Gehört Bitcoin die Zukunft? | Von Ernst Wolff

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Viele Menschen suchen zurzeit nach einer Möglichkeit, ihr Vermögen oder ihre Ersparnisse gegen die kommenden Stürme im Finanzsystem abzusichern. Dabei gewinnen neben der Flucht in Sachwerte oder Edelmetalle auch die Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, zunehmend an Bedeutung. Deshalb hier eine Handvoll Hinweise, um das Für und Wider eines Einstiegs in Bitcoin und Co. besser abwägen zu können. 

1. Bei Bitcoin handelt es sich um die erste Währung, die als Fiatwährung in die Welt gesetzt wurde. Das heißt: Im Gegensatz zu allen früheren Währungen, die historisch einmal an Edelmetalle gebunden waren, ist Bitcoin nie an einen festen physischen Wert gekoppelt gewesen. Der 2009 geschaffene Bitcoin ist also im Grunde nichts als ein Datensatz, der einzig und allein vom Vertrauen lebt, das die Menschen ihn setzen.

2. Bitcoins können nicht unbegrenzt erzeugt werden. Damit hat Bitcoin eine Eigenschaft, die auch die Edelmetalle besitzen: Es ist nur in endlicher Menge vorhanden und kann nicht – wie das übrige Fiatgeld – durch die Zentralbanken hemmungslos inflationiert werden.

3. Wie die gewaltigen Kursschwankungen zeigen, hat sich Bitcoin sehr schnell zu einem Spekulationsobjekt entwickelt. Inzwischen gibt es einen florierenden Derivatehandel mit Bitcoin, der darauf ausgerichtet ist, aus den Kursschwankungen Profit zu ziehen. Das bedeutet, dass auch zukünftig mit hohen Kursschwankungen zu rechnen ist.

4. Etwa zwanzig Prozent der Bitcoin-User verfügen über etwa achtzig Prozent aller Bitcoins. Diese hohe Konzentration in wenigen Händen macht Bitcoin anfällig für sogenannte Flash-Crashs. Die Besitzer großer Bitcoin-Mengen können zeitgleich große Bestände verkaufen, den Kurs so abstürzen lassen und nach dem Ausverkauf auf Tiefstständen wieder zugreifen. Der kleinere Bitcoin-User sieht die Flash-Crashs weder kommen, noch kann er wissen, wann die Talsohle erreicht ist.

5. Bitcoin wird außerhalb des Bankensystems gehandelt. Das ist mit Sicherheit der größte Trumpf der Kryptowährung, denn im Falle eines Totalcrashs würde der gefürchtete Domino-Effekt im Bankensystem Bitcoin nicht mit in die Tiefe reißen, sondern den Kurs sehr wahrscheinlich sogar nach oben treiben.

6. Gerade weil Bitcoin außerhalb des Bankensystems gehandelt wird, ist es den Zentralbanken ein Dorn im Auge. Ein generelles Verbot von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist daher nicht auszuschließen. In China ist es seit Herbst 2017 in Kraft, in der EU wurde erst vor kurzem darüber diskutiert. In den USA wird Bitcoin von den Geheimdiensten als „Gefahr für die nationale Sicherheit“ eingestuft.

7. Ein generelles Bitcoin-Verbot ist wegen seiner dezentral angelegten Struktur nicht einfach durchzuführen. Statt dessen könnte aber zum Beispiel ein Umtausch-Verbot in andere Währungen oder eine hohe Steuer auf einen solchen Umtausch erlassen werden, was Bitcoin für viele User weniger interessant machen würde.

08. Hacker-Attacken, eine größere Cyber-Attacke oder ein vorsätzlich herbeigeführter Stromausfall könnten Bitcoin und auch andere Kryptowährungen in erhebliche Schwierigkeiten bringen.

