KenFM im Gespräch mit: Erwin Thoma – DIE MACHER (1)

Kapieren, Kopieren, Kooperieren.

Erwin Thoma ist ein Pionier in Sachen Holz. Er baut in 33 Ländern Häuser, die zu 100 % aus Holz gefertigt werden. Seine Konstruktionen sind erdbebensicher. Sie erfüllen deutlich höhere Brandschutzklassen als Häuser aus Stahl und Beton und hinterlassen, weder bei der Produktion, noch bei theoretischem Abriss, das, was man Müll nennt.

Häuser von Erwin Thoma orientieren sich an einer Kreislaufwirtschaft, die den Wald kopiert. Der Wald ist ein komplexer Lebensraum, der sämtliche Materialien selber erzeugt und zu 100 % recycelt. Kann der Mensch dieses System übernehmen?

Ja, das kann er, wenn er das System verstanden hat. Wenn er bereit ist, es zu kopieren und wenn er die Idee dahinter erkennt: Kooperation statt Konfrontation.

Enkelkompatible Wirtschaft und Nachhaltigkeit sind die Zukunft, will der Mensch als Spezies überleben. Ressourcenkriege wie in Middle East wären unnötig, würde man beginnen, komplett auf regenerative Energie umzustellen, würde man vor allem beginnen, Energie zu sparen.

Thoma baut Häuser auch in der Alpenregion mit ihren klirrenden Wintern. Trotzdem kommen seine Gebäude OHNE Heizung aus. Die Vollholzgebäude kopieren mit ihrer Klimatechnik die Idee von Ameisenhaufen. Strom wird über ein Solardach erzeugt – 100 % autark.

Diese Häuser sind weit mehr als Wohnorte. Sie sind gelebte Friedensbewegung, denn sie machen NATO-Beutezüge nach Gas und Öl unnötig. Aber Thoma ist mehr als ein Volkswirt, der das Jahrhunderte alte Wissen der Holzarbeiter von einst anwendet, um ganze Städte aus Holz zu bauen. Thoma war der jüngste Förster Österreichs. Er lebte zusammen mit seiner Frau im Karwendel-Tal und lernte dort nicht nur, das Wesen der Natur zu erkennen. Er lernte auch, als er regelmäßig eingeschneit über Wochen von der Außenwelt abgeschnitten war, sich selbst zu dechiffrieren – als Mensch.

Sei selber der Wandel, den du sehen willst. Thoma setzt um. Er ist ein Macher und startet damit die KenFM-Serie „Die Macher“, die wir am 1.10.2016 vor dem Kanzleramt angekündigt haben.

Hier der Link zur im Interview angekündigten Werksbesichtigung – Die Macher: Erwin Thoma – Holz100

Inhaltsübersicht:

00:10:25 Das Geheimnis der Bäume: der perfekte Kreislauf

00:27:13 Mondholz: Wie der Mond das Wachstum beeinflusst

00:37:52 Echte Energiewende

00:41:16 Energieautarke Häuser und: Warum Holz nicht brennt

00:50:06 Gemeinwohl, Großkonzerne und Steuervermeidung

01:02:55 Moderne Thermodynamik: Das Modell der roten Waldameise

01:14:27 Vielfalt, Vorbild, Wald: Das perfekte Kooperationsgeflecht

01:20:57 Der Begriff der gelebten Nachhaltigkeit

01:32:34 Der Mensch: Teil der Natur oder ihr Beherrscher

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93 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Erwin Thoma – DIE MACHER (1)

  1. Sehr schön fand ich den Gedanken, dass der Baum am erfolgreichsten ist, der am meisten weitergibt – also Teilhabe zulässt.

    Ähnliches gilt für das Geld in der menschlichen Ökonomie. Geld hat immer zwei Funktionen. Einerseits ist Geld ein privates Mittel, das dem Kreislauf entzogen wird, um Leistungsansprüche an die Gesellschaft zu erheben, andererseits ist Geld ein öffentliches Medium, mit dessen Hilfe arbeitsteilige ökonomische Prozesse beschleunigt oder erst ermöglicht werden.

    Die Frage ist aber, was ist die Hauptfunktion und was Kollateral?

    In der kapitalistischen Ökonomie ist die Sache klar. Geld ist privat und muss als Gewinn der Gesellschaft entzogen werden. Die arbeitsteilige Ökonomie wird damit zum Kollateral des privaten Erwerbtriebs. Tatsächlich ist Geld aber ein Flußmittel, das die Zusammenarbeit ermöglicht und gehört damit der Gesellschaft und nicht dem Einzelnen. Geld muss liquide sein.

    Gesellschaften sind ökonomisch erfolgreich, wenn sie kooperieren – nicht wenn sie sich abkapseln.

    Und wenn aber Geld in immer größeren Vermögen angehäuft wird, zerstört dieses Kapital am Ende die ursprüngliche arbeitsteilige Zusammenarbeit und damit die Hauptfunktion und entwertet so das Geld.

  2. Besonders interessant fand ich die (kurze) Info im Interview, dass echte Holzhäuser jahr­hun­der­te­lang halten. Wenn man es langfristig sieht, sollten wir von Generation zu Generation alle in solchen 100% Holzhäusern leben. Auch hier bestätigt: „. In Wirklichkeit können Holzhäuser mehrere Hundert Jahre alt werden, wie es viele mittelalterliche Bauten beispielhaft bezeugen“ (Seite 64) http://www.cei-bois.org/files/BoA_German.pdf

  3. Super Interview! Vielen Dank für diese spirituelle Note. Ich finde es sehr erfrischend und inspierierend, wie Herr Thoma die Lehren, die er aus dem Wald zieht auf das Leben an sich anwendet.
    Solche Sendungen findet man in den Massenmedien nur sehr, sehr selten.

    Danke schön!

  4. Ein Baum auf das Holz reduziert!

    Die kaum noch hell werdenden Tage, der stets triste graue Himmel, laden nicht gerade zum Spaziergang ein.
    Doch es treibt mich nach Draußen, frische Luft, ein durch Feuchtigkeit durchtränkter Wind tun gut, ich laufe so dahin.
    Angekommen im Wald lässt dieser zu, die Gedanken schweifen zu lassen.
    Da, auf einmal steht er da, wie aus dem Nichts, er der Baum , groß, mächtig ohne Blätter ,leicht wiegend dem Wind nachgebend, jedoch allein!Ich ging immer näher, umkreiste ihn und sah frische, aber auch verheilende Narben, dort wo die abgebrochenen Äste einst den Baum vervollständigten.
    Bei seiner Umrundung sah ich noch viel mehr Narben und doch stolz und ungebrochen stand er da.Welch Lebenswille, ich zolle ihm alle Achtung und versprach ihm, sofern er sein erstes grünes Kleid trägt, bin ich wieder da. Beim Zurücktreten wurde ich überrascht, mein faszinierter Blick auf den Großen hatte meine Sicht eng gehalten, denn mit größerem Abstand sah ich um ihn herum viele der Sonne entgegen strebenden Bäume, die ihm gleich tun wollten, aber auch erinnerte er mich an den von Menschen erstellten Stammbaum, wie ihr euch doch ähnelt!.
    Versprochen, ich komme wieder!

  5. Wow, ein super Interview, welch Genuss und das anzuhören während ich Plätzchen backe. Einige Freunde und ich, darunter befinden sich auch Bauern in der Gegend gärtnern nach dem Mond. Wir richten uns nach dem Mondkalender von „Maria Thun“. Die kosmischen Zusammenhänge sind nicht zu unterschätzen und das Ergebnis ist besser als das beim Nachbarn, der dies nicht beachtet.

    • Wir richten uns nach dem Monskalender von Johanna Paungger und Thomas Poppe. Hauptsächlich fürs Wäschewaschen und Pflanzen- Giessen. Tatsächlich wird die Wäsche an den dort angegebenen Anti-Waschtagen nicht so gut sauber! Ich glaube schon lange an den starken Einfluss vom Mond auf alles. Man denke dabei doch nur mal an Ebbe und Flut. Und ich spüre es genau im ganzen Körper, ob absteigender oder aufsteigender Mond ist. An Vollmondtagen fahren wir nie mit dem Auto. Es ist statistisch erwiesen, dass da viel mehr Unfälle und Verbrechen geschehen, als sonst.

    • Meine Mutter richtet sich auch in vielen Sachen nach dem Mondkalender und schwört darauf.
      Pflanzzeiten im Garten, Sauberkeit der Wäsche – besonders bei schwierigen Flecken, Zahnarztbesuche, Haare und Nägel schneiden – da hat sie gute Erfahrungen gemacht.
      Das Holz des Dachstuhl auf unserem Haus ist angeblich auch Mondholz und auf Holzschutzmittel habe ich verzichtet –> nach 20 Jahren ist alles noch oK.
      Das es an Vollmondtagen mehr Unfälle geben soll, ist ein Märchen.
      Statistisch ist da nichts erwiesen. Je nachdem, welche Statistik man nimmt – man kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen und auch Erklärungen.
      Ich würde verstärkt an Vollmondtagen Auto fahren – das wäre gut für die Statistik mit den gehäuften Unfallzahlen.
      Denn das Verkersaufkommen hat wirklich etwas mit der Unfallhäufigkeit zu tun.

