KenFM im Gespräch mit: Günter Grzega (Gemeinwohl-Ökonomie)

Der Mensch ist die einzige Spezies, die es geschafft hat, die Evolution dahingehend zu nutzen, sich zurück zu entwickeln.

Während es für sämtliche Urvölker noch keiner Erklärung bedurfte, um zu erkennen, dass ein Leben nie gegen, sondern nur mit der Natur eine Zukunft hat, muss der moderne Mensch, der zivilisierte Staatsbürger, der belesene Intellektuelle, Nachhaltigkeit und das Leben im Einklang mit der Natur erst mühsame erlernen. Die meisten scheitern.

Von außen betrachtet wirkt es fast so, als wäre eine Lebensweise, die nicht nur zerstört und verbrannte Erde hinterlässt, die Sprache einer seit langem ausgestorbenen Kultur.

Unser Fortschritt handelt nach dem Konzept „Mach dir die Erde untertan“ und tut so, als hätten wir noch eine zweite Erde im Kofferraum.

Lange geht dieser Lifestyle nicht mehr gut, dafür sind wir inzwischen zu viele Menschen, die immer rücksichtsloser die Ressourcen des Planeten ausbeuten und verschwenden.

Wenn kommende Generationen nur noch auf Sondermüll, denn intakte Natur stoßen, ist es zu spät. Unsere Zeit läuft ab, denn die natürlichen Prozesse und Kreisläufe des Planeten, die der Mensch immer massiver behindert und lahmlegt, entwickeln bereits eine Abwehr-Dynamik, die den Menschen, wo immer er sich ihr entgegenstellt, hinwegfegt und vernichtet.

Wann erkennt unsere Spezies endlich, dass sie sich selber das Wasser abgräbt? Dass man Geld nicht essen kann?

Wie kommen wir endlich zu einer Ökonomie, die enkeltauglich ist? Wie gelingt es uns, vor allem die Profit-Gier und das über Leichen gehen unseres Wirtschaftssystems zu überwinden?

Die Gemeinwohl-Ökonomie misst den Erfolg eines Geschäftszweiges, einer Firma oder eines Unternehmens nicht, indem es sich die reine Finanzbilanz kommen lässt. Unternehmen, die sich der Idee der Gemeinwohl-Ökonomie verpflichtet haben, verstehen sich als Teil eines Organismus und übernehmen Verantwortung für alle Bereiche ihres Handelns. Die Zeit einer Share-Holder-Value-Ökonomie ist vorbei, denn diese Form zu wirtschaften ist asozial. Sie zerstört und tötet, denn sie kommt nicht ohne Krieg aus.

KenFM traf Günter Grzega, um sich von ihm das Prinzip der Gemeinwohl-Ökonomie erklären zu lassen. Grzega hat einen Großteil seines Lebens als Genossenschafts-Banker gearbeitet. Er sieht vor allem die eigene Branche in der Pflicht, sich dem neoliberalen Konzept der grenzenlosen Ausbeutung aller Lebensbereiche entgegenzustellen. Egoismus ist heilbar.

Inhaltsübersicht:

 00:05:51 Der Unterschied zwischen Großbanken und Genossenschaftsbanken

00:11:35 Was ist die Aufgabe einer Bank?

00:25:33 Die Gemeinwohl-Ökonomie im Portrait

00:51:42 Realwirtschaft und Finanzwirtschaft – Was sind eigentlich Märkte?

01:16:26 Weniger Arbeit, mehr Menschen – ein Problem?

01:22:07 Konkrete Handlungsempfehlungen zur Krisenprävention

01:26:24 Die Zukunft Europas und Chancen durch die Präsidentschaft Donald Trumps

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

46 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Günter Grzega (Gemeinwohl-Ökonomie)

  1. Es ist schon bezeichnend wie der vollidiotische Möchte-Gernunternehmer Trump in diesem Beitrag mal wieder rein gewaschen wird. Ich persönlich halte Trump für einen gefährlichen Möchtegerngroß, der ohne die Banken schon längst von der Bildfläche verschwunden wäre. Einzig und alleine die Entscheidung der Banken, Trump vor dem Bankrott zu retten, weil ihnen Trump so mehr nutzte (wie man an seiner Politik auch sieht) hat ihn wieder nach oben katapultiert. Seine menschenverachtende Show „The Apprentice“ hat ihn dann beim White Trash in den USA wieder hoffähig gemacht, worauf er nun seinen Erfolg baut. Und auch hier wieder: Trump wäre ohne die Medien ein unternehmerisches Nichts von der Gnade der Banken geblieben. Wenn sich dann ein Herr Grzega dazu hinreißen lässt, Trump als „intelligent“ zu bezeichnen, dann stellt sich mir doch mal wieder die Frage: Welchem Herren dient das Portal KenFM eigentlich? Vielleicht doch das Sprachrohr des Kremls oder rechtskonservativer Verschwörungskreise im Westen? Es ist richtig, dass Obama zu 95% ein Kriegsverbrecher und Hazadeur ist! Aber auch Obama war ein Werkzeug des militärisch-industriellen Komplexes! Warum machen Herr Grzega und Herr Jebsen nicht hier auch mal bei Obama eine Ausnahme? Trump ist ein vollidiotisches unternehmerisches Nichts, dem ich einfach unterstelle, dass er sich dem Deep State noch hemmungloser, willfähriger und hündischer ergibt wie Obama! Der Deal mit Saudi Arabien und sein Besuch bei den Zionisten in Israel sollte wohl letzter Beweis sein, welches Geistes Kind Trump ist. Ich halte ihn für wesentlich schlimmer und abgebrühter als Obama!

    • Ich sehe das meiste bzgl. Trump ähnlich wie Sie. Aber wieso muss man deswegen Ken Jebsen derartige Vorwürfe machen?!? Möglicherweise irrt er hier in seiner Einschätzung ein wenig, das soll vorkommen. Es ist ja nun nicht so, dass er Trump glorifizieren würde – das ist doch Quatsch.

