angelangt. (Karl Kraus)
      Der Fortschritt macht Portemonnaies aus Menschenhaut. (Karl Kraus)

      Das Interessante und Bedenkliche an der Sache mit dem Schwarm ist doch, daß der Fisch im Schwarm seine Macht zu erkennen scheint! Und weil das so ist, dass wir Menschen emotional und instinktiv verkümmert, aber technisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich so “fortschrittlich” sind, schaffen wir uns unser Ebenbild in der KI, in dessen Schwarm der Mensch ohne Demokratie verschwindet. Ein wissenschaftlich ableitbares demokratisches Entscheidungssystem?

      “Das Wissen beruht auf der Kenntnis des zu Unterscheidenden, die Wissenschaft auf der Anerkennung des nicht zu Unterscheidenden. Das Wissen wird durch das Gewahrwerden seiner Lücken, durch das G E F Ü H L seiner Mängel zur Wissenschaft geführt, welche vor, mit und nach allem Wissen besteht.” (Goethe, Hervorhebung von mir).

      Wissen und Wissenschaft wird via Macht beansprucht und durchgesetzt. Macht kann ein echtes demokratisches System nicht wollen. Aber wo ist der kooperierende und spielende Mensch, der nicht Macht sucht? Um als Mensch zu überleben brauchen wir nicht KI, wir brauchen wieder Dichter und Denker, die alle Gesellschaftsschichten inspirieren. Selbst Politiker (wie z.B. Wagenknecht).

  25. Ein phänomenales, lebendiges Gespräch zweier wacher Geister.

    Der Grundaussage, das jeder zu seiner eigenen Erkenntnis kommen solle und hier nur Denkanstösse und Interpretationsmöglichkeiten gegeben werden, stimme ich voll zu.

    Nach so einem Gespräch wird einem die Armseligkeit des „Gelabers“ des immer gleichen Personenkreises in vielen Main-Stream-Talkrunden bewusst.

  26. „Der Vorgang ist wohl der verblüffendste Taschenspielertrick, der jemals ersonnen wurde. Das Bankwesen wurde ersonnen im Frevel und geboren in Sünde. Banker besitzen die Welt!
    Nimm sie ihnen und lass ihnen die Macht Geld zu erschaffen und mit einem Federstrich werden sie genügend Geld haben, um alles zurück zu kaufen.
    Nimm ihnen diese gewaltige Macht ! Und alle großen Vermögen wie meines werden verschwinden und sie sollen verschwinden, denn so wäre dies eine bessere und fröhlichere Welt.
    Aber wenn du weiterhin Sklave der Banker sein willst und den Preis deiner eigenen Versklavung bezahlen willst, dann lasse die Banker weiter Geld erschaffen und die Kredite kontrollieren.“

    Sir. Josiah Stamp (Direktor der Bank von England 1928- 41, der zweitreichste Mann seiner Zeit)

    Für mich ist es müßig über ein Geld-oder Finanzsystem zu reden,so lange das von privaten Leuten kontrolliert wird.
    Diese Geldbesitzer ziehen seit Jahrhunderten die Fäden-sie entscheiden über Krieg und Frieden und nicht die Könige oder Kaiser.
    Wenn die wollen,dass das Geldsystem zusammenbricht,dann wird das passieren. Sie machen das selbst. Weil sie erst das Chaos schaffen und dann die Lösung anbieten.Das wäre im Falle eines Crashs das Verbot von Bargeld.
    Die Mindestreserve der Banken ist heute so gut wie aufgehoben,also können die Banken Geld schöpfen,so viel sie wollen.Niemand kontrolliert die Geldmenge.

    Wenn China ein „halbstaatliches“ Geldsystem hat,und der „Staat“ sein Geld selbst in Umlauf bringt oder schöpft,dann kann das System nicht kollabieren,weil es ja keinen Schuldner gibt. Da irrt Herr Müller,insofern es der „Staat“ist,der in China das Geld in Umlauf bringt.

