Die »Festung Europa« als Weg in die Barbarei

Interview in den NachDenkSeiten vom 19.05.2016 von Jens Wernicke mit Conrad Schuhler, Autor der soeben erschienenen Analyse „Die Große Flucht“.

KenFM empfiehlt diesen Artikel. Hier der Link zum Text: http://www.nachdenkseiten.de/?p=33424

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20 Kommentare zu: “Die »Festung Europa« als Weg in die Barbarei

    • Wieso das? Ich kann auch einfach abschalten oder den Fernseher auslassen.
      Die Politdebatten sind schon ein Bild der Wirklichkeit, weil die Politiker ja echt sind (keine Schauspieler). Davon gehe ich nach wie vor aus.

    • @ Der Souverän
      Sie sind einfach nur lächerlich daneben. Sie lügen ganz offen. Über Dinge, über die Sie nichts wissen, ich dagegen genau Bescheid weiß.

      @ alle
      Zum Thema:
      Im Ernst: Ich halte es schon für sinnvoll, hin und wieder TV zu schauen. Von einer Art prinzipieller TV-Abstinenz halte ich nichts, man schadet ja niemandem, wenn man Fernsehen schaut. Natürlich ist eine kritische Distanz zu dem angebracht, was da den Leuten vorgesetzt wird. Die TV-Debatten finde ich oft allerdings relativ authentisch, immerhin müssen die Politiker da spontan reden, auch wenn sie oft von den Moderatoren geschont werden.

    • @michael kanellos

      „Wieso das? Ich kann auch einfach abschalten oder den Fernseher auslassen.“

      Von der Möglichkeit machen Sie aber ganz offensichtlich keinen Gebrauch.
      Sie zitieren hier, zynisch ausgedrückt, ständig Claus und seine Freunde, erbringen einen Beweis nach dem Anderen, dass Sie die letzten 30 Ausgaben des Spiegel auswendig gelernt haben. Entweder sind Sie gnadenlos naiv oder Sie führen uns hier an der Nase herum.

      https://www.youtube.com/watch?v=0N02Cgx4EMU

    • @ BluProject
      Schwachsinn – ich zitiere hier Claus Kleber? Wo denn?
      Zu 9/11 empfehle ich die Enthüllung und Zeugenaussage von Dimitri Khaleszov, die im Mainstream zensiert wird.
      Ich sehe die aktuelle Außenpolitik der NATO und der USA sehr kritisch, weil sie westliche Werte wie Demokratie, Religionsfreiheit und sogar echte Marktfreiheit hochgradig gefährdet. Damit dürfte ich eine ganz andere Meinung als Claus Kleber haben.
      Ich habe eindeutig die Agenda und den Lobbyismus beschrieben, die dahinter steht.
      Dass diese Agenda nichts mit neoliberaler Politik zu tun hat und sogar dezidiert ANTI-neoliberal ist, ist eine Tatsache, und ich habe x-mal exakt erklärt, was da die wesentlichen Punkte sind.

      Sie können lange bei Claus Kleber suchen, um eine solche wirkliche Beschreibung der Tatsachen zu finden. Bei dem findet man Beschönigung des massiven absichtlichen Versagens der US-Politik, was westliche Werte betrifft, sogar mit Hilfe von Medienmanipulation. Wie kommen Sie dazu, mich zu dem zu linken? Billige Diffamierung?

      Wenn Linke ein Problem mit der Realität haben, weil sie ’neoliberal‘ und nicht etwa ’neokonservativ‘ zu ihrem ‚bequemen‘ Feindbild gemacht haben, kann ich nicht helfen. Aber ich werde deswegen nicht die Tatsachen leugnen.

      PS: Die ‚Teile-und Herrsche‘-Lobby vertritt nicht einmal einen vollständige Neokonservativsmus. ‚Neokonservativ‘ trifft aber deren Politikverständnis weit mehr als ’neoliberal‘ – neoliberal sind die in keinster Weise.

