Fridays for Future, Greta Thunberg, Maaßen | Von Thomas Röper

Das Antisemitismus-Dilemma des Spiegel.

Der Spiegel hat in diesem Tagen ein Problem. Er muss den Einen für angeblichen Antisemitismus fertig machen und eine andere vor Antisemitismus-Vorwürfen in Schutz nehmen. Da die beiden Geschichten miteinander verbunden sind, macht der Spiegel sich zwangsläufig lächerlich.

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Das Leben eines Spiegel-Redakteurs ist normalerweise schön und einfach. Man muss nur täglich schreiben, dass Frauen dies oder jenes besser können als Männer, ein bisschen Propaganda für LGTB machen, natürlich Russland (möglichst mehrmals täglich) verdammen und uns vor dem Weltuntergang warnen, den normalerweise der Klimawandel herbeiführt, wenn nicht gerade ein Coronavirus uns allen ans Leder will. Dazu kommen noch die ständigen Hinweise darauf, dass EU und Nato super sind, dass neben dem Virus auch noch überall die rechte Gefahr lauert und dass uns alle wohl nur eine Kanzlerin Baerbock retten kann. Und ein Spiegel-Redakteur muss – ganz wichtig – ständig jeden verdammen, der nicht das politisch korrekte Neusprech verinnerlicht hat, denn wer sich nicht daran hält und die falschen Formulierungen benutzt, der ist ein Nazi und Antisemit.

Es sind nicht viele Themen und sehr einfache Narrative, die ein angehender Spiegel-Redakteur vor einem erfolgreichen Einstellungsgespräch auswendig lernen muss.

Maaßen der Antisemit

Sonntag der 9. Mai war daher ein toller Tag für den durchschnittlichen Spiegel-Redakteur, denn bei einer Talkshow durfte die deutsche Friday-Chefhüpferin Luisa Neubauer den CDU-Kanzlerkandidaten Laschet damit konfrontieren, er habe mit seinem Schweigen zur Bundestagskandidatur von Maaßen „rassistische, antisemitische, identitäre und übrigens auch wissenschaftsleugnerische Inhalte“ legitimiert.

Das saß.

Und es passte dem Spiegel, denn Maaßen ist für den Spiegel ohnehin ein Feindbild, Laschet findet der Spiegel auch doof, denn der Spiegel will ja Baerbock als Kanzlerin und wenn dann auch noch die engelsgleichen Friday-Helden auf Maaßen eindreschen und dabei das Lieblings-Totschlagargument „Antisemitismus“ ins Gespräch bringen, was den ungeliebten Laschet zwangsläufig in die Defensive bringen musste, dann ist der Montagmorgen in der Spiegelredaktion gerettet.

Daher erschien am Montag auch ein Artikel mit der Überschrift „Trotz fragwürdiger Äußerungen – Maaßen weist Antisemitismus-Vorwurf zurück“ beim Spiegel (1), in dem er sich so richtig schön austoben konnte. Zuerst konnte man da lesen, dass Neubauer keinerlei Belege für ihre Vorwürfe gebracht hat und dass Maaßen die Vorwürfe als „halt- und beleglose Behauptungen“ zurückgewiesen hat. Danach erfährt der Spiegel-Leser:

„Allerdings gibt es viele Belege dafür, dass Maaßen sich mit seiner Wortwahl und Äußerungen zumindest in sehr zweifelhafter Gesellschaft befindet.“

Wie schnell man beim Spiegel ein Antisemit wird

Der erste Vorwurf des Spiegel lautet, Maaßen habe auf Twitter vorübergehend einen Link geteilt, der zu einem US-Blogger führt, von dem ich noch nie gehört habe, der aber von irgendeiner anderen Plattform als Antisemit bezeichnet wurde. Das bedeutet, irgendeine Plattform bezeichnet jemanden als Antisemit und wenn Sie einen Tweet von denen teilen, dann sind sie auch ein Antisemit. Oder sympathisieren zumindest mit Antisemitismus.

So einfach geht das und es ist völlig unwichtig, ob die Vorwürfe gegen den Blogger berechtigt sind, es ist auch unwichtig, ob Sie von den Vorwürfen wissen und es ist auch unwichtig, was eigentlich der Inhalt des Tweets war.

Danach steht in dem Spiegel-Artikel:

„Inzwischen hat Maaßen den Tweet zwar gelöscht, doch auch sonst benutzt Maaßen antisemitisch konnotierte Begriffe, etwa »Globalisten«.“

Wie soll man die Globalisten denn sonst nennen? Globalisierungsliebhaber? Ich benutze das Wort auch und wusste gar nicht, dass ich damit schon fast ein Antisemit bin. Aber der Spiegel belehrt mich eines besseren:

„Das Wort ist bei rechtsextremen Globalisierungskritikern beliebt, auch AfD-Politiker verwenden ihn immer wieder. Der Begriff sei ein »antisemitischer Code, der eine global vernetzte Elitenkaste beschreibt, die angeblich die politischen Geschicke zum Beispiel Deutschlands leite und steuere«, sagt Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main“

Damit wären wir wieder beim politisch korrekten Neusprech. Wer mal das falsche Wort benutzt und – wie ich zum Beispiel – noch gar nicht wusste, dass das Wort inzwischen auch auf der Schwarzen Liste gelandet ist, der wird zum Antisemiten, ohne es selbst gewusst zu haben. Nun gut, mir ist das egal, denn die Leser des Anti-Spiegel wissen, dass ich erstens ganz sicher kein Antisemit bin und dass ich mich zweitens einen feuchten Kehricht um politische Korrektheit schere. Meine Position ist bekannt: Nicht die Wortwahl ist wichtig, sondern der Inhalt des Gesagten. Und noch wichtiger sind für mich Taten, nicht Worte!

