High Noon – Wenn die Fetzen fliegen

Von Dirk C. Fleck.

Gelegentlich bedaure ich, dass ich schon vor langer Zeit damit aufgehört habe, einigen „verdienten“ Menschen die vulgärsten Ausdrücke an den Kopf zu werfen, die unser gut sortierter Sprachschatz hergibt – der persönlichen Hygiene wegen. Das gilt auch und insbesondere gegenüber vielen meiner Journalistenkollegen, selbst wenn ihr Arbeitsnachweis eine Beschimpfung der dritten Art rechtfertigen würde. Seit einigen Jahren schon beobachte ich unter ihnen eine perfide Lust, die verhängnisvollen Kriegsvorbereitungen einer durchgeknallten Machtelite medial zu unterstützen. Auf dem Gipfel der Ratlosigkeit, den die Herren der „freien Welt“ inzwischen erklommen haben, hat sich ihre „freie Presse“ auf beeindruckende Weise gleichgeschaltet.

Die verbale Aufrüstung in den Redaktionsstuben ist erschreckend und schreitet unvermindert voran. Dem Dauerfeuer dieser verleumderischen Berichterstattung entgeht niemand, der dumm genug ist, die Querfront aus SZ, Zeit, taz, Bild und Spiegel als Informationsquelle ernst zu nehmen. Von ARD, ZDF und Konsorten ganz zu schweigen. Der Schriftsteller Wolfgang Bittner brachte die von den „Qualitätsmedien“ geschaffene Realität  folgendermaßen auf den Punkt: Seit mehreren Jahren herrscht wieder Kalter Krieg. Europa ist erneut von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer gespalten – ich empfinde das als eine Jahrhunderttragödie. Angefangen hat es mit der Ausdehnung der NATO nach Osten, entgegen den Gorbatschow 1990 gegebenen Versprechungen. Mit der Ukraine-Krise begann 2014 die Aufrüstung der russischen Anrainerstaaten und parallel dazu eine an Bösartigkeit kaum zu überbietende Propaganda-Kampagne gegen Russland.“

Was also war mein Rat an mich selbst, als ich beschloss, meinem Zorn auf die fahrlässigen Handlanger unseres suizidgefährdeten Systems freien Lauf zu lassen? Ich musste mit dem Vorsatz brechen, nie wieder ausfällig zu werden, egal gegenüber wem. Also besuchte ich die Asservatenkammer, in der sämtliche sprachlichen Unflätigkeiten lagern, derer sich Menschen jemals bedient haben. Ich stieg hinab in die tiefsten Tiefen des Gewölbes, dorthin, wo die übelsten aller Schimpfwörter in den Regalen vermodern. Vielleicht, so sagte ich mir, hätte ich Glück und stieß auf einige Ausdrücke, die man den Hetzern mit einigem Recht ans Revers heften konnte. Aber wissen Sie was? Ich wurde nicht fündig, nicht einmal dort! Zwischen all den deftigen Angeboten fand ich nicht ein einziges Wort, das man auf die verblendeten Lohnschreiber von heute und ihre skrupellosen Vorgesetzten hätte anwenden können. Die unerzwungene Aufwiegelung, die sie so vehement betreiben, ist noch nicht erfasst worden in ihren wahren Auswirkungen. Den Jüngern der alternativen Internet-Foren rate ich sehr, sich keinen Illusionen hinzugeben. Denn offensichtlich hat die Mehrheit der Menschen immer noch kein Problem damit, den Dreck auch zu fressen, der ihnen vom Mainstream tagtäglich vorgesetzt wird. Deshalb, und nur deshalb war ich entschlossen, diese Schreibtischtäter als das zu bezeichnen, was sie in Wirklichkeit sind: als… als… .

Wie gesagt, da fehlen mir die Worte. Vielleicht sollte ich für diese Leute einen völlig neuen Begriff kreieren. Griegrumpf zum Beispiel. Ja, das ist gut, sie sind Griegrümpfe! Der Begriff wurde zwar eben erst von mir erfunden, ist aber schrecklicher als alles, was Menschen je in den Mund zu nehmen wagten. Aber bevor die beleidigende Wucht des Wortes erkannt und akzeptiert wird, vergeht zu viel Zeit. Zeit, die wir vermutlich nicht mehr haben. Denn die Griegrümpfe spielen mit dem Leben. Mit unser aller Leben. Wenn wir Pech haben, gibt es uns nicht mehr, bevor die ganze Tragweite des Begriffs erkannt wird. Die Griegrümpfe natürlich auch nicht, aber dazu später.

Drei dieser Griegrümpfe sind ganz sicher die Bild am Sonntag-Mitarbeiter Marcus Hellwig, Christian Spritz und Marvin Mügge, die am 19. März auf der BamS-Facebookseite ein Video zur Nato-Friedensmission im Baltikum veröffentlichen durften. Das Dreigestirn hat sich die Arbeit, auf die sogar der Reichspropagandaminister Goebbels stolz gewesen wäre, redlich geteilt. Der eine hat wohl das Bildmaterial ausgesucht, der andere den Text verfasst und der dritte hat das Ganze dann musikalisch unterfüttert, martialisch und heldenhaft. Der Text geht so:

Seit der russischen Besetzung der Krim lebt Osteuropa in Angst vor Putin. In Litauen übt die Bundeswehr im Rahmen der NATO-Mission „Enhanced Forward Presence“ nun für den Ernstfall. Sicherung der Ostflanke und Abschreckung Russlands. Deutschland hat dabei die Führung in Litauen übernommen. Litauische u„nd deutsche Soldaten bereiten sich Seite an Seite auf eine fendliche Invasion vor. Der litauische Brigade-Kommandeur Mindaugas Stepanovicius freut sich über seine neuen Kameraden aus Deutschland: „Wir haben das Verständnis füreinander sehr schnell gefunden. Auf militärischer und auf menschlicher Ebene.“ Bundeswehr-Generalmajor Bernd Schützt ist zufrieden: „Wir arbeiten mit den Litauern Hand in Hand.“ Danke, dass ihr Europas Freiheit schützt“. Wow! Danke, liebe Bundeswehr, danke, danke … Schauen Sie sich den Clip selbst an, er wurde am 19. März auf dieser Seite gepostet:
https://www.facebook.com/BamS/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf.
Aber Vorsicht, es zieht einem die Schuhe aus.

Falls Sie immer noch nicht verstehen, was ich meine, sollten Sie sich kurz diesen Film anschauen. Danach reden wir dann weiter, danach werden Sie hoffentlich begreifen, warum ich die Herrschaften, die im folgenden zitiert werden, Griegrümpfe nenne: https://youtu.be/h0bsrFyLz6U. Die ersten zwei Minuten reichen schon zum besseren Verständnis, obwohl es sich natürlich lohnt, den ganzen Film anzusehen.

Noam Chomsky, emeritierter Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker der US-amerikanischen Politik, fasst unser Dilemma folgendermaßen zusammen: „Over the years, there’s been case after case when there were very narrow decisions that had to be made about whether to launch nuclear weapons in serious cases. What is this guy going to do if his vaunted negotiating skills fail, if somebody doesn’t do what he says? Is he going to say, “Okay we’ll nuke them? We’re done?” Remember that in any major nuclear war, the first strike destroys the country that attacks; it’s been known for years. The first strike of a major power is very likely to cause what’s called nuclear winter, leads to global famine for years and everything’s basically gone. Some survivors straggling around.“

So. Und was sahen wir am 19. Februar bei Anne Will? Wir sahen die tapfere Sahra Wagenknecht, wie sie die 900 Milliarden Dollar, welche die NATO-Staaten für Rüstung ausgeben, mit den 66 Milliarden verglich, die Russland als Militärausgaben deklariert. Und wir sahen den dickbräsigen Chef des Bundeskanzleramts in der Art eines Kleinkindes, das mal kurz die Schaufel beiseite legt, auf die Tatsache antworten, dass unser Wehretat mit einer geplanten Steigerung von 5,4 Prozent wesentlich stärker zulegen wird als der Gesamthaushalt des Bundes. Originalton  Peter Altmaier: „Leider haben nicht alle Staaten gute Absichten und deshalb ist es wichtig, dass man sich verteidigen kann, wenn man sich verteidigen muss.“  Kugelbäuchlein John Kornblum, pensionierter amerikanischer Diplomat, ehemaliger Deutschland-Chef der amerikanischen Investmentbank Lazard und Dauergast in deutschen Talkshows, nickte zustimmend, während Bernd Urich, Leiter des Politikressorts bei der Wochenzeitung Die Zeit, die Zeit für gekommen hielt, die geplante Erhöhung des deutschen Rüstungsetats mit dem Argument zu  begründen, dass die Opferbereitschaft der Amerikaner nicht mehr sehr ausgeprägt sei, weshalb es nun an den Europäern sei, verteidigungspolitisch in die Bresche zu springen. Ulrich, der die verkniffenen Augen nie richtig aufzukriegen scheint, aber für sich den totalen Durchblick reklamiert („Der Krieg ist der moralische Ernstfall für Staaten, auch für demokratische“.), ist der bravste Diener seines Herrn Josef Joffe, der im Presseclub der ARD schon mal einen Mord im Weißen Haus empfahl, um den gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump loszuwerden. Trump nämlich hatte friedliche Gespräch mit Putin versprochen und er scheint sie nach wie vor zu suchen.

Das „Monster aus Moskau“ hat übrigens gerade angekündigt, dass Russland seinen Verteidigungsetat bis 2019 um 25 Prozent senken wird, was den Herausgeber und Transatlantiker Joffe nicht davon abhalten konnte, einen öligen Artikel wie diesen ins Feuer zu gießen. Unter der Überschrift VEREINIGT EUCH IM KAMPF FÜR DIE FREIHEIT schreibt ein Griegrumpf namens Yascha Mounk unter anderem: „Russland ist gerade sehr erfolgreich darin, die Demokratien des Westens zu untergraben. Um unsere Freiheit dagegen zu verteidigen, müssen wir viel mehr unternehmen.“ An anderer Stelle heißt es: „Schon weit vor der US-Wahl hatte der frühere Schachweltmeister und politische Dissident Garri Kasparow davor gewarnt, dass Wladimir Putin die Demokratie untergraben will. Und zwar nicht nur in Russland, sondern auch in den Nachbarländern, womöglich in der ganzen westlichen Welt. Damals wurde er als Spinner verlacht. Als Russland dann die Server der Demokratischen Partei in den USA hackte und Unmengen von Falschmeldungen verbreitete, wurden seine Warnungen schließlich als sehr vorausschauend anerkannt. Aber erst seit einigen Wochen werden die wirklichen Dimensionen der russischen Einmischung ersichtlich – weil Journalisten rund um den Globus immer mehr Details aufdecken.“

Journalisten rund um den Globus decken immer mehr Details auf?! Dass Russland die Server der Demokratischen Partei gehackt hat, wird nicht einmal mehr von der Demokratischen Partei behauptet, während sich Journalisten wie der von Joffe in die Propagandaschlacht geschickte Yascha Mounk weiterhin in ihrer Lieblingsbeschäftigung üben: diffamieren statt recherchieren. Ich könnte täglich aus dutzenden solcher oder ähnlich gelagerter Artikel zitieren, von der intellektuell verbrämten geopolitischen Analyse bis zur offenen Hetze, wie sie der Spiegel so perfekt beherrscht. In dieser Hinsicht hat das ehemalige Nachrichtenmagazin die Bild-Zeitung längst abgehängt.

Den Vogel schoss dieser Artikel von Griegrumpf Matthias Gebauer kürzlich ab: „Nato vermutet Russland hinter Fake-News-Kampagne gegen Bundeswehr.“ Darin heißt es: „Die Bundeswehr ist bei ihrer Baltikum-Mission Ziel einer perfiden Kampagne geworden. Nach SPIEGEL-Informationen wurden offenbar aus Russland Gerüchte über eine angebliche Vergewaltigung durch deutsche Soldaten gestreut. Die im Nato-Partnerland Litauen eingesetzten Bundeswehrsoldaten sind ins Visier einer konzertierten Desinformationskampagne geraten, die offenbar von Russland gesteuert wurde. Nach SPIEGEL-Informationen streuten Unbekannte vor einigen Tagen durch gezielte E-Mails Gerüchte, dass deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz in dem baltischen Land eine Minderjährige vergewaltigt hätten. Laut Nato-Diplomaten handelt es sich um eine gezielte Fake-News-Attacke zur Diskreditierung der Bundeswehr.“  Beweise? Nada. Spiegel Informationen! Offenbar.

Tja, Griegrumpf Gebauer, die glaubt euch doch keiner mehr. Deshalb schlug die Geschichte auch keine große Wellen. Das nächste Mal müsst ihr voll auf Angriff gehen: ab zwölf Uhr mittags muss endlich zurück geschossen werden – so in etwa. Und dann liebe Kollegen, könnte tatsächlich etwas passieren, was euer Zeitempfinden für den Bruchteil einer Sekunde bis in alle Ewigkeit auf den Kopf stellen wird: der atomare Alptraum. Josef Joffe könnte beim putten zu einem Birdie fünfzig Meter weit über das gepflegte Grün in  den nächsten Bunker geschleudert werden. An der Ericusspitze 1 würden die beim Mittagstisch sitzenden Spiegel-Redakteure von den Scheiben ihres Glaspalastes geköpft zuckend übereinander herfallen. Bild-Chefredakteur Julian Reichelt bestiege  vielleicht gerade seinen Audi A8 in der Tiefgarage des Konzerns und findet sich plötzlich im Freien wieder, weil das Gebäude über ihm mitsamt seinem Büro auf magisch Weise verschwunden ist. Andere Kollegen, die sich in den letzten Jahren die Finger wund geschrieben haben, um die Herzen der Menschen abzustumpfen, sehen ihre Kinder mit vor Schreck geweiteten Augen an sich vorbeifliegen, während ihnen selbst die Haut in Fetzen von den Knochen fällt. In der Elbphilharmonie hängt der Himmel voller Geigen und aus einem Flieger, der in zehn Kilometer über Hamburg hinweg Richtung Kopenhagen unterwegs ist, registrieren die Fluggäste erschrocken einen in rasender Geschwindigkeit aufsteigenden Pilz, der ihnen fast bis unter die Flügel reicht, während sich darunter die brennende Elbe ihren Weg durch ein gigantisches Trümmerfeld bahnt…

Hallo, ihr Griegrümpfe, die ihr uns zu Bewohnern eines anderen Planeten machen wollt. Eure wie unsere Zeit ist bald um, wenn ihr so weiter macht wie bisher. Aber natürlich wollt ihr so weiter machen. Na gut, dann hätte ich hier noch etwas für euch: Der US-Oberst Leutnant Steven Gventer bestätigte die Dringlichkeit des NATO-Aufmarsches an der russischen Grenze. Wörtlich sagte er: „WIR SIND BEREIT, TÖDLICH ZU WERDEN!“ Wie findet ihr das? Ist doch okay, oder?

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Artikels.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

88 Kommentare zu: “High Noon – Wenn die Fetzen fliegen

  1. Franz Maria Arwee und A.S.CRANE

    A.S. CRANE, ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen für Ihre positiven Einschätzungen bezüglich meines Charakters (Toleranz und Gemütsruhe, Demut, großes Herz). Das schmeichelt mir und freut mich natürlich, daß Sie das so sehen.