    • schwarz ist weiß: Man kann sein Wissen mit Hilfe des Internets erweitern und womöglich auch vertiefen, aber man kann nicht die eigenen Sinne, eigenes Denken und Fühlen damit ersetzen. Das internet kann sich sonst genauso manipulativ auswirken auf die Meinungsfreiheit, wie die anderen Massenmedien. Unser einziger Autounfall war bei Vollmond und Menschen, die im Fürsorgebereich tätig sind, bestätigen immer wieder, dass an Vollmond in jeder Hinsicht mehr „passiert“, ob das nun auf Internetseiten als Humbug hingestellt wird, oder nicht. Man braucht ja auch nur ein bisschen logisch selber drüber nachdenken, dann kommt man unweigerlich darauf, dass der Mensch mit seiner gesamten Psyche vom All-Einfluss des Mondes nicht ausgeschlossen sein kann! Man denke da auch nur mal an Wasser: die Gezeiten. Wir bestehen biochemisch zum größten Teil aus Wasser! Und ich kann z.B. an Vollmond auch nie schlafen. Ach, was solls: Sie überzeuge ich sowieso von nichts mehr! Muss ich auch nicht.

    • (vollmond.info)
      „Arno P. Müller [**], der die beeindruckende Zahl von 8 Millionen Verkehrsunfällen in Deutschland aus den Jahren 1964 bis 1986 untersucht hat und deren Bezug zu den Mondphasen. Diese Studie hat es in sich, denn in der statistischen Auswertung ergab sich plötzlich ein Zusammenhang der Unfallzahlen zum Mondgeschehen, mit abnehmenden (!) Zahlen bei Vollmond und einer Zunahme bei Neumond. Dieses Ergebnis wurde als »statistisch hoch signifikant« bezeichnet.

      Bei genauerer Betrachtung zeigte sich daraufhin ein interessantes Phänomen. Die Zu- oder Abnahme der Unfälle lag nicht direkt am Mond, sondern daran, dass es eine Reihe von beweglichen Feiertagen gibt, die durch das Osterdatum und damit durch den Vollmond definiert werden und somit mit den Mondphasen zusammenhängen: Fasching [***], Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam. Rund um diese Tage sind oft Ferien und freie Tage, an denen sich das Verkehrsaufkommen verändert und damit die Zahl der Unfälle. Als der Wissenschaftler daraufhin die Unfallzahlen ohne diese Feiertage untersuchte, war kein Zusammenhang mit den Mondphasen mehr nachweisbar.“

    • Lieber „schwarz ist weiß“ Ihre Internet-Recherchen in allen Ehren, aber wann fangen Sie endlich auch einmal selber an zu denken? Das ist es, was mich hier an anderen usern interessiert. Im Intenet surven kann ich zur Not auch selber. Können wir uns trotz Ihrer tollen Gegenbeweise wenigstens darauf einigen, dass wir Menschen in unserer Ganzheit von den Mondphasen genauso abhängig und beeinflussbar sind, wie der Rest der Welt? Und dass wir das auch selber spüren können?

    • Das Selberdenken ist ja eine Voraussetzung Sachen auf den Grund zu gehen.
      Ich bin halt nicht bereit alles mir Vorgeworfene zu fressen.
      Früher hab ich Lexika benutzt und heut das Internet.
      Mann kann nicht alles Wissen.
      Das der Mond auf vieles Einfluss hat, ist mir schon klar.
      Aber eben nicht auf Alles. (in einer mit Wasser gefüllten Badewanne werden sie Ebbe und Flut nicht feststellen)
      Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, die ich so nicht persönlich nachvollziehen kann, will ich das prüfen.
      Wenn es gegenteilige Meinungen gibt, schaue ich mir das an und bilde mir dann eine Meinung.
      Wenn neue Argumente und Erkenntnisse dazu kommen, kann sich meine Meinung auch ändern.
      Ich glaube Ihnen, dass Sie bei Vollmond nicht schlafen können. (das geht einigen Menschen so)
      Das ist nicht der Punkt. Wenn das aber Gesetz wäre, dann würden alle Menschen bei Vollmond schlecht schlafen.
      Aber auch darüber gibt es Untersuchungen.
      Meine Oma hat einmal gesagt: „Wo Widerspruch ist, ist Unterhaltung!“
      Wenn wir uns nur gegenseitig zustimmen, nur um des lieben Friedens Willen, bringt es uns nicht weiter.

  6. Wiederholung:

    Ich freue mich sehr, daß Sie eine p o s t i v e V i s i o n in Ihre Gesprächsreihen aufgenommen haben!

    weitere positive Beispiele (Macher):
    – Kreislauf-Architektur zur Ressourcen-Erhaltung, http://www.turntoo.com (Thomas RAU) 5 min Video (Deutsch): https://www.youtube.com/watch?v=LHd4-vKl2PI
    – Circular Economy: https://www.ellenmacarthurfoundation.org/ (Englisch)

    Mit welchen/wessen Rohstoff-Ressourcen bauen unsere Kinder und Enkel, wenn wir Eltern und Großeltern ihnen kaum noch etwas übrig gelassen haben?

    Ressourcen-Erhalt versus Nachhaltigkeit ???

    Dieser bewußte Ressourcen-Erhalt durch kooperatives Kreislauf-Wirtschaften, ist nicht nur eine bloße Ressourcen-Schonung (aka Nachhaltigkeit, Sustainability), denn die bloßen Umsetzungen von Nachhaltigkeiten könnten nie mit den globalen Steigerungen des Ressourcen-Verbrauches Schritthalten. Nachhaltigkeit ist NUR der erste Schritt in die richtige Richtung.

    Es besteht ein Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. Geht man denn „effektiv“ in die richtige Richtung mit einem „effizienteren“ (aka nachhaltigen) unwiederbringlichen Verbrauchen!?

    In anderen Worten, im jetzigen sich selbst zerstörenden (d.h. Ressourcen unwiederbringlich verbrauchenden) Wirtschaftssystem würde eine bloße Nachhaltigkeit (Sustainability) nur eine Verlangsamung des unwiederbringlichen Ressourcen-Verbrauches bedeuten. Die „Nachhaltigkeit“ ist „nur“ eine effizienteres Verbrauchen, sie ist noch kein langfristiges Erhalt und ändert nichts am Ressourcen-zerstörerischen des Wirtschaftssystems! Es brauch eine neue Architektur des Wirtschaftens = ein kooperatives Kreislauf-Wirtschaften (aka Gemeinwohl-Ökonomie) um die „BASIS für ALLES“, DIE RESSOURCEN immer zu erhalten. Auch die Nutzung der immer zur Verfügung stehenden solaren Energie braucht Ressourcen, wenn die mal unwiederbringlich verbraucht sind, reicht sie unseren Kindern und Enkeln nur noch für den Sonnenbrand 😉 …

    Wir sind nur Gäste auf dieser Erde, die nachfolgenden Gäste brauchen die gleichen Ressourcen nochmals und deren Nachfolger auch wieder usw….

    Das ist für mich der „einfache“ und sichtbare „rote Faden“ („enkel-taugliche“ Ressourcen-Erhaltung) hinter den oft vernebelnden/hochtrabenden Worten von vielen Akteuren, an dem ich mich versuche selbst entlang zu hangeln.

    Viele Grüße
    Detlef

    Solare Kreislauf-Ökonomie/Circular Economy: Gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Gewinn stehen nicht im Gegensatz zueinander, sondern ergänzen sich zu einem Prinzip, dass diesen Prinzipien, isoliert gesehen, bei weitem überlegen ist.

    Simplifizierung: Durch einen gewollten Ressourcen-Erhalt, „braucht“ es auch keine Ressourcen-Kriege mehr, oder umgekehrt Ressourcen-Kriege erhalten keine materiellen Ressourcen, diese Kriege verlängern nur das Dasein der kleinen Gruppe von momentanen Kriegsgewinnern (große Teile der Europäer (Wir!!!) und USA), auch die (Wir) sind nur temporäre Gäste auf dieser Welt.

