Endspiel in Syrien: Die Schlacht um Aleppo und der ‚Plan C

Von Tim Anderson.

Die Schlacht um Aleppo hat die al-Kaida-Gruppen in ihr verzweifeltes letztes Stadium getrieben, wobei der Stellvertreterkrieg gegen Syrien in seine abschließende Phase gelangt. Die Befreiung von Aleppo wird den Anfang vom Ende einläuten.

Die vielen Landkarten im Internet sind schlicht irreführend. Sogar vor dem Eingreifen der russischen Luftwaffe in den Konflikt im September 2015 beherrschte die syrische Regierung 85% der bevölkerten Gebiete des Landes. Aber Aleppo zurückzugewinnen ist entscheidend für die Kontrolle Syriens über den Norden und über die Nachschublinien des schrumpfenden Territoriums von ISIS im Osten.

Syriens Hauptproblem stellten die halb offenen türkischen Nachschublinien der dschihadistischen Armeen dar, die die 800 Kilometer lange Nordgrenze überquerten, und der von Türkei, Saudi-Arabien und Katar unterstützte Vormarsch von ISIS von Osten her. In den letzten zehn Monaten hat die syrische Allianz erfolgreich an beiden Fronten Boden zurückgewonnen. Obendrein befindet sich die Türkei seit dem Juli 2016 im Chaos mit ihren ganz eigenen Problemen.

Viele folgen der Logik der beherrschenden Kräfte, aber um die Endphase in diesem Krieg zu verstehen, ist auch die Logik des Widerstands nicht weniger wichtig. Syrien tritt den Beweis an, dass unabhängige Völker, die einig sind und Widerstand leisten, im Endergebnis mehr zu bestimmen haben als je zuvor.

Washingtons Krieg gegen Syrien begann mit dem Einsatz sektiererischer Armeen, um die Regierung in Damaskus zu stürzen. Nach wie vor sprechen die westlichen Medien von ‚moderaten Rebellen‘, aber die Beweislage ergibt eindeutig, dass die USA und ihre Verbündeten jede einzelne bewaffnete Gruppierung in Syrien unterstützt haben, einschließlich der westlichen Gruppe, allen voran die ehemalige Jabhat al-Nusra (die jetzt umgetauft wurde in ‚Jabhat Fatah al-Sham‘, um den syrisch-russischen Bombenangriffen zu entgehen). Dazu stieß die östliche Gruppe DAESH-ISIS. Alle verbindet eine ähnliche heimtückische sektiererische Ideologie.

Ungeachtet des Blutbades und der rhetorischen Spielchen ist die Aggression, die in Plan A steckt, gescheitert.

Der ‚Plan B‘ zielte auf die Aufteilung des Landes durch das Ausreizen der, wie es die USA sahen, ‚kurdischen Karte‘.

Mal ganz davon zu schweigen, dass jegliche Bestrebung, Syrien aufzuteilen, gegen die Bestimmungen der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates verstößt, die noch einmal die ‚klare Verpflichtung der Vereinten Nationen zur Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität der Syrischen Arabischen Republik‘ bestätigt. Die USA ignorieren solche Nettigkeiten einfach.

Nichtsdestoweniger scheitert Plan B dank des Zusammenhalts syrischer Gemeinschaften, durch deren Unterstützung der syrischen Armee sowie durch eine starke regionale Solidarität, besonders vom Iran, von Russland, der Hisbollah sowie der nationalistischen palästinensischen Milizen.

Sogar Syriens kurdische Milizen arbeiteten mit der syrischen arabischen Armee zusammen und verließen sich auf sie. Was immer Syriens Kurden wünschen: wenn es zu einer Abstimmung käme, würden die Syrer keine Föderalisierung unterstützen, die das Land nur schwächen würde gegen seine Feinde.

Plan C

‚Plan C‘ könnte stattfinden, wo die Kräfte besser zusammenwirken. Washingtons ‚Schurkenstaat‘ ist ein schlechter Verlierer. Washington brauchte sieben Jahre, um sich aus Vietnam zurückzuziehen, nachdem es bereits wusste, dass es verlieren würde. Jedoch verfügt Syrien in der Person des russischen Präsidenten über einen Meister-Diplomaten, der willens und in der Lage ist, einen ‚ehrenvollen‘ nordamerikanischen Rückzug zu präsentieren.

Präsident Putin ermöglichte Präsident Obama schon früher einmal einen ehrenvollen Rückzug, und zwar im September 2013. Damals wurde die syrische Regierung beschuldigt, die eigene Bevölkerung mit Chemiewaffen getötet zu haben. Tatsächlich ging der Angriff mit chemischen Waffen aber von der Terrormiliz Jabhat al-Nusra und ihren Partnern aus (siehe Anderson 2016, Kapitel Neun). Es wurde ein Deal ausgehandelt: die syrische Armee vernichtete ihre Arsenale an chemischen Waffen (die als Abschreckung gegen die Atommacht Israel gedacht waren, und nicht als Waffen gegen die eigene Bevölkerung). Im Gegenzug verzichteten die USA darauf, Syrien militärisch anzugreifen.

Wir können einen ähnlichen Handel erkennen, wenn Putin Obamas staatsmännische Rolle bei der Unterstützung von Friedensbemühungen in Syrien feiert und damit Washington ermöglicht, Syrien thematisch ‚auf das Abstellgleis‘ zu schieben, wie es das bereits im letzten Jahr mit dem Iran tat. Selbstverständlich würde das eine ungeheuerliche Lüge bedeuten, aber diese Lüge könnte vielleicht wenigstens weiteres Blutvergießen beenden helfen.

Ein Regimewechsel in der Türkei könnte gewiss für einen solchen Plan hilfreich sein. Jedoch ob nun Erdogan die Meuterei seiner eigenen Streitkräfte auf Dauer überlebt oder nicht: ein Wandel in den politischen Rahmenbedingungen verändert die Rolle, die die Türkei in Syrien spielt. Während seine Stellvertreterarmeen verlieren, versucht Ankara seine miserablen Beziehungen mit Russland zu reparieren, während sich die Beziehungen zu Washington verschlechtern. Erdogan beschuldigt die USA, ob zu Recht oder zu Unrecht, den jüngsten Putschversuch unterstützt zu haben.

