Im Gespräch: Hans-Joachim Maaz („Das gespaltene Land“)

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Menschen sehnen sich nach Zusammenhalt, Gemeinschaft und nach sozialen Kontakten – das macht uns zu dem, was wir natürlicherweise sind: selbstbewusst, innovativ, frei.

Was im Moment in Deutschland und auch weltweit unter dem Schlagwort „Social Distancing“ praktiziert wird, ist das genaue Gegenteil von dem, was dem Menschen gut tut. Es ist unnatürlich und verstärkt Misstrauen sowie Isolation. Gleichzeitig wird Gehorsam gefördert, da durch die Einschränkung von Gruppenaktivitäten (Schließung von Spiel- und Sportplätzen, Verbot von Großveranstaltungen) und durch das Verbergen der Gesichtszüge (Mundschutz) soziale Interaktion nur noch schwer möglich ist.

Vollständige Kommunikation besteht aus Mimik, Gestik, Körperhaltung. Fehlt davon ein Aspekt, so wird ein Gespräch unecht und führt zu Missverständnissen – Ein Gespräch mit Mundschutz ist so, als würde man durch eine Glasscheibe versuchen, ein Eis zu essen – halbgar, unbefriedigend, Fake.

Ob nun diese so genannten „Schutz-Maßnahmen“ begründet sind oder nicht, steht hier nicht zur Debatte. Fakt ist, die Bewegungs- und Verhaltensfreiheiten, die wir noch im letzten Jahr genießen durften, sind eingeschränkt. Hinzukommen Eingriffe ins Grundgesetz, der politisch gewünschte „aufmerksame“ Bürger sowie eine direkte Ausgrenzung von Skeptikern und Andersdenkenden.

Aktuell existiert eine ganze Liste von Werkzeugen, die das Potenzial für eine massive gesellschaftliche Spaltung haben. Gefährliche Zeiten für Menschen, die die Freiheit lieben und Dinge sagen wie: „Parallelen zur DDR – Überwachungsstaat dank Corona-App – Die Maske muss weg, sie ist ein Symbol der Angst“.

Die Antworten sind immer ähnlich: „Ach, der Vergleich hinkt doch! Quatsch, ist doch alles Open-Source! Krude Verschwörungstheorie!“

Im Gespräch fragen wir Hans-Joachim Maaz nach seiner Meinung zum geistigen Zustandes der Bürger in Zeiten von „C“. In seinem Buch „Das gespaltene Land“ beschreibt der Psychiater und Psychoanalytiker was passiert, wenn eine Gesellschaft die Sehnsucht nach einem/r FührerIn noch nicht überwunden hat.

Hören wir mal, was laut Maaz eine gesunde Gesellschaft ausmacht, wie wir aus den Spaltungsprozessen wieder herauskommen und zu einem aktiven, selbstbestimmten Zusammenleben zurückfinden können.

Inhaltsübersicht:

0:13:38 Parallelen aus der DDR zur Gegenwart

0:18:17 Die Normopathie

0:28:39 Unterschiedliche Realitäten und das Phänomen Gegenwart

0:36:21 Entfremdung überwinden

0:42:25 Neurotische Humanität – die Strategie des Ertragens

0:48:42 Demos gegen Rassismus

0:53:58 Totalitarismus durch Gruppendruck

1:02:08 Angst, Entwurzelung, Globalisierung

1:08:53 Auswege aus einer gespaltenen Gesellschaft

1:26:19 Perspektivwechsel auf politischer Ebene

1:30:51 Definition „Zivilcourage“

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70 Kommentare zu: “Im Gespräch: Hans-Joachim Maaz („Das gespaltene Land“)

  1. …. und jedes mal geht Ken weiter. Das ist doch 'next level'? Er passt sich so wunderbar an die Bedürfnisse seines Gesprächspartners an… Nach dem Artwork mit Florian Homm geht er einfach weiter, das Beste wird jemals aus jeder Gast geholt. Mit Dr. Maaz bedeutet dies, dass Ken ein Superhelfer wird. Er macht's schon einfach.

    Liebe deutschsprachige Menschen, versteht ihr – seid ihr euch wirklich bewusst – was für ein Wunder dieser Ken Jebsen ist?

  2. Es war ein angenehmes Gespräch. Nur den therapeutischen Gruppenprozeß auf die Gesellschaft zu übertragen halte ich für einen Schnellschuß oder mir fehlen die Detailkenntnisse, um es richtig zu verstehen:
    Der Therapeut ist immer der alpha-alpha, schon um den nötigen Schutz bieten zu können und wenn man der Meinung ist, daß die Außenseiter wertvoll für die Gemeinschaft sind, dann hilft man eher den alpha's das zu verstehen. Die Querköpfe, die mir jetzt so spontan einfallen, würden eher keine Gruppentherapie mitmachen.

    Sehr gut finde ich die Hinweise zur Beziehungskultur 1:12:00-1:16:00.
    Auch das 'Konsensieren' könnte zu besserer Gemeinschaft beitragen.

    Ich lese jetzt mal "die Angst vor der Freiheit" .. vielleicht liefert das weitere Ansatzpunkte damit die Lage wahrgenommen wird.

  3. uuhhhh…. die konsequenz/stringenz dieses gespräch ist, dass die heutige gesellschaft/menschen sich nicht demoktratisch (im sinne der aufklärung und im sinne von prof.mausfeld) zusammenschliessen oder formieren können. schade!

  4. Die gründliche Vorbereitung und den sehr gekonnten Gesprächsaufbau von Ken Jebsen schätze ich bei all seinen Interviews sehr.
    Bei diesem Interview störten mich die Ungeduld des Interviewers und das viel zu häufige Unterbrechen des Interviewten aber sehr.
    Ich bin mir aber sicher, der Interviewer weiß, dass er es dieses mal etwas "übertrieben" hat.
    Ich wünsche Ken, dass er die innere Ruhe (wieder) findet und dem Interviewten zutraut/vertraut schon von selbst auf die richtigen Worte zu kommen! ;o)
    Bei aller Kritik möchte ich aber herzlichen Dank sagen, für die hervorragende Auswahl der bearbeiteten Themen!!

  5. Spanischer Paukenschlag:

    Zitat: "Forscher haben in Abwasserproben aus Barcelona, die am 12. März 2019 gesammelt wurden, das Virus nachgewiesen, das die Krankheit verursacht", hieß es nun in einer Erklärung der Universität."

    https://deutsch.rt.com/europa/103969-spanischer-paukenschlag-forscher-weisen-covid/

    …AUGENBLICK'CHEN…dann müssten es jetzt wieviele Milliarden Tode sein??? Herr Drosten, Herr Spahn, auch dafür haben Sie sicherlich eine tolle "Verschwörungstheorie", bin ganz gespahhhhhhnt!!!

  6. …und das EXPERIMENT geht weiter: "Die Corona-Einschränkungen und die Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen werden um mindestens zwei Wochen bis zum 15. Juli verlängert." Man beachte das Wort: MINDESTENS! (ist damit vielleicht 20?? gemeint). Wenn es dann hübsch warm wird, werden Menschen kollabieren, aber wen interessiert es, es ist schließlich Krieg (oder habe ich da etwas falsch verstanden?)…ich kaufe nur noch Nahrungsmittel, andere Geschäfte habe ich seit März nicht mehr betreten…

  7. An alle Leser und Autoren auf KenFM,

    ich würde mich sehr über eine Aufarbeitung und Psychoanalyse der Corona Krise auf die Bundesbürger in Bezug auf die Wirkung durch Politik und Medien freuen. Ich persönlich halte den Corona Zirkus für eine perfide psychologische Kriegsführung mit Traumawirkung.

    Erst wurden im Frühjahr die Bundesbürger beschwichtigt, man habe alles im Griff und wird alles heruntergespielt. Dann wird blitzartig die Paniktrommel geschlagen und fortlaufend bedrohlich gedroht (ich fasse diese Äußerungen mit der Rückkehr zur Normalität eher als Drohung auf!) , es gäbe keine Rückkehr mehr zur Normalität. Durch die schwammigen Symptome bei einer Corona Infektion und Erkrankung werden die Bundesbürger zudem noch in Selbstzweifel und Angst getrieben. Läßt sich hier aus Sicht von Fachleuten eine professionelle psychologische Verhaltensmanipulation erkennen?

    • The Biggest Psychological Experiment in History Is Running Now:
      https://www.scientificamerican.com/interactive/the-biggest-psychological-experiment-in-history-is-running-now/

    • An MarioFM:

      Hier wird mehrheitlich auf die psychischen Auswirkungen fokussiert, es zeigt sehr schön auf welches Neuland man betreten hat mit den Massenquarantäne-Massnahmen, den Grad an sozialer Manipulation.

      Am Ende des Artikels findest du ein paar Links die dir womöglich weiter helfen…
      https://cleanairproductions.blogspot.com/2020/04/they-say-jump-you-say-how-high.html

      Ansonsten sag mir konkret was du möchtest, ausschliesslich Studien bezüglich psychologischer Verhaltensmanipulation. Es sind diverse Studien verfasst aber etliche noch nicht "reviewed".

  8. Besten Dank für ein weiteres interessantes Gespräch.

    Zuallererst möchte ich darauf hinweisen, dass Psychologie keine exakte Wissenschaft ist, weshalb jegliche Pauschalurteile im Zusammenhang mit Diagnosen usw., nur mit fahlem Nachgeschmack zu geniessen sind. Es scheint mir auch, dass wir wieder einmal mehr auf gerader Linie am Ziel vorbei schiessen und um den Brei herum reden. Die Meisten der vermeintlichen Entfremdungs-Szenarien gehen einher mit der ursprünglichsten aller Entfremdungen, mit der Entfremdung von unserem Ursprung, von der Natur als solches. Jegliche Form von Kultur ist immer eine Entfernung von der Natur, eine Entfernung von unserem natürlichen Ursprung. Je unbewusster diese Entfernung vollzogen wird und je synthetischer wir unsere Umgebung gestalten, je weniger sind wir Verbunden mit Unserem Ursprung, mit dem grossen Ganzen und uns selbst. Die ursprünglichste und schädlichste Form von Entfremdung. Wie weit wir uns bereits entfernt haben und entfremdet sind, wie schädlich wir sind, ist unübersehbar.