09. Zahlungsdienstleister wie PayPal und Square versuchen seit einiger Zeit, Bitcoin vollständig ins gegenwärtige Finanzgeschehen zu integrieren. Für ein Gelingen dieses Vorhabens spricht die derzeit auf das ganze Finanzsystem hochgerechnete geringe Marktkapitalisierung von Bitcoin, die gegenwärtig zwischen 200 und 230 Milliarden Dollar liegt. Dagegen spricht die Tatsache, dass auf diese Weise die Anonymität von Ein- und Auszahlungen und damit eine der wichtigsten Grundeigenschaften des Bitcoin aufgehoben wird.

10. Dagegen spricht auch der Effekt, den die bevorstehende Einführung digitaler Zentralbankwährungen haben könnte. Da sie die Menschen einer totalen Kontrolle durch den Staat unterwerfen, könnte es zu einer Massenflucht in Kryptowährungen kommen. Es ist kaum damit zu rechnen, dass Staaten, Regierungen und Zentralbanken eine solche Entwicklung hinnehmen würden, ohne mit aller Härte dagegen vorzugehen. 

11.  Sollte es umgekehrt infolge von Cyber-Attacken, Hacker-Angriffen oder gesetzlichen Verboten zu einer Massenflucht aus Bitcoin und den übrigen Kryptowährungen kommen, so sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es für eventuelle Verluste keine Untergrenze gibt, der Wert also auf Null fallen und für Anleger den Totalverlust bedeuten kann.

Die Bücher „Ernst Wolff erklärt das globale Finanzsystem“ und „Weltmacht IWF “ von Ernst Wolff werden in diesem Zusammenhang empfohlen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Alexander Kirch / shutterstock

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18 Kommentare zu: “Gehört Bitcoin die Zukunft? | Von Ernst Wolff

  1. effess sagt:

    Einfache Frage: Finden Staat & Notenbanken die Kryptowährungen gut oder "eher schlecht"?
    … oder vielleicht gar als großes Risiko, welches zum richtigen Zeitpunkt verschwinden muß?

    Ich denke, die Antwort sollte für jenden klar und einleuchtend sein.

    … da das System allerdings selbst auf Kryptowährung umstellen wird, lässt man die sache noch ein welchen laufen und profitiert von den resultierenden Erfahrungen.
    Via CBDC ( https://en.wikipedia.org/wiki/Central_bank_digital_currency ) wird das Wertschöpfungsnetzwerk anhand der Transparenz der Transaktionen bisher ungeahnte Optimierungsmöglichkeiten am Gesamtsystem vornehmen können – die "unsichtbare Hand" bekommt nun Konkurrenz: Pattern Recognition, KI & Big-Grid…

    Wer sich ein klein wenig mit den gesamtwirtschaftlichen Prozessen und den (dysfunktionalen) Kreisläufen auseindersetzt, der wird auch sehr schnell herausfinden wieso ein weiterer Erfolg des Bitcoins zwangsläufig sein Untergang sein wird bzw sein muss.

    …man darf gespannt sein, wie's weitergeht.

    Die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Gesamtsystem haben jedenfalls die Allerwenigsten auch nur im Ansatz begriffen.
    In einigen Monaten wird remote-CSCW der althergebrachten Arbeitsweise weit überlegen sein – und damit wird die Wissensarbeit zum globalisierten, transparenten Gut. Die Wettbewerbsfähigkeit verlagert sich hiermit runter auf die Ebene der Mitarbeiter, und damit treten die Lohnnebenkosten, Einkommenssteuern und die Lebenshaltungskosten in den Vordergrund.
    Diejenigen, welche heute alles finanzieren können nicht mehr wie bisher belastet werden – sonst sind diese schlichtweg zu teuer für den Weltmarkt.

