„Geld, Gesellschaft und Gewalt“ – Vortrag von Dr. Eugen Drewermann in der Urania Berlin, 11.4.2016

Kapitalismus ist wie Krebs. Um permanent wachsen zu können, muss der Krebs sein Umfeld zerstören.

Neoliberalismus ist Krebs im Endstadium. Unter dem Tarnnamen Globalisierung haben es die Metastasen geschafft, das gesamte gesellschaftliche Leben ins Visier zu nehmen und zu unterwerfen. Ökonomie geht vor Würde. Jetzt bleibt nur noch die Eroberung des menschlichen Ichs. Dazu wird die Gesellschaft sukzessive atomisiert. Das Zerschlagen klassischer Gruppen in immer kleinere Einheiten fängt bei der Gewerkschaft an, geht über die Familie und endet im Menschen selber. Aus dem Ich wird eine Einheit, die wiederum in ihre Bestandteile zerlegt und kommerzialisiert werden kann.

Nach der Generation „Red Bull“ – „Wir realisieren Deinen Traum, und sei er noch so absurd“ – kommt jetzt die Generation „Selfie-Stick“. Nur wer sich permanent selbst inszeniert und dabei dem diktierten Trend der Industrie folgt, kann sich von der Lehre der völligen Konsumgesellschaft verschonen. Cloud-Persönlichkeiten.

Wo führt diese Highspeed-Autobahn des Zeitgeistes hin? Ab wann führt die nicht-artgerechte Haltung des Menschen 3.0 zu seiner Zerstörung? Was muss geschehen, damit eine im Konsumrausch dahinvegetierende Gesellschaft wieder erwacht, zu sich kommt?

Dr. Eugen Drewermann gehört zu den überzeugendsten Mahnern unserer Epoche. Er ist Theologe, Seelsorger und Humanist. Drewermann lebt ein weitgehend analoges Leben. Sein Wissen ist tief und sein Horizont umfasst einen 360°-Raum.

Seinen Vortrag „Geld, Gesellschaft und Gewalt“ in der Berliner Urania hielt Drewermann aus dem Stehgreif. Ohne Skript, ohne Notizen, mit eindeutiger Botschaft: Der Mensch ist keine Ware. Der Mensch hat eine Würde. Wer diese Würde bestreitet, um den Menschen bis ins letzte Detail vermarkten zu können, bringt am Ende die Menschheit in ihrer Ganzheit um.

KenFM zeigt Drewermanns Vortrag vom 11. April 2016 und empfiehlt in diesem Zusammenhang erneut das „KenFM im Gespräch“ mit Drewermann aus dem März 2016.

 

200 Kommentare zu: “„Geld, Gesellschaft und Gewalt“ – Vortrag von Dr. Eugen Drewermann in der Urania Berlin, 11.4.2016

  1. Zugegeben, wenn man selbst ein wenig über den Tellerrand geschaut hat und sich nicht mehr einlullen lässt, wenn man seinen eigenen Verstand bemüht und mehrere Perspektiven auf eine Sache wirft, dann stellt man zwar fest, das Herr Drewermann nicht wirklich neue Erkenntnisse zu bieten hat. Aber darum geht es mir persönlich speziell in diesem Fall überhaupt nicht. Der Name Drewermann war mir wohl bekannt, und das er ein kirchliches Amt inne hatte. Jedoch wusste ich sonst nichts von der Person und seinen Aussagen. Nach dem Interview bei KenFM und diesem Vortrag muss ich feststellen, das ich all die Jahre einen sehr interessanten Menschen verpasst habe. Seine Art zu reden, Dinge zu beschreiben, mit einer Ruhe und Klarheit, die hat mich schon ein wenig gefesselt. Was mich allerdings am meisten beeindruckt hat, war die Darbietung in der Urania. Kein Zettel, keine Notiz, kein Plot, keinerlei Gedankenstützen. Herr Drewermann referiert frei aus seinem Kopf heraus, ohne das es zu Verwerfungen kommt. Ohne Pausen (vom Applaus mal abgesehen), ohne Unterbrechung steht dieser ältere Herr da, klar im Kopf, ruhig, bedächtig, und wirklich jeder im Plenum lauscht interessant seinen Worten. Es hatte in manchen Abschnitten schon etwas von Gänsehaut-Charakter. Für mich persönlich eines der Highlights bei KenFM. Eine Sternstunde, die ich mir schon mehrmals angesehen oder angehört habe.

  2. Radix (lat., fem., die Wurzel)

    Deutschland, Europa und die Welt müssen wieder klar werden. Die Raffgier der wirklich Reichen und Vermögenden, die zu einer krebsartigen Pervertierung des Kapitalismus geführt hat, muss ein Ende haben.

    Denn DAS ist die Wurzel allen Übels.

  3. „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

    T. J. Dunning: «Trades’ Unions and Strikes», London 1860, zitiert in Karl Marx: «Das Kapital, Band I»

  4. „War es früher erforderlich, Sklaven, das heißt persönlich unfreie Menschen, zu halten, um sie auszubeuten, so bringt die Zinswirtschaft das Kunststück fertig, den Menschen sämtliche persönlichen und politischen Freiheiten zu gewähren und sie trotzdem auszubeuten. Obgleich Zinsnehmer und Zinszahler (angeblich) rechtlich einander gleichgestellt und ebenbürtig sind, vermag der eine sich die Früchte der Arbeit des anderen anzueignen. Diese legalisierte Ausbeutung beruht, wie gesagt, auf dem Vorhandensein von Monopolen. An die Stelle des Sklavenhalters ist im modernen Rechtsstaat der Zinsbezieher, an die Stelle des Sklaven der Zinszahler getreten. Die Ausbeutung erfolgt nicht mehr unmittelbar durch die Aneignung der Arbeit des Sklaven, sondern mittelbar durch das Monopol. Es ist begreiflich, dass die Sklaverei für die Ausbeuter uninteressant wurde, seitdem man die wirtschaftliche Unfreiheit der Auszubeutenden – diese einzige Voraussetzung einer jeden Ausbeutung – anstatt durch persönliche Freiheitsberaubung durch die Monopole zu erzielen vermochte.“

    Otto Valentin (aus „Die Lösung der Sozialen Frage“, 1952)

    Die Sklaverei hat sich in der Geschichte nicht verringert, sondern immer weiter erhöht. Das gilt ebenso für die Dummheit, denn während die persönlich Unfreien früherer Zeiten noch wussten, dass sie Sklaven waren, gilt für die wirtschaftlich Unfreien der Gegenwart:

    „Milliarden Menschen leben einfach vor sich hin – und haben keine Ahnung.“

    Agent Smith (aus dem Film „Matrix“)

    Bedauerlicherweise kann man niemandem erklären, was die Matrix ist, denn eine bis heute bestehende Programmierung des kollektiv Unbewussten macht dem Matrix-Bewohner die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld) weitgehend unverständlich. Noch gesteigert wird das Unverständnis, wenn sich der Matrix-Bewohner in eine Universität einweist, um dort VWL oder eine andere „Wissenschaft“ zu studieren, die sich direkt oder indirekt mit dem menschlichen Zusammenleben befasst (Theologie, Politologie, Soziologie, etc.). Kommt er mit einer „Lizenz zum Unsinn verbreiten“ wieder heraus, ist er mit soviel „negativem Wissen“ (Vorurteile und Denkfehler) belastet, dass er bis zum Jüngsten Tag gar nichts mehr versteht:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2016/09/das-ende-der-sklaverei.html

  5. Schade, dass ich nie zu solchen Vorträgen gehen kann.

    Ich hatte schon nach dem Ersten Satz eine Gänsehaut!
    Ich wünschte, Herr Drewermann könnte auch mal in ARD/ZDF um 20:15 Uhr sprechen. Frei, unmoderiert und über die gesamte Länge!
    Aber nein, sie zwingen uns ihre Gebühren auf und bestimmen darüber hinaus auch noch, was dem Zuschauer zu gefallen hat, was richtig ist und wie er gefälligst politische Zusammenhänge zu verstehen hat.

    Menschen interessieren sich also nicht mehr für komplexe Themen (so die überwiegende Meinung der Medienmacher). …So so, deshalb war auch jeder Sitzplatz in der Urania belegt.

    Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses Vortrages!

  6. „Was soll ich allein schon dagegen tun, fragt sich die halbe Welt“… Es ist das alte Lied, welches so oft gespielt wird, dass es sich eingebrand hat.
    Die Wahrheit ist: es geht eben nur so: Allein… weniger Fleisch essen, Öffentliche Verkehrsmittel oder gar Fahrrad nutzen, keine Systemrelevanten Banken zu unterstützen und aufstehen wenn es darauf ankommt!
    All das sind Dinge welche man nicht im Kollektiv macht. In meinem Freundeskreis wird auch gerne mal zu Mc.Donalds gegeangen… Es ist nicht an mir zu sagen das Mc Donalds, Nestlé etc. Verbrecherfirmen sind! Es ist an mir nicht rein zugehen. Mit anderen Worten den moralischen Altagszeigefinger stecken lassen und sich seiner selbst bewusst sein.
    Mein Freundes- und Bekanntenkreis kennt meine Meinung und respektiert diese, nicht selten mal mit einem Lächeln.
    Ich danke Herrn Drewermann für eine klare Botschafft an meine Generation. Er bestätigt mich in meinem Vorhaben die Gesellschafft zu verändern in dem ich mein Verhalten verändere.

    Ich bin neu in diesem Portal, fühle mich jetzt bereits sehr wohl…
    Weiter so!

    • Hi, das ist genau der Weg. Ich verstehe auch nicht diese komplett aussichtslose Haltung, die sich in der Frage „Wie soll ich was ändern?“ manifestiert. Natürlich kann ein einzelner Mensch nicht alles ändern, was über Jahrzehnte etabliert wurde. Es gibt aber viele Möglichkeiten an einer Änderung mitzuwirken. Nachdenken und Mitfühlen sind ein guter Startpunkt…

  7. @ Hofnarr: Thema „allumfassende Liebe“ und : Weisheit.

    Ohne die Liebe wäre die Weisheit nichts Gutes. Umgekehrt allerdings genauso. Ich will mal mit Worten ein Bild malen, um sichtbar zu machen, wie das gemeint ist. Denken wir uns mal einen Mann, der nach einem Unfall medizinische Versorgung braucht. Es kommen zwei Leute daher, die voller umfassender Liebe sind. Die sprudeln über vor lauter Liebe.
    Was denen fehlt, ist die innere Freiheit, erkennen zu können, WIE sie dem Mann wirklich helfen können.
    Nun kommt jemand anders daher, der weniger Liebe hat. Sagen wir mal, der sprudelt nicht über vor lauter Liebe.
    Aber der hat die innere Freiheit, erkennen zu können, WIE er dem Verletzten helfen KANN und tut es auch.
    Wer ist für den Verletzten der wertvollere Mensch ?

    • Die Metapher ist klar und dazu möchte ich gleich die Gegenfrage stellen wie es sich denn dann mit dem Mann und dem Unfall verhält, sollten eben jene zwei Helfer zufällig über die entsprechende Qualifikation verfügen? Ist das dann das Optimum oder auch nicht?

      Und die Art von Freiheit die ich meine, bezieht sich auf das eigene Handeln in Form von Konsum und letztendlich auch auf den Krieg. Der Unfall ist ja ein zufälliges Ereignis, nichts bewusst geplantes.

      Zurück zur Freiheit: Wenn ich weiß, das ich durch meinen Gang zu McDonalds einen Konzern unterstützte der seine Mitarbeiter schlecht bezahlt, abartiges, widerwärtigstes Fleisch anbietet von gequälten und geschundenen Tieren, welche wiederum ihr Futter aus Monokulturen erhalten die, die Erde schädigen und dem Bauern die Möglichkeit nehmen, eine Vielzahl an Pflanzen anzubauen, ist es meine Pflicht die Freiheit des Bauern, des Tieres und des Mitarbeiters in der Art und Weise zu unterstützen (letztendlich auch meine eigene Gesundheit) das ich eben nicht bei dieser Kette essen gehen. Da ist es sinnvoller das Geld was man ausgeben würde zu Dritteln und einen Teil dem Bauern geben, einen Teil dem Mitarbeiter und einem Teil der der Kuh zugute kommt für gutes Futter, Wasser und Stall. Weitere Beispiel spare ich mir. Freiheit, Liebe, Weisheit und Würde werden so direkt angegriffen bzw wäre eben der Verzicht auf McDonalds eine leichtes diese fundamentalen Rechte zu wahren.

  8. Meine Texte werden hier nur noch falsch verstanden, nicht richtig gelesen, oder fehlinterpretiert. Deshalb lass ich das jetzt erst mal. Ich glaube, unser Denken ist allgemein zu verfranst. Wir müssen zur Einfachheit zurückfinden und das geht nur mit bedingungsloser Aufrichtigkeit allerseits. Was die Technik betrifft, habe ich nur festgestellt, dass bei mir nach dem einloggen jetzt immer das ganze Profil erscheint, sodass ich es erst wegklicken muss, eh ich was schreiben kann. Mal sehen, ob dies post jetzt kommt.

    • Post ist angekommen! Und was die vorangegangenen Diskussionen angeht….Friedrich Ebert nannte die Soldaten schon „Gewaltexperten´´ und was das Thema Freiheit angeht…..Meine Freiheit endet dort, wie die eines anderen beginnt. Und niemals (belegt durch ein Dokument oder ähnliches) wurde je in der Geschichte der Menschheit Krieg geführt um anderen zu helfen. Der Etat der BW betrug letztes Jahr ca 32 Milliarden Euro… In einer Welt mit ABC-Waffen brauch man keine Armee mehr.

      Was die Freiheit des Tieres angeht….nun, Fleisch soll man ruhig essen dürfen (so wie ich)… jedoch nicht zu diesem Preis den das Tier in Form von Mast, Qual und Haltung zahlen muss nur damit die „Masse´´ versorgt werden kann… Auch merkwürdig ist, das ja nur in der europäischen (vorrangig Deutschland) und amerikanischen Kultur Fleisch täglich konsumiert werden muss und soll. Ein Kreislauf der sich etabliert hat und längst nicht mehr als solcher Wahrgenommen wird.

      Es zeichnet sich ab, dass so wie der Mensch das Tier behandelt, am Ende auch sich selbst behandelt und somit das tierischste Tier ist (Tier ist ja leider abwertend besetzt). Er sollte nach Anerkennung streben und diese anderen zukommen lassen aber auch das wurde erfolgreich durch Karrieregeilheitsbewusstsein ersetzt.
      Bedingungslose Aufrichtigkeit…selbst privat sind dazu die wenigsten Menschen in der Lage, wie auch….sind meistens ja so dumm und eingeschränkt, dass sie selbst nicht wissen was sie wollen und lieber hörig sind und bleiben. Sich seines eigenen Verstandes zu bedienen verursacht nach wie vor bei vielen Kopfschmerzen.
      Das BGE wäre ein erster Versuch das wieder auszutreiben und ist daher leider nicht gewollt.
      Vielleicht hilft ja dem einen oder anderen auch der Begriff „freie Energie´´ bei Youtube weiter.

      Am Ende bleibt nur die Option sich selbst zu ändern und wieder neu zu erlernen: Anerkennung aus sich und für sich selbst zu schaffen. Mit Stolz und Freude auf seine Arbeit oder anderes zu blicken. Viele haben Vergessen das Geld keine persönliche Anerkennung von Arbeit ist, sondern lediglich ein Tauschmittel. Sklaven wurden zwar nicht bezahlt, hatten aber dennoch einen Dach über dem Kopf und essen (was anscheinend auch viele nicht zu wissen scheinen).
      Und wer es geschafft hat diese Anerkennung für sich selbst zu gewinnen, sollte sie dann auch anderen zukommen lassen. Ein Kreislauf aus Friedlichkeit, Menschlichkeit und Wahrhaftigkeit wäre das Ergebnis…nichts ist erstrebenswerter.

      Und zum Schluss noch eine Frage @veganislove: Wie halten Sie es mit der Energieversorgung bezüglich des Ausmaßes an Zerstörung der Umwelt? (Ich selber bin für AKW´s bis man komplett und dann in einem rutsch auf Erneuerbare Energien umschalten kann) Sie haben recht was die Umweltzerstörung angeht. Nur sind Ihnen dann AKW´s lieber statt Kohlkraftwerke (Tagebaue als Belastung) usw)? Auch für Windkraftanlagen und Solarzellen etc werden ja Erze und Sande aus der Erde geholt und verarbeitet. Wie sehen Sie das?

    • @Hofnarr: Bis auf den Abschnitt mit dem Fleisch, was man ruhig essen soll und die letzte Frage kann ich Ihren Ausführungen hier bedingungslos zustimmen.
      Zuerst zum Fleisch: Da wir, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, genau wissen, dass Tiere genauso stark Glück und Schmerz empfinden, wie wir, sollte für sie auch genauso der Kant’sche Imperativ gelten: „Was Du nicht willst, was man dir tu…“ Sie möchten sicher auch nicht freundlich gemästet werden oder als Mutter gleich nach der Geburt Ihres Neugeborenen beraubt werden und für den Rest ihres kurzen Lebens nur noch rumstehen und ausgesaugt werden, bevor sie aufs Abschlachtungslaufband kommen. Die „allumfassende Liebe“ ist kein Kitschbegriff, sondern die höchste Form der menschlichen Vernunft. Das zeigt sich auch hier, weil alle diese sog. „Zivilisationskrankheiten“, wie Herzinfarkt, Diabetes, Osteoporose, Rheuma und natürlich Adipositas vor allem eine Folge der unverdaulichen Reste des tierischen Proteins sind, die sich überall ablagern, ganz abgesehen davon, was wir mit dem Tiervernutzen dem gesamten Planeten und den ärmeren Ländern antun. Ich möchte mir die links und Hinweise für die Beweisbarkeit dieser Aussagen ersparen und ich selbst weiß es soz. „mit Leib und Seele“, weil ich ja alles selbst durchlebt habe und von da her genauestens weiß, wie Mensch sich verändert, wenn er das tierische weglässt. Man braucht sich aber auch Tierevertilger nur anzusehen und mit Veganern vergleichen, dann weiß man, was das gesündere ist. Fettbacken, Schlabbersäcke unterm Kinn, Rotgesichtigkeit und großporige, unreine Haut mit Mitessern, Fettleibigkeit und Kurzatmigkeit: das alles gibt es bei Veganern nicht. Hier doch nochmal ein lustiges Video dazu:
      https://www.youtube.com/watch?v=XZ3TO8ZjxLU (Veganer contra Antiveganer im Östereichischen TV)
      Sie schreiben ja selbst im nächsten Absatz: „Es zeichnet sich ab…usw.“ Das ist genau der Punkt. Für mich ist Tiere-essen nichts anderes als Kannibalismus. Es muss begriffen werden, dass diese Art patriarchale Viehzüchter-Kultur von Beginn an zu vernutzungslastig und damit überheblich und vermessen war. Für alle unsere Probleme gebe ich immer wieder diesen klugen Spruch von Einstein zu bedenken, dass Fehler, die in einem bestimmten Bewusstsein begangen wurden, nicht in diesem selben Bewusstsein wieder aufgelöst werden können. Deshalb können wir mit unserer zerstörerischen Wissenschaft(mit Technologien wie Kenspaltung, Genzerschnippelung und Nanotechnologie, Geo-Engeneering, wo dann alles auch noch in flüchtige, unkontrollierbare Kleinstteilchen zerlegt wird) die Probleme dieser Zeit sowieso nicht lösen, sondern nur immer noch weiter verschärfen. Ich sehe z.B. in diesem Jahr fast keine Insekten mehr!
      Mein Partner und ich, wir versuchen, so gut es eben noch geht, immer noch mit der Natur in Einklang zu leben und sie zu schützen. Aber wir sind auch große Feinschmecker und haben immer schon das meiste Geld für wertvolle Lebensmittel ausgegeben. Wir versorgen uns aber auch kostenlos mit wertvollen Wildkräutern aus der Natur. Ehe ich billiges Zeug esse, was mir nicht schmeckt und nicht bekommt, esse ich lieber gar nichts mehr. Da möchte ich immer konsequent bleiben, selbst für den Preis meines Überlebens, was ich natürlich nicht von jedem anderen verlangen kann. Das Schlimmste ist in meiner Vorstellung, hilflos krank zu werden und zwangsweise von dieser Schul-Medizin “ versorgt “ zu werden und das dann auch noch im Krankenhaus. Nur, um qualvoll noch ein bisschen hier weiter dahin zu vegetieren und völlig sinn-und nutzlos noch weiter Ressourcen zu verbrauchen. Da würde ich mich dann lieber friedlich rüberfasten . Das hat für mich dagegen gar keinen Schrecken. Aber jetzt bin ich ja noch völlig gesund und kann noch versuchen, so viel Gutes zu bewirken, wie in meiner Macht steht.
      Ich liebe diese Schöpfung und all ihre Lebensformen und ich trauere um jedes ihrer Teile, das vernichtet wird!