    Viele vermeintliche Entfremdungs-Szenarien wären natürliche Ablösungsprozesse, dem stetigen Wandel geschuldet, der einzigen grossen Konstante im Universum, ein Bewusstwerdungsprozess. Von unserem Ursprung können wir uns jedoch nicht ablösen, weil wir ein Teil desselben sind. Genau dies tun wir jedoch, wir entfernen uns immer mehr von ihm und fragen uns weshalb uns nichts mehr genügt. Wir verleugnen unsere Natur, unsere Abstammung und unsere Abhängigkeit. Wir erschaffen Illusionen um unserer Endlichkeit und unserer Bedeutungslosigkeit entfliehen zu können. Doch dessen nicht genug, wir müssen die Illusionen auch noch verschleiern und verpacken. Man verkauft und kauft «Geist», «Glück» und «Freiheit», in verschieden Formen, Farben und Geschmacksrichtungen, man besitzt Wasser, Boden und Luft, obwohl eigentlich klar sein müsste, dass es gewisse Dinge nicht zu besitzen, verkaufen und kaufen gibt. Genauso gibt es nicht auf alles im Leben eine Antwort und dies aushalten zu können, ist vielen abhanden gekommen. Man misst allem einen Wert bei, obwohl die Wertvorstellungen absurder und unzulänglicher nicht sein könnten. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!

    • Ja – es sind die Schatten, die unser Leben oder besser unser Dasein erschweren. Dort wo Licht ist, ist auch Schatten. Der Schattenwurf ist die Konfrontation des Lichtes mit der Stofflichkeit. Aber das ist auch noch ungenau, weil reines Licht göttliches Bewusstsein ist und alles durchdringt ohne Schattenwurf. Für das menschliche Bewusstsein kaum zu verstehen und nur eine gedankliche Hypothese darstellt.

      Gehen wir jedoch davon aus, dass jedes menschliche Bewusstsein einen Schatten wirft, aufgrund seiner noch nicht vorhandenen Vollkommenheit, dann muss der Schatten zum Anschauungsobjekt werden. Der Schatten als unreine Substanz, die es gilt zu verstehen also mit Bewusstsein zu durchdringen.

      Für mich bedeutet das, dass eine wahre Psychologie eine höhere Ordnung anerkennen muss und in Liebe, nennen wir es göttliche Liebe, aufgeht. Man muss das nicht mit Worten benennen, aber unsere Taten brauchen diese innere Ausrichtung.

      In diesem Sinne brauchen wir Schattenkrieger 🙂

    • Der "Alte" soll gesagt haben…

      Der Sinn, der sich aussprechen lässt,
      ist nicht der ewige Sinn.
      Der Name, der sich nennen lässt,
      ist nicht der ewige Name.
      "Nichtsein" nenne ich den Anfang von Himmel und Erde.
      "Sein" nenne ich die Mutter der Einzelwesen.
      Darum führt die Richtung auf das Nichtsein
      zum Schauen des wunderbaren Wesens,
      die Richtung auf das Sein
      zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten.
      Beides ist eins dem Ursprung nach
      und nur verschieden durch den Namen.
      In seiner Einheit heisst es das Geheimnis.
      Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis
      ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

    • Die Integration des Schatten könnte einen Versuch wert sein, das eigene Licht und Dunkel wahrnehmen zu lernen, statt Schattenboxen zu betreiben. Mein persönlicher Schatten bestand in den ersten 30 Jahren darin, lernen zu müssen mich erst um mich und dann um andere zu kümmern. Bis zum 60. Lebensjahr setze ich mich mit dem Schatten meines kreativen Schaffens auseinander. Von 60 – 90 wird es vor allem um die Auseinandersetzung mit dem Alltag gehen. Von 90 – 120 wird die Auseinandersetzung mit meinem Schatten, um das Thema der Beziehung zu meinem Körper gehen.

      Da wo mein Licht ist, wirft es auch meinen Schatten. Schatten ist in der Sommerhitze auch mal ganz angenehm.

  9. In diesem Saustall und Saftladen BRD reicht es ja nicht einmal mehr zu ordentlichen Patrioten!

    Oder wie es der Bundesgesundheitsbankkaufmann ausdrückt:

    "Ich nenne das Corona-Patriotismus"

    aus: bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/swp-220620.html

    Wenn man nicht entscheiden kann, ob das pure Dummheit oder nackte Verachtung ist, dann tendiere ich dazu, von beidem auszugehen.

  10. Deutschland ist ein gespaltetes Land, weil die Seele eines jedes einzelnen Menschen auf extremer Weise herausgefordert wird. Die Bewältigungsstrategien sind sehr unterschiedlich und zeigen sich in zwei polare Verhaltensformen:

    1. Anpassung, Wegducken, vorauseilender Gehorsam ….
    2. Opposition, d.h.der Feind ist immer der Andere ….

    Es sind jedoch nur scheinbar polare Kräfte, denn sie spielen auf der gleichen Tastatur.

    Unterschiedliche Verhaltensformen machen nur Sinn, wenn wir unser Tätigsein bewusst hinterfragen und uns klar darüber sind, das eigenes Verhalten Auswirkungen hat auf das Ganze. Dies in entsprechender Weise zu erkennen, stellt eine emense Herausforderung da und schafft Verwirrung. Es sind "Kriegsschauplätze" die jeder in seiner Seele durchlebt. Ganz banale Fragen werden zu existentielle Herausforderungen:

    "Kann ich mich einer Organisation/ Partei etc. anschließen bei der ich sicher bin, dass sie sich immer für das Gute entscheidet? oder "Bin ich allein auf mich gestellt und erfahre meine eigene Zerbrechlichkeit." Die gewohnte äußere Ordnung entzieht sich und es macht Angst …

    Ja – Angst ist das große Thema einer zivilisierten Welt. Der Mensch hat sich zu weit entfernt vom Urquell und ist immer weiter dem ausbreitendem und entfernendem Urknall gefolgt. Die Verbindung zum Urquell scheint uns verloren zu gehen, d.h. wir müssen unseren Blick nach Innen richten im Sinne von "Erkenne Dich Selbst", "reinige Dich vom Balast der Vorstellungen" und "folge Deinem Herzen mit Verstand".

    Was passiert stattdessen? Ein Sicherheitskäfig wird über/um den Menschen gelegt (… vom Sateliten …. über G5 …Verhaltensvorschriften …. bis hin zur Spritze). Wir "wollen glauben", dass Gesundheit einem äußeren Narrativ zu erlangen sei und unabhänigig unseres Bewusstseins geschieht. Das ist nicht so, denn anfänglich gut gemeinte Einrichtungen wie z.B. die WHO degenerieren in das Gegenteil, wenn nicht geistige Inhalte erneuert werden. Die Zivilgesellschaft ist gefordert sich einzumischen. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss würde wahrnehmbare Akzente setzen.

    • PS:
      Die WHO, die noch vor paar Tagen Schweden's Nichtachtung eines Lookdown's als riskant, unverantwortlich und als Menschheitsexperiment !!!!!!!!!!!!!!! darstellten, sind zurück gerudert und meinen, dass ihr Weg nicht so schlecht war.

  11. Ein hochinteressantes Thema , das in großen Teilen auch verständlich vermittelt wird. Als störend habe ich dabei die häufigen Eingriffe von Ken Jebsen in die Ausführungen eines Gedankengangs seines Gesprächspartners empfunden. Ein geduldigeres Zuhören wäre dem Verständnis sicher dienlicher.

  12. Den „Reichtum“, den Sie mit Ihren Erkenntnissen nach außen tragen Herr Maaz, ist größer, als das Vermögen und alle Macht des einen Prozents der Menschheit zusammen.
    Danke für Ihr Wirken.
    Gratulation an die Produktion.

  13. Danke für das inspirierende Gespräch. Ich habe die Partei Integrale Politik in der Schweiz mit gegründet. In dieser Zeit jetzt habe ich mir gewünscht, dass die Partei in der Öffentlichkeit klar Stellung bezieht gegen die überzogenen Massnahmen und die Einschränkung der Grundrechte. Es ist allerdings so, dass die Haltungen zur aktuelle Lage innerhalb der Partei uneinheitlich sind. Statt stark nach Aussen zu treten, üben sich ihre Mitglieder aktuell verstärkt im Dialog und schaffen es so, intern eine Spaltung zu vermeiden. Die Integrale Politik pflegt seit ihrer Gründung einen akzeptierenden Gesprächsstil. Das entspricht aus meiner Sicht der demokratischen Kultur, die im obigen Gespräch mit Herrn Maaz gemeint ist.

  14. So ein tolles Interview. Das hat mich sehr bewegt.
    Vielen, vielen Dank Herr Jebsen und besonders Herr Maaz.
    Wunderbar das es so weise und kluge Menschen wie euch gibt – bei all den Schwachmaten in unserer Gesellschaft. Ein wahrer Lichtblick, eine Freude.

    Liebe Grüße aus Meck-Pomm, Udo

    • Ist denn nach allem was Jebsen fragte und sagte, und Maaz antwortete, das Wort Schwachmaten angebracht? Wir sollten so "weise und kluge Menschen" nicht auf jenes Niveau 'runterziehen, vor dem uns unsere Eltern und Lehrer immer gewarnt haben.