    • @ BluProject: “ Claus und seine Freunde.“ Man kann ja leicht Verwirrung stiften, indem man Worthülsen in den Raum wirft, unter denen jeder etwas anderes versteht. Z.B. “ neoliberale Politik“. Und: „freier Markt“. Der eine versteht darunter einen Markt, der für ihn frei zugänglich ist. Der andere versteht darunter einen Markt, der so „frei“ ist, dass der Mensch selber auf diesem Markt angeboten wird wie ein Pfund Wurst.
      Und wenn gesagt wird, die „Politiker“ seien „keine Schauspieler“ stimmt das schon mal in puncto Ronald Reagan gar nicht.
      Wenn ich Claus Kleber sehe, denke ich an Klaas Clever aus den US Comics. In Entenhausen haben die nur vier Finger zum Be-greifen. Condoleeza Rice ähnelt doch sehr der Gundel Gaukeley aus diesen Comics.
      Duck+ Maus= Duckmäuser. Das innere Wort zwischen zwei Bildern ist im Untersinnlichen. Es wird nicht direkt ausgesprochen, ist sinnlich nicht da. Es ist eine unterschwellige Suggestion aus der Zeit der Umerziehung der Deutschen. Die Seelen der Kinder werden mit solchem Schund imprägniert. Mickey Maus ist Polizeispitzel.
      Walt Disney war Freimaurer. Und manche von denen können mehr, als Brot essen.
      Was kann der allgemeine Deutsche ausser Brot essen ?

    • Zitat:
      Und: „freier Markt“. Der eine versteht darunter einen Markt, der für ihn frei zugänglich ist. Der andere versteht darunter einen Markt, der so „frei“ ist, dass der Mensch selber auf diesem Markt angeboten wird wie ein Pfund Wurst.

      Antwort:
      Die Marktfreiheit betrifft den ersten Satz: Märkte müssen frei zugänglich sein.
      Der zweite Satz betrifft grundrechtliche Regelungen, die natürlich in jedem Staat vorhanden sein sollten, hier das Verbot der Sklaverei.
      Allerdings merke ich an, dass im Kapitalismus mit freier Marktwirtschaft Sklaverei schon systembeding ausgeschlossen ist: Die Sklaven selbst hätten auf einem Sklavenmarkt ja keinen Zugang, weder als Käufer noch als ‚Anbieter‘. Auch daher schließt Kapitalismus Sklaverei aus.

      Zu Neoliberalismus: Es ist klar, was neoliberale Politik ist, obwohl es natürlich wie überall auch bei neoliberalen Denkern Detailunterschiede gibt. Ich habe dazu viel geschrieben.
      Der Begriff ’neoliberal‘ wird leider oft falsch dargestellt, weil die antiliberale (und anti-neoliberale) Politik der ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby völlig fäslchlich dauernd als ’neoliberal‘ nezeichnet wird. ‚Neoliberal‘ ist in einigen Teilen der linken Szene ein sinnentleerter Kampfbegriff, ein Feindbild.
      Das ist besonders eklatant, weil die ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby in den USA das natürlich gut findet.

      Und wenn gesagt wird, die „Politiker“ seien „keine Schauspieler“ stimmt das schon mal in puncto Ronald Reagan gar nicht.

    • Weiter:

      Zitat:
      ‚Und wenn gesagt wird, die „Politiker“ seien „keine Schauspieler“ stimmt das schon mal in puncto Ronald Reagan gar nicht.‘

      Das meine ich nicht. Wenn echte Schauspieler echte Politiker werden, ist das ja ganz normal.
      Meine Andeutung mit den ‚Schauspielern‘ bezog sich auf die dauernden Fakes und Manipulationen, die in den Medien laufen, in denen Leute wie Claus Kleber massiven Einfluss haben. Das ist bei den Politdebatten wohl noch ausgeschlossen. MAnipuliert wird da höchstens durch die Auswahl und Art der Fragen, aber immerhin sind das keine totalen Fakes.

    • Ja Michaela,

      vielleicht ist Claus Kleber auch nur der Künstlername Klaas Clevers.
      Und überhaupt ist diese Figur für mich nichts Anderes als Synonym für öffentlich rechtliche Indoktrinationsanstalten zur Abbildung von Regierungs,- NAhTOd,- und zu übernehmende Meinungen. Die Synonymhaftigkeit der Überraschungseifigur C.K ist Herr Kanellos leider noch nicht bekannt, sonst hätte er seine Differenzierung von ihr nicht derart heftig betrieben.

