Good bye England! – Guten Morgen Deutschland

Von Ulrich Gellermann.

Von allen öffentlichen Lippen tropft, nach dem Brexit, eine neue Europäsche Union: Jetzt müsse sie aber sozialer werden, jetzt müsse man aber den kleinen Leuten mal den Sinn der EU erklären, jetzt müssen man aber mal die EU besser machen. Besser für wen? Für die Griechen, die von der EU in Hunger und Selbstmord getrieben wurden? Für die Spanier oder Portugiesen, deren Jugend ohne Zukunft ist? Für die Balten, die in Massen ihre Länder verlassen und vor dem neoliberalen Würgegriff in andere Länder fliehen? Für die Deutschen, denen aus dem Thatcher-Blair-England die Agenda 2010 importiert wurde? Für die Ukrainer, die man mit der Schimäre eines besseren EU-Lebens in einen Konflikt mit Russland gezwungen hat?

Der Brexit sei traurig, belehrt uns der Außenmeier, die Silberlocke auf dem Kopf der übergroßen Koalition. Todtraurig für die Hartz Vierer, die jetzt nicht mehr mal eben nach London jetten können? Beklagenswert für die Frauen an den Supermarktkassen, deren private Pfund-Sterling-Reserven nun entwertet werden? Trostlos für die deutschen Hooligans, denen die Reise zu einer ordentlichen Prügelei in Manchester bald erschwert sein wird? Nein. Deprimierend wird es für die deutsche Waffenindustrie, die Handelserschwernisse fürchtet, denn immerhin hatte sie im ersten Halbjahr 2015 bereits für 1,5 Milliarden Rüstungsdreck an das Vereinigte Königreich verkauft. Hoffnungslos für die Finanzbanker, deren ständige Boni-Erhöhungen in der Londoner City vorgelebt und zur Nachahmung empfohlen wurden. Erschreckend für alle Atlantiker, denn Großbritannien war und ist der treueste europäische Partner in allen Kriegen der USA.

Es seien mehr als 2.500 deutsche Unternehmen, die Niederlassungen in Großbritannien hätten, barmt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. An die über 5.000 deutschen Unternehmen in Russland, deren Existenz durch EU-Sanktionen gefährdet wurden, hat man jüngst noch kaum einen Gedanken verschwendet. Etwa die selbe Zahl an Unternehmen existiert in China. Müssen Russland und China jetzt schnell in die EU, um die englische Lücke zu schließen? Und weiter denkt die SÜDDEUTSCHE über die Kosten nach, die jetzt auf „uns“ zukommen: Denn die Briten haben bisher „knapp fünf Milliarden Euro Netto pro Jahr aufgebracht. Fällt ihr Beitrag weg, wird Deutschland den Löwen-Anteil übernehmen müssen.“ Ach, ja, wer sagt das? Die Leute, die seit Jahr und Tag ihren Export über „unsere“ EU-Zuschüsse finanzieren. – Eine große Welle der Traurigkeit soll über das Land schwappen, damit „wir“ uns den Kopf der Unternehmer und ihrer Polit-Bürokratie in deutschen und europäischen Ämtern zerbrechen. Es gibt kein wir, es gibt nur die oder uns.

Aber es sind doch die Rechten, die Gaulands, die LePens, die Straches, die das Ende der Europäischen Union fordern, referiert der Mainstream schaudernd. Stimmt. Dankend haben die Rechten den Platz einer europäischen Linken eingenommen, die wie Gregor Gysi die Einordnung der EU als eine “neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht“ nicht unterschreiben wollte, die mit der EU äugelte, statt sie infrage zustellen. Es sind jene Linke, die schon das Wort „Nation“ für einen Nazi-Begriff halten und kokett mit dem Begriff „Anti-Deutsch“ im selben Bett wie die USA liegen. Als wäre die Nation nicht einfach existent, wie das Wetter existiert und auch die Schwerkraft. Als wäre die Nation eine Frage von Wollen und Mögen. Und nicht ein Frage von Machen und Tun.

In den nächsten Tagen und Wochen wird ein Gewitter scheinbar guter Ratschläge zur Rettung der EU über uns hereinbrechen. Wir sollen uns den Kopf der EU-Profiteure zerbrechen und ja nicht auf andere, eigene Gedanken kommen. Zum Beispiel auf den, dass die Europäische Union im Fall Ukraine zum Kriegsprojekt geworden ist. Zum NATO-Vorfeld. Zum trojanischen Pferd der USA. Wer nicht die Kraft hat, diese Europäische Union radikal zu ändern, der sollte aus ihr fliehen. Guten Morgen Deutschland.

Danke an den Autor für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

30 Kommentare zu: “Good bye England! – Guten Morgen Deutschland

  1. Standard and poor’s und Fitch haben mal wieder am Rating Rädchen gedreht…

    Ergebnis u.a.:

    Britannien verliert
    Frankreich verliert
    Österreich verliert

    unverändert:
    Deutschland. AAA
    USA AAA

    Fazit: Demokratie spielen ,scheint Angst und Schrecken zu verbreiten….

  2. Guten Morgen Deutschland? Ja. Das passt! Mutti hat sie gleich früh aus dem Bett geholt. Zum Deutsch-Italienisch-Französisch-Frühstück. Kein Breakfast! Kein Toast! Kaffee, Ei im Glas, Salami, Baguette und Obstsalat.
    Was fehlt? Richtig. Sicherheit! Wie geborgen man bisher doch war, Dank England. Damals….