    … und bei dieser Gemengelage soll das System dann so etwas wie Bitcoin zulassen?
    Vielleicht a) belegt mit einer Steuer, welche höher ist als der Abschlag beim "Schimmelgeld" – und b) als "Honigtopf", also: als Falle … ( ich würde das wohl so machen … im Gegensatz zum mit Bargeld erworbenem Gold kann man die Coins ja so schön rückverfolgen und mit den entsprechenden Filtern über die Netzwerkprotokolle weiß ich auch gleich, auf welchen Rechnern ich suchen muss…).

  2. Ralf Becker sagt:

    Anonyme Nutzer im Internet können mit der Blockchain-Technologie einander Geld schicken, ohne dass beide einem zentralen Server vertrauen.

    Das Problem des fehlenden Vertrauens hatte seinerzeit ein mysteriöser Hacker mit dem Namen Satoshi Nakamoto gelöst. Das System ist fälschungssicher und Zahlungen können nicht rückgängig gemacht werden.

    Die Blockchain ist ein Dokumentationssystem. Dabei bauen spätere Transaktionen auf frühere auf. Es ist unmöglich frühere Transaktionen zu verändern.
    (vgl. So funktioniert die Blockchain, PC-Welt, 05.03.2018

    Nakamoto fügte theoretische Überlegungen, die zum Teil seit den 1980er Jahren kursierten, zu einer neuen Art von Datenbank zusammen, die auf viele Tausend Rechner verteilt und durch Verfahren aus der Kryptografie gegen Manipulation geschützt ist.
    (vgl. An die Kette gelegt, Zeit online, 21. Mai 2018)

    Es ist interessant, die Geldschöpfung von Bitcoin und Euro zu vergleichen.

    Bitcoins entstehen durch das Minen neuer Blöcke, die als Block-Reward an denjenigen Miner gehen, der als erster den neuen Block errechnen konnte.
    (vgl. Im Vergleich: Die Geldschöpfung von Bitcoin und Euro, BTC-Echo, 29. Juli 2018)

    Durch die Art der Geldschöpfung des Bitcoin ist dessen maximale Geldmenge von vornherein auf 21 Millionen Bitcoin festgelegt.
    Anders als bei der Geldschöpfung der Banken könne durch kryptografische Berechnungen prinzipiell jeder Netzwerk-Nutzer an der Geldschöpfung der Bitcoins teilnehmen.

    Focus, 04.11.2015
    Virtuelles Geld
    21 Millionen Bitcoins bis 2130

    Der Preis für die weltweit größte Kryptowährung Bitcoin sei in den letzten sieben Jahren um fast 170.000 Prozent gestiegen, behauptet die Webseite coincierge-de.

    Computerbild, 04.12.2020
    20.000 US-Dollar: Bitcoin ringt um Rekordmarke

    An anderer Stelle schreibt Christian Dagg, dass die Behauptung, es lohne sich Bitcoins zu kaufen, weil
    Bitcoins ein knappes Gut seien, nicht stimmt. In Wahrheit gibt es eine buchstäblich unbegrenzte Menge an ähnlichen Währungen, die sich erzeugen lassen. Dadurch kann das Angebot die Nachfrage überfluten, genau wie bei der Geldvermehrung in der Weimarer Republik.

    Das BAFin hatte am 19.12.2013 Stellung bezogen, dass die bloße Nutzung von BTC als Ersatzwährung für Bar- oder Buchgeld in gesetzlichen Währungen zur Teilnahme am Wirtschaftskreislauf im Austauschgeschäft keine erlaubnispflichtige Tätigkeit ist.

    Frank Schäffler ist, etwa in einem YouTube-Video vom 17.01.2019, davon überzeugt, dass es beim Bitcoin viele Betrugsfälle gibt. Die Bundesregierung sei gegenüber der Kryptowelt ahnungslos.

