Donald Trump und das Land der Morgenröte – Korea

von Willy Wimmer.

In Korea war man daran gewöhnt, täglich den Überschall-Knall amerikanischer Aufklärungsmaschinen zu vernehmen, die mit höchster Geschwindigkeit über Nordkorea hinwegflogen, um letzte Informationen zu erhalten. Der Knall, mit dem die amerikanischen Aufklärer die Schallmauer durchstießen, erschütterte die südkoreanische Hauptstadt Seoul in der Sekunde, in der Nordkorea an der gut 60 Kilometer von Seoul entfernten Grenze über den Besuch der Aufklärungsmaschinen informiert wurde. Ein untrügliches Zeichen dafür, daß der Waffenstillstand von 1953 so fragil war, wie stets seither.

Man wird nachdenklich, wenn man im weltbekannten Waffenstillstandsort mit dem Namen „Panmunjon“ mal auf beiden Seiten der dort unmittelbar durch die Verhandlungsbaracke verlaufenden Grenze gestanden hat. Von der südkoreanischen Seite aus ist es mühsam, mal einen nordkoreanischen Soldaten auf dem Dach des nordkoreanischen Grenzgebäudes zu sehen. Wenn man selbst die Gelegenheit hatte, auf diesem Dach zu stehen und auf die südkoreanische Seite zu blicken, wird einem durchaus „besser“.

Hier muß man keine Soldaten suchen, weil sie mit ihren gespiegelten Brillen wie in einem Science Fiction Film hinter jedem Mauervorsprung stehen. Natürlich gibt es bei uns eine offizielle Lesart zu der Frage, wer den Korea-Krieg angefangen hat. Nordkoreanische Offiziere, mit denen man sich auf dem Dach des Grenzgebäudes unterhalten konnte, hatten dazu auch ihre offizielle Sicht der Dinge. Die war nun einmal anders.

Diese Offiziere zeichneten sich durch eine bei anderen Spitzenmilitärs ebenfalls bekannt nüchterne Sicht der Welt aus. Sie waren glänzend unterrichtet und versetzten den europäischen Besucher alleine deshalb ins Staunen, weil die gängige Vorstellung die ist, es mit einem abgeschotteten Land zu tun zu haben. Weit gefehlt, wie auch politische Gespräche in Pyöngyang mit denen zeigten, die nach ihrem Studium im sächsischen Freiberg höchste Staatsämter in Nordkorea innehatten.

Dem entsprach auch die Erfahrung bei Gesprächen in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Dort saßen an den Gesprächstischen oft genug Dialogpartner, die vor den Gesprächen selbst noch im angeblich verfeindeten Norden gewesen waren. Die Gespräche auf beiden Seiten der Demarkationslinie machten eines deutlich: In beiden Teilen Koreas gibt es ein Empfinden für die jahrtausendelange Geschichte zwischen großen Mächten. Und es gibt ein spezielles Verständnis dafür, daß sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im August 1945 im Pazifik daran nicht viel geändert hat. Die Lage in Korea ist unverändert von der Rivalität der Korea umgebenden Großmächte bestimmt.

Die amerikanisch-südkoreanischen „Team-spirit“ Manöver ist eine Dauerkriegserklärung wie die nordkoreanischen Raketenstarts.

Die Gesamtlage auf der koreanischen Halbinsel ist davon bestimmt, daß alle umliegenden Mächte wie China, Japan, Rußland und Taiwan die status quo Situation auf der koreanischen Halbinsel aufrechterhalten wollen. Einzig die Vereinigten Staaten machen über die jährlich stattfindenden Manöver mit dem Namen „Team spirit“ oder vergleichbar gemeinsam mit ihrem südkoreanischen Verbündeten klar, daß jederzeit aus dem Manöver ein handfester Krieg werden kann. Dadurch machen die vereinigten Bündnispartner den Staaten, die keine Veränderung auf der koreanischen Halbinsel wollen, ihre auf Übernahme gerichtete Absicht jedes Jahr deutlich. Es ist müßig, sich jetzt weit entfernte Gedanken in Europa darüber zu machen, wo die Henne und wo das Ei in dem Endlos-Konflikt in Korea ist. Eines ist jedenfalls für uns sicher.

Unter den gegebenen Umständen ist ein kriegerischer Konflikt auf der Halbinsel die sichere Zündschnur für einen Global-Krieg. Dafür ist es fast nicht nötig, nordkoreanische Raketen, behauptet oder tatsächlich, auf amerikanische Ziele gerichtet zu sehen.

Präsident Trump läßt Bomber über Nordkorea fliegen und beschimpft Peking.

„Miteinander reden“ oder „aufeinander schießen“, auf diese Fragestellung scheint es derzeit hinauszulaufen. Beides ist mit Fragezeichen versehen, bei denen ein Schießkrieg eher in Reichweite zu sein scheint als die von Nordkorea seit Jahrzehnten angestrebten direkten Gespräche zwischen Pyöngyang und Washington. Die Welt steht an mehreren Stellen am Abgrund und die gefährlichsten Zünder liegen derzeit in Washington und Pyönyang.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

Willy Wimmer war Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE 1994-2000 und Leiter der deutschen Delegation bis 2009.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen

48 Kommentare zu: “Donald Trump und das Land der Morgenröte – Korea

  1. Um nochmals klar zu machen, wovon wir hier reden:
    Die offenbar wahnsinnige nordkoreanische Führung droht der Bevölkerung von Guam (die übrigens nicht einmal den US-Präsidenten wählen dürfen, also sogar formal völlig unschuldig an etwaigen Fehlern der US-Politik sind!!) mit einer Atombombe:
    „https://www.usatoday.com/story/life/nation-now/2017/08/08/guam-reacts-north-korea-nuclear-threatilitary/551184001/“.

    Meiner Meinung nach ist das Maß voll. Ich hinterfrage gerade, warum ich damals den Wehrdienst verweigert habe.
    Es geht hier nicht nur darum, dass die Hälfte Koreas quasi in einer Art Geiselhaft ist, sondern darum, dass unschuldige Bürger auf NATO-Territorium von einer wahnsinnigen und völlig arroganten Diktatur mit Atomschlägen bedroht werden.

    Die Typen, die Nordkorea zu Atombomben verholfen haben (wenn Nordkorea nicht nur blufft), hätten meines Erachtens die härtestmögliche Bestrafung verdient. Ich fordere eigentlich nie ‚harte Strafen‘, aber das ist eine Ausnahme.
    Je länger man wartet, umso eher könnte Nordkorea Atombomben einsatzbereit haben.

    Diese Regierung Nordkoreas ist meines Erachtens WIRKLICH wahnsinnig. Man sieht das daran, was sie mit bzw. aus Nordkorea gemacht haben.

    Als Deutscher sollte man wissen, was bezüglich wahnsinniger Regierungen alles möglich ist!

    Die hirnverbrannte Geschichtsvergessenheit der deutschen Rechtspopulisten ignoriert ja nicht nur, dass es nicht mal selbstverständlich ist, als Deutscher nach Belgien oder Frankreich reisen zu können (es WAR vor 1990 für viele Deutsche nicht möglich!), sondern verharmlost auch, welche Gefahr von militaristischen Diktaturen ausgehen kann – obwohl deutschland mit dne Nazis ein ‚Paradebeispiel‘ geliefert hat.

  2. Um nochmals klar zu machen, wovon wir hier reden:
    Die offenbar wahnsinnige nordkoreanische Führung droht der Bevölkerung von Guam (die übrigens nicht einmal den US-Präsidenten wählen dürfen, also sogar formal völlig unschuldig an etwaigen Fehlern der US-Politik sind!!) mit einer Atombombe:
    „https://www.usatoday.com/story/life/nation-now/2017/08/08/guam-reacts-north-korea-nuclear-threatilitary/551184001/“.

    Meiner Meinung nach ist das Maß voll. Ich hinterfrage gerade, warum ich damals den Wehrdienst verweigert habe.
    Es geht hier nicht nur darum, dass die Hälfte Koreas quasi in einer ARt geiselhaft ist, sondern darum, dass unschuldige Bürger auf NATO-Territorium von einer wahnsinnigen und völlig arroganten Diktatur mit Atomschlägen bedroht wird.

    Die Typen, die Nordkorea zu Atombomben verholfen haben (wenn Nordkorea nicht nur blufft), hätten meines Erachtens die härtestmögliche Bestrafung verdient. Ich fordere eigentlich nie ‚harte Strafen‘, aber das ist eine Ausnahme.
    Je länger man wartet, umso eher könnte Nordkorea Atombomben einsatzbereit haben.
    Diese Regierung Nordkoreas ist meines Erachtens WIRKLICH wahnsinnig. Man sieht das daran, was sie mit Nordkorea gemacht haben. Als Deutscher sollte man wissen, was bezüglich wahnsinniger Regierungen alles möglich ist!

  3. „https://www.blick.ch/news/ausland/darum-richtet-der-irre-kim-seine-raketen-auf-guam-die-achilles-insel-der-amerikaner-id7119411.html“

    Es wird höchste Zeit, dass die USA und die NATO hier reagieren.
    Guam gehört – glücklicherweise für die Bewohner dort – zu den USA und nicht zu Nordkorea. Ein Angriff Nordkoreas auf Guam wäre ein kriegerischer Akt gegen die NATO und endgültig eine Grenzüberschreitung.

  4. Aktuell bedroht Nordkorea die USA und droht mit einem Angriff auf Guam.
    Meines Erachtens wäre es wirklich zu überlegen, ob man militärisch gegen Nordkorea vorgeht.
    So wie die USA damals Deutschland und Europa von den Nazis befreit haben! Koreaner sollten endlich auch davon profitieren, dass sie mit dem Westen verbündet sind (Südkorea).

    Da wir eine FREIWILLIGENARMEE haben, sehe ich da kein Problem. ich bin da nicht dabei (bin Kriegsdienstverweigerer).

    Diese Regierung Nordkoreas ist eine Bedrohung für den Weltfrieden.
    Sollte Guam angegriffen werden, ist das ein NATO-Bündnisfall. Dann mus seitens der NATO entsprechend reagiert werden, und das schließt Deutschland und Frankreich ein.
    Hier im Forum würde ich mal empfehlen, zu erkennen, wer in diesem Fall der Täter ist. Das ist sicher nicht die USA, egal, ob da Traump, Clinton oder Obama Präsident ist.