Die ganze Breitseite gegen Maaßen

Danach listet der Spiegel noch weitere „Sünden“ von Maaßen auf:

„Auch spricht Maaßen vom »Great Reset«, also jener Verschwörungsideologie, wonach die Coronakrise von Eliten genutzt werde, um einen »großen Neustart« des globalen Wirtschaftssystems vorzunehmen.
Über den Kampf gegen den Klimawandel – das Kernanliegen Neubauers und von »Fridays for Future« – sagte er jüngst, Deutschland könne nicht die ganze Welt retten. »Wir haben es schon zweimal versucht, die Welt zu retten, und es ist jedes Mal schiefgegangen«, sagte Maaßen und setzte damit den Kampf gegen den Klimawandel mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gleich.“

Nur um das klarzustellen: Ich verteidige Maaßen keineswegs, ich bin im Gegenteil ein heftiger Kritiker von Maaßen. Die Gründe für meine Kritik sind allerdings weniger seine politischen Ansichten, sondern seine Vergangenheit, die der Spiegel allerdings nicht kritisiert. Das ist kein Wunder, denn wenn der Spiegel die Fragen stellen würde, die ich Maaßen gerne stellen würde, dann müsste er die Regierung ja bei einem wirklich wichtigen Thema kritisieren. Und das darf man vom Spiegel nun wirklich nicht verlangen. Worum es bei meiner Kritik an Maaßen geht, ist bei diesem Artikel nicht wichtig, aber wenn es Sie interessiert, können Sie es hier nachlesen (2).

Die Katastrophe für den Spiegel

Die Antisemitismus-Kampagne gegen Maaßen lief im Spiegel hervorragend und die Stimmung in der Redaktion dürfte super gewesen sein. Aber dann hat ausgerechnet Gretel Thunberg, deren Bild jeder Spiegel-Redakteur auf seinem Nachttisch stehen haben muss, die Stimmung versaut. Sie war so blöd, in einem Tweet Betroffenheit über die Vorgänge in Israel auszudrücken. Und da das derzeitige Blutvergießen von Israel provoziert wurde, indem es Palästinenser aus ihren Wohnungen vertreiben wollte (3), um sie Israelis zu geben, ist jedes „falsche Wort“ zu dem Thema derzeit Gift.

Ausgerechnet die Spiegel-Ikone Thunberg tat etwas, was der Spiegel selbst in die Nähe von Antisemitismus gerückt hat (4), als es eine CDU-Politikerin in Berlin getan hat: Sie hat sich in einem Post in einem sozialen Netzwerk zu den Vorgängen in Israel geäußert, ohne dabei die 150-prozentige Treue zu Israel und seiner Politik herauszustreichen!

Damit war das schöne Leben der Spiegel-Redakteure vorbei, denn nun standen sie vor der fast unlösbaren Aufgabe, ihren Lesern erklären zu müssen, dass das bei Gretel natürlich etwas anderes ist und dass die Friday-Hüpfer und ihre Vorturner natürlich nichts mit Antisemitismus am Hut haben.

Da habe ich es einfacher: Mit Kritik an Israel und seiner Regierung habe ich kein Problem. Wer die israelische Regierung kritisiert, ist genauso wenig judenfeindlich, wie jemand, der die französische Regierung kritisiert, nicht franzosenfeindlich ist. Aber da das Thema Antisemitismus für die deutschen Medien ein liebgewonnener Kampfbegriff zur Diskreditierung Andersdenkender geworden ist, fanden sich die Redakteure nun in der von ihnen selbst gestellten und gegen viele Andersdenkende genutzten Falle wieder.

Greta kann nix dafür, die Bild ist schuld!

Den Versuch, Gretel von allen Sünden reinzuwaschen, machte der Spiegel mit einem Kommentar, der die Überschrift „Kampagnenjournalismus – Israel, die »Bild« und die Greta-Thunberg-Spinne“ trug und mit folgender Einleitung begann (5):

„Die »Bild«-Zeitung rückt Greta Thunberg in die Nähe von Israelhassern und fordert klare Worte der Distanzierung. Erstaunlich, spricht man der jungen Frau doch ansonsten jede Legitimation und Expertise ab.“

Der Spiegel lenkte von der unsinnigen Debatte mit einem Verweis auf die Bild-Zeitung ab und der Kommentar begann dann auch erst einmal sehr sarkastisch. Schuld an allem hat die Bild:

„Was die eine (Thunberg) mit dem anderen (Nahostkonflikt) zu tun hat, geht eindeutig aus den Artikeln dazu hervor. »Bild« hat knallhart recherchiert: »Klima-Aktivistin Greta Thunberg (18) schaltet sich in die Nahost-Debatte ein«, also eine Debatte, in die sich sonst eher die USA, Iran oder die UNO »einschalten«.“

Erst nachdem der Spiegel sich an der Bild abgearbeitet hat, kommt er auf die eigentlichen Fakten zu sprechen:

„Thunberg hatte sich auf einen Tweet der Autorin Naomi Klein bezogen, die angesichts angeblicher »Kriegsverbrechen« der Israelis forderte: »Speak up«. Thunberg hatte dazu geschrieben: »Bestürzend, den Entwicklungen in Jerusalem und Gaza zu folgen …«, ergänzt um einen Link zu einem Video der palästinensischen Kampagnenseite »Save Sheik Jarrah«.“

Ganz objektiv hat Gretel da ja nichts verwerfliches getwittert, denn den „Entwicklungen in Jerusalem und Gaza zu folgen“ ist ja wirklich „bestürzend.“ Ihr Fehler war es, das falsche Video getwittert zu haben, denn in dem Video ging es um das Leid der Palästinenser und nicht um das Leid der Israelis. Schon diese Kleinigkeit reicht für mediale Aufregung aus: Man tweetet über das Leid der falschen Leute.

