»Großangelegte Bürgerkriegsübung«

Hamburg: Während die G20 im dekadenten Luxus imperiale Kriegsstrategien beraten, eskalieren draußen Straßenschlachten mit der Polizei.

Von Susan Bonath.

Brennende Barrikaden und Autos, fliegende Steine und Böller, herausgerissene Straßenschilder, zertrümmerte Scheiben: Polizei und Mainstreampresse berichten vom Ausnahmezustand in Hamburg. Ein marodierender Mob verwandele das Schanzenviertel und die umliegenden Straßen in einen Kriegsschauplatz, heißt es. Wie konnte die Gewalt derart ausufern?

Staat »eskalierte bewusst« 

Zunächst einmal: Seit Monaten rüstet der Staat teuer auf, damit die mächtigsten Regierungschefs ungestört dekadent dinieren und imperialistische Strategien austüfteln können, die einem gewiss nicht dienen: Der Masse der Bevölkerungen. Auf der einen Seite errichtete die Staatsgewalt Gefangensammelstellen (GESA), vertrieb Obdachlose, verbarrikadierte ein ganzes Stadtgebiet, zog 25.000 Polizisten auf. Als die ersten Demonstranten eintrafen, stürmte die Polizei ein gerichtlich erlaubtes Camp und knüppelte wahllos drauflos. Die andere Seite rüstete er mit Prunk und Protz auf, der wenigen vorbehalten bleibt: Den Herrschenden.

Wenn ein solches Aufgebot Regierende vor der Bevölkerung schützen muss, dann haben erstere ein Problem. Die Solidarität der Hamburger mit den Protestierenden macht dies nur deutlicher: Nach einem ausgesprochenen Campverbot boten Hunderte Privatpersonen, Vereine und sogar die Alevitische Gemeinde den Auswärtigen Schlafplätze an. Der FC St. Pauli stellte sein Stadion zum Übernachten zur Verfügung. Kurzum: In einem sind sich viele Hamburger und die Protestler einig: In der Hansestadt sind die Staatsbonzen unerwünscht. Zu Recht.

Doch wer zertrümmerte und brandschatzte da eigentlich in Hamburg – und warum kam es soweit? Gabriele Heinecke vom anwaltlichen Notdienst wirft der Polizei vor, bewusst eskaliert zu haben. Dafür habe diese mit »Fake News« gearbeitet. »Sie sprach von angeblich 6.000, 8.000 und gar 10.000 Gewaltbereiten, bevor überhaupt irgendwas passiert ist«, sagte Heinecke. Damit habe sie es gerechtfertigt, eine friedliche Demonstration mit Knüppeln und Pfefferspray anzugreifen. Schon bis zum Freitag habe die Polizei viele Menschen teils schwer verletzt. Einem Mann mit einem offenen Bruch habe sie ärztliche Hilfe verweigert und in die GESA transportiert. Etlichen Gefangenen habe die Polizei juristischen Beistand verweigert. Selbst um erkennbare Anwälte und Reporter habe sie sich »einen Dreck geschert«.

Heinecke am Freitag: »Der anwaltliche Notdienst will heute erneut sagen: Was wir hier sehen, ist eine Bürgerkriegsübung, eine großangelegte Bürgerkriegsübung, eine Aufstandsbekämpfung ohne Aufstand.«

Polizeigewalt löst Panik aus

Auch der Friedensaktivist Andreas G. sprach von »heftiger Gewalt«, mit der Polizeibeamte bereits vor Beginn der ersten Demonstration gegen Menschen vorgegangen seien, die mutmaßlich auf dem Weg zur Kundgebung waren. Die Polizei habe mit Wasserwerfern auf Menschenmengen gezielt, sei in diese hineingestürmt, habe mit Knüppeln um sich geschlagen und die Demonstranten bereits nach 200 Metern Weg eingekesselt. Eindeutig habe sie damit das Ziel verfolgt, »dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt«, so G. »Die Menschen wussten nicht, wohin sie fliehen sollten, etliche wurden schwer verletzt«, berichtete er. Viele seien in schiere Panik geraten.

Auf Twitter waren unterdessen Fotos von Bundeswehrpanzern in Hamburg aufgetaucht. Dass ihr das Militär in der Hansestadt Amtshilfe leistet, räumt die Polizei selbst ein. Auch die Fotos von den Panzern seien echt, erklärten Bundeswehr und Polizei. Doch die Ausrede verblüfft: Mitten in einer Stadt im Ausnahmezustand habe man die mal eben »umgeparkt«.

Alles »linke Chaoten«? 

Fakt ist: Es war ein winziger Teil der Demonstranten, der zu Wurfgeschossen und Feuer griff und zusätzliche schwerbewaffnete Spezialeinheiten auf den Plan rief. Doch angesichts der Eskalation durch die Staatsgewalt mit Dutzenden Verletzten im Vorfeld und die massenhaft aufkeimende Hilfslosigkeit gegenüber einer übermächtigen Staatsgewalt ist es zunächst menschlich nachvollziehbar, wenn einigen der Kragen platzt.

Klar ist aber auch: Abfackeln von herumstehenden Kleinwagen und Einschlagen von Fenstern sind alles andere als effektive Mittel gegen kapitalistische Ausbeutung. Denn geschädigt werden Anwohner – Arbeiter, Angestellte, Erwerbslose, Familien mit Kindern, … – die all das nicht zu verantworten haben. Mehr noch: Diese Art Gewalt kommt der Bundesregierung keineswegs ungelegen. Denn damit wird sie einen weiteren Ausbau des Repressions- und Überwachungsapparats gegen die gesamte Bevölkerung rechtfertigen – sehr wahrscheinlich noch unter Jubelrufen aus selbiger.

Ein weiterer Nebeneffekt: Die Politik kann wieder einmal das Übel »den Linken« in die Schuhe schieben. Das tut sie so gerne, weil sie selbst weit rechts steht. Und es klappt so gut, weil die Begriffe »links« und »rechts« längst medial verwirrt, zum Teil ins Gegenteil verkehrt worden sind.  Dass »links« bedeutet, auf der Seite der Unterdrückten, gegen Kapitalbesitzer und deren Apparat, den Staat, zu stehen, wissen heute viele nicht mehr. Folglich steht jedoch jeder, der letztere verteidigt, rechts. Angriffe gegen die Bevölkerung sind rein logisch niemals links, auch wenn der eine oder andere meint, der Zweck heilige die Mittel.

Waren »agents provocateurs« im Spiel?

Wie man heute sicher weiß, setzt der Staat regelmäßig seine eigenen Leute ein, um Gewalt zu schüren. Sogenannte »agents provocateurs« sind verdeckte Polizeibeamte oder V-Leute, die sich unter die Demonstranten schleusen, Steine und Flaschen werfen und so bewusst Gewalt eskalieren lassen. Beim G8-Gipfel in Heiligendamm vor zehn Jahren schleuste die Polizei solche Zivilbeamten ein, wie sie später selbst einräumte. Immer wieder flogen Staatsprovokateure in den letzten Jahren auf. Auch bei den Protesten gegen Stuttgart 21 sollen sie aktiv gewesen sein. Ganze Operationen sind mittlerweile bekannt, die darauf abzielten, Protestgruppen staatlich zu unterwandern und aus ihnen heraus Gewalt zu provozieren.

Undurchsichtig ist die Sache mit dem »Schwarzen Block« allemal. Viele Insider der Szene sind überzeugt, dass Gewalt häufig von völlig unbekannten Personen ausgehe. Möglicherweise gebe es eine Art zweiten »Schwarzen Block«, ähnlich wie ein staatliches Sondereinsatzkommando, deren Protagonisten plötzlich auftauchten und die niemand in der Szene kenne. Solche Vermutungen wurden beispielsweise bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt am Main laut. Auch Andreas G. berichtete, dass diejenigen, die eindeutig dem »Schwarzen Block« zuzuordnen waren, sich selbst zurückgezogen und flüchtenden Demonstranten beim Überwinden von Hindernissen geholfen hätten.

Wie auch immer, klar ist: Gerade in Situationen, in denen Protestierende hilflos einer übermächtigen bewaffneten Truppe gegenüberstehen und die Wut hochkocht, reicht oft der berühmte kleine Funke. Niemand lässt sich gerne unentwegt demütigen. Das ist menschlich für Menschen, die keine Roboter sind. Wer damals bei den Protesten gegen die G8 in Heiligendamm erlebt hat, wie Knüppeltrupps auf zierliche Frauen einprügelten, die dann blutend zusammenbrachen, wie unbeteiligte Kinder unter Tränengaswolken fast erstickten, aber nicht aus dem Kessel kamen, weiß, dass es Situationen geben kann, in denen auch friedliche Mitbürger verzweifelt nach dem nächstbesten Stein greifen – ob das nun sinnvoll ist, oder nicht.

Arme Polizei?

Letztlich muss man sich klarmachen, wen das Aufgebot der Polizei schützt. Es sind jene, die ausnahmslos Politik für die Kapitalbesitzenden betreiben. Es sind jene, die Kriege planen, Investoren ganze Länder ausplündern lassen, Rüstungsexporte bewilligen und sich von der Wirtschafts- und Finanzelite die Gesetze schreiben lassen. Es sind jene, die Drohneneinsätze und zivilen Massenmord befeuern, die kein Problem damit haben, dass ein Siebtel der Weltbevölkerung hungert und täglich 15.000 Kinder deshalb sterben. Es sind jene, denen frierende Obdachlose, verarmte Rentner und Niedriglöhner im reichen Westen völlig schnuppe sind. Es sind die, die uns überwachen, bespitzeln und täglich einen riesigen Repressionsapparat auf uns hetzen. Kurz gesagt: Es sind die Feinde der Nichtbesitzenden, der übergroßen Mehrheit.

Die Polizei hat dabei ihre Aufgabe: Sie muss genau diese Machtverhältnisse aufrechterhalten. Dass sie dabei auch mal Handtaschendiebe und Mörder aufspürt, ist nichts weiter als ein Nebeneffekt, zumal sie etliche Mörder gar nicht aufspüren darf. Wer zur Polizei geht, dient dem Repressionsapparat, der die Masse gängelt, niederhält, erpresst, zwingt. Niemand aber wird gezwungen, zur Polizei zu gehen. Jeder Beamte tut es freiwillig für ein paar Silberlinge. Eine Polizei, die mit Waffengewalt die Macht der Herrschenden schützt und gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, ist keine »Polizei des Volkes«. Sie ist die Exekutive im Unterdrückungsapparat der Eliten, nicht mehr, nicht weniger.

