Hassrede im Internet – zweierlei Ma(as)ß | #27 Wikihausen

Ein Beitrag von Wikihausen.

Groteskes und Postfaktisches aus der Wikipedia präsentiert von Dirk Pohlmann und Markus Fiedler.

Ein Netzwerk der Antideutschen (oder auch Transatlantifa) durchzieht das Internet. Sie ziehen eine Spur der Hassrede hinter sich her. Da werden grausame Witze über die terroristischen Bombenangriffe auf Dresden im 2. Weltkrieg und dem damit verbundenen Massenmord gemacht. Wenn Blindgänger von Fliegerbomben teilexplodieren, macht man darüber auch gerne Witze, egal, ob da Leute verletzt werden. Eine Linkenpolitikerin freut sich über Filme, in denen Deutsche sterben müssen und viele Geschmacklosigkeiten mehr. Seltsamer Weise können diejenigen, die solche kranke Gedanken äußern, weiter ihren Job verrichten. Man lädt sie gerne zu Radiosendungen und Interviews ein. Keiner maßregelt sie, sie werden nicht unehrenhaft entlassen.

Wehe aber, wenn jemand etwas am transatlantischen Bündnis herumzukritisieren hat, wie z.B. der Kabarettist Uwe Steimle. Der erntet einen Sturm der Entrüstung und zwar von genau den Leuten, bei denen anderswo Moral ganz klein geschrieben wird.

Und die Spur dieser Saubermänner reicht natürlich bis in die Wikipedia.

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Dieser Beitrag erschien am 03.08.2019 bei Wikihausen.

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12 Kommentare zu: “Hassrede im Internet – zweierlei Ma(as)ß | #27 Wikihausen

  1. Die Kritik im Video teile ich weitgehend. Solche Ansagen sind für Linke nicht nur unfassbar dreist, sondern auch selbstzerstörerisch. Denn die meisten, auch linksorientierte Menschen empören sich darüber einfach nur, zurecht. Einen Aspekt muss man allerdings dabei berücksichtigen: Wenn ein Antideuscher sagt, er würde gern eine Atombombe auf Deutschand fallen lassen, kann man das mit 100% Sicherheit in die Ecke gestörter Phantasien oder eine sonderbare Auffassung von Kunst stellen. Bei Hassreden aus dem rechten Spektrum hingegen, materialisiert sich das Gebaren sehr häufig leider auch in praktizierter körperlicher Gewalt am Opfer. Die Gefährdungslage aufgrund linker und rechter Hassrede ist daher durchaus zurecht unterschiedlich zu bewerten.

  2. Ohne es jetzt geprüft zu haben, aber ich las mal der Sohn von Heiko Maaß wäre auch dabei, bei diesen antideutschen Brandsatzwerfern und Autoanzündern.
    Wenn dem so ist, darf man dann mit Recht behaupten, der Sohn von Heiko Maaß ist ein Penner? Ha na das würde mir ordentlich das Jahr retten hihihihihi.
    Oder wäre das Hassrede? Kommt vermutlich drauf an, wer es correktiv-liest.

  3. Ja die Antideutschen und die Wikipedia, ein höchst ehrenwertes Konsortium.
    Aber der Zeitpunkt rückt näher, zu dem sie ihren Zweck erfüllt haben, und ihren Nutzen verlieren, vor allem Dank solcher Aufklärungsarbeit wie von Fiedler und Pohlmann.
    Man werfe einen Blick in die Vergangenheit. Diejenigen, denen die antideutschen Netzwerke dienen, sind nicht für ihre Loyalität oder gar Dankbarkeit gegenüber Fußvolk bekannt.
    Umso weniger verstehe ich diese Besessenheit, mit der manche Vertreter des Fußvolks, vor allem in den Medien, ihrem offensichtlichen Auftrag nachkommen.
    Muss was mit dem Belohnungssystem im Hirn zu tun haben, wie Süchtige.

