Europa-Russland-Politik: Ist der Kalte Krieg zurück oder nie beendet worden? – Willy Wimmer und Wolfgang Bittner bei den BUCHKOMPLIZEN

Deutsch-Russische Freundschaft? Oder doch eher Feindschaft? Wie steht es um das deutsch-russische Verhältnis heute? Und was sind die Ursachen für die bestehende Kalte-Krieger-Stimmung, die wir doch längst überwunden zu haben glaubten? Eingebettet in den historischen Kontext, der bis zu den Versailler Verträgen zurückreicht, ergibt sich ein schlüssiges Bild für die heutigen Verhältnisse. Die Herzland-Theorie von Mackinder kann als Ziel geopolitischer imperialer Bestrebungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute erkannt werden.

Der ehemalige Staatssekretär der Verteidigung, Willy Wimmer, und der Jurist und Autor des Buches „Der Neue West-Ost-Konflikt“, Wolfgang Bittner, widmen sich diesen und weiteren wichtigen Fragen auf der Frankfurter Buchmesse 2019.

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22 Kommentare zu: “Europa-Russland-Politik: Ist der Kalte Krieg zurück oder nie beendet worden? – Willy Wimmer und Wolfgang Bittner bei den BUCHKOMPLIZEN

  1. Eines der besten Interviews die ich seit langem gesehen habe. Endlich wird auch mal Bezug auf die Vorgägne vor 1945, 1914, gar 1900 genommen. Und das belegt. Wow. Riesenkompliment an Herr Wimmer, Herr Bittner und auch Herrn Jebsen, der wie immer unglaublich gut vorbereitet ist. Man muss sehen, wieviel Interviews Herr Jebsen in den Tagen gegeben hat auf der Buchmesse. Ich finde es weiter so toll, dass auf breite Bühne dieses Interview geführt wurde. Es war die Frankfurter Buchmesse, einer der größten Buchmessen weltweit. Ganz Toll!!! An alle drei, bitte weiter so!!!

  2. eine kleine Anmerkung, die mir auch schon in anderen Gesprächen aufgefallen ist.
    Die Zahl der Kriegstoten auf der russischen Seite läßt sich nicht genau beziffern, denn in der Sowjetunion wurde nicht nach Ethnien unterschieden. Es waren also 27 Mio. Kriegstote sowjetische Soldaten (13 Mio.) und Zivilisten (14. Mio.). Russland war zwar das politisch dominierende und bevölkerungsstärkste Land der UdSSR, ist aber dennoch nicht gleichzusetzen mit der Sowjetunion.
    Um nicht den Verdacht von Einseitigkeit aufkommen zu lassen erwähne ich die Opferzahlen der anderen europäischen Länder.
    Prozentual hatte Polen in Europa mit einem Anteil von 17,2% Kriegstoter an der Gesamtbevölkerung die höchsten Opferzahlen im WKII zu beklagen. Gefolgt von der Sowjetunion mit 14,2% und den Verbündeten Ungarn und Deutschland mit ca. 10%.
    Die Opferzahlen der übrigen europäischen Länder folgen mit weitem Abstand und liegen bei Frankreich und Großbritannien im Promillebereich. Die USA sind Schlußlicht dieser grausigen Liste. In dieser Auflistung sind die asiatischen Länder nicht mit aufgeführt. Allein in China wurden 13,5 Mio. Menschen durch direkte Kriegseinwirkung getötet.
    Es geht mir nur darum die Relationen aufzuzeigen. Ein Krieg wird nicht dadurch besser oder führbarer wenn weniger Opfer zu erwarten sind.

  3. Willy Wimmer erfüllt mich immer wieder mit Hoffnung.
    Ja so sollten Politiker eigentlich ticken, wenn man Konflikte vermeiden will.
    Leider ist die Politik aber nur eine integrative Ebene in diesem komplexen System menschlichen Wahnsinns.
    Die Finanziers haben ein bis zwei entscheidende Wörtchen mitzureden und lenken das Geschehen nach ihren Möglichkeiten.
    Mit ihren Marionetten dominieren sie auch große Abschnitte der Weltpolitik.
    Was die aufgeworfenen Fragen der Weltkrieg betrifft, so wurde das ja amtlich aufgearbeitet und dokumentiert.
    Z.B. im Laufe der Nürnberger Prozesse.
    http://www.profit-over-life.org/
    Was einmal mehr belegt .
    Das Globale Finanzkapital mit angeschlossenen Industriekartellen schafft die grausigen Fakten.
    Vor diesem Hintergrund sehe ich die Ausführungen von Willy Wimmer aus politischer Sicht als maßgebliche Fakten.

  4. Ich habe im Folgenden einen Beleg dafür, dass das Ziel, Deutschland zu teilen und somit gewissermaßen zu vernichten, schon zur Zeit des Versailler Vertrags angedacht worden war – und unter diesem Gesichtspunkt muss man die Härten des Versailler Vertrags beurteilen, die nach Aussage von Willy Wimmer der Fahrplan zum Zweiten Weltkrieg waren: Der Beleg ist ein Brief vom 24. April 1919 vom britischen „Chef“-Imperialisten Alfred Milner an seinen engen Vertrauten, Philip Kerr (der spätere Lord Lothian), der damals Privatsekretär von Lloyd George war und beteiligt war an der Ausarbeitung des Vertrags von Versailles. In dem Brief erläutert Milner, wie er sich vorstellt, was mit Deutschland geschehen soll und entwirft dabei schon das Ergebnis von 1949 (!) und 1989 (!), nämlich Teilung und Wiedervereinigung eines wesentlich verkleinerten Deutschlands!

