KenFM im Gespräch mit: Franz Alt („Was Jesus wirklich gesagt hat“)

Die Bibel. Heilige Schrift. Buch der Bücher. Unabdingbare Lebenshilfe, täglicher Ratgeber für Millionen Menschen, weltweit. Ein streitbares Buch, bei der Erläuterung und Auslegung seiner Inhalte.

Ein Bestseller seit der Veröffentlichung im Jahre 1452. Laut dem „Guiness Buch der Rekorde“ wurde die Bibel allein in den Jahren 1815 bis 2000 über 2.5 Milliarden Mal verkauft. Bis dato wurde dieses Werk in über 2.400 Sprachen übersetzt. Das Wort Bibel stammt aus dem Griechischen („biblia“) und bedeutet übersetzt schlicht – Bücher.

Die uns bekannten Ausgaben wurden textlich, also inhaltlich aus dem Griechischen übernommen. Bei Übersetzungen besteht jedoch immer das Problem der Deutung, ergeben sich Interpretationsfreiräume. Warum sollte dies bei der Bibel anders sein?

Viele Menschen wissen, dass Jesus hebräisch sprach. Wenigen ist bekannt, dass seine Muttersprache das Aramäische war, der Vorläufer der heutigen syrischen Sprache. Wie hält es sich nun mit den Texten von und über Jesus in der Bibel?

Ein Beispiel. „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!“ Das steht im Matthäus-Evangelium, Kapitel 10, Vers 34, übertragen aus dem Griechischen und so in der Bibel zu finden.

Übersetzt man diese Zeilen ins Aramäische, müsste es jedoch heißen: „Ich bin nicht gekommen Harmonie zu verbreiten, sondern gekommen, um Streitgespräche zu führen!“ Inhaltlich eindeutig different zur griechischen Übersetzung.

Unglaubwürdig? Blödsinn? Diese Frage stellte sich auch Dr. Franz Alt. Streitbarer Journalist, Solarfachmann und seit Jahrzehnten bekennender Christ und Bibelleser. Er beruft sich in seinem Buch „Was Jesus wirklich gesagt hat: Eine Auferweckung“ u.a. auf den Theologen Günther Schwarz, der sich über vierzig Jahre lang der Aramäischen Sprache gewidmet hat, aus nur einem Grund. Trotz Bibel hatte er seinen Glauben verloren, wurde unsicher. Durch die Übersetzung ins Aramäische, dem Studium der ursprünglichen Bedeutung der Texte Christi, fand er einen neuen Weg zu verstehen.

Die Bibel muss nicht neu geschrieben werden, könnte sich etwaig aber, nach einer sprachlichen Überarbeitung, noch mehr Menschen erschließen. Ob wir dadurch mehr Frieden auf Erden erhalten, Ungleichheit abgeschafft wird und wir einer sicheren Zukunft entgegen schreiten werden, erläutert der heutige Gast: Dr. Franz Alt.

Inhaltsübersicht:

00:03:49 Wege des Dr. Franz Alt

00:10:29 Wer beherrscht schon aramäisch? Die Bibel, falsch übersetzt?

00:21:29 Jesus und Spiritualität

00:24:07 Judas: Verräter, oder Überbringer?

00:30:36 Obama, ein Friedensjünger?

00:33:41 Jesus heute: Antisemit, Aluhutträger, oder Terrorist?

00:39:32 Feindschaft kann überwunden werden

00:54:01 Sterblichkeit

01:09:50 Gewalt in der Ökologie und Ökonomie

01:22:41 Die Angst vor der Angst überwinden

01:34:26 Zeit der Krisen. Fragen an Jesus, funktioniert das?

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

134 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Franz Alt („Was Jesus wirklich gesagt hat“)

  1. Jeder kann machen was er will. (Im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung, versteht sich).
    Aber wer wirklich die Wahrheit wissen will, beschäftigt sich heute mit Kindesmissbrauch bei den Machteliten und mit Terror von den Machteliten.
    Und nicht mit alten, verstaubten Büchern.
    Jesus war kein Christ und Karl Marx war kein Marxist.
    Und Laurent Louis ist ein mutiger Aufklärer, der die Wahrheit nicht nur kennt, sondern auch ausspricht.
    Den müssen wir uns in Deutschland noch backen!

    • „Jesus war kein Christ und Karl Marx war kein Marxist.“

      Stark! So richtig gut!!! So einfach und klar, und die Wahrheit ist tatsächlich im Raum.

      Es gibt viele sehr hochentwickelte Menschen, die erkannt haben, daß
      keiner der angehimmelten aber leider längst verstorbenen spirituellen
      Meister jemals so etwas wie eine Religion gründen wollte.
      (Sie werden zwar immer Religionsstifter genannt, aber das wollten sie,
      meines Wissens, gar nicht sein.)
      Religionsgründung, das haben immer nur deren Nachfolger betrieben. Und zwar meist ohne
      den den Meistern zur Verfügung stehenden göttlichen Offenbarungsstrom
      erschlossen und realisiert zu haben. Was unvermeidlich zu verheerenden Verfälschungen
      geführt hat. (Die schlimmsten, die ich kenne bei Paulus.)

      Aber auch die Sikhs beispielsweise beten inzwischen ein Buch an und
      behaupten, daß es außer ihren 10 Gurus keine Gottessöhne gegeben habe
      und also auch keine mehr geben könne:

      https://www.youtube.com/watch?v=YS3T-FlJRFw

      Ich liebe das Meditative dieses Liedes und der dort gezeigten Menschen
      dennoch sehr.

      Seelenmedizin

      +++++++++++++++++++++
      (Über K.M. weiß ich nicht viel, aber warum sollte nicht im Politischen
      eine ähnliche Methode zur Anwendung gekommen sein?)

    • Warum lenken Sie ab, vom Kindesmissbrauch BEI den Machteliten und dem Terror VON den Machteliten?
      Wir werden von Psychopathen gesteuert. Wir überleben nur, wenn wir aufklären, in einer Sprache, welche die nicht Aufgeklärten, die Arbeiter und Angestellten verstehen, begreifen, worum es geht.
      Das Vorbild ist heute nicht mehr Marx, schon gar nicht Jesus, sondern Laurent Louis, der die Verbrechen der Machtelite auf den Punkt bringt.
      Über den gilt es zu berichten!

    • Oje oje, was ist denn mit Ihnen los, ich lenke von gar nichts ab. Wenn Sie Ihre Freunde und Gleichgesinnten nicht einmal erkennen, wenn jene versuchen, Ihnen ein kleines Kompliment und eine Freude zu machen – und hier desweiteren (in einem zweiten aus demselben inneren Unglücklich heraus abgelassenen Kommentar weiter unten) allen möglichen Mist auf mich projizieren, dann sind Sie wirklich nicht der Gesprächspartner meiner Wahl.

      In Vino nicht immer veritas, vor allem nicht in dem vom Vorabend.

  2. Wenn ich richtig verstehe hat Her Alt ein Buch geschrieben und darauf hin ist der Ostblock eingebrochen – wie die Mauern von Jericho damals -, dann hat er noch etwas veröffentlicht und der Vatikan überdenkt seine Theologie.
    Entweder haben wir hier einen neuen Propheten oder es fällt unter die Kategorie, das Menschen im Alter manchmal etwas „seltsam“ werden. Schade, Herr Alt, aber das ist zu dicker Tobak für mich.

  3. Die zweite Aufklärung: „der aramäische Jesus“
    Der legendäre „Report-Journalist“ Franz Alt erklärt beim „Investigativ-Journalisten“ Ken Jebsen Jesus und das Christentum. Bezugnehmend auf sein Buch „Was Jesus wirklich gesagt hat-eine Auferweckung“, behauptet er, Jesus kann nur richtig verstanden werden, wenn der Original-Wortlaut Jesu aus dem Aramäischen herangezogen wird, weil Jesus aramäisch sprach und nicht griechisch oder hebräisch. Etwa die Hälfte aller Aussagen Christi sein falsch und damit sinn-entfremdet.
    Das bedeutet eine „Zurück-Übersetzung“ aus dem Griechischen ins Aramäische. Es gibt keinerlei Belege oder historische Funde, dass jemals eine aramäische Version der Evangelien existiert hat! Der Urtext der Evangelien ist zwischen ca. 65 bis 120 nach Christi in der damaligen Hochsprache Griechisch aufgeschrieben worden. Kein Evangelist, weder Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes hat etwas über Jesus in aramäischer Sprache niedergeschrieben. Eine Rückübersetzung in die aramäische Sprache ist absurd und zugleich äußerst unsicher. Hinzu kommt, dass die Evangelien und die Worte Christi von großer Symbolkraft geprägt sind, und nicht wörtlich übersetzt werden können. Die kleinkarierten sprachlichen Unterschiede beeinträchtigen nicht die tiefe, geistige Substanz der Worte. Franz Alts Buch „Frieden ist möglich“ bezieht sich auf die griechische Form der Bergpredigt bei Matthäus !!
    Das Christus-Leben als das Mittelpunkts-Geschehen der Weltentwicklung, nämlich Überwindung des Todes und Wiedergeburt aus dem Geist, auf einen „aramäischen Jesus“ zu reduzieren, ihn als besonderen Menschen mit großem Reformwillen und viel Mitgefühl darzustellen, und die reale Gottessohnschaft zu leugnen, ist mehr als naiv. (ich möchte es nicht „religiös pervers“ nennen, wie Franz Alt Donald Trumps Auftreten nennt, wenn dieser das Vater-unser und Erhöhung der Rüstungsausgaben in einen Topf wirft)
    Franz Alt bestreitet den leiblichen Tod Jesu Christi am Kreuz. Er behauptet es handelte sich um eine sogenannte Nahtod-Erfahrung, und er wurde von heilkundigen Frauen wieder gesund gepflegt. Damit bricht das Christliche generell und Christi Erden-Auftrag in sich zusammen. Es gibt keinen größeren Irrtum (oder Lüge) als dieses Konzept.
    Christus hat keine neue Lehre gebracht. Die ethischen Grundlagen seiner Worte und seines Handelns waren nicht neu. Auch chinesische Philosophen haben 500 Jahre früher schon von Feindesliebe gepredigt, Mitleid und Menschenliebe hatte ebenfalls 500 Jahre früher der Buddha ebenso gelehrt. Das Unfassbare des Christus-Opfer, „wer ermisst das Opfer ganz“? (W. Michalski) ist die Menschwerdung Gottes selbst, Gott wird den Menschen ähnlich, und erleidet ein Menschenschicksal bis in den Tod. Die Erde erhält einen neuen Sinn, Der Menschentod ist überwunden, nach dem Ablegen unseres Leibes fallen wir nicht in die dunkle Grube. Es gibt eine Auferstehung… so, wenn wir Christus in uns lebendig machen. „Christus in mir“ (Paulus) Wir sind frei! Kein alttestamentarischer Gott befiehlt uns mehr und bestraft uns. Christus in uns, ist das ganz NEUE. „ICH mache alles NEU“.
    Christus nennt den göttlichen Urgrund Vater, oder sogar liebevoll Papa (Abba). Es gibt kein besseres WORT als Vater (oder Mutter) um menschlich gesehen die tiefste Nähe auszudrücken. Christus spricht nie vom Vatergott als Natur oder Evolution, und Christus ist sich seiner Göttlichkeit bewusst: „Der Vater und ICH sind EINS“…deutlicher geht es nicht.
    Jesus von Nazareth war ein Mensch, ein ganz besonderer Mensch. In ihm fokussierte sich der Erlösungswille der gesamten Menschheit seit dem „Sündenfall“. Mit der Taufe im Jordan verband sich die höchste Gottheit mit diesem Jesus von Nazareth, Gottwerdung eines Menschen, Menschwerdung Gottes. Der Christus war geboren ! Epiphanias ! aus Forum Geisteswissenschaft, Kunst und Religion, FB

    • Nur eine Bemerkung, warum fragen wir Christen nicht einmal direkt einen Rabbi, ist das wirklich so anders was Jesus predigt mit euren Vorstellungen?
      Manches gibt es schon, z.B. Die Bibel aus jüdischer Sicht auf Youtube
      Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand war es nichts Neues jüdischen Glauben was Jesus gesagt hat, nur hat er den Weg der Barmherzigkeit des jüdischen Glaubens besonders hervorgehoben.
      Ich denke es wäre es wert, damit sich endlich annähert was nahe ist.

      Was wirklich neu war, war die Heidenbekehrung, und die wurde durch Paulus und die Apostel vorangetrieben. Das war wirklich das grosse Novum.

    • Warum setzen sich die Christen nicht einfach hin, meditieren, durchqueren ihre innere Hölle und ERFAHREN den Christus?
      Nicht falsch verstehen, ich fand Ihre Kommentar gut, L. Dausend.
      Aber Spiritualität hat rein gar nichts mit theologischer Spekulation zu tun.
      Sie ist eine Erfahrungswissenschaft und in jedem Augenblick lebendig und frei.

      Ich wage mal die These, daß es in den letzten 20 000 Jahren (*) noch selten so einfach war, mit dem göttlichen Bewußtsein in uns allen in Kontakt zu kommen, wie gerade jetzt.

      Das Göttliche wartet geradezu auf Menschen, die bereit sind, sich dem Großen zu öffnen und ihre eigene Wiederkunft zu erleben.

      (*) Ich beziehe mich bei dieser Zeitangabe auf Alexander Kalenjuk, der durch spirituelle Methoden die Vergangenheit der Menschheit erforscht hat. Er sagt, daß wir vor 20 000 Jahren eine hochentwickelte Menschheit waren, die nahezu 100% ihres Gehirns genutzt haben.
      Und dann kam ein Eingriff und es ging 20 000 Jahre lang permanent bergab.
      Bis hin zu den 3 oder 4 Prozent, die wir heute nutzen.

      Kalenjuk und viele andere sind inzwischen bei sehr hohen Prozentzahlen angelangt (bitte nur als Metapher verstehen.). Und dieses erweiterte Bewußtsein ist es, was wir in diesen Zeiten unbedingt brauchen.

      (100% gleich Christusbewußtsein?)

    • Soll Jesus sich nicht ausdrücklich gegen die „Pharisäer und Schriftgelehrten“ ausgesprochen haben?

    • Können Sie nicht auf Ihren eigenen Beinen stehen?
      Jesus war ein Mensch wie Du und ich, etwas mutiger sicherlich; Ist aber, Gott sei Dank, auf dem Teppich geblieben.
      Was heißt, bei den Menschen geblieben.
      Nicht er hat sich erhöht, zum Sohn Gottes, dass waren seine Mitläufer, ich weiß nicht, ob sie „Jünger“waren. Aber ahnungsloser waren sie sicherlich.
      Jeder trägt die Verantwortung für sein Leben, was erstmal keine Wertung ist, die kommt hinterher.
      Jesus hat, falls es ihn gab, dass beste, nämlich sein Leben, für die Menschheit gegeben.
      Als Revolutionär, mit der Hoffnung, dass wir Menschen verstehen.
      Hat nicht funktioniert.
      Wir sind die Lämmer geblieben und grasen so vor uns hin. Vertrauen weder dem Hirten, noch seinen Hunden, schon gar nicht uns selbst.
      Wir hoffen auf bessere Zeiten, ohne uns. Will sagen, ohne unser zutun.
      Habe nichts getan, bin unschuldig.
      Bin Verantwortungslos.
      Bin auch nicht von hier.
      Die Sitten und Gebräuche sind mir noch fremd, ich mach mir noch ins Hemd, bevor ich was sage, was zu sagen wage.
      Ich gehöre auch dazu, mach mir nur nichts vor.
      Wir scheitern an unserer Feigheit, dass war damals auf dem Schulhof schon so, auch im Unterricht. Abends im Bett waren wir gerne mutig, haben wir gewonnen.
      Na‘ prost denn, auf ein neues Jahr…

    • Sehr geehrter Herr Binding,
      DANKE! Für Ihre ausführliche Gegendarstellung dieser hanebüchenen Ausführungen des Herrn Alt. Ich kenne eine derartig materielle und naive Sichtweise und Darlegung der Bibel bisher nur von den „Zeugen Jehovas“ und kann mich der Vermutung nicht erwehren, dass Herr Alt evtl. inkognito für dieselben unterwegs ist. Denkbar ist das.
      Er bringt es fertig, eines der größten kosmischen Mysterien innerhalb der Menschheitsgeschichte, nämlich den Herunterstieg des Christus, eines Gottes in den Leib des Jesus von Nazareth, in eine niedliche Fabel vom Aufstieg des kleinen, einfachen Juden aus der Arbeiterklasse hin zu einem frommen Menschen, den sein Papi lieb hat, zu verwandeln. Ich höre immer wieder gern den Gesprächen bei KenFm „Im Gespräch“ zu. Aber dieses konnte
      ich bisher nicht in seiner Ganzheit ertragen und versuche es immer mal wieder abschnittsweise, bis mir nach
      wenigen Sekunden die Nackenhaare abstehen, um eine sachliche Antwort darauf zu finden. Sie haben das
      im wesentlichen bereits erledigt. Deshalb hier schon mal der Kommentar an Sie. Nochmals vielen Dank.

  4. Wirklich, wieder ein großes Lob für Ken Jebsen.
    Ganz gleich, wie man zu den verschiedenen Themen steht , ich finde die Gesprächspartner überwiegend sehr bemerkenswert bis toll.
    Und man bekommt Gelegenheit manche Themen von einem neuen Gesichtspunkt zu betrachten.

  5. @13:10
    „Was die Christen heute glauben, hat Jesus nicht gesagt. … Diese Botschaft … ist falsch übersetzt.“
    Mithilfe der nachfolgenden Passagen kann man das wirklich nur gegenüber absolut Bibelunkundigen behaupten.

    Aua, aua, aua!
    Wie kann man so viel richtig verstehen, ohne Gott als Allmächtigen zu begreifen?

    Um hinter die ganzen weit verbreiteten Missverständnisse zu kommen, braucht man kein Aramäisch, sondern ehrliches Lesen und die Gnade der verständigen Leseperspektive:
    Joh. 6, 44: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“

    Das der Ausdruck „Schwert“ in der Passage aus Matth. 10, 34, „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ im übertragenen Sinne zu verstehen ist, erschließt sich schon aus dem direkt anschließenden Vers 35:
    „Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“
    (Und auch dieses muss als die in Kauf zu nehmende Wirkung verstanden werden!)

