Friedensforscher trifft Traumaforscher – Wo sind die Gemeinsamkeiten?

Warum ist unsere Welt so voller Gewalt? Warum ist für unsere politischen Entscheider, trotz all des historischen Leides, Krieg immer noch ein probates Mittel, um Konflikte auszutragen?

In Hannover sind Experten aus zwei Forschungsrichtungen in einer Podiumsdiskussion zusammengekommen, um ihr Wissen zu verschmelzen und damit in diesen drängenden Fragen zu neuen Einsichten zu gelangen. Auf der einen Seite Dr. Daniele Ganser, Friedensforscher und Historiker, auf der anderen Seite Dr. Franz Ruppert, Traumaforscher, und Birgit Assel, Traumatherapeutin.

Dass zwischen Krieg und Trauma ein enger Zusammenhang besteht, ahnen viele Menschen instinktiv. Doch welche Mechanismen wirken konkret im Verborgenen. Was ist es, dass einen Menschen dazu antreibt, selber Täter zu werden und dies womöglich noch in dem Glauben an eine gute Sache? Wie sind Traumata und Krieg wechselseitig miteinander verbunden?

Die Diskussionsteilnehmer geben Antworten auf diese Fragen. Und jeder ist im Nachgang der Sendung eingeladen, sich selbst die Frage zu stellen, auf welchen Ebenen er sich im Krieg befindet.

Der innere Frieden ist die Grundlage für den äußeren Frieden und dem kann sich nur nähern, wer auch bereit ist, sich mit den eigenen Traumata auseinander zu setzen. Dies gilt auch und insbesondere für Politiker.

Inhaltsübersicht:

0:03:50 Die menschliche Psyche und die Spaltung der Identität

0:12:01 Die gesellschaftliche Wahrnehmung von politischen Problemen

0:19:40 Kriege für den Frieden – sind wir „enkeltauglich“?

0:28:24 Überlebensstrategie: Berufswahl

0:43:25 Krieg ist das größte aller Traumata

1:09:08 Traumata behandeln

1:24:35 Konfrontation mit sich selbst

1:36:52 Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?

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64 Kommentare zu: “Friedensforscher trifft Traumaforscher – Wo sind die Gemeinsamkeiten?

  1. Fontanus:
    „Ja, jede Verletzung(Traumata) lässt sich heilen wenn man sie ursächlich behandelt – das ist auch meine persönliche Meinung.“
    Amadeus:
    Ich freue mich, dass Sie Ihre Meinung korrigiert haben.
    F:
    „Je tiefer die Verletzung desto länger unter Umständen der Heilungsprozess.
    Die Resilienz (sie wird bedingt durch die gesunden psychischen Anteile), wie es Martin Bauer beschreibt, kann den Heilungsprozess wesentlich unterstützen.
    Und nicht das TRAUMA ist das Überlebenstool sondern die Stressfuntionen des Körpers:“
    A:
    Auch hier haben Sie Ihre Meinung korrigiert. Vielen Dank dafür.
    F:
    „Insbesondere Babies und Klein(st)kinder, deren kognitive Fähigkeiten noch nicht ausgebildet sind, könnten Schmerz infolge von Verlassenheit, Nicht-Annehmen-Können oder/und Misshandlung auch physisch nicht überleben, würde die über das Stammhirn in Gang gesetzten Ausschüttung beispielsweise von Adrenalin nicht entsprechend reguliert werden.“
    A:
    Ja ich weiß es, denn ich gehöre selber zu der Gruppe von Babies und Kleinstkinder von den Sie sprechen, die verlassen, nicht angenommen, misshandelt und vernachlässigt wurden. Das waren 50-er Jahre und meine Eltern wurden selber durch den Krieg traumatisiert, und zum falschen Verhalten konditioniert. Sie konnten nichts dafür. Deshalb lehne ich jede Art von Schuldzuweisungen an unsere Mitmenschen. Wir alle ohne Ausnahme sind schließlich Produkte der Welt in die wir geboren sind.
    F:
    „Die Funktion auf psychischer Ebene ist die, diese letztlich nicht einzuhaltenden Gefühle abzuspalten.
    Um uns weiterentwickeln zu können brauchen wir natürlich dann Mechanismen, die uns einerseits vor den Trauma beschützen – andererseits um uns auch an die gegebene Situation anpassen zu können um, ja, zu ÜBERLEBEN.“
    A:
    Ja. Das stimmt! Und diese Mechanismen sind sehr unterschiedlich. Wird das Kind von Eltern geschlagen und psychisch misshandelt, versteckt es sich möglicherweise irgendwo in der Einsamkeit und steckt seine gesamte Entwicklung Energie womöglich in die Erschaffung einer bizarren eigenen Welt in der es seine Rache auslebt. Es kann quälen der Tiere oder sich selbst sein. Aber es gibt noch unendlich viele Beispiele aus der Forensik, welche extrem unterschiedliche Überlebensstrategien sich aus derartigen Traumata entwickeln können.
    F:
    „Dieser Umstand, der, wenn man sich mit Gehirnforschung und Bindungsverhalten auseinandersetzt, lässt einen dann auch (vielleicht) diesen in sich völlig abstrusen Widerspruch jener Erziehungsmethoden erkennen, denen wir und vergangene Generationen noch ausgesetzt waren.“
    A:
    Ja, da haben Sie recht. Dabei bedeutet moderne Gehirnforschung nicht nur Forschung an dem Gehirn selbst und seinen komplexen biochemischen und elektrischen Vorgängen, sondern vor allem an ihren äußerst komplexen Auswirkungen.
    So sind wir imstande beim entsprechendem Wissen und praktischen Können, das Verhalten von uns selbst und den Anderen zu verstehen.
    Es gibt viele gute Bücher und neuerdings sehr viele gute Vorträge und höchst spannende Videos mit Fallbeispielen aus der Forensik an denen wir sehr genau die menschliche Psyche und Traumata studieren und verstehen lernen können. Welche Schlüsse wir aus diesem Studium ziehen, hängt von der Unterschiedlichkeit unserer Studienobjekte und der Motivation die diesem Studium zugrunde liegt.

    Gehirnforschung, die sich ausschließlich mit den Biomechanismen und elektrischen Impulsen im Gehirn beschäftigt, ist nach meiner Überzeugung keine richtige Gehirnforschung. Auch ein Psychologe oder Psychiater, der keine Ahnung über die von mir postulierte praktische Gehirnforschung hat, sollte nicht mit dem Patienten in Berührung kommen.

    Ich bedanke mich bei Ihnen für das nette Gespräch. „Mein Ziel ist und bleibt der Mensch“ 🙂

  2. Also den Eliten geht es gut und ich glaube nicht, dass sie sich von Professor Ruppert therapieren lassen wollen. Und wenn sie so stark traumatisiert sind, dass sie nicht mehr glücklich sein können dann gehen sie Einkaufen oder fahren zum Urlaub und lassen sich die Seele baumeln, umgeben von opportunen Leuten, die ihnen sagen, wie herrlich und wunderbar sie sind. Und wenn das nicht hilft dann ziehen sie sich reine Kokain in die Nase hinein weil sie sich diese Reinheit leisten können, und dann ist es ja wieder alles klar.

    Man könnte sagen: Trauma ist der Mangel an Geld. Ich bin mir sicher, dass wenn wir mit der Hälfte des Geldes der deutschen Finanzeliten unsere Kindergärten und Schulen ausbauen und sie mit gut bezahlten und im Geiste der Aufklärung ausgebildeten Lehrern besetzen, die den Kindern das dialektische Wissen ohne negativen Lernstress vermitteln, dass wir dann in kurzer Zeit mündige Bürger haben, die von sich allein dafür sorgen, dass das Krebsgeschwür des heutigen Kapitalismus geheilt werden kann.
    Und ich denke, dass da von der Hälfte dieses Geldes noch genug übrig bliebe, um Armut in Deutschland zu beseitigen, und genug bezahlbare Wohnungen, Sportplätze und andere Einrichtungen und Begegnungsstätte des sozialen Vergnügens und Friedens zu bauen. Das wäre eine mögliche Lösung, statt sich mit der Therapie der armen Leute zu beschäftigen, die nur deshalb bereit sind, sich dieser Traumatherapie unterzuziehen, weil sie zu wenig Geld in der Tasche haben, um sich selbständig von ihrem Trauma befreien zu können.

    Ich weiß, dass das was ich sage überspitzt ist, aber etwas Wahrheit steckt doch drin oder?

    Zu denken, dass man mit Traumatherapie, die bis das Unendliche wachsende parasitäre Population der Milliardäre und deren Grundlagen in Form von globalen Konzernen, eindämmen zu können, ist schon extrem an den Haaren herbeigezogen.

    Kapitalismus ist ein natürliches System, deshalb hat er sich schlussendlich etabliert. Aber wie jedes natürliche System, muss auch Kapitalismus den gesunden Kontrollmechanismen unterliegen.
    Dagegen jedes andere System wie Kommunismus, Sozialismus, Maoismus ist künstlich und über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt.
    Die derzeitige Entwicklung des Kapitalismus wird ohne entsprechenden Kontrollmechanismen in der nächsten Zukunft unweigerlich zum Kollaps führen. Das ist Trivial.