  9. Hallo,
    ich finde den Vortrag von Dr. Eugen Drewermann in der Urania Berlin sehr gut.
    Ich kann nichts Kitikwürdiges daran finden.
    Was soll die „Kümmelspalterei“?
    Wenn ich sehe, wie hir nach Sachen gesucht wird, den Vortrag madig zu machen, fehlen mir die Worte.
    Herr Drewermann hat meinen großen Respekt.
    Die Elite kann sich freuen, wenn so ein Vortrag schon die Zuhörer spaltet.
    Herzlichen Glückwusch und weiter so!

    • Hat also technisch geklappt mit meinem post.
      „Die Elite kann sich freuen, wenn so ein Vortrag schon die Zuhörer spaltet“. Das sehe ich auch so.

    • Ich ebenfalls! Es sind zwar immer fast die gleichen Themen, aber auch immer die gleichen Debatten. Einerseits eventuell wichtig,andererseits führt dies auch zu nichts am Ende. Und wenn sich hier schon die Leute verbal an die Gurgel gehen, wie solln dann die 99.9% da draußen sich einig werden? Nie natürlich! Wenn der Schwachsinn hier andauernd auftaucht kann ich nur noch lachen. Am besten jeder sieht für sich selbst wie er durch diesen „Schlamassel “ kommt. Und Drewermanns Rede fand ich gut, nur müsste er vor einem Millionen Publikum sprechen. Aber auch das würde wahrscheinlich nicht die breite, dämliche Masse da draußen zum aufwecken bringen.

    • @ Der Souverän:“das“ Was ? Vielleicht verstehst Du ja, dass ich gar nichts gegen Pazifisten sage, auch nichts gegen Veganer. Es ist ja eine schöne Sache, sich für Pazifismus einzusetzen ! Nichts dagegen zu sagen. Und es ist ja auch eine schöne Sache, wenn man Tieren Leid erspart und sie am Leben lässt. Nichts dagegen zu sagen.

      Bei den Nazis war Pazifismus verboten, und man hat Pazifisten getötet. Und bei Drewermann setze ich soviel an historischem Bewusstsein voraus, dass der weiss, wer die Freiheit , heute als Pazifist leben zu dürfen, erkämpfte !
      Das waren KEINE Pazifisten SONDERN Soldaten. In WAHRHEIT verdankt Eugen Drewermann seine Freiheit, heute als Pazifist Vorträge zu halten, diesen Soldaten, welche das Naziregime beseitigten. Die haben mit ihren jungen Leben dafür bezahlt. Und wenn er die als Mörder benennt, so ist das seine Freiheit, die er wiederum denen verdankt, die dieses Naziregime beseitigten: Soldaten.
      Denn unter der Herrschaft der Nazis hätte man den für solchen Ausspruch getötet.
      Er könnte sich vor diesen Soldaten verbeugen und sagen: Euch verdanke ich meine Freiheit, ihr Mörder.

    • das – war ein Test. Meine Kommentare kann ich zwar absenden, aber sie erscheinen nicht (mehr). Warum „das“ erscheint aber alle anderen Kommentare von mir nicht – keine Ahnung…

    • Ups, warum der obige Kommentar auftaucht… – mir ein Rätsel. Ich wollte und will im Thread Bärensuppe etwas posten. Das funktioniert auch brandaktuell nicht…

    • Bei mir seit Längerem schon genauso mit den Kommentaren. Hatte KenFM deswegen angeschrieben, aber noch keine Antwort bekommen.
      Ist vermutlich ein technisches Problem, oder Einmischung von oben..

    • Mache ich selten, aber wollte eben mal auf die Facebook Seite von KenFM schauen, geht aber nicht, Fehlermeldung.

    • Ich habe deswegen auch angefragt, aber noch keine Antwort erhalten. Allerdings habe ich erst heute gemailt.

      Eigenartig ist ja, das auf manche Artikel gepostet werden kann und auf andere nicht. Ganz komisch ist, das der Text den ich bei „Bärensupps“ posten wollte, auch z.B. hier im Thread nicht angenommen wird, während andere Texte von mir erscheinen.

      Hier der Text der unter Bärensuppe stehen sollte:

    • Sehr sehr eigenartig. Wenn ich den Text reinkopiere oder auch neu schreibe, erscheint das Post nicht. nehme ich den Text raus – sieh oben…

    • WaDFs geHJnau woLKllt ihZUr ändeTZrn? WRTas?

      DiUe FraOge läsRst siEch schGon alKlein auJs ZeitJGgründen niDEcht beanSAtworten. ERs seWi deDCnn maSDn nimVVmt dreXSi MonCVate UrÖPlaub uNHnd maBAcht nicTFhts andAVeres aLJls dMPie AntUGworten formEGulieren.

      DesOGhalb soFGllte diCBe FraPOge lauAPten: WYTas woKKllt ihKDr niLRcht änVEdern? DarAQauf häUZtte icZUh daWLnn eiBUne AntLÜwort. IHHch wüBBrde z.B. dCCie aktSGuell ausgewMMiesenen NaturschEWutzreservate nPAicht verkleNMinern woNNllen.

    • Ich lach mich schlapp. Wenn man alle Versalien innerhalb der Wörter weglässt, ergibt das den Text.

    • Ich hatte noch deutlich vorm WE angefragt wenn ich mich recht entsinne.

      Genau meine Erfahrung, egal wie ich kopiere usw., der eine Text kommt dann nicht, während andere ohne Problem durchgehen.

      Tja, kommt es von „oben“ nehm ich das vielleicht mal als Rechtfertigung für weniger milde Mittel^^, ganz im Sinne des Grundgesetzes.

    • Wer weiß schon was hinter denen steckt, kommt wohl auf den Einzelfall an.
      Wenn mehr als ein technisches Problem, hat wohl eher was staatliches seine Finger im Spiel. Hatte mich eh gefragt wie lange das noch gut gehen kann, mit der freien Meinungsäußerung zumindest im Netz.

    • Ich habe gerade noch einen Test gemacht. Ich habe den Text komplett groß geschrieben, immer ein beliebiges Wort hier aus dem Thread und danach in Großbuchstaben ein Wort aus meinem Text. Also so:

      Ich WAS habe GENAU den WOLLT text IHR komplett ÄNDERN? groß usw usf.

      Aber auch das wird nicht angenommen. Wie kann das sein? Denn der Text ist ja total harmlos wie man oben lesen kann wenn man sich die Mühe macht…

    • Ken wenn du Ärger hast sag`s uns, wenn nicht sonst, dann haben wenigstens dahingehend die meisten hier die gleichen Ansichten. Freie Medien gilt es zu schützen!

    • Souverän

      Vielleicht geht es gar nicht um die Texte, sondern nur ums Stören ansich, evtl. durch automatisierte Prozesse.

    • Katzenshaun sagt: 1. Juni 2016 at 21:32
      „Wer weiß schon was hinter denen steckt, kommt wohl auf den Einzelfall an.“

      Also mir ist das völlig unerklärlich. Wie gesagt ist der Text harmlos und er erscheint nicht mal wenn man ihn etwas „verschleiert“. Nur wenn ich die einzelnen Wörter innerhalb der Wörter mit Großbuchstaben versehe, erscheint das Post.

    • Katzenshaun sagt: 1. Juni 2016 at 21:37
      „Souverän
      Vielleicht geht es gar nicht um die Texte, sondern nur ums Stören ansich, evtl. durch automatisierte Prozesse.“

      Doch, es muß um den Text gehen, da andere Texte ja erscheinen. Und selbst der Text erscheint ja, wenn ich ihn „verschlüssele“.

    • Eins meiner posts wird seit etwa 22 Stunden gecheckt weil ich einen etwas direkteren Begriff für AmericanNativesEntsorger verwendet habe

    • Hatte erst auf einen Virus bei mir getippt, weil sich der Rechner seit 2-3 Wochen ohnehin mal wieder merkwürdig verhält. Wo es nun mehreren so geht, beruhigt das irgendwie auch nicht:)
      Auf die ein oder andere Weise stehen wir im Fokus, das sollte jedem klar sein, der sich in heutigen Zeiten hier bewegt.
      Mag dennoch ein harmloses, technisches Prob sein.

    • Souverän

      Lässt ebenfalls auf automatisierte Prozesse schließen, die sich an dem einen Text festmachen, auch wenn er vergleichsweise harmlos ist.

    • Also an ein technisches Problem kann ich nicht glauben. Die Argumente habe ich ja bereits geschrieben. Theoretisch wäre technisch sicherlich möglich NUR diesen einen Text (von mir) zu sperren. Aber da frage ich mich warum?

      Es gibt keinen (vernünftigen) Grund – und auch keinen Unvernünftigen. 🙂

    • Will ja nicht die Pferde scheu machen, aber überhaupt passiert hier in den letzten Tagen weniger als gewohnt, auch was die Beiträge angeht, oder kommt mir das nur so vor?

    • Katzenshaun sagt: 1. Juni 2016 at 21:45
      „Souverän
      Lässt ebenfalls auf automatisierte Prozesse schließen, die sich an dem einen Text festmachen, auch wenn er vergleichsweise harmlos ist.“

      Dem entgegen steht, das die Texte ja vorab nicht gelesen werde, sondern direkt freigeschaltet.

    • Ja genau, das sind doch die Indizien für ein automatisiertes Programm. Jemand persönliches wird sich die Mühe noch nicht machen, hier technisch einzugreifen..

    • An der Stelle mal, und hoffentlich verfrüht, viel zu früh…es war schön hier auf Gleichgesinnte zu treffen, die nicht zwingend gleicher Meinung sein müssen, aber gleichermaßen frei und angekotzt von dem worin wir gezwungenermaßen leben.
      Lasst euch nicht unterkriegen.
      Und fahrt nach Ramstein:)

    • Wie gesagt, in dem Text sind keine Wörter die ein Programm nicht tolerieren würde. Kommt natürlich auf den Programmierer an was er programmiert hat. Aber dieses allgemeine blabla was ich schrieb, würde ja quasi jedes Posting ausschließen.

      Habe gerade wieder einen Text nicht durchgekriegt, der an BlueProjekt gerichtet war.

    • BluProject sagt: 1. Juni 2016 at 21:40
      „Eins meiner posts wird seit etwa 22 Stunden gecheckt weil ich einen etwas direkteren Begriff für AmericanNativesEntsorger verwendet habe“

      Hattest Du eine Internetadresse mitgepostet?

    • Ich hingegen hatte das Prob vor einigen Tagen zuletzt, heute keine Probleme. Evtl. weil ich ein paar Tage nichts schrieb..?
      Beim ersten oder zweiten nicht erschienenen Kommentar hab ich es mehrfach per copy paste versucht, weil wütend und hartnäckig, irgendwann kam die KenFM Auto-Meldung, ich würde meine Kommentare zu schnell schreiben, und solle ruhiger machen.
      Auch nach einigen Minuten Wartezeit ging es aber nicht.
      Als ich dann ein paar Stunden später schaute war der Kommentar doch da. Hört sich wieder eher nach was technischem an.

    • Vielleicht ist das alles irgend ein doofer Test und wir sind die Protagonisten

      Titel: Wie verhalten sich ein paar blöde Poster wenn sie in ihren eingefahrenen Abläufen gestört werden?
      Kommen Verschwörungstheorien auf? Zerfleischen sie sich gegenseiteig? Wird der Betreiber der Seite in die Hölle gewünscht bei ewiger Schmortemperatur? Wird der Staat, NSA, U-SS, Merkel oder Gauck verantwortlich gemacht.
      Werden Unschuldige gequält? Tritt einer vor Wut seinem Hund in den Arsch? ? ? ? ?

    • Wenn man bedenkt das dieser ganze Strang damit

      Der Souverän sagt: 1. Juni 2016 at 15:23
      das

      anfing… muuhhahhaaahhhaaa

    • Das passt, off topic zu off topic:)

      Was es auch ist, ich verhalt mich wie immer. Ein paar Knüppel zwischen den Beinen sind mir eher Antrieb als Hindernis.
      Unsere Söldner dürfen sich weiterhin über meine Präsenz freuen, aber für heut bin ich weg.

      Nächtle

    • Katzenshaun sagt: 1. Juni 2016 at 21:52
      „Ja genau, das sind doch die Indizien für ein automatisiertes Programm. Jemand persönliches wird sich die Mühe noch nicht machen, hier technisch einzugreifen..“

      Eben nicht ! Da ja einige Texte durchgehen und andere nicht. Wobei alle eines gemein haben – es gibt keinen Grund sie nicht zu veröffentlichen.

    • Noch gesehen die Antwort, Souverän.

      Also, ich hab wirklich null Plan von IT Zeugs, aber ein automatisiertes Programm, welches stören soll, würde es nicht sich einfach unabhängig vom Text an irgendwelchen trivialen Punkten festmachen können, und querbeet aussortieren?

    • Gut möglich das ich noch weniger Ahnung habe als Du. Von daher – sch….egal

    • BluProject sagt: 1. Juni 2016 at 22:28
      „Angela Merkel ist toll“

      Sollst/darfst Du Lügen? Du weißt doch, kleine Lügen bestraft der liebe Gott sofort – für große kommst du in die Hölle.

    • Souverän,

      oben auf der Hauptseite auf:
      -Mein Profil
      -Dann mittig des Bildschirmes auf „Messages“
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      …und los geht´s

    • BluProjekt

      Mhh – schön (einfach) wär’s ja. Bei mir steht aber nichts von Massages…

    • Alternativ kannst Du auch einfach im Strang auf den Profilnamen klicken und dann persönliche oder private Nachricht wählen

    • Also wenn ich selbst auf meinen Profilnamen klicke, da kommt irgend wie nur… Melm. Das sieht bei Dir viel besser aus. Habe Dir gerade mal eine Mail gesendet. Vielleicht kannst Du mal antworten, damit ich sehe wie es funzt.

    • @Michaela: Also ich denk mal ich kann davon ausgehen dass keiner von uns zur damaligen Zeit schon gelebt hat und aus erster Hand erzählen könnte wie es Pazifisten erging. Worauf begründest du denn die „WAHRHEIT“ von der du sprichst? Genau..von dem was man eben so hört und liest in den Mainstream Medien..und auch basierend auf dem was wir in der Schule lernen..oder eher was wir NICHT lernen.
      Die Freiheit von der du redest ist nur frei solange sie den Gedanken der Soldaten entrpicht die uns angeblich „befreit“ haben. Tatsächlich sind wir nicht frei sondern immer noch besetzt! Ein Besetzungsregime das klar vorgegeben hat und dies auch immer noch tut was in der Schule im Geschichtsunterricht gelernt wird, was in den Medien verbreitet wird, wie der ‚Staat‘ zu funktionieren hat.
      Hörst du jemals ernsthafte Kritik an den Besatzungsmächten? An Israel? An Abhörskandale? An Militärbasen in Deutschland? Und der Staat geht mit aller schärfe gegen diejenigen vor welche genau daran Kritik üben, oder zu national denken d.h. das eigene Volk in den Vordergrund stellen.
      Fragt sich was ist einem lieber..Vasalle sein und dem mächtigen ‚Bruder Brutus‘ den Allerliebsten küssen oder Souverän sein und eigene Entscheidungen treffen.

    • @ Gerhard: Offenbar wird das, was ich zur Freiheit schrieb, nicht verstanden. Mir ist doch längst selber klar, dass wir ein besetztes Land sind usw. Und meine Intention ist doch gar nicht, den Pazifismus anzugreifen. Sondern ich sehe mit Sorge darauf, dass die Freiheit in Deutschland kaum gewertschätzt wird. Politik schafft mehr und mehr Freiheit ab.
      Die Leute lassen das geschehen, weil sie so dämlich sind, zu glauben, sie kriegten im Tausch dafür „Sicherheit“ zurück.

      Europa hat historisch seine Freiheit gegen den antifreiheitlichen Islam verteidigen müssen. Und wären da in Europa nur lauter Pazifisten gewesen, hätte sich von Spanien her der Islam ausgebreitet, und Wien wäre islamisch geworden.
      Die Freiheit Europa ist mit Blut erkauft worden. Wären zur Zeit der Nazi Diktatur im Ausland nur Pazifisten gewesen, wären wir heute noch eine solche Diktatur, in der Pazifisten getötet würden. Das müssten Pazifisten sehen, dass sie ihre Freiheit nicht anderen Pazifisten verdanken sondern Soldaten.

      Aber Goethe hatte Recht damit, zu sagen, dass der allgemeine Deutsche nicht über Freiheit nachdenken will.
      Der allgemeine Deutsche läuft immer wieder Leuten nach, die ihm „Sicherheit“ versprechen und Freiheit als Gegenleistung ihm abnehmen. Nazis und Bolschewisten schafften Freiheit ab, und der allgemeine Deutsche klatschte Beifall. Und genauso ist es heute wieder. Ich kann mir den Mund fusselig reden zum WERT der FREIHEIT, aber das wird nicht allgemein gewertschätzt und wird noch nichtmal verstanden.

      Ein Denken, dass nicht begreift, dass das LEBEN selber eine Freiheit ist, ohne die wir nicht denken könnten, bleibt illusionäres Denken. Und ein solches Denken fällt auf Ideologien herein, statt selbständig zu werden.
      Da frage ich mich, ob Sinn ergibt, hier weiter zu kommentieren. Denn man kann lebendige Senfsamen nicht auf Beton säen. Abschliessend möchte ich noch etwas schreiben, was Atheisten gar nicht mitdenken können:
      Wenn wir frei sein wollen, müssen wir das Opfer bringen, unsere Freiheit dem Christus zu verdanken.
      Zitat R.Steiner. Wenn dieses Opfer nicht gebracht werden wird, geht es für mich nur noch darum, den Kulturtod Europas BEWUSST mit zu erleben und BEWUSST mit zu erleben, wie diese „Zivilisation“ in den Abgrund segelt.
      Denn weder Pazifisten noch Atheisten oder Veganer werden das verhindern können.

