Gruppe42 zeigt: Dr. Rainer Rothfuß über „Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg“

Der Vortrag von Dr. Rainer Rothfuß „Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg“ wird exklusiv präsentiert von Gruppe42.

KenFM empfiehlt diesen Beitrag. Hier der Link zum Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=QFUbsLZWMtE

Rainer Rothfuss hat seinen Doktor in Humangeographie und ist Experte für Feindbildgenese und interreligiöse Konflikte. Dass er dann bei der aktuellen herrschenden Berichterstattung und der somit aufgedrängten Positionierung durch die veröffentlichte Meinung, nämlich als das Wohlfühlkollektiv des „guten Westens“, sich mit seiner Expertise nicht mehr zurück halten konnte und vor allem wollte, ist also keine große Überraschung.

Nun sollte man annehmen, dass gerade ein Mensch, der vor einer negativen Entwicklung, in Richtung einer schwer zu stoppenden Gewaltspirale warnt, gerne gehört wird.

Aber spätestens seit der Krise um die Ukraine, wo Menschen die eine besonnene Politik einmahnen schlicht als „Putinversteher“ und schon etwas gewalttätiger als „Antiamerikaner“ vorgeführt werden, ist klar, dass man mit so einer Meinung im Staatsdienst nicht mehr weit kommen wird. Der Lehrvertrag von Dr. Rohtfuss an der Universität Tübingen wurde dann eben nicht verlängert.

Es bleibt dem aufmerksamen Leser selbst überlassen, ob er einen Zusammenhang zu der Meinung von Rothfuss spannen möchte.Der damals noch als Professor angestellte Rothfuss war dann so frei und lud den Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser zu einem Vortrag an der Universität ein.

Damit brüskierte er endgültig den kollektiven Empörungsgeist der besorgten Bourgeoisie, die sich unter dem Deckmantel der westlichen Wertegemeinschaft, als tatsächliche Querfront der Kriegstreiber, von vermeintlich Linken bis Deutsch-Nationalen über Liberalen hin zu Neu-Konservativen spannt.

Diese Ideologen sind vereint in ihrer Hörigkeit gegenüber des neokolonialistischen Auftretens der NATO und ihrer Mitgliedsstaaten und gemeinsam zelebrieren sie ihren kulturistischen Blick auf die Welt als einzig gültige Sicht.

Doch auch im Mittelalter mussten die herrschenden Klassen zu Gewalt greifen um die Idee der flachen Erde in die Bevölkerung zu hämmern. Glauben wollten es ohnehin die wenigsten, nur offen zu widersprechen war besonders mutigen Menschen vorbehalten.

Der Ketzer von damals landete am Scheiterhaufen, der Verschwörungstheoretiker von heute hängt am medialen Pranger.Doch Gruppe42 weiss, nicht erst seit gestern, dass wir gerade eine Medienrevolution erleben, die die meisten Menschen noch gar nicht begriffen haben.

Der Austausch von Information und Wissen ist nicht mehr nur staatlichen Institutionen und geförderten angeblich unabhängigen Einrichtungen vorbehalten, das Internet ermöglicht es uns und eben auch einem Doktor Rothfuss mehr Menschen zu erreichen, als in einem Hörsaal Platz finden können.

Dr. Rainer Rothfuß hielt diesen Vortrag in Wien am 5. März 2016 für und mit Gruppe42.
—-
http://gruppe42.com/
https://www.facebook.com/gruppe42/
https://twitter.com/RedaktionG42
https://www.youtube.com/channel/UCJes
redaktion@gruppe42.com

6 Kommentare zu: “Gruppe42 zeigt: Dr. Rainer Rothfuß über „Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg“

  1. Also der Lehrvertrag von Dr. Rothfuss an der Uni Tübingen wurde dann nicht verlängert.

    Wie wäre es denn, eine gigantische Spendeninitiative ins Leben zu rufen für eine Private Ken Jebsen – Hochschule, die dann all diejenigen Professoren engagiert, welche von der staatl. gesteuerten Uni gefeuert wurden ?
    Um das finanziell wuppen zu können, könnte man schauen, wo eine Industrie ist, die von der Politik ziemlich gebeutelt wird, die aber kaum noch weiss, wohin mit der vielen Kohle, weil die Politik ihr die Werbung verbietet. Wenn solcher Konzern die Möglichkeit erkennt, was für eine WERBUNG es sein könnte, am Sektor BILDUNG selber öffentlich als SPONSOR genannt zu werden, könnte das ein Anreiz sein.
    Mal ganz vorsichtig die Tabaklobby avisieren mit dem Argument: Wettbewerbsverzerrung gegenüber Alkoholdealern.
    Vielleicht sogar Hanf ins Gespräch bringen als Alternative zum Nikotin ? Und betreffs Tabak könnte die Wissenschaft auf den Plazeboeffekt hinweisen, der belegt, dass Suggestive Warnhinweise selber eigene Wirkungen verursachen.