    Jesus hatte den Führungsanspruch:
    Joh. 13, 13: „Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch.“

    Jesus hat Wahrheits- und Lebens-Anspruch:
    Joh. 14, 6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

    Jesus hatte den Vater-Anspruch:
    Joh. 10, 30: „Ich und der Vater sind eins.“
    Joh. 14, 9: „Wer mich sieht, der sieht den Vater. …“

    Jesus verbot seinen Nachfolgern, sich zwischen ihn und anderen Menschen zu stellen:
    Matth. 23, 10: „Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus.“

    Jesus war Tod:
    Joh. 19, 33: „Als sie [die Soldaten] aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht;“

    Maria peppelte ihn nicht auf, sondern hielt ihn am leeren Grab für verschleppt:
    Joh. 20,15+16: „Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!“

    Jesu Nachfolger sind zur ‚Aufopferung‘ berufen:
    Joh. 15, 20: „Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; …“

    Jesu Tod wurde von den Zeitgenossen durchweg NICHT in Frage gestellt, sondern allenfalls die Auferstehung:
    1. Kor. 15,17-19: „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, … . Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“

  6. Sollte das an jemandem vorbeigegangen sein … Die Bibel wird seit mind. 1’700 Jahren absichtlich falsch übersetzt. Wer das nicht glaubt, kann sich gerne eine Version dieses „Heiligen Buches“ besorgen, welche an den theologischen Fakultäten der katholischen Universitäten für das Erlernen des Hebräischen verwendet wird. Schliesslich lernt niemand eine Sprache, aufgrund eines falschen Wörterbuches.

    Ein kleines Beispiel: Der Begriff „olam“ wird in den Versionen, die in unseren Regalen steht, mit „Ewigkeit“ übersetzt, während man es in den Versionen für die Übersetzer als „olam“ stehen lässt, weil man sich nicht einig ist darüber, was es wirklich heisst.

    Im Alten Testament kommen drei Begriffe überhaupt nicht vor: „Gott“, „Schöpfung aus dem Nichts“ und „Ewigkeit“.

    Zudem: Es gibt 5 verschiedene Versionen der Konsonantsetzung und verschiedene Kanone des Alten Testaments. Auch hierzu ein Beispiel: werden je zwei Pünktchen zwischen „t“ und „b“, sowie „b“ und „l“ gesetzt, wird das Ganze „tebel“ ausgesprochen, was soviel wie „Erde“ heisst. Werden hingegen drei Pünktchen an dieselben Stellen gesetzt, spricht man’s immer noch „tebel“ aus, bezeichnet aber den sexuellen Akt zwischen einer Frau und einem Tier. Daraus wird ersichtlich wie grundlegend das Setzen der Vokale ist.

    „Unsere“ Bibel beruht auf der masoretischen Version. Die vier anderen, wie bspw. die samaritische (deren Kanon ganze 7 Bücher enthält), bleiben aussen vor. Niemand kann wissen, welche Version näher an den zuvor nur mündlich überlieferten Text herankommt oder nicht, und niemand weiss, wer das Ganze überhaupt verfasst hat.

    Um das Neue Testament steht’s nicht viel besser. Die ältesten Texte, die wir haben, stammen allesamt aus einer Zeit Jahrzehnte nach dem vermutlichen Ablebens eines vermutlichen Jesus von Nazareth, für dessen Existenz keine historischen Beweise existieren. Wir wissen nicht, wer sie verfasst hat oder ob sie authentisch sind – will heissen, sollte es Jesus gegeben haben, ob er auch tatsächlich das gesagt hat, was da auf Altgriechisch steht.

    Alle diese Angaben stammen von Mauro Biglino, der für das Verlagshaus San Paolo 17 altestamentarische Bücher ins Italienische übersetzt hat, die nach wie vor an den katholischen Universitäten verwendet werden, da es solche Arbeiten nicht eben vom Himmel regnet.

    Als er 2010 öffentlich auf diese Diskrepanzen aufmerksam machte, wurde die Zusammenarbeit mit der San Paolo augenblicklich von Seiten Verlagshaus beendet.

    Das alles hat hingegen absolut nichts damit zu tun, ob es einen Gott gibt oder nicht, und es besagt auch nicht, wer was glauben soll. Das ist jeder und jedem selbst überlassen. Fest steht, dass den Gläubigen eine andere Version aufgetischt wird als den Gelehrten.

    Ebenso steht fest, dass dieses Interview nicht einmal im Ansatz „Zündstoff“ enthält. Heute sind selbst Biglinos Aussagen schon fast ein alter Hut.

  7. Ein Umstand ,der hier bezüglich der Bibel noch keine Erwähnung fand ,der aber vielleicht der letzte wäre,vergessen zu werden.
    Dieser Umstand besteht darin,dass die Bibel und mit ihr ein ganzes Volk den kommenden Heiland bzw. Jesus vorrausgesagt hat. Der Zeitpunkt seines Erscheinens,die Umstände und sein Auftreten werden in der Bibel über 400 Jahre angekündigt.

    Blaise Pascal hat in den „Pensees“ dies in verschiedenen Kapiteln beschrieben.So ist dort die Rede u.a.von den Prophezeiungen-Beweise Jesu Christi-Die Wunder.
    Die Pensees waren auf Zettel geschriebene Gedanken,die man in der Kleidung von Pascal fand.
    Pascal entwickelte die erste Rechenmaschine der Welt mit 16 Jahren und noch weit mehr.

    Pascal sagt,Jesus ist geweisssagt wurden und er selbst war weissagend.
    Die Weissagungen der Bibel kann jeder nachvollziehen.Sollte es möglich sein,dass ein Werk,das 400 Jahre einen Erlöser vorraussagt,manipuliert werden konnte?

    • Na, dann muß ich wohl mal Zeugnis ablegen, daß ein Schöpfer sehr wohl existiert! Hand aufs Herz und Hand ins Feuer.
      Ich lebe täglich mit dieser inneren Sonne, die zu Zeiten so stark wird, daß der Körper sie kaum noch ertragen kann.
      Und ich weiß aus Gipfelerfahrungen und von meinen Lehrern, daß das erst der Anfang ist. In dem Moment, wo sich meine Seele (ebenfalls ein sonnenhaftes Wesen) mit dem Sat Purush auf der 5. Spirituellen Ebene verbindet, hat sie selbst bereits die Kraft von ca. 12 äußeren Sonnen erlangt. Und das ist erst der Anfang. Ein winzigkleiner Anfang.
      Ihr glaubt, Ihr könntet Gott töten?

      Ihr glaubt tatsächlich, Ihr könntet den Schöpfer töten und dennoch weiteratmen und weiterexistieren?
      Oh Ihr Narren, solchen Anwandlungen wurde doch selbstverständlich ein Riegel vorgeschoben: und zwar durch mehrere Regionen unendlicher Leere und Dunkelheit, die niemand durchqueren kann – auch nicht in der Meditation – der nicht von einem vollkommenen Meister, der das innere Ziel erreicht hat und vom Schöpfer dazu den Auftrag erhalten hat, auf den Weg des Lichtklangstroms eingeweiht wurde. (Bei Jesus wird diese Einweihung durch Johannes „Taufe“ genannt. Die hat mit materiellem Wasser aber nichts zu tun.)

      Also, Ihr traurigen Atheisten: der Schöpfer hat gegen den menschlichen Größenwahn natürlich seine Vorkehrungen getroffen. Ihr könnt noch nicht einmal in seine Nähe kommen oder es in der Nähe vollkommener, lebender Meister aushalten. Daher habt Ihr ja, in deren Abwesenheit, die Religionen erfunden. Wenn ein lebendiger Meister nur um die Ecke käme, würdet Ihr doch schon laufen wie die Hasen!

      Das müßte schon ein trauriger Himalaya sein, der sich von einem Sandkörn töten ließe. (Oder ein kläglicher Mammut, dem eine Mikroalge zusetzen könnte.)
      Was Schattenkrieger hier anspricht
      (warum versuchen Sie eigentlich nicht, zu einem Lichtkrieger zu werden?),
      bezeichnet aufs Herrlichste die Absurdität und den Größenwahn des denkenden Geistes und der „Bruder“schaft der Atheisten.

      Und er beschreibt vor allem, daß der Mensch nicht in der Realität lebt, sondern in dem, was er der Realität übergestülpt hat. Der denkende Mensch lebt nicht in der Wirklichkeit. Er sieht, was er denkt, er hört, was er denkt, er fühlt, was er denkt, er weiß, was er denkt. Und er weiß alles.
      Er ist allwissend, er ist allmächtig, er hat sich aufgemacht, seinen Schöpfer zu erledigen und er ist stolz darauf, in dieser Sache erfolgreich gewesen zu sein.

      Mit anderen Worten: Kasper Larifari bei seiner Jagd auf das böse Krokodil.

      +++++++++++++++++++

      Jean Paul hat sich mit diesem Thema auch herumgeschlagen. Zu welchem Urteil der poetische Geist damals gekommen ist, das läßt sich, wie alles in Kunst und Theologie, ganz unterschiedlich (und also beliebig) auslegen.

      „Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei“.

      Ein literarischer Leckerbissen.
      Aber mehr leider auch nicht.

    • Läßt sich hier nur mit Zoom lesen: http://fvn-archiv.net/PDF/andere/JEAN%20PAUL,%20Rede%20des%20toten%20Christus.pdf

      Auschnitt: „Sogar in unsere wahren
      Systeme sammeln wir immer nur Wörter, Spiel-
      marken und Medaillen ein, wie Geizige Münzka-
      binetter; – und erst spät setzen wir die Worte in
      Gefühle um, die Münzen in Genüsse. Man kann
      zwanzig Jahre lang die Unsterblichkeit der Seele
      glauben – erst im einundzwanzigsten, in einer
      großen Minute, erstaunt man über den reichen
      Inhalt dieses Glaubens, über die Wärme dieser
      Naphtaquelle.“

  8. In der heutigen Zeit wo Physiker mit Kabbalisten reden, ist es schade zu hören wie der jüdische Glaube hier wieder diffamiert wird, und das in Deutschland. Seine Behauptung, dass das alte Judentum „eine Rache und Strafe Religion“ war, ist die gleiche alte anti-jüdische Leier der Jahrhunderte. Er hat sich keineswegs mit dem Judentum auseinandergesetzt, sonst würde er nicht so ein Unsinn erzählen und wie ein Elefant im Porzellanladen der Religionen herum schwadronieren.

    Jesus war scheinbar Rabbiner, wie es auch in Johannes heißt, ein Gelehrter. Das was er gepredigt war nicht neu, es wurde u.a. in der Schule von Rabbi Hillel der im 1. vorchristlichen Jahrhundert gelehrt hat unterrichtet. Er musste nichts neu erfinden.

    Kein Jude würde auf die Idee kommen, das alte Testament (die jüdische Tora) ohne Kommentare zu lesen und dann noch wörtlich oder für historisch exakt zu halten. Das war nie die Intention der Autoren. Die Auslegung des alten Testaments ist mannigfaltig erfolgt (z.B. Talmud), und nur so ist das alte Testament wirklich zu verstehen. Es gibt auch die Bedeutung der Buchstaben, die man in keiner anderen Sprache wiedergeben kann. Ist es nicht wieder einmal die christliche Unwissenheit, Besserwisserei und Ignoranz, die wieder herabsetzt wo endlich Brücken und Verständnis gebaut werden sollten.

    Gegen solche Besserwisserei warnte schon Paulus in Römer 11, wobei der Ölbaum, die Wurzel, das Judentum ist und der aufgepfropfte Zweig die bekehrten Heiden (Christen) repräsentieren.
    „Das Bild vom Ölbaum
    17) Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, 18) so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.„“

    Fragen Sie doch einfach mal einen Rabbi, wie man das alte Testament zu verstehen hat und welche(s) Gottesbild die Juden wirklich haben. Es wird Herrn Alt beschämen.

    • „Kein Jude würde auf die Idee kommen …“ – Darauf würde ich nicht wetten. Gerade im Judentum gibt es die unterschiedlichsten Auslegungen der Schriften, auch die wortwörtliche. Natürlich ist das in der heutigen Zeit nicht so verbreitet, aber das „reformierte“ Judentum (oder wie man es nennen soll) ist doch eher eine Abkehr vom orthodoxen Judentum, das Jahrtausende überdauerte und wohl nur in dieser Form überleben konnte.

      Schriften, die man „auslegen“ muß – also so oder so auslegen kann – können keine Äußerungen eines allmächtigen Gottes sein. Solch ein Gott würde sich unmißverständlich in allen Sprachen ausdrücken. In der Unklarheit liegt nichts Positives, sondern die Wurzel des Übels.

    • „Kein Jude würde auf die Idee kommen, das alte Testament (die jüdische Tora) ohne Kommentare zu lesen“
      Das war auch in der DDR so (und ist in der BRD kaum anders) dass ein Buch Kommentare hat,
      wie der Inhalt aufzufassen ist .

    • Wer hat eine Bibel mit Kommentaren?
      Kenne ich ehrlich gesagt nicht.
      Das steht doch eher in separaten Büchern.
      Auch Kommentare in „DDR-Büchern“ kenne ich nicht.

    • zu den Kommentaren:
      Die alte Testament wurde von Menschen in Ihrer damaligen Zeit, mit ihren damaligen Umständen, für die damaligen Leute und ihr Welt Verständnis geschrieben. Es würde heute anders aussehen.
      Ausserdem ist es eine riesige mündliche Überlieferung der Lehre gewesen, deren schriftliche Niederlegung wahrscheinlich erst um das 9 Jahrhundert begonnen hat und im 2. Jahrhundert vor Christus beendet wurde. Die Sortierung des Materials ohne Quantencomputer dauerte noch Jahrhunderte weiter. Dann wurden über die Jahrhunderte weitere Kommentare hinzugefügt, um das Verständnis zu verbessern und auch an die neuen Gegenbenheiten anzupassen. Und weil es von fehlbaren Menschen interpretiert wurde, gab es immer Diskussionen.
      Im Grunde hätten die Kirchenväter den Talmund mit in den Kanon aufnehmen sollen. Aber sie wollten scheinbar selber interpretieren. Grosse Theologen wie Thomas von Aquin haben u.a. auch den Talmud studiert und andere jüdische Schriften.

      Auch die reformierten Juden lesen auch den Talmud und die Kommentare der Rabbiner etc., sie legen sie nur anders aus oder leben sie anders.
      Wer sagt, dass es nur einen wahren Weg gibt 😉

    • Sehr geehrter Herr Gerber,
      Sie haben eine gut Frage aufgeworfen „Solch ein Gott würde sich unmißverständlich in allen Sprachen ausdrücken.“

      Man kann vielleicht vereinfacht sagen die Bibel ist erst einmal eine Hilfestellung zu erzählen, wie man ein gutes erfülltes Leben führt. Nun besteht unser Leben neben den verschiedensten Umgebungen aus Beziehungen, Beziehung in der Partnerschaft, den Eltern, den Kindern, Freunden, Verwandten und Bekannten, Arbeitgeber, Kunden, den Installateur nicht zu vergessen usw., abgesehen von unseren eigenen inneren Konflikten, und alles ändert sich noch mit der Zeit. Es greifen Gesetze der Biologie in unser befinden und denken ein. Ein Hormonmangel kann Depression hervorrufen usw. Außerdem hat jeder Mensch seine eigene psychologische Verwirrtheit, die der Mode folgt ;).
      Man kann vielleicht absehen das Physik zu studieren einfacher ist.

      Jeder Konflikt ist einzigartig, gab es vorher nicht und wird es nicht wieder geben, so in dieser Konstellation.
      D.h. man kann nur einige beispielhafte Situationen aufgreifen und niederschreiben, dann noch ein paar Variationen dazu und hätte schon ein umfangreiches Werk. Und wenn man nur auf die Worte schaut, müsste es immer wieder erneuert und erweitert werden, weil das Leben voranschreitet und Sprache sich verändert.
      Deshalb ist es so wichtig hinter den Worten den Sinn selbst zu erkennen, um jede Situation zu meistern. Dann kann man auch mit so einem „alten Schinken“ zu jeder Zeit etwas verstehen. Die Worte sind dann nur der Haken, um die eigentliche Bedeutung hervorzuholen und anzuwenden.

    • Da habe ich mich beim letzten Absatz zu Herrn Gerber gedankenverloren sehr missverständlich ausgedrückt. Man möge mir verzeihen. Ob es jetzt besser gelingt, wir wollen es hoffen 😉
      Ich wollte nur darauf hinweisen, dass neben der Darstellung Gottes, die Beziehung Gott-Mensch, Wege zu Gott, etwas von der Geschichte des Judentums, Regeln des Miteinanders etc. auch viel Psychologie enthalten ist, die nicht einfach zu beschreiben ist.

      Wenn man dazu vergleicht wie viele Gesetze stehen in unseren staatlichen Gesetzbüchern? Um soviel wie möglich Abzudecken, muss man den Richtern ein gewisses Mass an Auslegungsfreiheit gewähren. Sie müssen immer wieder erweitert werden und trotz allem scheinen sie doch nicht allen Umstände gerecht zu werden. Wer ist auch schon ein Salomon?

      Wir dürfen nicht vergessen, dass Sprache ein sehr limitiertes Werkzeug ist die Wirklichkeit zu beschreiben und dann noch für uns nur ein kleiner Ausschnitt als Übersetzung vorliegt ist es schwer zu verstehen. Es kann immer nur der Finger sein, der auf den Mond zeigt, aber nicht der Mond selbst.

      Abgesehen davon sollen solche Schriften auch zum hinterfragen und nachdenken anregen. Die eigene Mühe, die Entscheidung sich auf den Weg zu machen steht am Anfang, wie bei allen Sachen auf dieser Erde. Beim NT ist das doch so ausgedrückt „Wer suchet der findet“, „Wer anklopft dem wird aufgetan“.

  9. Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich bei soviel Theo-un-logischem.
    Dazu nur ein paar Bemerkungen:
    Wo hat Jesus in der Bibel die 10 Gebete außer Kraft gesetzt, wie es Herr Alt sich herausnimmt zu interpretieren?
    Würde es keine „Strafe“ geben, oder nennen wir es Konsequenzen, würden sich Hitler, Stalin und all die anderen schön ins Fäustchen lachen. Es würde keinen Sinn machen dies zu tun und das zu lassen.
    Dann wird noch Petrus zum Verräter, obwohl deutlich „verleugnen“ in der Bibel steht:
    „Mt 26.34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“
    Also Gott macht nur „Angebote“, aber die Geldwechsler im Tempel werden von Herrn Alt dann aber genüsslich als Schlangenbrut bezeichnet. Scheinbar nicht jeder kommt in den Genuss der „Angebote“ und Barmherzigkeit.

    Diese seine persönlichen Interpretationen sind mehr als fraglich.
    Ist das nicht schon übertriebener religiöser Eifer dem ihr eine unkritische Plattform geboten wird?

    • „Wo hat Jesus in der Bibel die 10 Gebete außer Kraft gesetzt, wie es Herr Alt sich herausnimmt zu interpretieren?“

      Gute Frage.
      Ein Satanistischer Club hat vor kurzem vor dem Capitol in Arkansas gegen ein Denkmal mit den 10 Geboten protestiert. Anläßlich einer Enthüllung einer Statue ihres eigenen „Glaubens“. (Siehe hierzu auch Kommentare zu den Positionen 16, wo darüber diskutiert wurde.) Diese Statue hat Hörner, über ihrem Kopf ein umgedrehtes Pentagramm und, zu meinem großen Entsetzen, links und rechts neben ihrem Thron einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen, die vertrauensvoll zu ihr aufschauen.
      DAS im Zusammenhang mit dem Ort (vor Regierungsgebäude nebst Clinton-Stiftung) und dem Pizzagate-Skandal wäre viel eher etwas, worüber man sprechen sollte, wie ich finde.

