Gemeinsam für den Frieden | Von Joachim Bonatz

Ein Aufruf zur Vernunft.

Von Joachim Bonatz.

Angesichts der militärischen und politischen Situation der Welt von heute wird der Kampf um den Frieden immer mehr zum zentralen Anliegen aller vernünftigen Menschen.

Ehemalige oder heute noch aktive Militärs in Ost und West haben diesbezüglich eine besondere Verantwortung, weil sie die Folgen von Kriegen kennen.

Frieden ist heute nur erreichbar, wenn wir zurückkehren zu den Prinzipien, auf denen 1945 nach zwei Weltkriegen auf der Basis der Charta der Vereinten Nationen die Nachkriegsordnung aufgebaut wurde:

  • Achtung der souveränen Gleichheit aller Staaten, gleich ob groß oder klein
  • Verzicht auf die Androhung und Anwendung von Gewalt

Zu diesen Prinzipien müssen wir zurückkehren, vor allem angesichts des Vernichtungspotentials von Atomwaffen und Massenvernichtungsmitteln sowie der Ausdehnung des militärischen und wissenschaftlichen Wettrüstens auf immer neue Gebiete, bis hin zum Kosmos.

Deshalb rufen wir auf zur Besinnung auf eine Politik des gegenseitigen Respekts und der Zusammenarbeit, vor allem der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der UNO, denen als Atommächte eine besondere Rolle zukommt.

Unser Land, eine der stärksten Wirtschaftsmächte der Welt, trägt wegen seiner Geschichte dabei eine besondere Verantwortung.

Soldaten der höheren Führungsebene erkennen auch bei uns ihre Verantwortung, die Politiker zu einer Politik der Friedenserhaltung und Zusammenarbeit aufzurufen.

Wer heute über Mittel verfügt, die über Leben oder Tod entscheiden, kann sich nicht mehr als bloßer Befehlsempfänger der Politik sehen. Wer diese Verantwortung auf seinen Schultern trägt, hat nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, eine Politik einzufordern, die das gemeinsame Überleben aller sichert.

Die Sorge um die Erhaltung des Friedens und die Wahrnehmung unserer Verantwortung für die Zukunft sollte uns über alle sonstigen Unterschiede hinweg einen. Diese Erde gehört nicht nur uns, sie gehört auch den Generationen, die noch ins Leben treten werden.

Alle, die die Sorge um die Erhaltung des Friedens und des Überlebens mit uns teilen, sind willkommen, unabhängig von ihrer Nationalität, Profession, ihrem Alter, Geschlecht und Glaubensbekenntnis.

Wir fordern von unseren Regierungen, Konflikte mit friedlichen Mitteln unter Beachtung der Interessen der Mehrheit der Menschen zu lösen.

Unsere Regierungen sollen eine Politik der Zusammenarbeit führen und gegen andere Länder keine Politik betreiben, die sie zwingen könnte, ihre Interessen mit militärischen Mitteln zu schützen.

Als Militärs fordern wir, den über Jahrzehnte erfolgreichen Prozess der Rüstungskontrolle auf allen Ebenen fortzusetzen. Er ist seit über einem halben Jahrhundert Beweis dafür, dass bei entsprechendem politischem Willen und gegenseitiger Achtung auch komplizierte Probleme unter strikter Kontrolle einvernehmlich lösbar sind.

Allen ist klar, dieser Prozess bedarf seiner Anpassung an die Veränderungen in der Welt.

Gemeinsam mit vielen gleichgesinnten Verantwortungsträgern rufen wir deshalb dazu auf, innezuhalten mit der Zerstörung des Völkerrechts und der elementaren Lebensgrundlagen der Völker.

Joachim Bonatz ist Stellv. Vorsitzender des ISOR e.V. Die Initiativgemeinschaft vertritt die sozialen Interessen der Angehörigen der ehemaligen bewaffneten Organe der DDR.

Es folgt die Rede von Generalleutnant a.D. und letzter Chef des Hauptstabes der Nationalen Volksarmee der DDR Manfred Grätz. Sie erfolgte auf einer Pressekonferenz am 16.06.2021.

Sie gilt der Erinnerung und Mahnung an den 22.06.1941. An diesem Tag begann der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion.

Schon einmal, vor nunmehr sechs Jahren, wandten wir uns mit einem Aufruf „Soldaten für den Frieden“ an die Öffentlichkeit.

Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die einstige Antihitlerkoalition brachten wir damals unsere Sorge um die Erhaltung des Friedens und den Fortbestand der Zivilisation in Europa zum Ausdruck. 