    Franz Maria Arwee, ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen für die aufrichtige Beantwortung meiner Fragen. Da geben Sie schon einiges von sich preis, was ich sympathisch finde.

    A.S.CRANE und Franz Maria Arwee, was meinen Umgang mit neuen Bekanntschaften betrifft, so verhält sich das folgendermaßen. Meine Grundeinstellung gegenüber neuen Leuten ist erst einmal positiv. Ich gehe davon aus, daß die andere Person positive Eigenschaften hat. Und bin neugierig, diese kennenzulernen. Natürlich wird die andere Person auch negative Eigenschaften haben, sonst wäre sie ja perfekt. Aber die negativen Eigenschaften interessieren mich nicht so stark.

    Und diese positive Einstellung gegenüber neuen Bekanntschaften gilt für mich bis zum Beweis des Gegenteils. Und dieser Beweis muß schon wirklich stichhaltig sein und konkret von der betroffenen Person erbracht werden und darf sich nicht nur auf wage Verhaltensmuster gründen, die ich schon von anderen Personen kenne, die ich nicht mag (Projektionen).

    Warum ist das so? Ich bin auf der Suche nach dem Schönen auf dieser Welt, nicht nach dem Häßlichen.

    Ich bin mit dieser Einstellung natürlich auch schon des öfteren auf die Schnauze gefallen. Aber werde ich sie deswegen ändern? Auf keinen Fall! Und zwar aus folgendem Grund: das Risiko, jemanden zu unrecht positiv eingeschätzt zu haben um dann später feststellen zu müssen, daß es sich um ein A….loch handelt gehe ich gerne ein. Denn jemanden positiv einzuschätzen bedeutet für mich ja nicht, daß ich mich dieser Person ausliefere. Der Schaden, den mir diese Person zufügen kann, wird sich also in Grenzen halten. Und die Konsequenz, die ich daraus ziehen werde, wenn ich erkenne, daß ich mich getäuscht habe ist schlicht und einfach, daß ich den Kontakt zu dieser Person abrupt oder allmählich abbrechen werde. Nicht mehr und nicht weniger. Ohne großes Geschrei. Ich mache es mir dann nicht zur Aufgabe, diese Person umzuerziehen. Wenn die Eltern daran gescheitert sind in einer Phase, in der die Person noch leichter formbar war, dann belasse ich es lieber dabei. Da wird meine Enttäuschung dann mehr als kompensiert durch die Erleichterung, mit diesem A….loch nichts mehr zu tun haben zu müssen.

    Die mögliche alternative Einstellung, nämlich allen Leuten erst mal skeptisch gegenüber zu treten oder gar davon auszugehen, daß es sich um negative Menschen handeln würde lehne ich aus folgenden Gründen ab. Erstens verbaue ich mir dadurch viele mögliche positive Erlebnisse. In der Regel findet man ja meistens nur das, wonach man gesucht hat. Bin ich also immer auf der Suche nach Negativem, so werde ich in erster Linie Negatives aufstöbern. Und umgekehrt. Ich greife lieber zehn mal versehentlich in die Kloschüssel wenn ich dadurch vermeiden kann eine wundervolle Blume zu übersehen, deren Schönheit man nicht auf den ersten Blick erkennt. Ich kann meine Hand immer wieder waschen, wenn ich versehentlich ins Klo gegriffen habe. Aber – und das ist der zweite, wichtigere Grund für meine Einstellung – die wundervolle Blume, deren Schönheit ich übersehen oder mißachtet habe, hat im schlimmsten Fall durch meine Mißachtung irreparablen Schaden genommen. Oder aber – was weniger schlimm wäre, weil es nur mich nicht aber die schöne Blume beeinträchtigt – sie will mich aufgrund meines ungeschickten Verhaltens nicht mehr an ihrer Schönheit teilhaben lassen. Das würde ich für mich persönlich als großen Schaden ansehen im Vergleich zu dem Schaden ein wenig Zeit mit einem A….loch verschwendet zu haben. Wohingegen der Schaden im anderen Fall irreparabel sein könnte.

    Franz Maria Arwee, was nun Ihren Umgang mit A.S.CRANE betrifft und A.S.CRANE, was Ihren Umgang mit Franz Maria Arwee betrifft so habe ich den Eindruck, daß Sie beide andernorts gemachte Erfahrungen auf diese jeweilige andere Person projizieren. OK, das ist nur eine These von mir als sporadischer Diskutierer bei KenFM. Vielleicht haben Sie sich ja schon andernorts ordentlich gezofft und der zwischen Ihnen entstandene Schaden erscheint Ihnen deswegen schon irreparabel. Das weiß ich nicht und in diesem Fall wäre mein Vermittlungsversuch (ich nenne das jetzt einfach mal so) zwischen Ihnen ohnehin zum Scheitern verurteilt. Der kleine Disput im Wisnewski Thread scheint mir jedenfalls nicht geeignet, derartig große gegenseitige Aversionen zu rechtfertigen.

    Aber mal bei meiner These bleibend stelle ich gemäß dem hier in diesem Thread gelesenen folgendes fest:

    Franz Maria Arwee, ich kann verstehen, daß diverse Leute, die hier mit Ihnen diskutieren dies nicht als Vergnügen empfinden. Sie haben meiner Meinung nach – auch wenn Sie das explizit von sich weisen – schon die Tendenz sich als Oberlehrer zu gerieren. Sie lassen kaum etwas gelten, was andere sagen und messen es immer an den Anforderungen Ihrer formalen Logik. An einer Stelle werfen Sie z.B. jemandem vor zu reduzieren (weglassen) anstatt zu abstrahieren (verallgemeinern). Sie übersehen dabei aber, daß Sie selbst den gleichen Fehler begehen. Und zwar z.B. an dieser Stelle:
    „Die Vorstellung, daß Leben sich selbst bekämpft, um zu überleben (Evolutionstheorie), ist sich selbst entlarvend. Das ist bereits ein Bodensatz an Verblödung, da bedarf es keiner Steigerung.“
    Hier reduzieren Sie aufs gröbste. Wenn die Evolutionstheorie dies tatsächlich besagen würde, das wäre selbstverständlich absoluter Blödsinn. Das tut sie aber nicht. Die Evolutionstheorie basiert (unter anderem) auf der Beobachtung, daß gewisse Lebensformen andere Lebensformen bekämpfen oder mit ihnen konkurrieren und daß dieser Konkurrenzkampf ein Antrieb zur Entstehung neuer und eventuell in irgend einem Sinne vermeintlich besserer Lebensformen ist. Diese qualitative Bewertung mal beiseite lassend ist das beobachtete Phänomen wohl schwer bestreitbar. Das wäre es in der Tat nur, wenn man es auf die schwachsinnige Formel reduziert, das Leben würde sich selber bekämpfen. Und das tun Sie und behaupten damit wiederzugeben, was die Evolutionstheorie besagt.

    Davon mal abgesehen ist natürlich unbestritten, daß der Darwinismus mannigfaltig mißbraucht wurde und wird (z.B. Sozialdarwinismus). Und als Glaubensbekenntnis ist er natürlich absolut untauglich. Aber das tut für meine Anmerkung hier nichts weiter zur Sache. Trotzdem möchte ich als kleiner Exkurs an dieser Stelle noch die Anmerkung machen, daß es bezüglich des Darwinismus ein großes Mißverständnis gibt. Ob es sich bei diesem Mißverständnis nur um einen Übersetzungsfehler ins Deutsche handelt, oder ob dieses Mißverständnis auch im englischen Sprachraum existiert kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls wird im deutschen Sprachraum „survival of the fittest“ als „Überleben des Stärkeren“ oder „Überleben des Fittesten (im Sinne von organischer oder körperlicher Fittness)“ verstanden. Das ist natürlich absoluter Unsinn. Darwin meinte mit „best fitting“ natürlich „am passendsten“. Überleben tut in der jeweiligen Ökonische das, was am besten in diese Nische paßt. Das kann in einem Fall brutaler Überlebenskampf sein, im anderen friedliche Kooperation. Wäre es anders, dann gäbe es keine Schmetterlinge sondern nur Dinosaurier. Wie sich so ein Mißverständnis so hartnäckig halten kann ist mir ein Rätsel.

    Franz Maria Arwee, dies ist nur ein Beispiel, wie sie selbst unzulässiger Weise reduzieren (weglassen). Sie tun dies meiner Meinung nach auch an vielen anderen Stellen, an denen Sie die Ausdrucksweise der anderen Leute kritisieren. Was Sie dabei weglassen ist – generell gesagt – die Tatsache, daß der von Ihnen kritisierte Sprachgebrauch meines Erachtens für die besprochene Betrachtungsebene korrekt ist (da bestimmte implizite Annahmen mit diesem Sprachgebrauch einhergehen) und die von Ihnen diagnostizierte Unlogik eine Fehldiagnose ist (da diese Diagnose diese impliziten Annahmen ignoriert), da Sie eine Präzision der Ausdrucksweise fordern, die für formale Logik angemessen sein mag aber nicht für die Sprachebene, auf der ein bestimmtes Phänomen (unter der Berücksichtigung impliziter Annahmen über die Ausdrucksweise) betrachtet wird.

    Dies führt verständlicher Weise bei Ihren Gesprächspartnern zu Irritationen und Aversionen. Und es verfestigt sich bei jenen der Eindruck, den Ihnen im Wisnewski Thread Marikka Schaechtelin kurz und prägnant in Form eines Zitats von Ihnen als Spiegel vorhält:
    „Woran ist zu erkennen, daß sich ein Mensch verlaufen hat? Das Verkünden von absoluten Wahrheiten“
    Sie halten das vermutlich für nicht gerechtfertigt. Aber vielleicht sollten Sie sich ein wenig in Empathie üben und versuchen sich in Ihre Gesprächspartner einzufühlen. Vielleicht könnten Sie dann zumindest verstehen, warum die das so sehen auch wenn sie sich Ihrer Meinung nach irren.

    Ich persönlich habe den Eindruck, daß Sie mit dieser Attitüde auch durchaus provozieren wollen. Aus welchen Gründen auch immer.

    A.S.CRANE, sie reden gern und viel von Liebe. Aber – zumindest was diesen Thread anbetrifft – praktizieren Sie diese nicht. Denn – und da muß ich Franz Maria Arwee mit seiner Klage über Sie absolut recht geben – Liebe und Ausgrenzung, das geht nicht zusammen.
    „Liebe durch Ausgrenzung.
    Finde den Fehler.
    Deshalb scheitert auch KenFM.“

    Ich hoffe KenFM scheitert nicht!!!

    • Noch ein paar Nachträge zum Gesagten:

      Franz Maria Arwee, ich wollte noch ein Kompliment zu einem schönen Bonmot nachreichen, das Sie hier von sich gegeben haben:
      „Statistik ist nichts anderes als die Kapitulation der Mathematik vor der Wirklichkeit mit mathematischen Mitteln.“

      Das kann wohl jeder von uns hier bestätigen, die wir im Durchschnitt zu 51% Weibchen und zu 49% Männchen und 17,8 Jahre alt sind! Oder waren es 49% Weibchen und 51% Männchen und 18,7 Jahre?

      Und was Ihr von mir zitiertes vernichtendes Urteil über die Evolutionstheorie betrifft, so haben Sie damit in Wirklichkeit ein vernichtendes Urteil über die (auch von mir erwähnte) verbreitete Fehlinterpretation Darwins geliefert. Wollte ich noch gesagt haben, da mir das grade auffällt.

      A.S.CRANE,
      „Ich glaube aber nicht, daß es an der ZAHL derjenigen liegt, die miteinander sprechen.“

      Doch, das glaube ich schon. Und ZWEI ist die kritische Menge. Nicht umsonst stellt das ZWIEGESPRÄCH eine ganz besondere Form der Kommunikation da. Im Zwiegespräch unter Freunden kann man mal so richtig vom Leder ziehen über das feindliche Lager. Und zwischen Angehörigen feindlicher Lager kann ein Zwiegespräch dazu dienen unüberwindliche Hürden zu beseitigen. Weil man im Zwiegespräch auch mal Zugeständnisse machen kann, zu denen man sich vor der Kulisse der anderen aus Gesichtswahrungsgründen nicht durchringen kann. Ein Vorteil ist auch, daß nicht Protokoll geführt wird.

      Oft entstehen Probleme in Online-Diskussionen grade aus dem Grunde, daß sie wie Zwiegespräche gehalten werden. Und dann steht das alles doch für die Ewigkeit und für jeden einsehbar schwarz auf weiß da. Das kann dann natürlich auch zum Tummelfeld für Misanthropen auf ihrer unaufhörlichen Suche nach dem Haar in der Suppe werden das, sobald gefunden, mit großem Tamtam zum Riesen aufgebläht wird.

    • Ich habe keine Aversion gegen A.S.Crane, warum auch?

      „Woran ist zu erkennen, daß sich ein Mensch verlaufen hat? Das Verkünden von absoluten Wahrheiten“

      Das ist _keine_ absolute Aussage, denn dies bezieht sich auf das (mittlerweile gegebene) dualistische Schubladendenken Gerhard Wisnewskis.
      Es wäre durchaus möglich gewesen, einen Satz zur Klärung dazu zu schreiben, hat sie aber nicht und somit ‚weglassen‘ praktiziert. Kein Sinnzusammenhang mehr erkennbar und damit keine Aufklärung. Es ist jedenfalls kein Argument Marrikas für mich erkennbar. Daher jedem seine Meinung und keine weitere Antwort meinerseits.

      Der im Thread mit ‚Unsinn‘ kam, war A.S.Crane, der überhaupt nichts direkt damit zu tun hatte, außer den Beschützer zu geben. Er entmündigt hier, aus meiner Sicht, die Marrika Schaechtelin. So zieht sich dies durch seine ganzen _moralisierenden_ Einwürfe. Etwas anderes macht er nicht.

      Die verwendete Spieltheoretische formale Strategie wird
      ‚Tit For Tat‘ genannt.

      Kriegt er die Kurve, ist das Thema für mich erledigt.

      Die Aussage zu ‚Survival Of The Fittest‘ Darwins wird im Deutschen gewöhnlich mit natürlicher Auslese, inzwischen als Gendrift, bezeichnet. Aber auch Genetik basiert auf Statistik, eines statistischen Universums.

      Der Punkt ist allerdings ein anderer Denkfehler, weshalb Dummheit von mir als tragend bezeichnet wird, denn in einem Kampf können die Kontrahenten _niemals_ ihr Leben gewinnen, genau wie auch im Krieg, kann das Leben nur verloren werden. Im Kampf geht es nicht ums Überleben, noch nicht einmal ums Längerleben.
      Der Begriff Überleben ist folglich tatsächlich ein krasser Denkfehler. Einfach Dummheit.

      Wettbewerb ermittelt generell Verlierer, denn der Zweite ist bereits der erste Verlierer. Wäre Wettbewerb die Grundlage der Evolution, stünde am Ende genau ein Sieger und mit diesem Einen die Evolution ja auch begann. Eine völlig sinnfreie Betrachtung.

      Ich mag Offenheit, als auch Direktheit. Das bedingt, daß dieses Verhalten, manchmal durchaus auch zurecht, als Axxxxloch-Verhalten bezeichnet wird. Eine Begründung hierfür hätte ich jedoch gerne als Minimum.