Gute und schlechte Distanzierungen

Der Spiegel schreibt dann:

„Am Mittwoch klagte Chefredakteur Julian Reichelt in einem Kommentar, er habe »von den deutschen Repräsentanten der größten Jugendbewegung der Welt« noch »kein einziges Wort« dazu gehört, dass »ihre verehrte Anführerin (…) die Propaganda derer verbreitet, die Israel boykottieren, delegitimieren und am Ende beseitigen wollen«.“

Und ab hier wird es lustig, denn während der Spiegel, wenn es um Leute geht, die er nicht mag, deren Distanzierungen von unglücklichen (oder ihnen sogar nur in den Mund gelegten) Äußerungen regelmäßig übersieht und überhaupt beim Thema Antisemitismus generell keine Distanzierung für einen verunglückten Tweet zulässig findet, gelten beim Spiegel für Greta Thunberg andere Regeln:

„Zu diesem Zeitpunkt hatten sich nicht nur die deutschen Repräsentanten schon deutlich von jeglichem »Antisemitismus« distanziert. Auch Thunberg selbst hatte bereits erklärt, sie sei weder gegen Israel noch gegen Palästina, sondern gegen jede Form von »Gewalt oder Unterdrückung« – und einfach, noch mal, »am Boden zerstört« über die Entwicklungen.“

Die Bild tut genau das, was normalerweise der Spiegel gerne tut und der Spiegel beschreibt es treffend:

„Zu spät, zu wenig. Schon erklärt die »Bild« bereits ihren Leserinnen und Lesern, wie viel Israelhass angeblich in »Fridays For Future« stecke: »So viel Israel-Hass steckt in Fridays For Future«. Nebenan wähnt die Springer-Schwester »Welt« die Klimabewegung bereits im »Endstadium der Unterwanderung durch israelfeindliche und antisemitische Kräfte« – wie die Boykottbewegung BDS. Worauf die »verehrte Anführerin«, weil sie eben keine Vorstandsvorsitzende ist, zwar keinen Einfluss hat; aber gut.“

So verhält sich der Spiegel normalerweise gegen alle, die der Spiegel nicht mag. Egal, ob es AfD-Leute oder aktuell Maaßen oder wer auch immer ist, der Spiegel konstruiert seine Antisemitismus-Vorwürfe normalerweise genauso plump und unwahr, wie es die Bild aktuell tut.

Greta-Kritiker sind doof

Im Spiegel heißt es dann noch:

„An der »Greta Thunberg vs. Israel«-Kampagne verblüfft, dass hier eine junge Frau, der man ansonsten breitbeinig jede Legitimation und Expertise auch in Klimafragen abspricht, plötzlich an den ältesten und brenzligsten Konfliktherd der Welt geschickt wird.“

Natürlich kann man einem kleinen Mädchen mit Fug und Recht „jede Legitimation und Expertise auch in Klimafragen“ absprechen. Was ist daran ungewöhnlich? Und wer genau hinschaut, der stellt fest, dass die Kritiker ihres Tweets ihr auch jegliche Expertise im Nahostkonflikt absprechen.

Man kann einem Mädchen, dass zwar von NGOs und Medien gehypt wird, aber keinerlei fachliche Argumente oder gar neue Erkenntnisse beisteuert, sondern nur mit emotionalen Reden wie „I want you to panic!“ Stimmung macht, die Expertise für so ziemlich jedes Thema absprechen. Außer vielleicht für eines: In Sachen emotionale Propaganda hat Greta (oder wohl eher die Leute, die hinter ihr stehen) enorme Expertise.

Eine lehrreiche Farce

Die Bild gehört zum Axel Springer Verlag, bei dem bekanntlich jeder Journalist bei Vertragsunterzeichnung seine Treue zu Israel erklären muss. Daher war ein harmloser Tweet von Greta, die dummerweise ein Video vom Leiden der Palästinenser, und nicht vom Leiden der Israelis, beigefügt hat, für die Bild ein Grund, sie als Antisemitin und „Israelhasserin“ darzustellen.

Der Spiegel hingegen hat die Klimawandel-Ideologie zur Redaktionsmaxime erhoben und sah sich daher gezwungen, den Heiligenschein seiner Ikone Greta sauber zu halten. Also hat er sie gegen die – unbestritten unberechtigten – Vorwürfe der Bild mit einem Verständnis für ihren Tweet verteidigt, das er anderen – siehe die Berliner CDU-Politikerin – nicht zubilligen würde.

Und Maaßen? Den mag der Spiegel nicht, also wendet er gegen Maaßen die gleichen Methoden an, wie die Bild gegen Greta.

Wenn man darüber aus dieser Warte nachdenkt, dann war diese Farce ein Lehrstück darüber, wie die Medien in Deutschland arbeiten und den Antisemitismus-Vorwurf ganz nach Bedarf nutzen, um diejenigen zu diskreditieren, die ihnen nicht gefallen.

In meinen Augen tun die Medien damit das, was sie anderen immer vorwerfen: Sie verharmlosen die Verbrechen der Nazis und missbrauchen sie für den Kampf gegen diejenigen, die sie nicht mögen.