Jede Ausführung von ‚Plan C‘ in den wenigen Monaten, die der Obama-Regierung noch verbleiben, würden vielleicht die Fragen der ideologischen Kampagnen und Wirtschaftssanktionen gegen Syrien, Iran und Hisbollah, also Israels entscheidenden Gegenspielern, ungelöst zurücklassen.

Die Erfahrungen aus Washingtons früheren Kriegen in Lateinamerika und Vietnam lehren uns, dass die USA unbedingt ihre Mythen am Leben erhalten will, ihre ‚offizielle Geschichte‘, und zwar so lange wie möglich.

Aleppo stellt den abschließenden Umkehrpunkt in diesem Konflikt dar, nach der Befreiung von Homs, Kusseir und Palmyra. Entscheidende Wendungen im Kriegsgeschehen zerstören die Moral sowohl der Dschihadisten als auch von deren Geldgebern. Nicht einmal Fanatiker sind darauf erpicht, an einer offenkundig der Niederlage geweihten Sache beteiligt zu sein.

Seit dem letzten Jahr haben die sektiererischen Gruppen im ländlichen Raum um Damaskus ständig an Boden verloren. Die Hauptstadt selber, mittlerweile angeschwollen auf sieben bis acht Millionen Einwohner, erlebte sehr wenig Angriffe durch Raketen, Mörser oder Bomben in diesem Jahr. Das Straßenleben ist erheblich entspannter. Waffenstillstandsvereinbarungen haben ‚funktioniert‘, weil die verbliebenen bewaffneten Gruppen (in Ost-Ghuta und Daraya) entscheidend geschwächt sind und sich in der Umzingelung befinden.
Während nun jedoch Damaskus ein gewisses Gefühl an Sicherheit wieder erlangt hat, tobt jetzt ein erschreckender Krieg in Aleppo. Wie üblich logen die westlichen Medien unablässig und konzentrierten sich auf jenen Teil der Stadt, der von den al-Kaida-Gruppen gehalten wurde, und der insgesamt gerade mal 200.000 Menschen umfasst, mit einberechnet ist noch die kleine Armee von Geheimdienstagenten aus USA, Großbritannien, Frankreich, Türkei und Israel, dazu noch etliche westliche Nichtregierungsorganisationen wie die White Helmets.

In den letzten Tagen haben sich kleinere Gruppen von Dschihadisten ergeben, um in den Genuss einer möglichen Amnestie des syrischen Präsidenten zu gelangen, während Dutzende Einwohner die Stadt verlassen durch von syrischer und russischer Armee kontrollierte humanitäre Korridore. Diese Checkpoints werden von Kommando-Einheiten betrieben, einschließlich der Tiger-Einheiten <1> von General Suheil al-Hassan, weil solche Checkpoints immer noch von dschihadistischen Selbstmord-Autobomben getroffen werden können, wie das in Palmyra der Fall war.

Typischerweise erschienen keine westlichen Medien-Stories über die 1.5 Millionen Menschen in den von der Regierung gehaltenen Stadtteilen. In der Zeit von April bis Mai 2016 wurde eine große Anzahl Menschen ermordet rund um Aleppo, als zivile Bereiche und größere Krankenhäuser durch die NATO-unterstützten ‚Rebellen‘ bombardiert wurden. Sie wurden sogar dabei gefilmt, wie sie ihre ‚Höllenkanonen‘ abfeuerten, und dabei ausriefen: „Schleuder‘ es auf Zivilisten“ (Anderson 2016, 9.Mai). Nichts davon fand Erwähnung in den westlichen Konzernmedien.

Ebenfalls im Zeitraum April bis Mai 2016 behaupteten die White Helmets, dass russische und syrische Luftschläge das ‚al-Quds-Krankenhaus‘ zerstört hätten, wobei der letzte Kinderarzt in Aleppo getötet worden sei. Tatsächlich betonten Dr. Nabil Antaki und die Ärztekammer von Aleppo, dass es sich bei dieser Einrichtung nicht um ein registriertes Krankenhaus handelte, sondern eher um ein improvisiertes Lazarett in einem beschädigten Wohnhaus in einem von al-Nusra gehaltenen Gebiet. Tatsächlich gibt es noch eine ganze Reihe von Kinderärzten in den wichtigsten öffentlichen Krankenhäusern (Antaki und Cattori 2016; Beeley 2016; Makhoul-Yatim 2016).

Die Söldnerbanden feuerten hunderte von Raketen in das Zentrum von Aleppo, attackierten die kurdischen Stadtviertel mit Giftgas und enthaupteten öffentlich einen palästinensischen Knaben, angeblich weil er ein Spion einer palästinensischen Miliz gewesen sein soll, die an der Seite des syrischen Heeres kämpft. Bezeichnenderweise verlieh die englische Fernsehanstalt BBC den Behauptungen der Dschihadisten, dass der öffentlich ermordete zwölfjährige Junge ein ‚Kämpfer‘ sei, einen gewissen Stellenwert (BBC 2016). Verzerrte Berichterstattung bis zum bitteren Ende.

Die westlichen Medien, die immer noch im Kriegszustand sind, brachten unzutreffende Geschichten, dass ‚ganz Aleppo‘ sich im Belagerungszustand befände, oder dass die Feldlazarette der al-Kaida die ‚einzigen Krankenhäuser‘ in Aleppo seien. Ein Beispiel: die australischen staatlichen Medien berichteten: „In der syrischen Stadt Aleppo gehen die Lebensmittel aus, weil die Streitkräfte des Regimes die Stadt umzingeln.“ Tatsächlich sind lediglich 15% der Bevölkerung von Aleppo eingeschlossen von der syrischen Armee. Zur selben Zeit befindet sich das gesamte Land Syrien unter Belagerung durch Wirtschaftssanktionen der USA, der Europäischen Union und Australiens (ABC Radio National 2016).

Diese Geschichten zählen umso weniger, je mehr sie ersetzt werden durch unmittelbare Videozeugnisse von Bewohnern, die die von al-Kaida gehaltenen Gebiete verlassen, nur um die syrische Armee zu loben und die vom Westen unterstützten ‚moderaten‘ Kopfabschneider zu verfluchen (Geopolitics 2016).