      Was Phlox hier schrieb fand ich klasse.

  10. Man sollte meinen, daß die Anhänger von KenFM eine halbwegs ähnliche Weltsicht haben, zumindest wenn es darum geht, die Herrschafts- und Propagandamethoden der Machthaber zu durchschauen. Hier zeigt sich aber wieder einmal, daß es keine Gemeinsamkeit mehr gibt, sobald Religion ins Spiel gebracht wird. Dann kommen die Religiösen mit ihrem Alleinseligmachungsanspruch und erklären die eher nüchternen Atheisten (die natürlich auch schweigen könnten) zu Gegnern. Ich persönlich schade niemandem, ich beobachte nur und gründe darauf meine Einschätzungen (wobei man sich selbstverständlich auch irren kann), aber das wollen die Gläubigen schon nicht ertragen. Daß Religion zu allen Zeiten ein Herrschaftsinstrument war – ganz besonders die monotheistischen! -, um das Volk zu disziplinieren und bei Bedarf zu fanatisieren, können die Religionsblinden nicht erkennen.

    Religionen sind nicht gleichermaßen, sondern unterschiedlich gefährlich. Ich bin in der heutigen Zeit besonders gegen den Islam, weil er nicht einmal in der Theorie tolerant ist. Aber auch das Christentum zeichnete sich in seiner Geschichte durch mörderische Intoleranz aus, außer in der Jesus-Theorie. Ich habe die Sorge, daß sich in den nächsten Jahren eine christliche Gegenbewegung formieren könnte, die ebenso fanatisch auftritt wie der Islam(ismus). Dann haben wir einen Religionskrieg im Land. Aber auch dann sollte man davon ausgehen, daß religiöser Eifer von irgendwelchen Strippenziehern mißbraucht wird, um ganz andere Ziele zu erreichen als die behaupteten.

    Jedenfalls ist religiöser Glaube – ich sage Aberglaube – keine Lösung, sondern ein wesentlicher Teil des Problems, das die Menschheit seit Jahrtausenden mit sich herumschleppt.

    • Auf jeden Fall ist der materialistisch-wissenschaftlicher Glaube – ich sage Aberglaube – keine Lösung sondern ein wesentlicher Teil des Problems, das die Menschheit seit Jahrtausenden mit sich herumschleppt.

      Spiritualität befaßt sich einzig und allein mit der Selbstverwirklichung und Gottverwirklichung. Spirituelles Leben bedeutet Vereinigung der Seele mit der Überseele und ist nicht eine Sache von Gedanken oder Theorien.
      Sie hat nichts zu tun mit institutionellen Religionen oder Religiosität. Die Religion in ihrem eigentlichen Sinne hat ihre Bedeutung verloren und ist nun von einer Menge zeremonialistischer und ritualistischer Wortmacherei überdeckt.
      Spiritualität hingegen ist eine praktische Wissenschaft und viel mehr als eine bloße theoretische Abhandlung. Spiritualität ist die Wissenschaft, durch welche das höhere Bewußtsein im Menschen auf der Ebene der Seele entfaltet werden kann und man vom reinen Körperbewußtsein mit seinen rein materiellen Gedankengängen zum Kosmischen Bewußtsein und von da weiter zum Überbewußtsein gelangt, wodurch man fähig wird, den göttlichen Plan zu verstehen.
      Die sogenannten Führer in allen Religionen – und als solche würde ich auch den sogenannten Atheismus betrachten – leiden unter fehlgeleitetem Eifer und engherzigen Vorurteilen, so daß sie unmöglich eine objektive, freie Auffassung von den sie umgebenden Dingen haben können. Im Gegenteil, sie sehen die Welt durch die rauchgeschwärzte Brille, die sie selbst vor Augen haben. Es fehlt ihnen der Zugang zum inneren lebendigen Kern von Spiritualität, von dem uns die Meister aller Zeiten berichtet haben.

    • Das spiritistische Geschwurbel des Alias lassen wir am besten so stehen. Jeder kann sich selbst ein Bild vom Geisteszustand des Verfassers machen. Wer das erbaulich findet, soll halt auch seine „Seele“ mit der „Überseele“ vereinen, um „kosmisches Bewußtsein“ und schließlich „Überbewußtsein“ zu erlangen. Viel Glück und gute Besserung!

      Auf der Basis von Religion gibt es kein gemeinsames Handeln, das doch eigentlich nötig wäre. Im Gegenteil, Religion ist immer ein Spaltpilz. Deshalb lieben die Machthaber religiöse Spinner so sehr.

    • “ eine christliche Gegenbewegung formieren könnte, die ebenso fanatisch auftritt wie der Islam(ismus). Dann haben wir einen Religionskrieg im Land. “
      Der Clash of Civilizations von Samuel Huntington war weniger Voraussage als Programm .
      Es braucht dazu nicht einmal eine fanatische christliche Bewegung , die Massenzuwanderung mit der Unvereinbarkeit der Kulturen reicht dazu schon aus .

    • Es gibt einen großen Unterschied zwischen „spiritistisch“ und spirituell; diese Unterscheidung darf man aber von Ihnen offenbar nicht verlangen.
      So wie Sie auch nicht hörten, was ich über Religion hier anführte und daß ich mich eindeutig GEGEN diese aussprach. Sie hören scheinbar überhaupt gar nichts von dem, was ich zu sagen versuchte. Dann lassen wir es hiermit tatsächlich gut sein.

      Ach, ich vergaß übrigens die Quelle der Sätze anzugeben, die ich hier – minimal abgewandelt – aufgeschrieben habe. Sie stammen, von dem ersten Satz abgesehen, aus dem Buch:

      „Was ist Spiritualität“ von St. Kirpal Singh, einem der großen Meister des Sant Mat, gestorben erst 1974.

      Weiß nicht, wieso ich jetzt gerade Frosch und Adler vor meinem geistigen Auge sehe.

    • Und auch wenn mir in diesem Moment bereits wieder einmal der ganze Körper weh tut wegen des Hasses und der rational verbrämten Gewalt aber kaum verhohlenen Feindseligkeit, der ich hier entgegengetreten bin, möchte ich nicht enden ohne den Hinweis auf die vereinende Wirkung des Werkes von St. Kirpal Singh, der, im Wissen um die Gefahren der spaltenden Wirkung des Sektierertums aller Art, – vor allem des religiös motivierten – vor Jahren eine Unity of Man-Konferenz ins Leben gerufen hat, der er auch sein gesamtes Lebenswerk verschrieben hat.

      Unity of Man – das ist etwas sehr sehr sehr Großes.
      ttp://unityofman.spiritualitaet.org/de/

    • Unity of Man – Sant Kirpal Singh

      Über die modernen Kommunikationsmittel sind wir heute aufs Engste verknüpft, doch sind wir wirklich miteinander verbunden, mitfühlend, von Mensch zu Mensch?

      Können wir uns jenseits von Hautfarbe, Religion, Politik und kulturellem Hintergrund einfach als Menschen begegnen? Haben wir – die Bevölkerung der Erde – überhaupt noch eine gemeinsame Basis? Die Segnungen der Technik mögen neu sein, die Fragen sind es nicht. Sie sind so alt wie die Menschheit.

      Der Wunsch nach Antworten bewegte im Februar 1974 mehr als 100.000 Menschen aus etwa 30 Ländern, an der ersten Unity of Man-Weltkonferenz in Delhi teilzunehmen, die unter der Schirmherrschaft und Leitung von Sant Kirpal Singh zusammengerufen wurde. Darunter waren viele hochrangige Politiker und Oberhäupter verschiedener Religionen des Ostens und des Westens.

      Am Ende waren sich die Delegierten einig, dass es tief im Innern diese Einheit der Menschen tatsächlich gibt und dass das Bewusstsein dieser Einheit einen echten Wandel hervorbringen wird. Und so begann eine Bewegung, die heute immer mehr Herzen erfasst und von der Unity of Man mit dem Projekt Kirpal Sagar ein tatkräftiger Wegbereiter war und ist.

      Es gibt eine Hoffnung für die Welt, sie liegt in der spirituellen Verbindung von Mensch zu Mensch und von Nation zu Nation. Diese aufrichtige Hoffnung wird uns zusammen bringen.
      Die Probleme der Welt sind nicht politischer, sondern spiritueller Natur, daher müssen wir die Lösung auf der spirituellen Ebene – auf der Ebene des Bewusstseins finden.
      Der Wandel beginnt im Herzen des Menschen.
      Harbhajan Singh

    • Zitiert von unity of man-site:

      „WAS IST SPIRITUALITÄT?

      In der Spiritualität geht es einzig und allein darum sich selbst zu analysieren, sich selbst zu erkennen und Gott zu erkennen

      Seit das Bewusstsein im Menschen aufzudämmern begann, bewegte ihn die Frage nach der Seele und den Gesetzen der Spiritualität. Obwohl das Thema uralt ist, bleibt es dennoch aktuell wie je zuvor und wird es auch immer bleiben. Der Geist oder die Seele ist die lebensspendende Flamme im Menschen, in ihrem Licht und Leben lebt und existiert er.

      Die Weisen aus alter wie auch moderner Zeit stellten folgende Frage an die Menschheit: „Was ist das für eine Weisheit oder Wissen, das uns alles andere erkennen lässt?“ Mit demselben Atemzug antworteten sie: „Es ist das Wissen vom höheren Selbst – vom wahren Menschen.“

      Spiritualität oder die Wissenschaft des Geistes, befasst sich mit der Entwicklung oder Entfaltung der Seele (dem Vorgang wie man die Seele von ihren verschiedenen Umhüllungen oder Schleiern, in die sie gekleidet ist, befreit). Die Spiritualität weist darauf hin, dass die Seele und Gott wesensgleich sind. Sie erklärt uns wie die Seele mit der göttlichen Wirklichkeit, die ihre eigentliche Quelle und ihr Ursprung ist, verbunden werden kann, wie sie ihre Göttlichkeit erlangen und für immer gesegnet werden kann.

      Wahre Spiritualität ist eine innere Wissenschaft der Seele. Sie besteht darin, die Seele mit der Überseele zu verbinden, die sich in dem von Gott geschaffenen Tempel des menschlichen Körpers, durch ihr Spiel von Licht und Ton offenbart. Dazu braucht man die Führung und Hilfe und von einem der spirituell erfahren ist, der sowohl in Theorie als auch in Praxis bewandert ist. Man muss nichts einfach nur glauben oder sich vorstellen.

      Wunder, Geistiges Heilen, übersinnliche Phänomene, die Zukunft voraussagen, die Aufzeichnungen der Akasha Chronik lesen, sowie weltliche Wünsche, – all das muss man bei Seite lassen, denn das sind ganz sicher Hindernisse auf dem Weg. Die gesamte Energie sollte für den inneren Fortschritt bewahrt werden.“

  11. Davine, was Sie schreiben, kommt meiner Haltung zum Glauben am nächsten.
    Auch Dirk C. Flecks Spiritualität ist mir vertrauter als die möglichst genaue
    Herausarbeitung eines Jesus- oder Gottesbildes.

    Erkenntnistheorie, Logik und Ethik sind die Bereiche, die exakte Aussagen
    und ihre Begründung erfordern.

    Religion und Kunst (Malerei, Plastik, Musik, Poesie) machen aber gerade
    das aus, was sich mit Realismus nicht wirklich treffend beschreiben lässt.
    Was uns dabei anzieht, ist gerade das Mehr, das über die Form- und Farbgebung
    hinaus auf uns wirkt und scheint je besser zu gelingen, je mehr wir auf zählen, messen,
    abschätzen, verzichten und uns im Gegenteil ganz öffnen und auf seine Wirkung
    einlassen.

    Wissenschaftler wie Einstein und Heisenberg meinen, dass es noch etwas gibt, was nicht erklärt werden muss/kann. Besonders treffend beschreibt dies auch der Wissenschaftler
    Dag Unsoeld.

    Prof. Drewermann bewegt sich sicher auf all diesen Bereichen, wenn er uns anspricht.
    ABER, und das ist mir wichtig: Man kann, wenn man ihm aufmerksam zuhört, jederzeit erkennen, wie seine Aussagen zu ‚gewichten‘ sind.
    (Das ist ungefähr so wie wir in den Printmedien auch jederzeit erkennen wollen, wo
    Werbung/Propaganda oder der redaktionelle Teil zu uns spricht).

    Joseph Beuys bewegt sich in seiner Kunst (die ja auch jederzeit politisch/gesellschaftskritisch
    ist), ebenfalls auf allen diesen Bereichen, sogar gleichzeitig, aber unterscheidbar, was von uns beides verlangt, mitdenken/mitdiskutieren, aber noch mehr Einfühlung, sich auf das Werk,
    die Aktion einlassen.
    Auch Christoph Schlingensief ist auf diese Art Künstler und tiefreligiös, wenn er seinen
    Zorn (Lungenkrebs, unheilbar und noch so jung!) im Altarraum einer Kirche rauslässt.

    Alle großen Kunstwerke begeistern uns für dieses Mehr, das über die Form- und Farbgebung hinaus auf uns wirkt und uns innerlich berührt und bewegt. Im Expressionismus sucht der Künstler nach Ausdrucksmöglichkeiten für das, was ihn bewegt. Im Impressionismus umgekehrt, sucht er nach Stilmitteln, die das, was er sieht, so ausdrücken, dass wir die Größe erkennen können.

    Das ‚Hohe Lied‘ der Liebe, das Sie LAVINE nannten, ist so ein wunderbares Werk, viele Menschen werden von Joh. Seb. Bachs Musik in den Bann gezogen und ganz still.
    Auch im Gottesdienstbesuch ist für viele das Gemeinschafthalten der tragende Kern im Gegensatz zur individuellen ‚Heilung, Befreiung‘. Damit bin ich bei der Befreiungstheologie z.B. eines Leonardo Boff, aber auch bei Karl Rahner, Joh. Baptist Metz, Norbert Greinacher. Karl Rahner nennt seine Theologie ‚Politische Theologie‘.
    Ohne diese Texte, dazu die Poesie eines Ernesto Cardenal (Bsp. Gebet für Marilyn Monroe), hätte ich meinen Kinderglauben abgelegt und wäre damit ‚fertig‘ gewesen.
    Unter Papst Johannes XXIII gab es eine ungeheuere Aufbruchstimmung. Nicht nur durch die vorgenannten Theologen, auch die lateinamerikanischen Bischöfe (Medellin, Kolumbien ist
    ein Stichwort), trugen dazu bei.
    Es gab interessante Jugendgottesdienste Beat-Messen mit Musik von Peter Jansen aus Telgte bei Münster, Indios berichteten von ihrem Schicksal. Ich erinnere mich gut an ein starkes Erlebnis mit Bischof Helmut Frenz (damals Vorsitzender von amnesty international) als
    Prediger und unseren gemeinsamen Liedern und Fürbitten, in denen es um ganz konkrete
    politische Aussagen ging.

    Überhaupt Münster/NRW: Jugendliche konnten von ihrem Liebesnest aufstehen, Hand-in-Hand zum Dom schlendern, dort den Gottesdienst mitfeiern, zur Kommunion gehen, inspiriert dazu mit den Texten und der Poesie von Ernesteo Cardenal, hier z.B. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23607 oder auch hier:
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23630

    Dorothee Sölle ergänzte und verkörperte für mich die weibliche Seite der Theologie.
    Mit Ihren Texten im Kopf war es ganz normal das häufigste Gebet in der Kath. Kirche so zu beginnen: laut „Vater“, und leise ‚und Mutter‘. Auch ihre Vorstellung vom Ende des irdischen Lebens, nämlich das Eingehen des Bewusstseins ins kosmische Bewusstsein, so wie ein
    Tropfen Wasser zurück in den Ozean kehrt, gefiel mir.

    Ich fand dieses SPIEGEL-Interview von 1982 mit Prof. Norbert Greinacher:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14349602.html

    Aus aktuellem Anlass möchte ich diese Bewertung der Vorgänge um die
    Kirche in der Ukraine von Hannes Hofbauer anfügen:
    https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Vormarsch-gegen-Russland-4264186.html
    und, weil mich das seinerzeit tagelang berührte (im www ließ sich das Fortkommen verfolgen), wie sich die Allukrainischen Pilgerzüge 2016 aus mehreren Richtungen auf Kiew zubewegten, eine VIDEO-Kurzfassung: https://deutsch.rt.com/europa/81834-weil-akzeptanz-fehlt-behoerden-in-ukraine-machen-druck-auf-orthodoxe-gemeinden/

  12. „Und nun, nach vielem, vielem vergeblichen Suchen und Erforschen dessen, was darüber geschrieben worden war zum Beweise der Göttlichkeit dieser Lehre und zum Beweise ihrer Nichtgöttlichkeit, nach vielen Zweifeln und Leiden war ich wieder allein geblieben mit meinem Herzen und mit dem geheimnissvollen Buche vor mir. Ich konnte diesem Buche nicht die Bedeutung geben, die andere ihm gaben, und vermochte ihm weder eine andere beizulegen noch mich von ihm loszusagen. Und erst nachdem ich alles Zutrauen verloren in alle Erklärungen der gelehrten Kritik sowohl wie in alle Erläuterungen der gelehrten Theologie, und sie alle von mir geworfen nach dem Ausspruche Christi: so Ihr mich nicht aufnehmet wie die Kinder, kommt ihr nicht ins Himmelreich …, da erst begriff ich plötzlich das, was ich bisher nicht begreifen konnte. Und ich begriff es nicht durch künstliches, scharfsinniges Zersetzen, Vergleichen, Erklären; im Gegenteil, es wurde mir alles offenbar dadurch, dass ich alle Erklärungen vergass. Die Stelle, die für mich zum Schlüssel des Ganzen wurde, war die Stelle aus dem 5. Kapitel Matthäi, Vers 38, 89: »Ihr habt gehöret, dass da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. – Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Uebel« … Plötzlich, zum erstenmal verstand ich diesen Vers gerade und einfach. Ich verstand, dass Christus gerade das sagt, was er sagt. Und sofort war es mir, nicht als sei etwas Neues entstanden, sondern als sei alles abgefallen, was die Wahrheit verdunkelt, und die Wahrheit erstand vor mir in ihrer ganzen Bedeutung. »Ihr habt gehöret, dass da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Uebel.« Diese Worte erschienen mir plötzlich ganz neu, als hätte ich sie nie vorher gelesen.“

    Auszug aus „Worin mein Glaube besteht?“ Lew N. Tolstoi

    • Ich hatte mich vor Jahren sehr intensiv mit Tolstoi beschäftigt.
      So war es Tolstoi ,der Gandhi dahingehend bewog, gesellschaftliche ,Veränderung durch den gewaltlosen Widerstand zu bewirken.Sie schrieben sich ein oder zwei Briefe,als Gandhi noch sehr jung war .Diese sind in den Tagebüchern Tolstois enthalten.