      Da wo ich aufwuchs, ist das auch kein Problem, für mich jedenfalls.

      Ansonsten wünsche ich uns allen eine gute Zeit.

  2. „1. Standfestigkeit

    Zuerst ist Ganser natürlich fassungslos, als er eine private Mail veröffentlicht und obendrein verfälscht sieht und macht sich Luft. Das ist auch richtig so! Friedliche Kommunikation heißt nicht unbedingt, dass man schweigen muss, wenn man angegriffen wird. Sehr authentisch zeigt er seinen Ärger. Er hätte auch die Möglichkeit gehabt, den Konflikt und auch weitere Attacken zu vermeiden und die Sendung zu verlassen. Das macht er nicht. Er bleibt standhaft und vertritt seine Position. Dadurch verhindert er nicht nur weitere Angriffe, sondern legt auch Diffamierungsabsichten bloß.“

    • „3. Differenzierung

      Differenzieren hilft, die Diffamierungsstrategie „Trennen durch „Entweder-oder“-Fragen, wie „Glauben Sie, die Medien lügen, oder sagen die Medien immer die Wahrheit?“ aufzulösen. Durch Differenzieren wird die Perspektive um ein „Sowohl als auch“ erweitert. Ganser antwortet beispielsweise, dass es sowohl gute als auch schlechte Journalisten gibt. Man müsse entsprechend prüfen. Eine trennende Zuschreibung wie zum Beispiel „Sie behaupten ja, die Medien lügen immer“ ist dadurch unmöglich gemacht. Das hat zur Folge, dass auch eine spätere Abwertung „Leute wie Sie“ ins Leere läuft.“

      O.K., es gibt auch bewußtseinsklare und friedenswillige Akademiker. Nicht alle Akademiker sind Griegrümpfe.

  3. Erst nochmal herzlichen Dank an Dirk C. Fleck, dass er immer so frisch und frei „von der Leber weg“ hier schreibt und damit immer themenerweiternd anstatt themeneinengend wirkt. So, dass die user, wie man sieht, diesem Vorbild nacheifern können. Ich also auch:
    Wenn wir davon ausgehen, dass diese Zivilisation- diese patriarchale Hirtenkultur, in der wir immer noch alle leben(müssen), prinzipiell auf Unterdrückung und Gewalt aufgebaut ist – und das tue ich- so ist es doch nur logisch, dass dieser Zivilisationsmensch per se von Grund auf ein Faschist ist. Wir sind also alle im Grunde mehr oder weniger faschistisch veranlagt. Ich könnte dies allein schon an den ganzen Kommentaren hier bei KenFM unter Beweis stellen, wenn ich wollte. Will ich aber nicht. Jedenfalls haben wir doch alle den Drang in uns, zu „bündeln“(Fascio=Bündel), wenn auch hin und wieder jemand auftaucht, der sich „führermäßig“ über alle anderen stellen will. Aber das bestätigt ja nur noch die von mir aufgestellte These. Selbstverständlich schließe ich mich dabei selber nicht aus.
    Vielleicht wäre das ja mal ganz gut und heilsam, wenn sich alle dessen bewusst würden und Ausschau nach anderen Ufern halten würden. Das Starren auf Macht und Asymmetrie hat dazu geführt, diese Verzerrung des natürlichen Lebens- Gleichgewichts als allgemein gültiges Glaubenssystem und alleinig mögliche Lebenspraxis anzunehmen.
    Den Schlüssel zu einer wirklich heilsamen Veränderung unserer Lebenswelt kann ich immer wieder einzig und allein in einer grundsätzlichen Veränderung des menschlichen Selbstverständnisses sehen.
    Da wir das komplexeste aller Lebewesen sind, ist eine Weiterentwicklung auf körperlich-gegenständlicher Ebene nicht mehr möglich. Diese von vielen immer noch als Weiterentwicklung angesehene Vertechnisierung des Lebens ist nur noch eine lebensvernichtende Degeneration. Von daher ist es ja nur logisch, dass eine Weiterentwicklung nur im geistigen Bereich noch stattfinden kann. Die homozentrische Verdichtung zum Materialismus hat ihren Höchststand überschritten. Ich z.B. hoffe deshalb nur noch auf ihre baldmöglichte Auflösung. Allein schon wegen der unerträglich ungerechten Schmerzen und Qualen, die dieser gegenwärtige von unserer Spezies verursachte Lebensvernichtungskrampf verursacht.

    • Liebe Freunde,

      OK – das klingt nach Anbiederung, denn ich kenne euch ja gar nicht.

      Aber wenn ich hier bei KenFM was schreibe, dann würde ich mir wünschen, daß ich hier mit Freunden kommuniziere in dem Sinne, daß wir ein gemeinsames Ziel haben: Frieden! Auch über den richtigen Weg zum Frieden könnten wir sicher trefflich streiten. Aber müssen wir uns deswegen gegenseitig beleidigen? Ich nicht!

      Was sich hier abspielt ist ein einziges Trauerspiel. Ein Aufeinanderlosgehen unter Friedensfreunden. Welche Schande!

      Ich bin mir sicher ich könnte mit jedem einzeln von euch ein fruchtbares Zwiegespräch führen. Und ich weiß auch woran das liegt.

      Zwischen mehr als Zweien scheint es nicht zu klappen. Schade!

      Vielen Dank liebe Veganislove für diesen Ihren Beitrag und für die anderen in zwei anderen Diskussionen, die Sie hier in den letzen Tagen beigetragen haben. Die sind alle sehr erbaulich und lehrreich für mich. Letztendlich habe ich mich aufgrund eines Beitrags von Ihnen in der Diskussion zum letzen Beitrag von Frau Hecht-Galinski dazu hinreißen lassen, mich nach längerer Zeit wieder mal in eine Diskussion bei KenFM einzumischen.

      Ich denke mein Bedarf hierfür ist bis auf weiteres wieder für eine zeitlang gedeckt.

      Ich hätte zwar durchaus ein paar Kommentare an die diversen Streithähne auf Lager – aber ich fürchte es würde evtl. als unangebrachte Belehrung verstanden, wodurch ich dann selbst in die lächerlichen Streitigkeiten involviert würde.

      LG W. Schürer

    • Anschauungsmaterial für Friedensfreunde wie man die Fassung bewahren kann wenn man auf ganz niederträchtige Weise angegriffen wird:
      rubikon.news/artikel/der-stein-der-weisen

      Standfestigkeit
      Kampfauflösung
      Differenzierung
      Sachlichkeit
      Zuhören
      Schweigen und Abwarten
      Entspannung

    • Lieber Herr Schürer,
      ich bin da ganz bei Ihnen. Jedenfalls fast. Ich glaube aber nicht, daß es an der ZAHL derjenigen liegt, die miteinander sprechen. Ich glaube, daß der Krieg seine Ursache in den Intentionen der Griegrümpfe hat, die überall und ständig herumjoffen. Und an der Naivität der Aufrichtigen, die glauben, sie könnten einen Griegrumpf dazu bringen, das aufzugeben, was er tut, denn da er tot ist, braucht er das Leben der anderen: Aufmerksamkeit. Denn sind die Griegrümpfe nicht alle miteinander Energievampire?
      Und, nein, ich finde ÜBERHAUPT nicht, daß Sie sich anbiedern. Ihre Verlautbarungen hier waren mir sehr wertvoll. Auch Deine, Veganislove. Und die von vielen anderen.

      Woher weiß die Faust, daß der Tisch hart ist, wenn sie mit ihren Knöcheln auf die Tischplatte klopft?
      Kann sie sich da wirklich so sicher sein?
      Warum glaubt die Feder, die Tischplatte wäre weich, wenn sie mit ihr in Berührung kommt?

      Wenn ich in eine Schottermaschine große Steine hineingebe, dann werden auf der anderen Seite immer nur Steine herauskommen. Kleiner zwar, in anderer Form, in neuen Anordnungen, aber immer nur Steine. Niemals Blumen.

      Das akademische Bewußtsein sinniert über die Liebe.
      Das ist, als wollte ein Blinder eine Dissertation über Farben schreiben.

      Das Wahrheitsministerium bei der Arbeit.
      Und anschließend jeden kleinen Schnippsel ins Gedächtnisloch.

      Doppeldenk. Neusprech. Jedes Wort kann auch sein Gegenteil bedeuten. Das ist die postpostmoderne Dialektik.

      „Wie gesagt, da fehlen mir die Worte. Vielleicht sollte ich für diese Leute einen völlig neuen Begriff kreieren. Griegrumpf zum Beispiel. Ja, das ist gut, sie sind Griegrümpfe!“ Dirk C.Fleck

    • „Ich bin mir sicher ich könnte mit jedem einzeln von euch ein fruchtbares Zwiegespräch führen. Und ich weiß auch woran das liegt.“
      Daaaaa bin ich mir nun wiederum gar nicht so sicher.
      Wenn es jedoch trotzdem klappen sollte, dann liegt es gewiß an Ihnen. An der Demut, die ich in Ihnen sehen kann. Und an Ihrem großen Herzen.

    • Sicherheitsabstand:
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    • Veflixt, das hätte doch so aussehen sollen:
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    • Die Misere, in der die Menschheit steckt, hat sich aus der Summe der Fehler und Schwächen aller in einem seit Tausenden von Jahren von Irrsinn geleiteten Macht- System ergeben. Das wollte ich sagen. Ich habe z.B. in meinem Leben bei Gruppen welcher Art auch immer, ausnahmslos erlebt, dass sich bald „Führer“ aufgeschwungen haben und sich eine dementsprechende Hierarchie gebildet hat, bei der die „Obersten“ immer Druck nach unten ausgeübt haben. Damit ging das Gesamtniveau der Sache immer den Bach hinunter. Plötzlich war das Machtgefüge wichtiger als die Sache selbst. Deshalb konnte ich nie auf Dauer ein „Gruppenmensch“ sein, weil man in dieser Menschheits-Gesellschaft in Gruppen immer entweder zu den „Drückern“ oder zu den „Kriechern“ gehören muss. Sonst ist man eben „Einzelgänger“ und stört nur in dieser faschistischen Lebensvernichtungsmaschinerie. So ist das leider immer noch überall. Klingt fatalistisch, aber ich glaube, wir müssen uns mit dieser Realität auseinander setzen. So habe ich meinen Text oben gemeint. Dass es in diesem System „Gütigere“ und „Schlechtere“ gibt und „Helden“, „Weise“ und „Messiasse“, widerlegt meine These nicht, sondern bestätigt sie nur. Diese patriarchale, gewaltgläubige Hirtenkultur begünstigt immer nur die Schlechtigkeit im Menschen. Und dies so stark, dass wir jetzt den „Satanismus“ an der Macht haben, der von oben die Dinge entsprechend regelt. Das einzige Heilmittel, was ich da sehe, ist die grundsätzliche Ächtung von Gewalt, die Bereitschaft zur absoluten Gewaltlosigkeit. Aber dafür muss erst ein breites Bewusstsein geschaffen werden, denn es herrscht ja immer noch kein Konsens darüber, was Gewalt oder Gewaltlosigkeit in Wirklichkeit bedeuten. Ich habe den Eindruck, dass immer noch viele glauben, „ein bisschen Gewalt“ muss sein und dann muss eben auch immer „ein bisschen Krieg“ und „ein bisschen Unterdrückung“ sein. Aber bei „dem bisschen Schlechtigkeit“ und „dem bisschen Lebenszerstörung“ bleibt es eben nicht und niemals.
      Deshalb mein Vorschlag für ein grundsätzlich anderes Selbstverständnis unserer Spezies. Nicht „macht Euch die Erde untertan“, sondern „hegt und pflegt diese Erde“, hätte es heißen müssen. Heute muss es schon heißen: „heilt sie mit bedingungsloser Liebe“. Ob und was und wie weit wir heute noch heilen können, wissen wir nicht. Aber wir müssen es versuchen. Es ist der einzig verbliebene Weg. Das geht aber erst in umfassenden Maße, wenn auch die Krankheit umfassend erkannt worden ist, die in jedem einzelnen Menschen ihre Spuren hinterlassen hat. „Wir sind die Guten“ ist immer nur eine kurzfristig befriedigende Täuschung, die nur wahre Erkenntnis und geistige Weiterentwicklung weiter verzögert. Das Leben ist und bleibt aber ein Wunder. Und das ist auch schön.

    • Veganislove,

      „Ich habe z.B. in meinem Leben bei Gruppen welcher Art auch immer, ausnahmslos erlebt, dass sich bald „Führer“ aufgeschwungen haben und sich eine dementsprechende Hierarchie gebildet hat, bei der die „Obersten“ immer Druck nach unten ausgeübt haben.“

      Ich denke mit dieser Beobachtung liegen Sie in vielen Fällen durchaus richtig. So absolut verallgemeinern wie Sie das tun, würde ich das aber nicht.

      Ich bin auch kein Freund von Hierarchien und froh um jede überflüssige, die man erfolgreich vermeiden konnte.

      Aber es gibt auch Fälle, in denen Hierarchien gerechtfertigt sind. Was ich meine kommt gut zum Ausdruck in dem Beitrag von „Außerkontrolle“ – den ich deswegen der Einfachheit halber hier rein kopiere – im JAPCC-Thread (zu dem Sie vor ein paar Tagen einen sehr interessanten Kommentar beigetragen haben),.

      Was halten Sie denn von dieser Art von Hierarchie?

