KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser („Illegale Kriege“)

„Es gibt nur ein perspektivisches Sehen“

Diese Erkenntnis von Friedrich Wilhelm Nietzsche hat Folgen, wenn man sie wirklich versteht. Nach Nietzsche existiert das, was man Objektivität nennt, überhaupt nicht. Objektivität ist immer abhängig vom Standpunkt des Betrachters. Objektivität ist immer das Resultat eines Prozesses, bei dem die eigene Position und Meinung massiv zu dem beiträgt, was man später DIE Wahrheit nennt.

Wahrheit ist in Wirklichkeit immer auch Meinung und damit manipulativ. Das hat Folgen. Vor allem für die Presse, die stets beteuert, neutral zu sein, objektiv, und das oft auch glaubt.

Schon die Auswahl eines Themas ist streng genommen eine Form der Beeinflussung. Wer fokussieren will, muss ausblenden. Er muss sich auf einen Standpunkt konzentrieren und damit gegen den Rest aller anderen Sichtweisen, die er theoretisch auch einnehmen könnte, entscheiden.

Was uns die Tagespolitik als Realität, Wahrheit oder Ist-Zustand verkauft, ist nichts anderes als das Festlegen auf eine Meinung, die nur deshalb von der Masse nicht hinterfragt wird, da sie massiv publiziert wird. Wenn in allen Zeitungen, Radio- und TV-Sendern zu Person X die selben „Fakten“ veröffentlicht werden, nimmt der Bürger an, es gäbe nur diese Fakten und sie wären die ganze Wahrheit. So entsteht das, was man Meinungshoheit nennt und die wird von den Machthabern mit allen Mitteln verteidigt. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden. Überall. Wer in einer Machtpyramide der Spitze offen widerspricht, bekommt spätestens dann Gegenwind, wenn er allein durch seine Reichweite an Relevanz gewinnt. Das Netz bietet diese Möglichkeit auch Personen, die von der Mainstream-Presse bisher erfolgreich totgeschwiegen wurden.

Speziell bei Presse, reagiert der sogenannte „freie“ Markt extrem aggressiv, wenn Abweichler es wagen, eigene Interpretationen in diesen Markt zu pumpen. Machterhalt ist ohne Manipulation der Massenmeinung ein viel zu kompliziertes Geschäft. Wer es versteht, die Information zu begrenzen, schränkt damit Denken ein und was nicht gedacht werden kann, kann auch nicht ausgesprochen werden. Gerade in einer Demokratie ist die Kontrolle dessen, was auf der Straße gesprochen wird, elementar. Abweichende Meinungen können sich dynamisch und damit kaum berechenbar gegen die Eliten entwickeln und schnell wahlentscheidend werden.

Die Hauptaufgabe der Presse besteht weniger darin, diese Bevölkerung mit Informationen zu versorgen, auf das sich diese ihre Meinung selber bilden möge, vielmehr geht es darum für sämtliche relevante Geschehnisse einen Deutungsrahmen vorzugeben. Die Technik nennt man „FRAMING“.

Wer es wagt, diesen Frame, diesen Deutungsrahmen zu hinterfragen, zu verlassen oder einen alternativen Deutungsrahmen anzubieten, wird an der Meinungsfront mit allen Mitteln bekämpft.
Rufmord ist das Ziel.

Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz, hat mit seinem aktuellen Bestseller „Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien“ einen alternativen Deutungsrahmen zur Geschichte vorgelegt.

Ganser schlägt vor, die NATO-Brille beim Betrachten geschichtlicher Ereignisse abzusetzen und sie durch die Brille der UNO zu ersetzen. Völkerrecht statt das Recht des Stärkeren, sollte unser aller Standpunkt sein, wenn wir Geschichte bewerten. Früher nannte man Leute wie Ganser „Ketzer“ und verfrachtete sie auf den Scheiterhaufen. Scheiterhaufen gibt es immer noch, nur sind sie heute digital.

Ganser hielt Anfang Dezember 2016 einen Vortrag zum Thema Framing im Berliner Kino Babylon und war erneut Gast bei KenFM, um über sein aktuelles Buch zu sprechen. Hier der Link zum Vortrag: https://kenfm.de/daniele-ganser-illegale-kriege-suendenfall-kosovo/

Inhaltsangabe

00:06:23 Die UNO: Funktion oder Dysfunktion – Wie fair ist die Organisation?

00:24:26 Die NATO, 9/11 und der Bündnisfall

00:31:58 Offene und verdeckte Kriegsführung

00:49:18 Partnership for Peace: Schweizer Neutralität in Kriegsfragen?

00:54:32 Motivation und persönlicher Antrieb: Familiengeschichte und Beweggründe zum Friedensforscher zu werden

01:02:42 Framing und die Unfreiheit in der 9/11-Forschung 

01:19:41 „Kriegsverbrecher-Quiz

01:39:45 Geostrategie im Nahen Osten

01:47:35 Jeder Mensch ist anfällig für Propaganda: Konditionierung, Behaviorismus, Skinner-Box

01:58:55 Syrien, Ukraine: Anfänge und Hintergründe

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

33 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Dr. Daniele Ganser („Illegale Kriege“)

  1. Vielen Dank für diesen so wertvollen Beitrag. Ich werde mich jetzt nicht zu einzelnen Kommentaren und Details des Gesprächs äußern. Ich finde die Botschaft die Hr. Dr. Ganser sendet wichtig, FRIEDEN und wir, ich zähle mich zum westlichen Kulturkreis, haben nicht immer recht, im Sinne von Wahrheit.

    WEITER SO !