    Um diese ganze Sache wird ein Brimborium betrieben und ein Mythos erschaffen,damit da keiner mehr durchblickt.

    Aber trotzdem ein toller Gast ,den ich sehr schätze.

    • Wann immer die „Liberalen“ gegen den Staat (der ja ihr willfähriger Schuldner und Diener ist) wettern, dann versteckt sich dahinter genau diese Furcht, dass der Taschenspielertrick auffliegen könnte. Also muß ein Schreckgespenst Staat zur Tarnung her und als „Lebenstrank“ bzw. Zaubertrank die unsichtbare Hand des freien Marktes her.

      „Der Liberalismus kredenzt ein Abspülwasser als Lebenstrank.“ (Karl Kraus)

  27. Danke, KenFM! Ich habe mich sehr auf dieses Gespräch gefreut, und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt! Es wurde mit zunehmender Dauer immer besser.

    Das Buch habe ich gelesen und Dirk Müllers Beiträge verfolge ich schon länger. Ich gebe ihm in den allermeisten Punkten Recht. Nur glaube ich nicht, dass es nach dem nächsten Finanzcrash einfach alles wieder so weiter geht wie vorher. Da unterschätzt auch er m.E. die Wucht der Ereignisse, vor denen wir wohl stehen. Dieses Mal gibt es keinen „Lender of last resort“ mehr, der uns oder zumindest die Banken „rettet“. Dieses Mal lässt sich die Entwicklung nicht mehr steuern und in irgendwelchen Nachtsitzungen von Regierungschefs und Zentralbankern von Sonntag auf Montag regeln. Die diesbezügliche Frage von Ken bei ca. 2:06:00 fand ich sehr gut.

  28. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin ?
    Solange aber mit dem Geldsystem Geld vermehrt wird gehen wir hin. Auch wenn man mit guter Absicht handelt so will doch jeder der sein Geld an der Börse, Sparbuch oder sonst wo anlegt, dass sein Geld oder Besitz mehr wird. Er nimmt also genau an den Prozess teil der unserer Gesellschaft solche Probleme bereitet. Und was Dirk Müller und seine Kunden machen ist eben genau dieses Spiel zu spielen. Es geht darum sein Vermögen über schlechte Zeiten zu bringen. Es geht darum nicht zu den Verlieren zu gehören. Nun dieses System kennt in letzter Konsequenz nur Verlierer. Warum kommen die vielen Reichen die so viel Geld haben dass sie nicht wissen was sie damit anfangen sollen nicht auf die Idee zB die Staatsschulden los zu werden? Würden die ganzen Reichen ihr Vermögen zusammenlegen könnten sie Deutschland entschulden und die Umverteilung über die Staatsschulden los werden. Die Steuern könnten drastisch gesenkt werden.
    Wenn sie gleichzeitig das Spiel nicht mehr Spielen macht die Börse keinen Sinn, dieses sinnlose Gebilde wäre einfach nicht notwendig. Die Reichen brauchen ihr Geld zum Leben gar nicht. Sie brauchen ihren Besitz zum Leben gar nicht. Aber sie schaden mit ihren Spiel der Gesellschaft. Ich vergleiche ihr Handeln mit den Menschen die auf der Titanic waren und die sich selber zu retten versuchten aber für die meisten Passagiere die Tür zu sperrten um sich dann selber mit halb vollen Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen.

    • Wir leben in einem Schuldgeld-System, d.h., würden Private aus ihrem Vermögen die ca. 2 Billionen Staatsschulden bezahlen, müsste Finanzminister Scholz erstmal seine schwarze Null aufgeben und neue Schulden für die Gesellschaft machen. Das könnte er aber heute auch schon. Dass das nicht geschieht ist reine Willkür zum Zweck der besseren Kontrolle der Staatsbürger.

