Genozid unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung | Von Christian Kreiß

Ein Kommentar von Christian Kreiß.

Einleitung

In einem seiner letzten Werke, „Der Antichrist – Fluch auf das Christentum“, schreibt Friedrich Nietzsche 1888 auf den ersten Seiten:

„Was ist gut? – Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht. […] Was ist Glück? – Das Gefühl davon, dass die Macht wächst. […] Die Schwachen und Missratenen sollen zugrunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen. Was ist schädlicher als irgendein Laster? – Das Mitleiden der Tat mit allen Missratenen und Schwachen, das Christentum…“

Ich habe den Eindruck, dass diese Zeilen von Nietzsche seit 2020 eine ungeahnte Aktualität gewonnen haben.

Lockdownpolitik in Entwicklungsländern

In einer Ende Januar erschienenen Studie mit dem Titel The Inequality Virus“ (1) geht oxfam auf die gravierenden negativen Auswirkungen der staatlichen Zwangs-Lockdownmaßnahmen in den Entwicklungsländern ein. Weltweit seien etwa 1,7 Milliarden Kinder von den Schulen ausgesperrt worden, in den Entwicklungsländern beinahe vier Monate, in den Industrieländern etwa sechs Wochen. In den Entwicklungsländern traf es also die Kinder sehr viel schlimmer als in den Industrieländern. Da die Internet- und Technik-Ausstattung in den armen Ländern und insbesondere in den Unterschichten oft sehr schlecht ist, hieß das für ein Millionenheer von unterprivilegierten Kindern das Ende der Bildung, das Ende der Hoffnung auf ein besseres Leben. Oxfam weist ausdrücklich vielfach darauf hin, dass die Lockdown-Politk im Wesentlichen die Unterprivilegierten dieser Erde trifft.

Durch die Lockdowns verloren hunderte Millionen von Menschen ihre Arbeit und wurden in Entbehrung und Hunger gestürzt. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen dürfte sich daher seit März 2020 laut oxfam um 200 bis 500 Millionen erhöht haben. Die Zahl der akut Hunger leidenden Menschen soll sich 2020 um 82 Prozent auf 270 Millionen beinahe verdoppelt haben. Selbst in den USA wird die Zahl der Erwachsenen, die nicht ausreichend zu essen haben, mit 29 Millionen angegeben. Oxfam schätzt, dass durch die Pandemie Ende 2020 6.000 bis 12.000 Menschen zusätzlich pro Tag an Hunger sterben. Gleichzeitig habe das Vermögen der Milliardäre von März bis Ende 2020 um 3.900 Milliarden auf nun etwa 12.000 Milliarden US-Dollar zugenommen. Die zehn reichsten Menschen der Welt sind in diesem Zeitraum demnach um 540 Milliarden Dollar reicher geworden.

Covid-Tote und Hunger-Tote

Ende Januar, Anfang Februar 2021 starben an oder mit Covid etwa 14.000 Menschen pro Tag (2). Das Median- und Durchschnittsalter der Covid-Toten liegt bei etwa 80 Jahren oder darüber. Das entspricht grob der durchschnittlichen Lebenserwartung in den meisten Industrieländern. Unterstellt man, dass die an oder mit Covid Verstorbenen ohne das Corona-Virus zwei bis fünf Jahre länger gelebt hätten, so wurden durch das Virus Ende Januar etwa 28.000 bis 70.000 Lebensjahre pro Tag vernichtet. Die Hungertoten in den armen Ländern sind fast alle Kinder. Unterstellt man, dass das Durchschnittsalter der durch die Covid-Maßnahmen zusätzlich verhungernden Menschen fünf Jahre beträgt und deren Lebenserwartung 70 Jahre gewesen wäre, so werden durch die Covid-Maßnahmen pro Tag etwa 390.000 bis 780.000 Lebensjahre vernichtet. Durch die Lockdowns werden also etwa 6 bis 28 Mal so viele Lebensjahre vernichtet wie gerettet. Ich vermute, dass die tatsächliche Zahl am oberen Ende der Rechnung liegt. Die Kur ist also um ein Vielfaches schlimmer als die Krankheit. Dabei sind in diesen Zahlen noch nicht die ganzen Folgekosten des heutigen Elends enthalten.