    Je größer und komplexer die menschliche Familie ist, umso ausgeklügelter müssen die Kontrollmechanismen sein, um dieses lebende System in dem Gleichgewicht und Gesundheit zu erhalten.
    Dialektische Erziehung schon im Kindergarten und in der Grundschule, kann wie ich schon erwähnt habe, die Grundlagen für das natürliche Wachstum der verantwortungsvollen Gesellschaft schaffen, die dann ohne, dass sie allesamt im Laufe ihres Lebens vom Traumtherapeuten behandelt werden müssten, die schöne neue Welt errichten.
    Es gibt natürlich Krankheitsfälle, bei denen nicht anders geht, als dass man den schwer traumatisieren Menschen behandeln musste, aber zu behaupten alle wären krank und müssen deshalb behandelt werden ist natürlich Unsinn.

    • Weltweit sterben jährlich Millionen Menschen an Medikamenten.Die Cocktails an pharmazeutischen Medikamenten,die viele heute schlucken,sind furchterregend. Wenn diese Mittel auch schnell helfen,sind ihre Nebenwirkungen auf Dauer oft tödlich.Das Symptom ist geheilt,-der Patient ist tot.

      Wie viele Menschen sterben an sinnlosen Erkrankungen wie Diabetes,Herzkrankheiten oder Verkalkung,die durch Vitamine lange geheilt werden könnten-nur das wird nicht publik gemacht-auch hier nicht-im „Aufklärungsforum“
      Es sterben mehr Menschen an diesen eigentlich lange überwundenen Zivilisationskrankheiten als in beiden Weltkriegen zusammen.

      Wie viele Kinder werden mit Ritalin vollgestopft-einer gehirnschädigenden Droge ,die genau so zu betrachten ist wie Kokain!?Wie viele Kinder gehen an dieser Droge zu Grunde?!
      Wieso sagen dazu die Gehirnforscher wie Spitzer oder Hüther kein Wort?

      Dieses System ist zutiefst abartig und lebt nur von kranken Menschen -mit gesunden Menschen ist kein Profit zu machen.

      Darum-wie viele Menschen sind daran gestorben,weil sie einen Psychotherapeuten besuchten!?

    • An Wanderlust
      „Dieses System ist zutiefst abartig und lebt nur von kranken Menschen -mit gesunden Menschen ist kein Profit zu machen.
      Darum-wie viele Menschen sind daran gestorben,weil sie einen Psychotherapeuten besuchten!?“

      Natürlich ist dieses System zutiefst abartig, weil es von kranken Menschen lebt, aber was noch schlimmer ist, weil es vor allem von dummen Menschen lebt.

      Die Volkskrankheit Dummheit hat viele Symptome, zum Beispiel, dass man die Realität und Bildung wie der Teufel das Weihwasser meidet. Davon stirbt man bekanntlich nicht direkt, wie Sie hier zurecht festgestellt haben. Aber und das sollten sie für sich besonders gut überlegen, ist die Volksdummheit unter anderem die Ursache für die Existenz dieses abartigen Systems von dem Sie sprechen.
      Es müsste auch für Sie klar sein, dass die Dummheit von den Schlauen immer für eigene Interessen benutzt wird.
      Die Menschen sollten sich bilden, dann würden Sie sich selbst besser verstehen und bräuchten keine Psychopharmaka, um gesund zu werden. Auch nicht zu den Therapeuten zu gehen, weil sie für sich selber der beste Therapeut sein könnten.
      Also nochmal 🙂 Wenn die Leute im Allgemeinen lieber zum Psychotherapeuten gehen, statt sich zu bilden, um die Ursachen seines Leidens zu verstehen, dann sind das meist Menschen, die grundsätzlich das Wissen scheuen. Und das hat dann fatale Folgen für die Demokratie und führt letztes ende zu erhöhten Sterblichkeit in der Gesellschaft.

  3. Traumabekaempfung ist unter Umstaenden das selbe „Karussell“wie Menschen zu traumatisieren.

    Eine „Trauma freie Welt“ kann aber durchaus als „gradliniges Ziel“ ,Ideal oder auch Präambel auf dem „kurvigen Weg“ der Menschheitsfamilie dienen.
    (Wer alle seine Ziele erreicht hat,hat sie nur zu tief angesetzt.- Dieter Lange-)

    Viel wirkungsvoller erscheint mir unsere Kinder in Resilienz durch ausgewogene Naechsten-und Selbstliebe
    ohne Angst zu schulen.(Der Weg aus der Angst fueht immer durch die Angst. Wer Angst hat kann nicht lieben,
    und wer liebt hat keine Angst weiss Dieter Lange zu berichten)
    So werden wir als Menschheitsfamilie auf Dauer das Trauma-Karussell bis zur goettlichen Lautlosigkeit auswuchten koennen.
    Das ist doch schon mal was?

    (Beispiel fuer extreme „goettliche“ Resilienz:Natascha-Kampusch)

    • „Traumabekaempfung ist unter Umstaenden das selbe „Karussell“wie Menschen zu traumatisieren.“

      Trauma (griech. Verletzung) bspw. der Liebe vollzieht sich in den häufigsten Fällen in der pränatalen Phase, während der Geburt und in der frühen nachgeburtlichen Zeit. Je stärker die Bedürftigkeit, desto größer die Gefahr der Verletzung.
      Ein Trauma in der Psyche dient dem Überleben und wird von den Stressfunktionen des Körpers angeschoben. Die bedingungslose Erfüllung von Bedürftigkeit des Neuen Menschen ist ab seiner Entsteheung die Basis für eine gute Entwicklung der Einheit Körper und Psyche.
      Traumata können in diesem Sinne also nicht „bekämpft“, sondern nur in ihrer Ursächlichkeit auf wohlwollende und reflektierende Art und Weise (Angst, Schmerz, Wut) sichtbar gemacht werden.
      So werden die Überlebensmechanismen, die diese vereltzten Anteile bewacht haben, aufgelöst und der Mensch kann sich in seiner wahren inneren Präsenz mit all seinen innewohnenden Fähigkeiten und Einschaften vollends (nach)entfalten.

    • „Ein Trauma in der Psyche dient dem Überleben und wird von den Stressfunktionen des Körpers angeschoben.“
      sagen Sie.

      Sehen Sie da nicht ein Widerspruch in Ihrem Denken, wenn Sie einerseits sagen, dass Trauma eine Verletzung bedeutet und gleichzeitig behaupten Sie dass Trauma ein Tool ist das dem Überleben des Menschen dient.
      Früher hat man wohl nach diesem Motto die Kinder geschlagen und erniedrigt, weil man gesagt hat, dass man sie dadurch resistenter und widerstandsfähiger für die eventuellen Widerstände in ihrem späteren Leben macht.
      Also kann man Traumata heilen oder nicht?

    • Ja, jede Verletzung lässt sich heilen wenn man sie ursächlich behandelt – das ist auch meine persönliche Meinung. Je tiefer die Verletzung desto länger unter Umständen der Heilungsprozess.

      Die Resilienz (sie wird bedingt durch die gesunden psychischen Anteile), wie es Martin Bauer beschreibt, kann den Heilungsprozess wesentlich unterstützen.

      Und nicht das TRAUMA ist das Überlebenstool sondern die Stressfuntionen des Körpers:
      Insbesondere Babies und Klein(st)kinder, deren kognitive Fähigkeiten noch nicht ausgebildet sind, könnten Schmerz infolge von Verlassenheit, Nicht-Annehmen-Können oder/und Misshandlung auch physisch nicht überleben, würde die über das Stammhirn in Gang gesetzten Ausschüttung beispielsweise von Adrenalin nicht entsprechend reguliert werden.
      Die Funktion auf psychischer Ebene ist die, diese letztlich nicht auszuhaltenden Gefühle abzuspalten.

      Um uns weiterentwickeln zu können brauchen wir natürlich dann Mechnismen, die uns einerseits vor den Trauma beschützen – andererseits um uns auch an die gegebene Situation anpassen zu können um, ja, zu ÜBERLEBEN.

      Dieser Umstand, der, wenn man sichmit Gehirnforschung und Bindungsverhalten auseinandersetzt, lässt einen dann auch (vielleicht) diesen in sich völlig abstrusen Widerspruch jener Erziehungsbemethoden erkennen, denen wir und vergangene Generationen noch ausgesetzt waren.