Lustig und traurig zugleich

Ich hatte trotzdem meinen Spaß daran, wie der Spiegel sich hier windet. Er hatte die große Chance, freimütig einzugestehen: Der Antisemitismus-Vorwurf ist ein Instrument zur Diskreditierung Andersdenkender, der in den deutschen Medien inflationär genutzt wird. Greta mag alles mögliche sein, aber sicher keine Antisemitin. Das gleiche gilt auch für Maaßen. Und bekannterweise finde ich weder Greta, noch Maaßen gut, ich stehe sicherlich nicht in dem Verdacht, die beiden verteidigen zu wollen.

Ich bin einfach nur dafür, dass Debatten sachlich geführt werden und dass die Medien auf Totschlagargumente verzichten. Aber dazu sind die Totschlagargumente einfach zu praktisch. Also macht der Spiegel sich eben mit Kommentaren wie diesem lächerlich, denn er weiß, morgen ist das Theater wieder vergessen und der Spiegel kann wieder ungeniert den nächsten angeblichen Antisemiten in der deutschen Politik an den Pranger stellen.

Er wird also morgen wieder das tun, was er heute entrüstet der Bild vorwirft.

Das ist lustig und traurig zugleich. Lustig ist, wie plump und primitiv deutsche „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel vorgehen. Traurig ist, dass die Leser offenbar so gehirngewaschen sind, dass sie das nicht bemerken…

Quellen:

  1. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hans-georg-maassen-weist-antisemitismus-vorwurf-zurueck-a-7e2de3de-fa5f-43af-b1ce-206d4f8c3a39
  2. https://www.anti-spiegel.ru/2019/terroranschlag-vom-breitscheidplatz-neue-vertuschungen-ans-licht-gekommen-presse-stellt-keine-fragen/
  3. https://www.anti-spiegel.ru/2021/wie-in-russland-ueber-die-blutigen-unruhen-in-ost-jerusalem-und-gaza-berichtet-wird/
  4. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/mitglied-des-berliner-cdu-landesvorstands-legt-amt-nach-facebook-post-nieder-a-6bb2bce9-1086-4a1e-ac44-601d5683a811
  5. https://www.spiegel.de/kultur/bild-berichterstattung-ueber-nahostkonflikt-greta-thunberg-vs-israel-a-d9d1244e-d276-470b-9fe3-35598b69f79c

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Dieser Beitrag erschien am 12. Mai 2021 auf dem Blog anti-spiegel

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:    Rolf G Wackenberg / shutterstock

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28 Kommentare zu: “Fridays for Future, Greta Thunberg, Maaßen | Von Thomas Röper

  1. Wolf-Im-Scharfspelz sagt:

    "Man sollte erst vor der eigenen Tür kehren!"
    In Deutschland bricht die Gesellschaft zusammen, dank einer Regierung die durch missinformierte und ignorante, Verdränger und Fanatiker ins Amt gehieft wurden.
    Dank dieser und Ihren Kumpels Weltweit, sind wir da wo wir sind und alle (80%) jubeln und lehnen sich zurück die restlichen 20% reiben sich gegenseitig auf.

    In der Summe werden alle dabei verlieren und die wenigen "Gewinner" (1%) haben sich schon lange vorbereitet und schauen entspannt zu wie die Massen dezimiert werden und ihre Anlagen sich vermehren.

    Es geschieht nichts Gutes außer man tut es!

    Also warum beenden wir nicht ENDLICH dieses Kindergartengehabe, also das gemäckel wer, was, wann, wo warum, wozu – vermeintlich – gesagt, gemeint, getan, gemunkelt hat.
    UND fangen an erwachsen zu werden und beginnen endlich diese Schildbürgerlichen Kleinigkeiten beiseite zu legen, Eigenverantwortlich zu handeln um dem 1% endlich die "Flügel" zu stutzen.

    Des weiteren zum Bericht und Meinung des Autor – warum nicht mal nen Beitrag zu Leuten die die Welt verbessern wollen und was diese tun um die Verbesserung umzusetzen, anstatt sich immer nur an den Idioten abzuarbeiten.
    Bedenkt mal die Zeit und Energie des Autors und Lesers für das "gute" zu verwenden.

    Danke und Grüße an die freien Menschen

  2. Hartensteiner sagt:

    Wer nun – wie auch ich – Antisemitismus ohne Wenn und Aber ablehnt, muss der, muss die dann auch dem von Trump nach Israel gebrachten Friedensplan zustimmen, der im Grunde vorschlägt, das "Amerikanische Prinzip" im Umgang mit Indigenen Völkern auch in Israel bzw. Palästina anzuwenden? In den USA hat man diese Völker in Reservate verbannt und sich ihr Land angeeignet. Das wiederum sieht genauso aus wie die Politik Netanyahus. Eine aktuelle Karte der Westbank macht es sichtbar. Kleine Fetzchen Land für Palästinenser, der Rest geht an die Siedler. Dazu, im Kernisrael Apartheid herrschen zu lassen. Sollte irgendwer dieses als ungerecht empfinden, dann ist der ein Antisemit, ist sie eine Antisemitin? Palästinenser die aus aussichtsloser Position heraus versuchen Widerstand zu leisten, sind Terroristen, weshalb das "Freiluftgefängnis" Gaza in Schutt und Asche gelegt werden muss?
    Ist Jakob Reimann ein Antisemit, der das gegenwärtige Geschehen differenziert beschreibt?
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=72401

