Fantasy und die realen Zusammenhänge der Macht

Bedrohliche Zeiten lassen den Wunsch nach einfachen Erklärungen aufkommen, der von interessierter Seite nur allzu gerne bedient wird.

von Hermann Ploppa.

Immer mehr Menschen wachen jetzt politisch auf, denn das vorherrschende Mainstream-Narrativ von dem guten Westen, von dem Marktradikalismus, der uns allen nützt, von dem Wirtschaftswachstum, dem alles geopfert werden muss: das alles zieht nicht mehr. Zu eng ist der Riemen um den Hals der unbescholtenen Bürger gezogen worden. Es geht nicht mehr. Deutschlands zweitgrößte Stadt Hamburg: ein Spielort für den kommenden Bürgerkrieg. Schlafentzug für zwei Millionen Menschen durch bedrohliche Hubschrauber. Immer mehr Menschen wollen dagegen wissen, was wirklich gespielt wird.

Es ist schon erstaunlich, dass Heroin nicht erneut, wie in früheren Zeiten aufkommender Revolten, wie durch ein Wunder zu Niedrigstpreisen ins Land geflutet wird [1]. Was aber schon geflutet wird, sind Videos aus den Werkstätten der Desinformation. Ich habe lange nicht mehr bei Youtube eine solche Flut von wirren, simplifizierenden Vorträgen, Smartphone-Botschaften und Interviews gesehen, in denen alles Übel dieser Welt wieder einmal Juden, Freimaurern, Jesuiten, Illuminaten, ja sogar Aliens zugeschrieben werden wie gerade jetzt, wo Hamburg gebrannt hat. Da kommt als Erklärungsmuster, mehr oder minder dezent eingefädelt, für die marodierenden Brandstifter ein Komplott von Soros und Rothschild mit den „Linksradikalen“ auf unseren geistigen Bildschirm.

Bedaure, das ist ein Recycling von Altlasten aus der Fälschungswerkstatt des zaristischen Geheimdienstes Ochrana. Um den Reformstau im zaristischen Zarenregime zu rechtfertigen, bastelten die Ochrana-Agenten ein perfides Werk, das als „Die Protokolle der Weisen von Zion“ um die Welt ging, Grundlage wurde für Henry Fords Artikelsammlung „Der Internationale Jude“. Und dieser Dialekt des Antisemitismus fand sodann Eingang in Adolf Hitlers Bestseller „Mein Kampf“.

Demzufolge arbeiten jüdische Bankiers mit revolutionären Linksradikalen Hand in Hand, um die Weltherrschaft der Juden zu erringen. Also jetzt: die jüdischen Finanziers Rothschild und Soros Hand in Hand mit den Straßenrabauken von der Sternschanze? Dass mit hoher Wahrscheinlichkeit agents provocateurs, eben auch und vor allen Dingen aus dem rechtsextremen Lager in Hamburg am Werk waren, ist nach dem jetzigen Erkenntnisstand sehr wahrscheinlich. Und dass George Soros in Verdacht steht, maßgeblich an Regime Change-Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein, ist auch nicht von der Hand zu weisen. Die simplifizierenden Weltdeuter bei youtube beharren jedoch auf einer Täterschaft der Linken, um ihr Muster aus den „Protokollen von Zion“ aufrechterhalten zu können.

Man sieht, dass solche groben Vereinfachungen komplexer Machtstrukturen schlimme Folgen haben können. Hier ist die klassische „Blitzableiterfunktion“ am Werk: marginalisierte Gruppen müssen schuld sein an allen Fehlentwicklungen, und sind deswegen auch vogelfrei. Dieser Technik bediente sich auch die Bild-Zeitung im Zusammenhang mit den Hamburger Ereignissen.

Zu den diversen Abarten der infamen „Protokolle“ gesellen sich im Internet Pamphlete US-amerikanischer christlicher Fundamentalisten und rechtsextremer Paranoiker. Fragmente, Ideologeme aus dem Kalten Krieg, angefertigt von der stramm antikommunistischen John Birch Society wabern im Internet, und feiern, fehlerhaft übersetzt, grausliche Urstände, indem sie auf die unvorbereitete deutsche Community herabgeregnet werden. Es ist sozusagen der politisierte Fantasy-Boom, übersetzt auf die komplexe Realität. Es kommt dem menschlichen Bedürfnis nach Anschaulichkeit, nach bösen Menschen, die man sich bildlich vorstellen kann, entgegen. Und so ist für einige Leute klar: seit dem Tempelbau von Jerusalem bis zum heutigen Tag sind alle Elite-Menschen sogar miteinander verwandt. Man glaubt es kaum: nach diesen grundstürzenden Erkenntnissen ist sogar Obama mit der Bush-Dynastie und der englischen Königin verwandt!

Wenn dieser gezielten Desinformationskampagne nicht energischer entgegen getreten wird, laufen wir Gefahr, aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit (Immanuel Kant), aus der wir gerade erwacht sind, gleich in die nächste ungeistige Versklavung abgeführt zu werden.

Natürlich gibt es Clans und Dynastien, die eine Zeit lang ihren Willen einer Gemeinschaft aufdrücken können. Und das auch mit äußerst diskreten Mitteln. Die Rothschild-Bankiers haben im 19. Jahrhundert sowohl Bismarck durch ihren Mittelsmann Bleichröder als auch den Zarenhof in St. Petersburg mit den subtilen Mitteln des Geldflusses kontrolliert [2]. Doch Dynastien kommen und gehen. Auf die Karolinger folgten die Salier, und auf diese die Staufer. In der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts hatte unverkennbar das Bankhaus JP Morgan entscheidenden Einfluss auf die Politik. Und momentan, das ist ebenfalls nicht zu übersehen, beherrscht das Bankhaus Goldman Sachs die Szene in einem Ausmaß, das aus demokratischem Blickwinkel betrachtet äußerst bedenklich erscheint. Zudem hatte die Rockefeller-Dynastie bis vor einigen Jahren einen prägenden Einfluss ausgeübt.

Aber: diese Bankhäuser und Dynastien können nicht regieren wie absolutistische Könige. In der modernen Mediengesellschaft müssen sie ihre Akzeptanz sowie die stillschweigende Duldung durch immer neue Koalitionen und durch Manipulationen der öffentlichen Meinung erkämpfen. Durch materielle Tribute. Oder durch nackte Einschüchterung und Psychoterror. Die entsprechenden Strategien werden in den einschlägigen Gravitationszentren wie Council on Foreign Relations, Bilderberger oder Trilaterale Kommission immer neu austariert.