  4. Wem nützt es?
    Inzwischen niemandem mehr.
    Vom Manipulieren und Denunzieren alleine erhält man Macht nicht; wenn nix mehr dahinter ist, wenn der Kaiser nackt ist, dann können die Transatlantiker machen, was sie wollen; die Zeit als Imperium ist für USA vorbei und ob die entstehende multipolare internationale Ordnung so ausgeglichen sein wird, wie man es sich wünschen würde, das wird sich zeigen, aber die Transatlantiker sind 2019 so putzig wie die Deutsch-Sowjetische-Freundschaft 1989.

  5. Hallo Dirk und Markus und alle anderen Interessierten,

    das Netzwerk der sogenannten Antideutschen ist die Verbindung die ihr sucht.
    Hier findet ihr Ruhrbarone, Bahamas, Jungle World, Felix, Dietfurt, Kahane, Kipping und Co.
    Alles die gleiche miesen Methoden (diffamieren, diskreditieren und lügen, alles als vorgeblich Linke und Weltverbesserer).
    Ich hatte in 2012 dazu ausführlich recherchiert und 3 Artikel hierzu veröffentlicht. In der Roten Fahne von Stefan Steins (siehe unten).
    Mein Fazit war, das sind strukturierte und planvoll handelnde Verbindungen mit ausreichend finanziellen Mitteln. Instruiert und ausgestattet zur politischen Einflussnahme. Westliche Dienste und Vertretungen „westlicher Länder“ sind involviert (z.B. die israelische Botschaft – siehe Artikel)

    Artikel 1 – Wichtigste politische Einflussnahme (in 2012) dieser Verbindungen
    Es ging um die Spaltung der Partei Die Linke. In Kräfte die Pro NATO, israelische Regierung, USA, EU, Kapitalismus und „humanistische Kriege“ waren und die böse Gegenseite. Wagenknecht, Lafontaine, Dehm, Hänsel und andere „linke Sozialisten“. Wie es ausgegangen ist, wissen wir ja jetzt in 2019. Wagenknecht geht und die Linke ist marginalisiert. Die Partei wurde von diesen Kräften zerrissen und ihrer Glaubwürdigkeit beraubt. Die Blaupause für diesen internen Parteiputsch (Spaltung der Opposition) kam m.E. aus den USA, wie ich in meinem Bericht ausführlich darlege.
    Zu politischen Hintergründen und der Strategie der Spaltung

    Artikel 2 – Inhalte und Ideologie der „antideutschen“ Bewegung
    Ob die Verhöhnung der Bombenopfer in Dresden oder die Schmähung ehemaliger KZ Opfer, die es wagten Israel zu kritisieren, es geht noch übler.
    Inhalte und Ideologie der „antideutschen“ Bewegung</a)

    Artikel 3 – Einfluss auf Kultur und Medien
    Eine Ergänzung zu der Version von 2012. Inzwischen (2019) sind sogenannte „Antideutsche“ auch in transatlantischen Think Tanks und Stiftungen vertreten (sogenannte Journalisten von der Bahamas) oder in der inzwischen staatlich gestützten Internetzensur der AA Stiftung.
    Da sitzen eben diese Antideutschen, die sich über Dresden lustig machten und schrieben „Harris bomb down Germany again“. Und solche Leute sind inzwischen verantwortlich, wer in sozialen Medien zensiert und gesperrt wird??
    Zensur ohne rechtliche Prüfung und Einspruchsmöglichkeit.
    Einfluss auf Kultur und Medien
    Und leider sind die Rechten 2019 auch nicht mehr unter 5% wie es noch 2012 der Fall war…

    • Vielen Dank für diese Artikel. Sie zeigen, dass diese Spaltung bereits VOR 2014 (das Jahr, das viele für den Startschuss halten) exakt genauso lief und das mit denselben Protagonisten.