  5. Aktuell bedroht Nordkorea die USA und droht mit einem Angriff auf Guam.
    Meines Erachtens wäre es wirklich zu überlegen, ob man militärisch gegen Nordkorea vorgeht.
    Da wir eine FREIWILLIGENARMEE haben, sehe ich da kein Problem. ich bin da nicht dabei (bin Kriegsdienstverweigerer).

    Diese Regierung Nordkoreas ist eine Bedrohung für den Weltfrieden.
    Sollte Guam angegriffen werden, ist das ein NATO-Bündnisfall. Dann mus seitens der NATO entsprechend reagiert werden, und das schleißt Deutschland und Frankreich ein.
    Hier im Forum würde ich mal empfehlen, zu erkennen, wer in diesem Fall der Täter ist. Das ist sicher nicht die USA, egal, ob da Traump, Clinton oder Obama Präsident ist.

  6. Trump übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen. Anstatt einer klaren Ansage gegen die Regierung Nordkoreas werden US-amerikanische Bürger am Reisen nach Nordkorea gehindert. Trump übernimmt Diktaturmethoden kommunistischer Staaten bzw. der Nazis (die auch Ausreisevisa nötig machten). DAS ist bedenklich.

    • Nicht alles, was als Diktatur bezeichnet wird, ist wirklich eine. Gadhafis Libyen wurde jahrelang in allen Medien als Diktatur etikettiert, er selbst als böser Diktator à la Hitler beschimpft, wie es wirklich dort war, wußten nur die, die dort gewesen waren. Schauen Sie sich doch einmal dieses Video an, dort finde Sie den Beweis:

      Wieso in aller Welt, tolerieren wir die von der US-amerikanischen Regierung und NATO geführten Kriege? Sie verwandeln wohlhabende und funktionierende Staaten in einen einzigen Trümmerhaufen, schaffen für millionen Menschen Tod, Zerstörung, Hunger, Not und Leid!
      https://www.youtube.com/watch?v=zfv3trbexYs

      Nicht alles, was als Demokratie bezeichnet wird, ist auch eine. Als bestes Beispiel mag die Deutsche Demokratische Republik herhalten. Aber auch in den USA und hier in Deutschland herrscht keine Demokratie, sondern vielmehr eine Oligarchie: Die Reichsten haben das Sagen, und es ist vollkommen egal, wen man wählt, es ändert sich absolut gar nichts. Selbst die Grünen, eine einst linke Partei, ist heute vollkommen durchkorrumpiert, die Linke derart von Rechten jeglicher Coleur unterwandert, daß auch hier nichts zu erwarten ist. Die gewählten Politiker in der US-Regierung sind größtenteils selber stinkreiche Leute. Andere hätten gar keine Chance, weil ihnen das Geld fehlt und vor allem, weil sie in den Medien gar nicht vorkommen. Und das ist nicht erst seit der Ermordung Kennedys so, das begann bereits zur Gründerzeit.

      Jeder glaubt, er wisse über die Realität sehr gut Bescheid, sogar der größte Trottel, der allabendlich vor der Glotze hockt, glaubt das. Was soll so eine Aussage anderes mitteilen als: Hey, du kannst mir erzählen was du willst, ich weiß bescheid und lasse mir nichts sagen. Nun denn, wenn Sie meinen, ein Betonkopf mehr oder weniger, daraurf kommt’s nun auch nicht mehr an.

      Es muß Sie ja heftig fuchsen, daß Sie sich im Alleinbesitz der Wahrheit vermuten, wenn Sie hier unter jede Entgegnung gleich fünf eigene umfangreiche Beiträge setzen. Wer soll da noch Lust haben, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen, da müßte man ja fast ein Buch schreiben, um Ihren Schreibschwall zu widerlegen.

    • „Es muß Sie ja heftig fuchsen, daß Sie sich im Alleinbesitz der Wahrheit vermuten, wenn Sie hier unter jede Entgegnung gleich fünf eigene umfangreiche Beiträge setzen. Wer soll da noch Lust haben, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen, da müßte man ja fast ein Buch schreiben, um Ihren Schreibschwall zu widerlegen.“

      Leider gibt es so viele Kritikpunkte. Die Dinge, die ich anmerke, sind grundlegende Fakten, da geht es nicht um ‚Alleinbesitz der Wahrheit‘. Übrigens habe ich bereits geschrieben, dass es meines Erachtens als ersten Schritt genügen würde, wenn Nordkorea Reisefreiheit ermöglichen würde. Dann können die, die die ‚Juche‘-Ideologie, die die Menschen im Wesentlichen als Befehlsempfänger der nordkoreanischen Regierung definiert (bitte selbst die Details nachlesen), toll finden, dort hin und Leute, die das nicht so sehen, können ausreisen.

      Umso erstaunter bin ich – im negativen Sinn – dass Trump das nicht nur nicht fordert, sondern SELBST anfängt, im Stril von Diktaturen die eigenen Leute einzusperren. Das, was Trump macht, hat mit westlicher Politik nichts zu tun und ist der Versuch, Diktaturpolitik in kleinen Schritten zu ‚etablieren‘.

      Zu Gaddafi: Natürlich war Gaddafi, der nach einer protokollierten Aussage vor Gericht übrigens Mitglied der Freimaurersekte war, vom Westen toleriert. Gaddafis Familie und meines Erachtens auch seine engeren Freunde hatten meines Wissens Wohnsitze in Deutschland(!) (während gegen Asylbewerber auch damals schon gehetzt wurde, die von Gaddafi ja ‚zurückgehalten‘ wurden..)).

      Wo in diesem Video ist ein Beweis, dass Gaddafi kein Diktator war? Das Ganze hört sich wie ein Propagandafilm für eine kommunsitische Regierung an (alles kostenlos..).
      Dass Frauen freie Berufswahl haben und dabei unterstützt werden, ist übrigens in vielen islamisch geprägten Ländern ÜBLICH. Sogar in Saudi-Arabien. In solchen Ländern gibt es in der Regel MEHR akademisch tätige Frauen als im Westen! Kennen Sie diesbezüglich nur die Hetze der CSU-Führung und der Bild-Zeitung?

      Das Problem ist die Reisefreiheit. Wie konnten Libyer ins Ausland reisen, als Gaddafi regierte? Ernstgemeinte Frage, ich schaue da mal nach.

      Die Gaddafi-Story ist etwas eigen, das gebe ich gerne zu. Meines Erachtens war Gaddafi kein hochrangiger ‚Freimaurer‘, sondern eher ein Erfüllungsgehilfe, der aber nicht in bedeutendere Strategien eingeweiht war. Gaddafi wollte in der Tat sein Land ab 2010 öffnen, dazu gibt es sogar einschlägige Pressemeldungen und ziemlich bekannt ist auch seine offene und gerne auch offen geäußerte Abneigung gegen die Saudis.
      Danach (ich denke, DESHALB) wurde er abgesetzt. Die Lobbyisten, die hinter Gaddafi standen (und wohl auch hinter seiner Absetzung) wollen kein offenes Libyen mit einem offenen Markt, sondern einen für sie ‚exklusiven‘, abgeschlossenen Staat, dessen Regierung nach ihrer Pfeife tanzt. Diese Dinge zeigen, auf welchem Niveau die westliche Politik momentan leider ist.

    • PS: Ich schreibe hier von Gaddafi in der Vergangenheit. Ich halte es durchaus für möglich, dass er noch lebt, aber seine Identität geändert wurde. Wenn er – was immerhin gerichtsfest festgestellt wurde, wirklich Mitglied der ‚Freimaurer‘ ist, werden die doch wohl Wege gefunden haben, ihren langjährigen Statthalter aus dem Gröbsten zu retten!?

      Links:
      „http://www.iol.co.za/mercury/world/gaddafi-is-a-freemason-lockerbie-trial-told-48871“ (Gaddafi ‚Freimaurer‘)
      „http://www.rp-online.de/leben/reisen/gaddafi-entdeckt-den-tourismus-aid-1.2415862“ (Gaddafi plante Öffnung des Landes, wohl ohne seine Lobbyisten genau vorher zu fragen, ob die das wollen)

    • Wenn Sie meinen … Jeder soll glauben dürfen, was ihm gut tut, so lange er keinem anderen damit schadet oder andere dazu zwingen will, seinem Glauben beizutreten.

  7. Weil hier von ‚Einseitigkeit und Propaganda‘ geredet wird, erwähne ich einmal die bekannten Fakten:
    Knaststaat Nordkorea: „https://www.quora.com/Are-North-Koreans-allowed-to-travel-outside-their-country-If-not-why“
    Allerdings werden Nordkoreaner teilweise im Rahmen von Programmen der Diktatur zum Arbeiten ins Ausland geschickt:
    „http://blog.victimsofcommunism.org/north-koreas-worldwide-slave-ring/“
    „http://www.japantimes.co.jp/news/2017/02/21/asia-pacific/north-koreans-living-working-malaysia-keep-low-profile-likely-not-know-kim-killing/#.WYJnZ7ZpzIU“
    Eine Mischung aus krimineller Mafia und kommunistischer Hardcore-Diktatur, das ist die Regierung Nordkoreas.

    • Ich habe „hier“ von „nichts“ geredet, nur 3 einfache Fragen gestellt:
      1) Wieso haben deutsche Bürger den besten Reisepaß der Welt? 2) Worin besteht das Beste?
      Mich irritiert auch sehr: „Wenn man mit dem Regime von Nordkorea redet, dann muss da wirklich ernsthafter Druck gemacht werden, ich denke, ohne massive Kriegsdrohung bewegt sich da nichts.“ 3) Wer ist denn da „man“?
      Darf ich da noch einmal um Aufklärung bitten?

    • Ich habe die Fragen alle beantwortet, und die Postings stehen auch noch da!