Die Beamten, die in Hamburg bis an die Zähne bewaffnet der Bevölkerung gegenüberstehen, hätten remonstrieren können. Sie hätten geschlossen »nein« sagen können. Sie hätten nicht »ihren Kopf hinhalten« müssen für ein Gipfeltreffen superreicher Ausbeuter. Aber sie standen dort, bewaffnet bis an die Zähne. Sie knüppelten auf unbewaffnete Menschen ein. Sie jagten wahllos Demonstranten. Eine Frage muss man sich stellen dürfen: Was wäre passiert, wenn sich die Polizei dem verweigert hätte? Eins ist gewiss: Die zynisch-dekadente Horrorshow der Bonzen in Hamburg wäre ausgefallen. Und die im Schanzenviertel vermutlich auch.

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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51 Kommentare zu: “»Großangelegte Bürgerkriegsübung«

  1. Soviel Kommentare, ich konzentriere mich noch mal auf den Artikel, dem ich prinzipiell zustimme.

    Allerdings, die Beurteilung der Polizei erfolgt darin völlig schräg. Zunächst, „die“ Polizei ist nur ein Organ des Staatsapparates, der von der Regierung gelenkt wird. Für den Einsatz ist der jeweilige Innenminister mit der Polizeiführung verantwortlich und auch die Führung ist nicht losgelöst von der Politik eingesetzt.

    Die Autorin schreibt: „Die Polizei hat dabei ihre Aufgabe: Sie muss genau diese Machtverhältnisse aufrecht erhalten. Dass sie dabei auch mal Handtaschendiebe und Mörder aufspürt, ist nichts weiter als ein Nebeneffekt, zumal sie etliche Mörder gar nicht aufspüren darf.“ Das stimmt! Die halbe Wahrheit nur jedoch ist: „Wer zur Polizei geht, dient dem Repressionsapparat, der die Masse gängelt, niederhält, erpresst, zwingt.“ Dann beurteilt sie die Polizisten so: „Niemand aber wird gezwungen, zur Polizei zu gehen. Jeder Beamte tut es freiwillig für ein paar Silberlinge.“

    Zur halben Wahrheit sage ich: Wer beim Arbeitsamt arbeitet und HartzIV „verteilt“, dient dem Repressionsapparat, der die Masse gängelt, niederhält, erpresst, zwingt. Nur halt nicht mit unmittelbarer Gewalt. Das läßt sich auf den gesamten Staatsapparat mit unterschiedlicher Gewichtung ausdehen, denn auch, wer auf dem Rathaus putzt, dient letztlich dem Repressionsapparat.

    Würde man auch sagen: „Niemand wird gezwungen, auf dem Rathaus putzen zu gehen – für noch weniger Silberlinge!“ ???

    Ich war selbst einst Polizeivollzugsbeamter. Ich sah mich bei der Bewerbung (18 Jahre) eher als zukünftiger Schutzmann, der für Gerechtigkeit sorgt. Ein Kollege, der für einen Einsatz gegen die Demonstrationen gegen die Notstandsgesetze (1968/69) sich darauf freute, einer Kommunardin mal so richtig in die V zu treten, beschleunigte meine Abwendung von diesem Beruf. Ich habe heute noch Kontakt zu einigen wenigen Polizisten. Es ist ein Fehler, diese alle für dämliche Bullen zu halten und die Regelung des Verkehrs, das Fangen von Dieben etc., dient auch dem „kleinen Mann“.

    Ich erinnere an die hessischen Steuerfahnder (auch Teil des o.a. Repressionsapparates), die für verrückt erklärt wurden, als sie den Mächtigen auf den Leib rückten! Ihr Fehler war, sie glaubten, als Beamte Diener des Volkes zu sein.

    Natürlich werden für die Bereitschaftspolizei mehr die Typen „Bulle“ aussortiert. Darunter auch komplett gehirngewaschene Schlägertypen.

    Der Blick auf die Kompliziertheit dieser Tatsachen läßt mich die Forderung „Die Beamten, die in Hamburg bis an die Zähne bewaffnet der Bevölkerung gegenüberstehen, hätten remonstrieren können. Sie hätten geschlossen »nein« sagen können.“ als völlig realitätsfremd erscheinen. Warum?

    1. Die Mehrheit wählt Merkel & Co. Vergeßt das nicht! Die Polizisten fühlen sich erst mal im Recht und in der Pflicht , wenn sie die Politik, dieser Regierung umsetzen helfen.
    2. Es ist eine BürgerkriegsÜBUNGewesen, noch immer fernab von jedem Bürgerkrieg.
    3. Nein sagen hätte sofortige Entlassung und HartzIV mit zukünftiger Aussichtslosigkeit auf einen Job beim Staat bedeutet. Wäre es das wert gewesen? Wer würde das machen?

    Ich finde es sinnvoller, jede Möglichkeit bei einem Kontakt mit Polizisten zu nutzen, um zu reden. Das ist keine einheitliche Masse. Und wenn ich überfallen werde, rufe ich die Polizei, die hat Waffen und ich nicht. In London ging ein Bobby beim letzten Attentat sogar nur mit Schlagstock auf die Terroristen los. Hochachtung!

  2. “ Es handelte sich um Leute, denen es nicht gefällt in einer Welt leben zu müssen, in der alle 4 Sekunden ein kleines Kind unter 4 Jahren jämmerlich krepieren muss, weil Cents für sauberes Trinkwaser oder Basis Impfungen fehlen. “

    Als ich Volkswirtschaft studierte in den sechziger Jahre folgte ich auch eine Weile die Vorlesungen über was damals Entwicklungshilfe hiess.
    Der Professor war Mitarbeiter vonn den damals bekannten Niederländische Minister für Entwicklugshilfe Jan Pronk.
    Die meisten Studenten dort waren Hilfe begeistert, ich war nur neugierig.
    Es war damals komisch wie der Professor die Begeisterten vielfach entnüchtern musste, so sagte er ‚die Regierungen der Dritte Welt Länder wollen gar keine medizinische Hilfe, dadurch gibt es nur mehr offene Munde‘.
    Nach meinem Ansicht ist diese Erde schon schwer überbevolkert.
    Wie Sarrazin vor eine Woche oder so schrieb ‚wir haben keine Verantwortung für die ganze Welt, wenn die Kulturen in viele Länder sich nicht ändern werden sie arm bleiben‘.
    Es muss entnüchterend sein für die Gutmenschen wie die Welt wirklich ist.
    Die alte heidnische Völker wussten wie zu viele Menschen zu verhindern, die jüdische Gottesdienst war der erste die die höchst mögliche Wachstum verursachte, mit Reglen über Sex.
    Christentum und Islam folgten.
    Homosexalität ist noch immer ein Problem.

    • @pieterkamp
      „Nach meinem Ansicht ist diese Erde schon schwer überbevolkert.“
      „Homosexalität ist noch immer ein Problem.“

      Ich hab den Eindruck, dass Sie da was nicht zu ende gedacht haben. Wenn es eine friedliche und garantierte Lösung für Überbevölkerung gibt, dann ist das ja wohl die Homosexualität. Man müsste die Menschen regelrecht dazu konditionieren, nur noch gleichgeschlechtlichen Sexualverkehr zu praktizieren…

      PS: Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.

    • Dass die Erde schwer überbevölkert ist, müsste eigentlich jeder klar sehende Mensch zugeben. Und der größte Wahnsinn dabei ist die zusätzliche Massentierzucht. Letzteres wäre ganz einfach durch Einsichtigkeit zu beheben, sprich eine Volkswirtschaft ohne diese. Das würde eine positive Kenttenreaktion in allen Bereichen auslösen.
      Dagegen weiß ich auch wirklich nicht,in wie fern Homosequalität ein Problem darstellen soll. Schadet oder verletzt sie etwa irgend wem bzw. jemanden? Im Gegentei, wie „Silencer“ schon ausführte. Ich bin zwar selber nicht „schwul“, aber Schwulheit hat mich noch nie irgendwo gestört oder belästigt. Dagegen finde ich es bedrücken, wenn z.B. Alkoholiker ein Kind nach dem anderen produzieren, für die sich dann oft genug nicht richtig sorgen können. Oder wenn 60-jährige oder noch ältere Frauen mit Hilfe der modernen Medizin noch mit aller Gewalt Kinder gebären. Ach, was soll’s -ist doch eh klar, dass alles verkehrt herum läuft.

  3. Da hier in so vielen Kommentaren von der Polizei die Rede ist… mal was grundsätzlich. Einfach mal drüber nachdenken:

    Ein junger Mensch. der Polizist werden will, belegt dadurch, dass er psychologisch nicht für diesen Beruf geeignet ist.

    Da stehen Leute in Hamburg auf der Strasse, die gegen die Verbrechen demonstrieren, die diejenigen zu verantworten haben, die sich in den von zig-tausenden Polizisten geschützten Luxushotels treffen.
    Und dann sieht man Polizisten, die mit gezückten Schlagstock und Sprays in den Händen mit grossen Vorfreude und im Laufschritt auf diese zulaufen.
    Das Ganze zwischen Panzerfahrzeugen….

    Da wir gerade dabei sind: Ein junger Mensch, der sich bereit erklärt Soldat zu werden, ist auf seinem Weg der Entwicklung zu einem Menschen, irgenwo falsch abgebogen.

    Man muss aufhören Kompromisse zu machen.
    Wer seine Zeit und seinen Körper an einen Kampf gegen solche Institutionen und solche Übermacht stellt, verschwendet diese. Man muss verstehen können, welche Kämpfe man gewinnen kann, und welche nicht.
    Und dann für sich die Konsequenzen daraus ziehen.

    • Es handelt sich hier weder um neuartige Phänomene noch um undurchschaubare Hintergründe. Wenn ich von Hintergründen schreibe, dann meine ich nicht irgendwelche Sachen, die dieser oder jener Politiker gesagt oder nicht gesagt hat, sondern versuche vielmehr, auf einen Gesamtzusammenhang hinzuweisen, der allerdings nur jenen Menschen bekannt sein dürfte, die sich über das via Schule und Geschichtsklitterung vermittelte „Wissen“ hinaus mit den Dingen befaßt haben.

      Inzwischen weiß ich durch das Lesen entsprechender Bücher, wie die Kontrolle der Massen durch die jeweils Herrschenden funktioniert. Es sind nämlich gar nicht „nur“ die psychopathischen Superreichen und deren Helfershelfer, die zu solchen Situationen wie in Hamburg oder auch wie in Syrien, in Afghanistan und über all in den Ländern, die in den letzten 70 Jahren überfallen wurden.