    Es gibt etwa mit dem Monero (XMR) eine weitere dezentrale, Blockchain-basierte Kryptowährung, vergleichbar mit Bitcoin. Im Gegensatz zu Bitcoin setzt Monero jedoch einen stärkeren Fokus auf die Privatsphäre bzw. Anonymität seiner Nutzer

    Chip-Praxistipps, 26.12.2017
    Monero Mining – so wird's gemacht

    Es gibt Überlegungen, dass die Blockchain-Technologie nachhaltiges Wirtschaften beflügeln könnte, wenn es gelingen würde, ihren Stromhunger zu zügeln.
    (vgl. Blockchain: An die Kette gelegt, Zeit online, 21. Mai 2018)

    Dass Kryptowährungen nach dem Weltsystemcrash noch einen Wert haben, ist unwahrscheinlich, weil diese eher nur ein Zahlungsersatz und kein eigenständiges Geldsystem sind.

    • wasserader sagt:

      "Nakamoto fügte theoretische Überlegungen, die zum Teil seit den 1980er Jahren kursierten, zu einer neuen Art von Datenbank zusammen, die…"
      Das ist eine Erzählung …. . Dem PR Aufwand bei Bitcoin folgend steht eine einflussreiche PR Maschinerie im Hintergrund .
      Der Wert des Algorithmus ist gering, da dieses System bereits in unzähligen Varianten als Digitalwährungen existiert.

      "um fast 170.000 Prozent gestiegen" ist bedenkenswert, da die zu Beginn sehr billige Produktion von Bitcoin vermutlich in den Händen der Autoren von Bitcoin blieb und nun in einer Art Pyramiedenspiel eine Masse an Bitcoinproduzenten mit viel Aufwand den Wert des Bitcoin erhöht.

  3. rigforred sagt:

    Ob nun Girpkonto, Bausparvertrag, Scheine, Münzen oder Bits oder selbstgemalte Zettel.

    Entscheidend ist es, dass es eine Konkurrenz der Währungsanbieter geben wird, dass ich mich als Mensch entscheiden kann, was ich benutze.

    Solange ein Monopol beim Geld existiert, wird sich dieses Monopol wenn nicht schon geschehen absolut korrumpieren.

    Ein System will Kontrolle in vielerlei Art. Kontrolle über das Denken, Fühlen und Handeln, auch und v. a. das ökonomische. Deshalb haben wir ja diesen Weltgeldsolzialismus.

    Warum ist Bargeld so ein Dorn im Auge? Weil die Krake dann einen wichtigen Stasibaustein nicht in den Händen hält.

    • rigforred sagt:

      Es ist doch im Zentralbankunwesen so, dass ich nicht zur Konkurrenz wechseln kann, wenn ich "meine" Bank wechseln will. Grund genug gibt es mehr als oft: Geldwäsche, Einflussnahme, Korruption, Waffenhandel etc.

      Nur wo soll ich hin, wenn alles IN einem System hängt?

      Kann ich den Euro weglegen und mich mit einem anderen, u. U. moralisch besseren Zahlungsmittel eindecken? Nö.

      Vielleicht gibt es am Ende der Welt eine saubere Währung, aber ich brauche hier etwas.

      Der Wettbewerb ist ausgeschaltet. Also habe ich als Mensch keinen Einfluss und eine Genossenschaftsbank holt sich den Euro am Ende auch nur bei der EZB.

      Und selbiges galt auch für die Ostzone:

      War man mit den Auslandgeschäften der roten Oligarchie nicht einverstanden, hätte man sich der DDR-Mark als Monopolgeld entziehen können?
      Nichtmal die paar Westmarkt zu Weihnachten, die das korrupte System nicht abgefangen hat, waren erlaubt.

      Es geht immer um absolute Kontrolle über das Handeln der Menschen.

  4. Box sagt:

    Das faszinierende am Überwachungskapitalismus, nebenbei bemerkt, ist, ich lese mir (hier) einen Artikel zu Bitcoin durch, kurz darauf habe ich die passende zum Kauf animierende Spam-mail dazu.