  2. Ökonomie & Worker-Coops (»Democracy at Work«)
    Am Ende des Gesprächs ziehen die Gesprächspartner eine je leicht anders akzentuierte, sich aber nicht ausschließende, sondern eher ergänzende Bilanz ihrer Unterhaltung.
    Günter Grzega:
    »Ich glaube, dass die Zeit für die Gemeinwohl-Ökonomie reif ist. Und deswegen bin ich da sehr optimistisch, dass sich die Gemeinwohl-Ökonomie plötzlich explosionsartig in den Köpfen festsetzen wird und plötzlich explosionsartig in den Unternehmen Raum greifen wird.«
    Ken Jebsen:
    »Es gibt Auswege – mehrere – und das können wir aber nur schaffen, wenn wir zusammenarbeiten, kollektiv und auch Hoffnung machen. Die Wende ist möglich, wenn wir sie gemeinsam sehen. (…) Es geht um eine Wirtschaft, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt.«
    Wie unterscheiden sich ihre Positionen?
    Günter Grzega setzt ganz auf das Konzept, das vorzustellen der Grund seiner Einladung war. Ihm wie der Zeit attestiert er die notwendige Reife, damit die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie sowohl in den Köpfen wie in den Unternehmen Raum gewinne.
    Ken Jebsen stellt das nicht in Frage, weist aber dezent darauf hin, dass es mehrere, auch andere Wege gibt, die sich nicht widersprechen müssen, sondern sich ergänzen können, wenn sie sich darauf besinnen, dass sie auf eine Wirtschaft zielen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und – sich zur Zusammenarbeit mit anderen Konzepten geeignet zeigen.

    Ich fordere beide auf, ein weiteres Konzept sich daraufhin anzusehen, ob es in ihre Auffassung einer zentrale ethische Werte nicht nur berücksichtigende, sondern als unhintergehbar ausweisende Wirtschaftsweise passt oder nicht.
    Wie Grzega zieht auch Prof. Richard Wolff seine Energie und seinen Optimismus aus der Erfahrung einer unübersehbaren Zunahme der Anziehungskraft »seines« Konzepts (das nicht eigentlich seines ist, weil es – wie er betont – so alt wie die Menschheit sei – hierin sehr nahe an Grzegas Feststellung, dass der Mensch sich nur deshalb hat soweit entwickeln können, weil die Kooperation »uns ganz andere Lebensdimensionen eröffnet als Konkurrenz«). Seit dem Niedergangs der amerikanischen Industrie, besonders seit 2008, kann sich Wolff nicht mehr vor Einladungen retten, seine vorher konsequent verschmähte Kritik am Kapitalismus vorzutragen. Sie rennen ihm die Bude ein. Er ist gezwungen, mehr Einladungen abzulehnen als er sich anzunehmen in der Lage sieht.
    Er hat umso größeren Erfolg als er nicht orthodox-marxistisch eine plumpe Verstaatlichung der Unternehmen, sondern für Demokratie am Arbeitsplatz (»Democracy at Work«) in Form von »Worker Cooperatives« plädiert. Nicht ohne darauf zu verweisen, dass es selbstverwaltete Unternehmen, ja sogar Konzerne schon lange – und nicht so wenige – bereits gibt.
    Wenn der Arbeiter an seinem Arbeitsplatz und in den Versammlungen darüber mit bestimmen kann, was, wann, wo, wie produziert wird und wie die aus der Produktion resultierenden Gewinne verteilt werden, dürfte das Stakeholder-Prinzip in weiten Bereichen erfüllt sein und die entsprechende Gemeinwohlbillanz positiver ausfallen als in der verbreiteten Produktions- und Organisationsweise. D.h. die von Grzerga postulierten Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Toleranz ständen nicht mehr nur fern am utopistisch beschimpften blauen Idealistenhimmel.

    Ken Jebsen möchte ich auffordern, Prof. Wolff für ein ausgiebig langes Gespräch zu gewinnen. Er ist deutsch-französischer Abstammung, soviel ich weiß, und ist des Deutschen mächtig. Wolff ist mindestens vom 9. bis 10. Juni in Frankfurt, wo er an einem Kongress mit dem Titel „Globalisierung von unten« teilnimmt, auf dem er sowohl einen Vortrag mit dem Titel „Trump, Rassismus und die Bedeutung lokalen Widerstands« hält wie eine AG »Widerstand und Demokratie« leitet. Ken Jebsens »Gesprächskunst« sollte es wie fast immer fertig bringen, mehr aus dem Mann herauszuholen als dieser von sich selbst und seinen Absichten und Interessen wie von seiner Motivation selber ahnt.

    Ich empfehle zum Einstieg folgende vier Videos:

    Richard Wolff: „Worker Cooperatives: Movements for Social Change and Personal Empowerment“ – 1 of 2
    https://www.youtube.com/watch?v=a1WUKahMm1s&t=59s

    Richard Wolff: „Worker Cooperatives: Movements for Social Change and Personal Empowerment“ – 2 of 2
    https://www.youtube.com/watch?v=a1WUKahMm1s&t=59s

    Richard Wolff on the Mondragon cooperatives
    https://www.youtube.com/watch?v=mKbukSeZ29o&t=66s

    Richard D. Wolff Lecture on Worker Coops: Theory and Practice of 21st Century Socialism
    https://www.youtube.com/watch?v=a1WUKahMm1s&t=59s

  3. Erstmal vielen Dank für das gute Gespräch.
    Warum gelingt es nicht, die schwarze Null Schäuble in seine Schranken zu weisen? Er produziert mit seiner Überschuss-Politik durch Lohnkürzung den hässlichen Deutschen, nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt. Er ist der heimliche Kanzler, Merkel nickt nur ab. Aber ihre Vasallentreue, ihre Unterwürfigkeit, führt dazu, dass ihr Trump nicht mal mehr die Hand geben will. Ich will Willy Brandt zurück.

    • Warum gelingt es nicht einer Partei, welche ihre Wählerschaft dermaßen im Stich gelassen hat, endlich einen Schlußstrich unter ihre desaströse Hinterlassenschaft zu ziehen.
      Ein Ausschluss der Linken als Koalitionspartner ist doch nur ein weiterer Beweis, dass man nicht will.
      Vielleicht sollten eingefleischte Sozialdemokraten, die es ja noch geben soll, mal den ganzen Seeheimer Kreis mit einem gewaltigen Tritt in den alerwertesten, vor die Tür setzen.
      Das würde die Luft reinigen und wieder Vertrauen schaffen.
      Einen rechten Flügel, der die FDP noch überhohlt, braucht die SPD nicht.
      Dass können andere Besser.
      Aber solange ein von Donany in den Talkrunden seine rote Socken Kampagne gegen die Linken stricken kann, wird die SPD zur Marginalie verkommen.
      Der Schulz D-Zug rennt voll gegen die Wand, und wir dürfen weitere 4 Jahr einem Fettarsch in Beinkleidern bewundern.

  4. Alle Achtung. Das ist ansehenswert. Ein sehr interessantes Thema. Habe ich selbst erlebt. Kurzfristige Renditegewinne zählen mehr als Nachhaltigkeit. So wird die Menschheit zugrunde gerichtet. Der Ansatz „Gemeinwohl-Ökonomie“ klingt vielversprechend.

