KenFM im Gespräch mit: Eugen Drewermann

Eugen Drewermann ist das Gegenteil eines Menschenfeindes. Er spricht selbst über die, die ihn verraten und verkauft haben, nicht abfällig, und das sind eine Menge Leute. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sind waren und sind Teil einer Struktur, in der weniger der Einzelne und sein Tun zählt, sonder mehr seine Position in der Machtpyramide und sein Unterlassen.

Drewermann prangert vor allem das Unterlassen an. Das Unterlassen von Mitgefühl. Das Unterlassen von Widerstand. Das Unterlassen von Wahrhaftigkeit.

Wir leben in einer durch und durch korrumpierten Welt, in der jeder für sich, mehr oder weniger, versucht, sich über Wasser zu halten. Immer mehr Menschen sind bereit, dafür andere untergehen zu lassen, aus Angst, sonst als nächstes an die Reihe zu kommen. Dieses System trägt den verharmlosenden Namen Marktwirtschaft und gibt vor, demokratisch zu sein und sich um das Wohl der Massen zu bemühen.

In Wirklichkeit herrscht eine kleine Elite über den großen Rest, indem sie verkündet, die Massen wären in Kern identisch. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die größte Gemeinsamkeit aller Menschen ist ihre Individualität. Individualität und Profit beißen sich, denn nur wenn man uns alle gleich macht, kann eine Macht die Massen gleichmäßig und damit global unterdrücken.

Das System ist perfide, schmeckt süß und glänzt in den buntesten Farben, aber es kommt nicht ohne Gewalt aus. Gewalt nach Außen, Gewalt im Inneren. Systemgewalt. Jeder, der diese Mechanik erkannt hat und laut ausspricht, wird vom System attackiert und isoliert. Man versucht, an ihm ein Exempel zu statuieren, indem man zum Beispiel alles dafür tut, um die wirtschaftliche Situation zu zerstören. Die physische Vernichtung wird bei diesen Machtspielchen billigend in Kauf genommen, um nicht zu sagen – erwünscht.

An Eugen Drewermann haben sich schon unzählige Personen die Zähne ausgebissen. Der Theologe und Kirchenkritiker ist aber unkaputtbar. Als Psychoanalytiker kennt er sich aus mit dem menschlichen Verstand, als Priester hat er gute Verbindungen nach ganz Oben. Der Autor Drewermann ist aber alles andere als entrückt. Im Gegenteil. Er weiß bis ins letzte Detail, was Sache ist. Ob NATO-Übung oder Geldsystem, Neoliberalismus oder Propagandatechniken der Massenmedien, Eugen Drewermann ist ein wandelndes Archiv. Ein Beobachter und Analyst.

Mit ihm zu sprechen war eine echte Herausforderung, denn seine Antworten dauern mitunter 15 Minuten und bauen Gedanken zu komplexen Gebäuden, die, wenn sie schlüsselfertig vollendet wurden, dem Zuhörer Räume eröffnen, die dieser zuvor gar nicht kannte. „Sapere Aude“ könnte man die Begegnung mit diesem Denker zutreffend zusammenfassen. Wage es, weise zu sein.

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151 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Eugen Drewermann

  1. Lesenswert

    Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr. Abschied von einer Illusion
    Wolfgang Koschnick

    „Die Demokratie ist die Hure der freien Welt, bereit sich nach Wunsch an- und auszuziehen, bereit, die verschiedensten Geschmäcker zufriedenzustellen.“ – Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und politische Aktivistin

    Auf welchem Weg könnten Sie sich denn vorstellen, eine „Demokratie“ zu erstreiten, die diesen Namen auch wieder verdient? Was täte not?

    Ich fürchte, da besteht keine Hoffnung.
    Als die Bürger sich im 18. und 19. Jahrhundert gegen Absolutismus und Adelsherrschaft erhoben, verbanden sie mit der Forderung nach Demokratie den Menschheitstraum von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit nach Jahrhunderten der Ungleichheit, Unfreiheit und Unterdrückung. Dem privilegierten Adel setzten sie den Gedanken entgegen, dass ein politisches System nichts wert ist, wenn es nicht der größtmöglichen Zahl der Menschen das größtmögliche Glück bietet.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=32897

  2. @ Michaela

    Ich glaube an göttliche Gnade.

    An eine irdische Gerechtigkeit glaube ich nicht, weil das implizierte, eine Art von irgendeinem „Gottesstaat“ zu erbauen. Wenn Menschen sich anmassen, das zu versuchen, kommt Hölle im Ergebnis dabei heraus.

    Genau darum geht es. Gerechtigkeit ist das Gegenteil von Gnade.
    Ein Mensch, der mit „Mein ist die Rache, spricht der Herr.“ seine Sucht nach Gerechtigkeit unterdrückt, tickt fundamental anders als ich. Allerdings kann man mit solchen Menschen recht gut zusammenleben, solange sie nicht „Mein ist die Rache, spricht der Herr, und als Diener des Herrn müssen wir sie vollstrecken.“ sagen.

    • @ Streng Geheim schreibt u.a. „Gerechtigkeit ist das Gegenteil von Gnade.“
      Gerechtigkeit wäre, die – hoffentlich nur – englisch sprechenden Piloten, die für das Aus-
      bringung von Chemie in unserer Atmosphäre verantwortlich sind, zur Landung zu zwingen.
      Die Autraggebenden und die Ausführenden strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
      +
      Gnade wäre, wenn alle die jenigen, die aufrichtigen Herzens Einsicht zeigen, wesentlich
      milder abgeurteilt werden, als die jenigen, die ewig so weiter machen würden.
      Die dt. Flugwacht verhält sich genauso wie DU, STRENGGEHEIM!

    • Ich erinnere mich an eine Rede von Eugen Drewermann im Jahr 2002.
      Er sagte, dass die US-Regierung den nächsten Krieg „Infinite Justice“ nennen wollte, ihn dann aber, nachdem ihr Moslems gesagt hätten, dass unendliche Gerechtigkeit etwas sei, das nur Gott geben könne, „Enduring Freedom“ genannt habe. Drewermann sagte (aus meiner Erinnerung) „Bush bezeichnet sich als Christ. Aber es musste erst ein Moslem kommen, der ihm das sagt.“.

    • @Streng Geheim, ein Satanist denkt, er habe „unendliche“ Macht und doch
      weiß er, das es nicht so ist, die Dummen unter ihnen, bekommen es gesagt.

      Man schreibt bei https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Enduring_Freedom

      „Die Operation Enduring Freedom (OEF, englisch für „Operation andauernde Freiheit“)
      ist die erste und bisher einzige militärische Großoperation im Rahmen des von den Vereinigten Staaten ausgerufenen Krieges gegen den Terrorismus. Die Operation wird
      in vier Regionen durchgeführt: in Afghanistan, am Horn von Afrika, auf den Philippinen
      und in Afrika innerhalb und südlich der Sahara. Deutschland beteiligte sich militärisch
      mit Einheiten der Marine an dem Einsatz im Indischen Ozean. Die Beteiligung an der Teiloperation in Afghanistan wurde ebenfalls beendet. Dort stationierte Einheiten der Bundeswehr sind nur noch Teil der separaten ISAF-Truppen. Militärischer Hauptakteur
      der Operation Enduring Freedom sind die Streitkräfte der Vereinigten Staaten, jedoch nehmen viele Streitkräfte von Verbündeten der USA an ihr teil.
      Die Operation sollte ursprünglich „Operation Infinite Justice“ (engl. Operation unend-
      liche Gerechtigkeit) heißen. Nachdem muslimische Gruppen dagegen protestierten,
      weil aus islamischer Sicht Gerechtigkeit allein bei Allah anzusiedeln sei, wurde der
      Titel geändert.“
      +
      „“Nachdem muslimische Gruppen dagegen protestierten, weil aus islamischer Sicht Gerechtigkeit allein bei Allah anzusiedeln sei, wurde der Titel geändert.““

      Was fehlt zwischen “ Sicht Gerechtigkeit“?
      … unendlicher …

    • @Streng Geheim,
      was sagte George W. Bush am 14. Juni 2001 zum schwedischen Premierminister
      Goran Perrson, als er noch nicht bemerkte, daß eine Fernsehkamera noch lief!?!

      „Irre, daß ich gewonnen habe.
      Ich trat an gegen Frieden, Wohlstand –
      und gegen den Amtsinhaber.“

  3. @ DEUSSEMPERMAJOR: “ Sieh die ahrimanischen Kräfte als Prüfung auf dem Pfad des Selbst-Erkennens.“

    Da steht „Pfand des Selbst-Erkennens“. Meine, es sollte „Pfad“ sein. Ggf. mich korrigieren, ich halte es für einen Tippfehler, den wir wohl alle mal machen. Ja, wenn Hürden im Leben da sind, haben wir u.a. zwei Möglichkeiten. Wenn wir drüber springen, kann uns das kräftigen. Wenn wir lahmarschig immer nur den bequemsten Weg wählen, kann uns das Kraft wegnehmen. Das gilt selbstverständlich auch für das Denken. Wenn man nur immer geistig wiederkäut, was andere Vordenker einem als Gedanken – „Konserve“ servieren, wird man geistig träge. Wenn man sich etwas anstrengt, um Infos selbständig zu durchdenken und zu hinterfragen, wird man geistig flexibler und stärker. So gesehen sind die ahrimanischen „Hürden“ etwas, woran wir wachsen können.

    Selbsterkenntnissuche ist deswegen ein Problem, weil wir zumindest im gewöhnlichen Bewusstseinszustand mit dem Ich im Selbst drin stecken, ohne raus zu können aus diesem „Objekt der Erkenntnis“.
    Wenn das Ich dieses Selbst erkennen will, muss es diesem Objekt der Erkenntnis gegenüber frei sein, es von allen Seiten her erforschen zu können. Das Erkenntnis suchende Ich muss aus dem zu erkennenden Selbst rauskommen.
    Mit dem Begriff „Selbst“ meine ich den materiellen Körper samt materiellem Gehirn. Veranschaulichung: Denken wir mal nur zur Verbildlichung das Selbst als „Silber“ und das Ich als „Gold“. Solange das Ich im Selbst drin steckt, ist es eine „Legierung aus Silber und Gold“. Erst wenn wir mit einem Schmelztiegel das Ganze erhitzen, können wir das Gold aus dem Silber herauslösen. Das Silber wird zum „Spiegel“, an dem das Gold sich spiegelt. D.h., wenn das Ich aus dem Körper draussen ist, kann es sich an ihm spiegeln und so als Geist unter Geistern erkennen.

    Normalerweise kommt das Ich des Menschen erst dann aus dem materiellen Leib heraus, wenn der reale Tod eintritt.
    Das ist der Moment, wo wir dem Ahriman dasjenige zurückgeben müssen, was zur materiellen Erde gehörig ist.
    Unsere materiellen Leiber sind eine Leihgabe. Und für gewöhnlich ist der reale Tod dieser „Schmelztiegel“, der das Geistige und das Seelische aus dem Materiellen trennt. Doch es gibt auch die Möglichkeit, schon während des Erdenlebens das Geistige durch Meditationsübungen aus dem Körper herauszuziehen. Wenn das geschieht, kann das Geistige sich an dem Materiellen „spiegeln“ und so als Geistiges sich erkennen.
    Das setzt jedoch voraus, dass man das Selbst loswerden will, und das ist das Schwierigste überhaupt, weil alle Instinkte sich dagegen wehren, dass das Ich selbst-los wird im Sinne von Befreiung vom Irdischen,Materiellen, vom Körper, vom liebgewonnenen Erdendasein. Christus hat uns solche Selbstlosigkeit vorgelebt, die eine Voraussetzung zur Selbsterkenntnis ist.
    Und es bringt einen nicht sehr weit, wenn man mehr „zufällig“ im Leben per „klinischem Tod mit Reanimation“ aus dem Leibe rauskommt, weil der Körper einem entzogen wird und jemand so zu einem Wissen kam, das Christus einem per Gnadenakt schenkte. Das ist ein Wissen, das nicht durch eigene AKTIVITàT errungen wurde. Das ist, wie wenn ein Schüler eine Klassenarbeit schreiben muss und bekommt per Zufall die Ergebnisse schon vorher zu sehen.
    Ein Schüler, der sie NICHT vorher zu sehen bekam, der sich anstrengt, der aktiv wird, der erwirbt sich geistige Kräfte selber.

    Es ist aber auch beides möglich. Man kann per Nahtoderfahrung ein direktes Wissen bekommen und weiss hinterher. Es gibt eine wirkliche geistige höhere Welt, die ich mit wirklichen geistigen Schau-Organen habe sehen dürfen, wahrnehmen dürfen. Und man kann genau dadurch auch erkennen, wie man ohne gefährliche Mittel, die einen in den Nahtod brachten,
    MEDITATIV an sich arbeiten kann, um in das höhere Bewusstsein erneut eintreten zu können.
    Himmel und Hölle sind Bewusstseinszustände.
    Ahriman will uns das geistige Sehen, das Hellsehen durch materielle Hilfsmittel ermöglichen, so, dass wir uns dafür gar nicht anstrengen müssen. doch gerade das würde uns – wenn der reale Tod eintritt – um die Früchte betrügen, die es gilt, ins Nachtodliche mitzunehmen für das nächste Erdenleben. Diese Früchte sind die geistig-seelischen Kräfte, die wir uns durch Anstrengung per Meditation selber erarbeitet haben.
    Wer mit dem Drahtesel z.B. das Land Chile bereist, kommt zwar langsamer voran als jemand, der mit der Limousine sich kutschieren lässt. Doch er kräftigt seine eigene Muskulatur selber durch eigene Anstrengung ! Ganz anders der Lahmarsch, der sich kutschieren liess. Der kommt zwar rascher voran , nur wenn der da ist, hat der sich nicht aklimatisiert und japst nach Luft… Danke, DEUSSEMPERMAJOR, für den erhellenden Kommentar. Woher stammt Dein Wissen ?

    • Wenn Du nun die „ahrimanischen Kräfte“ aus dem heute umgangssprachlichen Wortschatz benennen solltest, wie würdest Du sie beschreiben?

    • Hallo Michaela,
      du schreibst u.a. „… es sollte „Pfad“ sein…“ und „Woher stammt Dein Wissen ?“.
      Danke, lieb von dir, „Pfad des Selbst-Erkennens“ genau!
      Ich befinde mich auf dem Pfad der Selbsterkenntnis.
      Ich befinde mich auf dem Pfad der Selbsterkenntnis.
      Ich befinde mich auf dem Pfad der Selbsterkenntnis.
      So sei es!
      Wissen?
      Dieses Lied, hat mich ganz besonders zur Wahrheit, zum Thema „Mitgefühl“ inspiriert.
      https://www.youtube.com/watch?v=vIWAH4Hy2SA

  4. Abgesehen von dem „Pythagoräischen Prinzip“, wonach wir niemals Freude und Liebe ernten können, so lange wir mit unserer Behandlung der Tiere die Saat des Leids und des Todes säen, hier noch etwas aus den Resultaten der aktuellen wissenschaftlichen Forschung(es gibt eine Studie, die online in „Proceeding of the National States of America“ veröffentlicht wurde und eine Studie der Universität Wien, die beide zu dem selben Ergebnis kamen, nämlich, dass eine vegane Ernährung das Beste für die Umwelt sowie für die menschliche Gesundheit ist. Zu der Wiener Studie hier einige Aussagen des Diplom-Physikers und Dr. der Lebensmittel-Wissenschaften Kurt Schmiedinger in einem Interview mit GEO:

    „Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass wir bis zum Jahr 2050 80% der Klimastabilisierungskosten -32 Billionen US-Dollar- sparen könnten, wenn wir auf die Nutztierhaltung ganz verzichteten“.

    „Jede Form von Fleischproduktion ist extrem ineffizient, was die Kalorienausbeute betrifft.“

    “ Wir verfüttern 40% der Weltgetreideernte und 85% der Sojaernte an Nutztiere-und produzieren daraus primär Exkremente. Unter dem Gesichtspunkt der Welternährungssituation ist das natürlich Wahnsinn.“

    „Die Klimabilanz von Biofleisch ist letztendlich auch nicht gut.“

    „Wenn wir eine Gesamtbilanz aufstellen, die Welternährungssituation, Flächenverbrauch, Ökologie, Gesundheit und Tierschutz einschliesst, dann kann die Schlussfolgerung nur sein: Wir müssen weg von der Tierhaltung, hin zu einer effizienten Verwendung pflanzlicher Kalorien.“

    „Wenn man einige Dinge beachtet, wird die vegane Ernährung zum gesundheitlichen Trumpf.“

    • Liebe Votava,
      „… vegane Ernährung zum gesundheitlichen Trumpf.“
      … und mit dem Bio-Zeichen erweitert.
      Bio Vegan

  5. @ Petra: Thema Philosophie

    Kant hatte behauptet, dass hundert gedachte Goldtaler „genau so viele“ seien, wie hundert reale Goldtaler.
    Aber das stimmt nur unter der Bedingung, dass man BEIDE Arten von Goldtalern NICHT bekommt, da ist es GLEICH.
    Wie hätten Marx,Lenin und Hegel das beurteilt ? Wie ist Deine Meinung ?

  6. Heutzutage ist schwierig, die Phrasen der Politiker von den Phrasen der Kleriker zu unterscheiden. Der evangelische Bischof Markus Dröge sagte: “ Wer die Aengste der Menschen in unserem Land ernstnehmen will, muss vor den Rechtspopulisten warnen.“ Es geht nicht darum, Aengste ernstzunehmen, sondern es geht darum, Menschen ernst zu nehmen.
    Ist es die Aufgabe eines Bischofs, am Sektor Politik die Menschen zu bevormunden ?
    Wenn diese Kleriker alle auf links gedreht rotieren, dann sollten sie mal über die Phrase der Marxisten meditieren: Religion ist Opium für das Volk.
    Wo bleibt das Begeisternde, das Berauschende einer Religion, die marxistischen Populismus betreibt ? Wer sowas als „Opium für das Volk“ benennt, beleidigt jeden Dealer !

    • Das Marxsche Zitat ist: Religion ist das Opium des Volkes – und stammt aus der Kritik an der Hegelschen Rechtsphilosophie. Dein Zitat ist einem Ausspruch Lenins nachgebildet. Aber Du hast ja Recht, Marx war kein Marxist, der sozialdemokratisch-protestantisch geprägte Lenin schon.

  7. Lieber Ken Jebsen! Liebe Alle! Ich weiß eine Antwort darauf, was uns heute noch Hoffnung machen kann und wo wir zu beginnen haben, um diese Welt vom Gewaltdenken zu befreien und zu heilen! Es ist nur so einfach, dass erst wenige drauf gekommen sind oder es glauben können!
    Die beiden aus meiner Sicht stärksten, informativsten und wichtigsten Werke dazu sind diese beiden Bücher:

    „Ernährung für ein neues Jahrtausend“(original: „Diet for a New America“) von John Robbins noch im 20.Jahrhundert.
    „Ernährung und Bewusstsein“(original: TheWorldPieceDiet“) von Will Tuttle aktuell. Aber am besten BEIDE lesen!

  8. Ich habe noch etwas vergessen, vielleicht sogar das Wichtigste bei der Aufzählung der wichtigen menschlichen Eigenschaften, die zum entwickelten Menschsein gehören, wie wir bei Eugen Drewemann erleben können: Der Mut!
    Der Mut, alles immer genauso zu denken, wie wir es wirklich wahrnehmen, zu sagen, wie wir es wirklich denken, und zut tun wie wir es sagen. Diesen Mut besitzt Eugen Drewermann. Vielleicht wissen auch nicht alle, dass er viele Prozesse am laufen hatte (oder hat?) aus diesen Gründen. Ich habe ihn auf einer der großen Demos in der Freien Heide gegen die Eröffnung eines Bombenabwurfübungsplatzes dort einmal erlebt mit einer Rede gegen Kriege, die die eindrucksvollste je erlebte war. Er hat es auch ausgesprochen, was Soldaten wirklich sind im Krieg und was uns verboten ist bei juristischer Strafe in der Öffentlichkeit auszusprechen. Und er war so voll und ganz mit Herz und Seele dabei, dass seine Hand deutlich sichtbar zitterte. Das fand ich sehr berührend. Ich bin ihm später noch dort an einer Stelle direkt begegnet und unsere Blicke trafen sich. Wenn ich nicht mein blödes Eis am Schlecken gewesen wäre und ein bisschen unbefangener, hätte ich mit ihm sprechen können. Er war ganz offen. Schade eigentlich.
    Was den echten Mut(nicht dummes Draufgängertum) betrifft, ist es auch so, dass der immer nur beim Guten ist. Schlechte Menschen sind in der Regel feige und Angst stellt sich in der Regel nur ein, wenn man im Begriff ist, etwas schlechtes zu tun oder zu sagen, was letztendlich ja auch tun ist.
    Ken Jebsen hat auch diesen guten Mut! Das muss ja hier auch mal gesagt werden!

    • @ Votava. “ Der Mut !“

      Eugen Drewermann hat das Karma, sich mit einer der mächtigsten , die Gedankenfreiheit unterdrückenden Organisationen anzulegen, die es auf der Erde gibt. Das ist der Katholizismus inklusive Jesuitismus. Das erfordert Mut.
      Mag sein, dass dieser Mut -ähnlich wie bei Ken Jebsen – der Liebe zur Wahrheit und Wahrhaftigkeit entspringt.
      Im Ausland spricht man von der „German Angst“. Sorgen wir alle dafür, dass daraus Mut wird. Denn wir sind nicht auf dieser Erde, um wie Espenlaub zu zittern. Sch….egal was auch kommen mag.

  9. Puh, was für ein Beitrag, vielen Dank! Ging anscheinend vielen Menschen so, den zahlreichen Kommentaren nach zu urteilen.
    Ich befasse mich nun schon ein paar Jahre mit der Wirklichkeit, aber ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein Beitrag so positive Gefühle in mir ausgelöst hätte. Das soll auf keinen Fall all die anderen genauso sinnvollen Beiträge abwerten. Nur ist es so, dass diese mich überwiegend noch zorniger zurückließen, ganz einfach aus Wut über all die Verbrechen und die Täter, und die Welt, die Einige so maßgeblich negativ prägen.
    Hier nun kommt zu der Wut noch etwas ganz anderes, eine Art Besinnen auf das Wesentliche, und eine friedliche Grundstimmung, die auch aktuelle Dispute im Privaten in anderem Licht erscheinen lässt, ebenso wie das eigene Verhalten, welches man nie aufhören sollte zu hinterfragen.
    Von dunkel, schwermütig..kann keine Rede sein, der Herr Drewermann strahlt etwas sehr Angenehmes, Beruhigendes aus, was das Thema gut verdaulich macht, und trotz allem Hoffnung hinterlässt.