    Doch bevor ich aus dem Brief zitiere, noch ein Zitat aus einer Rede von Konrad Adenauer, die er am 1. Feb. 1919 im Hansa-Saal des Kölner Rathauses vor den rheinländischen Abgeordneten der Weimarer Nationalversammlung gehalten hatte. Das ist deshalb wichtig, weil Milner den Text dieser Rede seinem Brief beigefügt und Kerr nahelegt hatte, sie genau zu studieren:
    Ausschnitt aus dieser Adenauer-Rede:
    „…. daß sich die Länder am Rhein … zu einem westdeutschen Bundesstaat, zu einer Westdeutschen Republik im Verbande des Deutschen Reiches, zusammenschließen. … Würde Preußen geteilt werden, die westlichen Teile Deutschlands zu einem Bundesstaat der „Westdeutschen Republik zusammengeschlossen, so würde dadurch die Beherrschung Deutschlands durch ein vom Geiste des Ostens, vom Militarismus beherrschtes Preußen unmöglich gemacht. … Diese westdeutsche Republik würde wegen ihrer Größe und wirtschaftlichen Bedeutung in dem neuen Deutschen Reiche eine bedeutungsvolle Rolle spielen und demgemäß auch die Haltung Deutschlands in ihrem friedensfreundlichen Geiste beeinflussen können…“ [Ende Zitat Adenauer]
    Adenauer wollte damit dem französischen Sicherheitsbedürfnis entgegenkommen und die drohende Abspaltung des linken Rheinufers von Deutschland abwenden.

    Diese Rede war Alfred Milner (Verwalter des Rhodes-Vermögens) aufgefallen und er schrieb am 24. April 1919 einen Brief an seinen Vertrauten Philip Kerr. In diesem Brief legte er Kerr nahe, diese Rede von Adenauer genau zu studieren und Lloyd George, den damaligen britischen Premierminister, mit ihren Grundgedanken vertraut zu machen.

    Milner schrieb darin (Ausschnitt, übersetzt):
    „„… ich habe immer gedacht und denke immer noch, daß eine der Möglichkeiten, ja fast Wahrscheinlichkeiten der Zukunft ist, daß wir möglicherweise das westliche Deutschland als ein vom Rest unterschiedenes Gebilde anerkennen und behandeln müssen und daß wir in erster Linie so etwas wie das alte Königreich Westfalen ……. anerkennen müßten. …. …. ….
    Es wurde immer der Vorschlag gemacht, daß wir, die Alliierten, Deutschland aufteilen sollten. Damit würde man die Sache auf eine völlig falsche Grundlage stellen. Einen solchen Kurs würde ich niemals vertreten; was ich aber vertrete, das ist für den Fall offen zu sein, daß Deutschland selbst zerfallen würde, darauf vorbereitet zu sein, mit seinen verschiedenen Teilen in unterschiedlicher Art und Weise umzugehen. ….
    Die Rheinländer und andere Westdeutsche sind ihrem grundlegenden Charakter oder der Tradition oder der Geschichte nach nicht preußisch. Sie wurden teilweise mit Gewalt bekehrt, teilweise durch den … ungeheuren Erfolg des preußischen Militärregimes. Falls nun die Umstände sie von diesem System fortziehen und sie dazu bringen würden, den Versuch zu wagen, ein liberales und weniger aggressives System aufzustellen, als es dasjenige gewesen ist, das sie unter dem Einfluß Brandenburgs und Pommerns angenommen haben, und sie zu ihrem ursprünglichen Charakter zurückkommen würden – ist es dann nicht unsere Richtschnur, eine solche Tendenz zu ermutigen und zu entwickeln? Die Angelegenheit könnte jeden Tag akut werden, denn FALLS DER FRIEDE NICHT ANGENOMMEN ODER, IM FALLE DER ANNAHME, NICHT EINGEHALTEN WIRD (Hervorhebung von mir), so nehme ich an, daß wir gezwungen sein werden, unsere Besetzung Deutschlands auszuweiten.
    Und was sollen wir in diesem Fall mit dem besetzten Territorium tun? Wollen wir darauf wie auf einem eroberten Land für immer sitzen, oder wollen wir versuchen, mit ihm Frieden zu schließen, es zu ermutigen, sich von dem möglicherweise bolschewisierten, auf jeden Fall chaotischen Rest abzutrennen, und statt zu seinen Eroberern und Unterdrückern vielmehr zu seinen Beschützern und Wiederbelebern zu werden? ……. ….
    …Eine Sache möchte ich zum Abschluß sagen. Ich glaube an die dauerhafte Aufteilung Deutschlands genauso wenig wie an die Rußlands, und ich wünsche sie auch nicht. Es ist nicht notwendig, daß eine Rheinisch-Westfälische Republik oder irgendein anderer, ähnlicher Staat, der im Westen entstehen könnte, aus seinem eigenen ausgesprochenen Wunsch oder aufgrund irgendeiner Verpflichtung, die ihm von uns auferlegt wurde, sich von Deutschland AUF IMMER UND EWIG [das letzte Großgeschriebene wurde von Milner unterstrichen] abspalten sollte. Was ich gerne sähe, das wäre ein geordneter und friedlicher Staat, oder Staaten, unter unserem Schutz, gerettet von dem allgemeinen deutschen Chaos, mit dem wir wieder ins Geschäft kommen können…., OHNE DASS MAN DIE MÖGLICHKEIT EINER LETZENDLICHEN WIEDERVEREINIGUNG MIT DEM REST DEUTSCHLANDS IN EINER GLÜCKLICHEREN ZUKUNFT AUSSCHLIESST [das zuletzt Großgeschriebenen hat Milner unterstrichen]. Tatsächlich habe ich die Hoffnung, daß dieser westliche Staat (oder Staaten), dem allgemeinen Niedergang entronnen, den Ausgangspunkt bilden würde, von dem aus die Wiederherstellung eines depreußifizierten Deutschland beginnen könnte. Wir möchten den Prozeß der letzten fünfzig Jahre umkehren und den humaneren und rein teutonischen Westen – das Land mit der älteren Zivilisation – nach Osten ausdehnen, so wie der härtere, aggressivere, weniger rein deutsche Typ, der harte Kern des Preußentums, im vorigen Jahrhundert westwärts und südwärts drang, bis er das Ganze aufgesogen hatte. Beste Grüße, Ihr Milner .“ [Alfred Milner an Philip Kerr, 24. April 1919. MS. Lothian, dep. GD 40/17/1176]