    Herr Stoltenberg war der erste, der es erkannte: die NATO könnte die EU beschützen. Frau Mogherini legt postwendend nach: Sicherheitspolitik! „Strategische Autonomie“! Mitglieder des Staatenverbunds sollten sich auf ihre gemeinsame militärische Schlagkraft konzentrieren. Herr Altmaier konkretisiert: Oberstes Ziel sei es nun, die Europäische Union zu schützen.

    18, 20, nur nicht passen. Gespielt wird Grand Hand. Mit Dreien. Kontra gibts nich. Doch gegen wen? Russland natürlich! Russische Propaganda nämlich. In England kam eine neue Waffe zum Einsatz: eine Demokratiewaffe! Eingesetzt gegen die EU. Da wagt man mal Demokratie, in England, und Rumms ! Brexit! Wer hätte das bloß ahnen können? Die Downing Street hatte doch alles im Griff! Wie kam das? Putin. Putin hatte seine Finger im Spiel! Das ist wohl klar. Per U-Boot kam über die Ostsee nach England. Der CIA wirds wissen. Mahnt schon, das Europa zugrunde geht. Kerry kommt. Eingeladen von Frau Mogherini. Frankreich ist ebenso bedroht. Durch die Bevölkerungswaffe!

    Nun fragt sich: Können wir der Demokratie und den Bevölkerungen es erlauben, die EU zu zerstören? Exitwaffe !

    Und England? Opfer gewagter Demokratie? Wer sichert nun England? BRICS? Warum nicht, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Banken bieten kostenlosen Umzugsservice. Und die EU? God save the EU. Vielleicht, aber jetzt kommt erstmal Mutti. Mit Sicherheit.

    • anzunehmen , dass “ Mutti“ plus Gefolge jetzt alles aufbieten werden….

      da gilt es ,energisch dagegen zu halten….

    • @wiebitte: Köstlich! Ihr Beitrag hat Qualitäten, wie man sie nur in ausgefeilten politischen Kabarett-Darbietungen findet.
      Fast schon fähig. um Eintritt zu verlangen 😉

    • guter beitrag!

      in der Tat, die letzten beiden Sätze habens in sich und sprechen die Wahrheit.

      wer die fehlende Kraft aber mit Stärke und schwäche gleichsetzt liegt falsch. es ist vielmehr die Einsicht , „eines sich selbst bewussten Handelns“ , gemeint.

  3. Na ja, der Politschund hält ja den Souverän (wohl grundsätzlich) für Pack – dummes Pack.
    Wir sollen wohl eher abgelenkt und beschäftigt werden. Wir wissen doch, das der Bankster und Politschundadel auf das Volk pfeift. Es dient doch mittlerweile ausschließlich dazu ebendiesen höchstmöglichen Komfort, Bequemlichkeit und Reichtum zu bescheren – Sklaven halt.

    Und Sklaven fragt man nicht, man gibt nichts auf ihre Meinung etc. Schon gar nicht will man das sie denken.

    • „Ihre gehässige Verächtlichmachung der Reisefreiheit, die einen essentiellen Wert der EU darstellt, halte ich für mehr als fragwürdig. Meinen Sie das ernst?“
      Sie verstehen es einfach nicht.
      Darum geht es gar nicht.
      Leute die Harz iV bekommen, haben andere Sorgen! Mensch noch mal.
      Wenn einem „Aufstocker“ das Auto oder die Waschmaschine kaputt geht, dann ist das ne Katastrophe.
      Diese Leute leben von der Hand in den Mund.
      Wenn nichts mehr geht, totale Ebbe in der Kasse ist, gehen viele Leute zum Arzt.

      Die Leute sollen reisen dürfen – nicht können, hat mal sinngemäß V. Pispers gesagt.

    • @ schwarz ist weiß

      SIE verstehen es nicht – und da drücke ich mich noch betont vorsichtig aus.
      Denn es ist übelste Propaganda von totalitären Diktaturen, Mißstände zum Anlass zu nehmen, weitere Mißstände zu rechtfertigen.
      Wenn es z.B. ein Armutsproblem gibt (wobei Hartz4 ja wirklich im weltweiten Vergleich eines der besten Sozialsysteme aus Sicht der Bedürftigen ist), kann man das nicht lösen, indem man Grundrechte schleift und z.B. allen das Reisen verbieten will. Sondern die Lösung wäre dann ggf. eine Erhöhung von Hartz4. Warum fordern Sie nicht einfach höhere Hartz4-Sätze? Es ist extrem verdächtig, dass gewisse Propagandisten stets dann plötzlich das Armutsthema für sich erkennen, wenn es darum geht, Rechtseinschränkungen zu beschönigen oder gar zu propagieren.
      Und übrigens: Es macht sehr wohl auch für völlig Unvermögende einen Unterschied, ob die Grenzen offen sind oder nicht. Ein Hartz4-Empfänger, der an der Grenze wohnt, kann bei offenen Grenzen einfach z.B. mit dem Fahrrad ins Nachbarland fahren. Wie üblich, ist diese völlig falsche Ideologie, die bürgerliche Freiheiten schleifen will, damit statt einiger Leute alle Leute arm sind, auch inhaltlich daneben.