    • Also das Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist höher als die Schulden. Die privaten Haushalte könnten alle Staatsschulden bezahlen. Nur sind die Vermögen sehr ungleich Verteilt. Es gibt eben wenige die sie haben und das sind eh genau die die sich durch dieses System bereichert haben, sie haben sich ihre privaten Vermögen ja erst durch dieses System angeeignet. Warum also sollten jemand eine Schwarze Null aufgeben wenn er alle Staatsschulen los ist ? Das macht überhaupt keinen Sinn denn Wenn der Staat dann keine Zinsen für die Schulden mehr bezahlen muss dann muss er auch viel weniger Steuern einnehmen. Ihr Argument ist ja völlig haltlos und unlogisch. Die Menschen die kein vermögen haben können den Staat nicht entschulden, es können nur die Reichen tun. Und wenn man schon für die Zukunft investieren will dann ist das die einzige sinnvolle Möglichkeit. Es macht aber nur Sinn wenn man sich gleichzeitig von diesen System auch verabschiedet. Aber wenn jemand gut und glücklich in Deutschland leben will und das auch noch in 20 Jahren dann sollte er sich mal überlegen ob ihm das was wert ist. Was ist es denn einen Dirk Müller und seinen Kunden wert sich gegen dieses verbrechen zu stellen? Wäre das Geld zB nicht besser investiert wenn man eine eigene Firma hat die eine Suchmaschine programmiert und die nicht den USA unterworfen ist als wie wenn man Aktien von Google hält? Wäre es nicht besser man hat eine Firma die Computer in Europa produziert als wie man hat Anteile an Apple und verhindert somit eine völlige Kontrolle? Es ist leider so das die „Reichen“ es locker in der Hand hätten diesem Spuk ein Ende zu setzen aber sie spielen lieber dieses teuflische Spiel.

    • Sie schreiben: „Warum also sollten jemand eine Schwarze Null aufgeben wenn er alle Staatsschulen los ist ? Das macht überhaupt keinen Sinn denn Wenn der Staat dann keine Zinsen für die Schulden mehr bezahlen muss dann muss er auch viel weniger Steuern einnehmen. Ihr Argument ist ja völlig haltlos und unlogisch.“
      Er muss für die Altschulden keine Zinsen mehr bezahlen, aber für die neu aufgenommenen Schulden. Das war eine ironische Bemerkung auf das unflexible Denken eines SPD- Finanzministers auf die zunehmende Verarmung von immer mehr Menschen in diesem Land.
      Die Summe der Schulden bzw. Vermögen der Privaten, der Unternehmen, des Staates und des Auslands muss immer Null ergeben. Private und Unternehmen liegen im Plus- Bereich, der Staat und das Ausland sind verschuldet. Würden die Privaten für die Staatsschulden aufkommen, lägen sie noch immer im Plus- Bereich. Das heißt, würde das Ausland seine Schulden bezahlen, gäbe es in diesem Land kein Geld mehr.

  29. Der Couldenhove Kalergi bedient Interessen der Macht die immer zu Grossmacht tendiert .
    Das ist Programm der EU und diesen Grossmachtprojekten sind immer die Interessen des Einzellnen und das Interesse des Volkes untergeordnet .
    Die von Couldenhove Kalergi angestrebte Vermischung der Rassen zu einer Einheitsrasse hat seinen wesentlichen Grund
    in der leichteren Handhabung einer normierten Einheitsgesellschaft durch die Machthaber .
    Die Auslöschung der Vielfalt der Kulturen die parallel der Ausweitung der Monokulturen und der Massenproduktion läuft,
    ist eine Sackgasse für die Menschheit .

    • Wenn man in Kategorien von Rassen und Vermischung zur Einheitsrasse denkt, steckt man tatsächlich in einer Sackgasse.
      Ich beurteile doch Menschen nicht, in dem ich sie bestimmten Rassen zuordne.
      Die Menschwerdung war multiregional.

  30. Bis zu letzten Satz: fesselnd, sogar berührend, eins der besten Gespräche. Lob an Herrn Jebsen, offenbar kennt er sogar die Kunst des Mundhaltens und kann sie gelegentlich auch anwenden.