      Die allermeisten Menschen in den heutigen Industriegesellschaften wurden in ihrer frühen Kindheit schwer traumatisiert – sei es sichtbar durch Prügel oder ein Kontinuum von Zuckerbrot und Peitsche (Belohnung bei Bravsein und Strafe bei Ungehorsam) oder subtiler durch „gebildete“ Eltern. Arno Gruen hat seine Bücher diesem Umstand gewidmet. In seinem Buch Der Wahnsinn der Normalität – Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen Destruktivität schildert Gruen eindrücklich, wie verleugneter Selbsthaß entsteht und wie als Ursprung menschlicher Destruktivität nach außen projiziert wird. Einige Auszüge sollten deutlich machen, worum es mir geht:

      Klaus Barbie, der gefürchtete Gestapo-Chef von Lyon, machte einmal ein bezeichnendes Eingeständnis. Er wurde zur Folterung und Ermordung des französischen Widerstandskämpfers Jean Moulin befragt und sagte: »Als ich Jean Moulin verhörte, hatte ich das Gefühl, daß er ich selbst war.« Mit anderen Worten: Je mehr er in Jean Moulin sein eigenes, zurückgewiesenes Selbst erkannte, um so mehr mußte er ihn – also sich – hassen und töten.

      Dieses seltene Eingeständnis macht offensichtlich, daß Haß aus Selbsthaß entsteht. Der Mörder erkennt in seinem Opfer sein eigenes Selbst. Es ist aber ein Selbst, das er zu fürchten begonnen hat, als es nicht in das elterliche Selbstwertgefühl paßte, so daß Mutter oder Vater das Kind zwangen, sich ihrem Willen zu unterwerfen. Ein solches Kind wird dafür später Rache nehmen wollen, es wird als erwachsener Mann danach trachten, dafür geliebt zu werden, daß er anderen Leid zufügt, und gleichzeitig wird er ein solches Handeln entschieden leugnen.

      Ist so die Entwicklung eines Mannes verlaufen, wird in der bedrängenden Lage, in der sich sein Opfer befindet, nicht nur das eigene, lang zurückliegende Leiden reaktiviert, es wird das, was von seiner eigenen Menschlichkeit übriggeblieben ist, nun wieder erwachen. Deshalb reagieren solche Männer auf das, was die Reste ihres eigenen Selbst wieder hervorholt, ausnahmslos mit gesteigerter Verachtung und mit Haß, um so die Stimme des Opfers, das sie so sehr in sich selbst hassen, zum Schweigen zu bringen. Die Beziehung zur eigenen Menschlichkeit ist zerstört, weil diese Männer in ihrer eigenen, lang zurückliegenden Geschichte, die eng mit dem Gefühl von Schwäche verbunden ist, die ausbeutende Liebe ihrer Eltern auf Befehl in »wahre« Liebe umdeuten mußten.

      Um seine inneren Bedürfnisse zu verleugnen, muß das Kind sie ganz oder teilweise abspalten. Dies impliziert eine grundlegende Verdrehung. Um nicht wahrnehmen zu müssen, daß Vater und Mutter ihm Schmerz zufügen und es in Verzweiflung stürzen, sucht das Kind die Ursache in sich selbst. Die Tragödie, die zur Unterwerfung des Kindes führt, liegt nicht nur darin, daß es seine innere Welt abspaltet. Es muß darüber hinaus – um die Verbindung zu Mutter und Vater aufrecht zu erhalten, die ihm das Leben ermöglichen – den Liebesmangel als etwas empfinden, das von einem Defekt in ihmselbst kommt. Es wird darum ringen, die Eltern »umzustimmen«, und es wird dabei immer versuchen, den Fehler in sich selbst zu finden. So nimmt das Kind die vermeintliche Schuld an dem Liebesmangel, den es spürt, auf sich und beginnt ein Leben mit Träumen und Phantasien, die das Bedürfnis nach Macht schüren, um diesen »Fehler« zu überwinden.

      Wenn sich ein Kind dem Rahmen, den ihm der elterliche Wille gesteckt hat – er ist davon bestimmt, wie die Eltern das Kind sehen –, anpassen kann, dann wird diese Anpassung eine Strategie des Überlebens sein. Es wird die Vorgänge in seinem Inneren beiseite schieben, seine eigenen Bedürfnisse, Erwartungen und Wahrnehmungen mißachten und wird sein Leben auf dem aufbauen, was außerhalb seiner selbst ist. Dabei verändert sich auch das Bild der Realität in Anpassung an die scheinbare Kohärenz einer Welt der unechten Gefühle. Deshalb entwickelt sich das Selbst des Kindes ohne Wahrnehmung von Schmerz und Tod, gleichzeitig widmet es sich aber, ohne es zu wissen, dem Schmerz und dem Tod.

      Die wirkliche Autonomie, die echten Bedürfnisse nach Nähe und das Bedürfnis, die Welt mit eigenen Augen zu sehen, werden aufgegeben zugunsten von Abhängigkeit. Diese hat zwei Aspekte. Einmal: »Ich bin so hilflos und abhängig, wie du mich haben möchtest. Deshalb mußt du mich immer führen und mich korrigieren, ich habe ja keinen eigenen Willen.« Mit dieser Unterwerfung, die weitgehend unausgesprochen und oft völlig unbewußt ist, nimmt man zugleich Rache. Man besteht auf der Fürsorge und auf der Abhängigkeit sowie darauf, daß sich nichts ändert. Und noch etwas Entscheidendes kommt hinzu: Dies ist die Methode, nie sich selbst verpflichtet sein zu müssen, denn man folgt nur Befehlen.

      Gehorsam wird dann zum eigentlichen Sinn des Lebens. Es sei an die Kriegsverbrecher erinnert, die diese Entschuldigung oft vorbringen. Sie sollten uns endlich die Augen öffnen für die wahre Bedeutung jeder Art von Gehorsam. Unter dem Deckmantel des Befehls geschahen alle Arten von Grausamkeiten und Mordtaten, ohne daß einer die Verantwortung dafür hat übernehmen müssen. In einem gewissen Sinn ist diese Entschuldigung sogar richtig: Die eigene Seele hatte nichts damit zu tun, sie wurde außer Reichweite dessen gehalten, dem man gehorsam war. Dieser trug schließlich die Verantwortung. Unter dieser Voraussetzung fällt es solchen Menschen auch nicht schwer, die Herren zu wechseln.

      Nicht selbst die Verantwortung zu tragen ist Bestandteil der Grundlüge. Sie verdeckt, was die ursprüngliche Entscheidung – die Lebensentscheidung – war: nämlich sich mit der Unterwerfung abzufinden und sein inneres Leben aufzugeben, um an der Macht zu partizipieren. An genau diesem Punkt fällt die Entscheidung darüber, ob ein Mensch Selbstverantwortung und die Verantwortung anderen gegenüber entwickelt. Dieser Punkt bleibt im Dunkeln, wenn man nur die verschiedenen Formen gesellschaftlicher Repression namhaft macht, das menschliche Sein nur in einem Reiz-und-Reaktions-Schema sieht und die Möglichkeit der Autonomie außer acht läßt.

      Der zweite Aspekt der Abhängigkeit: Wenn das Kind den schlimmsten Befürchtungen seiner Eltern entspricht, entzieht es sich zwar ihren Forderungen, unterwirft sich aber ihren großenteils unartikulierten Negativvorstellungen. Dabei kann es sich rachsüchtig im Recht fühlen, wenn es für ungehorsam gehalten wird. Schließlich hat es doch genau beachtet, was die Eltern »wirklich« wollten – und nun lehnen sie dieses Verhalten ab! Diese Art der negativen Abhängigkeit bringt die Formen der Triebfixierung hervor, von denen Freud sprach. Es kommt zu einem illusionären Gefühl der »Unabhängigkeit«, zu einem Gefühl, daß man sich selbst in der Hand habe. Masturbation, übermäßiges Essen, Verweigerung von Essen und anderes extrem selbstbezogenes Verhalten sind Verhaltensmuster, die suggerieren, man sei Herr der eigenen Stimulation. Solche Zwänge treten dann an die Stelle eines echten Lebens. Sie nähren die Illusion der Unabhängigkeit und täuschen über die tatsächlich fortbestehende Abhängigkeit hinweg, gegen die sie verzweifelt, aber wirkungslos rebellieren.

      Das Hauptproblem der Psychoanalyse liegt darin, daß sie mit ihrer Theorie der Unvereinbarkeit von Triebanspruch und Kulturentwicklung selbst den Verzerrungen einer Kultur zum Opfer fiel, die im Namen der Liebe die Preisgabe der Autonomie erzwingt. Wenn sie die Folgen dieser Verzerrung – Oralität und Abhängigkeit – als fundamentale Lebenstriebe ausgibt, verschleiert die Psychoanalyse nicht nur die gesellschaftlichen Prozesse, die zur seelischen Spaltung führen, sondern leistet ihnen Vorschub. So geben sich viele Therapeuten in der Praxis mit den Schatten von Leben, aber nicht mit dem Leben selbst ab. Statt ihren Patienten zu ihrer eigenen Wahrheit zu verhelfen, die diese erkannt haben, jedoch ohne die Kraft, sie auszuhalten, legen sie sie auf fiktive Krankheiten fest.

      Ist unser Blick jedoch nicht getrübt von solchen Vorurteilen über die kindliche Entwicklung, können wir sehen, daß Kinder ganz offensichtlich von Geburt an die Fähigkeit zu integrativer, also nicht gespaltener Annäherung an die Welt haben. Man findet bei Säuglingen und Kleinkindern nicht von vornherein Allmachtsgefühle – es sei denn, Wut und Verzweiflung über unangemessene Reaktionen auf ihre legitimen Bedürfnisse werden als solche interpretiert: Erst so entstehen tatsächlich Machtkämpfe – der Erwachsene erwartet sie.

      Das Kleinkind ist nicht von autoerotischen Bedürfnissen getrieben, sondern es sucht nach den stimulierenden Reizen, auf die es während seiner uterinen Existenz im Austausch mit seiner Mutter vorbereitet wurde. Seine Bedürfnisse und Erwartungen entwickeln sich in der Folge dieser frühesten Wechselbeziehungen. Diese frühen Verhaltensmuster kennzeichnet vor allem die niedrige Intensität der Stimulation. Daher richtet der Säugling von Anfang an sein Bestreben darauf, neue Quellen der Stimulation zu finden, und zieht seine Befriedigung nicht – wie es die Psychoanalyse gerne möchte – daraus, alte Stimulussituationen zu verewigen. Ich möchte noch hinzufügen, daß die Vorgänge, die das Leben aus biologischer Sicht erhalten, auf niedrigen Stimuluswerten basieren. Zu starke Reize führen dazu, daß die Annäherung an die Reizquelle gemieden oder unterbrochen wird. Der größte Teil der psychoanalytischen Theorie baut auf Stimulusvermeidung auf (Beseitigung von Unlustgefühlen und Vermeidung von Gefahr). Deswegen auch versagt sie als Universaltheorie der menschlichen Psyche.