  3. Neudenker sagt:

    Mir scheint, hier findet ein erbitterter Kampf zwischen den neuen und den alten Giganten statt. Die neuen, das sind Tech, Amazon, Pharma, die Great Reset – Klima-"Retter", angeführt von Schwab und seiner Greta, die eine neue Gesellschaftsordnung installieren wollen, den Young Global Leadern, Merkel, die ihre Partei längst geopfert hat, die Grünen, der Spiegel u.s.w. Fälschlicherweise glauben einige, dass die angestrebte Gesellschaft, in der wir laut Weltwirtschaftsforum ohne Besitz glücklich sein werden, etwas mit Kommunismus zu tun hätte…
    Die alten Giganten, das ist die restliche Wirtschaft, die jetzt realisiert, dass sie beim "großen Zurücksetzen" ihre Macht verliert, umkreist von der Springer-Presse und der geköpften CDU.
    Die Linke und die FDP wissen nicht mehr, wo der Gegner ist… Die AFD wartet ab…
    Der Mittelstand gehört laut Schwabs Buch zum Kolateralschaden bei seiner großen Umgestaltung.
    Wer auch immer als Sieger hervorgehen wird, ich befürchte, es wird ein langer Kampf und uns Menschen wird es in keinem Fall gut, geschweige denn besser gehen. "Die fetten Jahre sind vorbei!"

  4. alibendiesel sagt:

    Ist überhaupt sicher, daß der Spiegel noch nennenswert Leser hat?

    • Poseidon sagt:

      Welcher Spiegel?

    • Nevyn sagt:

      "Spieglein, Spieglein an der Wand, gibt es noch Leser:innen im Land?"
      "Frau Königin, ihr seid die Einzige hier, selbst hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen will niemand noch lesen von Gift und Gier."

  5. Helmut Edelhäußer sagt:

    Anis Amri war und ist ein Sündenbock und wurde vom Verfassungsschutz geopfert.

  6. Poseidon sagt:

    Da der Spiegel spiegelverkehrt spiegelt, muss ich logisch schlussfogern,dass wenn er Globalismus und
    Antisemitismus verklammert spiegelt ,die herrschende Meinung Semitismus und Globalismus ist.
    Spieglein Spieglein was hast Du dir blos wieder bei deiner"chienlit" gedacht?
    https://youtu.be/wrcGSKYjn84

    Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden.

    Nichts ist war ohne sein Gegenteil.

    Wenn die eine Wahrheit von grossen Uebel ist ,dann ist dialektisch ihr Gegenteil es zwingend auch!
    So ein "Doppel-shit"stinkt auch nur zum Himmel braucht kein Lichtwesen .
    Deshalb" flush-it" real good bevor der "shit hits the fan".
    Denn da bleibt kein Auge mehr vernuenftig trocken und die ganze Welt ist zeitweilig nur noch blind.

  7. Ralf Becker sagt:

    Die Waffenexporte der USA nach Nahost hatten etwa in 2006/ 2007 entsprechende Schlagzeilen gemacht.

    israelnetz, 12.03.2018
    NEUE ERHEBUNG
    Waffenexporte nach Nahost um mehr als 100 Prozent gestiegen

    Tagesspiegel, 20.06.2019
    Waffenexporte nach Nahost
    US-Senat blockiert Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien

    Spiegel, 13.05.2021
    Bombardements in Gaza
    Israel will Militärschläge gegen Hamas ausweiten

    Iran, 13.05.2021
    Raketenkrieg gegen Israel
    Wie der Iran den Terror befeuert

    Dann ist auch die Arbeit des israelischen Geheimdienstes suspekt:

    Spiegel, 18.01.2011
    Israels Mossad
    Abteilung Mord

    Focus, 15.11.2013
    Mordfall al Mabhuh
    Israelischer Geheimdienst unter Mordverdacht

    n-tv, 11. MAI 2021
    Greta Thunberg muss reagieren
    Klima-Aktivisten rufen zu Israel-Boykott auf

    Zitat:
    «Die Massen sind niemals kriegslüstern, solange sie nicht durch Propaganda vergiftet werden.»
    Albert Einstein

    Welt, 09.04.2014
    SHELDON ADELSON
    Ein Milliardär kauft Israels Presse

    Der vor kurzem verstorbene Trump- und Netanjahu- Gönner, Sheldon Adelson, der doch auch mit "Undercover Global" im Zusammenhang mit Julian Assange der Drahtzieher war, besitzt in Israel also viele Medien.
    Ob dies aber dermaßen sinnvoll ist?

    salzburg24-at, 10. Dezember 2020
    "GALAKTISCHE FÖDERATION"
    USA und Israel in Kontakt mit Aliens?
    Ex-General mit verblüffenden Aussagen

    Wenn aber Herr Maaßen jetzt für die dermaßen aufrüstungsfreundliche CDU kandidieren möchte? Glaubt er es wirklich, dass diese Partei jetzt plötzlich pazifistisch werden möchte?

    Welt, 29.02.2012
    NS-VERSTRICKUNGEN
    Wie viele Nazis arbeiteten für Adenauers Polizei?

    DW-com, 16.07.2016
    Braun gefärbtes Kanzleramt: Der Fall Globke

    Deutschlandfunk Kultur, 07.11.2018
    Beate Klarsfeld ohrfeigt 1968 Kanzler Kiesinger
    Eine Attacke mit symbolischer Wucht

    Spiegel, 17.05.2019
    Größte Budgetanhebung seit Jahrzehnten
    Deutschland erhöht Verteidigungsausgaben kräftig

    Merkur, 01.12.2020
    „DAMIT GEWEHRE SCHIESSEN …"
    Baerbock plötzlich für mehr Rüstung:

    Irgendwo ist der Iran bislang noch ein Nicht-Rothschild-Land.

    Jedenfalls hätte doch gemäß t-online der Iran mit Raketenlieferungen den Terror beflügelt.