Die vom Westen unterstützten Dschihadisten verlieren an Boden und die Moral in der Region ist gefestigt. Der syrische Führer der zivilen Opposition Mustafa Kelechi (der nicht mit den bewaffneten Gruppen verbunden ist) sagt, der Kampf um Aleppo ‚ist ein Krieg, um den Takfiri <2> – Gruppen das Rückgrat zu brechen‘ (FARS News 2016). Die Regierung des Irak, einst wahrgenommen als Marionette der USA, hat wiederholt ihre enge Zusammenarbeit im Kampf der syrischen Regierung gegen Terroristen bekräftigt (SANA 2016).

Die regionale Allianz, die in diesem Krieg geschmiedet wurde – bestehend aus Syrien, Iran, Russland, Irak, Hisbollah sowie den nationalistischen palästinensischen Milizen – wird eine starke Rolle einnehmen sowohl im syrischen Endspiel als auch weiterhin in der ganzen Region.

Professor Tim Anderson lehrt an der Universität Sydney politische Ökonomie. Anderson ist Autor des aktuellen Buches „Der schmutzige Krieg gegen Syrien. Washington – Regime Change – Widerstand.“ Liepsen Verlag Marburg, 2016.
https://derschmutzigekrieggegensyrien.wordpress.com/2016/05/25/tim-anderson-der-schmutzige-krieg-gegen-syrien/

Anmerkungen
<1> englisch Tiger Forces, arabisch: Quwwa an-Nimr. Eine im Jahre 2013 gegründete Spezialeinheit des syrischen Heeres für besondere Aufgaben im Bürgerkrieg. Ihr Befehlshaber Suheil al-Hassan ist von der Luftwaffe an diese Stelle versetzt worden und gilt als äußerst fähiger Organisator.
<2> Takfiri: extreme Richtung innerhalb der pseudo-islamischen Terrorgruppen. Dort wird die Meinung vertreten, dass alle Menschen, die nicht dieser pseudo-islamischen Richtung angehören, zu töten seien.

Quellen
ABC Radio National (2016), ‘Syrian city of Aleppo running out of food as regime forces surround city’, 20 July, online:
http://www.abc.net.au/radionational/programs/breakfast/syria’s-aleppo-running-out-of-food/7643402
Anderson, Tim (2016) Der schmutzige Krieg gegen Syrien. Washington – Regime Change – Widerstand. Marburg 2016.
https://derschmutzigekrieggegensyrien.wordpress.com/2016/05/25/tim-anderson-der-schmutzige-krieg-gegen-syrien/
Anderson, Tim (2016, 9 May) ‘The ‘Aleppo Hospital’ Smokescreen: Covering up Al Qaeda Massacres in Syria, Once Again’, Global Research, 9 May, online: 
http://www.globalresearch.ca/the-aleppo-hospital-smokescreen-covering-up-al-qaeda-massacres-in-syria-once-again/5524250
Antaki, Nabil and Silvia Cattori (2016) ‘Aleppo Doctor Attacks Western Media for Bias, Censorship and Lies’, Global Research, 1 May, online:
http://www.globalresearch.ca/aleppo-doctor-attacks-western-media-for-bias-censorship-and-lies/5522736
BBC (2016) ‘Syria conflict: Boy beheaded by rebels ‘was fighter’’, 21 July, online: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-36843990
Beeley, Vanessa (2016) ‘Aleppo: US NATO False Flags, Lies and Propaganda’, 21st century Wire, 4 May, online:
http://21stcenturywire.com/2016/05/04/aleppo-us-nato-false-flags-lies-and-propaganda/
FARS News (2016) ‘Dissident Leader Sees Army Victories in Aleppo “Syria’s Winning Card in Geneva”’, 23 July, online:
http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950502000650
Geopolitics (2016) ‘Trapped Aleppo residents begun flowing through 1st humanitarian corridor’, 31 July, online:
https://geopolitics.co/2016/07/31/trapped-aleppo-residents-begun-flowing-through-1st-humanitarian-corridor/
Makhoul-Yatim, Amara (2016) ‘Nabil Antaki, the Syrian doctor who refused to leave Aleppo’, France 24, 21 May, online:
http://www.france24.com/en/20160520-syria-aleppo-nabil-antaki-doctor-maristes-civilians-civil-war
SANA (2016) ‘President al-Assad receives letter from Iraqi prime Minister: War carried on by Syrian and Iraqi armies is one’, 13 July, online:
http://sana.sy/en/?p=82559

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

18 Kommentare zu: “Endspiel in Syrien: Die Schlacht um Aleppo und der ‚Plan C

  1. Viele bewerten den Islam durch die Handlung anderer Menschen. Es ist im Koran nicht explizit geschrieben, das ungläubige wo immer man sie antrifft, enthauptet werden sollen.

    Der Abschnitt bezieht sich mit einem Abkommen vor 1400 Jahreb zwischen 2 Parteien. Dort ist es eine Ultimatumserklärung, an die, die sich an die Abmachung nicht einhalten.

    Die meißten Christen setzen sich nicht wirklich mit dieser Thematik auseinander und greifen lieber zu auf Aussagen von Rechtsschulen und Überlieferungsketten die sowie inhaltlich als auch geschichtl

    • Viele bewerten den Islam durch die Handlung anderer Menschen. Es ist im Koran nicht explizit geschrieben, das ungläubige wo immer man sie antrifft, enthauptet werden sollen.

      Der Abschnitt bezieht sich mit einem Abkommen vor 1400 Jahreb zwischen 2 Parteien. Dort ist es eine Ultimatumserklärung, an die, die sich an die Abmachung nicht einhalten.

      Die meißten Christen setzen sich nicht wirklich mit dieser Thematik auseinander und greifen lieber zu auf Aussagen von Rechtsschulen und Überlieferungsketten die sowie inhaltlich als auch geschichtlich wiedersprüchig sind.

      Warum haben in der Blütezeit des Islams nicht Radikale Gruppen die Oberhand genommen oder wieso fühle ich mich nicht dazu bewegt oder motiviert Andersgläubige zu enthaupten oder einfach zu töten? Weil diese Sat nicht im Koran enthalten ist. Diese Söldner oder bedrohte oder verarbeiteten Barbaren sind als Wesen dazu in der Lage bestialisch vorzugehen, es muss nicht mal intellektuell begründet werden.

      Sowie es in der Türkei Rekrutstellen gibt, gibt es diese vermutlich auch in Deutschland. Einen 30 jährigen Menschen können die da nicht so einfach formieren wie einen der 20 ist. Die Verformundung der Gedanken und des Verstands ist in jüngeren Jahren wahrscheinlicher.