      Aber noch einmal:
      1) und 2) Der deutsche Reisepass ist natürlich deshalb der beste der Welt, weil Deutsche insgesamt am besten visafrei reisen können. „http://www.telegraph.co.uk/travel/lists/most-powerful-passports-in-the-world/“
      Das entspricht dem Ranking der britischen Unternehmensberatung Henley & Partners.
      Worauf ich hinaus will: Es ist mehr als fragwürdig, wenn ausgerechnbet Deutsche, die selbst bezüglich Reisen privilegiert sind, ignorieren, dass die nordkoreanische Diktatur ihre Bürger weitgehend am Reisen hindert.
      3) ‚Man‘ ist die westliche Welt inklusive Deutschland. Gerade Deutsche haben – wenn sie Krieg als Mittel gegen grundrechtswidrige Diktaturen, die nicht verhandeln, ablehnen, und somit völlige Tatenlosigkeit empfehlen und die Diktatur de facto stützen – das Dilemma, dass sie selbst enorm von einer kriegerischen Intervention und einem Regime Change profitiert haben und heute noch profitieren: Nämlich als die USA und die westlichen Verbündeten die Nazidiktatur mit Krieg – dem einzigen Mittel – entmachteten.
      Hätten die Westmächte damals keinen Krieg gegen die Nazis geführt, hätte Deutschland vielleicht heute noch die Nazidiktatur, mit verheerenden Folgen für ganz Europa übrigens.
      Es ist also nicht so einfach, gerade als Deutscher, kriegerische Interventionen einfach auszuschließen!

    • Als „Fakten“ bezeichnet man zumeist das, was man in irgendwelchen Medien gelesen hat. Man kann das Gelesene glauben oder nicht. Konkret wissen Sie erst dann, wenn Sie selber dort gewesen sind, wie es dort ist.

    • Fakten:
      – Nordkorea hat eine Ideologie, die explizit alle Menschen als Befehlsempfänger der nordkoreanischen Führung ansieht (die sogenannte ‚Juche‘-Ideologie, sich selbst geschrieben von Kim Il Sung)
      – Nordkorea sperrt seine Bürger ein und behandelt sie wie Insassen eines Gefängnisses
      – Nordkorea ist in keinster Weise eine offene Gesellschaft
      – Nordkorea bereitet seit 2009 explizit den großen Krieg vor – offiziell, nicht etwa in ‚Hinterzimmern‘. Das derzeitige Motto der offenbar völlig wahnsinnigen Diktaturregierung dort ist ‚Alles für das Militär‘.

      Daraus abzuleitende Fakten:
      – Der Westen steht hier vor dem derzeit häufigen und sehr grundsätzlichen Dilemma. Der Westen kann entweder versuchen, in Nordkorea so etwas wie Grundrechte und Demokratie einzuführen. Das ist waber wahrscheinlich ohne Krieg nicht möglich. Oder der Westen kann der nordkoreanischen Diktatur noch lange zuschauen und seine eigenen Werte damit nicht umsetzen. (Was Donald Trump macht, nämlich ab 1. September US-Amerikanern verbieten zu wollen, dorthin zu reisen, ist keine sinnvolle Option, sondern einfach ein weiterer Beweis, dass Trump westliche freiheitliche Werte weder vertreten kann noch wil).
      – Es ist die Regierung Nordkoreas, die militaristisch bis zum Anschlag ist, und nicht die der USA.

      Das sind Fakten, für die man keine Massenmedien braucht. Und meine Argumente basieren auf diesen Fakten.

  8. Die ‚Status quo‘-Situation auf der koreanischen Halbinsel ist die, dass der nördliche Teil Koreas eine kommunistische Diktatur ist, die ihre ‚Bürger‘ einsperrt und sie wie die Insassen eines großen Konzentrationslagers behandelt.
    Nordkorea wird trotz der kommunistischen Ideologie de facto von einer völlig rücksichtslosen Herrscherclique totalitär regiert, wie auf Kuba sieht man – auch als weiteren Beweis dafür, dass Kommunismus nicht funktioniert – dass die politische Führung familiär vererbt wird wie im Monarchismus.
    Wenn es einen Staat gibt, bei dem eine wirkliche Intervention berechtigt wäre, ist es Nordkorea.
    Wie ist es einzuordnen, wenn deutsche Bürger, die die besten Reisepässe der Welt haben, die Tatsachen bezüglich Nordkoreas, dessen Bürger oft nicht einmal Familienmitglieder in Südkorea besuchen dürfen, einfach ignorant leugnen?
    Wie ist es einzuordnen, dass angeblich ‚alternativ Denkende‘ China sogar ein legitimes Interesse zugestehen, aus rein geopolitischen Gründen die Diktatur in Nordkorea zu stützen, anstatt China dafür schärfstens zu kritisieren?
    Da Nordkorea in der Tat ein Produkt des Korea-Krieges ist – der daher nicht als wirklicher Erfolg gelten kann – haben die Weltmächte hier Korrekturbedarf.

    Und reden wird man mit dem Diktaturregime in Nordkorea nicht können, Nordkorea ist nicht Saudi-Arabien, das zwar auch eine Diktatur ist, aber ganz anders funktioniert. Wenn man mit dem Regime von Nordkorea redet, dann muss da wirklich ernsthafter Druck gemacht werden, ich denke, ohne massive Kriegsdrohung bewegt sich da nichts.

    Übrigens glaube ich nicht wirklich, dass Trump sich da engagiert. Bzw. es würde mich wundern, wenn da mehr als Mediengetöse passieren würde. Denn wenn die Diktatur in Nordkorea fällt, ‚verlieren‘ Politiker wie Trump einen weiteren ‚Feind‘, und dann wird die Diskussion sich – endlich – um ideologische Feinde wie Saudi-Arabien drehen, mit denen die USA und besonders die Trump-Regierung aber ENG VERBÜNDET sind. Strategisch nützt ein Nordkorea im ‚Status Quo‘ der Trump-Regierung, ich wäre daher wirklich erstaunt, wenn die Trump-Regierung trotzdem im Sinne der Koreaner, die nicht im Knast leben wollen, interveniert.

    • Wieso haben deutsche Bürger den besten Reisepaß der Welt? Worin besteht das Beste?
      Mich irritiert auch sehr: „Wenn man mit dem Regime von Nordkorea redet, dann muss da wirklich ernsthafter Druck gemacht werden, ich denke, ohne massive Kriegsdrohung bewegt sich da nichts.“ Wer ist denn da „man“?
      Darf ich da mal um Aufklärung bitten?

    • Die Bundeszentrale für Politische Bildung stellt ein Kriterium bereit, das als Faustregel für eine Unterscheidung von ‚Propaganda‘ und ‚Nachrichten‘ in den Medien und damit für eine Identifikation von Aktualindoktrinationen sehr nützlich ist: „Charakteristisch für Propaganda ist es, dass die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht dargelegt und Meinungen und Informationen vermischt werden.“ Nach diesem einfachen Kriterium muß der weit überwiegende Teil dessen, was uns die Leitmedien als ‚Nachrichten‘ anbieten, als Propaganda klassifiziert werden.
      bpb.de/gesellschaft/medien/krieg-in-den-medien/130697/was-ist-propaganda

      Aus dem Vortrag von Professor Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk – Demokratie-Management durch Soft-Power-Techniken
      kenfm.de/rainer-mausfeld-die-angst-der-machtelite/
      uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

      Unter diesem Gesichtpunkt müssen auch so manche von Propaganda manipulierte Kommentatoren klassifiziert werden …

    • Ich liebe Klugscheisser, die genaz genau wissen was so weltweit abgeht. Die alles glauben was ihnen die Lügenpresse vorkaut und dann einztrichtert..

      Wie oft und wie lange waren sie denn in Süd- und Nord Korea?

    • „Wieso haben deutsche Bürger den besten Reisepaß der Welt? Worin besteht das Beste?“
      Ja, worin wohl?! Die Antwort ist doch selbstverständlich:
      Dass deutsche Bürger am besten visafrei reisen können und die insgesamt besten Reisemöglichkeiten ins Ausland haben. Deutsche stehen sogar insgesamt besser als US-Bürger da. Das wird jedes Jahr von einer britischen Unternhemensberatung ermittelt, nach einem festen Rating. Google hilft!

      „Mich irritiert auch sehr: „Wenn man mit dem Regime von Nordkorea redet, dann muss da wirklich ernsthafter Druck gemacht werden, ich denke, ohne massive Kriegsdrohung bewegt sich da nichts.“ Wer ist denn da „man“?
      Darf ich da mal um Aufklärung bitten?“

      Ja, natürlich: Nordkorea ist eine militaristische totalitäre Diktatur, bei deren Führung ich eine gewisse Art des Wahnsinns nicht ausschließen kann. Die Führung Nordkoreas besteht aus der Familie/der Nachfahren des Diktators Kim Il Sung und deren handverlesenen kriminellen Getreuen, deren ‚Commitment‘ nach meiner Einschätzung wohl größer ist als die von westlichen Beamten oder sogar von europäischen Diktaturschergen wie damals im Ostblock oder in Jugoslawien/Albanien. Und die auch nicht so auf oberflächlichen Konsens aus sind wie etwa die Saudis.

      Mit solchen Typen kann man ggf. GAR NICHT verhandeln – meines Erachtens jedenfalls nicht ohne massive Kriegsdrohung.
      Das ist nicht das, was ich will, sondern LEIDER wohl die simple Wahrheit. Und das macht es so schwierig.

      Wenn Trump die Wiedervereinigung Koreas hinbekommen würde, wäre er trotz allem ein großer Staatsmann. Ich bezweifle allerdings, dass er das überhaupt werden will. Ich halte Trump für einen hinter seiner FAssade eiskalten ‚Eliten’politiker, der das Schicksal von Nationen den von seinen Lobbyisten gewollten Spielchen unterordnet. Siehe kürzlich/gerade eben die Katar-Krise. Daher glaube ich nicht, dass Trump wirklich gegen Nordkoreas Regierung vorgeht. Vielmehr „dient“ diese Diktatur Nordkorea den Strategen der aktuellen US-Regierung gut als Ablenkung von den mit den USA ganz offen verbündeten Diktaturen. Wäre Korea wiedervereinigt als Demokratie, würde sich der Diskussionsfokus endgültig zu den Saudis und damit direkt zu Trump hin verschieben..!

