Grüne Oberbürgermeisterin will sich für Frieden nicht “instrumentalisieren” lassen | Von Rainer Rupp

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Wie an sehr vielen Orten in Deutschland haben Aktive der Friedensbewegung auch in Bonn, der ehemaligen Hauptstadt der BRD am 80. Jahrestag des Überfalls Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion eine Gedenkkundgebung organisiert. Sie hatten dazu auch die Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Bündnis 90/ Die Grünen”) eingeladen, die zum Netzwerk „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) gehört. Die Grüne Oberbürgermeisterin Dörner hatte eine Teilnahme jedoch abgelehnt. Sie hatte, laut Kundgebungs-Moderater Jens Koy, zur Begründung ihrer Absage vorgebracht, sie habe „Angst, sich angesichts der tagesaktuellen, politischen Lage instrumentalisieren zu lassen”.

Ein Kundgebungsteilnehmer, der in Bonn lebende, inzwischen über achtzigjährige Diplom Mathematiker und Forscher W. Göhring schrieb der Grünen Oberbürgermeisterin einen eindrucksvollen offenen Brief, aus dem nachfolgend einige Passagen zitiert werden.

„Sehr geehrte Frau Dörner!“

„Heute Abend am 22.6.2021 wurde vor dem Alten Bonner Rathaus des barbarischen Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion vor achtzig Jahren gedacht. 27 Millionen Sowjetmenschen mussten in der Folge ihr Leben lassen. Mit Befremden habe ich von Ihrer Absage vernommen, an diesem Gedenken teilzunehmen. Auf Ihre Weisung hin nahm auch kein anderer Vertreter der Bundesstadt Bonn teil. Für mich ist Ihre Absage schäbig und lächerlich zugleich. Schäbig, da Sie sich weigern, diesen Millionen erbärmlich krepierter Menschen im Namen der Bonner Bürgerinnen und Bürger die gebührende Reverenz zu erweisen. Lächerlich, da Sie wohl eine tagespolitische Instrumentalisierung befürchteten.“

Die Instrumentalisierung, die die Nazis mit den Bürgern und Bürgerinnen der Sowjetunion betrieben, als sie diese zu Freiwild erklärten und jagten, scheint Ihnen bedeutungslos angesichts möglicher kritischer Stimmen, wenn sich die Bonner „Bürgermeisterin für den Frieden“ (Mayor for Peace) an dieser Friedensveranstaltung beteiligt hätte.“

An dieser Stelle ist ein erklärender Einschub nötig: Der 1982 vom Oberbürgermeister von Hiroshima gegründete Zusammenschluss der „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen zur Sicherung des Friedens auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Weltweit gehören mehr als 7.900 Städte zu dem Netzwerk, darunter rund 680 Städte in Deutschland. Die Stadt Bonn ist seit 2009 Mitglied des „Mayors for Peace“-Netzwerks.

In einem Telefongespräch mit KenFM schildert der Verfasser des Offenen Briefes wie angesichts der „schäbigen“ und „lächerlichen“ Erklärung der Grünen Ober-„Bürgermeisterin des Friedens“ in Bonn die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse wieder hochkam, die ihm nach Kriegsende ältere Familienmitglieder als Zeitzeugen des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion und vor allem gegen Russland erzählt haben. Einige davon habe er spontan in dem Offenen Brief, mit dem es jetzt weiter geht, zusammengefasst.

„Mein Vater war von der ersten Sekunde des Überfalls dabei. In seinen letzten Lebenssekunden hat er wild mit einer Maschinenpistole auf eine Gruppe von Sowjetsoldaten geschossen. Über diese Menschen wurde meiner Mutter nichts weiter berichtet, die meisten dürften den Abend nicht erlebt haben, die andern als Gefangene kaum die nächsten Wochen. Dieser Toten habe ich heute gedacht.“

„Mein Stiefvater berichtete Jahre später, er habe einmal in der Ukraine fotografieren sollen, wie man jüdische Menschen, die auf den Ladeflächen von LKWs zusammengepfercht waren, lebendigen Leibes in einen Bergwerkschacht abkippte. Er hatte das abgelehnt. Auch dieser Toten gedachte ich.“