Am Rande sei bemerkt, dass auch der Ökonom und Rentenexperte Bernd Raffelhüschen, Leiter des Instituts für Finanzwissenschaft und Sozialpolitik an der Uni Freiburg, für Deutschland zu einem ähnlichen Ergebnis kommt. Er errechnete, dass durch die Corona-Lockdowns in Deutschland sehr viel mehr Lebensjahre vernichtet als gerettet würden (3). Die Kur sei auch in Deutschland sehr viel schlimmer als die Krankheit, es würden 10 bis 100 Mal mehr Lebensjahre vernichtet als gerettet.

Zurück zu den Entwicklungsländern. Der Blick auf die vielen elend verhungernden Kinder ist nicht alles. Das ganze Leid vor dem grausamen Hungertod, die hunderte Millionen Arbeitslosen, das Elend, die Verwahrlosung großer Bevölkerungsteile unserer Erde sind in diesen trockenen Zahlen nicht enthalten. Man kann die Lockdown-Politik der Entwicklungsländer fast schon als einen Genozid betrachten, einen Genozid an den Unterprivilegierten dieser Welt. Diese Lockdown-Politik hat System, ist nicht etwa Zufall. Geldzahlungen an Entwicklungsländer durch den IWF und Unterstützung durch die WHO sind stark an eine Bedingung geknüpft: Harte Lockdowns einzuführen. Das kommt in den armen Ländern einem Serienmord an den Unterprivilegierten gleich. Gleichzeit steigen die Vermögen der Reichen und Mächtigen in immer neue Höhen.

Und hier kommt Nietzsche ins Spiel. Man kann den Eindruck bekommen, dass die staatlich verfolgte Lockdown-Politik stark von Nietzsches Antichrist inspiriert ist. Nochmal drei Kernsätze der Nietzsche-Moral: „Was ist gut? – Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht. […] Was ist Glück? – Das Gefühl davon, dass die Macht wächst. […] Die Schwachen und Missratenen sollen zugrunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe.“ Diesem Motto scheint ein großer Teil der Corona-Politik auf unserer Erde zu folgen. Durch die politischen Corona-Maßnahmen werden Schäden, Leid, Elend, Hunger und Tod bei den Schwächsten unserer Erde in einem solchen Ausmaß herbeigeführt, dass Nietzsche seine Freude daran hätte. lm Namen der Rettung von Menschenleben werden in Wahrheit Menschenleben in ungeheurem Ausmaß vernichtet, unterprivilegierte Menschenleben, Leben der Schwachen. Gleichzeitig steigt die Macht der Mächtigen ungeheuer. „Was ist Glück? Das Gefühl davon, dass die Macht wächst.“

Das große Wegschauen und Irreführen

Die allererste Gegenmaßnahme, die man ergreifen müsste, wäre daher naheliegenderweise ein sofortiger Stopp der fatalen staatlichen Lockdown-Maßnahmen, die so viel mehr Leid, Elend und Tod in die Welt bringen als sie verhindern. Die politischen Zwangsmaßnahmen sind die Ursache dieser schlimmen Entwicklungen, nicht das Virus.

Was dagegen predigt Oxfam? Die Organisation führt fünf Gegenmaßnahmen auf, aber was nicht darunter ist, ist der eigentliche Grund des Elends: Die vollkommen unverhältnismäßigen Anti-Corona-Maßnahmen. Dazu schweigt sich oxfam aus. Das empfinde ich in ungeheurem Ausmaß als unseriös und heuchlerisch.

Oxfam ist mit dieser Heuchelei nicht allein. Das Gleiche macht beispielsweise die Süddeutsche Zeitung. Sie berichtete am 25.1.2021 über die oxfam-Studie unter dem Titel: Corona-Pandemie: Globale Armut steigt dramatisch an (4). Darin schildern die beiden SZ-Journalisten Brinkmann und Pfeifer mit Verweis auf oxfam das dramatisch gestiegene Elend in den Entwicklungsländern. Was in dem Artikel vollkommen fehlt, ist die einzig sinnvolle Gegenmaßnahme: Der sofortige Stopp der staatlichen Zwangs-Lockdownmaßnahmen. Daher ist auch dieser Artikel in meinen Augen ungeheuer heuchlerisch und ausweichend. Das beginnt bereits bei dem irreführenden Titel. Nicht die Corona-Pandemie ist an all dem Elend schuld, wie ständig geschrieben wird, sondern die unverhältnismäßigen staatlichen Lockdown-Maßnahmen. Ähnlich irreführend, ausweichend und heuchlerisch berichten in meinen Augen praktisch alle deutschen Mainstreammedien.