      Zitat („Außerkontrolle): „In diesem Zusammenhang sei noch etwas zu der Sehnsucht vieler Menschen nach einem Anführer gesagt.
      Stellen Sie sich vor Sie befinden sich in einer Gruppe von sagen wir 20 Leuten, die alle mittel- arbeits- und obdachlos sind. Nun kommt jemand der sagt ihnen: „Ich gebe Euch die Mittel, das Material, den Boden, damit ihr euch ein Haus bauen und einen großen Garten anlegen könnt, der euch ernähren soll.
      Alle sind begeistert und beginnen mit der Arbeit. Was wird dabei passieren?
      Es werden sich individuelle Kompetenzen innerhalb der Gruppe herausstellen, wenn es darum geht die verschiedenen Arbeiten bewältigen zu können. Man kann auch sagen, es werden sich jeweils passend zu den Aufgaben natürliche Führer herausbilden, die aufgrund ihrer Kompetenzen von den anderen anerkannt werden. Mal führt der eine, mal der andere.
      Am Ende, wenn alles fertig ist, und eingezogen werden kann, werden die Leute wahrscheinlich nicht streiten und sagen: Du hast ja nur die Planung gemacht oder du nur das Fundament etc., deshalb darfst du nur ein kleines Zimmer bewohnen oder ähnliches. Nein, sie werden jeden, der mitgearbeitet hat das gleiche Recht einräumen. Und sehr wahrscheinlich wird sich auch in sozialen Fragen wieder jemand mit einer natürlichen Autorität finden, der helfen kann und von den meisten akzeptiert wird.
      Was soll das kleine Beispiel verdeutlichen? Es kommt darauf an, ob man Kompetenzen von anderen im wahrhaften Leben verifizieren und damit ihre Rolle als Führer akzeptieren kann. Das ganze baut auf sichtbare, nachvollziehbare Beteiligung, gegenseitiger Anerkennung und letztlich auf Kooperation auf.
      Nach meiner persönlichen Erfahrung sehnen sich die meisten Menschen nicht einfach nach einem Führer aus der Bereitschaft oder dem Willen heraus sich unterordnen zu wollen. Ich bin nach vielen Gesprächen eher der Überzeugung, dass sie auf der Suche nach Ehrlichkeit, Wahrheit und Authentizität sind, eben nach Deckungsgleichheit von politischen Willensbekundungen und der tatsächlichen Verwirklichung dieser, insbesondere wenn es um soziale Themen wie Sicherheit vor Existenznot, Freiheit, echter Gleichheit, Gerechtigkeit und natürlich Freiheit und Frieden geht.
      Kaum jemand will einen Führer, der in den Faschismus und Unfreiheit leitet. Und wenn, dann nur, weil ihnen das Denken und die Sehnsucht nach Freiheit ausgetrieben wurde.
      An Führung selbst ist gar nichts auszusetzen, eher das Gegenteil ist der Fall.
      Nur bringt unsere politische Landschaft nicht im Ansatz eine Figur hervor mit den genannten Eigenschaften und Absichten. Und wenn, dann könnte sie in unserem System null ausrichten.“

    • Lieber Herr Schürer! Auf auf die Gefahr hin, jetzt als Miesmacherin zu wirken, muss ich doch ehrlich sagen, dass ich dieses von Außenkontrolle so positiv phantasierte Beispiel nicht als einen beispielhaften „Beweis“ für eine positive Gruppenauswirkung ernst nehmen kann. Es könnte so sein, aber es könnte genauso gut anders sein, was nach meiner Lebenserfahrung das viel wahrscheinlichere wäre. Es könnte sich z.B. Gruppenmitglieder dann gleich überlegen, welche Räume im Haus die vorteilhaftesten wären und sich sofort daran machen, sich bei dem guten Führer einzuschmeicheln, um Vorteile vor anderen zu bekommen usw.
      Als letzten Satz schreiben Sie „Nur bringt unsere politische Landschaft nicht im Ansatz eine Figur hervor mit den genannten Eigenschaften und Absichten. Und wenn, dann könnte sie in unserem System null ausrichten.“

      Da gebe ich ihnen uneingeschränkt recht. Damit sagen Sie aber im Grunde das selbe, wie das, was ich hier versucht habe, auszuführen. Nur, dass ich den Rahmen größer gesteckt habe und anstatt „unsere politische Landschaft“ diese unsere ganze Zivilisisation gemeint habe. Ich beobachte schon seit vielen Jahren, wie sich das „Messias-Vernichtungs- Prinzip“(Wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt) dieser Zivilisation kontinuierlich wiederholt. Diese Zivilisation ist auf dem Prinzip der Kriegsführung und Machtergreifung durch Gewalt aufgebaut.
      Wir kennen doch das Prinzip der Eroberer, die im eroberten Land immer die hellsten Köpfe gekappt haben zur Absicherung ihrer Herrschaft. Die Logik der Gewalt und der Unterdrückung. Diese Logik will jetzt mittlerweile über die ganze Welt herrschen. Wir als einzelne Menschen können nur versuchen, in unserem eigenen Herzen diese Logik der Gewalt zu erkennen und zu durchbrechen ihr dann bewusst nie und nirgends mehr Folge leisten. Das ist jetzt ein spannender Kampf der Geister. Wer sich hier in diesem Gewaltsystem in keiner Weise mehr bereichern will, braucht keine Angst mehr haben. Liebe kann mit Gewalt nicht besiegt werden und Glückseligkeit ist mit Geld nicht zu erwerben. Jesus sagte ja angeblich auch: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

    • Es hat auf diesem Planeten vor tausenden von Jahren Menschheitskulturen gegeben, die nicht vom Prinzip Gewalt geprägt waren, wie diese Zivilisation. Auch heute noch wird kein Mensch mit Gewaltbereitschaft geboren. Diese Gewalt, von der heute unsere ganze Welt durchsetzt ist und die jetzt dabei ist, alles empfindsame Leben zu ersticken, hat es ursprünglich nicht gegeben und ist eine Krankheit am Menschen.
      Die Spuren gewaltfreier und Krieg-loser Kulturen sind verwischt und mit der Zeit auch immer wieder ganz bewusst überdeckt und verleugnet worden, damit der Glaube an eine Grundbedingung der Gewalt nicht angekratzt würde.
      Die Griechen träumten noch vom „Goldenen Zeitalter“(Wikipedia) und wir kennen das Bild vom Paradies. In der Berliner Szene-Zeitschrift SEIN(sein.de) ist in einem Heft vom 27.Sept.2009 ein Interview mit einem indischen Owiyam-Meister erschienen, der ein umfassendes System beschreibt, dem wiederentdeckte Wissenschätze der uralten Kultur Indiens – der Drawida-Hochkultur- zugrunde liegen. Er stellt die vorvedische Tradition Indiens als Quelle praxisnaher Lebensweisheit dar und erklärt, welches Potenzial sich hinter einer ganzheitlichen Philosophie verbirgt, die gesundheitliche und soziale Umwelt-Aspekte als eine miteinander eng vernetzte Einheit betrachtet.
      („Vergessene Weisheitslehren“ in den Sucher von sein. de home eingeben).
      Es wurde 2009 versucht, ein Zentrum für diese Lehre nahe Berlin aufzubauen, was wohl auch kurze Zeit existiert hat. Leider hat sich dies aus einem nicht mehr recherchierbaren Grund wieder aufgelöst und ich konnte nur noch über Telefon von einer Frau, die in irgendeiner Form dabei gewesen ist, noch erfahren, dass sich diese Leute wieder nach Süd-Indien zurückgezogen haben sollen und dort nun angeblich ein solches Zentrum besteht. Die wunderschöne Web-Seite, die sie hatten, ist allerdings nicht mehr weiter betrieben worden. Das Zentrum soll von internationalen Musikern besucht werden. Mehr ist nicht mehr in Erfahrung zu bringen, seltsamerweise.

    • Liebe Veganislove,

      „Auf die Gefahr hin, jetzt als Miesmacherin zu wirken …“

      Keine Sorge, ich zumindest sehe diese Gefahr nicht. Ich teile Ihre Sicht der Dinge ja weitgehend. Auch was das hier besprochene Thema betrifft.

      Sie haben schon recht, das von Außerkontrolle skizzierte Szenario ist wohl doch etwas zu blumig geworden („sie werden jeden, der mitgearbeitet hat das gleiche Recht einräumen“). Diese Einschätzung wäre wohl angesichts der existierenden Gesellschaftsverhältnisse eher eine rühmliche Ausnahme als die Regel. Die würde wohl eher so aussehen, wie Sie das beschreiben: „Es könnte sich z.B. Gruppenmitglieder dann gleich überlegen, welche Räume im Haus die vorteilhaftesten wären und sich sofort daran machen, sich bei dem guten Führer einzuschmeicheln, um Vorteile vor anderen zu bekommen usw.“.

      Ich wollte mir durch das Zitat des von Außerkontrolle beschriebenen Szenarios ja nur die Arbeit des Selberschreibens ersparen. Der eigentliche Punkt, den ich ansprechen wollte ist folgender – und Sie dürfen mich gerne korrigieren, wenn Sie das anders sehen: ich denke es gibt doch Szenarien, in denen es von Vorteil ist Entscheidungsbefugnisse (nicht Machtbefugnisse!!!) zu delegieren. An Einzelpersonen oder Gruppen, die sich aufgrund Ihrer hierfür erwiesenen Kompetenz dafür qualifiziert haben. Temporär und unter Einhaltung von Transparenz und gewährleisteter, mit wirksamen Sanktionsmöglichkeiten bewährter Kontrolle durch die Betroffenen. Ganz einfach aus Effizienzgründen. Das ist wie beim Wandern. Ich gehe ungern in allzu großen Gruppen wandern. Denn es bestimmt immer der Langsamste das Tempo der gesamten Gruppe. Nun bin ich kein rasender Wanderer, sondern ein Genußwanderer. Aber alles hat seine Grenzen.

      Diese Form der Delegation wird in unserem aktuellen politischen System, der von Parteien gekaperten Demokratie, eindeutig mißachtet und von den Parteien mißbraucht. Ein schöner Ansatz diesen Mißbrauch zu bekämpfen – auf den ich übrigens auch über KenFM aufmerksam geworden bin (in der bisher einzigen Ausgabe der KenFM-Sendungs-Rubrik „KenFM Live“ vom 8.11.16) – finden Sie hier: buergerkandidaten.de
      Kennen Sie das schon? Als das Thema damals in KenFM Live zur Sprache kam machte Ken ja so verheißungsvolle Andeutungen, daß hierfür seitens KenFM noch mit einer spektakulären Unterstützungsaktion zu rechnen wäre. Davon habe ich bisher leider nichts mitbekommen. Ich dachte damals schon für einen Moment, Ken würde sich eine eigene Kandidatur für den Bundestag bei den Buergerkandidaten überlegen und dies demnächst bekanntgeben.

      „Diese Gewalt, von der heute unsere ganze Welt durchsetzt ist und die jetzt dabei ist, alles empfindsame Leben zu ersticken, hat es ursprünglich nicht gegeben und ist eine Krankheit am Menschen.“

      Ob es diese Gewalt ursprünglich gegeben hat oder nicht weiß ich nicht zu beurteilen. Aber damit haben Sie sicher recht: „Die Spuren gewaltfreier und Krieg-loser Kulturen sind verwischt und mit der Zeit auch immer wieder ganz bewusst überdeckt und verleugnet worden, damit der Glaube an eine Grundbedingung der Gewalt nicht angekratzt würde.“

      Daß sich diese Gewalt inzwischen epidemie-artig über die ganze Welt ausgebreitet hat ist ebenso tragisch wie unbestreitbar.

      „Wer sich hier in diesem Gewaltsystem in keiner Weise mehr bereichern will, braucht keine Angst mehr haben. Liebe kann mit Gewalt nicht besiegt werden und Glückseligkeit ist mit Geld nicht zu erwerben.“

      Viele Leute wollen sich gar nicht bereichern. Sie würden nur gerne in Friede und Freude und oberhalb der Armutsgrenze leben und haben gar keine Lust sich mit den Machenschaften der Ausbeuter zu beschäftigen. Ich denke, diese Leute haben schon etwas, was ihnen mit Gewalt genommen werden kann und deswegen auch eine berechtigte Angst davor. Sich bequem in die Hängematte zu legen und sich nicht um die Mechanismen der Manipulation, Geschichtsverfälschung und Gewaltanwendung zu kümmern ist wohl kein gangbarer Weg, da er den Machthabern in die Hände spielt.

      Ich persönlich muß Ihnen gestehen, daß ich mit meinen materiellen Verhältnissen zufrieden bin und gerne träumend in der Hängematte liege. Zum Revolutionär tauge ich wohl nicht. Dafür geht’s mir wohl zu gut. Aber ich träume da in erster Linie von einer friedvolleren Welt. Von daher meine unablässliche Beschäftigung mit der Art von Fragen, die in diesem Forum angesprochen werden.

    • Lieber Herr Schürer! Vorausgechickt: Auf dieser Basis von Aufrichtigkeit und Aufnahmebereitschaft haben wir überhaupt nur die Chance, etwas voneinander lernen. Dies vermisse ich hier leider beides nur zu oft. In der Regel versickern die Dia-, Tria-oder noch mehr- loge hier, bevor auch nur im Ansatz irgend etwas geklärt werden kann.
      Dass es auch „gute Führer“ geben kann und gibt, bestreite ich doch gar nicht. Ich kann z.B. die großen Geister der Weltgeschichte gar nicht alle aufzählen, die mich jeweils immer ein Stückchen weiter geführt und sicherer gemacht haben. Und dafür bin ich in alle Ewigkeiten dankbar. Aber genauso dankbar bin ich für jedes Lächeln, das mir nur im Vorübergehen geschenkt wurde, für jede ernst gemeinte Aufmerksamkeit, die mir gezollt wird. Denn dies sind die Momente, wo tatsächlich geistiger Austausch geschieht, wo tatsächlich menschenwürdig „gelebt“ wird. Genau so, wie es befriedigt, wenn man selbst jemandem eine Freude bereiten konnte. Aus diesem Bereich kommt die positive Kraft, die das Netz des Lebens stabilisieren und weiter spinnen kann.
      Das Zerstörerische entsteht dadurch, dass sich Menschen so leicht „seelenlos“ zu Schräubchen eines wahnhaft installierten Gewalt-Systems missbrauchen lassen in dem Sinne, dass „die Position“ in einem System plötzlich an Wichtigkeit alles überlagert. Und dies geschieht m.E. deshalb, weil die dem gesamten System dieser Zivilisation zugrunde liegende Gewalt noch viel zu wenig bewusst gemacht wurde. Das System bzw. diejenigen, die es maßgeblich am Funktionieren halten(wollen) und in deren Un-Geist es funktioniert, haben alles andere als Interesse daran, dass sich diese wo auch immer versteckte Gewalt allgemein bewusst gemacht wird, bzw. dass Gewalt an sich voll beleuchtet und kritisiert wird. Es erschreckt mich z.B. immer wieder, mit welcher ahnungslosen Oberflächlichkeit seelisch gestörte und damit zerstörerisch auf ihre Mitmenschen einwirkende Persönlichkeiten wie z.B. Sigmund Freud immer noch von den meisten verständnislos bewundert werden. Wenn Sie wollen, können sie ja sich mal das Kommentar von Herrn Schlagmann auf dem Büntig-blog ansehen und dazu das erklärende youtube-Video von ihm im Netz. Aber so etwas interessiert hier eben außer mir nobody! Und diese Art von Oberflächlichkeit macht mir Sorgen und langweilt mich dann auch mit der Zeit. Ich habe mich in letzter Zeit immer häufiger bei der Frage ertappt, ob mein Schreiben hier überhaupt wirklich noch einen Sinn hat, bzw. mir auch selbst noch Freude machen kann. Aber sowas regelt sich sowieso von selber. Das ist für mich dann auch nicht mehr so wichtig.
      Mit freundlichen Grüßen!
      Veganislove

    • Eben gerade habe ich auf „QuerdenkenTV“ einen nennenswürdigen Ausspruch von Rudolf Steiner gefunden, den ich hier noch anschließen möchte:
      “ Der Mensch ist ein Wahrheitswesen, seine Seele braucht Wahrheit wie der Körper den Atem“.

    • Liebe veganislove,

      ich habe mal Ihren Ratschlag befolgt und mir ein 15-minütiges Video von Herrn Schlagmann über Sigmund Freud angeschaut (auf YT watch?v=NWmlt5AuZCk ). Meinten Sie das?

      Ich muß Ihnen an dieser Stelle einen echten Bildungsnotstand bei mir eingestehen: ich habe mich noch nie mit Psychoanalyse und auch noch nie mit Sigmund Freund beschäftigt. Ich weiß eigentlich so gut wie nichts über ihn. Vielleicht schon mal was über ihn gelesen, vermutlich einen lobenden Artikel, aber längst wieder vergessen. Der Inhalt dieses Videos ist also mit anderen Worten so ziemlich alles was ich jetzt über ihn weiß. Und das ist ja wirklich furchtbar! Was kann man daran bewundern?

      Zu Sinn oder Unsinn hier überhaupt was zu schreiben mache ich mir grade auch so meine Gedanken. Ich werde mich diesbezüglich demnächst noch mal Ihnen gegenüber äußern. Hab im Moment grad wenig Zeit.