Mein Stiefvater war dreimal in Charkow. Beim dritten Mal hatte die SS die Balkone mit Gehängten “verziert”, wie er sarkastisch und mit einem harten Zug um die Lippen sagte. Auch diese Toten schloss ich in mein Gedenken ein, und immer wieder die Angst, die Panik, die Schmerzens- und die Todesschreie dieser Menschen bedenkend.“

„Ich habe hier viele erwähnt, und doch waren es nur wenige der unvorstellbar vielen 27 Millionen, die derart barbarisch ermordet wurden. Ich halte hier inne und verneige mich vor all denen, die so geschunden wurden.“

„Ich frage mich: Wo waren Sie (Frau Dörner) heute Abend? Wo war die Repräsentantin der Bundesstadt Bonn, von wo aus wenige Jahre nach dem Ende der deutschen Barbarei die Remilitarisierung Westdeutschlands mit Verboten und Verhaftungen durchgesetzt wurde? Die Remilitarisierung sei notwendig, um eine angebliche Bedrohung durch die Sowjetunion abzublocken, wurde damals gesagt. Es war eine Lüge, und sie wird – abgewandelt – als russische Bedrohung heute wieder propagiert. Ihnen sollte bewusst sein, in welcher Tradition diese Lüge steht, der auch – leider – Ihre Partei schon zahlreiche “likes” erteilt hat; sogar die Bücheler Atombomben haben unter diesem Vorwand bereits ein Grünes Like.“ 

Die Bedrohungslüge diente den Nazis als Vorwand für den Überfall auf die Sowjetunion. Ich belege dies mit einem Foto, das mein Vater heute Morgen vor 80 Jahren im Morgengrauen “geschossen” hatte  (1).

Es wurde am 3. Juli 1941 in der Münchner Illustrierte Presse veröffentlicht und ist unterschrieben mit: “Vorstoß im Morgengrauen. Die Eisenbahnbrücke ist für den deutschen Vormarsch gesichert, nun geht Infanterie vor gegen den Feind, der so lange als unberechenbare Drohung an des Reiches Ostgrenze stand.”

“Russische Bedrohung” ist damals wie heute ein Propagandaprodukt. Einer „Bürgermeisterin für den Frieden“ hätte es gut angestanden, dem klar und offen entgegenzutreten, statt die Öffentlichkeit zu scheuen. Wie eingangs geschrieben: Ihr Fernbleiben war in meinen Augen schäbig.“

Gezeichnet. W. Göhring, Bonn.

Die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner ist qua Amt „Bürgermeisterin für den Frieden. Sie ist von ihrem Lebenslauf her jedoch ein typisches Produkt der hippen modernen Politiker-Kaste, die ohne Erfahrungen der realen Arbeitswelt direkt von der Uni in die Politik gegangen und dort auch sofort auf einen verantwortungsvollen Posten gekommen ist. Im vorliegenden Fall hat Frau Dörner, die in der Bullerbü-Idylle im Westerwald-Landkreis Altenkirchen aufgewachsen ist, im Jahr 2000 ihre Studien mit dem neumodischen, akademischen Grad „Magistra Artium“ abgeschlossen. Bereits ein Jahr später, 2001, war sie persönliche Referentin der Vorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen. Dort war sie dann von 2003 bis 2009 Wissenschaftliche Referentin der Grünen Landtagsfraktion, Resort Schule, Kinder, Jugend und Familie. Aber es drängte Frau Dörner zu Höherem.

Im Jahr 2009 schaffte sie über die Landesliste Nordrhein-Westfalen den Sprung in den Bundestag. Dort war sie ab Dezember 2013 stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Ende August 2019 kandidierte sie für die Oberbürgermeisterwahl in Bonn 2020. Beim ersten Wahldurchgang am 13. September 2020 landete Dörner mit 27,6 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz. Bei der Stichwahl zum Bonner Oberbürgermeister am 27. September 2020 konnte Dörner trotzdem 56,27 Prozent der Stimmen auf sich ziehen, obwohl ihr stärkster Gegner, der CDU-Amtsinhaber es im ersten Wahldurchgang auf fast 10 Prozentpunkte mehr gebracht hatte als sie.