      Da Staaten stets künstliche, menschengemachte Strukturen sind, ist Reisefreiheit sehr wohl ein Grundrechtsthema. Kein Staat der Welt hat das Recht, die Leute einzusperren.
      Pispers trifft wie öfters nicht den Punkt. Die aktuelle ‚Teile-und-Herrsche‘-Lobbypolitik versucht durchaus auch, die Leute durch Verbote bzw. Nichtvergabe von Visa am Reisen zu hindern. Westliche Bürger dürfen z.B. nach Saudi-Arabien und Libyen nicht als Touristen einreisen. In Libyen ist das nach dem siegreichen NATO-‚Einsatz‘ der Fall, der von den Steuergeldern der westlichen Bürger bezahlt wurde.
      Wenn Bürger Einsätze finanzieren, die dazu ‚dienen‘, dass ihnen ganz real von einem Klüngel von Monopolisten iund ihnen hörigen Politikern und Beamten die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, stimmt es ganz und gar nicht in der NATO. Und das ist genau ein wesentlicher Punkt, wo sich die NATO und die EU unterscheiden, und zwar wesentlich. Wenn die EU ein Land aufnimmt, herrscht bezüglich dieses Landes und der EU Reisefreiheit. Nach NATO-‚Missionen‘ ist das keineswegs stets der Fall.

  4. ‚Todtraurig für die Hartz Vierer, die jetzt nicht mehr mal eben nach London jetten können? Beklagenswert für die Frauen an den Supermarktkassen, deren private Pfund-Sterling-Reserven nun entwertet werden? Trostlos für die deutschen Hooligans, denen die Reise zu einer ordentlichen Prügelei in Manchester bald erschwert sein wird? Nein.‘

    Ihre gehässige Verächtlichmachung der Reisefreiheit, die einen essentiellen Wert der EU darstellt, halte ich für mehr als fragwürdig. Meinen Sie das ernst?
    In der Tat kann man nach London auch dann reisen, wenn man sehr wenig Geld hat.
    Und die wirklich reichen Leute haben mit Hintertüren bei der Visavergabe dafür gesorgt, dass sie – im Gegensatz zu den meisten Supermarktkassiererinnen und – Kassierern – nahezu überall weltweit dauerhaft wohnen können – mittels Investorenvisa, die für wirklich Reiche ein Griff in die Portokasse sind, für mindestens 95% der Bevölkerung aber unerschwinglich.
    Es wäre eine katastrophale Entwicklung, wenn dieser ‚Brexit‘ zu erschwertem Reisen nach Großbritannien führen würde.
    Die Supermarktkassiererinnen und -kassierer, die für den ‚Brexit‘ gestimmt haben, hätten es allerdings verdient, dass sie nicht mehr visafrei nach Spanien oder Griechenland in Urlaub fahren dürfen. Aber im Sinne aller Europäer müssen solche möglichen Folgen natürlich verhindert werden.

    ‚Dankend haben die Rechten den Platz einer europäischen Linken eingenommen, die wie Gregor Gysi die Einordnung der EU als eine “neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht“ nicht unterschreiben wollte, die mit der EU äugelte, statt sie infrage zustellen.‘

    Offenbar wollen Sie wirklich eine rotfaschistische Linke, die für Grenzzäune und Einsperren der Bevölkerung in kommunistische Freiluftgefängnisse, wie es die Staaten des ‚Warschauer Pakts‘ de facto waren, ist?
    Eine solche Entwicklung lehne ich kategorisch ab. Frieden, offene Grenzen und Marktwirtschaft in Europa sind eine wirkliche und nicht selbstverständliche Errungenschaft, die maßgeblich durch die EU erreicht wurde.
    Ich sehe den Platz der europäischen Linken ganz anders als Sie.
    Die Erklärung für die von Ihnen genannte Positionierung von ‚AfD‘ und Linken ist meines Erachtens die Tatsache, dass viele Mitglieder und Wähler der ‚AfD‘ in der Tat aus denen bestehen, die die Mauerschüsse und Schikanen an der ‚DDR‘-Grenze gut fanden, während die Linke eher von Leuten getragen wird, die eine Art ‚besseren‘ Kommunismus wollen (der meines Erachtens real unmöglich ist) und durchaus die Grenzzäune und das Einsperren der kommunistischen Staaten als solches ablehnen.

    • Zitat Michael Kanellos:
      „Ihre gehässige Verächtlichmachung der Reisefreiheit, die einen essentiellen Wert der EU darstellt, halte ich für mehr als fragwürdig. Meinen Sie das ernst?“

      Wenn Sie ernst meinen, was Sie schreiben, kann ich vermuten, dass Sie noch kein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. Reisefreiheit ein essentieller Wert? Wenn das für Sie essentiell ist, möchte ich Ihre Sorgen haben.
      Es gab Zeiten, da konnte man ohne um sein Leben fürchten zu müssen, auf dem Landweg durch den vorderen Orient nach Indien reisen. Über Reisefreiheit hat da niemanden nachgedacht, die nahm man sich einfach.

      Reisefreiheit. Etwas Belangloseres kann ich mir in diesem Zusammenhang kaum vorstellen.

    • So langsam zeigen einige hier ihr wahres Gesicht, nämlich das der Kräfte in Staaten wie der ‚DDR‘, die als Schergen der MAcht das Einsperren der Bürger in der Diktatur vollzogen haben.
      Die ‚AfD‘ ist wesentlich von diesen Kräften geprägt, das ist die Partei der früheren Mauerschützen.