    • „Und sofort war es mir, nicht als sei etwas Neues entstanden, sondern als sei alles abgefallen, was die Wahrheit verdunkelt,…“

      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Selbsterforschung kann dieses Etwas, das die Wahrheit verdunkelt, zu Tage fördern.
      Der Computerkopf scheut die Selbsterforschung und das vorübergehende Loslassen sämtlicher Prämmissen jedoch wie der Teufel das Weihwasser, symbolisch gesprochen.
      😉

    • Wie jener Missethäter, so war auch ich mir bewusst, dass ich schlecht gelebt und noch schlecht lebte, und ich sah, dass die Mehrzahl der Menschen um mich her ebenso lebte. Wie jener Räuber wusste auch ich, dass ich unglücklich sei und leide, und dass die Menschen um mich her auch unglücklich seien und litten; und ich sah keinen andern Ausweg in meiner Lage als den Tod. Wie jener Räuber an das Kreuz, so war auch ich durch eine gewisse Macht angenagelt an dies Leben des Leidens und des Bösen. Und wie nach allen sinnlosen Qualen und nach allem Bösen dieses Lebens die entsetzliche Finsterniss des Todes jenes Räubers harrte, so harrte dieselbe auch meiner.

      In alledem war ich dem Missethäter vollkommen gleich; der Unterschied jedoch zwischen ihm und mir bestand darin, dass er starb, ich aber noch lebte.

      Der Missethäter konnte glauben, dass er dort, jenseits des Grabes, erlöst werde; ich aber konnte solches nicht glauben, da mir ausser dem Leben jenseits des Grabes noch das Leben hier bevorstand. Ich aber verstand dieses Leben nicht – mir graute davor. Da plötzlich vernahm ich das Wort Christi: ich begriff es, und Leben und Tod hörten auf mir als ein Böses zu erscheinen, und anstatt der Verzweiflung empfand ich die Freude und das Glück des Lebens, die der Tod nicht vernichten kann.

      „Worin mein mein Glaube besteht“ Tolstoi

    • „Ebenso erschrak ich über den giftigen Dampf,
      der dem Herzen dessen, der zum ersten Mal in
      das atheistische Lehrgebäude tritt, erstickend
      entgegenzieht. Ich will mit geringern Schmerzen
      die Unsterblichkeit als die Gottheit leugnen: dort
      verlier’ ich nichts als eine mit Nebeln bedeckte
      Welt, hier verlier’ ich die gegenwärtige, nämlich
      die Sonne derselben; das ganze geistige Univer
      sum wird durch die Hand des Atheismus zer
      sprengt und zerschlagen in zahlenlose quecksil
      berne Punkte von Ichs, welche blinken, rinnen,
      irren, zusammen und auseinander fließen, ohne
      Einheit und Bestand. Niemand ist im All so sehr
      allein als ein Gottesleugner – er trauert mit einem
      verwaiseten Herzen, das den größten Vater verlo-
      ren, neben dem unermeßlichen Leichnam der
      Natur, den kein Weltgeist regt und zusammen-
      hält, und der im Grabe wächset; und er trauert so
      lange, bis er sich selber abbröckelt von der Lei-
      che. Die ganze Welt ruht vor ihm wie die große,
      halb im Sande liegende ägyptische Sphynx aus
      Stein; und das All ist die kalte eiserne Maske der
      gestaltlosen Ewigkeit.“ Jean Paul

    • Der verkleidete Gott, dieser selbstgerechte Verkünder, der sich sucht und nicht findet, ist noch immer gut im Geschäft. Kassiert nur ab.
      Sieht nicht so aus, dass er zum Menschen kommt, dass er das Humane sucht, Gleichheit und Frieden. Er nimmt, statt zu geben und verkündet das Gegenteil. Luja, sag‘ i.

  13. Franz Alt war eine kritische moralische Instanz im Deutschen Fernsehen der Vergangenheit. Leider!
    Heute kann man seine sehr interessanten Meinungsäusserungen über youtube, dankenswerter Weise von kenfm veröffentlicht, sehen und hören.

    Welch ein Unterschied zu den Diskussionen und Interviews im extrem verengten zulässigen Diskussionsraum der öffentlich rechtlichen Medien, von privat betriebenen Main-Stream-Medien ganz zu schweigen. Bei kenfm kann der Interviewte seine Meinung äussern und bekommt ausreichend Zeit dafür.

    Die Sicht des Franz Alt auf die Bibel und die Interpretation der Jesus zugeschriebenen Zitate ist von tiefer Menschenfreundlichkeit geprägt. Gläubige sollten immer mal ihr Weltbild mit der Wirklichkeit und neuen Erkenntnissen abgleichen und dazulernen. Dazu regt auch dieses Interview an. Dafür Dank den beiden Protagonisten.

  14. so hat halt jeder seine Sicht der Dinge. Dass vieles nicht stimmt an den jeweiligen Religionen ist schon klar. Religionen dienen dem Machterhalt und der Unterdrückung der Gläubigen. Dass die Bibel falsch übersetzt wurde ist doch den Pfaffen völlig egal. Hauptsache Macht. Die einzig ehrenwerten Menschen sind Atheisten. Sie gehen mit ihrem Glaubensgedöns niemanden auf den Wecker. Schlimm ist nur das die politische Kaste sich an diese Glaubensritter anwanzt, insbesondere die Parteien mit dem „C“. Die Katholen haben immer schon unterdrückt, ausgepresst, gequält und ihre Opfer mit schlimmsten Methoden in’s Jenseits befördert (Giordano Bruno). Die Pfaffen haben sich immer schon an Mord und Totschlag bereichert. Ca. 22% der Immobilien Roms gehören der katholischen Kirche.

    • Als Atheist schließe ich mich ehrental an, weil er in allen Punkten recht hat. Ob Anhänger religiöser Wahnideen das als „eindimensional“ ansehen, spielt keine Rolle. Kaum etwas ist mehr eindimensional als das Wahnbild religiöser Fanatiker. – Ich habe mir das Gespräch mit Franz Alt gar nicht erst angehört, weil es belanglos ist, was die erfundene Figur „Jesus“ gesagt haben soll. Nach besseren Götzen oder nach der „richtigen“ Auslegung ihrer angeblichen Sprüche muß man nicht suchen. Das ist Zeitverschwendung.

    • Nur mal zur Erinnerung-es geht hier um die Bibel und nicht um die kath. Kirche.

      Ein Tolstoi ,der die Kirche sehr kritisiert hat,bekannterweise und von dieser ausgeschlossen wurde,,hat nicht zuletzt Hebräisch gelernt,um die Bibel in dieser Sprache lesen zu können und sich ein eigenes Urteil bilden zu können.
      Aber bei Leuten wie ihnen wird alles in einen Topf geworfen.

    • ich zitiere den Kommentar von W.G. von anderswo, der über sein Menschen- und Weltbild alles sagt, was nötig ist.
      Und dann auch noch prophetisch tätig (man achte auf seine Vorhersagen).
      Was hassen Sie so sehr an sich selbst, Herr W.G., daß es Ihnen am liebsten ist, die Menschheit möge sich so schnell wie möglich abschaffen?
      Wovor haben Sie so sehr Angst?

      Im Bewußtsein, daß ich mir, durch den Kontakt mit dem, was hier geschrieben wurde, ziemlich weh tun werde – und das heute, an meinem Lieblingstag: da reisten drei erwachte Menschen aus fernen Ländern an, geführt durch ihre innere Schau, die sie leitete, um sich an der Inkarnation eines der größten Meister zu erfreuen und diese zu würdigen, die die Erde seit langem gesehen hat – hier der versprochen „prophetische“ Kommentar des allwissenden denkenden Geistes, dem Zerstörer der Welt und des Lebens auf der Erde:

      Zitat

      „W. G. sagt:
      30. Dezember 2018 at 15:53

      Warum führt der Mensch Krieg gegen sich selbst?

      Ich GLAUBE
      (((Großschreibungen und Worte in Dreifachklammern von Alias))),
      Mord, Haß, Egoismus und Wahnideen
      (((Hurra, es lebe Ihr wahnhafter Egoismus!!!)))) sind genauso „menschlich“ wie Liebe, Altruismus und Realismus. WAHRSCHEINLICH (((wir bewegen uns im Reich haltloser Spekulation))) konnte uns nur diese Mischung zu mehr oder weniger intelligenten Wesen machen ((((Ha!!!))). Ohne Kriege hätte es kaum kulturelle und technische Weiterentwicklung gegeben (((Gehts eigentlich noch übler?))). Auch unter primitiven Völkern (um einen althergebrachten Begriff zu benutzen) sind Raubzüge und Stammeskriege eine übliche Beschäftigung. Ohne unsere schlechten Eigenschaften gäbe es gar keine Menschheit
      (((Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen))). Es ist eine Illusion, einen „besseren“ Menschen heranziehen zu wollen, was in der Vergangenheit manchmal versucht wurde, z.B. den angeblich selbstlosen „sozialistischen“ Menschen. Oder man denke an den „christlichen“ Menschen, der seit 2000 Jahren Tod und Vernichtung über andere brachte. (((Je nachdem, wohin man schaut, auf welche Seite der Medaille.))) Und wenn die heutigen Gutmenschen, von denen viele besonders intolerant sind, alles ganz anders machen wollen als alle früheren Generationen, so sägen sie damit nur an dem Ast, auf dem sie (und wir) sitzen. Wir brauchen den natürlichen Egoismus, um als Menschen überleben zu können. Aber wie lange noch?

      Die Menschheit braucht auch den ständigen „Fortschritt“
      (((Was ja nichts anderes heißt, als daß wir immer mehr von dem fortschreiten, was uns in unserem Wesen ausmacht. Nur immer fort von mir, von meiner Angst, von meinen Neurosen, von meinem Schmerz. Dazu taugt der Fortschritt vortrefflich))),
      wofür entsprechende Ressourcen und Erfindungen notwendig sind. Autarke Stämme im Urwald brauchen ihn VIELLEICHT nicht unbedingt, aber seitdem die Menschen sich über kleine Sippen hinaus in größeren Verbänden zusammenfanden, mußte alles immer besser organisiert werden. Auch der einzelne Mensch wollte immer mehr haben. Das heißt natürlich nicht, daß wirklich absolut jeder Mensch egoistisch sein muß
      (((das finde ich ja soooo gütig von Ihnen, tut mir leid, ohne Zynismus kann man dem, was Sie hier ausspucken, kaum begegnen))),
      aber es geht um die Menschheit als Ganzes. Die Selbstlosen haben in der Welt nicht viel zu melden.
      (((Es fehlt vollständig der Einblick in das, was das SELBST des Menschen ist. Der Blinde wagt es, die Menschen zu belehren und sein höllisches Weltbild hineinzuziehen. So etwas weckt meinen Zorn!!!)))

      Wenn der Drang nach „Fortschritt“ nun bald an seine natürlichen Grenzen stößt, dann wird das WAHRSCHEINLICH das Ende der Menschheit sein. Es wird Millionen von Toten geben, wurde gesagt. Ich RECHNE (((Glauben und rechnen tut er ja immer, der materialistische Computerkopf; hier wird die Quelle des Denkens vollständig offengelegt))) damit, daß der Kampf um die letzten Ressourcen der letzte Kampf sein wird. Dann gibt es keine besseren Menschen, sondern gar keine. Und ich DENKE, das wird noch in diesem Jahrhundert geschehen.

      Der Mensch ist WOHL die einzige Spezies, die von Anfang an den Keim zur Selbstvernichtung in sich trug.
      (((Im Universum gibt es viele Hunderte von Zivilisationen, wie uns hochentwickelte Menschen mitgeteilt haben. W.Gl kennt sie alle und weiß: wir sind die einzige Spezies mit dem Keim…….. )))
      Eine Fehlentwicklung. (((?????????????? Warauf diese Behauptung niemals bezogen werden wird, das ist sie selbst und die Quelle, aus der ihre Übereugungen kommen.))) Aber im Verlauf der Evolution wird ((((Er kennt die gesamte Evolution, der denkende Geist in seiner unendlichen Überheblichkeit. Er weiß nicht, daß er nichts wissen kann.))) das eine belanglose, kurze Episode bleiben. Die Erde dreht sich weiter.“

      ****************************

      Auf meine Erwiderungen vor Ort gab es leider keine Antwort.
      Warum mache ich mir so viel Mühe mit einem Text wie diesem, der so ziemlich alle Eigenschaften des Menschen, der fleißig und ständig am Untergang seiner selbst mitwirkt, auf sich vereint?

      Weil es Zeit wird, sich dem Gegner entgegenzustellen.
      Auch wenns weh tut.

      Und zwar so richtig.

    • Wahrlich, sie wissen nicht, was sie tun. Und dazu gehört auch, daß man sich vorzugsweise in seiner eigenen Echokammer aufhält, also Menschen wie Herrn Alt, die andere Sichtweisen präsentieren (wobei sie nicht unbedingt wahrer sein müssen)
      gar nicht mehr anhört.

      Es gibt immer noch Menschen, die stolz darauf sind, Atheisten zu sein.

      Das wird mir immer ein Rätsel bleiben, wie man daran glauben kann, die Existenz sei einfach so, hoppla, ins Leben gekommen.
      Urknall.
      Einfach so aus dem Nichts.
      Zusammen mit allen physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

      Sorry, aber ich kann Atheisten nicht mehr ernst nehmen.

      Wenn sie nur nicht so gefährlich wären und wenn sie nur nicht versuchen würden, uns mit sich selbst in den Abgrund zu reißen….
      Dann könnte man sie ignorieren.

      Aber leider, leider, sind sie an der Macht.

    • Die dem Gotteswahn Verfallenen laufen mal wieder zur wahnhaften Hochform auf. Es hat keinen Sinn, darauf einzugehen. – Ich höre mir durchaus Meinungen an, die meiner völlig zuwiderlaufen, aber nicht zu sogenannten religiösen „Inhalten“. Das Thema ist abgehakt. Zum eigentlichen Wesen und Zweck der Religion als Herrschafts- und Unterdrückungsmittel hat ehrental das Wesentliche geschrieben.

  15. Komisch-kaum Einer der danach fragt ,was Jesus „Lehre“ beinhaltet.Kaum ein Mensch der fragt nach der Bergpredigt und nach dem Inhalt.Kaum jemand der die Schönheit dieser Botschaft mal in den Vordergrund stellt.

    Immer geht es um das Äussere-hat Jesus gelebt,hatte Jesus Kinder -hatte Jesus dieses oder jenes.
    Ist das schon ein Wesenszug der materialisierten Gesellschaft?

    Wieso fragt niemand danach ob Platon gelebt hat oder Aristoteles?
    Diese beiden großen Denker haben das Abendland genau so geprägt.

    • Lieber Davin,

      die Botschaft von Jesus ist nicht nur schön, wie die fast aller „heiligen Bücher“. Das Problem ist, daß sich die Dogmatiker und Fundamentalisten der monotheiistischen Religionen die weniger süßen „Rosinen aus dem Kuchen“ holen.
      Die „Buchmacher“ (Evangelisten und Co.) haben ja, und das ist eines der wenigen Fakten, erst etwa 100 Jahre später mit den „Erzählungen“ von und über Jesus begonnen. Spielen Sie einmal nur mit 30 Personen „stille Post“ und schauen danach, was vom Original, also nach rein mündlicher Erzählung, noch übrig ist. Die „stille Post“ von Jesus Worte und Leben hat über 100 Jahre gedauert!?
      Als Historiker muss ich Ihnen sagen, daß die faktische Beweislage, was die Frage betrifft, haben die beiden Herrn Aristoteles und Platon wirklich gelebt, ziemlich eindeutig ist. Weil es hier unterschiedlichste Quellen und Artefakte aus unterschiedlichsten Kulturen und Zeiträumen gibt. Bei Aristoteles und speziell bei Platon ist aber bis heute auch nicht eindeutig geklärt, wer was wirklich gesagt hat. Seit der Sapiens schon vor zehntausenden Jahren allabendlich am Lagerfeuer zusammengesessen ist, hat er vor allem eines und bis heute gerne gemacht: „Geschichten“ erzählt. Solange die Geschichten nur von Liebe, Frieden und Ähnlichem erzählen, wunderbar. Ist aber weder bei der Bibel noch beim Koran der Fall und die Menschen haben bis heute wegen dieser schönen und weniger schönen Worte Kriege und Streit in unterschiedlichster Form geführt. Was unsere Vorfahren am Lagerfeuer definitiv nicht gemacht haben, auch mittlerweile ein historisches Faktum. Wie ebenso, daß das (christliche) Abendland so viel Krieg und Streit geführt hat (bis heute), wie keine andere „Hochkultur“.

  16. Dank an Ken Jebsen, endlich einmal dieses Thema mit auch einem gelungenen Interview aufs Tapet zu bringen.
    Zu den vielen Kommentaren unten und ergänzend verweise ich als Kindheitsforscher auf meinen aktuellen Artikel im RUBIKON: „Der Weihnachts-Fake“. https://www.rubikon.news/artikel/der-weihnachts-fake
    In meinem Buch KINDHEIT 6.7 gehe ich (auch) auf die Kindheit Jesus ein, im Besonderen auf die später folgenden Mythen und Erzählungen des „begabtesten Unruhestifters“ der damaligen Zeit. Sofern Jesus tatsächlich gelebt hat, was bis heute faktisch nicht bewiesen ist, aber doch viel dafür spricht, dann war vor allem seine „Familiengeschichte“ eine ganz andere. Diese folgenreiche „Familiengeschichte“ sollte jeder einmal genauer betrachten. Das klärt viele auch äußerst ungünstige Entwicklungen der letzten Jahrhunderte und bis heute.
    http://www.michael-hueter.org

  17. Ich halte in allen Glaubensrichtungen das intime Gebet für die wichtigste Handlung. Zur Ruhe kommen, entspannen, sich selbst zuhören und aus psychologischer Sicht, durch Selbstsuggestion zu Mut und Kraft finden.

    Herr Alt ist ein Beispiel, wie sich Ansichten im Laufe eines Lebens ändern, sowas ist für mich bewundernswert, weil es dabei innere Kämpfe zu überwinden gibt, wenn er etwas aufgibt, von dem er lange überzeugt war.

  18. Unglaublich, wie jemand der nicht einmal die einfachsten Botschaften des Christus verstehen kann, sich anmaßt sogar ein ganzes Buch über Selbigen zu schreiben.

    Das Schwert ist die W A H R H E I T !!!