  7. vielen Dank an das Team.
    Herzerfrischend und Zukunfstweisend diese Rubrik „die Macher.“
    Hätte da noch einen Vorschlag. Den Heini Staudinger. Ein wahrhaftes Vorbild. Hier einen Vortrag von ihm auf dem Summit in Berlin von Prof. Faltin.
    Weiteres Interview von ihm bei Düringer. Die Sendung heisst „Gültige Stimme.“
    Der Düringer multipliziert seine Interview-Partner, in dem er jeweils den jenigen auf einen Zettel schreiben lässt, wer für ihn interessant ist. Tolle Idee.
    https://www.youtube.com/watch?v=JlTTFf3oUCE

  8. Schwarz ist weiß schreibt, dass trotz Kapitalismus Modelle wie das von Erwin Thoma möglich seien. Ich denke, dass auch dieses Modell nur IM Kapitalismus möglich ist. Ein Thoma Einfamilien-Haus dürfte für die breite Masse Menschen genau so unbezahlbar sein, wie ein konventionell erstelltes. Insofern leider ein Modell für gut betuchte Menschen oder risikofreudige Darlehensnehmer/innen. Die positiven Eigenschaften eines Massivholzhauses sind natürlich unbestritten und was Thoma über Holz generell sagt, hört sich gut an. Ansonsten muss doch einiges in dem Beitrag hinterfragt werden, wenn schon Nachhaltigkeit thematisiert wird. Wenn Thoma in über 30 Länder seine Häuser exportiert, würde ich mir im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit Gedanken über die dazu erforderliche Logistik machen. Und dass sein Werk (in Deutschland) ausschließlich mit über PV erzeugtem Strom arbeitet, würde ich anzweifeln wollen. Auch Thoma ist Nutznießer des EEG, einem asozialen System, das vom Steuerzahler und Stromkunden finanziert wird. Dass Thoma (wie die meisten reichen Menschen in den reichen Ländern) begeistert ist, andere Kulturen kennen zu lernen, was wohl nur per Flug- oder Schiffsreisen möglich ist, widerspricht ebenfalls meinen Vorstellungen einer nachhaltigen Lebensweise. Zu guter Letzt sei die Frage gestellt, ob Ken die Macher nur in der Größenordnung eines Menschen wie Thoma sieht…?

    • Ich will mal eines Ihrer Argumente herausgreifen: Tatsache ist, dass sich immer noch viele Menschen in den Industrieländern eigene Häuser bauen lassen, die sie auch teuer bezahlen. Dann ist es mir doch lieben, die lassen sich so ein menschen- und umweltfreundliches Holzhaus bauen, das nicht zusätzlich noch diese Welt mit Giften belastet! Das Argument mit der Nachhaltigkeitswirtschaft des Baumaterials Holz ist mir allerdings auch durch den Kopf gegangen. Es müsste garantiert sein, dass für jeden gefällten Baum zwei neue wieder gepflanzt werden. Und wie wäre es denn, wenn das Abholzen der Wälder zwecks Gengetreide-Monokultur-Anbau für Viehfutter, der die Böden auslaugt und vergiftet und in den betreffenden Ländern Hungersnöte provoziert, die Menschheit vegan würde und jeder nur ein Gärtchen um sein Häuschen hätte und mit einer dringend notwendigen freiwilligen Senkung der Reproduktionsrate Mensch begonnen würde?

    • Finden Sie es z.B. sinnvoll, dass Mick Jagger jetzt mit 73 noch sein 8.Kind gemacht hat? Und er ist damit ja nur ein Beispiel neben vielen anderen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn er eins der vielen Waisenkinder in der Welt adoptiert hätte, oder auch mehrere? Wenn solche finanziell völlig unabhängige Personen nicht endlich mit gutem Beispiel vorangehen und die Politik das Überbevölkerungsproblem immer noch vollständig verdrängt, wie soll sich dann eine den Umständen angepasste Vernunft entwickeln? Wir haben nur diese eine Welt und darin soll es doch so gerecht wie möglich zugehen, oder nicht? Und schließlich ist der Mensch erfindungsreich genug, seine Liebeslust auch ohne Zeugung befriedigen zu können.

    • ich frage mich schon, wie man nach einem ein solch tollen Beitrag mit soviel Weisheit und Weitsicht soviel negative Energie ausstossen kann. Es ist schon sinnvoll kritisch zu hinterfragen, doch wenn man schon so superschlau daher schreibt sollte man doch eher andere Dinge anfeinden und bekämpfen.
      Ist “ Miesmacher“ ihr Beruf oder nur Ihr Hobby?

    • Was meinen Sie denn konkret mit „miesmachen“ ? Ich habe meiner Begeisterung zu dem Holzhausbau hier in allen 3 Berichten schon reichlich Ausdruck verliehen! Schauen Sie doch nicht so oberflächlich auf die Problematik der Gesamtsituation, in der wir uns jetzt als Menschheit befinden! Und hier andere user, die sich realistische Gedanken machen, wie es besser weiter gehen könnte, als lebensfeindlich hinzustellen, ist das Kontraproduktivste überhaupt.
      Aber genau wegen solcher Schmalspursichtigkeit schreibe ich hier über diese Themen, über die sich erstaunlicherweise die wenigsten noch Gedanken machen wollen, obwohl sie doch so elementar wichtig sind! Ich prognostiziere, dass die Überbevölkerung der Erde demnächst auch von Menschen erst genommen und breit diskutiert wird, die sie jetzt als „Negativthema“ verwerfen!

    • Diese gedankenlose Verdrängerei der meist belastendsten Probleme hat uns ja hierher geführt, wo wir jetzt sind!
      Schon im antiken Griechenland wurde sich übrigens schon gründlich Gedanken zur drohenden Überbevölkerung gemacht und auch zu den ganzen Negativauswirkungen der Nutzviehzucht! (Siehe Platon: „Der Staat“)Es waren natürliche Verhütungsmittel bekannt, die leider im Zuge der späteren hirnverbrannten Hexenverfolgung verschütt gegangen sind! Die Kräuterfrauen kannten vieles, was uns heute an Wissen fehlt. Für die schädliche Anty-Baby-Pille mit Nebenwirkungen bin ich auch nicht! Es gibt übrigens auch etliche Frauen, die von sich aus gar nicht unbedingt Kinder haben wollen, aber sie werden durch die gesellschaftlichen Konventionen, die die Frau nur als vollwertig akzeptiert, wenn sie auch gebährt, dazu gezwungen, oft, ohne dass es ihnen selbst bewusst ist.
      Wir müssen raus aus den ganzen alten Denkstrukturen! Ganz offensichtlich haben sie dem (guten) Leben auf diesem Planeten nicht gedient! Alles muss neu überprüft werden.

    • Liebe Veganislove
      meine Tochter schreibt gerade ihre Abiturarbeit über TTIP mit der Leitfrage, ob TTIP ein Einfallstor für Gentechnik ist. Diese Frage konnte sie mit 18 Jahren mit einem dicken fetten JA beantworten. Was sie aber zusätzlich entdeckt hatte, war, dass durch die Verwendung von Glyphosat (Glyphosat gehört zu Monsanto und würde mit Einführung von TTIP nicht mehr verboten werden können) zum Beispiel Frösche und somit auch Menschen unfruchtbar werden. Als ich dann ironisch gesagt hatte, dass mit Einführung von TTIP so auch das Problem der Überbevölkerung gelöst werden kann, kapierte sie, dass bestimmte Gruppen in dieser Welt ein großes Ziel vor Augen haben, nämlich die Kontrolle über die Gesundheit in jeder Form zu erlangen, über die Geistige und Körperliche Gesundheit. Sie wurde so wütend darüber, dass sie meiner Generation die Schuld dafür geben wollte, weil wir so etwas nicht verhindert haben, bis sie nochmal nachdachte und sagte: Papa, zum Glück hast du bei meiner Zeugung nicht nachgedacht, sonst könnte ich heute nicht hier darüber schreiben, wie Schwachsinnig Geburtenkontrolle ist. “ Und ich bin jeden Tag froh darüber, dass es sie gibt.
      pooler1970

    • Noch ein Nachwort zu Monsanto. Monsanto ist jetzt Deutsch. Ist es nicht erschreckend zu sehen, dass ausgerechnet Bayer (IG Farben) zum größten Global Player in Sachen Gen Technologie aufsteigt. Wenn die letzte Biene wegen der Insektizide von Monsanto ausgestorben ist und es auf der Welt dann keine Pflanzen, keine Bäume, keinen Sauerstoff und somit auch auch keine Nahrung mehr geben wird, wird keiner mehr sich daran erinnern, wer den größten Anteil daran gehabt haben wird, weil wir dann verschwunden sein werden.

    • Lieber pooler1970! Ich habe über Monsanto und die Gen-Technik noch zwei dicke Aktenordner aus der Zeit vor ein paar Jahren, wo wir, mein Mann und ich unsverzweifelt abgestrampelt haben, die große Gefahr der Genmanipulation mit Flugblättern und Unterschriftenlisten in ihr Denken und Fühlen zu transportieren. Ich könnte nicht nur einen Aufsatz über die Gefahr von Genmanipulation schreiben, sondern ein ganzes Buch!
      Wir haben uns nicht gescheut damals, in allen möglichen Cafes und auf der Straße alle möglichen Menschen anzusprechen, um mit ihnen darüber zu diskutieren. Dabei waren zu unserem Erstaunen viele JUNGE Leute skeptisch gegenüber unseren Aktivitäten und meinten, dass man Gentechnik doch aber brauche. Es gibt in allen Altersstufen Menschen, die ein natürliches Gefühl für das Leben sich bewahrt haben und solche die sich von dem Wahnsinn der materialistisch-profitorientierten und Industrie bezahlten Wissenschaft verblenden lassen.
      Ihr Kommentar zeigt mir einmal mehr, dass auch hier nicht genügend differenziert und selber gründlich nachgedacht wird von den usern. Sonst hätten Sie mich nicht derart missverstehen können. Es ist für mich ganz einfach eine unleugbare Tatsache, dass unsere Art sich zu rücksichtslos und egozentrisch auf diesem Planeten ausgebreitet hat. Die Masse Mensch produziert nicht mehr von der dringend notwendigen Einsichtigkeit, sondern weniger! Je mehr wir werden, desto schlimmer wird es mit dem Raubbau an der Natur.

