Es gibt keine linke Querfront

Interview von Jens Wernicke mit dem Autor und Friedensforscher Rudolph Bauer in den NachDenkSeiten vom 14.06.2016.

KenFM empfiehlt diesen Artikel. Hier der Link zum Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=33793

Weitere Veröffentlichungen von Jens Wernicke finden Sie auf seiner Homepage jensewernicke.wordpress.com.

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5 Kommentare zu: “Es gibt keine linke Querfront

  1. Der Begriff „Querfront“ kommt aus der Weimarer Zeit zwischen den Weltkriegen. Da gab es einzelne punktuelle Momente eines Zusammenwirkens von Kräften aus den einander an sich feindlich gegenüberstehenden KPD und NSdAP, so beim Berliner Verkehrsbetriebe-Streik 1932 und beim Volksbegehren für die Auflösung des preußischen Landtages 1931. Wie so viele Vergleiche historischer und aktueller Entwicklungen ist der Begriff sachlich fehlleitend, um heutige Aktivitäten zu vertehen. Das Problem des Kriegsbegriffen entlehnten Sprachbildes „Front“ kommt hinzu.
    Es fällt eigentlich eher auf die zurück, die sich dieser unhaltbare Begriffsentlehnung bedienen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die NPD ist zum Beispiel auch für den Austritt aus der Nato, wegen der Deutschen Souveränität, sie wäre aber dann auch gegen völkerrechtliche kollektive Sicherheitssysteme wie die UNO oder auch die KSZE…

  2. Klasse Artikel der Zeigt wie gelenkt und wohl auch gedacht wird… Ich würde nur zu gerne wissen ob es persönliche Überzeugung ist oder einfach nur nachgeplappert wird, um durch die monetären Boni entsprechende Vorteile zu behalten. Ich vermute beinahe letzteres…. sonst könnte Madame ja „dank Blödheit´´ ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Aber Sie wird wohl kein Interview mit Herrn Wernicke führen, zu schade.

  3. Die Ukraine hat in der EU nix verloren. Zumindest aus wirtschaftlicher sich, denen würde es ergehen wie den Griechen usw., das können die nicht stemmen. Zumindest jetzt noch nicht. Aber damals wurde auch hinreichend darauf hingewiesen, dass die Griechen aus wirtschaftlicher Sicht nicht in die EU passen. Das Ergebnis kennen wir ja nun alle.

    Mir persönlich ist es völlig egal, ob die Politik nun der USA, EU oder sonst wem Neoliberal ist oder nicht, Fakt ist, dass die Politik auf Krieg ausgerichtet ist. Was nützt es uns, wenn innerhalb der EU Frieden herrscht aber die Kriege anderswo ausgetragen werden. EU ein Garant für Frieden, ich habe selten sonen mist gelesen. Die Nato als Kriegsarmee mit der Zentrale in den USA, zieht immer weiter Richtung Russland und provoziert diese damit und das ist gewollt. Hier im Lande stellt sich immer wieder heraus, dass Nachrichtenmeldungen Falsch sind und die Bevölkerung verarscht wird. Und dann laufen hier Menschen rum und schreiben, dass die EU ein Garant für Frieden ist.

  4. Ich bin kein PR-Experte, aber der Begriff ‚Querfront‘ ist meines Erachtens auch aus PR-Sicht ziemlich unsinnig. Denn dieser Begriff signalisiert ja nichts Anderes, als dass sich ein breites Spektrum aus der Bevölkerung gegen die aktuelle Kriegspolitik der NATO richtet und sich sogar ‚erlaubt‘, zu hinterfragen, ob die EInflussnahme der USA in der Ukraine wirklich hilfreich war und ist – sogar wenn es darum geht, die Ukraine, wie ich es gut fände, in die EU zu bringen.
    Offenbar ist der Begriff ‚Querfront‘ entstanden, weil die echten und verkappten Vertreter dieser aktuellen Kriegslobbypolitik selbst eine Querfront darstellen (die von ‚AfD‘ bis zu ‚Antdeutschen‘ reicht) und schlicht überrascht waren, dass sich nach wie vor massive Gegenöffentlichkeit über wichtige Themen entwickeln kann.

    Ich wiederhole mich übrigens gerne: Ich finde es trotz des Gewöhnungseffekts schon reichlich unpassend, dass auch hier in diesem Artikel wieder so ziemlich alle Übel der politischen Welt dem Neoliberalismus – zu Unrecht und inhaltlich grob falsch – angekreidet werden. Neoliberalismus steht für offene Grenzen, Diktaturfreiheit, Monopolfreiheit und freien Markt. Nichts davon, auch nicht der wirklich freie Markt, wird von der aktuellen US-Außenpolitik oder der aktuellen russischen Außenpolitik adäquat in Asien und Afrika vertreten.
    Und Neoliberalismus steht dafür, dass die Staaten keinen übersteigerten militärischen Nationalismus betreiben. Am ehesten finden sich neoliberale Werte aktuell in der EU, und daher ist die EU wirtschaftlich recht stark und vor allem ein Garant für Frieden. Die EU hat erstmals seit Jahrhunderten dafür gesorgt, dass die starken europäischen Nationen sicher keine Kriege mehr gegeneinander führen.

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