    • Um zu sehen, dass Nordkorea eine Knaststaat-Diktatur ist, braucht man nur die offensichtlichsten Tatsachen wahrzunehmen. Ich fahre nicht touristisch nach Nordkorea, solange die Reisebüros, die das organisieren, vorschreiben, dass man sich vor der Statue des großen Diktators verbeugt. Es ist – organisiert und unter strengster „Aufsicht“ – recht einfach, nach Nordkora zu reisen – einfacher als als Tourist nach Saudi-Arabien (anderes Thema)!
      Aber eben mit dieser Bedingung, dem Diktator zu huldigen – wahrscheinlich verkauft die Reiseagentur die Touristen in Nordkorea als ‚westliche Anhänger der nordkoreanischen Regierung‘ und bekommt so die Visa.
      In Südkorea war ich tatsächlich schon.. Ist gar nicht so ‚one‘, Südkorea hat z.B. eine rigide Wehrpflicht. Korea hat in keinster Weise so profitieren können wie Deutschland. Wie so oft betont: Deutsche können den USA wirklich dankbar sein, Deutschland ist eines der ganz wenigen Länder auf der Welt, die wirklich gut mit den USA stehen. Auch im Vergleich zu offiziellen US-Verbündeten wie Korea oder Israel.

    • „Wer ist denn da „man“?“

      Natürlich die westlichen Mächte einschließlich Deutschland. Der Westen steht vor dem bekannten Dilemma, wenn er mit solchen Diktaturen wie Nordkorea konfrontiert ist: Natürlich will fast niemand wirklich heute noch Krieg, und erst recht will wohl fast niemand eine etwaige nukleare Eskalation, die ein beispielloses Desaster werden könnte.
      Andererseits sind Staaten wie Nordkorea eben grundrechtsfeindliche Diktaturen. Und gerade Deutsche können sich heute bedanken, dass die USA zum Mittel des Krieges gegriffen haben. Sonst wären ggf. HEUTE NOCH die Nazis an der Macht in Deutschland. Dass dem nicht so ist, ist möglicherweise nur der Intervention der Westmächte (und der Sowjetunion) zu verdanken. Leider hat China heute auch nicht die Macht der damaligen Sowjetunion, wo Gorbatschow und seine Verbündeten ja de facto den Ostblock friedlich abwickelten. Und die chinesische Regierung WILL offenbar nicht einmal die Diktatur in Nordkorea beenden. Das bedeutet, der Westen hat wohl die „Wahl“ zwischen Duldung einer Knast-Diktatur und kriegrischer Intervention. Das liegt auch am Versagen Chinas, deren Regierung dafür schärfste Kritik verdient und bestimmt kein ‚Verständnis‘.

    • Hartz_IV-Empfänger werden ebenfalls wie Gefangene behandelt. Sie dürfen die Stadt, in der sie leben, nicht ohne Erlaubnis verlassen. Häufig werden Urlaubsreisen erst ein bis zwei Tage vor Beginn genehmigt. Wer dabei erwischt wird, sich ohne Genehmigung außerhalb der Stadt aufzuhalten, verliert sofort und ohne Gnade jeglichen Leistungsanspruch, und zwar für immer. Deutschland ist daher eine Diktatur, die alle Menschen, die sich nicht mehr vermarkten lassen, wie Verbrecher behandelt.

  9. Weitere Hinweise zum Koreakrieg finden sich in den folgenden Werken

    Soon Ok Lee: Lasst mich eure Stimme sein! Sechs Jahre in Nordkoreas Arbeitslagern
    Ich kann es immer noch nicht recht glauben, dass ich noch lebe. Wenn ich in Südkorea durch die Straßen gehe, sitze oder schlafe, muss ich immer wieder daran denken, was ich durchgemacht habe. Das Gefängnis, in dem ich war, kann ein normal Sterblicher sich nicht vorstellen. Es war eine Grube des Todes, ein Ort, wo die Wächter von einem verlangten, dass man sein Menschsein ablegte, wenn man durch die Tür kam.
    irwish.de/pdf/Soon_Ok_Lee-Nordkoreas_Arbeitslager.pdf

    David Talbot: Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung
    Während des Präsidentschaftswahlkampfs 1952 bewies Dulles seine Loyalität gegenüber Eisenhower und Nixon, indem er dem republikanischen Gespann über CIA-Tarngruppen Geld zukommen ließ und peinliche Geheimdienstberichte über den Umgang der Administration Trumans mit dem Koreakrieg an die Medien durchsickern ließ – eklatante Verletzungen der CIA-Regularien, die dem Geheimdienst jede Einmischung in die Innenpolitik verbieten. …
    Bei einer Krise nach der anderen drängte Foster den Präsidenten, einen Atomschlag in Erwägung zu ziehen, darunter auf dem Kulminationspunkt des Koreakriegs 1953, zur Unterstützung der bedrängten Franzosen in der Schlacht von Dien Bien Phu in Vietnam, beim Nervenkrieg mit China um die Kinmen- und Matsu-Inseln im selben Jahr und bei der Konfrontation mit den Sowjets in der Berlin-Krise 1958. An verschiedenen haarsträubenden Momenten in diesen Krisen schien Eisenhower geneigt, Fosters Rat zu folgen, und wurde nur von den alarmierten Einsprüchen alliierter Politiker oder den besonneneren Reaktionen der chinesischen und sowjetischen Regierungen davon abgebracht.
    irwish.de/pdf/Talbot-Schachbrett_des_Teufels.pdf

    Holger Afflerbach: Die Kunst der Niederlage – Eine Geschichte der Kapitulation
    Mit guten Gründen warnt Sven Chojnacki nach einem Blick auf die Kriege nach 1945 davor, «alte innerstaatliche Kriege zu vernachlässigen oder zwischenstaatliche Kriege gar als historisches ‹Auslaufmodell› anzusehen». In den zwischenstaatlichen Kriegen nach 1945 galten sehr ähnliche Regeln des Aufgebens wie in den Kriegen zuvor, so etwa im Koreakrieg, in dem Nord- und Südkorea, die Vereinten Nationen sowie die Volksrepublik China kämpften. Dieser Konflikt hatte zwar nicht ausgegriffen, etwa durch die Einbeziehung chinesischen Territoriums in die Kriegshandlungen, war aber auf koreanischem Boden beidseitig mit großer Härte geführt worden. Der amerikanische Luftwaffengeneral Curtis Le May sagte: «Wir haben fast jede Stadt in Nord- und Südkorea niedergebrannt. Wir haben über eine Million koreanischer Zivilisten getötet und mehrere Millionen aus ihren Häusern vertrieben.» Am Ende der Kämpfe waren 900.000 chinesische, je mehr als eine Million nord- und südkoreanische Soldaten und 54.000 Amerikaner gefallen. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die Waffenstillstandszeremonie am 27. Juli 1953 in Panmunjom denkbar frostig verlief; kein Wort wurde gewechselt und es gab keinen Handschlag, während die Dokumente in chinesischer, englischer und koreanischer Sprache unterzeichnet wurden. Hinterher mahnte der Oberkommandierende der UN-Streitkräfte, General Clark, dass der Konflikt nicht vorbei sein werde, bevor die Regierungen eine feste politische Übereinkunft erzielt haben würden, und General Taylor, der Befehlshaber der 8. Armee, unterstrich, dass ein Waffenstillstand «kein Grund zu ungezügelter Freude» sei. Eine Besonderheit dieses Krieges war, dass sich mehrere tausend chinesische und nordkoreanische Kriegsgefangene weigerten, nach Hause zurückzukehren. Der Waffenstillstand dieses unentschiedenen Krieges und die eisige Atmosphäre zwischen den Kontrahenten dauern bis heute an.
    irwish.de/pdf/Afflerbach-Kunst_der_Niederlage-Geschichte_der_Kapitulation.pdf

    Helmut Altrichter: Kleine Geschichte der Sowjetunion 1917–1991
    Der Kalte Krieg, seine ideologischen und machtpolitischen Rivalitäten drohten wiederholt, in einen offenen Konflikt zwischen den sich formierenden Blöcken, in einen dritten Weltkrieg umzuschlagen. Besonders brisant erschien die Lage in der Mitte Europas und in Ostasien. In der Mitte Europas wurde Deutschland, einst Klammer der Allianz, zum Sinnbild und Gradmesser ihrer Gegensätze; an ihnen zerbrach das gemeinsame Besatzungsregime. Die Gegensätze schlugen sich nieder in der Ausbildung unterschiedlicher Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme und führten 1948/49 zur Gründung zweier separater, in die Machtblöcke integrierter deutscher Staaten. War in der Mitte Europas der Status quo damit fixiert, schien er sich in Ostasien wenig später zugunsten der östlichen Seite zu verschieben: Im Frühjahr 1949 siegten die Kommunisten in China, und ein Jahr später unterstützten sie nordkoreanische Streitkräfte bei ihrem Angriff auf den Süden des Landes. Mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrates (der sowjetische Delegierte nahm an der Sitzung nicht teil) griffen die USA zugunsten Südkoreas ein; Ergebnis war auch hier die Festschreibung der Teilung.
    irwish.de/pdf/Altrichter-Kleine_Geschichte_Sowjetunion.pdf

    Anne Applebaum: Der eiserne Vorhang – Die Unterdrückung Osteuropas 1944-1956
    Obwohl aber die Idee einer »totalen Kontrolle« heute grotesk, lächerlich, übertrieben oder töricht erscheinen mag und obwohl das Wort selbst vielleicht seine Fähigkeit zu schockieren verloren hat, muss man in Erinnerung behalten, dass »Totalitarismus« mehr ist als eine vage definierte Beleidigung. Es hat wirklich Regime gegeben, die eine totale Kontrolle anstrebten. Wenn wir sie verstehen wollen – wenn wir die Geschichte des 20. Jahrhunderts verstehen wollen –, müssen wir untersuchen, wie der Totalitarismus funktionierte, in der Theorie wie in der Praxis. Außerdem ist das Konzept der totalen Kontrolle nicht völlig aus der Mode gekommen. Das nach stalinistischem Vorbild organisierte Regime Nordkoreas hat sich seit 1948 wenig verändert. Obwohl neue Technologie es heute schwieriger erscheinen lässt, totale Kontrolle anzustreben, geschweige denn zu verwirklichen, können wir nicht sicher sein, dass Mobiltelefone, Internet und Satellitenfotos nicht auch Kontrollinstrumente von Regimen werden können, die ebenfalls »umfassend« sein wollen. Der Begriff »Totalitarismus« bleibt eine nützliche und notwendige empirische Beschreibung. Er ist reif für eine Renaissance.
    irwish.de/pdf/Applebaum-Der_eiserne_Vorhang.pdf