    Besonderen Dank für die Worte zu den Tieren, das kommt sonst viel zu kurz, und es kann nicht genug betont werden, was unser Umgang mit der Tierwelt letztlich mit uns allen im Inneren anrichtet.

    @Bernhard Meyer: Ich würde nicht sagen, dass Hr. Drewermann keine Unterbrechungen dulden kann. Es ist ihm wichtig, Dinge vollständig zu äußern, und das ist überall wichtig, und Ken ist es wie stets ein Anliegen, dies auch zu ermöglichen.
    Gerade die Informationsbruchstücke, die uns im Mainstream als „Short-News“ vorgesetzt werden, bergen doch die Gefahr der Manipulation, durch Weglassen und Darstellung im falschen Kontext.

  10. @ DEUSSEMPERMAJOR : “ Tränen “
    @ Streng Geheim: „Schreckliches“

    Wenn Lachtränen kommen, mit den Wimpern klimpern, dann erscheinen Regenbogenfarben. Tränen als Prismen.
    Auch bei Schrecklichem über sich selbst lachen. Wenn z.B. am Samstag nach opulentem Mahl plötzlich das WC ausser Betrieb ist wegen zwei Rohrabrissen. Oh Schreck lass nach ! Der Service kann nichts ändern und rät, Bauunternehmer zu beuaftragen.
    Wohin ?? In die Garage, auf Eimer, bewaffnet mit Spaten und Papier. Voila: Das Rolltor fährt hoch und es erscheint – mein Kerl mit Eimer und Spaten , der wendet den Blick so vornehm ab vom Eimer … Ich selber mit Eimer auf dem Weg hinters Rolltor…
    Sch…..!!! Was ham wir abgelacht über uns selber ! Bloss so richtig wohl gefühlt auf Eimer nun nicht unbedingt.
    Er sagte zu mir: “ Und das ist jetzt die Zivilisation ? “ Und dann beim Kirschlorbeer weiter weg vom Haus: “ Wie die Wilden im Urwald !“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht, oder ?

  11. @ DEUSSEMPERMAJOR: „Ahriman“

    Moin Moin DEUSSEMPERMAJOR,

    diese Wesenheit Ahriman ist schon den alten Persern unter geistiger Führung durch Zarathustra bekannt gewesen.
    Und die anthroposophische Sichtweise ist ja die, dass Ahriman auf der „alten Sonne“ – einer früheren Verkörperung des Planeten Erde – „zurückblieb“. Und man muss nicht ihn als „böse“ im absoluten Sinn verstehen. Steiner sagte darüber, man könne auch dieses „Zurückbleiben“ auf der alten Sonne als „Opfertat“ auffassen. Denn diesem Verführer zur eiskalten Intellektualität, die die geistige Welt ausblendet, verdanken wir die Technik. Es ist Ahriman, der uns dafür inspiriert, z.B. Autos und PC s und so weiter zu entwickeln. Als Dr.Steiner den Landwirtschaftlichen Kurs gab, wurde er gefragt, ob nicht der Traktor ein ahrimanisches Ding sei.
    Steiner bejahte. Aber man solle „keine Angst davor haben“. Ahriman will in der menschlichen Angst drin leben, die ist ihm sympathisch. Man solle sich auf dieses ahrimanische Ding – auf den Trecker -draufsetzen und rufen: “ Spann an-Ahriman!“

    In der Steiner GA 14 auf S. 542 finden wir.

    Er strebt das Menschendenken zu verwirren,
    Weil er in ihm die Quelle seiner Leiden
    Durch einen altvererbten Irrtum sucht.
    Er weiss noch nicht, dass ihm Erlösung nur
    In Zukunft werden kann, wenn er sein Wesen
    Im Spiegel dieses Denkens wiederfindet.

    Wir verdanken ihm die Freiheit, die es bedeutet, z.B. mit dem Traktor pflügen zu können. Und diese „Opfertat“, von der Steiner spricht, können wir ihm später mit überschüssiger Liebe vergelten.
    Also es geht darum, durch Liebe das sogenannte Böse in ein Gutes umzuwandeln.

    Steiner sprach auch über die zwei Verbrecher, die rechts und links neben Christus gekreuzigt wurden. Der, welcher bereute, war laut Steiner durch Luzifer verführt worden, und Luzifer bereute bereits. Der andere, der noch nicht bereute, soll ahrimanisch inspiriert gewesen sein. Ahriman ist entweder schon auf der Erde verkörpert. Oder diese Inkarnation steht kurz bevor. Er wird vermeiden, das wort „ich“ auszusprechen, und gerade das wird man ihm als Bescheidenheit auslegen.
    Es rührt aber daher, dass kein menschliches Ich in ihm lebt. Er wird sein wie eine Tier-Gattung, wo auch kein Ich im Exemplar der Gattung lebt. sondern da schwebt das Ich der Gattung über beiden Geschlechtern der Gattung.
    Manche Kaiser unterschrieben mit „Wir,Kaiser von…“. Das Wort „ich“ war denen zu wenig.

    • Das erinnert mich an ein Stück von Misantrophe. Das beginnt mit „Dein Auge lügt, ich sei ein Harlekin, der munter dich zu stimmen hätt.“

      Klingelingeling, klingelingeling hier kommt der Ahriman…

    • @Streng Geheim, man schreibt u.a. zu deinem Typus:
      „Bei extremen Fällen von Abscheu dem Menschen gegenüber sondert sich der Misanthrop ab und führt ein Einsiedlerdasein.“

    • @Streng Geheim, DU bist ein Misanthrope und fühlst DICH als Harlekin mit ahrimanischen Zügen!?! Bei DIR ist es allerdings kein „Selbstzweck“ wie nachfolgend beschrieben.
      „Johann Christoph Gottsched sah im Harlekin ein Ärgernis, da dessen Komik anarchisch sei und nur zum Selbstzweck bestehe. Zudem schrecke der Harlekin nicht vor Obszönitäten zurück und eigne sich somit nicht für die Vermittlung moralischer Grundsätze im Sinne der Aufklärung.“

    • DU bist ein Misanthrope und fühlst DICH als Harlekin mit ahrimanischen Zügen!?!

      Nein. Schon als Kind fand ich Harlekine grotesk, war verwirrt. Später wurde mir klar, dass die etwas Gefährliches darstellen, das einen kaputt macht.

    • @Streng Geheim, schreibt u.a. „… als Kind fand ich Harlekine grotesk, war verwirrt…“ und
      genau der nächste Spruch von DIR „… etwas Gefährliches darstellen, das einen kaputt macht…“
      … ist das was DU sein willst, denn folgende Adjektive sind für DICH zutreffend: wunderlich, närrisch, absurd, grillenhaft, abnormal, sonderbar, verzerrt und überspannt.

  12. Test-Witz exklusiv für Eugen Drewermann

    Kommt ein ostfriesischer Blitzrechner ins Fernsehen. Der Moderator: “ Hier ist ein Ameisenhaufen. Wieviele Ameisen sehen Sie ?“ Spontane Antwort: “ 2753″. Frage : “ Wie haben Sie das denn so schnell rausgefunden ?“
    “ Alle Beine gezählt und durch sechs geteilt.“

  13. Jetzt nochmal direkt zu Eugen Drewemann: Ich finde, wir können froh sein, dass so einer unter uns lebt. Er verkörpert so ziemlich alles, was am Menschsein das Wichtigste ist und was immer mehr verlorenging: Aufrichtigkeit, Autentizität(was sich allerdings wechselseitig bedingt), Mitgefühl, Gewissenhaftigkeit, Hingabe an die eigenen Ideale im Leben, Gerechtigkeitssinn. Das einzige, was ich, um auch selber der Wahrheit die Ehre zu geben, vermissen könnte, ist vielleicht der Humor. Aber das soll um Gotteswillen jetzt kein Vorwurf sein. Der kann einem bei der Thematik ja auch schonmal vergehen. Aber trotzdem: Ohne meinen Humor, ohne Lacher, könnte ich diese von unserer Spezies geschaffene Irrsinnsrealität ganz sicher nicht aushalten. Ich bin immer noch am Überlegen, ob wir uns von den (anderen) Tieren dadurch unterscheiden, dass wir uns was witziges erzählen können oder vorstellen und drüber lachen, oder nicht. Meine Tiere fühlen sich jedenfalls immer sehr wohl, wenn ich lache…

    • Schwer vorstellbar, dass Eugen Drewermann sich vor Lachen nicht mehr einkriegt, sich auf dem Teppich umher rollt und vor Lac hen BRUELLT und reflexartig auf den Fussboden haut und sich nachher fragt, ob er sich vor Lachen den Arm gebrochen hat. Erzähle Du ihm doch mal einen Witz,Votava ! Wer das schafft, den zum Lachen zu bringen, kriegt von mir 100 Euro. Aber nicht mogeln ! Keine magischen Pilze Pilze in die Suppe Suppe geben, ja ??
      AHAHA !!! Ja ???
      Geht ein Mann die Strasse entlang und findet einen Pinguin. Er nimmt das Tier und geht damit zur Polizei, fragt: Wohin mit dem Pinguin ? „Gehen Sie mit dem zum Zoo.“ Am nächsten Tag geht der Mann die Strasse entlang, im Gefolge der Pinguin. Der Polizist sieht das und sagt: “ Sie sollten mit dem Pinguin doch in den Zoo gehen. “
      „Da waren wir gestern schon. Und heute gehen wir ins Kino !“
      Na ja, ob darüber Eugen Drewermann sich selber wegschmeisst vor Lachen ?

    • Menschen lachen, wenn etwas auf unerwartete Weise einen Sinn ergibt. Das, was zum Lachen führt, kann auch etwas Schreckliches sein, wobei sich der Lachende überhaupt nicht wohl fühlt.

    • @ Sreng Geheim =“lachen hämisch“!?!
      Engel der Finsternis
      Ängste
      Wir, sind die dunkle Seite des Lichtes, sind da, um dich zu prüfen. Unzählig sind unsere Schat-
      tierungen und Namen. Läßt du dich verführen, blenden, ängstigen, erschrecken, ablenken?
      Oder nutzt du die Begegnung mit uns, um dein Licht zu stärken? Wir ziehen an dir, verschlucken
      dich, spielen mit deinen Emotionen und ernähren uns von deiner Unvollkommenheit. Wir
      mögen kein Licht, kein Erbarmen, keine göttliche Gegenwart. Wir wollen deine Energie. Wir
      verstecken uns in den finsteren Ecken deiner Seele und dehnen uns aus, wenn dein Licht sich
      verdunkelt.
      Hintergrund
      Schon immer wird der Mensch geprüft. Die Kräfte des Guten und des Bösen sind seit jeher Ur-
      themen, welche die Menschheit begleiten und beschäftigen. Hermas, Kirchenlehrer im 2. Jahr-
      hundert, schrieb in seinen Lehren, daß jedem Menschen zwei Kräfte zur Seite gestellt sind:
      Eine gute, die ihn bewacht, und eine böse, die ihn prüft und in Versuchung führt. Durch seine
      Handlungen und Taten stärkt der Mensch die eine oder die andere der beiden. Wenn am Ende
      des Lebens das Licht stärker ist als die Dunkelheit, so wird die Seele des Menschen über den
      Abgrund in die „ewig lichten Regionen“ getragen. Überwiegt die Finsternis, wird sie in die
      ewigen Abgründe gerissen.
      So sind es polare, gegensätzliche Kräfte, die im Menschen wirken. Sie prüfen ihn in jeder
      Minute seines Lebens. Jeder Mensch hat einen freien Willen. Er kann entscheiden, wie er in
      einer Situation handelt. Handelt er aus Bequemlichkeit, Faulheit, Rache, zum Schaden der
      Schöpfung, oder aus der Mitte seines Herzens herraus, auch wenn dieser Weg beschwerlich
      erscheint. So liegt es an jedem Einzelnen, seine Worte, seine Gefühle, seine Taten und seine
      Gedanken zu überprüfen.
      Gott schuf Himmel und Erde. Die Vorstellung von der Hölle aber entstand im Laufe der Zeit
      durch die Menschen: Heute sehen wir, daß es die von uns selbst ausgesendeten Energien
      sind, mit denen wir zu kämpfen haben – was durchaus der „Hölle“ entsprechen kann, wenn
      wir uns dessen nicht bewußt werden. Eine andere Definition besagt, die Hölle sei die Ent-
      fernung vom Göttlichen – je weiter weg, desto dunkler wird es.
      Bedeutung
      Du bist aufgefordert, wachsam zu sein. Die Dämonen sind einfach da. Sie fragen nicht. Ihnen
      ist egal, was du möchtest. Sobald sich das Licht deiner Seele verdunkelt, werden sie ange-
      zogen und beginnen ihr übles Spiel. Die Schattenreiche haben vielfältige Möglichkeiten,
      Einfluß auf dich zu nehmen. Sie zerren an dir, versuchen dich aufzustacheln, aufzuhetzen
      und lachen hämisch und voller Schadenfreude über jedes Wort und jede Tat, welche die
      finsteren Kräfte stärkt.
      Die dunklen Engel fordern deine Energie. Du kannst die Kräfte der Finsternis wahrnehmen,
      wenn du spürst, wie deine Energie abgesaugt wird, oder wenn du einen Druck in der Magen-
      gegend spürst, deine Leichtigkeit verlierst, wenn du dich schwer und müde fühlst, wenn
      du nicht mehr klar denken kannst und dich negative Empfindungen plagen.
      Die Dämonen erkennst du in Emotionen wie Haß, Angst, Wut, Zorn, Geiz, Gier, Faulheit,
      Trägheit, Bequemlichkeit, Angst, Mißtrauen, Schuldgefühle, Gewalt, Überheblichkeit,
      Zweifel, Lüge, Betrug, Tratschsucht, Manipulation, Machtmißbrauch, Täuschung etc. Auch
      über die Sinne können Kräfte der Dunkelheit erspürt werden, z.B. durch innerliche ge-
      witterte Gerüche, wie der Gestank nach Müll oder Abwasser, Stimmen, Mißtöne, dunkle
      Felder etc.
      Handle dann sofort: Ziehe dich aus dem Geschehen zurück. Verbinde dich mit dem gött-
      lichen Licht und rufe die Engel des Lichtes, dir beizustehen. Finde heraus, was dich quält.
      Strebe Veränderung an. Bitte um das, was du jetzt gerade brauchst. Sobald du dich mit den
      Kräften des Lichtes verbindest, werden die Dämonen unruhig und ergreifen die Flucht.
      Mache dir bewußt, daß du die Sendefrequenz deines Lebens einstellst. Wenn du auf-
      richtigen Herzens betest, wendest du das stärkste Mittel des Lichtes an. In jeder schwie-
      rigen, gefährlichen Stunde ist es ratsam, dich mit dem Göttlichen zu verbinden und dein
      Licht zu stärken.
      Die Engel des Lichtes sagen dir: FÜRCHTE DICH NICHT. RUFE UNS, UND WIR SIND BEI DIR.
      Ritual
      * Bilanz *
      Suche einen Raum auf, in dem du eine Zeit alleine sein kannst, ohne gestört zu werden.
      Stelle dich vor einen Spiegel und prüfe dich gründlich. Stelle dir folgende Fragen:
      Bin ich das Abbild eines erfolgreichen, glücklichen Menschen oder das eines Versagers?
      Ist mein Erscheinungsbild beispielhaft für einen vom Leben gesegneten Menschen,
      oder wirke ich eher düster und traurig? Welche Rolle spiele ich auf der Bühne des
      Lebens? Hänge ich im Sitzen oder Gehen herum oder halte ich mich aufrecht, als würde
      ich eine Krone tragen? Ziehen meine Gesichtsmuskeln beständig Sorgenfalten, oder
      heben sich meine Wangen wie bei einem Lächeln? Habe ich eine freundliche und liebe-
      volle Einstellung oder verhalte ich mich feindselig und unfreundlich anderen gegen-
      über? Welche Gefühle strahle ich aus? Sind es Gefühle der Freude und Gelassenheit
      oder düstere Gefühle? Welche Gedanken habe ich? Sind es Gedanken des Glückes oder
      finstere Gedanken? Entspringen meine Taten der Liebe oder Lieblosigkeit? Bin ich die
      Art von Mensch, die ich gerne kennenlernen und zum Freund haben möchte?
      Entscheide dich, wie die Rolle aussehen soll, die du in deinem Leben spielen möchtest.
      Wenn du die Entscheidung getroffen hast, beginne mit der Arbeit. Beschäftige dich
      immer wieder mit dem, was du dir in deinem Leben wünscht. Beginne, dein Licht er-
      strahlen zu lassen und dein Leben zu gestalten, daß du dich darin wohlfühlst Verzeihe
      den Umständen der Vergangenheit, sie haben dich zu dem gemacht, der du bist.
      Mit der Zeit werden die Kräfte der Finsternis ihren Schrecken verlieren. Du wirst sie
      nur noch als Prüfungen auf dem Weg wahrnehmen und dich als solche mit ihnen aus-
      einandersetzen. Jede bestandene Prüfung auf deinem Weg wird dich stärken.
      Gebete
      Ich bitte die göttliche Kraft, verstärke das Licht in mir mit der Energie von tausend
      Sonnen. Lasse mich erstrahlen. Alle Schatten der Finsternis und der Vergangenheit
      löse auf. Jetzt und für alle Zeiten.
      oder:
      Geliebtes Licht, lasse mich frei werden von den Schatten der Vergangenheit.
      Ich vergebe mit der Kraft meines Herzens. Lasse mich voranschreiten, bis das
      strahlende Licht des Tages meinen Weg erleuchtet. Gib mir die Kraft.

  14. Danke für dieses faszinierendes Interview !
    Insbesondere, Danke an Ken das es sich sehr zurückgehalten und dafür Drewermann hat reden lassen.
    Auch gefällt mir die dunkel-reduzierte Räumlichkeit sehr gut! – So bleiben die Personen besser im Fokus.

  15. Hallo Michaela, ich weiss, dass Rudolph Steiner ein äusserst liebevoller Mensch war und für meine Großeltern die Seelenrettung überhaupt(2 Weltkriege). Und er hat sie wirklich gut geführt. Aber bedeutende Menschen sind oft „Kinder ihrer Zeit“ und ein Steinerscher Geist müsste heute eigentlich den Veganismus befürworten, denke ich. Gerade habe ich erfahren, dass die Milchkühe jetzt nur noch anderthalb Jahre „benutzbar“ sind, ehe sie abgeschlachtet werden. Ich beschäftige mich seit den 1970er Jahren mit unseren Ernährungsproblemen, war über 20 Jahre Vegetarierin und bin seit 13 Jahren vegan. Ich weiß also ziemlich genau, was diese 3 Ernährungsarten mit uns machen. Wir sind zwar alle trotzdem noch verschieden, aber nicht derart, dass irgendjemand mit artfremder Muttermilch, mit der Menstruation von Vögeln(Eier) und mit Kadaverteilen genauso gesund an Leib und Seele sein kann wie ein Pflanzenköstler, wobei die pflanzliche Rohkost noch alles toppt. Ich habe zwar damals diesen Weg nicht aus gesundheitlichen Gründen beschritten, sondern aus meiner Liebe und meinem Mitgefühl mit den (andern) Tieren heraus, sodass die Erkenntnisse in Bezug auf Gesundheit zunächst ein Nebenprodukt waren. Aber dadurch ist mir erst voll und ganz zum Bewusstsein gekommen, wie grundsätzlich falsch in jeder Beziehung die Ernährung über (andere)Tiere ist. Veganer werden ja immer noch als „Fanatiker“ oder „Dogmatiker“ oder als „intolerant“ oder „religiös“ abgetan. In Wirklichkeit ist es aber so, dass sie in dieser Richtung einfach bewusster sind. Schlicht „mehr wissen“, weil sie sich mit Leib und Seele wirklich grundlegend damit auseinandergesetzt haben. Jemand, der nicht über längere Zeit vegan gelebt hat, kann das natürlich nicht nachvollziehen. Das ist das Problem dabei. Man wird tatsächlich ein anderer Mensch. Wenn ich heute auf mich als Omnivorin zurückschaue, so kann ich nur noch mitleidig lächeln und bin glücklich und froh, dass ich das für immer hinter mir habe. Und natürlich wünsche ich diese seelisch- körperliche Verfassung jedem anderen Menschen auch und der ganzen Welt. Das beste Buch, was darüber neu geschrieben wurde, ist meiner Ansicht nach „TheWorldPeaceDiet“(in Deutschland seit letzem Jahr unter dem Titel: „Ernährung und Bewusstsein“)von dem Amerikaner(Professor em und buddhistischer Mönch) Will Tuttle.

    • @ Votava: „Will Tuttle“

      Moin Moin Votava, danke für den Hinweis, will mir das Buch bestellen und durchlesen. Auch für mich steht ausser Frage, dass da eine Verbindung zwischen Bewusstseinsentwickelung und Ernährung besteht. Wenn die Liebe zum Mitgeschöpf Tier der Antrieb ist für eine pflanzliche Ernährung, dann halte ich das für den besten Antrieb überhaupt.
      Ich selber soll schon als Baby Fleischstückchen ausgespuckt haben, erzählten mir mal die Eltern, und ich kann locker auf Fleischnahrung verzichten. Nur ich liebe einen Mann, bin seit fast einem Vierteljahrhundert mit ihm zusammen, und der ist gewöhnt an Fleisch, Eier und Milchprodukte und Fischgerichte. Würde ich dem vegane Dinge auftischen, würde der bei Mac Donalds essen gehen und mich für komplett durchgeknallt erklären.
      Aber seit er merkt, wie gut vegetarische Suppen schmecken , wenn ich die mit Kräutern würze, lässt er mir die Entscheidung und sagt: Ich lasse mich überraschen. Montag bis Donnerstag Mittag ist er in seiner kleinen Stadtwohnung, wo er zu tun hat. Da esse ich selber vegetarische Dinge. Und wenn er am Donnerstag kommt, kriegt er vegetarische Gerichte und hat nicht nach Fleisch gefragt. Nur nach Fisch. Davon lasse ich mich nicht wegbringen, Fischgerichte zu kochen. Das halte ich für kein unchristliches Ding, weil im 21.Kapitel des Johannes -Evangeliums ein Fischzug beschrieben ist und Speise: Fische und Brot.
      Wenn man nur noch über materielle Nahrung nachdenken würde statt über Nahrung für Geist und Seele, was Meditation ist, dann wäre das eine Ueberbetonung des Materiellen. Das scheint bei Dir nicht der Fall zu sein.
      Buddhisten essen auch keine Fische, oder ? Die Inder bzw. Hindus bereiten geklärte Butter seit Jahrtausenden.
      Im Judentum ist die Rede vom Land, wo Milch und Honig fliessen. Für Veganer die Hölle, oder ?
      Bei uns hier im Norden an der „Waterkant“ sagt man opp Plattdütsch: Watt den Een sin Uul is den Annern sin Nachtigall. Des einen Eule ist des Anderen Nachtigall. Möge Fanatismus uns fern liegen.