  10. Die Erkenntnis über die Natur des Kapitalismus und die Folgen die sich dadurch ergeben..die wir so langsam zu spüren bekommen..all das und was als Lösung dazu vorgetragen wird…. es gab diese Erkenntnis in Deutschland schon lange davor…und es wurde auch etwas dagegen getan nachdem die ganze Welt durch das Finanzsystem in den Abgrund getrieben wurde…das war in den 1920ern.
    Leider wird all das verschwiegen und vor der öffentlichkeit geheim gehalten, damit ja keiner auf die Idee kommt auf die Strasse zu gehen und womöglich versucht etwas ändern zu wollen. Nach 80 Jahren hätten wir soviel weiter sein können. Wer die Wahrheit sucht findet sie… macht euch selber eine Meinung…es gibt auf Youtube genügend Beiträge aus dieser Zeit zu Kapital, Kapitalisten, Deckung einer Währung..
    Armes Deutschland

    • @ Gerhard: “ Natur des Kapitalismus“ Die Natur des Kapitalismus ist u.a. auch die, zum Staatskapitalismus zu werden.
      Man tut zuerst so, als sei Kommunismus das Gegenteil des Kapitalismus. Und wenn dann die kommunistische Einheitspartei irgendwo regiert, dann lässt der „Antikommunist“ aus dem Westen bei den „Antikapitalisten“ im Osten billig, billig arbeiten. Nur laufen dann die grossen Geschäfte im Westen über Private und im Osten über Parteibonzen.
      Und da fragen beide Seiten nicht nach „willig“ sondern nur noch nach „billig“.

      Und wer dann bei der Einheitspartei sich für Freiheit der Veganer einsetzt, dem wird gesagt: Bei UNS wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Bei UNS gibt`s nur der Brei der Einheitspartei, die immer Recht hat, egal was sie auftischt. Und heute gibt es Schweinskopfsülze durch den Wolf gedreht. Schnabeltassen bereithalten ist Pflicht.
      Nur in Ausnahmefällen sind Strohhalme erlaubt.

  11. Was für ein brillanter Mensch, eine bessere, noch dazu freie! Rede habe ich nie gehört, und jeder Satz ins Schwarze.

    Weiter unten wird die Frage des Marschierens erötert:)

    Der Souverän und andere haben ganz Recht, natürlich warten sie auf einen Vorwand, um zur offenen Diktatur übergehen zu können. Mehr als das, sie könnten gar nicht anders, schließlich ginge es um ihre Existenz, mindestens darum, sie in alten, elitären Strukturen fortführen zu können.
    Aber, was würde denn passieren, wenn wir uns friedlich zurücklehnen, im Rahmen eines Generalstreiks oder was auch immer, die Frondienste verweigern?
    Würden die Eliten nicht gleichfalls zu allen Mitteln greifen, uns wieder ins Konzept zu zwingen?
    Massenmorden sie nicht jetzt schon, für Zahlen auf Kontoauszügen?
    Haben wir überhaupt eine Wahl?
    Je eher klare Verhältnisse geschaffen werden, desto besser zumindest für unsere Umwelt, oder wenn schon nicht zwingend besser, so immerhin auch nicht schlechter, vom weltweiten Supergau abgesehen, an dem die Eliten ebenfalls kein Interesse haben. Bei dieser Einschätzung blende ich natürlich den Psychopathenfaktor aus..

    • @ Katzenshaun: Drewermann kritisiert die Dinge, die wir auch kritisieren. Nur was schliesst der aus dem, was ist ?
      Der Mann hat sich mit der katholischen Kirche angelegt und ist nun bitter enttäuscht und ist zornig.
      Aber wenn so jemandem nichts anderes einfällt, als den Freimaurer Karl Marx aus der Mottenkiste zu holen, dann halte ich Drewermann für einen guten Mann, aber nicht für einen weisen Mann.
      Wäre er ein weiser Mann, würde er gedanklich bis zu einer Anthroposophie durchdringen, statt einerseits bei seiner Exoterik stehenzubleiben und andererseits den sinnlosen Versuch zu unternehmen, diese in die materialistische Philosophie einzutauchen und das Ganze mit gewöhnlicher Psychologie zu verbinden.

      DAS REICHT NICHT AUS GEGEN DEN OKKULTISMUS DER FREIMAURER ! Drewermann kommt mir vor wie jemand, der die soziale Eiseskälte fühlt und darunter leidet, der dann jedoch sich vor den Ofen hinstellt und ruft: Ofen werde warm ! Anstatt ein Feuer anzuzünden.
      Um diese Methoden der Jesuiten und Freimaurer öffentlich blosszustellen, braucht es mehr als Marx und Freud.
      Dafür braucht es Rudolf Steiner. Und vielleicht auch noch Franz Bardon, um Chemie zu studieren.

      “ Haben wir überhaupt eine Wahl ?“ Kommt darauf an, wer mit „wir“ gemeint ist, ob es ein Europäisches Wir ist, das bis nach Moskau reicht und sowohl Wirtschaft als auch Militär und Polizei auf seiner Seite hat, um sich gegen die wirtschaftliche Entmündigung Europas und den Kulturtod zu positionieren.
      Es braucht goetheanischen Geist, der ausgeht von: Wer auf Unmögliches sinnt, der gewinnt !

    • @Katzenshaun

      Ich glaube nicht, dass wir gut daran täten uns friedlich zurücklehnend, dem was da kommt zuschauend, irgendwie ergeben sollten. Aber die Enthaltung, so verstehe ich Dich, der Klapsmühle noch unsere Energie zu widmen ist vielleicht der richtige Weg. Dann wäre eben Kraft für wichtige und schöne Dinge frei. Wieder ins Konzept zwingen, das hat man mit mir auch schon probiert. Ich will nicht sagen, dass ich aus der Schlacht als Sieger hervor gegangen bin, aber es steht mindestens unentschieden. Verweigerung ist wichtig.

      Leider gibt´s ausreichend Beweise dafür, dass „Die“ für lächerliche Ziffern in irgendwelchen Datensätzen und Kontoauszügen töten. Unfassbar, oder?

      Meine Erfahrung mit denen hat mich gelehrt, es ist ein Fehler den Psychpathenfaktor auszublenden. Die kommen echt auf die abstrusesten Ideen wenn sie meinen im Recht zu sein. Und bedenke bitte auch, Du musst schon Psychopath sein um da hin zu kommen wo die sind.

      @Michaela

      Ich weiss was Du sagen möchtest und kann das, zumindest mit meinem Wissen darüber, auch nicht verneinen. Ich mag Eugen Drewermann mit sehr viel Wohlwollen sehen weil er Dinge ausspricht, nicht erst seit gestern, die sich sehr Viele, speziell Jüngere, in dieser Offenheit mit Zorn und zitternder Stimme, nicht auszusprechen wagen. Das ist sein unbenommener Vorteil, jedoch gleichzeitig seine Achillesferse.
      Ich bin auch nicht mit Allem was er sagt 1:1 einverstanden. Aber ich bin sehr froh darüber, dass er so ist wie er eben ist. Und das sage ich, der mit Religion, wie sie die breite Masse versteht, nie etwas zu tun haben wollte.

      Mit Russland, ungeachtet der politischen Verhältnisse, verbindet uns wirklich mehr als mit den Indianermördern. Ich glaube, dass wir, diesbezüglich, eine reelle Chance nur mit den Russen haben.
      Und ausserdem, auch wenn ich mich wiederhole.. 🙂

      Ich will irgendwann einfach nach und von Russland, nicht nur von „Um Die Ecke Moskau“ reisen können, ohne Visa etc..Natürlich sind auch die Russen keine homogene Humanmasse, dennoch sagen mir eben Viele, dass sie nicht verstehen warum die Westeuropäer, speziell die Deutschen, nicht endlich aus dem Quark kommen.

      Dazu braucht es dann wirklich Goetheanischen Geist. In Utopie denken um Dinge möglich zu machen!

    • Ich habe Drewermann schon stärker erlebt, aber wer könnte so jemandem, der bisher in seinem Leben so mutig und solistisch gegen alle Gewaltmächte angetreten ist, am Ende heute eine gewisse Resignation vorwerfen?
      Immerhin ist er meines Wissens der Einzige, der es je gewagt hat, in aller Öffentlichkeit Soldaten Mörder zu nennen und Krieg in jeder Form und prinzipiell zu verdammen, wofür er sich jede Menge Rechtsklagen und Prozesse einhandelte! Er gehört zu jenen, dem ich in jedem Fall und in aller Zukunft dankbar sein werde und mich gern immer wieder einmal vor ihm verneige! Danke, lieber Eugen!

    • @ Katzenshaun: „Psychopathenfaktor“ Es ist leicht, zu sagen, diese „Eliten“ seien „Psychopathen“. Da hat man die passende Schublade gefunden, in die man die einordnet, und das war`s dann. Es ist ja heute fast schon allgemein bekannt, dass diese „Eliten“ in Geheimgesellschaften organisiert sind.
      Und in dem Zusammenhang möchte ich auf eine pdf hinweisen, die man googeln kann: Steiner GA 174 , S. 194 ff
      Wenn wir – cum grano salis – selber die „Psychiater“ werden wollen, die diese „Psychopathen“ von ihren Irrtümern kurieren wollen, dann täten wir gut daran, uns mit dem zu befassen, was intern gewisser Logen getrieben wird, so, dass es im Ergebnis in die Politik einfliesst.
      Ich meine, wir müssen mit diesen Dingen rechnen und dürfen sie nicht ausblenden.

    • zu Marx
      Ich bin nicht in den Tiefen dieser Hintergründe drin, und halte es auch quellenbedingt für sehr schwierig, hier, z.B. bei den Freimaurern, zu einer allgemein gültigen Wahrheit zu gelangen. Wenn man lange genug sucht, wird man wohl zu jeder Person etwas finden, was diese zweifelhaft erscheinen lässt. Das muss aber nicht heißen, dass alles falsch ist, was diese Person jemals gesagt oder getan hat.
      Entscheidend ist für mich das hier und jetzt, und dafür setzt sich Drewermann ein, und das auf die richtige Weise, wie ich denke. Zu allererst brauchen wir flächendeckende Aufklärung. Es werden mehr, müssen aber noch mehr werden.

      Für mich bleibt weiterhin die Frage offen, was anschließend zu tun wäre. Eine Frage, die vielen hier immer drängender auf der Seele liegt, und wir beide (Michaela) ja auch schonmal am Wickel hatten. Es wird wohl auf eine spontane, situationabhängige Entscheidung hinauslaufen, in die dann natürlich auch das Alter mit reinspielt.

    • @ Katzenshaun: “ das Alter “ Laut meinem Ausweis habe ich ein bestimmtes Alter erreicht, aber ich muss doch davon siebzehn Jahre abziehen. Denn mit siebzehn Jahren durchlebte ich ein Stirb und Werde. Mein Mann ist laut Ausweis zehn Jahre jünger als ich, aber genau genommen bin ich sieben Jahre jünger als er.
      Und es gibt Leute, die schon mit 21 „Greise“ sind. Die denken schon mit 21 -während sie Sozialpädagogik studieren – an die spätere Frührente. Diese jungen Männer lassen sich dann mit 21 einen Vollbart wachsen, damit sie früher schon ins Rentnerbild besser reinpassen…
      Wer auf solche „Jugend“ baut, der geht auf dünnem Eis.

    • @ Veganislove: “ Soldaten Mörder zu nennen.“ Solange man sich nicht bequemt, die Dinge von der Freiheit her zu durchdenken und sich bewusst zu machen, dass die Geistesfreiheit Mitteleuropa mit Blut erkauft wurde, kann man sich als Pazifist selbst erhöhen. Man stellt sich auf ein Podest und sagt zu den Soldaten: Ich bin der gute Pazifist und ihr Soldaten seid die bösen Mörder.
      Wem verdankt denn der Pazifist die Freiheit ? Verdankt er die etwa Seinesgleichen ? Anderen Pazifisten ?
      Oder verdankt er denen die Freiheit, die sie mit ihrem Blut erkauft haben, indem sie historisch betrachtet die freiheitsfeindlichen Mauren usw. zurückschlugen ?

    • @ Veganislove: P.S. zum Thema „Pazifismus“ In gewissen Kulturen werden Pazifisten gar nicht geduldet. Die Nazis z.B. haben Pazifisten getötet. Und bei der IS werden Pazifisten gleich einen Kopf kürzer gemacht.
      Wenn Drewermann hier in Mitteleuropa die Freiheit hat, seinen Pazifismus öffentlich zu bekennen, dann verdankt er diese Freiheit nicht anderen Pazifisten.
      Sondern diese Freiheit verdankt er denjenigen Soldaten, die die Freiheit mit Blut erkauften.

      Genau dasselbe mit Hochschulprofessoren in Mitteleuropa, die sich zum Atheismus bekennen. Sehr bequem für die.
      Doch in manchen anderen Kulturen ist es verboten, gleichzeitig Lehrer UND Atheist zu sein. Wer sich zum Atheismus bekennt, bekommt kein Lehramt.
      Wem verdankt denn der Atheist und Lehrer die Freiheit, hier beides zugleich sein zu dürfen: Atheist und Lehrer ?
      Verdankt er diese Freiheit etwa Seinesgleichen ? Anderen Atheisten ?
      Oder verdankt er die Freiheit etwa historisch betrachtet denjenigen Christen, die die freiheitsfeindlichen Mauren zurückdrängten und die Freiheit Europas mit ihrem Blut erkauften ?

      Ich meine, wir tun gut daran, alles mal von der Freiheit her zu hinterfragen und diese als westlichen Wert zu betrachten.

    • @Michaela, Sie lesen Texte nicht mit dem Herzen und sehr oft dadurch gewaltsam etwas heraus, was Ihnen gerade so in den Kram passt, um andere zu erniedrigen. Und wie sie sich hier über jemanden wie Drewermann erhöhen mit ihrer ewigen Rudolf-Steiner-Krücke, der gar nichts dafür kann, finde ich furchtbar!

    • @ Veganislove: Wenn Ihnen weiter nichts einfällt, als mir mit Unterstellungen zu kommen, und permanent an der Freiheitsfrage vorbei zu denken, finde ich das langweilig. Wer sich über andere selbst erhöht, ist Drewermann, der diejenigen als Mörder erniedrigt, denen er seine Freiheit verdankt.
      Manchen kommt gar nicht mehr zum Bewusstsein, mit welchen Strömen von Blut die Freiheit erkauft ist, die wir (noch) geniessen dürfen. Es ist wahr, dass das Denken im Herzen beginnt, denn wäre das Gehirn nicht durchblutet, wäre es ausser Funktion. Doch etwas Anderes ist auch wahr: Der Weg zum Herzen führt durch den Kopf.

    • @Michaela: ich wusste bisher noch nicht, dass Sie neben dem Relativieren des Blutvergiessens( bei Tieren finden sie es ja o.k.)auch bekennende Kriegsführungsbefürworterin sind. Aber im Grunde ist das ja gerade logisch. Sie sind eines der klassischen Beispiele und Beweise für die uralte These, dass „so lange es Schlachthäuser gibt, es auch Schlachtfelder geben wird“, wie Tolstoi es einmal ausdrückte.

    • Vielleicht habe ich da eine Wissenslücke, aber mir ist nicht bekannt, dass Eugen Drewermann den Satz „Soldaten sind Mörder“ je so gesagt hat. Ich weiss mich zu erinnern wie ein Herr Augst in den `80ern von „Potentiellen Mördern“ gesprochen hat. Dazu gab es dann auch irgendwann ein Urteil.

      Es ist nunmal so, dass die Bedrohungslage, zumindest die Gefühlte, welche natürlich irgendwie auch schon immer gelenkt war, vor der Auflösung des WP eine gänzlich Andere war. Ebenso war das Gefahrenpotential, welches von Seiten der SU, dem sg. Rotpakt, ausging lange Zeit für die breite Masse nicht wirklich abzuschätzen. Ich hätte zur damaligen Zeit nicht im Sowjetsystem leben wollen und die überwiegende Mehrheit ebenso wenig. Das dafür Eintreten war mit vielen persönlichen Einschränkungen verbunden, aber unterm Strich auch mit dafür verantwortlich, dass sehr viele Menschen ihren Pazifismus leben konnten. Die Medaille hat meist 2 Seiten.

      30 Jahre später denke ich sehr viel differenzierter darüber und würde mir bei realistischer Betrachtung des Menschen eine reine Verteidigungsarmee wünschen, die genau auf dem Territorium steht, was es zu verteidigen gilt. Und nirgendwo anders.

    • @BluProject: Es gibt bei „IALANA“ den Text einer Drewermann – Rede zu googeln, der angeblich die Schriftkopie einer frei gehaltenen Rede des E.D. sein soll, wo aber weder Ort noch Datierung angegeben wird.
      Da bezieht sich Drewermann auf Kurt Tucholsky, auf den der Ausspruch zurückgeht: “ Soldaten sind Mörder.“
      Drewermann wird zitiert : “ Tucholsky hatte Recht, Soldaten sind Mörder.“

      @ Veganislove: „Kriegsbefürworterin“ Schon wieder lesen Sie etwas in meinen Kommentar hinein, das gar nicht drin steht. Bin keine „Kriegsbefürworterin“ sondern ich befürworte die Freiheit als eine Voraussetzung für sowohl die Erlangbarkeit von Erkenntnissen als auch für die Uebernahme von Eigenverantwortung und Mündigkeit.
      Ohne Freiheit keine Moral. Beispiel: Denken wir zwei Personen, beide Alkoholiker. Eine Person ändert aus freien Stücken aufgrund Einsicht ihr Konsumverhalten und ist zwei Monate später „trocken“, bleibt abstinent und kann anderen später helfen, die Sucht zu überwinden. Diese Person hat sich eigenes moralisches Verdienst selbst erworben.
      Ganz anders bei der anderen Person, die von anderen dazu gezwungen wird, ihren Konsum zu ändern, indem man die zwei Monate lang einsperrt. Die kommt zwei Monate später „trocken“ raus aus dem Zwangsentzug, doch die Tatsache, dass ihr keine „Fahne“ mehr voran „flattert“, verdankt sie anderen, nicht sich selbst. Sie hat sich kein eigenes moralisches Verdienst selbst erworben. Ob die „trocken“ bleibt, ist die Frage.
      Ich betrachte Freiheit als einen Wert, den es gilt, ggf. auch gegen Angriffe zu verteidigen, weil wer die Freiheit abschafft, die Moral gleich mit abschafft und so den Menschen zum Tier degradiert.

    • @Blue Project. ich hab damals in der Freien Heide bei einer der Großdemos gegen den dort geplanten Großbombenabwurfplatz, die in Kombination mit juristischen Klagen tatsächlich diesen verhindert haben, eine wahrhaftig mutige und bedingungslos konsequente Rede Drewermanns gegen die mörderische Tötungsspirale(meine eigene Wort-Interpretation) gehört, die durch Kriege verursacht wird und ich kann jetzt nicht schwören, dass direkt dieser Satz dabei so gefallen sei: „Soldaten sind Mörder“, das hatte mir jemand anders gesagt. Aber da ich weiß, dass Drewermann gerade wegen seiner bedingungslosen öffentlichen Ablehnung jeder Art von Kriegsführung viele Prozesse am Hals hatte(oder hat), hatte ich das so angenommen und ich kann das jetzt weder bestätigen, noch verneinen. Auf jeden Fall hat Drewermann in einem anderen Zusammenhang einmal von Soldaten als „bezahlten Auftragsmördern“ gesprochen, was ja im Grunde das selbe aussagt. Man könnte auch sagen und ich würde das tun: „Auch das Blutvergiessen im Krieg ist Morden, genauso wie das Schlachten von Tieren „, aber ich finde Wortklaubereien bei diesem Thema sowieso unwürdig.
      Wir leben heute in einer Zeit, wo Bedingunslosigkeit Bedingung ist, dass sich überhaupt noch irgendetwas bewegen kann ich Richtung Heilung. Alle wirklich großen Geister der Weltgeschichte waren bedingungslos gegen unterdrückerische Gewalt und bedingungslos gegen das Blutvergiessen jeder Art eingestellt!
      Wie kann man behaupten, man sei ein wahrer Christ oder man glaube an die Mission des Jesus Von Nazareth und gleichzeitig sagen, bedingungslose Pazifisten verdankten ihre Freiheit den Soldaten, die im Krieg Blut vergießen und ihr eigenes aus erzwungener Unterwürfigkeit oder einer bedauernswerten Bewusstseinsamnesie heraus vergießen lassen?
      Wo bin ich denn hier?