    Müllers Darstellung der wirtschaftlichen Situation Chinas steht im Gegensatz zu einigen Videos, die ich kürzlich gesehen habe, worin China in den hellsten Farben, auch sehr mitreißend, geschildert wurde. Da steh ich jetzt dazwischen und bin gespannt, welche Erwartungen eher eintreffen. Hier das eine Video: https://youtu.be/1Rb_AwNpoLo
    und das zweiteilige Interview mit Wolfram Elsner: https://youtu.be/ptij2MNrw4s und https://youtu.be/o7q1BWXYzj8 alle bei Weltnetz-TV.

  31. Sehr interessantes Gespräch, wie nicht anders zu erwarten. Qualitativ hochwertig umgesetzt – technisch wie auch inhaltlich. Ich fand auch „Behind the Scenes“ auf Dirk Müllers Website gut, da man hier einmal einen kleinen Einblick hinter die Kulissen von KenFM bekam. So eine Art „Behind the Scenes“ würde ich mir von KenFM auch wünschen. Klar dass ihr euch vielleicht nicht gern in die Karten schauen lasst, aber interessant fände ich es schon mal ein paar „Outtakes“ zusammenzustellen nur um einmal den Werdegang vom Vorgespräch zum fertigen Interview zu sehen. KenFM ist für mich DAS Bildungsfernsehen, was ich bei den ÖR-Anstalten vermisse. Danke ans KenFM-Team.

  32. Klasse! Einziges Defizit aus meiner Sicht: Das Potential und die anarchische Macht der Dezentralisierung, auf welcher der Bitcoin basiert, wird nicht thematisiert. Hierbei hätte die Sichtweise Herrn Müllers, welche zu großen Teilen sinnig erscheint, etwas differenzierter eruiert werden können. Aber vielleicht muss man dafür auch mehr in der eigentlichen BTC-Thematik stecken.

  33. Unsere vermeintliche Marktwirtschaft funktioniert deshalb, weil die großen Akteure der Wirtschaft immer mehr Marktmacht benötigen.
    Dadurch hebeln sie uns im Moment noch in vergleichsweise viel Wohlstand hinein.

    Gleichzeitig kann doch im Schuldgeldsystem neues Geld nur als Schuld nachgelegt werden.
    Dadurch ist unser Geldsystem ein Schneeballsystem. Wir haben viel Wohlstand, weil die Handelsketten immer größer und mächtiger werden und weil wir viel exportieren. Aber ein solcher Wohlstand ist trügerisch.

    Es fehlt im System ständig Verschuldung. Daher hilft die Politik ständig nach. Durch immer mehr künstlich generierte Schulden weitet sich aber auch die Geldmenge immer mehr aus Etwas anderes wäre mit unserem Bankensystem auch gar nicht möglich.

    Ganz nebenbei sind wir dann auch sehr wettbewerbsfähig, wenn wir schließlich auch praktisch gar nicht an den Kapitaleinkünften beteiligt werden und wir für einen immer kleineren Bruchteil einer rasant ansteigenden Geldmenge arbeiten.

    Außerdem sagen es uns die Medien wie die „Welt“ und „Reuters“, dass der Herr Draghi offensichtlich (nur) Inflation bekämpft. Schließlich würde es auch etwas blöd aussehen, wenn es in der Zeitung stünde, dass die EZB den Banken ihre betrügerischen Kreditvergaben aus dem Nichts erleichtert, weil uns doch sonst kein Geld mehr vorgegaukelt werden kann.
    Dass unsere Sparguthaben mit den Anleihenkäufen wertlos werden, verschweigen die Medien ebenfalls.

    Aber seit 2011 glauben wir doch den Medien und die weltweiten Schulden verdoppeln sich immer schneller. In 2014 hatte die Welt noch ca. 100 Billionen US-Dollar Schulden und in 2018 waren es dann rund 250 Billionen US-Dollar.