      Man sollte die ganze Thematik in sehr verschiedenen Ebenen betrachten und nicht die Glaube als etwas schädliches dahinstellen.

      Ich merke, dass nicht nur Bild Leser von der Taktik der NWO ergriffen und überzeugt sind, sondern auch die, die sich mit Mühe die Fakten raussuchen.

  2. Wieso bietet ihr so einem einseitigen Artikel eine Plattform KenFM?
    Wenn auf der einen Seite die hiesige Medienlandschaft (zurecht) für ihre einseitige Berichterstattung kritisiert wird, ist es meiner Meinung nach äußerst unklug selber so „parteiisch“ zu berichten. Dieser Artikel könnte aus einer russischen Staatszeitung oder von Sendern wie „Russia Today“ stammen und spiegelt wohl exakt die russische Sicht wieder.
    Ich will gar nicht bestreiten, dass der Westen islamistische Gruppen unterstützt hat und diese später Kriegsverbrechen begangen haben, dennoch gleicht dieser Artikel einer Verhöhnung der tausenden Opfer, die durch das syrische Regime um Präsident Assad und durch die russischen Streitkräfte sowie schiitischen Milizen ihr Leben verloren haben. Tausende verloren schon vor Ausbruch des Bürgerkriegs ihr Leben und wurden in Gefängnissen gefoltert, weil sie eine „Gefahr“ für Assad waren und zur politischen Opposition zählten. Tausende Zivilisten verloren durch russisch-syrische Luftangriffe ihr Leben. Und Sie stellen Russland und das Syrische Regime hier als die vermeintlich „Guten“ dar?
    Sie sollten nicht vergessen, dass nicht nur die USA ihre Pläne für Staaten und Regionen macht, sondern auch Russland strikt seine geostrategischen Ziele verfolgt und dabei genauso wenig Rücksicht auf Verluste nimmt wie die USA. Da gibt es kein besser oder schlechter, beide handeln gleich schlimm.
    Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, dass ich enttäuscht von KenFM bin, dessen kritische und objektive Berichterstattung ich in den vergangenen Monaten sehr geschätzt habe. An dieser Objektivität zweifle ich jetzt und werde Ihre Artikel in Zukunft wenn überhaupt noch mit Vorsicht genießen. Nur weil die hiesigen Medien ein Russland-Bashing betreiben ist es nicht notwendig gleich Partei für Russland zu ergreifen. Dieses Verhalten ist eher „Teenie-Niveau“ nach dem Motto „Hauptsache dagegen“. Ein bisschen mehr Weitsicht und Durchblick traue ich Ihnen durchaus zu.

  3. Wieder einmal geht ein Bild um die Welt mit dem auf die Tränendrüsen derer gedrückt wird, die sich in ihren sicheren vier Wänden um die Kriege in der Welt sorgen. Dieser verletzte, verstörte und verschmutzte Junge kann den Irrsinn des Krieges nicht verstehen.
    Im Artikel wird dann weiter von einem syrischen Bodybuilder und Krankenpfleger Aref berichtet der dann am Ende sagt „Mit Gottes Hilfe werden wir gewinnen“.
    Neueste Zahlen berichten von bisher 500.000 Toten und über 10 Millionen Flüchtlingen in diesem Krieg. Ein Konflikt der 2011 in einem Bürgerprotest des „Arabischen Frühlings“ seinen Anfang nahm, eskalierte, und bis heute andauernd, zu einem Krieg aller gegen alle ausgeartet ist.
    Wer angesichts dieser Zahlen auf einen bevorstehenden Sieg hofft, wie Aref, hat längst verloren.
    Nationen die sich unter Führung der USA in Syrien mit ihren Bomben, ohne UN-Mandat und ohne von der gewählten Assad-Regierung gebeten worden zu sein, austoben, machen sich der Kriegsverbrechen schuldig. Deutschland macht bei diesem völkerrechtswidrigen Geschehen mit. Vielerlei Gruppen und Grüppchen aus aller Herren Länder kämpfen in Syrien z. Zt. für ihre je eigenen Interessen. „Gemäßigte Rebellen“, was immer das ist, werden von der US-Koalition unterstützt. Katar und Saudi-Arabien schüren den Krieg massiv mit Waffenlieferungen.
    Angeblich geht es um die Bekämpfung des von den USA im Irak gezüchteten IS. In Wirklichkeit steht der Sturz der syrischen Regierung auf der Agenda. In Afghanistan, im Irak und in Libyen ist man mit dieser Strategie schon gescheitert und hat hunderttausendfaches Leid bei den Bevölkerungen verursacht. Jetzt steht Syrien im Fokus und wird mit Bombenteppichen belegt. Auch Russland hat sich auf Bitten der syrischen Regierung seit Herbst 2014 mit seinen Waffen eingeschaltet.
    Weltmächte stehen sich waffenstarrend gefährlich nahe gegenüber.
    Der im AZ-Artikel (Allgäuer Zeitung vom 19. August) eingebettete Kommentar von Winfried Züfle trifft es genau – „Hört auf mit diesem Wahnsinn!“.
    Alle Beteiligten müssen sofort ihre Waffen niederlegen und sich an den Verhandlungstisch setzen. Am Ende muss das syrische Volk in freien Wahlen entscheiden von wem und wie es aus diesem Chaos in eine friedliche Zukunft geführt werden will.

    • Leserbrief zum Artikel der Allgäuer Zeitung vom 19. August, „Das traurige Gesicht des Krieges“.

