Energy TV24-Realtalk #1 Ken Jebsen

Video-Beitrag von EnergyTV24 veröffentlicht am 12.07.2016.

Das Team von EnergyTV24 befragt Ken Jebsen zu seinen persönlichen und politischen Standpunkten rund um die Thematik der Energiewende. EnergyTV24 erläutert das Interview im Begleittext wie folgt:

„Was ist eigentlich Energie? Wie kann jeder von uns einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende beitragen? Und ist es nicht langsam an der Zeit anders mit Energie umzugehen?
Diesen und vielen anderen spannenden Fragen stellt sich der Journalist und Aktivist KEN JEBSEN im Energy TV24-REALTALK.

Ken Jebsen spannt hierbei den Bogen weit. Seiner Meinung nach sollten wir Schritt für Schritt zurück zu natürlicheren Lebensweisen, um unsere wahren, selbstbestimmten Bedürfnisse zu erkennen. Sein Credo lautet: „Energie sparen soll Spaß machen!“ Denn nur wenn etwas Spaß macht, sind die Menschen auch bereit es von selbst zu tun. Energie sparen fängt aber vor allem bei einem selbst an. Wer sich gut kennt, bis an seine Grenzen geht, sich entwickelt, indem er spielt und ausprobiert, wird auch in der Lage sein, Einfluss auf das große Ganze zu nehmen.

Dem entgegen stellt Jebsen den neoliberalen Kapitalismus, der seine Anhänger ständig dazu verführt, immer mehr zu brauchen, als wirklich nötig.

Der Übergang zu erneuerbaren Energien ist für Ihn eine entscheidende Chance zu mehr Dezentralismus, Autarkie und Selbstbestimmtheit, wodurch vorherrschende Strukturen entscheidend an Macht und Einfluss verlieren würden. Die Frage nach der Energiewende muss also auf weit mehr Ebenen, als der wirtschaftlichen gelöst werden.“

KenFM empfiehlt diesen Beitrag. Hier der Link zum Video: www.energy-tv24.de

 

54 Kommentare zu: “Energy TV24-Realtalk #1 Ken Jebsen

  1. Beispiel Vorurteile: (allgemein und gegen Minderheiten): Es ist heute eine der wichtigsten geistigen Übungen, meine ich, sich darin zu trainieren, frei von Vorurteilen zu sein, bzw. zu werden. Dazu gehört eine wache kritische Haltung auch gegenüber der eigenen Denke, die einem ermöglicht, immer wieder auf die eigenen Schliche zu kommen. Voraussetzung zu dieser sozialpflegerischen und gleichzeitig selbstbefreienden Haltung ist allerdings ein gesund funktionierendes Gerechtigkeitsgefühl in dem Sinne, dass Wert darauf gelegt wird, möglichst nichts und niemand zu verletzen oder zu benachteiligen. Und Voraussetzung für diese Art Achtsamkeit ist wiederum das Wissen darum, dass Rücksichtslosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber anderen beiderseits Unglück heraufbeschert. Es macht nicht nur andere nicht glücklich, sondern genauso auch einen selbst nicht.

  2. Ich finde es sehr wichtig, in dieser Zeit der „staatlich legitimierten Verlogenheit“, dass die Menschen sich gegenseitig freien Einblick in ihre Seele gewähren. Dass man sich gegenseitig seine Motive klar und offen darlegt für das, was man denkt, schreibt und tut. In dieser Hinsicht finde ich Ken jebsen wirklich vorbildlich. Viel aufrichtiger und mutiger kann man meiner Ansicht nach wohl gar nicht mehr sein, wenn man sich und seine Angehörigen nicht gefährden will. Mir fehlt allerdings bei den „Alternative Medien“ insgesamt jetzt immer noch die engere und freundschaftlichere Zusammenarbeit. Dass dies durch wirtschaftliche und auch meinungspolitische Umstände immer noch kompliziert ist, verstehe ich allerdings schon. Wir sind ja alle auch noch körperlich anwesend und deshalb noch nicht so frei, dass wir uns nur noch allein um unser Geistesleben kümmern brauchen. Die „existenziellen Ängste“ sind ja bei aller Einsicht und inneren Freiheit und Großzügigkeit immer noch da, wenn auch bei jedem und jeder in verschieden großen Maße.
    Ich fände es gut, wenn diese Art von Personalinterview von EnergyTV-Talk nun auch noch mit weiteren „Köpfen“ der anderen alternativen Plattformen geführt würde und am Ende Ken Jebsen vielleicht eines seiner „Konferenz-interviews“ mit diesen „alternativen Köpfen“ machen könnte. Ich würde mich da z.B. besonders freuen auf Michael Vogt, aber auch auf die anderen.

    • Eine konstruktive Kritik enthält eine Begründung, ansonsten ist es nur eine Destruktion, eine Abwertung.

    • @ veganislove

      1. Punkt.

      glaubst du, dass dezentralisierte Energie umweltschonender ist , als zentralisierte, wenn ja, wieso?

      gibt es Vorteile der zentralisierten Energie, wenn ja, welche?

      kann dezentrale Energie deiner Meinung nach, zu macht Mißbrauch führen oder ist sie generell besser als zentralisierte Energie?

      bsp. ein Staudamm befindet sich unmittelbar in der Nähe einer Millionenstadt, wie würdest du in Zeiten dezentraler Energiegewinnung mit diesem strom liefergiganten umgehen? nutzen oder nicht? und wenn ja, wie organisierst du das? Anschluss Pflicht?

      ist dezentrale Energie im städtischen Bereich realisierbar, d.h. im Bereich Mietwohnung?
      siehst du da Probleme?

      ich sehe das Problem nicht in der Art der Energieerzeugung, ob klein oder groß, ist nicht unbedingt relevant, sondern die Organisation der Verteilung, ist die Lösung.
      da gibts im Prinzip nur ein Rezept , um sinnvolle Strukturen zu schaffen.
      aber äußere mal deine Ideen dazu. bin gespannt auf deine Antworten.

    • @ veganislove

      2. punkt

      der Ausspruch sklaventreiber

      wenn ein Mensch sagt, wir müssen aufhören sklaventreiber werden zu wollen, dann klingt das ja gut, schlecht ist blos , wenn man selbst, humanistische Ansichten vertritt , bedacht handelt und selbst kein „sklaventreiber“ sein will, also seine Ideen nicht umsetzen kann. hm. dann ändert sich ja nix….

      in dem Zusammenhang , was macht für dich, einen „guten“ und sozialen Unternehmer aus?
      was wäre dein Hauptziel als Unternehmer? würden deine praktisch , körperlich arbeitenden Angestellten mehr verdienen , als du , der die Geschicke eher geistig managed?

      Thema Angst

      welche Rolle spielt die Angst Entscheidungen zu treffen , wenn man Verantwortungsbewusstsein mit einschließt.
      bedeutet „veranwortungsbewusstes “ handeln und dabei auch gewisse Veränderungen zu scheuen, zwangsläufig, Angst vor etwas zu haben ? ist es nicht vielmehr eine Abwägung zwischen Risiko und nutzen?

      ken ist Journalist , seine Aufgabe ist aufzuklären und uns zu zeigen was „los“ ist. das ist seine berufung. Fängt er jedoch an, der breiten Masse , Ratschläge zu geben, wie sie ihr Leben ,leben sollten, wie sie Entscheidungen treffen sollten usw. , begibt er sich auf sehr glattes Eis, denn dann muß er sehr viel informierter sein und muß vor allem konkret Alternativen benennen und Wege aufzeigen. und das kann er nicht bzw. will er auch gar nicht.

      das Interview ist too much, er überschreitet seine Kompetenzen oftmals. ich halte es für falsch, wenn man versucht ,seine Meinung auf die Allgemeinheit übertragen zu wollen.

      sein charakter ist sehr speziell, seine Stärken liegen in der Betrachtung und Analyse, er hat einen sehr scharfen blick ,ich sehe ihn weit weniger stark in der praktischen Umsetzung, im eigentlichen Reformprozess…deswegen Schuster, Bleib bei deinen Leisten.

      aber beantworte mal bitte die Fragen?