Aber das ist nicht alles. Im Hintergrund, unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, ringen Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen um das grundlegende Dogma. Frage ist: soll sich die Wirtschaft völlig unbeeinflusst vom Staat entwickeln, oder soll ein proaktiver Staat für das Wohl aller seiner Bürger sorgen? Richard Cockett [3] sieht im wirtschaftspolitischen Paradigma eine ständige Pendelbewegung von etwa 80 Jahren: zunächst herrschte der feudale Merkantilismus. Der wurde abgelöst durch eine Politik des radikalen Freihandels und der ökonomischen Untätigkeit des Staates. Ab 1880 folgte dann eine Phase, in der der Staat aktiver Spieler in der Wirtschaftspolitik wurde, und Schutzzölle den Welthandel bremsten. Seit den 1930er Jahren erleben wir nun eine erneute Phase der Ideologie des Freihandels und des Rückzugs des Staates, die ab Mitte der 1970er Jahre für uns alle nicht mehr zu übersehen ist. Das ist die Ideologie des Marktradikalismus, fälschlich auch Neoliberalismus genannt.

Und da ist eine Kleinigkeit beim G20-Gipfel, die bislang überhaupt noch nicht richtig gewürdigt worden ist: beim Gruppenfoto der zwanzig Staatenlenker und der Vertreter der Nichtregierungsorganisationen wie UNO oder IWF steht von uns aus rechts neben der Gastgeberin Merkel der chinesische Präsident, und direkt daneben der russische Präsident Putin. Der ständig rüpelnde US-Präsident Donald Trump steht wie ein begossener Konfirmand fast ganz links außen.

Auch wenn es dafür protokollarische Gründe geben mag: dieses Gruppenbild mit Dame visualisiert die aktuelle Machtverschiebung auf unserem Globus perfekt. Die USA sind nicht mehr länger Nabel der Welt. Sie sind isoliert, wie Noam Chomsky jüngst bemerkte.

Der Aufstieg Chinas zum wirtschaftlichen Giganten ist quasi von den USA erzwungen worden. Der US-amerikanisch geprägte Marktradikalismus wurde nach dem Massaker auf dem Tienanmenplatz 1989 von Milton Friedman und seinen Schülern in die Volksrepublik implantiert [4]. Die Chinesen zeigten sich zunächst als gelehrige Schüler Friedmans, wichen aber zum Ärger der US-Ideologen doch vom Plan ab und bauten ihren proaktiv in die Wirtschaft eingreifenden Staat energisch aus. Das ist das wirkliche Erfolgsrezept Chinas. Das verärgert die Marktradikalen, die das ordnende Eingreifen des Staates in das Wirtschaftsgeschehen als „Marktstörung“ brandmarken.

Das sind die wirklichen Fakten im Zusammenhang mit G20. Damit müssen wir uns befassen. Das ist letztendlich auch viel spannender als Aliens und Jesuiten. Mit Paradigmen der Wirtschaftspolitik. Mit den subtilen, sich immer wieder wandelnden Koalitionen in den Eliten. Mit der Gewinnung von kultureller Hegemonie, vielleicht ja auch mal von der Basis gegen die Eliten durchgesetzt. Dazu bedarf es kollektiver Kraftanstrengung und dem Aufwand von viel Gehirnschmalz.

Die Multiplikatoren primitiver feudalabsolutistischer Erklärungsmodelle für unsere komplexe Welt müssen dagegen gefragt werden, ob sie aus Denkfaulheit oder aus zynischem Machtkalkül die Gehirne der Menschen draußen im Lande mit den abgetragenen Kleidern aus der zaristischen Mottenkammer der Ochrana verstopfen und das Sprungbrett liefern wollen für die erneute Jagd auf Minderheiten.

Anmerkungen

[1] Alfred W. McCoy: The Politics of Heroin in Southeast Asia. Harper & Row New York. 1972.

[2] Fritz Stern: Gold und Eisen – Bismarck und sein Bankier Bleichröder. München 2011.

[3] Richard Crockett: Thinking the Unthinkable. Think Tanks and the economic counter revolution. London 1994.

[4] Naomi Klein: Die Schockstrategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Frankfurt/Main 2007. S.239ff

Hermann Ploppa hat das Buch „Die Macher hinter den Kulissen – Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“ veröffentlicht.

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Textes.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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29 Kommentare zu: “Fantasy und die realen Zusammenhänge der Macht