    • @ VeganIsLove

      In der Tat gibt es ein gewisses Dilemma in Deutschland, da unbestreitbar die Nazidiktatur nur durch den Einmarsch der westlichen und sowjetischen Truppen beendet wurde.
      Das spricht einerseits in keinster Weise für Krieg per se, da man die Nazis ohne weiteres als Kriegsdiktatur bezeichnen kann.
      Aber andererseits: Wenn die Verhältnisse aber so eklatant daneben sind wie z.B. bei der Nazizeit, und dadurch eben auch Leben der Betroffenen ernsthaft bedroht (wie bei den Nazis) oder mindestens schwer beeinträchtigt sind, ist ein Kriegseinsatz zur Beendigung dieser Diktatur natürlich anders zu bewerten als ein Angriffskrieg aus anderen Motiven.

      Was mir auffällt, ist aber Folgendes: Dass Leute wie Pfarrer(?) Gauck mit dem Argument der Befreiung von Diktaturen die aktuelle NATO-Kriegspolitik rechtfertigen, ist in der Tat verlogene Propaganda. Denn die aktuelle NATO-Politik
      – unterstützt Diktaturen (Saudi-Arabien, (etwas unbekannteres Besipiel) Äquatorialguinea))
      – ‚ersetzt‘ Diktaturen durch Schlimmeres oder mindestens nicht eindeutig Besseres (Libyen, Syrien)
      – tut insbesondere nichts für westliche Werte und unterscheidet sich diesbezüglich eklatant in negativer Weise von dem, was die Westmächte Deutschland gegenüber 1945 zeigten
      – Beispiel: Das mit uns eng verbündete und mit Waffen versorgte Saudi-Regime VERBIETET z.B. die offene Ausübung christlichen Glaubens (und auch alle anderen Religionen außer dem Islam in der stupiden und diktatorischen Saudi-Variante (Wahhabismus), die ich eher für platten Islamismus als für Islam halte – während der meines Erachtens fragwürdige Papst Franziskus auf ‚Bescheidenheit‘ macht

      Daher halte ich es für ein wirkliches Thema für deutsche Staatsbürger, die NATO daran zu erinnern, dass sie endlich wieder westliche Werte vertreten soll oder mindestens in diese Richtung gehen soll. Denn warum sollten Iraker, Somalier, Libyer und die saudischen Bürger, die etwas Anderes wollen, nicht ebenso gut aus ihren Diktaturen ‚herauskommen‘ wie damals Westdeutschland aus der Nazidiktatur? Zumal keine dieser Diktaturen in Irak oder Libyen so mörderisch war wie die Nazis. Und erst recht gilt das natürlich für Bürger von Ländern wie Somalia, Äquatorialguinea, Afghanistan etc. . Und auch aus Sicht der Europäer und US-Bürger wäre eine bessere NATO-Politik, die westliche Werte vertritt, wünschenswert. Wäre die Politik der USA gegenüber Saudi-Arabien auch nur ansatzweise neoliberal, könnte man in Saudi-Arabien wahrscheinlich Strandurlaub machen.

    • „Bedingunslosigkeit Bedingung“ ??? Gedankenloses Denken, das immer nur um eines drumherum eiert: Freiheit.
      Ein Gedanken- Leichnam.

    • Ihre Texte sind hier immer wieder nur ein eitles, Herz-und Hirn-loses Herumtaxieren um die vermeintliche Meinungshoheit, @Michaela. So setzen sich weiter überall die Eitlen, Gewaltbereiten durch und schlagen sich am Ende, wenn sie alles zarte und liebevolle vernichtet haben, gegenseitig noch die Köpfe ein. Was soll es denn für eine Freiheit geben, wo Gewalt herrscht und nur noch gegenseitig konkurriert? Viel Spass! Gewalt hat definitiv keine Zukunft! Gewaltfreiheit aber wenigstens eine im Geiste. Dies war mein letztes Kommentar an Sie.

    • @Veganislove

      Wenn es nach mir ginge, gäbe es überhaupt keine Waffen und auch keine Gewalt. Wenn Du es für möglich hälst, und ich meine damit nicht einmal Dich alleine, das zu realisieren, dann hätten wir eine Chance. Aber genau das halte ich für völlig irreal. Also was tun?

    • @ Veganislove: “ Meinungshoheit“ und: “ Gewalt hat definitiv keine Zukunft ! Gewaltfreiheit aber wenigstens im Geiste. Dies war mein letzter Kommentar an Sie.“

      Dies ist mein letzter Kommentar an Sie: Sie müssten ja Ihren eigenen Geist vergewaltigen, um NICHT die WAHRHEIT zu sehen, dass die FREIHEIT einen so hohen WERT hat, dass sie mit Blut erkauft wird. Und Gewalt hat leider (!) sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft fest im Griff. Sie steht im Dienste egoistischer Gruppen, welche die Freiheit nur sich selber gönnen und für andere die Sklaverei vorbereiten.
      Mir geht es um WAHRHAFTIGKEIT. Gar nicht um irgendeine „Meinungshoheit“.
      Ich kann mich auch zurückziehen und andere zu Wort kommen lassen.

    • @ Katzenshaun

      Das Problem mit Generalstreiks ist das, dass da wirklich die Allgemeinheit und – welch Wunder – die Ärmeren deutlich mehr als die Reichen – betroffen ist. Während man natürlich Streiks einer Gewerkschaft gegen einen Arbeitgeber als Allgemeinheit hinzunehmen hat, wie z.B. den (meines Erachtens völlig angemessenen) Bahnstreik 2014/2015, geht ein ‚Generalstreik‘ eindeutig zu weit, da er vergleichbar mit einem Krieg zahlreiche Kollateralschäden verursacht und keinem eindeutigen Verhandlungsziel im Bereich der Tarifierung dient.

      Natürlich steht es jeder Person frei, ihre Arbeitsverhältnisse individuell zu beenden (sollte natürlich auch für Beamte wirklich gelten – ich finde es eine Zumutung, dass Beamte in Deutschland ‚um ihre Entlassung ersuchen‘ müssen, daher möchte ich nicht Beamter in Deutschland sein).

    • @ veganislove

      ‚…bedingungslose Pazifisten verdankten ihre Freiheit den Soldaten, die im Krieg Blut vergießen und ihr eigenes aus erzwungener Unterwürfigkeit oder einer bedauernswerten Bewusstseinsamnesie heraus vergießen lassen?
      Wo bin ich denn hier?‘

      Meine Antwort:
      In der Tat gibt es gerade für deutsche Bürger da ein Dilemma. Denn die Nazis wurden durch die Westmächte und die Sowjetunion beseitigt, mit militärischen Mitteln, und dadurch wurde Westdeutschland wirklich befreit und Deutschland langfristig von einem katastrophalen Zustand in einen halbwegs funktionierenden westlichen Industriestaat transformiert.
      Das rechtfertigt natürlich keineswegs ‚Krieg an sich‘. Denn die Nazis waren ja selbst eine mörderische Kriegsdiktatur, die sogar gegen einen Teil der eigenen Bürger (Juden) einen Vernichtungskrieg führte.
      Was mir speziell auffällt an der aktuellen Behandlung dieses Themas durch viele deutsche Politiker wie Pfarrer (?) Gauck, und zwar negativ auffällt, ist, dass die die aktuelle NATO-Politik mit dem Argument verteidigen, dass es den Deutschen ja geholfen hat, als damals die Alliierten eingriffen. Denn die aktuelle NATO- bzw. Westmächte-Politik vertritt nicht wie 1945 gegenüber Deutschland westliche Werte (wobei es da auch das Kriegsverbrechen von Hiroshima gab), sondern
      – unterstützt Diktaturen (Saudi-Arabien z.B. oder (unbekannter) Äquatorialguinea)
      – bietet keine Lösungen im Sinn westlicher Werte an, wenn Diktaturen beendet werden (Libyen, Syrien, Irak)
      – hinterlässt failed states (Somalia)
      und dient dabei fragwürdigsten Lobbyinteressen einzelner Investoren und Finanziers.
      Ich finde in der Tat, dass gerade als Deutscher das wesentliche Thema hier darin besteht, die NATO und auch andere Organisationen wie z.B. die katholische Kirche daran zu erinnern, endlich wieder mehr westliche Werte zu vertreten. In Saudi-Arabien z.B. ist Christentum schlicht verboten (und alle anderen Religionen außer der stupiden und fanatisierten Islamversion (Wahhabismus) der Saudi-Regierung). Dennoch unterstützt die NATO dieses Regime und der (meines Erachtens dubiose) Papst Franziskus macht auf ‚Bescheidenheit‘ und schweigt zu diesem Affront der Islamisten.
      Der wesentliche Punkt als Deutscher ist doch, dass Bürger Iraks, Somalias, Libyens, Syriens etc. und natürlich auch die Bürger Saudi-Arabiens, die etwas Anderes, Besseres wollen, auch vom Westen so profitieren können wie damals die Deutschen. Und die Diktaturen im Irak und in Libyen waren weit weniger schlimm als die Nazis und zudem vom Westen toleriert bzw. sogar mit den USA verbündet.

    • @ Michaela
      ‚@ Veganislove: “ Soldaten Mörder zu nennen.“ Solange man sich nicht bequemt, die Dinge von der Freiheit her zu durchdenken und sich bewusst zu machen, dass die Geistesfreiheit Mitteleuropa mit Blut erkauft wurde, kann man sich als Pazifist selbst erhöhen. Man stellt sich auf ein Podest und sagt zu den Soldaten: Ich bin der gute Pazifist und ihr Soldaten seid die bösen Mörder‘

      Was bitte ist die ‚Geistesfreiheit in Mitteleuropa‘?
      Und: Wenn man in bezug auf die Aufklärung wesentliche Ereignisse nennen will, fällt auf, dass es da vielleicht die eine oder andere relevante Revolution gab (was etwas ganz Anderes als Krieg ist), wobei auch die Revolutionen meistens auch tyrannische Seiten hatten (sogar die französische, die in die Diktatur der Jakobiner mündete, nach der sogar eine weitere Monarchie wenig schrecklich wirkte), aber dass Kriege da kaum eine Rolle spielten und spielen.

      Meiner Meinung nach ist es Fakt, dass die beiden entscheidenden Schritte für intellektuell-technologische Entwicklung Europas (nicht nur Mitteleuropas) die sogenannte ‚industrielle Revolution‘ und der in dieser Zeit erreichte wissenschaftliche Fortschritt einerseits und die kapitalistische und – sic – neoliberale Politik nach dem zweiten Weltkrieg. Diese Politik hat zusammen mit der EU für offene Grenzen und Frieden innerhalb Europas gesorgt.

    • @Michael

      Klar, da gehe ich mit, die Schwächsten träfe es zuerst. Aber das ist doch überall und immer der Fall, gerade auch durch die heutige Politik, die heutigen Kriege. So wäre es wenigstens für ein höheres Ziel, welches nicht von vornherein die Eliten als Nutznießer feststehen lässt.

      Jeder der kann ist sicher gut beraten, sich so gut wie möglich vom System unabhängig zu machen, mit Gemüsegarten z.B., oder zumindest so weit vorzusorgen, dass er ein paar Wochen, besser Monate, allein klar kommen könnte.
      Ist leicht gesagt, ich selbst kenne die engen, finanziellen Grenzen solcher Wünsche nur zu gut. Manches lässt sich aber auch im Kleinen bewerkstelligen, auf der Fensterbank, oder mal ne Dose mehr mitnehmen bei jedem Einkauf.
      Und ob es nun ein Generalstreik wird oder sonstwas, so angebracht wie heute waren solche Gedanken zu meinen Lebzeiten noch nie.
      Ich wünsche mir, dass es anders abläuft, völlig friedlich, ohne Schaden für irgendwen in ein besseres System übergehen kann, aber große Hoffnung habe ich diesbezüglich nicht.
      Wir hier haben ja noch Glück, noch und nicht mehr lange wie ich befürchte, andere Länder hingegen, nicht nur in Afrika, selbst in Europa schon, leiden bereits jetzt unter den systembedingten Auswirkungen, oder den letzten Zuckungen des Systems.
      Das Diktat für Griechenland beispielsweise..die sind nun schon mittendrin. Sie sterben und leiden, und zwar nicht im Rahmen eines gerechten Streiks, der etwas Besseres für alle zum Ziel hat, sondern damit sich ein paar reiche Säcke noch ein bisschen länger sonnen können.

      Beenden kann man sein Arbeitsverhältnis zwar individuell, aber wer ist schon frei dies zu tun? Alle die ich kenne würden es gern, selbst VW Angestellte, die nun wahrlich noch zu den weniger hart Gefi…gehören. Aber frei es zu beenden, das sind nur die, die reich genug sind gar nicht mehr zu arbeiten. Alle anderen sind Sklaven.
      Hätten wir ein System, dass jeden mündigen Bürger fragt, wie er sein Leben verbringen möchte, in abhängiger, evtl. sicherer Lohnarbeit, oder frei und auf sich gestellt, mit seinem eigenen Stück Land (welches m.E. jedem Menschen zustehen sollte der auf dieser Welt weilt, als Geburtsrecht, alles andere ist Diskriminierung von Beginn an), dafür aber mehr Risiko, das wäre was.

      Ja, Beamte, das sind auch Menschen, man sollte da keine Unterschiede machen, weder positiv noch negativ;)

    • @ Michael Kanellos: “ Was ist bitte die „Geistesfreiheit in Mitteleuropa „?

      Goetheanisches Denken, Schiller, Fichte, Hegel, Kant, Beethoven, Mozart, Luthers Impuls gegen den Geistdespotismus der „Römer“, Kepler, Galilei, Voltaire, Nietzsche, Schopenhauer, Spinoza, Spencer, Aristoteles, Bach, „Die Philosophie der Freiheit“ von Steiner, Waldorfschulen, der Dom in Köln ist Ausdruck gewisser Geistesfreiheit, die als das Christentum die europäische Kultur prägte.
      Europa brachte die grossen Maler hervor: Raphael. Alte Meister, auch Gauguin, Van Gogh, Monet, Picasso.
      Nicht zu vergessen Giordano Bruno, ein Opfer der Inquisition, ebenso Jeanne d`Arc, in unserer Zeit heute ist es auch KenFM ! Dirk C. Fleck, Herr Hörmann und so weiter etc.usf., die Europäer sind und sich für Freiheit des Denkens einbringen.
      Die europäische Kulturentwickelung und Gedankenfreiheit wurde auch vor Wien gegen den Islam verteidigt.
      Hätte der Islam in Spanien und vor Wien gesiegt, wären Meisterwerke der Malerei z.B. nicht entstanden, weil der Islam vom Bilderverbot ausgeht.

    • Korrigierte Version;

      @ Michaela
      ‚@ Veganislove: “ Soldaten Mörder zu nennen.“ Solange man sich nicht bequemt, die Dinge von der Freiheit her zu durchdenken und sich bewusst zu machen, dass die Geistesfreiheit Mitteleuropa mit Blut erkauft wurde, kann man sich als Pazifist selbst erhöhen. Man stellt sich auf ein Podest und sagt zu den Soldaten: Ich bin der gute Pazifist und ihr Soldaten seid die bösen Mörder‘

      Was bitte ist die ‚Geistesfreiheit in Mitteleuropa‘?
      Und: Wenn man in bezug auf die Aufklärung wesentliche Ereignisse nennen will, fällt auf, dass es da vielleicht die eine oder andere relevante Revolution gab (was etwas ganz Anderes als Krieg ist), wobei auch die Revolutionen meistens auch tyrannische Seiten hatten (sogar die französische, die in die Diktatur der Jakobiner mündete, nach der sogar eine weitere Monarchie wenig schrecklich wirkte), aber dass Kriege da kaum eine Rolle spielten und spielen.

      Meiner Meinung nach ist es Fakt, dass die beiden entscheidenden Schritte für intellektuell-technologische Entwicklung Europas (nicht nur Mitteleuropas) die sogenannte ‚industrielle Revolution‘ und der in dieser Zeit erreichte wissenschaftliche Fortschritt einerseits und die kapitalistische und – sic – neoliberale Politik nach dem zweiten Weltkrieg andererseits waren. Diese Politik hat zusammen mit der EU für offene Grenzen und Frieden innerhalb Europas gesorgt.

    • @ Katzenshaun
      Das Problem bei Generalstreiks ist auch das, dass Arbeitgeber da wirklich zu stark getroffen werden und zwar für Dinge, die sie gar nicht zu verantworten haben. Wenn ein Arbeitgeber wie z.B. die Bahn Tarifverhandlungen absichtlich verschleppt, erzeugt sie einen Streik und hat mit den Konsequenzen auszukommen. Es kann aber nicht sein, dass Arbeitgeber Streiks erleiden, weil irgendwelche Politiker, mit denen sie nichts zu tun haben, Fehlentscheidungen treffen. Genau das passiert aber bei einem Generalstreik. Es ist somit kein Wunder, wenn solche Dinge wie Generalstreiks die Inhaber politischer und wirtschaftlicher Macht zusammenführen, weil mittels Generalstreiks die Wirtschaft für die Politik haftbar gemacht wird. Und somit sind auch Konstrukte wie Generalstreiks bei dem zu sehen, das die Bildung von sogenannten ‚Eliten‘ fördert.

    • Na ja mein Mitleid hält sich in Grenzen, auch wenn es den ein oder anderen Arbeitgeber trifft, der selber nichts dazu kann. Er wird es überleben. Und wer von denen haftet schon mit seinem vollen Privatvermögen..Gruß an der Stelle an Familie Schlecker haha, es ist kein signifikantes Privatvermögen mehr vorhanden, ist klar, Heuchlerin!
      Im Übrigen nennt sich das unternehmerisches Rsisiko, wer die Vorzüge des Raubtierkapitalismus gern annimmt, sollte auch die Nachteile nicht scheuen.
      Und noch hatten wir ja gar keinen Generalstreik, trotzdem sind die Verstrickungen zwischen Bossen und Politik unübersehbar. Was also ist die Ursache für dieses Zusammenrücken? Ich denke es ist die Gier.

  12. Danke dem KenFM Team – alle Beiträge von Herrn Drewermann sind so wichtig und wahrhaftig. Bitte immer wieder posten. Die Liebe, der Mut, die Kraft und Klarheit – Gott in Person. Was für ein Bundespräsident er wäre. Solche „Weise“ hat man verbannt und die, die Schaden anrichten sind in den Institutionen geblieben und doch bin ich voller Hoffnung, weil das Gute und die Liebe immer siegen wird. Wir müssen noch ein wenig warten und vor allem immer glauben, dass es gut wird. Das System macht uns Angst und bereitet uns auf das Schlimmste vor – und wir des offenen Herzens sagen NEIN! Wir werden unsere Welt ändern, wir sind schon dran! Ich werde mein Leben lang solche Pioniere, wie Herr Drewermann unterstützen und das gesagte weiterleiten. In die Welt bringen – das ist unsere Aufgabe, die noch Schlafenden zu wecken. Lichtvolle Grüsse an Euch Alle.

  13. Hallo KenFM

    Dr. Eugen Drewermanns Vortrag, war für mich mal wieder, ein richtiger Ruck in die Richtung, in die es gehen Sollte.
    Klasse Beitrag. Danke KenfM.