  5. Ein sehr gutes Gespräch. Der Enthusiasmus von Herrn Grzega ist fast körperlich greifbar. Es wäre sicherlich nicht das Schlechteste wenn das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie mehr Raum gewinnt.

    Einen Punkt, kurz vor Ende, der mir besonders negativ aufgefallen ist, möchte ich aber dennoch aufgreifen und zwar die Nennung Henry Fords als Positivbeispiel für eine anständige Entlohnung.
    Als Faschistenfreund, Freund von totaler Überwachung und Schlägertrupps, Monotonie inbegriffen, usw. ist dieser sicherlich ein recht unglücklich gewähltes Beispiel für anständige Entlohnung. Ganz zu schweigen von einem der Hauptthemen des Gespräches, nämlich Ethik.
    Seine Arbeiter waren für ihn nur Rädchen in einer Maschine, die allein ihm gehört und bei Belieben austauschbar.

    Generell zu anständiger Entlohnung, diese kann auch jeder Mörder und Folterknecht erwarten, also was sagt das aus?

    • Ford sah etwa 1918 wie die Macht der Juden in den USA wuchs.
      Das er Recht hatte sehen wir heute ganz gut, Deep State ist mehr oder weniger Neocons, fast alle Juden.

      “ Freund von totaler Überwachung und Schlägertrupps, Monotonie inbegriffen, “
      Worauf das basiert ist, keine Ahnung.

      Henry Ford Sr., ‘The international Jew, The world’s foremost problem’, 1948, 1995, Boring, Oregon

    • Da ich mich nun nicht erneut auf „Hitlers amerikanische Lehrer: Die Eliten der USA als Geburtshelfer der Nazi-Bewegung,“ von Hermann Ploppa berufen möchte, in dem auch auf Herrn Fords kleines faschistisches Reich in den USA verwiesen wird, alternativ einmal ein Artikel aus dem Internet:

      „Henry Ford war auch der Herausgeber antisemitischer Schriften wie das Buch „Der internationale Jude – Ein Weltproblem“, eine Zusammenfassung von Artikeln, die 1920 bis 1922 in seiner Haus-Postille, dem „Dearborn Independent“, veröffentlicht wurden. Auch wurde mit seiner finanziellen Unterstützung das Pamphlet, „Die Protokolle der Weisen von Zion“ in viele Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet. Diese Schrift wurden bisher von nahezu allen Geschichtsforschern als Fälschung bezeichnet.

      Ein Bild von Henry Ford hing im Münchner Hauptquartier der NSDAP. Weiterhin überwies die Ford-Werke AG jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Inhaber der Stein Bank war der anglophile (dem englischsprachigen zugeneigt) Kurt Freiherr von Schröder, der auch dem „Freundeskreis des Reichsführers SS“ ein Konto einrichtete. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung, die Nazi-Deutschland an Ausländer zu vergeben hatte.

      Die Ford Motor Company war beteiligt am Aufbau der deutschen Streitkräfte vor dem Zweiten Weltkrieg. 1938 wurde beispielsweise ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, LKWs für die deutsche Wehrmacht herzustellen. Ford produzierte insgesamt 78.000 LKW und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung verschont und dann auch nur wenig beschädigt. In den Ford-Werken wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt, die man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh.
      (…)
      Die „Geldmacht“ USA trifft Kriegsvorbereitungen – seit 1918

      Als die Nazis 1933 an die Macht kamen, fanden sie heraus, dass schon seit 1918 Schritte unternommen worden waren, um Deutschland in ökonomischer und industrieller Hinsicht auf einen Krieg vorzubereiten.“ Zu diesem eindeutigen Fazit kamen die Aussagen verschiedener Regierungsbeamter vor dem amerikanischen Kilgore Committee nach dem Zweiten Weltkrieg.

      Diese Kriegsvorbereitungen vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 gingen zum großen Teil auf die finanzielle Unterstützung der Wall Street zurück, welche in den Zwanziger Jahren mithalf, das deutsche Kartellsystem zu formieren. Zudem stellten bekannte amerikanische Firmen später technisches Know-How zur Verfügung, um die Deutsche Wehrmacht aufzubauen.

      Der dies behauptet, ist kein dubioser Verschwörungshysteriker, sondern ein amerikanischer Professor, Geschichtsforscher und Autor zahlreicher Bücher, der sich auf erstklassiges Primärquellenmaterial stützt: „Wall Street and the Rise of Hitler“ ist eines der vielbeachtetsten Bücher des gebürtigen Engländers Antony C. Sutton (1925-2002). Die finanzielle und technische Unterstützung Deutschlands durch die Wall Street sei weder zufällig noch kurzsichtig geschehen, hebt Sutton hervor.“

      Komplett nachzulesen hier:

      Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?
      http://sauber.50webs.com/kapital/

    • Bei Kommentaren, wie sie der Zersetzer Pieter Kamp hier dauernd macht, braucht man sich nicht über Antideutsche Zersetzer zu wundern. Sie sind ein emotional nachfolziehbares Ergebnis einer solchen antisemitischen, völkisch-deutsch-nationalen Haltung, wie sie P.K. hier offen zur Schau stellt – warum – darüber kann ja jeder und jede selber mutmaßen.

      Aber das Immunsystem einer Bewegung wird unter anderem durch solche Zersetzer auf die Probe gestellt: Ich bin gespannt.

      Zersetzend – nur zur Erklärung – wirkt die Verschiebung von wirtschaftlichen Konflikten entweder ins Politische (Antideutsche) oder aber ins völkisch-rassistische-nationalistische (Leute wie Pieter Kamp).
      Sie lenken durch ihre Rethorik mehr oder weniger ungeschickt von den realen wirtschaftlichen Umständen ab und schützen sie so. Denn einen Feind oder ein schlechtes System kann man nur besiegen, wenn man es genau vor sich hat, nicht wenn man es sich einfach macht und durch monokausales, menschenverachtendes Denken pauschal irgendeine mutwillig deklarierte Gruppe von Leuten daran Schuld haben lässt.

    • nuevo1,

      ich denke was sie meinen, beschreibt Frau Bonath recht eindrücklich in ihrem aktuellen Artikel hier bei KenFM:

      Probleme vergesellschaften, Frust politisieren
      von Susan Bonath.

