Es kommt auf Wien an! Nahost und die Hoffnung | Von Willy Wimmer

Ein Kommentar von Willy Wimmer.

Man sollte sich nichts vormachen. Das ist jedenfalls eine Konsequenz aus dem, was sich seit langer Zeit um Nahost abspielt. Man weiß nicht, wo man anfangen soll, wenn es daraum geht, den Konflikt zu verstehen oder gar Lösungsansätze zu formulieren.

Das fängt schon damit an, nachdenkliche Worte zu den Möglichkeiten zu finden, die mit dem Namen des derzeitigen israelischen Miniterpräsidenten verbunden sein könnten. Wer das unternimmt, wird in Europa von denjenigen in die Zange genommen, die zu den erklärten Gegnern des israelischen Ministerpräsidenten nicht nur die besten Verbindungen haben.

Ein Blick auf die einflußreichen Nichtregierungsorganisationen macht hinlänglich klar, wie die Steuerungselemente für den Einfluss auf die Politik in den Staaten der Europäischen Union aussehen. Mit einem Blick hat man alle auf dem Schirm, wenn man nur die Namen derjenigen nennt, die es gut miteinander können: Victor Orban und Benjamin Netanjahu. Dann tauchen gewichtige andere Namen auf, die natürlich all ihren Einfluss nutzen, ihre Vorstellungen von der künftigen Entwicklung der Welt, ohne die bisher vorherrschende Dominanz der Nationalstaaten deutlich zu machen.

Das trifft in Westeuropa auf einen weiteren Umstand, der die Lage brandgefährlich macht. Diejenigen, deren parteipolitische Prägekraft schmerzlich nachgelassen hat, greifen zu einem verhängnisvollen Mittel. Sie versuchen, ihre Machtmöglichkeiten dadurch gegen das Wählervotum aufrecht zu erhalten, dass sie die Bilder der Vergangenheit nutzen. So versuchen sie, mit denen fertig zu werden, die in die politische Lücke so stoßen, wie es die jeweiligen Verfassungen auch erlauben. Seit einer Reihe von Jahren ist Spaltung in der Gesellschaft angesagt, um die Abkehr der Regierenden von den eigenen Verfassungen zu kaschieren, wie sich bei den völkerrechtswidrigen Kriegen ebenso zeigt wie bei dem, was ein ehemaliger Bundesminister als “fortdauernden Verfassungsbruch” in Zusammenhang mit dem ausbleibenden Schutz der Staatsgrenzen wieder und wieder anmahnt.

Man reibt sich die Hände, wenn schlimme Vorwürfe an die Anschrift politischer Konkurrenten geäußert werden. Man findet in der ehemals politischen Mitte nichts dabei, wenn sich andere politische Kräfte gegenseitig versuchen hochzuschaukeln. Der politische Verstand hätte es der politischen Mitte aufgeben müssen, selbst den Kampf um die grundlegenden Werte unseres Staates zu führen. Das Dilemma ist und war dabei, in zentralen Fragen die eigene Verfassung aus Bündnis-und sonstigen Gründen mit Füßen zu treten.

Die daraus resultierende Bedeutungslosigkeit bekam die Bundesregierung in der gleichen Weise zu spüren, wie das für die anderen westeuropäischen Regierungen und die EU in Brüssel gilt. Es gibt einen etablierten internationalen Mechanismus, wenn in Nahost wieder alles aus dem Ruder läuft.

Die internationale Staatengemeinschaft hatte vor Jahren das “Nahost-Quartett” geschaffen, um im Brandfall die Feuerwehr darstellen zu können. Neben den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, Vereinigte Staaten und Russland, sind dies die Vereinten Nationen und die Europäische Union. Es fiel geradezu dröhnend auf, dass keinem deutschen politischen Vertreter bei den Vorgängen in Nahost einfiel, an die eigene Institution in Brüssel zu appellieren, Einsatz zu einer Beilegung des Brandherdes zu zeigen. Es wurde so getan, als gäbe es Brüssel überhaupt nicht.