    • Duzen möchte ich mich mit Ihnen nicht mehr, nach all dem, was ich hier im Forum mit Ihnen erleben musste. Sie haben sich also jetzt im Nachhinein Gedanken gemacht, bzw. Ihre Kritikpunkte in Bezug auf Ken Jebsen hier aufgeschrieben. Warum nicht gleich so und an Ken Jebsen selbst? Dann wäre es eine Kritik mit persönlicher Begründung gewesen! Zu feige, sich hier mit Ken Jebsen persönlich auseinander zu setzen?
      Aber da dies auch von anderen gelesen wird und Sie meiner Meinung nach ungerecht gegenüber Ken Jebsen hier urteilen, wie Sie das ja auch oft genug gegen mich hier praktiziert haben, antworte ich auf Ihre Fragen.
      Sie behaupten, Ken Jebsen schieße über sein Ziel hier hinaus und gäbe anderen Ratschläge und das sei nicht sein Job als Journalist. Schuster bleib bei Deinem Leisten, schreiben Sie. Meine Antwort:
      Erst einmal ist hier Ken Jebsen nicht in seinem Job als Journalist, sondern wird auf einer anderen Plattform als Mensch befragt. Und als Mensch gibt er ehrlich und aufrichtig seine Antworten. Meinen Sie, da er ein bekannter Journalist ist, darf er nicht mehr Auskunft geben darüber, wie er selbst als Mensch denkt und fühlt und was er selber persönlich für richtig oder falsch hält? Und gerade er hat immer und überall betont, dass er möchte, dass jeder Mensch sich seine eigene Meinung bildet aufgrund von Information und Wissen und dass niemand seine Meinung mit ihm teilen muß! Das müssten Sie eigentlich auch schon mal mitbekommen haben, denn das sagt er immer wieder! Wollen Sie den Menschen verbieten, von Ken als Mensch be-geistert zu sein? Dann können Sie auch dem Wasser verbieten zu fließen!
      Was die zentralisierte bzw. dezentralisierte Energieversorgung betrifft, ist ganz klar die dezentrale umweltschonender und gerechter. Staudämme an sich sind schon ein Verbrechen höchsten Ausmaßes gegen die Natur. Sind Sie gar nicht darüber informiert, was die allein schon bei ihrer Installation anrichten und auch danach? Lesen Sie nur mal von Arundaty Roy, was in ihrer Heimat Indien damit den Menschen und der Natur angetan wurde oder in China, wo hundertausende von Bauern gegen den Bau demonstriert haben und der Staudamm trotzdem gebaut wurde und es später dort zu den schweren Erdbeben kam, die Geologen mit diesem Mega-Staudamm in Verbindung bringen! Sie gehen einfach von den gewalttätigen bisherigen Werken der Menschheit aus, ohne zu hinterfragen! Was ist mit den ganzen Kabelverlegungen auf dem Grund der Ozeane? Was ist mit den riesigen Energietrassen, die notwendig sind für zentralisierte Energie?
      Und was ist mit der Missbrauchs-und Menschenmassen-Manipulationsmöglichkeit und ihrer Abhängigmachung durch zentralisierte Energie? Zentralisierte Versorgungspolitik ist in jeder Beziehung ungerechter, als dezentralisierte. Ich staune, dass Sie das überhaupt in Frage stellen.
      Und wenn ein Mensch sagt, dass er kein Sklaventreiber sein will und danach lebt, dann finde ich das die effektivste Maßnahme überhaupt, um etwas Positives, Aufbauendes in diese Menschengesellschaft hineinzutragen und die einzige Möglichkeit, etwas zum positiven zu verändern. Für meine Person kann ich sagen, dass Ken Jebsen mir immer etwas schenkt. Zum Beispiel auch viele befreiende Lacher. Von Ihnen dagegen habe ich in der letzten Zeit hier nur geistige Beklemmung erfahren. Das ist der Unterschied.

    • @ veganislove

      ca. 10 Prozent ihrer Antwort befasst sich mit der Beantwortung meiner Fragen. worauf es mir letztlich ankam. die restlichen Worte sind für mich eher unrelevant, weil von Ideologie und Emotion getrieben.

      es bestätigt aber meine Meinung und was anderes habe ich auch nicht wirklich von ihnen erwartet , um ehrlich zu sein.

      keinerlei technisches und wirtschaftliches Verständnis. das gravierenste ist aber das fehlende soziökonomische Verständnis und da wirds gefährlich.

      und machen sie sich nicht ständig solche Gedanken, wer alles ihre Kommentare lesen könnte, das ist eine sehr kindliche Einstellung.

    • Und wieder nur unbegründete, diffamierende Behauptungen. Anscheinend können Sie nur das. Warum beantworten Sie nicht einfach ausführlich diese von Ihnen hier gestellten Fragen mit Ihren angeblich so überragender Sachkenntnis selber? Dann könnten wir vielleicht alle von Ihnen noch etwas lernen? Nach meiner Erfahrung haben Sie aber nur einen gewissen instinkt ausgebildet, mit dem sie fieberhaft bei anderen nach Schwachstellen suchen und wenn Sie keine finden, er-finden Sie welche! Dies ist ja auch die übliche Praxis, mit der man sich in unserer „Ellenbogengesellschaft“ behaupten muss. Deshalb verweigere ich mich und andere sich dieser ja auch. Wir sehen ja auch alle, was dabei rausgekommen ist. Und damit möchte ich diesen Dialog beenden.

    • @ veganislove

      sich mit Themen tiefgreifender zu befassen, führt oft zu „geistiger Beklemmung“ , aber auszuweichen oder sich nicht mit der praktischen Lösung von Problemen zu befassen, führt zu keinem Fortschritt, ganz im Gegenteil, die Beklemmung wird immer größer. merkt man ja….

      ihre Antworten zu zentraler und dezentraler Energie sind allenfalls „Alternative Propaganda“. dezentrale Energie kann die Menschen genauso Geiseln , wie zentralisierte. dezentrale Energie ist in keinster Weise Ressourcenschonender. haben sie sich schonmal informiert, welche technischen Voraussetzungen notwendig sind, um ein Haus auf Solar oder photovoltaikbasis zu betreiben. haben sie schon einmal beobachtet , wie die Wirkung von Sonnenenergie abfällt, nur wenn es bewölkt ist…dann liegen 10 bis 20 prozent leistung an den kollektoren an , die strom produzieren. von warmwasserversorgung über solar braucht man da gar nicht mehr zu sprechen. ich denke sie haben keinerlei Vorstellung , welche Kapazitäten für eine gesicherte Stromversorgung nötig wären, schon allein auf einen Haushalt bezogen. selbst Herr altnickel war nicht im Stande ,sein Haus völlig energieautark zu betreiben, müssten sie ja wissen, wenn sie gut über ihn informiert sind.

      jetzt verteufeln sie schon unterseekabel, ein Vielfaches an Verkabelung wäre pro Haushalt in Summe notwendig, um Energieversorgung dezentral zu bewerkstelligen.
      ob das ressourcenschonender wäre?

      und dann dezentrale Energieversorgung in Städten… oje…da braucht man viel Phantasie , um sich das zurechtzubasteln….der Aufwand wäre gigantisch, davon können wir ausgehen…aber umweltfreundlicher? sehr zweifelhaft…wahrscheinlich sind sie dann auch gegen Windräder….wohl dem, der sich eine solche Meinung leisten kann….die Zukunft liegt wohl eher in energiegenossenschaften , zusammenenschlüssen einer begrenzten Anzahl Menschen, die ihre Energieversorgung selbst regeln wollen und die Fähigkeiten und das wissen gemeinschaftlich erwerben und ausbauen, davon könnte es tausende in Deutschland geben , die sich darauf spezialisieren, Energie lokal zu produzieren und diese in einklang mit der natur zu bringen. ein einzelner wird das kaum vollumfänglich leisten können , weil er nicht alle fachlichen und praktischen Aufgaben bewerkstelligen kann und somit wieder in Abhängigkeiten zu herstellern , dienstleistern etc. geraten wird.

      das Thema Unternehmen haben sie gänzlich ausgespaart….nun gut , da fehlen ihnen Erfahrung und Wissen…kein Beinbruch…ich kenne zum Beispiel einen Unternehmer , der seinen Angestellten mehr bezahlt , als er sich selbst privat nimmt…er sagt nämlich : dass sie vorallem körperlich mehr leisten und arbeitszeitlich wesentlich schlechter gestellt sind, als er selbst und letztlich eben seine Angestellten auch sein Auskommen sichern.
      ja so etwas gibt es nämlich auch auf dieser Welt, leider zu wenig, Nachahmung erwünscht…aber mit pauschalisierten sklaventreiber Argumenten wird s schwierig, da gegenzusteuern.