  1. Warum erwartet Herr Ploppa vom Internet mehr Seriosität als von den Printmedien?
    Ist eine Behauptung des Spiegels wie „Putin greift an“ etwa weniger „Fantasy“?
    Auf jeden Fall ist sie mit ihrer kriegsfördernden Stimmungsmache gefährlicher als Verweise auf Aliens, Zionmisten und Jesuiten – und für eine weit größere Anzahl von Menschen. Oder sind immer nur die liebenswerten kleinen Minderheiten schützenswert?
    – “ marginalisierte Gruppen müssen schuld sein an allen Fehlentwicklungen, und sind deswegen auch vogelfrei“ –
    Mir kommen die Tränen. Ich denke nun aber, dass z.B. die putzig-freche Finanzelite dieser Welt – ach, niemand hat sie lieb, die armen kleinen Unholde! – nicht gar so zartbesaitet ist, dass sie mit meinem Mangel an Sympathie und Verständnis für ihre Anliegen nicht fertig würde. Es mag ja hart sein auf War Games und Global-Monopoly verzichten zu müssen, aber sie bräuchten nur mit derlei unfreundlichen Spielchen aufzuhören und in Zukunft friedlich etwa ein Weingut zu betreiben – prompt würden alle sie mögen, ihnen alles verzeihen und sie noch dazu bewundern. Genug Geld für eine berufliche Umorientierung würden sie schon zusammenkratzen.
    – „Die simplifizierenden Weltdeuter bei youtube beharren jedoch auf einer Täterschaft der Linken, um ihr Muster aus den „Protokollen von Zion“ aufrechterhalten zu können.“ –
    Ich kenne die „Protokolle von Zion“ nicht, aber auch ohne sie zu kennen, kann man, allgemein betrachtet, die Linken von einer teils gewollten, teils unbewussten (wenn man so blöd sein kann) Zusammenarbeit mit Großkapital und militärisch-industriellem Komplex nicht freisprechen, was gerade Herr Ploppa wissen muss.
    Bereits nach dem 2.Weltkrieg bemühte sich die CIA nachweislich, linke intellektuelle und künstlerische Kreise in Deutschland zu infiltrieren, sie soz. dem Bolschewismus abzuwerben und für „westliche Werte“ zu gewinnen. Über die antideutsche Bewegung (Neocons) wurden auch linke Parteien ideologisch bearbeitet um ihr Feindbild Kapitalismus nach und nach durch das alleinige Feindbild Nationalismus zu ersetzen. Das ist inzwischen sehr gut gelungen, vor allem wenn man die Grünen betrachtet. Auch den Plänen der elitengelenkten EU kommt das sehr entgegen, denn so kann man die Nationalstaaten an sich, die mit ihren „lästigen“ demokratischen Verfassungen den Konzernen zunehmend hinderlich werden, propagandistisch (unkorrekterweise) mit dem Gespenst des Nationalismus gleichsetzen. Die Linken sind hier eine unschätzbare Hilfe für die Interessen des Kapitals, denn Konservative würden sich nie in so überzeugender Weise gegen den Nationalstaat aussprechen.
    Laut Patricia Mc Kenna von Europeans United for Democracy, hat Brüssel über lange Jahre eine kostenaufwändige Propaganda-Strategie verfolgt, die jeglicher Kritik an der EU ein verrücktes oder eben „rechtes“ Image verpassen sollte. Auf diese Weise brachte man in leider bewährter Taktik die um ihren Ruf besorgten Linken zum Schweigen – und die Rechten konnten sich freuen über dieses enorme Geschenk an Legitimation, da die EU nunmal tatsächlich in vielem kritikwürdig ist. So erfüllte sich natürlich durch selffulfilling prophesy besagte Suggestion, jegliche EU-Kritik sei rechts und damit „pfui“. Den Bürgern der EU dient es als Wegweiser, wem (den Rechten) sie sich anschließen müssen, wenn sie gegen die bestehende EU sind und als Hinweis, dass sie radikal sein müssen, denn das System unterstützt sie nicht und sie werden automatisch in die Nazi-Ecke geschoben. Mit großer Hilfe der Linken, die sich nun über den so selbst maßgeblich mit verursachten europäischen Rechtspopulismus empören!! Dummheit oder Heuchelei?
    Immer, wenn die Linken ihre Hausaufgaben nicht machen, schlafen, nicht wachsam sind und sich vom Kapital ködern lassen, freuen sich die Rechten und erstarken. Und dann blasen die „Linken“ lieber gegen das „Gespenst“ des Rechtspopulismus und gegen den „dumpfen Wutbürger“ auf der Straße zum Sturm, als gefälligst wieder Linke zu sein, für eine vernünftige Sozialpolitik zu kämpfen, für Demokratisierung auch auf EU-Ebene, und die ausgefuchsten PR-Strategien der Kapitalisten ins Visier zu nehmen, welche von ihrem Verstand und psych. Know-how, im Gegensatz zu den zwar umarmungsfreudigen aber mehrheitlich denkfaulen Linken, ungehemmten Gebrauch machen.
    Man wusste nat. auch, dass bestimmte Pläne des Kapitals, wie die Einführung von Hartz 4, Niedriglohnsektor und deutsche Kriegseinsätze, mit linken Politikern besser durchzusetzen waren als mit konservativen, weil Linke diesbezüglich einen Vertrauensvorschuss genossen und man so die Opposition aushebeln konnte.
    Bis auf wenige Ausnahmen um Sahra Wagenknecht und Lafontaine, Freidenker u- evtl. anderen kleinen linken Splittergruppen, kann man die Linken heute als überhaupt d i e Erfüllungsgehilfen des global orientierten Kapitalismus (und letztendlich wird jeder Kapitalismus global) betrachten, denn eine Welt ohne Grenzen, weltweit Nationalstaaten auflösen, destabilisieren, privatisieren ist genau das Anliegen und auch die „natürliche“ Dynamik des globalen Neokolonialismus und George Soros ist mit seiner Open Society einer seiner prominentesten Vertreter.
    So betrachtet könnte man sich schon vorstellen, dass militante „Linke“, Neocons aus dem US-freundlichen antideutschen Block eine friedliche Demonstration gegen G 20 diskreditieren wollen und als Agents provocateur geeignet sind, während rechte Nationalisten sich gemäß ihrer Interessenlage g e g e n den Globalismus, eher, auf ihre Art, einreihen würden! Es gibt eben zwei sehr verschiedene rechte Lager, das wird zu wenig thematisiert, aber man sieht es auch an dem Konflikt Trump/Clinton!
    „Man sieht, dass solche groben Vereinfachungen komplexer Machtstrukturen schlimme Folgen haben können. Hier ist die klassische „Blitzableiterfunktion“ am Werk“
    – Ja, natürlich will das Establishment die Partei Die Linke, wo es noch einige echte Linke gibt, auch mit Blick auf den kommenden Wahlkampf, gerne propagandistisch aus dem Rennen schlagen und da träfe es ich gut, das Wort „links“ wieder mehr mit Gewalt und kommunistischer Bedrohung assoziieren zu können. Das sonst übliche Bashing der AFD dient den etablierten Parteien ja mehr dazu, von eigener rechter Politik abzulenken und eine rechte Gefahr zu präsentieren, die auch den Linken den Abbau der Meinungsfreiheit schmackhaft machen soll.
    „Schlimme Folgen“ sehe ich vor allem durch die immer rasanter verfolgte Kontrolle des Internets und Einschränkung der freien Meinungsäußerung, wie sie Heiko Maas betreibt, der im Übrigen kein Rechter ist. Was immer die AFD vielleicht umsetzen würde, käme, sie an die Macht, was ich beileibe nicht will – aber die Demokratie wird g e r a d e j e t z t massiv abgebaut. Einschränkungen der freien Meinungsäußerung erlebe ich bisher jedenfalls nur von „links“. Darf man zu dieser Art „links“, pseudo-links, nun auch Herrman Ploppa rechnen?

  2. Anbei ein recht umfangreicher, bei Global Research veröffentlichter Artikel, der das globale Geschäftsmodell des Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus im Laufe der Geschichte etwas näher beleuchtet.

    Betrachtet im Kontext diverser Buchveröffentlichungen von Herrn Ploppa, Herrn Effenberger & Herrn Wimmer, Herrn von Bülow, Herrn Roth, Herrn Sutton, Herrn Talbot, etc. und den zahlreichen bezugnehmenden Veröffentlichungen im Internet, ergibt sich das schlüssige Gesamtbild einer überschaubaren Herrschaftselite und ihrer Satrapen, die die Geschicke des Globus, seit geraumer Zeit, eher schlecht als recht lenkt.