Ihren Wahlerfolg verdankt die Grüne Aufsteigerin also weniger ihrer Persönlichkeit oder der Überzeugungskraft des Grünen Programms, sondern der Tatsache, dass die Bonner Bürger von den etablierten Parteien genug hatten und deren abgehalfterte Bürgermeisterkandidaten abgestraft haben. Seither sendet Frau Dörner gemeinsam mit ihrer grünen Chaos-Truppe im Bonner Rathaus haufenweise tugendhafte Signale aus, nicht nur gegen Klimawandel und für LGBT*#&$ plus die 50 restlichen Genderformen, sondern natürlich auch für Frieden, solange der in bewährtem oliv-grünem Stil gemeinsam mit den Amerikanern und deren erfolgreichen Friedensorganisation NATO mit humanitären Kriegen gesichert wird.

Schließlich wissen wir von der Grünen Parteispitze persönlich, dass es sich bei der Partei Bündnis90 / Die Grünen, nicht um eine Friedenspartei handelt, vor allem nicht, wenn es gegen Russland geht. Was natürlich die „Angst“ der Grünen Oberbürgermeisterin erklärt, sich durch Teilnahme an einer Gedenkfeier zum 80ten Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion, „sich angesichts der tagesaktuellen, politischen Lage instrumentalisieren zu lassen”. Auf deutsch übersetzt heißt das, sie hat Angst, angesichts der anti-russischen Hetze im Grünen Lager durch Teilnahme an einer solchen Gedenkfeier zum 80 Jahrestag in der Partei unangenehm aufzufallen.

Wo es jedoch politisch nichts kostet, zeigt sich die Frau Oberbürgermeisterin und ihre Grüne Fraktion im Bonner Rathaus sehr kreativ, um sich mit fremden Federn zu schmücken. Anlässlich der Unterzeichnung des internationalen, von NGOs ausgehandelten Atomwaffenverbotsvertrags am 22.01.2021 präsentierten sich die Bonner Grünen auf ihrer Facebook-Webseite als hätten sie das im Alleingang geschafft, obwohl sie tatsächlich absolut nichts damit zu tun hatten. Vor dem Hintergrund eines strahlend blauen Himmels prangte an diesem Tag auf der Facebook-Seite der Bonner Grünen (2) ein Bild des schönen Alten Rathauses der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn.

Teile des Fotos waren mit großen grünen Bannern zugeklatscht. Von oben nach unten konnte man auf denen lesen: „Grün Wirkt“ „Für Vielfalt und Frieden“ „Grüne im Rat der Stadt Bonn“. Im Text über dem Bild stand: „Jedes Jahr wehen nun die Regenbogenflagge und die Fahne von „Mayors for Peace“ vor dem Alten Rathaus. Das ist ein wichtiges Zeichen im öffentlichen Raum für Vielfalt und Frieden, für das wir uns lange eingesetzt haben!“

Auch in dem nachfolgenden Text versucht die Grüne Truppe im Bonner Rathaus auf besagter Facebookseite den Eindruck zu vermitteln, sie sei ein Hauptakteur beim Zustandekommen dieses Abkommens gewesen. Aber nicht einmal das bringen sie ohne dummen Fehler fertig. Denn auf dem Foto vom Bonner Rathaus sucht man vergeblich nach der Flagge der „Mayors for Peace“.

Zwar flattert auf dem Bild die Regenbogenflagge und an einem anderen Mast die grün-weiß-rote Trikolore von Nordrhein-Westfalen, aber von der Fahne der „Mayors for Peace“, die so aussieht (3) ist nicht zu sehen. Offenbar ist das keinem der Bonner Grünen und keinem ihrer kommentierenden Facebook-Anhängern aufgefallen.