      also ich würde sagen, solche „Sklaventreiber“ braucht das Land schon und man muß jeden regelrecht in Führung s Positionen bringen, der solche Ansichten vertritt.

      unsere Welt ist viel differenzierter zu betrachten , will man Lösungen finden und nicht nur versuchen, das vorherrschende System auszutricksen, um Freiheit zuruckzuerlangen. Lösungen beginnen woanders.

      ich glaube ich mache mir zu Themen wesentlich mehr Gedanken als sie… 😉 vor allem lösungsorientierte Gedanken, die können durchaus streitbar sein, damit hab ich aber letztlich kein Problem, wenn mein gegenûber logisch begründbar gegenhalten kann, deswegen schätze ich Konversation mit ihnen nicht sonderlich, sie können nicht begründet dagegenhalten….daß frustriert mich 😉

    • Es ging hier aber nicht um mich, sondern darum:
      „ein Interview voller Kontroversen…für mich nicht nachvollziehbar in großen Teilen.“

      Dies ist eine sinnlose, weil inhaltslose Kritik und darauf wollte ich oben hinweisen. Sie haben diese „Kontroversen“ hier bis jetzt immer noch nicht darstellen können. Ich habe auch deshalb darauf hingewiesen, weil Sie diese primitive und oberflächliche, aber leider in unserer Gesellschaft wirksame Methode, etwas, was einem nicht passt, herabzusetzen, immer wieder anwenden. So macht es auch unsere gegenwärtige Politik! Wobei Ihre persönlichen Motive immer im Dunkeln bleiben. Noch einmal: Sind Sie zu feige, Ihre Kritik hier direkt an Ken Jebsen zu richten mit Ihrer entsprechenden persönlichen Begründung? Ich finde Sie in höchstem Maße unaufrichtig und deshalb unerträglich!

    • Mach dir keine Mühe. Ist (meiner Erfahrung nach) absolut sinnlos mit Veganern zu diskutieren. Ganz egal worums geht. Die Folgen selbst nur einer Ideologie, die keinerlei alternativer Sichtweisen zulässt sondern selbst nur das tut, was sie Anderen vorwirft (wie man hier sieht).

      Ich persönlich kann übrigens jedes einzelne Wort von Jebsen so gut nachvollziehen, dass ich immer wieder überrascht bin, wie ähnlich wir die Dinge sehen und sie leben. Ich mag darüber aber hier nicht unbedingt diskutieren. Deswegen gebe ich dir mal Kurzantworten.

      Dezentrale Energie: Dezentral ist natürlich nicht perse umweltschonender. Das sind zwei verschiedene Aspekte. Dezentral ist wichtig um unabhängig zu sein und die Möglichkeit zu haben, frei zu entscheiden. So habe ich die Möglichkeit mir eine umweltschonende, reproduzierbare Energiequelle zu erschließen und bin nicht an einem Wirtschaftsdiktat gebunden. Beispielsweise eben Solar oder Biogasanlagen. Letzteres wird in Bioenergiedörfern praktiziert, die sich damit als Region unabhängig machen. Sind sozusagen Gemeinschaftsprojekte der jeweiligen Dorfbewohner. Musst mal nach googlen oder youtuben. Letztenendes hängts immer davon ab, wieviele mitmachen wollen. Aber alleine mit den beiden Möglichkeiten ließe sich die Erde x mal mit Strom versorgen. Gibt aber auch noch viel mehr Möglichkeiten Strom zu erzeugen. Die Meisten werden nur nicht in den Medien gebracht.

      Zum zweiten Punkt: Das ist natürlich ein großes Thema bei dem jeder schauen muss, was er leisten kann, was er leisten will und wie er was verwirklichen kann und will. Ich finde Ken hat dafür schon gute Beispiele gebracht. Erst einmal muss man bei sich selbst anfangen bevor man in Richtung Unternehmen denkt. Aber es gibt da ja auch reichlich Bewegungen und Projekte. Nehme mal den Demeterverbund. Wer dort Mitglied ist, tut dies nicht um Geld zu verdienen sondern der Liebe der Tiere wegen. Davon kann man sich inspirieren lassen. Ein bekanntes Beispiel. An und für sich ist hier, genauso wie auch beim Strom die Regionalität gefragt. Es dauert noch etwas, bis das sozusagen Schule macht, aber es ist im Kommen. Wenn du wissen willst, wie das konkret ökonomisch realisierbar ist, kannst du denen ja einfach mal schreiben.

      Angst: Ken spricht hier von der Angst vor Veränderung und der Angst Verantwortungsbewusstsein wahrzunehmen. Genauer gesagt spricht er eigentlich von der sozialen und kulturellen Konditionierung oder auch der ersten sichtbaren Fassade des Matrix-Syndroms, dem wir alle unterliegen, was bis zu einem gewissen Punkt auch nützlich ist und war aber mittlerweile ins vollkommene Absurdum getrieben wurde. Ein ganz simples Beispiel wäre die Tatsache dass alle Menschen Shampoo benutzen um sich zu waschen. Obwohl man ohne Shampoo genauso sauber wird wie mit. Durch den Kauf finanziert man die Industrie. Durch die Chemie schädigt man ggf. seine Haut und seine Gesundheit. Allergien, Akne, Neurodermitis. Dies führt einen dann zum Hautarzt oder zur Kosmetik. Man bedient wieder mehrere Industrien. Gleichzeitig verpestet man aber auch das Wasser damit und produziert Unmengen von Müll. Das ist eine ewige Spirale, die man sich einfach nicht traut zu hinterfragen weil man sich dadurch unbeliebt in sozialen Kreisen machen könnte. Und das kannst du beliebig auf alle Lebensbereiche übertragen, die sich dann auch noch gegenseitig begünstigen. Im Grunde genommen ist alles was aus der Industrie kommt, fürs eigene Leben, Überleben und Glück total unsinnig. Man befriedigt nur künstlich erzeugte Bedürfnisse und gibt einem sozialen Druck nach der aber erst dadurch entsteht, dass alle diesen Bedürfnissen nachgehen, die eigentlich keiner hätte. Aber je tiefer gräbt, und je mehr man hinterfragt desto mehr wird man sozial isoliert und desto mehr muss man realisieren, dass man in einer Welt aus Absurditäten, Perversionen und Schein lebt. Und das geht nicht selten mit einem Identitätsverlust einher und es braucht seine Zeit, dies zu bewältigen. Viele fühlen sich dafür nicht bereit. Das ist eigentlich etwas für Tiefenpsychologie und die Dimensionen der seelischen Prozesse lassen sich kaum gerecht beschreiben. Ich habe diese Prozesse glücklicherweise hinter mir, als ich langsam begriff, dass Psychopharmaka mich nicht von meinen Depressionen, und Cremes mich nicht von meiner Neurodermitis befreien und ich mir eigene Wege erschloss. Aber vieles von dem was Jebsen sagte, lässt sich tatsächlich nur nachvollziehen, wenn man gewisse Erfahrungen gemacht und Einsichten erlangt hat, die über das bisherige Weltbild hinausgehen. Und ich würde auch nicht erwarten, dass sich Andere dies antun. Es reicht doch aus, einfach das richtige zutun, für eine friedliche und nachhaltige Welt.

    • PS: Besonders wenn man eine Familie hat oder einen Lebensstil lebt, der von dem Gehalt der Arbeit abhängig ist, ist es nochmal doppelt so hart sich diesen Ängsten zu stellen. In dieser Lage war ich damals glücklicherweise nicht.

    • Bis auf die feindseligen Vorurteile gegen Veganer/innen kann ich der Argumentationslinie von @Ovo hier fast völlig zustimmen(bis auf die angebliche Tierliebe in der Demeter-Wirtschaft) und ich finde es gut und klar formuliert. Anscheinend grüßt hier aber ein Vorurteil ein anderes Vorurteil und das ist schade und lässt wieder weniger Hoffnung aufkommen.

    • @ ovo

      lach Veganer…irgendwie scheint bei einigen ,die Weitsicht mit entsprechender Ernährung zu schwinden….

      genau das ist das Problem , dezentrale Energie ist nicht zwangsläufig umweltfreundlicher und auch nicht freier.

      eine wirklich freie und umweltfreundliche Energie hat vielmehr mit Verzicht und transparenter Verteilung zu tun.