    • @ Michaela

      Davon lasse ich mich nicht wegbringen, Fischgerichte zu kochen. Das halte ich für kein unchristliches Ding, weil im 21.Kapitel des Johannes -Evangeliums ein Fischzug beschrieben ist und Speise: Fische und Brot.

      Bei Jesus soll es auch Osterlamm gegeben haben.

    • Hallo Michaela,
      folgender Artikel stand in der BLZ vom 1.April 2016
      „Hilal Sezgin beschirmt das Versuchstier des Jahres
      Die Publizistin und Tierrechtlerin Higal Sezgin, Lesern der Berliner Zeitung als Autorin der
      Kolumne „Meine Tiere“ vertraut, wurde vom Bundesverband der Tierversuchsgegner zur
      Schirmherrin für das Versuchstier des Jahres 2016, den Fisch, berufen. In einem Text von
      Anfang Februar hatte sie auf die skandalöse Situation der Wasserbewohner aufmerksam
      gemacht, die in der Tierversuchsstatistik an dritter Stelle rangieren. Für Hilal Sezgin exis-
      tieren Fische meist im toten Winkel des öffentlichen ethischen Bewusstseins: „Sie atmen
      und kommunizieren anders als wir, wir dürfen alles mit ihnen machen – in den Labors, in
      der Aquakultur und in der Freizeit.“ Doch der Fisch ist keine Reflexmaschine. Als emp-
      findsames Wirbeltier leide er unter Schmerzen, Stress und Angst. (BLZ)“

    • @Streng Geheim schreibt: „Bei Jesus soll es auch Osterlamm gegeben haben.“

      Zu seiner Zeit und zu unserer Zeit, werden die Jungtiere von den Mütterschafen – mit Ge-
      walt getrennt, um diese dann in einem rituellen Brauch zu opfern. Am Ende dieser Opfer-
      ung, werden die toten Körper der Lämmer genüßlich zu bereitet und verzehrt. Wer glaubt,
      Gott, Jesus oder viele andere Menschen – die sich der wahren Liebe verpflichtet fühlen –
      würden diesen Gewaltakt gut finden, der irrt.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR
      Viele Leute nennen ihr Ideal Jesus. Wenn Leute mit verschiedenen Jesüssen aufeinander treffen, wird es spannend.
      Sogar Barabbas soll Jesus geheißen haben, wobei zusätzlich Barabbas „Sohn des Herrn“ bedeutet.

    • @ Streng Geheim schreibt u.a. „…wird es spannend…“
      DU hast nicht mal im Ansatz eine Ahnung, was Jesus seine Botschaft ist.
      Wie sollst DU auch, denn Du hast auch dieses geschrieben:
      „… Ich habe viele machtgeile, sadistische und selbstmitleidige Menschen kennengelernt…“
      Und diese wirst DU auch weiter kennen lernen, weil DU glaubst, dass DEIN Weg, der Richtige ist.

  16. Danke für das wichtige Interview mit Eugen Drewermann.
    Wie gut, dass sich die „alte“ und die „neue“ Friedensbewegung immer mehr vernetzt.
    Für mich fehlt nun noch ein Interview mit Konstantin Wecker…

  17. Hallo Michaela! Du hast mich völlig falsch eingeordnet. Ich bin alles andere als materialistisch eingestellt. Meine lieben Großeltern waren Anthroposophen der ersten Stunde und kannten Rudolf Steiner noch persönlich. Wegen ihnen war ich auch auf einer Rudolf Steiner-Schule. Ich kenne mich also in der Antroposophie auch ein bisschen aus und habe mit Gewinn einiges von Rudolf Steiner gelesen. Ich halte ihn für einen bedeutenden Menschen, der viel gewusst und gesehen hat, aber es gibt Persönlichkeiten in unserer Entwicklungsgeschichte, denen ich mich näher fühle. Zu dem, was Du über die Mineralien-Pflanzen-Tier-und Menschenwelt geschrieben hast fiel mir das schöne schlichte Verslein von Tagore ein: „Gott ruht im Stein- schläft in der Pflanze- träumt im Tier-und erwacht im Menschen. Wenn ich von den „andren Tieren“ schrieb, so meinte ich das Organische. Organisch sind wir ursprünglich Frucht-und Blatt-essende Säugetiere. Vom Seelisch-Geistigen her unterscheiden wir uns natürlich von den Tieren. Wir unterscheiden uns zum Beispiel darin, dass wir uns schuldig machen können, was das Tier nicht kann. Aber wir unterscheiden uns nicht in unserer Fähigkeit, Schmerz und Freude zu empfinden. Ich bin wie Pythagoras, Leonardo da Vinci, Leo Tolstoi und vielen anderen vor und nach ihnen der tiefen Überzeugung, dass wir nicht das Recht haben, uns derart fühllos über andere Tiere zu stellen, wie wir es seit weisnicht wieviel tausend Jahren schon tun. Aus meiner Sicht war diese Idee der erbarmungslosen Vernutzung anderer empfindsamer Lebewesen der erste und verhängnisvollste Schritt in die falsche Richtung – in die Richtung eines reinen Nutzdenkens-eben dieses materialistischen Denkens, das Du mir unterstellt hast. insofern kann ich auch nicht Rudolf Steiner Fan sein wie Du, weil er bei seinem biologisch dynamischen Landbau und dann natürlich auch in der Ernährung noch die Tiervernutzung durch den Menschen ganz selbstverständlich mit einbezogen hat. Hier liegt aus meiner Sicht ein Fehler in seinem Denken, auch wenn er sonst sehr tief gedacht und in alles hineingeschaut hat. Er hat auch auf jeden Fall viel Gutes geschaffen und ich finde seine Texte alle durchaus lesenswert. Nur gab es für mich bisher immer wieder noch interessanteres. Er ist für mich nicht das non plus ultra wie vielleicht für Dich.

    • @ Votava: “ Tiervernutzung“

      Hallo Votava, danke Dir für den aufschlussreichen Kommentar. Mir liegt ganz fern, Dir irgendetwas unterstellen zu wollen. Tiere sind mit uns Menschen verwandt, und auch ich leide unter der Verrohung des Menschen gegenüber den Tieren. Das ist nicht auszuhalten, wie mit Tieren umgegangen wird. Was Steiner betrifft, so halte ich ihn für einen kompetenten Lehrer, was esoterische Schulung betrifft. Und was vielleicht allgemein weniger bekannt ist, hat er darauf hingewiesen, dass der Verzicht auf Fleischnahrung die geistige Entwickelung des Menschen fördert.
      Wer Alkohol trinkt, brauchte sich erst gar nicht mit solchem Training zu befassen. Alkohol ist für jemand, der sich gemäss Steiner trainiert, absolut zu meiden. Und da liegt auch meiner Meinung nach der Punkt, wodurch allgemein eine solche Gefühllosigkeit gegenüber Tieren -und auch Menschen – entsteht. Alkoholgenuss macht den Menschen stumpfsinnig.
      Steiner sagte auch, dass wenn man heutzutage vegetarisch sich ernährt, man das nur dann verträgt, wenn man sein Denken spiritualisiert. Wenn jemand gewaltsam sich zwingen würde, auf Fleischnahrung zu verzichten und würde andauernd aber an einen Braten oder so denken müssen, dann sei besser, einen Braten zu essen, als sein Denken davon nicht los zu bekommen. Steiner war ein freilassender Mensch, und das gefällt mir. Es muss ja der WILLE für einen anderen Umgang mit den Mitgeschöpfen da sein. Alle grossen Weisheitslehrer – angefangen von AINHYAHITA, der vor ca. 10.000 Jahren lebte, über Zarathustra, später der Christ Basilius -wandten sich gegen die Fleischnahrung.
      Anthroposophie ist keine Religion und kein Dogmatismus sondern ein Erkenntnisweg.
      Ich würde nicht für gut halten, wenn eine Oekodiktatur käme, in der uns eine „Kochtopf-Polizei“ überwachte, die aufpasst, ob wir Frankfurter Würstchen heiss machen. Alles muss von der Einsicht und von Freiwilligkeit her beginnen. Und man kann auch vegetarische Küche sehr lecker gestalten !

    • Hallo Michaela,
      Du schreibst u.a. „… vegetarische Küche kann man lecker gestalten…“
      Mit Tofu – Bratlinge CLASSIC 2 Stück a 90 g von „Netto-rot“ für 1,89 €
      versuche schon seit ca. 1,5 Jahre 26 Stück zu bekommen.
      In der Pfanne, mit Bio-Pflanzenöl kurz angebraten, „lecker“!

  18. Endlich wurde in einem KenFM-Interview einmal darüber gesprochen, wie krank unser Verhältnis zu den anderen Tieren ist und dass dies natürlich die entsprechende Wirkung nicht nur auf uns Menschen hat, sondern auf die ganze Welt. Der Speziesismus ist die erste Stufe des Rassismus und des Faschismus‘ Er hat unsere Gefühlswelt gespalten und wir sind krank davon. Die Spaltung unserer Gefühlswelt war aber nur möglich, weilGewalt akzeptiert, bzw. an Gewalt geglaubt wurde. Was wir am dringendsten brauchen ist eine Diskussion über Gewalt an sich. Ich bin nicht der Ansicht, wie offensichtlich viele andere, dass Gewalt etwas unabdingbares im menschlichen Leben ist. Ganz im Gegenteil ist es die Krankheit am Menschen, die unweigerlich zum Tod führen muss. Ja, Ken Jebsen, wir müssen unseren Zivilisationsbegriff ganz neu definieren. Diese Zivilisation ist eine Entwicklung von Gewalt. Wir hätten nicht das deskartianische „cogito ergo sum“ verinnerlichen sollen, sondern anstelle dessen lieber ein „amo ergo sum“. Dies alles ist schon so oft gesagt worden von allen möglichen weisen Menschen in allen möglichen Zeiten. Ich wünsche dieser Menschheit und natürlich der ganzen Welt, dass es wenigstens auch noch einmal mehrheitlich begriffen wird, bevor der letzte Vorhang fällt.

    • Ein Dakota hatte in der Kriegergemeinschaft nur dann das Recht zu sprechen, wenn er nachgewiesen hatte das er niemand anderem folgte als seinem eigenen Herzen. Jemand der mit Befehl ist Befehl geantwortet hätte wäre nie als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft akzeptiert worden.
      Es gibt noch viele andere Beispiele von sogenannten primitiven Völkern, die großen wert auf die ausbildung einer Individualität gelegt haben, und Menschen die stur den befehlen anderer gefolgt sind nicht als vollwertige mitglieder ansahen.
      Nachzulesen in Hanta Yo

    • @ Votava: “ Verhältnis zu den anderen Tieren“

      Es ist ein grosser Irrtum, zu meinen, der Mensch sei ein Tier. So kann nur jemand denken, der völlig materialistisch denkt und alles Uebersinnliche ausblendet. Wir haben vier hierarchische Reiche auf der Erde. Das Reich der Mineralien, das der Pflanzen, das der Tiere und das der Menschen. Das Mineralreich besteht aus lebloser Materie. Der Stein hat nur den materiellen Körper ohne das Vitalprinzip. Steine können sich nicht fortpflanzen, wie die Pflanzen, die Tiere und die Menschen es können.
      Die Theosophie und die Anthroposophie lehren, dass die Pflanze ZWEI Körper hat. Den materiellen Körper und einen für äussere Sinne unsichtbaren = übersinnlichen Vitalkörper, der das Wachstum bewirkt. Wer seine geistigen Schau- Organe entwickelt, kann diesen Vitalkörper, der Aetherleib und Bildekräfteleib genannt ist, geistig schauen.
      Er hat beim Menschen etwa dieselbe Form wie der materielle Körper, überragt diesen jedoch etwas.
      Das Tier hat DREI Körper, einen sichtbaren materiellen Leib , dazu den Aetherleib, der das Wachstum bewirkt und die Lebenskraft ist. Dazu hat das Tier noch den Astralleib, der die Bildung der Sinnesorgane bewirkt.
      Astrum = Stern. Die Sonne bewirkt die Entstehung der Augen bei Tier und Mensch. Der Mensch besteht aus vier Körpern, einem äusserlich sichtbaren materiellen Leib, dazu den Aetherleib und den Astralleib, und darüber hinaus hat der mensch das ich.
      Das einzelne Tier hat kein Ich in sich. Es ist Gattung, ist Spezies. Der Mensch ist dadurch, dass er das Ich hier auf der Erde in sich hat, ein Individuum.

      Dadurch, dass der Mensch das Ich entwickelte, wurde er frei gegenüber dem Getriebensein durch Instinkte.
      Das Tier folgt nur seinem Instinkt. Der Zugvogel trifft keine Entscheidung, nach Süden zu fliegen, sondern sein Instinkt treibt ihn dazu an. Er kann gar nicht herauskommen aus dem Getriebenwerden durch die Instinkte.
      Der Mensch hat sich dem Instinkt gegenüber emanzipiert. Tiere haben ihre Brunftzeiten. Der Mensch ist nicht daran gebunden. Das Individuum kann heraus aus dem instinkt. Krasses Beispiel: Der Fakir handelt gegen seine Instinkte.
      Der zölibatär lebende Mönch ignoriert oder sublimiert sein Triebleben. Negative Möglichkeit der Ich-Entwickelung beim Menschen ist die Möglichkeit, dem Bösen zu verfallen. Krassester Egoismus wird dann ausgelebt, und der Mensch, der seine Instinkte nicht mehr hat, wie das >Tier sie hat, kann dadurch noch unter dem Tier stehen.

      Das Ich ist ein Zankapfel. Durch das Ich sind wir frei gegenüber Instinkten und Kosmos samt Jahreszeiten, doch dadurch können wir auch in den Egoismus fallen. Ein Tier erkennt weder das Gute noch das Böse und ist deswegen für nichts verantwortlich. Eine Katze frisst das Kaninchen bei lebendigem Leibe von hinten her aus, ohne jedes Mitgefühl. Doch beim Tier von „Schuld“ zu reden wäre völlig sinnlos. Das macht erst Sinn beim Menschen.
      Es ist in unsere Freiheit gestellt, ob wir Mitgefühl entwickeln und selbstlos handeln. Das Tier kennt kein Mitleid.

  19. @ DEUSSEMPERMAJOR: Thema „Luzifer“ und „Ahriman“

    Es gibt auch folgende Lesart: Als Luzifer und Christus noch nicht auf Erden verkörpert gewesen waren, hielt Luzifer die Liebes-Ausstrahlung, die von Christus ausging, nicht aus. Daher stürzte Luzifer sich herunter zur Erde, fuhr in einen Menschen hinein.
    Er inkarnierte auf Erden, und zwar im Gebiet des heutigen China. Manche Anthroposophen meinen, es sei der „Gelbe Kaiser“, der vor etwa fünftausend Jahren das chinesische Reich begründete, diese inkarnation Luzifers gewesen.
    Chinesen verehren ihn noch heute als Wagen-Gott. Das hängt laut Legenden damit zusammen, dass während das Kind zur Welt kam, in das Luzifer hineinfuhr, als es ca. 40 Jahre alt war, seine Mutter einen Meteorschauer sah, der aus dem Gebiet des Sternbildes Grosser Wagen kam. Rudolf Steiner sagte, Luzifer sei der erste Mensch gewesen, der es verstand, auf die Orakelkultur seiner Zeit den „Intellekt“ anzuwenden. Er soll so gesehen der erste Intellektuelle gewesen sein, der der Kultur einen enormen Schub gegeben hatte. Und die Legenden besagen, dass dieser Gelbe Kaiser eine Sternwarte in den Kun Lun Bergen erbaute, wo zwölf Spiegel dem Lauf des Mondes folgten. Er berechnete die Bewegungen der Sterne.
    Ausserdem soll er auch Hanf angebaut haben.
    Die Schlangen- und Drachenformen der alten chinesischen Kunst sollen auf Luzifers Einfluss zurückgehen.
    Man nannte ihn auch Chin Huang Di. Nicht zu verwechseln mit dem späteren Huang Di.

    Ich meine, dass das Buch der Wandlungen auf diese uralte Zeit zurückgeht, das 64 Hexagramme enthält.
    Es basiert auf astronomischen Berechnungen. Da ist die Astronomie, die mit dem Intellekt zusammenhängt, Basis für die Astrologie,d.h., für das Orakel, das mit Weisheit zusammenhängt.

    Dr.Rudolf Steiner behauptet, dass die Weisheit, die von dieser Inkarnation ausströmte, auch die europäische Kultur befruchtete. Ohne diesen geistigen Einfluss – so Steiner zumindest – wäre weder der griechische Aeschylos möglich geworden, noch wäre ohne diese Weisheit ein „Verständnis“ möglich geworden betreffs des Christlichen Mysteriums.
    Legenden besagen, dass bevor Chin Huang Di durch Erdbeben mit gewaltigem Tsunami starb, weit über 100 jährig starb, sein Geist den materiellen Körper verlassen konnte.

    Gemäss dieser Lesart gab es die Inkarnation Luzifers in China vor ca. 5000 Jahren und danach die inkarnation des Christus vor ca. 2000 Jahren, und in unserer Zeit – so Steiner – würde Ahriman inkarnieren. Der Gegenpol des Luzifer.
    Laut Steiner war es nicht Luzifer sondern Ahriman, der dem Christus die Frage stellte, ob er „Steine zu Brot machen“ könne.
    Luzifer habe die anderen Fragen der Versuchung gestellt. Ich meine, das Chaaos, was wir derzeit global erleben, sind die Geburtswehen Ahrimans. Der ist kein Mensch sondern das Tier des Abgrundes, eine Intelligenz-Bestie, deren Intelligenz die des Menschen weit überragt. Er verführt zum Materialismus und inspirierte u.a. auch Nitzsche zum „Antichrist“.
    Er ist Herr der Erde, dem wir die Tatsache verdanken, dass wir auf festem Erdreich umher gehen können.
    Ahrimanische Krankheiten sind verhärtungen im Organismus. Luziferische Krankheiten sind Entzündungen.
    Bei Entzündungen gibt man ahrimanische Medizin, z.B. Birkenkohle . Bei Verhärtun gen gibt man luziferische Medizin, z.B. Blütenessenzen und ätherische Oele. Der Weg zu Christus führt zwischen Luzifer und Ahriman hindurch.

