nachdenKEN über: Echte Demokratie vs. Europawahl

Am 25. Mai ist Europawahl. Ob man eine Wahlkabine aufsuchen sollte? Ja klar, jedenfalls wenn man Berliner ist und parallel über die Zukunft des Flughafen Tempelhof entscheiden kann. Der Rest der Republik kann sich einen entspannten Sonntag machen, finden wir als KenFM-Redaktion. Denn Demokratie bedeutet nicht, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen.

Demokratie bedeutet, sich einzubringen, für seine Ideale einzustehen und gemeinsam Lösungen zu finden. Dann aber auch an der Wahl einer Regierung teilzunehmen, widerspricht diesen Ansätzen in unseren Augen komplett. Denkt darüber doch einfach mal nach.

3 Kommentare zu: “nachdenKEN über: Echte Demokratie vs. Europawahl

  1. Sie schreiben:
    “ Dann aber auch an der Wahl einer Regierung teilzunehmen, widerspricht diesen Ansätzen in unseren Augen komplett. Denkt darüber doch einfach mal nach.“
    Falsch. Wir wählen bei der Europawahl keine Regierung sondern Befehlsempfänger, welche Konzern- und Bankenpolitik umsetzen. Dieses faschistische System muss ich mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel ja nicht auch noch legitimieren.

  2. Hallo KenFM-Redaktion,

    meiner Meinung nach habt ihr teilweise recht! Ja, Demokratie bedeutet sich einbringen, für eine Sache einstehen und für sie zu streiten. Aber Demokratie bedeutet eben auch, bei Wahlen sein Kreuz zu machen.

    Ich bin der Meinung, dass sich viele Politiker nur noch wenig um die Belange der Bürger kümmern. Um ehrlich zu sein, ist ihnen das Volk wahrscheinlich schon ziemlich egal. Auch gibt es so einige Politiker in Spitzenpositionen, die in echten Unternehmen im freien Wettbewerb keine Chance auf Bestand hätten. Ja, genau wegen diesen Menschen möchte man eigentlich nicht mehr zur Wahl gehen. Denn es würde sowieso nichts ändern, so die Meinung.

    Das kann stimmen. Doch aus drei Gründen müssen wir trotzdem zur Wahl gehen:

    1) Auch wenn es irgendwann einmal eine Gesellschaft geben wird, in der wir Meinungen und Gruppen wählen können und keine Partei mehr, so ist das Wählen einer Partei im Hier und Jetzt jedoch nötig. Der Übergang in die neue Gesellschaft wird fließend sein. Wahlen werden später vielleicht nicht mehr ihr jetziges Gewicht haben. Aber bis dorthin müssen wir sie als „Übergangstechnologie“ mitnehmen.

    2) Ken meint immer wieder zu Recht, man müsse selbst aktiv zu werden, z.B. zum Ökostrom-Anbieter wechseln, keine Zocker-Bank nehmen oder nur noch Bio-Produkte kaufen. Diese Institutionen wurden auch erst von der Poltik erschaffen, von Politikern, die durch Wahlen legitimiert wurden.

    3) Wenn wir unsere Stimme nicht abgeben, überlassen wir Radikalen kampflos das Feld. Das sollte nicht in unserem Interesse sein!

    Viele Grüße,
    André

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