    • Wenn man die Wirkungsweise dieser „antideutschen“ Gruppierungen betrachtet und mit Mausfelds belegten Techniken der (neoliberalen) Meinungsmanipulationen vergleicht, läuft einem der Schauer über den Rücken.
      Das sind keine vereinzelten „politischen Irrläufer“ mehr.
      Diese Art politischer Beeinflussung begann in den frühen 2000er Jahren und ist inzwischen breit angelegt.
      Infiltriert sind Linke, Grüne und SPD als angeblich „linkes politisches Spektrum“ allesamt. Pro NATO, für bewaffnete „Friedensmissionen“ rund um den Globus, Solidarität mit rechten Kriegern wie Netanyahu und Poroschenko, neoliberale Handelsabkommen, etc.
      CDU/CSU, FDP und AFD benötigen keine neoliberale Beeinflussung mehr. Die sind schon auf Spur gebracht und parieren.
      Die massive Aufrüstung, Aufstockung der Mittel und Erweiterung der Befugnisse westlicher Dienste seit 9/11 und des „war on terror“ im gleichen Zeitraum, wie das Erstarken der „antideutschen“ Bewegung ist sicherlich nur reiner Zufall…

  6. Ich möchte hier an dieser Stelle auf einen ähnlich gelagerten Fall hinweisen, denn es ist ja nicht einfach nur so, daß Faschisten sich als Antifaschisten tarnen, sondern es gibt, wer hätt’s gedacht, auch heute Faschisten die tatsächlich als Faschisten auftauchen. Auch hier wird mit zweierlei Maß gemesen – das Establishment nutzt was ihm dienlich ist:

    Die Ausrichtung von Baberowskis „Interdisziplinärem Zentrum für vergleichende Diktaturforschung“ war so unwissenschaftlich und von einer derart reaktionären politischen Zielsetzung geleitet, dass es schon von Fachkollegen in zwei von vier Gutachten zerrissen wurde. Explizit hatte Baberowski in seinem Antrag angekündigt, Diktaturen als legitime und sogar populäre Alternativen zu demokratischen Herrschaftsformen betrachten und „wertfrei“ untersuchen zu wollen.

    Er bezeichnete Diktaturen als „Ordnungen, die nicht allein auf Unfreiheit, Gewalt und Unterdrückung beruhen,“ sondern „Konfigurationen des politisch Möglichen“ darstellen, „die verstanden werden müssen“. Sie seien in der Moderne schon immer Alternativen gewesen, „die unter bestimmten Umständen an Attraktivität gewannen“.

    Weiter hieß es in Baberowskis Antrag: „In manchen Ländern konnten Bürger tatsächlich ideell oder materiell von ihnen profitieren, weil unter prekären Verhältnissen offene Gesellschaften nicht leisten können, was Diktaturen unter anderen Umständen gelingt.“ Bezeichnenderweise war das Zentrum auch ausdrücklich als „Think-Tank“ geplant und sollte das Ziel verfolgen, „der Politik Angebote zu machen, die im Alltag der Entscheidungsfindung Verwendung finden können“.

    Bethke und die F.A.Z. sind außer sich, weil Studierende die Diktatur-Pläne öffentlich gemacht haben und Baberowski mittlerweile als das bekannt ist, was er ist: ein rechtsextremer Ideologe.
    (…)
    Der rechtsradikale Professor verklagt kritische Studierendenausschüsse, beschimpft politische Gegner wahlweise als „linksextremistische Gewalttäter“, „bösartige Psychopathen“, „widerwärtige Denunzianten“ oder „Geisteskranke“ und hetzt in den sozialen Medien sein rechtsextremes Umfeld – darunter Vertreter der Jungen Alternative und der neonazistischen Identitären Bewegung – gegen seine eigenen Studenten auf.

    https://www.wsws.org/asset/258fb7af-c0ee-49eb-b31a-adb7343250fD/image.jpg?rendition=image480

    Nur um ein Beispiel zu nennen: Im Januar verbreitete Baberowski auf Facebook das Foto eines Beitrags der Hochschulgruppe der IYSSE an der HU, der sich kritisch mit seinen Diktatur-Plänen auseinandersetzte. Darüber schrieb er: „An der Humboldt-Universität dürfen Stalinisten tun, was ihnen gefällt, und niemand hindert sie daran. Wer legt diesen Kriminellen das Handwerk?“ Auf Twitter fügt er noch hinzu: „Diese Irren gehören eigentlich in die geschlossene Psychiatrie!“
    (…)
    Und wir erklärten: „Unserer Meinung nach hängt dies mit der anhaltenden Neuorientierung der deutschen Außenpolitik zusammen. Das ‚Ende der militärischen Zurückhaltung‘ erfordert eine neue, reaktionäre Interpretation der Geschichte. Ansichten, die lange diskreditiert waren und abgelehnt wurden, finden nun Zustimmung und stehen außerhalb jeglicher Kritik. Wer sie angreift, wird der ‚Diffamierung‘ beschuldigt.“