    Antony Beevor: Der Zweite Weltkrieg
    Da Hitler in dem kommenden Krieg gegen die Sowjetunion dringend Verbündete brauchte, schloss er im November 1936 den Antikominternpakt mit Japan. Dieses hatte seine koloniale Expansion im Fernen Osten bereits im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts begonnen. Den Niedergang der Monarchie in China nutzend, setzte sich Japan in der Mandschurei fest, eroberte Taiwan und okkupierte Korea. Als es im Krieg von 1904/05 auch noch einen Sieg über das zaristische Russland errang, wurde es zur stärksten Militärmacht in der Region. Der Börsenkrach an der Wall Street und die Weltwirtschaftskrise heizten in Japan antiwestliche Stimmungen an. Eine zunehmend nationalistisch eingestellte Offizierskaste betrachtete Korea, die Mandschurei und China – ähnlich wie die Nazis die Sowjetunion – als eine Landmasse und eine riesige Bevölkerung, die unterworfen werden mussten, um das eigene Volk zu ernähren. …
    Nach dem Massaker und den Massenvergewaltigungen von Nanjing forderten die japanischen Militärbehörden weitere 3000 Frauen »für den Gebrauch der Armee« an. Nach der Einnahme von Suzhou im November wurden allein aus dieser Stadt über 2000 Frauen verschleppt. Neben jenen, die gegen ihren Willen in China zu diesen Diensten gezwungen wurden, brachten die Japaner auch aus ihrer Kolonie Korea Frauen in großer Zahl ins Land. Ein Bataillonskommandeur der 37. Division führte drei Chinesinnen als seine persönlichen Sklavinnen bei seinem Stab mit sich. Er ließ ihnen den Kopf kahl scheren, damit sie wie Männer aussahen und nicht auffiel, wofür er sie benutzte. …
    In der Nähe der Changi-Kaserne wurde der eingelagerte Stacheldraht, den die Briten für Verteidigungsstellungen nutzen wollten, jetzt für ein Lager alliierter Kriegsgefangener verwendet. Sie mussten sich an den Straßen aufstellen, um die Staffage für eine Siegesparade zu Ehren von General Yamashita abzugeben, der sich jetzt »Tiger von Malaya« nennen ließ. Das Raffles-Hotel wurde zu einem Bordell für hohe Offiziere umfunktioniert. Die »Trostfrauen«, die hier arbeiten mussten, schaffte man entweder gewaltsam aus Korea herbei, oder es waren hübsche junge Chinesinnen, die man einfach von der Straße holte.
    irwish.de/pdf/Beevor-Der_Zweite_Weltkrieg.pdf

    Um diesen Beitrag nicht allzu lang werden zu lassen, verzichte bei in den weiteren Literaturhinweisen auf Textauszüge:

    Christopher Clark: Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
    irwish.de/pdf/Clark-Schlafwandler.pdf

    John Darwin: Das unvollendete Weltreich – Aufstieg und Niedergang des Britischen Empire 1600-1997
    irwish.de/pdf/Darwin-Das_unvollendete_Weltreich.pdf

    Dan Diner: Das Jahrhundert verstehen 1917-1989 – Eine universalhistorische Deutung
    irwish.de/pdf/Diner-Das_Jahrhundert_verstehen.pdf

    Dieter Kuhn: Ostasien bis 1800
    irwish.de/pdf/Kuhn-Ostasien-1800.pdf

    Jürgen Paul: Zentralasien
    irwish.de/pdf/Paul-Zentralasien.pdf

    Marc Frey: Geschichte des Vietnamkriegs – Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums
    irwish.de/pdf/Frey-Geschichte_Vietnamkrieg.pdf

    Elke Fröhlich: Der Zweite Weltkrieg – Eine kurze Geschichte
    irwish.de/pdf/Froehlich-Der_Zweite_Weltkrieg.pdf

    Akira Iriye und Jürgen Osterhammel: Die globalisierte Welt 1945 bis heute
    irwish.de/pdf/Iriye+Osterhammel-Globalisierte_Welt.pdf

    Yang Jisheng: Grabstein Mùbei – Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958-1962
    irwish.de/pdf/Jisheng-Grabstein.pdf

    John Keegan: Der Zweite Weltkrieg
    irwish.de/pdf/Keegan-Der_zweite_Weltkrieg.pdf

    Wolfgang Krieger: Geschichte der Geheimdienste – Von den Pharaonen bis zur NSA
    irwish.de/pdf/Krieger-Geschichte_Geheimdienste.pdf

    Jörn Leonhard: Die Büchse der Pandora – Geschichte des Ersten Weltkriegs
    irwish.de/pdf/Leonhard-Buechse_Pandora.pdf

    Selbstverständlich ist diese Liste weder komplett noch repräsentativ für all die anderen zahlreichen Publikationen, die sich in irgend einer Weise mit Korea und den kriegerischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Korea befassen.

  10. Werter Herr Wimmer, ich gehöre nicht zu denen die des öfteren der Alters-Weisheit zu viel Respekt erweisen, aber bei Ihnen mache ich eine Ausnahme, sie erinnern mich an Scholl Latour…

    Was Sie schreiben stimmt von Anfang bis Ende, das einzige was man vielleicht noch hinzufügen sollte ist, dass die derzeitige Motivation für die US Politik der mehr als nur drohende Abstieg von der Stellung als einzige Welt World Super Power ist.

    Und ich persönlich bekomme derzeit mehr und mehr den Eindruck, dass die Amerikaner sich dem Punkt nähern, an dem ihnen als einziges vebliebenes Mittel nukleare Kriege, in Korea gegen China, und in Europa gege Russland, akzeptabel sein werden!
    Der Einzug eines Militärs nach dem anderen ins Weisse Haus spricht da ebenfalls dafür…

    • Diesem Eindruck kann auch ich mich nicht verschließen, zumal bereits in der Vergangenheit zahlreiche Militärs und Geheimdienstchefs (z.B. Dulles) nur allzu begierig auf den Einsatz von Atombomben waren. Daran hat sich bis zum heutigen Tag nicht das Geringste geändert.

      Das größte Problem, das ich bei all dem sehe – und das betrifft im Grunde alle Nationen, die sich an Raubzügen in Vergangenheit und Gegenwart beteiligt haben –, besteht darin, daß fast überall die jeweilige Bevölkerung keine Kriege will, weder im eigenen Land noch in anderen Ländern, die Kriege aber dennoch stattfinden. Im letzten wie auch in diesem Jahrhundert hat es keinen einzigen Tag gegeben, wo nicht irgendwo auf der Welt Krieg herrschte.

      Doch all die Menschen, die niemals gelernt haben, ihre eigenen Posen und Selbstdarstellungen im Alltag zu hinterfragen und zu durchschauen, erkennen schon deshalb nicht die Posen ihrer Anführer und Polit-Darsteller. Sie fallen regelmäßig darauf herein, wenn der eine oder andere meint, man müsse jetzt aber aus „humanitären Gründen“ – wie das die USA seit dem Ersten Weltkrieg vorgeben – da und dort hineinmarschieren und den Segen der Demokratie verbreiten. Was heutige „Demokratien“ tatsächlich sind, muß ich Ihnen bestimmt nicht erläutern. Mit Volkswillen, Volksregierung und Volksgewalt jedenfalls haben sie nichts zu tun, mit letzterem nur insoweit, daß man die jeweiligen Bürger bereits inländisch gegeneinander aufhetzt, um Einigheit unter den „normalen“ Menschen zu vermeiden. Die Leute wissen größtenteils gar nicht, wie ihnen geschieht.

    • Hätten die USA und die westlichen Verbündeten die Nazis, mit denen man (ebenfalls?) nicht verhandeln konnte, nicht mittels Krieg – dem absolut komplett entmachtet, wäre Deutschland gegebenenfalls heute noch eine Nazidiktatur.

      Es ist eben nicht so einfach!

      Sogar die Sowjetunion muss man da positiv erwähnen, die ‚DDR‘ war zwar auch eine Diktatur, aber keine ganz so schlimme wie die Nazidiktatur. Analog wäre es wohl für die Nordkoreaner schon ein Riesenfortschritt, wenn China daraus eine moderate sozialistische Diktatur a la früherer Ostblock machen würde! Ideal wäre natürlich eine Wiedervereinigung kmit Südkorea als Demokratie.

    • Hätten die USA und die westlichen Verbündeten die Nazis, mit denen man (ebenfalls?) nicht verhandeln konnte, nicht mittels Krieg – dem absolut einzigen Mittel – komplett entmachtet, wäre Deutschland gegebenenfalls heute noch eine Nazidiktatur.

      Es ist eben nicht so einfach!

      Sogar die Sowjetunion muss man da positiv erwähnen, die ‚DDR‘ war zwar auch eine Diktatur, aber keine ganz so schlimme wie die Nazidiktatur. Analog wäre es wohl für die Nordkoreaner schon ein Riesenfortschritt, wenn China daraus eine moderate sozialistische Diktatur a la früherer Ostblock machen würde! Ideal wäre natürlich eine Wiedervereinigung kmit Südkorea als Demokratie.

    • Thatsit meinte am 3. August 2017 um 01:46

      Hätten die USA und die westlichen Verbündeten die Nazis, mit denen man (ebenfalls?) nicht verhandeln konnte, nicht mittels Krieg – dem absolut einzigen Mittel – komplett entmachtet, wäre Deutschland gegebenenfalls heute noch eine Nazidiktatur.

      Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Dient Ihnen hier nicht die »Befreiung« Deutschlands, vorwiegen durch die Russen, als Rechtfertigung für all die Greueltaten, die in US-Amerikanischem Namen seit Beginn des ersten Weltkriegs begangen wurden?

      Thatsit meinte weiterhin am 3. August 2017 um 01:46
      Es ist eben nicht so einfach!