    • Hallo Michaela,
      du schreibst u.a. „Ausserdem soll er auch Hanf angebaut haben.“
      https://www.youtube.com/watch?v=vAroRfqFx6g
      Hanf ist aber auch ein idealer natürlicher Dämmstoff.
      http://www.oekologisch-bauen.info/baustoffe/naturdaemmstoffe/hanf.html
      Und du schreibst u.a. „Der Weg zu Christus führt zwischen Luzifer und Ahriman hindurch.“
      Engel der Finsternis für Ängste und Satan für Haß und Zerstörung wären da noch zu nennen.
      Und das schreibt man zu:
      Ahriman
      Verblendung, Trägheit, Manipulation
      Bin hier, bin da, bin überall.
      Blende dich mit meinem Licht.
      Verführe dich!
      Lege die Spur tiefer und dichter
      in die Welt der Materie.
      Komm und folge mir,
      denn ich kenne dich und trage dein Glück
      vor dir her.
      Richte deinen Blick nach außen,
      schaffe immer neuere Illusionen.
      Glänzender, größer, besser, schöner, schneller.
      Erzähle dir vom Glück,
      das du findest
      mit dem und mit jenem.
      Du brauchst sehr viel
      und das ist nicht genug!
      Ohne all das ist das Leben nichts.
      Folge mir!
      Schritt für Schritt, sanft und heimlich
      pflücke ich die Schichten deiner Seele,
      bis sie in meinem Licht erstrahlt.
      Dann gehörst du ganz mir und merkst es nicht.
      Wenn du mir folgst, so wird es eines Tages sein.
      Hintergrund
      Ahriman ist eine Bezeichnung aus der Anthroposophie. Damit wird eine
      Widersachermacht beschrieben, die in der Menschheitsgeschichte eine Rolle
      spielt. Sie hat seit dem Sündenfall, sprich seit der Vertreibung aus dem Paradies,
      Macht über den Menschen erhalten. Sie gaukelt ihm vor, die Geisteswelt sei be-
      deutungslos.
      Ahriman ist die Gestalt, die blendet, verführt und manipuliert. Seine Kraft wirkt
      in jedem Menschen, die sich in ihrem Leben treiben lassen, geführt von äußeren An-
      reizen. Sie entscheiden sich für nichts, lassen sich täuschen, folgen dem Strom der
      allgemeinen Meinung. Sie dümpeln im Zwielicht umher. Durch die Verblendung er-
      hält diese Kraft ihre Macht über Menschen. Sie verhindert, daß er seine wahren
      Kräfte göttlicher Natur entwickelt. Er läßt sich blenden, vertraut der Illusion. Er
      hoft das Glück zu finden, wenn er noch dies und jenes besitzt. Er jagt jeder neuen
      Strömung im Außen hinterher, in der Hoffnung, dort das prickelnde Leben zu fin-
      den, das er sich tief in sich wünscht. Erfüllt sich der Wunsch, hat er das Neuste,
      das Beste, so genießt er eine kurze Zeit seine neue Errungenschaft. Doch bald sind
      Langeweile und Sinnlosigkeit wieder da. Dies sind die Gefühle, von denen Ahriman
      sich ernährt. Die Jagd im Außen geht weiter.
      Der Mensch spielt sich Ahriman so Stück um Stück in die Hände, der nicht
      müde wird, hämisch grinsend neue Illusionen von „besser, schöner, noch besser,
      noch schöner“ im Außen zu erschaffen. Die geschieht auf allen Ebenen (materiell,
      emotional, geistig, spirituell) und in jeder erdenklichen Form. Ahriman senkt Stück
      für Stück die Energie und „Schwingungskraft“ des Menschen. er verlangt die lang-
      same Abgabe der persönlichen Kraft des Menschen an die Außenwelt, an andere
      Menschen, an einen Guru, an die fünf Sinne, an die negativen Egos, an ein Dogma
      usw. Wenn die persönliche Kraft auf ein Minimum gesenkt ist, beginnen die Dämo-
      nen der Finsternis, die Satan, dem Fürst der Finsternis, dienen, ihr Spiel. Die Kräf-
      te der Finternis arbeiten Hand in Hand, so wie die Kräfte des Lichtes.
      Bedeutung
      Worauf es Ahriman anlegt, ist deine wahre Kraft zu binden, Stück für Stück.
      er will dich blaß und klein wirken lassen im Schein der Welt. Sein Ziel ist es, dir
      Langeweile und Sinnlosigkeit zu vermitteln und dich aus der Mitte deiner Kraft in
      einen luftleeren Raum zu katapultieren. Er will deinen Blick stets auf die äußere
      Welt gerichtet halten, um in dir Gefühle von Neid, Ohnmacht, Sinnlosigkeit,
      Opferbewußtsein, Mangelgefühle, Gereiztheit und Energieverlust zu erzeugen. Er-
      kenne diese Macht und banne sie Schritt für Schritt.
      Ahriman ist immer da, still und leise. Er flüstert dir ins Ohr: „Du brauchst
      noch dies oder jenes. Sonst fehlt dir ein Stück zum Lebensglück. Schau mal hier,
      schau mal dort, Frau/Herr soundso hat es besser als du. Dir fehlt noch so viel
      zum Lebensglück. Wenn du dies und jenes hast, dann kommst du der ganzen Sa-
      che schon näher. Ja, bemühe dich darum. Konzentriere dich mit deiner ganzen
      Aufmerksamkeit darauf, dir dies und jenes zu leisten. Du brauchst das, sonst
      kannst du unter keinen Umständen glücklich sein. Ja, halte fest, mehr und mehr.
      Klammere dich an. Ich führe dich. Das Leben hat sonst keine Bedeutung. Glück
      liegt im Besitz. Wenn du wirklich glücklich sein willst, kaufe, kaufe, konsumiere.
      Lebe, tanze, lasse dich verführen, bis du umfällst. – Und dann bist du MEIN.“
      Es gibt unendlich viele Variationen der Illusion und Verblendung. Ahrimans
      Spiele mit deiner Kraft sind vielfältig und facettenreich.
      Die Botschaft der Engel zu Ahriman lautet: IRRT EUCH NICHT! GOTT LÄSST SICH
      NICHT SPOTTEN. DENN WAS DER MENSCH SÄT, DAS WIRD ER ERNTEN. WER AUF SEIN
      FLEISCH SÄT, DER WIRD VOM FLEISCH DES VERDERBENS ERNTEN. WER ABER AUF DEN GEIST
      SÄT, DER WIRD VOM GEIST DAS EWIGE LEBEN ERNTEN. (Galater 6)
      Rituale
      * Langsamer werden *
      Wenn du es eilig hast, dann nimm einen Umweg. Denke nach! Lasse dir Zeit!
      Besonders dann, wenn etwas oder jemand dich drängelt. Liebe beispielsweise hat
      immer Zeit. Wenn dich jemand provoziert, gehe aus dem Raum. Gib dann Ant-
      wort, wenn du für dich klar bist. Übernimm die Verantwortung für alles, was du
      tust, denkst, fühlst und für dein Handeln. Damit nimmst du den ahrimanischen
      Kräften den Wind aus den Segeln.
      * Der Vergangenheit vergeben *
      Zünde eine violette Kerze an. Beschäftige dich mit dem Erzengel Zadkiel des
      violetten Strahls (siehe Beschreibung „Erzengel Zadkiel“). Er ist die Kraft,
      die die Vergangenheit verwandelt. Mache dich frei von Altlasten. Das Leben
      kommt von vorne. Nimm es an, so wie es ist, und mit der ganzen Kraft deines
      Herzens.
      * Den Blick nach innen richten *
      Fühle, spüre, lasse dir Zeit, wäge ab. Lasse dein inneres Licht stark und hell
      leuchten. Sieh die ahrimanischen Kräfte als Prüfung auf dem Pfand des Selbst-Er-
      kennens.

    • Hallo Michaela,
      man schreibt auch folgendes zu:
      Ahriman
      Verblendung, Trägheit, Manipulation
      Bin hier, bin da, bin überall. Blende dich mit meinem Licht. Verführe dich! Lege die Spur tiefer und dichter in die Welt der Materie. Komm und folge mir, denn ich kenne dich und trage dein Glück vor dir her. Richte deinen Blick nach außen, schaffe immer neuere Illusionen. Glänzender, größer, besser, schöner, schneller. Erzähle dir vom Glück, das du findest mit dem und mit jenem. Du brauchst sehr viel und das ist nicht genug! Ohne all das ist das Leben nichts. Folge mir! Schritt für Schritt, sanft und heimlich pflücke ich die Schichten deiner Seele, bis sie in meinem Licht erstrahlt. Dann gehörst du ganz mir und merkst es nicht. Wenn du mir folgst, so wird es eines Tages sein.

      Hintergrund
      Ahriman ist eine Bezeichnung aus der Anthroposophie. Damit wird eine Widersachermacht beschrieben, die in der Menschheitsgeschichte eine Rolle spielt. Sie hat seit dem Sünden-fall, sprich seit der Vertreibung aus dem Paradies, Macht über den Menschen erhalten. Sie gaukelt ihm vor, die Geisteswelt sei bedeutungslos.
      Ahriman ist die Gestalt, die blendet, verführt und manipuliert. Seine Kraft wirkt in jedem Menschen, die sich in ihrem Leben treiben lassen, geführt von äußeren Anreizen. Sie entscheiden sich für nichts, lassen sich täuschen, folgen dem Strom der allgemeinen Meinung. Sie dümpeln im Zwielicht umher. Durch die Verblendung erhält diese Kraft ihre Macht über Menschen. Sie verhindert, daß er seine wahren Kräfte göttlicher Natur entwickelt. Er läßt sich blenden, vertraut der Illusion. Er hoft das Glück zu finden, wenn er noch dies und jenes besitzt. Er jagt jeder neuen Strömung im Außen hinterher, in der Hoffnung, dort das prickelnde Leben zu finden, das er sich tief in sich wünscht. Erfüllt sich der Wunsch, hat er das Neuste, das Beste, so genießt er eine kurze Zeit seine neue Er-rungenschaft. Doch bald sind Langeweile und Sinnlosigkeit wieder da. Dies sind die Gefühle, von denen Ahriman sich ernährt. Die Jagd im Außen geht weiter.
      Der Mensch spielt sich Ahriman so Stück um Stück in die Hände, der nicht müde wird, hämisch grinsend neue Illusionen von „besser, schöner, noch besser, noch schöner“ im Außen zu erschaffen. Die geschieht auf allen Ebenen (materiell, emotional, geistig, spirituell) und in jeder erdenklichen Form. Ahriman senkt Stück für Stück die Energie und „Schwingungskraft“ des Menschen. er verlangt die langsame Abgabe der persönlichen Kraft des Menschen an die Außenwelt, an andere Menschen, an einen Guru, an die fünf Sinne, an die negativen Egos, an ein Dogma usw. Wenn die persönliche Kraft auf ein Minimum gesenkt ist, beginnen die Dämonen der Finsternis, die Satan, dem Fürst der Finsternis, dienen, ihr Spiel. Die Kräfte der Finternis arbeiten Hand in Hand, so wie die Kräfte des Lichtes.

      Bedeutung
      Worauf es Ahriman anlegt, ist deine wahre Kraft zu binden, Stück für Stück. Er will dich blaß und klein wirken lassen im Schein der Welt. Sein Ziel ist es, dir Langeweile und Sinnlosigkeit zu vermitteln und dich aus der Mitte deiner Kraft in einen luftleeren Raum zu katapultieren. Er will deinen Blick stets auf die äußere Welt gerichtet halten, um in dir Gefühle von Neid, Ohnmacht, Sinnlosigkeit, Opferbewußtsein, Mangelgefühle, Gereiztheit und Energieverlust zu erzeugen. Erkenne diese Macht und banne sie Schritt für Schritt.
      Ahriman ist immer da, still und leise. Er flüstert dir ins Ohr: „Du brauchst noch dies oder jenes. Sonst fehlt dir ein Stück zum Lebensglück. Schau mal hier, schau mal dort, Frau/Herr soundso hat es besser als du. Dir fehlt noch so viel zum Lebensglück. Wenn du dies und jenes hast, dann kommst du der ganzen Sache schon näher. Ja, bemühe dich darum. Konzentriere dich mit deiner ganzen Aufmerksamkeit darauf, dir dies und jenes zu leisten. Du brauchst das, sonst kannst du unter keinen Umständen glücklich sein. Ja, halte fest, mehr und mehr. Klammere dich an. Ich führe dich. Das Leben hat sonst keine Bedeutung. Glück liegt im Besitz. Wenn du wirklich glücklich sein willst, kaufe, kaufe, konsumiere. Lebe, tanze, lasse dich verführen, bis du umfällst. – Und dann bist du MEIN.“
      Es gibt unendlich viele Variationen der Illusion und Verblendung. Ahrimans Spiele mit deiner Kraft sind vielfältig und facettenreich.
      Die Botschaft der Engel zu Ahriman lautet: IRRT EUCH NICHT! GOTT LÄSST SICH NICHT SPOTTEN. DENN WAS DER MENSCH SÄT, DAS WIRD ER ERNTEN. WER AUF SEIN FLEISCH SÄT, DER WIRD VOM FLEISCH DES VERDERBENS ERNTEN. WER ABER AUF DEN GEIST SÄT, DER WIRD VOM GEIST DAS EWIGE LEBEN ERNTEN. (Galater 6)

      Rituale
      * Langsamer werden *
      Wenn du es eilig hast, dann nimm einen Umweg. Denke nach! Lasse dir Zeit! Besonders dann, wenn etwas oder jemand dich drängelt. Liebe beispielsweise hat immer Zeit. Wenn dich jemand pro-voziert, gehe aus dem Raum. Gib dann Antwort, wenn du für dich klar bist. Übernimm die Verant-wortung für alles, was du tust, denkst, fühlst und für dein Handeln. Damit nimmst du den ahrimanischen Kräften den Wind aus den Segeln.

      * Der Vergangenheit vergeben *
      Zünde eine violette Kerze an. Beschäftige dich mit dem Erzengel Zadkiel des violetten Strahls (siehe Beschreibung „Erzengel Zadkiel“). Er ist die Kraft, die die Vergangenheit verwandelt. Mache dich frei von Altlasten. Das Leben kommt von vorne. Nimm es an, so wie es ist, und mit der ganzen Kraft deines Herzens.

      * Den Blick nach innen richten *
      Fühle, spüre, lasse dir Zeit, wäge ab. Lasse dein inneres Licht stark und hell leuchten. Sieh die ahrimanischen Kräfte als Prüfung auf dem Pfand des Selbst-Erkennens.

    • Satan
      Haß, Zerstörung, Dunkelheit
      Ich hasse, Ich zerstöre, Ich fühle nichts. Kalt, schwarz, tief sind die Abgründe meines Wesens.
      Ich führe dich an den Abgrund deiner Seele, stürze dich in die erschreckende Einsamkeit der
      Dunkelheit. Ich schrecke vor nichts zurück. Mein Werk ist zu quälen, zu zerstören, zu zersetzen,
      aufzulösen, Leid noch und noch zu erzeugen. Ich bin der Teufel. Krankheit, Leid und Seelen-
      qualen sind mein Lebenselixier. Legionen von Dämonen dienen mir. Sie lauern auf das sich
      verdunkelnde Licht deiner Seele. Dann beginnen sie ihr satanisches, teuflisches Spiel.
      Hintergrund
      Satan ist das Böse schlechthin. Er ist Ausdruck von Haß, Zorn, Zerstörung, Dunkelheit, Macht-
      streben, Kälte, schweren Krankheiten, Begrenzung, Enge, Endlichkeit… Er erzeugt Angst und
      Schrecken. In der Offenbarung können wir lesen: „Noch ein Zeichen erschien am Himmel:
      Ein großer feuerroter Drachen mit sieben Köpfen, zehn Hörnern, und auf seinen Köpfen sie-
      ben Diademe. Sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf
      sie auf die Erde.“
      Während die Engel ihre Macht zum Guten einsetzen, verfolgt Satan oder der Teufel, von Haß
      auf Gott und die Menschen erfüllt, ausschließlich unheilvolle Zwecke. Gott hätte diese Kraft
      vernichten können, doch in seiner unendlichen Liebe und Güte läßt er es zu, daß diese
      Kräfte auf der Erde walten. Sie sind zwar für sich genommen böse, aber nichtsdestoweniger
      sind sie auch Mittel und Anreiz zur moralischen Vervollkommnung. Somit wird Satan unfrei-
      willig als dunkle Kraft in den Heilplan der Menschenseele miteingebunden. Die Hölle, die
      für Menschen daraus entsteht, ist selbstgebastelter Natur. Die wahre Hölle ist die Entfernung
      von Gott. Ein Leben geprägt von Kälte, Dunkelheit und Umherirren.
      Satan ist der Fürst der Hölle. Die Engel, die sich ihm angeschlossen haben, wurden Dämonen.
      Diese Dämonen suchen uns im Auftrag heim, bringen uns schwere Krankheiten, Leid und
      Schicksalsschläge. Doch sind sie nicht unbesiegbar. Sie fürchten Gott und das Licht. Die Seele
      des Menschen kann, solange sie möchte, in den dunklen Gefilden umherirren. Sie wird sich
      selbst vernichten, indem sie ihr Licht zum Erlöschen bringt, oder sie besinnt sich und tritt
      den Weg zurück an. Durch die Kräfte der Finsternis haben wir die Möglichkeit zur Wahl er-
      halten, uns für die eine oder andere Seite zu entscheiden, oder in den Zwischenwelten
      herumzuirren.
      Bedeutung
      Satan ist die finstere Kraft der materiellen Welt. Er ist die Dunkelheit. Er offenbart sich in
      den finstersten Ereignissen, durch schwere Krankheiten, Schicksalsschläge, Kriege, Katastro-
      phen jeglicher Art, Kälte im Umgang mit anderen, die Saat des Zweifels, der Zerstörung, Zer-
      setzung etc. Es ist die Kraft, die mit aller Macht gegen das Göttliche arbeitet.
      Doch das Göttlich-Geistige ist unendlich, die satanische Kraft hingegen endlich. Sie muß sich
      irgendwann im Lichte des Göttlichen auflösen. Diese Kräfte, die in der Materie walten, sind
      unsere erbittertsten Feinde und gleichzeitig unsere größten Lehrer. Durch sie können wir
      stark werden. Woher will ich wissen, was satt sein bedeutet, wenn ich Hunger nicht kenne?
      Wie kann ich Gesundheit schätzen, wenn ich keine Krankheit kenne? Wie kann ich mein
      Leben als wertvoll erachten, wenn ich nicht den Tod vor Augen habe? Woher will ich wissen,
      was Gemeinsamkeit bedeutet, wenn ich die Einsamkeit nicht kenne? Durch die Kraft der
      Gegensätze werden wir geschult. Es liegt an uns zu entscheiden, ob wir Satan unsere Seele
      verkaufen, oder an ihm wachsen und stark werden. Wir können durch ihn zum Meister des
      Lebens und bewußt in Gott erwachen.
      Meistens walten die Kräfte der Finsternis, wenn wir schwere Zeiten durchmachen, wenn
      wir müde, schwach, angeschlagen sind. Doch sie haben ihre Zeit. Dann müßen sie weichen,
      immer. In solchen Zeiten heißt es durchhalten und den Blick auf das Licht gerichtet durch
      Täler und Schluchten der Nacht maschieren. Bis das ewige Licht wieder unseren Weg be-
      leuchtet.
      Nimm die Lehre an. Entdecke die Gnade in dunklen Zeiten, entwickle Demut und Dank-
      barkeit. Mache die Angst zu deinem Verbündeten. Sie kann deine Medizin und Kraft
      werden.
      Die Botschaft der Engel für diese Zeiten lautet: DU BIST EINE GÖTTLICHE SEELE, DIE EINE
      IRDISCHE ERFAHRUNG MACHT. Mache deine Angst in dunklen Zeiten zu deinem Verbün-
      deten. Sie ist eine starke Medizin.
      Ritual
      * Sieg des Lichtes *
      Wenn die satanische Kraft in deinem Leben waltet, ist gut zu wissen, daß sie nur eine be-
      grenzte Zeit hat. Dann muß sie weichen, immer. Wenn dich die Angst in der Nacht be-
      schleicht und dich quält, so kann sie sich nur bis zum ersten Lichtstrahl des Morgens hal-
      ten. Danach ist der ganze Spuk vorbei, als ob nichts gewesen sei. Auch wenn die schwe-
      ren Zeiten, die von Krankheit, Trennung, einer Katastrophe überschattet werden, lange
      dauern – irgendwann muß diese Kraft weichen, sofern du sie nicht mit der Kraft deines
      Geistes und durch Anhaftung an die Vergangenheit immer wieder neu belebst.
      Folge dem Weg. Lasse immer wieder Veränderung in deinem Leben zu. Du stirbst in
      deinem Leben tausendmal und wirst auch tausendmal wiedergeboren. Jeder Tag geht zu
      Ende. Jedes Jahr geht vorüber. Das Leben ist ein dauernder Abschied und Neubeginn.
      Stelle dich nicht gegen das Leben. Wenn du weinen mußt, weine. Wenn du lachen willst,
      lache. Folge dem Leben.
      Wenn die Kräfte der Finsternis sich deiner bemächtigen, dann handele. Meistens ist
      diese Kraft im Sonnengeflecht spürbar. Es fühlt sich an wie ein Drücken auf der Magenge-
      gend. Spürst du sie, dann zünde eine Kerze an. Bete. Bitte die Engel, bitte Gott um Hilfe
      in deiner Not. Bitte deine persönliche Engelgruppe, deinen Schutzengel, dir jetzt be-
      sonders beizustehen. Hülle dich in Licht. Rufe Erzengel Michael und seine Legionen, dich
      freizuschneiden aus den dunklen Fäden der Vergangenheit. Vertraue dich einer Freundin
      an. Gehe mit Kraft von Archaii Faith in deine Mitte, dort bist du sicher.
      Als Jesus in der Wüste durch Satan geprüft wurde, sprach er: „Hebe dich hinweg, Satan!“
      Da mußte der Teufel weichen. Auch du kannst diese Affirmation benutzen. Stelle dich
      der Kraft. Erkenne sie und verjage sie. Sie fürchtet dein Licht und deine göttliche Kraft.
      Auch Weihrauch und Salbeiräucherung verscheuchen die Dämonen der Finsternis und
      Salzbäder schützen vor ihnen.
      Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, diese Kraft zu bannen, durch Rituale, Mantars,
      Amulette, Lieder, Gebete ect. Wichtig ist jedoch, daß du deine eigenen Kräfte aktivierst.
      Dadurch lernst du, deine wahre Stärke zu erkennen und zu leben.

  20. Ein ausgezeichnetes Interview. Sehr sehenswert.
    Eine kleine Sache möchte ich ansprechen. Menschen, die sich einmal einer Religion verschrieben haben wie z.B. als Priester, tun dies meist auf ethischen Überzeugungen und der Glaube an dieses Gute wird irgendwann gleichgesetzt mit dem Glauben an (einen) Gott. Und wenn das kalte Erwachen kommt, wenn sie feststellen, dass die Religionsgemeinschaft oder deren Herrschaftspyramide überhaupt nicht gut ist und sie sich dann davon enttäuscht abwenden, nachdem sie sich ein Leben lang dem gewidmet haben, können sie dennoch nicht die Idee aufgeben, mit der sie von Anfang an getäuscht wurden. Weil die Idee des Gottes für sie die Bedeutung des Guten trägt, können sie sie nicht aufgeben und sie sehen den Atheismus als einen Verlust der Ethik. Der große Irrtum ist aber die Gleichsetzung vom Glauben an das Übernatürliche und gute innere Werte.

    Wer die Welt anschaut und die verschiedenen Gottheiten und wer einigermaßen logisch und realistisch denken kann, der kommt fast zwangsläufig beim Atheismus aus. Gottglauben ist eine emotionale und psychologische Geschichte – der liebe Gott ist eigentlich das Ethikzentrum des Gläubigen. In der Realität existiert kein Wesen, dass den Gebeten lauscht, aber es ist ein heilendes Selbstgespräch des Gläubigen mit seinem ausgelagerten Wertekodex.

    Wer ein ethisches Leben anstrebt, der sollte sich der Bedeutung der Ethik bewusst werden. Diese beruht auf den realen Gegebenheiten von Schadensvermeidung und Unterstützung auf dem Hintergrund von Körper und Geist der Subjekte der Welt. Dazu ist ein Gottglauben eher schädlich, denn es ist ein Umweg, auf dem Details verloren gehen.

    Vielen Dank fürs Lesen 🙂

    • @ Verbalästhet: „..Gottglauben eher schädlich,..“

      Wenn mit dem Begriff „Gottglauben“ ein Glauben an das Sein eines Gottesbildes gemeint ist, das sich jemand selber ausmalte, dann stimme ich dem zu. Da wäre besser, solcher Mensch würde sich selbst als den Maler solchen Bildes erkennen, statt diesem selbst gemachten Bild zu räuchern.

      Doch ich behaupte, dass folgendes möglich ist. Wir kennen die Erzählungen des Lebens Jesu Christi. Laut den Evangelien hat er als Erdenmensch dies und jenes durchlebt. Und da gibt es die Beschreibung der Fusswaschung.
      Später die Dornenkrönung. Dann der mystische Tod, die Grablegung und die Auferstehung.
      Wenn ein Mensch dasjenige, was Christus äusserlich durchmachte, innerlich durchlebt, dann ist ihm möglich, eine reale geistige Welt geistig zu schauen, Gott zu schauen. Das setzt allerdings voraus, eine Metamorphose des Bewusstseins zu durchleben. Man muss auch den mystischen Tod durchleben und Auferstehung in sich feiern.
      Das Bewusstsein wird so ein Höheres. Und nur im höheren Bewusstseinszustand ist möglich, den Christus im Aetherischen zu erleben, wie Paulus vor Damaskus ihn erlebte.