Nicht nur die Medien, auch die Politiker gehen heuchlerisch mit dem Elend in der Dritten Welt um. Im September sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU): “An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus”(5). Ein wahrer Satz. Seine politischen Gegenmaßnahmen als Schlussfolgerungen: Ein Stabilisierungsprogramm über 50 Milliarden Euro und ein neues Afrika-Abkommen. Kein Wort über die einzig sinnvolle Sofortmaßnahme, die das Elend sofort kurieren würde: Stopp der staatlichen Lockdownmaßnahmen. In meinen Augen ist das eine ungeheure Heuchelei. Man mimt Betroffenheit und tut nichts gegen die wahren Ursachen.

Solange so viel Unehrlichkeit und Heuchelei in unseren Leitmedien sowie bei den Politikern herrscht, ist keine Aussicht auf Besserung zu erwarten. Nietzsche, der Antichrist und Mephisto haben ihre Freude daran. Das Mephisto-Prinzip ist auf dem Vormarsch.

Zum Autor:

Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

Quellen und Anmerkungen:

  1. 25.1.2021, https://oxfamilibrary.openrepository.com/bitstream/handle/10546/621149/bp-the-inequality-virus-250121-en.pdf
  2. https://www.worldometers.info/coronavirus/ Stand 4.2.2021, gleitender 7-Tage-Durchschnitt
  3. https://www.welt.de/wirtschaft/plus209561613/Covid-19-Die-unbeachteten-Folgen-der-wirtschaftlichen-Vollbremsung.html
  4. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/armut-corona-oxfam-kinder-1.5183057
  5. https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/506488/Entwicklungsminister-An-Lockdown-Folgen-sterben-mehr-Menschen-als-am-Virus

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:   Sergey Diordiev /shutterstock

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25 Kommentare zu: “Genozid unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung | Von Christian Kreiß

  1. Loveisthekey sagt:

    Hallo RULAI,

    ich habe zu danken 🙂 … auch für den Buchtipp.

    Ja, Paulus – ein Kapitel für sich, ein großes. Von dem was der Papst tut, bin ich nicht überrascht. Es gab mal einen kleinen Hoffnungsfunken letztes Jahr in Form des Erzbischofs Vigano, aber davon liest man auch nichts mehr.

  2. Running Greenhorn sagt:

    Mir fällt auf, dass die Opferzahlen der Lockdowns in den kritischen Veröffentlichungen erheblich voneinander abweichen. Bei Oxfam weltweit 6000–12000 Tote zusätzlich jeden Tag, multipliziert mit 365 also 2.2–4.4 Millionen (gerundet) und zwar ungeachtet der Todesursache. Dagegen hatte die Weltgesundheitsorganisation Ende 2020 alleine 30 Millionen zusätzliche Hungertote geschätzt, also eine Größenordnung mehr und bezüglich nur einer Ursache. Das passt alles nicht zusammen, erschwert die Orientierung und vor allem die Diskussion, weil sich jede Partei die passenden Zahlen aussuchen kann.

    • RULAI sagt:

      Dieses Verwirrspiel ist Strategie. Ebenso die völlig absurden Maßnahmen. Jeder intelligente Mensch muß sich ständig verhöhnt fühlen bei dem, was man uns aufzwingt. Das geht in Richtung MKUltra, was hier passiert. Herr Mies hat das aus einem kurzen Video von David Icke hervorragend herausgearbeitet.
      https://kenfm.de/mindcontrol-die-systematische-zerstoerung-der-menschlichen-psyche/

      +++++++++++

      "Achtung, Achtung, bitte gehen sie jetzt in Ihre Häuser und Wohnungen und halten Sie Türen und Fenster geschlossen. Tragen sie Ihre Masken zur Sicherheit auch bei sich zu Hause. In drei Minuten wird das Virus seine Ansteckungsgefahr aktivieren. Es besteht Lebensgefahr. (20Uhr 57. Transsylvanien)