      Wo wir zwanghaften Verhaltensmustern der Selbststimulierung begegnen – eine Extremform ist die Weltverweigerung des Autismus –, handelt es sich nicht um ein Steckenbleiben in natürlichen Entwicklungsstadien, sondern um Fehlentwicklungen. Der Rückzug in die Selbststimulierung und in Formen omnipotenten Verhaltens sind Ausdruck eines Versagens im Prozeß der Entwicklung zur Autonomie. Sie sind nicht Ausdruck einer angeborenen und universalen Tendenz, vor der der Mensch durch die Zwänge der Sozialisation bewahrt werden müßte. Die Annahme von Natur aus asozialer universeller Triebe verschleiert, daß die Triebe nicht die bestimmenden Faktoren der Entwicklung, sondern selbst bereits Ausdruck von Problemen in der Entwicklung sind. Der Triebbegriff als Erklärungsmodell hat die Erkenntnis verhindert, daß der Kampf um die Autonomie das Kernproblem der kindlichen Entwicklung ist.

      Autonomie als integrierende Kraft selbstgesteuerter Persönlichkeitsentwicklung hat nichts zu tun mit Vorstellungen der eigenen Wichtigkeit oder Einzigartigkeit. Solche Vorstellungen leiten sich von einer Ideologie des Selbst ab, die bewußt oder unbewußt dem Prinzip von Kontrolle und Beherrschung anderer als Quelle des eigenen Selbstwertes folgt. Sogar der Rebell, den sein ungestilltes Verlangen nach Liebe in militante Opposition treibt, bleibt in dieser Ideologie des falschen Selbst befangen. Denn er mißversteht Autonomie als »Freiheit«, Beweise für Stärke und Überlegenheit zu liefern. Es ist nebensächlich, ob die Form dieser Beweise im Widerspruch oder im Einklang mit den sozialen Normen steht. Entscheidend ist der Zwang zur anhaltenden und ungehemmten Selbstbestätigung. Und dies ist ein kriegsähnlicher Zustand, der weit entfernt ist von der Fähigkeit, das Leben zu bejahen.

      Quelle: irwish.de/pdf/Gruen-Wahnsinn_Normalitaet.pdf

      Es ist im Grunde völlig egal, wie wir die Welt politisch und gesellschaftlich einrichten: So lange wir unseren Kindern nicht gestatten, sich auf natürliche Weise zu entfalten und zu entwickeln, reproduzieren wir diese Prägungen, diese Abspaltungen, diese mangelnde Empathiefähigkeit in jeder Generation wieder und wieder und wieder. Die Superreichen mit Tradition erziehen ihre Nachkommen zu gnadenlosen Ausbeutern und Raubrittern, die arbeitende Bevölkerung erzieht ihre Nachkommen zu gehorsamsbereiten und unterwürfigen Knechten, und die Mittelschicht erzieht ihre Nachkommen zu dem, was sie unter Anstand und Benehmen verstehen: Nach oben zu buckeln und nach unten zu treten, weil die Belohnung für Bravsein stets von oben kommt. Die Bevölkerung dieses Planeten hat in den letzten tausend oder zehntausend Jahren ein unvorstellbares Maß an Selbstverleugnung, Narzißmus und Empathielosigkeit entwickelt, daß meiner Ansicht nach die Chance, sich selbst auszurotten, weitaus höher liegt als die Wahrscheinlichkeit, daß sich doch noch alles zum Besseren wendet, bevor’s nochmal richtig schlimm wird. Ich wette, keiner von euch möchte das erleben, was hier in Deutschland im Dritten Reich abging. Ich als betroffener 60jähriger Langzeitarbeitsloser kann mir jetzt schon ausmalen, daß wenn z.B. die Hetze auf Hartz-IV-Empfänger so weitergeht, meine Lebenserwartungen gen Null tendieren: Man wird mich wohl in naher Zukunft einfach totprügeln auf der Straße, vielleicht beim Einkaufen auf dem Rückweg vom Waschsalon … Ich habe jetzt schon Angst, und die ist nicht eingebildet, sondern begründet. Vor einigen Monaten wurde ich von einem besoffenen Jugendlichen fast vom Fahrrad getreten, weil der Typ einfach ein Opfer für seinen Selbsthaß gesucht hat. Vor ein paar Jahren hat mich ein türkischer Beifahrer, dessen Freundin mir auf einer Fahrradstraße an den Rand gedrängt und fast angefahren hatte, heftigst angegriffen: Er stieg aus und drohte mich zu verprügeln, wenn ich nicht auf der Stelle abhauen würde. Dabei war seine Freundin schuld, daß ich nicht weiterfahren konnte, denn sie fuhr in der Einbahnstraße, die jedoch für Radfahrer in beide Richtungen frei ist, so weit links, daß ich nicht vorbei konnte, und hinter mir bzw. vor ihr standen auch bereits Autos, die darauf warteten, weiterfahren zu können. Das ist die Straße, in der ich wohne, was für mich bedeutet, daß mir die Gewalttätigkeit bereits ziemlich nahegerückt ist. Sowas hatte ich nie zuvor erleben müssen.

    • Ich stimme ihnen zu, frage mich dann allerdings warum lebt jemand wie sie in einem solchen Land?

      Die Welt ist gross und wunderschön… und sie können sich ihre Rente in jedes Land der Erde überweisen lassen… Wie kann man sich diesen Stress antun? Es ist Ihr Leben und wie es aussieht ist allein IHRE Verantwortung. Wenn sie meinen sie müssten zwischen solchen Arschgeigen leben, dann sind sie schon selber Schuld!
      Ich komm alle paar Jahre mal für einen Monat vorbei um Freunde zu besuchen und bin erfreut wenn der Flieger die abhebt um mich heim zu bringen. Ich fliege sogar vorsichtshalber immer in die Schweiz und reise von da nach DE ein. Ich trau dem Scheissland mit seinem Urnenpöbel nicht weiter als ich es schmeissen kann…

      Kann ich ihnen nur empfehlen.

  4. Da war m.E. organisierte Kriminalität am Werke, gegen die die Polizei sofort hätte einschreiten müssen, statt stundenlang zu warten, unterdessen werden Autos angesteckt, Fenster mit Pflastersteine eingeworfen, Barrikaden errichtet, verängstigte Anwohner, Plünderungen. Vermummungsverbot? Die werden zu Tausenden laufen gelassen. Die Polizei hätte einfach ihren Job machen müssen. Warum werden 20000 Polizisten nicht mit diesen Steinewerfern fertig? Die Polizei hätte die Lage mit heutigen Mitteln im Griff haben können. Mehr Polizei und militarisierte Polizei? Nein danke, die hätten auch so damit fertig werden können. Da hätten Hunderte festsgenommen werden müssen…

    Warum hat der Spiegel für die Demo mobilisiert, und „radikal“ zu sein? Typischer Spiegel-Leser wird sich wohl kaum vermummen und Steine werfen… Sollte das den Anschein einer spontanen Demo vermitteln? Anarchie oder Organisation? Autonome oder hierarchisch kontrollierte kriminelle Banden? Waren das Linke für Solidarität mit denen die unter dem Kapitalismus leiden???? Wohl kaum.

    Hamburg…für Strassenschlachten bekannt. Warum G20 dort?

    Gewalt gewollt?

    • Deine begrenzte Intelligenz ist uns bekannt…

      Es handelte sich um Leute, denen es nicht gefällt in einer Welt leben zu müssen, in der alle 4 Sekunden ein kleines Kind unter 4 Jahren jämmerlich krepieren muss, weil Cents für sauberes Trinkwaser oder Basis Impfungen fehlen.

      Und dieselben Leute die das zu verantworten haben, entscheiden natürlich auch sowas in HH zu veranstalten, weil ein solcher vorherzusehender Ablauf für sie nur Vorteile hat.

    • @Michel Eyquem
      „es nicht gefällt in einer Welt leben zu müssen, in der alle 4 Sekunden ein kleines Kind unter 4 Jahren jämmerlich“

      Das ist ja das elende Gutmenschen- und gleichzeitig Konzerngesabber das immer zu hören ist und letztendlich dem Kolonialismus den Weg bahnt .
      Die deutsche Armee ist in Afghanistan weder um Brunnen zu bohren noch um unterdrückten Frauen zu helfen und nicht im Kosovo um KZs zu verhindern und nicht in Mali um Terrorismus zu bekämpfen .
      Deutsche (und natürlichgauch andere) Konzerne sind in Afrika, um Geschäfte zu machen und deutsche Entwicklungshilfe hat vornehmlich den Zweck, diese Geschäfte zu unterstützen .
      Der Hauptzweck von Vorgaben wie „Hilfe“ und und ähnlichen positiv besetzten Begriffen ist die Durchsetzung von kolonialistischer Politik .
      In den vielen Kriegen im Nahen Osten bis Afghanisten wird offensichtlich, wie wenig ein Menschenleben der NATO wert ist und wie „westliche Werte“ geheuchelt werden , wenn es zur Kriegstaktik der NATO passt , ganze Völker per Sanktionen auszuhungen wie gerade auch die durch den Krieg so schwer getroffene jemenitische Bevölkerung — und an diesen Sanktionen beteiligt ist auch Deutschland (wer weiss überhaupt davon und wen kümmert das ?) .

  5. Ich habe bei Youtube 8 Kommentare in den Trends verfasst, die sinngemäß sich mit der Aufarbeitung der Ursachen beschäftigen sollten, bevor mal wieder vorschnelle Urteile und Handlungen in Sachen „schärfere Gesetze“ gemacht werden.

    Innerhalb von maximal 3 Stunden sind 7 der 8 Kommentare verschwunden.

    Warum erwähne ich das hier?

    Nun es entsteht der Eindruck, bei Youtube wird auch schon sortiert, dass am Schluß das Asch Conformity Experiment Wirkung zeigt.

    Viele Kommentare in den Trends plädieren für Gewalt als Lösung gegen die Gewalt.

    Manche schreiben sie sind 13 oder 15 und wissen garnicht, was los ist – aber darauf antwortet bisher niemand.

    Die meisten Medien ( leider auch RT) beschäftigen sich rein mit der Mechanik des „Sensationskapitalismus“.

    Sensationskapitalismus heisst: es wird ein Ereignis als Sensation präsentiert, brennende Häuser, besetzte Häuser, zerstörte Autos.

    Da filmt die Kamera überall hin und Reporter erzählen, was gerade so im Hintergrund passiert.

    Clickbait heisst es im Grunde letztlich.

    Denn sobald der große Aufreger vorbei ist, die Klickzahlen stimmten – bemüht sich kein Sender mehr um die Aufklärung der Hintergründe.

    Die Gesetze sind verabschiedet, die Empörung auf Youtube und Facebook wurde per Empörungsbarometer wohl überlegt austariert, das kein besonderer Eindruck entsteht, die Bevölkerung könnte viele kritische Stimmen haben…

    Aber das muss nicht sein.

    Wir könnten alle fordern, dass es journalistisch aufgeklärt wird, bevor gehandelt wird.

    Es sei denn, es gehörte zufällig zu der Agenda.