  4. Die Verantwortlichen in den USA, England, Saudi Arabien und wo noch immer müssen für den ersten und zweiten Irak Krieg, den Krieg in Afghanistan und den Krieg gegen Libyen und Syrien vor den internationalen Strafgerichtshof gebracht werden. Alle Kriege wurden auf Lügen begründet. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Kriege. Eine Verurteilung der Verbrecher und Reparationszahlungen müssen folgen. Alle Staaten dieser Erde sollten sich bewusst werden das diese Verbrechen zu verurteilen sind. Den Genozid an den Ureinwohnern Amerikas kann man nicht wieder gutmachen, aber seit dem zweiten Weltkrieg gibt es Internationales Recht. Genauso wie Deutschland und Österreich für ihre Kriege verurteilt wurden muss über diese Krieg Recht gesprochen werden. Mindestens das ist man diesen Menschen schuldig.
    Was ich beim Besten Willen nicht begreife ist warum sich diese Rebellen in den Dienst von Saudi Arabien und dadurch der USA stellen. Die kämpfen doch genau für die die sie so sehr hassen, das ist irgendwie nicht nachvollziehbar. Deto in Libyen und alle Linken feiern einen arabischen Frühling, und haben die Islamisten dabei unterstützt gegen das Assad Regime zu kämpfen. Das Assad Regime das es geschafft hat, keine Staatsverschuldung bei der Weltbank zu haben. Ist das den Linken so zuwider und müssen sie die NWO so sehr unterstützen, das ist links? Wer kämpft da eigentlich in Syrien? Sind das syrische Muslime denen der CIA eingeredet hat das sie total benachteiligt sind und wenn sie Assad stürzen dann dürfen sie in Syrien ihren Gottesstaat errichten und alle Nichtmuslime umbringen oder vertreiben? Ich versteh nicht was sich diese Menschen denken, ich kann es nicht nachvollziehen. Ein Rebell nimmt ein MG und ballert Vollgas damit herum und beschwert sich im gleichen Moment wie grausam das Assad Regime ist. Assad fängt doch sicher nicht einfach so an Bomben zu werfen. Auch hat man in Libyen gesehen was passiert. Ich kann nicht sehen was die Rebellen für ein anderes Ziel haben als alle Nichtmuslime oder sogar die Muslime die sie als Nichtmuslime oder Schiiten bezeichnen umzubringen. Sind die so geistesgestört, was wollen die Rebellen die nichts mit diesen Sekten zu tun haben? Gibt es die überhaupt? Wie soll es enden? Wo kommen die ganzen Islamisten her? Das sind doch nicht alles Syrer? Hat der Krieg gegen die „Ungläubigen“ begonnen? Wie viele Muslime sind daran beteiligt?
    Wir haben die Gebote von JWHW und es steht geschrieben das nichts geändert, hinzugefügt oder weg gelassen werden darf. Wie können die Muslime dann behaupten das ihr Gott unser Gott ist wo doch der Koran alle Gebote zunichte macht. Eine größere Verschmähung gibt es nicht. Genauso ruft der Koran auf alle Werke Gottes zu missachten und nicht zu würdigen. Zu verehren ist nur ihr Gott aber wer ist dieser Gott? Wie kann es sein das die Muslime Ungläubige umbringen sollen und ihr Gott das als allerhöchste Tat bezeichnet. Sind nicht alle anderen Menschen genauso Gottes Werk und wenn er allmächtig ist dann würde er sie doch nicht so gemacht haben?
    Der der Gottes Werk zerstören will ist Satan, die listige Schlange.
    Die ganzen Dschihad Brüder sollten sich mal fragen ob nicht Satan ihr wahrer Gott ist. Denn nicht nach ihren Worten sondern nach ihren Taten werden sie gerichtet werden. Du sollst nicht lügen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht morden, du sollst Vater und Mutter ehren, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut, du sollst außer mir keine anderen Götter haben.
    Zugegeben, auch ich schaffe es nicht die Gebote zu halten aber ihr verstoßt wirklich gegen jedes Gesetz.
    Die Ähnlichkeit mit dem Rassismus des NAZI Deutschland ist extrem und kein gläubiger Mensch wird behaupten das die Taten der Nazis Gott gefallen haben.
    All die Muslime die auch von diesen Mörderbanden im Namen des Islam umgebracht werden möchte ich auf keinen Fall beleidigen. Ich weiß ehrlich gesagt zu wenig über den Islam und auf keinen Fall möchte ich euch als Menschen oder eure Kultur verurteilen. Nur wie wollt ihr mit Menschen eines anderen Glaubens umgehen? Wie soll ich den Islam unterscheiden? Wie kann ich euch vertrauen und muss nicht davon ausgehen das ihr im Dschihad seid wo jede Lüge nützlich ist? Was ist in den islamischen Ländern los und warum werden dort millionenfach Andersgläubige umgebracht? Ist es nicht an der Zeit über eine Reform eurer Religion nachzudenken? Wann werden Christen, Juden, in den islamischen Ländern als gleichwertige Menschen angesehen werden? Warum habt ihr einen Vogel der in der Hetze gegen Juden und Christen bereits Adolf Hitler übertrifft?
    Auch beim ORF ist die Berichterstattung über den Syrienkrieg fatal. Alle Rebellen werden immer total harmlos dargestellt. Wenn die Kurden dann eine Stadt befreien werden sie auch als Rebellen bezeichnet die gegen den IS und das böse Assad Regime kämpfen. Das die einen Rebellen islamistische Mörderbanden sind sich vom IS kaum unterscheiden und genauso einen islamischen Staat wollen und die anderen Rebellen (die Kurden) eigentlich gegen diese Rebellen kämpfen ist egal, Hauptsache das Assad „Regime“, das wird immer als Regime bezeichnet, die sind natürlich böse. Über den Jemen wird überhaupt nicht berichtet. Diese derartige pro USA Kriegshetze gibt es bereits seit dem ersten Irak Krieg. Ich weiß nicht was für Vollidioten dort arbeiten aber wenn dann ein Goldfinger daherkommt und das auch noch rechtfertigt und verharmlost wird mir schlecht.
    Warum wird eigentlich nicht von Afghanistan, Pakistan, Irak, Iran, Syrien usw gefordert dass Deutschland die Ramstein Airbase schließen soll, schließlich sind diese Länder betroffen von den Drohnenkriegen. Da würde die Ramsteindiskusion doch mal ein bisschen an Brisanz gewinnen, also wenn irgendjemand diplomatische Beziehungen zu diesen Ländern hat, dann sollte er diese Länder doch mal bitten diese Forderung zu stellen.

    • Eine Justiz ohne Exekutive ist machtlos. Aus diesem Grund werden sich mächtige Staatsoberhäupter niemals vor Prozesse fürchten. Allenfalls innerländische Prozesse können Mächtige gefährlich werden, siehe den ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac, der wegen Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Im Falle Deutschlands konnten sich die Tatverdächtigen nicht den Prozessen entziehen, das gleiche gilt für Hussein oder Mladic. Hatte im Nürnberger Prozess lediglich die Sowjetunion keinen moralischen Kredit, gilt dies heute für alle Großmächte und das Imperium selbst. Verurteilungen haben – ungeachtet dessen, dass ich die Todesstrafe ablehne – den Geschmack einer Siegerjustiz bekommen. Bush oder Hussein, man kann die Befreier immer unmöglich von den Kriegsverbrecher unterscheiden. Das Völkerrecht ist eine zivilisatorische Errungenschaft die es nicht zu verraten gilt. Wer das dennoch tut, der schaue sich das Ableben von Gaddafi an. Ein Zyniker könne auf die Idee kommen, dass man sich heute nicht mal um ein Verfahren bemüht, sondern die Feind gleich auslöscht.