    Zum Nachlesen: Markus Osterrieder: „Welt im Umbruch“ ab S. 1443 ff. Dieses Buch ist sehr, sehr zu empfehlen, denn es bringt eine Fülle an Zitaten!

    Philip Kerr formulierte übrigens den Wortlaut des Kriegsschuldparagraphen 231 des Versailler Vertrags. Und er formulierte ihn, nach Osterrieder, in diesen Monaten.

    Noch eine interessante Info: Im Freimaurer-Politiker-Lexikon von Robert A. Minder steht, dass Viscount Alfred Milner Großaufseher der Großloge von England war.

    • Man sieht, wie negativ Preußen von Milner in diesem Brief angesehen wurde! Doch für frühere britische Staatsmänner spielte Preußen die Rolle einer Art „nützlicher Idiot“ und war Schachfigur, mit dessen Hilfe sie ihr Empire ausbauten: Großbritannien verbündete sich nämlich im 18. Jahrhundert mit Friedrich II von Preußen – Friedrich II. sollte durch Krieg das französische Heer auf dem Kontinent binden, so dass Frankreich in Europa beschäftigt war und es Großbritannien somit schlecht beim Ausbau seines riesigen britischen Kolonialreiches auf dem nordamerikanischen Kontinent und anderswo behindern konnte. Damals war Preußen den britischen Eliten also schon recht. Aber es kommt noch schöner: Preußen bekam 1815, nach den Napoleonischen Kriegen, das Gebiet, das heute ungefähr Rheinland-Westphalen ist – und wieder hatte ein britischer Politiker die Finger im Spiel: Lord Castlereagh, der damalige British Foreign Secretary. Warum denn? Er hatte die Idee ursprünglich von William Pitt: Preußen sollte neben Frankreich platziert werden, den traditionellen Feind Großbritanniens. Preußen sollte damals Frankreich in Schach halten. Das sind Schachzüge der Strategen in der britischen Diplomatie! Sie setzen wirklich ganze Völker wie Schachfiguren für ihre Interessen ein.

      Wann hören wir Deutschen auf, "Schachfiguren", "Spielball" und "Rammbock" angelsächsischer und angloamerikanischer Interessen zu sein?
      Vermutlich erst dann, wenn die Deutschen ihre eigentliche Aufgabe wiederfinden: Sich anzustrengen, wieder echte Kultur zu finden, Goethe, Schiller Lessing… nicht zu vergessen und sich in die Geisteswissenschaft von Goethe, über die Philosophen bis zu Rudolf Steiner einarbeiten und die Wahrheit wieder erkennen, dass der Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht. Deutschlands Aufgabe ist geistig-ideeller Natur und nicht wirtschaftlich-imperialistischer Natur. Das, was heute an Kulturzerstörung stattfindet, hängt schon mit dem gegenwärtigen materialistischen Weltbild zusammen, das wir von woanders übernommen haben. Sich anstrengen, um zu erkennen, dass es eine göttlich-geistige Welt gibt und dass deshalb heutzutage auch die Gestaltung von politischem und gesellschaftlichem System dem gerecht werden müsste und nicht ein starker EU-Zentralstaat angestrebt werden sollte, sondern ein zerklüfteter Staat in drei Bereiche: In ein selbstverwaltetes Geistesleben, in ein selbstverwaltetes Wirtschaftsleben und in ein selbstverwaltetes Rechtsleben. Der folgende Text ist eine ganz gute Einführung für diese „Dreigliederung des sozialen Organismus, für die Rudolf Steiner am Ende des Ersten Weltkriegs gekämpft hatte: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/08/25/der-mensch-als-mass-der-gesellschaft/

    • Unsere gegenwärtige Welt wie die Geschichte des Planeten kennt unzählige Vasallitätsstrukturen, Eberl.

      Sie existieren, weil wir anderes nicht für möglich halten, jedenfalls nicht nicht-militärisch – und es deshalb allenfalls bei Klage-Analysen belassen, statt auf kulturelle Findigkeitskräfte im Unterlaufen unangemessener Nachbarschafts-Ansprüche zu setzen.
      Üben wir uns im Ausdenken uns Experimentieren mit Formen des Uns-Entziehens und des Abbaus eh ökologisch widersinniger Verflechtungen !!

      Dergleichen freilich geht nur, wenn wir untereinander eine entsprechende Diskurs-Kultur ins Leben rufen und umsetzungs-relevant werden lassen . . .