  2. Zu den Kriegspropaganda-Regeln 4 und 9 von Anne Morelli fiel mir heute eine aktuelle Werbegroßfläche auf. Neben einer Frau, deren Blick lächelnd in die Ferne gerichtet ist (vermutlich in ihre berufliche Zukunft), liest man die Zeile:

    „Wie kann virtuelle Realität echte Leben schützen?“

    Absender: Bundeswehr.

    Für künftige Dronenkrieger klingt das vermutlich nach Heldentum und göttlicher Mission. Für mich klingt es nach Zynismus.

  3. Dr. Rothfuß‘ Vortrag war sehr informativ. Trotzdem eine Anmerkung zu einer seiner Quellen.
    Ich habe mir – schon nach Positionen zum Thema Feindbilder – das von Dr. Rothfuß genannte Buch von Kelly M. Greenhill besorgt („Massenmigration als Waffe“ in der deutschen Ausgabe).

    Und ich muss sagen, ich bin im großen ziemlich enttäuscht.
    Dr. Greenhill zitiert Quellen wie den Economist oder den German Marshal Fund als wären das wissenschaftliche Institute, also nicht um Meinungen zu belegen, sondern um „Tatsachen“ – in Form tragender Teile ihrer Argumentationskette – zu belegen. Das ist nachvollziehbar, aus sicht des US-Amerikanischen Establishements, wo man die genannten sicherlich als seriöse Quellen einstuft. Für politisch Andersdenkende ist das natürlich so überzeugend, wie für den Christdemokraten ein Link auf die Nachdenkseiten…

    Wie tief Dr. Greenhill tatsächlich im Weltbild der US-Eliten verwurzelt ist zeigt sie deutlich immer wieder. Zum Beispiel – meine absolute Lieblingstelle – auf Seite 344. Dort heißt es:
    „Staaten, die durch die Migrationswaffe bedroht sind, stehen [zu ihrem Schutz, Anm.d.Autors] zumindest drei unterschiedliche Optionen für ihre Politik offen:
    1) Sie verhalten sich bei diesem Verhandlungsspiel auf zwei Ebenen mit größerer Klugheit.
    2) Sie machen das Spiel für potenzielle Angreifer weniger attraktiv.
    3) Sie tauschen die potenziellen Angreiferkandidaten aus, sodass die Wahrscheinlichkeit sinkt, das irgendjemad in dieses Spiel einsteigt“

    Mal abgesehen davon, dass bei 1) steht, „wir sind schlauer und können einfach gewinnen“ (so arrogant wie banal), und 2) eine noch banalere Feststellung ist, habe ich bei 3) erst gedacht, ich habe den Satz nicht verstanden. Das soll schließlich eine seriöse wissenschaftliche Arbeit sein, also kann da nicht stehen, dass man Regierungen stürzen, bzw. politische Führer absetzen könnte. Doch schon die Absatzüberschrift dazu heißt: „Option drei: Die Kandidaten austauschen, um die Wahrscheinlichkeit eines Spiels zu verringern“ und dort heißt es dann gleich weiter „Eine dritte Option […] ist es, in potenziellen Entsendestaaten einen radikalen Regimewechsel herbeizuführen oder andere Aktionen durchzuführen, welche die Ausgangsbedingungen in diesen Staaten verändern.“

    Im übrigen passt die dritte Option an dieser Stelle auch gar nicht in die Gliederung, denn während 1) und 2) recht generelle herangehensweisen verkörpern, ist der Regimechange unter 3) alles andere als abstrakt, sondern sehr konkret. Das passt in die Aufzählung nur unter ideologischen Gesichtspunkten hinein. Die selbstgefällige Herablassung im Hinblick auf andere souveräne Staaten, Völker oder Kulturen ist wohl auch US-typisch, oder einfach generell typisch westlich und die kommentiere ich hier lieber nicht näher.