    • Es ist ganz sicher nicht förderlich, im Sinne von gegenseitigem Respekt und Anstand, andere Menschen als "Schwachmaten" zu bezeichnen. Damit stimme ich @ blauersalamander vollumfänglich zu.
      Unter anderem fängt Gewalt, Ausgrenzung und Spaltung bereits in der Sprache an.
      Das wir Menschen alle unterschiedlich sind, sollte kein Grund sein, diese Unterschiedlichkeit als Makel zu benutzen, wenn einem jemand nicht genehm ist.
      Ich habe selbst sehr an mir arbeiten müssen (Selbsthinterfragen/Selbsterkenntnis), um mich verändern zu können. Es ist also möglich und setzt nur einen guten Willen und die Erkenntnis voraus, daß es etwas zu hinterfragen gibt (an sich selbst).
      Friedliche Grüße

    • Mein Kommentar war an Herr Jebsen und Herr Maaz gerichtet.
      Und richtig, mein Ausdruck Schwachmaten spiegelt die Spaltung der Gesellschaft wieder und bestätigt damit die vorgetragenen Thesen. War von mir eine direkte und authentische Reaktion auf den Beitrag. Das zeigt ein Defizit auf, von dem auch ich betroffen bin!!!
      Kann ich nicht abstreiten.

      Der Hinweis hingegen, ich hätte nicht die Warnungen und Mahnungen meiner Eltern und Lehrer befolgt, zeigt hingegen, dass ihr beiden, entweder das Interview nicht verstanden habt, oder nicht zugehört habt!
      Denn Inhalt des Beitrages war ja, das unsere (meine) Defizite zumeist in der Kindheit entstanden. Eben durch unsere Eltern und Lehrer, die uns diese Traumata aufgebürdet haben.
      Ihr belehrt also andere, obwohl ihr selber scheinbar nichts verstanden und nicht zugehört habt.
      Ich empfinde das als typisch deutsche moralisierende Überheblichkeit, wenn die Einäugigen glauben, die Blinden belehren zu können.
      Auch das sind "Die Schwachmaten" die ich meinte.
      Entschuldigt bitte meine offenen Worte, ich bin wohl ein Omega.
      Bitte nehmt das nicht persönlich, ist nur als Anregung gedacht. Wer andere belehren will, muss auch Kritik ertragen können.

      Liebe Grüße, Udo

  15. Sehr geschätzter Dr. Maaz, lieber Ken Jebsen,

    „institutionelle staatliche Gewalt beeinflusst die mütterliche und väterliche“

    Vielen Dank für das interessante Gespräch!

    Ohne Zweifel nimmt die eigene Mutter in allen Zeiten eine prägende und tiefgreifende Rolle im eigenen Leben ein und auch die Rolle des Vaters ist für die Menschwerdung und das Menschsein eines Individuums ebenso mitentscheidend. Jedoch kann ich mir vorstellen, dass es einfacher ist, sich irgendwann aus der Abhängigkeit und Übermacht seiner Eltern zu befreien, als von einem politisch gewolltem und legitimierten Gewaltapparat, den ich als den eigentlichen Täter einer erkrankten Gesellschaft und ihrer vielfältigen menschlichen Leidensgeschichten ansehe. Damit meine ich die ausgerichtete und oft unsichtbare institutionelle Gewaltausübung am Volk zum Zwecke des eigenen Machterhalts und Wohlstands, begangen schon an den Jüngsten einer Gesellschaft, den Kindern und Jugendlichen. Dies geschieht im Wesentlichen durch Angsterzeugung, Unterdrückung, Manipulation, Kontrolle und Konditionierung, mithilfe gut bezahlter oder überzeugter Erfüllungsgehilfen des Staates, der Zugang bis in die kleinste Zelle sozialen Zusammenlebens gewährt. So werden aus Verzweiflung, Hilflosigkeit, Anpassungsdruck und Existenzängsten, Eltern mitunter gezwungen an ihren eigenen Kindern Gewalt auszuüben, z.B. bei der Durchsetzung der Schulpflicht, Impfpflicht, Maskenpflicht u.s.w.
    In einem Ausspruch (Herkunft mir unbekannt) heißt es in etwa, wer die Macht über die Kinder hat, hat die Macht über ein ganzes Volk… Da Kinder den größten Teil ihres frühen Lebens bewusst in staatlicher Zwangsobhut und Zwangsbeglückung erzogen werden, muss eine Verhinderung ihrer Spaltung, Entfremdung und Gewalterziehung primär dort unterbrochen werden, wo sie noch immer systematisch verübt wird, in den staatlichen Erziehungsanstalten von Kita, Heim bis Schule. Oder weitergehend, es darf die Entwicklung eines aufgeklärten und mitfühlenden Wesens nur ergänzend durch eine emphatische und humane Bildung/Pädagogik erfolgen. Dabei sollten familiäre Bindungs- und Beziehungszeiten gefördert überwiegen, und selbstbestimmt organisiert sein dürfen, losgelöst von wirtschaftlichen Zwängen. Institutionelle Gewalt muss aufgedeckt und beseitigt werden. Elterngewalt ist mehr ein Symptom staatlich erlebter Gewalt.
    Dem Gewaltapparat der Herrschenden sind Menschen generationsübergreifend unterworfen geblieben. In der Folge unterwerfen sich Mütter wie Väter der oft unbewussten und ursächlichen staatlichen Gewalt aus Not, Anpassungsdruck oder existentiellen Gründen, zum Zweck des Überlebens, während andere versuchen, Gewalterfahrungen aktiv abzuwehren, ebenfalls der eigenen Existenzbedrohung wegen oder der ihrer Kinder. Wer selbst hochgradig Gewalt, Einengung, Ohnmacht und Ausweglosigkeit erlebt hat, kann diese also weitervererben. Dazu kommt, dass Kinder heute noch stärker ihren Müttern und Familien staatlich entfremdet werden, um sie für (über)staatliche Interessen auszubilden. Wie stark dieses Vorgehen Früchte trägt, zeigt die aktuelle Corona-Situation. Verzweifelt fordern Eltern, ihre Kinder mögen doch bitte wieder in den Schulen aufgenommen werden, und das nicht unbedingt nur aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Erschreckend ist zu beobachten, dass Eltern und Kinder mitunter an den Rand des Wahnsinns geraten, weil sie einander nicht länger aushalten können. Grundsätzlich bin ich für eine menschenwürdige, zwanglose und gewaltlose Schule/Bildung auch außerhalb des Familienkosmos und somit für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung von Kindern und Eltern.
    Doch mit dem alternativlosen Schulzwang und seiner präsenten strukturellen Gewalt, erleben Kinder gestern wie heute systematisch, seelische und psychische Unterdrückung, Manipulation, Programmierung und Konditionierung durch Lehrer/innen, Schuldirektor/innen, Sozialarbeiter/innen, Erzieher/innen, Psycholog/innen, Schulämter, Jugendämter… in einem derart hochentwickelten, vernetztem Maße, wie ich es selbst zur eigenen DDR Schulzeit nicht kannte. Diese tief im System verankerten und oft unsichtbaren Gewaltstrukturen hinterlassen Schäden, die Menschen ein Leben lang kompensieren lernen müssen. Manche sind nach durchlaufender Schulbahn oder schon früher erkrankt oder gebrochen, die meisten aber haben die gewünschte Form angenommen, die Ziel staatlicher Gewalterziehung ist, und sie funktionieren erstmal nach Plan, bis auch sie an ihre Grenzen stoßen. Dabei erlebe ich eine Aggressivität und Uniformität im gegenwärtigen Bildungssystem, das seines gleichen sucht. Hierbei unterscheiden sich die anerkannten freien Schulen kaum stark von den staatlichen. Vor allem ältere Kinder sagen aus Angst vor Abwertung kaum noch ihre Meinung, wenn diese nicht mit denen der Lehrer/innen oder Schulbücher konform geht. Jeder Versuch etwas anders zu deuten, oder etwas anders zu sehen, z.B. in Geschichte oder Politik kann negative Erlebnisse zur Folge haben, z.B. den Druck der Gruppe oder die Ablehnung der eigenen Person bedeuten, bis diese gelernt hat lieber zu schweigen. Kinder dürfen zur meisten Zeit eines Schultages nicht ihre eigene Identität entwickeln, für den restlichen Tag bleibt kaum freie Zeit. Jede Abweichung von der geforderten Normerfüllung hat sofort spürbare Konsequenzen, dabei reichen kleinste Schikanen aus, um Kinder und Eltern zu beschädigen und stumm zu halten. Es wird mit Angstmache, Bewertungen, Moralapellen, Druck und Drohungen bis hin zu Erniedrigungen wirksam gearbeitet. Dabei will niemand wirklich hören, was da vor sich geht, und auch innerhalb der Elternschaft gibt es nur wenige, deren Empfindungen sich gleichen. Die Akzeptanz solcher pädagogischer Mittel ist allgemein hoch.
    Die meisten Eltern glauben wie gehabt ihren vorgesetzten Autoritäten und daran, das Gehorsam, Drill und uniformes Wissen gut seien. Deren fehlende Schmerzgrenzen sind wirklich erstaunlich. Im Gegensatz z.B. zur Arbeitswelt dürfen Eltern hierzulande nicht darüber entscheiden, was gut oder schädlich für ihre Kinder ist und wie lange. Familien haben keine Wahl, sich aus einem gewaltsamen, ihren Kindern aufgezwungenen und bewertenden Schulsystem zu befreien. Es sei denn, sie werden zu Landesflüchtlingen und brechen mit allem und jedem. Eltern werden bei ernsthaftem Widerstand kriminalisiert und im schlimmsten Falle entreißt man ihnen ihre Kinder, wegen vorgeblich zu enger Bindung, Überbehütung, einem abweichenden Weltbild… Und das als geeignete Gegenmaßnahme, weil gängige Gewalt an der Schule angesprochen und deren Unterlassung gefordert wird.
    Liebende Eltern versuchen ihre Kinder zu schützen, zu stärken und zu immunisieren, manche der Erfahrungen sind jedoch so schlimm, dass sie traumatisieren mit all ihren Folgen. Spätestens dann wird es zum Problem für die ganze Familie. In der Erfahrung macht jegliches Aufbegehren die Lage der Kinder meist nur schlimmer. Ich kenne kein Helfersystem, das unabhängig und letztendlich nicht zuführend ist, einen fairen Beistand oder Ausweg innerhalb des Systems gibt es nicht, auch weil alle hiesigen Schulen ähnlich arbeiten. Darüber hinaus werden andersfühlende Kinder psychiatrisiert, statt die Bedingungen, die sie ertragen müssen. Wie sollen wir unseren Kindern besser ihre eigene Identitätsentwicklung ermöglichen, wenn eine freie Persönlichkeitsentfaltung vom Staat nicht gewollt, bis hin verfolgt wird? Stattdessen müssen Kinder eine starke Spaltung zwischen dem Wohl wollen ihrer Eltern und dem übergeordneten Ziel der Erziehungsinstitutionen erleiden. Kinder wie Eltern sind unter Androhung von Strafen zur Anpassung genötigt und so erwachsen täglich neue Menschen, wie wir sie in der Masse haben, gespalten und abgehalten von ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen, angepasst, gehorsam, gleichgültig, lenkbar. Zuerst aus purem Überlebenswillen, dann in der Vielzahl als abgestumpfte, gefügige Industriesoldaten mit Freigang…
    Corona war für einige Familien auch eine Gefechtspause, obgleich die Kontrolle durch die Institutionen natürlich aufrecht gehalten wurde und diese neue Blüten treiben. Nach den Schulen kommen die Arbeitgeber, Arbeits- und Jobcenter, Kranken- und Rentenkassen, Pflegeheime, etc., welche die programmierten Menschen weiter auf Linie halten, Anpassung, „Angst und Gewalt“ bleiben erneut existenzsichernd und überlebenswichtig.
    Solange dieser beherrschende und gewaltsame Machtapparat nicht als solcher erkannt und abgeschafft wird, und somit das Recht des Stärkeren und der Mächtigen weiter hofiert wird, hat es ein wirklicher Frieden zwischen den Menschen schwer, können Menschen nicht gesunden, an dem, was ihnen widerfährt und was sie anderen zufügen. Was wir brauchen sind zwanglose und gesunde Formen des Zusammenlebens, des Lernens und des Miteinanders, die aufgeklärte, körperlich, geistig und seelisch gesunde Menschen hervorbringen, von der Kinderstube an bis ins hohe Alter. Wie heißt es in einem anerkannten Slogan, auch für Kinder: „mein Körper gehört mir!“,
    es ist an der Zeit zu ergänzen: „Meine geistige Bildung, mein Weg und meine Seele gehören mir!“