      Der Unterschied zwischen R.Reagan, dem grössten Cowboy aller Zeiten, und den übrigen Politikdarstellern ist vielleicht nur, dass R.R. evtl. auf professionellen Schauspielunterricht zurückgreifen konnte.
      Oder hat man jemals was von der Ronald Reagan-Hosenanzug-Raute gehört!?

      Ich glaube die Verwurschtelung und bewusst vorgenommene Mehrdeutigkeit von Begriffen wie „neoliberal“ – „neokonservativ“ – „austeritär“ etc.. ist Absicht um die Masse von den tatsächlichen Geschehnissen abzulenken und, wie von Herr Kanellos exzessiv betrieben, mit deren Definition zu beschäftigen.
      Sein beständiges Beantworten von Fragen die Niemand gestellt hat, nutzt, zumindest hier, Keinem.

      „Freier Markt“ und diverse Deutungen:
      Ich habe gestern auf dem Markt meine W.E.-Einkäufe gemacht. Rechts und links von mir Halteverbotsschilder, vorgeschriebene Marktzeiten, Stellplatzmieten auf ansonsten ungenutzter Fläche, etc..
      Die Menschen, Käufer wie Verkäufer, machten alle keinen unfreien Eindruck. Ist das vielleicht schon, in der kleinsten Einheit, freier Markt? Hier wird, durch haarspalterisches Definitionsgehabe, immer wieder von Informations,- und Meinungsaustausch abgelenkt. Und, ich fasse mir fast hilflos an die eigene Nase, wir lassen das zu. Cui bono?

    • @ BluProject
      Auch der Vergleich mit dem Spiegel zeigt, dass Sie meine Postings nicht lesen oder – was ich vermute – absichtlich fehlinterpretieren, und zwar grundlegend. Passt es Ihnen nicht, dass ich anhand der Fakten klarstelle, dass die aktuelle Politik der westlichen Mächte nicht neoliberal ist, sondern dass die dahinter stehende Teile-und-Herrsche-Lobby neoliberale Politik gerade nicht will?
      Dass ich denke, dass Frau Nuland, die mit einem maßgeblichen Drahtzieher dieser Lobby, Robert Kagan immerhin verheiratet ist, ‚Fuck the EU‘ auch deshalb gerne sagt, weil die EU wirkliche Martwirtschaft relativ gut implementiert hat?
      Das ist schon ziemlich daneben, was Sie hier bezüglich meiner angeblichen ‚Referenzen‘ schreiben. Ich lese bewusst seit Jahren regelmäßig keinen Spiegel mehr, weil mir dessen grundlegende Art, Propaganda zu betreiben, mißfällt. Wenn ich doch einmal beiläufig in einen ‚Spiegel‘ (die Zeitschrift) hineinschaue, fällt mir das direkt auf.

    • Zitat:
      ‚Ich glaube die Verwurschtelung und bewusst vorgenommene Mehrdeutigkeit von Begriffen wie „neoliberal“ – „neokonservativ“ – „austeritär“ etc.. ist Absicht um die Masse von den tatsächlichen Geschehnissen abzulenken und, wie von Herr Kanellos exzessiv betrieben, mit deren Definition zu beschäftigen.
      Sein beständiges Beantworten von Fragen die Niemand gestellt hat, nutzt, zumindest hier, Keinem.‘

      Antwort:
      Unverschämt, was Sie hier behaupten – wenn der eben nicht derart ‚mehrdeutige‘ Begriff ’neoliberal‘ eindeutig falsch verwendet wird, ist es sehr sinnvoll, die Kommentarfunktion dafür zu nutzen, darauf hinzuwesien. Genau wegen sowas gibt es Kommentarfunktionen. Und genau daher nützt sie vielen.
      Außer vielleicht Leuten wie Ihnen, die das Wort ’neoliberal‘ als bequemes Feindbild nehmen, und damit liberale Politik diffamieren – was die Neocon-‚Teile-und-Herrsche‘-Lobby freut.
      ‚Die Masse‘ wird es sicher interessieren, dass ’neoliberal‘ und ’neokonservativ‘ ziemlich verschiedene Ideen darstellen. Es ist schlicht falsch, wie Sie es tun, diese Begriffe in einen Topf werfen zu wollen. Und ‚austeritär‘ ist wieder eine ganz andere Ebene.