    Die Medien verschweigen es zudem, dass die EZB in Wirklichkeit nur Geld druckt, damit wir die Illusion bekommen, dass doch durchaus ständig Geld verdient werden kann. Aber unsere Illusion geht nach hinten los, weil wir immer länger arbeiten müssen und trotzdem gleichzeitig immer ärmer werden.

    Die EZB muss deshalb Geld drucken, weil beim Schuldgeldsystem jedes Sparen den Konsummotor irgendwo ausbremst. Mit jedem Sparen fehlt wieder Verschuldung. Das schädliche Sozialisieren von Schulden seitens der Politik reicht mit der Zeit immer weniger aus, um eine künstliche Verschuldung zu generieren und daher greift die EZB immer tiefer in die Trickkiste.

    Die EZB hat unter anderem Staatsanleihen in Höhe von 2,6 Bio. EUR aufgekauft und auch einige andere Instrumente angewendet, wodurch unsere Ersparnisse wie gesagt verschwinden, aber der EuGH beanstandet dies mit seiner Rechtsprechung nicht. Wenn er dies jetzt jüngst getan hätte, dann hätte dies den großen Finanzcrash zur Folge gehabt.

    Wir zögern daher das Desaster immer weiter hinaus und arbeiten insofern immer weniger für uns selbst und immer mehr für die Profite weniger Personen wie Jeff Bezos. Weil es aber die Geldillusion gibt, weil wir es auch gar nicht so richtig wissen, wieviel Geld im Umlauf ist, bemerken wir es auch nicht, dass wir von den vermeintlichen Volksparteien und der Wirtschaft betrogen werden.

    Aber die CDU verkündet es doch auf ihrer Webseite, dass es doch durchaus gelungen war, dass die Arbeitslosigkeit abgebaut und Arbeitsplätze geschaffen wurden.
    Sie hätte es dann zwar auch erwähnen können, dass die Profite zu einem großen Teil nur von rund einem Prozent der Bevölkerung erzielt werden, aber irgendwie hat die CDU dies wohl vergessen zu erwähnen.
    Das viele Sparen der Deutschen ist ein Nullsummenspiel, weil Sparen nur mit den Schulden anderer Personen funktioniert.

    Frau Kamp-Karrenbauer sagt es uns zudem im Handelsblatt, dass die Rente für die Wirtschaft bezahlbar bleiben müsse.
    Sie verwendet das Wort Wirtschaft, als müsste es doch allzu offensichtlich sein, wer für unser aller Wohl sorgt.

    Wenn es schließlich nur der Wirtschaft gut ginge, müssten wir doch nur geringfügige Opfer bringen.

    Dass diese Opfer dann zwar von den normalen Bürgern, aber niemals von den Politikern erbracht werden?

    Die CDU nimmt also die meisten Spenden vom Finanzsektor an und macht eine maximal schädliche Politik. Außerdem argumentiert die Kanzlerin, dass es doch offensichtlich ist, dass wir Volksparteien brauchen.
    Aber leider sitzen dann im Bundestag oft eher doch sehr viele Lobbyisten, die sich zwar pausenlos die Diäten erhöhen, dann aber komischerweise oft für Bürgergespräche gar keine Zeit haben.

    Die CDU hebt zudem die äußerst erfreulichen Exporterfolge hervor. Zudem schrieb Wolfgang Schäuble es auf seiner Webseite, dass Griechenland doch nur wettbewerbsfähiger werden müsste.

    Wie man aber als Regierung eine solche Wettbewerbsfähigkeit erreicht?

    Weil unsere Nationalregierungen jedenfalls keine Kontrolle über das Geld haben, sind unsere Löhne im Vergleich zu der sich wie im Schneeballsystem ausweitenden und auf Schulden basierenden Geldmenge viel zu niedrig.