    Grüße aus Ostdeutschland!

    Bitte vergesst nicht! „Freiheit für Julian Assange“

    • @ Sojus
      Guten Morgen Sojus,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
      Sie schreiben "… Wie heißt es in einem anerkannten Slogan, auch für Kinder: „mein Körper gehört mir!“,
      es ist an der Zeit zu ergänzen: „Meine geistige Bildung, mein Weg und meine Seele gehören mir!“ …"

      Das, was aktuell "uns" zugemutet und übergeholfen wird, ist eine Entmenschlichung und Entkörperlichung und eine Verdinglichung einesjeden (m, w, d). Es findet ein Entwerten des Menschseins, des Person-Seins statt, mit den dieser Versachlichung des Menschen einhergehenden dramatischen Folgen. Dieses Vorgehen wird von mir als Vergewaltigung bezeichnet. Das letzte Mal in der massiven Form fand die Vergewaltigung in Form von Ent-personalisierung und Ent-menschlichung in der Nazidiktatur statt.
      Aktuell wurde die Entmenschlichung und Entpersonalisierung in Gang gesetzt mittels strafbewehrtem Zwang zum Tragen eines Gesichtsverbergens-Mittels. Einhergehend damit findet eine Entfremdung der Menschen untereinander statt und es etabliert sich von Tag zu Tag mehr und intensiver eine Blockwartmentalität.
      Diejenigen, die diese Dinge in Gang gesetzt haben und im Gesicht Nackte für das Präsentieren ihres unverhüllten Gesichts in der Öffentlichkeit bestrafen, sind in meinen Augen Gewalttäter/innen.
      Politiker (m, w. d) die sich ihr Angesicht verhüllen und sich den Wählern auf diese Weise zeigen, signalisieren unmissverständlich, Marionett/innen Dritter zu sein und nicht mehr selber zu regieren. Mir ist es nicht mehr möglich, bei den nächsten Wahlen zu wählen. Marionett/innen kann ich nicht und will ich nicht wählen.

      Zu Ihren weiteren Einlassungen in Ihrem Kommentar:
      Leider bin ich gehalten, Ihnen zu ihrem Kommentar zu den Zwängen in der Gesellschaft (Kinderfremdbetreuung, Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit) vollumfänglich Recht zu geben.
      Es hat sich (meiner Meinung nach) in der BRD ein vielschichtiges Kastensystem herausgebildet. Damit sich dieses aufrecht erhält und niemals die gesellschaftliche Marschrichtung durch die gesellschaflichen Institutionen hindurch bricht, wird brachiale Gewalt angewandt.

      Das Andere ist, dass der gegenwärtige Zustand, der mittels der Corona-Lüge herbeigeführt worden ist, niemals so bestehen könnte, wenn es in der Bevölkerung und bei den Herrschenden nicht eine Medizin(er/innen(m, w, d)gläubigkeit, hierin eingeschlossen eine Krankheitsgläubigkeit und Pillenfress-Gläubigkeit geben würde.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Kuddelchen.

    • Na da wollen wir doch hoffen, daß sie da, was ihre eigenen Kinder betrifft, auch konsequent ihre bahnbrechenden Ideen umsetzt.
      Nur ein kleiner Tip: Da ist es dann z.B. nichts mehr mit "Müll wegbringen" oder "Zimmer aufräumen". Derartiges wir durch die lieben Kleinen nämlich in der Regel nicht als "zwanglose und gesunde Form des Zusammenlebens" angesehen.

  16. "Zwischentöne sind nur Krampf im Klassenkampf", textete der Liedermacher Franz-Joseph Degenhardt ende der 60iger Jahre. Das ist natürlich Unsinn.
    Denn die (vorläufige) Wahrheit liegt in den Zwischentönen.
    Die Wahrheit ist immer in der (vorläufigen) Synthese zu finden, die wieder zur These oder Prothese (hinzu, außerdem) wird, eine Antithese findet, (die sie nicht gesucht hat, sich aber früher oder später aufdrängt), sich die Synthese bildet, usw., und deshalb nie zu Ende gedacht sein kann.
    Die Machthabenden begründen ihre Position, (Kopfseite des Rechteck-Tisches), mit dem Recht.
    Das sie haben und somit Strukturen vorgeben können, die zur Richtlinie der Politik werden.
    Der runde Tisch wäre für sie eine Machteinschränkung, den sie freiwillig nicht diskutieren würden.

  17. wie schaffen es Menschen, auch folgenschwerste Handlungen so zu rechtfertigen, dass daraus sogar kollektive Imperative folgen?

    Einen guten Ansatzpunkt bietet hier vielleicht der Professor für Biopsychologie Prof. Dr. Dr. h.c. Onur Güntürkün
    https://www.youtube.com/watch?v=Y9vla9M-zm8
    17:09 bis 19:00:
    „Die linke Gehirnhälfte erfindet Erklärungen für unser Handeln und versucht, dem was wir tun, einen Sinn einzuhauchen (interpretiert im stimmigen Kontext)“

    Stiftungsprofessur 2016: Onur Güntürkün – "Linkes Hirn – Rechtes Hirn" (31.05.2016)

    Wäre schön, wenn Kenfm diesen Wissenschaftler einmal zum Gespräch einladen könnte.

  18. 08;07 Das ist inzwischen derart komplex… Natürlich wird es immer komplexer, wenn man keine reale Macht hat. Denn dann bedingt jeder Misserfolg eine neue Verfaltung der Argumentation (statt Machteinsatz als Strafe). Regierungsgegner sind immer machtloser geworden in den letzten Jahrzehnten. Der Verlust der DDR nebenan, die gesteigerten Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle.

    • Das das hier gelandet ist: Das sollte zu der Münster Demo zu der ich per automatischer playlist gelangt bin. Das ist mir schon mal passiert.

  19. Und noch ein wichtiger Aspekt zu 16:20-16:40:

    Nicht nur, was Bewerbungen um einen Arbeitsplatz betrifft, sondern auch sonst in der Arbeitswelt hat man wesentliche Grundrechte von vorneherein ausgehebelt. Mit der sogenannten Lehre von der "Drittwirkung der Grundrechte". Diese gelten nämlich grundsätzlich nur im Verhältnis zwischen dem Bürger und dem Staat. Sie gelten also grundsätzlich nicht im Verhältnis zwischen dem Bürger und Dritten, insbesondere nicht im Verhältnis zwischen dem Bürger und seinem Arbeitgeber. Dem gegenüber hat der Bürger als Arbeitnehmer gefälligst positiv zu denken, um nicht zu erkennen, was der ihm alles an kapitalistischen Dreistigkeiten zumutet.

    Eine raffinierte Art, die freiheitlichen Bürgerrechte kapitalistisch zu unterwandern und auszuhebeln – und dieser schleichende Prozess der Entrechtung soll nun offenbar auf die Spitze getrieben werden.

  20. Die Deutschen haben eben gelernt, auf Befehl ungehorsam zu sein. Und denken, jetzt haben sie den Faschismus durch.
    Was sie noch weniger können, als eh und je, ist ungehorsam sein, wenn ihnen etwas nicht passt.