      Die NRW-Wahl zeigt es: Gefühlsentscheidungen ersetzen nicht politisches Bewusstsein. Wir müssen raus aus der Individualisierung. Viele kleine Einzelsorgen haben dieselbe Ursache: Das System. Für ein gemeinsames Ziel gilt es das zu erkennen.

      https://kenfm.de/probleme-vergesellschaften-frust-politisieren/

      Am Ende liest sie sich ähnlich wie sie meist in ihren Beiträgen:

      „Die Parole muss letztendlich heißen: Enteignet die Reichen, gründet Gremien, um Produktion, Arbeitsteilung und Verteilung gemeinschaftlich zu verwalten. Wirtschaft kann nur allen dienen, wenn sie allen gehört. Andernfalls wird der Kapitalismus auf seinem zerstörerischen globalen Siegeszug weiter triumphieren und Opfer ohne Ende produzieren.“

      Das ist gut und nennt das Problem beim Namen. Wenn man denn schon eine Monocausa ausmachen möchte, sollte man den Kapitalismus nehmen.
      Die Mär von der europäischen Vasallenschaft gegenüber den USA, ist bewußt vorbeigeschossen an der tatsächlichen Vasallenschaft, der der meisten Menschen dieses Globus gegenüber der Großkapitaleigner. Dies mit diversen Abstufungen.

    • Musste das Wort Zersetzen aufsuchen.
      Es ist wahr, ich versuche Lügen zu entlarven.
      Dass Ford versuchte die jüdische Macht in den USA ein zu schranken, ganz wahr.
      Der Franzose Francois de Wendel sah als Hitlers grosse Fehler das er die Macht der internationalen Juden unterschätzte.
      Aber sie waren stärker als er, etwa 1933 war ein Weltweiter Boycott von Ford Fahrzeuge, Ford gaf auf.
      Das natürlich Deutschland unmittelbar nach der durch den USA verursachte Kapitulation, versuchte wieder auf zu stehen, ganz war.
      Dadurch konnte Von Braun der Raketenmotor entwickeln.
      Das Deutschland kein Krieg vorbereitete, nur der Schein, kann ein jeder lesen die die Attacke gegen Polen in Detail liest, die Unterwerfung’s Frankreich’s, und die Russland Feldzug.

  6. Es gab nie Evolution, Darwin war ein gläubiger Mensch, für ihn war der Mensch das höchste Wesen, höchste Tier war schon blasphemie.
    Es gab, und gibt, änderung der Tiersorten.

    Die idee das die Änderung zufallig ist, das Beste überlebt, kurz Darwinism, woran auch Hitler glaubte, sozial Darwinismus, nicht besonderes vor den Zweiten Weltkrieg, die Idee wird bezweifelt.
    Hitler glaubte in die Richigkeit das nur die Beste überleben, seine ‚Auslese‘.

    Es ist gelungen Mäuse ein gelernter Furcht durch zu geben durch Sperma, also war dieser neue Furcht festgelegt im genetischen System.
    Dadurch entstand die Gedanke das die Änderungen nicht zufällig, aber bewusst auftreten.

    Ein Unglück in einen Afrikanischen See, eine Fischsorte die da nicht war, kam in den See, Biologen waren erstaunt wie schnell diese Sorte mutierte.

    Calvin ist der Meinung das wir Kinder der Eiszeiten sind, wo nur Vernunft, immer mehr Vernunft, es
    möglich machte zu überleben.
    Vielleicht wurde dann auch Egoismus entwickelt, die Frage, bei wenig Essen, wer muss überleben, wir, oder meine Nachbarn.
    Die letzte Gedanke findet man nicht bei Calvin, es ist meine Spekulation.

    ⦁ William H. Calvin, ‚De opkomst van het intellect, Een reis naar de ijstijd‘, Amsterdam 1994 (The Ascent of Mind. Ice Climates and the Evolution of Intelligence‘, 1990)

    • Ich halte die rigide Form der Evolutionstheorie auch für falsch und sogar für widerlegt. Andererseits ist es eben auch klar beobachtbar, dass es Evolution in der Natur gibt. Darwin hatte das beobachtet und erkannt, aber ist mit seinen Schlüssen weit über das Ziel herausgeschossen. Zu behaupten, man könnte ‚alles‘ mit Evolution erklären, halte ich für genauso unwissenschaftlich und dogmatisch (und logisch falsch) wie die Bibel als naturwissenschaftliches Buch anzusehen.

    • Was nennt man Evolution ?
      Der Tiersorte Mensch, die es so weit gebracht hat, das die ganze Welt zehnmal verwüstet werden kann ?
      Eine Tiersorte die immer mehr autoimmun Krankheiten hat, Krebs, das eigene System, was sich gegen den Körper in dem es ist, kehrt ?
      Eine Tiersorte die, das behaupten die Klima besorgten, die das Klima so ändert, das der Mensch darin kaum überleben kann ?
      Natürlich, wir könne Atome splitten, wissen etwas von Erblichkeit, schauen tief ins All hinein, aber die negative Aspekte, sind sie leichter oder schwerer als die positive ?

    • Aber was ist Gemeinwohl ?
      Es gibt kein Gemeinwohl, lehrte uns schon in de sechziger Jahren der Volkswirt Prof Jan Pen.
      Wenn Griechen und Albaner jeden Tag in ein Kaffeehaus klatschen wollen, was ist dan das gemeine Wohl mit Deutschen die, wie eind Freund lange her, er arbeitete in Deutschland, sagte ‚am Samstag ihr PKW waschen, sechs Zylinder besser als vier, und am Sonntag damit fahren ‚ ?.
      Deutschland ist das einzige Land in der Welt wo man über 130 Kmh fahren kann.
      Auch das Land wo z.B. Renault Typen verkauft die 240 oder so fahren können.
      Oder mit Franzosen, die eine sichere Arbeit wollen, von etwa 20 bis 60 ?

    • Guten Morgen Pieter,

      ich meine die Gemeinwohl Ökonomie, von der Christian Felber schreibt. Sein Buch ist sehr visionär, natürlich, aber ich denke diese Art zu wirtschaften ist die einzige Möglichkeit, die Kurve zu bekommen. http://www.ecogood.org
      In unserer Region gibt es einen Gemeinwohl Aufbruch, Südostbayern. Viele Firmen arbeiten schon nach den Prinzipen. http://www.nachhaltige-region.de/
      Wir versuchen in unserer Familie Dinge anders zu machen.
      Herzlichen Gruß
      Alexandra Poller

  7. Was mich deprimiert: Die intelligentesten Naturwissenschaftler scheinen gegen die Menschheit zu arbeiten: Im 20. Jahrhundert haben die begabtesten Physiker die Atombombe entwickelt. Die begabtesten Ingenieure haben Raketen und Militärflugzeuge entwickelt. Und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wenden die intelligentesten Mathematiker, wie Mercer, ihre mathematische Überlegenheit ebenfalls gegen die Menschen an, um sie zu überwachen und zu manipulieren. Liegt es daran, dass die hohe Intelligenz dieser Leute nicht mit Liebe und Ethik durchtränkt ist, sondern eine kalte Intelligenz ist?