  5. How-Lennon sagt:

    Sichere Anlagen? 🙂
    Das "Weltsystem" implodiert jetzt exponentiell beschleunigt – trotz immer gigantischeren, lächerlich erbärmlichen, prinzipiell immer gleichen "Rettungs"versuchen. Alles hilflos. Da können die kurbeln bis der Arm abfällt.

    Man wird KEINE Anlage in die neue Welt – und die kann nur links sein – hinüberretten können. Auch Bildung und Fähigkeiten werden dann wohl zum größten Teil nicht mehr von Bedeutung sein. Vielleicht bspw. Ärzte(Chirurgen) haben dann noch eine gewisse Chance, gebraucht zu werden. Evtl. wegen Hippokratischen Eid mit Arbeitspflicht ohne besondere Entlohnung.

    In wenigen Jahren(nach dem jetzigen globalen Kollaps) sehe ich eine Welt, die systemisch viell. Kuba ähneln wird.

    Ein Tip – und was die Menschheit IMMER will:
    Fressen, Saufen, Bumsen.

    Man könnte das durchschn. Erbe/Vermögen also folgendermaßen anlegen:
    Erstmal alles ganz schnell zu Geld machen, dann irgendwo in der Pampa – versteckt…RICHTIG GUT VERSTECKT – ein riesiges Loch graben und darin den gut verpackten Tabak und die Spirituosen vergraben. Aber bloß nicht, dass euch jemand sieht!
    Viel Spaß!

  6. jsm sagt:

    "Ein generelles Verbot von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist daher nicht auszuschließen. In China ist es seit Herbst 2017 in Kraft,…"

    Wenn man schon beim Überfliegen falsche Behauptgungen (Unsinn) lesen muss, dann kann ich nur sagen:
    Traurig das es bei KenFM keine Qualitätskontrolle gibt.
    Offenbar sind nicht mal die klarstren Behauptungen, die man mit einer Minute Googlen überprüfen kann korrekt, hier schreibt jemand der höchstens Laienwissen hat, der Bitcoin als Ganzes NICHT verstanden hat und der meint nach einer kurzen Rechersche einen "professionellen" Artikel schreiben zu können.
    Echt erbärmlich, zum Glück ist das die absolute Ausnahme auf dieser Platform.

    Man muss nur mal "bitcoin in china" googlen und kann nachlesen das hier Fake-News verbreitet werden.
    Entweder der Urheber hat einfach keine Ahnung, oder er hat sich verspekuliert und will sich nun für seine Verluste rächen. Beides ist jedenfalls absolut kein Grund hier diese Lügen zu verbreiten! 🙁

  7. Ancastor.gardian sagt:

    Es ist klar, das ein Gegenspieler des aktuellen Geldsystems, auch ein Dorn im Auge derer ist, die davon nicht profitieren wie bisher.

    In der Idee einer verteilten Konten-Technologie stecken auch Chancen.
    Am Ende ist dies ja nicht nur auf eine Art digitales Geld anwendbar.
    Diese Technologie kann alles mögliche verteilen, auch andere Daten z.B. oder welche Informationen auch immer.

    Aktuell ist man da mit dem Bitcoin eben am bekanntesten unterwegs.

    Da unser Geldsystem eh nur ein küsntliches Konstrukt ist, ist auch jedes andere System der Zahlenspielerei mit der wir uns geißeln am Ende ok.
    Da die Bitcoin-Technologie dezentral läuft, ist sie ja auch so eine große Gefahr für die Machteliten.

    Aber man arbeitet ja schon daran, eine zentralisierte digitale Währung uns wieder überzustülpen, um weiter die Kontrolle darüber zu haben und somit über das System und schlussendlich über uns, die 99,x Prozent…

  8. severin sagt:

    1. Falsch, viele der heute vorhandenen Währungen waren nie Gold gebunden. Siehe Euro erstes Beispiel, es gibt aber viele weitere Währungen, die nie an Gold gebunden waren.
    Falsch, Bitcoins werden nicht gedruckt, also aus Papier erschaffen wie FIAT-Geld. Bitcoins muss man finden. Das ist extrem teuer und aufwendig. Man braucht dafür spezielle und teure Hardware und viel Geld in Form von Strom, also Energie.