    • John Robbins beschreibt in seinem Buch „Food Revolution“(das die vegane Welternährung propagiert) zuletzt auch über die Gentechnik in Kapitel 15 „Pandoras Speisekammer“ u.a. :

      „Können wir die Probleme des Welthungers, der menschlichen Krankheiten und der Umweltzerstörung lösen, indem wir unsere Lebensmittel genetisch verändern?(…)
      Das erste genetisch veränderte Nahrungsmittel, dass in USA verkauft wurde, war die „FlavrSafr“-Tomate. Das Unternehmen Calgene(das mittlerweile von Monsanto gekauft wurde) hatte jene Tomatensorte isoliert, die den Code für ein die Reifung bewirkendes Enzym enthalten. Anschließend wurde das Gen verändert, um die Wirkung dieses Enzyms zu unterdrücken. Calgene hoffte, auf diese Weise eine Tomate zu erhalten, die besonders lange haltbar ist. Nach dem Ernten würde sie nicht weiter reifen, sondern fest bleiben. Mit großem Medienrummel wurde die Tomate FlavrSavr 1995 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Unternehmen hoffte, diese Tomatensorte als teures Gourmetprodukt auf dem Markt etablieren zu können. Allerdings hat sich diese Hoffnung nicht ganz erfüllt. Die neue Tomatensorte erbrachte nur geringe Ernteerträge, war dafür aber gegenüber Krankheiten umso anfälliger. Und im Gegensatz zu den Erwartungen des Unternehmens erwiesen sich die Tomaten als so weich und sie bekamen so schnell Druckstellen, dass man sie den Verbrauchern kaum als frische Ware anbieten konnte. Anfangs plazierte Calgene Etiketten auf den Tomaten, um sie als gentechnisch verändert auszuweisen. Das Unternehmen hoffte, die wissenschaftliche Aura eines solchen Labels würde die Nachfrage nach ihrem Produkt erhöhen und ihren hohen Preis rechtfertigen. Die Verbraucher reagierten darauf jedoch mit äusserster Vorsicht und erteilten nicht nur Clagene, sondern der gesamten Gentechnik -Industrie eine wichtige Lektion. Seit jener Zeit unterlässt es die Industrie, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel als solche zu deklarieren. Und sie hat sogar noch mehr unternommen. Mit Hilfe ihrer politischen Verbündeten hat die Industrie alles getan, um eine Kennzeichnungspflicht für genetisch veränderte Nahrungsprodukte zu bekämpfen….“

      In USA gibt es also fatalerweise schon lange keinerlei Kennzeichnungspflicht mehr für genetisch veränderte Nahrungsmittel. Wahrscheinlich soll jetzt Europa als neues Experimentierfeld für diese Art von wissenschaftlich verpfuschter Nahrung herhalten!

      Diese Episode nimmt sich aber noch harmlos aus gegenüber den großen Gefahren, welche der gesamten Natur, dem gesamten Leben von der Gentechnik droht. Ihr häufigstes Argument ist übrigens die Behauptung, man könne nur noch mit Hilfe der Gentechnik die große Masse der Erdbevölkerung ernähren. Leider gibt es überall genügend Dumpfköpfe, die das auch noch glauben.

    • Guten Morgen Veganislove

      ich stimme ihnen vollkommen zu bei den Gefahren der Gen Technik. Ich sage sogar ganz deutlich, dass Pandoras Speisekammer schon so weit geöffnet ist, dass es nicht mal mehr umkehrbar ist. Der Tod kommt über unsere Ernährung und einmal Genpflanzen in die Welt gesetzt ist sie auch nicht mehr entfernbar, sie bleibt.

      Soja, Mais und Baumwolle werden bald nur noch in Gen Technisch veränderter Form auf der Welt existieren. Und der Ceta Vertrag mit Kanada ist ja nun auch beschlossen mit all ihren Helfer Institutionen wie regulatorischer Rat, wo nur Lobbyisten sitzen und Drohungen aussprechen können, wenn gegen den Freihandeslvertrag ein Handelshemmnis droht wie zum Beispiel bei der Kennzeichnungspflicht von Gen Nahrung.

      Die Schiedsgerichte, die dann im Geheimen von Anwälten der Industrie angerufen werden können brechen jeder demokratisch gewählten Regierung dann das Rückrat und winken zum Wohle der Profits alles durch.

      Allein die Angst der Staaten verklagt zu werden, lässt sie bestehende Vorsorgeprinzipien sein und bringt auch keine Neuen Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung raus. Da CETA vollkommen ausreicht, um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir TTIP schon gar nicht mehr, weil eine Vielzahl der weltweit operierenden Firmen natürlich auch in Kanadan einen Sitz haben.

      Die globalisierung der Weltpolitik hat schon alles im Griff und sollen dann von eigenen Armeen der jeweiligen Ländern auch im Innern der Länder verteidgt werden.

      Das Kind ist aus meiner Sicht schon in den Brunnen gefallen und der Widerstand war erbärmlich.

      Der Mensch wird nur nur noch als zähflüssige Masse betrachtet, die es unter Kontrolle zu bringen gilt.
      Kontrolle ist das Stichwort. Wenn wir nun schon als Betroffene selber darüber anfangen nachzudenken, wie wir uns selber kontrolieren sollen, damit wir das Problem der Überbevölkerung in den Griff bekommen, haben diese Machteliten schon gewonnen. Deshalb sträubt sich jede Faser in mir dagegen.
      Auch wenn das in ihren Augen vielleicht widersinnig klingt, ich glaube eher, dass die Bevölkerung dieser Erde die einzige Macht sein kann, die diesem treiben ein Ende setzen kann.
      Warum gibt es ausgerechnet in armen Ländern soviel Bevölkerungswachstum ?
      Warum nicht in Deutschland zum Beispiel ?
      Ich denke das liegt daran, dass je besser es einem Land geht, desto weniger Kinder gezeugt werden. Aber genau diese Zufriedenheit fehlt ja in vielen Teilen unserer Welt und breitet sich auch noch aus. Und schuld daran ist das Verhalten der Länder, die an ihrem Reichtum festhalten und die anderen noch weiter ausbeuten.
      Das Problem der Überbevölkerung kann nur gelöst werden, wenn dieses System abgelöst wird durch ein System der Kooperation und Empathie gegenüber dem Leben. Wie in diesem Beitrag mit dem Wald wirklich anschaulich auch gesagt wird. Zuviel ist tödlich und zu wenig auch. Geschlossenen Kreisläufe sind das Ziel. Dann reguliert sich alles von ganz alleine. Auch die Bevölkerungszahl.
      Nicht die freiwillige Geburtenkontrolle sondern die natürliche Geburtenfreiheit sollte unsere Maxime sein.
      Das ist ein sehr großer Unterschied.
      In diesem Sinne, lasst uns endlich endlich erwachen und erkennen, dass nur durch den Sturz des jetzigen Systems wir überhaupt eine Chance haben zu überleben.
      Wie Herr Thoma auch vortrefflich sagte, dass Evolution nicht langsam verläuft sondern eher sprungartig.
      Lasst uns endlich springen, also

      Jump Kriss cross
      Jump jump
      You should know, you should know that ah
      Kris Kross is not having anything today
      As we stand there totally krossed out
      We commence to make you
      Jump jump
      The Mac Dad will make you jump jump
      Daddy Mac will make you jump jump
      Kris Kross will make you jump jump
      Don’t try to compare us to another bad little fad
      I’m the Mac and I’m bad give you something that you never had
      I’ll make ya bump bump wiggle and shake your rump
      ‚Cause I’ll be kicking the flavor that makes you wanna jump
      How high? Real high, ‚cause I’m just so fly
      A young lovable, hugable type of guy
      And everything is to the back with a little slack
      ‚Cause inside-out is wiggity, wiggity, wiggity wack
      I come stompin‘ with somethin‘ pumpin‘ to keep youExplain jumpin‘
      R&B, rappin’…

      pooler1970

    • Pooler 1970: Wir sind uns ja wohl einig, dass es um Bewusstseinsbildung geht und was Sie über TTIP und CETA , Genmanipulation, schreiben entspricht auch meinem Wissensstand.
      Aber über den Weg zur Bewusstseinsbildung sind wir uns vermutlich noch nicht ganz einig. Dass zur Zeit noch zu wenig Realitätsbewusstsein vorhanden ist, darüber ja wohl schon. Ich habe diesen Beitrag über die Holzhäuser ja auch genügend gelobt. Darum geht es nicht.
      Aber wir müssen uns überlegen, wie und wodurch Bewusstsein gebildet wird. Meiner Ansicht nach wird z.B. Sadismus und Missachtung gegenüber dem Leben genauso in Schlachthäusern ausgebildet wie bei Kriegen. Und es ist mir auch klar, dass in den armen Ländern paradoxerweise viel mehr Nachkommen produziert werden, wie in den reichen Ländern und dass die reichen Ländern mit daran Schuld sind, weil die Armen die Kinder als Vorsorge brauchen, um überleben zu können. Andererseits lese ich immer wieder, dass in den reichen Ländern reiche Prominente endlos Kinder produzieren, weil sie es sich leisten können und weil sie ihre tollen Gene bis ins hohe Alter hinein anscheinend so weit wie möglich verbreiten wollen. Die könnten doch stattdessen mit ihrem vielen Geld politischen Einfluss üben und z.B. verwaiste Kinder aus den armen Ländern großziehen!