Auch das legt nahe, dass sich die Bonner Grünen am glorreichen Beispiel ihrer Kanzlerkandidatin und fake grünen Völkerrechtlerin Baerbock orientieren. Deren Handlungsmaxime zeichnet sich durch den Drang nach mehr „Schein als Sein“ und Produktion von heißer Luft aus. Dabei geht Baerbock davon aus, dass sie ihren Wählern erfolgreich jede Dummheit verkaufen kann, solange die noch dämlicher sind als sie selbst.

Quellen:

  1. ©W. Göhring, Bonn.
  2. https://www.facebook.com/GrueneRatsfraktionBonn/posts/989530951481054/
  3. https://i0.wp.com/uelzener-presse.de/wp-content/uploads/2020/07/Für-eine-Welt-ohne-Atomwaffen.jpg?fit=1200%2C800&ssl=1

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:   Peeradontax/ shutterstock

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16 Kommentare zu: “Grüne Oberbürgermeisterin will sich für Frieden nicht “instrumentalisieren” lassen | Von Rainer Rupp

  1. Schramm sagt:

    Aspekte der deutschen Geschichte

    Der tiefenpsychologisch in der Mehrheitsbevölkerung verankerte Kapitalfaschismus von vor 1945 wurde auch nicht nach den deutschen Neugründungen 1949 – mit der BRD und DDR – überwunden.

    In Westdeutschland wurde eine massenpsychologische Beschäftigung mit den kapitalistischen Ursachen des Faschismus durch den sich zunehmend entwickelnden materiellen Wohlstand und persönlich steigenden Konsumismus – auch für die unteren sozialen Schichten – überwunden und verhindert.

    Vor allem aber auch die westdeutsche Arbeiterklasse wurde mit der gesellschaftspolitischen Liquidierung und dem Verbot der KPD 1956 unter vorrangig sozialdemokratischer Führung und sozialpartnerschaftlicher Demagogie dauerhaft in die imperialistische Gesellschaftsordnung der Finanz- und Monopolbourgeoisie der modifiziert kapitalfaschistischen BRD eingebunden.

    ►In Ostdeutschland hatte nach 1945 entgegen der auch heute noch anhaltenden Ideologie und Demagogie der pseudo- marxistischen Linken die wenigen den Faschismus und Krieg überlebenden Kommunisten und linken Sozialdemokraten keine Basis in der Masse der Bevölkerung. Insbesondere auch keine Verankerung in der ostdeutschen Arbeiterklasse. Zeugnis hierfür ist auch der teils vom Westen aus inszenierte Volksaufstand von 1953, gerade erst acht Jahre nach der äußeren Befreiung vom Faschismus, vor allem durch die Armeen der Sowjetunion. So aber auch die erneute Bestätigung für eine fehlende Verankerung des Antifaschismus und der SED in der ostdeutschen Bevölkerung, aber auch nicht in der eigenen Parteibasis der SED wie in den Blockparteien. Siehe auch hier das Ergebnis bei der Volkskammerwahl vom März 1990.

    Wo wir uns heute befinden ist auch ein historisches Resultat der deutschen Bewusstseinslage von vor 1945 und der bis heute 2021 fehlenden ernsthaften Auseinandersetzung damit.

    Die NSDAP erreichte in der Spitze zwischen acht und neun Millionen freiwillige Parteimitglieder:innen. Jede zweite deutsche Familie hatte ihren Kameraden in der NSDAP. Der statistische Anteil der Arbeiter bzw. Arbeiterklasse lag bei etwa 30 Prozent. Dabei war eine Fälschung der Statistik nicht notwendig. Die NSDAP hatte mehr freiwillig in ihren Reihen organisierte Angehörige der Arbeiterklasse als vor 1933 die SPD und KPD zusammengenommen je erreichten.