  21. Wie war es denn nach dem Krieg und ist es bis heute? "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland", dichtete man, so als ob es nicht auch woanders Meister des Todes geben kann. Wenn aber "denklogisch" eine Killer-Maschine nur in Deutschland denkbar ist, in das z.B. US-Amerika nur als Freund und Befreier gekommen sei, so wie die USA – natürlich – überallhin sonst auf der Welt immer nur als Freund und Befreier kommen, dann ist ein Riesenstück negativen, gefährlichen und destruktiven menschlichen Potenzials, das auf der ganzen Welt wohl bei allen Völkern vorkommen kann und keineswegs nur auf Deutschland beschränkt ist, noch längst nicht verstanden und aufgearbeitet. Die katastrophale deutsche Vergangenheit ist nicht nur für die Deutschen sondern für alle Menschen ein deprimierendes Lehrstück und Anlass genug, über die dunklen Seiten der menschlichen Natur gründlichst nachzudenken. Wenn man hingegen die NS-Gräuel ausschließlich als typisch deutsches Phänomen begreift, zu dem man nur in Deutschland fähig sei und nicht auch anderswo, dann begreift man vielleicht "den Deutschen" in für ihn typischen Wesenszügen, soweit es solche gibt, nicht aber die Problematiken menschlicher Natur an sich, wie sie sich überall auf der Welt entfalten können. Dann können sich Menschen anderswo auf der Welt bequem ihre Hände in Unschuld waschen, indem sie von sich weg mit dem Finger auf Deutschland zeigen. Dann können sich mainstreamhörige Menschen bequem die Hände in Unschuld waschen, indem sie von sich weg mit dem Finger auf Andersdenkende zeigen. Und haben nichts dazu gelernt.

    Wenn wir die menschliche Natur in ihrer ganzen Komplexität wirklich vollständig begreifen wollen, um ihre Entartungen zu verhindern, müssen wir uns freimachen von solchen Denkschablonen (neudeutsch: Narrativen) und die Dinge beim richtigen Namen nennen.

    • Stanley Milgram hat 1961 seine berühmten Verhaltensexperimente an der Harvard-Universität gemacht. Er zeigte, daß ‚normale‘ Menschen von der Straße von jetzt auf gleich zu Massenmördern gemacht werden können. Die Fragestellung des Experiments war: Sind es die Deutschen, die für den Nationalsozialismus prädispositioniert sind? Sind die Deutschen geborene Mörder? Der Spielfilm ‚I wie Ikarus‘ von 1979 mit Yves Montand macht die Experimente von Milgram zum zentralen Inhalt (sehr empfehlenswert). Der Ansatz des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich, den Nationalsozialismus tiefenpsychologisch zu deuten, ist meiner Meinung nach völlig gescheitert. Die Experimente von Milgram wurden nie fortgesetzt.

    • at: citoyen invisible

      Also wer glaubt die NS – Gräuel wären nur in Deutschland möglich gewesen, der hat GANZ OFFENSICHTLICH im Geschichtsunterricht NICHT aufgepasst. Grade aktuell "Tag der Folteropfer" 2020 auf kenFM:

      https://kenfm.de/26-juni-2020-tag-der-folteropfer-%e2%80%a2-standpunkte/

      Oder die NS – Gräuel Juden betreffend, dies ist ja meist Bezugspunkt. Die hatten früher schon mit allen möglichen Ländern & Herrschern, quer durch die Geschichte der Menschheit, schwerste Probleme, wurden vertrieben, abgeschlachtet und verfolgt. In der Kriegszeit des 2 WK wollte sie kaum ein Land aufnehmen, auch nach WK II wurden sie verfolgt und dezimiert, nicht nur in der Sowjet – Union. Nein, das ist wahrlich keine Angelegenheit auf die Deutschland oder die Deutschen Exklusivanspruch anmelden könnten. Die maschinelle Art & Weise ja, aber auch Konzentrationslager zum Verrecken wurden nicht von Deutschen erfunden.

      Was mich bei dieserart Diskussion IMMER gestört hat war die Einseitigkeit. Wenn mein Nachbar morgen kommt und mir erzählt sein Sohn sitze im Gefängnis, dann ist meine erste Frage WIESO. Wieso, weshalb, warum. Das sind die Fragen die wir Menschen immer und überall meistens zuerst stellen, einfach weil wir an den Hintergründen interessiert sind. Was Deutschland, den deutschen Schuld – Kult und das Verhalten der Deutschen den Juden gegenüber betrifft scheint diese Frage nie existent gewesen. Warum? Diese Frage spielt eine sehr große Rolle, wenn man wirklich daran interessiert ist, was dem Jüdischen Volk über die Jahrhunderte passiert ist. Und weshalb diese Dinge passiert sein könnten!

      Gestern hat ein User hier einen Link eingestellt zu den Richtlinien des Jüdischen Glaubens. Ich verlinke ihn hier, aufgrund des Schuld – Kultes(der mich schon anhand meines Geburtsdatums nicht betrifft), muss ich darauf hinweisen dass es sich hierbei nicht um NS – Gedankengut handelt, sondern um Zitate aus dem heiligen Buch der Juden. Wer das nicht lesen möchte, muss es nicht, wird aber auch vieles nicht verstehen können. Unbesehen irgendwelcher Schuldzuweisungen! Einfach nur objektive Meinungsbildung:

      https://www.mosaisk.com/auschwitz/Talmud-Judaismus.php

      Ein Zitat der Seite zum Thema Gräuel in Deutschland, auch passend zu dem Folterlink oben:

      ""Die jüdische Lehre ist rassistisch, und das ist gut so." (Rechavam Zeevi, ehem. israelischer Tourismusminister, SZ, 27. 10. 2001). Derselbe im israelischen Armeeradio: ''Wir sollten die Palästinenser auf gleiche Weise entfernen wie man Läuse los wird."

      Es geht hier weder um Stimmungsmache, noch um Schuldzuweisung. Wer das gelesen hat, dem sollte klar sein dass Deutschland keinen Anspruch auf das Monopol für Gewaltexzesse hat, auch weshalb.

    • Franz Rudolf, danke für die aufschlussreichen Quellen. Wenn man deutlich wird, ist es gut, das mit Quellen zu belegen. Damit KenFM keine Schwierigkeiten gemacht werden können, wenn wir hier das Privileg genießen, Dinge sagen zu können, die man woanders nicht so ohne weiteres sagen darf in unserer wunderschönen Demokratie.

  22. Leider kann ich Tippfehler nicht korrigieren.

    "Bis jetzt haben wir nur von der verzerrenden Wirkung der Verdrängung gesprochen; es ist jedoch noch ein weiterer Aspekt zu erwähnen, der nicht zur Verzerrung führt, sondern dazu, daß eine Empfindung durch Gedankenarbeit unwirklich gemacht wird. Damit meine ich die Tatsache, daß ich zu sehen glaube- aber nur Worte sehe; daß ich zu fühlen glaube, aber die Gefühle nur denke. Der Mensch, der alles gedanklich verarbeitet, ist der Entfremdete, der Mensch in der Höhle, der wie in Platos Allegorie, nur Schatten sieht und sie für die unmittelbare Wirklichkeit hält."

    "Zen-Buddhismus und Psychoanalyse" von Erich Fromm

  23. Herzlichen Dank für wohltuende Gespräch, Herr Maaz und Herr Jebsen!

    wenn ich Sie richtig verstanden haben, meinen Sie, dass viele Menschen in Krisenzeiten (in diesem Fall ein Virus) aus lauter Angst bereit sind, ihre Freiheiten aufzugeben.
    Ja, das ist sicherlich ist die Angst ein Aspekt. Aber ich befürchte nicht erst seit dieser Krise noch einen anderen Aspekt:
    Ich habe den Eindruck, dass man Menschen nicht nur z.B. in einer Diktatur bezwingen kann, sondern auch umgekehrt Menschen, die viel Destruktivität in sich tragen, in einer Demokratie zur Freiheit und einem gewissen Humanismus zwingen kann (-: Und sobald ihnen dann politisch die Legitimation erteilt wird, können sie endlich die Sau rauslassen. Sie können im Kleinen und Großen über andere Macht ausüben. Sie genießen vielleicht sogar, dass nun gerade alle leiden und nicht nur sie alleine. Endlich ist im Außen sichtbar, was sie im Inneren empfinden und alle müssen es ausbaden (-:
    Manche Menschen fühlen sich genau so zur Freiheit gezwungen und passen sich ihr an, wie andere Menschen sich an diktatorische Strukturen anpassen.
    Ich wünschte, es wäre anders, aber ich fürchte, dass es manchen Menschen so ergeht. So jedenfalls mein Eindruck, der aber bitte nicht demotivieren soll, denn es gibt noch viele Menschen mit einem guten Herzen.

    Und auch ich glaube, dass die Ursache dafür in der Kindheit liegt (aber nicht nur), aber gerade diejenigen Menschen, die das größte Unheil anrichten, sind sich selbst doch am entfremdetsten und ein Mensch, der sein Leben lang nie Kontakt zu sich selbst hatte, alles nach Außen orientierte, sich nur anpasste, der wird sein eigenes Inneres doch scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Dieses Innere oder das Selbst ist ja auch nicht einfach da, sobald man mal nach 50 Jahren einen Blick nach Innen wirft; manchmal muss es ja erst weiter entwickelt werden und das kann Jahre und Jahrzehnte dauern. Diese Menschen kommen natürlich nicht in Therapie, es sei denn, das Schicksal zwingt sie in die Knie.
    Daran gekoppelt ist dann nicht selten auch noch ein äußeres total falsches leben. Alles würde zusammen brechen, wenn sie sich veränderten. Natürlich tun sie alles erdenkliche, um das zu verhindern.

    Zur Klammer "nicht nur": ich denke, dass das ganze Dilemma auch durch unsere Überintellektualisierung und die fehlende Spiritualität zustande kommt. Da kann es sicherlich auch nach einer schönen Kindheit ein Schock sein, ins Leben zu treten.

    Jeder, der schon einmal eine intensive Therapie gemacht hat, weiß, was das für ein langer mühsamer, aber auch schöner Weg es ist. Weiß, dass es Jahre dauern kann, tiefsitzende Muster nur ein wenig zu verändern, weiß, wie lange es manchmal braucht, bis man manches wirklich begreift.
    Da frage ich mich, wie es möglich sein soll, dass völlig verhärtete und sich selbst ferne Menschen nur einen Hauch Bewusstsein für sich selbst entwickeln. Ja, überhaupt den Willen dazu.

