Doris und Bruno Gantenbein – Unschooling

Es ist eine Tatsache, dass alle Menschen durch das (Schul)-System irgendwann so konditioniert wurden, dass sich die rationale Wahrnehmung wie ein großer Schatten vor die intuitiven Gaben gestellt hat. Der Mensch ist dadurch zu einem Sklaven seiner eigenen Wahrnehmung geworden.

Fakt ist: jedes Kind ist ein Genie, aber wenn die Kinder aus der Schule kommen, sind diese Genies gänzlich verschwunden. Daher liegt der Verdacht nahe, dass durch die Schule die intuitiven Gaben zerstört werden. Es gibt immer mehr Eltern, die ihre Kindern nicht mehr unterrichten bzw. unterrichten lassen, sondern das autodidaktische Lernen fördern.

Wenn wir die Probleme der Welt verstehen und lösen wollen, dann sollten wir anfangen, unseren Kindern intensiv zuzuhören, denn Sie wissen, was zu tun ist.

Genau diese Feststellung wird bei den meisten Erwachsenen einen Tsunami der Entrüstung auslösen und es zeigt genau durch diese Reaktion, dass Wissen nicht wissen ist.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

7 Kommentare zu: “Doris und Bruno Gantenbein – Unschooling

  1. David Bommert sagt:

    Erst einmal vielen Dank an Fam. Gantenbein für ihre offenheit. Die meisten Geschichten kenne ich aus eigener Erfahrung. Kritik an Kai Stuth: Deine Fragen sind teilweise sehr merkwürdig bzw. man bekommt den Eindruck, dass du noch sehr innerhalb des Systems denkts. Das ist nicht böse gemeint. Dieses Suchen nach Nachteilen ist doch absurd. Kann denn jeder, der in der Regelschule war Studieren? Anwalt werden? Arzt werden und Netzwerke bilden. Das hat doch mit dem System Schule nichts zu tun. Gerade Menschen aus unteren Schichten werden doch von diesem System immer klein gehalten.Waru lassen sich heute die Menschen in der Corona-Krise alles gefallen, sind apatisch oder glauben den Experten? Weil sie es in der Schule "gelernt" haben. Ich kann im Moment nur noch den Kopf schütteln, wenn die Eltern rumjammern, dass die Kinder nicht die Schule besuchen können, anstatt sich über den Gewinn an Lebensqualität zu freuen. Soziale Kontakte, eins der Hauptarumente für die Schulpflicht, kann man sich doch privat organisieren, insbesondere in Zeiten von social media. Das Schulmodell, dass dem unschooling am nächsten kommt, sind die Sudbury Valley Schools. Gibt es weltweit, auch in Deutschland. Kann hier nur leider nicht so genannt werden, da sonst die Behörden sofort die Genehmigung verweigern. Insofern sollten wir tatsächlich Corona als Chance begreifen, denn dadurch komen die Menschen dazu, Bestehendes in Frage zu stellen und neues bzw. noch nicht so Bekanntes zu denken.
    In diesem Sinne.

    • David Bommert sagt:

      Hier ein Link zu den Sudbury Valley Schools: https://www.youtube.com/watch?v=LnIl0Bigrw0
      Es gibt davon 22 Kapitel einfach in den weiteren Youtube-Empfehlungen weiter suchen, für den, den es interessiert.
      Für alle Berliner: In Berlin gibt es 3 Schulen, die ungefähr so arbeiten: 1. Netzwerkschule 2. Ting-Schule 3 Demokratische schule X. Firmiert unter dem Label Demokratiche Schulen, da diese Schulen alle demokratisch über eine Schulversammlung organisiert sind. Sehr spannend!!!
      LG David Bommert

  2. Meinenstein sagt:

    Vielen Dank Doris und Bruno Gantenbein, für die Vorstellung Eurer geschaffenen Familienwelt!
    und vielen Dank Kai Stuth, dass Du diese Menschen aufgestöbert und vor die Kamera gebracht hast.