  3. Outlaw sagt:

    Ein deutlicher Kommentar,aber die Diskussionen werden härter. Natürlich haben "wir" das Volk gewählt ,doch sicherlich viele auch nicht .Und die Wählenden taten es vielleicht mit bester Absicht .Dass "wir" uns seit Jahren belügen und hinter das Licht führen lassen ,hängt vielleicht auch mit der Verblendung eines immer perfider werdenden Systems zusammen ,welches die Technik der Manipulation und der Lüge ,aber auch des Hintergehens und des Mordens und der Rücksichtslosigkeit ausnutzt ,zu gunsten ihrer eigenen Arroganz ,welche ihnen selbst die Gier ernährt und den "Geist" abtötet ,denn in ihrer Dummheit haben sie aus der Geschichte nichts gelernt und sich für einen anderen Geist entschieden .
    Auch vor 2000 Jahren hat ein Menschensohn versucht, sein Reich anzubieten ,doch das auserwählte Volk hat ihn nicht erkannt ,vielleicht aus selbigen Gründen ,und wir alle wissen ,was mit ihm passiert ist . Dies hatte aber in seinem Plan nur Aufschub und einen besonderen Sinn .Denn wie geschrieben, muss sich erst der Abfall oder vielleicht auch solcher Abschaum zeigen ,der Böses von Gutem trennt .Somit ist einjeder selber gefragt ,nach seinem Gewissen ,nach Recht und Unrecht ,wenn er / sie Gott nicht kennt/en ,um sich aufzumachen die Chance zu nutzen ,umzudrehen und den Sohn in sich aufzunehmen !Darin liegt der Schutz und die Zusage ,welche Angst fressen und Seele leben lassen ,gleich welchen Weg wir gehen ,denn das "dicke Ende " kommt noch ,und das kommt bereits für viele Gläubige sehr sicher .Natürlich kann man sich weiter in den ersten Reihen berieseln lassen ,ob von A wie Anno bis D wie Dommino oder von Z,wie Zweifel und Zerstreuung ,bis F wie Falsch und( Ver)führung,als einzelner Konsument ,der seine gezählten Jahre hier verbringt ,könnte man sich auch mit einer anderen Zukunft befassen ,welche wahrlich eine Zukunft verspricht .Und für viele ist sie jetzt schon spürbar ,für viele wird es aber auch keine geben ,so sagt das Wort .Vielleicht ein Anreiz einmal darüber nachzudenden und darin zu lesen ,nur wer sucht der findet .Aber ich bin mir auch sicher ,dass viele mit einem C " vor ihrem neuen Manipulations-Wahlplakat gar keine Ahnung haben ,was das bedeutet .Mtth.8:22 Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und laß die Toten ihre Toten begraben!

  4. Loveisthekey sagt:

    Friedrich Nietzsche ist in dieser Zeit mein einziger Trost und es tut mir weh, ihn so mißverstanden zu sehen. "Der Antichrist" ist eine Kritik am Christentum und wer ihn aufmerksam studiert, wird erkennen, dass damit nicht der Teufel gemeint ist, sondern genau das Gegenteil davon. Ich bin Nietzsches Meinung; wenn er schreibt – Zitat: "Der einzige Christ starb am Kreuz." Es ist eine Abrechnung mit der Institution Kirche, die sich Jesus als Gallionsfigur unter den Nagel gerissen hat, während sie genau das Entgegengesetzte predigt, was Jesus längst überwunden hatte.

    So wäre es gut; wenn überhaupt die zitierten Worte in dem Artikel in Zusammenhang mit der derzeitigen Lage gebracht werden wollen, diese auch vollständig anzuführen, dazu gehört auch, dass im Original das Wort "unserer" kursiv gesetzt ist (erster Satz "unserer" Menschenliebe). Mit "Schwachen und Mißratenen" sind im Antichrist die "zur Macht verlangende Art von Mensch" gemeint. Zitat: "… eine priesterliche Art, nur Mittel: Diese Art von Mensch hat ein Lebens-Interesse daran, die Menschheit krank zu machen und die Begriffe "gut" und "böse", "wahr" und "falsch" in einen lebensgefährlichen und weltverleumderischen Sinn umzudrehen." (nur wenige Seiten nach dem o.g. Zitat)

    Nietzsche ist für mich einer der ersten "Aufgewachten", der schon damals schrieb, Zitat: "… das Presswesen (die Presse) wird uns eines Tages das Genick brechen." Die Verantwortlichen aus der Politik nannte er "Giftmischer".