    2. Richtig.

    3. Wer mit Bitcoin spekuliert ist selber schuld wenn er verliert. Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt weiß, dass das sehr riskant ist. Wer dagegen seine Bitcoins spart profitiert von den Schwankungen, auf Lange Sicht ist Bitcoin über 50 000% im Wert gestiegen.

    4. Das ist die Welt in der wir leben. Wenige Leute besitzen viel. Bitcoin ist eine Technologie und kein vermeintlich revolutionärer *ismus. Technologien kann man zum Guten oder zum Schlechten nutzen.

    5. Das ist der Sinn dahinter.

    6. Jein. Sobald ein Land Bitcoin verbietet steht es vor zwei Problemen: Ähnlich wie beim P2P-Filesharing werden sich die Leute nicht dran halten und weiterhin Bitcoin benutzen. Es ist technisch sogar viel einfacher P2P-Filesharing zu "verbieten" und wir wissen alle wie gut es geklappt hat.

    7. Hier ist das bereits bei 6. erwähnte zweite Probleme des betreffenden Landes: Es gibt viele Länder auf der Welt. Wenn die USA Bitcoin verbietet, schließen sie sich selber aus dem Markt aus. Länder wie z.B. die Schweiz gehen genau in die andere Richtung. Man stelle sich vor ein Land hätte das Internet verboten um Filesharing oder Verbreitung von regierungskritischen Infos zu unterbinden. Dann entwickelt sich die neue High-Tech Industrie eben bei der Konkurrenz.

    8. Hier merkt man wie wenig Ahnung Wolff von Blockchain und IT hat. Es ist technisch gesehen einfacher einen Gold-Asteroid auszubeuten, sogar bei kleinen Mengen würde der Goldpreis aufgrund von Massenpanik extrem einstürzen. Stromausfall auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit? Wenn heute schon jeder Xte Privathaushalt eine Solaranlage mit Batterie hat? Klar, wenn der Komet/Sonnensturm kommt dann kracht es hier gewaltig, aber dann ist die Bitcoin vs. herkömmliche Wertanlagen Diskussion unser kleinstes Problem. Wahrscheinlich haben wir dann nämlich gar keine Probleme mehr, weil wir alle tot sind 😉

    9. Dass paypal und square auf den Zug aufspringen ist ein Zeichen dafür, dass sie begriffen haben, dass dieser nicht mehr aufzuhalten ist. Micro Strategy hat z.B. für 400 Millionen Dollar Bitcoin gekauft, eine große IT-Firma aus den USA. Würde Microstrategy ne halbe Milliarde reinbuttern und Firmen wie paypal und square einsteigen, wenn Bitcoin in absehbarer Zeit verboten werden würde? Diese Firmen beschäftigen die besten Anwälte und haben ein direkten Draht zum Deep State/Weißen Haus und würden bei einem bevorstehenden Verbot die Finger davon lassen.

    10. Siehe Punkt 6. & 7.

    11. Es geht nicht darum ob Bitcoin der Heilige Gral und die sichere Rettung der Menschheit ist, sondern einfach nur darum: Sichert man sein Erspartes in Form von (Klo)Papiergeld der Zentralbanken, das ständig inflationiert wird und ermöglicht der Machtelite unter anderem praktisch unbegrenzte Finanzierung von Kriegen und anderen Teufeleien durch Geld drucken. Oder sichert man sein Erspartes mithilfe einer High-Tech-Technologie, die auf dem sichersten Computernetzwerk der Welt basiert und einen extremem Wertzuwachs erfahren hat. Gold ist an für sich auch was feines aber die Inflation wird dem Preis angepasst und Gold-Transaktionen sind dazu noch extrem unpraktisch.