  4. Lieber Ken Jebsen,

    du fragst in Minute 1:25:43 „ist das nicht der Weg, […] mal wirklich auf Konfrontationskurs mit seiner eigenen Feigheit zu gehen.“

    Dazu hat dir etwas weiter vorne Franz Ruppert schon gesagt, dass die Metaphern wichtig sind, und für Konfrontationskurs gilt das selbe. Das ist eine aggressive Metapher, die sich nur in Nuancen von sagen wir mal „Kriegskurs“ unterscheidet.
    Noch schlimmer ist „Feigheit“ als Metapher. Da greife ich mal fix auf Daniele Ganser zurück:
    Ein wesentliches Problem ist die TAT-Spirale. TAT steht für Trennen – Abwerten – Töten. Das kann man im Außen machen – da hat Daniele den Begriff oft erklärt, aber das geht eben auch im innern (das Vorgehen ist identisch, wer das eine kann, kann auch das andere sehr gut, aber wie jemand mit sich im inneren umgeht können wir nicht sehen). Wer sich mit seiner eigenen Feigheit auseinandersetzt hat ja schon 2 Schritte der TAT-Spirale getan. Er hat sich und seine Feigheit gegenübergestellt. Damit ist die Trennung vollzogen. Die Abwertung macht alleine der Begriff. Es geht eben nicht um die eigene Angst. Es geht um Feigheit, und ein Feigling ist schon ein Looser, oder nicht? Also muss man seine Feigheit loswerden.
    Und folgerichtig gehst du dann auch den letzten Schritt, eben auf Konfrontationskurs, mit deiner eigenen Angst, die du Feigheit nennst. Das kannst du tun, bis du deine Angst umgebracht hast. Viel Spass.

    Aber es eben geht nicht um Konfrontation. Es geht um Mitgefühl (hat Franz auch gesagt). Aber das ist erst der 3. Schritt.
    Wenn du so weit bist, wie deine Sprache nahelegt, wäre der erste Schritt die Tötungsabsicht abzulegen. Konfrontiere nicht deine Feigheit. Höre ihr zu. Die will dir etwas über dich selbst sagen. Erkenne sie auf Augenhöhe an. Also als Angst – ohne Abwertung (2. Schritt). Erkenne die Hilflosigkeit, die es offenbar unmöglich macht, mit dieser Angst umzugehen – was du dann als Feigheit auslegst; wenn du trotz Angst handeln könntest, wärst du ja mutig. Aber die Hilflosigkeit ist da.
    Und im letzten Schritt gilt es dann, die Trennung auch noch zu überwinden. Und dafür braucht es Mitgefühl. Erst ein mitfühlen mit dieser meiner Angst, und dann selber fühlen. Dann habe ich Angst. Dann bin ich traurig, weil ich keinen Ausweg weiß. Dann habe ich schon so viel versucht, und bin am verzweifeln, weil alles irgendwie nicht zu helfen scheint. Ich wünsche mir Unterstützung, Hilfe. Und ich wundere mich, das da nichts kommt. Und dann schaue ich vielleicht nach rechts und nach links, und stelle fest, die andern schauen alle genauso verbissen drein, wie ich. Ja vielleicht haben die ja auch Angst. Und ich habe immer gedacht, die mögen mich einfach nur nicht …

    So vielleicht als Einstieg . . . 🙂

    • Lieber Lesesalamaner
      Seien Sie nett zu sich selbst.Nur so koennen Sie Licht geben.
      Dieter Lange weiss:“Wer Angst hat,der kann nicht gleichzeitig lieben und
      der Weg aus der Angst fuehrt immer durch die Angst“

  5. Überhaupt nicht herausragende Sendung! Ich denke Herr Ruppert ist ein Populist. Ja! Offensichtlich ist der Virus des Populismus so allmächtig, dass er nicht nur in der Politik, sondern schon auch in der Soziologie, den Einzug hält. Ich könnte auch Wissenschaftspopulismus sagen, aber da der Herr Ruppert, obwohl mit dem Dr, Titel ausgestattet tatsächlich nichts mit Wissenschaft oder wenigstens mit Wissenschaftsbewusstsein zu tun hat, wäre diese Bezeichnung nicht korrekt.
    Das gibt er wohlgemerkt auch selber zu, dass er kein Wissenschaftler ist. Er sieht zwar nett und ausgeglichen aus, so dass man ihm gerne zuhört, aber er erzählt am laufenden Bande Dinge die nicht zueinander passen.
    Er vermischt geschickt die im allgemeinen bekannten und anerkannten Wahrheiten, die jedem einleuchten, mit dem esoterischen Nonsens, so dass in den Hirnen der Zuhörer eine dank der Glücks Endorphine emotional-positive Suppe, mit dem eigentlich ungenießbaren Schwachsinn gekocht wird.
    So wird man mit dem Schwachsinn infiziert, ohne es zu merken.
    Während der ganzen Diskussion, habe ich von keinem der Teilnehmer ein Wort, über die Gehirnprozessen die doch den von Herr Ruppert beschriebenen Psyche- oder Verhaltensphänomenen zugrunde liegen. So als ob das Gehirn nur ein Fake wäre, und nicht ein Organ, das uns zu 100% ausmacht. Mehr noch. Wie Manfred Spitzer sagt: Wir sind das Gehirn.
    Der einzige der in dieser Runde nicht wirklich mitmachte ist, der Herr Ganser, der sich schon am Anfang subtil von dem in dieser Runde allgemein herrschenden Dilettantismus distanzierte.

    • @ Amadeus
      Angesichts Ihrer pesönlichen Angriffe insbesondere gegenüber dem Menschen Franz Ruppert und in seiner Rolle als Wissenschaftler und auch im Hinblick Ihrer Stellungnahmen, mit tendenziellen Ausnahmen in anderen Threads (die aber im Ganzen gesehen und angesichts der Kommentare wie diesen, dann auch nicht wirklich Sinn ergeben), gehe ich recht stark in die Annahme, dass Sie sich im Grunde sowohl mit dieser Thematik als auch mit jenen Themen, die Sie gegenüber stellen möchten, nicht wirklich auseinandergesetzt haben können.
      Es liegt auch nahe für mich, infolge Ihrer sag ich mal vehementen Dialog- und Beratungsressistenz und Ihres teils sehr aggressiven Kommentarverhaltens, dass Sie das auch gar nicht möchten.
      Also, wenn Sie das, WAS sie hier machen nicht mit einer bestimmten (anderen) Absicht machen und ansonsten nichts im fachlich konstruktiven Sinne beizutragen haben, warum halten Sie sich nicht einfach mal zurück und nehmen außerhalb Ihres heliozentrischen Weltbildes erst einmal die Dinge so wie sie sind?

    • An Fontanus:
      Angesichts Ihrer persönlichen Angriffe insbesondere gegenüber dem Menschen Franz Ruppert…

      Treten sie in diesem Format in der Rolle eines Bodyguard Kommentators von Herr Ruppert auf?
      Verzeihen Sie, aber Sie wirken in Ihrem Kommentar so gekränkt, als ob Sie selber der gekränkte Herr Ruppert wären. Was Sie mir hier unterstellen, ist nicht fair, und das sollen Sie sich überdenken.
      Der Mensch Ruppert, wie Sie ihn hier darstellen ist eine öffentliche Person, und als solche darf und muss er, wie Heiko Mass, Angela Merkel u.a kritisiert werden. Ihre persönliche Kränkung und Wut ist deshalb unangebracht. Dem Mensch Ruppert bin ich sehr empathisch und wohlwollend eingestellt. Dagegen dem was er dem breitem Publikum sagt nicht, denn ich bin der Meinung dass das was er behauptet Volksverdummung ist.
      Wenn ich seine Theorien als bewiesenen Unsinn erachte, dann ist es meine Pflicht es mitzuteilen. Ich bin auch bereit fachlich zu erklären, warum ich das, was Herr Ruppert praktiziert für Unsinn halte, aber nur wenn ich zu dem Thema befragt werde.

      Dagegen erscheint mir Ihre Rolle in diesem Format zwielichtig. Sie reden oft in einer sehr geschwollener Sprache mit derartig langen Sätzen, dass man sich wirklich anstrengen muss zu verstehen, was Sie sagen möchten. Und Sie verhalten sich verdächtig kritiklos gegenüber dem was in den Sendungen gesagt wird. Immer alles schön und gut. Haben Sie schon mal von Dialektik gehört?
      Sie fordern mich auf, ich solle die Dinge so lassen wie sie sind. Da kann ich nur lachen. Wir sind hier bei KenFm gerade um die Dinge nicht so zu lassen, wie sie sind.
      Wollen Sie hier als Klatscher auftreten, oder wollen Sie eine fachlich konstruktive Diskussion zustande bringen. Mit ihrem opportunen Verhalten schaffen Sie gerade das Gegenteil.

    • Lieber Amadeus
      Das es nicht so weiter gehen kann wie bist her duerfte auch Ihnen bewusst sein.
      (Sonst wuerden Sie sich nicht mit einem Kommentar einbringen.)
      Machen Sie doch bei aller Kritik einen Vorschlag fuer ein zukunftsweisendes, gemeinsames dialektisches Ideal der
      Menschheitsfamilie.
      „To be dancing is not as difficult ,than it looks like“

    • @ Amadeus
      Wer sagt denn eigentlich, dass Esoterik kompletter Nonsens ist? Sicher ist da gewöhnlich ein gehörige Teil Nonsens bei.

      Ich halte das, was Herr Ruppert erzählt jetzt auch nicht wirklich für wissenschaftlich untermauert. Es passt aber durchaus zu meinen Erfahrungen und sicher auch denen vieler anderer Menschen, was natürlich den Populismusvorwurf erhärten würde. Muss es deshalb falsch sein oder gar komplett falsch sein? Wo ist da der grundlegende Widerspruch zur Hirnforschung?