    Mich hat es sehr gefreut, davon zu erfahren, dass es tatsächlich Menschen gibt, die es gewagt und realisiert haben, die Kinder entscheiden zu lassen, wann und was sie lernen. Mich hat vor allen Dingen die Schilderungen überzeugt, wie die Kinder wohl "ihre" "Projekte" mit "Haut und Haar" und Begeisterung dann verwirklicht haben und dabei eben auch Verantwortung übernommen haben, für sich selbst und auch die jeweilige Umsetzung. Einfach Klasse!

    Auch denke ich, dass diese – auf freie Entfaltung hin orientierte – Lebensweise, nicht nur Vorbildlich sein kann für Kinder(er-)beziehung, sondern auch Etwas davon erzählt, wie es Mensch ergehen kann, der sich mit seiner eigenen Kindheit auseinandersetzt und herausfindet, wann und wo er/sie sich hat, quasi "wegtraumatisieren" lassen.

    Das kann Mensch nämlich auch wieder ausgraben, sich selbst sozusagen. Da denkt Mensch oftmals, da geht es jetzt in den Keller, in das Schwarze und Ungewisse, und das ist vielleicht auch so . . . aber dann, wenn Mensch wieder selbstbezüglich fündig geworden ist, sich wieder entdeckt hat, dann entsteht eine Lebendigkeit und Energie, die ganz von alleine Läuft, ähnlich so wie bei den Kindern, von denen berichtet wurde. Das kann sich dann auch genauso schön anfühlen, wie der schöne Abendhimmel als Hntergrund im Interview.

    also auch was für uns "Erwachsene" . . .

    oder sollte ich besser schreiben, "Erwachen werden wollende"

    😉

    @ Antti
    eigentlich ist der Aspekt, den Sie in ihrem Kommentar ansprechen, durchaus diskussionswürdig.
    Schade nur, dass Sie es mit so einer abfälligen bemrkung, über Kai Stuth einleiten müssen?
    Mit welcher Anspruchhaltung sind Sie da eigentlich unterwegs? Freuen Sie sich doch einfach darüber, dass Sie überhaupt so ein Interview geboten bekommen. Ganz abgesehen davon hat Kai Stuth doch immer wieder gesagt, dass er da als Autodidakt unterwegs ist, oder . . .
    Wenn Sie es kritisieren wollen, dann machen Sie es doch bitte konstruktiv und nicht so abfällig.

    ________________________________

    Ich hätte mir eine Einführung in das Thema gewünscht, schließlich hat Schule sich im Verlauf der Geschichte entwickelt und die unterschiedlichsten Bewegungen, jeweils in ihrer ganz bestimmten Zeit, hervorgebracht.
    Eine Einordnung/ Verortung in den bisherigen Entwicklungen, wäre da sicherlich sehr interessant gewesen.

    Das gelebte Modell von den "Gantenbeins" ist da doch sicherlich ein Meilenstein in der Entwicklung, oder . .
    und auch ein weiterer Schritt in eine souveräne Gesellschaft mit souveränen Menschen.

    Auf jeden Fall, guter Zündstoff für die Entwicklung von positiven Utopien!!