      Das setzt eine ausserkörperliche Erfahrung voraus, in der das alte Selbst stirbt und ein Mensch neu geboren wird.
      Das ist ein goetheanischer Stirb und Werde-Prozess, in dem der Christus der Richter ist. Das alte Selbst des Paulus war Saulus gewesen. Dieses alte Selbst starb vor Damaskus, und indem es starb wurde der neue Mensch geboren, der Paulus ist. In den alten Mysterienschulen wurde den Kandidaten der Initiation eine Nahtoderfahrung künstlich ermöglicht. Durch solche Erfahrung kamen sie zu einem Wissen. Das ist etwas ganz Anderes, als ein Glauben an die selbst gemalten Gottes – Bilder. Das ist das direkte Wissen vom Maler. Wer im höheren Bewusstseinszustand ein Gewitter beobachtet, sieht einerseits das äusserlich wahrnehmbare Phänomen und andererseits schaut er durch die Chakren ein ewiglebendiges Wort, das aus sich heraus das Naturphänomen hervorbringt, und wenn es möglich wird, erlebt er dieses Geistige in sich.
      Als Atheist werden Sie vielleicht über mein Gestammel lachen. Das nehme ich in Kauf.

  21. Mitschrift der Radiosendung „Redefreiheit“ mit Eugen Drewermann zum Thema „Terror“, Nordwestradio, Radio Bremen,
    26.09.2015. Die Sendung kann noch bis 09/2016 nachgehört werden. Sie besteht aus drei Teilen: Einführung ins Thema (Drewerwann kommentiert kurze Texte aus Büchern zum Thema) Teil zwei und drei: Drewermann beantwortet Zuhörerfragen zum Thema. Empfehlenswert.

    http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/redefreiheit/redefreiheit-terror100.html

    Lüge und Terror
    Was tatsächlich gut tut ist die Wahrheit,
    ist die Ehrlichkeit,
    ist die Menschlichkeit,
    sind all die Dinge aus denen wirklich Leben sich formt.
    Sinn geboren wird; Freude entsteht.
    Das ist so einfach nicht kaputt zu kriegen.
    Das sind die Grundtatsachen des Zusammenlebens

    Lügen sind überproporzioniert
    In der Wahrnehmung,
    weil sie weh tun
    und weil sie mit dem Erringen von Macht verbunden sind.
    Dann muss man einfach nur vergleichen:
    Weil Lüge ein Kampfmittel ist
    Dient es der Zerstörung
    Es gibt kein Krieg in der Gegenwart, der nicht mit einer Lüge begonnen hat.
    Die Tatsache ist, sie können etwas viel einfacher zerstören als aufbauen
    Die Lüge wird nie im Stande sein, das Leben auszurotten.
    Das Leben ist immer stärker
    Die Lüge ist nur ein Teil innerhalb von Kampfprozessen,
    die das Leben noch gerade zulässt.
    Das es völlig destruktiv wird ist der Lüge nicht erlaubt.
    Sie lebt im Grunde genommen parasitär von der Wahrheit,
    die es immer auch gibt.
    Wenn’s nur die Lüge gäbe, wären wir am Ende der Sprache.

  22. Danke Ken für dieses Wahnsinnsgespräch – Ich bin Drewermann-Fan seit er damals sich gegen die katholischen Dogmen – sein Buch: „Worum es eigentlich geht“ gewehrt hat ….und letztendlich ausgetreten ist.

    Danke aus Berlin – gg20.de

  23. Hallo liebe Mit – Kommentatoren, hallo liebes KenFM – Team,

    bedenkenswert finde ich Folgendes:
    Unter den vier Schlagwörtern Genetik, Terrorismus, Emmanuelle Carpentier und Sicherheit wird deutlich, was Mensch sein heute wirklich bedeutet…

    http://www.arte.tv/guide/de/060828-138-A/28-minuten?autoplay=1

    Zum Thema Genetik:
    Emmanuelle Carpentier sagt sinngemäß: „Die neuste „Genetik-Chirurgie-Technologie“ wurde aufgrund ethischer Risiken (z.B. der Manipulation von embryonalen Stammzellen) noch nicht am Menschen erprobt. Jedoch ist die Technologie sehr nützlich und ökonomisch vielversprechend z.B. für neue Anwendungsgebiete von industriell hergestellten Medikamenten.

    Zum Thema Terrorismusbekämpfung:
    Béatrice Brugère sagt sinngemäß: „Eigentlich sind es mehrere Gründe, aber einer fehlt ins Gewicht: Es fehlt die strategische Analyse des Geschehens. Da alle Sicherheitskräfte im Dunkeln tappen, der Justiz geht es nicht viel anders. Daher weiß man nicht mehr, was die Ziele sind. Die Erhöhung der finanziellen Mittel führt nicht zu mehr Sicherheit. Es gab Informationen, aber keine Auswertung. So ist es. (…) Ist die Information in einer Kartei ausreichend und aussagekräftig? Die Information war sinnlos, man ließ ihn gewähren. Darum geht es. (…)

    Mein Mensch sein bedeutet mir folgendes:
    https://de.pinterest.com/pin/511721576390179689/

    Herzliche Grüße

  24. Vielen Dank für dieses Gespräch. Ich war froh, dass Ken Herrn Drewermann hat absprechen lassen, denn was dieser auszuführen hatte war Wort für Wort hörenswert. Gespräche dieser Art sucht man im TV vergebens: mit Respekt vor dem Gesprächspartner und dem was er zu sagen hat. Ich finde es bemerkenswert, dass Herr Drewermann seinen festen Glauben unabhängig von der Institution der Kirche hat aufrechterhalten können. Ich wünschte ich könnte genauso glauben, trotz der Welt wie sie ist.

    • @ Robby Geyersbach: “ Ich wünschte, ich könnte genauso glauben, trotz der Welt wie sie ist.“

      Lieber Herr Geyersbach,

      Sie haben diesen Wunsch heute geäussert, an diesem sehr besonderen Tag. Manche Menschen haben zuerst einen Glauben, der wie ein Senfkorn ist. Dann geben sie dieses Senfkorn in die Erde, wo es stirbt, verfault, woraus dann eine grosse Pflanze empordringt, die Früchte bringt. Im Vergleich zum Glauben ist diese Pflanze eine aus dem Glauben gewordene Erkenntnis.
      Wenn wir ein Senfkorn wissenschaftlich analysieren lassen auf seine materiellen bestandteile hin, dann kann uns die Wissenschaft erklären, dass soundsoviel Prozent an Zellulose,Eiweiss,Oel,Wasser und so weiter drin enthalten sind.

      Wenn wir nun die Wissenschaft bitten, genau diese materiellen Stoffe zu einer Form des Senfkornes zusammen zu fügen, wird dieses Ding trotzdem nicht leben. Es besteht zwar aus genau diesen Stoffen, doch es hat kein Leben.
      Es gibt Hierarchien auf der Erde. Mineralien haben einen materiellen körper, aber kein Leben, wie die Pflanze es hat, die ausser dem materiellen Körper auch noch Leben hat. Beides hat auch das Tier, doch zu dem materiellen Körper und dem Vitalkörper hinzu hat diese Hierarchie auch noch Sinnesorgane. Die hat es vom Kosmos. Es gibt z.B. Tiere, die irgendwann in unterirdische Höhlen wanderten, wo sie ohne Sonnenlicht leben, und deren Augen verkümmerten, bildeten sich zurück. Es ist die Sonnenwirkung, durch welche die Augen entstanden sind.

      Der Mensch hat all das auch in sich, was Tiere,Pflanzen und Mineralien haben, er hat den physischen Körper samt Knochengerüst. Das ist mineralisch. Er hat Wachstumskräfte wie die Pflanze sie hat und das Tier sie hat, und er hat Sinnesorgane wie beim Tier auch solche da sind. Doch der Mensch hat ein Ich in sich. Beim Tier ist das einzelne Ich eines für die gesamte Gattung. Tiere sind Exemplare einer Gattung. Menschen sind Individuen.

      Der Mensch hat erlernt, das Feuer zu gebrauchen. Im Alten Testament steht geschrieben: Gott ist ein verzehrendes Feuer. Der Mensch stammt vom göttlichen Funken ab, wovor der Affe ängstlich davonlief !

  25. Und wieder habe ich mit großer Achtung eine andere Seite von Ken Jebsen kennen gelernt; eine ruhige, empathische und respektvoll zurückhaltende. Er akzeptiert die Atmosphäre seines Gesprächspartners – nein, mehr noch – er gibt ihm Raum. Raum, den es braucht, einer Persönlichkeit wie Eugen Drewermann gerecht werden zu können.

    Dabei ist in mir eine Idee entstanden:
    Wenn es bestimmte Personlichkeitsstrukturen gibt, die prädestiniert sind, in den heutigen Systemen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Leader-Positionen einzunehmen, warum nicht einmal hinterfragen, welche Einflüsse und Prägungen dazu führen. Und damit wären wir bei der Zielgruppe Mensch – diesmal nicht für, sondern über den Menschen. O.g. Systeme bestehen aus Menschen und bedienen sich ihrer. Ich denke da an eine Gesprächsrunde mit Teilnehmern z.B. aus interdisziplinären Wissenschaften und Kulturschaffende, die es sich zur Aufgabe machen würden, Eigenschaften von Leader- und Gefolgs-Typen heraus zu arbeiten. Nach meinem Verständnis würde das Aufklärung für den Menschen im besten Sinne betreiben, denn unsere Zukunft braucht dringend reflektierte Menschen.

  26. Und nun zu den Tieren.

    Wenn ich beobachte, wie eine Katze mit einer Maus spielt, dann tut mir die Maus genauso leid wie mir ein Kaninchen leid tun würde, während ich ihm den Hals umdrehe. Ich könnte das Leid der Maus verhindern. Aber ich tue es nicht.

    • Ein Sadist hat Spaß daran, zu erleben wie andere leiden und findet es besonders geil, die Macht zu haben, dieses Leiden hervorzurufen oder nicht zu verhindern. Ich habe keinen Spaß daran, zuzusehen, wie eine Katze mit einer Maus spielt, und ich habe keinen Spaß daran, einem Kaninchen den Hals umzudrehen.

      Ich habe viele machtgeile, sadistische und selbstmitleidige Menschen kennengelernt, denen es sehr wichtig ist, dass Tiere weniger leiden sollen. Geilheit und Ekel tritt im Doppelpack auf.

    • @Streng Geheim schreibt u.a. „Ich habe viele machtgeile, sadistische und selbstmitleidige Menschen kennengelernt, denen es sehr wichtig ist, dass Tiere weniger leiden sollen.“

      Haben die Sadisten – die DU kennst – eine Therapie gemacht?

      Ist für DICH George Friedman ein sadistischer und machtgeiler Mensch?

    • @Streng Geheim schreibt: „Und nun zu den Tieren.“
      Wenn man diesen Satz liest, hat man den Eindruck, DU hast hier etwas abzuarbeiten.
      Bist DU einer der 20.000?

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      Haben die Sadisten – die DU kennst – eine Therapie gemacht?

      Die fühlen sich eher dazu berufen, andere zu therapieren.

      Ist für DICH George Friedman ein sadistischer und machtgeiler Mensch?

      Ich kenne den nicht. Ich habe nur von seinem Vortrag gehört.
      Es gibt Menschen, die das derzeitige Vorgehen der USA für das kleinere Übel halten, die befürchten, dass wenn andere mächtiger würden, es viel schlimmer würde. Madeleine Albrights „I think this is a very hard choice, but the price — we think the price is worth it.“ macht das deutlich.
      Man braucht diesen Leuten weder Sadismus noch Machtgeilheit zu unterstellen.

    • @ Streng Geheim, DU schreibst u.a.
      „…Die fühlen sich eher dazu berufen, andere zu therapieren…“
      Leben sie ihre Freude am Quälen noch aus?
      +
      „…Man braucht diesen Leuten weder Sadismus noch Machtgeilheit zu unterstellen…“
      DU bist Nutznießer und nicht der leidtragende Mensch, IHRER Besessenheit!?!

  27. @ Christa Bauer: Nein, nein, Sie haben alles, was ich sagte, falsch verstanden. Mir geht es darum, aufzuzeigen, dass es Freiheit braucht, um Erkenntnisse real erlangen zu können. Auch für die Möglichkeit, Erkenntnis betreffs moralischer Qualitäten erlangen zu können, braucht es innere Freiheit in Form von Einsicht.
    Es geht mir sehr wohl um ein Miteinander, nur um ein Miteinander der freien Individuen.
    IHre Unterstellung:“ sie wollen nichts für die gemeinschaft tun“ prallt von mir ab, trifft nicht mich als Person, denn ich tue eine ganze Menge für eine bestimmte Gemeinschaft. Z.B. bemühe ich mich darum, hier den Wert der Freiheit und des Individualismus zu veranschaulichen. Das tue ich für andere, die das lesen, auch für Sie ! Auch habe ich beschlossen, die Arbeit des Ken Jebsen mit zu finanzieren, was in den nächsten Tagen geschehen soll.
    Zum Thema Glück: Das Glück des einzelnen ist untrennbar mit dem Glück aller verbunden. Glück vermehrt sich, wenn wir es teilen.

  28. @ Christa Bauer: Nein, nein, Sie haben alles, was ich sagte, falsch verstanden. Mir geht es darum, aufzuzeigen, dass es Freiheit braucht, um Erkenntnisse real erlangen zu können. Auch für die Möglichkeit, Erkenntnis betreffs moralischer Qualitäten erlangen zu können, braucht es innere Freiheit in Form von Einsicht.
    Es geht mir sehr wohl um ein Miteinander, nur um ein Miteinander der freien Individuen.
    IHre Unterstellung:“ sie wollen nichts für die gemeinschaft tun“ prallt von mir ab, trifft nicht mich als Person, denn ich tue eine ganze Menge für eine bestimmte Gemeinschaft. Z.B. bemühe ich mich darum, hier den Wert der Freiheit und des Individualismus zu veranschaulichen. Das tue ich für andere, die das lesen, auch für Sie ! Auch habe ich beschlossen, die Arbeit des Ken Jebsen mit zu finanzieren, was in den nächsten Tagen geschehen soll.
    Zum Thema Glück: Das Glück des einzelnen ist untrennbar mit dem Glück aller verbunden. Glück vermehrt sich, wenn wir es teilen.

  29. Wenn Frau Bauer behauptet, höhere Bildung sei für gewisse Erkenntnis nicht notwendig, wir bräuchten nur einen „Kodex“, und ein „Regelwerk“, ist das ihre Sache, nicht meine. Ich will den freien Menschen. Nicht ein Rädchen im Getriebe eines Regelwerkes, aus dem man gar nicht herauskommen könnte. Freiheit bedeutet, aus der Reihe tanzen zu können.

    • @michaela, jetzt verstehe ich: es geht ihnen nicht um das erkennen von gut oder schlecht, um das erkennen von richtig oder falsch. Es geht ihnen nicht um ein miteinander — um ein miteinander, in dem jeder seinen anspruch auf glück verwirklichen kann Es geht ihnen ja nicht einmal um die nebensächlichkeit höherer bildung. Es geht ihnen darum »aus der reihe tanzen zu können«

      Michaela, das hätten sie doch gleich sagen können: sie wollen nicht in der gemeinschaft wirken, sie wollen nichts für die gemeinschaft tun, sie wollen aus der reihe tanzen.

      Nun ja michaela, das ist zwar schade — aber niemand wird ihnen die freiheit nehmen aus dieser reihe zu tanzen.

  30. Sehr schön. Vielen Dank an das Team für ein weiteres erhellendes Interview. Herr Drewermann ist ein freier, souveräner, ganzheitlicher – nicht gespaltener – Mensch. Er integriert so sicher Gefühl und Verstand ineinander, dass ich beim Zuhören ganz ruhig geworden bin – trotz all seiner beunruhigenden Analysen.

  31. @ Christa Bauer: „Höhere Bildung ist zur Erkenntnis von Gut und Böse nicht notwendig.“

    Was ist denn grundsätzlich für die Erkenntnis von Qualitäten notwendig ? Welches Gute muss ich unbedingt haben, um erkennen zu können, was das Gegenteil des Guten ist ? Simples Beispiel: Vor mir liegen zwei gleich aussehende Aepfel.
    Ich weiss, dass einer von den zwei Aepfeln vergiftet ist, also schlecht ist, der andere ist geniessbar.
    Um die Erkenntnis wirklich erlangen zu können, welcher Apfel vergiftet ist, welcher nicht, muss ich unbedingt die FREIHEIT haben, das ERFORSCHEN zu können. Diese FREIHEIT der Forschung ist DAS GUTE, ohne das ich nicht die Erkenntnis erlangen könnte. Erlangbarkeit von Erkenntnissen setzt dieses Gute, was die Freiheit ist, voraus. Für die Erkenntnis moralischer Qualitäten braucht es innere Freiheit.
    FAZIT:Freiheit Selber ist dasjenige GUTE, ohne das keine Erkenntnis des Gegenteils des Guten möglich wäre. Wenn also die Forschungs-Freiheit das Gute ist, dann ist das Böse das Gegenteil von innerer und äusserer Freiheit, also innere Unfreiheit, äussere Sklaverei und so weiter sind das Böse.
    Anderes Beispiel: Wenn Ken Jebsen einen Sachverhalt kennenlernen will, dann muss er unbedingt die Freiheit haben, diesen Sachverhalt recherchieren zu können.Dieses Gute: Recherche-Freiheit muss er haben, um uns objektiv darüber informieren zu können.
    Ohne Freiheit wäre alles Reden von Moral kompletter Unsinn. Z.B. wird man keinen geistig Behinderten für eine Straftat vor Gericht stellen und verurteilen. Weil er nicht die innere Freiheit hat, zwischen Gutem und Bösem unterscheiden zu können.
    Man stellt auch kein Schwein vor Gericht, weil es den dummen Bauern gebissen hatte.
    Wer gewaltsam gezwungen wird, etwas zu tun, ist nicht juristisch für die Tat selber verantwortlich, weil ihm die äussere Freiheit fehlte. Freiheit ist das Gute, ohne das wir das Böse als solches gar nicht erkennen könnten.

    • @michaela

      Bitte verwenden sie doch direkt den »antworten« button bei der jeweiligen diskussion. Wenn sie, in diesem falle mich, ansprechen und irgendwo eine neue kommentarlinie eröffnen, kann es sein, daß ich gar nicht bemerke, daß sie mit mir »sprechen«, weil ich z.b. nicht weiter nach unten gescrollt habe und ich sie daher übersehe — wenngleich auch nicht aus unhöflichkeit.

      Tut mir leid ihnen das offensichtliche sagen zu müssen, aber: meine antwort auf die fragen von »@milchmaedchen« bezogen und behandelten eben die fragen und den kommentar von @milchmaedchen. Sie haben sich mit völlig neuen inhalten in das gespräch eingebracht, und darüber hinaus ihre fragen gleich selbst beantwortet.

      Ich sprach von geistiger reifung und umkehr bei verfehlungen — sie sprechen von recherchefreiheit.

      Ich sprach von einem regelwerk, nach dem wir leben sollten — sie sprechen von qualitäten und einem vergifteten apfel.

      Ich sprach von der unterscheidung von gut und böse aufgrund dieses regelwerkes — sie sprechen von freiheit, moral, unsinn, geistiger behinderung und schweinen.

      Und daher verstehe ich tatsächlich nicht, was sie mir sagen wollen.

    • Den Freiheitsbegriff kann man quasi für alles und nichts verwenden, denn er verhält sich wie ein Kaugummi und paßt sich den jeweiligen Erfordernissen an. Wenn jemand von Freiheit spricht, dann frage ich mich immer als erstes: Freiheit wovon? Vom Zwang der Verantwortung, wie das bei fast allen Begriffen der Fall ist, die irgendwie das Fremdwort „liberal“ oder libertär“ beinhalten? Freiheit von Abhängigkeit? Freiheit von Zwängen? Von geistigen Zwängen? Von wirtschaftlicher Benachteiligung? Mit dem Freiheitsbegriff fängt man Bauern und alle anderen, die sich unterdrückt, bedrängt und in Not fühlen. Mit dem Freiheitsbegriff stellt man seinen Zuhörern gewöhnlich etwas in Aussicht, das man nicht liefern kann, ja meist gar nicht herzustellen beabsichtigt:

      Der Kampf um die Freiheit wurde von den Unterdrückten, die neue Freiheiten beanspruchten, gegen jene ausgefochten, die Privilegien zu verteidigen hatten. Immer wenn eine Klasse um ihre eigene Befreiung kämpfte, so tat sie das in dem Glauben, für die menschliche Freiheit als solche zu kämpfen, so daß sie an ein Ideal, an die Sehnsucht nach Freiheit bei allen Unterdrückten appellieren konnte. In diesem langen und praktisch noch immer andauernden Kampf um die Freiheit liefen jedoch Klassen, die gegen die Unterdrückung gekämpft hatten, in einem gewissen Stadium zu den Feinden der Freiheit über, nämlich dann, wenn der Sieg errungen war und es galt, neue Privilegien zu verteidigen.

      „Die ernste Gefahr für unsere Demokratie besteht nicht in der Existenz totalitärer fremder Staaten. Sie besteht darin, daß in unseren eigenen persönlichen Einstellungen und in unseren eigenen Institutionen Bedingungen herrschen, die der Autorität von außen, der Disziplin, der Uniformität und Abhängigkeit vom Führer in diesen Ländern zum Sieg verhelfen. Demnach befindet sich das Schlachtfeld hier – in uns selbst und in unseren Institutionen“ (John Dewey, 1939).

      Wenn man den Faschismusbegriff erweitert, so daß er nicht nur ein diktatorisches System beschreibt, wie wir es im Dritten Reich und gleichzeitig in Italien hatten, kann man durchaus sagen, daß die Faschismusgefahr immer dann größer wird, wenn die verschiedenen Freiheiten für das Individuum abnehmen; wenn die Kontrolle des Staates – der ja nicht der Staat des kleinen Mannes ohne Status ist, sondern vielmehr die Ordnungsmacht jener Menschen, die einen gewissen gesellschaftlichen Status innehaben – über seine Untertanen zunimmt, wenn bereits erkämpfte Rechte wieder weggenommen werden, wenn der Staat gar in einen Angriffskrieg zieht und sich an Mord- und Raubzügen beteiligt. Und genau das haben wir heute wieder, auch wenn die meisten Menschen das noch immer nicht wahrhaben wollen. Es gibt Kräfte – eben jene Leute mit sehr hohem Status –, die alles dafür tun, damit dieser Faschismus, der das größtmögliche Machtgefälle zwischen denen da oben und denen da unten herzustellen vermag und aus dem sie ihre eingebildete Bedeutung ableiten, wieder Fuß faßt und ihnen wieder dieses grenzenlose Machtgefühl beschert, von dem sie eine gewisse Zufriedenheit erwarten, weil sie nicht wissen (wollen), daß Machtgier niemals vollständig befriedigt werden kann. Das ist die eine Seite.