    Demokratie und vor allem Basisdemokratie ist dieser Elite verhasst.

    The Cold War and Its Origins. The Inception of the Soviet Union
    Part 1 (1917-1950)
    By Hugo Turner
    Global Research, July 15, 2017

    The media is currently in the midst of an anti-Russian hysteria that many have dubbed Cold War 2.0. Of course the first cold war never really ended as the wars in Yugoslavia, Chechnya, and even Afghanistan were aimed at Russia as was the relentless NATO expansion. This manufactured panic is a form of psychological warfare that went into high gear during the Sochi Olympics in 2014 as the US was working to launch a fascist coup in Ukraine.
    Since most ordinary people would be shocked to discover that Nazis had been installed in power in Ukraine an anti-Russian hysteria was launched to discredit and intimidate any possible critics of this criminal policy. Of course this was also the moment that I decided to launch my blog for the purpose of exposing the history and methods of the American Empire from the “Cold War” (or World War 3) to World War 4 (which goes by many names.)

    The fascist coup in Ukraine resulted in a genocidal civil war when the people of Novorossia (the Donbass region of Ukraine) seceded from Ukraine and to the amazement of the world managed with Russian assistance to smash the NATO backed Ukrainian army and their fascist death squad allies attempt to crush the Novorossiyan revolt. Four years later the new cold war has only intensified and frankly gotten so absurd I feel as if I am living in a satire. Only a few courageous voices like Robert Parry have dared to question the current madness. For a discussion of this new cold war I recommend the excellent “The Plot to Scapegoat Russia: How the CIA and the Deep State Have Conspired to Vilify Russia” by Dan Kovalik.

    This article however will examine the origins of the first “Cold War.” I will be relying on a forgotten classic on the topic “The Cold War and It’s Origins” By D.F. Fleming which he wrote to oppose the madness of his own time which like today threatens to plunge the world into a nuclear war which it is unlikely anyone will survive.
    His book was published in 1961 shortly before the Cuban missile crisis nearly ended the world and also shortly before John F. Kennedy was assassinated by the national security state in broad daylight in front of cheering crowds in Dallas Texas. JFK’s crimes were to avoid a nuclear war over Cuba, resisting a massive escalation in Vietnam, and attempting to halt the cold war with Russia. D.F. Fleming actually began writing his monumental work as the post-world war 2 cold war was starting in the late 1940’s and was doubtless risking career suicide for daring to write an objective account of events at the height of McCarthyism. Thus it is my pleasure to rescue his name from obscurity.

    The Myth of the Cold War is that the Soviet Union was attempting to conquer the world while freedom loving America was forced to stop them.
    Yet as we shall see the last thing the Soviet Union wanted was another world war they had suffered 27 million dead during world war 2 and their only goal was to rebuild after the enormous destruction the nazis wrought.
    America on the other hand was undamaged save the 250,000 soldiers they lost in the war (7 million Soviet soldiers were killed) and they had just acquired the atom bomb. Far from defending freedom America was busy allying with every fascist it could find and would overthrow countless democracies installing brutal military dictators in the years to come. America’s main goal was to stop the people of the world from doing anything to combat the terrible poverty and oppression they lived under. America fought on the side of the rich against the poor and dared to call this democracy despite the fact that the poor are the vast majority of the world and the rich a tiny minority of the planet.
    The myths of the original cold war live on and are accepted as true despite the mountains of evidence discrediting these myths. Americans prefer to remember the comforting lies rather then to face the awful truths of their own history.
    The cold war was in retrospect one of the most successful psychological warfare campaigns in history it aimed to crush dissent at home and revolution abroad. It unleashed fascism at home and abroad. By purging communists from American society it did great damage to the labor, peace, and civil rights movements and created a toothless cowardly american left that slowly but inevitably lead to the completely bankrupt politics of today where no one in the public eye dares to oppose capitalism, imperialism, or even fascism. A world where al Qaeda terrorists receive Oscars and Ukrainian fascists are celebrated as champions of democracy.
    But let us turn our attention to the origin of this “Cold War” D.F. Fleming begins his history not with the end of World War 2 but much earlier in Tsarist Russia in the years before 1905.
    He outlines the utter misery and ignorance that the vast masses of Russians were forced to live in. The dirt, the disease, the crowding, the cruelty of those times is difficult for us to imagine. Most Russians had no access to health care or education. Any attempt to demand better pay or working conditions was met with brutal reprisals. Unions were illegal. A spirit of revolution born of utter desperation began to spread. Lenin had only recently split his Bolshevik faction off from the other marxists because he foresaw that only a tightly organized revolutionary party would stand a chance against the Tsar’s secret police.
    http://www.globalresearch.ca/the-cold-war-and-its-origins-the-inception-of-the-soviet-union/5599450

    Der Artikel bereist zahlreiche Länder, gesondert möchte ich hier auf die Europäischen hinweisen, bei denen der Faschismus zweckdienlich gefördert und eingeführt wurde, nennt einige Namen bekannter Akteure und geht hier und dort auf aktuelle Zusammenhänge ein.

    Es bleibt und wird immer aktueller in Zeiten des Ausnahmezustands, des Terrors, der zunehmenden Armut, zahlreicher Kriege und massiver Umweltzerstörungen. Einer immer militärischer ausgerüsteten Polizei und Militär das immer mehr polizeiliche Aufgaben übernimmt. Geheimdienste die engstens mit Terror und Überwachung verknüpft sind.

    Es erscheint rätselhaft, daß so viele bei diesem kollektiven Akt der Selbstzerstörung dabei sind.

    • Nicht zu vergessen die großen/kleinen Medienunternehmen, -anstalten und die Politik welche diesen Mechanismus nur allzu bereitwillig unterstützen.

  3. 1. Um dieses ganze Durcheinander etwas transparenter zu gestalten, müssten zunächst die gewählt werden, die dann ein Gesetz machen, welches es Nichtregierungsunternehmen auferlegt zu veröffentlichen, welche Gelder sie von wo bekommen.
    2. Es bräuchte auch ein Gesetz, welches die Eigentümer eines in Deutschland tätigen Unternehmen offenlegt. Wenn der Eigentümer eine Firma ist, muss alles soweit aufgeschlüsselt werden, bis eine Person übrich bleibt.

    Bis es soweit ist, bleibt meistens nur die Möglichkeit Überlegungen nach dem Prinzip „Cui bono?“ anzustellen. Dann gibt es zwar keine Belege, die die Antiverschwörungstheoretiker in solchen Fällen immer brauchen und es sind sicherlich auch Nieten dabei, aber eine Richtung wird erkennbar und es bleiben immer bestimmte Gruppen oder Personen im Netz der Überlegungen hängen.
    Die Polizei nennt so etwas dann Rasterfahndung und beschreibt es als erfolgreiches Mittel zur Tätereinkreisung.