    Es gibt zu Wenige, die ihre Super-Intelligenz uneingennützig für die Menschheit anwenden.
    Aber hier, die Gemeinwohl-Ökonomie setzt sich für die Menschen ein und hat diese Liebe und Ethik für die Schöpfung. Danke.

  8. Es gab keine evolutionäre Rückentwicklung des Menschen, sondern eine beispiellose Fortschrittsentwicklung. Die Urvölker standen allen möglichen Problemen, von Krankheiten bis zu Naturkatastrophen, ziemlich ratlos gegenüber.
    Das aktuelle Problem ist der völlig fehlgeschlagene Nationalismus. Starke Nationen beeinflussen die Politik negativ im Hinblick auf schwächere Nationen und blockieren damit den Fortschritt teilweise – besonders merken das die Bewohner schwacher Nationen, aber auch den Bürgern der starken Nationen schadet das. Die Art, wie künstliche Grenzen (alle Staatsgrenzen sind nichts als künstliche, von Politikern geschaffen Konstrukte) derzeit überhöht werden, erinnert an kommunistische Knaststaaten.

    • Als ob die moderen Industriestaaten etwas gegen Erdbeben, Stürme und Vulkanausbrüche einen besseren Rat haben, wenn man von Naturkatastrophen spricht.
      Und Urvolk ist nicht gleich Naturvolk. Z.B das Urvolk von dem die Briten abstammen, waren die Kelten. Naturvolk sind z.B. die Aborigenes Australiens.
      Was Krankheiten betreffen, die Indianer hatten bis zur Ankunft der Europäer keine Pandemien erlebt, die Europäer hingegen hatten reichlich Erfahrung mit der Pest gehabt.
      Bitte diese Tatsachen auch berücksichtigen, bevor man wirre Überlegungen absondert!

    • @ Thatsit

      Vorwort:
      „Das größte Lokalereignis, das in allen Städten gleichzeitig und unaufhörlich sich begibt, wird am wenigsten beachtet: Der Einbruch des Kommis in das Geistesleben.“ (Karl Kraus)

      Anm.: Kommis, veraltet: Handlungsgehilfe, kaufm. Angestellter.

      „Es gab keine evolutionäre Rückentwicklung des Menschen, sondern eine beispiellose Fortschrittsentwicklung.“ Begründung, Erklärung, Argumentation: überflüssig.
      Ebenso apodiktisch bei den Thatsit-Themen Neoliberalismus, Liberalismus, Nationalismus.
      Was ist Fortschritt? Was ist Entwicklung? Was ist Liberalismus? Was ist Neoliberalismus? Wäre interessant, mal darauf analytische Antworten von Thatsit zu erhalten statt religiöser Bekenntnisse (oder gar Propaganda).

      Sollte Thatsit ‚Branko Bokun, The Fallen Ape‘ lesen und die Frage zulassen, ob „der Mann“ (nicht der Mensch) nicht von einer überlegenen Affenspezies sondern einem unterlegenen Primaten abstammt und daher gezwungen war, abstraktes Denken als Überlebensmechanismus zu entwickeln, dann kämen ihm vielleicht Gedanken, wie die von

      Victor Hugo:
      „Wie hoch auch jemand sitzen mag, sitzt er doch nur auf seinem Hintern.“

    • Deep State, was Krieg will, sind keine Nationalisten, sie sind wütend auf Trump, weil er kein Krieg will, hoffe ich noch immer, scheint bestätigt zu werden durch wie er Lavrov erzählte über die Bomben in Laptops.
      Lindbergh wollte auch kein Krieg, aber damals gewann Deep State.
      Globalismus ist die Herrschaft des Geldes.
      Nur Nationalismus kan uns davon retten.
      Die Macht weg von grosse Konzerne, Banken, kurz Geld, und zurück in die demokratische Politik.

    • „Als ob die moderen Industriestaaten etwas gegen Erdbeben, Stürme und Vulkanausbrüche einen besseren Rat haben, wenn man von Naturkatastrophen spricht.“

      Natürlich haben moderne Industriestaaten VIEL bessere Möglichkeiten, die Opfer von Naturkatastrophen zu versorgen und auch die zerstörten Städte wieder aufzubauen als ‚Urvölker‘, die weder elektrsichen Strom noch Baumaschinen noch Kraftfahrzeuge hatten! Das ist doch völlig offensichtlich.

      „Was Krankheiten betreffen, die Indianer hatten bis zur Ankunft der Europäer keine Pandemien erlebt, die Europäer hingegen hatten reichlich Erfahrung mit der Pest gehabt.“

      Gibt es dafür irgendeinen Beweis, dass ‚die Indianer keine Pandemien hatten‘? In Afrika jedenfalls wurden die verheerenden Pandemien der Malaria und der Schlafkrankheit erst durch die ‚Ankunft‘ der Europäer eingedämmt.

      „Es gab keine evolutionäre Rückentwicklung des Menschen, sondern eine beispiellose Fortschrittsentwicklung.“ „Begründung, Erklärung, Argumentation: überflüssig.“

      Also gut: Elektrischer Strom, Antibiotika, Impfungen, Autos, Flugzeuge, Telefon, Internet, Computer ETC!
      Nichts davon hatten die ‚Urvölker‘. Das ist eine völlig offensichtliche Begründung dafür, dass man von beispiellosem Fortschritt reden kann, insbesondere wenn man bedenkt, dass diese Entwicklungen alle in wenigen Jahrhunderten erfolgt sind.

      „Was ist Liberalismus? Was ist Neoliberalismus? “
      Echter Liberalismus ist die Idee, die Politik daran auszurichten, dass alle Betroffenen möglichst viel persönliche Freiheiten und persönliche Möglichkeiten haben.
      Neoliberalismus ist nichts anderes als neuer Liberalismus. Echter Neoliberalismus erkennt meines Erachtens vor allem an, dass die Staaten selbst nur begrenzt liberale Politik garantieren können. Denn die Staaten können nur innerhalb ihrer Grenzen agieren – Staatsgrenzen sind aber aus liberaler Sicht ein Problem, denn sie hindern Leute ggf. an der Reisefreiheit und spalten schlimmstenfalls sogar Familien.
      Zu einer Neufassung des echten Liberalismus gehört daher die Anerkennung der simplen Tatsache, dass man internationale Zusammenarbeit und möglichst offene Grenzen braucht.