  5. Gesellschaften begreifen sich offenbar seit Menschengedenken weitenteils als Mächte, die einander nicht zuletzt mit wechselseitigen Herrschaftsansprüchen begegnen.
    Sollten ihre Interaktionen fraglos und unumgänglicherweise jederzeit zentral um die Klärung jeweils durchsetzbarer Hegemonien kreisen oder sich auch nur in kleinteiligen Räubereien erschöpfen, dann blieben für die kleineren unter ihnen immer nur ggf. im Wechsel zu wählende Vasallitäts-Positionen.
    Kein Grund, da irgendetwas zu analysieren oder gar zu enttarnen . . . Man existiert eben angeschlossen und verzweckt, dienstbar nicht zuletzt in allen kriegsweise angesetzten Machtspielen der Hegemonialmacht, unter deren Ägide man agiert . . . – welcher? Das ist dann eher zweitrangig . . .

    Stellte man aber infrage, dass es für Menschen und Gesellschaften nur macht-orientierte Beziehungsgefüge geben könne, dann würde jeder u.U. eingeforderte Vasallenstatus Ausfluss souverän zu treffender Entscheidung – gemäß dem erbärmlichen Modell: wenn ich größer sein will, als ich mich wahrnehme bzw. es mir eigenverhaltensbedingt eingebrockt habe, dann geht das nur in der Gefolgschaft ganz Großer . . .

    Weltregionen, ja der gesamte Planet ganz ohne Vasallitäten würden denkbar . . .

    Wenn diesbezüglich tatsächlich Möglichkeits- und nicht nur Wunschspielräume auszumachen wären (wovon ich ausgehe), dann käme alles auf die Experimentierfreude von Gesellschaften an, denen an Beziehungen auf Augenhöhe gelegen ist und die sich deshalb darin üben, sich bei dem, was sie selbstbestimmt ins Auge fassen, um es entwicklungsstark zu leben, weder aus der Ruhe noch aus der Konsequenz bringen lassen, ihre Aktionsräume voll selbstbewusster Findigkeit so zu konzipieren, dass für Fremdzugriffe immer weniger Raum bleibt . . .

    Leider zeigt auch diese Buchmessen-Runde von Kenfm keine Ansätze, gar so etwas wie ´Salons´ zu bilden, wie Pohlmann in der Runde davor meinte, sondern für alle, die in welchen Kreisen immer einen solchen Diskurs zu führen beginnen, so etwas wie eine gut moderierte Plattform für einen solchen Diskurs zunehmend souveränen Weltverhaltens jenseits traditioneller Erzwingungs-Mantren ihrerseits belebend zu befeuern . . . !!

    In meinen Augen sind jedoch Denkansätze wie die folgend verlinkten, weit wichtigr als unser Wissen um die Machenschaften derer, die Wege gefunden haben uns zu verzwecken :

    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/18/s-i-c-h-e-r-h-e-i-t-ist-keine-sache-von-waffen-und-keine-von-vertraegen/
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/15/g-e-o-s-t-r-a-t-e-g-i-e-der-hoellenschlund-des-21-jhds/
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/14/zur-friedensfeindlichen-wirkung-von-militaerbuendnissen/
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/14/krieg-wird-nicht-weniger-wenn-er-kriegerisch-beantwortet-wird/

    • Wenn es in dem Beitrag vorrangig um die gute Idee von Gesprächskreisen geht, stimme ich dir zu.

      Was grenzverletztende Bestrebungen angeht, hatten sich auch die westlichen Gesellschaften schon ein gutes Stück entwickelt gehabt – da gab es Kant.. und 1945 die Aufnahme des Gewaltverbotes in die UN-Charta, die genau das Angreifen fremder Territorien in der Souveränität der Länder beschränkt. Die Frage stellt sich mir eher nach der Rolle Deutschlands, weshalb nimmt dieses Land seine Verpflichtung aus der Geschichte nicht wahr? Die Verantwortung heißt keinesfalls alles zu akzeptieren und nur noch mitzulaufen, sondern sich für gewaltfreie, neutrale Schlichtung stark zu machen. Es gab dafür bessere Zeiten als heute (mittlerweile dürfte es leicht sein, die deutsche Wirtschaft zum Absturz zu bringen), aber es ist immer noch möglich. In den Zeiten der West-Ost Annäherung gab es neben der Politik auch eine starke Stimme auf der Straße, diese fehlt nahezu vollständig. Es scheint kein Interesse in großen Teilen der Bevölkerung am Rest der Welt zu geben.

    • Ja, Teilchen, es gab ein paar bescheidene Ansätze auf UN-Ebene wie auch auf Seiten der Entspannungspolitik und deren gesellschaftlicher Begleitmusik, entstandene Vasallitäten zurückzudrängen.
      Weit genug voran kamen sie in meinen Augen nie, obwohl da schon Wichtiges markiert wurde.
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      Gleichwohl haben die widerstreitendsten Kräfte weltweit (ob nun tiefer Staat oder Lämmer) es nach 1990 ´geschafft´, mit Höchstvolten das alte Mächte- und Hegemonialdenken so dominant zu machen, dass wir alle zu irrwitzig großen Anteilen unsere Arbeitskraft auf Herstellung und Vertrieb der Instrumente verwenden, die mengenmäßig weit im Übermaß ausreichen, uns alle zu pulverisieren. Vor dem Mitsterben-Müssen werden die USA freilich auch ihre Insellage zwischen den großen Ozeanen des Planeten nicht bewahren. . .
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      Es kann nicht tragfähige Aufgabe von Gesellschaften sein, sich untereinander "stark zu machen", und sei es "für gewaltfrei, neutrale Schlichtung". Maßen wir Gesellschaften endlich keine Rollen mehr an, die sie nicht wahrnehmen können.