    • Bin wieder da liebe Veganislove.
      Der Weg der Bewußtseinsbildung ist sehr vielfältig denke ich. Ich bewundere ihren starken Willen, trotz gelegentlicher Gegenstimmen und ich denke auch, dass wir solche Personen wie sie brauchen, die uns immer wieder daran erinnern, wie wichtig es ist über Themen nachzudenken, die nicht immer populär und auch anstrengend sein können. Das ist genauso, wenn jemand sagt, er weiss, dass Rauchen und Alkohol Mist für die Gesundheit ist und es trotzdem tut. Und man wird zusätzlich immer wieder von der vorsorglichen Mutter zum Beispiel damit genervt. Obwohl man denken könnte, dass es ihm bewusst sei, handelt er nicht danach. Immer mit dem Gedanken, ihn selber wird es ja nicht treffen. Es sind immer die anderen, die es bestrifft, wenn plötzlich der Krebs an die Tür klopft. Es fehlt also immer noch etwas, damit das Bewußtsein die Handlungen steuern kann. Und des Rätsels Lösung ist hier leider nicht Bewußtseinswerdung, sondern das Unterbewußtsein. Wenn sich im Unterbewußtsein die Kenntnis nicht durchsetzt, dass viele Handlungen schädlich sind, dann werden sie sich nicht ändern. Das über das Bewußtsein zu steuern bedeutet immer einen Kampf und ist auf Dauer anstrengend, ruft Stress hervor und kann somit sogar schädlicher sein für die Gesundheit als die schädigende Handlung selber. Erst wenn wir stressfrei dazu übergehen können, kein Fleisch mehr zu essen zum Beispiel, wird es für den einzelnen erträglich und selbstverständlich sein. Wie bekomme ich aktives Bewußtsein ins Unterbewußte rein ? Das ist hier die große Frage, die ich ihnen jetzt auch stellen möchte. Wie ist es bei Ihnen? Ich weiss jedenfalls, dass erlebte Traumata dazu führen können, dass sich im Unterbewusstsein Veränderungen einstellen. Also durch extrem schlechte Erfahrungen und durch Angst. Durch Hypnose kann man ebenfalls das Unterbewusste verändern. Aber einen direkten Weg dazu kenne ich bis jetzt noch nicht. Autosuggestion vielleicht noch. Wenn wir darauf eine Antwort finden könnten, wie wir gewaltfrei und ohne Angst unser Unterbewusstsein beeinflussen könnten, würde sich ein Wandel in der Menschheit viel leichter bewerkstelligen. Und soweit ich das weiss, waren wir Menschen früher dazu in der Lage und haben es nur verlernt.
      pooler1970

    • Lieber Pooler! Der Weg in die richtige Richtung kann nur aus dem eigenen Herzen kommen. Ich habe in den 1970er Jahren die ersten Fotos von „Ärzte gegen Tierversuche“ aus dem Inneren einer Hähnchenmastanlage gesehen und das war ein Blick in die Hölle. Jetzt wusste ich, dass die Hölle existiert und dass sie von uns selber produziert wird. Dass wir sie sogar essen! Das war eigentlich das Schlüsselerlebnis und danach entwickelte sich langsam aber sicher das Bewusstsein in dem ich heute lebe. Die speziellen Auswirkungen dieser „Unsitte“, wie ich die gesamte Nutztierzucht heute sehe auf unsere Gesundheit und die gesamte Natur sind mir erst im Lauf der Jahrzehnte immer klarer geworden durch das Erleben am eigenen Leibe(omnivor-lacto-ovo-vegetarisch und dann vegan) und durch viel Fachlektüre. Die vegane Ernährung, zu der ich erst vor 13 Jahren gefunden habe, hat mich aber erst zu dem Menschen gemacht, zu dem ich heute bedingungslos JA sagen kann. Ich kann heute meine eigenen Fehler ohne die früheren Schuldgefühle sehen wie eine liebevolle Mutter bei ihrem Kind und daran arbeiten und mich geistig bewegen, dass es mir eine Freude ist und ich mich selber endlich voll akzeptieren kann, was früher nur in den kurzen manischen Phasen geschah zwischen den lähmenden depressiven, in denen ich mich im Grunde für meine gesamte Existenz immer nur geschämt habe. Ich glaube, wir Menschen müssen einfach begreifen, dass wir nicht das Recht haben, zu töten oder Leben zugrunde zu nutzen. Das ist eigentlich alles.

    • Liebe Veganislove
      ich bedanke mich dafür, dass sie von ihrem Schlüsselerlebnis erzählt haben, dass sie mit der Hähnchenmastanlage gemacht haben. Denn genau dies ist auch der Punkt, den ich vorher versucht habe zu erklären. Ihr Schlüsselerlebnis hat dazu geführt, dass in ihnen die Erkenntnis aufgegangen ist, dass Massenutztierhaltung und somit die kommerzielle Fleischindustrie so grausam und unwürdig ist, sodass es sich nicht nur ins oberflächliche Bewußtsein sondern auch ins Unterbewußtsein eingedrungen ist. Sie wären nie auf die Idee gekommen kein Fleisch zu essen, wenn sie als Nomade in der mongolischen Steppe gelebt hätten und sich hauptsächlich von Fleisch ernähren müssten, weil es nichts anderes gibt dort. Ich glaube sogar so weit zu gehen, dass wenn der Nomade dasselbe gesehen hätte, was sie mit ihren Augen erblicken mußten, er lieber verhungern würde als wieder ein Tier zu töten, weil er aus den Schuldgefühlen der Menschheit gegenüber der Tierwelt nicht mehr herauskommen würde. Für die Nomaden sind die Tiere heilig gewesen und ein Geschenk ihrer Götter. Und wenn die Menschen mit Gottes Gaben so umgehen, haben sie selber das Leben nicht verdient. Nun ist es aber in unserer Gesellschaft so, dass die Menschen schon wissen und begreifen, dass Massentierhaltung keine gute Sache ist, aber sie bekommen das ja nicht mit. Wenn ich hier in Berlin jemanden frage, ob er mal dabei gewesen ist, wie ein Tier geschlachtet wurde, wird diese Person wahrscheinlich und sehr häufig dies verneinen. Wenn man fragt, ob er jemals eine Leiche gesehen hat oder oder wie ein Mensch friedlich oder nicht friedlich gestorben ist, wird die Antwort auch häufig mit nein beantwortet werden. Wir sehen zwar im Fernsehen oder im Kino, wie Zombis Menschen zerfleischen, tun das aber als Nervenkitzel ab und das wars. Es dringt nicht in die Menschen rein. Das ist ein Abwehrmechanismus, der es uns ermöglicht, normal zu funktionieren. Anhand der Zahlen von zu behandelnden deutschen Soldaten wegen Kriegstraumata kann man ablesen, dass die direkte Konfrontation mit dem Tod dazu führt, dass entweder der Soldat nicht mehr klar kommt, er zum Friedensaktivist wird oder zu einem Killer, dem es vielleicht sogar Freude bereitet, anderen Menschen nach dem Lebens zu trachten. Jedenfalls setzt eine Wirkung ein, die ansonsten nicht stattfinden würde. Vielen älteren Lesern ist bestimmt aufgefallen, dass im Laufe der Jahrzehnte die Medien immer weniger Bilder oder Filmmaterial von Kriegsopfern oder Unfällen zeigen. Das liegt daran, weil sie genau wissen, dass es bei den Menschen was bewirken könnte. Das Bild von der Vietnamesin, die nach einem Napalmangriff unbekleidet mit ihren Brandverletzungen auf eine Kamera zugelaufen ist hat wahrscheinlich mehr Friedensaktivisten hervorgerufen als Kenfm jemals erreichen wird. Die Abtrennung der Massen vom Elend, von Grausamkeiten, vom Tod hat uns zu einer Gesellschaft gemacht, die nicht mehr für Frieden und Gerechtigkeit ist. Die Abstumpfung durch Hollywood Filme tut im übrigen das seinige. Mit Reden und Schreiben werden wir nicht aufwachen und uns gegen Ungerechtigkeiten in dieser Welt auflehnen. Wir müssen diesen in die Augen schauen und zwar angstfrei. Es gehört zum Leben einfach dazu. Ich denke, dass dies der Weg sein könnte, endlich wieder die Menschen dazu zu bewegen, aktiv zu werden, in welcher Form auch immer.
      Deshalb möchte ich mich auch hiermit bei Palina bedanken, dass sie diese zwei Videos empfohlen hat, weil sie Menschen zeigt, die Ungerechtigkeiten angegangen sind, weil sie gesehen haben, wie ihre Kühe gestorben sind, weil sie am eigenem Laib gespürt haben wie es ist, alleine gegen Syngenta oder Monsanto zu kämpfen. Und diese Menschen sagen, dass sie keine einzige Tat bereuen und es ihnen ein gutes Gefühl gibt zu wissen, dass ihr Kampf etwas bewirkt hat. Ich denke, dass sie, Veganislove, ausgehend auch von ihrer eigenen Erfahrung, dass eigentlich genauso sehen und eigentlich hoffen, dass durch ihre Worte die Menschen endlich kapieren, was Sache ist. Vielleicht wirken sie deshalb etwas streng und ich sags mal etwas krass, penetrant, weil sie den Menschen eigentlich ihre selbst gemachten Erfahrungen ersparen wollen und an die Vernunft appelieren, wie eine Mutter, die ihrem Kind versucht zu erklären, dass er nicht unbedingt die Herdplatte anfassen muss, um zu lernen, dass man sich daran verbrennen kann ? Aber meine Erfahrung zeigt, dass es besser und nachhaltiger ist, wenn das Kind sich doch verbrennt und so zum Feuerwehrmann wird später. Deshalb meine Bitte an alle hier, geht dahin, wo es brennt. Besucht die Flüchtlinge. Geht in die Banken und hebt euer ganzes Geld ab, um es in vernünftige Projekte zu investieren, geht in die Schlachtbank und protestiert vor Ort gegen Massentierhaltung, geht vor die Kinos und verhindert, dass Kinder sich gewalttätige Filme anschauen, die nur inzenniert sind, geht vor die Redaktionen der Massenmedien und brüllt ihnen zu, dass wir objektive und wahrhaftige Nachrichten wollen ohne Bewertung und Manipulation, geht in die Bundeswehrkrankenhäuser und versucht einem verstörtem Soldaten zu zeigen, dass wir ihm verzeihen und trösten können, geht in die Wälder und dankt den Bäumen, dass sie für uns die Luft zum Atmen produzieren. Wenn wir unsere Augen gegenüber allem unangenehmen verschliesen, wird sich das Leben und das Glück auch gegenüber uns verschliesen.
      pooler1970