    Aber wem gehört eigentlich t-online?
    Welt, 13.08.2015
    Telekom verkauft T-Online und InteractiveMedia
    Der Käufer, die Kölner Firma Ströer, baut seine Stellung als Vermarkter von Digitalwerbung aus, will im globalen Wettbewerb mithalten.

    Und weil Ströer doch dermaßen ein Vermarkter für Digitalwerbung ist, wäre es nicht besonders unwahrscheinlich, dass er die rüstungs- und Automobil-Zulieferer-freundliche Annalena Baerbock ein wenig in der Wählergunst verbessert hat.

    Wir erinnern uns, dass das Rezo-Video vermutlich wohl auch von Ströer angefertigt wurde.

    Wenn aber Armin Laschet Greta Thunberg für israel-kritischen Tweet rügt?

    Aber der Iran ist doch bislang (noch) ein Nicht-Rothschild-Land. Da dürfte doch die Bemerkung erlaubt sein, dass Rothschild der Name einer jüdischen Familie ist.

  8. Susann Liehr sagt:

    Der Spiegel macht sich schon lange lächerlich. Motto "Lügen als Lebensstil".
    Rudolf Augstein rotiert vermutlich in seiner Gruft.

  9. Beobachter sagt:

    Es sollte eigentlich heißen:

    Ich denke, dass alle Begriffe, die -wie "Globalisten"- eine bestimmte, überproportional einflussreiche, international vernetzte Gruppe von Personen betrifft, als "antisemitisch konnotiert" identifiziert werden. Egal ob unter den kritisierten Personen Juden sind oder nicht, und unabhängig davon, ob die der Personengruppe zugeschriebenen Handlungen überhaupt irgendeine religiöse Komponente haben, der Vorwurf des Antisemitismus wird sich einstellen. Das Zauberwort an dieser Stelle ist "struktureller" Antisemitismus.

    • Beobachter sagt:

      Ach, dieser Kommentar sollte eigentlich ein Kommentar meines älteren Kommentars sein. So bleibt es natürlich unverständlich.

  10. Beobachter sagt:

    Ich denke, dass alle Begriffe, die wie "Globalisten" eine bestimmte, überproportional einflussreiche, international vernetzte Gruppe von Personen betrifft, als "antisemitisch konnotiert" identifiziert werden wird. Damit macht man das Thema an sich zu einer "no go area" .
    Man sollte, und da stimme ich dem Autor vollumfänglich zu, Antisemitismusvorwürfe nach Möglichkeit stecken lassen, es sei denn, man trifft mal tatsächlich auf Antisemiten. Der Pauschalgebrauch solcher Begriffe führt über die totale Inflation ihrer Verwendung zu inhaltlicher Entleerung. Da er z.T. schon zur ökonomischen oder karriere-technischen Vernichtung von unliebsamen Personen verwendet wurde, kann man nur davor warnen, solcherart das "Kind mit dem Bade" auszuschütten. Es merkt dann jedes Kind, dass es sich um abgenutzte Kampfbegriffe handelt. Übrigens ist mittlerweile auch der Begriff "Querdenker" zu einer Negativfolie geworden. Will man in den Medien irgendwen verunglimpfen, schimpft man ihn einen solchen oder behauptet, er habe wenigstens Beziehungen zu solchen. Die daraufhin Angesprochenen weisen es meist von sich, solche Beziehungen zu pflegen anstatt den Charakter des Begriffs als Diffamierung in Frage zu stellen. Das zeigt, dass der Begriff inzwischen ebenfalls ein Kampfbegriff geworden ist.

  11. Zivilistin sagt:

    Moment mal, es ist doch noch viel lächerlicher :

    er habe mit seinem SCHWEIGEN zur Bundestagskandidatur von Maaßen „rassistische, antisemitische, identitäre und übrigens auch wissenschaftsleugnerische Inhalte“ legitimiert.

    Irre, wie vieler Delikte man sich schuldig machen kann durch Nichts Tun !

    Und mit dem Antisemitismus ist es wie mit dem Antiamerikanismus, das antiamerikanischste auf dem ganzen Amerikanischen Doppelkontinent ist das US Regime und das Antisemitischste im ganzen Orient ist das Israelische Regime, unter dem nicht nur die Israelis leiden, die nur zur Hälfte Semiten sind und zur Hälfte Kasaren (kein auserwähltes Volk, sondern eine von seinen Führern auserwählte Religion), sondern die palästinensischen und Syrischen Semiten noch viel mehr.

    • Hartensteiner sagt:

      Diese ewige Khasaren-Mär entbehrt jeder geschichtlichen Kenntnis. Abgesehen davon, dass es nur sehr geringe Kenntnis von den Khasaren überhaupt gibt, war es aller Wahrscheinlichkeit deren Oberschicht, die zum Judentum übertrat und sie dürften einen eher kleinen Teil der Juden ausmachen. Sind die Juden trotzdem – wie wir alle – ein Mischvolk? Sicher. Das beginnt damit, dass sie bis zum Verbot der "Proselytisierung" (Werben von Neumitgliedern) durch die Christen im 4. Jahrhundert unter allen Völkern des Römischen Reiches viele Menschen angeworben haben und es geht weiter damit, dass vor den Zeiten der "Personalausweise und Statistiken" immer wieder Mischehen unauffällig integriert wurden. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich die Juden als ein Volk empfinden und das auch sind, zu einem Teil bestärkt durch die Religion, zum anderen auch nicht, denn es dürfte die Mehrheit sein, die so religiös ist wie die Christen – man kümmert sich nicht weiter drum, feiert aber das eine oder andere Fest nach wie vor, weil es einfach schön ist.
      Was die Kritik an der israelischen Regierung betrifft, so ist das letztlich eine Kritik, die davon ausgeht, dass Israel auf längere Sicht nur bestehen kann, wenn es sich mit allen Nachbarn aussöhnt und im Frieden befindet – allen voran mit den Palästinensern. Insofern ist diese Kritik pro Israel und nicht gegen Israel gerichtet. Auf lange Sicht auch mit einem gemeinsamen Staat von Israelis und Palästinensern in einer Form, in der sich ALLE wohlfühlen können, gleiche Rechte haben und friedlich zusammen leben.