      Wo Gesellschaften sich im Innern wie nach außen in militärische Konflikte verstricken, hilft allein ihr ureigener Wille, diese Verstrickung wieder zu lösen und ggf. Rat zu erbitten bei anderen, am besten aber allein bei einer international vorzuhaltenden Mediations-Institution.
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      Wer immer sich nämlich in ungefragter, aber auch in gefragter ´Verantwortung´ zu solchen Konflikten äußert, gar einfluss zu nehmen sucht, und sei es der denkbar best gemeinte, verschärft sie unausweichlich !
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      Gut, jeder Fremdkonflikt berührt nicht selten auch eigene Sicherheitsinteressen. Am unsichersten aber werden fremde Konfliktlagen durch Einmischung und sogenannte Bündnishilfe !!
      Denn vermittels solcher Einmischungen und Bündnishilfen werden aus näheren wie weiteren Nachbargesellschaften ´Mächte´ und eventuell erreichbare Befriedungs-Resultate erzeugen oder vertiefen ´Mächte-Konstellationen´ – also allenfalls Nichtkrieg mit unzähligen Keimen für verändert rüstbare Kriegsbereitschaften . . . !!

    • Hallo gabrieleweis,
      "..und eventuell erreichbare Befriedungs-Resultate.. "
      Wer soll das denn deiner Meinung nach konkret sein und wodurch?

      Folge ich deinem Text wird wirklich JEDE Handlung als Einmischung definiert, damit verdammte man sich zur vollständigen Untätigkeit.. genau das erleben wir seit Jahrzehnten. So agieren nicht mal Pflanzen, das ist mir viel zu weit weg von Selbstbestimmtheit. Immerhin gibt (und wird es immer geben) Akteure auf dem Planeten.

    • Hallo Teilchen,
      unter´Befriedung´ verstehe ich den seitens Stärkerer auferlegten Zwang zum Ruhe-Halten, statt zur Konflikt-Bearbeitung … – das bevorzugte Aktionsfeld von ´Siegermächten´.

      ´Nicht-Einmischung´, wie sie mir geboten scheint, heißt nie Nichts-Tun:

      Denn es gibt in meinen Augen keine Lokal- oder Regional-Konflikte jenseits a u c h, nicht selten sogar primär (!!) von außen miterzeugter, konflikt-triggernder Beeinträchtigungen !

      Das Meiste und Beste an Konflikt-Beilegung ist dann erreichbar, wenn nähere wie weitere Konflikt-Nachbarn ausschließlich vor ihren eigenen Türen kehren, sprich: die von ihnen ausgehenden Konflikt-Trigger (und davon sind noch jedesmal welche im Spiel !!) in gedeihlichere Bezüge wandeln, einseitig, ohne Gegenleistung, von sich aus und ohne Ränke …!

      Was heißt denn ´Selbstbestimmtheit´?
      Doch im Grunde immer die eigene Rolle gestalten und korrigieren, damit durch sie ggf. Bedrängte den ihnen gebührenden Raum erhalten, ihrerseits ihre Angelegenheiten anders anzugehen, u.a. deshalb, weil sie sich in ihren Selbstestimmtheitswünschen respektiert fühlen !

      Die größten Übel unter Menschen erwachsen aus Fremdbestimmungs-Ansprüchen, weil man´s ja angeblich besser kann und weiß … ? ? ?

    • Hallo gabrieleweis,

      vielleicht meine wir ähnliches, zumindest könnte ich . . "unter´Befriedung´ verstehe ich den seitens Stärkerer auferlegten Zwang zum Ruhe-Halten" zustimmen, wenn aus dem 'auferlegten Zwang' eine 'Zustimmung zum' wird. Vielleicht hast du aber auch eine sehr idealistische Vorstellung.

      Ich stimme dir zu, daß Konflikte oft von außen mitgeschürt werden und dann heißt selbstbestimmt für mich, daß man -so man dazu in der Lage ist- entsprechend seinen eigenen Leitlinien agiert und daß hieße dann eben befrieden in Verhandlungen oder mit der Geldbörse..

      Man kann sich nicht nicht verhalten. (P. Watzlawik)

    • Warum, Teilchen, sollten externe Konflikt-(Beilegungs (?))-Interessierte zu fremden Konflikten Lösungs-Anregendes beizusteuern haben, dem Kombattanten einfach nur ´zuzustimmen bräuchten´, wie Du es formulierst?

      Allein kombattantenseits selbstbestimmt angefragte Mediation könnte doch dazu führen, dass bis dahin erbittert Streitende untereinander zu neuem MIteinander oder zu einvernehmlichen (Teil-)Autonomien finden . . .
      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      `Verhandlungen´ erreichen vergleichbare Verständigungs-Ebenen nie – erst recht nicht, wenn sie als internationale Konferenzen arrangiert werden mit regelhaft er-dealten Scheinergebnissen zwischen Korruption und Zwang … und meist zugunsten der Interessen Dritter … !!

      Woher nähmen solche Externen im Übrigen die Kompetenz zu wissen, worin lokale Streitlagen in all ihren Schichten und Verquickungen bestehen, damit ihre Befriedungs-´Rad-Maps´ auch nur ansatzweise passten?

      Woher nähmen sie gar das Recht, dieses oder jenes Verhalten von Kombattanten zu ´erkaufen´, was offenbar in Deinen Augen so etwas wie eine kriegsbeendende Maßnahme darstellen könnte?