  2. Ich habe alle drei Bücher von dem geschätzten Dr.Daniele Ganser kurz hintereinander gelesen. Die Fragen und Schlüsse die sich mir daraus ergaben sind etwas merkwürdig, aber gerade deshalb möchte ich sie gerne erläutern…. -Wieso ist die Energiewende nicht in vollem Gange? Wie können wir die Energiewende und die Erzeugung von Solarstrom beschleunigen.Wie können wir die Erde vor weiterer Verwüstung durch den Raubbau der fossilen Energiekonzerne bewahren und trotzdem die Gesellschaften mit genügend Energie versorgen? Wie könnten wir obendrein für mehr Frieden sorgen? …..Des Rätsels Lösung scheint banal. Das alles könnte uns gelingen, indem wir den profitabelsten Markt, den Markt der Energierohstoffe, salopp gesagt, von der Erde ins Universum verlagern. Wir glauben mit der Energiewende und der Nutzung von Solarenergie würden wir das sowieso schon tun? Stimmt leider überhaupt nicht. Das würde erst dann zutreffen, wenn wir all das Sonnenlicht, welches Sonnenkollektoren zukünftig bestrahlen wird, schon vorher als ein Rohstoffkontingent betrachten würden. Das hört sich furchtbar an und erinnert sogar an das Privatisierungsgebaren des Neoliberalismus. Ja tatsächlich. Aber dieses räuberische Gebaren ist nur schädlich, im Bereich von begrenzten Materialien, die auf der Erde vorkommen. Was kratzt es die Sonne, wenn sich Energiekonzerne an ihr reiben? Die Sonne ist nicht ausbeutbar. Was bedeutet das genau? Bis jetzt behandeln wir das Weltall als einen Bereich, in dem alles kostenlos ist und aus dem alles umsonst zu uns kommt, halten das für selbstverständlich und normal und sind begeistert, weil wir es als den großen Vorteil des Solarstroms ansehen, dass seine Herstellung ohne einen Rohstoffkostenanteil auskommt. Der Vorteil der Sonnenenergie aber, den wir unbedingt in Zukunft benötigen, besteht darin, dass sie sauber ist und die Erde entlastet, und nicht, dass sie billiger, als ihr fossiles Pendant ist. – Die Gewinnung von Energie teilt sich jeher in drei Produktbereiche: 1.Rohstoff 2.Förder- und Aufbereitungstechnik 3.Endprodukt z.B. Benzin, Strom etc. Bei der Erzeugung von Solarstrom fehlt das Produkt Energierohstoff. Wir haben den zweiten Bereich in Form der PV-Anlage und das Endprodukt den Solarstrom. Der Rohstoff aber, aus dem alles gewonnen wird, ist in der Kalkulation verschwunden. Und das ist der wahre Grund für die vielen abgrundtiefen und kriegerischen Interessenkonflikte rund um die Energiewende und den Erdball. Das „Nichteinpreisen“ eines Rohstoffes „Sonnenlicht“ bei der Gewinnung von Solarstrom ist markttechnisch gesehen ein katastrophaler Fehler. Der im Preis von Solarstrom nicht beachtete und nicht eingerechnete Rohstoff, der aus Photonen besteht, ist der größte Hemmschuh für die Energiewende. Es gibt keinen Anreiz für die Rohstoffgiganten, ihr Interesse auf die Energiewende zu richten, weil es keinen Rohstoff gibt, dessen Förderung weiterhin Gewinn verspricht. Anders ausgedrückt: Sonnenlicht ist kein Handelsäquivalent zu Erdöl, Gas und Uran. Dabei ist anfänglich auch Erdöl einfach so aus dem Boden gesprudelt und trotzdem war es von Beginn an das Hauptprodukt, welches die Leute, die es verkauften zu Milliardären gemacht hat.. Würden wir aus dem Sonnenlicht einen verkäuflichen Energierohstoff machen, wie es nach den bisherigen Gepflogenheiten der Energiegewinnung selbstverständlich war und übergeben die (fiktiven) „Schürf und Vermarktungsrechte“, die „Claims“ den Konzernen, die jetzt Öl, Gas, Uran etc, fördern …. und überlassen diesen Konzernen die Vermarktung, dann hätten wir möglicherweise den Turbobeschleuniger für die Energiewende und eine realistische Vorgehensweise zur Rettung der Erde. Wir teilen das auf die Erde einfallende Sonnenlicht auf in zwei Kontingente z.B. 99% kostenloses Bio-Licht für die Photosynthese und das Leben und 1% PV-Licht zur Vermarktung, mit einem jährlichen Wert von X Billionen Dollar (ein äquivalenter Betrag zum Wert geförderter fossiler Rohstoffe)….Aber als erstes überdenken wir unsere Feindbilder. Das Ziel von dieser seelischen Anstrengung ist: Wir verständigen uns mit Cheney und Co. und sagen: O.K. ihr habt auf durchtriebendste Art und Weise Kriege angezettelt, um eure Ölclaims zu sichern. Die Finanzindustrie habt ihr auf eure Seite gebracht und zusammen gestaltet ihr eine Art weltweiten Überwachungsstaat, um den Unmut der Menschen über die allseitige Zerstörung der Erde, unter Kontrolle zu bringen. Das alles ist eine wirklich zutiefst abscheuliche Entwicklung für alle Beteiligten, aber wir verstehen eure kapitalistischen Beweggründe und wir sehen, dass es euch ebenfalls um euer Überleben geht. …..Das hört sich an, als würde die Ökologiebewegung einen Packt mit dem Teufel eingehen. Und das, wo wir bisher darüber frohlockten, dass Sonnenlicht umsonst ist und wir darin unsere zukünftige Autarkie sahen. Und diesen einzigartigen glücklichen Umstand sollen wir jetzt den Öl und Gaskonzernen zum Fraß vorwerfen und uns obendrein mit Kriegstreibern einlassen denen wir unser Geld für einen geradezu fiktiven Rohstoff Sonnenlicht in den Rachen werfen?? – …Meine Antwort wäre: ….Ja… Denn unser Frohlocken über das Fehlen von Rohstoffkosten bei der Solarenergiegewinnung ist eine „Pyrrhusfreude“ bezüglich des Überlebens der Erde und der friedlichen Existenz der Menschheit. Warum? – Ganz einfach und das ist evident:…… Über die Leiche der fossilen Energiekonzerne und dessen Wirtschafts- und Militärmacht und den Arbeitsplätzen, die da dranhängen, können wir realistischer Weise keine Energiewende hinbekommen. Solange eine Energiewende den Untergang des