KenFM im Gespräch mit: Florian Schwiecker („Verraten“)

Viele von uns haben sich schon einmal die Frage gestellt, wie es wäre, einen Schwerverbrecher vor Gericht vertreten zu müssen. Florian Schwiecker hat dies jahrelang hauptberuflich gemacht. Als Strafverteidiger musste er ein Meister im Umgang mit den „schlimmen Jungs“ werden, um seine Aufgabe – die Findung eines für seinen Mandanten angemessenen Strafmaßes – zur allgemeinen Zufriedenheit zu erfüllen.

Seine Laufbahn verschlug ihn in die USA, wo ihm schließlich auf einem Flug von Atlanta in das kanadische Toronto die Idee kam, einen Roman zu verfassen. Er hatte neben einem Armeesoldaten gesessen, dessen Schilderungen über seine Erfahrungen bei Auslandseinsätzen einen solch nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterließen, dass er sich umgehend an die Arbeit machte.

Herausgekommen ist „Verraten“ – Ein mitreißender Thriller über Terror und Terrorbekämpfung, in den der Autor persönliche Erfahrungen aus seiner Zeit als Strafverteidiger mit einfließen lässt. Dass ihm sein Buch inzwischen sogar in Zeitschriftengeschäften am Bahnhof in die Hände fällt, war wohl anfangs selbst für ihn kaum abzusehen.

Doch wer Schwiecker zuhört, merkt schnell: Der Mann ist ein Tausendsassa. Denn während er seine Juristenkarriere an den Nagel gehängt hat, um einen Posten als Geschäftsführer bei einem internationalen Konzern anzunehmen, steht ihm nun plötzlich die Tür zu einem völlig neuen Berufsfeld offen: Schriftsteller. Eine Option, die angesichts des Erfolges von „Verraten“ alles andere als abwegig erscheint. So oder so, die Leser wird es freuen zu hören, dass ein Folgewerk bereits in Arbeit ist.

Inhaltsübersicht:

0:00:22 Florian Schwiecker – Verantwortungsbewusste Strafverteidigung

0:22:12 Special Forces und weitere Täter in Uniform

0:47:50 Der G20 Gipfel in Hamburg aus der Sicht eines Juristen

1:06:13 Der Entstehungsprozess und die Reaktionen auf das Buch

1:18:30 Wirtschaftspolitik und der Kampf gegen den Terror

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10 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Florian Schwiecker („Verraten“)

    • Jean Heffner
      Wenn er ihnen egal wäre, hätten sie sich das Gespräch nicht angeschaut und kommentiert.
      Er wäre ihnen gerne egal, dass mag sein, ist aber was anderes.

  1. Mit Sicherheit ist Florian Schwieker kein Mensch, der sich das Leben einfach gestaltet. Ein Mensch mit hohen Anspruch.

    Die Frage ist, woher sein Anspruch kommt, also wessen Herrn dient er. Nicht immer lassen sich die Dinge klar trennen.

    Persönlich habe ich Respekt vor Menschen, denen die Schnittstellen von „GUT und BÖSE“ bewusst wird. Für einen Schriftsteller eine Quelle der Kreativität. Die Branche in der er derzeit als Geschäfsführer tätig ist, hat er nicht benannt … konfliktträchtig? Nun gut …. sein nächstes erhofftes Ziel ist Schriftsteller … möghe es ihm gelingen.

    Seine Buchvorstellung kommkt zur richtigen Zeit. Ein Buch, das ich auf meiner Wunschliste/ Geschenkliste notiert habe.

    • PS:
      Ich habe sein neustes Buch „Verrat“ gelesen und war enttäuscht. Sehr handlungsorientiert in kurzen einfach aufgebauten Kapiteln geschrieben. Ein Buch das mehr als Filmvorlage für ein RTL-Thriller dient und sämtliche plakative Klischees abdeckt. Ein Groschenroman mehr nicht.

  2. Ein netter, sympathischer Mensch, der Herr Schwiecker, aber seine Ausführungen zum Terror blieben doch sehr schwammig. Das der größere Anteil Terror selbstgemacht, also Staatsterror ist, hätte er schon sagen können.
    Was diesen Staat, den Neoliberalismus, schließlich zusammen hält oder/und definiert.
    Diesen konsequent durchleuchtet, müsste er seine Tätigkeit als Geschäftsführer in Frage stellen, denn einen fairen Ausgleich zwischen den Konzernen und ihren Lohnabhängigen, (Gewerkschaften), kann es im neoliberalen Kapitalismus nicht mehr geben. Eben deshalb, weil die unfaire Konkurrenz sich
    durchsetzt. Aber vielleicht sieht er ja dieses Dilemma und will deshalb vom schreiben leben können.

    • Habe ich auch bemerkt und fand das Gespräch mal richtig harmonisch, geschwind dahingleitend.
      Aufgefallen ist mir allerdings auch, dass Herr Jebsen in Herrn Schwiecker seinen Meister gefunden hat, der hat nämlich deutlich präziser schnell gesprochen, während Herr Jebsen sich beim Schnellschwätzen öfter mal verhaspelt und schnell den richtigen Ausdruck suchen muss.

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