    Und es ist für mich ein Unterschied, ob ich mit Andersdenkenden diskutiere, wozu ich gerne bereit bin, oder, ob Andersdenkende Macht über mich ausüben, indem ich bsw. gezwungen bin, mich impfen zu lassen.
    Bisher sehe ich die Gesprächsbereitschaft einfach nicht bei Menschen, die bezügl. der derzeitigen Thematik anders denken.
    Ja, beide Seiten müssen zum Dialog bereit sein und sich bemühen, den anderen zu verstehen. Ich erlebe es leider weder im privaten, noch im politischen Bereich. Ich erlebe es erstmals im Leben, dass nur mein Wunsch nach Austausch zum Thema mit Schweigen quittiert wird.
    Nahezu eine traumhafte Vorstellung, fände das z.B. mal in den Medien oder der Politik statt.

    Und noch etwas anderes. Sie erwähnten auch im vorigen Gespräch mit Herrn Jebsen in Bezug auf die Kindererziehung, dass man ein Kind nicht nurBestätigung und Liebe geben muss, sondern ihm auch seine Grenzen aufzeigen muss. Ich hoffe, dass ich es richtig verstanden habe. Wahrscheinlich geht der Gedankengang Richtung narzisstischer Größenwahn, oder auch Leistungsdruck. Das kann ich gut nachvollziehen…., aber meine Erfahrung ist auch, dass viele Eltern ihre Träume aufgegeben haben und sie ihren Kindern ganz unbewusst auch sehr früh ausreden. So nach dem Motto: Flausen, Ideale und Träume hatte ich auch einmal, die werden Dir auch schnell ausgetrieben. Die eigenen Desillusionierungen werden ans Kind weiter gegeben und damit das Potential unterdrückt, mag das Kind auch beruflich gepusht werden.
    Das erwähne ich weil ich es so wichtig finde, die natürliche Begerenztheit und Demut eines jeden Menschen von seinen -vielleicht ja doch realistischen- Träumen zu unterscheiden.

    Ich habe den Eindruck, dass es auch Herrn Jebsen gut tut, mit Ihnen zu sprechen (-: Es scheint ihn zu befrieden (-: Danke schön! Kommen Sie doch bitte immer mal wieder, damit wir alle auch nicht nur nach Außen, sondern auch wieder mal nach Innen schauen (-: Ich tue das ausgesprochen gerne, aber seit dieser Krise fällt es mir schwerer als je zuvor. Ich vermisse es richtig.

  24. Betreff das Interview bei Minute ca. 1:04

    Nun muss ich allerdings dazu sagen, ich hatte die Menschen seinerzeit eigentlich rechtzeitig vor genau dem gewarnt was nun leider bittere Realität geworden ist.
    Ich hatte seinerzeit gesagt,…um mich mal selber zu zitieren, "das der Brexit der Startpunkt für Maßnahmen sein würde, deren ganze Tragweite die Menschen noch nicht einmal im Ansatz erahnen würden".
    Und wie man wohl unschwer erkennt, ich habe recht behalten,…..leider,….wieder einmal,…wie so oft.

    Nun könnte man sich natürlich die Frage stellen, woher wusste ich das eigentlich so genau?
    Ja nun, dass hängt u.a. damit zusammen, dass ich vor langer Zeit selber einmal für einen unserer "Dienste" tätig war, und ich somit vielleicht "etwas" mehr Einblick in gewisse Zusammenhänge und Vorgänge habe, als irgendein "normaler" Bürger dieses Landes.
    Und deshalb fällt es mir auch so schwer zu verstehen, weshalb die Menschen von diesem Wissen nicht Gebrauch machen, und sich damit in gewisser Weise vor dem schützen was noch so alles auf sie zukommen wird.
    Denn auch das was wir jetzt bereits erleben, dass ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange.
    Ganz im Gegenteil, da kommt noch viel, viel mehr auf die Menschen zu, viel mehr als die meisten Menschen wohl auch jetzt erahnen dürften.
    Das Wort "Freiheit" werden die uns nachfolgenden Generationen wohl nur noch aus Geschichtsbüchern kennen,….falls diese nicht vorsorglich in der Zwischenzeit schon entsprechend umgeschrieben wurden.
    Ihr haltet das alles für völlig überzogen dargestellt?
    Na, dann wartet mal ab……..
    Aber beschwert Euch hinterher nicht darüber das ihr nicht rechtzeitig vor den Konsequenzen eures Nichthandelns gewarnt wurdet. Denn ihr wurdet gewarnt, und zwar eindringlich.

    Und deshalb, ich bin gerne bereit ALLE wichtigen Informationen preiszugeben, denn nur wenn man weiß was der Plan ist, kann man auch entsprechend dagegen vorgehen.
    Es müssten eigentlich nur die richtigen Leute die richtigen Fragen stellen. 😉
    Aber ich wette mit Euch, dass geschieht auch dieses Mal wieder nicht.
    Zu abstrakt mutet wahrscheinlich das an was ich den Menschen zu sagen hätte.
    Und zwar genau so lange bis meine Worte von der Realität dann wieder einmal bestätigt wurden.
    Nur, dann wird es leider wieder einmal zu spät sein noch dagegen vorgehen zu können.
    Und somit bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen, Ihr seit a) zu träge im Denken und b) zu langsam im Handeln.
    Da ist die Gegenseite deutlich mehr auf Zack, Denn die fackeln gar nicht erst lange, sondern setzen das was sie schon lange geplant haben ganz einfach um, und zwar auch entgegen aller Widerstände.
    Und zwar nur deshalb das IHR keinen entsprechenden Widerstand leistet, jedenfalls nicht richtig, nicht so wie es eigentlich sein müsste.
    Denn die Freiheit serviert Euch niemand auf einem Silbertablett, sondern die müssen sich die Menschen schon erkämpfen.
    Wenn Ihr dazu aber nicht Willens oder aber in der Lage seit, ja, dann werden sie Euch dieser Freiheit auch weiterhin Stückchen für Stückchen berauben.
    Und das ist Fakt, da gibt es auch kein Weg dran vorbei.

    • @ Sören Hüter

      "Es müssten eigentlich nur die richtigen Leute die richtigen Fragen stellen. 😉"

      Ui! Bin ich zufällig der richtige Mensch, der die richtige Frage stellt? (-: (-:
      Ich würde so gerne ALLES wissen (-:

      "Zu abstrakt mutet wahrscheinlich das an was ich den Menschen zu sagen hätte."

      solange Sie es noch nicht gesagt haben, kann ich nicht sagen, ob es zu abstrakt ist.

      "Denn die Freiheit serviert Euch niemand auf einem Silbertablett, sondern die müssen sich die Menschen schon erkämpfen."

      ja, das fürchte ich auch )-:

      "Wenn Ihr dazu aber nicht Willens oder aber in der Lage seit, ja, dann werden sie Euch dieser Freiheit auch weiterhin Stückchen für Stückchen berauben."

      ich bin Willens, aber ob ich in der Lage bin, bezweifele ich.

      Handeln Sie denn selbst?

    • Hallo Sören Hüter,ich höre da viel Wut aus Ihren Zeilen und das Bedürfniss loszuschlagen !Das ist auch gut so!
      Wut habe ich auch,das Bedürfnis loszuschlagen habe ich auch,das Gefühl die ganzen intellektuellen (Langschläfer )
      endlich zu Taten bewegen zu müssen habe ich auch.
      Ich hoffe das das hier bei Kenfm nur ein Tarnungsverhalten für ein aktives Projekt im Hintergrund ist und die hier entstehenden Verbindungen nicht nur passiv genutzt werden.Ein (bisschen )Wut im Bauch ist dafür gut das Handeln nicht zu vergessen oder zumindest einige Schlafende emotional mitzureissen .Auch ich würde einige Bequemlichkeiten dafür opfern.Die patriotische Szene bei Youtube ist wie ein stummer Heerführer der, Angriff 'schreien will.
      Wenigstens habe ich wenn ich von der Regelkeule des Systems irgendwann erschlagen in der Ecke der Abtrünnigen liege ne Menge Ahnung von Politik ,Wissenschaft und Wirtschaft!
      m.f.G.

    • @ Alex

      "Ein (bisschen )Wut im Bauch ist dafür gut das Handeln nicht zu vergessen oder zumindest einige Schlafende emotional mitzureissen .Auch ich würde einige Bequemlichkeiten dafür opfern.Die patriotische Szene bei Youtube ist wie ein stummer Heerführer der, Angriff 'schreien will."

      ja, nicht nur bei Youtube, auch in den Kommentaren vieler Zeitungen. Ich frage mich immer, wo all die Menschen in meinem realen Alltag sind (-:
      ich schrieb es schon einmal: ich nehme an, dass sich mehr bewegen würde, könnten wir alle uns nicht im Netz schreibend entlasten.
      Ich hab schon ein Mitglied für meine reale Gruppe (-: (-: Wir treffen uns real (-:
      Mich verblüffte die virtuelle Wut insbesondere vieler Männer weil ich sie im realen Leben nicht spüre. Ich denke auch, dass Wut ein Handlungsimpuls ist. Wird sie zu lange unterdrückt, kann sie destruktiv werden.
      ich glaube auch, dass sich die Wut ganz schnell auflösen würde, gäbe es vernünftige Diskussionen beider Seiten.

      "Wenigstens habe ich wenn ich von der Regelkeule des Systems irgendwann erschlagen in der Ecke der Abtrünnigen liege ne Menge Ahnung von Politik ,Wissenschaft und Wirtschaft!"

      (-: ich werde auch dann wenig Ahnung von Politi haben. Fällt mir schwer zu verstehen. Aber ich werde dann erschlagen in der Ecke liegend noch mehr Ahnung von Psychologie haben (-:

    • Hallo Sören,

      ich verstehe nicht ganz.

      Es ist nun klar, was die Planer planen und wie sie es planen und dass der Plan der Planer ihr Plan ist und d.h. dass sie diejenigen sind, die sich mit ihrem Plan einzuzäunen und schadlos und determinierbar zu machen versuchen, dass sie also diejenigen sein werden, die in der perfekten Versuchs- und Gefängnisanordnung sitzen werden und kein Weg nach aussen sein wird.