      Als Arbeitshypothese ist das sicher durchaus brauchbar.
      Man sollte sich nur hüten, das als der Weisheit letzten Schluss zu betrachten und zu verkünden.

      Das Konzept sollte entwicklungsfähig und verwerfbar bleiben.

  6. Herausragende Sendung! Vielen Dank dafür, und auch, dass man Herrn Ruppert hier eine Bühne bereitet. Ich bin selbst gewillt, mein Trauma zu verarbeiten und sehe seine Ausführungen als sehr inspirierend an.

    Ich glaube, bei dem Thema „bei sich selbst sein“ missverstehen einige, dass man eben nicht nur für sich selbst sein sollte und darüber alle anderen vergisst. Herr Ruppert sagt zwar sinngemäß „Selbstliebe führt zu Nächstenliebe“, aber nicht wenige gehen nicht über das erste Wort hinaus.

  7. Der Zweite Weltkrieg wird sehr wahrscheinlich die Folge eines Traumas gewesen sein.

    Ein wesentlicher Grund für den Krieg war jedenfalls der Umstand, dass die Staaten weltweit überschuldet waren.

    Darüber hinaus könnte es Dinge geben, die wir nicht für möglich halten. Bei genauerer Kenntnis dieser Gegebenheiten wäre möglicherweise ein weiteres Motiv für Kriege gefunden.

    Beispielsweise berichtet eine Laura Eisenhower, Urenkeltochter des ehemaligen US-Präsidenten, von geheimen Marskolonien. Falls es diese tatsächlich geben sollte, dann könnte der Zweite Weltkrieg dadurch in ein völlig anderes Licht rücken.

    Dann weiß es kein Mensch so richtig wie Kornkreise entstehen und wofür diese gut sind.

    Der Raumfahrt-Ingenieur Boyd Bushman hatte es seinerzeit zudem behauptet, dass die Gerüchte um Aliens in der Area 51 alle stimmen.

    Es gibt ferner zwar keine eindeutigen Beweise, aber dennoch umfangreiche Indizien dafür, dass es das Land Agartha im Inneren der Erde tatsächlich geben könnte.

    Welchen Sinn und Zweck könnte beispielsweise die sog. Operation Highjump gehabt haben?

    Dann gibt es neben dem bekannten Tagebuch des Admiral Byrd auch ein Video, in dem dieser es ganz klar sagt, dass er im Land jenseits der Pole war. Ferner hatte ein Karl Unger einen Brief von Agartha abgeschickt. Zudem soll es auch im Berner Oberland eine Höhle geben, vermutlich die Beatus-Höhle, wo angeblich im Jahr 1945 ein Zugang zur Hohlen Erde entdeckt wurde.

    Es fällt auf, dass es kaum ein Land auf der Welt gibt, wo die Demokratie funktioniert.
    Beispielsweise will Russland sich vom Internet abschotten, die Türkei hat vor einiger Zeit Wikipedia gesperrt und unsere Bundesregierung will jetzt mit dem Hass-Vorwand das Internet „stärker kontrollieren“.

    Ich habe jedoch den leichten Verdacht, dass es regelmäßig nur darum geht, dass unbequeme Wahrheiten sich nicht herumsprechen sollen.

    Wenn es bei den Vorstößen der Bundesregierung für das Internet wirklich um Hass ginge, dann frage ich mich, warum die USA dermaßen umfangreiche Anstrengungen leisten, um Personen wie Edward Snowden oder Julian Assange ins Gefängnis zu bringen.

    Es scheint insofern der Fall zu sein, dass unsere Regierungen Dinge wissen, von denen wir nichts erfahren dürfen. Wenn es beispielsweise dermaßen offensichtlich ist, dass es keine Ufo’s gibt, dann frage ich mich, warum die Bundesregierung sich dermaßen dagegen wehrt, dass die deutschen Ufo-Akten veröffentlicht werden.

    Aber was sind die Mächtigen dieser Welt für Menschen?
    Es gibt etwa auch ein Snowden Leak, wonach Saudi-Arabien den Angriff auf Damaskus befohlen hätte.

    Ebenso haben bekanntlich auch die Wikileaks einiges im Zusammenhang mit der Clinton-Foundation etc. ans Licht gebracht.

    Die britische Regierung würde sich auch am Drohnen-Tötungsprogramm beteiligen.

    Dann ist es kein Geheimnis, dass Kim Jong-Un seinen Onkel den Hunden zum Fraß vorgeworfen hat.

  8. Erstmal vielen Dank für die gute Sendung.
    Mein Weltbild wurde tangiert, dass da heißt:
    Leben heißt gleichzeitig auch immer: Leben nehmen. Gut, die tierische Nahrungsaufnahme muss nicht sein, aber ohne Pflanzen zu essen, könnten wir nicht (über)leben.
    Aber gilt das nicht auch für die Psyche? Müssen wir uns denn nicht auch auf der psychischen Ebene „durchbeißen“? Auf der Quantenebene ist bekanntlich alles mit allem verbunden. Können wir unser „Herrschaftswissen“konstruktiv, in dieser Konkurrenzwelt wenn auch dosiert, verschenken? Uns überflüssig machen? Und, ist das nicht eine Luxusdiskussion?
    Könnte die ärmere Hälfte der Menschheit solch ein Gespräch führen, die von 2 Dollar am Tag überleben müssen, oder ist das dem weißen Mensch mit vollem Magen und guter Verdauung vorbehalten? Weil er den armen Ländern die Bodenschätze geraubt hat?
    Einer muss anfangen, ihr habt angefangen, zu reden. Über seine Selbstzweifel sprechen; als Soldat bei der Bundeswehr in Afghanistan, als Deutschlehrer am Gymnasium, als Friseur mit dem Kunden, als Bäcker mit den Brötchen in der Backstube. Sich selbst erkennen wollen verlangt Mut. Aber wenn wir die Welt verbessern wollen, müssen wir ihn aufbringen. Auch auf die Gefahr hin, von den 2 Dollar- Opfern eins auf die Mütze zu kriegen.

    • Aber gilt das nicht auch für die Psyche? Müssen wir uns denn nicht auf der psychischen Ebene „durchbeißen“?

      Was meinen Sie damit? Manchmal schmeißen sich die Kinder schreiend auf den Boden, weil sie sich bei ihren Eltern psychisch „durchbeißen“ wollen. Meinten Sie diese Art von durchbeißen?

    • Nein, allgemeiner, den täglichen Existenzk(r)ampf im Konkurrenzkampf. Kampf um Zensuren, Arbeitsplätze, Anerkennung. Wenn sich Kinder auf den Boden schmeißen um ihren Willen durchzusetzen, ist in der Beziehung zu den Eltern schon extrem viel falsch gelaufen. Eine erklärende Kommunikation, die über Befehlswörter hinaus geht, hat dann wohl nicht stattgefunden.

    • #blauersalamander
      Bringen Sie mal einem traumatisiert geschlagenen Hund bei ,dass wenn er
      sich nicht im „Opfer-Taeter-Karussell “ dreht auch eigentlich keine Schlaege mehr in sein
      Leben zieht.
      Um dieses Paradoxon zu ueberwinden,muesste er sich neu paradox Erfinden.
      Der Mensch findet diese goettliche Resilienz hinter seinem Ego.

      https://youtu.be/dlxZmkwu6Wo

    • Martin Bauer
      Es geht ja um die Frage, wie kann ich Trauma- Erfahrungen erkennen und heilen. Nicht mehr die Rolle spiele oder akzeptiere, die ich mir und der Regisseur (zB Vorgesetzter, Lebenspartner) zugedacht hat oder haben, sondern sie mit ihnen ändere, eventuell, auf Wunsch, auch ihre Rollen (Ego).
      Ist das möglich ohne „auszusteigen“, ohne das Hamsterrad zu verlassen, (das ja nur von innen wie eine Karriereleiter aussieht, wie Andreas Popp immer sagt). Lassen das die kapitalistischen Strukturen bzw Spielregeln zu, oder geht das nur auf Krankenschein?

    • Sie können die etablierten sozial Strukturen in denen Sie leben, ohne Ihre sozialen Strukturen, die Sie in Ihrem Gehirn haben nicht verlassen. Nicht Ihre Umwelt ist real, sondern die in Ihrem Gehirn geschaffene Welt in Ihrem Kopf. Dank Ihres Bewusstseins haben Sie nur ein Teilzugang zu dieser Welt, leider. Deshalb ist es wichtig das Bewusstsein so zu erweitern, dass Sie wenigstens das Gefühl haben Ihr eigenes „Ich“ im Griff zu haben. Erst dann können Sie etwas verändern. Aber dafür müssen Sie etwas tun. Mit dem „Krankenschein“ und Traumatherapie können sie aus dem krankmachenden System nicht aussteigen.