Wir konstatierten, dass der Krieg wieder zum ständigen Begleiter der Menschheit geworden ist, dass die von den USA und ihren Verbündeten betriebenen Bemühungen um die Neuordnung der Welt immer deutlicher und aggressiver spürbar wurden und dass vor allem die NATO-Osterweiterung in Richtung Russland unaufhaltsam vorangetrieben wurde.

Eben weil wir als ehemalige Militärs sehr gut wissen, was Krieg bedeutet, erhoben wir bereits damals unsere Stimme gegen den Krieg, für den Frieden.

Heute nun, am Vorabend des 80. Jahrestages des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, jenes 22. Juni 1941, der sich mit blutigen Lettern für immer in den Geschichtsbüchern der Menschheit verewigt hat, melden wir uns erneut zu Wort.

Unser Gewissen treibt uns voran.

Unsere moralische Verantwortung als ehemalige Militärs, die wissen was Krieg bedeutet und die Jahrzehnte für die Erhaltung des Friedens ihren Dienst verrichtet haben, lässt uns nicht ruhen, lässt uns mahnen, auch warnen.

Das sind wir uns selbst, mehr noch den jüngeren Generationen, die ihr Leben noch vor sich haben, schuldig.

Schweigen ist nicht unsere Art. Und deshalb erheben wir erneut unsere Stimme.

Dabei gedenken wir der unzähligen Opfer des 2. Weltkrieges, unter ihnen der mehr als 27 Millionen Toten, die allein die Sowjetunion zu beklagen hatte.

Gleichzeitig bringen wir unsere Sorge zum Ausdruck, die Sorge darum, dass die sich mehr und mehr zuspitzenden Widersprüche in unserer unruhigen Welt ausufern könnten in einen neuerlichen Weltenbrand.

Einen nochmaligen 22. Juni 1941 darf es nicht geben.

Die Widersprüche zwischen den führenden Mächten sind so groß wie nie. USA, NATO, EU und Verbündete in Asien auf der einen Seite, Russland und China auf der anderen. Der Kampf um monopolaren Führungsanspruch der USA stößt auf den Widerstand von Russland und China, die um eine multipolare Welt bemüht sind. Dieser Widerspruch vertieft die Gräben für Gesprächs- und Verständigungsbereitschaft zunehmend, was wiederum die latent existierende Kriegsgefahr nicht geringer werden lässt.

Die NATO ist dabei, sich neu aufzustellen, nachzulesen im jüngsten Dokument „NATO 2030“.

Die Marschrichtung ist klar und eindeutig definiert. Sie weist – wieder einmal – gen Osten.

Russland wird zum „Feind“ erklärt. Russland ist die „Hauptbedrohung“, der sich die NATO gegenüber sieht. Russland ist an allem schuld! So die Hauptargumentationslinie des Westens in Kurzfassung. Wie heuchlerisch, wie lügenhaft, welche Verdrehung der Tatsachen!

Lassen wir doch einfach ein paar wenige Fakten sprechen, um zu verdeutlichen, wer wen bedroht und wer wen zu fürchten hat. 

Nehmen wir militärische Konfrontationen in Grenznähe zu Russland durch NATO – Präsenz, kleinere und größere Übungen und Manöver.

Das jüngste NATO-Großmanöver “Defender 2021“ möge als Beispiel stehen.

  • ca. 31.000 Mann aus 28 Staaten, US-geführt, in Ost- und Südosteuropa
  • darunter auch Nicht-NATO-Staaten wie Ukraine und  Georgien
  • Übungen in Albanien, Kroatien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, also an der Südflanke, sowie  in den Baltischen Staaten im Norden.

All das in Grenznähe und in Richtung Russland.

Und dazu natürlich die Beschuldigungen gegen Russland wegen Aggressivität und Bedrohung der östlichen NATO-Bündnispartner.          

Welch´ schizophrene Argumentation:

  • Manöver vor den Grenzen Russlands dienen der Sicherheit der osteuropäischen NATO-Verbündeten.
  • Manöver Russlands auf dessen eigenem Territorium werden zu Aggressivität und Kriegsgefahr hochstilisiert.

Oder nehmen wir die seit dem NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 anhaltende Stationierung von NATO-Kontingenten im Baltikum, an der Südflanke und in Polen.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Landkarte genügt. Man muss kein Militär sein, um die eindeutige Umklammerung Russlands zu erkennen.