größten, profitabelsten und mächtigsten Wirtschaftszweigs, nämlich dem von Cheney, Rockefeller und Co….erfordert, bedeutet es vorher den Untergang der Menschheit, wahrscheinlich durch zunehmende Rohstoffkriege und die Installation einer verrückten Weltordnung. Zusätzlich sind wir noch auf unbestimmte uns verbleibende Zeit, elender Propaganda und Verdummungskampagnen ausgesetzt, statt uns des Lebens zu freuen. – Aber wechseln wir doch mal unsere Perspektive: Genau betrachtet verdanken wir den heute verhassten Ölkonzernen den Fortschritt und den Lebenswohlstand der letzten 150 Jahre (Von Easy Rider bis Urlaubsreisen etc.) und hatten durch Erdöl soviel „Fun“, dass wir den Ölkonzernen wirklich zur Dankbarkeit verpflichtet sein müssten. Angesichts der Umweltkatastrophen tun wir aber so, als wäre die Ölwirtschaft immer schon das große Übel der Menschheit gewesen. Die heutige Kriegstreiberei ist auch eine Folge von unserer extrem negativen Haltung gegenüber den fossilen Energiekonzernen, für die es in Zeiten der Umweltzerstörung und Rohstoffkriege ja zunehmend tatsächlich gute Gründe gibt, und dem daraus resultierenden Misstrauen der Konzerne vor uns, den ganz normalen, ökologisch gesinnten Menschen. Die Zeit für das Konzept Energie aus giftiger Verbrennung ist schlicht und einfach vorbei und wir, die nachhaltig orientierten Menschen, verweigern der fossilen Energieindustrie alternativlos die weitere Existenzberechtigung. Wir verwerfen das Produkt Öl ohne ein alternatives Produkt aufzuzeigen. Im Gegenzug sabotieren die Energiekonzerne mit den raffiniertesten Methoden die ökologische Bewegung und schicken die Menschheit damit auf den fossilen Weg in die Hölle, begleitet durch Kriege und staatlicher Überwachung. Die Lage scheint also für beide Seiten alternativlos. Diese beidseitige Sturheit ist der Kern der Misere. Die Vermarktung von Sonnenlichtphotonen als neuen universellen Energierohstoff ist das Missing Link. Wenn die Sonne als Rohstofflieferant von PV-Licht wirklich funktioniert, warum sollten wir diesen zukunftsweisenden sauberen und umweltschonenden neuen Rohstoff nicht, wie alle anderen vorhergehenden Energierohstoffe vermarkten und den inzwischen kontraproduktiven fossilen Konzernen auf diese Weise einen Übergang in das Solarzeitalter gestalten und deren Überleben darin als saubere Photonen- oder LUXkonzerne ermöglichen? Photonen sind die Briketts der Neuzeit. Nur sehen wir diesen Rohstoff vor lauter Leuchten nicht.
    …………….Die Einsicht, dass auch das Licht ein Rohstoff ist und in der Vermarktung nicht wegfallen darf, würde den Krieg zwischen Ökologie und Ökonomie (der sich in den wirklichen Kriegen widerspiegelt) beilegen und die Wende zur weltweiten Förderung von Sonnenlicht und dessen Umwandlung in Solarenergie enorm beschleunigen. Uns, den Konsumenten, bringt die Einpreisung des neuen Rohstoffes Sonnenlicht finanziell weder Vor- noch Nachteile, weil wir doch immer schon einen Rohstoffanteil in der Energiegewinnungskette bezahlt haben. Die bewährte Dreifaltigkeit der Energievermarktung, 1.Energierohstoff 2.Transport, Förder…und Aufbereitungstechnik 3.Endprodukt Strom, Benzin etc, müsste man nur auf den ökologischen und nachhaltigen Solarenergiemarkt zukünftig anwenden. Der solcherart geschaffene Solarstrommarkt würde das Bestreben der auf Öl, Gas und Uran fixierten Energiekonzerne und deren politischen Wurmfortsätze, die Erde und die Menschheit zu verwüsten, verhindern. Mit dem Rohstoff Sonnenlicht hätten wir die hocheffektiven und hocheffizienten jetzt noch fossilen Energiekonzerne mit im Boot der Solarstromgewinnung (Später vielleicht auch Freier Energie.) Das ist eben marktkapitalistisch gedacht. Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Wenn die fossilen Energiekonzerne diesen Köder schlucken, dann geht die Energiewende in einem solchen Tempo ab, wie wir es uns heute gar nicht vorstellen können. Das wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Investitionen der fossilen Konzerne für das Recht den Rohstoff Sonnenlicht zu fördern und zu verkaufen, bestünde in einer weltweiten Versorgung mit dezentralen PV-anlagen (Jede PV Anlage wäre für diese Konzerne eine kleine Sonnenlichtförderanlage und damit hochrentabel) . Desweiteren sorgten die Konzerne für die Installation von Solarstromtankstellen. Das ist vergleichbar mit ihren heutigen Investitionen in Fördertürme, Bohrinseln, Pipelines, Tankern usw. Die Ausbeutung des „Produktes Sonnenlicht“ hängt von nichts anderem ab, als der Anzahl der Sonnenkollektoren und kann der Sonne selbst niemals schaden aber hinterließe ebenfalls auf der Erde keine Spuren der Verwüstung. Was „ausgebeutet“ wird ist ja nicht ein endlicher Rohstoff Sonnenlicht, sondern ein freigegebenes, quasie virtuelles Kontingent davon. Dieses dient nur einer Preisgestaltung und betrüge im Höchstfall vielleicht 1 % des auf die Erde treffenden Sonnenlichts. Wichtig wäre, dass es einen Vermarktungswert vergleichbar aller jetzigen fossilen Rohstoffe hat. Der Kapitalismus und seine menschlichen Protagonisten hätten mit diesem Konzept weiterhin genügend Energierohstoff zu vermarkten um ihre Profite zu erzielen und die kreativen Menschen den zu sublimierenden Rohstoff für ihren Schaffensdrang. Die Erde aber wird geschont. Die Lösung, wie wir die Erde retten können und die Menschen vor Kriege bewahren, könnte die Energiewende unter Einbeziehung der heute schädlichen fossilen Industrie sein, indem wir ein „extraterristrischen“ Rohstoff PV-Licht schaffen und ihn der Industrie zur Vermarktung anbieten, im Austausch zu ihrern jetzigen fossilen Rohstoffen… :).