    • Martin Bauer
      Das Sein (Umwelt) bestimmt das Bewusstsein, ist genau so richtig, oder falsch, wie: Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Ein dauerndes Wechselspiel.
      Das mit der Bewusstseinserweiterung habe ich Ende der siebziger schon geübt und diskutiert und begriffen, dass sich mein „Ich“ entlang meiner Widersprüche gestaltet.
      Sie sind da schon weiter, Sie wissen was.

    • An Blausalamander
      Sie schreiben
      „Das Sein (Umwelt) bestimmt das Bewusstsein, ist genau so richtig, oder falsch, wie: Das Bewusstsein bestimmt das Sein. Ein dauerndes Wechselspiel.“

      Einen Augenblick konnte ich nicht verstehen was Sie mit diesem Satz meinen aber dann habe ich einen Fehler in Ihrer Formulierung gefunden.

      Sie haben das Sein mit der Umwelt gleichgesetzt, was nicht richtig also nicht zulässig ist.

      Wenn Sie schreiben würden: „Die Umwelt bestimmt das Bewusstsein, ist genau so richtig, oder falsch, wie: Das Bewusstsein bestimmt die Umwelt. Ein dauerndes Wechselspiel.“
      dann wäre der Satz Unsinn. Denn wie kann das Bewusstsein die Umwelt bestimmen(Telekinesie etwa?), wenn das Bewusstsein(Gehirn) selber ein Produkt der Verschmelzung von Spermium und Eizelle, also der Umwelt ist.
      Verstehen Sie den Irrtum? Sein ist nicht das gleiche wie Umwelt.

    • Amadeus
      Das Gehirn ist nicht das Bewusstsein. Verstehen Sie den Irrtum? Ein totes Gehirn hat kein Bewusstsein.
      Sein dagegen, beinhaltet auch immer ein Bewusstsein, denn Sein heißt Leben.

    • Lieber blausalamander 🙂

      Sie haben einen dialektischen Denkfehler gemacht.

      Also mit der sehr wohl richtiger Feststellung, dass ein totes Gehirn kein Bewusstsein hat, möchten Sie beweisen, dass das Gehirn kein Bewusstsein ist.

      Meine Definition lautet: Das Gehirn ist das Bewusstsein, und nicht wie Sie sagen, dass ich behauptet hätte, dass das tote Gehirn das Bewusstsein ist. Das habe ich nicht gesagt.

      Da sind wir gleicher Meinung, dass das tote Gehirn kein Bewusstsein ist, genauso wie ein totes Pferd kein Pferd ist.
      Und auch Ihre Definition von Sein ist leider nicht richtig.
      Sein kann auch abwesend vom Bewusstsein sein.
      „Ich denke also bin ich“ Descartes.
      „Ich fühle also bin ich“ Antonio Damasio
      Man denkt und fühlt auch ohne bewusst zu werden. Das Bewusstsein ist nur die Spitze des Eisberges, sozusagen ein Tool unseres unbewussten Seins.

    • Lieber Amadeus
      Das Gehirn ist der Ort an dem Bewusstsein entstehen kann, aber nicht zwangsläufig entsteht.
      Wenn das Gehirn per Definition das Bewusstsein wäre, bräuchten wir die Vokabel „Bewusstsein“ nicht.
      Spitzfindigkeiten, Rechthaberei, ….braucht kein Mensch. Das sollten wir uns nicht antun.
      Einen schönen Tag noch!

    • Lieber Blausalamander

      Von mir ist das keine Rechthaberei, sondern ein konstruktiver Gespräch. Ich liebe alle Menschen, aber ich liebe auch das Recht jedes Menschen auf einen unvoreingenommenes Miteinander Sein. Und ich sehe in unserem Gespräch keine Spitzfindigkeiten außer logischen Zusammenschlüssen. Auch das gegenseitige Gespräch soll letztes ende sportlich also fair sein und auch freundlich, auch wenn manchmal harte Argumente das eigene falsch justierte Selbstwertgefühl verletzen. Aber um so besser, denn nur dann können wir uns in den Augen von anderen spiegeln. Gespräche die nichts Neues bringen sind finde ich langweilig.
      Ich habe zwar gesagt, dass das Gehirn Bewusstsein ist, aber es ist doch logisch, dass ich damit das Bewusstsein ausschließlich als ein Produkt der biochemischen und physischen Prozesse die im Gehirn stattfinden halte. Und das ist 100% bewiesen. Alles andere bleibt in der Sphäre der frommen Wünsche.
      Ich wünsche Ihnen auch einen frohen und sorgenfreien Abend 🙂

  9. Silvan, stimme Ihnen zu.
    Auch mir hat die Runde sehr gut gefallen, kann noch nicht einmal sagen,
    wer mich mehr beeindruckt hat. Hervorheben möchte ich aber die Energie
    von Birgit Assel, die wie in einem Lichtbogen auf die/den Gegenüber
    überzuspringen scheint. Wenn so viel Kraft in eine sinnvolle Richtung gelenkt
    wird, muss ja etwas dabei rumkommen.
    Was für ein netter Kerl hervortreten kann, sieht man hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=vLxqCzqFz_U
    https://www.youtube.com/watch?v=iPiA2C0U0vE
    https://www.youtube.com/watch?v=IVBtGbHAYBI

  10. Ich hoffe, die Zuhörer ziehen daraus nicht den Schluss, wenn nur jeder einzelne Mensch für sich seinen Frieden fände indem er seine Traumata überwinde sei der Weltfrieden gesichert. Das höre ich jetzt oft. Statt Konflikt mit der Macht auf den Straßen lieber Introspektion bei Therapeuten. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland, in den USA, in Russland und in den anderen Ländern, jede und jeder Einzelne und ihre Familien und Freunde wollen auch jetzt schon in Frieden leben. Aber leider lassen sich davon Rüstungsindustrie, Pentagon, Ölkonzerne, „transatlantische“ Kriegshetzer*innen und Politk-Karrierist*innen, die für ihre Karriere einen Atomkrieg riskieren nicht beeindrucken. Wenn wir sie weiter gewähren lassen wird die Situation in der Welt zu einem Pulverfass, das beim kleinsten Funken explodieren kann.

    • Stimme zu das wäre der falsche Schluss! Doch die Situation in der Welt ist, daß die Welt schon lange ein Pulverfaß ist.
      Es explodieren täglich Mienen, Bomben (auch von Drohnen) und Gewehre. Militärischen Krieg führen wir schon sehr lange – aber im Hinterhof und nicht vor der Haustür. Den nicht militärischen Krieg führt man gegen alle die sich schlecht wehren können: Alte, Kranke, Kinder, Harzer, Andersdenkende (Die sind dann Verschwörungstheoretiker) , Demonstranten (Hambacher Forst und hier:

      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Baggerblockade-Polizeigewahrsam-wegen-verweigerter-Identitaetsfeststellung-4307453.html

    • Aber genau das ist der richtige Schluss.
      Es gibt keinen äußeren Frieden ohne inneren Frieden.
      Das ist ein höheres Gesetz, man könnte auch sagen, ein Naturgesetz. Das Bewusstsein des Menschen erschafft Realität. Wenn ich mir die äußere Realität ansehe, kann ich daraus schließen, dass das kollektive Bewusstsein in einem todkranken Zustand ist.

      Dass wir alle Frieden wollen, entspringt oft eher der Angst um das eigene Leben als einem tiefen Bewusstsein darüber, wer wir als Menschen wirklich sind.
      Wir durchschauen vielleicht langsam die politischen und hierarchischen Spiele und Systeme, aber dass diese Systeme nur durch unser fast schon kollektiv traumatisiertes Bewusstsein aufrechterhalten werden, das wollen wir nicht begreifen.

      Der Gedanke allein ist schon so herausfordernd und macht so viel Angst, dass wir ihn lieber der Lächerlichkeit preisgeben.
      Wie Herr Ganser sagt: Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, da ist man den Rest seines Lebens ausreichend beschäftigt. Ich beende den Satz: Und hat keine Zeit mehr, für Frau von der Leyen in den Krieg zu ziehen.

      Ich glaube es ist Angst und Feigheit vor dem „inneren Kampf“ (der so viel anspruchsvoller ist als der äußere Kampf) dass wir ihn als esoterisch, spinnert und lächerlich abtun.

      Osho formuliert das so:

      „Der größte Mut ist der, es auszuhalten, sich selber zu sehen.
      Genau wie du in deinem Inneren bist.
      Und genau das führt zur Transformation.
      Genau das führt zur inneren Revolution.“

      Und der inneren Veränderung folgt die äußere Veränderung zwangsläufig.
      Das ist ein Naturgesetz…siehe oben!

    • Was macht es Sinn, mit letztendlich Papierkugeln auf Panzer zu schießen – Gewalt, bedingt auch Protest, ist auch immer ein Mittel, deren längerfristige Konsequenzen und Folgen schwer abzuschätzen sind und selten bis gar nicht wirklich nachhaltig Wirkung zeigen.
      Warum nicht den Impuls setzen, die Sache sozusagen von innen heraus in Bewegung zu setzen, um dann nachhaltiger im Tun nach außen hin besser Einfluss nehmen zu können?