      Für Sie offenbar schon. Vermutlich ist Ihnen ebenso wie der Öffentlichkeit nicht bekannt, daß Amerikanische Banker und Finanzmagnaten den Aufstieg Hitlers und seiner Nazi-Schläger erst ermöglicht hatten. Im Vordergrund stand die seit langem gültige Doktrin, Deutschland und Rußland stets voneinander fernzuhalten, damit diese Länder niemals miteinander kooperieren können. Zudem war der amerikanischen Rüstungsindustrie bereits vor dem ersten Weltkrieg klargewesen, wie am meisten Profit zu erzielen sei: Man hetzte zwei Länder gegeneinander und verkaufe beiden Seiten Waffen.

      Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?
      Dichter, Gönner, Magier – Dietrich Eckart 1920
      Der Schriftsteller Dietrich Eckart, ein depressiver morphium- und alkoholsüchtiger Frauenhasser, jener Mann, der nach Hitlers eigenem Bekunden die größte Bedeutung für seinen Lebensweg hatte, weiht den jungen Revolutionär nicht nur in schwarzmagische Riten ein, sondern öffnet ihm auch finanziell immer wieder Türen. Zu seinen frühesten Gönnern gehört das Ehepaar Edwin und Helene Bechstein, Miteigentümer der berühmten Pianofabrik C. Bechstein. Helene Bechstein nimmt den jungen Hitler unter ihre Fittiche, bringt ihm Benehmen bei und die richtige Art, sich zu kleiden. Immer wieder gibt sie ihm Geld; einmal die stolze Summe von 45.000 Mark als Darlehen, die er in gegenseitigem Einverständnis aber nie zurückzahlt. Sie überlässt ihm auch wertvolle Kunstgegenstände, die Hitler als Sicherheit einsetzt, wenn er Kredite braucht. Eckart leiht Hitler ebenfalls Geld, beispielsweise, als dieser im Herbst 1922 zwei Lastkraftwagen kauft.
      http://sauber.50webs.com/kapital/
      https://www.zeitenschrift.com/artikel/wer-finanzierte-hitler

      http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr242.htm

      Wer Hitler finanzierte
      Schon lange vor der Machtergreifung Hitlers war in Deutschland die Wiederaufrüstung geplant und hatte das Militär projektiert, die Armee von sieben auf 21 Divisionen zu erweitern. Das dürfte den USA schwerlich unbekannt geblieben sein. Von 8 1/3 Millionen Reichsmark Gesamtausgaben des Deutschen Reiches … entfielen 1928/29 nicht weniger als 65,5 Prozent zur Deckung der Folgen des letzten Krieges und zur Vorbereitung eines neuen. Es waren dieselben Wallstreet-Kreise, die schon 1917 die bolschewistische Revolution finanziert hatten, die auch Hitler beisprangen, in der einzigen Absicht, seine Machtergreifung, seine Aufrüstung sowie den nächsten Weltkrieg zu ermöglichen und damit für sie selbst noch riesigere Gewinne als im letzten zu erwirtschaften. Dieselben Wallstreet-Kreise übrigens, die nach 1945 auch den Kalten Krieg schürten und die großen Nutznießer der Remilitarisierung der deutschen
      Bundesrepublik wurden.
      http://www.wahrheitssuche.org/hitler.html

      Finanzierung Hitlers durch die Familie des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush
      Hitlers Privatarmee, die SA, war schon vor 1933 komplett mit nagelneuen Remington-Pistolen, Made in USA, ausgerüstet. Das General Motors gehörende, Mitte der 30er Jahre eröffnete LKW-Werk Brandenburg, eine der größten Autofabriken der Welt, die ausschließlich Militärfahrzeuge herstellte, wurde erst ganz am Ende des Kriegs bombardiert, als es der Roten Armee in die Hände zu fallen drohte. Der Großvater des ehemaligen US-Präsidenten, Prescott Bush, stand wegen seiner Geschäfte mit Hitler-Deutschland vor Gericht, sein Vermögen wurde beschlagnahmt. Im „Skull & Bones“-Geheimorden der Yale-Universität, dem Prescott, George und George W. Bush angehören und dessen finstere Ideologie in den offiziellen Biographien allenfalls gestreift wird, waren es die Bones-Brüder Prescott Bush und sein Kollege Harriman, die nicht nur das Vermögen des Nazi-Finanziers und Stahlmagnaten Fritz Thyssen verwalteten, sondern auch auf andere Weise gezielt in den Aufbau des Hitler-Regimes und der kriegswichtigen Industriebranchen investierten. (Webster G. Tarpley & Anton Chaitkin: George Bush:The Unauthorized Biography).
      https://www.pravda-tv.com/2013/06/finanzierung-hitlers-durch-die-familie-des-ehemaligen-us-prasidenten-george-w-bush/

      Wie der Weltkrieg der Nazis finanziert wurde
      Oder etwas anders formuliert: „Während sich die Soldaten ihrer Länder gegenseitig abschlachteten, sassen Reichsbankpräsident Walther Funk, Gouverneur Vincenzo Azzolini von der Banca d’Italia und Gouverneur Montagu C. Norman von der Bank of England friedlich im Verwaltungsrat der BIZ… Vollamtlicher Bankpräsident vom Januar 1940 bis Juni 1946 und Bindeglied zur Federal Reserve Bank of New York war der US-amerikanische Bankier Thomas H. McKittrick.“ So steht es in der Einleitung des Buches „Bankgeschäfte mit dem Feind – Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im Zweiten Weltkrieg – Von Hitlers Europabank zum Instrument des Marshallplans“ – verfasst von Gian Trepp.
      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21134

      … und viele weitere Hinweise, die Sie leicht selbst auffinden können, indem Sie z.B. bei Google die beiden Suchbegriffe finanzierung hitler eingeben.

      Die unter den obigen Links dargestellten Informationen decken sich nur teilweise mit all der verfügbaren Literatur über Hitlers Aufstieg an die Macht, es gibt zahlreiche Publikationen, die solche Details nicht berücksichtigen. Lesenswert ist auf jeden Fall:

      http://www.irwish.de/pdf/Carmin-Das_schwarze_Reich.pdf
      http://www.irwish.de/pdf/Haffner-Anmerkungen_Hitler.pdf
      http://www.irwish.de/pdf/Sutton-Wall_Street_and_Rise_Hitler_english.pdf
      http://www.irwish.de/pdf/Urwand-Pakt_Hollywoods_Geschaefte_Hitler.pdf

    • Nachtrag:

      So innig verschrieb sich Foster Dulles der lukrativen ökonomischen Wiederbelebung Deutschlands, dass es ihm kaum gelingen wollte, die Interessen seiner Firma von jenen der aufstrebenden Wirtschafts- und Militärmacht zu trennen – selbst nachdem Hitler in den 1930er Jahren seine Macht gefestigt hatte. Foster vertrat weiterhin deutsche Kartelle wie I. G. Farben, während sie in die wachsende Nazikriegsmaschine eingespannt wurden, und half deutschen Industriekonzernen, Zugang zu entscheidenden Rohstoffen zu erhalten. Er spendete Geld für America First, eine Initiative, die dafür warb, die Vereinigten Staaten aus dem sich zusammenbrauenden Sturm über Europa herauszuhalten, und finanzierte eine Versammlung zu Ehren von Charles Lindbergh, dem blonden Helden der Luftfahrt, der sich für den wundersamen deutschen Aufschwung unter Hitler begeisterte. Foster weigerte sich, das Berliner Büro von Sullivan & Cromwell zu schließen – dessen Anwälte gezwungen wurden, ihre Korrespondenz mit »Heil Hitler« zu unterzeichnen –, bis seine Partner (einschließlich Allen) aus Angst um den guten Ruf der Kanzlei darauf bestanden. Als Foster schließlich nachgab – auf einer äußerst angespannten Versammlung der Partner in den luxuriösen Büros der Firma an der 48 Wall Street –, brach er in Tränen aus.

      aus: Lisagor, Frank Lipsius, A Law Unto Itself, S. 134.
      gefunden in:
      David Talbot, Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles un dder Aufstieg Amerikas heimlihcer Regierung
      irwish.de/pdf/Talbot-Schachbrett_des_Teufels.pdf

    • @ Peter Pan

      Natürlich hat die Befreiung Deutschlands von der Nazidiktatur mit dem Nordkorea-Thema einen wesentlichen Aspekt gemeinsam. Bei den Nazis war die Befreiung nur mit kriegerischen Mitteln, und zwar massiven, möglich.
      Bei Nordkorea steht zu befürchten, dass eine echte Befreiung (zu unterscheiden von einer diplomatischen Annäherung der ‚Establishments‘ unter Beibehaltung der Diktatur) ebenso nur mit Krieg möglich ist/wäre. Und zwar ausschließlich wegen der Haltung der nordkoreanischen Regierung, die diese wohl als ihre ‚Pflicht‘ ansieht.

      Dass die Nazis weltweite Finanzierer hatten, besonders auch aus den USA, ist mir sehr gut bekannt.
      Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man die Nazis am Ende nur noch mit massivem Krieg entmachten konnte.

      PS:
      Außerdem entschuldigt die Unterstützung für deutsche Nazis, die aus dem Ausland kam, natürlich nicht die Tatsache, dass viele einfache deutsche Bürger die Nazis unterstützten. Ohne die zahlreichen Mitäufer und auch ohne die Politiker aus anderen Parteien (Theodor Heuss ist prominentes Beispiel), die das Ermächtigungsgesetz erlaubten, hätte es keine Nazidiktatur gegeben.

    • @ Peter Pan

      Im Übrigen ist nahezu nichts unmöglich, wenn es um Unterstützung von Terroristen oder gleich ganzen Diktaturregimes geht.
      Es ist sogar denkbar, dass Nordkorea aus den USA (nicht zu verwechseln mit der US-Regierung) unterstützt wird.
      In bezug auf Nordkorea führen die in den Medien bekanntgemachten Hinweise darüber, wer Nordkorea bei der Bewaffung hilft, bis nach Pakistan, der Spiegel hat sogar einen Kollaborateur (einen gewissen Dr. A.Q. Khan), das offen zugegeben hat, interviewt.
      „http://globalnews.ca/news/3448765/north-korea-nuclear-weapons/“
      Normalerweise müssten Typen wie dieser Dr. Khan sofort festgenommen werden. Das geschieht aber keineswegs, im Gegenteil, offenbar konnte der in einem deutschen Nachrichtenmagazin noch mit seinen ‚Errungenschaften‘, der nordkoreanischen Diktatur zu Atombomben zu verhelfen, angeben!! Stattdessen wird gegen Flüchtlinge Politik gemacht und die ganze Macht der Staaten ausgespielt (ist aber ein anderes Thema).
      Es gibt ja auch Historiker, die Belege haben, dass die katastrophale Rote-Khmer-Diktatur aus den USA unterstützt wurde.
      Die Kreativität skrupelloser ‚Eliten‘-Lobbyisten ist ziemlich uneingeschränkt. Und denen geht es um IHRE Lobbypolitik und um sonst NICHTS. Und wie schon geschrieben, denen passt eine irre kommunistische Diktatur wie Nordkorea, die wunderbar von den Bündnissen mit Islamisten ablenkt, voll und ganz in den Plan! Sie selbst müssen da ja nicht wohnen und können ohnehin in fast jedem anderen Land der Welt dauerhaft einreisen.