      Zitat:
      „Freier Markt“ und diverse Deutungen:
      Ich habe gestern auf dem Markt meine W.E.-Einkäufe gemacht. Rechts und links von mir Halteverbotsschilder, vorgeschriebene Marktzeiten, Stellplatzmieten auf ansonsten ungenutzter Fläche, etc..
      Die Menschen, Käufer wie Verkäufer, machten alle keinen unfreien Eindruck. Ist das vielleicht schon, in der kleinsten Einheit, freier Markt? Hier wird, durch haarspalterisches Definitionsgehabe, immer wieder von Informations,- und Meinungsaustausch abgelenkt. Und, ich fasse mir fast hilflos an die eigene Nase, wir lassen das zu. Cui bono?

      Antwort:
      Natürlich ist ein Wochenmarkt ein relativ freier Markt. Und keine Selbstverständlichkeit – in kommunistsichen Diktaturen ist bisweilen auch Handel auf der lokalen Ebene eingeschränkt.
      Dass es im Bereich von Märkten Regelungen gibt, ist eine gute Beobachtung. In der Tat braucht, wie ich oft schrieb, echter Markt Regelungen, sogar am besten staatliche. Markt ist kein Wildwestszenario.
      Bezüglich der Definition: Das Thema geht von denen aus, die z.B. die aktuelle Politik der USA in und bezüglich Saudi-Arabien allen Ernstes mit ’neolilberal‘ definieren wollen. Da hört es wirklich auf. Wenn Diktaturen unterstützt werden, um Monopole für einzelne Finanziers zu schaffen, wie in Saudi-Arabien, und das als (neo)-liberal bezeichnet wird, ist das völlig falsch und keine Kleinigkeit. Man kann Verbesserungen nicht bewirken, wenn man die grundlegenden Realitäten völlig falsch einschätzt, wie es die tun, die anti-neoliberale Politik mit ’neoliberal‘ diffamieren.

    • Haben Sie damit ein Problem?

      Übrigens, weil es Ihnen ‚in der Seele weh täte‘, wenn ‚in Deutschland die letzten Wälder für Wirtschaftsflüchtlinge abgeholzt würden‘ – in Russland gibt es so viel Wald, und zwar richtig wilden Wald, dass man dort rein räumlich gesehen wahrscheinlich für eine Millarde Menschen, die Kälte und Kontinetalklima mögen, Städet bauen könnte und diese Leute dennoch allesamt Naherholungsgebiete mit Wald vor der Tür hätten.
      Dennoch schottet sich die russische Regierung bei der Flüchtlingsthematik einfach ab. Obwohl sie in Syrien beteiligt ist – die gibt die Schutzmacht für Assad und dessen Möchtegern-‚DDR‘.
      Ich sehe das kritisch, weil es einfach nicht zusammenmpasst. Und zwar such aus der Sicht von Grundwerten,

      PS: Natürlich bin ich eindeutig gegen Krieg mit Russland, sondern vielmehr für offene Grenzen zu Russland und gute Geschäftsbeziehungen zu Russland, auch auf nationaler Ebene. Dennoch kann ich die russische Regierung kritisch sehen (oder vielleicht gerade deshalb).

    • Russland wird abgeschottet, wollte Michael natürlich sagen.
      Abschotten hinsichtlich der Flüchtlinge tut sich niemand mehr als die USA, die gleichzeitig Verursacher der Flüchtlingswellen sind, Stichwort, Migrationswaffe.

    • Russland hat eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Das hat Michael wohl vergessen, zu sagen.