    In der F.A.Z. wird dieser Zusammenhang seitdem immer wieder auf besonders abstoßende Art und Weise deutlich. Das Sprachrohr der Frankfurter Börse hat in den vergangenen Jahren nicht nur regelmäßig Baberowski die Seiten geöffnet, sondern auch dem AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland, der die Wehrmacht verherrlicht und Hitler und die Nazis als „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ bezeichnet.

    https://www.wsws.org/asset/ea4479e1-b806-4452-9751-e7c3d039645I/image.jpg?rendition=image480

    Bethkes Artikel ist Teil dieser Kampagne. Bezeichnenderweise erschien nur einen Tag später das F.A.Z.-Wochenmagazin mit dem Titel „Zaudernde Macht: Wie Deutschland mit seiner Rolle in der Welt hadert“. Das Titelbild zeigt den berüchtigten Stahlhelm des deutschen Militärs auf einer Schildkröte. Die Botschaft ist unmissverständlich: die massive Aufrüstung der Bundeswehr und die Rückkehr Deutschlands zu einer aggressiven Militär- und Großmachtpolitik schreiten trotz „bedeutender Bekenntnisse“ nicht schnell genug voran.

    Nach ihren historischen Verbrechen in zwei Weltkriegen weiß die herrschende Klasse genau, dass sie ihre neuerlichen Kriegspläne nur mit autoritären Herrschaftsformen und gestützt auf faschistische Kräfte gegen die überwältigende soziale und politische Opposition in der Bevölkerung durchsetzen kann. Das ist der wirkliche Grund für die Verteidigung Baberowskis durch die F.A.Z. und Bethkes Hass auf die Studierenden, die sein Diktaturen-Zentrum gestoppt haben.

    Aus:
    F.A.Z. verteidigt rechtsradikalen Humboldt-Professor Baberowski
    Von Johannes Stern
    17. August 2019
    https://www.wsws.org/de/articles/2019/08/17/babe-a17.html

    P.S.: Nun, an einen weiteren großen offen ausgetragenen Krieg der Großmächte glaube ich immer noch nicht, allein wegen der totalen Selbstvernichtung, aber bei all diesem Zinnober ist natürlich kaum an eine Progression zu denken. Oder doch?

  7. Hallo! Danke an euch und weiterhin viel Kraft für diesen Sumpf aus Irren. Warum so viel Zurückhaltung im Falle Dresden. Die Temperaturskala erfüllt für mich den Tatbestand der Volksverhetzung und Verherrlichung von Kriegsverbrechen! Dresden ist ein Kriegsverbrechen der Engländer, denn dieser Ekelbatzen Churchill wollte ja nicht nur den Krieg gewinnen, sondern das deutsche Volk vernichten und hat es auch recht gut mit einigen Millionen Opfern hinbekommen! Befreier? Mörder und Kriegverbrecher und nicht zu vergessen Eugeniker und Rassisten! Auf die Anklagebank mit dem Gesindel der Alliierten Lügner!
    Das ist kein Hatespeech sondern Geschichte!

  8. Die im Beitrag von Herrn Pohlmann und Herrn Fiedler genannten Personen u. Organisationen sind sich der Abscheulichkeit und der Absurdität dessen was sie verbreiten durchaus bewußt, das ist auch Zweck der Übung. Nämlich Provokation.
    Sie sind das was man umgangssprachlich U-Boote nennt.
    Was bedeutet, da sie das was sie tun unter einem falschen linken Etikett tun, ist überdeutlich daß sie dadurch einer linken, also progressiven Position/Bewegung schaden möchten.

    Einfach False Flag.

  9. Zu Tränen berührt hat mich gerade vor allem, mitzuerleben, wie empathisch Herr Pohlmann ist und wie sehr er unter einen schier unmenschlichen Druck gerät im Kontakt mit den Ungeheuerlichkeiten, die die Ruhrbarone von sich geben – hier im Zusammenhang mit der Bombardierung Dresdens.

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