So werden Armutszeugnisse ausgestellt. Es rächt sich eben, die Zeit von US-Präsident Trump nicht für die Festigung eigener europäischer Handlungsmöglichkeiten genutzt zu haben. Stattdessen hat man über Trump gejammert. Alles nur, um jetzt feststellen zu müssen, dass eine andere Form von Bedeutungslosgkeit innerhalb von Wochen durch seinen Nachfolger, Präsident Joe Biden, vermittelt werden kann. Fast flehentlich wurden aus dem deutschen außenpolitischen Establishment Rufe danach laut, Washington möge eingreifen. Diese Möglichkeit hat man sich in Washington nicht entgehen lassen, unbeschadet des europäischen und deutschen Gequengels.

Dabei gibt es für die EU-Europäer eine Menge festzustellen. Dazu zählt vor allem der Umstand, dass der vielgeschmähte US-Präsident Trump etwas geschaffen hat, das in der derzeitigen extem krisenhaften Entwicklung bis zu diesem Angenblick eine ungeahnte Tragfähigkeit an den Tag legt. Die normalen zwischenstaatlichen Beziehungen, die verschiedene Golf-Staaten und Israel in den letzten Monaten miteinander vereinbart hatten, halten sichtbar diesen Stresstest der blutigsten Art aus.

Man kann nur hoffen, dass dies auch so bleibt, um andere als kriegerische Optionen umsetzen zu können. Dazu zählt auch, dass Saudi-Arabien und Iran miteinander reden, unbeschadet der Sonderverbindungen, die beide Staaten zu anderen Kräften in der Region unterhalten. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass sich die Ereignisse in Nahost genau gegen diese Entwicklungen richten. Bislang wäre dann allerdings ein Erfolg ausgeblieben. Jeder vernünftig denkende Mensch kann nur hoffen, dass dies auch so bleibt.

Zu dem, was man sich in Brüssel und nicht nur dort merken sollte, zählt auch der Umstand, dass sich die amerikanische Bemühung um Nahost in ungewohnter Geräuschlosigkeit abspielt. Das verhndert, dass Lösungsmöglichkeiten in dem Augenblick schon zerschossen werden, in dem sie an die Öffentlichkeit durchgestochen werden. Die USA halten das Pulver trocken und alleine das gibt Hoffnung, bei aller Unsicherheit.

Hinzu kommt bei den intensiven Bemühungen des ehemaligen Präsidenten Trump um Israel, dass die republikanische Minderheit im amerikanischen Kongress kaum in der Lage sein dürfte, Oppostion gegen zielführende Vorgehensweisen des derzeitigen Präsidenten zu betreiben. Bei nüchterner Betrachtung der Gemengelage in Washington hätte Präsident Joe Biden deshalb eine breite Unterstützungsformation an seiner Seite, alleine schon wegen der Vorarbeit durch Präsident Trump in der Verbindung zwischen der Republikanischen Partei und denen, auf die Israel immer in den USA zählen kann. Das heißt nicht, dass er bestimmte Kräfte in der eigenen Partei außer Betracht lassen könnte oder sollte. Aber diese Bandbreite könnte von besonderer Bedeutung werden. Es ist vielleicht für die USA nötig, sich mit allem Einsatz zu bemügen, weil in Nah- und Mittelost eine Frage immer drängender wird: Wer kann miteinander nicht nur reden sondern Lösungen präsentieren, bevor in dieser Region China mit die Tagesordnung bestimmt? Ein China, das sich dadurch auszeichnet, zu allen Akteuren vor Ort in dieser Region tragfähige Beziehungen zu unterhalten.

Alles das, was wir derzeit erleben, ruft nach einer besonderen Möglichkeit und diese könnte sich in wenigen Wochen in Wien und vielleicht auch in Moskau ergeben. Das war nicht absehbar, als die Hamas inner-israelische Auseinandersetzungen dazu benutzte, ein Land im Frieden mit einem Raketenhagel zu überfallen. Jedem in der Hamas-Führung muss klar gewesen sein, dass das gestellte Ultimatum zum Abzug von Polizeieinheiten zu nichts anderem als einer Illusion führen musste. Das wäre in keinem Land der Welt anders gewesen.

Die Charta der Vereinten Nationen sagt klar und eindeutig, was die Folgen eines derartigen Überfalls sind, auch für den Einsatz eigener militärischer Möglichkeiten des angegriffenen Staates, in dem Fall von Israel. Die Zahl der Opfer vor Ort steigt, aber es sollte jedem zu denken geben, dass bei dieser Verteidigung gegen die Raketenangriffe Versuche unterblieben sind, Waffenruhe zu vereinbaren. Da diese Entwicklung nicht ohne die globale öffentliche Meinung gedacht werden muss, drängt sich eine Frage auf: Wer kann und wird das Ende des Blutvergießens dekretieren können?