    Ebenso zufällig, wie die Vermummung des schwarzen Blocks. N24 meinte dazu kürzlich „vermummte Demonstranten“. Als ob die Mitglieder des schwarzen Blocks demonstrieren wollten, wenn sie Feuerwerkskörper und ähnliches dabei hatten.

    Auf perverse Sicht wollten sie vielleicht für das Establishment demonstrieren, für den G20-Gipfel.

    So erklärt es sich auch, das Autos und Geschäfte von Privatpersonen zu Schaden kamen, durch die Vermummten. Nicht aber die Politiker, was ja medial zum Teil so vermarktet wirken soll.

    Das die Vermummten gegen die G20 gewesen wären, weil dies wird vermengt in den Nachrichten.

    Aber auch bei N24 – ein kritischer Kommentar und in weniger als einer Minute wird dieser zuverlässig gelöscht.

    Es ist gewollt, was dort als „Nachrichten“ präsentiert wird.
    Es ist gewollt, wie die Reaktionen der meisten Kommentare bei Youtube ausfallen.

    Sehr bezeichnend.

  6. Ein „Dass »links« bedeutet, auf der Seite der Unterdrückten, gegen Kapitalbesitzer und deren Apparat, den Staat, zu stehen…“ ist fern der Realität .
    „Links“ beanspruchen Transatlantiker , die EU , der Globalisierer Soros , … sie haben „Links“ besetzt und „Links“ gekauft …. Dieses Links ist Links wie der Nationalsozialismus . Oberflächliches Gemeinwohl aber mit garantiertem Gewinn für Konzerne und Macht .
    Wenn Merkel die „Linke internationale Solidarität“ wie sonst kein Politiker durch die Zerschlagung der Grenzen und Nationalstaaten betreibt und die Ehe für Alle, ist dies ein gutes Beispiel .
    Wenn „Linke“ gegen die G20 protestierten hat dieser Protest Gewinn für die Machthaber . Es ist Spekulation, aber nicht unwahrscheinlich , dass diese Proteste durch die Machthaber gesteuert sind – diese Vermutung legt auch der obige Artikel nahe . Folglich sind die „Linken“ auch hier, wenn vielfach auch unfreiwillig, Handlanger des Kapitals .
    Links&Rechts ist heute ein Spaltungsmittel der Machthaber .

    • Daß diverse interessierte Kreise Begrifflichkeiten kapern ist nicht neu und hat George Orwell bereits in 1948, in seinem dystopischen Roman 1984, beschrieben.
      Daß dies erfolgreich betrieben wird, zeigt, daß Linke derweil sehr damit befaßt sind, sich überhaupt noch zu definieren, da ihnen das Vokabular abhanden gerät, womit bereits erneut eine zielführende Abspaltung betrieben wird.
      Das Wirken von Frau Merkel, ist das der extrem Rechten und hat wenig mit „linker internationaler Solidarität“ gemein. Es beinhaltet Chaos und Zerstörung, auf nationaler, wie auch auf internationaler Ebene.
      Proteste, so sie denn friedlich sind, sind eine gute Alternative zum apathischen in der Ecke sitzen und dienen der Aktivierung der Erkenntnis, daß andere Lebensformen möglich und notwendig sind.

      Darüber gilt es, sich an weitere Aktionsformen, welche vereinnahmt und/oder vergessen wurden, zu erinnern. Nimmt irgendwer die Arbeiterschaft mit, die dies alles am Laufen hält, oder reden wir nur von Schülern, Studenten und Eliten?

    • @box

      „Nimmt irgendwer die Arbeiterschaft mit, die dies alles am Laufen hält, …“ Da existiert keine Identität . Da ist Konkurrenz und Fremdsein . Identitäten werden über Medien (Fernsehen) und Konsum geprägt . Diesen Menschen ist Politik fremd . Unzufriedenheit wird auf Versagen (selber Schuld) zurückgefüht oder über Scheinthemen und Feindbilder abgelenkt .
      Hoffnung auf „Links“ habe ich nicht, weil ich keinen gangbaren Ansatz sehe . „Links“ ist Scheinopposition und in einigen zentralen Punkten z.B. Massenzuwanderung nur Handlanger des Internationalen Kapitals . Der wesentliche Punkt ist, wieder die Grundlagen für aus dem Volk wachsende Identität zu schaffen, Selbstbestimmung und gemeinsame Ziele, dieVoraussetzung zur Formulierung eines Gesellschaftsmodelles , das weitgehend von der Gesamtheit getragen werden kann und dann auch mit entsprechender Geschlossenheit öffentlich vertreten . Dieses Konzept setzt kleinere Einheiten voraus , folglich auch die Zerschlagung der Macht der Konzerne — der traditionellen Bezeichnung folgend also ein Rechts (kleinere Einheiten)-Linkes(Zerschlagung der Konzerne) Konzept.

    • @Wasserader:

      Das kann ich bestätigen: Innerhalb der Arbeiterschaft gibt’s keine Solidarität. Zumindest habe ich das noch niemals beobachten können, in keiner der Firmen, für die ich seit 1978 gearbeitet habe. Ich weiß noch, daß ich mich während der Ausbildung mit einem Außendienstmitarbeiter angefreundet hatte. Nachdem man ihn befördert hatte, wies er mich an, ihn nicht mehr zu duzen, es könnte einer mitbekommen und mein geringer Status als Azubi könnte ein schlechtes Licht auf ihn werfen. Und daß die Berufstätigen in der Regel kaum über gesellschaftspolitische oder sozialpsychologische Bildung und Kenntnisse verfügen, kann ich ebenso bestätigen: Häufig, wenn ich versucht habe, mit Kollegen über solche Dinge zu reden, wurde ich mit einem gewissen wütenden Unterton abgewiesen oder man warf mir vor, ich würde glauben, was Besseres zu sein, weil sie sich zurückgesetzt fühlen, wenn ihnen jemand begegnet, der wirklich Ahnung hat. Oder man zieht über die Bücher und Autoren her, die ich lese, oder man verachtet mich als Bücherwurm und empfiehlt mir, doch mal rauszugehen. Tja, wer ständig auf der Jagd nach Vergnügen oder Schnäppchen oder sexuellen Sensationen ist, der bleibt dumm und ungebildet. Im letzten Job wurde ich aufs heftigste gemobbt, weil ich das unterwürfige „Selbstverständnis“ der Kollegen kritisierte oder meinem Chef auf seine verächtliche Feststellung, er halte mich für einen total verunsicherten Menschen (war er selber, denn er konnte mit seinen Untergebenen nur brüllend und wütend umgehen) entgegnete, daß er sich keine Blöße erlauben dürfe, weil das mit seiner Wichtigkeit kollidieren würde, und ich daher verstünde, warum er ständig am Brüllen ist. Hätte er keine Angst gehabt, daß ich mich wehren würde, hätte er mich in diesem Moment ganz offensichtlich gerne geschlagen – und hätte ich mich dann gewehrt, wäre ich selbst wegen Körperverletzung in den Knast gegangen.

      Führungskräfte, besonders die in den unteren Rängen, lernen häufig von ihren Vorgesetzten, daß sie streng darauf achten müssen, daß die Untergebenen sich nicht verbrüdern. Ergo hetzt er die Leute gegeneinander auf, wo er nur kann, und das hab ich in etlichen Firmen beobachten können.

  7. Wenn ich mit die Bilder auf ruptly (https://ruptly.tv/vods) von den letzten Tagen anschaue wird mir regelrecht schlecht. Schlecht vor Wut, fast schon Hass. Ich schaue mir die Männer und Frauen in Uniformen an: gepanzert und perfekt geschult. Alles auslese des Volkes: über 1,80m, durch-trainiert. Wer sind die – Wenn man sie nach ihren Taten beurteilt? Gewiss keine Polizisten mehr! Sonder eine Privatarmee, die sich hinter dem Begriff, der sich in unseren Köpfen mit der Muttermilch gefestigt hat, „Polizei – Freund und Helfer“, versteckt.

    Entsprechend wird auch der Respekt vor der „Polizei“ – Autorität gezeigt. Jedoch hört es – meiner Meinung nach – mit jeder Autorität auf, wenn menschliche Grundrechte verletzt werden von der o.g. Autorität. Und im Falle einer Armee gelten auch andere Gesetze und Regeln auch gegenüber von Zivilisten. Also befindet sich dieser grauer Pack von „Polizisten“ in einer Grau-Zone des Rechtsraums und nutzt das aus.

    Das Verhalten erinnert mich sehr stark an das Ergebnis der (Milgram glaube ich) Experimente. Auf die „Polizei“ projiziert:
    So lange jemand anderes die Verantwortung übernimmt – darfst du alles machen und kriegst noch Ausbildung, Training, Schusswaffe und gutes Geld und Karrierelaufbahn dazu. Dafür wird klitze kleine Kleinigkeit von dir abverlangt – dein Selbstdenker-Vermögen. Die Job’s sind bei „Polizei“ sicher und von den Bewerbern werden die Türe eingerannt. Gewiss gibt es kranke Gestalten, die ihre Komplexe durch angesprochene Autorität und Waffenbesitz ausgleichen wollen. Jedoch der Großteil der Bewerber (nennt man die schon Rekruten?) möchte einfach einen sicheren Job haben – so meine Hoffnung.

    Nur wieso? Welchen Umständen ist das geschuldet? Das soll sich bitte jeder „Polizist“ fragen.
    Wer ist an den miserablen Löhnen in anderen Berufen schuld? Wer sorgt für die Explosionen der Mitpreise in Ballungsgebieten?

    Ein „guter Polizist“ soll so was nicht fragen. Es verzehrt sein Weltbild, eigenes Beruf wird hinterfragt und ein Subordination-Eintrag sieht schlecht in der Akte aus.

    Es gibt auch Frauen und Männer in Uniformen mit „Polizei“ Aufdruck, deren Einsatz täglich hunderten von Menschen Leben rettet. Es sind Streifen-, Verkehrs- Polizisten u.s.w. Diese Berufsgruppe ist essentiell für eine Gesellschaftform wichtig. Die haben das Recht und können sich mit Stolz Polizisten nennen.

    • Demon,
      ich frage mich was sie wollen.
      Mehr Polizei Leute dann Demonstranten wurden verletzt, keiner ernsthaft.
      Nach der Meinung Hamburger Bürger, lese ich, hätte die Polizei mit viel mehr Gewalt handeln müssen.
      Man kann doch nicht zulassen das eine Stadt verwüstet wird ?
      Die Frage für mich ist: was wollten die fast 10.000 Demonstranten, woher kamen sie, und warum wurden ein Paar Tausend gewalttätig ?
      Wenn Bush jr in Berlin war, wenn ich mich gut erinnere, war er beindrückt von den Zahl der Demonstranten gegen ihn.
      Leider hatte es gar kein Effekt.