    Christus hat uns vor 2000 Jahren den Geist der Wahrheit der uns frei macht, gebracht!
    Er hat gewusst dass die Lüge in der Welt sich noch steigern wird und sich in unserer Zeit gipfeln wird.
    Die einzige Waffe gegen die Lüge ist die Wahrheit!
    Er hat uns Menschen die Kraft selbständig zu erkennen was Wahrheit ist und was Lüge ist (verstärkt) mitgegeben, auf dass wir frei werden – von der Sklaverei!

    Jesus und Christus sind zwei verschiedene „Sachen“.
    Jesus von Nazareth hat gelebt bis zu seinem 30. Lebensjahr um seinen Körper dann dem herabsteigenden Sonnengott (Elohim) Christus zur Verfügung zu stellen, und dieser hat dann genau 3 eindrittel Jahre darin auf Erden gewirkt.
    Aus der Zeit stammen die bekannten (Wunder)Taten.

    Und bitte! – „Christ sein“ hat nichts mit der katholischen Kirche zu tun, sondern heißt nur dass man den Geist der Wahrheit, den uns Christus gegeben hat, aktiv zu leben versucht, sich für die Wahrheit einsetzt.
    Und so gesehen ist der Ken Jebsen einer der größten Christen im Lande! hihi, wenn der das wüsste!

    Statt mühsam das 2. Testament oder die 350 Bücher des Rudolf Steiner (Wissenschaft über die geistigen Welt) zu studieren kann man sich einfacher die youtube videos des Axel Burkart anschauen: z.B. „Das Johannesevangelium im Röntgenblick“
    https://www.youtube.com/watch?v=v_qVnhwAnXY

    • Das ist genial und macht mich glücklich so was zu finden was du schreibst (vergleiche mit unten mal einkopiert dem, was ich auf Youtube zu dem Video kommentiert habe)- Ich hab dafür sogar die KenFM Platform hier endlich kontraktiert, in der Hoffnung das wir mit Ken und allen zusammen Soziales Netwerken und Bewusstseinsarbeit auf neue Ebenen heben können! Soweit sich Kommunikation hier auf Kommentieren von Beiträgen beschränkt gibt es noch viel zu tun! Das mit Vertändniss der Lichtwesen und ihrer geheimen Soma ist eine so interesante Studienrichtung, gerne Stehe ich bereit mit euch zu arbeiten!
      Hier meine Posts:

      Ist lustig wie obwohl die Leute den den echten Jesus nicht kennen, Sie in den Schattenprojektionen höherer Dimensionen auf die platonischen Höhlenwände in die wir Freigemauert sind, trotzdem noch einiges an Einsichten haben die uns helfen könnten. Bis mehr Menschen das Schamanische Imperatif (Johannes 3:7) erfüllen entkommt uns das Wissen wie wir wirklich durch die höheren Dimensionen bewusster leben könnten! Interviewanfragen willkommen…
      Wenn Sie diese Nachricht gelesen haben und tatsächlich tiefer besinnen wollten fragen Sie sich was passieren würde wenn Sie Johannes das 3. und 4. Kapitel als die Heiligen Wasser Kapitel kannten, und das dieses Wasser in Irdischen Eulysia insgeheim gefeiert wurde – bereits tausende Jahre von Legenden bekleidet (z.B. Mithras, Dionysus, Demeter Mysterium) – lange vor dem angeblichen jüdischen legenderen Menschen. John Marco Alegro hat ebend diese Aussage in den erst vor ~60 Jahren gefundenen Schriften bestätigt gesehen. Interessanterweise gerade zu der Zeit gefunden, wo das heilige Wasser triumphant in das menschliche Bewusstsein zurückkerte!
      Twitter @Usertogo
      Jetzt echten Christus erkennen aus Schattenprojektionen höherer Dimensionen ihrer platonischen Höhlenwände Freigemauert – Menschen erleben #SchamanischeImperatif (Johannes 3:7) #homoHyperdimensionalis In höheren Dimensionen bewusster leben? #Mithra #Dionysus John Marco Allegro

  19. Ich muss ja gestehen, dass ich es etwas zuviel finde, hier die ganzen Kommentare durchzulesen, weil da auch doch etliche Längen drin sind. Aber dennoch möchte ich folgendes beisteuern.

    Weil ja niemand genau wissen kann, ob es nun einen göttlichen Aspekt tatsächlich gibt oder nicht, ist ja diesbezüglich alles und auch der Atheismus auch ein Glaube.

    Buddha soll mal gesagt haben: „Es gibt nur einen falschen Glauben und das ist der, zu denken, man habe den einzig richtigen.“

    In dem Sinne: Danke Ken Jebsen dafür alle „Glaubensrichtungen“ ins Boot zu holen, solange sie für den Frieden stehen!

  20. Hallo! Interessanter Gast! Danke!
    Was ich nie verstehen werde: Welcher Sinn ist in den teilweise absurden Deutungen und Auslegungen jedweder Religionsfibeln zu finden? Hier findet eine Art Rechthaberei der „Weisen“ statt, die die damaligen Begriffe und ihren Gebrauch – wie Jungfrau Maria (einfach nur junge Frau, statt unbenutzt)- missdeutet und irgendwelche wüsten Theorien davon ableitet. Diese unsinnigen Versuche, aus den Geschichten und historischen Verunreinigungen der jeweiligen Sammlungen von Stories jedweder Religion allgemein gültige Schlüsse zum Hier und Heute zu ziehen, sind überholt und obsolet. Die gemein hin gültigen Regeln des Zusammenlebens von Menschen werden von allen „Gläubigen“ und eifrigen Lesern der jeweiligen „heiligen“ Bücher oft genug gebrochen oder umgangen oder zum blanken Eigennutz ausgelegt. Heutzutage braucht kein Mensch Regeln aus alten Märchensammlungen um zu wissen, dass man die Oma von nebenan nicht totschlägt, um ihr Geld zu bekommen. Gemacht wird es trotzdem. Ob nun religiöse Ge- und Verbote es verbieten oder die Gesetze der Weltlichen. Es wird wahnsinnig viel Energie und Geld an die Haltung völlig überholter Strukturen samt ihrem über die Jahrhunderte zusammen geraubten Vermögen verschwendet. Das Schmarotzertum der Religionsinstanzen und ihrer Ableger gehört auf den Misthaufen der Geschichte. Schön, dass es in Büchern steht, was man tun und lassen soll. Doch jeder halbwegs vernünftige Zeitgenosse weiß was man tut oder nicht! Und wer nach Erleuchtung suche sollte, beginne bei sich selbst und suche nicht nach Ausreden, die uns „Heilige Schriften“ zu liefern scheinen. Es braucht auch keine Paläste oder sonst teure Orte, um seinem Glauben zu frönen, wenn man ihn erst einmal verstehen will. Und niemand ist auf die vorgegebenen Feindbilder der Religionen angewiesen, denn es gibt genug in der Nachbarschaft zu finden.
    Die alten Geschichten sind nett anzuhören, doch verlogen genug, um heute zu offenbaren, dass nichts was damals so gewesen sein sollte, heute funktionieren würde. Die Schwangere und ihr Begleiter suchen Asyl bei einem Vermieter…toller Film!

    • What?
      Hast du ernsthaft „unbenutzt“ geschrieben? Im Zusammenhang mit Frauen? Der ist SO böse, dass er schon wieder witzig ist.

  21. Die Evangelien haben niemals oder gar ursprünglich in aramäisch vorgelegen.
    Was will man den da zurück übersetzen?
    Das NT, bzw. die Evangelien lagen nach jetzigem Stand in altgriechisch vor.
    Das sind die Originale. Sie wurden nie aus dem aramäischen falsch oder schlampig übersetzt!

    Für viel Wichtiger halte ich aber, dass es nicht mehr möglich ist zu unterscheiden, was eine in den Schriften Überlieferung ist und was Jesus wirklich gesagt hat.
    Also ist es ziemlich sinnfrei, einen „Originaltext“ in’s aramäische zu übersetzen und daraus zu schlussfolgern, was Jesus den wirklich gesagt haben soll.
    Ich glaube, dass man immer nur ein konstruiertes Bild von Jesus erhält.

    Damit will ich nicht sagen , dass mir das vorgestellte Jesusbild nicht besser gefällt.
    Zumindest ist es für den Laien verständlicher.

    • Ist es nicht so,dass das Herz es einem Menschen schon sagt,was der Wahrheit entspricht und was nicht.
      Es gibt die unteilbaren Wahrheiten der Propheten,der weisen Menschen und der großen Lehrer -diese Wahrheiten sprechen vom Einssein des Menschen,von Gewaltverzicht und Liebe und Vernunft.
      Das Streben nach diesen Idealen macht den Menschen aus und nicht das Anbeten toter Dinge wie Geld,Erfolg oder Macht.
      So steht es auch geschrieben in der Bibel ,sehr oft verschleiert und in Sinnbildern umschrieben und versteckt.
      Blaise Pascal sagt ,dass die Bibel in einer Art Geheimsprache geschrieben ist,das diente zum Schutz der Botschaft.
      Denn diejenigen,die fleischlich gesinnt sind ,werden es nicht verstehen und falsch auslegen. Verstehen werden es nur die geistig Gesinnten.

    • Das hat mich auch gewundert. Jesus ist schließlich keine Person der Zeitgeschichte sondern ein Mythos wie z.B. Gilgamesh oder König Artus. Wieviel Sinn macht es zu diskutieren was Artus hier oder da wirklich gesagt hat?

  22. „Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht gebunden hast; laß ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last; 7brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht von deinem Fleisch. 8Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird dich zu sich nehmen.…“ Jesaja

    Beim lesen des Textes ist ersichtlich ,dass es den Propheten und Verfassern der Bibel nicht genügt,ein Glaubensbekenntnis zu sagen ,ohne wirkliche Taten folgen zu lassen. Viele solcher Textstellen lassen sich in der Bibel finden.
    Für die Propheten musste der Glaube aus dem Innern kommen,es genügte nicht die blosse Ausführung von Ritualen .

    „Die Bibel besteht auf dem Verbot ,sich in irgendeiner Form ein Bildnis Gottes zu machen.Zweifellos bedeutet der eine Aspekt dieses ausdrücklichen Befehls,daß es ein Tabu ist,um die Ehrwürdigkeit Gottes zu wahren.Ein anderer Aspekt hingegen ist der Gedanke ,dass Gott ein Symbol für alles ist,was im Menschen liegt und was dennoch der Mensch nicht ist;
    ein Symbol einer geistig -seelischen Realität,die in uns zu verwirklichen wir streben können und die wir dennoch niemals beschreiben oder definieren können….“

    Erich Fromm /Psychoanalyse und Religion

  23. Falsch übersetzt ?
    Es gibt doch kaum Indizien, dass Jesus gelebt hat und mW keinen Hinweis , dass Jesus auch nur einen Satz geschrieben hat, der ihm zugewiesen wird .
    Da wird doch wieder einmal auf Westliche Werte gemacht , das grosse Vehikel der NWO .

    • RICHTIG ,Besser gesagt RWO, Römische Weltordnung.
      Neu ist das nun gerade nicht.
      Von Constantin bis heute hat dieses Vehikel zur verdeckte Zentralisierung der Macht stets versucht ein zeitgemäßes Chamäleon zu sein. Bibel, Gesetze, Geschichtsbücher, Institutionalisierung und selbst die Sprache wurden dem angepasst, und nicht etwa anders herum.

    • Die Bibel und Kirche-das sind grundverschiedene Dinge für mich.
      Die Bibel kann man verstehen als ein Statement gegen Machtgier,Ausbeutung und Götzenanbetung. Die Bibel prangert die Götzenanbetung,welche wir heute betreiben ,sehr energisch an. Denn die Anbetung des Marktes,des Geldes und des Erfolges ist eine Art Götzenanbetung.

      Darum habe ich keine blasse Ahnung wie sie zu solchen Ansichten kommen!?

      Wie gesagt ist es für mich auch unerheblich wer die Bergpredigt gehalten hat-aber diese Gedanken drücken die Wahrheit aus.

    • .@Davin – Wie naiv muss man sein. Das Spiel nicht zu durchschauen.
      Papier ist geduldig. Man muss seine Schäfchen natürlich mit etwas Substanzversprechung kommen. Das ist Mittel zum Zweck. Bibel und Kirche-das kann man grundsätzlich nicht trennen. Die haben die Copyrights, auf ihr Werkzeug.

  24. Was Jesus wirklich gesagt hat (im Sinne von: wirklich gemeint hat) kann vermutlich nur ein Mensch wissen, der dieselbe Bewußtseinsebene wie der Meister erreicht hat.
    Ohne die inneren Erfahrungen, auf die Jesus deutete, bleiben wir auf das Reich der Spekulation beschränkt – und genau das ist Theologie: Spekulation.

    Nur ein Beispiel: Die Taufe durch Wasser war mitnichten ein Eintauchen in einen materiellen Fluß (und hat auch nichts mit dem Beträufeln von Wasser zu tun, wie heute in den Kirchen ausgeübt.) Das würde ich als eine Verwechslung der Ebenen ansehen, also als Magie.

    Nein, die wahre Taufe, also die Einweihung, die Jesus von seinem damaligen Meister, Johannes, empfangen hat, war das Herstellen der Verbindung mit dem göttlichen Klangstrom, der auf gewissen Ebenen dem Geräusch fließenden Wassers gleicht.

    Soami Divyanand: „Jesus überlebte die Kreuzigung“

    Oder, vom selben Autor: „Das Testament Jesu: Die wahre Botschaft der Evangelien“

    Warum ich diese Bücher empfehle? Weil hier aus eigener direkter Erfahrung interpretiert wird, was Jesus gelehrt hat.
    Ich durfte Soamiji selbst kennenlernen. Leider hat er vor drei Jahren die körperliche Ebene verlassen.
    Aber es gibt noch andere seines Kalibers, die immer noch unter uns weilen.
    Warum soll ich mich mit einem Meister befassen, der vor 2000 jahren gelebt hat?

    Könnte Herr Alt es wohl zu Füßen eines lebenden Meisters aushalten?

    Nein?
    Dann ist klar, warum wir lieber über die Verblichenen sprechen und sie zu den „only ones“ erklären.

    • Wenn der Soami Divyanand: „Jesus überlebte die Kreuzigung“, aus eigener Erfahrung interpretiert hat, muss er ja, (vor drei Jahren gestorben), so um die 2000 Jahre geworden sein.
      Nicht, dass ich das bezweifle, wäre aber schon eine Besonderheit.
      Im Norden sagt man: „Hey wat besonners“.
      Würde Herr Alt es wohl zu Füßen eines lebenden Meisters aushalten? fragen Sie.
      Franz Alt hat „Report“ moderiert, als Kohl Kanzler war, dass erklärt vieles, wenn auch nicht alles.

    • “ das erklärt vieles, wenn auch nicht alles.“
      Ich mag Ihren Humor.

      Wir können uns nicht vorstellen, wie es ist, aus dem inneren göttlichen Offenbarungsstrom heraus zu existieren. Und die Dinge einfach zu wissen oder gesagt zu bekommen, egal, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und womit wir uns befassen.
      Der Gottes“sohn“ teilt die Allwissenheit mit seinem „Vater“. (Eine Metapher. Ein jeder von uns ist in dieser „Sohnschaft“ inbegriffen. Der „Gottessohn“ war nicht eine einmalige Ausnahmeerscheinung wie Paulus behauptet, er/ssie/es schlummert in jedem von uns als Potential.)

      Wir denkenden Geister jedoch leben in Zeit und Raum und fühlen uns also vom Ganzen getrennt. (Das ist die Ursünde: Der Glaube an die Trennung.) Daher müssen wir Worten und Begriffen nachrennen.
      Die andere Seinsweise ist, daß uns Wissen, Worte und Begriffe in jedem Moment entgegenkommen.

      Wie kann Soamiji etwas über jemanden wissen, der vor 2000 Jahren lebte?
      Weil er an denselben Offenbarungsstrom angeschlossen und bis zu derselben Bewußtseinsstufe entwickelt war.

      Dieser Strom, von verschiedenen Kulturkreisen und Lehrern unterschiedlich benannt (das Wort, der Logos, der Klangstrom, Gur bani, shabd dhun, akash bani, Sultan-ul-azkar, naam, kalma, naad, udgit … ), steht auch Ihnen zur Verfügung.

  25. Meine Herr Jebsen die Frage, ob Jesus wenn er in der heutigen Zeit leben würde ein Terrorist wäre, im Ernst oder entsprang sie seinem Unterbewusstsein? Wen würde Jesus denn dann mit Bomben in die Luft sprengen? Würde er zwei jungen Frauen die Kehle durchschneiden und sie als Feinde seines Vaters bezeichnen? Und die Antwort darauf ist genauso seltsam, wie kann man dann ja sagen? Ja aber ein friedlicher ? Hmm also Terroristen sind friedlich ? Das ist ungefähr so wie Krieg ist Frieden, da möchte ich den selbstbewussten Herrn Alt doch auch mal bitten sich nicht nur über Jesus zu informieren sondern auch mal die Bücher von Georg Orwell zu lesen. In der Gesamtheit seiner Aussage liegt er aber richtig, das ist aber auch sofort klar wenn nicht einzeln Sätze aus den Kontext gerissen werden und übrigens predigt die Kirche einen Jesus so wie dieser Herr in beschreibt, ich kenne keine Kirche in der zum Krieg aufgerufen wird. Die Übersetzung der Bibel ist für die Machtstruktur der Kirche erstaunlich genau, das wird durch die Qumran Rollen bestätigt. Bei der Übersetzung wurde großer Wert darauf gelegt die Wörter in ihrer Bedeutung genau zu übersetzen und nicht das was damit gemeint sein könnte, dadurch wird eine Interpretation des Übersetzers vermieden. Allerdings muss der Leser dann eine Interpretation vornehmen. Ich bezweifle dass die Aramäer kein Wort für Schwert hatten, das ist so als wenn jemand sagen würde die Römer hätten keine Schwerter gehabt. Wenn das Wort für Schwert aber mit dem Wort für Messer identisch war dann stimmt die Übersetzung weil Schwert ein Streitgespräch symbolisch besser darstellt wie Messer. Wer an diesen Stellen in der Bibel die Sätze davor und danach auch liest dem ist sofort klar das mit dem Wort Schwert nicht das Schwert als Waffe gemeint ist. Die Interpretation des Herrn Alt ist völlig richtig, das geht aber auch so aus der Bibel hervor. Problematisch wird es im Alten Testament. Wird im Neuen Testament Gott der Vater Jesus noch als die Liebe bezeichnet so hat dieser Gott im Alten Testament Moses aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt. Er hat ihm die Gebote in Stein geschrieben und aufgefordert sie zu halten dafür er sie ins gelobte Land führt. Allerdings hat er sie dann auch aufgefordert die dort ansässige Bevölkerung auszulöschen, umzubringen bis auf den Letzten. Das widerspricht massiv den Geboten die er zuvor in Stein geschrieben hat. Diese Stelle ist für mich ein massives Problem in der Bibel. Nun, das wurde durch Jesus relativiert.
    Wie sagte Herr Alt, was sagte Jesus:

    Die Sonne meines Vaters scheint für alle Menschen.