    Die imperialistische Kriegsführung wäre ohne Mitwirkung der vormals sozialdemokratisch und kleinbürgerlich geprägten deutschen Arbeiterklasse niemals möglich gewesen. Selbst nach dem Blutbad von Stalingrad Ende 1942 (Anfang 1943) erreichte die Kriegs- und Rüstungsproduktion noch bis ins Frühjahr 1944 (März/April) ihre materielle Spitze. Erst mit dem Einbruch und Verlust der Rohstofflieferungen aus den vormals besetzten europäischen Gebieten kam auch hier der Zusammenbruch der Produktion.

    Information und Lese-Empfehlung

    Sebastian Haffner: Der Verrat 1918/1919 – als Deutschland wurde, wie es ist.

    Kurt Pätzold und Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP 1920 bis 1945

    Wilhelm Reich: Die Massenpsychologie des Faschismus [Kapitalfaschismus]

    Institut für Gesellschaftswissenschaften der SED: Der Imperialismus der BRD. Dietz Berlin 1971

    26.06.2021, R.S.

  2. Wolle sagt:

    Es ist in der Tat nur noch lächerlich und beschämend, die deutsche Politik beim Verrichten ihrer geistigen Notdurft zu beobachten. Egal ob grün, rot, schwarz, gelb oder blau … ein einziger intellektueller Durchfall. Da lohnt es auch nicht die geistige Notdurft von Frau Dörner hervorzuheben.

    Normal wäre das ja kein Problem, weil sich die Politikerkaste in diesem Land so ganz von alleine disqualifiziert. Doch leider ist es ein Problem, weil die meisten Deutschen selber nicht mehr über ihre eigene geistige Notdurft hinauskommen. Gleich und Gleich gesellt sich gern und das wird sich auch im September wieder zeigen.

    Es gab eine Zeit, da war das Auswandern eine echte Alternative, aber mittlerweile riecht der Stuhlgang überall auf der Welt gleich und unterscheidet sich, wenn überhaupt, nur noch in Farbe und Konsistenz.

    • Nevyn sagt:

      Auch bei Diarrhö unterscheiden sich die Ergebnisse in Konsistenz, Farbe und Gestank. Framt man diese Produktgruppe ein, dann kann man auch dort noch besonders bemerkenswerte Phänomene loben oder tadeln. Das ist ja inzwischen Alltag in den Medien.
      Ruft aber jemand: "Das ist doch alles Schei**e!", dann hat die Horde der Klowärter*innen auf dem Hals. Keine guten Aussichten.

  3. Box sagt:

    Zur Rolle der "Progressiven" in der Antikriegsbewegung
    Die "linken Intellektuellen" des Imperiums fordern Regime-Change
    Von Michel Chossudovsky / LUFPOST

    In Nordamerika und in Westeuropa ist ein auf Täuschung beruhender sozialer Aktivismus entstanden, der vom Konzern-Establishment gefördert und kontrolliert wird. Dieser manipulierte Prozess hat die Bildung einer neuen Massenbewegung gegen den Krieg, gegen Rassismus und gegen soziale Ungerechtigkeit unmöglich gemacht.
    (…)
    Infolgedessen wurde der gemeinsame Widerstand zersplittert. An Teilproblemen orientierte Protestbewegungen – zum Schutz der Umwelt, gegen die Globalisierung, für den Frieden, für die Rechte von Frauen, Schwulen, Lesben, Bi-und Transsexuellen – werden gezielt und großzügig gefördert, um eine Massenbewegung gegen den globalen Kapitalismus zu verhindern.

    Dieses Bewegungsspektrum war bereits bei den Demonstrationen gegen die G7-Gipfel und gegen die Alternativen Klimagipfel der 1990er Jahre präsent und hat von Beginn an, also seit dem Jahr 2000, auch das Weltsozialforum dominiert, das nur ganz selten engagiert gegen den Krieg protestiert hat.