      Aber was ich Sie fragen wollte, was denken Sie, wie die benommenen und betrogenen Mäuse auch in ihrer Benommenheitsgefangenheit auf diese aufmerksam gemacht und so von ihr befreit werden können? Damit die Mäuse mal Zähne zeigen.. Also soz. mit "systemischer Beeinflussung".

      Gracias

  25. Großartiges Gespräch.
    Überlegte Fragen… kluge und begründete Antworten…

    ich weiß nicht wie viele Leute Mazz seiner Bücher lesen, oder wie viele ihn zuhören…oder wie viele Menschen ihn verstehen wollen (bzw. können) …aber wie es aussieht sind es viel zu wenig.

    Alles was nicht die "Norme" entspricht (also die "Omegas", wie H-J Mazz es beschreibt) wird immer schneller und in allen Bereichen (auch in Vereinen und in der Arbeitswelt) abgelehnt.

    Nur der Zahnarzt meckernt nicht wenn ich ohne Maukorb (oder Maultasche…für die Schwaben) bin.

  26. Zitat: Ob nun diese so genannten „Schutz-Maßnahmen“ begründet sind oder nicht, steht hier nicht zur Debatte. Fakt ist, die Bewegungs- und Verhaltensfreiheiten, die wir noch im letzten Jahr genießen durften, sind eingeschränkt. Hinzukommen Eingriffe ins Grundgesetz, der politisch gewünschte „aufmerksame“ Bürger sowie eine direkte Ausgrenzung von Skeptikern und Andersdenkenden. Zitat Ende.

    Sorry, aber das hat für mich nichts mit "genießen durften" zu tun, so nach dem Motto, "seit doch froh das ihr das früher noch durftet", sondern mit den allgemein gültigen Menschenrechten.
    Jene Menschenrechte den Menschen zu nehmen, ist somit illegal, und darüber gibt es für mich auch keinerlei Diskussion.
    Ein Jeder der es unternimmt den Menschen diese grundlegendsten Rechte zu nehmen, ist daher für mich ein Verbrecher, und somit auch entsprechend zu behandeln, Punkt.

    • Recht braucht immer eine Kraft, die es durchsetzt. Daher: Es gibt nur das eine Recht, das Naturrecht, das Recht des Stärkeren. Mr. 9 mm oder Herr Bizeps sagen, was geht, was nicht. Der Stärkere ist in der Demokratie der Staat. Das Individuum verzichtet auf seine Gewalt zugunsten des Staates. Wenn der Staat und die Mehrheit der Vertragspartner aber das Falsche als Recht erkennen (und richtig), so ist es so, so ist die Werteumkehr Tatsache, es kommt zur Psychose. Wenn die Mehrheit sagt, die Erde ist flach, so ist sie flach. Wenn die Mehrheit glaubt, der Russe frisst Säuglinge und ist ein Untermensch, man muss deswegen einmarschieren, so marschiert die Mehrheit ein, um den Untermenschen zu züchtigen. Wenn die Mehrheit sagt, Schweinefleischesser sind Ungläubige und gehören gejagt und geschlachtet, so werden sie gejagt und geschlachtet im Glauben, das Richtige zu tun und im "Recht" zu sein. Wenn die Mehrheit sagt, Genitalien müssen verstümmelt werden bei Kindern, so passiert das aufgrund des gleichen Glaubens. Die Art Weltanschauung war schon immer so überall vertreten. Es sind die Mitläufer, die die Gesellschaft am Laufen halten. Bei den Pferden gibt es Führer und Folger. Erkennen der Volks- und Staatspsychose der Mehrheit heute nur erkennt die Minderheit. Die Mehrheit erkennt sich selbst nicht, sie hat kein Selbst-Bewusstsein, es braucht die Minderheit, die der Mehrheit sagt, wer sie ist. Überdies: Es braucht eine Gegenelite. Die Mehrheit schließt sich dann mitunter dieser an und entmachtet die alte Elite. Die Elite heute hat Angst vor den geistigen Führern dieser Gegenelite. Der Mitläufer wiederum bleibt der Mitläufer, er fächelt so oder so dem Obersten Luft zu. Die Coronakrise zeigt auf, wie die Welt wirklich aussieht, wie sie sich nur in der Illiusion versteckt.

      Nietzsche: "»Schönheit« ist deshalb für den Künstler etwas außer aller Rangordnung, weil in der Schönheit Gegensätze gebändigt sind, das höchste Zeichen von Macht, nämlich über Entgegengesetztes; außerdem ohne Spannung – dass keine Gewalt mehr Not tut, dass alles so leicht folgt, gehorcht, und zum Gehorsam die liebenswürdigste Miene macht – das ergötzt den Machtwillen des Künstlers."

      Polizei wird immer gebraucht… "Spion zwischen zwei Fronten"
      https://youtu.be/ZMPcMoBpG_g
      Gert Fröbe: "Weil man uns Polizisten immer brauchen wird, ganz egal, wer gerade am Ruder ist. Ob Deutschland von einem Kaiser regiert wird oder von Kommunisten oder Nationalsozialisten, jeder braucht Polizei."

      Ken spricht doch immer von Des-Illusionierung. Corona des-illiosioniert (den, wer noch nicht desillusioniert ist). Dieser "reset" meint auch einen in der klaren Sicht auf die Wwlt.

    • omnivore: Recht war schon immer was für kleine Geister. Die anderen haben begriffen, dass es sich nur um Macht handelt, die sie haben. Oder eben nicht haben. Recht ist für den Arsch, Niemand ist bereit, es zu verteidigen, wenn es um das Recht der anderen geht. Verteidigen wollen alle immer nur gemeinsames Recht. Es gehören aber nicht alle zur Gemeinschaft. Manche Sachverhalte sind schlicht unvermittelbar. Es gibt kein Recht, nur Macht, oder Ohnmacht. Deine Machtlehre allerdings finde ich reichlich primitiv. Wenn man nicht töten will, oder darf, nützt einem die 9mm nicht viel, und schlagen tut man auch nicht mit dem Bizeps. Für das Strecken ist der Triceps, oder willst Du auf Würgen hinaus? Na, gut, das sollte ein Witz von mir sein. Aber was hat die Tatsache, dass der Staat in offenen Kämpfen stärker ist, mit Demokratie zu tun? usw. ich finde Du bist ein bischen ins Schwatzen gekommen, über die richtige Anfangsidee.
      Trotzdem ist die Meinung der Menschen wichtig für die Macht. Aber nur die der größeren gesellschaftlichen Fraktionen.

    • at: Hans

      Könnte es sein dass Du die Begrifflichkeiten wie Wertigkeit von "Recht", mit Faustrecht assoziierst – und nur das?

      Dann:

      "Es gibt kein Recht, nur Macht, oder Ohnmacht." plus "Aber was hat die Tatsache, dass der Staat in offenen Kämpfen stärker ist…"

      Es gibt Recht, der Staat ist in "offenen Kämpfen" auch nicht stärker. DAS liegt am geltenden Recht. Sieh Dir mal die Urteile an, welche gegen die Interessen/Absichten des Staates auf allen Ebenen, gegen seine Entscheidungen ergangen sind. Ohne geltendes Recht wäre so etwas gar nicht möglich.

      Ich vermute Du meinst die Macht zur Rechtsbeugung/Missbrauch. Wenn Du im Recht bist und NICHT aufgibst, dann ist auch das nur temporär. Allerdings setzt "im Recht sein können", ein funktionierendes Staatsgebäude/Justiz als "rechtlicher Rahmen" voraus. Ansonsten richtig, dann wird das nichts mit diesem Recht, dann haben wir es mit Faustrecht zu tun welches anderen Ausführungs- u. Verwaltungsvorschriften unterliegt😁

      Für diesen Fall(abwärts), vergiss den 52 cm Oberarm, vergiss die 9 mm. Besorg Dir lieber einen Zirbeldrüsenzieher.

    • at: Sören Hüter

      Hier schließe ich mich an, Wörter wie "dürfen" implizieren in diesem Zusammenhang eine Instanz, welche dies großherzig genehmigt/zulässt. Diese kann es bei Menschenrechten nicht geben. Nur eine Instanz welche überwachend verhindert dass es zu solchen Exzessen kommt. Hier haben Machtkranke klare Ambitionen, diese müssen ihnen aber zügig und unmissverständlich ausgetrieben werden. Bewegungs – u. Verhaltensfreiheit kennt nur eine natürliche Grenze, jene bei der andere Menschen dadurch massiv beeinträchtigt werden.

    • Ich schalte mich mal in diese rechtsphilosophische Diskussion ein.

      "Verbrecher" oder Ungenüger primär an sich selbst. Jegliche Versuche dann die Grundrechte oder das Grund-Recht pragmatisch oder im physikalisch-naturalen Sinn zu begründen oder nihilistisch-zynisch-selbstvernichtend abzutun, sind natürlich Verrate oder Ohnmachtserfahrung und dann Machtumdrehungen aus sich selbst.
      Das Sollen des Grundrechtes begründet sich nur darin, weil es die "menschliche Natur" verlangt.
      Alles, was diese unterschreitet oder korrumpiert stellt Selbstverhinderung und meistens Selbstauslöschung in Kosequenz dar.

      Mein Auto (das ich nicht habe), ist natürlich viel stärker als ich. Aber ich lenke es. Der Fahrer ist es natürlich auch und nicht das Auto, das "mich" plattgefahren hat oder halt die Umstände der Fahrenden oder meiner, wenn der Fahrende unschuldig ist.