    Ja, das kann man auch auf das heutige Energieproblem beziehen aber ich sehe darin noch eine viel schönere Botschaft. Für Gott gibt es keine Gläubigen oder Ungläubigen, keine Christen, Juden oder Moslems.
    Gottes Sonne scheint für alle Menschen, die Sonne spendet Licht, Wärme und ermöglicht es den Pflanzen zu wachsen und spendet so den Menschen Nahrung.
    Die Erde gibt allen Menschen einen Platz zum Leben und darum wird sie auch Mutter Erde genannt.
    Dieser ganze Aberglaube an Auserwählte(Gläubige) und Nichtauserwählte(Ungläubige) ist die Ursache für viele Konflikte auf dieser Welt, sie ist das Wesen von Sekten und was dahinter steckt sind immer Macht und materielle Interessen.
    Die Wissenschaft hat erkannt das es Materie eigentlich nicht gibt. Sie existiert nicht. Das ist eine interessante Erkenntnis. Es ist nicht nur nicht möglich wenn man stirbt seine angehäuften Reichtümer ins Jenseits mitzunehmen, nein diese angehäuften Reichtümer existieren auch in unserer Welt überhaupt nicht. Es existieren ja nicht einmal unsere Körper. Nun das übersteigt meine Vorstellungskraft und ich kenne auch die geistige Welt ohne Materie nicht(in meinem jetzigen Zustand). Aber die Menschen werden sich für ihre Taten rechtfertigen müssen vor Gott und vor sich selbst, den Mitmenschen, Nachkommen und der Natur. Darum sollte es im Glaube gehen, gerecht und recht zu handeln und zu leben, zum eigenen Wohle, zum Wohle seiner Mitmenschen und zum Wohle der Mutter Erde und ich glaube das ist auch die Botschaft die Herr Alt überbringen möchte.

  26. Diesem Beitrag möchte ich meine Sichtweisen hinzufügen.
    Religion ist immer sonne Sache. Viel Dogma auf der atheistischen und auch auf der religiösen Seite und da es halt um Glauben geht (Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, dass man hofft,und ein Nichtzweifeln an dem,was man nicht sieht. Hebräer 11, 1 ) und sich sehr viele sogenannte der Religion Folgende oder um die Religion Wissende 😉 nicht gerade mit „friedlichem“ Ruhm bekleckert haben, kann man Traurigkeit und Wut darüber durchaus nachvollziehen.

    Mein Tipp:
    Melancholie (Schwarzgalligkeit) macht die Galle schwarz und zähflüssig.
    Choleriker (überschäumende Galle) beides tut der Leber nicht gut, also versuche! ich die Pflege dieser beiden Emotionen zu vernachlässigen. Nicht immer leicht 😉 .

    Meine „Meinung“
    zur Religion: Entweder gibt’s einen Gott oder nicht. Wenn nicht, bringt das alles nichts, weder das Reden darüber noch das Warten auf den Tod weil danach gibt’s dann auch nix.
    Oder es gibt da Etwas schon während man im Körper weilt und,oder danach und davor (und das behaupten die Religionsstifter). Dann lohnt es sich darüber zu lesen, nachzudenken und zu praktizieren!!! , was in den einzelnen Religionen als Praxis angeboten wird. Weil, wie ihr mir vielleicht Recht geben werdet hat ein Gramm Praxis mehr Wert als 1000 Gramm Theorie.
    Bei der Praxis möchte ich einen meiner Meinung nach wichtigen!!! Punkt hervorheben, der in einigen Religionen untergegangen ist oder wo nur noch laut oder in Gedanken gebetet oder gesungen wird (wobei ich diese Art der Religionsausübung nicht schmälern möchte!!!).

    Die Verinnerlichung des Geistes! Wie geht das? Durch wissenschaftliche Konzentration. Wie macht man das? Man zieht die Lebenskraft (Prana im Indischen, Chi im Chinesischen) von den Sinnestelefonen ( die 5 Sinne) ab und das Bewusstsein folgt der Lebenskraft nach Innen (Beispiel man liest ein sehr spannendes Buch und hört die Klingel nicht…alles ist da, das Ohr, der Ohrnerv, der Schall der Klingel, aber die Elektrizität ist durch die Konzentration auf das Buch vom Ohrnerv abgezogen. Zweites Beispiel der Schlaf, hier passiert das Gleiche, man ist sich halt nur nicht voll bewusst. Auch hier wird die Energie teilweise bis viel, je nach Tiefe des Schlafs von den Sinnen nach innen gezogen . Dadurch beruhigen sich ,Gedanken,Gefühle, Atem, Herzschlag und Nerven und die Konzentration mit Hilfe der Technik wird zur Meditation (Konzentration auf die Quelle im eigenen Innern, eben Gott, oder wie auch immer man es nennen mag)
    Das nach Innen gehen wird in jeder Religion mehr oder weniger hervorgehoben. Christentum: Psalm.. Sei stille und „wisse“(erfahre) das ich Gott bin. Jesus… wahrlich ich sage euch, das Himmelreich Gottes ist „inwendig“ in Euch . Theresa von Avila… Meine Nonnen wenn ihr Gott erfahren wollt müsst ihr eure Fakultäten wie eine Schildkröte nach innen ziehen. Das gleiche Beispiel mit der Schildkröte erwähnt auch Krishna in der Bhagavad Gita (eine Art indische Bibel) und rät seinem Jünger Adschurna eine entsprechende Technik. Islam: (da kenne ich mich nicht sehr aus) Mohammed …Allah ist dir näher als die Halsschlagader usw……..

    Mein „Glaube“
    Das der Himmlische Vater , Allah, Brahman die Göttliche Mutter, oder das unwandelbare ewige Bewusstsein jenseits von Raum und Zeit…. (kommt darauf an zu welcher Vorstellung das Herz sich am ehesten hingezogen fühlt) sich in verschiedenen Menschen zu verschiedenen Zeiten Jesus, Mohammed, Krishna, Buddha, Zoroaster-Zarathustra, Omar Chaijam, Kabir, Yogananda, Theresa von Avila,Therese Neumann… und vielen anderen Bekannten und auch nicht Bekannten offenbart hat. Die Schriften sind dann aber doch durch menschliche Interpreten nachweislich hier und dort (zB. Vatikanische Konzilien zu Nicäa und Konstantinopel) nicht ganz Maßstabgetreu wiedergegeben. Auch ob Jesus der persönliche (deshalb dann auch einzige) Sohn Gottes ist, darauf fußt dann das Dogma das alle die sich nicht zu Jesus bekennen, also sozusagen alle Menschen mit anderen Glauben du weißt schon wohin kommen oder sein Bewusstsein erhöhte und sich mit dem Christusbewußtsein (im Indischen Kishnabewusstsein) verbunden hat( was dann jedem Menschen möglich wäre) und dadurch eins mit ihm wurde. Hierdurch würde der Satz von Jesus …ich bin der Weg ,die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater den durch mich… doch eine etwas weniger beängstigende Auslegung für Andersgläubige bekommen. Dieser Streit (persönlich oder überpersönlich ) fand übrigens in der Kirche so ca. 200 nach Christus statt (Irenäus gegen Ptolemäus) . Leider hat persönliche und einzige gewonnen. 400 nach Christus war der Exklusivitätsanspruch auf Gott dann allgemeine Kirchendoktrin.
    Falls das hier geschrieben bei Interesse geweckt haben hier eine Buchempfehlung die mich weitergebracht hat.“ Autobiographie eines Yogi von Yogananda “Bibel und Bhagavad Gita Interpretationen gibt es übrigens auch von ihm.
    oder „ die heilige Wissenschaft von Sri Yukteswar“ ein kleines Büchlein mit der Essenz einer Übereinstimmung von Hinduismus und Christentum durch den Vergleich von Aussagen der Schriften. Von den beiden Autoren habe ich Vieles, was ich hier hoffentlich halbwegs korrekt wiedergeben habe.

    Warum ich das hier schreibe?
    Ich schaue gelegentlich KenFm und das macht manchmal auch irgendwie traurig, fassungslos gelegentlich auch wütend aber es gibt da meiner Meinung nach noch was anderes ,was ich gerne teilen möchte und dieser Beitrag gibt mir die Gelegenheit dazu.
    Habe die Autobiographie 1992 als ziemlicher Atheist gelesen und dem dort Geschriebenen trotz seiner Unglaublichkeiten die Möglichkeit von Wahrheit eingeräumt. Habe mir Lehrbriefe, die in der Autobiographie erwähnt werden zuschicken lassen, in dem wissenschaftlichen Techniken zur Konzentration und Meditation gelehrt werden (Gandhi hat sich übrigens 1936 von Yogananda in diese Techniken einweihen lassen,…oft wird Gandhi hier ja erwähnt…) um das Gesagte selber zu testen (wahr oder falsch). Sprich hinsetzen auf einen Stuhl ( bin nicht so gelenkig) und meditieren.
    Mache das bis heute und steter Tropfen höhlt tatsächlich den Stein. Bin nicht gerade der Fleißigste im Üben,doch selbst ein wenig regelmäßige Mühe bringt große Frucht. Und das sind Liebe und tiefen Frieden die jeder in seinem Innern verborgen hat und nach einiger Zeit auch fühlen kann (manchmal sogar schon recht schnell). Das bezeugen Heilige verschiedenster Religionen das sie von der Liebe berauscht waren, die Sie in Gottesverschmelzung erfahren haben.
    Also mein Tipp: Verinnerlichung des Geistes als Rezept 🙂 Gegen die Ernüchterungen der Halloween-Show der Göttlichen Mutter (sprich Schöpfung, Gut und Böse, Licht und Schatten)
    Und wie es ausgeht? Wer weiß das schon . Yogananda sagt es wird noch viele Zyklen mit Auf-und Niedergang der Menschen geben. Sein Wort in Gottes Ohr 😉 .
    Nehmt´s mir nicht krumm Ist nur meine! Meinung und meine! Erfahrung. Und welcher Religion oder welchem Atheismus man sich zugehörig fühlt ist doch eigentlich nicht wichtig für den Anderen. Jeder geht „Seinen“ Weg. Das ist der Einzige den Er,Sie,Es ,Wir,Ihr,Sie selbst verantworten kann.
    PS. Einen muss ich noch raushauen bezüglich Essen was im Beitrag erwähnt wurde.
    Jesus sagte… nicht was in den Mund reinkommt verunreinigt, sondern das was raus kommt…
    Damit meine ich nicht das er Tiere töten für richtig befand (das weiß ich nicht, ich selber esse keine toten Tiere mehr seit 1992, davor war ich auch Fleischesser wie viele Vegetarier, Veganer, Fruchtarier ect…also was bringt das Verurteilen, ohne eigene Einsicht geht gar nichts) sondern das alles gesunde oder ethische Essen vielleicht nicht so viel bringt wenn man ungesund denkt, fühlt und letztendlich dann auch spricht. Denkt an die Leber 😉

    Liebe Grüße

    • Sehr sympathische Mitteilung! Auch hier ein Praktiker, im Gegensatz zum obigen Theologen.

  27. Muss eine Figur wie Jesus nicht mehrdeutig bleiben, schon um die Kirchen zu füllen, was ja erst seit den sechsziger Jahren, mit dem Aufkommen des Fernsehens nicht mehr so gelingen will?
    Oder bleiben die Kirchen leer, weil Jesus nicht eindeutig als Pazifist einzuordnen bzw. interpretierbar ist? Wohl kaum. Das Thema ist einfach, auch für Taufschein- Christen überholt.
    Diese unverschämt reichen Kirchen, die auf Kosten der Armen Gottes Wort verkünden, aber sich selber nicht daran halten, sind längst als verlogen (Kindesmissbrauch) und korrupt (goldene Armaturen) enttarnt worden. Eine Frechheit der Politik, diesen Kirchen mit so viel Steuergeld zu bereichern.
    Das die Frauen, die in der katholischen Kirche nur für die Dreckarbeit vorgesehen sind, das mitmachen, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    • Hier und da ein Konkordat und schon rappelt es in der Portokasse. OK, so dreist wie bei uns geht es auch nicht überall zu, aber wer sich die Pfaffen vom Staat entlohnen lässt, kann einfach nicht so richtig Opposition sein, wenn es auch noch so ungerecht zugehen mag in der Welt oder zumindest im Land.
      Obwohl man auch fragen kann, was Henne und Ei ist. Wer da wen in der der Hand hat? Der Arm Romas ist immer noch lang und stark, auch wenn es das alles auch als absurdes Theater durchgehen könnte. Vielleicht halten die sich ihre Staaten. Solange der Rubel rollt ist doch alles im Lot. Hauptsache Rom kassiert mit.
      Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Römische Firma eine der mächtigsten der Welt ist. Nach wie vor.

    • Jedes 4. Haus Roms und jedes 5. Italiens soll ja der Kirche gehören. Vielleicht keine Konkurrenz für Rothschild, aber auch nicht weit darunter anzusiedeln, auf der Geldpyramide. Um wie viel Billionen es sich dabei handelt, werden sie der Welt nicht sagen. Die würde fragen, warum sie nichts gegen den Hunger in der Welt tun.
      Dass diese Römische Firma eine der mächtigsten der Welt ist, glaube ich auch. Hat sie doch viele arme und reiche Spender, denen unmöglich bewusst sein kann, was sie da tun.
      Diese „Verdummungsfirma“ kommt auch ohne große Werbung aus.
      Ein Selbstläufer, also alles richtig gemacht.

  28. Ich schätze mal die Machteliten waren zu allen Zeiten recht kreativ, bzw. haben kreativ sein lassen, in allen Bereichen die ihrem Status dienlich waren. Also ganz so wie es derzeit immer noch ist.

    Soll heißen, daß nur weil Texte alt sind, sie nicht unbedingt einen höheren Anspruch auf Wahrhaftigkeit haben, als eine Veröffentlichung von heute.

    Mich interessiert stets wer hat was geschrieben, welches Interesse ist damit verbunden? Eigener Antrieb oder Auftrag, gibt es Verbindlichkeiten? Wurde etwas hinzugefügt oder weggelassen? Also ganzheitlich.
    Dies können sie anwenden, nicht allein auf religiöse Themen.

    Um es nicht unerwähnt zu lassen, Religionen wurden von den Machteliten stets benutzt um Menschen unmündig zu halten, sie in eine devote Haltung zur Autorität zu versetzen, Ikonen anzunehmen, sie gegen Andere aufzuhetzen. Es gibt löbliche Ausnahmen, aber das sind Ausnahmen und die bestätigen bekanntermaßen die Regel.

    Kürzlich las ich in einem Artikel von Herrn Klinkhammer und Herrn Bräutigam, daß noch 28 Prozent der Bundesbürger römisch-katholisch und 26 Prozent protestantisch sind. 37 Prozent sind konfessionslos, dürften aber mehrheitlich einen Ersatzfetisch angenommen haben.

    Korrektur … Fetische können sie natürlich so viele haben wie sie wollen. Aber nur so lange sie damit nicht in Kollision mit den Machtzentren geraten.

    P.S.: Da’s in letzter Zeit recht häufig als höchstes Ziel genannt wurde, der Frieden. Frau Wild hatte es bereits in einer Positionen Ausgabe erwähnt, Frieden ist stets Ergebnis von etwas Anderem. Also Symptom von einer Ursache.
    Sie können z.B. einen Frieden der Unterdrückung und des Unrechts haben, möglicherweise auch ganz ohne offensichtliche Gewalt, also mit struktureller Gewalt. Und sie können, auch z.B., einen Frieden der individuellen Freiheit, im Verbund mit Gemeinschaft und Gerechtigkeit haben.
    Also für Frieden zu sein, ohne auf ein Fundament Bezug zu nehmen, ist zuallererst eine inhaltsleere Floskel.

    • P.S.S.: Für mich endet die individuelle Freiheit dort, wo Andere negativ berührt werden. Ich denke zwar daß das durch Gemeinschaft und Gerechtigkeit bereits Erwähnung findet, möchte es aber dennoch verdeutlichen.

    • Spricht nicht etwas dafür, dass die Juden einfach nicht die pax romana übernehmen wollten und dabei recht starken Widerstand auf die Beine stellen konnten und man dagegen neben der militärischen auch eine geistige, den Widerstand schwächende, zersetzende Option entwickelt hat?
      Vermutlich war so etwas wie Jesus gar kein friedlich verstrahlter Hippie, sondern ein Treibauf, der den Römern erfolgreich die eine oder andere Tracht Prügel angeboten hat.
      Was wäre da den Römern besser entgegengekommen als eine friedliche, pazifistische Sekte? Rechte Wange. linke Wange? Da lässt es sich doch gleich viel besser regieren.
      Und diese jüdische Sekte hat man dann Zug um Zug zu einer Staatsreligion weiterentwickelt. Für mich sieht das nach einem mächtigen tool eines Imperiums aus. Über die Zeit ausgebaut, angepasst, hier und da ein Aberglauben integriert, das Portfolio aktualisiert mit dem Ziel, für immer mehr Menschen akzeptabel zu werden: Ihr behaltet Eure Riten und Feiertage, wir erklären sie ab jetzt zum christlichen Klimmbimm, aber nur, wenn ihr Euch der Herrschaft des Papstes unterwerft. Ansonsten Kopf ab. Deal? Menschenfischerei!
      Und in dieser Funktion liefert sie seit ziemlicher langer Zeit auch gute Ergebnisse.

      Der eine oder andere, fromme Sinnspruch ist ganz brauchbar. Mehr aber auch nicht. Denn dieses fromme Gedudel ist immer dann in Vergessenheit geraten, wenn man es gegen die Obrigkeit ernsthaft in Stellung hätte bringen könnte.

      Und man bleibe mir zu guter Letzt blos mit Luther fort. Ablass hin oder her, aber zu wessen Gewinn der gewirkt hat, scheint offenkundig; oder worauf gründet der 30-jährige Krieg und wer hat danach das Empire neu errichtet?
      OK, wer, das weiß ich auch nicht genau, aber dass es eine Empire-Kontinuität seit Jahrhunderten, wenn nicht- tausenden gibt, scheint mir offensichtlich. Und die Betreiber dieses Spuks gründen und spalten Religionen wie sie lustig sind. Und zwar nicht zu unserem Vorteil. Denn das hat nichts mit einer Volksfrömmigkeit zu tun. Die kann jeder pflegen wie er möchte. Aber wozu dann dieser Popanz? Küsse meinen Ring, Du hast ihn schließlich bezahlt!