Und wieder die Frage: Wer bedroht wen?

Schließlich noch ein Wort zum Anheizen der Rüstung.

Sipri, das Stockholm International Peace Research Institute, schreibt von einem globalen Rüstungsboom auch unter Corona-Bedingungen, und davon, dass so viel Geld letztmalig 1988 ausgegeben wurde, und damals herrschte noch der Kalte Krieg (der ohnehin nie beendet wurde und gegenwärtig wieder deutlicher angeheizt wird). Lassen wir nur einige wenige Zahlen sprechen:

Unvorstellbare 1.981 Mrd. US-Dollar wurden 2020 ausgegeben. Das sind weltweit 2,4 % des Bruttosozialproduktes und noch einmal 2,6 % mehr als im vorangegangenen Jahr.

 An diesen Ausgaben sind beteiligt:

  • USA mit  39 %
  • China – 13 %
  • Indien – 3,7 %
  • Russland – 3,1 %
  • Deutschland – 2,7 %
  • Frankreich – 2,7 %

Auch wenn diese Zahlen für sich sprechen, vielleicht nur so viel:

Die unangefochtene Führung der USA in diesem Ranking verdeutlicht einmal mehr ihren alleinigen Führungsanspruch. Selbst der immer noch deutliche zweite Platz dahinter von China, lediglich ein Drittel der Größenordnung der USA, nimmt sich da schon relativ bescheiden aus. 

Und Russland, der von der westlichen Welt so gefürchtete gefährliche Aggressor, mit 3,1 % weit abgeschlagen? 

Auch in diesem Vergleich zeigen sich Heuchelei und Demagogie des westlichen Mainstreams.

Aber, und das sollten sich unsere Regierenden zu Gemüte führen, wenn Deutschland und Frankreich, beide für sich schon nahe bei Russland, beide zusammen aber deutlich mehr ausgeben als Russland, dann spricht auch das wiederum eine sehr deutliche Sprache! Vielleicht ergeben sich daraus auch Folgerungen für unseren Rüstungsetat und nicht zuletzt auch Überlegungen für das Verhalten zu Russland.     

Lassen wir es dabei bewenden. 

Das sog. Raketenabwehrsystem auf dem Territorium von Polen und Rumänien mit Großradar in der Türkei, die einseitige Aufkündigung internationaler Verträge, die hybride Kriegsführung in all ihren Facetten wären weitere Beispiele dafür, Licht in die heuchlerische Argumentation der westlichen Welt zu bringen.

Weiterführende Gedanken dazu würde allerdings das Anliegen dieses Beitrages sprengen. 

Unsere Haltung zu Krieg und Frieden ist eindeutig. 

Dafür, für die Erhaltung des Friedens in der Welt, haben wir Jahrzehnte mit Überzeugung alles gegeben.

Daran hat sich nichts geändert, auch wenn die Geschichte anders verlaufen ist, als wir es wollten.

Deshalb verfolgen wir aufmerksam, wie sich die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, ihre Abscheu vor Krieg und Vernichtung, mehr und mehr, wenn auch zaghaft und noch viel zu wenig, in Aktionen und Erklärungen widerspiegelt.

Wir unterstützen alle Bemühungen, alle Aktivitäten, die geeignet sind, den Regierenden in der Welt, wo auch immer, zu zeigen, dass Krieg und Gewalt kein Mittel zur Lösung von Problemen sind. 

So haben wir mit großer Aufmerksamkeit den offenen Brief von ehemaligen französischen Generälen und hohen Offizieren zur Kenntnis genommen, den sie als Reaktion auf den Plan „NATO 2030“ an den Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, richteten. Die Übereinstimmung unserer Auffassungen zur NATO, insbesondere zum aggressiven Kurs gegenüber Russland, zur NATO-Osterweiterung und einer Reihe weiterer Probleme hat uns veranlasst, dem Unterzeichner des offenen Briefes unseren Aufruf „Gemeinsam für den Frieden“ zur Kenntnis zu geben.

Die Antwort darauf war sehr wohlwollend und ermutigend.

Auch aus Österreich gibt es von einem Oberstarzt (Dr. Georg Ludvik) eine sehr persönliche Zuschrift über die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, verbunden mit Respekt und Anerkennung für die NVA im Nachhinein.