      Bioenergiegemeinschaften , vor allem im Süden Deutschlands sind genauso unfrei, mir ist nicht bekannt , dass diese wirklich regionale Strompreise festlegen. diese Konzepte beruhen hauptsächlich auf „Abwärmenutzung“. aber es ist ein Anfang, das stimmt.

      Demeter in Kreislaufwirtschaft mit Tieren, Wiesen etc.ist in der Tat zukunftsweisend. aber als jemand ,der aus dieser Branche kommt , weiß ich ,um die Zwänge in solchen Betrieben. man muß sehen, wie sich diese natürliche Wirtschaftsweise, zukünftig wird behaupten können.

      wie man letztlich Menschen zu Konsumverzicht überredet, das ist die Frage…mehr Selbstbestimmung scheint in dieser Hinsicht ,ein fragwürdiges Konzept zu sein. der Drang nach Individualität, scheint zu stark ausgeprägt. die Umwelt wird nicht minder darunter leiden….schätze ich.

      in der Tat ist man mit eigener kleiner Familie wesentlich unfreier und auch vorsichtiger ,da kann ich dir nur zustimmen.

      auch ist man gegenüber Themen wie Bevölkerungsreduktion, die ja gern besprochen werden , sehr viel kritischer…aber das ist ein anderes Thema.

      bon voyage

    • Ein Vor-Urteil ist, wenn man etwas be-urteilt, was man selber nicht durchlebt hat. Und mit Vorurteilen tut man Menschen(und natürlich auch Tiere) Gewalt an.

  3. Lieber Ken! Sie sagen hier etwas von „weniger Fleisch essen“ und wenn dann „nur bio“ und Sie sagen auch, dass ein Mensch nicht mehr wert sei wie ein Tier und dass Tiere Ihnen etwas zu sagen haben, auch ohne Sprache. Für mich passt das nicht zusammen und ergibt keinen logisch klaren Sinn. Warum, brauche ich Ihnen glaub ich nicht darzulegen. Was ich Ihnen aber darlegen kann ist, dass z.B. „Bio-Tiere“ auch nicht ausnahmslos gut gehalten werden, wie es allgemein den Anschein hat und vor allem, dass auch Bio-Tiere in der Regel ins Schlachthaus gekarrt werden und aufs Abschlacht-Fließband gezwungen werden, das viele Blut riechen und in Todesangstpanik zusehen müssen, wie die Leidensgenossen vor ihnen abgeschlachtet werden und sie dabei Stresshormone in Menge produzieren, die ihren ganzen Körper durchdringen und die Sie sich dann später auch mit dem Fleisch auf ihrem Teller einverleiben. Die ehemaligen Indianer Nordamerikas, die sich ja aus den riesigen Büffelherden Tiere zum Verzehr erjagt haben, sollen immer sehr darauf geachtet haben, dass das betreffende Tier nicht vorher in starke Todesangst versetzt wurde. Solche Tiere wollten sie nicht verzehren. Ich weiß auch von einem Wildfleischhändler, dass er niemals Fleisch von Tieren isst, die bei einer Treibjagd ums Leben gekommen sind. Man isst die Todesangst der Tiere buchstäblich mit!
    Dass das tierische Protein sowieso für den Menschen bei der Ernährung problematisch ist, das wird ja heute noch von vielen vehement bestritten, aber die Veganer/innen und viele Ärzte und Wissenschaftler sind schon lange davon überzeugt.

  4. Zum Platzmangel:

    Was schätzt ihr, wenn wir Australien in 1000qm Flächen aufteilen und jede Fläche einem Menschen übergeben, wie viele Menschen können wir dort unterbringen?
    Das nicht jedes Stück bewohnbar ist weiß ich, aber nur ums mal grob einzuschätzen wies mitm Platz ausschaut.
    Nachträglich könnt ihr ja mal nachrechnen wie nah ihr liegt.;)

    • @DEUSSEMPERMAJOR: Oje! Ich konnte mir das Video nicht bis zum Ende ansehen! Immer, wenn ich denke, dass ich jetzt alle Grausamkeiten und Perversitäten in der Welt kenne, muss ich noch etwas Neues dazuerfahren! Die Tiere dieser Welt befinden sich schon so lange im Holocaust und die Mehrheit akzeptiert das!

  5. Ein Plädoyer der Seele an den Kopf.
    Die Welt ist nicht relativ. Sie ist echt. Absolut echt.
    Jede Sekunde ist wahr. Absolut einmalig.
    Wir werden NICHT verarscht. Alles gilt!
    Live is Expierience! Live is true!
    Auch du, im Gummischuh.

  6. „Viele von uns wollen Sklavenaufseher sein“, sagte Ken. Ja, genau das ist es ja, was die Weiterentwicklung überall hemmt.
    Das passt auch genau zu meinem Spruch, der mir immer wieder Aggressionen einbringt und den ich aber aufrichtiger weise dann doch immer wiederholen muss: „An der Spießigkeit und am Traditionalismus kann diese Welt nur noch untergehen!“

    • Wenn es keine Vorteile mehr verschafft, Sklavenaufseher zu sein, möchte ich sehen, wer den Job noch machen möchte. Die wenigen die blieben, mit denen käme man schon klar.

    • Hey VeganIsLove:
      Ja, so ist es. Und wenn die Welt das nicht verkraftet, dann taugt sie nichts. Glaubst du das?
      Oops, der Smirnoff geht jetzt aber gleich wieder in die Gefriertruhe.
      Du bist nice 🙂

    • Ich finde den Satz NACH diesem Zitat noch aufschlussreicher:

      Das ist das Dilemma – weil sie außerhalb der Galeere gar nicht denken können.

      Weil diese Menschen nicht notwendigerweise „machtgeil“ sind, sondern sich ein anderes System, ein anderes Sein gar nicht vorstellen können. Du bist entweder der Sklave oder der Sklaventreiber, andere Posten sind gar nicht verfügbar auf dieser imaginären Galeere.

      Dass die Galeere (unsere sogenannte „Zivilisation“ beispielsweise) nur eine Erfindung von uns Menschen und kein Naturgesetz ist, wissen viele nicht, oder wollen es nicht wahrhaben, oder es kommt kaum jemand jemals auf die Idee, zu hinterfragen.

      Auch vermeintlich neue Ansätze sind doch meistens nicht wirklich „neu“, sondern Modifikationen des Dagewesenen. Es gibt das Zinsgeld-System, und Schwundgeld, und Tauschringe, und regionale Währungen – aber nicht davon ist wirklich „neu“, das sind alles nur Varianten.

      Ken Jebsen stellt die Frage im Interview, und auch Roland Düringer (österr. Kabarettist) fragt immer wieder: Wie können wir – die wir innerhalb eines bestimmten Systems funktionieren – überhaupt etwas NEUES DENKEN?

      Wie kann man sich befreien von den Denkmustern, die sich gebildet haben ein Leben lang, die verstärkt werden durch das tägliche Erleben? Festplatte löschen und neues Betriebssystem aufspielen funktioniert nicht so einfach beim menschlichen Gehirn.

      Und dann – selbst wenn „neue“ Lösungen wirklich gedacht würden – käme natürlich noch die Trägheit der Masse dazu: Einen Riesendampfer kann man auch nicht am Absatz wenden, das dauert!

    • @ Claudia
      Wenn man genau hinschaut, sind die Epochenbrüche immer sehr plötzlich und vollständig gewesen. Die neue Erklärung war da und sofort wirksam.
      Das Problem scheint mir eher zu sein, dass das moderne Ensemble mittels „Geschichte“ alle anderen menschlichen Zivilisationen zu Vorläufern seiner selbst legitimatorisch zurecht erklärt oder besser klittert. Daraus entsteht die Sichtweise, dass es „irgendwie“ schon immer so wie heute war. Zum Glück ist das falsch :-).

    • @ Petra

      Wenn man den Anfang des Ackerbaus und die Sesshaftwerdung als „Ausgangspunkt“ für diese Zivilisation sieht, dann stecken wir – trotz „Paradigmenwechsel“ – aber noch immer im selben System, und es wurden nur Variablen verändert.