      Du magst meine energischen Fragezeichen in Richtung einer Politik der Deals und Verhandlungsführerschaften ´idealistisch-weltfremd´ nennen . . .
      Was Dir demgegenüber als offenbar ´materialistisch-realpolitisch´vorschwebt, erweist sich aber doch durchweg als steckenbleibend oder, wo scheinbar gelungen, jederzeit aufkündigungsträchtig, weil eben als im Kern je länger desto inadäquater erlebt… !

      Dass sich lokal entstehende kriegerische Auseinandersetzungen oft quälend lange hinzuziehen pflegen, liegt zu allergrößten Anteilen daran, dass die umgebende Welt sie mit immensen Waffen-Supermärkten lockt – und das gewiss nicht aus empathischer Friedensliebe !!

      "Man kann sich nicht nicht verhalten. (P. Watzlawik)" – richtig.
      Das Kontraproduktive nicht zu tun und stattdessen Angemessenes, ist kein N´cht-Verhalten – im Gegenteil !!

      Kehrte man nämlich wirklich vor der eigenen Tür, statt den Schmutz vor den Türen anderer anzuprangern und ihnen anzudienen bis zu diktieren, was man für lösungsträchtig hält, merkte man, dass dergleichen Kehren reichlich schweißtreibend wäre, begänne man erst einmal damit… !
      Und man merkte, wieviel Druck darüber aus den Kesseln unserer internationalen Beziehungen entweichen würde . . ., besännen wir uns endlich auf wirklich allein produktiv-kooperative Augenhöhen-Beziehungen jenseits immer fataler Rüstungs-Horizonte. . . !!!

      Ich verweise nochmal auf meinen Blogbeitrag:
      https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/15/g-e-o-s-t-r-a-t-e-g-i-e-der-hoellenschlund-des-21-jhds/

  6. Schon gut was die zwei alten Herren über das deutsche Verhältnis zu Russland sagen..
    doch der Blick auf den 1.WK und seine Verursachung liegt eindeutig falsch. Die Fakten der Julikrise 14 widerlegen diese These. nebst weiteren massiven Kontradiktionen. Den Kriegsausbruch hatte die deutsche Führung schon längst avisiert ("Kriegsrat" Dez 12..) .. und konsequenterweise erfolgten die ersten 5 Friedensbrüche durch die Mittelmächte -> SE, RU, FR, LU, BE,

    Der Ausbruch des 2.WK wird als eine Intrige Londons ausgelegt, welches Hitler in eine "Falle gelockt" habe..# Eines
    ehr zweifelhafte These, behaupte ich mal..

    Wird hier ein neuer Geschichtsrevisionismus avisiert seitens ( ansonsten achtbarer) Systemkritiker.?
    welche im redlichen Bestreben, die deutsche Fremdbestimmung zu überwinden, alte Fakten ins Gegenteil verkehren? Ich fürchte das ist der falsche Weg zur Aufklärung über deutsche Geschichte.
    Lasst uns ob der notwendigen Zeitkritik nicht den klaren Blick auf die jüngeren Geschehnisse verlieren.

    • Ich schließe mich diesen Einwänden im wesentlichen an:
      Der Umstand, dass anglo-amerikanische Polit-Akteure sich wiederholt im Verlauf der letzten 100 Jahre nutzbar zu machen wussten bzw. gar gefördert haben, was in deutschen Köpfen nicht erst seit Versailles an fehlgehenden Selbst- und Welteinschätzungen herangewachsen war und nach andere möglichst übertrumpfendem politischem Machtgewinn drängte, rechtfertigt die vorgetragenen Vereinseitigungen nicht.
      Es ging und geht allen Beteiligten um hegemoniale Positionen – und alle hatten und nutzten ihre je spezifisch angelegten Klaviaturen, um ihre je eigenen Ziele zu intonieren . . . – mit freilich am Beginn wie am Ende unterschiedlichen Kapazitäten und Verschaltbarkeiten. . .

      Wie man im übrigen an den USA sieht, wurzelt hypertropher Geltungsdrang keineswegs in erster Linie in vorausgegangenen Demütigungen wie jenen von Versailles. Aber klar: Demütigungen sind verhängnisvolle Instrumente für weitere Instrumentalisierungen . . .

    • Tja, Herr Körner, von diesen beiden alten Herren könnten Sie sehr viel lernen!

      Es ist ja nicht so, dass sich die beiden Ihre Quellen à la Relotius aus den Fingern saugen.
      Ich kann nur ganz allgmein empfehlen, die vorgestellten Bücher zu lesen und sich auch die Quelliteratur zu besehen.