Er schließt mit den zustimmenden Worten:

„Möge der Aufruf zu Frieden und Vernunft ein entsprechendes Echo erfahren, nie verhallen und fruchtbaren Boden finden.“ 

In vielen Verbänden, Vereinigungen und Zivilgesellschaften wird des 22. Juni 1941, jenes geschichtsträchtigen Datums, in vielfältiger Form gedacht werden. All diese Aktivitäten finden unsere Anerkennung und Würdigung, unseren Appell haben wir nicht umsonst überschrieben mit „Gemeinsam für den Frieden“.

Ein gemeinsamer Appell mehrerer Ost-West-Gesellschaften soll hier für viele stehen, der unter dem Titel „Kein Kalter Krieg gegen Russland – Hört auf damit“ bereits viel Aufmerksamkeit und bis heute nahezu Tausend Unterstützer gefunden hat. 

Ich zähle mich zu ihnen.

All diese Appelle, Willensbekundungen und ehrenden Gedenken anlässlich dieses denkwürdigen Tages 22.06.1941 sind Mahnung und Verpflichtung gleichermaßen.

Zu allererst richten sie sich an die Regierenden in aller Welt, innezuhalten mit kriegerischen Auseinandersetzungen und für ein friedliches Miteinander zu sorgen.

Deutschland, dem Verursacher des Vernichtungskrieges gegen die SU, kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu. Wer, wenn nicht die BRD, noch dazu stärkste und einflussreichste Kraft in der EU, sollte eine eigenständige, von den USA unabhängige  Politik durchsetzen, die auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Russland gerichtet ist, die dem Frieden und der Verständigung dient. 

Gemeinsam mit Russland für den Frieden. Ohne Russland wird es in der Welt keinen Frieden geben.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:      Vladislav Sinelnikov / shutterstock

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14 Kommentare zu: “Gemeinsam für den Frieden | Von Joachim Bonatz

  1. Outlaw sagt:

    Die Politiker brauchen wieder neue Rüstungen ?
    Die ,die schon weniger rüstig sind bekommen eine Coronaspritze ,für die anderen reicht ein kräftiger Tritt in den Hintern .Ist billiger ,umweltschonender und rein bio ! Wir würden eine Menge sparen !
    Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. 5Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen:
    Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. 6Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn es muss geschehen. Aber es ist noch nicht das Ende. 7Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. 8Das alles aber ist der Anfang der Wehen.

  2. Carsten Leimert sagt:

    Der Westen soll sofort aufhören Sanktionen gegen Russland und Weißrussland zu verhängen! In Anbetracht der Ungerechtigkeiten, die im Westen passieren (wie u.a. z. B. Corona-Regime, 500.000 Wohnungslose in Deutschland, Todesstrafe und Folterknäste (black sites) unseres NATO-Partners USA), müsste er ja zuallererst sich selbst sanktionieren. Außerdem treffen die Sanktionen immer Millionen unschuldige Bürger. Im Übrigen ist insbesondere das russische und iranische Erdöl der Schlüssel, um eine baldige Ölknappheit zu verhindern, weil es in Erdgasfahrzeugen als Treibstoff fungieren kann. Und eine Ölknappheit wird uns wirtschaftlich das Genick brechen, weil wir das Erdöl auch für einen Großteil unserer Industrie benötigen und weil unsere Autoindustrie Autos baut, die Erdöl oder Erdgas benötigen und auch die Herstellung eines Autos (selbst eines Elektroautos oder Wasserstoffautos) extrem viel Energie benötigt, nämlich circa genauso viel Öl wie das Auto, das einen Ölmotor besitzt, später durchschnittlich im Laufe seines Lebens verbraucht. Nachdem Deutschland unter den Nazis 24 Millionen Russen umgebracht hat, sollte es sich gegenüber Russland zurückhalten und mäßigen und sich nicht von den USA, die hinrichten und foltern lassen, oder anderen gegen Russland aufhetzen lassen.

    • Hartensteiner sagt:

      Wir werden vor allem ganz viel Öl, Gas, aber auch Kohle brauchen, um den ganzen Strom für die E-Autos (Tesla) herzustellen.
      Dabei ist besonders nachhaltig, die eine Energie erst in eine andere umzuwandeln und dann unter Verlust durch Leitungen zu transportieren, ehe sie in die riesigen Batterien der E-Autos übertragen werden kann. Das ist ganz toll grün.