    • Wird ein Otto-Normal-Bürger mit der Frage „Wie soll die Polizei in Zukunft gegen die Demonstranten, in Angesicht dieser Zerstörung, vorgehen ?“ ohne Kontext konfrontiert, ist die Antwort bekannt.
      Mann kann auch den Bezug zu „Zerstörung“ aus einen anderen Blickwinkel darstellen. Z.Bsp. mit der Frage an ONB
      „Wird Ihrer Meinung die Demonstration von 100.000 Menschen gegen der anwachsender Welt – Militarisierung und Kapitalisierung etwas auf lokaler bzw. globaler Ebene verändern? Oder: Wie steht die Relation des während der Demonstration entstandenen Schadens zur dem Schaden an der Umwelt und Menschenleben Weltweit, der zu großen Teil von den Regierungen, deren Schefs sich bei G20 treffen?“

      Die Methode die hier angewandt wird: bewusstes Auslassen der Information.

      Ich kann nicht für alle Demonstranten sprechen, aber ich weiß was ich will bzw. was ich mir wünsche: Direkter Einfluss auf die Innen- und Außen-Politik. Volksvertreter im Parlament, keine Konzernen- Vertreter. Und wenn sich 100.000 oder auch wenn es nur fünf Man sich wegen einen oder mehreren Problemen versammeln und Lösungen ausarbeiten, dann soll/muss die Politik, auf welcher Ebene auch immer, diese Probleme effizient! lösen.

      Ob jetzt eine Demonstration ein gutes Mittel dafür ist, einer in sich geschlossener und strengstens bewachter Kaste von extremen Kapitalisten und deren Bediensteten, die Probleme der Menschen, die nicht zu der Kaste gehören, näher zu bringen, bezweifle ich persönlich stark.
      Es ist als ob man gegen den Game-Maker nach den Regeln des Game-Makers spielt. Wo im Punkt eins schon klar und deutlich steht: „Game-Maker gewinnt immer“. Also auf Deine Frage: Die Menschen wollen erhört werden und aktiv mitwirken. Den Wut und Hass zu kontrollieren ist nach Jahren der Ausbeutung und Vergiftung nicht einfach.

      Ich habe auch eine real mögliche Alternative zu Demonstrationen, die dann noch von der Kaste zur eigenen Zwecken, wie mehr Schutz für die „Polizei“ und Aufrüstung, missbraucht werden. Diese kann absolut Gewalt frei verlaufen, es müssen ausreichend viele mitmachen.
      Finanzieller General-Streik gegen Fiskus. Keine Steuereinnahmen – keine Mittel um eine Armee zu unterhalten.
      Klingt simpel – die Details können und müssen von uns Menschen, die damit nicht einverstanden sind das z.Bsp. Rüstungsausgaben erhöht werden, wir immer noch mit Öl uns fortbewegen u.s.w., erarbeitet und konkretisiert werden.
      Wenn die wenigen Eliten uns bei dem Gestaltungsprozess unseres Leben auf dieser Erde nicht haben wollen, dann müssen wir denen die Machtwerkzeuge, sei es politische Entscheidungen oder das Geldsystem u.s.w., wieder uns aneignen, oder wir schlissen die Eliten aus unseren Leben aus. Wir haben die Mach über die Eliten auch, das ist noch nicht allen klar.

  8. Olaf Scholz, erster Bürgermeister von Hamburg; sieht man sich einmal den Eintrag auf der Wikipedia an, was meist auch recht interessant im Hinblick darauf ist, was dort nicht steht, so entstammt er einer „linksliberal“ geprägten Unternehmerfamilie.
    Wie linksliberal man geprägt ist, wenn man unter den herrschenden Regeln sich an der Ausbeutung anderer bereichert, ist eine Aufklärung die betrieben gehört.
    Vermutlich ist man dann neoliberal, was soviel bedeutet, „raff soviel du kannst, denn es ist standesgemäß erlaubt.“
    Auch Scholz‘ beiden Brüdern hat die Herkunft, in Sachen Status innerhalb der Hierarchie, nicht geschadet, was wiederum bestätigt was seit längerem bekannt ist; in kaum einem anderen Land wie in Deutschland, entscheidet das Geburtsrecht über den späteren gesellschaftlichen Status.

    Aber es lohnt nicht wirklich sich länger mit der Wikipedia zu beschäftigen, denn mehr Interressantes, außer vielleicht noch einer gewissen Nähe zu Mathias Döpfner (Springer) und Joseph (Joschka) Martin Fischer, steht dort kaum.

    Olaf Scholz war Gast beim Bilderbergtreffen in 2010.

    Sein Schalten und Walten ist nicht neu, er ist wohl der rechte Mann am rechten Ort:

    Polizei erklärt Teile Hamburgs zum „Gefahrengebiet“
    Von Christoph Dreier
    7. Januar 2014

    Ab 2007 war Scholz Arbeitsminister der ersten Großen Koalition unter Angela Merkel und organisierte in dieser Funktion die heftigen sozialen Angriffe, die mit der Finanzkrise 2008 und den Bankenrettungspaketen einhergingen. Er war maßgeblich an der Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre beteiligt.
    Im letzten Jahr war Scholz schließlich einer der wichtigsten Architekten der derzeitigen Großen Koalition. Zusammen mit Wolfgang Schäuble (CDU) leitete er in den Koalitionsverhandlungen die zentrale Arbeitsgruppe Finanzen, in der die Kürzungspolitik der neuen Regierung entwickelt wurde.
    In Hamburg statuiert Scholz nun ein Exempel, um den Widerstand gegen diese Politik unterdrücken zu können. Die Kürzungspolitik der Regierung ist mit demokratischen Rechten für die Bevölkerung unvereinbar.
    Unterstützt wird Scholz dabei von der Linkspartei. Vor der Demonstration im Dezember verabschiedete die Partei in der Hamburger Bürgerschaft zusammen mit den Fraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP einen gemeinsamen Aufruf, der dem Senat und der Polizei einen Freibrief ausstellt. Über die Frage, „wie es für eine Gruppe afrikanischer Flüchtlinge in Hamburg ein Bleiberecht geben kann“, könne man sich streiten, heißt es darin, doch „Niemanden lässt das Schicksal von Flüchtlingen kalt“.
    Während die Polizei die Flüchtlinge durch die Straßen jagte, verkündete Die Linke gemeinsam mit der regierenden SPD: „Hamburg als Hafenstadt und weltoffene Metropole mit einer ausgeprägten Willkommenskultur ist seit jeher Anlaufpunkt von Menschen unterschiedlichster Herkunft, die auf der Suche nach Schutz vor Verfolgung, Krieg und Armut sind. … Die Stadt stellt sich der Herausforderung der Aufnahme neuer Flüchtlinge.“
    Der Aufruf verurteilte Gewalt von Seiten der Demonstranten, einschließlich „Schmierereien bei Abgeordnetenbüros“, kritisierte aber mit keiner Silbe das gewaltsame Vorgehen der Polizei. Zynischer kann man die Zustände in Hamburg nicht beschönigen und verteidigen.
    http://www.wsws.org/de/articles/2014/01/07/hamb-j07.html

    60 Prozent beklagen mangelndes Demokratieverständnis in der EU
    Warum nicht dagegen anwählen gehen?
    Von Hans-Dieter Hey (Online-Flyer Nr. 200  vom 03.06.2009)

    Da tritt die SPD an und will Lohn- und Sozialdumping verhindern und für Frieden und soziale Gerechtigkeit eintreten. Dabei hat sie Hartz IV erfunden und deshalb genau die Folgen zu verantworten, die wir heute sehen. Doch auch sie macht genauso weiter wie bisher. Wie man in diesen Tagen vom Erwerbslosenforum Deutschland vernehmen konnte, hat die Bundesarbeitsagentur jetzt die JobCenter ermächtigt,  „nachrichtendienstliche“ Ermittlungen gegen Erwerbslose in Gang zu setzten. Verantwortlich: Der sozialdemokratische Arbeitsminister Olaf Scholz. Erst auf Druck der beiden Erwerbsloseninitiativen Erwerbslosen Forum Deutschland und gegen-hartz.de verzichten Bundesarbeitsministeriums und Bundesagentur für Arbeit plötzlich auf die Observation von Hartz IV-Beziehern. Schaun wir mal nach den Wahlen.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13863

    Olaf Scholz und das Himmel-Reich
    Die Wende naht!
    Von Ulrich Gellermann (Online-Flyer Nr. 500  vom 04.03.2015)

    Und so kam es denn, dass Olaf Scholz, nur wenige Wochen nach der Wahl die Schirmherrschaft des „Kongress Christlicher Führungskräfte“(1) in Hamburg übernahm: „Herzlich Willkommen in Hamburg“, sagte der Bürgermeister, „ich finde, die Stadt der ehrbaren Kaufleute an der Wasserkante ist genau der richtige Ort für den diesjährigen Kongress christlicher Führungskräfte.“ Da nickte Helmuth Matthies, einer der Organisatoren, begeistert. Er ist Chef des evangelikalen Verlages „idea“. Der hält Abtreibung für „das größte Verbrechen der Gegenwart in Deutschland“ und bezeichnet Homosexualität als Sünde. Der Verlag warnt immer wieder vor einer „Islamisierung“ und ruft zur Missionierung von Muslimen auf. Matthies war ein Freund des südafrikanischen Apartheid-Regimes und warf der evangelischen Kirche vor, dort sei der Einfluss des „theologischen Neomarxismus“ immer stärker geworden.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21381

    Abschließend noch ein vor Ort Bericht von Herrn Abadi:

    G20 Gipfel | Hamburg brennt mittendrin im Chaos | 451 Grad
    https://deutsch.rt.com/programme/451-programme/53782-g20-gipfel-hamburg-brennt-chaos/

    Hamburg, als Tor zur Welt, erscheint in diesem Zusammenhang als Labor für Dinge die da kommen.
    Warlords die willkürlich, nach Gutdünken, nach Hinterzimmerabsprachen und gesetzeswidrig, schalten und walten. Frei nach, wir machen das nun einfach und wenn weiter nichts geschieht, machen wir weiter.

    Unabhängig davon, daß der G20 eine völlig undemokratische Veranstaltung ist, wäre es von Interesse was die Teilnehmer dort untereinander besprochen haben und zwar jenseits von dem was angeblich Thema war.