    Konzerneigene Stiftungen lassen also durch von ihnen finanzierte NGOs gesponserte Proteste inszenieren, mit denen eigentlich nur ein einziges Ziel verfolgt wird: Die westliche Gesellschaft soll gespalten werden, damit die bestehende Gesellschaftsordnung erhalten bleibt und bestehende militärische Planungen durchgezogen werden können.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24597

    Im gegenwärtigen Putsch, Krieg gegen die eigene Bevölkerung, kann man auch sehr gut sehen, welche Aktionen Förderung erfahren und welche unterdrückt werden.

  4. Sabine sagt:

    An den momentan "regierenden" Frauen in "Führerpositionen",
    kann man gut sehen, daß es eine Frauenquote auch nicht besser macht.

    Im Gegenteil.
    Da kann man sich als Frau nur noch schämen.

    Menschen ohne Ehre und Gewissen, gibt es zu viele.
    Viel zu viele !

    • Box sagt:

      Der Kämpferin der Pariser Kommune Louise Michel gewidmet
      Eine leidenschaftliche Revolutionärin
      Von Gerhard Feldbauer

      Unzählig sind die Frauen, die in den Reihen der Kämpfer für den Fortschritt standen. So war es auch in der ersten proletarischen Revolution der Welt, der Pariser Kommune vom 18. März bis 28. Mai 1871. Einer von ihnen soll hier zum 180stn Geburtstag gedacht werden: Louise Michel, die in der Nationalgarde das 61. Bataillon befehligte.

      Klar trat sie in den Wochen des Kampfes von 1871, der weltrevolutionäre Bedeutung erlangen sollte, für eine sozialistische Gesellschaft ein. Man mag den einen oder anderen ihrer in den Kämpfen dieser Zeit entstandenen politischen Gedanken heute nicht teilen. Bewunderung verdient ihr Mut, ihr unerschrockener Einsatz, ihre Selbstlosigkeit und Hingabe an die revolutionäre Sache der Ausgebeuteten und Unterdrückten, die uns gerade heute mehr denn je Beispiele sein müssen.
      (…)
      Es gibt keine Geschlechtertrennung, aber sexuale Aufklärung. Daneben schreibt sie, schickt Victor Hugo ihre Gedichte. Eines heißt „Schwarze Marseillaise“, in dem sie klar ihre Position verkündet: „Ich weiß nicht, wo der Kampf zwischen der alten und der neuen Gesellschaft stattfinden wird, das ist unwichtig, aber ich werde dabei sein.“

      Aufruf zum Widerstand

      Und wie sie dabei ist: Als die reaktionäre Thiers-Regierung am 18. März 1871 der Forderung Preußens entsprechend 6.000 Soldaten auf den Montmartre schickt, um die Nationalgarde zu entwaffnen, gehört Louise Michel zu denen, die zum Widerstand aufrufen. Während der blutigen Massaker an den Kommunarden im Mai steht sie heldenmütig auf den Barrikaden.
      (…)
      1880 wird sie begnadigt und kehrt nach Paris zurück. Nun zeigt Louise Michel eine Seite, die man heute bei nicht wenigen, die sich einst zu den Kämpfern für eine sozialistische Gesellschaft zählten, vergeblich sucht: Sie steht unerschütterlich zur revolutionären Sache, setzt den Kampf in den Reihen der Anarchisten fort und engagiert sich aktiv in der Frauenbewegung. 1882 gründet sie eine Frauen-Liga. Die allgemeinen Forderungen nach Gleichberechtigung der Frau genügen ihr jedoch nicht. Weitsichtig erkennt und fordert sie als Grundlage eine tiefgehende Veränderung der sozialen Verhältnisse. Clara Zetkin ordnet Louise Michel folgerichtig als eine weit über Frankreich hinaus ausstrahlende Gestalt in die „Geschichte der proletarischen Frauenbewegung“ ein, als ein „Synonym der unerschrockenen, aufopfernden Heldenhaftigkeit der Pariser Commune-Kämpferinnen.“

      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15214

      Das Narrativ der Herrschaften ist aber dieses:

      Aber gendern ist total wichtig:

      „Und, Oma Caroline, was hast du gemacht, damit keiner mehr an Hunger stirbt und keiner mehr fliehen muss vor Krieg?“ Caroline Kebekus: „Ich habe gegendert.“ So geht die Erzählung und nicht anders!