      Zuerst beispielsweise gab es das Verhältnis Sklave – Sklavenbesitzer, was irgendwann vom Prinzip Bauer – Grundherr abgelöst und schließlich in das Arbeitnehmer – Arbeitgeberverhältnis überführt wurde. (Wobei es keinen Unterschied macht, ob der Arbeitgeber ein Privatmensch oder der Staat ist.)

      Am Grundprinzip – einer schuftet (der, der nix hat), der andere kassiert ab (der mit dem Besitz) – hat sich aber über mehrere 1000 Jahre wenig geändert.

      „Ganz anders“ gedacht sind/waren beispielsweise (viele) Stammesstrukturen – da gibt es nicht die Besitzenden und die Besitzlosen, die Abhängigen.

      Das Problem ist, dass diese anderen „Lebensweisen“ in unserer Geschichte gar keinen Platz finden. Das war irgendwie „prähistorisch“ und somit hat das mit uns „modernen Menschen“ nichts zu tun.

      Vielleicht ist der „Genossenschaftsgedanke“ (Co-op) mal eine echte Abweichung: Denen, die arbeiten, gehört das Unternehmen auch. Ziel ist nicht Gewinnmaximierung, sondern Bedürfnisabdeckung.

      Das Bedingungslose Grundeinkommen in ausreichender Höhe wäre eine weitere Idee, die von dieser eingefahrenen Schiene wegführen könnte.

      Aber ich weiß es ehrlich nicht.

    • Ken stellt sich vorbildhaft die wichtigsten Fragen: Wer bin ich? Was ist ein Mensch? Wie schade ich dieser Welt am wenigsten? Wie tue ich anderem am wenigsten weh? Was macht mich und andere wirklich froh? Erkenntnis ist gar nicht kompliziert- man braucht nur seinem Herzen folgen und dann geht auch die Angst weg.

    • veganislove schreibt:

      Erkenntnis ist gar nicht kompliziert- man braucht nur seinem Herzen folgen und dann geht auch die Angst weg.

      Wenn das für dich so ganz einfach ist, dann herzlichen Glückwunsch. Wie sich der Prozess für Ken Jebsen darstellt, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen.

      Für andere Menschen – für mich beispielsweise – ist das nicht so einfach. Aus der Tatsache, dass es für Menschen wie mich eine Gazillion Bücher, Kurse,… zu der Problematik gibt, schließe ich, dass ich nicht die einzige bin.

      (Dr. Gabor Maté, Don Miguel Ruiz, Arno Gruen, Laurence Heller,… um nur einige zu nennen. „Developmental Trauma“ ist da ein Schlagwort, „Entfremdung“ ein anderes.)

      – – – – – – – – –

      Auch wenn ich vermute, dass ich mit dem, was ich sage, bei dir nicht durchkomme – ich versuch’s trotzdem und riskiere mal einen „Offenbarungseid“:

      Für mich ist das nicht einfach – an mir zerren viele Stimmen:

      Die meiner Eltern, die ich verinnerlicht habe.
      Die eines kleinen Kindes, das sich Strategien zurechtgelegt hat, um mit Situationen umzugehen – Strategien, die damals vielleicht nützlich waren, heute aber kontraproduktiv sind.
      Die Stimme der Gesellschaft insgesamt, in vielen Argumenten widersprüchlich.
      Die Stimme, die mich zu dem formen will, was „ich“ (?) irgendwann als mein Selbstideal auserkoren habe.
      Die Stimme, die mich dazu bringen will, anderen zu gefallen – safety in numbers!
      Die Stimme, die mich im Gewohnten halten will, denn „Neues“ ist ja riskant, wer weiß schon, wie es ausgeht, vielleicht mach‘ ich mich zum Trottel…
      Die Stimme, die mich vor unangenehmen Emotionen bewahren will und damit oft mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

      Aus diesem Gewirr die „authentische Stimme“ (oder das „Herz“, wie du es nennst) herauszuhören, ist manchmal sehr schwer, manchmal fast unmöglich, je nachdem wie „geladen“ ein Thema ist.

      Zumindest ist das alles nicht „einfach so“. Ich hab’s schon mal erwähnt, ich tu’s gern noch mal: Das erfordert viel Arbeit, Offenheit, die richtigen „Tools“, die Bereitschaft, sich auch die nicht so schönen Seiten anzuschauen, Beharrlichkeit, und auch eine Portion Glück: 3 Schritte vor, 2 zurück.

      – – – – – – – – – –

      Jede Provokation, die emotional eingeschlagen, die man aber anders verarbeitet (und nicht verdrängt oder weitergegeben) hat, als zurückzuhauen: 1 Schritt nach vorne.

      Jede Kritik, die man sich zu Herzen genommen, aber nicht zur Selbstzerfleischung (oder als Kriegserklärung) benutzt hat: 1 Schritt nach vorne.

      Jede Angst, der man Raum gegeben, die man Ernst genommen hat, ohne aber blind darauf zu reagieren: 1 Schritt nach vorne.

      Jede Entscheidung, die dem rationalen Verstand unvernünftig, der Stimme der Gewohnheit bedrohlich erscheint, die aber irgendeinen Teil in mir zum Jubeln bringt: 1 Schritt nach vorne.

      Jede Aussage, die Ärger hervorgerufen hat und – statt einer Reaktion – einen interessierten Blick nach innen (Wo kommt das her?) ermöglicht: 1 Schritt nach vorne.

      Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

      – – – – – – – – – –

      So, und jetzt erst mal Sorry an alle dafür, dass ich hier den Thread so dominiere – das war eigentlich nicht meine Absicht… Es scheint so zu sein, dass ich zu dem Thema viel zu sagen habe. 🙂

    • @Claudia C.: Bisher hast Du mich eigentlich konsequent hier immer nur verkehrt verstanden. Ist Fakt. Warum, kannst nur Du selbst herausfinden. Das hat nichts mit „Intelligenz zu tun“, sondern mit Programmierung. Wenn ich schrieb, dass Erkenntnis EIGENTLICH ganz einfach ist und man nur seinem Herzen folgen muss, dann meine ich damit nicht, dass dies für MICH immer einfach war und ist, sondern dass ES einfach ist. Ich habe, um mich auch einmal ein wenig zu „offenbaren“, durch große seelische und körperliche Schmerzen in meinem Leben hindurchgehen müssen, durch große, verzehrende Ängste und durch viele lang anhaltende Depressionen, bis ich wieder mental zu jenem Seelenzustand zurückgefunden habe, dem natürlichen „herzlichen“ Selbstbewusstsein, in dem ich mich als Kleinkind bis zu 4 Jahren etwa befand – ohne die Erfahrung hier in dieser Menschengesellschaft. Erich Fromm z.B. schreibt das auch in seiner Schrift über Träume, dass die Menschen eigentlich in dieser Art von Gesellschaften immer erst einmal „verdorben“ werden. Erich Fromm finde ich übrigens neben Arno Grün und anderen, von denen ich Kenntnisse habe, für mich einen der erhellendsten Psychologen. Aber jeder Mensch muss seinen individuellen Weg gehen, seine Erkenntnisse dort herholen, wo sie ihm auf seinem Lebensgang begegnen. Zum Beispiel habe ich seelisch sehr viel von meinen Großeltern „profitiert“, die Anthroposophen waren, aber ich selber brauchte nicht Anthroposophin werden, obwohl ich einiges von Rudolf Steiner gelesen und aufgenommen habe. Ich bin in meinem geistigen Leben eben noch anderen begegnet, die mich nach meinem Fühlen noch freier und deshalb auch glücklicher machen konnten. Und ich bin auch nicht der Typ Mensch, der sich einer bestimmten geistigen Lehre anschließen kann, sondern ich bau(t)e mir lieber mit kreativer Freude mein eigenes Weltbild zurecht aus den Erkenntnissen der mir verwandten Seelen aus der gesamten Weltgeschichte. Habe das von Grund auf getan und was jetzt noch dazu kommt, sind eigentlich nur noch kleinere Korrekturen, ich meine damit: keine grundlegende Kursänderung mehr. Neue Erkenntnisse und Vertiefungen dagegen gibt es täglich dazu und selbstverständlich auch solche, die weh tun. Aber die schlimmen Angstzustände, die „Angst vor der Angst“ und die bleiernen Depressionen, die hab ich aller Wahrscheinlichkeit für immer überwunden, weil ich keine Angst mehr vor mir selbst habe. Ich glaube überhaupt, darum geht es bei der Angst immer. Das ist die schlimmste Angst. Und wenn die einmal überwunden ist, dann hat man auch keine Angst mehr vor dem sterben, weil man weiß, dass es einen hier gegeben hat und immer geben wird bis in alle Ewigkeit..