Es ist so, als wäre die Idee eines Gipfeltreffens zwischen den Präsidenten Putin und Biden passgenau für den Fall einer derartigen Auseinandersetzung mit der Chance zum Weltenbrand in die Welt gesetzt worden. Schon zur Zeit von US-Präsident Trump war augenfällig, wie sich die Gesprächsmöglichkeiten geradezu angeboten haben würden, wenn man es in den USA Präsident Trump gestattet haben würde, nach seinen Wahlkampfankündigungen agieren zu dürfen.

Niemand hat allerdings in Frage gestellt, dass zwischen diesen drei Persönlichkeiten zumindest die Gesprächschemie gestimmt hätte. Präsident Putin und Ministerpräsident Netanjahu können es miteinander – und das seit langer Zeit. Präsident Trump konnte es mit Präsident Putin, wie das Treffen der beiden Präsidenten in Helsinki zeigte, als Präsident Putin aus seiner Sicht namentlich ein Hindernis für die beiderseitigen Gesprächsmöglichkeiten ansprach. Für Wien verfügt Präsident Joe Biden über so viele inneramerikanische Trümpfe in seinen Händen, dass selbst jüngste Interview-Äußerungen kein Hindernis für eine ertragreiche Begegnung mit Präsident Putin darstellen dürften.

Alleine schon die Möglichkeit eines Treffens in Wien gibt Hoffnung. Vor allem dann, wenn man sieht, dass die Entwicklung in Nahost auf das Wiener Treffen abgestimmt zu sein scheint. Alles andere bedeutet, auf Krieg zu spekulieren, einen Krieg, der über kurz oder lang die Region Nahost hinter sich lassen würde.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: SKahraman / shutterstock

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15 Kommentare zu: “Es kommt auf Wien an! Nahost und die Hoffnung | Von Willy Wimmer

  1. Schramm sagt:

    Es braucht einen demokratischen Einheitsstaat.

    Auch die VR China propagiert die Zweistaatenlösung. Dabei völlig entgegen ihrer Möglichkeit einer prosperierenden Realisierung. Ein palästinensischer Staat wäre auf dauerhafte Alimentierung angewiesen. Damit hätte auch die Mehrheit der palästinensischen Jugend keine Möglichkeit auf ihre persönliche Entwicklung und auf eine eigenständige Erwerbsarbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. – Fortwährende Konflikte mit Israel wären vorprogrammiert.

    ►Bei allen bevorstehenden Herausforderungen, eine gemeinsame Zukunft für die palästinensische und israelische Jugend gibt es zukünftig nur in einem gemeinsamen bürgerlich-demokratischen Staat. Dabei hat die Bevölkerung eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe an der gesellschaftlichen und staatlichen Entwicklung. Gleichberechtigung in Erziehung und Bildung, berufliche Ausbildung und auskömmliche Erwerbsarbeit für Mädchen und Jungen. Zugleich ist die bürgerliche Gesellschaft und demokratische Justiz unabhängig vom Aberglauben-Religion!

    • Nomaske sagt:

      Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das zusammengeht.

      Beide lager sind durchideologisiert.

      Wer kann denn Brückenbauer sein?

      Die Menschen selbst. Aber um die geht es ja nie.

      Auch nicht denjenigen Kräften, die auf Seiten der Palästinensen mobilisieren.

      Woher kommen denn immer diese Fahnen, die angezündet werden? Und wer sorft dafür, dass dies gefilmt und gesendet wird?
      Und wer schickt die Jugend in Europa vor die Moscheen – statt vor die Botschaften?

    • Nomaske sagt:

      OK, ich habe es verbaerbockt:

      Synagogen statt Moscheen.

      Irgendwas mit Kobold.