  9. Im Mai 1998 laß ich das erste Buch von Erwin Thoma und die Mondholz-Thematik hat mich innerlicht nicht mehr losgelassen. 2006 haben wir dann hier in Norddeutschland das erst fünfte Thoma Holz-100-Haus gebaut und viele haben ‚gelächelt‘.

    Die gesamte Außenhülle mit 25 cm und das Dach mit 19 cm sind von Thoma und wir haben hier eine Behaglichkeit und Wohnqualität die im Sommer mit einer angenehmen Kühle und die im Winter in Verbindung mit unserem Grundofen (langwellige Strahlungswärme wie die Sonne!) Ihresgleichen sucht.

    Wir verbrauchen sehr, sehr wenig Holz zum Heizen von Haus und Brauchwasser, da die Wärmeauskühldauer in einem Holz-100-Haus WELTREKORD ist und bleiben wird. Alle anderen Parameter im Niedrigenergie- und Passivhausbereich sind sekundär. Nach 10 Jahren Wohnen, Leben und vielfach staunenden und sich wohlfühlenden Besuch bekommend kann ich Thoma nur bestätigen und ohne mit Thoma direkt in Verbindung zu stehen sagen: Ich würde immer wieder eine solches Haus bauen.

    Und noch was: Wer den Mut hat ausgetretene Wege zu verlassen, wird Neues entdecken, was zuvor unbekannt war. – Als wir unser Haus bauten waren wir uns sicher, dass alles passen wird, da wir selber denken und entscheiden können.

    Danke an Ken Jebsen für die angenehme Überraschung, dieses eher unpolitische Randthema hier zu finden. – Hut ab!

    • danke für deinen kommentar, ich habe meiner lebenspartnerin das thoma- interview gezeigt und sie interessiert sich seitdem auch sehr dafür, ein holz100 haus zu bauen, wenn wir uns mal zu diesem schritt entscheiden.

      lg

  10. Im Mai 1998 laß ich das erste Buch von Erwin Thoma und die Mondholz-Thematik hat mich innerlicht nicht mehr losgelassen. 2006 haben wir dann hier in Norddeutschland das erst fünfte Thoma Holz-100-Haus gebaut und viele haben ‚gelächelt‘.

    Die gesamte Außenhülle 25 cm und das Dach 19 cm sind von Thoma und wir haben hier eine Behaglichkeit und Wohnqualität die Sommer mit einer angenehmen Kühle und die im Winter in Verbindung mit unserem Grundofen (langwellige Strahlungswärme wie die Sonne!) Ihresgleichen sucht.

    Wir verbrauchen sehr, sehr wenig Holz zum Heizen von Haus und Wasser, da die Wärmeauskühldauer in einem Holz-100-Haus WELTREKORD ist und bleiben wird. Alle anderen Parameter im Niedrigenergie- und Passivhausbereich sind sekundär. Nach 10 Jahren Wohnen, Leben und vielfach staunenden und sich wohlfühlenden Besuch bekommend kann ich Thoma nur bestätigen und ohne mit Thoma direkt in Verbindung zu stehen sagen: Ich würde immer wieder eine solches Haus bauen.

    Und noch was: Wer den Mut hat ausgetretene Wege zu verlassen, wird Neues entdecken, was zuvor unbekannt war. – Als wir unser Haus bauten waren wir uns sicher, dass alles pasen wird, da wir selber denken und entscheiden können.

    Danke an Ken Jebsen für die angenehme Überraschung, dieses eher unpolitische Randthema hier zu finden. – Hut ab!

    • Wie ich oben kommentiert habe, müssen für ein Thoma Holz 100 Haus erhebliche Finanzmittel entweder locker zur Verfügung stehen oder finanziert werden, was für viele Menschen trotz nachhaltigen Denkens nicht machbar sein dürfte. Ich wohne mit meiner Frau seit 2006 in einem für uns (als weniger gut Betuchte) bezahlbaren, in Eigenleistung erstellten Holzhaus (Ständerwerk, konventionelle Dämmung 200mm, innen OSB, außen Deckelschalung/Lärche), rund 90 qm Grundfläche, ebenerdig. Auch wir haben quasi Null Heizkosten und die wunderbare Raumwärme, von der du sprichst. Entscheidend dafür ist jedoch in erster Linie der Grundofen mit seinem phantastischen Wirkungsgrad, auch bei uns mit Brauchwasser – Erwärmung (stromlos dank Schwerkraft). Der Ofen ist täglich max. 2 Stunden ‚in Betrieb‘ und heizt das Haus samt Brauchwasser für mindestens 24 Stunden. Selbst wenn wir den Bedarf von max. 6rm Holz pro Heizperiode kaufen müssten, wären wir mit rund 600.- Euro Heizkosten dabei. Das würde ich als nachhaltig (in Puncto Heizsystem) bezeichnen.

  11. Gaaanz großartiges Interview, lieber Ken – ihr seid Spitze.

    Als Architektin kann ich Herrn Thoma in allem voll zustimmen.
    Erschreckend ist für mich, wie blöööd man sein kann und mit welchen dicken Brettern der Borniertheit man unterwegs ist, bloß weil es Andere machen – oder weil es Gesetz ist.

    Gutes Bespiel sind Null-Energiehäuser – oder wenn das noch nicht reicht, „Plus Energie-Häuser“, mit 40cm „Vollwärmeschutz“ zu errichten, dafür aber „kontrollierte Abluftsyteme mit Wärmetauscher“ in Wand- und Fensteröffnungen einbauen zu müssen.
    Und dann zusätzlich noch für den eigenen Anspruch der Nachhaltigkeit eine Holzfassade suggerieren, die aus organischen Verbundstoffen mit aufkaschiertem Fotos besteht.
    Lifestyle – außen coole Arroganz – innen Ignoranz.

    Krasser geht es doch nicht.

    Wenn 36cm dickes Verbund-Holz den Feuerwiderstand F-180 erfüllt, dann sieht man im Interview zumindest gut, dass wenigstens eins „BRENNT“. Die IDEE und die BEGEISTERUNG von Herrn Thoma. Die „BRENNT“.
    Hoffentlich mit Feuerwiderstandsklasse „B3“

    http://www.brandschutzrahmen.de/index.php/brandschutz-wissen/brandschutzklassen/brandschutzklasse-b

    Er „steckt“ damit hoffentlich viele an und verursacht einen „Flächenbrand“.
    Damit die Leute wieder zu sich kommen mögen, die Natur wahr zunehmen und von ihr lernen.

  12. Weiter so, „die Macher“(Mittelstand) guter Titel! Was man doch mit Intuition, Willen und Mut erreichen kann. Altes Wissen ist enorm wichtig und sollte wieder viel mehr Beachtung finden.
    Ich freue mich auf weitere Folgen!

  13. Gut das wir noch etwas vom Holz erfahren, wer weiß wie lange das noch geht!?

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/732-1984#weiterlesen

    Postfaktisches aus dem Wahrheitsministerium

    Facebook, Twitter, Youtube und Microsoft haben gerade auf Drängen von Berlin, Brüssel und Washington die Grundlage für umfassende Internet-Zensur gelegt. Stiftungen und Institute arbeiten an den schwarzen Listen und die Öffentlichkeit wird mit einem Trommelfeuer aus Fake-News-Hyserie und angeblichen Putin-Hacks auf die Zensurnotwendigkeit eingeschworen. Für kritische Geister wird es sehr eng, wie damals, vor 32 Jahren.