      Die andere Seite besteht in unseren frühkindlichen Prägungen, die uns als Erwachsene zu willfährigen Untertanen machen, die unsere Gehorsamsbereitschaft überhaupt erst erzeugen und unsere Unterwerfungsbereitschaft (nach beiden Seiten) festigen und für unser ganzes Leben zementieren. Gesellschaften mit einer überwiegenden Anzahl derart geprägter Menschen müssen sich zwangsläufig immer wieder in diese Richtung entwickeln, denn den Knecht verlangt es genau so nach seinem Herrn, wie den Herrn nach seinen Knechten. Damit will ich zum Ausdruck bringen, daß die meisten Menschen zwar nicht wissen und auch nicht glauben, daß sie zu vollständiger Unterwerfung neigen, so lange man sie nicht von ihnen einfordert, in jenem Falle aber genau das tun, was man ihnen von oben befiehlt. Stanley Milgram hat das mit seinen berühmten Experimenten, die auch später von anderen mit demselben Resultat wiederholt wurden, eindrücklich gezeigt.

      Wer sich mit dieser Thematik eingehender auseinandersetzen möchte, dem lege ich das oben bereits genannte Buch wärmstens ans Herz, denn Erich Fromm vermag sehr anschaulich und verständlich komplexe psychologische und gesellschaftliche, also psychosoziale Zusammenhänge darzustellen, die auch einem Laien und weitgehend ungebildeten Menschen verständlich erscheinen. Auch das Buch von Stanley Milgram ist sehr beeindruckend in seiner Darstellung der grauenhaften Einzelheiten, die er von ganz normalen Menschen zu berichten weiß, die von sich glaubten, sie würden auch auf Befehl niemandem Schmerzen zufügen und dann doch genau das taten. Last but not least möchte ich auch die Bücher von Arno Gruen nicht unerwähnt lassen, der sehr detailliert und facettenreich die Abrichtung des Menschen zum Gehorsam, zur Unterwürfigkeit und zur Entfremdung von sich selbst zu erklären weiß. Als Ergänzung und etwas neueren Datums, da der Autor noch unter uns weilt, und das quicklebendig, wie es scheint, sei auch Gerald Hüther erwähnt, der in dieselbe „Kerbe schlägt“ wie Fromm, Gruen, Milgram und eben auch Eugen Drewermann.

      http://www.irwish.de/bin/FrommPdf.zip
      http://www.irwish.de/bin/Gruen.zip
      http://www.irwish.de/pdf/Milgram.pdf
      http://www.irwish.de/bin/Huether.zip

    • Bitte verwenden sie doch direkt den »antworten« button bei der jeweiligen diskussion.

      Dies ist ein Blog und kein Forum. Es ist technisch nicht vorgesehen, dass man einen Kommentar zu einem Kommentar zu einen Kommentar schreibt.
      Ich weiß nicht, ob KenFM einen Blog haben will, weil KenFM nur Kommentare zum Artikel, aber keine Diskussion haben will, oder ob KenFM eine Diskussion haben will, aber aus Unkenntnis dazu nicht passende Software verwendet.

    • @sg007 streng geheim — na es geht schon, man kann zumindest im jeweilig eröffneten kommentarbereich bleiben. Sie haben ja auch konsequenterweise hier direkt geantwortet. Das meinte ich mit den »antwort« button verwenden.

      Und ja, das mit dem rudimentär verwendbaren kommentarbereich habe ich gleich anfangs angesprochen, direkt an das kenfm team adressiert, aber es hat keine reaktion diesbezüglich und im weiteren stattgefunden.

      Warum der kommentarbereich derart »einfach« gehalten bleibt? Naja, keine ahnung. Das mindeste wäre eine editier- oder löschfunktion.

      Daß unkenntnis in bezug auf die möglichkeit entsprechend einsetzbarer kommentar-software der grund wäre? Kann ich mir bei dieser professionalität nicht gut vorstellen.

    • Und ja, das mit dem rudimentär verwendbaren kommentarbereich habe ich gleich anfangs angesprochen, direkt an das kenfm team adressiert, aber es hat keine reaktion diesbezüglich und im weiteren stattgefunden.

      Dann sind wir schon zu zweit.

      Warum der kommentarbereich derart »einfach« gehalten bleibt? Naja, keine ahnung.

      Ein Forum zu betreuen ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Die Beiträge müssen alle gelesen und freigeschaltet werden. Wenn das unzureichend geschieht, dann setzt jemand böswillig etwas da rein, KenFM kriegt die juristische Keule drüber und das war es dann mit der Meinungsäußerungsfreiheit.

      Das mindeste wäre eine editier- oder löschfunktion.

      Dann müsste das wieder jemand überprüfen und freischalten.

      Daß unkenntnis in bezug auf die möglichkeit entsprechend einsetzbarer kommentar-software der grund wäre? Kann ich mir bei dieser professionalität nicht gut vorstellen.

      Es geht nicht um die Professionalität im Journalistischen. Es geht um die Professionalität im Computerbereich.

      Die haben einfach eine Blogsoftware genommen, die viele andere auch nehmen. Dass es da noch so Klimbim mit Friends, Notifications und Messages gibt, stört nicht weiter, benutzt eh keiner. Dass die Videos riesig groß sind und Youtube benutzt wird, stört auch nicht.

  32. Das mit dem Weltgerichtshof lehne ich ab.
    Wer soll denn da nach welchen Kriterien richten? Die Erfahrung lehrt, dass Macht korrumpiert und absolute Macht absolut korrumpiert.
    Die Rechtsstaaten haben uns vor über hundert Jahren ein relativ friedliches Miteinander beschert, aber dann zur Knochenmühle von Verdun geführt. Wenn wir das noch weiter treiben, nämlich zum Weltgericht, werden wir noch viel Schlimmeres als die Ereignisse der letzten hundert Jahre erleben.

    • @ Streng Geheim: “ Das mit dem Weltgerichtshof lehne ich ab.“

      Das lehne auch ich ab. Aber genau das ist, was Globalisierer wollen ! Weltgerichtshof, Weltpolizei,Weltordnung,Weltreligion und Einheitsdenken. Gleichmacherei. Das wäre wie EIN Rasierapparat, in den ALLE Männer nur ihre Köpfe hineinstecken müssten, und -zackzack-wären sie ALLE GLEICH rasiert. Egal, wenn einer einen grösseren Kopf hätte, weil: NACHHER wären sie alle GLEICH gross.
      Sollen sie auf den Mond fliegen und da ihren Mondgerichtshof aufbauen. Da könnten sie rumkaspern.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      Warum lehnt IHR einen gerechten Weltgerichsthof ab?

      Wer Menschen süchtig nach Gerechtigkeit macht und sie mit Juristerei dazu verführt, die Hölle zu errichten, hat den Teufel zum Vater.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR
      Warum lehnt IHR einen gerechten Weltgerichsthof ab?

      Weil das Rechtssystem ein abstrakt-universelles ist, dass niemanden mit konkreten Rechten ausstattet, sondern der Unterwerfung aller unter den vorausgesetzten Zweck dient, Darum gibt es im Gegenzug sogenannte – wiederum nur abstrakt geltende – Grund- bzw. Menschenrechte von denen jeder Jurastudierende im 1. Semester gleich erfährt, dass es sich dabei um Abwehrrechte gegen! den Staat handelt. Im übrigen hat das übrige Recht, namentlich das Strafrecht, die Funktion deutlich zu machen, dass abweichendes Verhalten sanktioniert wird, die Gesamtveranstaltung also auch bei deviantem Verhalten einzelner zuverlässig weiter stattfindet.
      Alle geben ihre Eigenart und Eigenmacht ab, unterwerfen sich und machen fürderhin Konkurrent das Gleiche.

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: “ Warum lehnt IHR einen gerechten Weltgerichtshof ab ?“

      Weil „gerechten“ ein Begriff ist, unter dem jeder etwas anderes versteht und ich an die Gerechtigkeit dieser Welt nicht glaube.
      Mir wäre folgende Alternative lieber: GERICHTE, die in einem Speiselokal mit Naman „WELT-GERICHTE-HOF“ auf der Speisekarte stehen. Wenn dort dann die Kellner in roten Roben mit rotem Käppi und so weiter an den Tisch kommen und der Koch so eine Perücke trägt wie englische Richter, wärs mal ein Running Gag.

    • Hallo Petra,
      DU bist also der Meinung, dass KEINER gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden
      sollte, der sich klar mit seinen Handlungen gegen Nationen und Völker richtet? Wie
      das Ausbringen von giftiger Chemie, mittels Flugzeugen in unsere Atmosphäre?
      http://www.sauberer-himmel.de/

    • Hallo Michaela,
      Du schreibst u.a. „… und ich an die Gerechtigkeit dieser Welt nicht glaube.“
      Warum betest du dann hier – im KenFM-Forum – öffentlich? Machst du hier – auf Erden –
      eine Show, so wie die vielen CDU und CSU Politiker?

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: “ Machst du hier – auf Erden – eine Show, so wie die vielen CDU und und CSU Politiker ?“

      Was gehen mich Politiker an ? Samt deren Gerichtsbarkeit auf Erden ? Ich finde deren Show hundsmiserabel.
      FREIWILLIG und vor lauter BEGEISTERUNG über deren Show würde wohl kaum jemand denen die letzten Steuergroschen auf die Bühne werfen und sogar noch die U-Wäsche hinterher schmeissen, oder ?

      Ich glaube an göttliche Gnade. Das Gebet, weil es mir auch darum geht, die geistige spirituelle Welt ins Bewusstsein zu transportieren. Das ist ernst von mir gemeint, keine Show. Doch mittlerweile habe ich den Eindruck gewonnen, dass man nur dann Glauben findet, wenn man eine Show abzieht.

      An eine irdische Gerechtigkeit glaube ich nicht, weil das implizierte, eine Art von irgendeinem „Gottesstaat“ zu erbauen. Wenn Menschen sich anmassen, das zu versuchen, kommt Hölle im Ergebnis dabei heraus.

    • Hallo Michaela,
      Du schreibst u.a. „… An eine irdische Gerechtigkeit glaube ich nicht …“
      Was ist dann Karma für Dich?

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: “ Was ist denn Karma für Dich ? “

      Was ist Karma ? Dass wir Menschen die Wirkungen der eigenen Taten bzw. Unterlassungen, die wir in einer Inkarnation begangen haben, in einer der darauf folgenden Verkörperungen zu spüren bekommen. Hier ein Beispiel dafür, wie das von mir konkret gemeint ist. Wenn z.B. jemand lügt, dann ist die Wirkung der Lüge die, dass der Belogene dumm wird.
      Dummheit bzw.Irrtum ist Wirkung der Lüge. Und wenn nun ein Mensch in einem Erdenleben viele Lügen verbreitet, dann wird er in der nächsten oder einer der darauf folgenden Verkörperungen dumm geboren.
      Wie bist Du dahin gekommen, Dich für diese Dinge zu interessieren ? Gibt es einen besonderen Punkt in Deinem Leben, an dem dieses Interesse erwacht ist ?
      Du hast ja auch konkretes Wissen betreffs Ahriman und so weiter.
      Gibt es für Dich einen bestimmten Lehrer, den Du für seriös betrachtest ?

    • Hallo Michaela,
      du schreibst u.a. „Was ist Karma ? Dass wir Menschen die Wirkungen der eigenen Taten bzw. Unterlassungen, die wir in einer Inkarnation begangen haben, in einer der darauf folgenden Verkörperungen zu spüren bekommen …“ +
      „“… Menschen die Wirkungen der eigenen Taten bzw. Unterlassungen …““ ++
      „““… Inkarnation …“““
      Wer oder was entscheidet, ob deine Tat eine gute oder böse war?
      Stellt dein derzeitiges Leben, eine Inkarnation für dich dar?
      Verzeih mir Michaela, deine Antworten und Fragen sind sehr komplex. Abgleich!?!

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: „Wer oder was entscheidet, ob deine Tat eine gute oder böse war ? Stellt dein derzeitiges Leben, eine Inkarnation für dich dar ?“

      Letzte Frage zuerst. Ja, weil mir in einem ausnahmsweisen Bewusstseinszustand (Nach einer Nahtoderfahrung an der Schwelle ), der einige Stunden lang anhielt, dann war ich zurück im Normalbewusstseinszustand, eine Erinnerung an ein voriges Leben aufblitzte. Nur eine kurze Sequenz. „Ich“ ging in der Erinnerung von links nach rechts an einer Mauer aus grossen Natursteinen entlang, die links von mir war. Blauer Himmel. Hügelige Landschaft, die mich an Griechenland erinnert. Habe die Gewissheit, schon mal gelebt zu haben, kann aber nicht sagen, wo genau das war, wann das war und wer „ich“ gewesen bin und so weiter.

      Erste Frage zuletzt: Christus hat Richteramt an der Schwelle des Todes, die die Schwelle zur geistigen Welt ist.
      Da sehen wir direkt nach dem Tode das gesamte Leben, das wir gelebt haben, wie in einem einzigen grossen Panoramabild vor uns. Doch wir sehen es mit moralischen Augen, sehen, was wir wie hätten besser machen müssen, was wir hätten tun müssen, was wir unterlassen hatten, zu tun. Wir sehen uns selbst wie durch die Augen dieses Richters, der eine moralische INSTANZ ist auch über alle Richter dieser Welt.

    • Hallo Michaela, warum sollte hier auf Erden, keine gerechte Instanz sein, die deinem
      gefühlten „moralischen Richter“ entspricht? Sollte es nicht zielführend sein, jedem
      Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu einem guten Menschen zu entwickeln?

    • @ DEUSSEMPERMAJOR: “ Ist ein Analphabet dumm für dich ?“ Und:“Warum sollte hier auf Erden keine gerechte Instanz sein,…?“

      Natürlich brauchen wir auf der Erde (noch) Gerichtsbarkeit. Notwendiges Uebel. Also da ist meine Meinung die, dass dann Gleichheit realisiert sein müsste. Da dürfte weder Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft und Geld eine Rolle spielen, da müsste Gleichheit aller vor dem Gesetz durchgesetzt werden. Doch heute ist das anders. Wer Kohle hat bis zum Abwinken, kann sich die besten Rechtsverdreher – pardon Anwälte – leisten. Da kann jemand, der reich ist, einen zivilrechtlichen Prozess wie Kaugummi in die Länge ziehen bis die Gegenpartei am gestreckten Arm verhungert und aus finanziellen Gründen jedem kleinen Vergleich zustimmt.
      Gleichheit müsste da das oberste Prinzip sein.
      Das würde natürlich einen Staat voraussetzen, der mächtig auch gegenüber Superreichen ist, souverän ist.

      Ist ein Analphabet dumm ? Nicht unbedingt. Denn es besteht ja die Möglichkeit, dass jemand eigentlich sehr intelligent ist, dass er aber irgendwo aufgewachsen ist, wo ihm kein Schulbesuch ermöglicht wurde. Da hat der dann einfach noch nicht die Gelegnheit gehabt, Schreiben und Lesen zu lernen. Obwohl der von der Anlage her sehr lernfähig ist. Doch es gibt auch Menschen, die trotz der Möglichkeiten, die sie hatten, trotz guter Lehrer und deren Bemühungen nicht fähig sind, Lesen und Schreiben zu beherrschen. Das können wiederum jedoch auch Legastheniker sein, die auf anderen Gebieten sehr lernfähig sind.
      Dummheit ist wohl eher so etwas wie Erkenntnisresistenz. Manche „wissen schon alles besser“ und weigern sich, dazu zu lernen. Die machen immer wieder denselben Fehler und lernen nicht aus den Fehlern. Wie siehst Du das denn selber ?

    • Hallo Michaela,
      mit den nächsten drei Sätzen von dir, triffst Du – für mich – den Nagel auf den Kopf!

      „Dummheit ist wohl eher so etwas wie Erkenntnisresistenz. Manche „wissen schon alles besser“
      und weigern sich, dazu zu lernen. Die machen immer wieder denselben Fehler und lernen nicht
      aus den Fehlern.“

  33. Jetzt muss ich hier noch etwas loswerden, weil ich immer noch zu tiefst erschüttert bin.
    Ich habe mir die Doku „Was von Kriegen übrig bleibt“ angeschaut. Beim Anblick der schwerbehinderten Babys war es um meine Fassung geschehen und mir liefen nur noch die Tränen…
    Auch jetzt noch ringe ich darum, wieder ins Gleichgewicht zu kommen…

    Ich wusste nicht, dass es Uranmunition gibt und schon gar nicht, was diese Waffen noch anrichten, wenn der Krieg schon zu Ende ist.
    Warum wird so eine Doku nicht zur Hauptsendezeit gesendet mit einer anschließenden Diskussion zu der auch Ursula von der Leyen eingeladen wird? Diese Frau ist Mutter von sieben Kindern! Keine Ahnung, ob sie überhaupt jemals eine wirklich emotionale Bindung zu ihren Kindern hatte, wie sie sie zur Welt gebracht hat?

    Es war mir schon immer ein großes Rätsel, dass sie sich als Mutter für das Amt des Ministers der Verteidigung missbrauchen lässt.
    Weiß diese Frau, was sie da tut? Wenn sie sich diese Doku anschaut, spätestens dann müsste sie von ihren Amt zurücktreten und ganz laut für alle hörbar sagen: Ich bin Mutter von sieben Kindern! Diesen Wahnsinn mache ich nicht mehr mit! Ich lasse mich nicht weiter missbrauchen! ich will, dass kein Kind durch einen unsäglichen Krieg mehr stirbt! Ich will nicht, dass eine Mutter um das Leben ihres Kindes bangen muss, weil es meint, Soldat werden zu müssen. Ich will nicht, dass Werbung für die Bundeswehr an Schulen gemacht wird, dass junge Menschen verführt werden, an diesem Wahnsinn teilzunehmen!
    Ich würde mir wünschen, dass sie sich diese Doku anschaut und nicht wegschaut, wie ich es machen musste, weil ich die Bilder nicht ertragen konnte, meine Tränen nur noch so liefen…

    Ich kenne Ursula von der Leyen nicht, ich kenne nur ihre Posen! Ich weiß nicht wie sie wirklich denkt und fühlt!
    Was ich aufgrund meiner Arbeit weiß, dass es Mütter ohne Liebe gibt, dass es Mütter gibt, die ihre Kinder emotional ausbeuten und missbrauchen, auch sexuell, so wie es Väter gibt, die ihre Kinder vergewaltigen und an die Kinderpornografie verkaufen. dass es Menschenhandel gibt, Zwangsprostitution u.u.u.
    Diese Paralellwelt in unserer Gesellschaft wurde mit den Filmen „Operation Zucker Teil 1 und Teil 2“ dargestellt. Teil 2 wurde zur Hauptsendezeit übertragen – was mich sehr, sehr gewundert hat – und anschließend wurde ein Diskussion mit Anne Will zu diesem Thema gesendet, die allerdings recht, recht dürftig war und die einzige, die wirklich Ahnung hatte, war Julia von Weiler.

    Und wenn Ursula von der Leyen das duldet bzw. noch unterstützt, was in dieser Doku gezeigt wurde, dann weiß ich nicht, was für ein Mensch, was für eine Mutter sie ist? Gehört sie zu dieser „Parallel-Welt“?
    Dass diese „Parallel-Welt“ bis in höchste Regierungskreise reicht, dürfte inzwischen auch bekannt sein…
    Ihr Vater war Ministerpräsident in Hannover und ich frage mich, was hat sie als Kind erlebt?
    Und da komme ich an die Grenze meines Verstandes…

  34. WOW !

    Meinen größten Respekt für dieses Interview!

    KenFM geht in die Tiefe (unserer gelebten Geschichte)!

    …ein Verneigung vor der Person Eugen Drewermann!

    Welch ein Geschenk, dass es solch würdige Menschen in unserer Gesellschaft gibt.
    Vorbilder für ein menschengerechtes Altern und geistige Hygiene.

    Das „Interview“ hat doch er geführt! ,)

    Traumhaft und eigenartig versöhnlich dass KenFM jetzt auch diese Bereiche/Schichten des politischen Denken und Handelns berührt!

    Da überlege ich eher den Dauerauftrag zu erhöhen!

  35. Glaube, weise alte Männer wie bei den Indianern, weise alte Männer wie Eugen Drewermann, das fehlt unserer Demokratie.
    Die katholische Kirche ist auf Ebene der Gemeinden, der Menschen in den Orten eher positiv zu sehen. Schöne Feste und Feiern, es geht um Liebe, Gemeinschaft und Sinnhaftigkeit. Die katholische Kirche hilft sehr vielen Menschen unabhängig von ihren Glauben. Es geht um Menschlichkeit.
    Die Institution der katholischen Kirche ist meiner Meinung aber zu hinterfragen. Die Symbolik im Vatikan.
    Warum wurde der heilige Tag, vom Sabbat (Samstag) auf Sonntag geändert? Soll nicht mehr Gott, sondern die Sonne verehrt werden? Die Sonne ist nicht Gott, denn Gott hat auch die Sonne erschaffen! Wird die Sonne als Luzifer, der Lichtbringer bezeichnet ? Die Sonne die uns wärmt. Die Sonne die das Leben schafft. Das Leben welches immer danach strebt sich durchzusetzen und sich zu verbreiten und damit die Konkurrenten töten muss. Das Leben selbst ist die Ursache für die Resourcenkriege. Aber Gott hat uns mit etwas ausgestattet damit der Mensch dieses Problem überwinden kann. Gott hat uns mit der Fähigkeit des Verzichts ausgestattet. Alle Religionen sollen den Menschen den Verzicht lernen. Nur der Verzicht kann die Menschen retten. Darum ist Religion so wichtig und leider fehlt unserer Gesellschaft dieses Verständnis. Die Menschen beten nicht mehr Gott, sondern die Sonne an. Wir sehen uns im Mittelpunkt. Menschenrechte, wir geben uns selbst alle Rechte und zerfleischen uns dadurch gegenseitig.
    Jesus ist nicht gestorben um uns von unserer Schuld zu erlösen. Nein, Jesus ist gestorben wegen unserer Schuld und gerade deswegen müssen die Christen wieder die Gebote Gottes einhalten. Wie kann es sein das die Christen Schweinefleisch essen obwohl Gott das verboten hat, warum halten sie den Sabbat nicht. Jesus hat die Menschen daran erinnert, dass sie die Gesetze Gottes halten sollen. Du sollst nicht töten, wie können Juden, Moslems, Christen andere Menschen, Tiere und unsere Umwelt töten, Gott hat es verboten !
    Liebe deinen Nächsten wie dich selbst? Lieben wir uns noch selbst oder sind wir alle Selbstmörder? Wir lieben das Handy, das Internet, das Geld, ein Haus und hassen die Menschen.
    Die Firmen werden militärisch organisiert, es gibt CEO, COO, CFO … . ISO 9001, sogar wie um Urlaub angesucht oder die Spülung der Toilette betätigt werden soll wird vorgeschrieben. Der Kapitalismus ist ein Kampfplatz und die Manager sind die Generäle und die Arbeiter sind die Soldaten.
    Die Menschen müssen den Glauben an Gott wiederfinden um zu Verstehen das wir den ganzen Scheiß nicht brauchen.