      Zum Inhalt:
      ‚Reisefreiheit. Etwas Belangloseres kann ich mir in diesem Zusammenhang kaum vorstellen.‘
      ‚Reisefreiheit ein essentieller Wert? Wenn das für Sie essentiell ist, möchte ich Ihre Sorgen haben.‘

      Wenn es für Sie nicht wichtig ist, zu verreisen, ist das Ihr persönliches Thema. Dass Sie aber Anderen das Recht auf Reisen absprechen wollen, zeigt eine diktatorische Einstellung bei Ihnen, die mehr als fragwürdig ist.

      Das Thema Reisefreiheit ist deshalb essentiell, weil es hier darum geht, dass Staaten sich auf das beschränken, was sie dürfen. Staaten dürfen ihre Bürger nicht einsperren (Ausnahme ggf. Gefängnisstrafen in rechtsstaatlichen Verfahren). Das ist ein grundsätzliches und grundrechtliches Thema. Es geht hier sowohl um Uralubsreisen als auch im Geschäftsreisen und Migration – und es geht darum, dass man auch Lebenspartner/innen aus anderen Kulturen und von völlig anderer Herkunft haben kann, wenn man das will.
      Alle diese Punkte dürfen vom Staat nicht beeinträchtigt werden. Leider gibt es aber zahlreiche Staaten, die das tun – insbesondere sozialistische und kommunistische, aber auch Andere. Scheinbar paradoxerweise sind es aber die Rechten, die diese üble Ausdrucksform von Diktatur, dieses Einsperren, sogar fordern und sich damit sogar derzeit völlig zu Unrecht als ‚revolutionär‘ hinstellen. Die Linken versuchen dieses Totalversagen des Kommunismus und Sozialismus eher zu bemänteln.
      Grund dafür ist, dass die aktuelle Rechte in Europa voll ist von Leuten, die z.B. in der ‚DDR‘ die Mauer und das Einsperren der Bürger wirklich gut fanden und ggf. als Beamte unterstützten. Die Rechte in Europa, besonders in Deutschland, ist zwanghaft und antiliberal bis zum Anschlag, das ist z.B. in den USA anders.

    • @Michael Kanellos

      „Wenn es für Sie nicht wichtig ist, zu verreisen, ist das Ihr persönliches Thema.“

      Das ist Ihre Interpretation meiner Worte und nicht das, was ich geschrieben habe.

      „Dass Sie aber Anderen das Recht auf Reisen absprechen wollen, zeigt eine diktatorische Einstellung bei Ihnen, die mehr als fragwürdig ist.“

      Auch das ist eine Entstellung und Zurechtbiegung meiner Worte, um mir – aufgrund Ihrer mangelnden Argumente – eine Absicht zu unterstellen, die ich nicht einmal ansatzweise geäußerst habe.

      Es ging um etwas völlig anderes. Nämlich darum, dass Sie „Brexit“ gleichsetzen mit „keine Reisefreiheit“ und das auch noch als essentielles Problem . Und dann bringen Sie in diesem Zusammenhang auch noch die DDR ins Spiel, als würde nun England zur DDR mutieren, nur weil es eine „Wirtschaftsgemeinschaft“ verlassen möchte. Dieser Vergleich hat nicht einmal Beine, um hinken zu können. Machen Sie sich keine Sorgen um Ihrer Reisefreiheit. England verwandelt sich weder in Nordkorea noch in die DDR. Und wenn doch, dann ganz sicher nicht wegen dem Brexit.

    • @ Eiszeit

      irgendwann sagen auch genau die Leute , die Flüge für 50€ nach London anbieten….

      „na ja sie können doch nicht wirklich erwarten, dass sie für dieses Geld auch dort ankommen…“

      siehe: Germanwings Alpen
      Amsterdam- Ukraine
      paris- Mittelmeer……

      war wohl die zähluhr runtergelaufen….

  5. ‚Beklagenswert für die Frauen an den Supermarktkassen, deren private Pfund-Sterling-Reserven nun entwertet werden? Trostlos für die deutschen Hooligans, denen die Reise zu einer ordentlichen Prügelei in Manchester bald erschwert sein wird?‘

    Die Britinnen und Briten, die an Supermarktkassen arbeiten und für den ‚Brexit‘ gestimmt haben, haben damit in der Tat de facto gegen ihr sicheres Recht gestimmt, nach Spanien oder Griechenland in den Urlaub fahren zu können.
    Offensichtlich halten es viele Leute für selbstverständlich, dass es in Europa Frieden und offene Grenzen gibt. Dabei sind das Errungenschaften, die maßgeblich auf die EU zurückzuführen sind und die den Inhalt der EU ausmachen.

    Und ich muss mich schon fragen, weshalb Sie hier so tun als ob ein möglicher Super-GAU, nämlich eine erschwerte Einreise nach Großbritannien für Deutsche, besonders Fussball-Hooligans betreffen würde. Probleme mit den offenen Grenzen wären vielmehr ein wirklich schwerer Rückschritt, und das muss natürlich verhindert werden, auch wenn die Briten, die für den Brexit gestimmt haben, es verdient hätten, dass sich nicht mehr visafrei nach Mallorca reisen dürfen (oder zu vielleicht sogar interessanteren Urlaubszielen in Europa).
    Die britische Regierung ist allerdings derzeit aufgrund ihrer Chaospolitik der letzten Monate im Zustand einer besipiellosen Handlungsunfähigkeit.
    Ihre Verächtlichmachung des Rechts auf Reisefreiheit hier halte ich allerdings für bedenklich.