      LG W. Schürer

    • Ich habe mich schon fast von Kind an für Psychologie interessiert und deshalb auch ziemlich früh mir kritisch alles angeschaut, was wissenschaftlich damit angestellt wurde. Sigmund Freud hat viele namhafte Kritiker und ich weiß von zwei seiner bekanntesten „Schüler“, nämlich C.G. Jung und Wilhelm Reich, die sich für immer von ihm abgewendet haben. Der von mir als besonders klarsichtig eingestufte Erich Fromm hat auch eine Analyse über den krankhaft ehrgeizigen Charakter Freuds abgeliefert. Eine etwas sanftere, aber deshalb nicht weniger eindeutige Kritik an Freuds völlig verkehrter These vom angeblichen „Aggressiontrieb“ des Menschen lieferte zuletzt Prof. Dr. med. joachim Bauer in seinem Buch „Schmerzgrenze“, wo er auch gleichzeitig Konrad Lorenz kritisiert, der diese These eifrig übernommen hatte, um sich damit einen großen Namen zu sichern, was ihm tatsächlich auch gelungen ist. Heute noch wird er sogar als besonders großer Tierfreund von vielen verstanden, wie er sich selber stilisiert hatte. Der Kabarettist Dieter Hildebrand hat ihn deshalb einmal ironisch den „Graugans-Galilei“ genannt, was ich sehr treffend und witzig fand. In Wirklichkeit sah seine Tierliebe so aus, dass er z.B. Experimente mit Fischen machte, die er selber „anritzte“ und dann zusammen in ein Becken tat, wo sie (sehr wahrscheinlich infolge der Schmerzen) sofort aggressiv aufeinander losgingen. Das sollte dann u.a. ein „Beweis“ für den „natürlichen Aggressionstrieb“ sein. Er hat sich nicht entblödet, dieses „wissenschaftliche Experiment“ auch noch selber in einem seiner Bücher zu beschreiben. Ich weiß nicht, ob die Vielen, die den K.L. gerade wegen seiner angeblichen Tierliebe immer so gelobt haben, diese Stelle in seinem berühmtesten Buch alle zusammen einfach überlesen haben, oder ob sie das auch so tierlieb fanden. Des weiteren hat er sich damit gebrüstet, dass die kleinen Graugänschen ihn alle immer als „Mutter“ ansahen. Aber ich frage mich, was Konrad Lorenz eigentlich mit deren natürlichen Müttern immer gemacht hat? Mindestens hat er ihnen ihre Eier gestohlen, um sie selber „auszubrüten“.
      Diese Art von Oberflächlichkeit in unserer gesamten Menschengesellschaft, immer der Macht und der Gewalt unbewusst und gedankenlos zu gehorchen, meine ich zum Beispiel auch. Die macht mir Sorgen.
      Und ich sage es hier zum wiederholten Mal: mir fehlen hier bei KenFM Gespräche über Philosophie und Psychologie.

  4. Liebe ist hier immer nur das,
    was der jeweilige Glaube zuläßt, alles andere wird ausgegrenzt.

    So geht Liebe. Es ist schon spannend, wie unterschiedlich selbst ein solcher Begriff gedeutet wird.

    Ich bin hier nicht auf der Suche nach Anhängern oder Sympathisanten. Ich bin auch niemandes Oberleerer.

    Erfüllt von Liebe oder zumindest das, was ihr dafür haltet?

    Liebe ist genau das, was wir sagen. Deshalb haben wir auch den Haß für alle Feinde der Liebe.

    Und wehe einer zweifelt an der Aussage 2+2=4, dann ist dies ein bösartiger Leugner der einzigen Realität.
    Die Geometrie findet ihr überall, wenn ihr sie sehen wollt, seht ihr diese auch. Wenn ihr den Willen habt das _IDEAL_ zu sehen, dann werdet ihr sehen. Ans Kreus mit all den Leugnern & Häretikern.

    2+2=$ ist die einzig wahre, die absoluteste aller Wahrheit

    vorgesprochen & verkündet

    Euer Ministerium für Liebe

    • Schauen Sie mal, ich wäre gerne bereit Ihre Realität anzuerkennen, aber liefern Sie doch bitteschön vorher Antworten auf meine einfachen Fragen und schwurbeln Sie nicht drumherum.
      Liefern Sie mir Beweise.
      z.B. sollte es für Sie ein Kinderspiel sein auf meinem Bildschirm im MS-DOS Stil folgenden Text zu projektieren:
      „The Matrix has you…“
      Ich meine Sie sehen ja wie Neo die Matrix, also sollten Sie dementsprechend auch im Stande sein mir einen Beweis zu liefern.

  5. Vielleicht ist ein umgekehrter Ansatz ja sinnvoller?

    Das Verhalten vieler Menschen und nicht nur von Journalisten ist geprägt von Glauben an Stärke. Glaube kommt nach meiner bescheidenen Auffassung aus einem Mangel, an was auch immer, es hat jedoch immer mit Mangel an Wissen zu tun. Wer kein Selbstvertrauen hat, gleicht dies mit Scheinriesen, mit Glauben aus. Er erschafft sich eine Identität, die all die Mängel kaschiert und mutiert zum Schauspieler im Dramadreieck.
    Ich finde es treffender ein Mangelwesen auch als solches zu bezeichnen, denn dieser beleidigt sich, sein _EGO_ längst selbst.

    Die Vorstellung, daß Leben sich selbst bekämpft, um zu überleben (Evolutionstheorie), ist sich selbst entlarvend. Das ist bereits ein Bodensatz an Verblödung, da bedarf es keiner Steigerung.

    Daher lieber Dirk, Du bist der Schriftsteller, der Künstler, der Erzähler mit Talent. Ich habe dieses Talent nicht ausgeprägt, bin mir jedoch sehr sicher, daß hier die Lösung liegt, in einer anderen Erzählung der wirklichen Welt.

    Vorschlag zum Titel
    Zen und die Kunst einen Planeten zu warten.

    Grundlagen zur Logik der Qualität finden sich bei Robert Pirsig und eine weitere Betrachtung hier
    https://pastebin.com/a3bBm9zA

    Eine definierbare Qualität wie Freiheit, Gerechtigkeit oder Sicherheit, kann keine sein.

    Hier ist ehrlicherweise auch Noam Chomsky beteiligt mit seinen Theorien in der Linguistik. Sprache ist der Informationsträger, nicht die Information selbst, der Mittler des Sachverhalts, nicht der Sachverhalt selbst. Sprache hat keine Eigenschaft Haß oder Liebe. Sprache beleidigt nicht, Sprache haßt nicht, Sprache betrügt nicht. Sprechhandeln ist ein Märchen. Sprache beruht auf Erinnerungen an die Wirklichkeit, nicht auf der unbestimmten Wirklichkeit direkt.

    Der Betrüger ist tatsächlich der jeweilige Glaubensinhalt. Der Glauben ist wichtig, um den Glaubensinhalt, den Irrtum erkennen zu können:

    Ich weiß, _was_ ich nicht weiß.

    • Es läßt sich im Grunde genommen nicht genug betonen, welchen Schaden der Darwinismus als Glaubensbekenntnis, denn etwas anderes ist er nicht, angerichtet hat.
      Eine Ersatzreligion für Atheisten, ähnlich der Verehrung des Mammon. Schlimmer als bei herkömmlichen Glaubensbekenntnissen wurde hier gänzlich auf die moralische Komponente und sei sie noch so marginal, verzichtet.

      Einerlei, der Wahnsinn sich selbst zu vernichten, bekommt durch den Wettlauf der Großmächte um Hyperschallwaffen eine neue Dimension. Schneller als der Tod ist die Devise.

      Waffen wie Laser-, Railguns, Drohnen heute schon, halbautonome oder autonome Kampfmschinen, die vor einigen Jahren noch in der Science Fiction beheimatet waren, befinden sich in der Testphase.

      Polizeien die bewaffnet sind, wie es früher Armeen waren.

      Ungeachtet dieser offensichtlichen Tötungs- bzw. Unterdrückungsmittel, bedeutet das vorherrschende Gesellschaftssystem Krieg im Alltag. „Survival of the fittest,“ bis nichts mehr übrig ist.

      P.S.: Helen Caldicotts Buch „Atomgefahr USA,“ auf deutsch in 2003 erschienen, bleibt aktuell.

      „Die USA haben damit begonnen, die Welt von Schurken zu befreien, die nach Massenvernichtungswaffen greifen. Aber zur gleichen Zeit wettert Helen Caldicott gegen die aus ihrer Sicht sehr viel größere Gefahr, die von den atomaren Massenvernichtungswaffen der angeblich Guten ausgeht — nämlich den USA. Die als Friedens- und Anti-Atom-Aktivistin bekannt gewordene Ärztin und Autorin, die zuletzt mit dem zutiefst ernst gemeinten Versuch auf sich aufmerksam machte, Papst Johannes Paul II. mit einer weltweiten Briefaktion dazu zu bewegen, als menschliches Schutzschild nach Bagdad zu gehen, hat ihrer kämpferischen Schrift gegen die nukleare Aufrüstung ein interessantes Kreisdiagramm vorangestellt. Demnach werden von allen Haushaltsmitteln „zur freien Verfügung“, über die der US-Kongress nach eigenem Ermessen entscheiden kann, 48 Prozent für militärische Zwecke ausgegeben — für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Bildung dagegen zusammen nur 17, für Handel, Justiz und Äußeres lediglich 5 Prozent. Dieses Verhältnis spricht eine klare Sprache.
      Eine klare Sprache spricht auch Helen Caldicott. Auf den folgenden gut 300 Seiten (ohne Anhang) führt sie dem Leser mit deutlichsten Worten (und Schuldzuweisungen) die Gefahr eines Atomkrieges vor Augen, berichtet von einem unbeabsichtigt ausgelösten Beinahe-Atomkrieg Mitte der 90er-Jahre, analysiert die aus ihrer Sicht vorgeschobenen sowie die wahren Motive der amerikanischen Atompolitik — und benennt namentlich deren Protagonisten, Hintermänner und Nutznießer. Von der profunden Recherche, die dem Ganzen ganz offenbar zu Grunde liegt, künden die zahlreichen Nachweise im Anhang, der darüber hinaus mehrere höchstinteressante, teilweise kommentierte Adressverzeichnisse bietet. So kann man dort etwa Anschriften, Web-Adressen und Telefonnummern der wichtigsten US-Atomwaffenhersteller und Atomwaffenkontrollzentren sowie der einschlägigen Regierungsbehörden ebenso nachschlagen wie die Standorte der einsatzbereiten Atomraketen, aber auch die Adressen internationaler Organisationen, Medien und Institutionen zu Frieden und Abrüstung.
      Für manchen Geschmack ist der in jeder Zeile spürbare, aufgeputschte Eifer der Autorin anstrengend. Davon sollte man sich aber nicht beirren lassen. Denn die Lektüre bietet vielerlei äußerst interessante Einblicke, die zudem den Eifer der Autorin verständlich machen.“ –Andreas Vierecke

    • Ich sehe nicht, dass Glaube in irgendeiner Weise ersetzbar ist.
      Glaube ist alles, was der Mensch hat .
      Die Basis einer Gesellschaftlichen Regelung kann m.E. nur Ethik sein.
      Die Verführbarkeit des Menschen ist elementar und die proklamierte Selbstverantwortung des Einzelnen Einfallstor für Bauenfängerei und Nötigung , deren eine Variante das Selbstverständnis der Machthaber ist, das Volk zu vergewaltigen.

    • „Sprechhandeln ist ein Märchen.“
      Die Sprache spricht; der Mensch entspricht. (Heidegger)
      Ich weiss, dass ich nichts weiss.

      „Eine definierbare Qualität wie Freiheit, Gerechtigkeit oder Sicherheit, kann keine sein.“
      Der neoliberale (Dunkel)geist in Aktion.

    • Bei der Sprache haben Sie den Gedankengang unsauber verfolgt. Das Wort in Schrift oder gesprochen ist die Information bzw. ein ganzes Informationspaket. Der Informationsträger bzw. das Medium zur Weitergabe der Information ist entweder die Luft/Schall oder das Licht.
      Ergo hat die Sprache sowohl konstruktives als auch destructives Potenzial, je nachdem wie man den Informationsinhalt in die Sprache verpackt z.B durch Aufklärung sowie Bildung oder durch Propaganda und Indoktrinierung.
      Ganz einfaches Beispiel: Verschwörungstheoretiker vs Physiktheoretiker

    • KenFmFan,

      hier bleiben wir im Dissens, was nicht weiter tragisch ist, da wir oft genug im Konsens sind.

      Tatsache ist vor allem eines, keiner von uns war dabei. Ich habe ein wenig über Makro- und Mikroevolution gelesen, genug um für mich zu entscheiden und da ich keine 15-16 Jahre mehr bin, daß die Evolutionstheorie Mumpitz ist.

      Eine Evolution der Moralvorstellungen sehe ich nicht, diese wurden von Menschen weiterentwickelt und sind nicht aus sich selbst entstanden.

    • @ Box
      Zustimmung

      @wasserader
      Du verwechselst Vertrauen mit Glauben. Das einzige, was ein Mensch haben kann, ist Vertrauen. Deshalb wird es Selbstvertrauen und nicht Selbstglauben genannt.

      Ein Glaube beruht immer auf Fremdbestimmung, denn ein Glaube ist mit dem Jenseits verbunden, von dem ein Mensch nichts wissen kann. Außer natürlich der jeweiligen Pfaffen, der vom Blitz der göttlichen Eingebung getroffen wurde.

      @Stoiker
      Das ist wohl der Grund, weshalb Stoiker nichts zur Lösung von Problemen beitragen können, sie sind mit Denken völlig überfordert. Sie leben von der göttlichen, übersinnlichen und daher übermenschlichen Vernunft, an die sie selbst glauben. Die alten Griechen sind das Problem, das zur Lösung erklärt wird.
      Einfach einmal meinen Text nehmen und mit den oberNEOliberalen Truppe der Mont(y) Pelerin Society vergleichen.
      Wenn dies nicht reicht, dann noch mit Milton Friedman, F.A. Hayek und Ludwig von Mises beschäftigen.

      Freiheit ist ebenso wie Gerechtigkeit und Sicherheit ein Zustand zwischen Menschen, die einander qualitativ und damit unbestimmt bedingen.

      Aber was ist von einem Anhänger einer alten Lehre schon zu erwarten, außer Daß dies ja schon immer so war oder optional noch nie so gemacht wurde?

      Ich finde ja eher Anhänger eines Marc Aurel der als Kaiser sicher für Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit stand für weniger erstrebenswert.
      Aber nun, Menschen können nicht zu ihrem Glück gezwungen werden.

      @Son_Snow
      Ich bevorzuge das Sprachspiel von Ludwig Wittgenstein, und die Bedeutung durch den Gebrauch. Formalisierte Sprache zerstört zwangsläufig die Ausdrucksmöglichkeiten und stimmt in keiner Weise mit meinen Erfahrungen überein.
      Dein Sichtweise ist rein physikalistisch. Daten bedürfen immer einer Interpretation. Eine Sprache, die ein Mensch nicht versteht, hat keinerlei Einfluß auf ihn.
      Du reduzierst (Weglassen) anstatt zu abstrahieren (verallgemeinern).