    "Der Wille zur Macht" ist eine Begrifflichkeit, die Interpretationsspielraum zulässt. Wenn man sich intensiv mit Nietzsches Schriften auseinandersetzt, kommt man schnell zu dem Schluss, dass mit Macht etwas anderes gemeint ist – nämlich Kraft, Energie, Liebe.

    Nein, an den Coronamaßnahmen und der derzeitigen Lage der Welt hätte Nietzsche gewiss keine Freude gehabt, es ist nämlich genau das, was er (pessimistisch) vorausgesagt hat. Der Autor wiederholt hier den niemals bestandenen Zusammenhang zwischen Nietzsche und dem Nationalsozialismus, ohne sich selber ein umfassendes Bild gemacht zu haben.

    • RULAI sagt:

      Danke hierfür!!! (an Loveisthekey)
      🙂 🙂 🙂

    • RULAI sagt:

      Loveisthekey, ich verstehe sehr gut, was Sie meinen, möchte jedoch trotzdem folgendes Buch empfehlen:

      "Jesus überlebte die Kreuzigung", von Soami Divyanand

    • RULAI sagt:

      Auch das, eine Abrechnung mit der Institution Kirche. Vor allem mit dem, was Paulus alles erfunden hat.

      Und paßt es nicht wunderschön, daß der Papst jetzt allen, die ihm vertrauen – und das sind bestimmt Millionen von Menschen auf der Welt, die keine Gelegenheit haben, sich besser zu informieren – daß dieser Schwerverbrecherpapst jetzt die Impfung gegen "Corona" empfiehlt?

  5. PeterLau sagt:

    Für Sars-CoV2 gibt es innerhalb weniger Monate eine Impfung, aber es gibt bis heute nichts gegen Tuberkulose, nichts gegen Malaria, nichts gegen HIV/AIDS. Und das sind die bestimmenden Krankheiten in Lateinamerika, Afrika und Asien.
    Das ist gelebter Rassismus. Ich würde es nicht Genozid nennen wollen.

    Hier die Meinung des tansanischen Präsidenten dazu, der mit der auf Corona positiv getesteten Papaya:

    Tanzanian President John Magufuli has warned the country’s health ministry against rushing into embracing the Covid-19 vaccines promoted by foreign companies and countries.
    Magufuli cast doubt on the global urge to develop Covid-19 vaccine claiming that little has been done to help cure other diseases like tuberculosis, HIV-Aids, malaria among other infections.
    “You should stand firm. Vaccinations are dangerous. If the white man was able to come up with vaccinations, he should have found a vaccination for Aids by now; he would have found a vaccination of tuberculosis by now; he would have found a vaccination for malaria by now; he would have found a vaccination for cancer by now,” he said.
    Quelle: https://www.africanews.com/2021/01/27/president-magufuli-warns-tanzanians-against-covid-19-vaccines/

    • Querdenker sagt:

      @PeterLau, was soll das heißen, es gibt nichts gegen Tuberkulose und Malaria?! Gegen Tuberkulose gibt es sowohl präventiv eine Schutzimpfung als auch therapeutisch mehrere Medikamente. Wenngleich die Schutzimpfung seit 1998 in Deutschland aufgrund der geänderten epidemiologischen Lage (kaum noch Fälle), nicht mehr empfohlen wird.

      Und gerade gegen Malaria sollte wohl im Zuge der Corona-Kriese das Medikament Hydroxychloroquin bekannt sein, was sowohl präventiv als auch therapeutisch seit langem gegen Malaria genutzt wird.

    • PeterLau sagt:

      @ Querdenker

      Sie unterliegen einem mächtigen Irrtum. Ich redete von Tuberkulose und Maleria als Todesursache, sie reden von Heilungsansätzen, die man sich hier vorstellt.
      Der Unterschied ist, dass mit den Lebensumständen vor Ort, z.B. in Afrika, die Körper der Menschen durch Parasiten, Bakterien, Prionen, Viren, Pilze so abgewirtschaftet sind, dass die Menschen bei Malaria und Tuberkulose sterben.
      Das hat also was mit Ernährung, Wasser, Hygiene und Medizin zu tun. Brauchbare Standards wären für wenig Geld machbar, ab die reichen Länder verfeuern ihr Geld in Coronapandemie. Das nenne ich persönlich gelebten Rassismus.