    • Nein, Sie haben beide nicht Recht. Lesen Sie bitte erst folgende, unten aufgelistete Bücher, bevor Sie die Thesen von Fritz Fischer nachsprechen. Auch mit dem Kronrat von 1012 hatte es eine andere Bewandtnis, als Fritz Fischer darlegte, wie Markus Osterrieder in "Welt im Umbruch" ab S. 739 beschreibt.
      Hier sind Bücher, die mehr Wahrheit enthalten als Fritz Fischers Thesen:
      Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18 Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs.
      Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18. Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht. Höhr-Grenzhausen, 2018.
      John P. Cafferky: Lord Milner’s Second War. 2013;
      Gerry Docherty & Jim Macgregor: Hidden History. 2014; gibt’s auch in Deutsch unter dem Titel: "Verborgene Geschichte".
      Dr. Jacob Ruchti: ZUR GESCHICHTE DES KRIEGSAUSBRUCHS NACH DEN AMTLICHEN AKTEN DER KÖNIGLICH GROSSBRITANNISCHEN REGIERUNG, Bern 1916.
      J. A. Morris: The Scaremongers. London, 1984.
      Professor Evgenij A. Adamow: Die Diplomatie des Vatikans zur Zeit des Imperialismus. Berlin, 1932.
      John Charmley: Splendid Isolation? London, 1999/2009.
      Walter Millis: Road to War – America 1914-1917
      Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, Stuttgart 2014.
      Wiederkehr der Hasardeure von Wolfgang Effenberger und Willy Wimmer.
      Wolfgang Effenberger Herausgeber "Sie wollten den Krieg"..
      Andrea Bosco: The Round Table Movement and the Fall oft he „Second“ British Empire (1909-1919) Cambridge Scholars Publishing, 2017
      Sogar Andrea Bosco, ein italienischer Professor und Bewunderer der britischen Round Table Group schreibt darin auf S. 15: “Without the creation of an external threat, the attempt to bring about the political union of the Empire would have been doomed to failure. In order to survive, the Empire desperately needed the Hun….in ideological, political and economic terms…..the creation of the ‘external enemy’ was certainly not the only cause which generated World War I, but in Weberian terms it could be considered the ‘adequate cause’, namely, the cause without which the course of events would have been different.”
      Deutsch: „Ohne die Schaffung einer äußeren Bedrohung wäre der Versuch, die politische Union des Imperiums zu verwirklichen, zum Scheitern verurteilt gewesen. Um zu überleben, brauchte das Imperium dringend den Hunnen….ideologisch, politisch und wirtschaftlich….die Erschaffung des "äußeren Feindes" war sicherlich nicht die einzige Ursache, die den Ersten Weltkrieg auslöste, aber in Weber'schen Begriffen könnte man sie als die zweckentsprechende Ursache" bezeichnen, nämlich die Ursache, ohne die der Lauf der Ereignisse anders verlaufen wäre.“

    • Nun zu dem, was es mit dem "Kronrat vom Dezember 1912", dem angeblichen "Kriegsrat" wirklich auf sich hatte: Der "Kriegsrat" "war nicht zuletzt die Reaktion auf einen einen Bericht des deutschen Gedandten in London, des Fürsten von Lichnowsky über ein Gespräch vom 3. Dezember mit dem neu ernannten Lordkanzler und früheren Kriegsminister Richard Haldane, das letzterer im Namen von Grey führte. … Haldane und Grey engagierten sich gemeinsam im sogenannten Coefficients-Club, einem parteiübergreifenden Forum gleichermaßen für linke, jedoch Empire-gläubige Fabianer und liberale Imperialisten, in dem man SEIT 1902 die kommende KONFRONTATION MIT DEUTSCHLAND ERWARTETE UND PLANTE [Hervorhebung von mir]. Haldane brachte Lichnowsky gegenüber zum Ausdruck, daß es England nicht dulden könne, falls Frankreich von Deutschland bezwungen werde und letzteres die Vormacht eines Kontinentalblocks werde. Am 8. Dezember hatte der Kaiser den Bericht des Botschafters erhalten. Diese Nachricht war für Wilhelm II. Grund genug, von einer moralischen Kriegserklärung Englands zu sprechen udn daß "England jetzt als unser Feind" zu gelten habe." Zitat aus Osterrieder Ende, siehe: Markus Osterrieder, Welt im Umbruch, S. 739-740.

      Wie würden Sie denn reagieren, wenn Sie Staatschef wären und so eine Aussage erführen, von einem höchstrangigen Politiker aus England, das sie früher für ein befreundetes Land hielten? Deutschland hatte gar nicht die Absicht gehabt, Frankreich zu bekämpfen, aber das gegen Deutschland und Österreich-Ungarn gerichtete Bündnis zwischen Frankreich und Russland bestand doch schon seit 1894. Damit war für Deutschland die von Bismarck gefürchtete Zweifronten-Lage eingetreten – als schwebende Bedrohung. Und dann auch noch England…? Versetzen Sie sich doch mal in die Lage der Deutschen von damals, wenn die dann auch noch so eine Aussage von Haldane erfahren haben.

    • Um Missverständnissen vorzubeugen: Wenn ich schrieb, "Nein, Sie haben beide nicht Recht," meinte ich selbstverständlich die beiden Kommentatoren Andreas Körner und gabrieleweis.

  7. 2 Weltkrieg und Auschwitz, ein Problem der Deutschen?

    Die Kriminalität der Pharmaindustrie!

    Wenig Zeit, bei 2:02:00 starten

    youtube.com/watch?v=KJnJSLGnG4A

    Ergänzend dazu :

    Alles hoch informativ, doch wenn wenig Zeit starten bei 1:00:00

    https://www.youtube.com/watch?v=FzrC99JyVq4

    • Das bedeutendste davon wurde in diesem Werk herausgearbeitet
      Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU
      Zum ersten Mal erkennen wir die Stimmen derer, die bereits damals eine falsche Wahrheit schufen, logen, betrogen und die Fakten umdeuteten. Manchmal sind es die Stimmen derer, die selber töteten, manchmal waren es diejenigen, die den Auftrag dazu gaben. Und nachdem all die Gräueltaten dieser Unmenschen erfolgreich verschleiert worden waren, erheben sie ihre Finger in Richtung Himmel und rufen »nicht töten«. Und manchmal erkenne ich hinter den Vorhängen, die mit dem Namen der Europäischen Kommission beschriftet sind, Gesichter, die ich schon einmal vor langer Zeit sah. Doch ich kenne nicht ihre Namen.