    • Da es hier um unsere Psyche geht, darf ich noch folgendes hinzufügen @Claudia C: Deine(oder Ihre?) Feindseligkeit mir gegenüber erkennt man schon daran, dass ich hier im Unterschied zu den anderen gar nicht mehr direkt angeschrieben werde, sondern da nur „veganislove schreibt“ steht und dies auch noch mit kleinem Anfangsbuchstaben. Mag ein Versehen sein, aber ich gehe immer von mir aus und ich achte immer sorgfältig darauf, die Namen der user hier aus Höflichkeit heraus richtig zu schreiben. Auch an solchen Kleinigkeiten kann man viel ablesen und sie haben vor allem auch ihre Wirkung! Auf mich wirkten bisher alle Ihre Kommentare verletzend.

    • Nur kurz – muss gleich wieder los:

      Der Grund, warum ich mit der „Ansprache“ herumexperimentiere (mit @ oder ohne @, mit Leerzeichen oder ohne) ist, weil ich vermeiden will, dass die Freigabe ewig dauert.

      „yxz schreibt“ ist eine übliche Formulierung bei Zitaten, die ich aus Foren gewohnt bin – das hat aber auch überhaupt nichts damit zu tun, dass ich unpersönlich oder feindselig sein wollte.

      Der Kleinbuchstabe war ein Versehen, tut mir leid.

      Ich sehe das, dass du dich jedes Mal angegriffen fühlst, und das obwohl ich mich schon sehr bemühe, weder verletzend noch angriffig zu formulieren. Es gelingt mir offensichtlich nicht.

      Wenn ich schrieb, dass Erkenntnis EIGENTLICH ganz einfach ist und man nur seinem Herzen folgen muss, dann meine ich damit nicht, dass dies für MICH immer einfach war und ist, sondern dass ES einfach ist.

      Das ist für mich ein Widerspruch, den ich nicht verstehen kann. Ich verstehe die Differenzierung „es ist eigentlich einfach (also nicht kompliziert), aber nicht leicht“ – war es das, was du damit sagen wolltest?

      Also wenn ES eigentlich einfach ist, aber für dich und für mich und für wasweißichwen in der Praxis nicht einfach ist/war, an wen ist diese Aussage dann gerichtet? Welchen Schluss soll ein Leser daraus ziehen?

      Tut mir leid, ich versteh’s nicht!

      Der Grund, warum ich darauf so ausführlich geantwortet habe war eben gerade, weil ich – für alle Leser hier – darauf hinweisen wollte, dass es eben nicht so einfach ist, „nur seinem Herzen zu folgen“, sondern ganz normal, dass man daran zu arbeiten hat.

      Das war kein Angriff.

      Sondern der Versuch, einen anstrengenden, schwierigen Prozess zu umreißen. Der Versuch, mit der Gemeinschaft zu teilen, dass die meisten „normalen“ Menschen bis zu einem gewissen Grad mit sich zu kämpfen haben.

    • @ Veganislove

      Versuch einer friedlichen Klärung: Nachdem ich mir einige deiner Kommentare noch einmal durchgelesen habe, ist mir vielleicht klarer geworden, warum ich anscheinend wiederholt Falsches in deine Aussagen hineininterpretiere.

      Du schreibst oft sehr kurze Statements hin, die (zumindest mich) dazu verführen, dass man sich den Rest selbst dazureimt. Erst in der Antwort auf die Reaktion wird dann klarer, was du EIGENTLICH gemeint hast, was aber aus dem kurzen Statement nicht eindeutig ersichtlich war.

      Dein späterer Hinweis beispielsweise, dass es auch für dich nicht immer einfach war/ist, ist eine wichtige Zusatzinformation zum Statement „Es ist eigentlich nicht kompliziert – man muss nur seinem Herzen folgen“.

      Muss weg…

    • Es liegt also daran, dass unsere Gedankenwelt derart verschieden ist, dass sich das auch in der Sprache ausdrückt.
      Warum etwas, was an sich ganz einfach ist, nämlich aus dem eigenen Herzen heraus und mit den eigenen Sinnen die Welt zu beurteilen, in diesem Leben zunächst dann doch so ungeheuer schwierig wird, habe ich auch versucht, darzustellen. Hast Du das nicht gelesen? Dass so schwierig ist, in dieser Menschengesellschaft bei sich selbst zu bleiben, ist eben ein überzeugendes Indiz, vielleicht sogar das überzeugendste überhaupt, dafür, dass diese zivilisatorischen Systeme, in denen wir alle gezwungen sind, zu leben, destruktiv, lebens- und menschenfeindlich sind. Erst wenn man dies im ganzen Umfang begriffen hat, kann man hier als Mensch wirklich wieder zu sich selbst finden, sich selbst wieder fühlen und überhaupt wieder richtig fühlen. Es geht jetzt in unserer Zeit um alles, und damit um den Durchblick zum wahren Leben und zum wahren Menschsein, ganz einfach. Und dazu gehört vor allen Dingen und zu allererst der Wille und der Mut zur Aufrichtigkeit! Den sehe ich z.B. bei Ken Jebsen.

    • Ich weiß nicht, ob es an einer unterschiedlichen Gedankenwelt liegt, aber augenscheinlich an einer unterschiedlichen Art zu kommunizieren.

      Hier ein Versuch, meine Art darzustellen – und das ganz ohne Kritik an deiner Art zu kommunizieren:

      Wenn ich schreibe (oder auch spreche), dann versuche ich, meine Gedanken so zu formulieren, dass sie möglichst eindeutig rauskommen, um Missverständnisse zu vermeiden. Denn ich glaube wir alle wissen, wie oft Missverständnisse Ursachen für unnötige Auseinandersetzungen sind.

      Ich gehe an Kommunikation sehr analytisch und so gut wie möglich mit präzisen Formulierungen (und Beispielen) heran, weil ich weiß, dass bloße Worte bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Assoziationen hervorrufen – ganz automatisch, und auch abhängig von der Tagesverfassung.

      Ich setze Worte wie „eigentlich“, „wahrscheinlich“, „offensichtlich“,… sehr gezielt ein (oder nicht), um möglichst genau beschreiben zu können, was ich sagen will: Wenn ich EIGENTLICH meine, dann schreibe ich das auch hin.

      Ich überlege mir auch meistens genau, ob meine Schlussfolgerungen nachvollziehbar sind oder Lücken aufweisen – das versuche ich zu vermeiden, um eben unnötige Mißverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen. Und auch, um den Lesern unnötige Rückfragen und mir selbst nachträgliche Rechtfertigungen zu ersparen.

      (Und um nicht am Ende als Trottel dazustehen, aber das ist eine andere Geschichte…)

      Meine Sprache wirkt auf dich wahrscheinlich kalt und herzlos, das heißt aber nicht, dass ich das auch bin. Ich werde einfach nur nicht gerne missverstanden.

      Trotz aller Bemühungen ist aber davon auszugehen, dass ich nicht immer erfolgreich bin. Und dass so manche/r genervt ist von dieser i-Tüpfel-Reiterei, und poetischere Sprache bevorzugt, ist auch legitim.

      – – – – – – – – – –

      Du anscheinend – und auch das soll kein Angriff sein, das ist meine Beobachtung (und die einzige Erklärung, die ich mir zusammenreimen kann auf das, was hier passiert) – formulierst eher aus dem Bauch heraus, verwendest (zumindest für meine Begriffe) „blumige“ Formulierungen – und jeder macht sich dann seinen eigenen Reim drauf und interpretiert hinein, was du meinen könntest.

      Nach dieser (mir gerade aufgegangenen) Erkenntnis müsste ich – wenn ich konsequent wäre – auf viele deiner Kommentare zuerst zahlreiche Detailfragen stellen, um dahinterzukommen, was du denn EIGENTLICH wirklich meinst, und was nicht. Um dann erst meinen Senf dazugeben zu können.