  6. Michael Haas sagt:

    Ich kann den Kommentar aus eigener Anschauung aus der Perspektive Vietnams bestätigen. Ich lebe seit circa zwei Jahren in diesem Land, in dem es nach offiziellen Zahlen kaum C1984-Tote gibt, wobei der internationale Verkehr sehr eingeschränkt wurde.
    Die Tourismusbranche leidet sehr darunter. In einem Hotel, in dem ich regelmäßig unterkomme, ist der Abstieg des Lebensniveaus der Angestellten deutlich spürbar. Hotels sind angestelltenintensiv und leiden natürlich unter dem Rückgang der Reisenden.

    Danke an Kenfm für die unermüdliche Aufklärungsarbeit.
    Erlaubt mir, an einen anderen Aufklärer zu erinnern, an JULIAN ASSANGE, der immer noch in Belmarsh gefangen gehalten wird, während Kriegsverbrecher ihre Freiheit genießen. Setzen wir uns für ASSANGE ein!

  7. Helmut Edelhäußer sagt:

    Immer wieder zu sagen das fehlende Digitalisierung/Internet die Bildung verschlechtert oder sie dadurch gar nicht mehr vorhanden sei ist meiner Meinung nach nicht richtig.
    Wenn ich hier zu Lande die Jungen Leute anschaue ist es doch eher umgekehrt.
    Wenn 4 jungs (5 Klasse) Mit IPhone , Aluroller und Lautsprecher am Rücken (Gansterrap) Brüllend an mir vorbei trotten.
    Und von ihnen drei zu mir sagen ob es richtig sei das ich Waffenexperte wäre,obwohl auf meinen Transparenten am Zaun
    (Waffenexporte Stoppen) steht.Ober an der Bushaltestelle ein halbes Dutzend Junge Leute (sog,"Abiturienten") Sich gegenseitig fragen wann die nächste Sauftour & Fickerei stattfindet und das gleichzeitig sich gegenseitig mit IPhone oder Handy zusenden,muss ich doch deren Bildung durch/mit Digitalisierung/Internet sehr in frage stellen.
    Beim Rest gehe ich zu 100% mit.

  8. Hartensteiner sagt:

    Zwei Aspekte dazu kommen mir in den Sinn, besonders wenn ich z.B. das "Wir" bei "Werweißdasschon" lese oder den Begriff der "Satanisten", von dem sich besonders "Christen" abgeben würden:
    1. Ist es traditionell immer so gewesen, dass die Christen immer sehr betroffen von den wunderbaren Aussagen ihres Herrn Jesus waren, besonders wenn es um Kinder geht – in der Kirche. Sobald sie aber auch nur einen Fuß aus der Kirche hinaus gesetzt haben, schon war das vergessen und es galten wieder die Verhaltensregeln und Umgangsweisen der Menschen miteinander, die damit nichts gemein haben. (Daher der Begriff: "Sonntagsreden").Damit kämen wir zu
    2. Dass wir nicht erst seit heute in einer Gesellschaft leben, die im Sinne jeglicher Solidarität dermaßen zerstört ist, dass es nicht zu sagen ist. Gekrönt, auch nicht erst seit heute, von der Vereinzelung der meisten Menschen als Ergebnis vieljähriger Anstrengungen des kapitalistischen Systems, das dies automatisch mit sich bringt – nicht zu vergessen das neoliberale "Der Mensch sei dem Menschen ein Wolf" = Konkurrenz immer und in allem.
    Beides zusammen schafft eine wunderbare Basis für Heuchelei gepaart mit Hilflosigkeit. Und so finden wir uns gleichsam am Ende einer Fahnenstange wieder, auf die "wir" nun schon über Jahrhunderte (länger?) geklettert sind.

    • Hartensteiner sagt:

      …. auch nicht vergessen: Solidarität ist "Commie" (Wie die Amis sagen) und damit BÖSE. Besonders seit 1990 haben wir von den letzten Resten solchen Übels – uns gleichsam schüttelnd – Abstand genommen, bis das jenseits des Horizontes endgültig verschwand. Da kommt es schon wieder, das "WIR", das Einige nicht sehen möchten.

  9. Werweißdasschon sagt:

    Die Heuchler sind doch wir. Wir sind es die Unehrlich sind zueinander und zu uns selbst.