    • Beobachter sagt:

      An Hartensteiner:

      Ihr Wort in Gottes Ohr. Hier stimme ich Ihnen zu. Ihren Vegleich mit der Ausrottung der Indianer als Voraussetzung für die USA (nicht an dieser Stelle geäussert) fand ich übrigens weniger gelungen. Es stimmt, dass Israel die Palästinenser nicht ausgerottet hat, aber sie betreiben doch eine ganze Menge Menschenrechtsverletzungen ihnen gegenüber. Das sollte kritisierbar sein, hat auch mit Antisemitismus nichts zu tun. Was die Geschchte mit den Chasaren betrifft, so trifft Ihr Urteil -soweit ich sehe- zu. Allzuviel weiss man wirklich nicht und die Chasaren leb(t)en ja nun auch nicht gerade in der Mitte Europas. Das Beispiel der Chasaren zeigt allerdings doch, dass das Judentum keine so exklusive Religion war, wie man zuweilen annimmt, auch wenn es weit vom Missionseifer des Christentums entfernt war (und ist). Es gibt darüberhinaus auch äthiopische Juden, die Falaschas, sowie jemenitische Juden. In der Spätantike gab es lokal jüdische Reiche in Südarabien.
      Wahrscheinlich sage ich Ihnen mit all dem nichts Neues. Es gibt übrigens ein ganz gut zu lesendes Buch über die Chasaren von Swetlana A. Pletnjowa über die Chasaren, was sich jeder Polemik über deren imaginierten Nachfahren enthält, sondern nur präsentiert, was textlich und archäologisch fassbar ist. Es ist im Verlag Koehler und Amelang (Leipzig) erschienen und vielleicht noch über zvab erhältlich (auch wenn man via zvab leider doch wieder amazon füttert….aber egal)

  12. Schlafschaf sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=8ZBgc6dh72E

    Maaßen und Steimle geben deutliche Zeichen, nein wir sind keine Antisemiten. Schon fast Peinlich.
    Da werden selbst U-Boot Lieferungen an Israel deutlich befürwortet. Unglaublich was die zwei da so alles absondern.
    Wie viele Rollen Rückwerts muss man eigentlich machen, damit man wieder in den Schoß der öffentlichen Meinung aufgenommen wird.
    Jede Kritik an Israel ist gleichzusetzen mit Antisemitismus.

  13. Hartensteiner sagt:

    Wie kann man das kommentieren? Vielleicht mit „Propaganda kommt vor den Fall“? Man kann es auch einfügen in die lange Liste der Verwirrungen von Allem, die seit Jahren gang und gäbe ist. Da wage sich jemand, irgendeinen Begriff zu verwenden, der dereinst eine Bedeutung hatte und schon findet er, findet sie sich auf der Gegenseite wieder oder sonst irgendwie im Abseits.
    Fangen wir doch mal mit Greta an. Der „Fall Greta“ ist lange schon gelöst, von Cory Morningstar in ihrem Buch „The Manufacturing of Greta Thunberg“ genauestens recherchiert als ein Fall von vielen, die den Begriff „Umwelt“ oder „Klima“ als Basis nutzen, um ein neues, großes und grün angemaltes Wachstum zu kreieren, das wiederum enorme Profite verspricht. Es ist der Aufruf an die Bürger, ihren kleinen „Fußabtritt“ zu beschränken, während der riesige Fußabtritt z.B. des Pentagon oder der wirklich umweltvernichtenden Konzernunternehmungen (Globalisten!) nicht erwähnt werden darf. Das Endloswachstum auf endlichem Planeten geht nicht, klar, aber das wird dadurch eingeschränkt, dass der kleine Mann zur Kasse gebeten wird, während es anderweitig durch eine gewaltige „Nachhaltigkeitsindustrie“ wieder befeuert wird. Die darf dann von der Umwelt noch kaputt machen, was nicht kaputt ist.
    Aber was nun? Die fragwürdige Ikone einer fragwürdigen Industrie hat nun etwas Antisemitisches geäußert? Liegt sie damit ebenfalls falsch? hmmmm…. schauen wir doch einfach einmal, was (manche) Juden zu dem Thema sagen, etwa bei JVP, also der „Jewish Voice for Peace“, deren Seite beginnt mit „Take action now for Palestine“ – https://jewishvoiceforpeace.org.
    Ein Nest von Antisemiten? Jüdischen noch dazu? Genauso schlimm wir etwa Ilan Pappe, Moshe Zuckermann, Shir Hever usw. – lauter jüdische Antisemiten?
    Da kann man schon durcheinander kommen, insbesondere als es ja durchaus auch „richtige“ Antisemiten gibt und nicht zu knapp. Habe solche immer und überall auch in diesem schönen Lande getroffen und finde deren Äußerungen ausgesprochen widerlich, denn ich halte Antisemitismus wie auch jede Form von Rassismus für in etwas das Widerlichste, das die Menschheit je erfunden hat. Diese ständige Suche nach wehrlosen Sündenböcken, denen man eigens Versagen aufpackt. Und dafür gibt es ganze Listen von jeweils ausgewählten Probanden.
    Und trotzdem komme ich nicht umhin, das Versagen der israelischen Regierungen – immer schlimmer seit der Ermordung Rabins – laut und deutlich anzukreiden. Offensichtlich haben große Teile der israelischen Bevölkerung und erst recht deren Regierung lange schon vergessen, worum es in der jüdischen Geistestradition immer ging: Über das Denken darüber, „was ist der Mensch?“ bzw, „was ist menschlich?“. Nachzulesen bei Maimonides, Spinoza, Moses Mendelssohn, Hermann Coen und Hannah Arendt. Und dann bei Moshe Zuckemann, Ilan Pappe, Norman Finkelstein usw.
    Na schön, man kann streiten, ob man als Deutscher dabei gerade in der ersten Reihe stehen sollte – aber irgendjemand sollte es ja tun.