    Dann leistet sich Dr. Greenhill immer wieder starke Schnitzer in der Analyse. Zum Beispiel Einseitigkeit mit der (nicht näher ausgeführten) Behauptung, dass entwickelte Demokratien für Massenmigration als Waffe stärker anfällig wären als z.B. Diktaturen. Das ist Folge einer perspektivischen Verzerrung – zu erkennen daran, dass sie vor allem die USA als demokratie betrachtet, und immer wieder auf deren Verletzlichkeit hinweist – und außerdem beschränkt sie sich bei der Argumentation hierfür allein auf den politischen Aspekt, der natürlich in Demokratien oder Scheindemokratien (wie ich sie nennen würde) am ehesten zu beobachten ist, einfach weil dort wenigstens notgedrungen so etwas wie einen öffentlichen Diskurs geben muss. Das die Entscheidungsträger in Diktaturen von den grundsätzlichen Überlegungen genauso betroffen sein könnten, das aber natürlich nicht verlautbaren, unterschlägt Dr. Greenhill. Genauso, wie die anderen Aspekte der Massenmigration, wie zum Beispiel den Entzug von ganz bestimmten Bevölkerungsschichten, wie er zu erwarten ist, wenn sich größere Menschenmassen auf den Weg machen. Diese Massen können niemals ein repräsentativer Teil der Bevölkerung ihres Herkunftslandes sein, und das hat ganz eigene Folgen. Wenn also von außen Migration initiiert wird, zum Beispiel indem Zielländer (der Westen) als „Hort der Freiheit“ beschrieben werden, dann hat eine eventuell folgende Abwanderung ganz konkrete Folgen, für die Demokratien und Scheindemokratien überhaupt nicht anfällig sind. Denn das sind ja die „Horte der Freiheit“. Solche aspekte unterschlägt Dr. Greenhill zumindest in der Analyse systematisch.

    Auch logische Schnitzer finden sich. Auf Seite 107 im Kapitel über die Kubakrise von 1994 und ihre Vorläufer heißt es:
    „2) Castros Kuba stellt den einzigen Fall dar, in dem von ein und demselbsen Angreifer drei Versuche von erpresserischer Migration dokumentiert sind. […] Drittens, die Tatsache, dass diese Muster über drei verschiedene Regierungen des Ziellandes hinweg unverändert blieben, stellen einen überzeugenden Test meiner Theorie dar, denn sie zeigen, dass bestimmte Ergebnisse nicht abhängig sind von bestimmten Führern oder einem bestimmten Zeitrahmen, sondern wahrscheinlich viel generalisierbarer sind.“
    Ich fasse zusammen: Die Tatsache, dass ein Land (hier die USA, mit drei verschiedenen Regierungen) drei mal vom selben Angreifer (Kuba unter Castro; 1965,1980 und 1994) angegriffen wurde, zeugt von einer starken generalisierbarkeit.

    Immerhin, selbst wenn man die kontroversen Quellen wie den German Marshall Fund rausnimmt, bleiben unglaublich viele Details übrig, die Dr. Greenhill akribisch zusammenträgt. Die Quellenbleiben notgedrungen einseitig, weil Dr. Greenhill (als US-Amerikanerin) großzügigen Einblick in US-Archive nehmen konnte, was ihr in anderen Staaten in diesem Maße verwehrt blieb. Trotzdem – insbesondere zu den Kriesen um Kuba, dem Kosovokonflikt, Haiti und Nordkorea denen jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet sind, bietet sie einen umfangreichen Einblick – sowohl in die Ereignisse jeweils vor Ort als auch in die Gedankenwelt und Interpretationsmuster der US-Eliten, denen Dr. Greenhill wie gezeigt eng verhaftet schein.

    Aus diesen Eigenheiten rührt meine Eingangs erwähnte Enttäuschung, auch wenn das Buch im ganzen wohl durchaus interessante Einblicke zulässt.

    • @ Sebastian: “ Kelly M. Greenhill“

      Es gibt eine andere Quelle, die das komplett psychopathische und rassistische Weltbild dieser Eugeniker der NWO erkennbar machen: “ Blueprint for Action“, ein Buch des Thomas Barnett, Militärstratege der U SS. Barnett will durch Massenmigration in Europa eine „hellbraune“ Mischrasse züchten, die dann nach seinem Menschenbild “ zu dumm zu begreifen“ aber „intelligent genug um zu arbeiten“ sein soll, IQ von „90“, und die Regierungsgeschäfte sollten dann durch „jüdische Menschen“ übernommen werden. Besagtes Buch ist in englischer Sprache erschienen und darf angeblich nicht in andere Sprachen übersetzt werden.
      Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten
      Andere Quelle ist ein Video, in dem Prof.Michael Vogt die österreichische Juristin des Verteidigungsministeriums interviewt: Mag. a jur. Monika Donner. Kann man googeln, meine, unter: “ Migration als Waffe“. Monika Donner bezieht sich konkret auf „Blueprint for Action“.
      Sie meint, es reiche ein „IQ von Wurstsemmel“ dafür aus, um zu erkennen, was für ein „Rassist“ und „Psychopath“ dieser Barnett ist.

Hinterlasse eine Antwort