  1. Vor kurzem habe ich zufällig im Hotel mal wieder Fernsehen geschaut. Ich sah bei Maischberger eine Diskussion über Europa.
    Hauptantagonisten waren da: eine Grünen-Politikerin namens Ska Keller und der slowakische Rechtspopulist Richard Sulik, der sich gerne als ‚Liberaler‘ maskiert. Auch dabei: Edmund Stoiber, der FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis und ein Herr Rolf-Dieter Krause. Zu sehen war, wie dieser Sulik einerseits darauf herumreitet, dass Griechenland angeblich ‚Regeln bricht‘ – er wollte Griechenland aus dem Schengenraum ausschließen (was katrastrophal wäre, da dann möglicherweise EU-Bürger dort nicht mehr einreisen dürften!!). Während es unter anderem die Slowakei war, die WIRKLICH kürzlich bei der Flüchtlingskrise aktiv Vereinbarungen gebrochen hat, und zwar mit antifreiheitlichen und unsinnigen Begründungen (gegen den Islam, dabei geht es ja auch um christliche Flüchtlinge!). Als Frau Maischberger mal ganz vorsichtig darauf hinwies, dass die Slowakei diesbezüglich Regeln bricht, sprangen ihm außer Frau Keller gleich die anderen Teilnehmer zur Seite – peinlich fand ich das.
    Ich bin kein Grünen-Anhänger, aber Frau Keller (die den Untertitel hat ‚Länder wie die Slowakei machen die EU kaputt‘ hat da nicht unrecht. Und mal ganz deutlich: Ich denke für die meisten Deutschen wäre es im Zweifelsfall ein größerer Verlust, wenn Griechenland aus dem Schengenraum geworfen würde als die Slowakei. Es reicht wirklich, was sich diese osteuropäischen Rechtspopulisten an Affronts herausnehmen.

    • @Herr Kanellos,
      das sieht europa anders…man möchte unter sich bleiben und an Griechnland gern ncoh verdienen, eh es völlig zur Strecke gebracht wurde..Frag sich nur, was hat Tsipras vor.
      Dazu: Europa wie man es kennt!

      http://makronom.de/die-ezb-gewaehrt-allen-eurostaaten-einen-schuldenerlass-nur-griechenland-nicht-15033

      Auszug:Wir sehen also, dass den Eurostaaten bis jetzt (Stand Ende April 2016) ein Schuldenerlass von insgesamt 645 Milliarden Euro gewährt wurde. Wir nehmen außerdem die Abwesenheit Griechenlands zur Kenntnis und sehen die Tatsache, dass Deutschland, der größte Gegner eines Schuldenerlasses für Griechenland, selbst den größten Schuldenerlass durch die EZB genießt.

    • @annette
      Ich weiss nicht ob Tsipras überhaupt noch was vorhat, oder ob er einfach nur ´nen Revolver an der Schläfe spürt.

      Das Heraushalten der Griechen aus dem Schuldenerlass ist unfassbar. Das Verringern unserer Schuldenquote wird den fiesen Koffervergesser ähnlich freuen, wie die, auch durch Griechenland mitverursachte jahrelange Zinssenkung, die die „Schwarze Null“ überhaupt erst möglich gemacht hat.

    • Dass Griechenland betont wenig (also gar nicht!) durch Rückkauf geholfen wird, obwohl es die am schwächsten ‚gerateten‘ Anleihen hat, wusste ich bisher nicht und ich habe das in keinem Medium bisher gesehen.
      Das ist in der Tat skandalös. Hier wird eine künstliche Abwärtsspirale gegen Griechenland in Gang gesetzt, allerdings denke ich, dass das für die griechischen Bürger genausowenig ein unmittelbares Problem ist wie die ‚Rettung‘ eine wirkliche Hilfe war (abgesehen von der Notmaßnahme, die dafür sorgte, dass überhaupt wieder Geld verfügbar war, die war in der Tat nötig). Hier spielt sich viel an den Finanzmärkten und wenig in der Realwirtschaft ab.
      In jedem Fall profitieren deutsche Bürger sehr von Griechenland in der EU – meiner Meinung nach auch mehr als von Ländern wie der Slowakei (bei der ich natürlich auch keinen Austritt fordere).

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