      Da bin ich mir wahrscheinlich teilweise selbst auf den Leim gegangen und habe nicht genau genug beobachtet, was in deinen (mit Verlaub: oft sehr wohlklingenden, aber wenig präzisen) Formulierungen tatsächlich drinsteckt und was ich hinein interpretiert habe. Daher vermutlich deine wiederholten Ausrufe, ich würde dir die Worte im Mund umdrehen.

      Nein, ich bin mir sicher, dass ich das nicht getan habe, und ganz bestimmt nicht absichtlich. Aber ich habe Worte angenommen, die nicht da waren (und zum Verständnis hätten beitragen können).

      Im Übrigen habe ich mich auch immer bemüht, Aussagen zu hinterfragen, zu kritisieren, zu widerlegen – und nicht dich als Person anzugreifen. Das kam anscheinend auch so nicht an.

      Warum etwas, was an sich ganz einfach ist, nämlich aus dem eigenen Herzen heraus und mit den eigenen Sinnen die Welt zu beurteilen, in diesem Leben zunächst dann doch so ungeheuer schwierig wird, habe ich auch versucht, darzustellen. Hast Du das nicht gelesen?

      Das habe ich schon gelesen. Diese Zusatzinformation kam aber erst von dir, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen war, sozusagen – als Antwort auf meine überlange Reaktion.

      Wie auch immer. Es war für mich wichtig zu verstehen, warum’s mit der Kommunikation so gar nicht klappt und warum ich dauernd das Gefühl habe, mich entschuldigen zu müssen für Angriffe, die ich gar nicht getätigt habe. Und warum dieser Versuch zu kommunizieren so unglaublich frustrierend (nicht nur) für mich ist.

      Ich glaube, diese Frage hat sich zumindest teilweise beantwortet.

      Ich glaube aber nicht, dass ich die nötige Geduld aufbringen kann, auf Dauer auf diese Weise zu kommunizieren. Ich habe das Gefühl, ich schreibe mir die Finger wund, und das einzige, was ankommt, ist das Gefühl, dich persönlich angegriffen zu haben.

      Zusammenfassend: Ich bin in vielem nicht deiner Meinung, beim manchem vermutlich schon, wir sind aber anscheinend nicht in der Lage, produktiv über die Inhalte zu diskutieren. Muss ja auch nicht sein.

      Ich verbringe momentan ohnehin viel zu viel Zeit online…

  7. Zum Thema „Aufwachprozess“, …. „Energieunabhängig machen“ und insgesamt „Wie können wir aus der Nummer rauskommen“ einige Anmerkungen und Ergänzungen. (Audio:Flüchtlingsströme und Energiewende):
    https://youtu.be/_3XeIhgc_cE

    Inhalt:
    Die große Ausblendung des Naheliegenden: Zunehmend ausgebremste Energiewende im Inland, Energie-und Ressourcenkriege im Ausland….und ‚Flüchtlingsströme‘ als Ergebnis.
    Über alles wird diskutiert im Land … nur nicht über dieses ‚Dreigespann‘: Ausgebremste Energiewende, eingehebelte Kriege….und Vertriebene (Flüchtlinge). Warum? Warum nicht?

    Das Gelingen einer wirklichen ENERGIEWENDE als der ‚Generalschlüssel‘ in eine friedensbewahrende Zukunft.
    In diesem Sinne sind einige Struktur-Layouts zur Vernetzung von solarbasiertem BAUEN-SIEDELN-eMOBILITÄT erstellt und im Video eingefügt worden.

    Weitere Verbreitung und Teilnahme im Sinne eines ‚konzeptionellen Basislagers‘ ist gerne gesehen.
    Webseite: http://www.avantcity.de

  8. Wie so oft in Gesprächen oder Diskussionen über eine Energiewende kam meiner Meinung nach auch in diesem Interview der Aspekt des Verzichts zu kurz – wenngleich Ken ihn durchaus am Rande erwähnt hat (…weniger ist mehr, …Energie effizient nutzen u.a.). Eine tatsächliche Energiewende kann m.E. nur zustande kommen, wenn mit der Nutzung alternativer bzw. regenerativer Energien die Bereitschaft und ein Umdenken hin zum umfassenden Verzicht auf den – zumindest in den reichen Ländern üblichen – durch und durch verschwenderischen Umgang mit Energien einher geht. Und wer verzichtet in unseren Gesellschaften schon freiwillig oder gar gern.

    • Nichts für Ungut aber das Predigen des Verzichts ist seit Jahrhunderten die Doktrin der herrschenden Klasse für die Klasse der Beherrschten und hat nichts mit der Natur der Dinge zu tun.
      Die Natur ist außerordentlich freigiebig.

      Künstliche Knappheit, darauf gründet das Herrschaftssystem dieses kleinen blauen Planeten, am Rande der Galaxis namens Milchstraße.

      Knappheit an Lebensmitteln für die meisten, wo doch einfach die momentan vorhandene Bevölkerung mit den momentan vorhandenen Mitteln doppelt ernährt werden könnte. Erwin Wagenhofer geht in seinem Dokumentarfilm „We feed the world“ darauf ein und postuliert daß in Wien an einem Tag so viele Lebensmittel weggeworfen werden wie in der nächstgrößten österreichischen Stadt konsumiert werden.

      Vom Universum ist keine Knappheit vorgesehen. Meines Erachtens geht das deutlich aus dem vorliegenden Interview hervor und wird auch herausgearbeitet.
      Die Energiegewinnung durch „fossile“ Brennstoffe ist außerordentlich primitiv und dem global vorherrschenden System geschuldet,

      Es geht um die Art und Weise. Nahezu unbegrenzte Sonnen-, Wind- und Wasserenergie.

      Abschließend zum Mythos der Überbevölkerung. Gerne und oft wiederholt. Wer ist zuviel? Wer entscheidet das?

      Das sind rhetorische Fragen, denn die Antwort kann nur lauten: Niemand. Es gibt glaubhafte Modelle für das zehnfache der momentan vorhandenen Bevölkerung. Allerdings nicht in diesem absurden System.

      Letztendlich fallen alle Teilbereiche auf die Systemfrage zurück.

    • Ich halte die bereits vorhandene Bevölkerung in jedem Fall für mehr als ausreichend, mehr sollten es nicht werden, wenn eine nennenswerte Natur auf dem Planeten im Gleichgewicht gehalten werden soll.
      Wichtig wäre natürlich, dass eventuelle Bevölkerungskontrolle demokratisch bestimmt wird, unter vollständiger Ignoranz sämtlicher elitärer Wünsche, allein schon aus Prinzip. Denn, was die Eliten erstreben, ist scheiße für alle, was sie denken, ist scheiße für alle, was sie tun, ist scheiße für alle, wären sie weg, wär das gut für alle.
      So sind ja auch diejenigen, die am lautesten nach Bevölkerungskontrolle und Reduktion schreien, in aller Regel selbst sehr kinderreich, wenngleich der genetische Input eher fragwürdig sein dürfte, Inzucht lässt grüßen.

      Ansonsten sehe ich das wie Box. Da ist jede Menge Panikmache im Spiel. Oh da will jemand den selben Standard für alle, wo doch dann jeder Europäer um seinen Lebensstandard fürchten müsste…was für ein Blödsinn. Nachhaltig organisiert kann sich sicher nicht jeder Erdenbürger 10 spritfressende Porsche leisten, dies würde den Planeten kaputt machen. Aber ein nachhaltig funktionierendes Auto, das wäre für jeden drin, ebenso wie all die anderen Güter, die für uns normal, für Milliarden aber unerschwinglich sind. Die Technologie sowas nachhaltig zu gestalten ist doch längst vorhanden.
      Lediglich Banker, korrupte Politikdarsteller, und sonstiger selbsternannter elitärer Abschaum hat was dagegen, sonst würde er ja seinen Status verlieren.
      The Day You Die Is The Day I Smile!

  9. Zwei Zitate die mir spontan im Verlauf des Interviews in den Sinn kamen …

    „Man nennt es den amerikanischen Traum. Weil man schlafen muss, um daran zu glauben.“

    … und …

    „Ein Sklave kann nur seine Ketten verlieren.“

    Zum Künstler und Architekten César Manrique. Angewidert von der überbordenden Verschwendung und Künstlichkeit in den USA kehrte er in seine Heimat zurück, auf die kanarische Insel Lanzarote.

    Dort hat er, quasi in Symbiose mit ganz natürlichen Mitteln, großartiges vollbracht.