    • Hartensteiner sagt:

      … und… die Sanktionen gegen Russland und Weißrussland müssen natürlich bleiben, sind aber nur ein Klacks im großen Traum, diese Länder endlich westlicherseits kolonialisieren zu können. Dahin sind schon mal die ganzen Regime-Change-Organisationen unterwegs. Man lässt Panzer an den Grenzen rollen und fliegt ständig ganz nah an die Grenzen heran, auch mal drüber, in der Hoffnung das alte Spiel der "Kaputtrüstens" wieder in Gang zu bekommen. Usw. Zudem muss die die deutsche Bevölkerung ständig erinnert werden: "Putin böse!", "Lukaschenko, ganz böse".
      Wie böse Weißrussland ist, hat u.a. Martin Gerloff schon letzten Sommer in einem Video dokumentiert https://www.youtube.com/watch?v=WKpqNnTMH9Q Da kann man sehen, wie die Menschen in einer Diktatur leben.

    • Carsten Leimert sagt:

      Montag werden wohl leider westliche Politiker Sanktionen beschließen, die uns, Weißrussland und Russland treffen werden.

  3. Giorgio Plaz sagt:

    Ich bin mit dem Artikel einverstanden, möchte aber zusätzlich eine – offene – Anmerkung zur Propaganda anmerken und etwas näher zum Zeitgeschehen kommen.
    Ich mache das am Beispiel des letzten Treffens von Präsident Biden und Präsident Putin.

    Leute und Thematik werden in den Videos/Links beschrieben. de/en/ru

    Seitens Amerika ist keine Agenda mit Zielen für das Treffen vorgelegt worden. Dies legte nahe, dass das Treffen vielleicht nur eine Propaganda Aktion seitens der USA war.

    Eine Einschätzung kurz vor dem Treffen:
    P. Roberts (US) – Serge Duhanov (RU):

    Paul Roberts: The Kremlin should not agree to a meeting unless there is a firm agenda set down

    https://www.youtube.com/watch?v=_upipI0fxGE

    Oder für Leute, die russisch verstehen: https://svpressa.ru/online/sptv/301343/

    Die Beurteilung nach dem Meeting war aus meiner Sicht positiver, es sind kleinere Ziele erreicht worden:

    Critical Hour mit Ray McGovern (MP3):

    https://raymcgovern.com/wp-content/uploads/2021/06/Critical_Hour_745_Seg_1.mp3

    Hingegen die Einschätzung von P. Roberts bleibt eher kritisch:

    https://www.paulcraigroberts.org/2021/06/18/the-summit-was-a-propaganda-trap/

    Ob die Bilanz positiv oder negativ ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

  4. Klaus-Peter Kostag sagt:

    Der Kapitalismus "hat fertig". Er betreibt nur noch "Insovenzverschleppung". Nicht das in Europa umgehende "Gespenst des Kommunismus" ist der Grund, sondern der Kapitalismus schafft per DIGITALISIERUNG die Ausbeutung ab (https://egon-w-kreutzer.de/was-bitte-ist-eigentlich-digitalisierung-ein-blick-in-den-abgrund). Gleichzeitig beginnt sichtbar per neoliberalem Plünderungs-Schuldgeldsystem-Finanzkapitalismus, per "Flüchtlings-Industrie", "Pandemie-Industrie" etc. die globale Vermögens-Umverteilung vom ausgerottet werdenden Welt-Mittelstand hin zu den Großkonzernen. Früher konnte 0,001 % Mensch solche Umwälzungen mit Kriegen begleiten und lenken. Die heutige Lagerbildung jedoch sieht eine exponentielle russische Militärübermacht dem bisherigen Kriegsweltmeister JewSA präventiv gegenüber stehen. Absolut unschlagbar (https://www.focus.de/politik/ausland/gastbeitrag-von-thomas-jaeger-putin-fuehrt-russland-mit-nuklearer-tsunamiwaffe-in-eine-neue-etappe-der-weltpolitik_id_13266783.html).