    • ThatsIt, Sie wollen mir doch nicht im Ernst weiszumachen versuchen, daß nennenswerte Unterschiede zwischen der US-Regierung und den dahinterstehenden Finanz-Eliten bezüglich des zu erreichenden Ziels bestehen? Das Ziel heißt: Eroberung, Raub und Unterwerfung der ganzen Welt. Glauben Sie denn noch immer an die Rolle der USA als Weltpolizei? Na, dann viel Spaß beim Beten …

    • Ich finde es vor allem immer wieder erstaunlich, wenn die in Wahrheit ziemlich simplen Absichten und Handlungen der sogenannten ‚Eliten‘ bis zur Unkenntlichkeit verkompliziert dargestellt werden. De facto wollen die aktuellen skrupellosen Lobbyisten
      – dass sie selbst und ihre Familien und engen Freunde / ‚Bundesbrüder‘ etc. jetzt und DAUERHAFT privilegiert sind. Daher sind sie seit einiger Zeit für eine EInschränkung der Migration und für Knaststaaten, da ‚zu viel‘ Dynamik dazu führt, dass ggf. in 100 Jahren ANDERE superreich und mächtig sind. Natürlich das Ganze mit Sonderregelungen für sich und ihre Clubs, sie selber wollen natürlich frei reisen und ihren Wohnsitz aussuchen!
      – nicht selbst dafür ‚den Kopf hinhalten‘ müssen. Daher gehen sie oft nicht selbst in die Politik, sondern finanzieren jeweils Kräfte, die ‚ungefähr‘ dem entsprechen, was diesen Absichten nützt, aktuell Rechtspopulisten und Figuren in anderen Parteien, die Rechtspopulismus propagieren. Bei solchem Lobbyismus können sie durchaus auch mal voll danebenlangen, wie bei den Nazis und ggf. auch mit den Roten Khmer und mit Nordkorea (wenn sie da auch indirekt ‚unterstützt‘ haben). Auch Saudi-Arabien ist natürlich ein Fehlschlag, aber nicht aus Sicht eimzelner mit den Saudis gut stehender Akteure.

      Mehr ist da im Wesentlichen inhaltlich nicht, trotz der drastischen Auswirkungen. Und das ist simpel, plump – gar nicht so kompliziert. Genauso wie die Motivation dieser Typen simpel und plump ist. Wenn man da zu viel verkompliziert, hilft man denen bei der Verschleierung.

    • Was möglicherweise kompliziert IST, sind ‚lediglich‘ die technischen Askpekte. Die Finanztransaktionen, die Organisation von nuklearer Bewaffung von Terroristen ode Regierungen, die das nie bekommen dürften, die Falschdarstellung von grundlegenden Sachverhalten in den Massenmedien etc., das ist alles nicht einfach und bisweilen muss man geradezu ‚anerkennen‘, welche Expertise und Kreaktivität politische Akteure da haben.
      Aber die Motivation und Interessenlage dahinter ist so simpel, dass sie kleine Kinder sofort verstehen können – und manchmal anscheinend besser verstehen als selbsternannte Experten.

    • @ Peter Pan
      Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen den in der Tat in den USA ziemlich häufigen reichen und mächtigen Lobbyisten und der US-Regierung!
      Die US-Regierung ist
      – demokratisch gewählt
      – ein Gremium, das nur auf Zeit, für einen relativ kurzen Zeitraum existiert
      – stark in der Öffentlichkeit
      – der Allgemeinheit verpflichtet und der Sicherheit und dem Wohlstand mindestens in den USA verpflichtet, de facto müssen sie auch andere Länder berücksichtigen, da auch die Situation in anderen Ländern sich auf die US-Bürger auswirkt

      Die Lobbyisten und deren Clubs hingegen
      – sind natürlich nicht demokratisch gewählt..
      – sind dauerhaft (lebenslang) Verfechter ihrer eigenen Interessen und exiistieren nicht nur ‚auf Zeit‘
      – sind nur so weit in der Öffentlichkeit, wie sie das wollen und sind oft sogar Geheimbünde

      Und oft ist denen die Situation der USA VÖLLIG EGAL. Wenn die USA nicht so ‚laufen‘, wie sie sich das vorstellen, haben die sicher kein Problem damit, die Haltung eines FEINDES der USA einzunehmen, natürlich (sie wollen ja nicht ‚den Kopf hinhalten‘) ohne das offiziell zu erklären.

      Die US-Regierung ist in keinster Weise mit privaten Lobbyisten – egal, ob die aus den USA kommen oder nicht – gleichzusetzen, ganz im Gegenteil!

    • Aber an den Weihnachtsmann glauben Sie nicht mehr, oder? Machen Sie’s doch wie der Specht, der betet darum, daß eine unsichtbare Macht uns weiter beschützt. Dann müssen Sie sich keine Gedanken mehr darüber machen, wieso Ihr Pseudo-Argument, die US-Regierung sei demokratisch gewählt, voll ins Leere läuft. Sie müssen dann auch nicht bemerken, daß gar keine wirkliche Wahl stattfindet, weil gar keine wirkliche Auswahl besteht, ganz wie auch bei uns. Und sie müssen dann nicht realisieren, daß die Meinungsmache ganz bei den Massenmedien liegt, und die machen die Bilder, die die Menschen im Kopf haben. Mit Sicherheit glauben Sie daher, daß die Bevölkerung der USA all das weiß, worauf ich mit meinen für so manchen viel zu langen Texten hinweise, und daher mit Absicht Politiker wählt, die seit Jahrzehnten die Welt in Angst und Terror versetzen. Und genauso will natürlich die deutsche Bevölkerung, daß wir wieder in den Krieg ziehen, wo auch immer es Menschen abzuschlachten gilt, nicht wahr? Sie haben in der Schule sicher gut aufgepaßt, als die Mär von der deutschen Demokratie erzählt wurde, sind aber seither nicht mehr aufgewacht, um erkennen zu können, wie das in der Realität aussieht. Daher mein aufrichtiger Rat: Träumen Sie weiter, es wird schon irgend einen Sinn für Sie machen, darauf wette ich.

    • „Aber an den Weihnachtsmann glauben Sie nicht mehr, oder?“

      Nein, aber Sie offenbar, wenn Sie meinen, dass es
      a) außerhalb der USA keine mächtigen und/oder finanzstarken Lobbyisten gibt
      b) die US-amerikanischen Staatsbürger unter den Lobbyisten grundsätzlich eng mit der US-Regierung verbunden sind.
      Glauben Sie an billigste Propaganda von Regierungen wie der von Nordkorea?

      „Machen Sie’s doch wie der Specht, der betet darum, daß eine unsichtbare Macht uns weiter beschützt. Dann müssen Sie sich keine Gedanken mehr darüber machen, wieso Ihr Pseudo-Argument, die US-Regierung sei demokratisch gewählt, voll ins Leere läuft.“

      Natürlich können starke Lobbygruppen und private Bünde auch in einer Demokratie die Politik beeinflussen.
      Als Clinton gegen Trump bei der Präsidentenwahl stand, stand natürlich Establishment gegen Establishment. Aber es wäre mindestens TECHNISCH MÖGLICH gewesen, dass wirkliche Alternativkandidaten zur Wahl stehen.

      Bei privaten Organisationen oder privaten ‚Investoren‘ hingegen gibt es keinerlei demokratsichen Einfluss. Das ist ein riesiger Unterschied.
      Auch ganz praktisch ist das deutlichst sichtbar: Trumps ‚Einreisestopp‘ wurde immerhin entschärft (ich hätte allerdings erwartet, dass er gecancelt wird, der Supreme Court ist aber nicht annähernd so ‚links‘ wie viele behaupten). Trumps Krankenversicherungs-‚Reform‘ wurde komplett gestrichen, von sieben Überläufern der Republikaner. Da können sich auch europäische Nationen etwas abschauen. Die USA sind eine repräsentative Demokratie fast wie aus dem Lehrbuch!

      Sie erwarten hier zu viel, nicht ich. Demokratie kann keine Wunder bewirken, natürlich gibt es Manipulation der Politik auch in Demokratien!

      „Sie müssen dann auch nicht bemerken, daß gar keine wirkliche Wahl stattfindet, weil gar keine wirkliche Auswahl besteht, ganz wie auch bei uns.“

      Natürlich findet eine Wahl statt!
      Siehe oben.

      „Und sie müssen dann nicht realisieren, daß die Meinungsmache ganz bei den Massenmedien liegt, und die machen die Bilder, die die Menschen im Kopf haben.“
      Ich kann mir meine Meinung selbst bilden.

      „Mit Sicherheit glauben Sie daher, daß die Bevölkerung der USA all das weiß, worauf ich mit meinen für so manchen viel zu langen Texten hinweise, und daher mit Absicht Politiker wählt, die seit Jahrzehnten die Welt in Angst und Terror versetzen.“
      Die USA haben Deutschland aus der Nazidiktatur gerettet und sind für Deutschland und auch bisher für Europa und die EU ein hervorragender Partner. Bei der EU gab es in den letzten Jahren Abstriche, bezüglich Ukraine und bezüglich Trumps Ankündigungen. Das zeigt, dass da die von mir genannten Lobbyisten Einfluss haben, die die EU hassen. Deutschland hat unter den USA kein bißchen gelitten bisher, ganz im Gegenteil.