    ‚Aber es sind doch die Rechten, die Gaulands, die LePens, die Straches, die das Ende der Europäischen Union fordern, referiert der Mainstream schaudernd. Stimmt. Dankend haben die Rechten den Platz einer europäischen Linken eingenommen‘

    Sie fordern also, dass die europäische Linke gegen die EU und somit für Spaltung (im Sinn der Hardcore-Fraktion der US-amerikanischen ‚Teile-und-Herrsche‘-Kriegslobby) ist, und damit auch für Kriege in Europa und für geschlossene Grenzen wie zu Zeiten des Ostblocks?
    Wenn das so ist, sehe ich das genau umgekehrt. Ich bin für ein Europa der offenen Grenzen, der Marktwirtschaft und somit für die Mitgliedschafft der europäischen Staaten in der EU.
    Ich denke, dass viele Wähler und Kräfte der ‚AfD‘ aus denen bestehen, die in der ‚DDR‘ an der Grenze Reisende schikaniert haben und Flüchtlinge erschossen haben. Die Linken hingegen bestehen zum Teil aus kommunistischen Nostalgikern, die immerhin erkannt haben, dass die geschlossenen Grenzen und die Schikanen und sogar Morde wegen der Grenzen ein Übel waren. Auch daher ist die EU-Kritik der Linken weit sachlicher und vor allem weniger hasserfüllt als der der ‚AfD‘, mal abgesehen davon, wer die ‚AfD‘ sonst so finanziert.
    Stört Sie das etwa und wollen Sie eine ‚AfD‘-ähnliche, rotfaschistische Linke? Fände ich unglaublich, aber Ihr Tonfall in diesem Artikel lässt diesen Verdacht aufkommen!

  6. Warum veranstalten unsere Häuptlinge so ein Geheul um den Brexit?

    JUNI 26, 2016
    Von Peter Haisenko

    Als David Cameron vor zwei Jahren eine Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU angekündigt hatte, gab es in Europa nicht wenige Stimmen, die einen Austritt begrüßten. War man es doch großflächig leid, immer wieder mit den Extrawürsten und Bremsmanövern der Briten umgehen zu müssen. Jetzt ist es so weit und besonders unter deutschen Politikern ist das Geheul groß. Warum eigentlich? Nun, der Brexit hat Folgen, und zwar vor allem für die Glaubwürdigkeit deutscher Politiker.

    Seit der Finanzkrise 2008 sind uns immer wieder strengere Regeln für die Finanzmärkte versprochen worden. Bis heute wurde nichts davon verwirklicht, was in irgendeiner Weise zur Zähmung des Finanzkasinos beitragen könnte. Für diese Nachlässigkeit, diesen Bruch elementarer Versprechen, wurde stets eine Generalentschuldigung vorgeschoben: “Das machen die Briten, das macht die City of London nicht mit.” Damit ist es jetzt vorbei. Die europäischen Politiker – und hier allen voran die deutschen – stehen nun in der Pflicht, ihre versprochenen Regulierungen der Finanzmärkte zu liefern. Dasselbe gilt für alle Bereiche, in denen die Briten Resteuropa ausgebremst haben. Kein Wunder, dass das Geheul jetzt groß ist.

    Begeisterte Europäer waren die Briten nie
    Die Briten waren sowieso nie wirkliche Europäer. Während der Franzose Jean Monnet Anfang der 1950-er Jahre seine Vision von einem friedlichen Europa auf ein föderales System begründen wollte, strebte der Brite Winston Churchill die “Vereinigten Staaten von Europa” an, natürlich unter britischer Führung. Dem widersetzte sich vor allem Frankreich, das noch nie ein besonders herzliches Verhältnis zu den Briten hatte. So entstand das frühe Zentraleuropa ohne Großbritannien, das sich erst in den 1970-er Jahren angeschlossen hat. In den folgenden Jahrzehnten haben sich dann die Briten mehr und mehr mit ihren Sonderwünschen durchgesetzt. Gerade wir Deutschen sollten nicht vergessen, dass die Wiedervereinigung beinahe am Widerstand von Margaret Thatcher gescheitert wäre. Ein von einem jetzt 82-Millionen Volk der Deutschen dominiertes Europa war für die “Eiserne Lady” schon immer inakzeptabel.

    Kanzlerin Merkel hat während ihrer Amtszeit nichts getan, um diese Angst der Briten zu zerstreuen. Im Gegenteil hat sie mit ihrer stur dominanten Haltung zum Beispiel in der Griechenlandkrise und der Migrantenfrage nicht nur die Briten vor den Kopf geschlagen. So sehe ich die Hauptverantwortung für das britische Abstimmungsergebnis bei Frau Merkel. Jenen Briten (vor allem der älteren Generation), die nicht rational, sondern emotional für den Austritt gestimmt haben, ging es genau darum: “Wir wollen uns nicht dem Diktat einer deutschen Kanzlerin unterordnen, ganz gleich, welche Auswirkungen das für uns haben wird.” Und es wird Auswirkungen haben, die noch niemand benannt hat.