    Wir sind es, die das Treiben der Mephisto Anhänger schon seit langem sehen und nichts aber auch gar nichts unternehmen.
    Es ist dabei auch unerheblich woran man glaubt oder was für Wahr hält. Was wir die ganze Zeit leugnen ist, dass es Menschen gibt die Mephisto folgen wollen und diese befinden sich an der Spitze der Pyramiden und das nicht erst seit gestern.

    Wir sehen aber lieber weg und haben Angst. Wir belügen uns selber und reden uns sogar ein, dass wir vor den Viren kapitulieren, aber tief im Innern ist es unsere Schande die wir nicht eingestehen wollen.
    Die Schande, dass wir die Handlanger Mephistos gewähren ließen, immer und immer wieder.

    Die Sprüche von Nietzsche, dem abgefuckten Satanisten, sind dabei nur ein kleiner Auszug aus den Leitsätzen derer Psychopathen die unfähig sind zu fühlen. Die Wiederwertigkeit solchen Menschen kennt keine Grenzen.
    Aber es sei hier angemerkt, dass jede Macht die diese Leute haben, diese von uns bekamen und das freiwillig.

    • Querdenker sagt:

      @Werweißdasschon, stimme Dir da voll zu. Ohne, dass ein Großteil der Menschen den Wahnsinn mitmachen würde, wären die da ganz "oben" komplett machtlos …

    • Huley sagt:

      "Wir" tun nichts???
      Wer ist "Wir"? … das ist verlogene Merkel-Scheisse.

      Hunderttausende waren auf den Straßen, sie alle haben etwas getan, sich auf den Weg gemacht, Mühen und Kosten auf sich geladen. Es ist eine Unverschämtheit dieses "Wir"-Gequatsche.

      Doie Idiotisierung der Gesellschaft ist vollendet!

    • Hartensteiner sagt:

      An Huleys "Wir": Mag durchaus sein, dass da eine Menge Leute – nicht zu vergessen, auch im besten Fall eine kleine Minderheit – auf der Straße waren. Allerdings war das gleichzeitig ein Bekenntnis der Hilflosigkeit. Etwas ironisch: Man macht mit den Händen ein Herz, dann geht man wieder heim.
      Was man dabei auch weiß – "da draußen" gibt es keine Solidarität. Sonst gäbe es nicht die Blockwarte! Oder stell Dir vor, alle die derzeit zugemacht sind, beschlössen, in 3 Tagen alles wieder aufzumachen. Das gäbe ein schönes "Gezerf" und die ganze Welt brächte nicht die nötige Solidarität zusammen. Ein paar, die es machen würden, wären die Dummen, an denen dann der Staat das Exempel statuiert.
      Anders gesagt, gäbe es eine nennenswerte Solidarität auf der Basis eigenen Denkens – das System hätte sich die Maßnahmen nie wagen können ohne weggefegt zu werden.
      Auch wenn es nicht schmeckt – der Schuh des "Wir" passt schon.

    • Werweißdasschon sagt:

      @ Huley

      Das "Wir" ist ein sehr vergewaltigtes Wort, das gebe ich zu. Ich kann hier auch einen anderen Platzhalter verwenden. Wie wäre es mit die "Verlierer"? Oder gefällt Ihnen die "Sklaven" besser? Oder sollen wir uns so bezeichnen wie uns die merkelschen "Wir" es tun? Die "Toten"?

      Wenn Sie von "auf die Straße gehen" schreiben, dann gehe ich davon aus, dass der Aufmarsch in Berlin letzten Sommer gemeint ist. Ich gebe an dieser Stelle zu, dass es gut tat für die Seele das zu sehen, aber ist es doch nicht mal ein Tröpfchen auf den heißen Stein. Sie mögen evtl. denken die Reise hat mit Corona begonnen und wenn die Leute gegen Maskenpflicht oder Maßnahmen auf die Straße gehen, dann ist danach alles wieder gut. Nehmen wir an das würde sogar was bringen und die Maskenpflicht bzw. die Maßnahmen würden wieder beendet werden (selbstverständlich aus einer unglaublich großzügigen Geste der Machthabenden, wofür wir auch unendlich dankbar sein dürfen), was geschieht dann? Deneken Sie die Leute die sowas planen und in die Wege leiten werden aufhören, besiegt und voller Gram, aufgrund der vielen Leute die auf der Straße waren?
      Ist Ihnen klar wie lange diese "Familien" bereits agieren? Denken Sie, dass diese aus Nächstenliebe aufhören werden, weil protestiert wurde? Selbst wenn 10 mal mehr Menschen dort gewesen wären, denken Sie, dass diese Gestalten dem nichts entgegensetzen könnten? Denken Sie die haben sowas nicht schon längst getan und sind bereits geübt in Zersetzung und Manipulation? Denken Sie tatsächlich dass 8000 Jahre Sklaverei/Gehirnwäsche/Indoktrination/Manipulation einfach beendet wird, weil in Berlin protestiert wurde?

