BLVD 10.0 – Florian Kirner im Gespräch mit Ken Jebsen („Leichter als Luft“) (Podcast)

Was haben der Angriff auf Pearl Habor am 7. Dezember 1941, der Tonkin-Zwischenfall am 4. August 1964 und der Anschlag in New York am 11. September 2001 gemeinsam?

Die jeweiligen Ereignisse wurden immer als Rechtfertigung für einen Krieg benutzt und haben den Lauf der Geschichte nachhaltig verändert.

Zudem umweht die „Anschläge“ das, was man monströse Zweifel nennen könnte. Entspricht die jeweils offizielle von der Regierung verkündete Erklärung tatsächlich der Wahrheit oder aber handelt es sich um eine frisierte Version der tatsächlichen Ereignisse?

Zum Tonkin-Zwischenfall wurde die Lüge bereits aufgedeckt!

Was den 11. September 2001 angeht, ist seit einigen Tagen auch klar, dass die offizielle Version so nicht stimmen kann. Der rauchende Colt ist in diesem Fall das WTC 7. Ohne von einem Flugzeug getroffen worden zu sein, stürzte dieses 187 Meter hohe dritte Gebäude damals innerhalb von nur sieben Sekunden im freien Fall über der eigenen Grundfläche zusammen. Offiziell wurde Feuer als Ursache angegeben.

Seit dem 3. September 2019 wissen wir, dass Feuer das WTC 7 nicht zum Einsturz brachte. Nach einer vierjährigen Untersuchung kommt die Universität Alaska Fairbanks in einem 114 Seiten starken Bericht jetzt zum wissenschaftlich belegten Nachweis, dass Feuer das gleichzeitige Versagen der 81 Stahlsäulen von WTC 7 nicht verursacht haben konnte. Da WTC 7 nahezu symmetrisch einstürzte, kommt nur noch eine kontrollierte Sprengung als Erklärung in Frage. Und wie reagieren die Massen-Medien auf diesen Supergau? Gar nicht. Was nicht sein darf, muss totgeschwiegen werden. Amüsant und erschrecken zugleich, denn damit ist klar, die Massen-Medien sind mehr als nur Teil des Vertuschungs-Apparates. Wir müssen sie als Komplizen der Täter erkennen.

Wie umgehen mit dieser Erkenntnis?

Der Historiker, Musiker und Aktivist Florian Kirner entschloss sich, die Ereignisse des 11. September 2001 in einem kafkaesken Roman zu verarbeiten. „Leichter als Luft“ startet in Berlin. Eine Handvoll junger Männer hat sich Stunden vor dem Anschlag entschlossen, mit synthetischen Drogen auf einen Megatrip zu begeben. Berlin als Techno-Hochburg ist dafür die perfekte Umgebung. Doch irgendwie scheinen die Substanzen nicht richtig zu funzen. Als man bereits davon ausgeht, vom Dealer seines Vertrauens verarscht worden zu sein und enttäuscht die Glotze anmacht, scheint der Stoff dann doch noch zu wirken. Jetzt aber richtig. Auf allen Kanälen plötzlich Armageddon. Zwei Wolkenkratzer in Manhattan krachen immer und immer wieder in sich zusammen, nachdem sie zuvor von Passagiermaschinen gerammt wurden. Was für Substanzen hatte man sich da eingepfiffen? Egal welchen Kanal man einschaltete, immer dieselben Bilder und das über Stunden. Ein Dauerloop aus zerbröselnden Immobilien, Menschen, die in die Tiefe sprangen und überall dichte Asche. Jetzt hieß es durchhalten bis der Höllen-Trip vorbei war….

Florian Kirner gelingt mit „Leichter als Luft“ eine brillante Geschichte, die den 11. September 2001 nutzt, um das Berlin der damaligen Zeit zu beschreiben. Die Stadt ist der größte Spielplatz Europas. Eine Art „Wilder Westen“ im Osten. Es herrscht Goldgräberstimmung. Doch die Realität holt alle Beteiligten schneller ein als ihnen recht ist. Während die einen noch im Dauer-Techno-Rausch davon ausgehen, die Party würde nie enden, wittern die anderen das große Geschäft und kaufen ganze Straßenzüge, um die Hauptstadt wenig später mit steigenden Mieten abzumelken wie eine dumme Kuh. Damn!

Geld und Gier ersetzen im Zeitraffer Glamour und Go-Go-Partys.

Florian Kirner hantiert in seinem Debütroman mit einer Sprache, die er wie ein hauchdünnes Florett einsetzt. Er stichelt und sticht und versorgt die dabei entstehenden Wunden seiner Protagonisten mit einem Sprühnebel aus Acid und Spott. Was übrigbleibt ist ein angeätztes Bild, das vor allem dadurch besticht, dass es authentisch ist. Kirner war damals wirklich Teil dieses Berlins und das spürt man in jeder Zeile des Romans, der autobiografische Züge trägt. Berlin war damals ein über Jahre andauernder Rausch aus Utopie, Naivität und Gier. Dieser Rausch endete, als die Konsequenzen des 11. Septembers auch in Berlins letztem illegalen Club nicht mehr durch Chemie, Stroboskop und Dezibel unsichtbar werden konnten.

Florian Kirner hat mit „Leichter als Luft“ einen literarischen Volltreffer gelandet. Er hat allen Grund sich als jemand, der bisher Zero Erfahrung mit dem Schreiben von Romane hatte, über einen möglichen Blockbuster zu freuen.

Mit ein wenig Glück wird der Roman international verfilmt, sodass sich Kirner schon übermorgen in Manhattan eine Immobilie leisten könnte. Die Einweihung des Penthouses wäre in jedem Fall am 11. September.

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