    Englisch hat als offizielle Amtssprache in Europa ausgedient
    Ohne auf Details einzugehen, will ich doch einen Aspekt beleuchten, der, konsequent zu Ende gedacht, auf die Briten katastrophal wirken muss: Die Abschaffung der englischen Sprache als offizielle Amtssprache in der europäischen Politik. Es kann und darf nicht sein, dass 27 europäische Länder in einer Sprache kommunizieren, die niemand muttersprachlich spricht. Man wäre bei juristisch eindeutigen Formulierungen darauf angewiesen, die Hilfe oder sogar das Urteil, die Expertise von Briten in Anspruch zu nehmen, also sich letztlich der Interpretation eines Außenstehenden zu unterwerfen, dessen Interessen nicht unbedingt mit denen der 27 Europäer übereinstimmen. Aber was dann?
    Wegen der großen Zahl der deutschsprachigen Bürger Europas wird Deutsch eine dominierende Rolle spielen müssen – neben Französisch, Spanisch und Italienisch. Ich selbst wünsche mir keine dominierende Rolle Deutschlands in Europa und damit gehe ich konform mit vielen anderen Europäern. Ganz wird es sich jedoch nicht vermeiden lassen und damit ist die Politik für deutsche Politiker nicht einfacher geworden. Sie müssen sich jetzt direkt fragen lassen, warum zum Beispiel die Finanzmarktregulierungen nicht voran kommen oder die – für Europa oftmals schädlichen – Vorgaben aus Übersee so duckmäuserisch befolgt werden (siehe Glyphosat oder TTIP). Im Zweifelsfalle konnte man sich immer auf die Briten als Bremser und Verhinderer herausreden – das ist nun endgültig vorbei.

    Europa muss die Chance auf einen Neuanfang nutzen
    Churchills Ziel der “Vereinigten Staaten von Europa” wird in Europa überwiegend abgelehnt. Überall gewinnen die Forderungen nach einem föderalen Europa im Sinne Jean Monnets mehr und mehr Befürworter. Jetzt, ohne die Briten, hat Europa die Chance auf einen Neuanfang, eine grundlegende Rückbesinnung auf die ursprünglichen Ideen Monnets und Adenauers oder all der klugen Köpfe, die in dem britischen Weg einen Irrweg erkannten – der letztlich zum Brexit geführt hat. Die Briten hätten ein solches Europa nur akzeptiert, wenn sie die bestimmende Rolle hätten spielen können. Das aber ist illusorisch und niemand will es wirklich. So denke ich, dass der Brexit gut für Europa ist, mit allen seinen Folgen. Schottland und Nordirland werden das “Vereinigte Königreich” verlassen, sich der EU wieder anschließen und England wird auf seine wahre Bedeutung geschrumpft.

    Man wird nicht darum herumkommen, in ganz Europa Volksabstimmungen abzuhalten und anschließend Europa gänzlich neu zu ordnen. Genau davor haben unsere Politsaurier eine Heidenangst, denn ein fröhliches “weiter so” dürfte ausgeschlossen sein und damit ein Ende kommen, für die bereits großenteils undemokratische Machtausübung, die an den Interessen der echten Europäer vorbei geht (siehe “Troika” etc.). Ich bin mir sicher, dass die überwiegende Mehrheit in Europa ein friedliches und föderales Europa will. Mit dem Austritt der Briten können wir hoffen, dass die nächsten Schritte in diese Richtung getan werden. Aber genau das fürchten diejenigen, die jetzt das große Geheul veranstalten. Alle anderen können hoffnungsvoll an einer besseren Zukunft für Europa arbeiten, ohne die Bremser und Extrawurstler von der Insel.

    So utopistisch der Brexit erschien, könnte man einen Staatsstreich in Deutschland sehen

    Nicht mehr, wenn man das „politisch unkorrekte“ Buch „Der Staatsstreich“ von Robert B. Thiele und Peter Orzechowski gelesen hat:
    Deutschland befindet sich in einer bedrohlichen Krise. Aufgerüttelt durch Migrationskrise und innere Unruhen unternimmt ein General der Bundeswehr den Versuch, sein Vaterland wieder auf Kurs zu bringen. Sein Ziel: die herrschenden Parteieliten und die politisch gesteuerten Massenmedien entmachten. General von Roddeck stützt sich auf ehemalige Reservisten der Bundeswehr, die als Mitglieder einer Geheimgesellschaft in die entscheidenden Schaltstellen der Republik eingesickert sind. Ihr Vorbild: der Staatsstreich des 20. Juli 1944; ihre Rechtfertigung: ihr grundgesetzlich garantiertes Recht auf Widerstand.

    Die deutsche Kanzlerin mobilisiert die ihr loyal verbliebenen Kräfte in den Geheimdiensten, um den Putsch zu zerschlagen. Auch die USA sind durch den plötzlichen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und rund ums Mittelmeer alarmiert. Ein nachrichtendienstlicher Grabenkrieg beginnt: Kann, wird, soll der Staatsstreich gelingen, trotz aller Gegenmaßnahmen – der legalen und der illegalen?