  9. Aus ganz Europa kamen etwa 100.000 nach Hamburg um zu protestieren.
    Vielleicht ein paar Tausend davon waren gewaltbereit, unnd verursachten grosse Schäden.
    Die Medien berichteten darüber viel.
    Worüber ich fast nichts sah ist warum diese Leute nach Hamburg kamen, und was sie wollen.
    Zugleich sehe ich Prognosen das irgendwo in Deutschland 53% CDU wahlen wird, und 23% SPD.
    Ich frage mich dann ‚welche Bedeutung haben diese 100.000 ?‘.
    So sah ich ein farbiger Mann mit ein grosses Tuch ‚Grenzen offen‘.
    Ich kann verstehen das nicht Deutsche mehr nicht Deutsche in Deutschland wollen, das kann ihre Position verbesseren.
    Das mehr Migranten finanziëll nicht tragbar sind verstehen sie nicht.
    BBCW erzählt mich das doe Migranten jetzt Deutschland 107 Milliarde pro Jahr kosten.
    Bei uns in den Niederländen arbeitet nach vielen Jahren 70% der Somalischen Migranten noch immer nicht.
    SyrIër finden auch keine Arbeit, wenig Schulung, Sprache Probleme, und Kulturelle Probleme.

  10. Demonstranten müssen in Zukunft anders demonstrieren, so lange sie es noch können.

    Keine Rucksäcke in denen Zeug versteckt sein könnte, keine Schals, Mützen etc mit denen man sich vermummen könnte. (Wurde ja auch immer wieder betont das auf Grund weniger Vermummter die Polizei ja angeblich keine Wahl hatte) wer es glaubt.
    Vielleicht würde da wirklich eine Art bunte Uniform oder das blaue Shirt mit der Taube helfen um vor allem optisch Trennen zu können aber das ist vielleicht auch ein Organisationsaufwand der kaum zu realisieren ist.

    Im groben gehe ich noch etwas weiter und Schätze das nicht als Übung sondern eher als Spielchen ein. Was wirklich geht… dafür gibt es die Drohnen bzw. Quadro-Copter. Die lassen sich leicht umbauen und mit Waffen, Kameras und Lautsprechern ausstatten. Es soll Minenbetreiber geben die sowas nutzen um Aufstände niederzuschlagen. (Das ist zwar nur hörensagen aber wundern würde es mich nicht).

  11. Wieso treffen sich die welken Jungs und Mädels von der Bonzen-Mafia nicht auf einem Flugzeugträger weit draußen auf dem Atlantik? Da können sie ungestört mitm dicken Militärhubschrauber hin fliegen, sich ihre Waffen zeigen, die Welt in Planquadrate aufteilen, sogar ihre Herrchen mitnehmen, die aufpassen, dass ihr Buchgeld-Sparkonto nicht verhandelt wird … Also in aller Ruhe das machen, was sie halt so machen. Und alles läuft nicht nur im sommerlichen Hamburg so weiter wie gehabt. Unsere korrupte Finanzdiktatur interessiert doch nur dann noch jemanden, wenn sie stattfindet. In Hamburg läuft nichts anderes als eine perverse Show. Guck mal, wir können beides: Häuserkrieg in reichen Ländern anzetteln und wieder nieder knüppeln. Keiner beschädigt dabei Herrschaftseigentum – Kollateralschaden ausschließlich bei den normalen Leuten. Genau wie in Syrien und in der Ukraine. Hätten wir „die falsche“ Regierung, dann könnte man so was gleich noch auf einen Regime-Change raus laufen lassen. Braucht das jemand?

    • „Wieso treffen sich die welken Jungs und Mädels von der Bonzen-Mafia nicht auf einem Flugzeugträger weit draußen auf dem Atlantik?“
      Ja, warum eigentlich nicht?
      Wenn man wirklich Angst um die eigene Sicherheit hätte, dann würde das auch so gemacht werden.
      Aber es soll gezeigt werden:
      „Guck mal, wir können beides: Häuserkrieg in reichen Ländern anzetteln und wieder nieder knüppeln. Keiner beschädigt dabei Herrschaftseigentum – Kollateralschaden ausschließlich bei den normalen Leuten.“
      .
      Absolut treffend zusammengefasst, Herr Schell!

  12. Weiss hierzu irgendwer was? Ich spreche von WISSEN, kapiert?

    http://www.der-postillon.com/2017/07/g20-twingo.html

    Ich hab mal versucht was zu finden ob das wahr oder erfunden ist, aber Fehlanzeige.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung dass in den Parieser Banlieues bei solch Anlassen tatsächlich mehr billige Gebrauchte angezündet werden, als €100.000 Autos.

    Und ich habe für Idioten weder Verständnis wenn sie bei der Polizei, noch wenn sie im Schwarzen BLock sind….

  13. Die Polizei ist zu einer Schlägevereingung geworden, so wie man aus Verteidigung-Angriff macht, GGe ändert oder abschafft…sich auf den Kriegspfad begibt…nur die Friedenspfeife, die kennt unsere Regierung nicht!
    Kurz Honeckers Sieg, und der simpel denkende Michel schläft weiter und wählt diese Regierung erneut!!“
    Mehr bleibt da nicht zu sagen, Merkel hat ihre Diktatur eingeführt…eeendlich , niemand muss mehr selbst denken, sondern nur gehorchen..
    Und ja…immer klarer wird es, wieso ein Hitler in Deutschland an die Macht kommen konnte!

    • Nun muss Honecker auch noch für diese Bürgerkriegsübung herhalten.
      Das die Polizisten überhaupt noch in den Spiegel schauen können, ist mir unbegreiflich.
      Ich hab das einmal in Hamburg vor Jahren als Unbeteiligter im Schanzenviertel erlebt.
      Die Truppe ist bei mir durch.

    • Ich habe es in Berlin erlebt, wie Polizisten in die Menge drängten und eine Frau nieder schlugen…
      Wer so etwas gesehen hat (war keine 10m davon entfernt), der vergisst das nie, auch nicht die Angst um das eigene Leben!
      Was Honecker betrifft, war er nicht als Lehrmeister gedacht, sondern nur als Beispiel, weil der Westen seine Einstellung zum Volk, schon ohne ihn, beherrschte!!Unsere Regierung zeigt sehr deutlich, was sie vom Leben Anderer hält, nicht mehr als früher und ihre Helfer sind ebenfalls, wie früher vorhanden.Mit wahrer Leidenschaft Mitbürger nieder machen…
      Von unserer Geschichte gelernt…NEIN, sondern im Verborgenen weiter geführt!

  14. Danke Susan Bonath, Ihren Artikel halte ich für die richtige Einschätzung der Lage. Man beabsichtigt vor der Bundestagswahl vor allen Dingen eins, die Linken in die Terrorecke zu stellen, gegen die der Staat etwas tun muss. Man bekommt Ärger mit Rechts und schlägt auf Links, hundertfach verstärkt durch das Echo der Massenmedien. Außerdem versucht man damit die parlamentarische Linke einzugrenzen und sie vollends ins bürgerliche Lager herüberzuziehen. Scholz ist der wahre Schulz, SPD der übelsten Prägung.

    • Ich teile deine Einschätzung. Und wenn es so ist, dass die Ereignisse beste Werbung im Sinne der derzeit Herrschenden ist und alle ihre Zielvorstellungen unterstützt, dann wird doch die Frage interessant, warum der schwarze Block so gehandelt hat. Aus Dummheit? Oder weil sie einen Auftrag ausführten? Wer sind diese Leute? Kann man das jemals rausfinden?

      Ich brauche jetzt eine Theorie: Analog zu den Demos vor dem Springer-Haus nach der Ermordung Benno Ohnesorgs, da waren es Leute wie Bommi Bauman, der plötzlich mit einem Auto voll vorbereiteter Mollis auftauchte und den laschen Demonstranten zeigte, wie man gegen den Feind vorgehen kann. In der aufgeheizten Situation haben viele nach den Mollies gegriffen. Die Baader-Meinhoffs fanden, so müssen sie kämpfen. Später kam heraus, Bommi Baumann war Spitzel vom VS. Wenn sie es damals gemacht haben, warum nicht heute? Auch die Antiatom-Bewegung haben sie mit Hilfe von Militanten versucht in die kriminelle Ecke zu drängen mit Schlagzeilen wie: „Atomkraft-Gegener sind kriminelle Chaoten“. Auch bei den S21-Gegnern sollen sie es versucht haben.

      Wir müssen irgendwie versuchen herauszufinden, wer diese „Autonomen“ sind – leider weiß ich nicht wie!

    • Das deutsche Volk, die Melkkuh!
      Nur der größte Teil bemerkt immer noch nichts, denn so dreist, Menschen -, Gesetze verachtend die Regierung gegen uns vor geht, kann man nur davon aus gehen, wir sollen durch Hetze, Lügen,in Stimmung bleiben, damit sich das Volk selbst zerfleischen kann und dafür wird alles getan!

  15. Wenn es wirklich das Ziel wäre, Gewalt gegen die tagenden Politiker/Eliten auszuüben, dann wäre ein Vorgehen ähnlich dem der RAF notwendig.
    Öffentlichen Ausschreitungen, die stets hauptsächlich gegen die Polizei gerichtet sind, sind letzen Endes nur Angriffe auf das Volk, da die Polizei für dieses gesetzlich die Schutzfunktion inne hat.
    Wer also solche Ausschreitungen organisiert und unterstützt, dessen Interessen sind eindeutig pro Eliten und gegen die Bevölkerung.
    .
    .
    p.s.:
    Die Polizei (die Polizisten, die hier ihren Allerwertesten hinhalten müssen) ist nur ein Bauernopfer im Spiel der Macht.
    Dennoch müssen wir sehr aufpassen, dass uns nicht ein Polizeistaat untergejubelt wird, in dem die Polizei einzig und allein noch den status quo der Eliten schützen wird.

    • Die Polizei ist oftmals für Ausschreitungen verantwortlich…Anscheinend sind diese gewollt, denn sie greifen alle an die in ihrer Nähe stehen, schlagen zu , sehr oft auch blind.Sie waren nie der Freud und Helfer, sondern sind staatliche Schläger-Truppen!

    • @schwarz ist weiß

      Ich höre immer nur Polizeistaat…Polizeistaat…Polizeistaat! Du bist doch sicher mit einer der Ersten, die nach der Polizei rufen, wenn sie selbst Opfer eines Verbrechens werden. Ich glaube ihr vergesst wer sich hinter der Uniform verbirgt. Familienväter und Menschen, die ein normales Leben führen wie die meisten von uns! Klingt komisch, ist aber so. Und wer so einen Mist labert wie du, hat keine Ahnung was die Polizei täglich leistet, welchen Provokationen, Beleidigungen und Belastung sich täglich aussetzen. Und das bei ständigen Kürzungen und jahrelangen Personalabbau! Wenn man mal den aktuellen Fall Amri nimmt, stellt man sich doch als Polizist irgendwann die Frage wofür man überhaupt noch auf die Straße geht.