      Wer in einer solchen Weise mit nicht "menschlich"-pragmatisch-positiv zugewiesenen Grundrechten umgeht, verrät als erstes eine Selbstinsuffizienz. Und diese ist meistens wenn auch in Folge selbstvernichtend, wenn sie nicht schon aus der Ver-Nichtungserfahrung kommt.
      In dem aktuellen Fall ganz klar: Instrumentalisierung (wieder besseres Wissen und Vermögen!!) für Kräfte (die auch klar sind) und zwar so, dass die Instrumentalisierung selbstvernichtende Folgen hat (was auch klar momentan zu beobachten ist).
      Was das Traurige und Lustige ist: Die Instrumentalisierten hätten, wenn sie sich in einer Sekunde besinnen würden (und nicht hypnotisiert wären, aber auch dann..), augenblicklich die Einsicht, dass sie ja (auch entgegen möglicher scheinbarer Kraftverhältnisse) das viel trächtigere, mächtigere und erfolgsversprechendere Grundkonzept besitzen, welches ja die Gegenseite gerade mit Gewalt, Manipulation und Trug zu vernichten versucht, um ihr insuffizientes Grundkonzept durchzusetzen, das aber schon gescheitert ist, weil es sonst nicht die Notwendigkeit der Gewalt, des Betrugs und der Manipulation bedürfte, um wieder auf ihr eigenes Scheitern zu setzen (Insofern stimmt hier das Bild des ratlos Heroinsüchtigen (Homm)).

      Die Obstruierten müssten also nur erkennen, dass sie das bessere Modell haben und hätten und es in Kraft setzen (die wkl demokratisch-republikanische-sozial-marktwirtschaftliche, nennen wir es mal so, Konzeption, mit der schon ein historischer Erfolg in der Praxis erwiesen wurde (Röpke, Rüstow et al.) und die jetzt global als Alternative zu verwirklichen ist und ohne die es immer wieder zum gleichen Scheitern kommt und wenn kein Außen mehr da ist, dann wird automatisch die Selbstdestruktivität des end- und grundlosen Modells aktiviert.)

      Insofern ist die im Gespräch geborene Idee von Ken Jebsen vom "konstruktiven Untersuchungsausschuss" für mich die genialste Perle und Frucht des wunderbaren Gesprächs.
      Wir sind alle die Betrogenen und Eingelullten und die Betrüger und Beluller brauchen uns ganz dringend, um von uns gerettet zu werden. Weil sonst gehen sie morgen in Flammen auf!

      Andernfalls könnte die Welt an jenem erwiesenen Wesen genesen. (Sie müsste nur noch eine absolute fruchtbare Spekulations- und Finanztheorie und -ökonomik entwerfen.. und/oder halt demokratisch-republikanische Selbsterträglichkeitstheorie und damit dann Praxis) usw.

      Bestens

  27. Der Herr Maaz, seines Zeichens Bundes-Psychoanalytiker, zuständig für die ostdeutschen Provinzen, selbst ernannter Kenner spezifisch ostdeutscher Befindlichkeiten – im Grunde jedoch ein ganz gewöhnlicher liberaler Ideologe, der uns da mit Allerweltsschulbuchweisheiten von Fall zu Fall wieder auf Linie bringen darf, hat uns gerade noch gefehlt.

    • So, so.
      Wenn Menschen, weil sie sich einer (tatsächlichen oder vermeintlichen) Gefahr gegenüber sehen, die sie NICHT sehen, nicht schmecken, nicht riechen, nicht hören, nicht spüren und zudem noch nicht einmal rational einschätzen können, weil das im Grunde anfangs niemand kann, sich denjenigen unterwerfen, die sie dafür bestimmt haben, für solche Fälle Ideen zu entwickeln, wie man einer derartigen Lage Herr werden könnte, werden sie alle zu „Normopathen“.

      Und wenn ich mir seine vorstehenden Ausführungen so anschaue, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll mit dem Zerlegen dieses trivialen Unfugs.

      „Es gibt nur das eine Recht, das Naturrecht, das Recht des Stärkeren.“

      Das ist zunächst einmal ein weit verbreiteter Irrtum. In der Natur gilt gerade nicht ausnahmslos das „Recht“ des Stärkeren, sofern man in diesem Zusammenhang überhaupt von so etwas wie „Recht“ sprechen kann.

      „Der Stärkere ist in der Demokratie der Staat.“

      Das ist natürlich blöd für die „Demokratie, in allen anderen „Staatsformen“ war bzw. ist das natürlich nicht so.
      Zu dumm, denn das war und ist ja gerade der Sinn der Geschichte, nämlich u.a. dem „ewigen Schlachten“, und er damit einhergehenden “Selbstdezimierung“ vorzubauen oder Einhalt zu gebieten.
      Man sollte sich da z.B. die Geschichte der amerikanischen „Cosa Nostra“ etwas genauer anschauen. Besonders das wenig beachtete „Binnenrecht“ hat letztendlich dazu geführt, daß ein gewisser Lucky Luciano so etwas wie eine „Regierung“ schuf, die „Organisation“ damit quasi „zivilisierte“.

      Zu dumm darüber hinaus, daß aktuell der „demokratische“ Staat gerade nicht mehr in jedem Falle der „Stärkere“ zu sein scheint – mehr noch – er es sogar für abträglich oder überflüssig ansieht, über so etwas wie „Stärke“ zu verfügen, sondern es vorzieht, doch der „Natur“, sprich dem „Markt“, welcher ja so „natürlich“ und vor allem „erzdemokratisch“ sein soll, seinen Lauf zulassen, denn wenn es für „die größten Ökonomen aller Zeiten“ ein Gott gäbe, so hieße er „Wettbewerb“ – jedenfalls solange wir „gewinnen“.

      Und schließlich:
      „Das Individuum verzichtet auf seine Gewalt zugunsten des Staates.“
      Ganz abgesehen davon, daß diese Sichtweise noch nicht einmal ansatzweise zutreffend diesen langen historischen Prozeß beschreibt, verzichtet das Individuum im Grunde auf gar nichts, denn über eine „Gewalt“ in quasi „staatlichen“ Dimensionen verfügten nur die wenigsten und das war tendenziell schon immer so, seit dem wir begonnen haben, Ackerbau zu betreiben und Tempel zu bauen.
      Ohne diesen fundamentalen Prozeß, den wir „Produktion“, nämlich unserer Lebensbedingen, nennen, gäbe es keine „Arbeit“, derenthalben keine „Arbeitsteilung“, und damit auch keine „Herrschaft“ und keinen „Staat“
      Andernfalls bräuchten wir allein dafür, daß wir uns nicht permanent gegenseitig die Schädel einschlagen, keinen „Staat“ – das kriegen die Affen im Großen und Ganzen auch ohne einen solchen ja recht gut hin.

  28. Hallo Ihr Lieben,

    zum Gespräch. Als ich meinen fünften Geburtstag hatte und ich mir ein Spielzeug aussuchen durfte war, Plastig noch Plastig.

    Kurz um, das Spielzeug war, ein Plastiglaster in gelb, hat nicht lange gehalten, ehm… es ist am gleichen Tag zu Bruch gegangen.

    Als Kommentar vom alten Sack, "der vermutete biologische Vater" <<Du taugst nichst und Du solltest eigentlich abgetrieben werden, aber dies war Illegal und Du hast Deine Mutter Kapput gemacht" Mit fünf hatte ich keine Ahnung was dies beutet hatte. Schlagen war sein Hobby. Darum hatte ich immer Angst Kinder zu haben. Gut, mein Geburtsbewicht lag bei 4,9 Kg und dies 1963.

    Als ich nun 14 Jahre Jung gewesen bin landete ich nach dem Tod der Mutter in einem Internat und ich sprach mit meiner Erzieherin Karin Blum und ich stellte ihr folgende Frage "ich bin nicht damit einverstanden was der alte Sack von mir erwartet, was soll ich tun?" Ihre Antwort, << dann musst du dich selbst erziehen>>

    Diese Aussage hat mir das Leben gerettet und ich bin von da an meinen eigenen Weg gegangen. Mit vielen Fehlern, aus denen ich immer mehr gelernt habe als von Erfolgen. Ich hatte von diesem Tag an auch keine Angst mehr vor Fehler, ganz im gegenteil sogar.

    Dies ist der Grund warum ich diesen, ich bitte im Voraus um Verzeihung, diesen Herdentrieb der Menschheit nicht nachvollziehen kann.

    Das bedeutet nicht, dass ich nicht extrem emphatisch bin.

    Worum es für micht geht ist, leben Sie endlich ihr Leben und gehen Sie die Wege die Sie für Richtig halten, egal was andere davon halten. Nur ihr eigener Weg ist der Richtige.

    Ich hatte dies bereits mit 14 verstanden, wie sieht es mit euch aus.

    Mal nachdenken!!!

    Mit lieben Grüßen an alle

    Joachim Weis

    • Lieber WeisNix,

      "Diese Aussage hat mir das Leben gerettet"

      ist es nicht erstaunlich, dass manchmal ein Satz, eine Geste…das ganze Leben verändern kann? Für mich ein Geschenk und ein Wunder.
      Ich verstehe sehr gut, warum Sie diese Aussage Ihrer Erzieherin so bedeutungsvoll für Sie ist…..

      Und auch in diesen Zeiten erhalten wir trotz allem Geschenke. Es ist nur manchmal schwer sie erkennen weil der Blick auf das Übel gerichtet ist.

    • Ich spreche jetzt ein Gebet für Ihren Plastig-Vatter? aus:

      Wirst du jemals die Chance erhalten haben,
      die Er hatte und wirst du so in der Erlösung landen?

      (Noch was: Ich dachte, als ich hierher kam, die Menschen hier würden sich genau auf diesen Satz der Erzieherin berufen und von ihm etwas halten und etwas auf den Satz setzen, wenn es auch nicht so einfach ist..Und dann sowas..
      Aber auch irgendwie verständlich. Ist ein Überrumpelungsschlag, eine tiefere, biologische Verunsicherung und Verletzung..In diesem Sinne ist sie als Benommenheits-Herausforderung zu sehen, sich aus der Benommenheit wieder zu sich selbst zu befreien. Diese Immunisierungs-Entzündung muss der manchmal auch oberflächliche und plapperige Liberalismus bestehen, oder halt untergehen. Ich hoffe, dieser Virus hat die gleiche Fatalität wie der aktuell vorgespielte, scheinbar krönende! )

      Alles Gute. Danke!

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