  2. Oscar Alx sagt:

    "Man weiß nicht, wo man anfangen soll", beginnt Wimmer und stößt damit in das alte "es ist alles so kompliziert" Horn. Die meisten Texte und Meinungen von Wimmer respektiere ich sehr. Dieser hier fällt unter Zeitverschwendung. Der "Konflikt" hier kann extrem simplifiziert werden:

    Artikel 33 der Vierten Genfer Konvention definiert die kollektive Bestrafung einer Zivilbevölkerung als Kriegsverbrechen definiert. Israel verstößt auch gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention, weil es über eine halbe Million jüdischer Israelis auf besetztem palästinensischem Land angesiedelt und mindestens 750.000 Palästinenser ethnisch gesäubert hat. Usw. usw.

    https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/aussenpolitik/voelkerrecht/humanitaeres-voelkerrecht/genfer-konvention.html

    PS: Was die Hamas-Raketen anbelangt: kein Gericht verurteilt eine Frau, die ihrem Vergewaltiger eines auf die Nase gibt. Oder, wenn mich ein Bub boxt und und es ihm dabei gelingt, mir dabei ein wenig weh zu tun, dann ist es auch nicht ok wenn ich ihm dafür die Fresse einschlage.

    • Nomaske sagt:

      Was machen dann die protestierenden Neubürger und Innen samtz Antifa vor der Moschee?

      Es ist doch ein politisches Verbrechen? Da würde ich jetzt mal zur Botschaft oder zu einem Konsultat ziehen.

      Politisches Verbrechen…Kreuzigung, also Bautzen.
      Religiöses "Verbrechen"…Steinigung.
      Staatsverbrechen…Steuerbescheid.

      War schon früher immer sauber getrennt.

  3. Ralf Becker sagt:

    Bild, 13.05.2021
    SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) fand klare Worte zu den Hamas-Angriffen auf Israel: „Das erklärte Ziel der Hamas ist das Töten von Jüdinnen und Juden.“ Daher „hat Israel das Recht zur Selbstverteidigung“.

    Hier meine ich, dass Olaf Scholz sich unprofessionell verhält, weil er viel zu spontan auf ansonsten nicht näher geprüfte Fernsehberichte und -bilder reagiert.

    Selbst wenn er ein gewisses Hintergrundwissen über den Nahost-Konflikt hat, dann vermutlich eher nur von Claus Kleber & Co..

    Ähnlich wollen etwa Markus Söder oder Horst Seehofer gegen Antisemitismus vorgehen. Aber hat sich das stets kaum zu ertragende CDU/ CSU Spitzenpersonal wirklich mit den Zusammenhängen beschäftigt?

    Bei genaueren Recherchen müsste man dann stattdessen vor allem Netanjahu und sein Umfeld als nicht sonderlich seriös betrachten:

    Zeit, 2. März 2018
    Korruptionsverdacht:
    Polizei verhört Benjamin Netanjahu

    2. Mai 2018
    Zweifel an Iran-Präsentation
    Röttgen wirft Netanjahu Täuschung vor

    t-online, 13.01.2021
    Milliardenskandal um Netanjahu
    Deutsche Ermittlungen zu U-Boot-Deal mit Israel eingestellt
    Die Affäre um den sogenannten "Fall 3.000" macht in Israel seit Jahren Schlagzeilen: Das direkte Umfeld von Ministerpräsident Netanjahu soll vom Deal mit dem deutschen Rüstungskonzern Thyssenkrupp persönlich profitiert haben.

    Israel hatte dann etwa den Hamas-Gründer Ahmad Yasin am 22. März 2004 um 5 Uhr durch drei Hellfire-Raketen liquidiert.
    Am 26. März scheiterte dann diesbezüglich im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Verurteilung Israels.

    NZZ, 17.01.2004
    Israel droht Scheich Yassin mit dem Tod

    Der Standard, 16. März 2004
    NAHOST-KONFLIKT
    Selbstmordattentat im Hafen Ashdod
    Zehn Tote, darunter zwei Franzosen – Hamas und Al-Aksa-Brigaden bekennen sich zu Anschlag

    heise, 22. März 2004
    Hamas-Gründer bei Raketenangriff in Gaza getötet

    Dann trug etwa auch die Ermordung von Mahmud al-Mabhuh die Handschrift des Mossad:

    Zeit, 18. Februar 2010
    Hamas-Mordfall:
    Die Handschrift des Mossad
    Viel spricht dafür, dass der israelische Geheimdienst hinter der Tötung eines ranghohen Hamas-Funktionärs steckt. Die diplomatischen Folgen sind verheerend.