    • Die Symbolik im Vatikan.
      Warum wurde der heilige Tag, vom Sabbat (Samstag) auf Sonntag geändert? Soll nicht mehr Gott, sondern die Sonne verehrt werden?

      Das Christentum, das mit Kaiser Konstantin entstanden ist, ist der alte römische Kult. Mit seinem „In hoc signo vinces“ wurde dem römischen Kult ein neues Gewand verpasst. Es gibt dort Feuerkult, der von Zarathustra kommt, das Sacramentum und den Pontifex.
      Das Sol Invictus wird drei Tage nach Wintersonnenwende gefeiert. Dann ist nämlich die Sonne von den Toten auferstanden, drei Tage nachdem sie gestorben ist. Mit Papst Gregor wurde der Kalender wieder so eingestellt, dass das passt. Das war den Römern wohl immer noch sehr wichtig.

      Ob man Samstag oder Sonntag feiert, ist auch etwas schwieriger geworden, seit es Leute gibt, die auf der anderen Seite der Erde wohnen. Eigentlich ist es egal. Hauptsache alle sieben Tage ein Feiertag.
      Vor 70 Jahren sollte mal der Kalender korrigiert werden, nämlich jedes Vierteljahr drei Monate zu 30, 31 und 30 Tage oder 13 Wochen. Neujahr und Schalttag wären kein Wochentag gewesen. Damit wäre der 1. Januar immer ein Montag und der 2. Februar immer ein Donnerstag. Eigentlich ganz praktisch. Das ist von den USA abgelehnt worden, aus religiösen Gründen. Die spinnen, die Römer!

      Wird die Sonne als Luzifer, der Lichtbringer bezeichnet ?

      Der Lichtbringer heißt bei den alten Griechen Prometheus, also Vorher-Denker. Auch Dämonen waren bei den alten Griechen etwas anderes als bei den Christen.

    • Hallo Eiszeit,
      du hast nach Luzifer gefragt, folgendes schreibt man u.a. über ihn.
      „Engel der Finsternis
      Luzifer
      Gier, Stolz, Überheblichkeit
      Wie bist du gefallen vom Himmel,
      du glänzendes Morgengestirn!
      Wie bist du geschleudert zur Erde,
      du Völkerbezwinger!
      Du sprachst wohl in deinem Herzen,
      ich will in den Himmel aufsteigen
      und über die Sterne Gottes meinen Thron erheben
      und mich auf den Berg der Sammlung
      im äußersten Norden setzen.
      Ich will zu der Wolken Höhen hinaufsteigen,
      dem Höchsten gleich sein. –
      Doch zur Unterwelt bist du hinabgestürzt,
      in des Graben Tiefen!
      (Jesaja 14, 12-15)

      Hintergrund
      Luzifer, sein Name bedeutet „Lichtbringer“, war der strahlendste und voll-
      kommenste unter den Engeln, die Gott zu seiner Verherrlichung erschaffen hat.
      In der Bibel heißt es: Er war das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und
      über die Maßen schön. In Eden war er, im Garten Gottes, geschmückt mit Edel-
      steinen jeder Art. Mit Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir, Mala-
      chit, Smaragd… Er warb ein glänzender, schimmernder Cherub… Weil sich sein
      Herz erhob, daß er so schön war, und seine Weisheit verdorben hat in all sei-
      nem Glanz, darum ward er zu Boden gestürzt… (Ezechiel 28, 12-17)
      Luzifer konnte sich mit der Rolle als Diener Gottes nicht begnügen. Er be-
      gehrte, an Gottes Stelle den Himmel zu beherrschen. Er maßte sich höchste Au-
      torität an. Somit begann er mit der Sünde des Stolzes und der Überheblichkeit.
      Er strebte danach, sich anzueignen, was ihm nicht zustand. Somit entbrannte im
      Himmel ein Konflikt. Der Konflikt zwischen den Engeln, die Gott die Treue hiel-
      ten, und jenen, die sich auf die Seite des Empörers schlugen. Tag für Tag ringen
      nun die Mächte des Bösen mit den Kräften des Guten. Doch sie entstanden aus
      der gleichen Kraft, nämlich der göttlichen.
      Den „Anhängern“ Luzifers stehen zwei Wege offen: Durch Selbsterkenntnis
      freiwillig den Weg zurück zu Gott anzutreten oder zu einem der zersetzenden Be-
      standteile des Bösen zu werden, das sich letztendlich selbst vernichtet, da es der
      Ewigkeit und dem Göttlichen nicht standhalten kann.
      Die luziferischen Kräfte sind die Kräfte des Egos. Sie finden Ausdruck in
      völliger Selbstbezogenheit, Halbwahrheiten zu eigenen Gunsten, Eitelkeit, An-
      maßung, Stolz, Überheblichkeit, Besserwisserei, Energieraub. Alle Aufmerk-
      samkeit der Umgebung muß einem solchen Menschen gelten, der die Meinung
      anderer nicht akzeptiert, sondern nur sich selbst. Er stellt sein göttliches Licht
      unter dem Scheffel des Egos. Die eigentliche Kraft des Herzens kommt nicht
      zum Tragen. Er sendet zum Schaden anderer und zur eigenen Erhöhung negati-
      ve Kräfte in die Welt.
      Bedeutung
      Luzifer ist die Kraft, die von sich behauptet, daß ihr Licht heller strahle als
      das göttliche. Mit Luzifer begegnest du einer Prüfungskraft. Durch den
      Sturz Luzifers aus dem Göttlichen ist das Ego entstanden. Hier geht es um das
      Kräftespiel zwischen Ego und Selbst. Das eigene Licht wird über das göttliche
      gestellt, wodurch es aber seiner eigentlichen Möglichkeit beraubt wird. Die
      hohen Kräfte können nicht hindurchfließen. der Mensch bleibt in sich gefan-
      gen und einsam.
      Geiz, Gier, Eitelkeit, Überheblichkeit und Selbstüberschätzung sind zum
      Beispiel „luziferische Kräfte“. Sie führen dazu, daß ein Mensch sich absondert
      und meint, alleine in einer Welt bestehen zu können, in der alles, aber auch
      wirklich alles miteinander verbunden ist. Durch diese Haltung hat der Mensch
      sich und der Schöpfung großen Schaden zugefügt. Sie führt zu starren Grenzen,
      Machtgier, Raubbau, Mangel, Ausbeutung u.ä., wobei nur an Macht und Ge-
      winn gedacht wird. Auch ruft sie Ahriman, eine weitere dämonische Kraft, auf
      den Plan. Der Mensch bestraft sich damit selbst. Wie aber sieht es aus, wenn
      ein Mensch besetzt von der luziferischen Kraft in Todesnähe kommt? Toten-
      hemden haben keine Taschen. Was nimmt er mit in die geistigen Welten? Im
      Grunde genommen hat er sich in seinem Lernprozeß selbst gehemmt und sich
      an die Materie gekettet.
      Die luziferischen Kräfte sind stark, denn sie kennen Gott, wollen aber diese
      Kraft nicht anerkennen und sie nicht in ihr Leben lassen. Sie wollen herrschen,
      beherrschen, haben und besitzen und das einzig Wahre sein. Erkenne diese Kräf-
      te. Beginne sie zu bannen, wenn du nicht möchtest, daß sie dich in ihren Bann
      ziehen. Gebiete ihnen Einhalt.
      Die Botschaft der Luzifer entgegenwirkenden Kräfte lautet: DU BIST EIN TEIL
      VON EINER VIEL GRÖSSEREN UMFASSENDEREN KRAFT.
      Rituale
      * Lösung aus der Verhaftung des Egos in der luziferischen Kraft *
      Bekenntnis der Samurai
      Ich habe keine Eltern; Himmel und Erde seinen meine Eltern.
      Ich habe keine göttliche Macht; Redlichkeit sei meine Macht.
      Ich habe keine Mittel; Ergebenheit sei mein Mittel.
      Ich habe keine Zauberkraft; innere Stärke sei mein Zauber.
      Ich habe nicht Leben noch Tod; die Ewigkeit sei mein leben und mein Tod.
      Ich habe keine Pläne; die Gelegenheit sei mein Plan.
      Ich habe keine Wunder; der Weg sei mein Wunder.
      Ich habe keine Prinzipien; die Anpassungsfähigkeit sei mein Prinzip.
      Ich habe keine Freunde; mein Geist sei mein Freund.
      Ich habe keinen Feind; Unachtsamkeit sei mein Feind.
      Ich habe keine Rüstung; Wohlwollen und Rechtschaffenheit seien meine Rüstung.
      Ich habe keine Festung; der unbewegte Geist sei meine Festung.
      * Bannung*
      Zur Bannung und Aufhebung der luziferischen Kräfte zünde eine Licht an.
      Rufe die lichten Kräfte herbei: Erzengel Michael und seine Legionen sind dir be-
      hilflich im Kampf gegen Luzifer (siehe Beschreibung „Erzengel Michael“).
      Stelle dir vor, das Licht des Göttlichen fließt ungehindert durch dich. Es
      strahlt in die Welt. Der Weg, der Verstrickung in die Materie entgegenzuwirken,
      geht über Loslassen, Geben, Bitten, deine Liebe in die Welt verschenken, Zuhö-
      ren…
      * Die Begegnung mit dem Tod *
      Stelle dir vor, dein Schutzengel steht vor dir, weil deine Erdenzeit abgelaufen
      ist. Du verläßt dein Erdenkleid. Er geleitet dich nun sicher in das geistige Reich.
      Er nimmt deine Hand, um mit dir Rückschau auf dein abgelaufenes Leben zu hal-
      ten. Du bist ganz alleine mit deinem Schutzengel. Du betrachtest dein Leben von
      einer höheren Perspektive. Was hat dir aus dieser Perspektive am meisten bedeu-
      tet? Was war das Schönste? Hast Du dein Leben in deinem Sinne verlebt? Was
      nimmst Du an Erfahrungen und Erkenntnissen aus dem Leben mit?
      Du siehst Bilder, Szenen aus deinem Leben laufen vom jetzigen Zeitpunkt an
      rückwärts, bis zu deiner Geburt. wenn dein Leben abgespult ist, schaue was du
      anders machen möchtest, noch stärker erleben willst…. Wenn du deinen Prozess
      beentet hast, nimmt dich dein Schutzengel wieder an die Hand und geleitet dich
      zu deinem irdischen Gewand. Du gehst zurück in deinen Körper. Wenn du wie-
      der da bist, begib dich in dein Leben.
      Verändere nun die Dinge, die du nach der Rückschau ändern möchtest. Lasse
      dein Licht in die Welt strömen. Das Leben ist mehr, als die materielle Ebene ver-
      muten läßt.“

  36. Vielen, vielen Dank für dieses wunderbare Gespräch! Ich habe KenFm erst vor kurzem für mich entdeckt und bin noch dabei, mir nach und nach die Gespräche und auch Diskussion in „Positionen“ anzuhören.
    Ich werde noch heute einen Dauerauftrag einrichten um die Arbeit von Ken Jebsen zu unterstützen.

    Noch kurz zu dem Gespräch:
    Der Gehorsam fängt nicht erst im Kasernenhof an und so hat es Eugen Drewermann auch nicht gemeint, da bin ich mir ziemlich sicher.
    Hier ein Video mit Arno Gruen, Eugen Drewermann und Konstantin Wecker: „Aufruf zur Menschlichkeit“:
    http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/06/06/aufruf-zu-mehr-menschlichkeit-2
    Die meisten die hier lesen, werden es sicherlich kennen…

    Ich bin Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern und Omi von zwei wunderbaren dreijährigen Zwillingsjungs.
    Als Omi erlebe ich die unbändige Neugier, die unbändige Lebenslust, unbändige Gefühlslebendigkeit, den unbändigen eigenen Willen für die eigenen Bedürfnisse noch einmal neu und ganz anders, als meine Kinder klein waren und ich junge Mutti war.
    Wenn wir anfangen unsere Kinder als diejenigen zu sehen, die sie sind, Sie nicht erziehen wollen, sondern im Gegenteil, bereit sind von ihnen zu lernen, dann, so bin ich sicher, hört der Wahnsinn auf. Doch dafür braucht es, glaube ich noch Generationen!
    Wir als Eltern und auch Großeltern dürfen nicht zulassen, dass unsere Kinder in den Institutionen angefangen von Kindertagesstätten, dann dem Kindergarten und später in der Schule gespalten werden, auf Konkurrenz und Leistung „getrimmt“ werden!

    Für mich ist das Internet im Gegensatz zu Eugen Drewermann, ein Segen und ein sehr neues Medium im Vergleich zu der heutigen Generation, die mit diesem Medium aufwachsen.
    So habe ich die „Nachdenkseiten“ kennengelernt und vor kurzen KenFM. Erst seitdem kann ich erkennen, was uns in den öffentlich-rechtlichen als „Wahrheit“ verkauft werden soll.
    Doch ich kann Eugen Drewermann gut verstehen, dass er darauf verzichten kann, weil er einfach ganz andere Informationsquellen für sich nutzen kann, viele Bücher liest, dafür fehlt mir leider oft die Zeit. Dafür verbringe viel Zeit mit meinen Enkelzwergen und das ist für mich Freude pur!

    Auch wenn Ken Jebsen am Ende des Gespräches die Befürchtung aussprach, dass es in dem Gespräch wenig Hoffnungsvolles gab…Dieses Gefühl hatte ich überhaupt! Im Gegenteil, es ist wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen und es liegt in unserer Verantwortung, Feindbilder abzubauen, Eigenverantwortung zu übernehmen, Menschlichkeit zu leben, Spaltungen im Innen wie im Außen zu überwinden.
    Dazu gehört es auch, sich mit unserer eigenen Biografie zu beschäftigen, sich an unsere eigene Kindheit zu erinnern.

    Ich bin Atheistin, weil ich für gelebte Menschlichkeit keine Religion und keinen Gott brauche und es ist für mich ein Genuss Eugen Drewermann zuzuhören.

  37. Eugen Drewermann hört man gern zu. Geballte Lebenserfahrung bei wachem Intellekt. In den Main-Streammedien kommen solche Menschen, die der Gesellschaft wichtige Impulse geben könnten so gut wie nicht vor, und wenn, dann werden sie diffamiert bspw. seine Teilnahme an der Friedensdemo am 14.12.2014. Eine Gesellschaft, die solche Impulse nicht aufnimmt und nutzt macht sich selbst ärmer. Den dafür verantwortlichen Politikern sollte schnellstens ( durch Abwahl) das Handwerk gelegt werden. Aber dazu bedarf es einer kritischen Gegenöffentlichkeit. Deshalb Plattformen wie kenfm oder Nachdenkseiten stärken.

  38. Der Humanismus ist wie Sahne – irgendwie tut´s gut.
    Man sollte jedoch nicht vergessen, dass das Studium nur für Überprivilegierte möglich ist, dass die „Erkenntnis von Gut und Böse“ aber von jedem gebraucht wird. Hier könnte man ja mal fragen, ob Chancengleichheit nicht ein unerlässlicher Parameter für Frieden ist.

    Ich möchte keine Sahne, sondern Antworten.
    Und zwar so, dass der Ghettoschüler, der maximal lernt geradeaus zu schreiben (denn ein Recht auf Bildung gibt es in Deutschland nicht), das ebenfalls checken kann und, wegen der Freiheit des Individuums, nicht auf Belehrung angewiesen sein soll.

    „Die Welt erklären“ – geht das überhaupt?
    Wenn Adam, der vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, unser Vorfahre ist, heißt das: Die Erkenntnis von Gut und Böse steckt auch in mir und in jedem von uns. Vielleicht erklärt das, warum der Humanismus, das Streben nach dem Guten, einen Widerhall in uns findet.

    Wenn aber der Mensch nicht von Adam abstammt, sondern vom Affen, dann muss sich jeder die Erkenntnis selbst erarbeiten. Wo bleibt dann die Chancengleichheit und damit die Chance auf Frieden?

    • Ein höhere bildung ist zur erkenntnis von gut und böse nicht notwendig — und chancengleichheit ebensowenig voraussetzung dafür. Und es ist auch nicht entscheidend den humanismus mit seinen idealen und in all seinen strömungen zu studieren, um zu wissen, was richtig und was falsch ist — also ein guter mensch zu sein, oder dahingehend heranzureifen.

      Der baum der erkenntnis ist ein symbol für die möglichkeit ein gebot, ein gesetz zu übertreten — und indem zum ersten mal das gebot übertreten wurde, gewannen die menschen daraus die erkenntnis, was schuld ist, was sünde ist. Und ab da war sie in der welt, die schuld oder sünde. Der sündenfall.

      Also den begriff und die erkenntnis was schlecht, was falsch und böse ist, den brauchen wir nicht mehr zu lernen. Was wir lernen müssen ist, nach einem allgemeingültigen kodex zu leben, und diesen kodex nicht zu übertreten. Oder wenn wir ihn übertreten zu wissen, daß wir falsches getan haben, daß wir umkehren müssen. Und wenn wir uns der schuld bewußt sind sollen wir diese schuld bereuen.

      Dieser kodex ist bei den abrahamitischen religionen in den 10 geboten niedergeschrieben — und diese gebote versteht jeder. Dafür braucht man keinen zugang zu höherer bildung, das versteht jeder ghettoschüler, wie sie die bildungsfernen schichten genannt haben. Und genau genommen reichen zwei gebote: du sollst gott lieben und deinen nächsten als dich selbst. (Genauer wortlaut siehe NT).

      Na und wenn wir vom affen abstammen, oder meinetwegen von den meerschweinchen, können wir uns auch an diese alten gebote halten — da können wir gar nichts falsch machen, da müssen wir uns gar nichts großartig neu erarbeiten und brauchen auch keine chancengleichheit.

    • Lieben Dank für die Antwort (freut mich riesig)

      Genau: Das, worum sich alles dreht, ist: Gott lieben, seinen Nächsten lieben, sich selbst lieben – das vornehmste Gebot.
      Aber was, wenn man’s nicht hinkriegt?

      Das gibt es eben auch, dass jemand unter extremen Bedingungen aufwächst. Eine Nahtoderfahrung als Kleinkind, weil „daddy“ einem den Schädel eingeschlagen hat. Und noch schlimmer: Wenn man dann vom Krankenhaus wieder nach Hause muss. Die Todesangst – der Killer ist noch da und es kann sich jederzeit wiederholen. Man lebt wie ein Tier, Gefahr zu riechen ist das Wichtigste – wie bei einem Straßenköter, der jederzeit getreten werden kann. Völlig von Hass zerfressen träumt man davon das Monster abzustechen, Angst und Hass wird zum Hamsterrad.

      Die Erkenntnis, dass ich kein Straßenköter, sondern als Ebenbild Gottes erschaffen bin, hat mich frei gemacht. Das Hamsterrad ist weg, ich bin als neuer Mensch geboren: frei von Angst und der damit verbundenen Dynamik. Zur Liebe befähigt.

      Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, dass ich mit einem Tier als Vorfahre aus der Nummer rausgekommen wäre. Mein Plädoyer ist: Die Wahrheit wird euch freimachen. Darin liegt die Chancengleichheit. Wenn man aber das Wort Gottes relativiert, relativiert man auch den Zugang zur Wahrheit. Dann kann es schon passieren, dass einer keine Chance kriegt – rein menschlich gesehen, bei Gott sind ja alle Dinge möglich.

      Sorry, wenn das theatralisch klingt, aber die Tragik von Folteropfern braucht ja auch eine Antwort. Vom „Tier zum Menschen mutiert“ oder „Mensch gewesen und wie ein Tier gelebt“, das kann nach Wortklauberei aussehen. Für mich war der Unterschied aber entscheidend.

    • @milchmaedchen

      Daß sie im wesen verstanden haben was ich meinte, ist für mich heute ein schöner tagesbeginn. Und ihr schönster satz war: »wenn man aber das wort Gottes relativiert, relativiert man auch den zugang zur wahrheit«.

      Und was sie in ihrem ersten absatz beschreiben: glauben sie mir, ich weiß genau was sie meinen und was sie damals gefühlt haben. — Glaube aber, man sollte über derartig persönliche erfahrungen nicht hier im forum schreiben. Wenn man aber reden muß, kann man eine persönliche nachricht schreiben.

      Und weiters haben sie recht mit: »mit einem tier als vorfahre wäre ich aus dieser nummer nicht rausgekommen«

  39. Eine der Sternstunden Ihrer immer sehens- und hörenswerten Gespräche! Eine ähnliche Atmosphäre vibrierte auch in Ihrem Gespräch mit Jean Ziegler… So unterschiedlich die Protagonisten, so unterschiedlich die Intimität des jeweiligen Sets – vereint aber in der Kraft zweier großer älterer, von Weisheit umflorter Männer, die einen jeweils eigenen höchst bemerkenswerten Weg der Sublimierung ihrer Verzweiflung an dieser Welt und damit dem Umgang mit ihren eigenen Aggressionen gefunden haben.

    Bei Drewermann kommt einem irgendwie Kahlil Gibrans „Prophet“ in der Art seiner druckreifen, von bildhaften Metaphern durchzogenen Sprache in den Sinn. Ein in Gestus und Habitus wie aus der Zeit Gefallener – und doch so unglaublich nah in und an den Dingen. Ein absoluter Ausnahmemensch.

    Dazu ein Gesprächsleiter, der mit kluger Zurückhaltung und einer bemerkenswerten Empathie genau den Raum frei macht, den der andere braucht, um sich zu entfalten. Großartig!