  3. Lieber Daniele Ganser,

    mit nur einem kleinen Ausschnitt Deiner Aussagen, zeigst Du, daß Du eben _kein_ Aufklärer bist, noch nicht einmal einer, der aufwacht. Du bleibst in der Perspektive des Historikers stecken und drehst Dich lediglich im Schlaf von der Rückenlage in eine bequemere Seitenlage, um das Problem weiterhin zur zur Lösung zu (v)erklären. Recht (Gesetze, Regeln) ist immer das Recht von Göttern, von höheren Wesenheiten, denen sich der Mensch zu unterwerfen hat. Begleitet wird jegliches Rechtssystem von Belohnung und Bestrafung.

    Dummerweise ist diese Sicht sehr schnell zu entlarven, denn ein Recht bedingt zwingend ein Unrecht. Wo jedoch Unrecht herrscht, kann keine Gerechtigkeit sein. Recht ist folglich kein Mittel, das zur Gerechtigkeit führt. Im Gegenteil, Recht ist asozial und es gibt faktisch nichts asozialeres als Recht. Menschenrechte sind ebenso wie Freiheitsrechte auf Asozialität aufbauend, sie zerstören zwischenmenschliche Beziehungen.

    Das Leben ist kein Handballspiel, das nach 60 Minuten abgepfiffen wird. Einem Handballspiel kann sich ein Mensch entziehen, dem Leben in Knechtschaft eines Glaubenssystems nicht.

    Du behauptest, Menschen müßten an höhere Wesen glauben, wie die UNO oder andere Institutionen oder auch Schriftstücke, Sprache, um miteinander leben zu können. Der Mensch müßte sich diesem höheren Wesen unterwerfen, um in Freiheit leben zu können.

    Genau hier liegt die Perversion des Begriffes Freiheit, denn Freiheit ist unbestimmbar. Genauso verhält es sich mit mit den Zuständen Gerechtigkeit und Sicherheit oder aber auch Wohlstand.
    Regeln behaupten jedoch das glatte Gegenteil. Eine qualitative Welt ist jedoch unbestimmt und niemals durch Quantitäten meß- bzw. regelbar.
    Menschen können nur so tun als ob.
    Recht beinhaltet Korruption, das Unrecht, sie ist diese selbst.

    Verständigen, Verstehen, Verstand ist die Voraussetzung von gelebter Freiheit.

    Wer Regeln fordert, hat gerade _kein_ Interesse an Verständigung und damit auch kein Interesse an Freiheit.

    Das ist die Folge von Erkenntnis.

    Schweig einfach weiter, wie alle Lämmer, die allen Ernstes glauben, sie seien die Hirten und dabei doch nur große Schafe.

    Gruß nach Basel

    • Lieber Franz Maria Arwee,
      einfach mal vorausgesetzt Sie hätten Recht mit dem was Sie über die grundlegende Beschaffenheit von Recht, Regeln und deren Auswirkungen auf Gerechtigkeit und Freiheit haben.

      Glauben Sie allen Ernstes, Herr Ganser oder irgendjemand anderes könnte die Öffentlichkeit mit Ihren Aussagen zu der Erkenntnis bringen, dass unsere derzeitigen Instrumente des Rechts keine sind? Wir also Regeln, Rechte, Gesetzte abschaffen müssen, damit wir zu echter Freiheit gelangen können? Ein Plädoyer halten für Anarchie?

      Ich prophezeie Ihnen, man würde ihn nicht einmal den zweifelhaften Ruf eines Verschwörungstheoretikers zubilligen, sondern ihn einfach missachten.

      Herr Ganser ist so mutig sich öffentlich hinzustellen und darauf hinzuweisen, dass eigentlich geltendes Recht einfach gebrochen wird und mit diesem Bruch unter fadenscheinigsten Gründen Krieg geführt wird, bei dem tausende Menschen ihr Leben verlieren oder verloren haben. Diesen Umstand kann jeder nachvollziehen, in dem er geltendes Recht überprüft (von dem die meisten eben nichts wissen) und die Kriege als das entlarvt was sie sind, nämlich ein Verbrechen. Wenn diesbezüglich eine Mehrheit erwachen würde, dann wäre das ein großer Schritt in Richtung einer friedlicheren Welt. Außerdem wäre es ein „Türöffner“ für weitere Fragen zu unserer angeblichen Demokratie.
      Es vergeht kaum ein Tag, an dem Daniele Ganser sich nicht von denen, die die Wahrheit eigentlich kennen müssten, auf üble Art und Weise öffentlich beschimpfen und verunglimpfen lassen muss. Und da kommen Sie her, auf dieser Seite, und sagen:

      „Du…drehst Dich lediglich im Schlaf von der Rückenlage in eine bequemere Seitenlage, um das Problem weiterhin zur zur Lösung zu (v)erklären.“

      Ist das Ihr persönlicher Dank, aus einem sicheren und behaglichen Wohnzimmer heraus angebracht, an einen Mann, der für Gerechtigkeit kämpft und dafür viel aufs Spiel setzt?

      Die prinzipiellen Fragen von Recht, Regel, Gesetzen etc. und deren Verhältnis zur Freiheit, sind hier von vielen Kommentatoren bereits häufig angemerkt und differenziert ausgeführt worden. Dagegen spricht auch gar nichts, im Gegenteil. Es handelt sich um wichtige Hinweise, die es zu diskutieren lohnt. Sie helfen uns zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht im Ringen um Wahrheit und Lüge. Wer die nicht versteht zu entlarven, der braucht mit „höheren“ Erkenntnissen gar nicht erst kommen.

      Was aber sicher merkwürdig und die Frage nach Ihrer eigentlichen Intention aus meiner Sicht aufwirft, ist, warum Sie mit einer Idee von Freiheit jemanden kritisieren, der sich für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einsetzt. Das in einer Weise, die ihm „Verklärung“ von Sachverhalten, also quasi bewusste Täuschung der Menschen, vorwirft.
      Das Ganze krönen Sie mit einer gerade zu unverschämten Empfehlung:

      „Schweig einfach weiter, wie alle Lämmer, die allen Ernstes glauben, sie seien die Hirten und dabei doch nur große Schafe.“

      Um was geht es Ihnen also?
      Um Aufklärung?
      Dafür hätten Sie Herrn Ganser nicht so ansprechen brauchen.
      Eine sachliche Eingabe ihres Wissens hätte ausgereicht. Oder vielleicht als Frage an D. Ganser formuliert, wäre auch angekommen und daraus hätte sich im besten Fall eine brauchbare Diskussion entwickeln können.

      Wollten Sie uns „Schafe“ vor Herrn Ganser warnen, als jemand, der uns täuschen will? Ganz im Namen der Freiheit?
      Das hätte eher den Charakter eines Spaltungsversuches.

      Da sage ich mal, der ist für 99% der hier anwesenden Schafe missglückt, denn die wissen sehr wohl zwischen Aufrichtigkeit und Täuschung zu unterscheiden.

    • Wer nichts weiß, muß alles glauben
      Marie von Ebner-Eschenbach

      Sie können sich, wie alle Lämmer, freilich ggerne weiter bücken. Was ich euch abspreche ist, daß ihr irgendetwas ändern werdet. Das ist das Problem, denn ihr habt als Lämmer nicht die Fähigkeit zu sprechen.