      Allein in NRW haben mittlerweile bald einhundert Institute für Genderfragen in den vergangenen 25 Jahren genau was erreicht? Eine Pause beim Sprechen zu schaffen und Quoten zu fordern für Kanalarbeiten, Müllabfuhr, Totengräber, Fernfahrer und andere gesellschaftlich wichtige Berufsfelder. Nee, halt, quatsch, Quoten für Daxvorstände natürlich. Hatte ich verwechselt.

      Gendern hilft!
      11. Juni 2021, Jan D. Pavel
      https://www.buchkomplizen.de/blog/themen/gendern-hilft/

    • Nevyn sagt:

      Zum Thema: Frauen in Führerpositionen:
      Ich war vor längerer Zeit mal auf der Seite von Angela Merkel. Dort wurde berichtet, dass sie gar nicht gern an ihrem Kanzlerinnenschreibtisch sitzt, sondern meist am Besprechungstisch, um zu arbeiten. Nun ist ja so ein Schreibtischsessel etwas Ähnliches wie ein Thron und man kann sich ja mal fragen, wem sie symbolisch und unbewusst diesen Platz einräumt, wenn sie ihn selbst nicht besetzten mag. Dieser Gedankengang könnte weitreichende Folgen haben und auch erklären, warum die Frau wie eine Getriebene wirkt und an den Nägeln kaut.
      Jemand schrieb mal, Angela Merkel hätte früher angenommen, sie sei als Bundeskanzlerin nach ihrer Wahl an der Macht, bis sie feststellte, dass sie nur an der Regierung ist. Seehofer sagte sinngemäß Ähnliches: "Die gewählt sind, haben nichts zu sagen und die was zu sagen haben, sind nicht gewählt." Sollte uns das zu denken geben? Bloß nicht!

    • Box sagt:

      Ja:

      „Diejenigen die entscheiden sind nicht gewählt und diejenigen die gewählt werden haben nichts zu entscheiden.“
      (Horst Seehofer, 20.05.2010, Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich, ARD)

      Und:

      „Daß Angela Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gekürt wurde, ist eine Farce. Sie ist noch nicht einmal die mächtigste Frau im eigenen Land. Daß die Zeitungen jetzt schreiben Ursula von der Leyen ist die zweitmächtigste Frau in Deutschland ist eine Vertölpelung, Verdummbeutelung von ihnen und zwar eine Bewußte, der Presse die es schreibt. Die mächtigsten beiden Frauen in diesem Land sind Liz Mohn und Friede Springer. Bertelsmann und Bild-Konzern. Die Bild-Zeitung, die den Analphabetismus bereits im Namen und in die Lande trägt. Bertelsmann und Bild, die lautstarken Herolde eines maroden Systems, das weltweit an den Fäden der Geldverleiher zappelt.
      Eine Handbewegung von Friede Springer genügt und die Lohnschreiber werden die Kanzlerin endgültig vom Thron holen und werfen sie ihrer eigenen Partei zum Fraß vor.
      Vielleicht erleben wir es schon demnächst. Die wahrhaft Mächtigen sind gewiss, daß sie die Gunst des Volkes schon verloren haben. Das macht die Kanzlerin so wertvoll, denn solange sie die Gunst des Volkes hat, solange wird sie gebraucht. Aber nur solange sie die Gunst der Macht hat, wird sie es tun können.
      Eine Symbiose nennt man das in der Biologie. Aber wenn es zu Lasten des Wirtstiers geht nennt man es eine parasitäre Symbiose.
      Und das Wirtstier, das sind bedauerlicherweise wir.“
      (Prix Pantheon 2010 – Georg Schramm)

    • Terminator sagt:

      @Box…genau richtig…die Medien sind die eigentliche Machtd….siehe auch hier….

      https://www.youtube.com/watch?v=XWdum9lStDo

      oder hier

      https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-aktuelle-kultur/audio-arte-dokumentation-aufstieg-der-murdoch-dynastie-100.html