  4. Die YouTube Videos haben sie irritiert,Hr. Ploppa ?
    Sie stellen dieser Welt , ihre- die wirkliche entgegen?
    Ihre Welt ist nicht weniger gefangen, als die, die sie kritisieren.
    „Die Weißen von Zion“ haben Sie die gelesen? -oder geben Sie die dazu etablierten Vorurteile wieder?
    Wer auch immer die geschrieben hat , eine hoch Interessante Abhandlung über die Strukturen von Machtaufbau.
    Aber das schient niemanden mehr zu interessieren, wenn zu diesem Werk das Dogma Fälschung verhängt wurde.

    • Doch. Die Protokolle der Weisen von Zion sind mit hoher, hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung. Genauso das andere Dokument, das in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg massensuggestiv gewirkt hat: Das sogenannte „Testament Peters des Großen“: Es ist auch eine Fälschung – da ist es sogar inzwischen ganz erwiesen.

      Bei diesen Dingen ging es um Massensuggestionen.

    • @A.Eberl
      Massensuggestionen und Verschwörung sind Teil der Politik .
      Ohne Verschwörungstheoretiker zu sein ist Politik nicht zu verstehen .

      Unsere MSM sind systematische Desinformation . Die Geschichtsschreibung ist von Interessen geprägt .
      Das verstehen viele Menschen und versuchen neue Wege . Dass neue Wege auch Irrwege beinhalten liegt in der Natur der Sache .Tatsächlich aber geht es, das wollen die, die die gängige Meinung als Wahrheit beanspruchen nicht wahrhaben, um die Suche nach Wahrheit .
      Plakativ : Das Internet ist heute die Möglichkeit zur Wahrheit .
      Nicht, weil die Wahrheit zu finden ist , aber weil das Internet die Vielfalt der Standpunkte darstellt . Naturgemäß , muss man das noch sagen , auch Irrmeinungen . Letztlich bleibt nur der Verstand , aus der Vielfalt zu lernen — alles andere ist totalitär .

    • Das interessiert mich Herr Eberl. Welche Beweise gibt es für die Fälschung der „Protokolle“, wo ist das erwiesen?

      Ich habe sie gelesen. Meine Einschätzung ist ebenfalls: eine Fälschung, die gezielt Judenhass schürt – wie gesagt, warum sollten nur Juden in die Finanzelite involviert sein?
      Dennoch erscheint mir der Inhalt plausibel und vieles deckt sich mit dem, was wir gerade erleben, auch wenn es überspitzt und hetzerisch formuliert ist.

      Es gibt noch ein weiteres Dokument, das ich hier mit aller Vorsicht erwähnen möchte: Die „3 Weltkriege von Albert Pike“, angeblich aus einem Briefwechsel mit Mazzini 1871. Er schreibt dort:
      „Der 3. Weltkrieg wird entstehen aus Streitereien zwischen den politischen Zionisten und den Führern der Islamischen Welt. Der Krieg muss so geführt werden, dass sie islamische Welt und die politischen Zionisten sich gegenseitig zerstören. Die anderen Nationen werden gezwungen sein, über die dadurch ausgelöste Spaltung sich gegenseitig so zu bekämpfen, bis sie physisch, psychisch und wirtschaftlich völlig erschöpft sind.“

      Auch das kann wieder eine Fälschung sein, die Aussagen scheinen aber spätestens von William Guy Carr im Jahr 1927 das erst mal veröffentlicht worden zu sein. Selbst wenn die Quelle unzuverlässig ist, muss man zur Kenntnis nehmen: der Inhalt passt erschreckend gut auf den „War on Terror“, diesen nie endenden Krieg, in dem wir durch 9/11 hineingelogen wurden und der seither zu immer mehr Terror, Überwachungsstaat und Erhöhung der Rüstungsausgaben führt – die wir uns schon längst nicht mehr leisten können und die USA auch nicht.

    • Hier meine Quelle, weshalb ich glaube, dass die Protokolle mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fälschung sind – es ist aber offenbar noch immer nicht 100%ig geklärt, wer sie tatsächlich geschrieben hat :
      Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, S. 1481 bei den Anmerkungen die Nr. 3885 (Zitat): „Da die komplizierte, immer noch nicht völlig geklärte Genese der „Protokolle“ u. a. auch in das Milieu des antisemitischen, antifreimaurerischen Rechtskatholizismus der fanzösischen Dritten Republik führt, ist Steiners Kennzeichnung nicht völlig abwegig. Vgl. HAGEMEISTER / HORN (Hrsg.): Die Fiktion von der jüdischen Weltverschwörung, S. 91, 93, 102; MICHEL JARRIGE: L´Antimaconnerie en France à la Belle Epoque: Personnalités, mentalités, structures et modes d´action des organisations antimaconniques, 1899-1914. Milano 2001…“

    • @ Volume: Zitat „Dennoch erscheint mir der Inhalt plausibel und vieles deckt sich mit dem, was wir gerade erleben, auch wenn es überspitzt und hetzerisch formuliert ist.“
      Das ist ja das Wesen von guter Propaganda, dass ein Gutteil davon auf überprüfbaren Wahrheiten besteht, nur fragmentiert und unvollständig, damit die falschen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.
      Meines Wissens ist das Machwerk vom russischen(zaristischen) Geheimdienst produziert worden, um den Unmut des Volkes in ungefährliche Richtung zu lenken. Das habe ich aus mehreren, leider nicht mehr nachvollziehbaren Quellen.

    • @ A. Eberl: Danke für die Quelle. Scheint ziemlich nebulös zu sein, nur das Alter ist verbürgt. Dass sie eine Fälschung sind, lässt sich daraus aber nicht ablesen.

      @ vizero: Kennen Sie die Protokolle, ist Ihnen die Tragweite klar? Es gibt wahrlich genug, das man in dieser Welt beweisen kann (Kriegslügen, Bankenkartelle, Gladio, Deep State, …) aber wenn das, was in den Protkollen steht, wirklich stimmt… dann ist das noch mal eine neue Dimension.

      Wie gesagt, die Protokolle oder auch die Weltkriege von Pike sind sicher keine verlässlichen Quellen, aber bis jetzt auch nicht eindeutig als Fälschung erwiesen, und der Inhalt ist allemal interessant, weil er sich sehr gut mit dem Zeitgeschehen deckt. Und das bei Dokumenten, die mindestens 50 oder mehr Jahre alt sind.