      Auch was den therapeutischen Rahmen angeht, sollten wir uns von gewohnten Assoziationen und Bildern verabschieden – niemand muss wirklich Therapeut sein, um so eine Gruppe anzuleiten. Basis ist natürlich schon ein bestimmtes Wissen um die Materie aber in erster Linie zeigt sich der Erfolg der Arbeit aus der Supervision heraus, sprich der Kognitiv-empathischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte.

      Ich weiß, dass es auch Menschen gibt, die den Lebens-Rahmen gesteckt bekommen haben, um in ihrer vollen Kraft ihr Leben kreieren und regeln zu können – aber ich denke wir sind uns einig, angesichts der gesellschaftspolitischen Situation, dass ein gewisser ich sag mal Ursachen bedingter Reformbedarf im Raum der Menschheitsfamilie steht.

      Ob er in dieser vergleichweise unkomplizierten Methode zu finden ist, wird sich (möglicherweise) empirisch herausstellen. Ein Versuch und ein kurzer Blick der Überprüfung aus subjektiver Sicht, ist sie in jedem Fall wert….

    • #Daliah8
      „Das ist ein höheres Gesetz“
      Googeln Sie mal unter „Hermetische Gesetze“

      Die groessete Kraft in diesem Universum ist die Liebe.
      (Aber auch gleichzeitig die Kleinste)
      „Wer die Herzen der Menschen gewinnt braucht sich um die Koepfe nicht mehr zu sorgen“
      „Wer liebt hat keine Angst und wer Angst hat liebt nicht.“
      „Der Weg aus der Angst fuehrt immer durch die Angst“
      hat Dieter Lange aus den Weltreligionen heraus gefiltert.

  11. Bin mit keinem der genannten verbandelt und möchte daher erwähnen, daß mir in dieser Runde zwei wichtige Vertreter gefehlt haben, nämlich die Psychoanalytikerin und Traumtherapeutin Ortrud Grön

    http://www.bayerische-akademie.eu/

    http://www.bayerische-akademie.eu/ortrud-groen/

    und

    Andree Mitzner
    als Vertreter der „Existential-psychologischen Bildungs- und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte, eine Einrichtung von Psychoanalytiker und Gründer Karlfried Graf Dürckheim“

    https://duerckheim-ruette.de/18/info.php?DOC_INST=1

    • KenFM macht zu 85% Politik. Aber – das leben besteht auch aus anderen Facetten. Aus diesem Grund haben wir „rote“ und „grüne“ Themen eingeführt. Möge sich jeder seine individuelle Mischung zusammenstellen.

    • Man kann inzwischen über gewisse letztlich nichtssagende weil pauschalisierende Bündelungen und Aburteilungen nur noch müde lächeln – Dirk Pohlmann ist für mich ein Journalist, der politische Themen durch seine Recherchen und einem empirisch geschärften Blick für das Über-Den-Tellerrand-Hinausgehende für den Durchschnitts-Medienkonsumenten weitestgehend wertfrei und sehr gut greifbar machen kann.
      Auch bei KenFM hat sich seit Anbeginn im Wesenskern eines gut funktionierenden Journalismus` nichts geändert – zumindest nicht für mich.
      Dass, je nach Verantwortungsbereich und im wohlwollenden Interesse der Expertise für ein eigenes stimmiges wie auch objektiv und v.a. konstruktiv zu analysierendes Weltbild im Grunde erst einmal so gut wie kein Bereich unseres Zusammenlebens wirklich ausgelassen kann, dürfte dabei für den heute aufgeklärten Medienrezipienten außer Frage stehen.

    • Daliah8
      „Wie willst du das Äußere verstehen, wenn du das Innere nicht verstehst?“

      Genauso Daliah8. Nur ich kann mir nicht vorstellen, dass Mir Egal von sich denkt, dass er „das Innere“ nicht versteht. Ihr spricht zum gleichen Thema einander vorbei. Nach dem Motto „Wir lieben uns so sehr! Ich liebe mich so sehr und Du liebst Dich so sehr“
      Aber damit alle Menschen sich verstehen bedarf einer klaren Sprache und nicht nur einer schönen Sprache, wie Sie sie oft benutzen Daliah8. Wenn Sie in der Sprache esoterisch, okkultisch, metaphysisch werden, dann wird nach und nach Ihr Geist auch okkultisch und esoterisch. Wie man denkt so wird man schließlich. Es möge zwar ein erhabenes Gefühl zu sein, sich von dem wahren Ich zu verabschieden und in der Märchenwelt zu schweben, aber in der wirklichen Welt wird so ein Märchengeist, wie schön er auch ist, nichts verändern können.

  12. Seit ewigen Zeiten gibt es Krieg auf diesem Planeten, Menschen die unterdrücken und machtgierig sind und Menschen , die sich unterdrücken lassen. Es gab aber auch friedliche Zeiten. Der Mensch ist wie er ist. Alle Menschen zum äußeren und inneren Frieden zu therapieren, dauert deren ganzes Leben lang. Dann kommt schon die nächste Generation, die immer noch den hässlichen Samen von Macht und Gier und Gewalt von seinen Vorfahren mitbekommen hat. Also wo fängt man mit therapieren an .
    Om Shanti om Shanti om Shanti
    Frieden im Inneren Frieden für die Nächsten Frieden für die ganz Welt….heisst es im Yoga
    Die Buddhisten oder Yogis beginnen immer bei sich selbst. Wer damit angefangen hat, weiss, wie schwer die Arbeit mit sich selbst ist. Der sieht dann erst recht, wie schwer es ist , dass die ganze Menschheit im Frieden ist.
    Wir bräuchten mehr friedliche Vorbilder wie Daniele Ganser.

    • Om Shanti om Shanti om Shanti

      Wenn wir endlich das tödliche Geschwür des Kapitalismus überwinden und durch ein gesundes soziales System ersetzen, brauchen wir keine Therapien und keine Apostel des Friedens.
      Denn der Frieden und gesundes Miteinander hängt vom System ab, in dem das Miteinander wirkt und nicht vom Menschen ab.
      Esoterik Okkultismus und Metaphysik ist auf dem Wege zu diesem System ultra kontraproduktiv.

    • Om Shanti om Shanti om Shanti

      Wir Menscheitsfamilie muessen uns auf ein neues dialektisches Ideal (Betriebssystem) verstaendigen.
      Der Kapitalismus (und auch der Kommunismus) hat seine Schuldigkeit getan
      und versinkt zunehmend in seinen Widerspruechen.
      So funktioniert das Rad der Zeit eben.

    • An Martin Baur
      „Wir Menscheitsfamilie muessen uns auf ein neues dialektisches Ideal (Betriebssystem) verstaendigen.“

      Dialektisches Ideal gibt es kaum, denn das ist die Spezifik der Dialektik, dass das Denkergebnis dieser Methode sich ständig an die Vorbedingungen anpasst. Nur kontinuierliches Üben mit diesem Werkzeug umzugehen schafft eine Möglichkeit in Richtung eines idealen Betriebssystems zu gehen.

  13. Interessantes Format.

    Wenn die Spitzenpolitiker und sonstige Führungspersonen nicht auf Basis ihrer psychischen Traumata agieren würden, wären sie nicht dort wo sie sind sondern dort wären andere. Und sicher gibt es auch ein paar reflektierte Persönlichkeiten.

    Für die Heilung jedes Einzelnen und den Umgang miteinander aber interessante Ansätze. Wenn das mehr Leute beherzigen würden, wäre es womöglich erreichbar, die Spaltung von oben zu überwinden.

    Von der Schulidee profitieren ja nur wenige ausgewählte Kinder und nicht die, die es besonders nötig haben. Für alle wird es so etwas wohlweislich nicht geben, in diesem reichen Land, wo es uns angeblich so gut geht. Ist so eine Schule, so löblich die Idee ist, wirklich das, was wir in diesem Land brauchen?

    • Nein, viel besser wäre es, endlich die Schulpflicht mit der Schulanwesenheitspflicht abzuschaffen, so dass alle Schulen zu Lernorten werden – zu denen auch alle jungen Menschen gerne gehen und in die sie nicht gezwungen werden müssen. Die vielen Schulgründungsinitiativen fangen damit an, solche Lernorte zu gründen. Und ja, bisher profitieren nur wenige Kinder davon, doch besser wenige, als gar keine.
      Dennoch ist das nicht die Lösung, doch vielleicht ein Anfang. Niemand wird gerne zum Schulgründer, weil das, wie Ken Jebsen richtig sagt, mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden ist und mit vielen bürokratischen Hürden.

      Es liegt an den Eltern und an den Lehrern, sich diesem Schulsystem zu verweigern. Bis jetzt sind es viele junge Menschen, die NEIN sagen. Doch dieses „NEIN“ gilt nicht. Für die Eltern kommt es zu Bußgeldverfahren, es wird ihnen Kindeswohlgefährdung vorgeworfen mit Entzug des elterlichen Sorgerechts, sogar mit Haftstrafen wird gedroht.
      Junge Menschen, die sich diesem Schulsystem verweigern, werden für psychisch krank erklärt und kommen in eine ambulante Psychiatrie.