      Ich bin mir sicher, dass man es nicht auf einen Kampf zwischen dem sozialistischen Assad gegen proamerikanische Rebellen herunterbrechen kann. Sicher ist, dass Assad, Angehöriger der sozialistischen Baath-Partei. Die Rolle aller Akteure erschwert jede Unterstützung. Syrien kommt ohne Staatsverschuldung aus, ist aus westlicher Sicht wegen seinem Säkularismus, Gleichheit der Geschlechter und Nationalismus zu befürworten (Ich weiß, dass jetzt einige meinen der Nationalismus sei in Europa von den Eliten nicht erwünscht und werde bekämpft, andere halten ihn für eine ernstzunehmende Bedrohung, aber ich gehe von der Ideologie aus, die sich in unserem Alltag manifestiert in Bundesbehörden, Armee, Parlament etc. Jeder westliche Staat teilt diese Ideologie, sonst gäbe es Reiche oder Stammesgesellschaften.) Auf der anderen Seite ist Assad verantwortlich für die schlechte Menschenrechtslage, merkwürdige Wahlergebnisse, die das Ergebnis von Fälschungen sind und einer Apartheid die sich nicht nur in der Vorherrschaft seiner Sippschaft, den Nusairiern erschöpft, sondern dadurch den konfessionellen Konflikt erheblich verschärft. Auf der anderen Seite ein dutzend Splittergruppen und Parteien, die ebenfalls vor Menschenrechts-verletzungen nicht zurückschrecken. Die einen sind für die Erhaltung des Staates (FSA), die anderen dagegen (IS und Peschmerga), die einen (IS) haben Kurden vertrieben, worauf die anderen (Peschmerga) Araber zur Flucht zwangen. Ich würde eine Distanz vorschlagen, man muss sich von den Werbungen aller Gruppen frei machen. Ein Misstrauen gegenüber jeden ist in diesen Zeiten Klugheit geworden.

      Ich denke wir werden uns in der Lesung des Korans nicht einig werden. Die gleichen Fragen hätte man jenen Spaniern stellen müssen, die Guanchen und Indianer für Schlachtvieh hielten. Auch will ich den Vergleich mit den Nazis nicht gelten lassen. Nicht weil man den Nationalsozialismus relativieren würde, sondern weil man die Taten an sich verleugnet. Man muss kein Nazi sein, um zu lügen, stehlen und morden und Ungläubige zu verfolgen. Diese Taten wurden vor dem Nationalsozialismus, mit dem Nationalsozialismus und nach 1945 begangen. Wer hätte nach 1945 einen Völkermord für realistisch gehalten? Ich denke nur einige Skeptiker, die allein wegen ihrer Pedanterie dies für wahrscheinlich halten mussten oder Pessimisten.

      Ich nehme Ihre Aufrichtigkeit ernst. Ich kann die an Muslime gerichteten Fragen nicht beantworten, aber ich will nur etwas anmerken. Die Tötung von Andersgläubigen ist marginal zur der Tötung von jenen, die als Andersgläubige tituliert werden, obzwar sie Muslime sind. Eine Reformation des sunnitischen Islams gab es unter Ibn Taimīya. Eine Reformation ist hierbei vom Fortschritt im Sinne der Aufklärung scharf zu trennen. Luther wollte das vom Papsttum der Renaissance degenerierte Christentum bekriegen. Staatlichkeit und Kapitalismus wurden zwar vom Protestantismus begünstigt, waren aber nie die Absicht Luthers. Die andauernde Diskriminierung von Juden wie Christen soll schärfer kritisiert werden. Herr Vogel, bei aller berechtigten Kritik an seinem Auftreten und Religionspraxis, ist doch eine Randfigur. Ich kann doch nicht einen Prediger aus den Vereinigten Staaten, der den Koran öffentlich verbrennen will, zum Musterbeispiel der Christenheit erheben. Vogel ist medienwirksam wie eine Burka in der Disko.

      Was die Medienberichterstattung angeht, so hoffe ich, dass eine Ernüchterung hilft. Die Zuschauer sind nicht an einem Verstehen interessiert. Es bekümmert sie nicht. Politik auf Fußballniveau, 1:0 für Rebellen in der ersten Halbzeit, in der zweiten Halbzeit Gleichstand durch Wechsel. Rückspiel folgt und daneben gibt es noch Veranstaltungen wie DFB-Pokal, UEFA usw. Man sieht sich immer zweimal im Leben. Dennoch droht TTIP zu scheitern, also lassen sich die Bürger immer noch politisieren.


    • Eine Justiz ohne Exekutive ist machtlos. Aus diesem Grund werden sich mächtige Staatsoberhäupter niemals vor Prozesse fürchten. Allenfalls innerländische Prozesse können Mächtige gefährlich werden.

      Ja das ist so, trotzdem ist dieses Statement, ein Verurteilung dieser Kriege und der Kriegstreiber unbedingt nötig.
      Denn so kann Druck aufgebaut werden der dann zu innenpolitischen Veränderungen führt. Und nur weil es schwierig ist sollte man es nicht gleich sein lassen. Erst eine Verurteilung dieser Verbrechen kann zu Gerechtigkeit führen.


      Bush oder Hussein, man kann die Befreier immer unmöglich von den Kriegsverbrecher unterscheiden.

      das stimmt nicht, es ist heute bewiesen das alle Grundlagen die zu diesen Kriegen führten auf Lügen fußten.
      Man weiß wer gelogen hat. Man weiß wer für die Kriegsverbrechen verantwortlich ist.
      Einzelen Menschen die unter den NAZIs zum Beispiel in einen Lager gearbeitet haben werden heute noch ausgeforscht. Wenn die Kriege als Verbrechen eingestuft werden dann können auch einzelne Soldaten die Kriegsverbrechen begangen haben vor Gericht gebracht werden. Wenn es bei den Nazis möglich ist dann gehts auch bei den AMIs.