      @KenFMFan
      Die Frage ist, auf was beruht Evolution. Ich bestreite, daß sich aus der Vernichtung des Lebens das Überleben des selbigen ergibt. Einfachste logische Folge. Richard Dawkins ist religiöser als viele Theologen, die ich kenne. Er weißt in ‚Das egoistische Gen‘ nach, daß er Widersprüche in seiner Argumentation gar nicht erkennt. Ein Beispiel ist, daß ein egoistisches Gen sich nicht reproduzieren würde, da dies bereits der erste Konkurrent wäre…
      Zur Genetik fällt mir spontan Erwin Schrödinger ein. Genau der mit der Katze. Genetik basiert auf reion statistischen Annahmen. Das Scheitern derselbigen hat ein Wort, EPI-Genetik.

      @Box
      Ernst Mayr – Das ist Evolution
      Der Fitteste wird anschliessend via, , der großartigsten aller großartigen Methoden aller Gläubigen, der Statistik ermittelt.

      Wäre Evolution tatsächlich das ‚Survival Of The Fittest‘, stellt sich die Frage, weshalb die Dummheit so hartnäckig Widerstand leistet.

    • @Son_Snow
      Die Physik, die von unveränderlichen Naturgesetzen spricht? Vom Urknall, vom absoluten Wissen?

      Sprache ist weit mehr, als Schallwellen. Das Medium von Sprache ist die Raumzeit.

      @Stoiker
      Martin Heidegger, war das nicht derjenige, aus dem das Sein in der Zeit sprach? Braungefärbt vom Glauben an die eigene Großartigkeit und der des auserwählten teutschen Volkes?

      @all
      Zur Verdeutlichung meiner Position, kann gerne verwendet werden
      https://pastebin.com/8M23wk4y

      Ich bin schlimmer als jeder Anarchist, denn ich bin Logiker. Einer von der Sorte, der die formale Logik als nicht logisch erachtet, sondern dialektisch. Logik als Kunst des Folgerns. Unveränderliches bleibt wie es ist und hat keinerlei Folge.
      Die Kunst des Folgerns ist nicht Monokausal. Folgen, die nicht in eine Gesamtbetrachtung passen, lehne ich ab und dies solange bis diese widerlegt werden.

      Wenn hier einer mehr Wissen hat, so möge er Argumente vortragen _UND_ diese begründen.

    • Niemand hat mehr Wissen als Sie, ganz gewiß.

      Bitte lesen Sie doch mal meine Erwiderung auf Ihr Posting im Wisnewski Thread. Gleiches könnte ich auch hier wieder anführen, aber das berührt die Kraft, die absolute Instanz, die Sie beherrscht, vermutlich nicht. Da dringt nichts durch. Vergebliche Liebesmüh.

    • Tut mir Leid, aber wer die Gesetzmäßigkeit der Natur über den haufen wirft, der kann nicht ernsthaft argumentieren.
      Ohne die Informationsträger von Licht und Schall/Luft oder elektrische Impulse gibt es überhaupt keine Übertragung von Information, rein gar nichts. Wenn Information die nicht übertragen werden kann, verliert sie somit ihre Wirkung.
      Sie können also die wundervollsten Sprachen entwickeln wie sie wollen, es macht aber keinen Sinn wenn nichts beim Gegenüber ankommt.

    • Um einfach mal Ihre Logik zu verstehen, eine ganz simple Frage: Können Sie irgendwelche Informationen beziehen, wenn Sie im Dunkeln versuchen ein Buch zu lesen?

    • Hallo Franz Maria Arwee,

      ich habe mir grade mal durchgelesen, was Sie da zu Grundlagen der Logik der Qualität verlinkt haben.
      Klingt spannend und interessant. Und ich bilde mir sogar ein zu verstehen, was Sie da sagen. Es mit eigenen Worten wiederzugeben fiele mir allerdings schwer, was ein Indiz sein dürfte, daß ich es doch nicht ganz verstanden habe.

      Ihre Schlußbemerkung …

      „Soweit Philosophen sich mit dem Problem der Erhaltung des Sozialgefüges befasst haben, strebten sie nach Lösungen, die weniger offenkundig von Dogmen abhingen als diejenigen, die ihrerseits die offiziellen Religionen anzubieten hatten. Die meisten Philosophien sind die Reaktion auf einen Skeptizismus gewesen; sie sind in Epochen entstanden, in denen die Autorität allein nicht mehr zur Erziehung des für die Gemeinschaft notwendigen Minimums an Glauben ausreichte, so dass zur Erreichung dieses Resultats neue Argumente gefunden werden mussten, die wenigstens ihrem äußeren Anschein nach vernunftgemäß waren. Dieser Beweggrund hat zu einer tiefen Unaufrichtigkeit geführt, mit der die meisten Philosophien sowohl des Altertums wie der Neuzeit behaftet sind. Eine oft nur unbewusste Furcht, dass klares Denken zur Anarchie führen könnte, hat oft die Philosophen bewogen, sich in die Nebelwolken trügerischer und dunkler Behauptungen zu hüllen.“

      … weckt bei mir Erinnerungen an meine Jugend, als ich auf der Suche nach der Wahrheit war. Ich muß ganz verschämt zugeben, daß ich mich immer noch auf dieser Suche befinde. Wenn ich Ihren Text richtig verstehe, ein aussichtsloses Unterfangen!? Weil ich sie nicht finden kann bzw. weil ich sie eh schon kenne.

      Jedenfalls damals als Jugendlicher betrachtete ich die Philosophen als diejenigen, die am hilfreichsten auf dieser Suche sein könnten. Mir kam damals unter anderem auch das Büchlein „Die philosophische Hintertreppe“ von Wilhelm Weischedel zwischen die Finger, in dem kurze Abrisse der Gedankengebäude vieler bedeutender Denker skizziert waren. Die Lektüre dieses Büchleins führte bei mir zu dem Entschluß, mich nicht weiter mit Philosophie zu beschäftigen. Wahrscheinlich hatte ich vieles da gar nicht richtig verstanden. Aber mein Eindruck war, daß all diese bedeutenden und hochintelligenten Denker doch zu allerlei widersprüchlichen Schlußfolgerungen gelangt waren. Und das, nachdem Sie teilweise ihr ganzes Leben mit Nachdenken verbracht hatten. Da faßte ich für mich den Beschluß, mich nicht weiter mit Philosophie zu beschäftigen, da ich das für eine Nummer zu groß für mich hielt. Vermutlich zu recht. So einen „despektierlichen“ Gedanken wie den von Ihnen formulierten – „Dieser Beweggrund hat zu einer tiefen Unaufrichtigkeit geführt, mit der die meisten Philosophien sowohl des Altertums wie der Neuzeit behaftet sind.“ – wagte ich damals nicht zu denken. Spielt aber wohl keine Rolle, denn hätte ich dies gedacht, wäre meine Entscheidung vermutlich identisch ausgefallen wie ohne diese Denkweise.

      „Eine oft nur unbewusste Furcht, dass klares Denken zur Anarchie führen könnte, hat oft die Philosophen bewogen, sich in die Nebelwolken trügerischer und dunkler Behauptungen zu hüllen.“
      Ich sympathisiere zuweilen sehr mit der Vorstellung einer anarchistischen Gesellschaft. Vielleicht auch dank der Tatsache mir die Strapazen des philosophischen Nachdenkens nicht wirklich angetan zu haben?

      Was mich interessieren würde: was bedeutet eine Sicht der Dinge wie die Ihrige für die eigene Lebenseinstellung? Anything goes? Egal ob morgen die Atombombe gezündet wird oder niemals? Und mit meinem individuellen Verhalten hat das alles sowieso nicht das geringste zu tun?

    • Lieber W. Schürer, Sie werden mir immer sympathischer. Ich bewundere Sie um Ihre Toleranz und Gemütsruhe, sogar einem völlig vom allem Lebendigen dissozierten Absolutum gegenüber, zu der sich die Denkmaschine hier aufschwingt. Ich habe unter Philosophien wie der hier behaupteten zu lange gelitten, die ganze Menschheit wurde viel zu lange durch solche Denker in die Irre geführt, als daß ich da unbeteiligt erwidern könnte. Ganze Bibliotheken wurden aus Angst vor dem Leben, aus dieser panischen Angst mit dem Lebendigen und logisch nicht Berechenbaren und Vorhersagbaren in Kontakt zu kommen, verfaßt. Ganz ganz wenige dieser Dialektiker und Wittgenstein-Gläubigen haben überhaupt jemals hilfreiche Wahrheiten intuiert. Nicht umsonst nannte man die Sekte um Adorno ja auch das Hotel Abgrund.
      Die Denkmaschine hört ein Wort und glaubt, sie wisse etwas. Sie glaubt, jemand, der sich Stoiker nennt, müsse ein Stoiker sein und stürzt sich auf die Schule. Sprachhypnose nenne ich das. Ist Wasserader etwa eine Wasserader? Ist Crane ein Kranich? Ist Box eine Schachtel oder ein Sportler im Ring?
      Ach ja, die Logik. Ein verzweifeltes Bemühen des Maschinengeistes, etwas über das Leben herauszufinden, von dem er sich völlig zurückgezogen hat und über das er niemals etwas wissen wird, denn er FÜHLT ja nicht….
      Er rechnet. Und das sogar innerhalb der Sprache.
      Was Son_Snow geschrieben hat, paßt wie die Faust aufs Auge. Der umnachtete Geist hat keinen Kontakt mehr zu dem, was ist.
      ABER ER WEISS ALLES!!!
      Leider immer nur innerhalb von Grabsteinformaten, die einmal lebendige Sprache waren.

    • Box und Franz Maria Arwee,

      Theorie im wissenschaftlichen Sinne ist ein Erklärungsmodell der Realität das bisher jeder Widerlegung standgehalten hat. Evolution ist kein Hirngespinst, sondern eine erwiesene Tatsache und beruht auf Beobachtungen der Natur, und zwar in den vielfältigsten Bereichen: Fossilkunde, vergleichende Anatomie, Stoffwechsel, Zoologie, Botanik, Genetik, molekulare Biologie, Verhaltensforschung etc. Auch die Entwicklung von Moral hatte einen evolutionsbiologischen Vorteil und hat sich daher durchgesetzt. Ohne gegenseitige Hilfe wären wir nicht im Hier und Jetzt angekommen. Als „egoistisches Gen“ hat Dawkins einfach die Tatsache bezeichnet, dass jedes Gen auch einem Evolutionsdruck unterworfen ist und im Genpool der nächsten Generation dabei sein will. Das reproduzierte Gen ist natürlich kein Konkurrent und Genetik beruht auch nicht auf statistischen Annahmen und hat nichts mit Superposition aus der Quantenmechanik zu tun, sondern beruht auf Messung und Beobachtung (auf nicht-Quantenniveau, z.B. dass Kinder ihren Eltern ähnlich sehen). Genome sind komplett lesbar, ganz eindeutig und ohne Statistik.

      Naturwissenschaft macht uns unsere Verbindungen zu allen anderen Lebewesen wunderbar bewusst. Alles Leben hat einen Ursprung. Sie sagen, ich sei nicht dabei gewesen. Doch ich war schon dabei, von Anfang an, und alle anderen auch. Wir tragen die Spuren noch in uns.

    • High Noon, wenn die Fetzen fliegen.

      @A.S.Crane
      Sie sind ein Schwätzer. Meine Aussage lautet gerade, daß es _KEINE_ absolute Wahrheit und damit _kein_ absolutes Wissen geben kann, über das ein Mensch etwas wissen könnte. In Folge auch ich nicht.

      Sie verdrehen mal kurz die Aussage, wie Sie sie gerne lesen möchten. Ist das ein Problem ihres Minderwertigkeitskomplexes?

      Alles was ein Mensch definieren kann, das bedeutet eben auch alle Konstrukte, exitstiert _nicht_ in einer unbestimmbaren Welt.

      Mit Ad Hominem beindrucken Sie vielleicht einen Gläubigen, mich jedenfalls nicht.

      Was kann ich Wissen?

      PSt:
      Ich habe Ihnen auch im Wisneski-Thread geantwortet.

    • @Son_Snow
      Du hast ein mechanistisches Weltbild.
      Ich brauche nichts über den Haufen zu werfen, das _nicht_ existiert. Die behaupteten Modelle der Wissenschaft sind Modelle der Vorstellung von Wissenschaftlern von der Wirklichkeit. Das bedingte jedoch, daß die Welt bestimmbar sei. Damit ist jedoch jeder Verstand überflüssig, da die Welt determiniert sein muß.

      Wo in dieser Welt kann ich ein ideales Dreieck begutachten?

      Beantworte diese beispielhafte einfache Frage und ich nehme alles zurück.

      Das Sender-Empfänger Modell gilt schon länger als überholt.

      Du simplifizierst, denn der Mensch hat mehr als nur den Seh-Sinn. Im Übrigen ist Sehen auch nichts anderes als fühlen.
      Die Isolation ist doch gerade ein Hinweis, daß der Mensch sein Nicht-Wissen ergänzt.

    • @W.Schürer
      Meist sind die einfachen Fragen nicht einfach zu beantworten. Die Aussagen zur Philosophie stammen von Bertrand Russel, ich sehe es allerdings ähnlich.
      Von ihm gibt es auch eine Zusammenfassung einzelner Philosophen.
      Bertrand Russel – Denker des Abendlandes.
      Ich habe dieses Buch weit vor Weischedels Hintertreppe gelesen, das ermöglichte mir, einen andere Perspektive auf die einzelnen Philosophen zu erhaschen.

      Ich bin mehr oder weniger mit formaler Logik aufgewachsen und immer wieder gegen eine Wand gelaufen, bis ich begann, die Wirklichkeit bzw. die Modelle der Wirklichkeit auf den Kopf zu stellen. Einen kräftigen Eindruck hat bei mir Hans-Peter Dürr hinterlassen, der in Stuttgart einen Vortrag zur Quantenmechanik und seine Beziehung zu Werner Heisenberg hielt. Erst hier habe ich begonnen mich wieder wirklich ernsthaft mit der Thematik zu befassen.

      Aber ich möchte hier auch nicht langweilen. Daher in kurzform zu den Fragen

      was bedeutet eine Sicht der Dinge wie die Ihrige für die eigene Lebenseinstellung?
      Entbehrungen, da Offenheit in einer Gesellschaft des schönen Scheins nicht honoriert wird, sondern eher sanktioniert.
      Ein sehr schmaler Grat. Für mich selbst jedoch eher erlösend, denn die Ungewißheit der Wirklichkeit gibt mir auf eigenartige Weise erst die Sicherheit und Freiheit das sagen und tun zu können.

      Anything goes?
      Auf keinen Fall, es macht einem erst bewußt für die eigene Verantwortung des eigenen Verhaltens, gerade anderen gegenüber. Mich hat es von der Angst befreit etwas zu verpassen, zu verlieren und damit den Handlungsrahmen erweitert.
      Wenn alles ginge wäre dies völlige Beliebigkeit, die andere Seite der willkürlichen Setzungen.