  14. Dieses neue Format „Die Macher“ ist für mich ein Knüller! Das macht Mut! Da werden nicht irgendwelche blödsinnigen Argumente an die gegenseitigen Köpfe geworfen (wo ich noch NIE erlebt habe dass da mal jemand sagt „aus dieser Sicht habe ich es noch nicht betrachtet“) sondern es sieht so aus, als dass hier Menschen vorgestellt werden, die Ihren A… bewegen um etwas zum Besseren zu wenden. Weiter, Herr Jebsen. Das inspiriert.

    Abgekühlt von der Begeisterung, die mich diese Ausgabe fühlen ließ, schnitt ich das Thema „Holz“ heute mal bei einem konservativen Mitmenschen an. Ergebnis: Null Interesse.

  15. DIE MACHER – Tolles Format!! Mehr davon.
    Das was Erwin Thoma vorstellt: hervorragend.
    Aber:
    Wer für ein 80, 100 qm Haus (bei den meisten wohl Minimum) incl. Bauplatz wohl min. 300 000 Euro hinblättern kann, muss gut im System gestrampelt haben. Und, wir reden hier ja nur vom Dach über’m Kopf!! Überdenkt man den eigenen Lebenswandel, die Folgen, (auch global) und das was wirklich zählt im Leben, bleibt eigentlich nur eine Lösung: Reduzieren! Die Bedürfnisse, die Ansprüche. Kleiner, einfacher, weniger. Vom Leben im Wohnmobil auf 7qm ( insgesamt über 10 Jahre auf mehreren Kontinenten) inspiriert, (was sich incl. aller! Kosten mit 5 bis 6 TS Euro/Jahr bewerkstelligen läßt). fühle ich mich nun im selbstgebauten Niedrigenergie-Holzhaus mit 50qm Wohnfläche (für unter 40 TS Euro schlüsselfertig! – und das geht auch noch preiswerter!) im puren Luxus lebend. Dazu mitten im Wald!
    Mein Tip: Ideen suchen, ob Lehm, Holz, Strohballen, Container-Pavillon odg. und selber bauen! Zu teuer? Dann zu zweit, zu dritt oder in kleiner Gemeinschaft. Bezahlbar halt nur in Grünen. Aber da ist es mit Abstand am schönsten… ich weiss der Job….

    • Die einzige Kritik, die ich anmelden kann wäre: Was passiert, wenn plötzlich ALLE die „Erleuchtung“ haben und sagen, jawoll, Holz, das isses. Wäre dann die Nachhaltigkeit und natürliches Nachwachsen noch möglich? Die Zahl der Weltbevölkerung ist bekannt.

      Diesen Aspekt habe ich bei dem Gespräch vermisst.

    • Ja, Ron B., daran habe ich auch immer wieder gedacht! Warum kommt einem eigentlich immer so ein scharfer Wind entgegen, wenn man mal die Möglichkeit der Einschränkung unserer Reproduktionsrate zur Sprache bringen will? Wenn das freiwillig aus Einsichti in die Wirklichkeit geschieht,ist das doch eine völlig gewaltfreie und sanfte Art, das Steuer, das in den Abgrund führt, in eine etwas wegsame Richtung zu drehen!

    • Aber ich dachte, dass wenigstens hier bei KenFM nicht vorwiegend Automaten mit automatischem Denken zu finden sind! Unser menschliches Denken besteht aus Herstellen von Verbindungen und genauem Abwägen und differenzieren! Es muss doch langsam mal in die Köpfe, dass wir mit unserer Reproduktion so nicht mehr fortfahren können! Es ist doch auch nur ein gesellschaftlicher Zwang, dass jede Frau unbedingt Kinder kriegen muss oder ein Pärchen ohne Kinder nicht glücklich sein kann. Außerdem kann man statt drei oder vier Kinder auch eins oder zwei machen! Es gibt doch wirklich Schlimmeres auf der Welt als dass jede Familie mal ein paar weniger Kinder zur Welt bringt! Masse allein bringt doch hier keine Lebensqualität mehr, sondern genau das Gegenteil!
      Das muss doch irgendwann auch mal Thema sein!

    • Allerdings bleibt ein kleiner Wermutstropfen, nach weiterer Recherche im Internet bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Aussagen mit dem „Mondholz“ stimmig sind. Die gemachten Erfahrungen will ich in dem konkreten Fall nicht anzweifeln, aber es gibt auch begründete Aussagen, die die guten Eigenschaften von „Mondholz“ in Frage stellen. Möglicherweise spielt hier auch der durchgehend angemessene Umgang mit dem Material Holz eine Rolle.
      Das ändert jedoch nichts an dem allgemein positiven Auftritt von Herrn Thoma.

    • „nach weiterer Recherche im Internet…“

      Vorsicht! es gibt Stimmen, die sagen das Internet sei das Gegenteil von Recherche. Ich kann mich dem zu einem nicht unerheblichen Teil anschließen.

  16. Es waere schoen wenn ein ‚Urheber‘ Hinweis auf die Bermerkung:
    Kapieren. Kopieren, Ko-Operieren
    erfolgen könnte.

    Es war naemlich Viktor Schauberger – ein Landsmann von Herrn Thoma –
    der diesen Leitsatz ersonnen hat. Wobei er die ‚Ko-Operation‘ in dem Teil
    des ‚Verstehens‘ mit eingearbeitet hat – wer die Natur kapiert, kann sowohl
    mit ihr, als auch mit ihren Geschoepfen kooperieren.
    Seine Philosophie über den Wald, das Wasser und die Funktionen des
    Lebens wurde unter:
    „Die Natur Kapieren und Kopieren“ bereits im 19. Jahrhundert dem
    interessierten Publikum angeboten.
    Sein hyperbolischer ‚Schauberger‘-Trichter ist die ‚Kopie‘ eines Strudels
    im Flusswasser. Seine erstaunliche Auffassungsgabe ermöglichte dem
    Nikola Tesla der Wald-, Forst- und Wasserwirtschaft einen tiefen Einblick
    in die elementaren Vorgänge der Natur zu gewinnen. Bis zu seinen
    Erfassungen des Implosions-Phänomens war den Menschen nicht klar
    was sich hinter dem Strudel-Prinzip verbirgt.
    Die Implosion in einem Fluss-Strudel reinigt und strukturiert das Wasser.
    Aus diesem Grunde sind Flussbegradigungen auch die sehr kranke Idee
    von noch kränkeren Menschen die die Natur nicht verstanden haben und
    sie auch nie verstehen werden. Die vielen Hochwasser in Europa sind alle
    die Konsequenz einer Profit-orientierten Gesellschaft die ihre Flüsse begradigt.

    Persoenlich stimme ich Herrn Thoma voellig zu. Leider sind die Moeglichkeiten
    hier extrem limitiert. Ohne eine Aussicht auf enorme Profite, kann man hier
    keine Finanzierung/Investitionskapital bekommen. Jedoch gibt es hier tausende
    von Hektar die von den Zuckerbaronen als Ersatz fuer Zuckerrohr angepflanzt
    wurden. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind katastrophal. Eukalyptus verhindert
    das Wachsen von Konkurrenten durch die voellige Versaeuerung des Bodens rund
    ums Wurzelwerk. Da kann nicht anderes mehr wachsen. Die Eukalyptuswaelder hier
    haben nur Eukalyptus Blaetter um sich herum. Das groesste Problem ist aber das
    Abfliessen grosser Mengen uebersaeuerten Wassers, das nach starken Regenfaellen
    firekt ins Meer gewaschen wird und dort zur voelligen Zerstoerung der empfindlichen
    Korallenriffe fuehrt.
    Das Holz kann man umsonst bekommen. Jede Menge. Deshalb habe ich ein Blockhaus
    aus Eukalyptus entworfen, das vor Ort im Wald bereits in die Bestandteile des Hauses
    verarbeitet wird. Es werden einige Unimogs benoetigt mit entsprechenden Werkzeugen
    bestueckt. Ein Fahrzeug fuers Faellen und Entrinden, eines fuer Dimensionsschnitte,
    und eines mit Computergesteuerter vier-Achsen-Fräse. Die fertigen Blockhaus Komponenten
    werden alle mit einer eingefraesten Nummer versehen – von Nº 001 bis Nº 634 (Beispiel)
    und koennen dann ohne besondere Kenntnisse von den Blockhauskäufern zusammengesetzt
    werden.

    Wenn ich aber einen Vorschlag fuer einen Rüstungsindustriebetrieb mache, kann ich Finanzierungen
    bekommen die ohne Limit sind. Das ist nicht nur schade, sondern auch eine riesige Schande.
    Vielleicht hat Herr Thoma Interesse and einer Hawai’ianischen Filiale? Ich stelle mich gerne zur
    Verfuegung.

    • Viktor Schauberger mit seinem gesamten Denken, Wirken und politisch denkwürdigen Schicksal sollte Pflichtlektüre sein! Ehre, wem Ehre gebührt!