      „Nur Nationalismus kan uns davon retten.“
      Ich wundere mich immer wieder, wie es sein kann, dass das völlige Versagen des Nationalismus in den letzten Jahrhunderten ignoriert wird. In Europa hat Nationalismus zu verheerenden Kriegen geführt, und zwar mitten in Europa (kann man sich heute kaum noch vorstellen, und das ist alleine Verdienst der neoliberalen Politik in Europa). In Afrika und Asien hat Nationalismus dazu geführt, dass die Staaten versagen und es den Leuten in ‚unabhängigen‘ Staaten wirtschaftlich und rechtlich deutlich schlechter geht als in den wenigen noch bestehenden Gebieten, die zu westliche n Mächten gehören. Mein Lieblibngsbeispiel ist Reunion in Afrika, das gehört zu Frankreich und hat deshalb Infrastruktur und materiellen Lebensstandard wie Frankreich. Genau vergleichbare ‚unabhängige‘ Länder wie Madagaskar sind viel ärmer.
      Und schauen Sie sich Nationen wie Saudi-Arabien oder Nordkorea an oder failed states wie den Irak oder Libyen.
      In Saudi-Arabien und Nordkorea unterdrücken Diktaturregierungen die Leute und im Irak und Libyen klappt nichts, außer dass die Bürger dort de facto in ihre Länder eingesperrt werden (wenn sie nicht flüchten).

      Nationalismus ist in erster Linie das Problem und keinesfalls eine Lösung.

    • @ Thatsit
      2004 Tsunami in Südostasien, wie viele Menschen kamen ums Leben?
      2005 Hurrican Katerina: Wie viele Menschenleben verelendeten nach dem Sturm, trotz internationaler Solidarität?
      2010 Erdbeben in Haiti: Selbes Bild wie bei Katerina. Das Pervese an diesen Beispiel sind die internationalen Hilfsorganisationen die Spendengelder bis heute diesem armen Staat enthielten. Almosen flossen, aber eine totale Solidärität, fehl am Platz.

      Zu den Indianern: min. 30 Millionen Gründe warum dort keine Pandemie vor dem Auftauchen Europäern gab; Gräber der dahingerafften Indianer liefern die Beweise, mit Hilfe der C14 Radiocarbonmethode rekonstruierbar.

      „Also gut“: Elektrischer Strom – Atomenergie/Fukushima, Antibiotika – Massentierhaltung/multiple-resistente Keime, Autos & Flugzeuge – Ölkriege/Massenvernichtung von Leben, Telefon, Internet & Computer – CIA & NSA/Massenüberwachung, Überwachungsstaaten

      Man soll sich schon die Frage stellen, wer sich bisher intelligent, ökologisch sowie nachhaltig an seinen Lebensraum angepasst hat, ohne dass er diesen ständig ausweiten muss; die moderne Civilisation oder das Naturvolk?

    • „2004 Tsunami in Südostasien, wie viele Menschen kamen ums Leben?
      2005 Hurrican Katerina: Wie viele Menschenleben verelendeten nach dem Sturm, trotz internationaler Solidarität?
      2010 Erdbeben in Haiti: Selbes Bild wie bei Katerina. Das Pervese an diesen Beispiel sind die internationalen Hilfsorganisationen die Spendengelder bis heute diesem armen Staat enthielten. Almosen flossen, aber eine totale Solidärität, fehl am Platz.“

      Natürlich hilft einem auch kein hoher technischer Standard, wenn man schockiert erleben muss, wie eine meterhohe Flutwelle direkt auf einen zukommt.
      Hätte man die heutigen technischen Möglichkeiten nicht, würden bei Naturkatastrophen noch viel größere Schäden entstehen. Insbesondere würde es viel länger dauern und viel schwieriger sein, die zerstörten Städte und Dörfer wiederaufzubauen und die Verletzten zu versorgen. Das ist doch offensichtlich.
      Und ein ganz wesentlicher Aspekt, eigentlich aber auch nur eine spezielle Form der Naturkatastrophe, sind die Krankheiten. Es ist völlig offensichtlich, dass die moderne Medizin zahlreiche tödliche Seuchen und Krankheiten ausgelöscht oder mindestens kontrollierbar gemacht hat.

      „Zu den Indianern: min. 30 Millionen Gründe warum dort keine Pandemie vor dem Auftauchen Europäern gab; Gräber der dahingerafften Indianer liefern die Beweise, mit Hilfe der C14 Radiocarbonmethode rekonstruierbar.“

      Man kann doch nicht an einzelnen toten Indiandern beweisen, dass es nie eine Pandemie gab.
      Ein beispiel für eine amerikanische Pandemie: Das Gelbfieber war in Mittelamerika solange eine rätselhafte, tödliche Bedrohung, bis US-amerikanische Forscher die Ursache erkannten (und einen Beispielfall für die damals kaum erforschte Übertragung von schweren Krankheiten durch Mücken fanden – man sieht an solchen Beispielen, welche Fortschritte die Medizin in den letzten 200 Jahren gemacht hat). Später wurde ein Impfstoff entwickelt. Die Indianer dort waren wohl kaum immun gegen das Gelbfieber. Also HATTEN die Indianer wohl „ihre“ Pandemien.

      „„Also gut“: Elektrischer Strom – Atomenergie/Fukushima, Antibiotika – Massentierhaltung/multiple-resistente Keime, Autos & Flugzeuge – Ölkriege/Massenvernichtung von Leben, Telefon, Internet & Computer – CIA & NSA/Massenüberwachung, Überwachungsstaaten!“

      Man kann viele Dinge auch für Übles einsetzen. Die Massentierhaltung ist in der Tat ein Beispiel, wie rein technischer Erfolg zu kontraproduktiven Ergebnissen führen kann, wenn die Mittel mißbraucht werden. Es wäre aber falsch, auf Fortschritt zu verzichten. Vielmehr mus man Mittel und Wege finden, auch den Mißbrauch einzudämmen, aber ohne die Leute zu entrechten.

      Die multiresistenten Keime entstehen, weil in Indien Pharmafirmen bewusst und mit Hilfe der staatlichen Behörden die Kontrollen nicht durchführen. Daher gelanen ungeklärte Abwässer aus der Antibiotikaherstellung in die Umwelt, was ein Reservoir für resistente Keime darstellt. Ein katastrophales Staatsversagen der „unabhängigen“ und nationalistischen indischen Regierung. Wäre Indien noch zu England gehörig und damit – noch – in der EU, wäre das undenkbar und es gäbe wohl das Problem der multiresistenten Keime nicht!