  5. Michael Haas sagt:

    Es ist schlimm, dass sich die Grünen von einer Friedenspartei zu einer NATO-Kriegspartei entwickelt haben.
    Es ist schlimm, dass der Vernichtungskrieg gegen Russland nicht die Aufmerksamkeit erhält, die er haben müsste. Aber Russland ist kein Verbündeter der USA wie der Apartheitstaat Israel, dessen Verbrechen offiziell regierungsamtlich entschuldigt werden müssen.
    Ich habe russische Freunde, die Deutschland mit Sympathie begegnen, die von Deutschen sprechen, die historisch in Russland Gutes getan haben, seit sie dort angesiedelt wurden. Dies ist für mich sehr bewegend und ich bin dankbar für diese Freundschaften.
    Lasst mich hier an JULIAN ASSANGE erinnern, der in Belmarsh im Knast sitzt, weil der dem Wertwesten in die verlogene Suppe gespuckt hat. Es gibt Mahnwachen in vielen Städten. Danke.

  6. Germane sagt:

    Man sollte sich nicht zu so etwas äußern, … bellende Hunde beißen nicht, sagt ein Sprichwort. Also, hören wir auf zu bellen und …….

    • Michael Haas sagt:

      Bellen wirkt schon und das Sprichwort stimmt ja auch nicht.
      Aber vielleicht wäre beißen schon eine Option. Nur wen?
      Das Problem ist, dass ein beißender Hund sehr schnell dem Jäger zu Opfer fällt.
      Das war das Problem der RAF. Aber es war nicht nur ein Marketingproblem, sondern auch ein moralisches.
      Wir müssen vorsichtig sein. Die Manipulateure der Regierung und deren Puppenspieler warten nur darauf, die Friedensbewegung durch Bilder von Gewalt diskreditieren zu können. Den Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun.

  7. Hartensteiner sagt:

    Was für eine schäbige und lächerliche Figur – oder mehr noch: bedauernswürdig.
    Solche Figuren scheinen – sogar weltweit – infolge der völligen Geistlosigkeit des Zeitgeistes vermehrt überall aufzutauchen. Sie wirken, als hätten sie die Stufe des Transhumanismus bereits überwunden und träten nur noch als ein Avatar der Programmierung auf. Und Avataren wissen nicht, dass sie Avataren sind.

    • How-Lennon sagt:

      Es ist viel simpler.
      Die allermeisten Berufskinder (von Geburt an ausgesorgt) sind quasi Avatare ihrer Eltern und Großeltern und Urgroßeltern und…
      Sie mussten nie lernen, selbständig und geschweige denn kritisch zu denken. Das einzige, was sie lernen ist, dass alles so bleiben soll wie es ist und schon immer war.

      Wehe, das alte Gier- und Erb-System kollabiert!

    • Karin sagt:

      Hartensteiner:
      Die Figuren scheinen jetzt aber bösartiger u./oder blöder zu werden? Der Rostocker OB Madsen (ist übrigens Däne) war mit seiner rhetorischen Frage bei Lanz "Bekämpfen wir das Virus oder den Menschen?" eher gemäßigt aufgefallen.
      Nun gestern:
      Rostocker OB: "Der Alltag für Ungeimpfte muss unangenehmer sein, dann überlegen sich die Leute, ob sie sich nicht doch lieber impfen lassen. Das gilt auch auf europäischer Ebene. Du willst nach Malle? Okay. Aber bitte nur geimpft."
      https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/rostocker-ob-madsen-alltag-fuer-ungeimpfte-muss-unangenehm-sein-2544056606

    • How-Lennon sagt:

      Ja Karin, das Gekeife wird immer hysterischer.
      Auch die BaWü-Kretsche (die Bürste) keift: Nächstes mal noch viel härtere Maßnahmen!!!

      Sie sehen immer deutlicher, was am Horizont auftaucht. Und dass es nicht mehr abwendbar ist.

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