      Egal ob morgen die Atombombe gezündet wird oder niemals?
      Es liegt nicht in meiner Macht, Wahnsinn zu verhindern. Allerdings kann ich diesen benennen. Welcher Glaube nun meint, die Welt untergehen zu lassen, ist jedenfalls nicht relevant. Ich bin mir jedoch sicher, daß wenn dies geschieht, es ein Glaube, im Namen einer einzig wahren Wahrheit sein wird.
      Ein Wissender kann sich seiner Verantwortung nicht entziehen. Verantwortung ist keine Pflicht, sie beruht auf Erkenntnis. Daher gehe ich davon aus, daß erst eine ‚Wissensgesellschaft‘ reif genug ist, den Irrsinn zu beenden. Mit Wissen ist nicht die Worthülse Bildung gemeint. es ist ein Unterschied, ob ein Mensch ein Vater bzw. Mutter ist oder diese Rollen eben nur spielt, inszeniert. Wissenschaft wie sie heute betrieben wird ist nachbeten, mehr Glaubenschaft. Sagte auch schon Einstein und viele andere.

      Und mit meinem individuellen Verhalten hat das alles sowieso nicht das geringste zu tun?
      Umgekehrt, je mehr ein Mensch die Welt versteht, desto unwahrscheinlicher wird es, daß sie diese im Größenwahn zerstören.

      Vielleicht hilft eine etwas älter Fassung mit der Erkenntnis und der Aussage

      Der Stein der Weisen ist die Erkenntnis, daß es keinen unveränderlichen Stein der Weisen geben kann.

      https://pastebin.com/3UugGdDh

    • @KenFMFan
      Ich empfehle jetzt einfach mal
      Albert Einstein – Mein Leben
      Werner Heisenberg – Der Teil und das Ganze
      Werner Schrödinger – Was ist Leben?

      Das ist ein Anfang für das (Un)Verständnis des statistischen Universums. Statistik ist nichts anderes als die Kapitulation der Mathematik vor der Wirklichkeit mit mathematischen Mitteln.

      Ist Dir Falsifikation ein Begriff?
      Genetik beruht nicht auf Statistik? Ernsthaft? Erwin Schrödinger lügt? Genome sind eindeutig? Zu was dann Epi-Genetik?

      Wieviele Differntialgleichungen wurden tatsächlich gelöst?
      Die Berechung des unendlich Kleinen, die Infinitesimalrechnung. Logisch betrachtet, hat das Unendliche keinen Maßstab und daher keine Größe…
      Naturwissenschaften können Leben erklären? Seit wann?
      Wenn es einen Anfang gab, war der nicht absolut? Ist das nicht eine absolute Wahrheit?
      Woher wissen die Elementarteile, daß sie KenFMFan bauen müssen?

      und so weiter und so fort…

      Ich schätze Deine Offenheit, daher die Frage
      Kannst Du Deine Widersprüche wirklich nicht erkennen?

    • Lieber KenFmFan, lieber Son_Snow (auch an Wasserader und Box): Ich nehme in Ihnen allen eine große Liebesfähigkeit wahr. In dieser Diskussion hier soll uns Isolation verkauft werden, Trennung, Abspaltung, Dissoziation, Angst. Bitte lassen Sie sich nicht ein _X_ für ein U vormachen. Sehen und Fühlen sind gewiß nicht das Gleiche. 2 +3 sind nicht _Vier_.
      Und das Ganze ist, auch wenn Adorno das Gegenteil behauptet, in meiner direkten Schau das Wahre. Wenn Sie nur eine Minute lang Ihren Untersuchungsgegenstand geliebt haben, wenn Sie nur eine Minute lang vollständig mit dem verschmolzen sind, womit Sie sich befasssen, dann werden Sie mehr Informationen erhalten, mehr Wissen erfahren und mehr verstanden haben – und glücklicher sein-, als dem Maschinengeist in tausend Jahren isolierter Selbstumkreisungen jemals vergönnt sein wird.
      Ich möchte mich mit dem Zitat eines sehr weisen Menschen, und bevor noch mehr Beschimpfungen kommen, aus dieser Diskussion verabschieden: „Die akademische Annäherung an Wissen ist analytisch, also zerstörerisch. (It’s whole approach to life is destructive!) Sie kann, was sie auseinandergenommen hat, hinterher aber nicht mehr zusammensetzen. Zum Leben, zur Liebe, zum Ganzen, hat sie keinen Zugang. Der gesamte Versuch akademischer Philosophie ist mechanisch und zerstörerisch. Wie kann etwas Mechanisches Dir dabei helfen, weise zu werden? Wie kann etwas Zerstörerisches Dir dabei helfen, glücklich zu sein? Wenn akademische Philosophie Dir jemals die Antwort auf eine Frage zu geben imstande war, dann heißt das nur, daß Deine Frage unwesentlich war.“

      Wittgenstein: „Und worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen.“ (Oder so ähnlich. Wenn ich mich recht erinnere, war das der letzte Satz aus seinem „Tractatus logico-philosophicus“)
      Ich möchte hinzufügen: Worüber man nicht reden kann, das kann direkt erfahren werden. Das können Herz und Seele wissen, das kann ausgestrahlt und empfangen werden. Wie? In der Unmittelbarkeit der Liebe. Ohne Liebe keine Wahrheit. Ohne Liebe keine Schönheit. Ohne Liebe nichts von dem, was für uns Menschen wesentlich ist. Ohne Liebe kein Zusammgehörigkeitsgefühl, keine Kooperenz, kein Frieden, kein KenFM, kein Leben.

      ((_ _ _ Aber das macht dem _Maschinengeist_/// _Angst_. Er isoliert ____(((sich)))____ lieber.))

      Herzlich, in Verbundenheit,
      Euer
      A.S.CRANE

      A rose is a rose is a rose

      XD XD XD XD XD XD XD XD XD XD XD XD

    • Es drängt mich jetzt noch zu einer Ergänzung: Was ich hier gesagt habe, ist meine eigene Wahrheit. Die individuelle Wahrheit, die ich in vielen jahren Selbsterforschung für mich gefunden habe. Ich konnte leider nie irgend jemandem etwas glauben. Ich mußte alles, was gesagt wurde, immer in meiner eigenen Erfahrung überprüfen. Es war nicht mein Weg, mich einem Guru (positiv gemeint als Lichtbringer) hinzugeben und mit ihm zu verschmelzen und mit den Lehren und dem Gedankengebäude, für die er steht. ich habe mit jedem gestritten und debattiert. immer! Ich habe ein Dutzend Lehrer verlassen, um recht zu haben. Um selbstständig zu bleiben und selbstständig zu sein. Das war der harte Weg. Es gibt Egos, die schmelzen können. Ich war ein Schwerenöter.
      Das ist auch meine Einladung im Umgang mit dem, was ich hier geschrieben habe. Bitte glaubt mir kein Wort! (Eigentlich eine unnötige Aufforderung auf einem Forum voller selbstständig Denkender….)
      Falls sich jemand von dem, was ich gepostet habe, anstecken ließe, indem er damit in positive Resonanz geht, würde mich das jedoch freuen.

      give love a chance

    • Ich habe kein mechanisches Weltbild, sondern die der Natur. Ich bin innerhalb dem Gefüge des natürlichen Systems angebunden. Hier herrschen Gesetze die ich befolge, tut ich es nicht indem ich dem Größenwahn verfalle und behaupte mein Verstand kann nach eigenem Gusto die Realität biegen und beugen, dann füge ich mir Schaden zu und verkürze meine geschenkte Lebenszeit hier.

      Natürlich kann ich den Ast auf dem ich sitze absägen und MEINE EIGENE Realität für wahr halten, dass die Gravitation nicht existiert. Aber spätestens ab den Zeitpunkt des Falles wird jeder feststellen, dass SEINE EIGENE Realität nicht dem der wirklichen NATÜRLICHEN Realität entspricht.

    • @Franz Maria Arwee
      Der Mensch ist Teil der Natur und somit Teil des Ganzen . Gottvertrauen ist ein wesentlicher Teil der Geschichte und bin erstaunt wie manche glauben diesen Teil dem Menschen nehmen zu können, indem sie diesen Teil als Irrtum brandmarken. Der Mensch ist immer auch fremdbestimmt . Wie bereits geschrieben ist diese postulierte Selbstbestimmung des Menschen heute Vorwand, den Menschen ohne Verantwortung zu übernehmen nach Belieben zu steuern.

    • @A.S.Crane
      Die Liebe, gefunden in der Romatik. Das dualistische Weltbild schlechthin:
      Die böse Wirklichkeit tapfer ertragend und feige in der Meditation dieser wirklichen Welt in eine bessere zu entfliehen.

      Mut ist etwas anderes -> Das ist, sich der Wirklichkeit zu stellen.

      Ansonsten betreiben Sie hier simple eristische Dialektik, die Kunst des Recht habens.
      Ich sehe nur eine fette Schleimspur, indem sie versuchen bei allen Menschen hier gegen das ultimative Böse, also für das, was ich stehe, Sympathiepunkte zu sammeln.

      Aha, Sie absolutieren also ohne selbst zu absolutieren?
      Sie sind der Retter, sie sind der Held des Dramadreiecks. Alle sind die Opfer meiner überragenden rhetorischen Fähigkeiten. Ich muß der Teufel sein, da ich keine Marionette sein will.

      Im Netz ist es ‚Sitte‘ sich zu duzen, gerade weil sich keiner über den anderen erhebt. Gleiche unter Gleichen.
      Bitte gern geschehen.
      Zumindest war das einmal der Gedanke, bevor die eitlen Gockel diesen Ort für sich entdeckt haben.

      Ich will ihre Eitelkeit auch gar nicht haben, dazu fehlt mir die Emotion zu Gier & Neid, ich brauche keinen Glorienschein, der Ihnen so wichtig ist.

      Aber verstanden haben sie ungefähr _ gar nichts__.

      Für mich sind _Sie_ nur ein weiterer Blender, mit geschnörkelter Sprache, um die eigene Unfähigkeit zu verbergen.
      Das sind wohl diese postfaktischen Zeiten von denen ständig die Rede ist.
      Verbundenheit durch Ausgrenzung, wer nicht für mich ist, ist gegen mich.

      Endend mit einer Empfehlung von Karl Popper
      ‚Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.‘

      @Dirk C. Fleck
      Ein Danke auch von mir, so kann ich meine Energie andersweitig verwenden und muß nicht gegen die Mauer der Romantiker laufen.

      @all
      Liebe durch Ausgrenzung.
      Finde den Fehler.

      Deshalb scheitert auch KenFM.

      Wünsche aufrichtig viel Glück auf der erwartbaren Höllenfahrt.

    • @wasserader
      Wenn der Mensch Teil der Natur ist, dann ist die Natur aus Teilen zusammengesetzt?

      Frage: Was ist zwischen den Teilen?

      Wo ist dieser Gott auf den Du vertraust? Was ist er?

    • Wo ist Gott?

      Graphische Darstellung: ttp://markkaz.com/ishwar/Other/Inner-Planes-Poster_byArran.pdf
      oder mündlich: ttps://www.youtube.com/watch?v=FmazvnEteD8&feature=youtu.be
      Eckhart Tolle über das Ego: ttps://www.youtube.com/watch?v=tIJqMVMfL3Y

    • „Wenn der Mensch Teil der Natur ist, dann ist die Natur aus Teilen zusammengesetzt?“
      Und dann der Sprachwitz ….

      Die Frage „wo“ stellt sich bei Gottvertrauen nicht.

  6. Ein erfrischender und labender Schlaf wirkt doch immer wieder inspirierend. Meine diesbezügliche Hoffnung war nicht vergeblich: ich hab´s!

    Wie man das Ding nennt – ob „Griegrumpf“ oder „UGLEK“, wie von A.S.CRANE hier grade vorgeschlagen – ist wichtig aber zweitrangig und rangiert erst hinter dem Verb, mit dem man die Laut- und Lebensäußerungen des Dings beschreibt. Das Substantiv „Pferd“ weckt in mir ja auch erst Assoziationen im Zusammenhang mit den Verben „gallopieren“ und „wiehern“. Das Substantiv „Hund“ erst im Zusammenhang mit den Verben „bellen“, „hecheln“ und „knurren“.

    Was ist es nun aber was ein „Griegrumpf“ oder „UGLEK“ macht? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen habe ich mir grade noch mal das Video von „Die Anstalt“ mit der Graphik angeschaut, in der die verschiedenen transatlantischen Thinktanks mit den „Qualitätsjournalisten“ verbunden wurden. Und da wird auch unmittelbar klar, was ein „Griegrumpf“ oder „UGLEK“ den lieben langen Tag so macht:
    Er jofft
    Er corneliust
    Er nonnenbachert
    Er bittnert
    Oder er frankenbergert.

    Corneliussen, nonnenbachern und frankenbergern sind aber für mein Gefühl vom lautmalerischen her weniger geeignet und zu umständlich. Bittnern verbietet sich von selbst, da damit auch völlig unverdächtige Zeitgenossen in Verruf gebracht werden könnten.
    Bleibt joffen!

    Da weiß doch sofort jeder aufgeklärte Zeitgenosse was gemeint ist: Der „Griegrumpf“ (oder „UGLEK“) jofft!

    Das Verb „joffen“ gefällt mir auch von seiner lautmalerischen Nähe zu „zoffen“. Wo gejofft wird, da wird auch gezofft!

    Lieber Herr Fleck, ich bitte Sie um eine wohlwollende Prüfung ob das Verb „joffen“ geeignet sein könnte die Laut- und Lebensäußerungen von „Griegrümpfen“ zu beschreiben.

    • Vielen Dank, Herr Fleck, für Ihre Zustimmung.

      Damit ist es also offiziell: Grrrriegrümpfe joffen!

      Aber was tun sie sonst noch so? Ein Hund bellt, knurrt und hechelt ja auch nicht nur den ganzen Tag. Er muß auch pfurzen und sch..ssen!

      Damit ist klar: Griegrümpe joffen nicht nur. Sie brodern und fleischhauern auch noch.

    • Ich stimme für das reine Joffen.
      (Was ist das eigentlich für ein Herumgejoffe hier? (einfach widerlich. ekelhaft. bäh).)

      Und da joffen sie schon wieder.
      Die Joffenden aller Nationen versammeln sich.
      Ein Herumgejoffe ohne Ende.
      Also jetzt hör doch endlich auf zu joffen!

    • Hallo Stoiker,

      ja Sie haben recht. Konzentration auf das Wesentliche ist vielleicht besser als sich zu verzetteln. Sie bringen ja auch gleich ein paar schöne Beispiele, wie man das neue Verb trefflich verwenden kann. Klingt gut!

      Vielleicht kann man ja brodern ausnahmsweise gelegentlich als Synonym dafür verwenden, wenn es klanglich besser paßt. Das Wort hat ja schon so einen bedrohlichen Klang.

      Aber dem Fleischhauer tut man doch wohl zu viel der Ehre an, wenn man seinen für ihn passenden Namen mit der Kreation eines neuen Verbes ehrt. Bei diesem Linkenhasser ist es doch zu offensichtlich, daß sein Gebrechen auf frühkindliche Traumata zurückzuführen sind, zugefügt durch Eltern mit widersprüchlicher Lebensphilosophie. Bei dem hatte ich – als ich sein Geschmiere noch las – immer den Eindruck, er muß sich an seinen Eltern rächen, die anscheinend ein linksliberales Ideal zu leben versuchten, bei dem Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklafften. So etwas entgeht der Aufmerksamkeit eines Kindes nicht. Daran kaut der heute noch und kann sich unter „links“ gar nichts anderes vorstellen als vorgetäuschtes Gutmenschentum.