    Die Autoren, ein Fachjournalist und ein Jurist, beide ehemalige Offiziere der Bundeswehr, eröffnen mit diesem Politthriller eine völlig neue Perspektive der politischen Situation unserer heutigen Bundesrepublik.

    http://www.anderweltonline.com/politik/politik-2016/warum-veranstalten-unsere-haeuptlinge-so-ein-geheul-um-den-brexit/

    • Ich lehne die weitere Spaltung, die Haisenko hier will, kategorisch ab.
      Ich bin für ein Europa der offenen Grenzen, des Friedens und der Marktwirtschaft, so wie die EU es vorsieht und – historisch gesehen erstmals – garantiert.
      Ich bin dafür, dass alle europäischen Staaten Mitglied der EU sind bzw. werden.
      Momentan ist die britische Regierung im Zustand einer meines Wissens beispiellosen Handlungsunfähigkeit, durch ihre Chaospolitik der letzten Monate mit dieser ‚Brexit‘-‚Volksabstimmung‘ hat die britische Regierung Großbritannien aus dem Kreis der weltpolitisch bedeutenden seriösen Mächte zeitweilig herausbefördert.
      Natürlich muss sich die EU fragen, welche PR sie macht und wie ihre Politik bei den Wählern verkauft wird. Aber bezüglich des ‚Brexit‘ hat Großbritannien jetzt ein Problem, nicht die EU. Die EU ist eine liberale Union, daher müssen jetzt die Briten in allen Punkten klar definieren, wie es aus ihrer Sicht weitergehen soll. Offenbar weiß die britische Regierung aber nicht einmal, was sie überhaupt will.

    • PS:
      ‚Die Abschaffung der englischen Sprache als offizielle Amtssprache in der europäischen Politik. Es kann und darf nicht sein, dass 27 europäische Länder in einer Sprache kommunizieren, die niemand muttersprachlich spricht.‘

      Irland und Malta sprechen Englisch, und selbst wenn das nicht so wäre, wäre ich weiter für Englisch als Amtssprache in der EU. Warum sollten wegen dieses ‚Brexit‘-Unsinns Großbrtanniens die EU-Prozesse massiv umgestellt werden und Sprachprobleme entstehen? Und ebenso können britische Beratungsfirmen weiter die EU – auf Englisch – beraten. Deren Mitarbeiter haben nahezu mit Sicherheit fast geschlossen gegen die ‚Brexit‘ gestimmt.

    • Das Peter Haisenko eine weitere Spaltung will, sehe ich nicht. Er will ein friedliches und föderales Europa.
      Das ist was anderes.
      Englisch als Amtssprache?
      Wichtig ist, was gesprochen wird, nicht die Sprache.
      Britische Beratungsfirmen hatten wir wohl lange genug – mit welchem Ergebnis? Sozialstandards wurden abgebaut.
      Soll es so weiter gehen?
      Es geht wohl kaum darum, den Bürgern mit PR die Politik der EU zu „verkaufen“.
      Meistens wurden die Bürger dabei verkauft.

    • @michael kanellos: „Warum sollten wegen dieses ‚Brexit‘-Unsinns Großbrtanniens die EU-Prozesse massiv umgestellt werden und Sprachprobleme entstehen?“

      Es geht kaum noch unmündiger. Lieber Herr Kanellos, Sie sehen „Sprachprobleme“? Haben Sie die letzten 50 Jahre gepennt? Ein ganzer Berufsstand hat sich genau darauf spezialisiert, diese ein für allemal zu beseitigen. Die Simultan-Übersetzer der heutigen Zeit leisten etwas, was jenseits Ihrer Vorstellungskraft liegt.

      Und weil ich gerade so in Fahrt bin: Ihre Kritik bez. Haisenko’s Ausführungen ist dermaßen mangelhaft, dass mir schlecht wird.
      WENN es jemand gibt, bei dessen Worten ich hellwach zuhöre, sind es langgediente Piloten. Denn DIE arbeiten in einem Umfeld (Naturgesetze>Aerodynamik, Wetter), wo Manipulationen, Ignoranz, Arroganz, nicht nur völlig wirkungslos sind, sondern im Zweifelsfall tödliche Konsequenzen haben. Von diesen Menschen können wir profitieren. Von Ihnen und Ihrem ideologischen Gequatsche profitiere ich jedenfalls nicht.

    • @ Ron B.

      ‚@michael kanellos: „Warum sollten wegen dieses ‚Brexit‘-Unsinns Großbrtanniens die EU-Prozesse massiv umgestellt werden und Sprachprobleme entstehen?“
      Es geht kaum noch unmündiger. Lieber Herr Kanellos, Sie sehen „Sprachprobleme“? Haben Sie die letzten 50 Jahre gepennt? Ein ganzer Berufsstand hat sich genau darauf spezialisiert, diese ein für allemal zu beseitigen. Die Simultan-Übersetzer der heutigen Zeit leisten etwas, was jenseits Ihrer Vorstellungskraft liegt.‘

      Es geht kaum noch arrogant-oberflächlicher als Ihr Herumgespamme hier.
      Da Sie allen Ernstes erzählen wollen, dass es keine Probleme geben würde, wenn man mal eben die englische Sprache in ihrer offiziellen Rolle abschafft, haben SIE keine Ahnung von Prozessen in der Verwaltung.
      Offenbar denken Sie dazu noch, dass Simultan-Übersetzer quasi überall in unbegrenzter Anzahl zur Verfügung stehen.