    Aber jetzt frage ich mich natürlich, Guter Mann hat recht, hatte Er stets in jungen Jahren auch schon immer verloren ?
    wie viele von uns nun jetzt ?
    Wenn das so ist, müsste eine andere Strategie her. Zumal diese bisher nicht funktioniert, selbst gegen die einfache Werbung im Radio.

    Mfg. A.Sauseng

    • „politiker hinwegfegen ! ! !“

      Ich kann das weder bei 1:07 noch bei 1:07:00 vernehmen.

    • Ich kann deinen Zorn sehr gut verstehen. Aber wie Du siehst, ist Dir schlecht geworden und nicht denen.

      Bin mein halbes Leben schon marschiert, u.a. `81 durch Bonn (Böll war toll), dann in dem grünen Trachtenverein mit Sack auf´m Rücken und Knarre unterm Arm etc.. Fazit: „Der Russe“ ist bis heute nicht gekommen und seit Oktober `81 rauche ich. Hilft Dir das jetzt weiter?

      Wohin willst Du marschieren?
      Wer sind „die Regierenden“?
      Wer besorgt die Besen?
      …und wer sind „Wir“?

  14. Kapitalismus, Neoliberalismus ? xy….mus? Man gönne sich doch mal das „Vergnügen“ im Wiki durch alle blablabla…mus durchzuklicken und sich diese zu Gemüte zu führen. Es dauert garantiert nicht lange, bis einem der ganze intellektuelle Dünnschiss samt ihrer Schulen und deren Vertretern in den ThinkTanks meterlang zum Halse raushängt. Glaubt denn irgend jemand wirklich und ernsthaft diesen ganzen Philosophie- und Ideologiequatsch? Alles nur Irrglaubens- und Rechtfertigungssysteme. Nichts davon existiert real. Nichts davon bewirkt für sich allein irgend was. Es sei denn, man vermeint in diesem Sinne handeln (oder handeln lassen) zu müssen. Vor 2000 Jahren verließen die Maya „ihre“ Städte, Tempel und Götter. Bald verstehen wir warum.

    • @centurio
      keinesfalls marschieren! Oder irgendwen hinwegfegen…… sondern eher fördern / unterstützen.
      Eben überall dort, wo es sich als fruchtbar erweist, und so, wie ich es vermag. Dies kann z.B. auch eine monatliche Spende für KenFM sein.

    • @ centurio: „was TUST du konkret?“ Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber was ich selber tue, ist, dass ich ein Drehbuchmanuskript geschrieben habe gemäss selbst Erlebtem, das nun ins Russische bald übersetzt sein wird und dort evtl. erscheint und weiter bearbeitet werden wird. Man wird sehen.
      Man kann ja auch marschieren, demonstrieren, aber sobald das irgendwie in Gewaltexzesse ausarten würde, hätten wir den Bürgerkrieg. Und es ist sehr, sehr einfach, friedliche Demos in Gewaltdemos zu verwandeln.
      Das wäre für diese Politik nur der geeignete Vorwand, den Notstand auszurufen und autoritärere Strukturen aufzubauen.

    • Michaela
      „Man kann ja auch marschieren, demonstrieren, aber sobald das irgendwie in Gewaltexzesse ausarten würde, hätten wir den Bürgerkrieg. Und es ist sehr, sehr einfach, friedliche Demos in Gewaltdemos zu verwandeln.
      Das wäre für diese Politik nur der geeignete Vorwand, den Notstand auszurufen und autoritärere Strukturen aufzubauen.“

      Endlich sagt es mal jemand – dachte schon ich stehe allein mit der Erkenntnis.

      Natürlich sind die ganzen Abläufe, die Restriktionen gegenüber dem Volk, die lückenlose Überwachung, die permanenten und immer dreister ausgeführten Gesetzesbrüche und Verbrechen, der verschärfte Sozialabbau, die Null Euro Arbeitslohnpolitik usw usf etc pp das Drehbuch hin zu gewollten und bewusst hereibeigeführten Volksaufständen.

      Denn nur so, nur wenn Massen demonstrierend auf die Straße gehen, lässt sich massiv gegen das Volk vorgehen und man hat auch direkt die „Rechtfertigung“.

      Die Protagonisten müssen doch langsam an Verzweifelung verzweifeln. Was sollen/können/müssen sie denn noch alles tun damit das doofe Volk entlich ihr Drehbuch erfüllt?
      Da stößt ja schon fast die grenzenlose Phantasie an ihre Grenzen.

    • Da fiel es wieder, mein Lieblings-Unwort dieses Jahrtausends: „Thinktank“. Und ich dachte immer, das Parlament eines Landes wäre der Ort für solcherlei Denkakrobatik.

      Immerhin, es gibt Hoffnung. Kürzlich hat Martin Schulz doch tatsächlich klargestellt, dass dies (Ukraine) ein europäisches Problem sei (und die Amerikaner sich gefälligst raushalten sollen). Jawohl! MEHR davon! Man muss solche Dinge klar aussprechen, ohne gleich ein Messer zu zücken.

      Um noch mal auf die Frage zurückzukommen was „wir“ tun oder tun können. Wir tun bereits viel, denn wir verbreiten andere Sichweisen.

    • @dersouveraen >>>nur so, nur wenn Massen demonstrierend auf die Straße gehen, lässt sich massiv gegen das Volk vorgehen und man hat auch direkt die „Rechtfertigung“<<<

      Ich geh davon aus, dass das ironisch gemeint war? Andernfalls wäre das die Beschreibung eines totalitären Staates, der bewusst zu provozieren sucht.

    • „Andernfalls wäre das die Beschreibung eines totalitären Staates, der bewusst zu provozieren sucht.“

      Es ist die Beschreibung der Fakten die vermuten lassen das es ein Drehbuch gibt nach dem vorgegangen wird.

    • @ Der Souverän. „Drehbuch“ Na klar, es gibt solches Drehbuch. George Friedman hat es 2015 als eine Agenda der Amerikaner beschrieben, die “ seit hundert Jahren“ den Fahrplan zur Weltherrschaft verfolgen. Und es war Rudolf Steiner, der schon VOR hundert Jahren auf genau dieses Drehbuch hinwies.
      Man braucht eigentlich nur Friedman zu hören, dann erkennt man die grossen Linien des Drehbuchs, die Umrisse des Plans.
      Und man versteht das evtl. noch besser, wenn man recherchiert, was Thomas Barnett will, der sich auf Kalergis Plan für Europa zu stützen scheint, den Kalergi 1925 schon schriftlich fixierte im Buch „Praktischer Idealismus“.
      Barnett`s Buch “ Blueprint for Action“ – meine, es kam 2005 raus, kann da aber irren – fusst eben auf Kalergi, und Merkel erhielt einen Preis der Kalergi-Stiftung. „Blueprint“ ist eine „Blaupause“ bzw. ein solches Drehbuch.
      Plan ist, die weissen Mitteleuropäer durch Massenmigration zum Verschwinden zu bringen.
      Barnett spricht von einer „hellbraunen Mischrasse“. Ein Eugenikprogramm, gepaart mit der Abschneidung Europas vom russischen Markt, der die Drehtür nach Eurasien ist.

      Diese „EU“ inklusive Polen ist ein Witz mit langem Bart. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg haben die Engländer die Polen gegen die Deutschen aufgestachelt, und demnächst werden die Amis das neu aufwärmen, weil sie die Polen als Bollwerk (Cordon Sanitaire) zwischen Deutschland und Russland brauchen.

    • Michaela

      Mir ist das alles – und noch viel mehr – bekannt und klar. Es hat aber noch mal eine andere Qualität, wenn die eigene Regierung nach einer von ihr geschriebenen Geheim-Agenda zur teilweisen Vernichtung des eigenen Volkes vorgeht.

      Zum Beispiel werden hier jedes Jahr durch 100% Hartz IV Sanktionen dutzende oder eher hunderte Menschen BEWUSST ! in den Tod getrieben. Bewusst und Gewollt sind eineiige Zwillinge. Und das ist aus meiner Sicht klarer Mord. Vernichtung von intaktem gesunden Menschenleben mittels staatlicher Macht – durch skrupellose Anwendung von Unrecht – ohne physisch sichtbare Gewalt anzuwenden.

      Und wer wehret den Anfängen? Jobcenter und Gerichte schließen sich regelmäßig zu einer kriminellen Vereinigung zusammen, um diese Verbrechen und Unrecht rechtmäßig erscheinen zu lassen.

    • @ Der Souverän: „noch mal eine andere Qualität“ Das ist auch mir klar bewusst. Es braucht eine List, um diesen Spiess irgendwie umzudrehen. Wenn ich das schon höre/lese: „Jobcenter“. Das hiess mal Arbeitsamt. Und Arbeit hatte mit dem Beruf zu tun und der mit Berufung und Auserwähltheit.
      Habe mir schon den Mund fusselig geredet und bin echt ausgerastet, weil jemand, den dieses Hartz 4 betrifft, selber meinte: “ Ich will ja selber nicht – ähämm – Däumchen drehen.“ Der war mal Verleger gewesen ! 2011 oder so kam der in Harz 4. ich sagte zu ihm: “ Da sind Sie ja Menschenhändlern aufgesessen !“- „Neiiiiin ! “ sagte der. “ Ich will ja selber nicht – ähämm- Däumchen drehen.“ WARUM EIGENTLICH NICHT ? Wenn die wenigstens IRGENDWAS selber WOLLEN würden. Und wenns Däumchen drehen oder Nase bohren oder sonstwas wäre.
      Aber solche brauchen erst Autorität, die denen befiehlt: Alle Mann für sechs Stunden Däumchen drehen, wir brauchen Frischwind und hundert Däumchendreher ersparen dem Staat einen Mief- Quirl=Ventilator.
      Dann drehen die durch ! Für genau sechs Stunden.

      Es haben mal irgendwelche Anthroposophen versucht, den Menschen klarzumachen, dass sie selber der Souverän sind. Die haben irgendwelchen Leuten am Bahnsteig goldfarbene Kronen aufgesetzt.
      Aber solange Rauchverbote am Bahnsteig da sind, ist es WURSCHT, wer da mit Krone rumkaspert.
      Habe mich mit solchen Anthroposophen schon ziemlich deswegen gezofft, weil die meistens militante Nichtraucher sind. Ein wirklicher König würde sich doch nicht von seinen Dienstboten das Rauchen verbieten lassen.
      Und Aerzte, die dem auf die Nerven gehen, lässt der teeren und federn und ausweisen.
      Man dürfte Aerzte nur solange bezahlen, wie man gesund ist. Sobald man krank wird, müsste man denen die Gehälter kürzen. Wir machens genau umgekehrt: Je mehr Krankheiten sich ausbreiten, desto mehr verdienen die Aerzte. Je mehr Erwerbslose da sind, desto mehr Agenten vom Jobcenter haben ihr festes Einkommen.

    • Michaela

      Oh oh, ich denke da besteht eine Menge Aufklärungsbedarf in Richtung Wirklichkeit was Arbeitslose angeht. Ich bin mir sicher, das Du da ein wenig einseitige Informationen und/oder Erfahrungen gemacht hast.

      In China soll es angeblich zumindest teilweise so sein mit den Ärzten. Habe erst vor ca. 2 Wochen eine Dokumentation darüber gesehen. Da war es zumindest in der ländlichen Gegend so gehandhabt, das der Patient zwar den Arzt direkt bezahlte – die Medikamente [oft ein Mix aus Naturheilmittel] bekam er auch vom Arzt – aber das Geld zurück erhielt wenn der Patient keine Besserung erfuhr.
      Das wäre schon mal ein Anfang…

    • @Michaela

      Wäre doch schön, wenn sehr viele Menschen immer ein bisschen mehr arbeitslos würden.
      Dann hätten vielleicht alle, die das brauchen, ein wenig mehr Arbeit.
      Die verbleibende Zeit können wir dann ja mit wertvollen Tätigkeiten verbringen.

    • @ wiebitte

      Natürlich kann man eine grundsätzliche und komplizierte Philosophiediskussion darüber führen, was Ideologien wirklich sind und ob sie dieRealität genau beschreiben. Aber erstens würde ich in einer solchen Diskussion eher den Standpunkt vertreten, dass sie wirklich real sind und eine große Signifikanz für die Wirklichkeit haben (nicht weil ich das gut finden würde, sondern weil ich es so beobachte). Und zweitens geht es schlicht zu weit, zu behaupten, es gäbe keine Unterschiede zwischen Markt oder kein Markt; Wehrpflicht oder keine Wehrpflicht; Kommunismus, Islamismus oder liberale Gesellschaft.
      Es IST auch relevant, dass die US-Außenpolitik nicht neoliberal ist. Wäre sie das, wäre Saudi-Arabien vielleicht ein Urlaubsparadies mit strikten Strandregeln – so aber ist es eine Islamdiktatur, in der Touristen (Stand Mai 2016) nicht einreisen dürfen, aber McDonalds dafür serienweise Restaurants aufmachen kann.
      Aber andererseits kommt das Internet aus den USA und ist ein Produkt der dort sehr wohl stark vorhandenen liberalen und freiheitlichen Kultur.
      Ansonsten könnte man hier keine Postings schreiben und wäre den Spindoktoren der Massenmedien ziemlich ausgesetzt.
      Der Ideologiebegriff spielt also wirklich eine große Rolle.

    • @ BluProject: „bisschen mehr arbeitslos“ Ja, stimmt ! Bin selber sehr gerne arbeitslos. Solange ich mir die Arbeitslosigkeit leisten kann, macht sie mir Spass. Die einzige Arbeit, die ich mache, ist Hausputz, Wäsche, Kochen und Gartengestaltung. Ich „surfe“ auf Wellen der Deflation und Inflation, kaufe Gold, wenn es billig ist und verkaufe, wenn die Preise steigen. Auch andere Anlagen.
      Ansonsten mit Freunden Musik machen, habe drei Gitarren, eine Wandergitarre, eine Westerngitarre und eine E-Gitarre mit Verstärker. Buchprojekte sind auch Arbeit, die erstmal nichts einbringt, die erstmal Kosten verursacht.
      Wir – mein Mann und ich – arbeiten derzeit daran, ein Haus zu „pimpen“. Es soll wunderschön werden, auch der Garten.
      Es ist auch schon sehr viel schöner, als beim Kauf.
      Blickdichter Garten mit Goldfischteich und Springbrunnen, Rosen und Lilien. Rosenbögen, Laube mit Weinstöcken.
      Zwei Terrassen, eine in der Sonne, andere im Schatten von Kirschbaum. Macht viel Arbeit. Habe heute bestimmt eine Schiebkarre voll Kletten aus den Beeten entfernt.
      Bist Du auch arbeitslos ? Auch ohne Erwerbsarbeit ? Hast trotzdem keine Langeweile ?

    • @Michaela
      „Bist Du auch arbeitslos ? Auch ohne Erwerbsarbeit ? Hast trotzdem keine Langeweile ?“

      Freischaffender Künstler und um das teil,-zwischen zu finanzieren handeln wir ( bester Freund & ich) primär mit kleinen britischen Autos und helfen Freunden wenn´s bei denen mal nicht weiter geht. Wir sammeln Monat für Monat immer nur soviel gesetzliches Zahlungsmittel, plus kleiner Reserve, um die lfd. Kosten zu decken. Den Rest des Monats wird mit Waren, Gegenleistungen oder Gutscheinen „bezahlt“.

      Mit „arbeitslos“ meine ich auch nur Zeit für gute und wichtige Dinge zu haben. Hausputz, Wäsche und kochen empfinde ich, seit einiger Zeit Soloist, tatsächlich als Arbeit. Gottseidank gestaltet sich der „Garten“, durch die Autos die draufstehen, selbst. Somit bleibt noch Zeit für Projekte wie Solar,-Photovoltaik-Panels, E-Auto-Entwicklung und den Umbau von 2/3 der Werkstattfläche zur Begegnungs,-Party und Seminarstätte etc..

      Von Erwerbslos kann also wirklich nicht die Rede sein. Eher befürchten wir, dass wir nicht alle Vorhaben realisiert bekommen bis wir uns irgendwann, sehr wahrscheinlich südwestlich des Urals, absetzen.
      Bis dahin heisst es das Schweinesystem durch massiven Entzug nicht auch noch zu füttern.

      So sieht meine Empfehlung für ein bisschen arbeitslos sein aus 🙂

    • @ BluProject: „Solar“ Wenn ihr euch mit Technik gut auskennt, werdet ihr bestimmt südwestlich des Urals gebraucht werden. Wenn man jung ist, kann man woanders neu beginnen. Mein Mann baut auch andauernd Solar-Dinger zusammen. Solar- Springbrunnen, Solar- Leuchten, alles mögliche leuchtet nachts im Garten. Sogar oben auf unserem Fahnenmast leuchtet eine blaue Solarlampe. Er ist mehr der Techniker. Habe selber fast gar keinen Bezug zu Technik und weiss noch nichtmal, wie ich hier einen Smiley in den Kommentar bringen kann.
      Finde Kunst sehr interessant. Zeichnen, Malen, Gestaltung überhaupt, auch Musik. Habe hier 800 qm Garten vorgefunden, was fast nur Rasen war, umgeben von Bäumen und Büschen. Schwedenhaus, zwei Steinmauern, zwei Wände mit Holzfassaden. Künstlerische Herausforderung !

      Jetzt – nach langen Jahren – ist der Garten erstmal in eine FORM gebracht. Blickdicht durch einen selbst gepflanzten Streifen „Dschungel“ aus Duftzypressen, Buchen,Eichen, Birken, Buschwerk, teilweise 6 Meter breit, der alles umgibt.
      Felsen am Eingang. Farne im Norden. Rosenbögen teilen den Garten in Räume. Weinstöcke stützen sich auf Felsenbirne und Laube. Rosenbögen teilen den Garten in kuschelige Räume, die windgeschützt sind weil mit sehr hohem Bambus und Riesenschilf umgeben. Der Duft der Blumen hält sich in den Räumen.
      Drachengestalten aus Steingut bewachen alles. Im Südwesten geht die Sonne unter. Von daher kommt die Dunkelheit. Da habe ich einen Berg aufgebaut aus Felsen, Findlingen und Erde, mit Moos und Pflanzen bewachsen.
      Gartenfackeln im Südosten, Windspiel im Nordwesten und Wasserabflüsse im Nordosten. Ueberall fliegen die Vögel umher.

      Das Haus selber war ziemlich kunstlos. Jetzt sind die Holzfassaden mit Dekoartikeln verschönert. Was noch fehlt ist ein durchbrochenes Schnitzwerk, das über dem überdachten Eingang die Ecken abrundet. Der Keller – drei Trakte mit Heizung und Fenstern – soll noch mit Rauhputz und Terrakottafiguren in eine „Grotte“ verwandelt werden.
      Indirekte Beluchtung und künstliche Weinranken und Reben. Teppiche…
      Die IDEEN gehen mir nicht aus, die gehen mit mir spazieren und treiben mich zur Getaltung. Nachbarin sagte:“ Wie romatisch das geworden ist ! “ Aber das ist nicht jemals „fertig“… Oben auf dem Dachboden vielleicht noch ein Teleskop aufstellen, um die Sterne beobachten zu können.

      Wenn es hier knallt und Bomben fallen gehe ich mit dem Ganzen mit unter. Keine zehn Wildpferde kriegen mich hier weg. Aber ich kann verstehen, dass wenn man jung ist, hier aus Deutschland weggeht, um woanders was aufzubauen. Die Politik will uns ja zu „Nomaden“ umerziehen, die heute hier, morgend und übermorgen woanders malochen gehen. Da kann man vielleicht woanders sich was Eigenes aufbauen, bevor man hier zum „Nomaden“ wird. Maloche für Geld kommt für mich nicht mehr in Frage. Nur noch Geschäfte.
      Wir leben in spannenden Zeiten !