      Jedes Recht beinhaltet Regeln, Regeln beinhalten Anweisungen. Eine ganz einfach zu erkennende Tatsache. Regeln dienen der Verhaltenssteuerung. Das steht sogar erstaunlicherweise in der Wikipedia…

      Wer Recht fordert, hat kein Interesse am Zustand Freiheit, kein Interesse am Zustand Gerechtigkeit, kein Interesse am Zustand Sicherheit und folglich auch kein Interesse an Frieden.

      Soviel zum Friedensforscher. Wer Logik als die Kunst des Folgerns nicht aushält, möge eben schweigen, wie die Lämmer.

      Jeder Rechtsstatt ist zugleich ein Unrechtsstaat. Ein Staat ist ein Konstrukt, das nicht existiert und erst durch den Glauben der Schafe an Gesetz, Recht, Regeln und Anweisungen zur Realität mutiert. Jeder Staat ist eine Utopie, eine Kirche.

      Begreife meine Beiträge einfach als Weckruf, denn ich unterstelle Daniele Ganser eben nicht, daß er dies wissentlich macht, was er sagt.
      Das ändert jedoch nichts an der Feststellung meiner Aussagen.

      Gruß

    • Aussagen Ihrer Art gehören in die Kategorie : “ Ich weiß was, aber ihr nicht!“
      Das Problem ist nur, dass erstens Ihre Aussagen, entgegen Ihrer eigenen Annahme, nichts Neues darstellen und zweitens auf Nachfrage nichts mehr kommt außer Wiederholungen.

      Wie wäre es, wenn Sie uns unwissenden Lämmern erklären würden, wie Sie es geschafft haben sich nicht mehr bücken zu müssen, wie Sie die Fähigkeit wiedererlangt haben sprechen zu können und schließlich, was denn Ihrer Meinung nach getan werden müsste, um die Freiheit zu erlangen?
      Damit hätten wir etwas, worüber wir sprechen könnten.

      Überzeugen Sie mich/uns, dass Sie etwas brauchbares Wissen, welches nicht einfach eine Negation dessen was ist darstellt.
      Wenn Sie das können, dann kann ich auch beim nächsten Mal den lästigen und nicht meiner Art entsprechenden ironischen Unterton weglassen.

      Gruß in die Schweiz, welche ja auch dabei ist sich abzuschaffen und sicher Menschen braucht, die wissen wie man es denn konkret anders, besser machen kann.

  4. Top Gun: Dieses Thema geht einiges tiefer als wie es im Interview dargestellt wurde. Es verhält sich in der Tat nicht so, dass ein Drehbuch vom Militär gut geheissen oder abgelehnt wird. Dieses erhält i.d.R. drei Kopien vom Script, welche intern überarbeitet werden. Der Rotstift wird angesetzt, und Neue Dialoge und Szenen werden hinzugefügt. Dann geht es zurück an den Produzenten, welcher, meistens, Jerry Bruckheimer heisst. Die Geräte und die Leute, welche diese bedienen, werden dann der Filmproduktion kostenlos z.V. gestellt. Einzige Ausnahme ist das Kerosin für die Flieger. Auf dem Set sind dann immer irgend welche Militärs anwesen, welche die Produktion genau überwachen und darauf achten, dass nicht vom überarbeiteten Drehbuch abgewichen wird. Top Gun generierte dermassen viele Rekruten, v.a. für die Marines, weil neben vielen Kinokassen in den USA Stände aufgebaut wurden, wo sich junge Amerikaner, direkt nachdem sie den Film gesehen hatten, für den Wehrdienst verpflichten konnten.

    Dieses Konzept wurde weiter geführt und ausgebaut. Bruckheimer fing 2001 mit CSI an. Die Serie propagiert ein im Grunde extrem undemokratisches Vorgehen der Behörden. Bürgerinnen und Bürger können praktisch wahllos angeklagt und eingesperrt werden, um den einen Bösewicht zu finden. Dies ist die kontinuierliche Botschaft dieser Fernsehserie. Oder habt Ihr es schon einmal erlebt, dass sich ein Beamter auf dem Bildschirm bei einem der fälschlich Beschuldigten im Nachhinein entschuldigt hätte? Alle haben sie irgendwie Dreck am Stecken und sind auf die eine oder andere Art schuldig. Das ist nichts anderes als die Verfilmung der Strategie der Spannung, welche von Ganser in NATO Geheimarmeen beschrieben wird und vorwiegend in Italien, während der 60er und 70er, angewandt wurde.

    Green Zone ist ein weiteres Beispiel. Der Film „begründet“ den Krieg gegen den Irak mit dem illegitimen Verhalten einer einzelnen Person im Geheimdienstapparat der USA, was zu der fälschlichen Annahme führte, das angegriffene Land besässe Massenvernichtungswaffen.

    Der Punkt ist: Heute wird der Spielfilm zur versteckten Propaganda umfunktioniert, wogegen Goebbels Jud Süss wie ein staksiges Kinderspiel daherkommt.

    Ken Jebsen: Ist das nur mein Eindruck, oder fängt er tatsächlich an, wirklich kritische Fragen zu stellen? Das schien mir schon so beim Interview mit Haisenko und von Brunn, obwohl er da noch nicht wirklich in die Tiefe ging.

    Eine Frage bleibt: Deutschland begründet den Einsatz in Syrien mit einem Terroranschlag in Frankreich. Laut Ganser ist dies illegal. Aber: Ist dies nicht eines der Prinzipien der NATO? Einmal abgesehen vom Fehlen des UNO-Mandats; „ein Bündnispartner wird angegriffen, folglich schreiten wir ein“. Das wäre hier, sehr locker ausgelegt und wohl nicht wirklich nachweisbar, der Fall.