    • Helmut Edelhäußer sagt:

      Warum ist dieser Beitrag denn nicht von ihnen.?

    • Helmut Edelhäußer sagt:

      Herr Wolff hat das auch nicht so gesagt wie sie das hier wieder geben.
      Er hat also nie behauptet das Alle Früheren Währungen an Gold gebunden waren

      Zitat:"viele der heute vorhandenen Währungen waren nie Gold gebunden."

      Das war die die Aussage von Herrn Wolff:
      Zitat:
      Das heißt: Im Gegensatz zu allen früheren Währungen, die historisch einmal an Edelmetalle gebunden waren,
      Sagt also nicht das aus was sie hier behaupten.

    • effess sagt:

      "Bitcoin ist eine Technologie und kein vermeintlich revolutionärer *ismus. …
      …. Dann entwickelt sich die neue High-Tech Industrie eben bei der Konkurrenz."

      "Bitcoin" ist nur eine von vielen Kryptowährungen – und sein Wert ist primär in seiner Bekannztheit begründet.
      "Bitcoin" ist ein Hype, analog der Tulpenmanie ( https://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie ).
      Ein reines Spekulationsobjekt, welches mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit in einem überschaubarem Zeitrahmen auf seinen realen Wert zurückfallen wird.

      Vom technologischen Standpunkt her gibt es sehr viel bessere Alternativen – und jeder, der sich mit DeFi auseinandersetzt weiß das auch.

      Sogesehen passt Bitcoin einfach zum aktuellen Zeitgeist.
      … und für den findet wohl jeder so seine ganz eigenen Attribute …

    • Fabrice Töpfer sagt:

      Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Es ist ganz einfach Leute. Entweder ihr seid dabei, oder ihr meckert wieder rum wenn es zu spät ist. Die Idee von Bitcoin ist es die Finanzmacht dem Volk zumindest teilweise zurückzugeben. Je mehr sich an dem System beteiligen, desto sicherer wird es. Unsere Welt ist deshalb so Scheiße, weil wenige entscheiden können, wie uns Geldsystem funktioniert. Wenn ihr daran etwas ändern wollt, dann geht wenigstens 10% in Bitcoin. wichtig ist nur, dass man dann nicht panisch wird wenn es mal zu Abverkäufen kommt und der Wert 50% sinkt. Das ist ganz normal beim Bitcoin. Aber langfristig (ich rede hier von mindestens 4 Jahren) wird der Wert steigen. Wer es gescheit macht, legt die Bitcoin auf ein Paperwallet und verrät niemandem wo der Schlüssel dazu ist. Am besten man erzählt auch gar keinem, dass man überhaupt welche besitzt. Dann kann sie euch auch keiner weg nehmen. Natürlich ist Bitcoin auch keine Allheilmittel. Soviel wie möglich Bargeld nutzen wäre aus meiner Sicht trotzdem noch wichtig.

    • Fabrice Töpfer sagt:

      als kleiner Nachtrag: KenFm verlinkt ja immer die eigene Bitcoinadresse. Einfach mal nachschauen:

      https://www.blockchain.com/btc/address/18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

      Das sind doch schon stolze 80.000 $

      Klingt doch gar nicht so schlecht 😉 Und ich gönne es euch. Daraus könnte in den nächsten Jahren mit etwas Glück genug Geld für den geplanten Campus werden!

    • severin sagt:

      <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/helmut/' rel='nofollow'>@Helmut</a> Edelhäußer Okay, danke für den Hinweis. Ist etwas zweideutig formuliert aber wenn man den Satz auch so interpretieren kann, gehe ich auch davon aus, dass der Wolff so viel über Währungen weiß.