      „Und genauso will natürlich die deutsche Bevölkerung, daß wir wieder in den Krieg ziehen, wo auch immer es Menschen abzuschlachten gilt, nicht wahr?“
      Es geht um einen Regime Change, so gewaltlos wie möglich.
      Und es geht um die Abschaffung einer irren Diktatur, die die Leute behandelt wie Insassen eines KZs oder eines abgeschlossenen pscychologischen Experiments.

      Es würde übrigens in einem ersten Schritt bereits ausreichen, wenn Nordkorea seine Grenzen öffnet! Dann können die Leute, die den Kommunismus-Wahnsinn (den die nordkoreanische Regierung übrigens gar nicht so nennt) nicht mitmachen wollen, wenigstens in ein anderes Land. Und die Leute hier im Forum, die das toll finden, können dann dort hinziehen sich das geben, 24 Stunden am Tag.
      Nur: Glauben Sie, dass die Regierung Nordkoreas das ermöglicht ohne Kriegsdrohung? Ich nicht!
      Wenn Trump das hinbekommt, hätte er wirklich bewiesen, dass er ein genialer Verhandler ist. Ich bezweifle aber, dass er das überhaupt will.

      Reisefreiheit ist der wichtigste Aspekt der gesamten internationalen Politik. Mit Reisefreiheit gibt es praktisch keine Diktaturen auf Dauer. Und es ist ein Grundrecht, dass die völlig künstlich – von mächtigen Lobbyisten!! – erzeugten Nationen die Leute nicht einsperren (und auch nicht aussperren).

      Sie haben in der Schule sicher gut aufgepaßt, als die Mär von der deutschen Demokratie erzählt wurde, sind aber seither nicht mehr aufgewacht, um erkennen zu können, wie das in der Realität aussieht. Daher mein aufrichtiger Rat: Träumen Sie weiter, es wird schon irgend einen Sinn für Sie machen, darauf wette ich.

    • Der letzte Absatz des letzten Postings gehört natürlich nicht zu meiner Antwort.

      „Sie haben in der Schule sicher gut aufgepaßt, als die Mär von der deutschen Demokratie erzählt wurde, sind aber seither nicht mehr aufgewacht, um erkennen zu können, wie das in der Realität aussieht. Daher mein aufrichtiger Rat: Träumen Sie weiter, es wird schon irgend einen Sinn für Sie machen, darauf wette ich.“

      Ich kenne die Realität ganz gut. Deutschland hat eine ganz gut funktionierende Demokratie und sogar einen grundsätzlich fundierten Sozialstaat (der aber bisweilen ‚etwas‘ bürokratisch wirkt.
      Vor allem ist mir – wohl im Gegensatz zu Ihnen – bewusst, dass Demokratie zwar wichtig ist, aber ein demokratsiches System alleine noch lange keine Wunder bewirkt.

    • ThatsIt, ich geb’s auf, Ihnen erklären zu wollen, daß sie sich von Posen und euphemistischen Darstellungen blenden lassen. Träumen Sie was Schönes, das beruhigt das Gemüt …

  11. Wer genauer wissen will, wie der Koreakrieg heraufbeschworen hat, der sei wie gewöhnlich an die Adresse des Imperiums verwiesen. Die USA führen seit Ende des Zweiten Weltkriegs – vor Verurteilung durch ihre Veto-Macht in der UNO geschützt – rund um den Globus offene und verdeckte Kriege. William Blum, ein US-amerikanischer Publizist und Kritiker der US-Außenpolitik, der 1967 das US-Außenministerium wegen seiner Opposition zum Vietnamkrieg verlassen mußte, hat das in seinem Buch Zerstörung der Hoffung (orig: Killing Hope) ausführlich dokumentiert.

    Wie kommt es, daß der Koreakrieg nicht dieselben Proteste hervorgerufen hat, wie sie den Vietnamkrieg begleiteten? Alles, was wir an Vietnam lieben und schätzen, hatte sei­ne Vorläufer in Korea: die Unterstützung eine korrupten Tyrannei, die Greueltaten, die Napalmbomben, der Massenmord an Zivilisten, die verwüsteten Städte und Dörfer, die Nachrichtenmanipulationen, die Sabotage der Friedensgespräche. Aber das amerikani­sche Volk war davon überzeugt, daß es sich beim Krieg in Korea um einen eindeutigen Fall handelte: Ein Land marschierte ohne Anlaß in eine anderes ein. Es war ein Angriff der bösen Jungs auf die guten Jungs, die von den noch besseren Jungs gerettet wurden. Es gab nicht die historische, politische und moralische Verunsicherung, welche das Dilemma des Vietnamkriegs war. Der Koreakrieg begann nach allgemeiner Sicht mit dem Angriff Nordkoreas auf Südkorea am frühen Morgen des 25.06.1950 – Vietnam hinge­gen … niemand schien zu wissen, wie, oder wann oder warum alles anfing. irwish.de/pdf/Blum-KillingHope.pdf

    Auch Alfred William McCoy, Professor für südostasiatische Geschichte an der University of Wisconsin in Madison, zeichnet in seinem Buch Die CIA und das Heroin die blutige Spur der US-Eroberungskriege nach. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Heroinhandel, mit dem die CIA zahllose illegale verdeckte Operationen finanzierte, weil der US-Kongress dafür kein Geld rausrücken wollte:

    Im Kampf um die Eindämmung des asiatischen Kommunismus führten die Amerikaner heiße Kriege in Korea und Vietnam, in denen sie ihr ganzes Arsenal konventioneller Kriegführung einsetzten. Entlang der chinesischen Grenze jedoch führte der Westen den Kalten Krieg mit unkonventionellen Taktiken. Statt mit Artillerie und Infanterie wurde der verdeckte Kampf in den Bergen Südostasiens zum Stellvertreterkrieg, in dem lokale Verbündete wichtiger waren als Feuerkraft. Jenseits der Kontrolle der Bürokratien in Paris und Washington operierend, schmiedete ein kleiner Kader von westlichen Ge­heimkriegern Ad-hoc-Allianzen mit den Gebirgsstämmen, die im Goldenen Dreieck sie­delten, und den Warlords, die es beherrschten. Mit ihrer Unterstützung konnten die CIA und ihre französischen Pendants Spionagemissionen nach China durchführen, seine lan­gen Grenzen auf Zeichen eines bevorstehenden chinesischen Angriffs überwachen und Stammesarmeen mobilisieren, um in diesem rauen Terrain kommunistische Guerillas zu bekämpfen. Obwohl die schiere Größe dieser Operationen beispiellos war, hatten die USA das Handwerk verdeckter Aktionen bereits im Zweiten Weltkrieg für sich ent­deckt, als Agenten ihres damaligen Geheimdienstes OSS hinter den feindlichen Linien absprangen, um mit französischen, thailändischen und birmanischen Guerillas zusam­menzuarbeiten.
    irwish.de/pdf/McCoy-CIA_Heroin.pdf

    • Es genügt nicht, sich überall durchzulesen und plakativ in ellenlangen posts die einzelnen Puzzle-Teile zu präsentieren, ohne selbst die Zusammenhänge im eigenen Kopf herzustellen und für sich und andere so ein immer vollständigeres Bild der Wirklichkeit herzustellen. Das ist der Unterschied von Automatismus und Menschlichkeit.
      Der selbe Ungeist, der da im Pentagon nach „Russen-Genen“ sucht, hat uns die Chemtrails beschert. Edward Teller, der „Vater der Wasserstoffbombe“ wurde von Hans-Peter-Dürr in seinen Vorträgen immer so zitiert, dass er stolz darauf sei, ein „Russenhasser“ zu sein. Es war auch Edward Teller, der auf die Idee kam, man müsse „Reflektoren am Himmel anbringen, um die Stärke der Sonnenstrahlen abzuschwächen“.

      „Wir sind geneigt, zu sagen, dass niemand bei gesundem Menschenverstand diese Dinge je einsetzen wird, bemerkte Steven Block, Professor für Bio-Physik an der Universität Stanford. Er hat jahrelang persönliche Erfahrungen in der geheimen biologischen Forschung des Pentagon und der Regierung gesammelt. Aber, fuhr Bock fort, nicht jedermann ist bei gesundem Menschenverstand.“
      F.William Engdahl in seinem Buch. „Saat der Zerstörung im Kapitel über Bio-Waffen.

  12. Gerade eben las ich bei Sputnik Deutschland, daß die Labors des Pentagons russische Spender von RNA-Molekülen suchen, um daraus womöglich eine Biowaffe herstellen zu können, die nur Russen tötet:

    Die Bestellung von russischen RNA-Mustern könnte durchaus mit der Entwicklung von Biowaffen oder mit der Vorbereitung ihrer Tests verbunden sein.

    Meiner Kenntnis nach zeichnen sich die Bewohner der russischen Föderation nicht wirklich durch einen gemeinsamen Genpool aus. Untersuchungen zufolge stammen die europäischen Russen zum Teil von den Wikingern ab, weisen also eher europäische DNA-Muster auf. Ich halte es daher nicht wirklich für möglich, mit irgend einer Biowaffe gezielt russische Staatsbürger zu töten.

    Gefährliche Seuchen brechen vor allem in Afrika und Südasien aus, aber das Pentagon zeigt großes Interesse für die GUS-Länder, wo die Situation aus dieser Sicht im Allgemeinen positiv ist. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Aktivitäten das Ziel verfolgen, ein ganzes Arsenal von Waffen zu entwickeln, die getarnt eingesetzt werden könnten. Für solche Vermutungen gibt es allen Grund. Der Anthrax-Ausbruch im Norden Russlands im Sommer 2016 wurde auf die Klimaerwärmung zurückgeführt, aber giftige Mikroorganismen könnten nach Sibirien auch mit Zugvögeln „transportiert“ worden sein. Nicht zufällig wurde auf der Halbinsel Jamal im August des Vorjahres die Jagd verboten. Die Anthrax-Diagnose wurde bei 24 Einwohnern der Tundra bestätigt, sodass insgesamt mehr als 2500 verseuchte Rentiere vernichtet werden mussten.

    Wie immer gibt es bei Geheimoperationen egal von welcher Seite keine Beweise. Wer mehr wissen möchte, kann dort weiterlesen:

    https://de.sputniknews.com/panorama/20170801316827672-pentagon-braucht-lebendes-gewebe-von-russen-biowaffe-forschungen/

Hinterlasse eine Antwort