    Ausserdem: „Wenn da auch Erdöl drin ist, das sind Korn Flakes“. – Diese Aussage hat Zitatcharakter 🙂 (Minute 1:04)

  5. Hallo KenFM-Team. Also erstens glaube ich Eure Site ist gehackt. Es hat mich 5 Versuche gebraucht, um mich anzumelden und einen Kommentar hier zu setzen. Nr1: wie immer super Interview. Zu einer Frage von Euch, warum kein Buch zu Russland/Strategien Russlands etc. von Dr. Ganser : da fallen mir mehrere Gründe ein. a: Dr.Ganser ist im westeuropäischen Raum aufgewachsen und ausgebildet. b: Ihm fehlt der kulturelle u sprachliche background. c:) selbst wenn er Zugang zu den entsprechendn Unterlagen in Russland (Kreml, KGB etc) bekommen hätte, wie hätte er kyrillische Schriften analysieren können? ;-). Nr2: Thema Afrika? (Könnte sicher mehrere Sendungen füllen. Nr3: ich bin seit ca 20 Jahren in Spdostasien unterwegs (THA, PHI, MAY, JAP, LAO, INDO,) Wie seht Ihr die politische Lage u pol Einfluss auf die Welt aus dieser Region (immerhin ca 500 mio Menschen) ;-). Gruss Z

  6. was für ein interessantes Gespräch. Ich danke den zwei klugen Köpfen.
    Seine Kinder (8 und 10 Ja. alt) dürfen noch nicht Fernseh schauen, meinte Dr. Ganser. Richtig so! Kann ich nur unterschreiben.

    Herbert Ludwig hat einen sehr guten Artikel zu dem Medium Fernseh geschrieben.

    Die Wirkung des Fernsehens auf das Bewusstsein

    Im Jahr 2013 haben sich nach Angaben der ARD täglich insgesamt 24,81 Millionen Menschen bei einem öffentlich-rechtlichen oder privaten Fernsehsender eine Nachrichtensendung angesehen, um sich über das Neueste in der Welt zu informieren.(1) Das Fernsehen ist in der Hand der Herrschenden vor Radio und Zeitung das einflussreichste Medium auf das politische und gesellschaftliche Bewusstsein der Massen.Wenn auch die oft kolportierte Aussage des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, er brauche zum Regieren nur „Bild, BamS und Glotze“, offiziell nie bestätigt worden ist, so bringt sie doch treffend den machtpolitisch instrumentellen Charakter der Medien zum Ausdruck (siehe: Der Journalismus).

    Im vorangehenden Artikel Der folgsame Mensch ist bereits Grundsätzliches zur Wirkung der Medien, insbesondere auch des Fernsehens, entwickelt worden. Das Fernsehen nimmt jedoch im Reigen der Medien insofern eine Sonderstellung ein, als allein schon die elektronische Natur der laufenden Fernsehbilder, völlig unabhängig von ihrem Inhalt, eine lähmende Wirkung auf das Bewusstsein ausübt. Dies ist den Menschen im allgemeinen nicht bewusst, wird von manchen sicher dumpf empfunden, ist aber nur speziellen Medienforschern und Pädagogen genauer bekannt. Darüber breiter aufzuklären ist daher dringend erforderlich.
    weiterlesen hier
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/11/28/die-wirkung-des-fernsehens-auf-das-bewusstsein/

  7. „Es gab keine KZ?????“ Herr Genser, Herr Ken soll ich Ihnen 10 Leute auftreiben die in den bosnischen KZs gewesen waren? Sie machen genau wie NATO. Um eigenes Weltbild zu rechtfertigen biege ich die Geschichte zu recht, so wie es mir gefällt. Milosevic und Serben waren damals (und heute noch) ziemlich Nazi und ihre „Reinterpretierung“ der Geschichte ist abenteuerlich und für die Opfern des Regimes einfach ungeheuerlich.

    Wenn Sie meinen Kosovo gehört zu Serbien, dann müssen sie erklären wie die Serben damals 1910 den Kosovo erobert haben und eine Schreckdiktatur erichtet haben. Völkerrecht ist entstanden (erzwungen) nach dem WWII und antwortet nicht auf die Fragen was machen die Völker, die in den „falschen Staaten (apartheid Staaten)“ geblieben sind. Dass dieser Zustand jetzt von NATO genutzt wird, ist eine andere Geschichte

    • Ich beziehe mich auf deinen ersten Satz. Ich sehe das auch so, dass es in Bosnien KZs gab. Nur leider haben beide hier die Balkankriege der 90ern in wenigen Sätzen zusammengefasst und dabei gingen Informationen unter oder wurden missverstanden. Dr. Ganser wollte darauf hinaus dass der NATO-Angriffskrieg auf Serbien mit der Lüge der Existenz von KZs im KOSOVO sensibilisiert und gerechtfertigt wurde. Leider hat man das in einem Wisch mit Bosnien erwähnt und es entsteht jetzt der Eindruck als ob es in der 90ern keine KZs auf dem Balkan gab. Aber der Kosovokrieg hat nichts mit dem Bosnienkrieg zu tun und Serbien wurde nicht aufgrund des Bosnienkriegs bombardiert. Desweiteren gab es in der Tat in Bosnien KZs wie z.B. Omarska und Trnopolje.
      Fehler passieren und vor allem wenn man versucht so viel Informationen und Aufklären in den Beitrag zu packen (die große Menge an Informationen ist wahrscheinlich auch der Grund warum Herr Jebsen so schnell spricht 😀 :P). Dennoch sollte man überlegt sprechen.
      LG

  8. Ich möchte mal fragen wie ihr das seht das Marie Le Pen aus der NATO austreten will. Das sie wieder die französische Währung einführen will und bezüglich EU möchte sie das Volk entscheiden lassen.
    Das ist doch die Frau die hier immer als NAZI beschimpft wird oder?

    • Was Marine le Pen sagt ist ja nicht neu, anscheinend hörte man nie zu!
      Sie ging in Brüssel schon konkret vor,

      Jou Tube : „Marine Le Pen sagt Angela Merkel die Meinung.“

      Wahrheiten werden wie immer abgelehnt!!

    • Ich möchte das ganze mal schildern aus der Perspektive von jemandem, der vor kurzem erst „aufgewacht“ ist.
      Ich war nie für Krieg und weiß heute noch, wie ich damals 2003 oder so verzweiflet war, als der Irak Krieg losging (mit den ganzen Lügen, die schon damals durchschaubar waren).
      Der psychologische Schock (die eigene Regierung würde doch niemals 3000 Menschen opfern) machte mich immun gegen die Ungereimtheiten von 9/11 – das sehe ich erst jetzt klarer.

      Ich war lange Zeit uninformiert/uninteressiert, was Politik anging, einfach weil ich schon den Irakkrieg furchtbar fand und auch, dass sich niemand dagegen richtig wehrte.
      Ich bin aber – wie viele andere auch – mit der Zeit etwas eingeschlafen, eingeseift worden, wusste nicht richtig Bescheid und mir war z. B. auch nie klar, wie viele Kriege es immernoch gibt – das darf man nicht unterschätzen, sie sehr die Medien ablenken können und wie geschickt sie desinformieren. Lückenpresse halt.