    Es gibt etwa die offizielle Geschichte, wie die Hamas gegründet wurde.
    DLF, 14.12.2017
    Vor 30 Jahren
    Als die Palästinenserorganisation Hamas gegründet wurde

    Man muss aber auch möglichst selber recherchieren:
    etwa YouTube-Videos wie 'Why Did Palestinians Elect Hamas?' Megyn Kelly Takes on Ahmadiyya Muslim Community Spokesperson vom 24.07.2014 oder "Blowback: How Israel Helped Create Hamas" vom 24.07.2014

    washingtonpost, July 30, 2014
    How Israel helped create Hamas

    The Guardian, 23 Feb 2015
    CIA attempted to contact Hamas despite official US ban, spy cables reveal

    Tagesspiegel, 17.05.2021
    Neue Luftangriffe in Nahost
    Israel tötet Militärkommandeur – Hamas-Rakete trifft Wohnhaus

    Dann liest man es immer wieder, dass Israel Palästinenser erschossen hatte. Aber Söder, Seehofer & Co. halten vermutlich viel zu einseitig zu Israels Regierung.

    Ist es nicht auch ein wenig sonderbar, dass der Mossad seinerzeit den WAFFEN-SS-OFFIZIER OTTO SKORZENY als Killer rekrutiert hatte? Irgendwie passt das nicht so richtig zu der Geschichte mit der "deutschen Allein-Schuld" am Holocaust.

    Stern, 29.03.2016
    WAFFEN-SS-OFFIZIER OTTO SKORZENY
    Wie Hitlers Liebling zum Mossad-Killer wurde

    Es gibt zudem immer wieder FALSE FLAG Operationen des Mossad:
    foreignpolicy-com, JANUARY 13, 2012
    EXCLUSIVE
    False Flag
    A series of CIA memos describes how Israeli Mossad agents posed as American spies to recruit members of the terrorist organization Jundallah to fight their covert war against Iran.

    In diesem Zusammenhang gibt es auch das Buch von Ronen Bergman »Schattenkrieg: Israel und die geheimen Tötungskommandos des Mossad«

    Spiegel, 19.01.2018
    Geheimdienstexperte im Interview
    So arbeiten die geheimen Tötungskommandos des Mossad
    Ronen Bergman hat Killer-Einsätze des israelischen Geheimdienstes im Detail rekonstruiert – und zeigt dessen Verbindungen nach Deutschland auf.

    Video, 23.12.2014
    DER FEHLENDE PART: Israel verhindert Wiederaufbau in Gaza

    Und war es dermaßen sinnvoll, dass der inzwischen verstorbene Trump- und Netanjahu-Gönner und für die Verhaftung von Julian Assange verantwortliche Sheldon Adelson Israels Presse gekauft hatte? Um Meinungsvielfalt in Israel wird es ihm dabei nicht gegangen sein.

    09.04.2014
    SHELDON ADELSON
    Ein Milliardär kauft Israels Presse

  4. info@vernissage-laboratorium.de sagt:

    Auch mit Atomwaffen, kann Unrecht, NIE zu Recht werden.
    Der Angriff der Khasaren, auf ein fremdes Land, das Abschlachten der Bewohner, die Aneignung von Land anderer Menschen, die Vertreibung, der Semitischen Ureinwohner, man legt keine Grenzen, seine Eroberten Gebiets fest, bis man ERETZ ISRAEL, von den Pyramiden Ägyptens bis zu den Stufenpyramiden Mesopotamiens EROBERT hat.

    • Hartensteiner sagt:

      Immer wieder schreiben ahnungslose Leute etwas von "Khasaren". Das war ein Volk, von dem fast nichts bekannt ist, außer dass vermutet werden kann, dass deren Oberschicht zum jüdischen Glauben übergetreten sein könnte. Insofern auch die Juden ein Mischvolk sind, mögen die später einen kleinen Prozentsatz von ihnen ausmachen, mehr nicht – wie auch andere, "eingemeindete" Völkerschaften. Man kann sich wirklich wundern, warum diese Leute nicht von "Juden" sprechen, die sich unabhängig ihres Ursprungs als ein Volk empfinden, so wie andere Völker auch. Da finden sich fast überall "Ursprungsmythen", die man aber nicht über die gegenwärtige Realität stellen sollte. (Derlei ist nur Propaganda).
      Von dieser Realität aus gesehen bleibt unverständlich, wie ein Volk auf die Idee kommen kann, das längst weltweit geächtete System der Apartheid zur Norm zu machen und ein anderes Volk im In- wie im Ausland bis an die Grenze der Vernichtung unterdrücken zu wollen und sich nicht klar zu machen, dass so etwas auf lange Sicht den eigenen Untergang auf den Plan ruft. Vielen Juden ist das unterdessen klar, auch wenn sie bislang eine Minderheit sind und nicht gegen die offizielle Gehirnwäsche ankommen.
      Das alles etwas besser zu verstehen, empfehle ich einerseits diesen Brief von Abed Shokry bei den Nachdenkseiten:
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=72495
      wie auch das Interview mit Shir Hever, "Decolonizing Israel", das dieser kurz vor dem neuen Krieg gegeben hat – die ANDERE israelische Meinung, aus der die einzig vorstellbare Lösung des Problems entnommen werden kann:
      https://weltnetz.tv/video/2483-decolonizing-israel

  5. Helmut Edelhäußer sagt:

    Wie bitte .?
    Hamas hat Angegriffen.!?
    Haben sie Herr Wimmer nicht mit bekommen das seit mindestens einem Monat.
    Palästinenser reihenweise äußerst Brutal aus ihrem Zuhause regelrecht Deportiert wurden und werden.?
    Wem sein Land ist Palästina nochmal.?

  6. Ulli sagt:

    Wenn ich Analysen auf dem Niveau lese, frag ich mich wo sind heute in der BRD die Politiker, die überhaupt so weit denken.
    Unsere politischen Volkszertreter sind damit beschäftigt ihr eigenes Schäfchen ins trockene zu bringen.
    Die Frage ist 1. wie wird man diese Crash-Test dummies der Hochfinanz los.
    2.Wie kann man sie ersetzen..

  7. Melezy Przikap sagt:

    Politik ist nicht mehr als ein Geschwür am Hintern der Zinsgeld-Ökonomie. Sie ist gar nicht in der Lage Frieden zu schaffen, kann das überhaupt nicht wollen. Das nicht Teil ihrer aus sich selbst begründeten Daseinsberechtigung, die glücklicherweise ein Ablaufdatum hat:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2021/05/politik-das-gegenteil-von-wissenschaft.html

  8. Hartensteiner sagt:

    Es will mir gerade nichts einfallen, das Israel seit der Ermordung von Jitzchak Rabin unternommen hätte, um zu einem Ausgleich mit den Palästinensern zu kommen. Oder war da doch etwas? Ja, da war der "Friedensplan", den Trump nach Israel brachte. Das war ein Plan, zu dem man die Palästinenser gar nicht erst gefragt hatte und es war ein Plan, den ich nur so verstehen kann: Die Palästinenser (Westbank) dürfen ein paar Reservate bewohnen, der Löwenanteil des Landes geht an Israel. Und das war der Plan, der auf die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem folgte, gleichsam ein Hinweis, den die Palästinenser so verstehen mussten: Jerusalem gehört voll und ganz zu Israel und die Idee eines Palästinenserstaates mit Hauptstadt Ostjerusalem ist vom Tisch – wozu auch die Enteignungen passen, die gerade in Ostjerusalem vor sich gehen.
    Es war nur kurz vor den jetzigen Ereignissen, da hörte ich ein Interview, in dem ein Israeli, Shir Hever, die Lage genau beschrieb und auch aufzeigte, wie eine Lösung aussehen könnte. Das sollte man sich vielleicht einmal anhören um die Äußerungen von Willy Wimmer um Einiges zu ergänzen, das in diesen fehlt. Der Titel: "Decolonizing Israel".
    https://weltnetz.tv/video/2483-decolonizing-israel

    • Hartensteiner sagt:

      Und nun? … … … Finde ich die Aussage von Shir nach wie vor gültig, dass Israel die Apartheid und Kontrolle der Palästinenser nicht in alle Ewigkeit aufrecht erhalten kann. Ob sich nun Netanyahu und Hamas unausgesprochen einig waren, ihre Macht durch einen neuen Krieg abzusichern und durch die Provokation der Enteignungen und den Angriff auf die Al-Aqsa-Moschee in Gang zu setzen – der Satz von Shir gilt trotzdem. EIN Staat mit gleichen Rechten für alle Bürger! Alles andere wird keinen Bestand haben.

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