  40. Herzlichen Dank für Eugen Drewermann! Puh, das ist ja schon höchste geistige Musikalität, wie Einstein mal über Niels Bohr schwärmte. Mir lupfte jedenfalls mal wieder das Herzl über. Zugleich erschüttert es mich resümieren zu müssen, das „unsere“ Leitmedien uns doch solche Zeitgenossen viel zu oft vorenthalten haben. Natürlich waren die Filme mit Heinz Rühmann, die Heinzelmännchen und der tolle Peter Lustig schon sehenswertes Fernsehen, das ich keinesfalls missen möchte. Aber es war doch stets so eine Ahnung dabei, das die Medienelite vermeinte, das allgemeingebildete Publikum mit ernsteren Themen und kritischen Zeitgeistern nicht überfordern zu wollen. Suppe, Kotelett, Kartoffel, Pudding und Ein Herz und eine Seele, das passte doch schon und wurde auch sehr gut verdaut. Eben urdeutsche Bundesbürgerkost. Nun haben wir eine andere Zeit, auch für die nun doch zunehmend verblüffte Medienelite. Eine Zeit, die uns z.B. KenFM brachte, und uns darüber erkennen lässt, das es neben John Wayne ja noch viel mehr bewundernswerte Mitmenschen gibt, als wir überhaupt dachten. Sogar richtig Echte! Danke Ken, das tut gut!

  41. „Bibel ======= Du sollst nicht töten =======
    Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen,
    auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
    +
    Drewermann, Eugen *1940 Theologe, Philosoph, Priester, Psychotherapeut
    Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute.
    +
    Tolstoi, Leo (1828-1910) Humanist, Autor (u.a. „Krieg und Frieden“)
    Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss, die Fleischnahrung: denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert.
    Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
    +
    Nietzsche, Friedrich (1844-1900) deutscher Philosoph
    Die Vernunft beginnt bereits in der Küche.
    Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.
    +
    Kant, Immanuel (1724-1804) deutscher Philosph
    Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.
    Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das Noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.
    +
    Humboldt, Alexander von (1769-1859) Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde
    Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheusslichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese sogenannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen?
    Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.
    Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.
    Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner.
    +
    Aristoteles (-384–322) griech. Philosoph, Schüler des Plato
    Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.“

    • Kant, Immanuel (1724-1804) deutscher Philosph
      Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.
      Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das Noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.

      Das sehen viele Kulturen völlig anders. Die sind entsetzt darüber, wie jemand ein Tier, das in seiner Obhut geboren wurde und aufgewachsen ist, dem er in die Augen geschaut und das er gestreichelt hat, töten kann.
      Das Noachidische Blutverbot ist nur sentimentales Beiwerk, um das Wichtige in den Noachidischen Geboten zu verschleiern: Die Menschen sollen sich der Juristerei unterwerfen.

      Humboldt, Alexander von (1769-1859) Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde
      Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner.

      Wenn Menschen oder andere Tiere die zehnfache Menge an Nahrumgsmitteln besorgen können, dann vermehren sie sich, bis sie am Ende die zehnfache Menge an Nahrungsmitteln brauchen, wenn nicht irgend etwas anderes, zum Beispiel Krankheit, dem entgegen wirkt.

    • Hallo @Streng Geheim,
      DU schreibst u.a. „… dann vermehren sie sich, bis sie am Ende die zehnfache Menge an Nahrungsmitteln brauchen, …“
      Würdest DU dich so verhalten?

    • @deussempermajor (allahuakbar?)
      Ich habe keine Kinder, will auch keine haben, weil es schon so viele Menschen auf der Welt gibt. Aber meine vier Großeltern haben insgesamt schon über 20 Urenkel, obwohl die meisten derer Enkel keine Kinder haben.

    • Hallo @ Streng Geheim,
      mein genereller Spruch lautet „Gott ist immer größer“ und nicht „Gott ist groß“.
      Selbst DU hast ihn schon in Gedanken gesprochen, jedoch in lateinischer Sprache.
      DU schreibst u.a. „… meine vier Großeltern haben insgesamt schon über 20 Urenkel …“
      und bei denen hast DU deine These „… dann vermehren sie sich, bis sie am Ende die
      zehnfache Menge an Nahrungsmitteln brauchen, …“ bestätigt bekommen?

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      mein genereller Spruch lautet „Gott ist immer größer“ und nicht „Gott ist groß“.

      Ich kann kein Arabisch. Aber ich habe gelesen, dass „akbar“ die Steigerungsform von „groß“ sei. Demnach heißt „allahuakbar“ so etwas wie „Gott ist größer“, und weil nichts Weiteres dabeisteht, so etwas wie „Gott ist größer als irgendwas“ oder „Gott ist immer größer“.

      DU schreibst u.a. „… meine vier Großeltern haben insgesamt schon über 20 Urenkel …“
      und bei denen hast DU deine These „… dann vermehren sie sich, bis sie am Ende die
      zehnfache Menge an Nahrungsmitteln brauchen, …“ bestätigt bekommen?

      Ich habe noch das mit „wenn nicht irgend etwas anderes, zum Beispiel Krankheit, dem entgegen wirkt“ eingeschränkt, womit ich garantiert richtig liege. Wenn es nicht so kommt, dann hat „irgend etwas anderes“ dem entgegen gewirkt.

    • Lieber@deussempermajor! Die Liste könnte beliebig mit großen Namen verlängert werden. Einen, vielleicht den wichtigsten, hast Du vergessen: Pythagoras! Das Pythagoräische Prinzip: „Solange der Mensch Tiere schlachtet, werden die Menschen auch einander töten. Wer Mord und Schmerz sät, kann nicht erwarten, Liebe und Freude zu ernten“.
      Seine Lehrsätze haben wesentliche Grundlagen in Mathematik und Geometrie gelegt und den anschliessenden Fortschritt in Architektur,Design, Bauwesen, Kartographie, Navigation und Astronomie ermöglicht. Pythagoras und seine Schüler haben darüber hinaus die Prinzipien der Harmonik, die den Intervallen zugrunde liegen, entdeckt und zur Anwendung gebracht, so dass Pythagoras die Erfindung der hepttonischen Tonleiter mit ihrer mathematisch präzisen Tonalität zugeschrieben wird, auf die sich die abendländische Musik gründet. Auf all diesen Gebieten hat sich unsere Kultur eifrig die Erkenntnisse des Pythagoras zueigen gemacht und von seinem Genie profitiert. Doch das Fundament seiner Lehren, das von ihm gelehrte und sein eigenes Leben leitende Prinzip – Mitgefühl für alles Lebendige- war weitaus schwerer für uns anzunehmen und ist es leider bis heute.

    • Liebe Votava,
      vielen Dank für deinen Hinweis!
      Pythagoras! Das Pythagoräische Prinzip:
      „Solange der Mensch Tiere schlachtet, werden die Menschen auch einander töten.
      Wer Mord und Schmerz sät, kann nicht erwarten, Liebe und Freude zu ernten“.
      Liebe Grüße Frank

    • Lieber Votava,
      bitte verzeih mir, der „18 Buchstabe“ das „r“ fehlt.
      Zu Pythagoras griech. Philosoph und Mathematiker schreibt man auch:
      „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.
      Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt,
      wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?“
      Liebe Grüße Frank

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt,

      Bleibt er taub, tut er es trotz des Brüllens oder wegen des Brüllens?

      wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag

      Ich fürchte mich mehr vor jemandem, der das heißblütig tut, und darauf achtet, dass das Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter gekocht wird.

    • @Streng Geheim schreibt u.a. „… tut er es trotz des Brüllens oder wegen des Brüllens?“
      DU, der in sich sadistische Ansichten trägt, solltest DICH damit auskennen!
      Solch einen Menschen kennst DU auch noch, der „… darauf achtet, dass das Zicklein
      nicht in der Milch seiner Mutter gekocht wird.?“

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      DU, der in sich sadistische Ansichten trägt, solltest DICH damit auskennen!

      Vor vielen Jahren war ich auf diesem Gebiet dumm. Ich habe das Verhalten einiger Menschen nicht verstanden. Der Weg über „Wie würde ich mich verhalten?“ führte nicht zum Ziel. Es gibt Motive, die bei mir einfach nicht vorhanden sind.
      Inzwischen habe ich durch Beobachtung gelernt. Jetzt verstehe ich viel von dem, was ich damals nicht verstanden habe.

      Solch einen Menschen kennst DU auch noch, der „… darauf achtet, dass das Zicklein
      nicht in der Milch seiner Mutter gekocht wird.?“

      Ich habe die Bibel gelesen. Auf so etwas wäre ich selber nicht gekommen.

    • @ 4
      Welche Nummer wäre ein „@“ nehme 1, dann 1+4=5
      5: Reiselust, Vielseitigkeit, Überzeugungskraft, Organisationstalent und Geschäftstüchtigkeit,
      manchmal auch Launenhaftigkeit, Überreiztheit, Geschwätzigkeit und Oberflächlichkeit.
      A=1 n=14 g=7 e=5 l=12 a=1 + M=13 e=5 r=18 k=11 e=5 l=12 =4+1=5
      Bist Du eine „5“ im wahren Leben?
      Cool, daß Du so klar formulieren kannst!
      Du schreibst u.a. „… war ich auf diesem Gebiet dumm…“ siehst Du das genauso wie Michaela?
      Lüge=Dummheit?
      Das ist schön zu lesen „… Auf so etwas wäre ich selber nicht gekommen …“!

    • @ DEUSSEMPERMAJOR

      Habe gar nicht behauptet, was Du Streng Geheim fragtest: “ siehst Du das genauso wie Michaela ? Lüge=Dummheit?“
      Habe geschrieben, dass die Dummheit bzw. der Irrtum eine WIRKUNG der Lüge ist.
      Ich sehe das symptomatologisch. Irrtum oder Dummheit als SYMPTOM. Lüge als URSACHE.
      Meine Frage an Dich, ob Du einen esoterischen Lehrer hast usw. blieb unbeantwortet.

    • Hallo Michaela, ist deine These nicht, wer sich in diesem Leben der Lüge verschrieben hat,
      wird in dem darauf folgenden Leben Dumm sein?
      Lüge in diesem Leben = Dummheit im nächsten Leben?
      Was ist Dummheit für dich?
      Ist ein Analphabet dumm für dich?

  42. Grosses Lob an Ken Jebsen für seine Bereitschaft, Herrn Drewermann zu Wort kommen zu lassen und ihm Fragen zu stellen.
    Habe beschlossen, auch etwas im Rahmen meiner Möglichkeiten zu spenden, weil mir die Unabhängig des geistig unbefangenen Journalismus am Herzen liegt. Wenn es Kreise gibt, die Herrn Jebsen vorwerfen, er hätte nicht mit jemandem reden dürfen usw., empfinde ich das als Bevormundung, die sich der Recherchefreiheit in den Weg stellt. Doch genau diese Freiheit der Recherche nicht nur von Sachverhalt, sondern auch von Menschen, ist doch Voraussetzung journalistischer Arbeit.

    @ Bert: Solcher Kadavergehorsam oder ein Gehorsam gegenüber angeblichen Autoritäten ist meiner Meinung zumindest nach sehr wohl kritikwürdig. Denn bedenken wir doch, wer sich bereits alles versuchte, rauszureden aus der Eigenverantwortlichkeit, indem er sagte:“Befehl ist Befehl.“ Zuletzt waren es die Leute, welche gehorsam die Atombombe auf Japan abwarfen, und davor waren es Nazis, die mit derselben „Gehorsamslogik“ versuchten, alle Selbstverantwortung zu leugnen.

    Sind das echte Menschen ? Oder sehen die nur so aus ? Wer an diese „Logik“ glaubt, man könne den Frieden herbei bomben, der verwechselt Friedhof mit lebendigem Frieden. Wer so tickt, der ist doch selber eine Zeitbombe und gehört entschärft. Zumindest ich nenne so jemanden nicht mehr Mensch. Eher sind das Heuschrecken in Uniform, die nur aussehen wie echte Menschen. Unmenschen.

  43. Ein gelungenes Gespräch. Was für ein weiser Mann, Herr Drewermann darf sich ein Mensch nennen – durch und durch. Es macht mich auch traurig, denn die Wahrheit tut manchmal weh, aber die Liebe mit welcher er spricht, die Hoffnung und die Güte lässt mich wieder Freude haben. Zusammen sind wir stark, die menschliche Liebe – das Herz ist tausendfach stärker als alle Konflikte und Kriege zusammen!

  44. Ich überlege tatsächlich zu spenden, stehe aber vor dem Dilemma:

    Wertschätzung des Künstlers mittels einer Spende, oder Wertschätzung mittels Kritik.

    Denn: einem Maler sage ich auch nicht: dein Bild ist unschön, gerne würde ich Rot oder Blau mehr sehen auf dem Gemälde.

    Entweder: ich kaufe das Geld ( bezahle, spende) – oder ich unterstütze den Maler in seiner Bildgestaltung; dann zusätzlich dafür zu spenden, erscheint mir etwas unlogisch…

    ich denke nochmal drüber nach – aber dies Gespräch mit Herrn Drewermann, mit einem Herrn Jebsen der sich sehr zurückhält, ist schon sehr umfassend und sehr positiv…

    • Und jetzt erwarten sie, daß ihnen jemand aus dem, was sie ein »dilemma« nennen, heraushilft?

      Ok, nun denn; zuerst einmal: spende ist der falsche begriff — finanzielle unterstützung wäre angemessen, denn: das kenfm team sind nicht irgend welche empfänger milder gaben, sondern profis, die hochwertige professionelle arbeiten abliefern und dafür bezahlt werden möchten — so wie jeder mensch, der leistungen erbringt.

      Sie finden die formate von kenfm gut?
      Sie konsumieren das eine oder andere auf diesem kanal?

      Dann bezahlen sie deren arbeit angemessen. So einfach ist das.
      Kann da keine zwangslage sehen.

    • Und widersprechen muss man wohl auch an der Stelle, wo Gefühlstrennung vom Gedanken generell kritisiert wird.

    • Das ist subjektiv als Widerspruch. Wenn Jemand zur Maschine gezüchtet wird, dass er noch einen freien Willen zur Verweigerung beibehält, zeigt mir nur die Aufrichtigkeit, mit welcher Herr Drewermann argumentiert, um aufzuzeigen, wie unmenschlich der Mensch letztlich wird, wenn er zum Soldat ausgebildet wird.

    • @spookyrevolutions

      Kennen Sie einen Soldaten im Privaten persönlich und waren Sie selbst im Kasernenhof und hatten private Ansichten ?

      Diesen Kadavergehorsam gibt es nicht in qualitativ andere Weise als etwa im Berufsleben oder auch innerhalb von Beziehungen.

      Das meinte ich: Es reicht der ganz normale Gehorsam aus dem Privatbereich, aus Beziehungen, aus dem Job und deswegen sollte man das berechtigte Argument auch außerhalb der Kaserne bedenken.

  45. Ich würde gerne darauf hinweisen, dass im Nordwestradio (Radio Bremen) dieses Jahr monatlich eine zweistündige Sendung läuft, wo Eugen Drewermann Märchen der Gebrüder Grimm tiefenpsychologisch deutet.

    Auf so spannende und lebensnahe Weise, dass die Zuhörerschaft, die bereit dazu ist, auch für die eigene Biographie und den persönlichen Alltag viel mitnehmen kann.

    Es braucht Zeit und Konzentration, sich auf diese tiefen, weisen Gedanken und Erläuterungen einzulassen.

    Hier der Link zur Sendung (die erste Sendung war am 19.3.16. Sie war zum Märchen der Fundevogel)
    http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/drewermanns-maerchenwelt/drewermann-fundevogel100.html

    Du kannst sie hören, podcasten oder downloaden.

    Viel Spass.

  46. Wie gut es tut, in all diesem täglich verbreiteten aufwiegeln, in dieser allseits verordneten widermenschlichen schnelllebigkeit, wie gut es da ist, einem am leben gereiften menschen in ruhe zuhören zu können — und man kann es gar nicht hoch genug schätzen, daß wir diese bereicherung über kenfm, in dieser hervorragenden qualität geliefert bekommen.

    Die beleuchtung, die so gewählt wurde, daß die person, der mensch, optimal herausgearbeitet wird — nichts beim zuhören ablenkt; — die behutsamkeit, mit der herr jebsen seine fragen einbringt; — die hohe tonqualität und der gut gemachte harte kameraschnitt; — ja, wir dürfen uns wahrlich freuen.

  47. @Joachim Schuster: „Das sollte keine Kritik sein“
    Warum sollte es das nicht? Ich sehe Kritik als freundlichen Dienst. Eine Rückmeldung, die der Kritisierte berücksichtigen kann, wenn er will. Die Tatsache, dass wir hier sind (und auch zahlen), zeigt, dass wir Jebsens Arbeit schätzen; wir sollten uns davor hüten, lobhudelnd zu wirken. (Ein mich abschreckendes Beispiel sind die hymnischen Kommentare bei Gellermann).

    Ob ich Schwabe bin? Ja! Woher wisst ihr das?

  48. Lange habe ich darauf gewartet und am Sonntagabend wurde das Gespräch freigeschaltet.
    Arbeitet Ihr eigentlich jeden Tag 😉
    Eugen Drewermann ist für mich wirklich ein Phänomen. Er kann stundenlang ohne Manuskript eine fundierte Rede halten, ohne dass es langweilig wird. Ken Jebsen hat sich zurückgehalten bzw. ist manchmal gar nicht richtig durchgedrungen. Macht aber nix. Seine Fragen sind ohnehin oft dieselben.
    Ich hatte die Ehre, Herrn Drewermann zweimal live zu erleben und auch kurz mit ihm zu sprechen. Er ist ein außergewöhnlich gebildeter und sensibler Mensch, ein wahrer Humanist. Möge Gott ihm seine Gesundheit noch lange erhalten.
    Über den Inhalt seiner Ausführungen kann man wenig sagen. Es ist einfach so, wie er sagt.
    Seine Forderung nach einer föderalistischen Institution auf globaler Ebene, nebst Schiedsgerichtshof und Exekutivgewalt, wurde bereits vor 150 Jahren von Bahá’u’lláh, dem Stifter der Bahá’í-Religion, aufgestellt. In der Friedensbotschaft „Die Verheißung des Weltfriedens“ aus dem Jahr 1985 schreibt das höchste Gremium der Bahá’í, das Universale Haus der Gerechtigkeit:

    „Weltfriede ist nicht nur möglich, sondern unausweichlich. Er ist die nächste Stufe in der Evolution dieses Planeten – mit den Worten eines großen Denkers: „die Planetisierung der Menschheit“.
    Ob der Friede erst nach unvorstellbaren Schrecken erreichbar ist, heraufbeschworen durch stures Beharren der Menschheit auf veralteten Verhaltensmustern, oder ob er heute durch einen konsultativen Willensakt herbeigeführt wird, das ist die Wahl, vor die alle Erdenbewohner gestellt sind. Zu diesem kritischen Zeitpunkt, da die hartnäckigen Probleme der Völker zur gemeinsamen Sorge aller werden, wäre das Versäumnis, der Flut von Konflikt und Unordnung zu wehren, gewissenlos und unverantwortlich.“

    Und bereits im Jahr 1936 schrieb Shoghi Effendi, das damalige Oberhaupt des Glaubens:
    „Wenn lang gehegte Ideale, wenn altehrwürdige Institutionen, wenn gesellschaftliche Postulate und religiöse Glaubensbekenntnisse das Wohl der Gesamtheit aller Menschen nicht mehr fördern, wenn sie den Bedürfnissen einer
    sich ständig entwickelnden Menschheit nicht länger gerecht werden, dann fegt sie hinweg und verbannt sie in die Rumpelkammer überholter, vergessener Doktrinen! Warum sollten sie in einer Welt, die dem unabänderlichen Gesetz des Wandels und des Verfalls unterliegt, von der Entartung verschont bleiben, die alle menschlichen Einrichtungen zwangsläufig ereilt? Rechtsnormen, politische und wirtschaftliche Theorien sind nur dazu da, die Interessen der Menschheit als Ganzes zu schützen; nicht aber ist die Menschheit dazu da, für die unversehrte Aufrechterhaltung eines bestimmten Gesetzes oder Lehrsatzes gekreuzigt zu werden.“

    • Ich glaube, ich habe mich etwas ungeschickt ausgedrückt, als ich schrieb, dass Ken Jebsen oft dieselben Fragen stellt.
      Das sollte keine Kritik sein. Ich bin froh, dass er diese Fragen auch an Eugen Drewermann gestellt hat. Und es sind ja auch wichtige Fragen.
      Die journalistische Arbeit von Ken Jebsen schätze ich sehr und ich bin ihm dafür sehr dankbar. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er sagt, aber das will er ja auch gar nicht. Sein Ziel ist es schließlich, andere zum selbständigen unabhängigen Denken zu bewegen. Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und beste Gesundheit.

  49. Diese Überraschung ist euch gelungen. Herzlichen Dank an das KenFM-Team, dass ihr Eugen Drewermann interviewt und nun aufgeschalten habt.
    Ein weiser Mann. Was für ein Gegensatz an Menschlichkeit, Intelligenz und Weisheit zum Präsidial-Pfaffen in Schloss Bellevue.

  50. Über den den Inhanlt muss ich erst noch nachdenken. Zunächst also die Form:
    Ein Lob für Ken Jebsen, dass er sich zurückgenommen hat und Herrn Drevermann reden ließ. Herr Drevermann hat sich sich durchgesetzt, wenn Herr Jebsen ihn unterbrechen wollte. Aber Herr Jebsen hat es zugelassen, das war gut. Es wäre sicher reizvoll, darüber zu spekulieren, dass Herr Drevermann dazu in der Lage war, weil er kein Smartphone, kein Fernsehen und kein Internet hat. Er kann also nicht mit Infromationsbruchstücken umgehen, er kann nur größere Zusammenhänge wiedergeben. Unterbrechungen kann er nicht dulden.

    • Wann haben Sie den vor über den Inhalt nachzudenken? Ist es so reizvoll den Interviewer zu beobachten? Finde ich schade. Dann unbedingt noch mal schauen . Gruss Beeskow

    • Dann unbedingt noch mal schauen .

      Aber wieso das denn?
      Ich schaue mir solche Gespräche genau ein mal an. Danach zappe ich höchstens noch rein, wenn ich etwas daraus zitieren will.
      An Smartphones liegt es nicht. Es gab auch schon vor den Smartphones Leute, die Bücher immer wieder lesen, und wenn sie das Buch verschenken, es sich neu kaufen, um es auch weiterhin immer wieder zu lesen.

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