      Erst, als ich mich wieder für Politik interessierte, bin ich ziemlich schnell darauf gestoßen, dass die TS, ARD, ZDF etc. praktisch kaum fundierte Informationen liefern sondern nur Propaganda, und davon ausgehend hat es nicht lange gedauert, bis ich auch auf KenFM, Hörstel, Ganser etc. gestoßen bin.

      Mein Punkt ist: man darf die Medienmanipulation, und die Gefahr, nur das offizielle Bild Regierung vs. AFD/Le Pen/…, also Rechtspopulisten, nicht unterschätzen. Das machen die Medien sehr gut: ablenken von Politik und gleichzeitig zwei Parteien der Politik zeigen, die man beide nicht wählen kann. KenFM und Konsorten kommen da gar nicht vor.

      Hier ist ich die eigentliche Gefahr der sog. Rechtspopulisten: sie sind die Verführer für die Dummen und halten viele Menschen davon ab, sich wirklich über das bipolare Bild der Massenmedien hinaus zu informieren. Letztlich sind das Systemparteien, die nur dazu dienen, die Menschen am Aufwachen zu hindern.
      Da ist es völlig egal, ob sie nun bzgl. der Flüchtlingskrise auf mehr/weniger/gar keine/vielleicht ein paar/… Flüchtlinge setzen.
      Solange diese Systemparteien untereinander sich die Wähler zuschieben, kann und wird sich nichts ändern. Oder wann hat sich die AfD gegen Kriege ausgesprochen, und ganz klar den Unsinn eines „Krieges gegen den Terror“ erklärt?
      Das ist doch jedem klar: du kannst momentan keine Partei wählen, weil praktisch keine Partei gegen Kriege ist und das Elitensystem effektiv bekämpfen will.

    • Nicht direkt als NAZI! Man beschimpft sie als Rechtspopulistin. Das ist eben „Nähe“ zu den ganz Unmöglichen.
      So wie die AfD bei uns nicht die NPD sind, sondern „Rechtspopulisten“. Aber da ist immer wieder jemand wie Höcke, der Sachen sagt, die die AfD mit denen ganz rechtsaußen verbinden. Doc von der Propagandaschau meint, Höcke sei ein U-Boot des VS, und handelt so , damit genau dieser Eindruck entsteht. Kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es so ist.

      Jetzt aber zur Frage: Es ist sehr wohl möglich, dass in praktischen Politikfeldern Überschneidungen da sind mit dem was Linke auch fordern: Keine Kriege, raus aus der NATO, weg mit „Frei“handelsabkommen, die unsere demokratischen Rechte beschneiden. Und im Fall vom FN auch mehr Sozialstaat, soziale Gerechtigkeit. Das AfD-Programm ist da noch stramm neoliberal. Bei Anti-TTIP-Demos können aber beide Strömungen mitgehen (was der SPIEGEL auch genüsslich unterstreicht). Ich würde sagen, in sozialen Fragen um den Gegensatz der Interessen zwischen Kapital und Arbeit steht der FN auf der Seite der Arbeit (zumindest scheint es mir so), die AfD nachden Reden schon, aber nicht nach dem Parteiprogramm. Übereinstimmungen gibt es auch in der Beurteilung der „Lügen/Lückenpresse“.

      Wichtig bei der Unterscheidung zwischen linken und rechten Strömungen schient mir das Menschenbild zu sein: Neigungen zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, nationaler Überheblichkeit (ich vermeinde „Nationalismus“ weil das Wort von gewissen Leuten als Kampfkeule schon dann eingesetzt wird, wenn jemand nationale Interessen vertritt) – gehören für mich zu den Rechten. Das Gegenteil zu dem Aufgezählten plus Bereitschaft zur auch internationalen Solidarität sind für mich „links“. Dort möchte ich mich sehen. Aber in der letzten Zeit ist es mir oft so gegangen, dass mir AfD-Leute zugestimmt haben oder ich prima fand, was der Farage im EU-Parlament sagte. Dann ist mir das zunächst peinlich, aber es gibt eben diese Überschneidungen.

    • Frankreich ist bereits schon einmal in den 1960er Jahren aus der NATO ausgetreten… und wieder eingetreten! Als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs und insbesondere durch die Ausstattung mit Atomwaffen waere das Land alleine in der Lage, auf potentielle Angriffe mit dem Hinweis auf sein Erstschlagspotential „hinzuweisen“. Will sagen: wenn du als Land erst mal den Status einer Atommacht innehast, bist du im kleinen, elitaeren Club der HAPPY FEW…. Das ist der eigentliche Grund fuer den Ausstieg Deutschlands aus der Atomindustrie. Bzgl. EURO besteht Klarheit, dass eine Waehrung fuer unterschiedliche Volkswirtschaften zu den bekannten Verwerfungen fuehrt. Ganz aktuell steht ein neuer Scheck von Schäuble fuer Griechenland und ganz ohne Hilfen des IMF in Hoehe von 87 Mrd. Euro vor der Einloesung. Damit beschreiten wir ganz klar den Weg hin zu einer Transferunion. Wer zahlt da eigentlich noch? Niederlande, Deutschland, Oesterreich…

      Eine Sache gibt allerdings wirkliche Bedenken auf: Dass es im Jahre 2017 mittels staatlicher Propaganda des ÖR und der Printmedien immer noch moeglich und vor allem auch erfolgreich moeglich ist, die Mehrzahl der europaeischen Bevoelkerungen mit dem Sermon der Regierungen einzuseifen. Trotz allem…

    • Lieber volume,
      ein sehr guter, ehrlicher Beitrag in dem Sie aufzeigen, dass alles immer ein Prozess ist und wie sehr wir auch mit unseren eigenen Widerständen in die Auseinandersetzung gehen müssen um der Wahrheit näher zu kommen.
      Nur in einem Punkt möchte ich noch etwas zu bedenken geben. Sie sagen:

      „Das ist doch jedem klar: du kannst momentan keine Partei wählen, weil praktisch keine Partei gegen Kriege ist und das Elitensystem effektiv bekämpfen will.“

      Klar ist das leider nicht jedem.