    • @ Thatsit
      Wenn man Informationen durcheinander mischt, kann ja nur wirre Gedanken abgesondert werden.
      Die Zeitlinie spielt eine wichtige Rolle dabei, wir sind hier nicht bei Sciene Fiction wo man die Zeiträume wild durcheinander wirbeln kann.
      Zu Ihrer Gelbfieberabsonderung: http://www.laborvolkmann.de/analysenspektrum/DOCS/00/gelbfieber-virus.pdf
      Lesen Sie den ersten Abschnitt.

      Zu Iher Absonderung der multiresitenten Keime und die Schuldzuweisung auf Indien:
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/369291/umfrage/fallzahl-von-multiresistenten-erregern-mre-in-deutschen-krankenhaeusern-nach-bundeslaendern/
      Die entstehen in einem hochentwickelten EU-Industrieland, mit „höchsten Kontrolvorkehrungen“ die jährlich zu Todesfälle in zweistelligen tausenden Bereich führen. Also hören Sie auf mit Ihrer wirren komischen Absonderungen.

      Zu der Verteidiung der „hochentwickelten“ Techcivilisation die Sie praktizieren:
      Hat sie durch all diese hochentwickelten Techniken es geschaft ihren Lebensraum zu erhalten? Oder muss sie sich ständig ausbreiten wie ein Virus bzw. Tumor?
      Weil die Naturvölker schaffen das ohne hochentwickelte Techniken ihren Lebensraum zu bewahren.

    • Zu Ihrer Replik auf die offensichtlichen und bekannten Tatsachen, die ich über das Gelbfieber schrieb:

      Das Gelbfieber kommt meines WIssens in Afrika und Asien nicht vor. Zahlreiche Länder verlangen deshalb die Gelbfieberimpfung bei der Einreise, weil in ihren Ländern die Überträgermücken existieren, aber nicht die Krankheit.
      In großen Teilen Westafrikas gibt es auch praktisch keine Malaria (mehr). Das ist keine Ironie. Vergewissern Sie sich selbst, fahren Sie einfach hin und erkundigen Sie sich!
      Es ist doch völlig offensichtlich, dass die ‚Urvölker‘ Probleme mit Krankheiten hatten, die nun dank des enormen Fortschritts beherrschbar sind.
      Und es ist ebenso offensichtlich, dass die Indianer ggf. durchaus ihre Pandemien hatten.
      Und wenn in der Tat – das ist nur eine Theorie und ich halte sie für fragwürdig – die Sklaverei die Gelbfieberübertragung beschleunigt hat, lässt sich immerhin sagen, dass diese durch den EInfluss der westlichen Welt weitgehend abgeschafft wurde.

      Zu den multiresistenten Keimen:

      Es ist offen bekannt und wird hoffentlich Thema in der UN und in den höchsten Gremien, dass in Indien hochkritische Abwässer aus der Antibiotikaherstellung ungefiltert in die Umgebung gelangen, weil die dortigen Pharmafabriken nicht kontrolliert werden. Die meisten multiresistenten Keime kommen von dort.

      Google: Hyderarabad Abwasser Antibiotika

      Das ist ein klassischer Fall von völlig verfehlter Gewinnmaximierung durch Konzerne, von versagender Politik gedeckt. In der EU ist so etwas in dieser Dimension völlig undenkbar.
      Wie kann es sein, dass die Vertreter ‚alternativer‘ Politik, die ja angeblich gegen die Verstrickungen der Konzerne mit der Politik sind, ausgerechnet sowas decken, was wirklich hochgefährlich ist?
      In Hyderabad grassieren Infektionen mit multiresistenten Keimen, für die Bevölkerung dort ist das eine Katastrophe.

      Wie kommen Sie dazu, mich derart perönlich anzugehen dafür, dass ich das thematisiere. Das ist ein ernstes Thema!

    • PS:
      Genau durch das, was Rechtspopulisten in ihrem EU-Bashing ständig erwähnen und diffamieren, nämlich durch die zahlreichen Richtlinien der EU, werden effektiv solche Probleme wie mit den multiresistenten Erregern in Indien in EU-Staaten verhindert.

      Nationalismus versagt hingegen völlig – gerade auch bei der Kontrolle von üblen Machenschaften von Konzernen und deren Lobbyisten und der bei der Verhinderung der Beeinflussung von Politikern.

      Fakt ist, dass einzelne Nationen LEICHTER korrumpierbar sind als starke Unionen von Nationen wie die EU. Den skrupellosen Wirtschaftslobbyisten ist die EU daher ein Dorn im Auge, die wollen nationalistische Versagerregierungen wie die in Indien.

    • Neoliberalismus steht aber für genau diese drei Werte (unter anderem). Irgendwas stimmt an dem Neoliberalismus-Bashing offenbar nicht. Der Neoliberalismus ist im Übrigen – zum Glück für die Menschheit, meine ich – nicht tot, sondern kann aus dem Stegreif Wahlen gewinnen, wie man in Frankreich gesehen hat, wo der neoliberale Emmanuel Macron die Rechts- und Linkspopulisten und auch die Konservativen abgehängt hat.

    • @ Thatsit

      Thatsit ist Neokannellos, also nichts wirklich Originäres, eben eine Neuauflage des Gleichen: Neoliberalismus, Neokolonialismus etc.. Das Wörterbuch sagt: „neu“, wiederbelebt, modifiziert.
      Hören wir Mill (On Liberty, Einführung), um Freiheit und Toleranz im Liberalismus zu entmythologisieren:
      „Es ist kaum nötig, zu sagen, daß diese Lehre nur für Menschen in der Reife ihrer Fähigkeiten gilt. Wir sprechen nicht von Kindern…Aus denselben Gründen bleibt die Betrachtung jener rückständigen Zustände der Gesellschaft außerhalb des Rahmens unserer Untersuchung, in denen sich das Menschengeschlecht im Zustand der Unreife befindet…Der Despotismus ist für die Barbaren die legitime Regierungsmethode, vorausgesetzt, der Zweck ist die Verbesserung ihres Zustandes. Freiheit als ein Prinzip wird erst dann anwendbar, wenn die Menschheit der Verbesserung mit Hilfe freier und gleicher Diskussion fähig geworden ist. Bis dahin gibt es für sie nur implizite Unterwerfung unter einen Akbar, einen Karl, wenn sie glücklich genug sind, einen solchen Führer zu finden.“

      Nomen est omen, „Thatsit“ = „so ist es, basta“, läßt nicht mal auf einen Akbar hoffen, der für religiöse Toleranz stand.
      Thatsit sollte auf Dorothy Thompson hören, um vielleicht zu ahnen, daß es nicht die „Populisten“ sind, die den Liberalismus diskreditieren und Freiheit und Toleranz gefährden.