      Wenn man in der Geschichte nach Ereignissen gräbt, die vergleichbar sind mit dem Corona-Jahr, dann findet man immer die selben Akteure/Gruppierungen/Familien/Logen/oder das merkelsche "Wir".

      Was bekämpfen SIe eigentlich? Oder die anderen Leser hier? Wie will man was ändern, wenn man die Ursache nicht mal kennt?

      Denken Sie Ihre Kinder, Enkel und Nachfahren werden in der Zukunft frei leben können, weil die Menschen in Berlin oder sonstwo gegen Corona protestiert haben?

      Wir geben denen die Macht, weil wir uns nicht eingestehen wollen, dass es sie gibt. Wir drehen uns weg und vergessen lieber, dass wir Sklaven sind anstatt diese Leute an ihrem Handeln nachhaltig zu hindern.

      Es wird sich gar nichts ändern. Es folgt nur der nächste Akt bis irgendwann der Vorhang fällt für "UNS"

  10. RULAI sagt:

    Vergleichende Vernichtung von Lebensjahren? Lebensjahre abgekoppelt von menschlichen Wesen? Damit tue ich mir schwer. Je abstrakter, desto weniger fühlen wir uns betroffen. Ich behaupte mal, daß nur ein Foto einer Frau, die ihr verhungerndes Kind auf den Knien hat, mehr bewirken würde.

    Die aus dem Zusammenhang gerissenen Nietzsche-Zitate machen es leider auch nicht besser.
    Den durch Nietzsche wirkenden Geist mit diesen Genoziden zu vergleichen ist völlig abwegig in meinen Augen.

    • Querdenker sagt:

      Es geht hier nicht um "Lebensjahre" sondern um Leben, das von den Eliten gegeneinander ausgespielt wird zum eigenen Machterhalt und das ist einfach nur widerwärtig! Wenn hier Herr Kreiß von "Lebensjahren" spricht, dann hält er den Protagonisten der Kriese nur den Spiegel vors Gesicht.

    • Hartensteiner sagt:

      Als auch ein menschliches Wesen ist mir mehr als deutlich, dass mir nun schon ein ganzes Lebensjahr gestohlen wurde und noch ist kein Ende in Sicht. Darüber bin ich empört, bin ich wütend – was mir auch nicht im Geringsten hilft.

    • RULAI sagt:

      Es geht mir darum, daß die Quantifizierung des Lebens und des Lebendigen, das Messen des Lebens und der Lebenszeit in Zahlen, mir völlig gegen den Strich gehen.
      Aber das scheint wohl die Veranlagung von Betriebswirten zu sein, alles in Zahlen messen zu wollen.
      (Es ist übrigens genau jener Maschinengeist, der uns in die Lage, in der wir uns befinden, überhaupt gebracht hat, der alles messen und beziffern will. Du hast eine Milliarde auf dem Konto? Wertvoller Mensch. Du nagst am Hungertuch? Wertlos. Darf man sterben bzw. sogar verrecken lassen. Ich übertreibe, um meine Sichtweise zu modellieren und möchte dieses Denken dem Autor auch nicht unterstellen. Nein, ich weiß, er spricht auch bei Querdenken. Aber wir müssen ganz genau hinschauen, wenn wir etwas ändern wollen. Wo liegen unsere Konditionierungen? Was machen wir mit, ohne es überhaupt noch zu bemerken und halten es für völlig normal?)

      Wer sagt mir, ob einer neutralen Instanz, die letzten zwei Jahre einer Oma nicht tausendmal wertvoller sein könnten, als die, sagen wir, 20 Jahre, die ein andere Mensch noch vor sich gehabt hätte? Oder gar 50?
      Wer wollte überhaupt solche Vergleiche anstellen?

      Also ich sicher nicht.

  11. Querdenker sagt:

    Sehr klare und deutliche Worte. Danke!

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