      ‚Und weil ich gerade so in Fahrt bin: Ihre Kritik bez. Haisenko’s Ausführungen ist dermaßen mangelhaft, dass mir schlecht wird.
      WENN es jemand gibt, bei dessen Worten ich hellwach zuhöre, sind es langgediente Piloten. … Von diesen Menschen können wir profitieren. Von Ihnen und Ihrem ideologischen Gequatsche profitiere ich jedenfalls nicht.‘

      Wieder das Übliche von Ihnen. Keine Inhalte, aber Hetze gegen Personen.
      Haisenkos Argumentation ist wenig intelligent und offenbar von seinem spalterischem Wunschdenken geprägt, denn er ignoriert, dass die ‚Volksabstimmung‘ der Briten als solche schon ein Resultat verfehlter Lobbypolitik war. Ich bin der Meinung, dass es keinen Grund gibt, das in irgendeiner Form nachzumachen, zumal – wie ich schon in anderen Postings erläutert hatte, diese Abstimmung rein inhaltlich Basisdemokratie nur vorgetäuscht hat. Diese Art von spalterischen ‚Volksentscheiden‘ kommen nicht aus den Wünschen der Bürger, sondern sind vergleichbar mit Stöckchen, die konfus agierende Lobbypolitiker dem Volk zum ‚Herüberspringen‘ hinhalten.
      Wer das übergeht, so wie Sie und Herr HAisenko, argumentiert eben nicht intelligent.

      PS:
      Und ich habe Respekt vor dem Beruf des Piloten, aber man muss dafür nicht überragend intelligent sein. Man muss konzentrationsfähig, pünktlich, sehr zuverlässig, sehr stressresistent sein, aber nicht übermäßig intelligent. DAS ist die Wahrheit. Viele sehr intelligente Leute wären andererseits wohl keine gute Piloten.
      Ich könnte mir selbst kaum vorstellen, Pilot oder Lokführer zu sein. Auch daher hatte ich Verständnis für die Streiks.
      @Ron B. – Sie wollen sich hier offenbar anbiedern, weiter nichts.

    • ‚Englisch als Amtssprache?
      Wichtig ist, was gesprochen wird, nicht die Sprache.‘

      Die Sprache sollte aber schon verstanden werden.

      ‚Britische Beratungsfirmen hatten wir wohl lange genug – mit welchem Ergebnis? Sozialstandards wurden abgebaut.
      Soll es so weiter gehen?‘

      Meines Wissens machen die britischen Beratungsfirmen meist Rechtsberatung. Da gab es doch diesen in den Medien ausgeschlachteten Fauxpas von Guttenberg (den ich allerdings wegen der Wehrpflichtaussetzung und für die Art, wie er mit der Skandal’besatzung‘ der Gorch Fock aufräumte, für einen sehr guten Minister halte/hielt), als er vergaß, vom Gesetzentwurf das Logo der beratenden Anwaltskanzlei zu nehmen.

      ‚Es geht wohl kaum darum, den Bürgern mit PR die Politik der EU zu „verkaufen“.
      Meistens wurden die Bürger dabei verkauft.‘

      Während die Eurohasser mit Lügen und Verunglimpfungen ‚arbeiten‘ (z.B. waren glatte Lügen fester Bestandteil der ‚Brexit‘-Kampagne), stellt die EU ihre historischen Vorzüge und Errungenschaften nicht in den Vordergrund, sondern lässt es zu, dass von der Spalterlobby beeinflusste Massenmedien andauernd die EU mit Begriffen wie ‚Bürokratie‘ (als gäbe es in Nationalstaaten keine Bürokratie!) oder ‚Zentralismus‘ verbinden und dubioseste politische Kräfte zu ‚Alternativen‘ hochschreiben.

  7. „Wir sollen uns den Kopf der EU-Profiteure zerbrechen und ja nicht auf andere, eigene Gedanken kommen.“ So isses!…!!
    Und weil dem so ist, ist es auch so dringend an der Zeit, dass die „eigenen Gedanken“ großflächig formuliert werden!
    Wäre das also auch mal ein Thema für ‚Positionen‘: Umbau von Europa…..Die ‚Bautruppe‘ am Tisch?…..??

    • Umbau von Europa .. ein wichtiges Thema und unbedingt notwendig.
      Nehmt auch mal junge Leute mit dazu.
      Was wollen die?
      Wo soll die Reise hingehen?
      Was sind Ihre Sorgen?

    • „Wo soll die Reise hingehen?“ Richtig. Was von den derzeitigen ‚Reiseveranstaltern‘ forciert wird, hat, man darf an das Interview von Dirk Pohlmann mit Yanis Voroufakis erinnern, mit einem demokratischen und an den Belangen der Bürger orientierten Europa sauber nix zu tun.
      Wenn auch diese ‚Krise‘ eine Chance haben soll, dann liegt sie m.E. in der Entwicklung ganz ANDERER Vernetzungs-und Synergiepotentiale zwischen den Menschen selbst. Da könnte die Frage, wie wollen wir selbst unser Leben (miteinander) organisieren, jenseits übergestülpter Verwaltungs-und Herrschaftsstrukturen, durchaus etwas mehr ‚Dampf‘ vertragen….!

    • @löwenzahnsalat Danke für den Tipp. Schaue ich mir am Abend mal an. Ohne dem vorzugreifen, so denke ich doch, dass die „Hochfinanz“ das eine ist…..und die vernetzte ‚Intelligenz-Finanz‘ (spontaner Hilfsbegriff) das andere wäre.
      Kurzum: Es gäbe so viel zu TUN….durch Vernetzungen und Synergien ( auch nationenübergreifend) DAS sollte ins erweiterte Augenmerk kommen.

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