    • Es hat schon seine Bewandtnis, daß jemand wie Martin Luther zur Ikone erhoben wurde:

      „Drum soll hier zuschmeißen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und gedenken, dass nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann denn ein aufrührischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muss: Schlägst du nicht, so schlägt er dich und ein ganz Land mit dir.“
      (Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern, 1525)

      „Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein. Das wusste Gott wohl; drum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand.“
      (Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern, 1525)

      Und auch, daß jemand wie Thomas Müntzer nahezu vergessen ist:

      „Die Herren machen selber, dass ihnen der arme Mann Feind wird“
      (Thomas Müntzer (1490 – 1525), Evangelischer Theologe und Unterstützer der aufständischen Bauern. (…) Der Aufstand wird von den Fürstenheeren blutig niedergeschlagen, Müntzer wird verhaftet und gefoltert. Weil er sich verweigert seine Lehre zu widerrufen, wird er am 27. Mai 1525 enthauptet.)

    • Das ist der grundlegend destruktive mind set, das Menschenbild der Herren der Welt, des Adels. Sie liefern in Person von willfährigen Handlangern, Maulhuren und/oder Ehrgeizlingen und Aufsteigern dem Volk immer neue Ideologien mit dem Zweck, sich weiterhin unterzuordnen. Es finden sich heute immer wieder Stimmen gegen direkte Demokratie, weil das Volk ja zu dumm sein und unfähig, gute Entscheidugen zu treffen. So sprechen die Luther-Gestalten der heutigen Zeit.

      Und diese Herrscherschicht, diese wenigen Familienbünde des Hochadels haben nie aufgehört zu herrschen. Nicht nach einer französischen und nicht nach einer russischen Revolution. Sie haben uns diese am grünen Tisch entworfen und geschenkt, damit wir glauben mögen, es wäre unsere Revolution. Ein billiger Sieg, der keiner war, denn nach einem Tag des Rausches kamen schon die Apparatschiks und haben die Dinge kanalisiert. Zu Roms Zeiten war es eine aufstrebende Amtskirche. Seither sind diese Verwalter des Teufels in vielerlei Gestalt neu aufgetaucht, immer mit dem identischen Ansinnen. Ob nun Napoleon, die Rothschilds, eine NSDAP oder KPDSU, sie alle haben die Menschen nicht befreit. Wer aber ist die ganze Zeit unsichtbar über diesen Frontorganisationen gestanden?
      So wie es in Rom den hohen Adel gab (die Familien Alexander, Herod oder die Flavier) so sind die Nachfahren als päpstlicher, später schwarzer Adel ein Begriff; heute firmiert das unter den dem Familiengeflecht der Welfen.
      Und diese Strukturen agieren ganz abseits der Öffentlichkeit. Und wir streiten uns um Firlefanz.

    • “ … dürften aber mehrheitlich einen Ersatzfetisch angenommen haben.“

      Amüsant, wie sehr Sie immer wieder im Außen die herrschende Instanz bekämpfen, der auch Sie sich innerlich unterworfen haben: dem Mind.
      Der Mind ist der Gott der Religionen wie auch der Ihre.

      Und der Ersatzfetisch zu einer religiösen ist die rationale Arroganz.

      https://www.youtube.com/watch?v=IIeI5kByIpI

    • Alias,

      wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und darüber hinaus, ihre aufgesetzte Spiritualität repariert ihre Unglaubwürdigkeit auch nicht wieder.

    • Jetzt muß ich mir doch noch mal brüllend auf den Oberschenkel klopfen, B., da Sie hier doch tatsächlich von Glaubwürdigkeit sprechen, von Glauben, pruuuust!.
      Erfahrung, Schachtel, nur die Erfahrung zählt, die direkt, unmittelbare Erfahrung!
      Sind Sie zu so etwas noch imstande?
      Denn wenn Sie mal ein paar Sekunden lang die Denkmaschine abschalten könnten, in deren Dauerlärm Sie ihre Existenz fristen, um sich auf das einzustimmen und das urteilslos zu empfangen, was ich in meine Worte hineingelegt habe, dann könnten Sie ein paar Quentchen von dem mitbekommen, was zwischen den Buchstaben hindurchscheint.
      Mamma mia, wenn das menschliche Glück davon abhängen würde, daß Mindsets wie der Ihre, das, worauf wir hier immer wieder deuten, GLAUBEN, dann wäre ich wohl in der Hölle, also da, wo Sie und Ihresgleichen sich gemütlich tummeln, ohne irgend etwas mitzubekommen von dem, was in Wirklichkeit vor sich geht und als wessen Agenten sie sich immer wieder mißbrauchen lassen.

  29. Wie cool ist das denn? Dankeschön ans KenFM-Team.
    Jeder, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, kommt früher oder später zu der Einsicht, dass mit der Bibel was nicht stimmen kann. Von daher ein sehr wertvoller Beitrag. Wir können ja Herrn Alt vieles nachsagen, aber als spinnernden Esoteriker können wir ihn niemals bezeichnen. Dazu ist er zu mainstream. Was in diesem Fall aber gut ist, weil er vielleicht auch von stockkonservativen Dogmatikern ernst genommen wird.

    „Und führe uns nicht in Versuchung“ hab ich nicht mehr mitgesprochen, seit ich erwachsen bin und des Denkens mächtig. Hat mich schon immer gestört, schon als Kind fand ich, dass das aber ein komischer Vater sein muss, der uns in Versuchung führen will.

    Oder wie Mamomi’s Enkel… Sehr schlaues Kind.
    Kindern fällt sowas auf. Denen kannste nicht kommen mit „Gottes Wege sind unerforschlich“. Komischerweise sind die Menschen die sowas sagen, noch nie auf die Idee gekommen, dass ein Theologiestudium genau DAS ist. Erforschung von Gott. Dann sparen wir uns doch die Theologiestudien demnächst, wenns eh nichts bringt.

    Aber irgendwas bewegt doch die Menschen an diesem Thema! Hab das Vid gestern abend schon geguckt und heute morgen sind es bei yt bereits 500 Kommentare. Bei keinem anderen Thema sind die Menschen so „angefasst“ wie bei Religion. Da ist irgendwas ganz tief in uns drin, das die Wahrheit kennt. Die Frage ist nur, wie tief unsere Seele von der Neuzeit verschüttet wurde. Herr Storl hat das doch in dem großen Ken-Interview auch gesagt. Sobald du aus der Technologie in die Natur kommst, hast du auch wieder nen Zugang zur Spiritualität.

    Mag ja sein, dass das die meisten hier nicht interessiert, aber ich möchte wissen warum ich hier bin, wofür ich lebe, was meine Aufgabe ist und wo ich hingeh.

    „Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ (Heisenberg)

  30. Sehr interessantes Gespräch.
    Nur beim Punkt mit der Abnahme der quantitativen Gewaltbereitschaft der Menschen und somit die suggerierte Hoffnung auf eine bessere Zukunft, bereitet mir Unbehagen. Mag sein, dass es erfreulich ist, dass immer weniger Menschen bereit sind auf Gewalt einzugehen, jedoch die Qualität der Gewalt bzw. deren Wirkungen hat doch enorme Dimensionen angenommen.

    Ist es besser geworden, wenn statt hunderttausende römische Legionäre sich mit hunderttausende Soldaten Karthagos auf dem Felde niedermetzelten als tausende US-Armies z.B. 3 Millionen Vietnamesen auf dem Gewissen hatten?

    Oder ist es besser geworden, wenn statt im 30-Jährigen Krieg Millionen Menschen zum Opfer fielen als 4 Jahre Krieg und über eine Millionen Irakis gemeuchelt wurden?

    Oder ist es besser geworden, wenn statt zehntausende Soldaten eine ganze Großstadt niedermetzelten als ein Bomberflieger der die Städte Hiroshima und Nagasaki „atomisierte“?

    Ein weitere Punkt ist die Euphorie des Fortschritts der moderne Zivilisation.
    Der Punkt, dass durch den ganzen Fortschritt des zivilisatorischen Menschen viele vor dem schnellen Ableben des physichen Körpers garantiert ist, mag ja stimmen. Aber hat es nicht einen zu hohen Preis gefordert? Und ist dieses Leben überhaupt würdevoll?
    Dann wär noch die Frage nach dem „was war zuerst, das Huhn oder das Ei“? Also, sind die ganzen veheerenden Folgen der Menschheit vor dem Fortschritt entstanden oder erst danach?
    Oder anders ausgedrückt, ist es nicht ein Widerspruch, dass wir immer noch glauben, dass mit Hilfe des Fortschritts die Probleme gelöst werden können, die durch ihm entstanden war?

    Nehmen wir doch als Beispiel ein indigenes Volk wie die Pygmäen. Die waren selbst zur Zeiten Ägyptens also die der Pharaonen bekannt, somit auch vor Jesus Zeit. Mag sein, dass diese auch schlimme Verluste, Krankheiten sowie Hungersnöte durchlitten hatten, aber diese leben heute noch. Und meine These lautet, diese indigenen Völker leben würdevoller und im eigentlichen Sinne zivilisierter als die modernen Menschenwelt.

  31. Ich gestehe: Ich brauchte mehrere Anläufe, und nach 20 Minuten war dann definitiv Schluss.

    Deshalb: Man korrigiere mich oder helfe mir auf die Sprünge, sollte ich jemandem Unrecht tun … Günther Schwarz, ein Theologe, nahm die altgriechischen Texte, da nichts anderes z.V. steht, übersetzte diese ins Aramäische, was wohl die Muttersprache einer Person gewesen wäre, die wir „Jesus“ nennen, sollte diese Person überhaupt existiert haben, übersetzte das Ganze wieder ins Altgriechische und schliesslich in modernes Deutsch, um zu zeigen, dass selbige Person eigentlich ein Pazifist war, obwohl die altgriechischen Ausgangstexte etwas ganz anderes vermuten lassen?

    Sollte ich das tatsächlich richtig verstanden haben, so ist das kein Zündstoff, sondern ein verzweifelter Versuch, an etwas festzuhalten, was schlicht und ergreifend nicht dazu dienlich ist, wozu es in den letzten zwei Jahrtausenden hochgeschaukelt wurde.

    Wir wissen nicht, wer die griechischen Texte verfasst hat. Wir wissen nicht, ob die Menschen, von welchen sie sprechen, existiert haben. Wir wissen auch nicht, ob die Texte, sollten diese Menschen, von welchen sie sprechen, tatsächlich existiert haben, korrekt und authentisch sind. Eigentlich wissen wir überhaupt nichts. Nun geben wir uns dogmatischen Annahmen hin, und interpretieren und übersetzen hin und her, bis alles mit unserer persönlichen Anschauung übereinstimmt, welche grundsätzlich davon zeugt, was uns über mind. 1’700 Jahre hinweg eingetrichtert wurde, aufgrund absichtlich falsch übersetzter Texte, was der Autor richtig feststellt, die wir nun aber „korrigiert“ haben, obwohl wir eigentlich gar nichts darüber wissen können.

    Franz Alt ist sehr sympathisch und bestimmt kein Dummkopf. Aber ich habe den Eindruck, ihm kommt hier seine katholische Konditionierung etwas in die Quere. – Oder ich habe etwas falsch verstanden, was natürlich der Fall sein kann.

    • Überlieferungen in Schriften sind von vielen verschiedenen Menschen in verschiedene Sprachen für die Nachwelt verfasst und versteckt worden. Also viele Perspektiven die von der Nachwelt in Fragmenten entdeckt wurden. Noch bis heute werden immer wieder neue Fundstücke von Archeologen entdeckt, ergo, es sind nie alle Überlieferungen entdeckt worden und kann wahrscheinlich nie alle entdeckt werden.
      Man kann schon den Archeologen glauben schenken, wenn sie melden dass sie über 2000 Jahre alte Schriftrollen in Qumran entdeckt haben, diese waren aber nicht alle in einer Sprache, von einen Verfasser, oder in einem Zeitraum niedergeschrieben worden.
      Anhand dieser Entdeckungen und Datierungen hat man rückschließen können, dass Jesus in der Zeit römischer Besatzung gelebt hätte und arameisch spräche.

      Nun muss man als wissbegieriger, kritischer Mensch Fragen stellen,
      warum zum Kuckuck Machtinstitutionen oder -reiche, Schriften verwässern, verbaten und niederbrannten oder auch in geheimen Bibliotheken wo keine Forscher rein dürfen aufbewahren (z.B. Vatikan)?
      Oder eine andere Variante ist den Großteil der Bevölkerung der Zugang zur Bildung zu verweigern. Früher war die Analphabetisierung möglich, heute geht es nur noch über Propaganda und Unmündigkeit der breiten Bevölkerung.

      „Wissen ist Macht.“ Wenn zu viele Menschen zu viel wissen, dann ist es doch logisch, dass die Machtwaage sich verschiebt bzw. ausgeglichen wird. Das kann doch nicht im Interesse der Machtinstitutionen wie der Vatikan oder irgendein Imperium sein.

      Also, wenn du es genau und authentisch wissen willst, versuch mal in die Bibliothek des Vatikans zu gelangen.

    • @Son_Snow
      Was Bibelübersetzungen angeht, ist Mauro Biglino eine gute Quelle. Leider ist von ihm nur ein einziges Buch ins Deutsche übersetzt worden, welches sich auf ein anderes Thema bezieht und die eigentliche Übersetzungthematik nur streift. Wer Italienisch versteht findet jedoch haufenweise interessantes Material von ihm online. Dort ist auch sein Beitrag zu den Rollen von Qumran zu finden.

      Ich kenne übrigens eine Übersetzerin für Altägyptisch, die Zugang hatte zum Vatikan. Sprechen darf sie darüber nicht, genau wie alle andern, die dasselbe Privileg hatten. Sie meinte nur, es würde die ganze Welt auf den Kopf stellen, sollte die Öffentlichkeit erfahren, was es da zu finden gibt. Das erzählen aber ebenso alle, die mehr oder weniger davon wissen, und ehrlich gesagt … Nach allem, was wir in den letzten Jahrzehnten bereits erfahren haben, würde uns das nun auch nicht mehr sonderlich aus den Schuhen hauen.

      Das ist aber eigentlich nicht mein Kritikpunkt. Ich habe den Eindruck, es geht Franz Alt, bzw. Günther Schwarz, genauso sehr darum, die Figur „Jesus“ zu rehabilitieren, wie es ihnen (zumindest Alt) um eine pazifistische Weltanschauung geht. Ich halte das für verhängnisvoll, und die Art und Weise wie es gemacht wird, entspricht ganz und gar nicht meinen Vorstellungen einer wissenschaftlichen Vorgehensweise, obwohl ich den Pazifismus als Ziel durchaus teile.

    • Ich verstehe dieses Thema so, dass ich nicht die Authentizität der Person Jesus und was er damals übermittelt haben soll, nachforsche und hundertprozentig anhand von Überlieferungsmaterialien überprüfen.
      Ob es ihn jemals so gegeben hatte und ob er das auch so genau so wirklich gesagt haben sollte, bezweifle ich sehr stark dass das überhaupt ein Mensch beweisen kann, genauso kann man es für Mohammed oder Buddha sagen.
      Aber darum geht es wirklich nicht, sondern um die Figur, die Symbolik, die Methapher und schlussendlich die Botschaft die an die Menschenwelt gerichtet werden soll.
      Wir haben die Wahl, entweder Machtdenken sowie -betrebungen entsagen, in Frieden miteinandern leben und lieben, oder die Konsequenzen der Blutspuren erleiden die zum Ende der Menschheit führen.

      Mag sein, dass das vielleicht zynisch klingen mag, aber für mich persönlich hat Jesus eine höhere Credibilität, weil er von den Mächtigen und sogar seinen eigenen Vertrauten die den Status Quo des Systems beibehalten wollte, beseitigt wurde. Nicht falsch verstehen hier, Kennedy ist nicht Jesus. Jedoch muss man doch zugeben, dass wenn einer der sehr beliebt in der Bevölkerung war und auch Veränderungen wollte sowie bewirken könnte, dann ist dieser jemand den Machteliten ein Dorn im Auge und er wird sofort beseitigt.
      Somit ist für mich diese Parallele ein Beweis dafür, dass diese Geschichte hier über Jesus als Pazifisten eine glaubhaftere Geschichte ist, als die des Begründers einer Weltreligionsgemeinschaft.
      Es ist halt traurig und zynisch zugleich, dass jemand eine gewisse Glaubwürdigkeit bekommt, weil er seine Visionen in die Tat umsetzt, aber durch Machteliten schnell entledigt wurde, als einer der von den Mächtigen geduldet wird. Daher ist für mich z.B. der aktuelle Papst und der Dalai Lama mit gewisser Skepsis zu beobachten.

    • Daran ist nichts auszusetzen. Verstehe mich Deinerseits bitte aber auch nicht falsch. Es geht mir nicht darum, die Glaubenssätze anderer zu kritisieren. Geht jedoch jemand hin und präsentiert eigene Interpretationen als wissenschaftlich, wobei noch nicht einmal deren Grundsätze historisch haltbar sind, erlaube ich mir, dies zu kritisieren.

      Von der Existenz Jesus‘ auszugehen ist ein Dogma. Davon auszugehen, dass Texte, welche mind. ein Jahrhundert nach dieser nicht beweisbaren Existenz entstanden sind, authentisch sein sollen, das zweite. Diese griechischen Texte dann in eine imaginäre Aussage auf Aramäisch zu übersetzen, um das zurecht zu biegen, was aus unserer heutigen Sicht nicht korrekt sein kann, um einen Menschen zu rehabilitieren, dessen historische Existenz fraglich ist, ist, meiner persönlichen Ansicht nach, selbst höchst fragwürdig.

      Die Qumranrollen enthalten übrigens ausschliesslich Abschriften aus dem Alten Testament, nicht aus dem Neuen. Der „Clou“ an dem Fund bezieht sich auf die Interpretation dieser ersten Niederschriften, welche ab ca. 500 vor unserer Zeitrechnung angefertigt wurden, nach jahrhundertelanger mündlicher Überlieferung, durch das Setzen der Vokale. Hiervon gab es bereits damals 5 Versionen. Die Bibel beruht auf einer davon, welche jedoch seit 300 nach unserer Zeitrechnung offensichtlich weiter verfälscht und verändert wurde und werden.

      2017 hat die katholische Kirche in Deutschland bspw. die Stelle im Buch Jesaja korrigiert, welche uns über Jahrhunderte hinweg als Prophezeiung des Messias verkauft wurde. Anstatt „Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, den sie Immanuel nennen wird“ steht da nun „Eine junge Frau ist schwanger. Sie gebiert einen Sohn und nennt ihn Immanuel“. Im Originaltext steht sogar der Name der jungen Frau – und der lautet nicht Maria.

      Schwarz und Alt haben also recht, wenn sie feststellen, dass die Texte, die wir als „Heilige Schrift“ kennen, ziemlich verkorkst sind. Sie sind (bzw. Schwarz war) jedoch gläubige Katholiken, und genau das wird ihnen offenbar zum Verhängnis, wenn es darum geht, wissenschaftlich zu arbeiten. – Dies hat nichts mit ihrem Glauben oder demjenigen anderer zu tun, auf den alle ein gutes Recht haben. Ich wiederhole mich, ich weiss, aber man kann das nicht oft genug sagen.