      ‚It is not the fact of liberty but the way in which liberty is exercised that ultimately determines whether liberty itself survives.'“ – Dorothy Thompson

    • @ Tony Hill
      Es ist in Wahrheit viel einfacher. Liberalismus, insbesondere Neoliberalismus, sind die logische und sinnvolle Weiterentwicklung der echten Demokratie.
      Insbesondere geht es darum, dass der Liberalismus erkennt, dass es bei Demokratie nicht nur um Mehrheitsherrschaft geht, sondern auch Minderheiten zum ‚demos‘, dem Meinungsbild des ganzen Volkes, gehören.
      Aus liberaler Sicht ist auch ein Despot, der von einer Mehrheit unterstützt wird, illegitim, wenn er wirklich ein Despot ist.

  9. ein lob!
    endlich jemand als Gesprächspartner der offensichtlich viel von dr. Flassbeck gelesen hat.

    zwar kann ich mit dem begriff „Gemeinwohlökonomie“ nicht viel anfangen, wenn dieser auf Individualismus (Selbstverpflichtung und ähnlichen blödsinn) von firmen setzt und den gesamtwirtschaftlichen Kontext vernachlässigt.
    aber erst mal egal.

  10. Ich habe den Beitrag noch nicht gesehen, werde das noch tun und fand Herrn Grzega bei KenFM live sehr sympathisch.

    Die Idee der freiwilligen Gemeinwohlbilanz ist mir aber schon bekannt. Sie ist natürlich grundsätzlich begrüßenswert, aber ich finde, dass das insgesamt eine realitätsferne Kopfgeburt ist in Bezug auf die Gesamtwirtschaft. Was wir bräuchten sind VERPFLICHTENDE Gesetze, die für folgendes sorgen:

    – Starke Besteuerung von natürlichen Ressourcen (z.B. Öl)

    – Eine radikale Veränderung der Eigentumsstrukturen (Verstaatlichung von Konzernen oder Transformation in Genossenschaften, Abschaffung von Kapitalgesellschaften)

    – Einführung eines BGE (in der Höhe von 1500€, schlage ich vor)

    – Wirksame Begrenzung der maximalen Arbeitszeit (zu Beginn auf 35 Stunden)

    • Natürlich bräuchte es auch noch hohe Zölle (v.a. für Lebensmittel), eine Reform des Geldsystems in Richtung Vollgeld, die radikale Schrumpfung des Bankensektors (auf reine Geschäftsbanken), etc. Um nur mal ein paar sehr dicke Bretter zu benennen, die dringendst gebohrt werden müssten. Ansonsten ist der baldige Finanzkollaps nicht zu verhindern. (Und der Öko-Kollaps natürlich auch nicht, aber das geht ja etwas langsamer und schleichender.)

      Dass das alles völlig „unrealistisch“ ist, so etwas umzusetzen, weiß ich auch. Ändert aber nichts an den Tatsachen. Das wäre mal eine Debatte im Wahljahr, wo es ja offenbar nur noch drum geht, wer der nächste Juniorpartner von Mutti wird…

    • Nichts wäre falscher, als noch mehr künstliche Grenzen zwischen Staaten hochzuziehen. Man braucht mit Sicherheit keine hohen Zölle, und schon gar keine höheren als jetzt.
      Der Bankensektor kann nicht geschrumpft werden.
      In zahlreichen Staaten ersetzen Banken inzwischen große Teile des (nicht existenten bzw. zwischen 1990 unjd 2010 zusammengestrichenen) Sozialstaats. Überdies ist Wertpapierehandel nichts als freier Handel. Nur Diktaturen können das verbieten.
      Überdies ist es sehr viel besser für die meisten Leute, wenn Aktienpreise steigen als wenn Immobilienpreise steigen.
      Eine Immobilienblase erhöht dramatisch die Lebenshaltungskosten, ein Hoch an der Aktiebörse hingegen liefert vielen Kleinanlegern kräftige Zusatzeinnahmen. Der Investmentbankingsektor ist völlig unersetzbar für eine Ökonomie, die auch für die ärmeren Leute Fortschritte ermöglicht.

    • Das sogenannte BGE wäre das Ende des Sozialstaats. BGE wäre katastrophal und würde bedeuten, dass Reiche eine Sozialhilfe hinterhergeworfen bekommen, die Ärmeren via Zwangsbesetuerung abgepresst würde.

      Sozialstaat ist grundsätzlich nicht bedingungslos. Jede sozialstaatliche Leistung stellt die Bedingung, dass sie nur Bedürftigen zugute kommt.
      BGE wäre eine zwangsweise Zahlung von Sozialhilfe an Reiche und schlimmer und unsozialer als gar kein Sozialstaat.

    • Ja, so sieht er aus, der Level der Diskussionen in diesem Forum: „Mich interssiert es einen Dreck ob meine Ideen irgen einen Bezug zur real existierenden Welt haben, hauptsache ich habe Recht!“

      In NRW haben gerade knapp 80% der Leute für CDU/SPD/FDP gestimmt und in September wird es genauso aussehen, und schwafelt hier euren Kinderkram.

      „Das wäre mal eine Debatte im Wahljahr…“ Aber ja, ganz sicher doch.

      Ist dir nie der Gedanke gekommen, dass dieses kindische Wunschdenken von Millionen von Leuten einer ganzen Generation DER Grund ist, warum sich nie was ändern wird?

    • Thatsit, auf so einen Stuss antworte ich nicht. Sie hatten das auch noch ernst gemeint, oder?

      TDVolland, ich wüsste nicht, dass wir per Du wären. Was für eine sinnfreie Argumentation – nur weil bzgl. der Wahl oder in diesem Lande generell keine Hoffnung auf Besserung besteht, geben wir jetzt also rationale Überlegungen auf? Das Ende unseres ganzen Systems ist nah, das ist ja wohl klar. Wie gewaltsam es enden wird, steht noch nicht fest – auch wenn dystopische Varianten hier auch wahrscheinlicher sind. Man wird ja wohl noch mal darstellen dürfen, wie ein vernünftiges System funktionieren müsste – vor oder nach dem großen Knall. Früher oder später wird es irgendwo eine verbesserte Neuauflage des Sozialismus geben, falls nicht die ganze Menschheit draufgeht. (Und Kuba ist auch nicht kapitalistisch, falls Ihnen das entgangen sein sollte.) Mist – jetzt habe ich wirklich 3 wertvolle Minuten meines Lebens mit einer Antwort auf einen Kommentar von Ihnen vergeudet.

Hinterlasse eine Antwort