    Das Begreifen dieser prinzipiell nie wieder rückstellbaren Sino-Russo-Militär-Dominanz zwang den ansonsten auf ihren eigenen Optimismus hereinfallenden Großkotz namens westliche Wertlosgemeinschaft in Genf an einen runden Tisch. Der Wolf dort hatte nicht nur Kreide gefressen und weiße Handschuh an, sondern irgendwer hatte ihm endlich von POSEIDON und irgendwelchen HYPERSCHALL-Körpern gebeichtet. So nachhaltig wie jedoch der suizid sterbende Kapitalismus (siehe CORONA) eigenes finanzielles und Ausbeutungs-Sterben noch zusätzlich beschleunigt, braucht die Achse Teheran-Peking-Moskau nicht zu gewinnen, sondern lediglich übrigzubleiben. Die TALIBAN haben es sehr lange perfekt und selbst Hänschenklein vorgeführt. Mit POSEIDON und mit Hyperschall-Angreifern und seit 2001 von den JewSA herbeiprovozierten hermetisch dichten russischen und neuerdings auch chinesischen Bollwerken, ist der zumindest dieser Weltfrieden absolut fundiert. Solch Verteidigen in mehrfachst gestaffelten Systemen macht solches Übrigbleiben genannter Achse durchaus real. Und das hat zu Genf und dort gesichtswahrenden Konsultationen geführt.
    Denn was wäre wenn?
    Auch China und Russland haben nämlich DIENSTE. So kann es durchaus sei, dass der Tsumami auf den NATO-Kontinent Nordamerika, jener auf komplett Westeuropa und der dritte auf ATOM-Israel bereits ausgelöst ist, bevor die zivilisiert wertewestlichen NATO-Startmechanismen überhaupt richtig in Schwung gekommen sind. Bliebe nämlich die Frage, wo die NATO-U-Boote nach dem 90 Minuten Krieg denn noch anlanden könnten?
    Genau diese prinzipiell unfindbare Nichtantwort bewirkte das jüngste Genfer Treffen zweier hochrangiger Diplomaten.

    Und die zwar formellen Sieger Putin/XI hassen ihrerseits jedoch längerfristige nukleare Winter.

    Und so belesen bei FOCUS und KREUTZER ist meine Sorge um den WELTFRIEDEN kleiner als jene, ob ich die nächsten vier Jahre über mehr Baerböcke oder aber Laschheit lachen muss.

  5. Michael Haas sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Wir brauchen Frieden als Grundlage für alles andere.
    Für Kultur, Freiheit, Liebe, Lachen und Lernen.
    Hartensteiner schreibt richtig, dass der Bürger brav und folgsam ist, in bezug auf C1984 und in bezug auf Krieg. Der eigenen Regierung zu glauben, auch wenn Zweifel bestehen, ihren Anweisungen zu folgen, wird als Bürgerpflicht angesehen.
    Also bleibt uns nur die Sisyphusarbeit, uns für Frieden und Freiheit einzusetzen. Je mehr wir gehört werden, desto mehr dringen wir – wie Ohrwurmschlager – ins Bewusstsein der Menschen, die wiederholen/wiederkäuen, was an ihre Sinne dringt.
    FREIHEIT für JULIAN ASSANGE. Es sitzt für unsere Freiheit, für unseren Frieden in einem englischen Naziknast.

  6. Ralf Becker sagt:

    habe hier einen Zusatzkommentar geschrieben:
    trittin.de, 13. Juni 2021
    NATO: Neuer Ton und alte Probleme

    SZ, 31. Mai 2021, 20:59 Uhr
    Bundeswehr
    Nicht genug Geld für die Truppe

    Frau K. K. benötigt also noch mehr Geld für die Truppe. Für sie scheinen die Staatsfinanzen irgendwo der große Topf zu sein, in den man doch als Politiker/-in schließlich "hineingreifen" könnte.
    Sie versteht es insofern nicht, dass der Staat nicht schlechthin Geld besitzt. Vielmehr bezahlt der Staat die Rüstung mit Schulden. Er "leiht" sich das von ihm benötigte Geld von den Banken, die das Geld aus dem Nichts schöpfen, oder auch von seinen Bürgern, die ihr Geld irgendwo mit Bundesschatzbriefen beim Staat "parken".
    Der Staat nimmt seine immer schneller ansteigenden Schulden aber nicht ausschließlich deshalb auf, weil er damit "marktwirtschaftliche" Ausgaben tätigt.
    Vielmehr ist es eine Besonderheit des Kapitalismus, dass dieser immer schneller neue Schulden benötigt.
    Weil die Bürger sich aber immer weniger mit ihren Konsumausgaben "verschulden" können, macht es dann stattdessen der Staat mit immer höheren Ausgaben.

    Welt, 06.10.2019
    SCHWARZE NULL
    Schuldenmachen ist wie Rauchen
    "Noch sorgt das Grundgesetz für die Einhaltung der Schuldenbremse. Daran darf nicht gerüttelt werden", schreibt Wolfgang Clement

    Bei Staatsschulden gibt es jedoch das Problem, dass die öffentlichen Haushalte ihre vielen Schulden später fast gar nicht wieder zurückzahlen können, weil sämtliches Geld im Umlauf als solches eine Schuld ist. Die breite Bevölkerung hat also immer weniger Geld für den Konsum, wodurch der Konsummotor immer mehr ins Stottern kommt. Daher steigert jetzt der Staat seine öffentlichen Ausgaben immer mehr.
    Dies kann er wegen der Allianz zwischen Politik und Banken auch sehr bequem machen.