      Auch will ich den Vergleich mit den Nazis nicht gelten lassen.

      da muss ich Ihnen leider auch widersprechen, es sind die gleichen Mechanismen die der IS anwendet und welche die NAZIs angewendet haben. Bei den Gräueltaten steht der IS den NAZIs um nichts nach.


      Ich denke wir werden uns in der Lesung des Korans nicht einig werden. Die gleichen Fragen hätte man jenen Spaniern stellen müssen, die Guanchen und Indianer für Schlachtvieh hielten.

      Die Spanier waren gierige Mörder die einen Rassismus gelebt haben, der aber nicht durch der Bibel begründet ist. Auch waren damals andere Zeiten, Verhältnisse, Informationen. Man kann diese Taten nicht so einfach mit den Taten in heutiger Zeit vergleichen oder befindet sich die gesamte islamische Welt noch im Mittelalter?
      Die Taten des IS werden aber durch den Koran begründet. Da ist ein Unterschied. Jetzt kann man sagen das der Koran halt anders zu interpretieren ist. Und da sage ich das diese Argumentation nicht gilt, was geschrieben ist steht halt da und dann muss man sich fragen wie man mit so einer Religion umgeht. Diese Religion geht ja sogar soweit das sie sich gegenseitig nicht anerkennen und umbringen. Wenn diese Religion die Ursache für diese Gräueltaten ist dann muss darüber diskutiert werden.
      Ich muss ehrlich sagen ich zweifle sehr stark an der Aufrichtigkeit vieler Muslime, vor allem auch in Deutschland.
      Das als Ziel die Eroberung Europas und die Vernichtung, Versklavung der europäischen Menschen verfolgt wird ist für mich nicht abwegig. Der Vogel muss sein Gedankengut von anderen „Predigern“ bekommen haben und in wievielen anderen Moscheen wird dieser Hass auch gepredigt. In Graz alleine werden mehr als die Hälfte der 30 Moscheen als salafistisch eingestuft in denen genau dieser Hass gepredigt wird.
      Der Vogel ist keine Randfigur sondern eine Darstellung dieser Religion in der Sprache die wir auch verstehen.

    • @Eiszeit: Ich finde Dein Statement hier mutig und gerecht. Wenn alle nur darüber schweigen, wird auf jeden Fall alles immer nur noch schlimmer, obwohl ich mir da jeweils immer noch schlimmer gar nicht mehr vorstellen kann.
      Was ist z.B. schlimmer, als Andersgläubige einfach zu köpfen? Und was ist schlimmer, als mit Lügen Täter zu Opfer zu machen und Opfer zu Tätern?
      Vielleicht gelingt es den Geo-Engineerers ja eines Tages noch, diesen Planeten mitten durchzureißen? Aber selbst das wird sie wohl nicht befriedigen können in ihrer unersättlichen, ewig unbefriedigten Machtgier. Ich habe mich bisher nicht mit Satanismus befasst, aber seit der perversen Eröffnungsfeierlichkeiten zum Gotthard-Tunnel denke ich öfter mal daran. Es gibt vermutlich einen Wahnsinn, den ich als gesund empfindender Mensch geistig nicht mehr erfassen kann. Ich weiß es nicht.

    • Ich sehe den Islam nicht als Satanismus. Den betreiben die Freimaurer. Aber bei meinen Auseinandersetzung mit dem Islam fängt man doch an zu fragen. Wenn man sich nicht damit auseinander setzt geht man als normaler Mensch einfach davon aus das es eine ganz normale Religion ist. Wenn dann aber eine Sabatina James erzählt das sie von ihren eigenen Vater umgebracht werden sollte, nur weil sie Christin geworden ist, dann kann der Isalm nicht mehr als friedliche Religion bezeichnet werden. Wenn die ganze Religion dazu aufruft die Christen umzubringen und das auch durchführt, dann ist das anti christlich und wer ist der Antichrist. Es wird alles was das Judentum und Christentum ausmacht auf verlogene Weise ins Gegenteil pervertiert.
      Die Bibel sagt das nichts von den Geboten verändert werden darf, nichts hinzugefügt und nichts weggenommen.
      Genau das macht aber der Koran. Für ihren Gott ist es die höchste Tat wenn du andere ermordest, im Dschihad ist es sogar erlaubt und es wird dazu aufgerufen Vater und Mutter umzubringen.
      Die Bibel sagt das nach Jesus kein Prophet Gottes bis zur Wiederkehr Jesus mehr kommen wird. Wir sollen uns von den vielen falschen Propheten in Acht nehmen und ganz besonders vor dem der leugnet das Jesus Gottes Sohn ist.
      Wir sollen auch nicht auf ihrer Worte hören, denn es sind heuchlerische Lügen und ihre Taten werden zeigen zu welchen Gott sie stehen.
      Die normalen Muslime sind aber keine Satanisten, denn sie leben diesen Dschihad ja nicht.
      Auch sie haben einen ganz normalen Hausverstand und können Unrecht von Recht unterscheiden.
      Nur die Geschichte hat gezeigt das der Islam seit er existiert zur Ermordung von andern aufruft. Er ist keine friedliche sondern eine kriegerische Religion. Zudem haben diese Menschen ihr Leben lang gehört das sie die Auserwählten sind und alle anderen nichts wert sind. Für mich ist ganz klar diese Auserwähltheit das Machtinstrument.
      Durch die Kriege der USA werden die normale Muslime aber in den Dschihad getrieben. Wenn unschuldige Menschen, Kinder von Bomben zerfetzt werden dann ist klar das es diese Menschen einen Hass auf die Bombenwerfer entwickeln. Der Islam bietet ihnen nun einen vermeindlichen Ausweg indem er sofort die „Ungläubigen“ dafür verantwortlich macht.
      Für mich sind sie keine Satanisten sondern Getäuschte.
      Wenn die Dschihadi Brüder nach ihrem Tod dem Allmächtigen ins Antlitz sehen werden und dann ihre Taten noch immer nicht bereuen (genau das wird auch vom Koran gefordert) sondern vielleichts auch noch stoltz drauf sind, na wo werden die dann landen? Ganz bestimmt nicht im Himmel.

    • @Eiszeit: Zitat “ Die Spanier waren gierige Mörder die einen Rassismus gelebt haben, der aber nicht durch der Bibel begründet ist.“
      Dem muss ich widersprechen, denn 1. hat die Kirche dem Morden den Segen erteilt und 2. habe die Schächter ihre Taten durchaus damit gerechtfertigt, dass die Opfer nur primitive Heiden/Ungläubige wären und dass sie bekehrt oder getötet werden müssten.
      Wurde in den 1970gern sogar in den, naja einigen Gymnasien so gelehrt.