    Wir glauben es irrig, dass wir mit dem Ausland Handel treiben, wenn wir exportieren.
    Wir tauschen aber mit dem Ausland durchaus keine Geldwerte, sondern drängen das Ausland wegen unserer Ungleichheit beim Geld- und Vermögensbesitz sehr bequem in eine Schuldenfalle hinein, wofür nicht viel Anstrengung erforderlich ist, aber im Ausland entsteht doch das Geld ebenfalls als Schuld, so dass das Ausland dann auch dauerhafte Importüberschüsse hat.

    Dann berichtet auch das Handelsblatt ständig über die Zölle von Donald Trump und weil das Handelsblatt eine dermaßen bekannte Zeitung ist, hinterfragen wir die Richtigkeit der Berichterstattung auch nicht.

    Wir kommen nicht annähernd auf die Idee, dass die großen Medien unsere Meinungen manipulieren und nicht so sehr Gemeinwohlinteressen verfolgen. Schließlich schreiben weisungsgebundene Redakteure und nicht so sehr Normalbürger diese Artikel.

    Dass wir möglicherweise als Deutsche mit unserer aufgeblähten Geld- und Schuldenmenge nur Krisenverursacher sind, weil Banken unsere Wirtschaft mit Geld aus dem Nichts versorgen, wir zudem einen ruinösen Wirtschaftswettbewerb machen und wir auch praktisch gar nicht an den Kapitaleinkünften beteiligt werden, war dem Herrn Schäuble leider entgangen.

    Außerdem hat er doch auch viele Steuerberater sehr üppig in Lohn und Brot gebracht. Ca. 10 % der weltweiten Steuerrechsliteratur ist in deutscher Sprache. Wenn das nicht ein Erfolg ist?

    Aber der Sinn des Kapitals sollte es doch sein, dass Arbeit abgeschafft wird. Aber der Bundestag schafft komischerweise Arbeitsplätze und wir wählen diese Politik trotzdem und werden dabei immer ärmer, was wir aber wegen der Geldillusion nicht sofort bemerken.

    Die Krisenversacher sind also auch beim „Wettbewerb zwischen den Staaten“ erstmal die Krisengewinner. Dies gilt aber nur für begrenzte Zeit.

    Irgendwo erinnert das Wahlprogramm der CDU an dieses „Arbeit macht frei“. Daher ist es für mich unverständlich, dass die Wähler dem breiten Rudel folgen und dies alles ständig mitmachen.

    In Hessen und in Bayern haben die Wähler zwar die CDU /CSU und SPD abgestraft, aber sie müssten auch bei der AfD misstrauisch sein, weil Frau Weidel eine Ex-Goldman-Sachs Mitarbeiterin ist, die zudem ihre Wahlen mit intransparenten Spenden aus den Schweiz bzw. mit facebook-Likes, aber keinesfalls mit korrekten Inhalten gewinnt.
    Schließlich wurde Hitler überhaupt erst mit Spenden von Milliardären möglich. Aber die AfD nimmt doch auch Spenden von Milliardären an.

    Und sagen es uns Bündnis 90/ Die Grünen, dass wir das Bankwesen entmachten sollen? Ich habe diese Forderung bei den Grünen bislang nicht gefunden, selbst wenn Gerhard Schick jetzt die „Finanzwende“ voranbringen will.

    Aber weil es die Tagesschau doch gesagt hat und die Medien im Besitz der Banken ebenso, wählen wir mit der Masse der Wähler und folgen dem Rudel, weil dies sich schließlich nicht irren könnte. Kleine Splitterparteien wie etwa die Piraten sind doch allzu offensichtlich in der Versenkung gelandet.

    Aber unser Rechtsstaat schreitet gegen die Desinformation und die Fehlpolitik der CDU/CSU auch nicht ein, weil Polizei und Justiz entweder die Zusammenhänge nicht verstehen oder einfach nur gegenüber der von den Banken gekauften Politik weisungsgebunden sind.