      Das schreibt August Kowalzcyk, ehemals als Gefangener Nr. 6804 in Auschwitz, im Vorwort des 2011 erschienenen Buches Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU, das er zusammen mit Paul Anthony Taylor, Aleksandra Niedzwiecki und Matthias Rath geschrieben hat. Das Kapitel Einführung liefert bereits Hinweise darauf, was den Leser erwartet:

      Fast ein dreiviertel Jahrhundert lang galten Adolf Hitler und sein Gefolge, die Nazis, als Urheber des Zweiten Weltkriegs. Die Fakten sehen allerdings anders aus. Der Zweite Weltkrieg war ein Eroberungskrieg, geführt vom Chemie-, Öl- und Pharma-Kartell, dessen Zielsetzung es war, mit patentierten chemischen Produkten einen Multi-Billionen-Dollar Weltmarkt zu kontrollieren. Offizielle Dokumente aus dem US-Kongress und dem Nürnberger Prozess zeigen eindeutig, dass der Zweite Weltkrieg vom zu dieser Zeit berüchtigtsten und größten Öl-/Pharma-Kartell, bestehend unter anderem aus Bayer, BASF und Hoechst, nicht nur vorbereitet wurde, sondern dass es diesen auch logistisch und technisch unterstützt und geplant hat. Die Zusammenfassung der Nürnberger Anklageschrift beweist, dass der Zweite Weltkrieg ohne die Unterstützung der IG Farben nicht durchführbar gewesen wäre. Sie werden in diesem Buch auch erfahren, dass der Erste Weltkrieg, die zweitgrößte Tragödie des zwanzigsten Jahrhunderts, eigentlich der erste Versuch dieser »Interessengruppe« war, die Welt zu erobern. Nach diesen beiden militärischen Versuchen, Europa und die gesamte Welt zu unterwerfen, startete das Öl- und Pharma-Kartell einen dritten Anlauf: die wirtschaftliche und politische Eroberung Europas durch die »Brüsseler EU«.

      Daher überrascht es nicht, dass die Schlüsselpersonen und Gründungsväter der Brüsseler EU demselben Kreis von Technokraten entstammten, welcher schon die Nachkriegspläne für ein Europa unter einer Nazi-/Kartellherrschaft entwarf. Dieses Buch wird Ihnen die Interessenvertreter dieses Kartells vorstellen, die keine Uniformen, sondern graue Anzüge tragen, und in deren Reihen die wohl berüchtigtste Schlüsselperson des Kartells zu finden war – Walter Hallstein, der erste Präsident der so genannten EU-Kommission. Die Antwort auf die Frage, warum Ihnen derartige Fakten noch nie zu Ohren gekommen sind, liegt auf der Hand: Nach1945 investierte dieses Kartell hunderte Milliarden Dollar nur mit einem Ziel: die Verdrehung der Geschichte und Vertuschung der kriminellen Vergangenheit des Kartells und der dazugehörigen Großkonzerne. Diese Verschleierung der wahren Hintergründe der beiden Weltkriege ebnete ganz offensichtlich den Weg für den dritten Anlauf des Kartells, die vollständige Kontrolle über Europa zu erlangen – dieses Mal durch die Brüsseler EU. Offenbar hatte das Kartell gehofft, dass seine dunklen Wurzeln mit der Kontrolle über Europa durch die Brüsseler EU niemals ans Tageslicht kämen. Allerdings ist dieser Plan gescheitert. Die Veröffentlichung dieses Buches und von Zehntausenden Originaldokumenten, die die Existenz und die Pläne dieses Kartells beweisen, führt nur zu einer möglichen Konsequenz, nämlich dem Ende des Brüsseler EU-»Experiments«. Keine demokratisch gesinnte Person, Organisation oder Partei kann unter diesen Umständen den dritten Eroberungsversuch des Kartells jetzt noch unterstützen.

      ISBN 978-90-76332-69-7

      Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. George Santayana

      Die 54.000 Angestellten der EU-Kommission operieren jenseits jeglichen demokratischen Grundsatzes und führen die Gesetze Europas nach den Belangen der Großunternehmen aus. Im Gegensatz dazu steht das EU-Parlament mit seinen 754 Mitgliedern aus 27 verschiedenen Nationen, die keinerlei politischen Einfluss auf diese Bürokratenarmee haben. Das EU-Parlament fungiert in der Europäischen Union als nichts weniger als eine Art »Schaufensterdekoration«, um dem europäischen Volk eine Demokratie vorzuspielen.

      Europas Regierung wird nicht von seinen Bürgern, sondern in steigendem Maße von Unternehmensinteressen, ganz besonders vom Öl- und Pharmakartell gelenkt, einer Multi-Billionen-Dollar-Branche, dem größte Investmentkonzern der Welt. Kontrolliert wird dieses Kartell zum größten Teil von der Rockefeller-Gruppe, die die Interessen der US-Amerikanischen Öl- und Pharmaindustrie darstellt. Henry Kissinger ist einer ihrer promentesten Vertreter. Daneben gehören zu diesem Kartell Unternehmen wie Bayer, BASF und Höchst und zuvor auch IG-Farben, die maßgeblich zum Ausbau der Brüsseler EU beitrugen. Die EU ist demnach ein Machwerk global agierender Weltkonzerne, die durch ihre Kontrolle des Öl-, Chemie- und Pharma-Marktes Profite in kaum vorstellbaren Ausmaßen einstecken und nebenbei die Gesundheitssysteme der Länder, die sie auspressen, auf Dauer unbezahlbar machen.

      Das Buch wurde von http://www4ger.dr-rath-foundation.org/ herhausgegeben.
      Ich habe es vor einiger Zeit dort gefunden, wo man es noch immer herunterladen kann (278 Seien):
      http://www.orwell-staat.de/cms/files/die-nazi-wurzeln-der-eu.pdf

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