      Will jemand an die Existenz irgend eines Religionsstifters glauben, ist das ok. Will er diese wissenschaftlich beweisen, dann braucht’s meiner Ansicht nach etwas mehr dazu als imaginäre aramäische Texte neu zu interpretieren. Entschuldige bitte meine starre Haltung. Ich hoffe, ich konnte klarstellen, dass diese nichts mit Glaubensbekenntnissen anderer zu tun hat.

    • wow wie lustig… und so unglaublich originell.

      Aber wahrscheinlich ist der Clown den Sie gefrühstückt haben nur schwer verdaulich….

  32. Das Thema Aberglaube (zum Aberglauben gehören für mich sämtliche Religionen, Sekten, Kulte oder wie auch immer sie bezeichnet werden) ist für Diskussionen ja eher ungeeignet, weil man mit Rationalität nicht weit kommt. Ich will daher nur ganz kurz einwerfen, dass Jesus womöglich – für mich wahrscheinlich – nie existiert hat. Das haben zahlreiche Forscher herausgestellt. Es gibt keinen einzigen verwertbaren Beweis für seine Existenz, insbesondere keine Zeitzeugen, obwohl es damals natürlich Menschen gab, die Geschehnisse aufschrieben. Alles, was über Jesus aufgeschrieben wurde, geschah erst lange nach seinem angeblichen Tod. Natürlich kann man niemals beweisen, dass es etwas NICHT gibt oder NICHT gab, aber mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise ergibt sich schon ein Bild und eine Plausibilität.

    Interessanter wäre für mich die Frage, warum so viele Menschen glauben WOLLEN und anscheinend sogar MÜSSEN, um ihr Seelenheil zu finden. Beispiele finden sich auch hier in der Diskussion. Gibt es dafür womöglich ein Gen? Ich bin ein friedlicher, liebender, ausgeglichener, gerechter Mensch (nach den mir bekannten Maßstäben und im Vergleich zu meinen Mitmenschen) und habe stets meinen Seelenfrieden. Auch ohne Gott und ohne Jesus. Insofern muss ich sagen: Es geht auch ohne. Vermutlich sogar besser, denn ich muss niemals an Gott oder Jesus (oder was auch immer) zweifeln oder mit meinem Glauben ringen und was man immer so von abergläubischen Menschen hört.

    Ich brauche auch keine Bibel als Leitfaden – diese wurde von Menschen geschrieben und ich hätte viele Teile davon auch schreiben können, natürlich mit meinen Worten und gemäß meiner Zeit. In der Bibel steht viel Unsinn (eben den damaligen Zeiten – die Bibel besteht aus vielen zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Autoren geschriebenen Teilen – und dem damaligen Wissensstand geschuldet), aber auch viel Sinnvolles. Das Sinnvolle hat aber nicht Göttliches an sich, sondern die Kraft von begabten Menschen mit ihren lyrischen und philosophischen Fähigkeiten. Dass es solche vor Tausenden von Jahren gab, wird niemand bezweifeln, der z.B. die griechische Mythologie gelesen hat. A propos: Die griechischen Göttermärchen fand ich schon immer viel spannender und unterhaltsamer als z.B. die dröge Jesusgeschichte (arme Leute, Stall, Krippe, Stern von Bethlehem, love and peace, Verrat, Hinrichtung, Auferstehung – hat mich nie inspiriert, weil zu offensichtlich) oder das sehr einfältige Bild von „Himmel und Hölle“ und dem Bösewicht Satan. Aber es ist ja auch Geschmacksache 😉

    • „dass Jesus womöglich – für mich wahrscheinlich – nie existiert hat.“
      Ich halte für wahrscheinlicher, dass es mehrere, vielleicht viele gegeben hat. Ich denke dabei an die Monty Python Darstellung in „Das Leben des Brian“, wo es wimmelte von Endzeit- und Heilspredigern. Diese Darstellung der damaligen Zeit in der Gegend soll realistisch sein. Da wird es verschiedene Geschichten, Legenden und Mythen gegeben haben, die später in einer Person verschmolzen.

    • Es ist vollkommen unerheblich ob Jesus gelebt hat oder nicht-alles was zählt ist die Wahrheit.
      Die Wahrheit der Botschaft meine ich -die Botschaft der Bergpredigt zum Beispiel.
      Was dort ausgedrückt wird ,ist eine unumstößliche universelle Liebe zur Wahrheit.
      Und es ist ziemlich egal,wer diese Botschaft aussendet-

  33. Mich hätte interessiert, was Franz Alt zu 9/11 denkt. Das Thema wurde zweimal angesprochen, aber Ken hat leider nicht nachgehakt. Oder wollte er dazu nicht befragt werden?
    Habe mich vor 40 Jahren auch eine Zeit lang für religiöse Fragen interessiert. Bin dann bald darauf aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Die Widersprüche, zwischen den Kirchgängern und ihrer Lebensweise waren mir zu groß.
    Es ist wichtiger zu erkennen, wie die Machteliten mit uns umgehen, wie sie uns an die Hand nehmen, uns mit ihren Medien hinter die Fichte führen. Würde Jesus heute leben, würde er das auch wissen wollen und diese kriegerische Welt nicht akzeptieren.
    An die Hand nehmen kann die Kirche nur noch die einfach gestrickten Mitbürger. Jesus wäre nicht dabei.

    • Ich denke ähnlich. Aber den Satz „Würde Jesus heute leben, …“ hätte ich nicht gesagt. Es ist ja nur die Projektion, was ich für richtig, wahr und gut halte. Wie auch Franz Alt in schwärmerischem Überschwang seine Wahrheit im aramäischen Jesus findet. Und auch bei dem fand nicht ein Hauch von Textkritik statt.

  34. Was mir bei diesem Interview am besten gefallen hat, war das Ende, als Ken Jebsen seine Schlußsätze sagte und auch Herr Alt eingeblendet wurde. In beiden Gesichtern war soviel Freude und Liebe zu spüren, dass mir die Tränen gekommen sind. Dieses Interview hat soviel Emotionalität bei mir ausgelöst, obwohl die Themen eigentlich von Lug und Trug handeln, weil beide Menschen, Herr Jebsen und Herr Alt, fest davon überzeugt sind, dass sich durch persönlichen Einsatz etwas verändern lässt und ich diese Energie besonders am Schluss aufnehmen durfte. Danke sehr.
    Pooler1970

  35. Liebes Kenfm-Team

    Das ist aber eine brutale Enttäuschung. Werdet Ihr jetzt zu Missionaren? Die christlichen Missionare hatte ich in den USA und Brasilien zum Überfluß. Jetzt haben die Brasilianer auch noch den Bolsonaro an der Backe, der ihnen schon zeigt, was Jesus gesagt hat.

    Oder kommt demnächst ein islamischer Missionar, der mir sagt, was Mohammed gesagt hat?

    Hier weiß also ein Franz Alt nach 2000 Jahren, was Jesus gesagt hat. Toll! Faszinierend! Und das, wo dieser Wasser in Wein veredelnde Heiland womoglich gar nicht existiert hat und das Neue Testament nur ein Zusammenfummeln von Schriften jüdischer Sektenführern ist, tatsächlich zusammengestellt von einem „heidnischen“ römischen Kaiser auf dem Konzil von – äh, war es Nizza? Egal, googelt doch selber. Auf jeden Fall patriacharlisch aufgepimpt durch einen, den man als Paulus bekannt machte.

    Ích empfehle „64 unmenschliche Jesuszitate“ zu googeln, sich selbst nicht die Zeit mit diesem völlig überflüssigen Interview zu stehlen und stattdessen sich den wirklich wichtigen Problemen unserer Zeit zu widmen, bisher hat kenfm ja ganz gut dabei geholfen. Macht lieber weiter so in diesem Sinne.

    • Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.
      Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
      sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
      sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
      sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
      Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
      Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

      Das Hohelied der Liebe ,Bibel

    • Wir machen hier Journalismus! Gäste mit denen wir reden, sind Gäste deren Ansichten wir einen Raum geben. Es geht dabei nicht um unser private Meinung. Wie auch? KenFM ist ein Team und in diesem Team gibt es mehr als EINE Meinung. Ist das wirklich eine neue Information? Journalismus bedeutet abzubilden, aufzuklären, Standpunkte zu liefern. Wir alle können diese dann bewerten.

    • Vielleicht sollten wir einfach einmal damit aufhören, alles „bewerten“ zu wollen, sondern uns dafür öffnen, was wir annehmen wollen und was nicht!
      Mein Vater war nie religiös, meine Mutter schon – ich stand dazwischen! Doch mein Vater hat immer gesagt: wenn es den Jesus wirklich gegeben hat, dann war er ein Revoluzzer und es ist eine Schande, was die Kirche aus ihm gemacht hat. Allerdings weiß ich nicht, wie er zu dieser Erkenntnis gekommen ist.
      An seine Worte hat mich das Gespräch mit Franz Alt erinnert und ich musste auch schmunzeln, weil mein Vater gerne die Sendung „Report“ gesehen hat – doch wenn Franz Alt durch die Sendung führte, sagte: Der ist bei der CDU und einfach in der falschen Partei! Mein Vater ist wenige Jahre älter als Franz Alt und ein traumatisiertes Kriegskind! Vielleicht ergibt sich noch einmal die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Franz Alt, der ja auch seine Kindheit im Krieg verbracht hat – und wie er diese Zeit erlebt hat?

      Für mich persönlich ist es nicht wichtig, ob Jesus nun wirklich gelebt hat oder eine Erfindung ist – von wem auch immer! Um ihn ranken so viele Geschichten und wenn er ein „Wesen“ ist, das hilft, sich den eigenen Schmerz bewusst zu machen, um sich so für die Liebe, die Zusammenarbeit und die Verbundenheit zu entscheiden, dann ist er mein „Partner“ – auch noch nach 2000 Jahren… Was ist schon „Zeit und Raum“ 🙂

      An dieser Stelle vielleicht noch ein Kindermund von meinen Zwillingsenkelzwergen: K. glaubt, dass durch den „Urknall“ das Universum entstanden ist und J. glaubt daran, dass Gott die Welt erschaffen hat. Also habe ich eine Kinderbibel besorgt und ein kindgerechtes Buch über den „Urknall“. Als ich den beiden aus der „Kinderbibel“ vorlas, kam ich nur bis zu dem Punkt, als Gott Adam und Eva bestrafte, weil die vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten…J. total entrüstet: Omi, das ist ja überhaupt kein lieber Gott, der ist ja richtig gemein! An so einen Gott will ich nicht glauben und ich will auch nicht, dass der die Welt gemacht hat…K. ganz trocken: sag‘ ich doch, es war der Urknall 😉

    • Hallo Herr Jebsen,

      Ich glaube, es war Mitte 2017, als ich das erste Mal von Kenfm erfuhr, es war ein Interview mit Rita Süssmuth. Wow! Ich war beeindruckt. Ein Journalist, der ausreden lässt und dann bekomme ich auch noch mit, ein Journalist mit einer linken Einstellung. Fand und finde ich einfach gut. Und natürlich, Sie lassen andere Ihre Meinung sagen, Sie wollen aufklären. Nur dadurch, dass Sie reden lassen, tragen Sie zur Aufklärung bei.

      Aber wo soll denn die Aufklärung sein bei „Was Jesus wirklich gesagt hat“? Das ist Missionarsarbeit, Missionsarbeit die jahrhundertelang jegliche Aufklärung mit Bücher- und Ketzerverbrennungen bekämpft hat.

      Ich habe nichts dagegen, wenn – wer auch immer – interviewt wird zu einem Thema, das dringend einer Lösung bedarf. Wenn dann dieser jemand seinen Lösungsvorschlag mit Religion, Jupiter, Jesus, Buddha, Zeus, dem fliegenden Spaghetti-Monster begründet, ok. Das kann ich verstehen, oder neudeutsch: nachvollziehen. Da kann ich mich aber konkret zur Analyse, zum Lösungsvorschlag äußern.

      Ich verstehe auch, dass es unangenehm ist, wenn man sich plötzlich so eine Kritik einfängt. Ich tue mich damit auch nicht leicht, selbst wenn sie verdient ist. Aber bitte sehen Sie meine Kritik als Aufforderung, sich zu verbessern. Verbessern kann sich nur jemand, der gut ist. Das sind Sie.

      Mit besten Wünschen für Sie und Ihr Team für 2019 und darüberhinaus

    • Wow ,klingt ja ganz schön Oberlehrerhaft.
      Man kann ja die Bibel in vielerlei Hinsicht lesen-als Glaubensbuch oder als Geschichtsbuch-als eine Art Mythologie und als ein Buch der Menschheit. Und noch in vielerlei Hinsicht mehr.
      Da glaube ich kaum,das als unwichtig anzusehen,sich damit zu beschäftigen,was dort wirklich drin steht.

      Als überflüssig könnte man so vieles betrachten-aber sicher nicht darüber nachzudenken,was in einem solchen Buch steht,in welchem auf die schönste Weise ,die es gibt,die Liebe beschrieben wurde.
      Wenn das ein moderner Künstler verfasst hätte ,dann wäre er ein großer Künstler.

    • Vielleicht ein Paar Fragen stellen und selbst überlegen bevor man google vertraut.

      Ist google die große Bibliothek von Alexandria, des Vatikans oder andere großkulturelle Bibliotheken? Hat google womöglich einen geheimen Zugang zu unzugängliche Bibliotheken?

      Ist google vertrauenswürdiger als Menschen die ihre Lebenszeit damit widmen diese Originalschriften in die jeweilige verständliche Sprache zu bringen? Warum hat google eigentliche eine höhere Credibilität als Menschen die sich mit diesen Thematiken ihre Lebenszeit opfern?

      Ist google authentischer als die Person die gerade von KenFm interviewt wird?

  36. Bezüglich der Bibel ist folgendes interessant:

    Gemäß eines Dokuments der Uni Passau enden die Papstweissagungen des Hl. Malachias zu dem Zeitpunkt, an dem der Antichrist in Erscheinung tritt und es zum jüngsten Gericht kommt.

    Bekanntlich enden die Papstweissagungen mit Papst Franziskus.

    Was die Offenbarung des Johannes betrifft, gibt es (außer dem Lamm) niemanden, der mit den kryptischen Inhalten so richtig etwas anfangen kann.

    Insofern scheint die Offenbarung des Johannes eine verschlüsselte Privatoffenbarung zu sein. Daher halte ich es für wahrscheinlich, dass die Evangelien ebenfalls eine solche sind. Dies würde es beispielsweise erklären, warum darin von Engeln die Rede ist, obwohl es so etwas doch gar nicht gibt.

    Demnach beschreiben die Evangelien anders als meisten angenommen Ereignisse, die in der Zukunft liegen.
    Beispielsweise glaubte es auch Isaac Newton, dass die Bibel wichtige Prophezeiungen enthält.

    Bei mir ist es jedenfalls etwas komisch, dass ich in 2009 beinahe infolge von Dekubitus und seinen vielen Nachwirkungen gestorben wäre. Zudem kostete der Krankenhaustag gemäß zufällig erteilter Auskunft meiner Stationsärztin 666 und ich glaube mich als Nicht-Katholik nach Erhalt eines Trachial Stoma trotz Wachkoma sehr blass an eine größere Visite in einer Kapelle, auch mit Papstkrone zu erinnern.

    Der ehemalige Papst bezog sich darauf, dass ihm mein Vater bekannt ist und er nannte auch seinen Namen.

    Die Zahl 144.000 könnte eine grobe Schätzung für die Kosten meines gesamten Krankenhausaufenthalts in 2009 sein, so dass dies ebenfalls auch auf mich zutrifft.

    Jedenfalls musste ich es im Krankenhaus unterschreiben, dass sowohl ich als auch mein Vater für die Krankenhauskosten haften.

    Im Zusammenhang mit dem Buch Hesekiel ist es interessant, dass es diesbezüglich Diskussionen gibt, dass dort ein Bibel-Ufo beschrieben wird. Beispielsweise hat sich auch Erich von Däniken daran beteiligt.

    • „Was die Offenbarung des Johannes betrifft, gibt es (außer dem Lamm) niemanden, der mit den kryptischen Inhalten so richtig etwas anfangen kann.“

      Doch! Ist pure Astronomie. Die Reiter sind Sternbilder (lässt sich nachweisen), ne Jungfrau mit Sternen aufm Kopf und Mond unter de Füße ist auch am Himmel. Der Drache, der da runterfällt ist en Sternbild und es fällt bei nem Polsprung „runter“. Gottes Thron ist das Zentrum unserer Galaxie und die 4 Wesen drumrum sind auch Sternbilder (Skorpion hieß in der Antike Adler, Löwe, Wassermann, Stier).

      Und schon gibt die Offenbarung einen Sinn. 🙂

    • @Kristiana

      Albert Einstein hatte seinerzeit erstmals davon gesprochen, dass Zeit relativ ist. Abweichend war Isaac Newton noch davon ausgegangen, dass Zeit eine absolute Größe ist.

      Was die Papstweissagungen betrifft, seien die meisten davon tatsächlich eingetroffen.
      Ob einige davon möglicherweise nicht eingetroffen sind, lässt sich heute nicht mehr genau überprüfen.

      Außerdem sieht es sehr danach aus, dass das derzeitige Finanzsystem die Amtszeit von Papst Franziskus nicht überdauern kann.

      Jedenfalls wird es in Offenba(h)rung 13 angedeutet, dass es zu einer Veränderung des Finanzsystems kommen wird.
      Insofern ist es naheliegend, dass sich Offenbarung 13 wegen der derzeitigen Finanzkrise auf den jetzigen Zeitpunkt beziehen müsste.

      Zudem hat sich auch der Seher Alois Irlmaier dermaßen geäußert, dass es den Antichristen geben wird. Die Prophetie der Bibel hätte etwas mit Bischofsmützen zu tun.

      Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass man mit reiner Astronomie nicht derartig präzise Vorhersagen treffen kann.

      Außerdem gibt es zahlreiche Phänomene.

      Beispielsweise gibt es die sog. Zeitphänomene vom Untersberg.

      Ebenso lassen es zahlreiche Ufo-Sichtungen oder etwa die Kornkreise vermuten, dass wir nicht alles wissen.

      Zwischen Himmel und Erde gibt es also noch viel, was uns nicht bekannt ist.
      Dieses alles der Einfachheit als unwahr abzustempeln, oder es zu ignorieren, wird zwar oft so gehandhabt, aber es ist falsch.

    • Ralf Becker

      Habs weder als unwahr abgestempelt, noch ignoriert. Nur erklärt was die „mystischen“ Aussagen in der Offenbarung zu bedeuten haben. Am Rest (Zeichen des Tiers usw usw) hab ich gar nich rumgedeutelt. 🙂

Hinterlasse eine Antwort