    • @Michaela

      „wenn man jung ist…“ Der war gut! Ich mache in 2 Wochen das halbe Jahrhundert dicht.

      Liest sich, als hättet ihr euch euer kleines Paradies errichtet. Male mir ein Bild, wahrscheinlich völlig verzerrt davon, wie ihr zuhause seid. Wüsste nicht warum ich euch 10 Wildpferde schicken sollte.

      Die Solar,-Photovoltaiknummer dient nur noch weiterer Unabhängigkeit, ebenso wie den Umbau von dem kleinen MGF als E-Auto. Sollten wir den Plan, wenn wir unsere Agenda hier durch haben, in 10-15 Jahren nach Swerdlowsk zu gehen, wirklich so noch umsetzen können, wird das unsere Altersstätte. Der Grund sind Freunde dort, sowie das Wissen, dass die Irren im Oval-Office noch nie ein Land angegriffen haben das sich ernsthaft zur Wehr setzen kann. Der Gedanke daran beruhigt mich irgendwie, kann aber auch ein Trugschluss sein.

      Bis dahin ist noch ein bisschen und so machen wir uns mit zunehmend mehr Leuten, im relativ kleinen und beschränkten Rahmen, daran aufzuklären und neue eigenständige Wege zu gehen. Das ist der Grund dafür, dass wir, neben kleinen Live-Events etc.., einen grossen Teil der Werkstatt ausbauen. „Das System“ kollabiert auch ganz alleine, also machen wir schonmal was ganz Anderes.

      Nach Jahren als Auftragsmusiker, hört man mich nur noch in kleinen Kreisen.
      Die gesamte Werbe,- und Filmindustrie ist ein einziger schmieriger Molloch in dem der Eine dem Anderen, trotz Küsschen rechts und links, nicht mal den Dreck unter den Schuhen gönnt. Ich glaube Ken könnte noch ganz andere Dinge über die Verlogenheit dort erzählen. Das konnte ich dann irgendwann nicht mehr und das ist auch gut so. Du hast völlig Recht, wir leben in spannenden Zeiten und vor Allem denke ich, dass wir echte Chancen haben, dass das „Unsere Zeiten“ werden können. Denn eigentlich ist das Alles ganz unkompliziert zu machen.

      LG
      Andi

    • @ BluProject: Na schön, fast ein halbes Jahrhundert. Manche werden über hundert. Die sagen bestimmt, wer erst an die fünfzig ist, ist ein junger Hüpfer. Finde einfach grandios, dass Ihr Euch nach Swerdlowsk hin orientiert, statt wie so sehr viele es tun, sich nach Hollywood zu orientieren. Und Ihr habt Know How, habt den Willen zur Unabhängigkeit.
      Thema: Film- und Werbeindustrie, wo einer dem andern nichts gönnt. Das ist auch bei (manchen, nicht allen) Verlegern wohl ähnlich. Die gönnen sich selber alles und nehmen die Autoren aus. Sterbende Branche. „Rette sich wer kann.“
      Mach Dir kein Bild wie wir leben. Nichts Spektakuläres. Finde schon nervig, dass man Grundsteuern zahlen muss.
      Man kauft ein Grundstück, aber man zahlt immer weiter.
      Wir leben ziemlich zurückgezogen im Cuxland zwischen Cuxhaven und Bremerhaven.
      Bremerhaven war mal die sogenannte „Tätige Stadt im Nordseewind“ und „Brücke nach Uebersee“, doch heute ist das ziemlich heruntergekommen. Fast schon amerikanische Verhältnisse. Wir meiden diese Stadt.
      Wahrscheinlich wird sich in den deutschen Städten die Lage eher zuspitzen als im ländlichen Raum.
      Ich war noch nie in Russland, nur einmal im Traum….Träumte von russischen Birkenwäldern.
      Ist ein Sehnsuchtsort auch von mir. Habe einen Schlüsselanhänger mit der Hornspitze einer russischen Ziegenart.
      Die Russen machen Medizin aus diesen ölhaltigen Hörnern. Mein Mann hat das Russen abgekauft, und er sagte, die feilschten beim Verkauf um jeden Zentimeter.

    • Hey Michaela,

      nicht spektakulär gefällt mir schonmal.

      Beinahe in der Nähe vom Cuxland habe ich mal für 3 Monate gewohnt. Sommer 1987 war das, das Städtchen heisst Varel, wir sind alle in den gleichen grünen Klamotten rum gelaufen und die Veranstaltung hiess Grundi 🙂

      Unter der Woche haben wir auf dem Koppelschloss das Dangaster Moor vermessen und die WE waren wir dann meist in Cux,-Bremer,- und Wilhelmshaven. Oh man, ist das lange her!

      Grundsteuern, haha. Von wegen Besitz, hm?!
      Jekaterinburg hiess früher Swerdlowsk, heute ist das nur noch der Begriff für die Oblast. Unser Ziel liegt etwa mittig Zwischen Perm und Jekaterinburg. Die Grundsteuer dort liegt mit überwiegend selbstversorgender Landwirtschaft bei 0,3% vom Grundstückswert. Bei den dortigen Grundstückspreisen entspricht das hier etwa den Kosten die ein Dixi-Klo an Fläche beansprucht. Der Preis dafür ist ein, nach hiesigen Massstäben, sehr einfaches Leben. Pumpe hinterm Haus, ausreichend Boden zum anpflanzen, Holz zum heizen umsonst und beinahe Jeder in dem kleinen Dorf hat seine Fähigkeiten für einfache Lösungen.
      Trotz einer gut ausgebauten Strasse in die beiden Grossstädte braucht es Stunden dort einzukaufen. Im Winter wird´s ganz arg kalt und auch sonst hat das Leben dort nicht viel mit unserem vermeintlichen Wohlstand zu tun. Aber vielleicht ist Reichtum, zu haben was Du brauchst. und nicht mehr. Und ja, habe auch schon einige richtig gut feilschende Russen erleben müssen.

      Habe Cuxhaven nicht mit beinahe amerikanischen Verhältnissen in Erinnerung. Ist aber auch fast 30 Jahre her.
      Wenn das heute so ist, dann ist meiden sicher eine gute Idee. Die Verwerfungen werden, zumindest was die Versorgung mit dem Nötigsten betrifft, sicherlich hauptsächlich in den Städten ohne eigene Möglichkeiten dazu auftreten.

    • @ BluProject: “ einfaches Leben“

      Hi BluProject bzw. Andi,

      das hört sich ja sehr, sehr interessant an, so leben zu dürfen ! Zumindest für mich hört sich das nach Freiheit an. Und das ist heute Luxus. In Varel hätten wir uns 1988 oder so glatt über den Weg laufen können, auch in Dangast. Da gibt es oder gab es eine Künstlerkolonie, die wir besuchten. Riesiger steinerner Phallus direkt im Meer ! Hammer !
      Und es gab ein Restaurant, wo man Rhabarberkuchen essen konnte.
      Es ist nicht Cuxhaven so runtergekommen sondern Bremerhaven. Dieter Bohlen sagte zu jemand aus Bremerhaven, das sei „Höchststrafe“, da leben zu müssen…Also ich meide „Fisch Town City“ wo es nur geht. Bin froh, ziemlich ländlich zu leben. Die US Streitkräfte, die früher in Bremerhaven stationiert waren, hatten dort ein eigenes Stadtviertel „Klein Amerika“ mit PX- Läden (zollfrei damals, Stange Zigaretten kostete da unter 1 Dollar), Staging Area, also Bühne und Kino, und die fuhren grosse, protzige Strassenkreuzer, Spritfresser und brachten viel Geld in die Stadt. Die Amis waren verrückt nach Shit und Weed.
      Ein Freund und ich haben uns mal den Jux erlaubt, an die US Navy – GI s ein Pfund Karnickelfutter als „Stangengras“ zu verkaufen…für 730,00 DM oder so, was damals viel Geld war. Kostete im Laden um die 1,50 DM !
      Am nächsten Tag waren die wieder unterwegs nach Amerika, und wer weiss, ob die das nicht an Clinton weiterverkauft haben ? AHAHA !!! Wo wir gesehen hatten, wie die US Navy Hasenfutter rauchte im ZERO in Bremerhaven, haben wir uns nicht mehr eingekriegt vor Lachen und mussten da raus…
      Und nachdem dann in den 1980 ern die Streitkräfte weggingen, verkam Bremerhaven, weil das Geld fehlte.
      Cuxhaven ist anders, ist sauberer, gepflegter. Bremerhaven ist ein Slum. Ehemals wunderschöne Altbauten aus der Gründerzeit sind heute Ruinen, wo Junkies und Einbrecher umhertaumeln…
      Es ist bestimmt eine sehr, sehr gute Idee, nach Russland zu gehen. Und es ist Luxus pur, in der Natur leben zu dürfen. Nur der Scheich ist wirklich reich. Hauptsache man kann irgendwie frei leben und ist gesund und kann machen, was man liebt, zu arbeiten. Liebe kann man nicht kaufen, Freundschaft auch nicht.
      Im Sommer wird das dort in der Natur sehr schön sein, und zu Weihnachten gibt es dort noch richtig Schnee !
      Gesunde Luft ! Holz zum Heizen ! Kaum Grundsteuern. Und richtige Menschen !
      Aber ihr werdet euch bewaffnen müssen wegen der Bären und Wölfe usw.
      Vielleicht kommen Dir da auch künstlerische Inspirationen zugeflogen ? Wer weiss ?

    • Tränen lachen kann ich sonst eigentlich nur manchmal bei Volker Pispers.

    • Sorry, aber DAS ist wirklich zu viel verlangt. Dann lieber 2 Wochen Sitz und Hungerstreik im Winter ohne Kleidung. Das dürfte weniger schädlich für das gesamte Leben sein, als einem Abgeordneten persönlich auch nur eine Sekunde zu begegnen.

    • Was tue ich konkret? Momentan schreibe ich diese Zeilen.

      Was tat ich u.a.?

      Am 14. Mai war ich bei der Kundgebung gegen die Bargeldabschaffung in Frankfurt. Gemessen an den Konsequenzen einer solchen Abschaffung, gemessen an der zentralen Rolle, die die Beschaffenheit unserer Zahlungsmittel spielen für den Machterhalt unserer „Eliten“, waren beschämend wenige Menschen da. Warum? Vielleicht, weil sich manche dachten:
      Könnte ja sein, dass da auch Neoliberale da sind. Huch!!! Oder noch schlimmer: AfDler! – Gott bewahre! Mit denen darf man sich doch nicht im selben Video zeigen lassen. Das sind Untermenschen.
      Jetzt mal ohne Scherz: Wenn es nicht einmal möglich ist, nur aus dem Einzugsgebiet Frankfurt, Tausende für ein solch Weichen stellendes Ereignis auf die Straße zu bringen, hat der Feudalismus ausgezeichnete Zukunftschancen.

      Was tat ich noch?

      Ich hab mich mal mehrere Monate für ein Zeitbank-Projekt engagiert. Meine Erfahrungen waren absolut desillusionierend, da die Teilnehmer durch die Hintertür dieselben Mechanismen einbauten, die sie in puncto „Bank“ verinnerlicht hatten. Ja noch schlimmer: Sie bauten sogar Mechanismen ein, die man ganz klar als Betrug hätte bezeichnen können, sofern sie gewusst hätten, was sie taten. Wussten sie aber nicht.

      Was tat ich noch?

      Ich hab mal über mehrere Monate fast meine gesamte Freizeit in eine politische Aktion gesteckt und mir den Mund fusselig geredet. Meine Erfahrungen waren sowohl erhellend als auch ernüchternd.

    • „…waren beschämend wenige Menschen da. Warum?“

      Vielleicht weil immer mehr Menschen eingesehen haben, das Straßendemos nicht nur nichts bringen, sondern zur (beschleunigten) Umsetzung dessen führen, wogegen sie demonstriert hatten.

    • Unglaubwürdig? Was davon? Oder meinst Du unwahrscheinlich?

      Eine breite Umfrage könnte Aufklärung bieten. Die kleine Umfrage im erweiterten Umfeld zeigt eine starke Tendenz. Im Kern lautet die Antwort – das bringt doch sowieso nichts.

    • @centurio
      „heute schon euren abgeordneten aufgesucht und konfrontiert , PERSÖNLICH ? nicht im netz ? ? ?“

      Nö..
      Das würde ja implizieren, dass ich der Demokratiesimulation irgendeine Bedeutung beimesse.

  15. Das Problem mit dem Begriff „neoliberal“ ist, dass er einen Bedeutungswandel erfahren hat. Viele sagen „neoliberal“ und meinen „marktradikal“. Deshalb bezieht sich Sahra Wagenknecht – so seltsam das klingen mag – positiv auf den Neoliberalismus. Sie schreibt u.a. (Seite 47 u. 48 „Freiheit statt Kapitalismus“):

    „Was ist neoliberal? Wer diesen Begriff heute benutzt, verbindet ihn in der Regel mit einer Politik der enthemmten Marktfreiheiten, die soziale Schutzwälle einreißt und staatliche Regeln verwässert, die Politik, die großen Konzernen das global vorteilhafteste Umfeld bietet, um noch größer und mächtiger zu werden, …“

    Und weiter schreibt sie:

    „Kaum jemand weiß heute noch, dass der Begriff „neoliberal“ vor einem Dreivierteljahrhundert als erklärtes Gegenprogramm zu einem solchen Ausverkauf öffentlicher Verantwortung und zum alten Laissezfaire ungehemmter Profitmacherei entstanden war. Geprägt wurde der Terminus von dem deutschen Sozialwissenschaftler und überzeugten Ordoliberalen Alexander Rüstow, …“

    Und weiter schreibt sie:

    „Zumindest für die Mehrheit der damals Beteiligten allerdings stand das „neo“ vor dem „liberal“ tatsächlich für die Einsicht, dass die „unsichtbare Hand“ des Marktes eben nicht ohne weiteres Formen (schafft), in denen Einzelinteressen und Gesamtinteressen aufeinander abgestimmt werden, …“

    Der Neoliberalismus steht also für „mehr Staat“ im Vergleich zum klassischen Liberalismus des 19. Jahrhunderts.

  16. An diesem Punkt kann man kaum noch schlauen Reden schwingen. Es muss ein ganz anderer Ansatz gefunden werden, um wieder neue Lebensenergie reinzubringen. Das bedingungslose Grundeinkommen z.B. ist eine gute Idee, aber das finden ja wieder nur die, die nicht in der Lage sind, es umzusetzen und noch nicht einmal alle von denen. Die haben dann wieder Angst, dass die anderen nicht mehr arbeiten! Eine andere Idee wäre dann die bedingungslose Verweigerung. Aber dazu geht es wohl zu vielen noch zu gut. Es gibt ja diesen abgenutzten Spruch: „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Es fehlt überall am Fühlen und an Demut. Die Menschheit muss sich wohl oder übel insgesamt ihrer Unverschämtheiten gegenüber dem Mutterplaneten erst richtig bewusst werden. Sie hat schon viel zu lange die Rechnung ohne den Wirt, bzw. die Wirtin gemacht. Dieses unverschämte Gerangel um Vorherrschaft überall und diese unverschämte Vergewaltigung gegenüber allem, was sich nicht wehren kann, hat ja nicht erst mit dem Geld begonnen! Eine gute Gelegenheit für jeden, jetzt erst mal alle Eitelkeiten abzulegen und anderen nichts mehr vormachen zu wollen. Einfach versuchen, immer von Herzen ehrlich zu sein. Ich bin willens dazu, weil ich gar keinen anderen Weg mehr sehe. Alles andere ist abgegangen und Austricksen war gestern. Es hat auch keinen Sinn mehr, geistige Shitstorms irgendwo hin zu schicken. Jeder soll immer erst mal richtig bei sich selber kucken und da alles bereinigen und dann gibt’s wieder neue Klarsicht und neue Perspektive. Sich selbst immer wieder überprüfen und auf die eigenen Schliche kommen. Das ist wichtig. Nur so kann sich wieder etwas gutes Neues entwickeln in der Welt. Es gibt nichts schlimmeres als Menschen ohne Willen zur Selbstreflexion. Die tragen den Tod in sich, wie wir sehen.

    • @ Veganislove

      Ich halte das sogenannte ‚bedingungslose Grundeinkommen‘ nicht ansatzweise für eine gute Idee.
      Es wäre vielmehr die Zerstörung des Sozialstaats.
      ‚Bedingungsloses Grundeinkommen‘ würde Reichen, die nicht arbeiten, Sozialhilfe hinterherwerfen, die von Ärmeren, die arbeiten zwangsweise via Steuern eingezogen würde.
      Außerdem wäre es nur eine pauschale Geldsumme, für alle gleich, und somit nicht ausreichend, wenn z.B. jemandem, der wirklich bedürftig ist, die Miete erhöht würde.

      ‚BGE‘ wäre für wirklich Bedürftige auf existenzbedrohende Weise schlechter als das jetzige System.

      Der Grund, warum im ‚BGE‘ eine Pauschale ausbezahlt würde statt flexibel an die Miethöhe angepasste Leistungen wie im jetzigen System, ist exakt der, dass das ‚BGE‘ Sozialleistungen auch an Reiche ausbezahlen will.
      Denn bei Reichen kann man ja gar keinen Bedarf ermitteln (es ist ja keiner da, der Bedarf wäre 0). Die ‚BGE‘-Lobby will aber ihrer reichen, nicht arbeitenden Klientel unbegründet Sozialleistungen zukommen lassen, also macht sie eine Pauschale daraus, ohne jede Rücksicht auf wirklich Bedürftige, denen das dann nicht mehr reichen würde.

      Wenn eine Partei ‚BGE‘ befürwortet, ist sie für mich am diesem Moment unwählbar (siehe Piratenpartei).

  17. Zitat:
    ‚Neoliberalismus ist Krebs im Endstadium‘

    Was für ein Unsinn. Ich hätte gedacht, dass wenigstens Drewermann ein wenig diesbezüglich sein Hirn einschaltet.

    Die aktuellen NATO-Kriege und die aktuelle NATO-Bündnispolitik ist vieles, aber nicht neoliberal.
    In leichter Anlehnung an die Kampfrhetorik der sogenannten ‚Antideutschen‘ würde ich die aktuelle Bündnispolitik der NATO als monopolistisch und ‚verkürzt neokonservativ‘ und insbesondere ANTI-neoliberal bezeichnen.

    Ich erläutere einmal (auch für die Leser), was aktuelle Beispiele für neoliberale Politik sind und was nicht:

    NICHT neoliberal sind (Liste natürlich unvollständig):
    – die aktuell zahlreichen Bündnisse der USA mit diktatorsichen Islamisten
    – das Führen von Kriegen für ‚Rohstoffe‘ (genauer: für Monopolisten, die dann gerne den entsprechenden Markt für sich alleine hätten)
    – die Manipulation der Märkte durch ’starke Nationen‘

    Neoliberale Politik finden wir aber auch im Moment (Liste natürlich ebenfalls unvollständig)):
    – die Neuordnung des Energiemarkts in Deutschland, die die Energiewende (also die Hinwendung zu und Erforschung von erneuerbaren Energien) ermöglicht
    – die Aussetzung bzw. Abschaffung der Wehrpflicht – hingegen ist es eine Zumutung für junge Litauer, dass die rechtspopulistische Regierung dort WEGEN der sogenannten ‚Krise‘ mit Russland die Wehrpflicht wieder eingeführt hat – für diese Art Kriege darf NIEMAND zwangsverpflichtet werden!
    – die EU ist größtenteils neoliberal aufgestellt, insbesondere Deutschland in wirtschaftspolitischer Hinsicht. Daher ist Deutschland wirtschaftlich stark und die EU eine Friedensunion (die genuin neoliberale Politik der EU hat die jahrhundertelangen sinnlosen Kriege zwischen Ländern wie Deutschland, Polen, England, Spanien, Frankreich) dauerhaft und kategorisch beendet. Während die kommunistische Sowjetunion nichts dergleichen schaffte, z.B. Tschetschenien, Georgien (besonders sinnloser Krieg mit Russland)
    – Da die leider derzeit bei der NATO-Politik führenden US-Thinktanks aber ganz andere Politik wollen als die neoliberale EU-Politik, aber andererseits die EU in keinster Weise wie Libyen oder Somalia einfach ausschalten können, haben die Vertreter der US-‚Teile-und-Herrsche‘-Kriegslobby für die EU Worte wie ‚F… the EU‘ (US-‚Offensivdiplomatin‘ Victoria Nuland, mit dem Drahtzieher des ‚Falken‘-Thinktanks ‚Project for a New American Century‘ Robert Kagan immerhin verheiratet). Denn die EU setzt andere Politik um als die es sich wünschen, jedenfalls für ihre Mitgliedsstaaten.