  17. Ein Dank an Ken Jebsen und Herrn Thoma,

    ihnen ist etwas gelungen, was ich nie für möglich hielt, sie ließen mich wach werden.
    Durch die ganzen politischen Themen ist etwas passiert , was ich bisher sicherlich abgestritten hätte, nämlich Misstrauen aufgebaut zu haben, gegen jeden und alles, weil die ständige Betrügerei, gerade durch die Politik, aber auch einen Teil der Gesellschaft, einem, mir, den Glauben an andere schwer schädigte!
    Zum Glück ist es durch dieses Video bewusst und korrigierbar geworden!
    Wenn niemand überzeugen kann, die Natur und deren Verständigen schaffen das,
    Also raus in den Wald!

  18. Danke, ein wunderbares, entspanntes, positives, metaphernreiches, naturphilosophisches Gespräch. Es wurde viel über Zusammenhänge geredet, und damit passt es sehr gut zu KenFm. Ich hoffe, viel Grüne finden damit ihren Weg hierher.

    Nur einige Punkte hier (unzusammenhängend) herausgegriffen – es gäbe viele andere. Woher kommt ein Baum? fragt Herr Thoma und antwortet „aus dem Nichts“. Dieses „Nichts“, die Luft, ist von Überall. Bäume kommen von überall her und sind doch an einem bestimmten Ort.

    Wie gesagt wurde, in der Natur sind Wachstumsprozesse nicht exponentiell. Sie sind logarithmisch, also zuerst schnell wachsend, dann langsam. Und damit das Gegenteil des zerstörerischen unangepassten exponentiellen Zinswachstums, das andere zivilisatorische Probleme mitbedingt. In diesem Zusammenhang möchte ich alle, die Geld für ein Haus, vielleicht auch eins von Herrn Thoma, aufnehmen müssen, bitten, nach Möglichkeit nicht zur Bank zu gehen, sondern sich das Geld lieber von Verwandten etc. zu leihen – je mehr Geld geschöpft wird, umso mehr Zerstörung gibt es global…und damit hätte das Haus dann doch wieder einen zerstörerischen Impact.

    Für den politischen Kontext auch interessant, daß die Aggressivität mit der Größe der Einheiten steigt, wie Herr Thoma sagte.

    Daß Fichten die erfolgreichsten, weit verbreitetsten Bäume sind, weil sie die besten Nachbarn sind, andere neben ihr am besten existieren können, ist ganz neu für mich. Das ist interessant, udn möchte ich gerne glauben, muß das aber erst recherchieren, da noch nie gehört.

    Es ist irrelevant für das Gespräch, aber „gallertartig“ ist kein Aggregatzustand. Vierter Aggregatzustand ist Plasma. Cellulose ist ein Kohlenhydrat – also hydriert…Wassermoleküle sind Bestandteil der Cellulose, und die Wassermoleküle tauschen ihre Plätze – kein neuer Aggregatzustand…

  19. Danke für dieses Tolle Gespräch. KenFm wird immer vielseitiger.

    Die Arbeiterkammer Vorarlberg hat in „Wissen fürs Leben“ zwei Videomitschnitte von Vorträgen von Erwin Thoma
    auf Youtube eingestellt:

    1. Die geheime Sprache der Bäume (Erwin Thoma spricht ab 00:06:20 zuerst eine Einführung)

    https://www.youtube.com/watch?v=eJhO-AHRS-I

    Beschrieb:
    Sie sind einfach da, begleiten uns und leben mit uns: Bäume — im Garten, am Wegrand, im Wald, in der Wiese, im Park. Bäume sind bemerkenswerte Wesen. Räume aus Holz stärken unser Herz und das Immunsystem, sie senken den Pulsschlag im Schlaf. Gleichzeitig verschwinden Ängste und Worte, wie Mangel, Müll und Zukunftssorgen, aus unserem Leben. Erwin Thoma ist Förster und Gründer einer Holzbaufirma, die Häuser aus 100 Prozent Holz errichtet — ein Weltpatent. In seinem Vortrag nimmt er uns mit auf eine bemerkenswerte Reise in das Innere der Bäume und präsentiert dabei fantastische Fakten und amüsante Anekdoten.

    2. Intelligenz, Schönheit und Heilkraft der Bäume (Erwin Thoma spricht ab 00:10:00 zuerst eine Einführung)

    https://www.youtube.com/watch?v=IZAjtS4MypI

    Beschrieb:
    Erwin Thoma liebt Bäume und weiß um deren Intelligenz und Heilkraft. Seine Überzeugung beruht auf Erfahrung mit Bäumen, dem Umgang und der Erforschung von Holz von klein auf bis heute. Er kennt das uralte und das neue Wissen über Bäume, ihre Kräfte, ihre Intelligenz und ihren Zauber. Für ihn sind Bäume eine Schatztruhe, die wir öffnen müssen. Der „Charakter“ eines Baumes, die im Holz gespeicherte Wachstumserfahrung und Energie übertragen sich auf die Menschen, wirken wohltuend auf Körper und Seele.

    • Wir werden ein Wohnprojekt in Vorarlberg errichten.
      Dieser Beitrag war ein weiteres puzzle Stück dafür.
      Ökologisch
      Ökonomisch
      Soziologisch

      Neue Nachbarschaften Vorarlberg – nena v

  20. Es läuft immer wieder alles auf das selbe hinaus: Mit Bewusstseinsbildung scheint alles Gute immer noch möglich! Aber nach einem offenen Atomkrieg(hochgiftige Urangeschosse werden ja schon lange verwendet!) wird das nicht mehr so sein! Es ist nun die Frage, ob genügend Bewusstsein noch gebildet wird!

    Frau von der Lei(ch)en und all Ihr Kriegstreiber dieser Welt: Überlegt Euch noch einmal ganz genau, was Ihr da tut!

  21. Anfangs dachte ich „… Holz?… was gibt das den für ein Interview?…“ Aber okay.. ich bin offen und schaue mir das mal an.
    Es war wie beim damaligen Interview-Thema „Der Urzeitcode“.

    Ich muss sagen,… ich bin HIN UND WEG!… unglaublich was Herr Thoma für ein wissen über das Holz und Bäume hat – und wie es Ken heraus „schält“… absolut begeistert! Eines steht fest… mein Haus wird ein Holzhaus. 🙂

    Vielen Dank für das Interview Ken.

  22. Einfach erfrischend, toll und lehrreich. Ich erlaube mir aus einem Buch von Erwin Thoma zu zitieren:

    „Je mehr wir bereit sind, uns zu öffnen, unser Wissen zu geben und zu kooperieren, desto besser wird es uns selbst gehen“
    Es kommt glaube ich auch im Interview vor, wollte nur den Gedanken festhalten.

    Kommt noch der Bericht aus dem Werk? Bin gespannt.

    Weiter so Ken Jebsen.

    • Vielen Herzlichen Dank! Werd mich gleich in den nächsten Tagen dran machen! Selbst gesammelte Heilkräuter hab ich auch noch und statt Bienenwachs nehme ich mal etwas rotes Palmfett von der Firma mit dem Elefantensymbol mit nachhaltiger Palmwirtschaft. (Die indigenen Völker reiben sich auch damit ein.)

  23. Wieder mal ein herausragendes Interview ! Dass ihr solche Typen findet und dann auch wirklich hinfahrt … klasse! Neben Mausfeld, Pohlmann und einigen anderen eines der allerbesten, wie ich finde. In mehrererlei Hinsicht extrem lehrreich und ein Zeichen dafür, was mit Vernunft und Standing alles umsetzbar ist. Die Rubrizierung „Die Macher“ ist sehr gut gewählt.
    Und selbst der Humor kommt nicht zu kurz. Als ausgebildeter Patentingenieur verleihe ich Ken hiermit den Ehrentitel „Urheber des Ohrhebers“ (siehe 01:07:10 bis 01:07:15) :-))
    Einhundertsiebenundneunzigeinhalb bereichernde Minuten über und vor Holz.
    Danke!

  24. Das für mich wertvollste, belebenste KenFM- Gespräch! Danke, lieber Kenn, das wird ja hier immer noch toller! Hier kann mal wieder sowas wie Hoffnung aufkeimen! Kann mir jemand einen Tip geben, wie man diese Harz- Salbe macht? Von gutem getrocknetem Kiefermharz habe ich ein ganzes Eimerchen voll!

  25. Bin zwar erst bei Min. 18. aber der Beitrag gefällt mir bis hier her schon sehr. Bin vor einiger Zeit auch aus der Großstadt aufs Land gezogen. Es ist einfach viel schöner hier. Sehr interessant wie so ein Baum und wie ein Wald funktioniert.

  26. Ich denke schon, dass Erwin Thoma ein Macher ist. Einige Videos auf youtube wurden ja schon verlinkt – aber es gibt eine Menge mehr. Auch hat er viele sinnvolle Bücher geschrieben, die ich bisher immer verschlang.

    Man denke nur an sein Rezept für Pechsalbe, dass er im Buch „Die sanfte Medizin der Bäume“ der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Aus einem anderen Buch (Die geheime Sprache der Bäume) stibitzte ich mir einen Signatur fähigen Satz:

    „Wer sich in die Natur begibt, der lernt beim allerbesten Meister!“

    Es braucht mehr Menschen wie Erwin Thoma, dann würde es auf unserem Planeten friedlicher zugehen.

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