    Hier gibt es das Problem, dass Staaten sich dann später allenfalls nur noch mit Inflation "entschulden" können.

    infosperber.ch, 14.05.2021
    Manöver mit 30’000 Nato-Soldaten jetzt am und im Schwarzen Meer

    Wenn Soldaten sich doch nur hinreichend vorbereiten würden, dann könnten sie doch auch entsprechend "zurückschießen", wenn es dann soweit ist.

    Spiegel, 13.06.2021
    Hauchdünne Mehrheit
    Grüne weichen Nein zu bewaffneten Drohnen auf

    Irgendwo sei es also nach Auffassung des Parteitags der Grünen nicht sinnvoll, wenn Soldaten sich bei Militär-Einsätzen persönlich in Gefahr begeben.
    Warum aber der Kapitalismus den Krieg benötigt, sagen uns die Grünen nicht hinreichend.

    Linke Zeitung, 15. APRIL 2021
    Eurodrohne: Milliardengrab mit Ansage beschlossen

    Irgendwo bezahlen wir also die Rüstung mit (Staats-) Schulden, weil Geld doch als solches eine Schuld ist. Der Staat "leiht" sich dabei das Geld von den Banken, die dasselbe aus dem Nichts verleihen.

    Spiegel, 05.02.2021
    Geheime »Finanzbedarfsanalyse 2022«
    Der Bundeswehr geht das Geld aus

    EpochTimes, 28. November 2020
    NATO sucht Verbündete für China-Strategie im „Projekt NATO 2030“

    WiWo, 17. Dezember 2020
    RÜSTUNGSKONZERN
    Bundesregierung steigt für 450 Millionen Euro bei Hensoldt ein
    Deutschland sichert sich eine Sperrminorität beim Rüstungszulieferer.

    nd-aktuell, 08.04.2016
    Bombensichere Geldanlage
    Verbraucherbroschüre informiert Kunden über Rüstungsgeschäfte ihrer Finanzinstitute

    Zeit, 10. Oktober 2013
    Deutsche Banken investieren Milliarden in Atomwaffenhersteller

    Spiegel, 22.02.2013
    Waffenexporte
    Deutsche Firmen verdoppeln Rüstungsdeals mit Golfstaaten

    Zeit, 10. Dezember 2012
    Waffenindustrie:
    Die bombensicheren Investments deutscher Banken und Versicherungen
    Eine Studie zeigt: Banken und Versicherungen investieren Millionen in die internationale Rüstungsbranche. Die Finanzkrise hat die Geschäfte noch lukrativer gemacht.

    Jedenfalls kommt es uns so vor, als sei unser Bundestag bzw. die GroKo nicht sonderlich in der Lage, die derzeitigen Probleme zu lösen. Vor allem sind die derzeitigen Probleme gar nicht lösbar und so als ob es diese Probleme gar nicht geben würde, fordert etwa die Linke die Einführung der Vermögensteuer.

    SZ, 27. Mai 2021
    Verteidigungspolitik
    AKK und das Millionen-Rätsel
    Laut Verteidigungsministerium ist die Finanzierung zahlreicher Projekte nicht geklärt, obwohl der Bundestag dafür längst Mittel bewilligt hat.

    Hier hinterfragt Frau K. K. die Finanzierung der Rüstung zu recht, aber letztlich ist es vor allem einfach nur die Fehlfunktion des Kapitalismus, weshalb die vielen Schulden mit der Zeit immer unbezahlbarer werden.
    Jedenfalls finanziert sie ihre Hochrüstung sehr bequem einfach nur mit immer mehr Schulden, die niemand jemals wieder zurückzahlen kann.

    Focus, 05.06.2021
    Die Mail von Merz:
    Was haben die Pflegeversicherung, der Benzinpreis und die Wohnungsmieten gemeinsam? Nun, ganz einfach: Überall steigen vor allem durch Gesetzgebung des Bundes die Preise.

    Hierzu:
    Anders als wie Herr Merz dies in seiner neuen Mail behauptet, sind es eigentlich gar nicht irgendwelche Gesetze, weshalb unser Geld nicht funktioniert.

    Zitat von Amschel Meyer Rothschild:
    Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!