    • Eine Ergänzung noch: „Das ist ja das Wesen von guter Propaganda, dass ein Gutteil davon auf überprüfbaren Wahrheiten besteht, nur fragmentiert und unvollständig, damit die falschen Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.“

      Dafür gibt ds überhaupt keine geschichtlichen Belege. Eher das Gegenteil ist wahr. Was ist denn mit:

      – Russland hat die Wahl gehackt
      – die islamischen Terroristen sind eine Bedrohung für unsere westlichen Werte, wir müssen uns verteidigen
      – 9/11 war „Surprise“
      – Saddam Hussein hat Massenvernichtungswaffen (Irak 2)
      – Saddams Soldaten töten Babys (Irak 1)
      – die Serben haben KZs (Jugoslawien)
      – die vielen Kampagnen gegen „böse“ (sozialistisch-demokratische) „Diktatoren“ in Südamerika, im Iran (Mossadegh), ganz aktuell in Venezuela, …
      – Vietnam hat die Maddox angegriffen, wir müssen uns verteidigen

      Man kann geradezu eine endlose Liste von Propaganda erstellen, wo nichts, aber auch gar nichts stimmt. Der Kern von guter Propaganda ist, dass er meinen Interessen dient. Das kann gerne auch 100% gelogen sein, und gerade bei Kriegspropaganda ist das oft der Fall.

  5. Es ist mir sehr wichtig, dass ich hier verstanden werden, denn es geht um viel: um die Freiheit. Diejenigen, die Zensur fordern, sind zahlenmäßig schon sehr stark geworden. Wenn nun auch noch hervorragende Vertreter der alternativen Medien, wie Herr Ploppa, nicht durchschauen, dass die ganze Entwicklung sehr stark in Richtung Einschränkung der Grundrechte geht und sich nicht energisch für die die Meinungsfreiheit stark machen, dann haben wir einfachen Bürger bald gar keine Chance mehr, uns zu artikulieren. Heute habe ich bei t-online gelesen, dass unter bestimmten Umständen sogar schon ein Druck auf einen Gefällt-Mir-Button strafbar sein kann. Hier muss man schon nach der Verhältnismäßigkeit fragen. Ich vermute, auch dies geht in Richtung Einschüchterung und Meinungszensur. Und wenn Ranga Yogeshwar von „Schutz der Demokratie“ spricht, muss ich ihm energisch widersprechen. Der beste Schutz vor einer Diktatur ist gerade die Meinungsfreiheit – drum versucht jedes diktatorische System als erstes, die freie Meinungsäußerung einzuschränken, zu beschneiden und schließlich alles auf eine „erlaubte“ Meinung hin auszurichten. Damit wird dann die autoritäre Staats- Propaganda alltäglich. Eine schrankenlose Meinungsvielfalt verhindert sogar, dass populistische Leute zu viel Zulauf bekommen und ich kann sogar auf eine Aussage von Herrn Ploppa verweisen, um besser darzulegen, was ich damit meine: https://www.youtube.com/watch?v=yDrCGNaEb5o
    Bei ca. 27:00 geht es darum, dass die AFD und Pegida spalten und Ressentiments gegen Migranten sääen wollten. Ploppa: „Gottseidank kann man beobachten, dass auch die Bürger in Ostdeutschland das nicht mehr mitmachen“ und dann wies er auf eine sehr interessante Veranstaltungsreihe in Bautzen hin, auf die die ganzen interessanten Denker, Dr. Daniele Ganser, Christoph Hörstel und Willy Wimmer eingeladen würden.
    Doch ohne die alternativen Medien wären diese Leute überhaupt nicht bekannt geworden!
    Ist aber die Internet-Kontrolle/Zensur erst einmal da, dann würden auch die hervorragenden Vorträge von Dr. Daniele Ganser, der Beitrag „Zensur“ oder „Es begann mit einer Lüge“ ebenfalls unter einem Vorwand gelöscht werden. Die mit der Zensur beauftragten Stellen würden dann nämlich auch regierungskritische Sachen löschen lassen. Wenn wir weiterhin Freiheit haben wollen, müssen wir die „Aliens“, die „Reptiloiden“ und die „Blutlinien der Prinzen“ ertragen… ansonsten verschwinden mit ihnen auch die „Perlen“ unter den Beiträgen.
    Es gibt da ein Gleichnis Jesu, wenn ich mich recht erinnere: Matthäus 13,24: Da geht es darum, dass sich auf einem Acker sowohl die Saat des Weizens als auch Unkrautsamen befinden – doch der Hausherr untersagte seinen Knechten, das Unkraut auszureißen, da sie ansonsten auch den Weizen ausreißen würden. Erst bei der Ernte sollte die Trennung erfolgen.
    Dadurch, dass eben auch sehr wertvolle Beiträge in den alternativen Medien zu finden waren, die zu Freundlichkeit gegenüber Flüchtlingen und zu maßvollem Verhalten aufriefen, wurden Pegida und AFD geschwächt. Die Leute merken schon, was gut ist und was nicht. Da kann man Vertrauen haben – wenn Meinungsvielfalt möglich ist, setzt sich das Gute durch.
    Eine Diktatur ist wie Glyphosat: Erst sprühen und alle lebenden Pflanzen vernichten, dann eine Monokultur pflanzen – es gibt schon manche, die das auch in Bezug auf die Meinungsfreiheit gerne hätten… aber wir sehen doch mittlerweile, wohin so etwas führt, man braucht doch nur das Artensterben betrachten…

  6. Es wird hier nicht deutlich, dass ein rein argumentatives Entgegentreten gemeint ist. Der Text könnte von denjenigen, die Zensur wollen, auch als starkes Argument missbraucht werden, etwa so: „seht her, auch Herrmann Ploppa ist dafür, dass diese Auswüchse weniger werden.“ ABER: Ist die Zensur erst einmal da – und sie kommt wahrscheinlich, weil wir uns nicht genug dagegen wehren, dann ist es mit der schönen Freiheit im Internet vorbei. Und ich finde, man sollte nicht über diesen einen Satz hinweglesen, der eben schon missdeutet werden kann.
    Es gibt nämlich inzwischen sehr einflussreiche, beliebte Leute, die Zensur wollen. Was ich gerade bei Ranga Yogeshwar entdeckt habe, halte ich für sehr bedenklich – und er argumentiert ausgerechnet mit dem Schutz der Demokratie: (Zitat) „Weil viele Menschen von der Vielfalt und Komplexität der Informationen überfordert sind, werden sie empfänglich für scheinbar einfache, populistische Antworten. Das ist die Gefahr.“ (Ende Zitat 1). Das ist ein entmündigender Ansatz. Und später bringt er noch Verhängnisvolleres: Zitat:„…Es gibt Staaten, die da schon weiter sind. Auch wenn das manchen verblüffen dürfte, will ich hier ausdrücklich China nennen. Dort gibt es mit WeChat ein eigenes Pendant zu WhatsApp. China behält eine gewisse Kontrolle darüber, welche Nachrichten ihr Land penetrieren. Das brauchen auch wir, um sicherzustellen, dass nicht das Betriebssystem unseres Landes gestört wird…“ (Ende Zitat 2)
    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1203731119681046&id=221408874579947&substory_index=0