      Doch mir geht es mehr um den letzten Teil:
      Hat sich schon jemals etwas dadurch verändert, in dem es bekämpft wurde? Selbst wenn der Kampf zunächst erfolgreich wäre, käme nicht die zurückgedrängte Kraft bei passender Gelegenheit zurück um sich erneut behaupten zu wollen?
      Wäre es nicht sinnvoller dem System konsequent die Energie zu entziehen und in ein neues, besseres zu leiten?
      Widerstand ist nicht gleich Kampf.

    • Heute in der Zeitung: Le Pen ist für:
      – Austritt aus der NATO
      – Austritt aus der EU
      – Einführung der Todesstrafe
      Jetzt was machemer da? Nicht wählbar! Aber nichts dagegen, wenn wir ähnliche Forderungen bezüglich NATO oder einer Neukonstruktion der EU fordern. Wenn da einer kommt und sagt: „Du sagst das Gleiche wie Le Pen, also bist du ein Rechter“, bedeutet es nur, dass der blöd ist (Hitler hat Autobahnen gebaut , wir bauen Autobahnen, also sind wir Nazis). Oder er will diffamieren.

  9. war gerade auf eurer Seite und lese Kommentare, wie ich kann die Seite nicht mehr erreichen. Ging mir genauso. Bin bei Fazzebuck nicht angemeldet. Habe dann bei Firefox die entsprechenden Regeln befolgt und schon ging es wieder.
    Gut!!!
    Für mich stellt sich die Frage, warum ist das so? Hatte vorher keine Probleme damit.

    Danke an Thomas Kudera, der mir die Anleitung dazu gab.

    Thomas Kudera „Fehler“-behebung: Zertifikatsmeldung von Firefox umgehen, indem man auf „Erweitert“ klickt und das Zertiikat zulässt. (ohne zugelassenes Sicherheitszertifikat wird die Seite nicht angezeigt) Grund: https://www.ssllabs.com/ssltest/analyze.html?d=kenfm.de

  10. Zur Diskussion,

    diese Dreistigkeit mit den übermalten Flugzeugen, welche hier angesprochen wird, ist tatsächlich ein juristisches Problem, welches durch das Völkerrecht nicht hinreichend geklärt scheint.
    Da gibt es also einen Zwiespalt, zwischen dem was man fühlt, und dem was man denkt.
    Warum ist das so?
    Weil die Hilfe von Außen durch Waffenlieferung unser Rechtsempfinden bzw. das Gleichgewicht stören kann?
    Können Waffenlieferungen als eine Art Invasion betrachtet werden?
    Wollen wir das gleiche Recht nicht für uns selbst beanspruchen?

    Und das mag uns nicht behagen.
    Die Exil-Kubaner habe tatsächlich ein berechtigtes Interesse an einer Konterrevolution.
    Jetzt ist die Frage, wie lang dürfen Externe Waffen liefern und wie bewerten wir eine Waffenlieferung aus dem Ausland.

    Wir müssen also unterteilen, zum einen regen uns Waffenlieferungen in Kriesenregionen auf.
    Aber auf der anderen Seite, möchten wir auch nicht, dass sich die Ostukraine wehrlos abschlachten lässt und billigen die Waffenlieferungen der Russen. Weil wir für diese Menschen Mitgefühl empfinden.
    Wo ist das Problem?
    Warum ist das so?
    Das stellt im Moment tatsächlich in mir einen Konflikt dar.

    Last uns dass mal besprechen.

    • Tja, da ist erst einmal die Frage, wieweit ist unser Rechtsempfinden denn schon verschoben?
      Unbeeinflusst bleibt es sicher genausowenig wie viele andere Dinge in unserem Leben.

      Und wie lange das Interesse von Exilanten, Vertriebenen usw. berechtigt ist, darüber wird vermutlich keine Einigkeit erzeugt werden können. Praktisch ist das wohl so, wenn ein Land bei der UN aufgenommen ist, dann sind die anderen raus. Allerdings müsste dann auch bei einem ungerechtfertigten Wechsel im Land, die Mitgliedschaft ruhen, neu beantragt werden o.ä.
      Und dann sind da tatsächlich die Abspaltungsfragen.
      Ich habe da jetzt auch keine Lösung

  11. Zwei Sachen wo ich nicht einverstanden bin:

    Die Art wie Ganser seine Kinder erzieht
    kann nach hinten losgehen.
    Seht Euch das Verhältnis zwischenFreeman
    und seiner Tocher an.

    Die Sache mit der Wärmepumpe:
    Das Methan was unverbrannt in die Atmosphäre
    gelangt, richtet deutlich mehr Schaden an als die
    Verbrennungsprodukte.
    Deshalb ist die Nutzung von Erdgas ökologisch sehr
    sinnvoll. Die Wärmepumpe benötigt immernoch
    Elektroenergie.
    Kann Herr Ganser den Elektroenergiebedarf
    dafür mit der Solaranlage decken?

    • Eigene Erfahrung:

      Kleines Einfamilienhaus (Baujahr 2007),
      Dach und Außenwände gedämmt,
      Fenster und Wintergarten wärmeschutzverglast,
      Erdwärme mit Fußbodenheizung,
      Kachelofen (selten genutzt und auch nur an sehr kalten Wintertagen),
      Photovoltaikanlage bis 10 KW auf einer kompletten Dachhälfte,
      mit 30% Eigennutzung, Rest wird ins Stromnetz eingespeist (verkauft)

      Heizkosten (= Stromkosten für die Erdwärmeanlage und warm Wasser)
      + normale Stromkosten (= Stromkosten für Elektrogeräte, Licht, etc.)
      – Einspeisevergütung (= Einnahmen für Stromverkauf)
      = ca. 1 Euro monatliche Energiekosten (= Durchschnitt reiner Strom-/Heizkosten aus den letzten 4 Jahren)

      Für unseren 2 Personenhaushalt funktioniert die Deckung durch Sonnenenergie zu ca. 99% ohne Einschränkung unserer Lebensweise. Einsparungspotential gäbe es sicher noch.

    • ca. 1 Euro an monatlichen Energiekosten.
      12 Euro im Jahr + Zählermiete. Das klingt wie ein Märchen.
      Wie hoch waren den die Investitionen für die Energieversorgung des Hauses?
      Wie viel kWh produziert den die Anlage im Jahr? Mit 7.000 bis 12.000 kWh wird geworben.
      Bei Eigennutzung müsste ja auch Strom für die Nacht gespeichert werden.

Hinterlasse eine Antwort