    Die kanarischen Inseln sind ohnehin ein faszinierender Mikrokosmos in dem viel Pionierarbeit geleistet wurde.

  10. Ein Sklave muss aus sich selbst heraus den Freiheitsgedanken entwickeln. […] Viele von uns wollen ja gar nicht frei sein. Viele der Sklaven wollen Sklavenaufseher sein. Das ist das Dilemma – weil sie außerhalb der Galeere gar nicht denken können, weil sie Angst davor haben.

    🙂

    • Das hat nicht immer etwas mit Angst zu tun. Manche Sklaven rudern einfach gern und finden es toll dass sie sich sonst um nichts selbst kümmern müssen, um bei dem Bild zu bleiben.

    • Das ist ein O-Ton von Ken Jebsen aus dem Interview.

      Ich bin kein Psychoanalytiker oder Arno Gruen, aber ich habe den Verdacht, dass sich letztendlich alles Klammern an Gewohntes auf irgendwelche Ängste zurückführen lässt. Steckt hinter Bequemlichkeit vielleicht die Angst zu versagen? Oder Angst davor, selbst Verantwortung für sein Glück tragen zu müssen?

      Wir haben leider gelernt, „Verantwortung“ mit Versagen und Schuld zu verbinden, „Eigenständigkeit“ mit Liebesentzug – kein Wunder, wenn Menschen sich lieber hinter der „Versklavung“ verstecken.

      Aber natürlich, kann schon sein, dass es auch andere Beweggründe gibt. Wenn ich aber bei mir selbst grabe, stoße ich immer auf irgendeine Angst, auch wenn sie als Faulheit, Bequemlichkeit, Toleranz, (falsche) Bescheidenheit, Strukturiertheit, Nostalgie,… getarnt daherkommt.

    • Angst ist eine Warnung vor einer Gefahr. Meistens ist die Gefahr das Problem, nicht die Angst. Wenn jemand Angst vor Eigenverantwortlichkeit hat, dann ist er damit vielleicht einfach überfordert. Manche haben es vielleicht einfach nicht gelernt, aber andere haben vielleicht in der Vergangenheit immer wieder falsche Entscheidungen getroffen und es dann aufgegeben. Bevor man von jemandem fordert die Verantwortung für sein Leben selbst zu übernehmen, sollte man sich fragen, ob man denjenigen für kompetent genug hält um ihm auch die Verantwortung für das eigene Leben anzuvertrauen. Wenn das nicht der Fall ist und man trotzdem Eigenverantwortlichkeit fordert heißt das, dass man ihn für weniger wertvoll hält als sich selbst oder ihm sogar schaden will.

    • Angst ist eine Warnung vor einer Gefahr.

      In den seltensten Fällen ist Angst Warnung vor einer wirklichen Gefahr (Auto rast auf mich zu), sondern eine anerzogene Reaktion auf eine Angst der Eltern oder der Gesellschaft, oder ein Instrument der Kontrolle.

      Natürlich hast du in einem Recht: Für die betreffende Person fühlt sich diese Angst dann real an, und ihn/sie damit zu überfordern wäre unsensibel und kontraproduktiv, und das hat auch niemand angedroht.

      Dann aber zu sagen: „ICH halte DICH nicht für kompetent, mit deiner Freiheit umzugehen.“ ist dann aber schon recht überheblich. Warum nicht dem Raum öffnen für eigene, neue Erkenntnisse, warum nicht Hilfe anbieten?

      Gerade das wurde im Zusammenhang mit der Schweizer Grundeinkommensinitiative sehr ansprechend diskutiert. Natürlich kann man den Menschen „Freiheit“ nicht aufzuzwingen, auch Ken Jebsen sagt in dem Interview: „Das muss von einem selbst kommen.“ Aber davon war auch ja nicht die Rede.

      Das ändert aber nichts am ursprünglichen Befund: Im Hintergrund steckt eine Angst, in welcher Maske auch immer sie daherkommt.

    • Vielleicht noch ein Nachtrag:

      Ich sehe das tatsächlich so, dass wir vor allem vor einem „psychologischen Problem“ stehen. Ja, vieles gehört systemisch geändert – aber das gelingt nur, wenn sich auch in den Köpfen was ändert.

      Es laufen aber so viele traumatisierte Menschen auf diesem Planeten herum, um da rede ich noch gar nicht von den Kriegsflüchtlingen oder in der Kindheit misshandelten Menschen. Ich spreche von der „Entfremdung“, von der auch Arno Gruen und viele andere berichten, die einem schon in einer „ganz normalen“ Kindheit wiederfährt.

      Man kann es ja an sich selbst beobachten, wie oft man eben nicht „aus seiner Haut rauskann“, auch wenn man es will. Und das aktuelle Gesellschaftsklima fördert ja diese Entfremdung, das „System“ braucht es sogar.

      So gesehen bin ich etwas hoffnungslos, was die Zukunft betrifft.

      Ja, es gibt Pioniere, aber da steckt viel Arbeit dahinter (mit und an sich selbst), und viele haben die Zeit nicht, oder den Mut, oder die Ressourcen, oder die notwendigen Tools oder kompetente Hilfe, oder wissen überhaupt, was mit ihnen los ist.

      Und wenn nicht genug Leidensdruck da ist, warum etwas ändern? Womit sich der Kreis wieder schließt: Der Antrieb muss schon von einem selbst kommen.

    • Ich habe den Eindruck, dass du dir leichter Ängste anerziehen oder einreden lässt als ich (nicht böse gemeint). Unsere unterschiedliche Meinung rührt vermutlich von unterschiedlichen Lebenserfahrungen her. Ich habe eher mit dem Problem zu kämpfen dass begründete Ängste nicht ernst genommen werden. Vielleicht sollten wir beide weniger von uns auf andere schließen. Ich finde man sollte die Ängste anderer Menschen grundsätzlich ernst nehmen, und nicht vorschnell als unbegründet abtun. Auf der anderen Seite sollte man natürlich Ängste auch immer hinterfragen.

      Dann aber zu sagen: „ICH halte DICH nicht für kompetent, mit deiner Freiheit umzugehen.“ ist dann aber schon recht überheblich. Warum nicht dem Raum öffnen für eigene, neue Erkenntnisse, warum nicht Hilfe anbieten?
      So sollte man das nicht sagen, man sollte aber auch nicht sagen „Deine Angst vor mehr Freiheit ist nur Einbildung, also stell dich nicht so an.“ Ich bin auch absolut dafür Hilfe anzubieten (hätte ich vielleicht dazusagen sollen).

    • Anmerkung: Der Anfang des zweiten Absatzes sollte ein Zitat sein, hab’s nicht so mit HTML.

    • Unsere unterschiedliche Meinung rührt vermutlich von unterschiedlichen Lebenserfahrungen her. Ich habe eher mit dem Problem zu kämpfen dass begründete Ängste nicht ernst genommen werden. Vielleicht sollten wir beide weniger von uns auf andere schließen. Ich finde man sollte die Ängste anderer Menschen grundsätzlich ernst nehmen, und nicht vorschnell als unbegründet abtun.

      Da gebe ich dir recht. Und ich wollte auch wirklich nicht ausdrücken, dass man Ängste als „unbegründet“ abtun soll. Ängste (und alle anderen Emotionen) sind immer ernst zu nehmen, die sind auch immer real da. Jetzt. Und gut begründet in dem Moment.

      Was allerdings zu hinterfragen ist (sinnvollerweise oft auch später, wenn die Situation vorbei ist), ist die Geschichte, die im Hintergrund abläuft und Auslöser für die Angst war.

      Anscheinend bewege ich mich in einem relativ sicheren Umfeld, denn sehr selten sind meine Ängste eine Reaktion auf eine reale Gefahr (um Leib und Leben). *klopfaufholz*

      „Deine Angst vor mehr Freiheit ist nur Einbildung, also stell dich nicht so an.“

      Ja, das wäre dann tatsächlich ein kommunikativer Super-Gau. 🙂

      Ich hatte eher an sowas gedacht: „Das ist interessant, dass bei dir die Aussicht auf mehr Freiheit Angst/Unruhe/eine Abwehrreaktion hervorruft. Wenn du magst, können wir versuchen herausfinden, was dahintersteckt, woher das kommt…“

      (Oder vielleicht nicht ganz so „weichgespült“…)

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