      Dabei haben wir seit 2000 das Gewaltverbot in der Erziehung. Eltern, die sich weigern ihr Kind mit Gewalt in die Schule zu zwingen, werden kriminalisiert. Das ist noch vielfach die Realität in Deutschland. Allerdings findet ein Wandel statt, weil die Gerichte es mit jungen Menschen zu tun haben, die nicht mehr die „typischen“ Schulverweigerer sind, sondern aus einem Elternhaus kommen, in denen ihr freier Wille geachtet wird. Es gibt inzwischen immer mehr Freisprüche und Anwälte, die sich für diese jungen Menschen und ihre Eltern einsetzen.

      Doch solange die Mehrheit der Menschen glaubt, nur in der Schule lernen junge Menschen, und ohne Schule bleiben sie dumm, werden nur wenige junge Menschen von diesem Wandel profitieren. Die meisten Menschen wollen lernen, aber nicht immer das, was sie lernen sollen. Jedes gesunde Kind lernt von alleine Laufen und Sprechen, viele Kinder können inzwischen schon mit fünf Jahren lesen und rechnen, weil sie aufgrund der oftmals so „gefährlichen“ Medienwelt viel früher mit Zahlen und Buchstaben in Kontakt kommen und somit ihre Neugier geweckt wird, um eigenständig mit diesem Medienangebot umgehen zu können. Ich kenne junge Menschen, die konnten bevor sie in die Schule kamen, lesen und rechnen – in der Schule haben sie es wieder verlernt.
      Die Medien werden von jungen Menschen benutzt, um sich Informationen zu holen, die für sie wichtig sind. Mein einer Enkel (6) ist „Fachmann“ was die Titanic betrifft – er holt sich Informationen aus dem Netz, die mich staunen lassen. So sagte er neulich zu mir: Omi, der Eisberg ist nicht alleine daran Schuld, dass die Titanic gesunken ist. Es war ein Feuer, was verheimlicht wurde, sonst wäre das Unglück möglicherweise gar nicht passiert und die Titanic hätte dem Eisberg standgehalten.
      Natürlich habe ich das recherchiert und wie es aussieht, hat mein Enkel recht: https://www.galileo.tv/history/theorie-bekraeftigt-darum-ist-die-titanic-wirklich-untergegangen

  14. Danke an das KenFM-Team für die Auswahl des Themas und die dazu eingeladenen Gäste. Es war eine sehr harmonische Sendung. Ken Jebsen wird immer besser. Er lässt die Teilnehmer ausreden und stellt sehr gute Fragen.
    Während der Sendung wurde gefragt, ob beispielsweise unser Außenminister Heiko Maas auch traumatisiert sein könnte.
    Die Idee, diesen einer Behandlung zu erziehen hat Charme. Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe für Franz Ruppert. Die Behandlung sollte natürlich nicht ambulant sondern stationär erfolgen. Mit Herrn Maas sollten in dieser Einrichtung dann gleichzeitig noch Angela Merkel und Ursula von der Leyen behandelt werden. Die Dauer der Therapie sollte sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Außenkontakt müsste natürlich untersagt werden. Es gibt viele friedensstiftende Maßnahmen, aber diese wäre doch mal ein schöner Ansatz.
    Die Sendung wurde am 28.Mai 2018 aufgenommen. Hätte man damals schon mit der Behandlung der Drei begonnen, wer weiß was uns alles erspart geblieben wäre.

  15. Die Menschenaffen machen nachweislich Kriege, auch die Nichtmenschenaffen. Aber auch Ameisen und Termiten und wahrscheinlich auch viele andere Tiere. Und beim Weiten nicht nur, um sich die Bäuche voll zu machen.
    Da die Menschen zu den Tieren gehören, machen auch sie Kriege.
    Allerdings Menschen mit einem ausreichend und in eine richtige Richtung erweiterten Bewusstsein machen keine Kriege. Warum? Weil sie durch ihr kluges Bewusstsein zu dem Schluss gekommen sind, dass Kriege zu führen, genauso absurd ist, wie den Tod freiwillig zu sich einzuladen mit der kühnen Absicht ihn zum nicht töten bekehren zu können.
    Aber nicht die Traumen sind das Problem bei der Beseitigung von Kriegen, sondern schlicht und einfach fehlende Bildung. Das Lernen von Zusammenhängen in der Welt, und Lernen die Liebe zu geben und zu nehmen. Lernen gerecht zu denken und dadurch gerecht zu handeln und zwar schon im Kindergärten in der Schule auf der Uni und danach im Leben selbst.
    Nur dazu brauchen wir eben Menschen mit einem in eine richtige Richtung erweiterten Bewusstsein.
    Also die Lösung ist aufhören zu „glauben“ und anfangen zu lernen um die Wirklichkeit begreifen zu können, denn ohne Wirklichkeit zu begreifen, können wir nichts schaffen, genauso wie die Menschen in der Matrix in dem bekannten Film.
    Da kann der Herr Ganser noch so viele schöne Vorträge machen über seine Wünsche, den Frieden in der Welt schaffen zu wollen. Solange er keine praktische Vorschläge und Beispiele vorbringt mit dem anschließenden Training des Denkens zu dem Thema, werden seine Geldkonten immer größer und die der Lämmer immer leerer. Das gleiche gilt für die Traumaforscher, die aus welchen Gründen auch immer, von falschen Ursachen der Probleme ausgehen, sich maßlos überschätzen und dann versuchen daraus etwas sinnvolles zusammen zu brauen, was natürlich nur dem Geldkonto und dem Ego dieser Traumforschen dienlich ist.
    Wie man die Kriege verhindert ist für kluge Kinder kinderleicht zu beantworten. Für dumme Kinder dummen Milliardäre, erscheint die gleiche Aufgabe unendlich schwer….

    Täter und Opfer

    Ich weigere mich persönlich den Begriff „Schuld“ als ein Werkzeug unseres gegenseitigen Beurteilens und Verurteilens anzuwenden, denn angesichts unseres derzeitigen Wissens und Fühlens über uns Menschen, sind wir im Stande, nach meiner Überzeugung, sehr wohl einen wahren humanistischen Umgang miteinander zu konstituieren. Es gibt also keine Schuld, also gibt es in diesem Sinne auch keine Opfer oder Täter.
    Was es allerdings gibt, sind wir Menschen in unzähligen Facetten ihrer Schwächen und Stärken, ihres Leides und ihres Glücks.
    Und wenn es keine Schuld gibt, dann gibt es auch keine Bestrafung, die nur dazu da ist, um noch einmal mehr, eine Gewalt auf denjenigen Menschen auszuüben, die vorher schon selber eine Gewalt erlebten, welche sie schließlich zu der Gewalt führte, für diese sie dann schließlich, noch einmal mit einer Gewalt bestraft wurden.

    So begegnen wir dem Menschen mit Liebe und Empathie und vor allem mit Gerechtigkeit. Ich weiß es ist schwer aus der Gewaltkette der Gewalttäter auszubrechen und zu einem echten Menschen wie zum Beispiel Jesus oder Gandhi zu werden, aber es ist wenigstens zunächst den Versuch des Nachdenkens wert.

    Selbstverständlich bedeutet mein Denken und Fühlen nicht, dass ich die Mörder oder Vergewaltiger in Ihrer asozialen Freiheit lasse, ohne ihre Taten zu beachten. Natürlich ist es die Pflicht der Gesellschaft diese Menschen zu isolieren und so lange dort behalten, bis sie für sie keine Gefahr mehr darstellen. Aber das ist auch nicht alles. Jeder solcher Täter ist ein Quell des neuen Wissens über uns selber und der sozialen Strukturen unter uns, und dient der zukünftigen Prävention und Erschaffung eines besseren Umgangs zueinander.
    Wenn wir vielleicht nur 20% der Gelder, die wir für die Rüstung und Kriege ausgeben, für die neuen Fakultäten an den Universitäten ausgeben, um humanistisches Wissen über Menschen, sein Gehirn und seine Psyche verwenden, schaffen wir langfristig, zukünftige Therapeuten, welche sich in den neu entstandenen Resozialisierungsanstalten um die Menschen kümmern, welche mit der Gerechtigkeit in Konflikt geraten sind.

    Wir müssten dann auch unsere Kindergärten und Schulen mit denselben hochqualifizierten Psychotherapeuten anvertrauen, damit diese mit ihrem Wissen und Fühlen, sofort die sich anbahnende Störung in der psychischen oder physischen Entwicklung des Kindes erkennen und den Ursachen derer nachgehen.
    Vielleicht würden es die 20% des Rüstungsetat nicht reichen, um solch soziale Veränderung durchzuführen, aber es ist genug Geld in der Gesellschaft da. Damit meine ich eigentlich nicht die wirkliche Gesellschaft, sondern die welche außen vor steht, nämlich die Eliten. Statt sich ihr Selbstwertgefühl aus ihrem schäbigen Narzissmus zu schöpfen, sollten die Milliardäre(ich könnte genug Namen nennen) ein neues, soziales und gesundes Verhalten, als Grundlage ihres diesmal gesundes Selbstwertgefühls für sich entdecken.