    So sieht es aus – da kann man noch so sehr das Wort ’neoliberal‘ zum FALSCHEN Feindbild erklären wollen.
    Ich habe wirklich kein Verständnis dafür, dass die Neocons und sogar deren Kriegstreiber-Fraktion derart unberechtigt von jeder Kritik verschont werden und dafür Neoliberalismus gebasht wird, obwohl man mit der eindeutig antiliberalen Außenpolitik der USA unzufrieden ist – oder so – aber: die Sprache ist frei.
    Übrigens ist Christentum nach meiner Auffassung eine liberale Religion.

    • PS:
      Noch eine Anmerkung:
      ‚für diese Art Kriege darf NIEMAND zwangsverpflichtet werden!‘
      Ich bin generell gegen alle staatlichen Zwangsdienste. Ich bin aber insbesondere der Meinung, dass die aktuelle Schieflage der NATO erst recht gegen die Wehrpflicht spricht (ich bin aber auch ’so‘ dagegen).
      Die Vorstellung, dass junge Leute über die Wehrpflicht zwangsweise zu Spielbällen der Politvorstellungen von Lobbyisten wie Kagan/Nuland oder Brzezinski gemacht werden, geht MIR jedenfalls eindeutig zu weit.
      Genau das amcht aber z.B. Litauen, da es jetzt wegen der NATO- und Russland-Politik den Zwangsdienst eingeführt hat.

      Es ist ein schlechter Witz, wenn Wehrpflichtbefürworter behaupten, dass man durch diesen grundrechtswidrigen Zwang etwas ‚demokratisieren‘ könnte. Ganz im Gegenteil: Sowas wie diese Wehrpflichteinführung wird von der Kriegslobby als Signal verstanden, dass sie mit ihrer Politik ‚ankommen‘. Und die NATO hört kein bißchen bei ihrer Planung auf litauische Wehrpflichtige, alleine die Vorstellung dessen finde ich absurd.

    • @ Michael Kanellos: “ sinnlosen Kriege“

      Aus der Sicht des Strategen George Friedman waren weder der Erste Weltkrieg noch der Zweite Weltkrieg „sinnlose Kriege“. Sondern der Sinn dieser Kriege war und ist der: Die Weltherrschaft der Angloamerikaner zu ermöglichen.Damit ein Europäischer Staatenbund inklusive Russlands keine Konkurrenz für dieses Imperium wird, fördern sie diesen Bundesstaat Eurozone und trennen diese Zone von Russland.

      „Uebrigens ist Christentum nach meiner Auffassung eine liberale Religion.“ Wenn wir es denn hätten ! Wir haben kein Christentum sondern ein Kirchentum. Und was den Katholizismus inklusive Jesuitismus betriffft, so ist das der organisierte antichristliche Geist-Despotismus. Die machen mit dem angloamerikanischen Freimaurertum gemeinsame Sache. Deren Aufgabe ist die Abschaffung der Geistesfreiheit, und die Aufgabe der Logen ist die Abschaffung der wirtschaftlichen Freiheit.
      Dafür trennen sie diese Eurozone vom russischen Markt. Und um die Geistesfreiheit abzuschaffen, haben diese Globalisierer einen Jesuiten ins Amt des Papstes gebracht.

      Wirkliches Christentum ist vielmehr als eine Religion, es ist eine Synthese aus Wissenschaft, Kunst und Religion.
      Es will diese drei Bruchstücke wieder zu einer neuen Mysterienhochschule zusammenfassen, zu der jeder einzelne Mensch Zutritt hat. Zu den antiken Mysterienhochschulen hatten nur die Kreise um die Machthaber Zutritt, nicht jedoch das Volk. Christlicher Impuls zur Erneuerung ist der, auch dem Volk die Erlangung der höheren Weihen zu ermöglichen. Gerade das wird aber durch den Dogmatismus samt der Frageverbote – Dogmen gelten als nicht hinterfragbar – verhindert. Frageverbote sind Denkverbote.
      Und solche Denkverbote passen gerade denjenigen gut in deren Konzept, die der Eurozone verbieten wollen, mit Russland Handel zu treiben, die also Europa wirtschaftlich entmündigen wollen, damit sie selber hier billige Lohnsklaven haben können.
      Wenn Drewermann sich auf Marx beruft und indirekt eine Art Sozialismus befürwortet, dann ist das gerade Wasser auf die Mühlen der Globalisierer, die einen neuen Staatskapitalismus anstreben. Denn die brauchen beides: Einen Sozialismus in Europa, wo sie billig arbeiten lassen können. Und einen Kapitalismus bei sich, der denen dazu dient, die Staaten der anderen Völker zu unterjochen.

    • @ Michaela

      Wenn ich von den sinnlosen und verheerend-zerstörerischen Kriegen zwischen europäischen Mächten spreche, meine ich gerade nicht nur die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts. Sondern ich meine die jahrhundertelange europäische Geschichte seit dem Mittelalter, in der Europa dauerhafter Kriegsschauplatz war. Die EU, die in wirtschaftlicher Hinsicht und in einigen wichtigen rechtlichen Punkten (offene Grenzen) wirklich neoliberale Politik realisiert hat, hat einen historischen Fortschritt diesbezüglich gebracht.
      Und auch bezüglich Russland ist die neoliberale Handelsfreiheit und Marktwirtschaft, die ja auch die angloamerikanischen Freimaurer und die Neocons nach außen hin (aber eben nicht unbedingt echt) vertreten, ein sehr wesentliches Argument insbesondere für den Frieden. Ich denke nicht, dass Russland rein politisch als Macht ein ’natürlicher Verbündeter‘ Deutschlands ist, aber in jedem Fall sind offene Grenzen und freier Handel zwischen Deutschland und Russland im Interesse sowohl der meisten Deutschen als auch der meisten Russen, und das sollte meines Erachtens zählen. Die US-amerikanischen Lobbyisten haben dagegen keine Argumente, denn sie können es sich nicht leisten, ihr formales Bekenntnis zur Marktwirtschaft (mit der manche von ihnen offenbar nur Konsumfreiheit für Reiche und Sonderregeln bezüglich Reisen für ihre Klientel und sich selbst meinen, das ist ‚verkürzter Neokonservatismus‘ und eben gerade kein Neoliberalismus!) aufzugeben.

  18. Nabend,

    das ist ein wunderbar verständnisbildender Zusammenschnitt von allem was derzeit aus dem Ruder läuft und zusammenhängt. Was für eine bewegende Rede, die mich wieder wütend werden lässt auf das Zaudern meiner selbst und anderer. Die Menschen, die dort sitzen, sind mehrheitlich grauhaarige und nicht die, die es angehen sollte. Wo sind dort die jungen Menschen, deren Zukunft auf dem Spiel steht. Es ist im Prinzip klar, dass wir in einer Sackgasse auf ein totes Ende zurasen, das wir schon gut sehen können und doch nicht den Fuß vom Gas nehmen können. Es ist, als ob wir kein Kontrolle über unsere Hände und Arme hätte. Das Ausklinken aus einem ausbeuterischen System bedeutet, dass wir uns klar darüber werden könnten, dass die Art und Weise wie wir konsumieren, arbeiten und gesellschaften sich radikal umändern sollte . Unser Leben wird sich in vielen Dingen wieder an dem Leben orientieren können , was unsere Vorfahren gelebt haben, die vorindustriell aufgewachsen sind und vielleicht kann es uns gelingen manche der sinnvolleren Errungenschaften zu bewahren, die der Kapitalismus uns gebracht haben. Der Kapitalismus ist ja durchaus ein Innovationsbeschleuniger, der uns manche Dinge eingebracht hat, die uns das Leben einfacher gemacht haben. Die Frage ist nur, was davon in einer alternativen Zukunft überleben darf und kann und wann die Angst der Menschen vor der Gegenwart größer wird als die Angst der Menschen vor der Zukunft.

    • Wo sind dort die jungen Menschen, deren Zukunft auf dem Spiel steht.

      die unterhalten sich auf Facebook und/oder twitter mit ihrem nigelnagelneuen iphone 68xyz welches Topmodel das schärfste ist und wo sie am Wochenende hin saufen gehen.

  19. Top Vortrag! Und bitte nicht die aktuelle Kriegstreiberei „Westeuropa gegen die bösen Russen“ vergessen, da scheint für „einige auf der fernen Insel“ die Lösung des ganzen Desasters zu liegen.

  20. Alleine diese Stimme, so ruhig und so klar. Einer der besten Vorträge, die ich in meinem Leben gehört habe. Sowas gibt es nur bei KenFM. Interessant ist, dass ZDF, ARD und Co. es nicht mal annähernd schaffen auf dieses Niveau zu kommen. Dort arbeiten Akademiker und gut ausgebildete Menschen. Sie haben ein Budget in Millionen bzw. Milliarden jährlich zur Verfügung. DANKE liebes KenFM Team.

  21. Eine Schande das Drewermann im öffentlich finanzierten Medien nicht zu Wort kommt. Eine solche Persönlichkeit sollte als einer der wichtigsten Geister unserer Zeit gehör finden. Wenn ich bedenke welche x-belibigen „Meinungsvertreter“ ihre uninspirierten verbalergüsse zu jedem erdenklichen Thema in unzähligen Talkshows preisgeben, und solchen Köpfen wie Drewermann bleibt im Öffentlichen wenn überhaupt eine Statistenrolle.

  22. Ging mir auch so. Es musste in einem Rutsch durchlaufen. Auch wenn vieles bekannt ist, die Zusammenfassung wirkte beängstigend für mich.

    @dersouveraen: „was sollen wir dagegen Unternehmen“

    Kleine Schritte wären ja schon besser als nichts. Einen richtig großen Schritt könnte ich mir so vorstellen, dass weltweit jegliche spekulativen Negativ-Geschäfte geächtet würden. (Wohl eine Sache für die UN, wozu gibt’s den Laden)
    Also insbesondere Wetten auf Lebensmittel, Wasser(!) usw.
    Da vermute ich aber jetzt schon den Aufschrei aus der Wall Street.

    Die Winzlinge der Wasser-Privatisierungs-Leute z.B. müssten mal eine Vorlesung besuchen, um zu begreifen, woher das Wasser überhaupt kommt. Der eigentliche „Eigentümer“ entzieht sich deren Begriffs-Vermögen. Ist aber recht schlicht: Das Universum.

    • “ (Wohl eine Sache für die UN, wozu gibt’s den Laden)“

      Deswegen Frage ich ja was sollen WIR – also Du und ich – Unternehmen.

    • Was „wir“ tun können, ist bescheiden, aber in der Summe wirkungsvoll.
      Allein dass obiger Beitrag existiert und wir hier darüber diskutieren wird von anderen gehört und (hoffentlich) aufgenommen. Stichwort Schneeball-Effekt. Insofern hat KenFm dafür ein Menge getan.
      Gesellschaftliche Veränderungen gingen selten schlagartig und von einem einzelnen aus.
      Dazu zähle ich auch Dinge, die wir NICHT tun sollten. An oben genannten Spekulationen beteilige ich mich eben NICHT. Und generell lasse ich auch kein Geld für mich „arbeiten“.

      Aus der Geschichte gibt’s ja die Anekdote „Und außerdem bin ich dafür, dass Karthago zerstört wird“, also dran bleiben.

    • @Der Souverän
      Warum schreibst du 2 x „Unternehmen“ statt „unternehmen“? Steckt da eine verborgene Botschaft drin, war es ein freud’scher Versprecher oder nur ein Versehen?

    • „Was „wir“ tun können, ist bescheiden, aber in der Summe wirkungsvoll.“

      Da habe ich aber ganz doll Zweifel. Das wäre möglich wenn es sich um EINEN Mißstand handelte.

      Wir haben aber nicht nur permanente Mißstände, sondern eine irgendwie eingebaute Potenzierung der Mißstände. Das heißt, soviel Volk ist gar nicht da, um pro Gruppe sagen wir mal hunderttausend Menschen, je einen Mißstand anzugehen. Außerdem verhält sich das mit den Mißständen wie mit den Köpfen der Hydra.

    • “ Freiherr von Irgendwo sagt: 29. Mai 2016 at 18:23″

      Ich unterliege nicht den Restriktionen oder Bevormundungen eines Herrn Duden und wie sie alle heißen.

      Sprache ist lebendig und nicht in eine „Recht“schreibung zu zwängen. Insbesondere der Gebrauch von Lettern ist von Hause aus aufwändiger, zeitraubender und in (schnellen) Foren nur mit noch mehr Mühe farbig zu gestalten. Nonverbale Übertragung wird durch Duden-starre Regeln gleich nahezu ganz ausgeschlossen.

      Für mich ist der Gebrauch von Versalien ausschließlich – wie Satzzeichen auch – ein Stilmittel zum Zweck der Ausdrucksweise respektive Aufmerksamkeit, Gewicht und besserer Lesbarkeit.

      Ich bin weltweit der einzige Mensch der niemals einen „Recht“schreibfehler macht, weil das gar nicht möglich ist, weil mein Geschreibsel immer Kunst ist. Die kann man von super bis besch… finden, aber Fehler sind da nicht zu finden. Ich hatte das mal so ausgedrückt:

      Meine hintereinandergereihten Lettern sind immer künstlerischer Ausdruck, also Kunst, ein Kunstwerk und unterliegen somit nur einer Regel – Meiner.
      Das hat (manchmal) zur Folge, daß ich Sätze nicht – künstlich mittels Satzzeichen – zerhacke, weil ich will das der Leser sie flüssig durchliest, oder aus vielen anderen Gründen die sich i.d.R. für den Verstehenden aus dem Geschriebenen ergeben.
      Überhaupt gibt es für mich in Bezug auf Satzzeichen nur (M)eine Regel. Und die besagt das ich sie nur zu besserer Lesbarkeit, zu besserem Verständnis anwende – jedenfalls keinesfalls, weil irgendwer irgendwo irgendwann bestimmt hat, wo Satzzeichen wann und wie anzuwenden sind.

      Und ja, Unternehmen schrieb ich Versal, weil natürlich nur etwas verändert werden kann, wenn eine ausreichende Anzahl Menschen etwas UNTERNIMMT. Unternehmen darf dabei durchaus auch im Sinne der Unternehmer und Unternehmen wahrgenommen werden.

      Die Probleme die wir uns durch Geld schaffen sind Millionenfach größer als würden wir es abschaffen

    • @dersouveraen. Da komme ich nicht dran vorbei. Die „vielen Mißstände“ begegnen einem ja bereits im -lokalen- Alltag. Insofern muss ich Deine Zweifel akzeptieren.
      Einen Mißstand benennt Dr. Drewermann als global, dem schließe ich mich vorrangig an. Die nun sichtbar werdenden aus_dem_Ruder_ laufenden Nachteile des „Wachstums“. In jeder Hinsicht.
      Wachstum beim Vermögen.
      Wachstum in der Wirtschaft
      Wachstum des Wohlstands(?)
      nicht zuletzt das Wachstum der Bevölkerung (was man nicht direkt als „Nachteil“ nennen soll, aber auch aus dem Ruder läuft)
      Etwas anderes wächst auch, die Geschwindigkeit der Umverteilung von unten nach oben. Es kommt mir so vor, als ob dieser „Motor“ allmählich heiß läuft. Ich fürchte, diesen Motor kann man nicht anhalten. Da kann aber die Physik weiterhelfen. Zu heiß=Kolbenfresser.
      Hoffentlich bleibt es bei dieser vergleichsweise harmlosen „Bereinigung“
      Beispielsweise würde ein koronaler Massenauswurf (gar nicht so selten) unserer Frau Sonne uns vermutlich in die vorindustriale Zeit zurückwerfen. Das Wachstum würde nicht nur gestoppt, sondern brutal zurückgefahren. In einem solchen Fall würde der Uralt-Traktor meines Nachbars auf dem Feld noch funktionieren (na ja, solange noch Sprit da ist)

    • Diese kleinen – wenn auch in der Wirkung oft verheerend – Mißstände im Umfeld oder persönlich meinte ich auch nicht.

      Ich denke dabei schon an die großen Mißstände die in Anzahl und Wirkung noch weit verheerendere Aus-Wirkung entfalten (werden). Dagegen anzugehen ist nur mit schierer Masse an Menschen möglich die sich einig sind.

      Wenn man da auf UNO, Politiker oder sonst irgendwelche Organisationen setzt, kann ich nur mit Keynes antworten.

      „Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das Gemeinwohl sorgen werden“.
      (John Maynard Keynes)

    • was wir dagegen ‚Unternehmen‘ (geklautes Stilmittel) können:
      wir ziehen alle nach Nepal um. dort gibt es einen Minister für Glückseligkeit.
      klingt doch vielversprechend, oder?

    • Zitat Der Souverän:
      „Ich bin weltweit der einzige Mensch der niemals einen „Recht“schreibfehler macht, weil das gar nicht möglich ist, weil mein Geschreibsel immer Kunst ist.“

      Diese Geisteshaltung ist genau meine Wellenlänge 😉

      Was ich mich fragte, als ich „Unternehmen“ last, war: Wie müsste ein Unternehmen aussehen, wie müsste es aufgebaut sein, um sowohl eine ausreichend große Marktmacht zu gewinnen und gleichzeitig die Ideale einer humanen Gesellschaft zu erfüllen?

    • Liebe Michaela,

      wenn die Stärke des Hanf ausschlaggebend für das BSG ist, dann ist Bhutan vielleicht nicht die erste Wahl.
      Ansonsten..

      LG
      Andi

    • Freiherr von Irgendwo sagt: 30. Mai 2016 at 09:28
      „Was ich mich fragte, als ich „Unternehmen“ last, war: Wie müsste ein Unternehmen aussehen, wie müsste es aufgebaut sein, um sowohl eine ausreichend große Marktmacht zu gewinnen und gleichzeitig die Ideale einer humanen Gesellschaft zu erfüllen?“
      ?

      Einfach – sehr sehr einfach. ??

    • Michaela sagt: 30. Mai 2016 at 09:33
      “ Wo wächst denn der stärkere Hanf ? In Bhutan oder in Nepal ?“

      Die stärkere Hanfpflanze wächst da wo der grünere Daumen am Werk ist. ?

    • @ bluProject @ Der Souverän: Lieber Andi, lieber Souverän,

      das stärkste Weed, was wir früher mal hatten, kam aus dem Kongo, und das Paradoxe war, dass das auch sogenannte „weibliche“ Blütenstände waren mit sogenannten „männlichen“ Samen drin. Man trennt das ja heute, doch dieses Kraut war stärker als das samenlose Zeugs späterer Zeiten.