      Also richte deinen Hass und Wut gegen die, die dafür wirklich verantwortlich sind. Und KEINER von den Polemikern hier weiß was wirklich vorgefallen ist, das es zu solchen Eskalationen kam. Die Presse erzählt auch nur das was sie will und dramatisch / ketzerisch klingt. Wer sich auf solche „Veranstaltungen“ begibt und den Anweisungen nicht befolgt MUSS einfach damit rechnen die passende Antwort dafür zu bekommen. Und ich betone es gern nochmal, KEINER von euch Polemikern würde sich ansatzweise in vorderster Linie hinstellen und für Gerechtigkeit sorgen, aber hier das Maul ganz weit aufreißen. Diese Einstellung kotzt mich so dermaßen an! Einfach mal die Fresse halten!

    • @schwarz ist weiß @Anette @Teekanne:

      Ihr versteht es scheinbar alle nicht.
      Die Polizei ist lediglich ein Instrument des Staates.
      Es kommt darauf an, wer dieses einsetzt und auf welcher Weiße und vor allem, zu welchem Zweck.
      Und Polizei ist auch nicht gleich Polizei.
      Die Aufgaben der Bereitschaftspolizei zum Beispiel sind ganz andere als die der Kriminalpolizei.

    • Teekanne

      Ich höre immer nur Polizeistaat…Polizeistaat…Polizeistaat! Du bist doch sicher mit einer der Ersten, die nach der Polizei rufen, wenn sie selbst Opfer eines Verbrechens werden……………………………………

      Die Polizei hat Truppen, die eigens für Demos ausgebildet werden
      Was hat der Polizist, der Kripobeamte nun mit der Demo zu tun?
      Es wird einfach zu viel in einen Topf geworfen, was dem normalen Polizisten nicht gerecht wird.
      Das weiß ich 100%tig, weil der Schlägertrupp von Gendarmen, öfter zusammen mit den Unsrigen , Übungen vor nahm..Im Übrigen, auch die Franzosen wären bereit gegen das deutsche Volk zu agieren, sofern sich bei uns ein Bürgerkrieg einstellen würde dieses Abkommen gibt es schon.

    • @habakuk

      Ich denke schon das ich es verstanden habe. Vielleicht ging das aus meiner Aussage nicht deutlich genug hervor. Und ich glaube kaum das sich vor Ort nur BePo’s befinden. Aber was spielt das in diesem Fall für eine Rolle. Fakt ist, das die Polizei von beiden Seite in den Allerwertesten getreten bekommt und der Sündenbock für Alle ist.

      Hier mal ein netter Brief eines Polizeibeamten

      http://www.theeuropean.de/the-european/12444-offener-brief-eines-polizisten-zum-g20-gipfel

    • Bisher sucht man sich den Beruf des Polizisten selbst aus, vor allen Dingen den des Krawall -Polizisten… wo sich so mancher auf die bevorstehende Schlägerei freut…Oft genug konnte man erleben, dass es gerade diese Typen(und wieder Ausweis verloren) sind, die anscheinend auch ohne Befehl sofort drauf hauen würden.
      Der Polizist, dein Freund und Helfer gibt es kaum noch, das würde denen ab erzogen…Und man gehorchte fast immer gern!!
      Fazit, wie überall:Gib dem Menschen Macht und er zeigt seinen Charakter..
      Berlin, Hamburg München, …ein Schweinestall ohne die Tiere beleidigen zu wollen! Es ist überfällig dort aufzuräumen!Wenn nicht…dann haben wir in absehbarer Zeit die merkelsche Diktatur zu 100%! Von der SPD lohnt es nicht zu sprechen, die müssen erst einmal im Kindergarten erzogen werden!

    • Den Beruf des „Krawall-Polizisten“ (ich lach mich schlapp) müsste es erst gar nicht geben, wenn man friedlich demonstrieren würde. Aber nein, da muss ja sinnlos gewütet werden und wenn man es genau nimmt ist es seitens der Randalierer sogar versuchter Totschlag wenn man sich das Schanzenviertel anschaut. Und wo wir gerade dabei sind. DAS ist eine Schweinestall!! Und der Polizei hier den schwarzen Peter zu zuschieben, ist eine absolute Frechheit! Hat sich hier jemand mal mit einem Polizisten unterhalten? Ich glaube kaum bei der Abneigung…

      Und unter all den Gewaltmeldungen geht das Wesentliche vollkommen unter. Wir zerfleischen uns hier gegenseitig und solange das so ist, solange Polizisten, die nur ihren Job machen, so angegangen werden, hat die Regierung mit uns leichtes Spiel. Es wird Zeit das das Volk sich endlich mal einig ist und ihm klar wird welche macht es wirklich hat um Dinge zu verändern. Vollkommen GEWALTFREI! Aber wenn es einen ja nicht selbst betrifft; warum soll man sich dann damit auseinander setzen.

    • „@schwarz ist weiß

      Ich höre immer nur Polizeistaat…Polizeistaat…Polizeistaat! Du bist doch sicher mit einer der Ersten, die nach der Polizei rufen, wenn sie selbst Opfer eines Verbrechens werden. Ich glaube ihr vergesst wer sich hinter der Uniform verbirgt. Familienväter und Menschen, die ein normales Leben führen wie die meisten von uns! Klingt komisch, ist aber so. Und wer so einen Mist labert wie du, hat keine Ahnung was die Polizei täglich leistet, welchen Provokationen, Beleidigungen und Belastung sich täglich aussetzen. Und das bei ständigen Kürzungen und jahrelangen Personalabbau!“

      Von „Polizeistaat“ hab ich nichts geschrieben.
      Mir geht es ausschließlich um die besagten Einsatzkräfte in Hamburg.
      Ich kann Polizeiarbeit schon unterscheiden.

      „hinter der Uniform verbirgt“ ist gut.
      Wenn man eine Uniform trägt, macht das auch was mit einem.
      Man spielt eine Rolle. Man ist Befehlsempfänger.
      Ich kenne das von der NVA.

      Ganz nüchtern betrachtet, verdienen die Leute damit ihren Lebensunterhalt.
      So selbstreflektiert muss man doch sein und sich fragen: Was mache ich hier?
      Das scheint mir bei vielen nicht der Fall zu sein – „solange das so ist, solange Polizisten, die nur ihren Job machen“.

      Hass und Wut habe ich auf die Polizei nicht – aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

      „Die Polizei ist lediglich ein Instrument des Staates.“ – eben!

      Was hat der G20-Gipfel den letztendlich gebracht – außer dass Millionen von Steuergeldern rausgeschmissen worden sind, Chaos und Verwüstung?

      Das Abschlussschreiben hätte man auch der UNO „abgerungen“.
      G20 braucht die Welt nicht.

  16. Wo waren jetzt eigentlich die angeblich massenhaft vorbereiteten Moltov-Coctails. Komisch pünktlich zum Übertragungsende nachdem stundelang gewartet wurde, Geschäfte zerstört und geplündert wurden ist angeblich keine Gefahr mehr vorhanden und die Polizei rückt endlich vor.
    Das sah alles gut synchronisiert aus. Spätestens, als die Provakateure die Flucht antraten hätte man zugreifen können, aber man wartete erneut eine Stunde. Der aufmerksame Bürger kann sich inzwischen vorstellen, wie sowas abläuft. Für die breite Masse wirken die Bilder wie gewünscht. Auch die radikale Rechte feiert im Netz.

    Der Wahlkampf hat sein Thema jetzt und wieder einmal hat die Kanzlerin die AFD gestärkt. Denn es war zu erwarten, dass ein Gipfel in einer Metropole direkt neben einem linken Viertel eskalieren würde. 2 Monate vor der Bundestagswahl spricht nun ganz Deutschland wieder über innere Sicherheit und es wird neue Einschränkung der Grundrechte geben.
    Immer wieder konnte man zum Beispiel lesen, „wo bleibt die Bundeswehr“. Die PR der letzten Jahr scheinen gewirkt zu haben.

  17. Sehr guter Artikel, nach meiner Ansicht ist das was gerade in Hamburg passiert eine große Übung für die Polizei/ BP um neue Strategien und Konzepte zu entwickeln die dann bei späteren “ Aufständen, Demonstrationen“ anwenden zu können.

    • Habt ihr mal die Bilder gesehen, von den Demonstranten in der engen Gasse, als die Polizei angerückt ist? Heftig.
      Wenn das in einem anderen Land passiert wäre (Russland?), hätte man mit den gleichen Bildern gesagt: Ganz klar, ein faschistischer Polizeistaat der vor Gewalt nicht zurück schreckt.

      Jetzt passiert es aber bei uns, und die Medien schütteln den Kopf über den „dummen Mob“.

      Lesenswert auch Bericht von Herrn Fleck auf Rubikon, wo eine Polizeitruppe einen Bus anhält und jeder sein Handy (!) vorzeigen muss, damit die Polizisten sehen, mit wem man vorher telefoniert hat.

      Wo leben wir eigentlich?

  18. Danke schön! Endlich mal nicht dieses ewige „Die arme Polizei!“. Die haben Menschenrechte und das Grundgesetz verletzt, seit Tagen und Wochen, indem sie friedliche Menschen krankenhausreif geprügelt haben. Das mussten sie nicht, nicht mal nach dem Beamtengesetz. Sie hätten remonstrieren können und haben es vorgezogen, Menschen zu schlagen und zu demütigen. Irgendwann platzt jedem der Arsch. Irgendwann ist es einfach genug.

    • Wenn man zuschlagen kann und das noch gesetzlich geschützt, gepaart mit wenig Verstand, dann ist man bei der Polizei gut aufgehoben.Eigenen Willen?Warum das Leben sinnvoll ausüben, gehorchen macht es so leicht!

    • Ich hoffe ganz fest und ich wünsche es dir aus tiefsten Herzen, dass du linke Zecke mal nackt, blutende und nach der Polizei winselnd in irgendeiner Ecke jämmerlich zu Grunde gehst. Von tuten und Blasen keine Ahnung, aber mal sinnlosen Schwachsinn labern. Frag doch mal die Menschen, deren Eigentum sinnlos zerstört wurde, deren Geschäfte geplündert wurden was die von deiner Einstellung halten. Rechtschaffene Menschen, die fleißig für die Deppen Steuern zahlen, die deren Eigentum zerstören. Super Einstellung! Dieses Land geht so dermaßen den Bach runter!

    • @Teekanne

      Ist dir bewußt, daß du hier Haß verbreitest? Wenn ja, ist dir auch bewußt, daß du damit deinen Selbsthaß auf andere projizierst? Denk doch mal ausgiebig darüber nach, wieso du so haßerfüllt auf Alexander reagierst, zumal dieser lediglich eine einfache Wahrheit, die leicht nachzprüfen ist, dargestellt hat. Wie kann man als empathischer Mensch überhaupt anderen Menschen solche schrecklichen Dinge wünschen, nur weil man mit ihren Aussagen nicht übereinstimmt oder sie, wie in deinem Fall, ganz offensichtlich falsch versteht? Man kann nicht. Du kommst hier daher äußerst empathiebefreit rüber.

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