Im Gespräch: Friedemann Willemer („Vom Scheitern der repräsentativen Demokratie“) (Podcast)

Demokratie. Einst eine schöne Vorstellung von einem freien, friedlichen Zusammenleben der Menschen in einem Staat, die ihren Willen vertrauensvoll an die so genannten Repräsentanten des Volkes übertragen, damit diese ihn verwirklichen und durch Gesetze und ihre legitime Macht in die Tat umsetzen können. So schön, so gut – so im Deutschland von 2020 nicht vorhanden.

Erkannt hat das neben vielen Bürgern quer durch alle Bildungsschichten auch der Rechtsanwalt Friedemann Willemer. In seinem Buch „Vom Scheitern der repräsentativen Demokratie – eine demokratische Tragödie“ spricht er von einer Parteien-Oligarchie. Frei nach Horst Seehofer hieße das „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

Doch lassen wir an dieser Stelle auch unser Grundgesetz zu Wort kommen. Dort heißt es in Art. 20 Abs. 2 Satz 1: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Ist das eine Täuschung? Ein leeres Versprechen? Eine Beruhigungspille? In den letzten Monaten wurde das Grundgesetz wahlweise ignoriert und mit Füßen getreten. Versammlungs-, Meinungs-, Bewegungsfreiheit und viele weitere Grundrechte wurden eingeschränkt – vorübergehend, ungeprüft, seit März 2020.

Warum also steht bei unserem Staatssystem „Demokratie“ drauf, obwohl etwas ganz anderes, sehr Seltsames drinsteckt? Fakt ist: Der Kurs der Mächtigen ist antidemokratisch. Er wird von einer sehr guten Gerichtsbarkeit sporadisch zwar noch in die Schranken gewiesen, erfüllt aber dennoch die Ziele der Großkonzerne. Wer regiert hier eigentlich?

Ein offener Diskurs zu diesen Fragen ist mehr als nötig. Freie Meinungsäußerung muss wieder möglich sein. Das Regieren im Verfassungsbruch muss aufhören. Artikel 146 GG sollte ernsthaft besprochen werden, von Juristen, Bürgern und allen Menschen mit Interesse an einem friedlichen, selbstbestimmten, demokratischen Leben – frei, unabhängig, konstruktiv.

Wir müssen reden – aber sicher nicht mehr auf YouTube.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Abonniere jetzt den KenFM-Newsletter: https://kenfm.de/newsletter/

+++

Jetzt KenFM unterstützen: https://www.patreon.com/KenFMde

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

Ein Kommentar zu: “Im Gespräch: Friedemann Willemer („Vom Scheitern der repräsentativen Demokratie“) (Podcast)

  1. Sehr geehrte herren, ich habe mit Spannung das Interview angehört. Teile vieles von dem gasagten. Eines möchte ich hinzufügen: ich denke, Sie wurden bereits in ihrer BRD, also vor 89, belogen. Die BRD hatte nämlich nur ein Ziel, nämlich der ddr überlegen zu sein, um irgendwann das System der ddr zu kippen, eigentlich farbrevolution. Sie, die westdeutschen wurden genauso geblendet wie die heutigen Mainstream Leser. Die ddr wurde vom westen sanktioniert, wie heute syrien und Russland usw. Die ddr war eine diktatur, aber das wurde offen genannt, nämlich diktatur des Proletariats. Es mag auch ein falscher weg gewesen sein, aber er wurde ohne das verlogene zinsenzinssytem gegangen. Die ddr war auch nicht pleite, denn sie war ja viel weniger verschuldet als heute eine einzige Großstadt. Die ddr war höchstens arm, pleite ist etwas anderes.
    Mfg
    Petra schulz

Hinterlasse eine Antwort