  14. Scarlett Debord sagt:

    Es sind ja immer die Pressevertreter der Mainstreammedien, die sich über Hass und Hetze im Internet beklagen.

    Wie schnell die edlen Grundsätze immer zum Fenster rausfliegen, wenn man selber mal was braucht.

    • Scarlett Debord sagt:

      Vermutlich ist es so, dass Mainstreammedien nur noch mit spektakulären Falschmeldungen überhaupt noch ihr abgedroschenes Altpapier unter die Leute kriegen.

      Die Medienmühle im leerlauf und damit sie nicht durchdreht wirft man noch ein bischen Mist und Dreck rein.

  15. P.Nibel sagt:

    Auf Greta wurde ich nur deshalb aufmerksam, weil der NDR ein Foto von ihr brachte, ohne den dümmlichen "REICHSBÜRGER"- Kommentar drunterzuschreiben, den Mädchen mit Zöpfen sonst immer vom NDR bekommen!
    Ich fragte mich, was dieses Mädchen so besonders macht, dass sie eine Sonderbehandlung bekommt und vermute, dass Greta eine Jüdin ist und dass ihre Auftritte in Hamburg organisiert werden von der jüdischen Gemeinde Elmshorn.
    Ich vermute auch, dass die jungen Männer, in die sich die hüpfenden Mädchen verlieben, alle nenbeschnittenenpimmel haben.
    Ich sagte es neulich schon an anderer Stelle: Die Semiten spielen sich gegenseitig die Bälle zu und bezeichnen sich gegenseitig als Antisemiten, um ihr Netzwerk zu verschleiern!

    • Hartensteiner sagt:

      Bei P. Nibel geht es – wie wir schon gewohnt sind – wieder einmal heftig durcheinander. Nein, Greta ist keine Jüdin sondern Schwedin. Ja, Greta ist die Ikone einer zig Milliarden schweren, neuen, grün angemalten "Nachhaltigkeitsindustrie", zu deren NGOs auch XR (Extinction Rebellion), FFF (Fridays for Future) und der ganze "Green New Deal" gehören und auch das Gros der "Grünen", die alle damit beschäftigt sind, diese neue – umweltzerstörende – Industrie aufzubauen, die gleichzeitig erfolgreich als "grün" und "nachhaltig" verkauft wird.
      Und speziell noch an P. Nibel: Wie ich oben sage, Antisemitismus ebenso wie Rassismus sind mit die widerlichsten "Konzepte" mit denen die Menschheit aufgewartet hat. Das heißt nicht, dass es nicht unter Juden auch Lumpen gibt, wie es Lumpen unter Deutschen gibt, unter Franzosen, Engländern, Amerikanern und welche Nation man noch anführen möchte.
      Dabei scheint es mir aber unsinnig, immer auf diese zu starren. Wenn ich "Deutsche" sage, blicke ich auch nicht ausschließlich auf den Serienmörder im Zuchthaus. Man kann ja auch mal bei allen Menschen und allen Gruppierungen auf die "Normalen" schauen oder gar auf die, die etwas Tolles gemacht haben und die man deswegen bewundert.

    • Hartensteiner sagt:

      Ich weiß – wenn es um Musik geht, haben 2 Leute mindestens 3 Meinungen 🙂 Aber wenn ich schon von "normal" oder gar "bewundern" geschrieben habe – hier eine israelische Gruppe, deren Musik mir sehr gut gefällt. Damit wir vielleicht auch einmal eine andere Seite betrachten, ehe wir wieder auf die ernsten Probleme schauen:
      https://www.youtube.com/watch?v=jq5cAJuUjAE

    • P.Nibel sagt:

      @Warzenschweiner
      Ach ja? Und warum sagt dann im Film über Florence Foster-Jenkins (ARTE) ihr jüdische Pianist – gespielt von Simon Hellberg, dem "Howard Wolowitz" aus "The Big Bang Theorie": "Wir Juden konkurrieren irgendwie alle miteinander und gemeinsam mit dem Rest der Welt"?!
      Wissen Sie überhaupt irgendwas über die Juden?

    • Hartensteiner sagt:

      P. Nibel – leider hatte ich nie die Gelegenheit "die Juden" zu treffen, immer nur einzelne, individuelle Juden und Jüdinnen. Und von denen, mit denen ich länger bekannt war und bin – weiß ich eine ganze Menge 🙂

  16. wasserader sagt:

    In der Weise die globalistische Jugend und Spätjugend
    Kampfbegriffe und Unterstellungen gegen Kritiker und Andersdenkende einsetzt
    erinnert sie – um in der Schublade zu bleiben – an die Hitlerjugend .

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