    🙂

  3. Antti sagt:

    Kai STUTH ist zwar, wie immer, ein schlechter Interviewer, weil er viel zu viel als Selbstdarsteller LABERT, aber die "Gantenbeins" sind trotzdem beeindruckend, soweit er sie nicht unterbricht.
    Im übrigen können, entgegen Stuths begrenztem Vorstellungsvermögen, Väter SEHR WOHL "die Mutter" ersetzen, außer bei der Geburt und beim heutzutage sowieso meist zu kurzen "Stillen" – ein bezeichnendes Wort: nagut, du kriegst die Brust, wenn du dann Ruhe gibst… (oder: Schrei ruhig, es ist aber noch nicht "an der Zeit"…)
    Es gibt (zumindest heutzutage) viele "mütterliche" Väter, und es gab immer und gibt immer noch viele "unmütterliche" Mütter, die man besser, statt des Vaters, zum Geldverdienen schicken sollte…
    Der beste Beweis ist das FEHLEN der angeblich "natürlichen" (in Wirklichkeit aber "pädagogisch" erzeugten) "Trotzphase" und der "Pubertäts-Krise" bei den Kindern der "Gantenbeins": diese künstlichen Probleme werden nicht nur durch "unmütterliche" Mütter und konformistische Pädagogik geschaffen, sondern auch durch die anachronistische "Heiligung" der "Mutter"-Figur und die Marginalisierung der Väter, mit gleichzeitigem Dogma der (stalinistisch) "nützlichen" Früh-"Sozialisierung" unter FREMDEN in Krippen, Kindergärten und -läden, Vor- und Grundschulen und "Tagesstätten"…
    Frau "Gantenbein" ist für ihre Kinder nicht ein Glücksfall, weil sie eine "mütterliche" Mutter ist, sondern weil sie offenbar ein weiser, sozialer und empathischer Mensch ist – dasselbe hätte vermutlich auch ihr Bruno zustande gebracht, wenn sie den einträglicheren Job gehabt hätte.
    "Mein Name sei Gantenbein" (Max Frisch), es lebe die liberale Exklave Appenzell-Außerrhoden !

  4. Sonja sagt:

    Schade, dass das Interview schon so lange her ist. Mich würde die Meinung der Gantenbeins zur Haltung der „liberalen“ Schweiz zum heutigen Zeitpunkt sehr interessieren. Der Meinung, dass die Schweizer sich keine „Maulkörbe“ verpassen lassen würden und sich Widerstand ergeben würde war ich damals nämlich auch noch….

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

  5. RULAI sagt:

    So sahen wir vermutlich alle aus, bevor die Erziehungsstrukturen ihr zerstörerisches Werk begannen:

    https://t.me/querdenken874/16922

  6. Roman Miro sagt:

    Ich konnte bei meinem Enkel als Kleinkind selbst beobachten, dass er bis etwa 3 Jahre unbedingt mit seiner Mutter, die ihn auch über 2 Jahre gestillt hatte, zusammen sein wollte. Als sie dann zur Arbeit ging, weinte er jeden Morgen und auch später am Tag, wenn er sie irgendwie brauchte. Inzwischen ist er 3,5 Jahre und geht gerne in den Kindergarten.
    Ich selbst wurde als Baby nach 2 Tagen im Krankenhaus von meiner Mutter getrennt und sie ging auch nach einigen Wochen wieder zur Arbeit. Später übte sie starken Druck auf mich aus, in der Schule gute Leistungen zu bringen. Sie wollte mich lebenslang irgendwie beeinflussen, damit ich in der Gesellschaft irgendwie eine große Nummer werde, oder mich irgendwie in ihrem Sinne verhalte.
    Ich hatte in der Folge niemals die emotionale Beziehung zu ihr, die ich eigentlich haben sollte.
    Es fehlte immer etwas.
    Übrigens sagte die Sängerin Shakira in einem Interview , dass sie sich, wie andere Mütter auch, schuldig fühlt, weil sie nicht immer bei ihren Kleinkindern sein konnte.
    Die Kinder in der Kelly-Familie sind ebenfalls alle nicht regulär in die Schule gegangen. Alle sind etwas besonderes geworden. Allerdings war Vater Kelly Pädagoge.
    Ich halte ein staatliches Schulsystem für total schädlich, weil es zu viel Gehorsam vermittelt.
    Mein Vater wurde durch die Schule Jung-Nazi in der HJ, ich junger Pionier und Jungsozialist.Heute wird die Jugend wiederum staats- und Corona-hörig gemacht.

Hinterlasse eine Antwort