KenFM präsentiert: „Ein Geschenk des Himmels – wie Daimler-Benz Nazigold waschen durfte“

Ein Film von Gaby Weber.

Der Mythos sagt, dass wir unseren Wiederaufbau Ludwig Erhard verdanken, dem Wirtschaftsminister Adenauers und späteren Bundeskanzler.

Doch die Realität ist eine andere: Danach verdanken wir unser Wirtschaftswunder einem ganz anderen Mann: dem Argentinier Jorge Antonio, rechte Hand des damaligen Präsidenten Perón und Wäscher “unseres” Nazigoldes.

Unter Erhards Regie und mit ausdrücklicher Erlaubnis der USA wuschen er und Daimler-Benz ab 1949 im großen Stil das während des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz versteckte Kapital.

Im Beipack wurden Nazis im Werk Mercedes-Benz Argentina untergebracht. Das Imperium Antonios war eine “monströse Organisation”, wie später Richter urteilen werden. Geldwäsche? Welch hässliches Wort! “Es war für die Deutschen ein Geschenk des Himmels”, sprach Antonio der Autoron ins Mikro.

Wie dieses System von Währungsmanipulationen, Steuerhinterziehung, Korruption und schwarzen Kassen funktionierte, beschreibt der Film mit zahlreichen Dokumenten und Interviews, z. B. mit dem Historiker Karl-Heinz Roth, den langjährigen Daimler-Betriebsräten Tom Adler (Untertürkheim) und Eduardo Fachal (Buenos Aires) und eben Antonio.

7 Kommentare zu: “KenFM präsentiert: „Ein Geschenk des Himmels – wie Daimler-Benz Nazigold waschen durfte“

  1. So, grade per Paypal gespendet.
    Normalerweise ist mir das Banking ein Greuel. Obwohl nur ein paar Handgriffe kostet es doch immer Überwindung, selbst wenn es einfach ist. Wenn ich mir vorstelle, wie anstrengend es dagegen gewesen sein muss diesen Film zu machen, dann ….
    Ein toller Film, dazu klasse gemacht. Erfahren was wirklich wa(h)r. Vielen lieben Dank dafür!

  2. Ja, da kann ich dem Souverän & dem Lesesalamander nur enthusiastisch zustimmen: Auch ich bin begeisterter Gaby-Weber-Fan. Solche Journalisten sollte es mehr geben, sie wären so nötig – leider werden sie immer weniger. Selbst die Heute-Show und Extra-Drei schwenken, wie ich heute den Nachdenkseiten entnommen habe, inzwischen immer mehr auf den Mainstream ein (habe die Sendungen, da ich kein Fernsehen besitze, selber nicht gesehen – und habe unter diesen Umständen auch gar keine Lust mehr, sie im Internet zu suchen…).

Hinterlasse eine Antwort