    • Danke, dass Sie Ihre Gedanken und Vorstellungen bereit sind, mit uns zu teilen.
      Konnten Sie daraus fuer sich nun Vorteile ziehen?
      Wären Sie auch bereit, uns darüber zu berichten?
      Wuerde die Sache abrunden.

    • Ich würde jetzt nicht so weit gehen, zu behaupten, man würde das Pferd von hinten aufzäumen, entschiede man sich, seinen angehäuften Lebenslasten und -problematiken & Symptomen mit bewusstseinserweiternder Arbeit auf den Pelz zu rücken. Im Gegenteil: Wir sind es schließlich gewohnt in den Mechanismen unserer in letzter Konsequenz illusorischen Konstrukte des „Überlebens“ haften zu bleiben – allein schon der Gewohnheit halber und bedingt durch die Umstände, dass wir stetig durch die Anforderungen des Alltags getriggert und gefordert sind.
      Da kann es sehr hilfreich sein, darum zu wissen, wie man erkennt, wann bin ich im Ego, sukzessive im Konstrukt, wann blende ich dieses aus und kann mich (halbwegs) auf mein Gefühl verlassen.

      Dennoch und inzwischen aus eigener Erfahrung heraus und mit wirklich sehr gutem Gewissen, weil ich auch um den spürbaren Erfolg weiß, wage ich die Behauptung: Niemand kommt umhin, seinen eigenen gefühlten Ursprung (in Ressonanz mit Gleichgesinnten) für sich in Erinnerung zu rufen und auf Gefühlsebene ich sag mal für immer zu „bereinigen“. Dieser gefühlte Ursprung ist nun mal die Basis eines jeden Lebens.
      Und für jeden Anteil, den ich während dieser wunderbaren Arbeit integrieren kann, kann sich die Psyche in den gesunden Anteilen stärken und weiter ausdehnen. Und das ist auch sofort spürbar und wirkt sich im Alltag entsprechend aus.

      Ich kann nur noch mal die Empfehlung aussprechen, für sich ernsthaft zu schauen, was könnte der effizienteste Weg um Körper und Psyche in harmonischen Einklang zu bringen, und in diesem Rahmen wäre die Aufstellungsarbeit mit dem Anliegen-Satz (in Einzel- oder Gruppenarbeit) im Kontext Identitätsorientierten Psycho-Traumatherapie (IOPT) auf jeden Fall ein vorbehaltloses Erleben wert.

    • Man entschiede sich nie selber, seinen angehäuften Lebenslasten und -problematiken & Symptomen mit bewusstseinserweiternder Arbeit auf den Pelz zu rücken, enn man ist nur ein Teil des Ganzen.
      Nur auf der Quantenebene gibt es angeblich und womöglich echte Zufälle.
      Wir sind gewohnt in unseren illusorischen Konstrukten des „Überlebens“zu bleiben.
      Gewohnt bedeutet aber: gefangen in den Algorithmen unseres Verhaltens, die durch die biochemischen Mechanismen einen Zwang auf uns ausüben.

      Mensch ist eine in der Gefangenschaft seines Körpers lebende Intelligenz(ist nicht von mir) Das bedeutet, dass wir nur dann aus dieser Gefangenschaft ausbrechen können, wenn wir unseren „Körper“ überlisten. Körper bedeutet hier die Biochemie des Gehirns. Mit „Wir“ meine ich nicht das Bewusste „Ich“ sondern vor allem das Unbewusste „Ich“, in dem alle Entscheidungen für unser Verhalten beschlossen werden. Die lebenden Organismen brauchen kein bewusstes „Ich“, um zu überleben. Das bewusste„Ich“ ist defakto, eine weitere Entwicklung unsere Sinne, die uns erlaubt unsere schon vorhandene Sinne noch effizienter in unserem Dasein einzusetzen.
      Deshalb ist uns das Meiste, was wir tun auch bewusst, dass bedeutet aber nicht, dass das was wir getan haben im Bewussten beschlossen wurde.
      Sicherlich ist es hilfreich darum zu wissen wie man erkennt, oder wie man tickt. Aber dafür muss man ganz genau wissen, wie das Gehirn funktioniert. Ein paar Vorlesungen und Bücher von Manfred Spitzer, Gerhard Roth, Wolf Singer und schon weißt man tausend mal mehr, als nach einem Seminar in dem unvalidierte Hypothesen und Vermutungen angestellt werden. Lesen Sie dazu über die Methode nach der Herr Ruppert arbeitet in Wikipedia, da sehen sie wie umstritten diese Methode ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Hellinger

      Ich finde es unerträglich, dass man überhaupt den Ärzten Approbationen erteilt für das Heilen der Menschen nach Methoden, die normalerweise nicht zugelassen sein sollten, weil es nicht eindeutig bewiesen ist, dass sie dem Patienten nicht schaden.
      Bei der Zulassung von Medikamenten ist das Zulassungsverfahren viel strenger als das Zulassungsverfahren bei Psychotherapien.
      Dabei kann man mit den ungeprüften Methoden bei der Manipulation am menschlichen Gehirn mehr Schaden einrichten als mit manchen Medikamenten.

      Wenn es große Kontroversen bei der Zulassung von Medikamenten gibt, wird das Medikament nicht zugelassen.
      Aber die Psychoanalytiker können erzählen und machen ,was sie wollen, ohne dass man ihre Methoden auf den Prüfstand legt.

      Sie sagen: ….Dennoch und inzwischen aus eigener Erfahrung heraus und mit wirklich sehr gutem Gewissen, weil ich auch um den spürbaren Erfolg weiß, wage ich die Behauptung: Niemand kommt umhin, seinen eigenen gefühlten Ursprung (in Ressonanz mit Gleichgesinnten) für sich in Erinnerung zu rufen und auf Gefühlsebene ich sag mal für immer zu „bereinigen“. Dieser gefühlte Ursprung ist nun mal die Basis eines jeden Lebens….

      Bei allem Respekt, und das nur so nebenbei: aber dass Sie von etwas überzeugt sind, heißt nicht automatisch, dass Sie auch so weit Recht haben, dass man dadurch das Verhalten der Menschen im Sinne dieses Rechts beeinflussen sollte.

      Was denken Sie wie viele Menschen gibt es in der Welt, die an einen Blödsinn glauben, wo der vernünftige Mensch nur stauen über diese Riesenblödheit sein kann. Und trotzdem haben sie Millionen Anhänger.

      Ich würde auch wie Sie eine Empfehlung aussprechen was der effizienteste Weg um Körper und Psyche in harmonischen Einklang zu bringen, ohne zu Lichtesser, Esoteriker, Astrologen, Schamanen, Kinesiasten und sonst noch zu einem Blödsinn gehen zu müssen….

      Für den Anfang das Buch von Michael Schmidt Salomon „Keine Macht den Doofen“ zu lesen, dann das nächste von ihm „Hoffnung Mensch“ auch wenn es unglaublich schwer fällt, weil man vielleicht sich selber darin erkennt.
      Und ansonsten:
      Nr 1. Mehr Sport Nr. 2 Grundkurs in Gehirnforschung absolvieren z.B beim Manfred Spitzer. Nr 3 Moralisch und ethisch leben(zumindest vegetarische Ernährung)
      Leo Tolstoi sagte einmal: Solange Schlachthöfe gibt wird es auch Kriege geben. Also kann der Herr Ganzer sich einfach für den Vegetarismus einsetzen und schon gibt es keine Kriege mehr.
      Nr. 4 Sich selbst reflektieren lernen um den eigenen Narzissmus zu erkennen und zu bekämpfen.
      Nr. 5 Nach dem kantschen kategorischen Imperativ leben.
      Nr. 6 Anerkennen, dass nicht der Mensch, sondern jedes Wesen auf unserem Planeten, die Kröne der Schöpfung ist.

      Liebe Grüße

  16. Ein wichtiges und schönes Zusammentreffen von sehr klugen und mitfühlenden Menschen.
    Zum Thema der kämpfenden Jungs fällt mir das Märchen Mio mein Mio von Astrid Lindgren ein. Hier kämpft ein Waisenjunge, der bei unliebsamen Pflegeeltern leben muss, mit einem Zauberschwert für seinen leiblichen Vater, dem König, gegen den schwarzen Ritter Kato um die dort gefangenen und in Vögel verzauberten Kinder zu befreien.
    Über die Bewältigung des Traumas der Verlassenheit, also der Liebe, hinausgehend, sehe ich auch den explorativen Charakter in dieser wunderschön geschriebenen Geschichte, mit der Jungs spielerisch kämpferisch die Welt um sich herum erkunden. Letztlich geht es dann darum, im Verlauf der Adoleszenz, in welche Richtung diese innewohnenden Kräfte des sich entfalteten Kriegers hingelenkt werden.
    Für mich ist, wie Daniele sagt, ein wahrer Krieger jemand, der sich bereit erklärt, zunächst den Kampf mit seinen eigenen Wächtern der unbewussten Kräfte auszufechten…
    Vielen Dank für diese tolle Podiumsdiskussion!!

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