  7. Ihr Artikel hinterläßt einen eigenartigen Nachgeschmack bei mir, Herr Ploppa. Kann es sein, daß Sie bedroht wurden?
    Müssen Sie eventuell um Ihr Leben fürchten?

    Wie heißt es so schön: Nur, weil ich paranoid bin, bedeutet das ja noch nicht, daß ich nicht DOCH verfolgt werde 😉

    Nein, meine Fragen waren durchaus ernst gemeint und es ist mir klar, daß sie, (falls die Fragen mit ja zu beantworten
    wären) hier nicht öffentlich erwidern können.

    Ich wünsche Ihnen von Herzen weiterhin Mut und Standhaftigkeit!!!!!!!!

  8. Ich glaube nicht, dass die Vermutung Rothschild, Soros usw. würden Einfluss auf solche Proteste nehmen, irgendwie aus den Protokollen der Weisen von Zion entspringen. Diese Behauptung ist nichts weiter als das übliche Abtun von unbequemen Meinungen als Verschwörungstheorie.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rothschilds oder andere Bänkerfamilien ihren Einfluss nicht mehr geltend machen versuchen, bloss weil wir nun die Ära Goldman-Sachs haben (wie liesse sich das i.Ü. überhaupt feststellen?). Anders als im feudalen System gibt es heute keinen Kaiser, alle sind Fürsten, manche kommen, manche gehen, aber solange sie noch nennenswerte Kapitalmengen kontrollieren, sind sie mit dabei. Wer hier einen Kaiser in Form von Goldman-Sachs sieht vereinfacht die Dinge doch erst recht!
    Wer nun wann wo mit wem gegen wen wie intrigiert und Einfluss ausübt kann man bloss versuchen zu erraten. Dieses Ratespiel mag man als unsinnig erachten, aber man kann nicht pauschal alle so entstandenen Theorien mit den Protokollen in Verbindung bringen und somit als antisemitische Verschwörungstheorien abtun (was ja damit eigentlich gemeint ist).

  9. „Frage ist: soll sich die Wirtschaft völlig unbeeinflusst vom Staat entwickeln, oder soll ein proaktiver Staat für das Wohl aller seiner Bürger sorgen?“
    .
    Gegenfrage:
    Was soll das sein: „die Wirtschaft“? Ein Herrschaftssystem?
    .
    Es gibt nur eine Instanz, die das Leben der Menschen regelt, und das ist der Staat auf Grundlage des Grundgesetzes.
    .
    Es haben auch noch nie zwei Herrscher gleichzeitig ein Volk regiert.
    .
    Der Staat ist für das Wohl seiner Bürger verantwortlich, d.h. er bestimmt UND reguliert immer wieder die Spielregeln des Zusammenlebens. Ganz besonders dann, wenn sich sozioökonomische Ungleichheiten herausbilden, die das Potenzial haben, den sozialen Frieden zu bedrohen.

  10. „Wenn dieser gezielten Desinformationskampagne nicht energischer entgegen getreten wird, laufen wir Gefahr, aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit (Immanuel Kant), aus der wir gerade erwacht sind, gleich in die nächste ungeistige Versklavung abgeführt zu werden.“

    Und wie soll ihnen entgegengetreten werden? Etwa mit Zensur? Durch wen? Etwa durch eine Autorität? Damit würde genau dieser Ruf nach Zensur bedient, den unsere gegenwärtige Regierung gerne hätte: Die Bürger vor schädlichen Informationen bewahren. Es ist ein patriarchalischer Ansatz und ich weise ihn zurück. Damit wird dem Bürger die geistige Mündigkeit abgesprochen.
    Vertrauen in die Leser haben, dass sie genug Urteilsfähigkeit entwickeln, um einen Schmarrn von Qualität unterscheiden zu können, ist das, was ich für den richtigen Umgang mit diesen Phänomenen halte. Das erfordert aber Mut, Wertschätzung und Respekt. Menschen sind entwicklungsfähig und einsichtsfähig. Ich weiß, dies zu glauben, fällt auch wohlmeinenden links eingestellten Menschen schwer – sie sind sehr wissenschaftsgläubig und materialistisch geprägt aber das macht sie auch – ich bitte, meine Offenheit nicht böse zu nehmen – ein bisschen hochmütig. Wie schnell blicken politisch links eingestellte Menschen auf andere herab, die nicht ihr streng wissenschaftlich-materialistisches Weltbild als alleingültig gelten lassen wollen. Und so werden religiöse oder esoterische Menschen schnell geringschätzig behandelt. Auch so ein Verhalten ist ein elitäres Gebaren.

  11. Also, Derivatenvolumen beträgt c.a. 700 Bilionen $, wenn man dazu das Geld (M0, M1, M2…. c.a. 100 Bilionen $) addiert und wenn man weist dass BNP der Welt etwa bei 80 Bilionen liegt und das Geld ein Anspruch auf BNP der Welt darstellt, dann ist klar wer diesen Aliens, Juden, Jesuiten…. usW. sind. Es ist offensichtlich dass nur ein Bruchteil dieses Geldes, sich in echtes Geld (Ware, Dienstleistungen…) umsetzen lässt. Im Kampf wird es darum gehen, wer seine Ansprüche realisieren kann und wer wird der Loser. Die Leute, die dieses Geld unter sich verteilt haben, werden alles machen, um Status Quo (in dem sie Reich und Mächtig bleiben) zu verlängern. Man braucht keine Verschwörung. Das System selbst ist eine

  12. Was genau vor sich geht, in wie weit das Ganze geplant ist oder ienfach eine Entwicklung – schwer zu sagen.
    Es gibt schon Hinweise auf eine langfristige Strategie, z.B. H.G. Wells „New World Order“ – ein langfristiges geopolitisches Manifest, das schon zu Beginn des 2. Weltkrieges ziemlich genau die Nachkriegsgeschichte skizziert. Es lohnt sich, das zu lesen.