    • @Eiszeit Zitat „Die Taten des IS werden aber durch den Koran begründet“
      Wie die Ausrottung der indianer mit der Bibel begründet wurde. Nicht von allen- aber auch beim IS gibt es genug Leute, meist in Führungspositionen (mit Verbindungen zu ihren Unterstützern in USA?) denen Religionen scheißegal sind, und nur für ihre Zwecke instrumantalisiert werden.
      Die Geschichte zeigt übrigens, dass alle organisierten Religionen derart missbraucht werden können.

    • @Eiszeit: Ich habe nicht gemeint, dass speziell die Moslems Satanisten seien, da hast Du mich nicht richtig gelesen. Ich meinte mit Satanismus den ganzen Greuel, der in der Welt von Menschen verübt worden ist und immer noch ungehemmter um sich greift, egal unter welchem Glauben. Ich erwähnte die satanistische Gotthardttunneleinweihung und die ist nicht von Moslems inszeniert worden. Aber wir müssen uns nicht um dieses Wort streiten. Wir können es auch „Untermenschlichkeit“ nennen.
      Mit dem, was Du über Jesus und den Islam schreibst, hast Du aber, finde ich auch recht. Ich sehe das auch so.

      @vizero: Es gibt in Bezug auf das Christentum immer 2 Probleme, die zu Missverständnissen führen.
      1. Gibt es Jesus Christus erst im NT und nicht im AT. Im AT ist viel von Gewalt die Rede, bei Jesus Christus aber überhaupt nie, ganz im Gegenteil.
      2. Hat die „Christliche“ Kirche Jesus Christus lange für Ihren Machthunger missbraucht und falsch interpretiert.
      Deshalb muss man, wenn man an die Lehre Jesu glaubt, so wie ich z.B. auch, immer dazusagen, dass man aber nicht kirchengläubig -oder bibelgläubig ist.
      Tatsächlich kann ich mit dem AT, so weit ich es kenne, überhaupt nichts anfangen, finde den Gott Jahve dort einen abstoßend gewalttätigen Patriartchen. Diese Art Religion hat mit der Lehre Jesu gar nichts zu tun, ist sogar möcht ich sagen, das Gegenteil davon.
      Aber das Judentum und der Islam haben schon etwas damit zu tun.
      Ich könnte auch sagen, ich bin nicht religiös, aber ich liebe Jesus von Nazareth. Er ist aus meiner Sicht der Erlöser dieser Welt. Vor ihm war Buddha in Indien und dann Sokrates in Europa. Sie waren die Brücke zum Erlöser. Das ist aber meine private Interpretation, die ich allerdings mit einigen anderen teile. Rudolf Steiner z.B. hat das glaub ich auch so gesehen. Es gab auch andere große Geister in der jüngeren Geschichte unseres Denkens, wie etwa Laotse, aber wir hier wissen nicht so viel über sie, wie über jene und letztendlich ähneln sich ihre Lehren alle. Nur der Jahve fällt da irgendwie raus mit seinen Aufforderungen zur Gewaltausübung und ich weiß nicht, wer er eigentlich war oder wer ihn erfunden hat. Wir können ja auch nicht ausschließen, dass es hier auf der Erde schon Ausserirdische gab. Das wäre bspw. eine Erklärung dafür, warum so grausam mit dem Planeten Erde umgegangen wird. Wir wissen es (noch)nicht.

  5. Syrien und Ukraine sind bestimmt die Pulverfässer, die absichtlich gelegt worden sind. Diese beiden Pulverfässer können Weltkrieg Teil III auslösen. Schade ist natürlich, dass Syrien in Schutt und Asche gelegt wird. Vorher schon Irak und andere Länder im Nahen Osten. Da wird viel zerstört. Meiner Meinung nach liegen in diesen Gebieten (Persien) die Wurzeln unserer Zivilisation (Sumer). Alles wird zerstört und Forschungen werden unmöglich

    • Das stört mich wirklich: Unsere Herkunft ist vollkommen ungeklärt. Genau die Orte, wo man forschen könnte, werden zerstört

    • Schuld tragen die Regierungen. Denen mangelt es am historischen Bewusstsein, nicht allein wegen dem Islam. Zwar ist im Zeitdenken der Muslime die vorislamische Zeit das Zeitalter der Dunkelheit und Unwissenheit, aber das erklärt allenfalls das Desinteresse für die Hochkulturen des Altertums. Für Ägypter stehen die altägypten Bauten für die große Geschichte des ägyptischen Volkes, was man ja auch von Italienern im Bezug zu Rom kennt, obgleich eine historische Kontinuität nicht vorhanden ist oder mühsam konstruiert werden muss, siehe Gallier als Vorfahren der Franzosen und Germanen als Deutsche der Antike. Diese Ansichten waren in Europa besonders im 19. bis Mitte des 20. Jahrhundert anerkannt. Heute hat die Forschung das korrigiert. Aber die Institutionalisierung der Pflege historischen Materials wurde beibehalten, siehe Museen, Zeitschriften für Laien etc. Nach der Entkolonialisierung übernahm man das europäische Modell, mit der Konsequenz, dass zwar die Vermarktung da ist, aber kein Bewusstsein. Durch die Islamisten und die geringe Fürsorge der Mächtigen wie Saddam Hussein oder Assad sind sie dem Verfall preisgegeben worden.

    • Eine der ersten Handlungen im letzten US-Angriffskrieg gegen Irak war die Zerstörung der womöglich wertvollsten Samenbank der Welt(Monsanto lässt grüßen!)

    • @fritz Zitat „Schuld tragen die Regierungen. Denen mangelt es am historischen Bewusstsein, nicht allein wegen dem Islam. “
      Das ist doch wirklich etwas billig. Schließlich sind genau die Staaten, die eben nicht von Islamideologien beherrscht wurden und mit den höchsten Lebensstandard weltweit hatten, vom Westen zerstört worden oder werden gerade.
      Abgesehen davon kann man die meisten Probleme nicht nur in der islamischen Welt auf die Kolonialzeit zurückführen, in der der christliche (!) Westen andersartige Zivilisationen zerstört hat.

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