      @effess Sorry, aber du solltest dich mal ein bisschen mit der Materie auseinander setzen. Tulpen sind Pflanzen die einfach so wachsen und in der Natur vorkommen. Bitcoin ist ein Bezahlsystem und ein Internetprotokoll, um einen Block(und damit neue Bitcoins) zu finden muss man sich High-Tech Equipment anschaffen, Zeit und viel Energie investieren. Hat hinter Tulpenzwiebeln eine neuartige Entwicklung gesteckt oder waren es einfach nur Tulpenzwiebeln? Du vergleichst ernsthaft Pflanzenknollen mit Bitcoin? Und im zweiten Punkt liegst du noch viel falscher: Die Marktkapitalisierung Bitcoins ist um ein Vielfaches höher als die der nachfolgenden Tokens und außerdem war Bitcoin die erste Währung. Es wird immer nur eine erste Kryptowährung geben. Es gibt aber jetzt schon tausend andere. Um so mehr dazu kommen, desto wertloser werden sie alle zusammen, ein riesiger Schrotthaufen. Aber was Bitcoin eigentlich so wertvoll macht ist die Sicherheit: Wer würde schon gern sein Geld/Vermögen in der zweitsichersten oder 100. sichersten Kryptowährung parken? Das wichtigste Attribut eines Wertaufbewahrungsmittels ist die zu Grunde liegende Sicherheit.
      Bitcoin hatte in über 10 Jahren keinen einzigen Hack und die Hashrate(=Sicherheit) beträgt aktuell 130 Exa(Trillionen) Hashes pro Sekunde. 130,000,000,000,000,000,000 Hashes pro Sekunde.
      Die zweitgrößte Kryptowährung ist Ethereum, über 5 Jahre alt und hat sich aufgrund des DAO-Hacks in Ethereum und Ethereum Classic aufgespalten und die Hashrate beträgt gerade mal 290 Tera(Billionen) Hashes. 290.000.000.000.000 Hashes pro Sekunde.
      Das ist ein Unterschied von 6 Zehnerpotenzen und Ethereum ist noch extrem sicher im Vergleich zu den "richtigen" Shitcoins die zum überwältigenden Großteil über gar keine(=0 Hashes pro Sekunde) Hashing-Power verfügen.
      Und genau das ist der Punkt, den Shitcoin(=DeFi)-Advokaten oder auch Leute wie Ernst Wolff nicht verstehen: Das beste digitale Wertaufbewahrungsmittel ist jenes das im sichersten ist = größte Hashrate = Bitcoin. Wenn du gerne ein bisschen mit Shitcoins gambelst okay ich habe das auch schon gemacht wünsche dir viel Erfolg und vor allem Glück aber Leuten die auf der Suche nach dem sichersten digitalen Wertaufbewahrungsmittel sind empfehle ich Bitcoin. Wer verstanden hat was Bitcoin eigentlich ist und wie es funktioniert interessiert sich höchstens noch für andere Kryptos um damit mehr Bitcoin zu akkumulieren 😉

  9. Kellerkind sagt:

    Der Euro war meines Wissens nach auch niemals an Edelmetalle gebunden, auch wage ich dies bei der D-Mark zu bezweifeln…Der Bitcoin ist also nicht die ERSTE Währung deren "Wert" ausschliesslich aufgrund des Verteauens seiner Benutzer besteht. Das haben mich frühere Beiträge von Hernn Wolff auch immer gelehrt. An dieser Stelle würde ich mir präzisere und konsistentere Formulierungen des Beitrags wünschen, wenngleich ich ansonsten inhaltlich auch damit übereinstimme und diesen begrüße.

    • Hutmacher sagt:

      Ist es nicht die wirtschaftliche Leistungskraft eines Landes (beim EURO halt vieler Länder) welche der Währung und/oder einer gemeinsamen Währung eine Art von "Bestandssicherheit" geben; Dies wird dann möglicherweise ein Problem, wenn ich Länder in einer Währung miteinander verbinde, welche hinsichtlich ihrer Leistungskraft sehr unterschiedlich sind.

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