KenFM im Gespräch mit: Fritz Edlinger (international.or.at) (Podcast)

North Stream 2, das Pipelineprojekt, das russisches Erdgas über die Ostsee nach Deutschland und damit nach Europa liefern soll, ist derzeit in aller Munde. Grundsätzlich geht es bei dem umstrittenen Vorhaben darum, den wachsenden Energiebedarf Europas, dem größten Wirtschaftsraum der Welt, weiterhin sicherzustellen.

Die Notwendigkeit des Projektes ergibt sich aus dem Rückgang der europäischen Gasförderung in den niederländischen und norwegischen Vorkommen. Dass die hierdurch entstehende Lücke nun ausgerechnet mit russischem Gas gefüllt werden soll, ist weniger dem Ergebnis einer neuen Entspannungspolitik, als vielmehr der immensen Abhängigkeit des Kontinentes von fossilen Brennstoffen zuzurechnen.

Kaum verwunderlich also, dass sich aktuell, angesichts des angespannten Verhältnisses der EU zu Russland, zahlreiche Kritiker zu Wort melden. Sie bemängeln die einseitige Ausrichtung der europäischen Gasversorgung auf Russland, befürchten das Land könne jederzeit nach belieben „den Hahn zudrehen“. Vor allem aus Washington waren jüngst immer wieder Spitzen gegen das sich bereits im Bau befindende Projekt zu vernehmen, insbesondere in Person von Donald Trump, der Deutschland in diesem Zusammenhang als „einen Gefangenen Russlands“ bezeichnete. Selbst der amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard A. Grenell, schaltete kürzlich sich ein und schrieb deutsche Firmen mit einem Drohbrief an.

KenFM hat sich mit Fritz Edlinger unter anderem zu North Stream 2 unterhalten. Er ist Herausgeber des Magazins „International“, und hat sich in diesem erst kürzlich in einem längeren Artikel mit der ganzen Thematik auseinander gesetzt. Macht sich Europa von Russland erpressbar? Und wäre amerikanisches Fracking-Gas womöglich eine ökonomisch sinnvolle Alternative?

Darüber hinaus ist Edlinger noch Vorsitzender der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“. Als solcher bewertet er im Gespräch die aktuelle politische Situation im Nahen Osten sowie die damit verbundene Flüchtlingskrise hier in Europa. Eine erfrischende neue Perspektive, von der gerade Nicht-Österreicher eine Menge lernen können.

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