      @ Der Souverän: Finde sehr interessant, was Du über diese Bananenpflanze mitteiltest. Dazu bewegt mich folgender Gedanke: Es gibt auch hunderte von Mitteilungen über Frauen, deren Männer oder Söhne im Krieg gefallen sind, wo die Frauen es spürten, wenn die geliebten Menschen starben. Z.B. blieben Uhren stehen zum Todeszeitpunkt. Oder es wurden Klopfgeräusche gehört zu dem Zeitpunkt usw.
      Die Seelen der sogenannten Verstorbenen – so Dr.Steiner – verlassen den festen materiellen Körper und gehen zunächst hinein in andere feste materielle Strukturen und können sich bemerkbar machen.
      Als mein lieber Vater verstarb, knallte eine Glühbirne durch und plötzlich funktionierte keines unserer Handys mehr, und auch das Festnetz – Telefon war „tot“.
      Es ist für mich denkbar, dass die Seele Deiner geliebten Frau sich auf diese Weise hat bemerkbar machen wollen.
      Wenn man von Verstorbenen träumt und der Verstorbene im Traum zu uns etwas sagt, müssen wir das umdrehen, um die Botschaft zu verstehen. Was er zu uns sagt, ist das, was wir zu ihm sagen und umgekehrt. Denn der Verstorbene hat keine eigenen materiellen Sprechwerkzeuge mehr und bedient sich unserer Gehirne und so weiter.
      Was wir im Traum ihm gegenüber fühlen, ist sein seelisches Empfinden. Eine Geste, die er macht, ist das, was wir ihm durch Gesten sagen. Und so weiter.
      Die Verstorbenen verlieren zuerst das Gedächtnis für Substantive, wie „Baum“ usw. Mein Vater erschien mir im Traum und bewegte seine Kiefer hin und her. Ich meditierte über den Begriff“Kiefer“ und fand heraus, dass ein Baum im Garten, eine Kiefer das Haus bedrohte. Die war innen marode und wäre beim nächsten Sturm aufs Haus gefallen.
      Musste gefällt werden. Deine Frau hatte den supergrünen Daumen und war sehr mit Pflanzen verbunden.
      Vielleicht hat sie Dir zu verstehen gegeben, die Pflanze zu giessen ?

    • @Der Souverän

      „Die stärkere Hanfpflanze wächst da wo der grünere Daumen am Werk ist. ?“

      Ich bin wirklich kein Ökologieexperte. Zu meiner Yuccapalme habe ich die Anweisung „mässig giessen und halbjährlich etwas Dünger ( 1 Tütchen) hinzu geben“ mitbekommen. Irgendwann ging es ihr garnicht mehr gut. Der Ortswechsel von der Wohnung in die Werkstatt nebenan half nicht, also wieder zurück und weniger gegossen. Hat auch Nix gebracht. Also hab´ich ihr den Dünger erspart und jetzt geht´s der kleinen Palme richtig gut. Scheinbar gibt es Parallelen zwischen der Pharma,- und der Düngemittelindustrie.

      Nur ein Beispiel vielleicht, aber Du liegst wohl absolut richtig.

    • @ Der Souverän: Was kann man selber unternehmen ? Kontakte zu Russland aufbauen, vielleicht Städtepartnerschaften, private Kulturzentren aufbauen. Russisch- Deutsche Freundschaft pflegen und ausbauen.
      So weit machbar, auch wirtschaftliche ökonomische Strukturen dieser Art gestalten.
      Friedliche Strukturen. Pflege von kulturellem Austausch.
      Also das Gegenteil von dem, was Brüssel und Merkel planen.

    • @Michaela

      Warum glaube ich nicht, dass Du glaubst, Brüssel oder gar Merkel hätten ausreichend Intellekt oder sogar Macht, irgendetwas selbst zu planen. Die Gesichter der „Planer“ kennen wir garnicht.

      Ansonsten dáccord und ist auch neben anderen Sachen, soweit möglich, was ich mache.

    • Michaela sagt: 30. Mai 2016 at 13:01
      „Was kann man selber unternehmen ? Kontakte zu Russland aufbauen, vielleicht Städtepartnerschaften, private Kulturzentren aufbauen. Russisch- Deutsche Freundschaft pflegen und ausbauen.
      So weit machbar, auch wirtschaftliche ökonomische Strukturen dieser Art gestalten.
      Friedliche Strukturen. Pflege von kulturellem Austausch.
      Also das Gegenteil von dem, was Brüssel und Merkel planen.“

      Ich soll also das machen was mir Spaß macht und ich sowieso mache. Das ist gut, damit „erreiche“ ich zwar für mich etwas, aber auch nicht wirklich mehr.

    • @ BluProject: „Warum glaube ich nicht, dass Du glaubst, Brüssel oder Merkel hätten ausreichend Intellekt oder sogar Macht, irgendetwas selbst zu planen.“

      Weil Du und ich im Glauben vereint sind, dass das Marionetten der Hochfinanz sind. Und deren Visagen kennen wir nicht, weil die das Licht der Oeffentlichkeit scheuen. Deren Vermoegen sind so gigantisch gross, dass George Soros, zweistelliger Milliardär wenn ich nicht irre, dagegen ein Bettler ist.
      Und ich bekenne, da auch innerlich etwas „zerrissen zu sein“ denen gegenüber, weil einerseits das Gefühl da ist: Die wollen die Freiheit nur für sich selbst und ihre Familienclans. Und andererseits ist da das Gefühl: Chapeau ! Die haben es als Private geschafft, sich nicht nur den Kaisern und Königen und Politikdarstellern unserer Zeit gegenüber zu emanzipieren, sondern die haben sogar geschafft, diese Kreise ganz in ihrem Sinne zu dressieren.
      Reife Leistung !

    • Diese anerkennende reife Leistung sollte sich sehr schnell relativieren, wenn man die Umstände betrachtet unter denen diese enormen Geldmengen geSCHAEFFLERt wurden.

      Ich denke man kann mit Fug und Recht GENERELL behaupten: Kinder-Leichen pflasterten ihren Weg.

    • BluProject sagt: 30. Mai 2016 at 11:59
      „Ich bin wirklich kein Ökologieexperte. Zu meiner Yuccapalme habe ich die Anweisung „mässig giessen und halbjährlich etwas Dünger ( 1 Tütchen) hinzu geben“ mitbekommen.“

      Monsanto für die Heimpflanzen – jetzt bitt ich Dich. Wenn meine Pflanzen signalisieren das sie Dünger brauchen, uriniere ich in die Gießkanne und fülle sie mit Wasser auf.

      „Flüssiges Gold

      Unser Körper ist eine wunderbare Stofftrennungsanlage, die einerseits energiearme und kohlenstoffreiche Feststoffe sowie andererseits energiereiche und kohlenstoffarme Flüssigkeiten ausscheidet. In der Flüssigkeit sind sämtliche Mineralien, Spurenelemente, Hormone und Gifte enthalten, die wir vorher zu uns genommen haben und mit denen der Körper nichts mehr anfangen kann.

      Dieser Stoff ist viel zu wertvoll, um ihn einfach im Klo runterzuspülen, denn er enthält u.a. die drei Hauptnährstoffe, welche Pflanzen zum Leben benötigen: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Darüber hinaus enthält Urin verschiedene Aminosäuren, Hormone, Vitamine (sic!) und Spurenelemente, welche essentiell für ein gesundes Pflanzenwachstum sind.“

    • @Der Souverän

      „… unter denen diese enormen Geldmengen geSCHAEFFLERt wurden.“

      Ja; QUANDTEN ist, Zwangsarbeiter mit allen Folgen für deren Leib und Leben zu „benutzen“ und später kann man die Kohle dann verKLATTEN und mit ´nem Bruchteil davon wohltätig eine Stiftung gründen.

      Pack sag´ich nur

    • @ Der Souverän: “ Kinder – Leichen pflasterten ihren Weg.“ Dann doch lieber sich mit dem zufriedengeben, was man hat, als zu dem Preis sich das Karma zu versauen…DAS ist eben der Punkt, wo die die Freiheit (leben zu dürfen usw.) nur für sich wollen. Will`s mal vorsichtig formulieren: Das sind Kreise, die über das Alte Testament noch nicht hinausgekommen sind.
      Und bei Testamenten ist solange das alte wirksam, bis ein neues öffentlich als wirksam erkannt wurde, und genau das verhindert der Jesuitismus im Verbund mit staatlichen Schulen. Dass für unsere Zeit ein Neues Testament die neuen Rechtsverhältnisse und Besitzverhältnisse erkennbar machen kann. Z.B. “ Erbschuld“ bzw.“Erbsünde“.
      Wenn Herr Meier im jahr 1998 ein Testament zugunsten von Frau Kunze machte und später im Jahr 2000 dann alles dem Herrn Hinze vermachte, dann ist das aktuellere Testament rechtswirksam. Nur wenn man es geheim hält oder dessen Inhalt mit dem anderen Testament so vermischt, dass nur das alte gilt, kann Frau Kunze erben.
      Will sagen: Wenn wir Christen nicht uns auf diese Erneuerung berufen, werden diejenigen uns verdrängen, die dem Alten anhängen. Vorsichtig gesagt: Christen sind das nun nicht, die die Georgia Guidestones aufstellten und gemäss dem alten Testament andere Völker als minderwertig bezeichnen.

    • Michaela

      Das ganze Biotop Erde ist ein auf Fressen und/oder gefressen werden aufgebautes unveränderliches, blutiges, immerwährendes Schlachtfeld. Dieser Fakt ließe sich nur ändern, wenn auch noch das letzte Bärtierchen vernichtet würde.

      Tja, und einige sehen das wohl ganz nüchtern, ziehen ihre scheinbar logischen Schlüsse daraus und handeln dementsprechend.

    • @ Der Souverän

      Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Einfach muss es sein. Wie wär’s mit:

      RECONQUISTA eG – Genossenschaft zur Rückeroberung unserer Souveränität

      Oder als Gegenentwurf zur ICH AG:

      WIR eG – Wir unternehmen Zukunft

      Oder als Alternative zum Parteiensystem:

      STATTPARTEI eG – Dein Mitgliedsbeitrag ist bei uns besser aufgehoben

      Oder etwas für notleidende Unternehmer:

      SCHEINKOHLE-ABBAU eG – Genossenschaft zur Förderung der Realwirtschaft

    • Habe auf die Schnelle nichts dazu gefunden. Sind das Kreationen von Dir? Es geht von der Wortschöpfung, vom Wortsinn her alles in die Richtige Richtung – RR sozusagen. 🙂

    • @ Freiherr von I.
      „SCHEINKOHLE-ABBAU eG – Genossenschaft zur Förderung der Realwirtschaft“
      Volle Punktzahl! Meine Stimme zum Vorsitzenden haben Sie. Darüber hinaus der zweitbeste Kalauer des heutigen Tages. Um wieder ernster zu werden:

      @Souverän „Das ganze Biotop Erde ist ein auf Fressen und/oder gefressen werden aufgebautes unveränderliches, blutiges, immerwährendes Schlachtfeld“

      Damit habe ich schon länger ein Problem. Wenn man sich der Tierwelt als unvoreingenommener Beobachter nähert, findet man das milliardenfach bestätigt: Tier A frisst Tier B. Und WIE da getäuscht und getrickst wird, um Beute zu machen.
      (Ok, Manche Tiere fressen Pflanzen. Nun weiß ich aus dem Biologieunterricht, dass Pflanzen auch Lebewesen sind, das nur der Vollständigkeit halber)

      Ich bin doch gar nicht in der Position, die Evolution dahingehend zu kritisieren, dass Tier(!) B von Tier(!) A gefressen wird! Soweit, so merkwürdig.

      Bringen wir den Menschen ins Spiel. Die Schöpfungsgeschichte in der mir bekannten Religion besagt, man möge sich die Erde „untertan“ machen (Schon an dieser Stelle stolpere ich: Es war nie die Rede davon, ANDERE Menschen sich untertan zu machen, was aber tagtäglich zu beobachten ist)
      Im weiteren Verlauf schüttelte „Gott“ den Kopf und meinte „SO NICHT“. Daraufhin wurde ein „Handbuch“ herausgegeben: Die 10 Gebote.
      Wenn’s hoch kommt bin ich nur an Weihnachten in der Kirche, aber DAS Ding ist echt gut zu gebrauchen !! Da steht NUR Sinnvolles drin !! Ganz nebenbei wird durch #5 auch verhindert, dass wir uns gegenseitig fressen, was unsere Beobachtung der Tierwelt relativiert. (In DE gibt es sogar eine Partei, die das „C“ im Namen hat. Die müssten doch das Handbuch auswendig herunterbeten können ?!?)
      Eventuell wäre das auch ein Anfang, das Handbuch mitzuführen und sein Handeln danach auszurichten. Aber Vorsicht, damit meine ich UNS ALLE! (Nicht etwa auf die anderen zeigen, die haben das Handbuch nämlich auch…)

      P.S. Ausgerechnet die Amerikaner waren es, die fast die ganze Menschheit mit Apollo 8 durch Lesung aus der Schöpfungsgeschichte am Weihnachtstag 1968 für wenige Momente einte und bewegte.
      Daran ändert auch die Meinung von SPIEGEL ONLINE nichts, die das ganze als „Kitsch“ abtaten .
      ( http://www.spiegel.de/einestages/weihnachten-in-der-apollo-8-a-946944.html )
      Und wenn es zehnmal „Propaganda“ war, das Universum lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.

    • @ Der Souverän

      Diese nicht toternst gemeinten Beispiele dienten nur der Veranschaulichung. Eine derartige Genossenschaft bräuchte einen Daseinszweck, den die meisten Menschen mit Freude unterstützen könnten; der den Rahmen nicht zu eng, aber auch nicht zu weit steckt und der darüber hinaus erfolgverheißend genug ist, um nicht als utopisch empfunden zu werden. Der Name hingegen könnte durchaus nach Utopia klingen. Denn wenn das Unternehmensziel realistischer anmutet als der Name vermuten lässt, wirkt Utopia zum Greifen nah. Z.B.: HUMANUTOPIA eG – Mach(t) die Zukunft lebenswert.
      Unter dieser Klammer müssten dann natürlich konkrete Teilziele formuliert werden, um das Ganze mit Leben zu füllen.

    • Ja war schon klar. Viel wichtiger ist das überhaupt mal einer darüber nachdenkt…

    • Ron B. sagt: 30. Mai 2016 at 21:29
      „Darüber hinaus der zweitbeste Kalauer des heutigen Tages.“

      Welcher war denn der beste Kalauer des Tages?

      Das ist halt so – das Ding nennt sich Nahrungskette. Und der Mensch steht halt am Ende selbiger. Abgesehen von der Made, die einerseits ziemlich weit unter steht, andererseits über dem Menschen.

      In der Bibel steht sogar der Mensch soll nicht über den Menschen herrschen. Aber wer beruft sich denn heute noch ERNSTHAFT auf die Bibel oder die 10 Gebote. Schließlich ist es auch witzlos sich auf das Grundgesetz zu berufen.

    • @ Souverän: „Welcher war denn der beste Kalauer des Tages?“

      Das war Ken Jebsen im Gespräch mit Peter König, was ich heute erstmals sah/hörte.
      „Sollten wir nicht die paar Reichen in einen Safe stecken und warten wie sich das entwickelt …als AKTIE“….
      ( https://kenfm.de/kenfm-im-gespraech-mit-peter-koenig/#comment-92916 ) ab Zeitindex 2:00:00

      Das Gespräch war für mich bedrückend aber an dieser Stelle DER Knüller.

    • @ Freiherr von Irgendwo: “ STATTPARTEI eG Dein Mitgliedsbeitrag ist bei uns besser aufgehoben.“

      Das ist wirklich eine konstruktive Idee, wenn man sie mit der privaten Gründung einer Hochschule verbindet, die völlig frei ist gegenüber den Parteien der Politik. “ Freiherr von Irgendwo-Hochschule“. Jeder Einzahler ist Anteilseigner.
      Diejenigen Professoren der staatlichen Hochschulen, die als „Verschwörungstheoretiker“ abgekanzelt wurden, könnten da ein neues Betätigungsfeld finden. Crowdfinanziert.
      Man könnte sich fragen, ob es eine Lobby gibt, die derzeit durch die freiheitsfeindliche Politik arg gebeutelt ist und in der Mitfinanzierung einer Freien Hochschule die Chance sieht, den eigenen Ruf zu verbessern.
      Da wäre solches soziales Engagement eine WERBUNG für diese Lobby. Sie müsste ganz abgekoppelt sein von der Rüstungsindustrie und ihr müsste die gewöhnliche Werbung verboten sein.
      Nun höre ich schon geistig manche schreien: Neiiiin ! – wenn ich erwähne, welche sehr reiche Lobby ich meine !
      Gemeint ist die Tabaklobby.
      Die verdienen eher an der Friedenspfeife als an Bomben und Tellerminen. Und die leiden unter einer Wettbewerbsverzerrung im Vergleich zur Lobby der Schnapsnasen, an deren Rausch-Gift Alkohol per anno Zigtausende sterben, denen aber die Werbung selbst bei Autorennsport nichtmal verboten ist.
      Man könnte der Tabaklobby wissenschaftliche Argumente geben: Der Plazeboeffekt beweist, dass Warnhinweise selbst dann negative reale, messbare Symptome verursachen, wenn gar kein realer Wirkstoff gegeben wird !
      Warnhinweise wirken also auch dann, wenn vom Stoff keine Wirkung ausgeht. Warnhinweise auf Tabak sind also mindestens genauso gefährlich, wie das Rauchen allgemein sein soll. Doch jeder Mediziner weiss, dass es Allergiker und Nichtallergiker auf alle möglichen Dinge gibt, z.B. auf Nüsse usw.etc. Verträglichkeit des Rauchens ist immer individuell. Exkanzler Schmidt rauchte Jahrzehnte lang Kette und wurde fast hundert Jahre alt.
      Diese Politik weiss sehr genau, dass Suggestionen selber wirken. Sie lässt zu, dass Werbung für das Militär gemacht wird und will die Menschen am Konsumsektor entmündigen.
      Es ist an der Zeit, einmal wissenschaftlich über diese geistigen Dinge nachzudenken. Ueber materielle Dinge haben wir nun lange genug nachgedacht. Der Plazeboeffekt beweist, wie einseitig der Materialismus doch ist.

      Parteien verwalten die Staatsschulen, an denen nichts weiter als Materialismus gelehrt wird. Man könnte den von diesen Parteien und deren Bildungssystem Ent-täuschten eine Alternative in Aussicht stellen.
      Wenn die Summen, die vorher an Parteien flossen, bei uns ankommen, bauen wir einen Damm, damit sich das bei uns sammelt. Wir ver-dammen ! Als unser LOGO könnte der BIBER taugen. Der baut einen DAMM und hat BISS.
      Der baut Burgen. Umgeben von Wassergräben. Thema „Zugbrücke“ !

    • Michaela / Freiherr

      Sehr gut – weiter so.

      Und wenn sich eine kleine ! homogene ! verlässliche ! Gruppe gebildet hat, DANN sage ich wie das alles sehr einfach umzusetzen ist.

  23. Heute habe ich Eugen Drewermann zum ersten Mal gehört. Der Mann ist ein Phänomen. Ein langer, lebendiger und inhaltsreicher Vortrag ohne Skript vorgetragen. Respekt! Das hat mir gefallen. Meine kleinen grauen Zellen haben wieder viel Arbeit bekommen. Danke dafür Eugen Drewermann.

  24. Man hört ihm ja gerne zu dem lieben Eugen, obwohl auch er nichts neues oder gar unbekanntes erzählt. Aber er pflegt seinen eigenen Stil, der es schwer macht nicht in einem Rutsch durchzuhören.
    Zuhören leicht gemacht. Dennoch stellt sich mir eine Frage:

    Und was sollen wir dagegen Unternehmen?

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