    Dann rüsten wir auch immer mehr auf, weil es doch offensichtlich ist, dass bei uns sonst Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

    Die CDU schreibt es zudem sogar auf ihrer Webseite in ihre Themen, dass neue Waffensysteme entwickelt werden müssten, weil wir weltweite Verantwortung übernehmen müssen.

    Aber Frau von der Leyen folgt den guten Ratschlägen der Medien blind und bemerkt es auch überhaupt nicht, dass die Banken in Zeiten der Finanzkrise und bei einbrechendem Konsum sonst auch keine Geschäfte machen können.

    Es könnte auch sein, dass sie es weiß, dass ihr Verhalten in Krieg münden muss. Schließlich weiß die US-Regierung es doch auch, was sie da ständig veranstaltet.

    Irgendwo haben sogar Bündnis 90/ Die Grünen die Intervention im Kosovo befürwortet und es wurde von unserer vermeintlichen Umweltpartei auch nicht bemerkt, dass unsere Medien versteckte Kriegspropaganda machen, weil das System auch gar nicht anders funktionieren kann.

    Jedenfalls haben wir derzeit das Dilemma, dass wir vor der Wahl stehen, dass wir die Probleme zum Preis einer rasant ansteigenden weltweiten Verschuldung immer weiter überspannen oder etwa die Geldexpansion der Zentralbanken einfach beenden.

    Wenn wir dies nicht tun, dann müssen die Banken mit der Zeit immer mehr mit Rüstung Geschäfte machen, sich auch weiter die Politik kaufen und die weltweiten Schulden werden sich dann auch immer schneller verdoppeln.

    Falls wir aber die Geldexpansion der Zentralbanken tatsächlich beenden, dann könnte es erstmal einen Bürgerkrieg geben. In Frankreich haben wir bereits eine Vorstufe davon.

    Die Kanzlerin kritisiert zwar die Proteste in Frankreich, aber wenn sie ihre eigenen Politikfehler verstehen würde?
    Ich kann es mir nicht vorstellen, dass sie diese dermaßen wenig versteht.

    Wenn die EZB bzw. die Fed etc. aber immer weitermachen, dann ist das noch viel gefährlicher.

  34. Wie fast immer, – bestes Interview.
    Dirk Müller hab ich 2012 auf einer Finance-Veranstaltung in Wiesbaden gesehen und er hat die Zuhörer-Gemeinde über die Euro-Missbildung aufgeklärt und begeistert. Die Gemeinde war recht schnell gespalten, vom weiter-durch-wurstelnden Prof. der Hochschule bis zu den Studenten. Ähnlich wie es heute auch noch ist.
    Denn alle sogenannten Euro-Retter – die alles unverändert lassen wollten und die bis heute daran glauben. dass „Banken gerettet werden müssen sonst stirbt Europa“, die sind auch bis heute unzugänglich für Weiterbildung im Geiste.

    Dirk wäre z.B. einer, der sich bestens für eine „Regierung der Weisen“ nach dem kommenden Crash eignen würde.
    Übrigens: war da nicht kürzlich eine „Sternstunde“ der Finanzminister der Eurozone, als man beschloss den ESM als Füllhorn flott zu machen ? Und hat nicht 2 Wochen später die ECB beschlossen, dass QE-Programm ab 01.01.2019 einzustellen?
    Nächste Weihnacht wirds was geben.

  35. Danke für das Interview!
    Was ich bestreite: 5-Jahres-Pläne oder küzer oder länger würden funktionieren! Aber nur in einer Gesellschaft, in der statt Gier, Machthunger, Klüngelei und ohne irre Doktrien realistisch an die Aufgaben herangegangen wird. Und es geht nur in einer Welt, in der die USA, samt Vasallen – ihre kranken Geister (alte Weiber und Kerle) in die Urnen verfrachtet werden. Es wäre eine herrliche Welt! Wir müssen diese Machtapparate, Religionen, Börsen und den ganzen Dreck einäschern und von vorn beginnen!

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