    Ganz aktuell: jeder kann sich auf youtube mal „Ronald Bernard“ anschauen, das ist ein Banker der Elite. Er sagt, das sind ca. 8500 Super-Reiche und Mächtige, totale Psychopathen, die über die BIZ in erster und den IMF und die Weltbank in 2. Instanz praktisch das Finanzsystem und damit die Schaltzentren der Welt kontrollieren.

    Er hört sich authentisch an. Was er über die „Religion“ und Praktiken der sog. Eliten sagt, schockiert. Kann sich jeder selbst anschauen, und ein Bild von machen, aber es macht keinen Sinn, jede Überlegung in diese Richtung im Vorhinein als Unsinn abzutun.

    • Ein wirklich wertvoller Hinweis, den du da mit dem Namen Ronald Bernard gegeben hast. Ich hab mir bis jetzt die beiden Teile eines Gesprächs auf holländisch mit deutschen Synchronstimmen angehört:

      https://www.youtube.com/watch?v=SoY0bK4agbg
      https://www.youtube.com/watch?v=uKjTQKp5h2g

      Beeindruckend, aber erst einmal auch nicht nachprüfbar. Hinweise auf diese elitären teufelsanbetenden Kreise gibt es viele, aber ich frage mich auch: Wenn die so mächtig sind, wieso lebt Herr Bernard dann überhaupt noch? Und kann man die Verzweiflung schauspielern, die man in seinem Gesicht sehen kann, wenn er über teuflische Rituale spricht, denen er beiwohnen musste und bei denen, wie er andeutet, Kinder geopfert werden? Ich denke schon, dass man das kann, dass zeigen die vielen Horror- und andere Spielfilme, da kann man eigentlich alles, da gibs nix, was nicht gemacht werden kann.

    • Lila schrieb: Warum lebt er überhaupt noch? Gute Frage: Ich glaube, er hat sie in einem seiner Interviews selbst gestellt und beantwortet. Er hätte irgend etwas unterschrieben, was ihn schützt? Kann ich mißverstanden haben.

    • Ach so, ja: „Eyes wide shut“. Der letzte Film von Stanley Kubrick. Da ging es genau um dieses Thema.
      Er verstarb kurz darauf mit 70. Todesursache soll „natürlich“ gewesen sein.
      Hat jemand Informationen dazu? Ich konnte keine finden.

    • An den Film musste ich auch gleich denken, als er von den „Parties mit den nackten Frauen“ erzählt hat. Krass, dass Kubrick kurz nachher starb, das wusste ich gar nicht.

      Ein aktueller Fall: der Rapper Kanye West. Anfang des Jahres stand er auf der Bühne und wollte „die Wahrheit über alles sagen“, kurz danach wurde er gewaltsam in ein Hospital eingeliefert. Jetzt rennt er rum wie ein Zombie.

      Oder das letzte Telefonat von Michael Jackson: einfach in youtube Michael Jackson last phone call suchen. „There may be a group of people, they want to get rid of me […] they could frame me and say I overdosed on drugs […] It’s not the government, it’s more than the government…“

      Ich weiß auch nicht, was man daraus macht. Ich sage nur: man kann sich alles in Ruhe anschauen. Es sind sicher keine „Juden“, die dahinter stecken (was soll der Quatsch, das sind alle möglichen Religionen), aber von vorne herein jede Beteiligung sehr reicher, mächtiger Familien auszuschließen, das widerspricht allen Fakten, die wir haben.

    • „Stanley hat einmal gesagt: „Begib dich niemals in die Nähe der Macht. Freunde dich mit niemandem an, der wirkliche Macht besitzt. Das ist gefährlich.““

      Aus einem Interview von „Der Freitag“ mit Christiane Kubrick
      (Augen auf und durch)

  13. Jeder bastelt sich sein Weltbild entsprechend seinen Möglichkeiten zurecht. Wichtig ist nur, dass man bei der Fülle der Informationen nicht in irgendwelchen Vorurteilen verharrt, sondern immer offen bleibt. Die Jagd nach den „Schuldigen“ als Priorität zu setzen, bringt weniger wie nichts, da bin ich d’accord mit dem Autor hier.

    Aber allein der Blick nach Außen auf das Gesamtgeschehen bringt auch nichts. Nur wenn das, was ich von außen aufnehme, auch immer wieder einen neuen (Selbst-)Erkenntnisprozess auslöst, ist so ein Leben heute noch sinnvoll.
    Ansonsten vegetiert man nur noch und kann mit dem eigenen lebendigen Bewusstsein nirgends mehr eingreifen.
    Der Selbtheilungsprozess ist gleichzeitig der beste Beitrag zur Heilung des derzeit destruktiv tobenden Menschenwahnsinns.

    • Und wenn man mal in die bisher halbwegs bekannte Vergangenheit hinein schaut, dann stellt man fest, dass es diese „Schere zwischen reich und arm“ auch früher auch immer gegeben hat(so weit das historische Auge reicht). Also haben wir diese Ungerechtigkeit in der Welt schon seit weiss nicht wie viel tausend Jahren. Was jetzt auf jeden Fall anders geworden ist, ist die zerstörte, vergiftete Umwelt. Die Kriege aus der Luft mit den Bombardierungen von oben und die Chemtrails etc. Ich kann nicht alles aufzählen, was die Menschheit an Waffen und Zerstörungsmitteln und -Methoden sich im Laufe der Zeit alles ausgedacht hat.
      Der Mensch war halt ein großes Wagnis der Schöpfung. Es wird sich zeigen, ob diese Masse davon noch einmal heilbar ist. Der Mensch als Brücke zur Vergeistigung. So oder so.

  14. Wenn dieses Abschlussfoto so symbolträchtig ist und so quasi einem vermittelt wie die Eliten die Machtverschiebung nach Osten zu Russland und China verlagern, dann wundert mich die Aktion von Macron sehr. Er schlich so unaufällig durch die Reihen und stellt sich nebst Trump.

  15. Massaker auf dem Tienanmenplatz 1989
    1989 gab es auf dem Tian’anmen-Platz kein Massaker. Es gab zwar Tote, aber nicht auf dem Platz (und die Toten unter den Sicherheitskräften werden auch gerne unterschlagen).

    Abgesehen davon ein exzellenter Artikel, der eigentlich auf die Titelseiten sämtlicher Zeitungen gehört.

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