    SZ, 14. Dezember 2017
    Einkommensverteilung
    Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren

    Etwa Thomas Piketty untersucht den Zusammenhang zwischen der Ungleichheit und den Weltkriegen.

    neuenarrative.de
    u.a. steht dort:
    . Historisch gab es bereits Zeiten, in denen noch mehr Privateigentum angehäuft worden war, durch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise schrumpfte dieses jedoch zusammen.

    Jedenfalls hat unsere Allianz zwischen Politik und Banken zurzeit etwa mit der EZB-Geldpolitik oder mit immer mehr Staatsschulden nur fehlerhafte Möglichkeiten, dass sie das Finanzsystem zum Preis eines Anstiegs der Ungleichheit "rettet".

    Mitunter behaupten es Buchautoren wie Marc Friedrich, dass der Aktiencrash kommt. Er nutzt aber seine vergleichsweise guten Finanz-Kenntnisse auch für die eigenen Geld- und Anlageberatungen. Dies halte ich für bedenklich.

    derstandard.de, 10. März 2020
    Volkswirt Flassbeck: "Dieses Finanzkasino ist vollkommen sinnlos"
    Anstieg der Börsenkurse sei überzogen gewesen, sagt Heiner Flassbeck. Italien benötige jetzt dringend öffentliche Gelder

    Bekanntlich war Herr Prof. Flassbeck seinerzeit Staatssekretär unter Oskar Lafontaine.
    Letztlich fordert er es damit, dass wir EU-Bürger jetzt auch noch Italiens Zeche für Chinas Neue Seidenstraße bezahlen.

    rt deutsch, vor drei Tagen
    Verfassungsschutz, Medienanstalt und "Anonymous"-Hacker: Druck auf Medienportal KenFM wächst

    Da ist es doch auch lästig, wenn das Schweigen der Medien, etwa von KenFM, nicht eingehalten wird.
    Irgendwo sei es doch jetzt offensichtlich (nur) Corona, weshalb die Bürger geringfügige Beschränkungen ihrer Freiheiten in Kauf nehmen müssten.
    Wir glauben aber nicht so richtig an die Corona-Ausrede, weil es in 1933 schon mal die Abschaffung der Demokratie gegeben hatte.

    Vorwärts, 08. Juni 2017
    Ermächtigungsgesetz
    Was aus den SPD-Abgeordneten wurde, die sich Hitler widersetzten

  7. Pawel sagt:

    Als ehemaliger Soldat unterstütze ich Ihre Worte, Herr Bonatz, mit ganzem Herzen.

  8. Hartensteiner sagt:

    Mit AKK und dem auftraggebenden Klüngel und demnächst mit Baerbock wird kontinuierlich weiter aufgerüstet.
    Der Bürger würde sich vielleicht darum kümmern, wäre er nicht pausenlos mit dem Handy beschäftigt.
    Oh, falsch… als es noch keine Handys gab, hat sich der Bürger – Ausnahme eine Handvoll Friedensaktivisten – auch nicht darum gekümmert.
    Wetten? Die meisten haben keine Ahnung, dass aufgerüstet wird und wenn schon – dann muss das sein, weil "Putin böse".
    Man weiß doch – aus dem Kalten Krieg und dem 3. Reich: Dem Russen ist nicht zu trauen.
    Also… nukleare Teilhabe muss sein. Thema erledigt… "Bitte nicht nochmal damit belästigen!"…. sagt der Bürger und wendet sich wieder dem Handy zu und beginnt fleißig zu wischen.
    Zusammengefasst: So ignorant (und brav) wie der Bürger in Sachen Corona ist, ist er auch in Sachen Rüstung und Frieden, nur noch mehr so, weil es ihn im Alltag (noch) nicht trifft.
    Mit besten Grüßen von Günther Anders: "Die Antiquiertheit des Menschen".

    • pit sagt:

      Das mit dem Handy-Wischen ist sehr wichtig. Denn man muss gewappnet sein wenn "der" Russe resp. "der" Chinese uns angreift. Wir werden ihn dann mit den Todesstrahlen aus der Taschenlampe-App des Handys vernichten. So wie wir auch üben, unsere Gegner in den Man-Shooter-Computerspielen zu besiegen – ist ja alles nur ein Computerspiel.
      Und: Wir wissen aus den vielen Hollywoodfilmen, dass der/das Gute [= wir, der Werteweste(r)n] immer siegt.
      So what? (https://www.youtube.com/watch?v=zqNTltOGh5c)

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