  7. KenFM kreist immer um die selben Themen, in dem Videolink von Hr. Fleck wird es gut zusammengefasst.

    Chris Hedges: „Power no longer lies in Washington, it lies on Wall Street. [Frage: wann war das jemals anders?]
    Power is global, you have global corporate forces that have taken over whole governments, not just our government, but governments throughout the world… to form those governments to serve corporate profit at the expense of human lives and at the expense of the environment.“

    Das ist ein Grund, warum Trump gewählt wurde: „Our movement is about replacing a failed and corrupt political establishment with a new government controlled by you, the American people. The Washington establishment and the financial and media corporations that fund it exist only for one reason – to protect and enrich itself.“

    Das Video mit der Rede Trumps ist übrigens vom 24. 10. 2016. Hier irrt Herr Fleck, wenn er am 21. Januar über die Antrittsrede schreibt:
    „Seine Äußerungen übertrafen ähnliche Aussagen, die er im Wahlkampf getätigt hatte, um ein vielfaches an Deutlichkeit.“
    Nicht gründlich genug recherchiert.

    Der Punkt ist: Politiker können noch so deutlich das Establishment kritisieren, Frieden und Macht für das Volk versprechen, wir sehen doch, dass sich nichts ändert, auch nicht unter Trump. Wir müssen selbst etwas tun.
    KenFM als Portal leistet Aufklärungsarbeit, das ist gut und Schritt 1.

    Was fehlt, ist eine Möglichkeit, Ideen zur Veränderung und Aktivwerdung einzubringen, zu diskutieren, zu planen, und zu koordinieren. Das muss nicht im gleichen Forum passieren, aber es fehlt KenFM – Schritt 2.

    • Hier soll der von ihnen erhobene Anspruch erfüllt werden:

      KenFM im Gespräch mit: Dennis Hack (Human Connection) – DIE MACHER (2)

      Doch Dennis Hack schloss sich, neben seiner Tätigkeit als junger Geschäftsführer, der Friedensbewegung an. Der Vater einer kleinen Tochter stellte sich die Frage, was privater Erfolg wert sein kann, in einer zunehmend von Krieg zerrütteten Welt. Dennis Hack entschloss sich, ein digitales Netzwerk aus der Taufe zu heben, um endlich das Soziale in den sogenannten sozialen Netzwerken in den Fokus zu heben.

      Diese Idee ist schnell formuliert, sie umzusetzen ist ein Marathon. Über Jahre hat Hack am digitalen Fundament programmiert, jetzt ist die Idee reif, um sie in und mit der Community umzusetzen: „Human Connection„.
      https://kenfm.de/dennis-hack/

      Und hier der Anspruch, lösungsorientiert zu sein:

      Neues Online-Magazin „Rubikon“

      Denn „es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ (Erich Kästner). Der Rubikon wird deshalb den Scheinwerfer auch auf bereits erfolgreiche Praxen richten. Welche Kämpfe wurden bereits gewonnen – und wie? Wie können wir weitere Siege erringen? Nicht gegeneinander, sondern miteinander.
      https://kenfm.de/neues-online-magazin-rubikon/

    • Danke, die beiden Ideen kenne ich. Jede ist für sich gut – über Rubikon lässt sich noch nicht viel sagen, die wollen erst jetzt loslegen.
      Mein Punkt ist: es nervt (!!) wenn ein Autor aufgrund schlechter Recherchen meint, Trump als Heilsbringer feiern zu müssen, einen Mann, der die Rüstungsausgaben auf ein noch nie dagewesenes Niveau hebt, der Drohnenmorde im Jemen etc. ausbaut, inzwischen gibt es mehr als doppelt so viele Drohnenangriffe als unter Obama.
      Außerdem hetzt er gegen den Iran und hat bis jetzt noch keine Kooperation mit Russland erkennen lassen, kein Ende der Sanktionen, kein Kontakt, etc.
      Was kommt hier von Herrn Fleck: Jammern…

      Irgend wann kommt man an den Punkt, wo man die „Informationsphase“ hinter sich hat und konkret etwas tun wird – und hier fällt auf, dass die Gegenseite extrem gut organisiert ist, praktisch für jeden Schwachsinn steht eine NGO bereit, „Empörungsmanagement“ wie es Prof. Mausfeld beschreibt at its best.
      Und wir?
      Es FEHLT etwas in der Friedensbewegung, es FEHLT die Möglichkeit, konkret etwas zu tun, das über „mit Freunden und Nachbarn sprechen“ hinaus geht.
      Vielleicht kann KenFM das gar nicht leisten, und vlt. erwarte ich zu viel – OK. Der Mangel bleibt, und von kreative Wortschöpfungen wird er nicht weg gehen.

    • volumen

      Was Trump betrifft, haben Sie recht…
      Dennoch frage ich mich, welches Kraut müssen die Journalisten , Politiker, zu sich nehmen, um ihren fragwürdigen Umgang mit Trump, für sich plausibel erklären zu können,ein normal denkender mensch ist dazu nicht in der Lage.
      Diese persönlichen Angriffe Beider, scheint mir eher so zu sein, dass die Deutschen wieder auf einem bösen Weg sind, hin zur Großmacht, klein angefangen in der EU?Zu wie viel Elend unsere Regierung wieder fähig ist, wie viele Tote schon wieder zu ihren Lasten gehen und das als Deutschland, ein Land welches viele Mio Menschen vernichtete, im GG Angriffe verboten hat und bei uns wählt man so etwas…Deutschland muss verrückt geworden sein.Aber darüber schreibt man ja nicht!Tote sind nirgendwo relevant!
      Diese Verkommenheit ist nicht hinnehmbar, jedenfalls nicht für die deutschen Bürger(Minderheit), die noch über ein Gewissen verfügen…
      Trump kritisieren lenkt von unseren Schweinereien ab…typisch deutsch, wie haben ja nur gute Bomben, Gifte etc etc

    • Hallo volume,

      Demokratie ist anstrengend. Und bei uns in Deutschland von kungelnden Parteien unterwandert. Die wieder in ihre Schranken zu verweisen wird nicht einfach sein.

      Eine konkrete Initiative in diese Richtung, bei der Sie sich auch aktiv einbringen können, finden Sie hier: buregerkandidaten.de

      LG W. Schürer

  8. Ja, gut getroffen Dirk C. Fleck. Auch wenn letztlich niemandem damit geholfen ist einen neuen Namen für die sogenannten Rest-Journalisten zu schaffen….
    Sehr gefreut hat mich auch, dass sie sich nicht entblöden so zu tun, als hätten sie eine Lösung anzubieten. Etwas das sich leider auch auf kenfm die meisten Autoren nicht verkneifen können.
    Ich will zu „unseren“ Medien ein Erlebnis von gestern hier teilen…
    Samstag morgens gibt es im Internet, für die wissen wie es geht, den neuen Spiegel kostenlos zum runterladen. So widerlich das Teil generell auch ist, so sind doch meist zwischen 2 und 5 Artikel drin, die das Lesen wert sind. Am Strand, im Cafe, beim zweiten Frühstück…
    Anders gestern. Zum ersten Male war nicht ein einziger Artikel drin, der keine Zeitverschwendung gewesen wäre oder war.

    Die Titelgeschichte, eine unfassbar verblödende Jubelarie auf die Errungschaften aus Silikon Valley, die mittels der Totalüberwachung unser Leben verbessert, war von einem höchstens 12jährigen geschrieben worden. Passend für Leute deren Leben sich auf Facebook und twitter abspielt.
    Den Gipfel schoss ein Interview mit dem Genosse der Bosse ab. Der Spiegel holte zum Zwecke seiner permanent bis Septenber durchzuziehenden Wahlkampf Manipulationen zu Gunsten der SPD das Schw… Schröder aus der Mottenkiste, der alle Sympathisanten dazu aufforderte, unter keien Umständen eine Zusammenarbeit mit der Linke zu erlauben! Das Problem dabei ist natürlich, dass der dies macht, sondern das es erfolgreich ist.

  9. „Handlanger unseres suizidgefährdeten Systems“
    Ja. Leider.
    Wieso nur, wieso suizidgefährdet?

    Die deutsche Staatsreligion: „Du sollst keinen anderen Holocaust neben mir haben.“ (Sieferle)

    Büßer- und Schuldkult, unerlösbar, verdammt bis in alle Ewigkeit. die schwarze Milch der Frühe, ich trinke sie morgens, ich trinke sie mittags, ich trinke sie abends, ich trinke und trinke. Die Sehnsucht nach Strafe und die Angst vor Strafe: Das unerträgliche Warten auf die Strafe, die niemals kommt. Die Unmöglichkeit zu büßen. Also stürze ich mich in das eigene Schwert. Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.

    *********************************************************************************************

    Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends
    wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts
    wir trinken und trinken
    wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
    Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
    der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
    er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei
    er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde
    er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

    Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
    wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends
    wir trinken und trinken
    Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt
    der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete
    Dein aschenes Haar Sulamith wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng

    Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt
    er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau
    stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf

    Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
    wir trinken dich mittags und morgens wir trinken dich abends
    wir trinken und trinken
    ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
    dein aschenes Haar Sulamith er spielt mit den Schlangen
    Er ruft spielt süßer den Tod der Tod ist ein Meister aus Deutschland
    er ruft streicht dunkler die Geigen dann steigt ihr als Rauch in die Luft
    dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng

    Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts
    wir trinken dich mittags der Tod ist ein Meister aus Deutschland
    wir trinken dich abends und morgens wir trinken und trinken
    der Tod ist ein Meister aus Deutschland sein Auge ist blau
    er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau
    ein Mann wohnt im Haus dein goldenes Haar Margarete
    er hetzt seine Rüden auf uns er schenkt uns ein Grab in der Luft
    er spielt mit den Schlangen und träumet der Tod ist ein Meister aus Deutschland

    dein goldenes Haar Margarete
    dein aschenes Haar Sulamith

    • Nein, unmöglich, so kann ich das nicht stehen lassen.

      *********************************************

      Das blaue Fenster im Teich

      An seinen Ufern
      in Mohn geborgen
      ein Kind

      Es malt die Sonne

      Drüben im Dorf: Glockengetöse

      ***********************************************

      The smile of the lizzard on the rock

      Who has been given the eyes to see that?

      The smile of the lizzard

      on the golden
      shining
      rock

    • Wie wäre es mit „UGLEK“ als eine Alternative zu Griegrumpf? Der UnGLückliche EmotionalKörper bei der Verbreitung seines eigenen, nie gefühlten, nie wirklich bearbeiteten Elends?
      Griegrumpf ist mir zu weich.
      Der Uglek muß weck!
      (Aus der Sendung mit der Maus, für die durch Grüne Pädagogen irregeführten armen Kinder: bitte, nicht schreiben wie Du sprichst. Es ist gut, die deutsche Sprache gleich so zu lernen, wie Du sie später verwenden wirst. Es ist sehr schwer, sich etwas Falsches später wieder abzugewöhnen. Der Uglek muß weg, sollte es richtig heißen. Ich wollte etwas von einem Aufwecken in den Slogan hineinpacken. Ich habe mir erlaubt, lyrisch zu sprechen. Das ist aber im Deutschunterricht nicht gut. Wenn Du die deutsche Rechtschreibung nicht beherrscht, wirst Du später in diesem Staat nicht ernst genommen. Bitte glaube mir. Es ist wirklich wichtig.)

      Blockiert die Ugleks schon vor ihren Wohnhäusern!
      Boykotiert (mit Absicht falsch geschrieben) ihre unsäglichen Pampflete (wieder absichtlich. Die Sprachzerstörung würde ich ja auch nur neoliberalistischen Agenda dazurechnen. Weigere mich daher auch, mein geliebtes ß aufzugeben und zum Filosofen mich erniedrigen zu lassen.)

      Nicht mit Absicht falsch geschrieben habe ich allerdings das hier:

      „Whom“ has been given the eyes to see that?

      ***********************************************************
      Und das Gedicht mit dem Teich heißt „Zweierlei Gebet“.

    • Und noch ein Gegengewicht: Setzt ein Zeichen, ihr Menschen, daß ihr tatsächlich Frieden wollt, (sagt meine Lehrerin hier in eine Video.)
      http://www.suprememastertv.com/de/blessings/

      Wenn Veganislove weiter oben schreibt, daß sie es in Gruppen nicht aushalten könne, dann hat sie meines Erachtens bisher nur pathologische Gruppen kennengelernt. Ich sehe längst nicht überall nur Faschisten. Ich sehe riesige, aufgeblähte Egos, vor allem im akademischen Bereich. An den Universitäten werden nur noch Kopfmenschen erzeugt; die Neoliberalen von morgen. Aber ach: In Gedanken gibt es keine Liebe. Und die ist unsere einzige Rettung.

    • @administration @administrator @admin
      Bitte mein jüngstes Post (mit dem Link zu Suma Ching Hai) nicht veröffentlichen sondern löschen! Ungeeignet und am falschen Ort. Bleiben wir bei der Politik 😉

  10. „Griegrumpf“ – das ist schon mal ein Anfang. Aber ich denke, für dieses verfaulte, stinkende Gesocks muß es noch eine passendere Bezeichnung geben. Ich werde mal drüber schlafen – vielleicht fällt mir was ein. Schlaf ist inspirierend.

    „die Querfront aus SZ, Zeit, taz, Bild und Spiegel … Von ARD, ZDF und Konsorten ganz zu schweigen.“
    Endlich eine sinnvolle und berechtigte Verwendung des Begriffs „Querfront“. Vielen Dank dafür Herr Fleck. Für diese Kreation haben Sie den Literaturnobelpreis verdient? Oder doch lieber den Friedensnobelpreis?

  11. Dieser Begriff ist inspirierend.
    Ein paar ernste Verse, gewidmet Herrn Dirk Fleck, zum Dank für diesen Begriff:

    Der Griegrumpf

    Er geht in sein vernetztes Haus
    und heckt dort seine Lügen aus.
    Umkleidet sie mit schicken Phrasen,
    lässt sie um den Erdball rasen.

    Die Schlagworte, klangvoll umhüllt,
    sind mit Diffamierung gefüllt,
    schwärmen aus, wie schwarzen Schatten
    und führen zu allerlei Missetaten.

    Als Knecht der Macht, durch nichts erschüttert,
    leckt er die Hand, die ihn füttert.
    Durch Feindbild-Malen und Kriegs-Treiberei
    schreibt er Konflikte herbei.

    Und jagt mental, mit feigen Waffen
    die „Feinde“, die selbst er geschaffen,
    Und wird es dann auch noch so grässlich,
    er hofft, die Menschen sind vergesslich.

    A.Eberl

    • Vielen Dank, Herr Eberl.
      Mir war nicht ganz klar, was Herr Fleck mit dem Begriff „Griegrumpf“ sagen wollte.
      Sie haben mit Ihrem Gedicht wesentlich dazu beigetragen, das zu klären!

    • Nun haben wir ein neues Wort!
      Wem wird es nützen, da , um es verstehen zu können, erst eine Erklärung her muss?
      Ist man nicht zu sehr mit sich beschäftigt, denn auch beim Artikel des Herrn Fleck reagiert man auf Nebensächlichkeiten, obwohl seine Wut im Bauch zu spüren ist!
      Aber auch die wir nichts nützen, ist der Gegner doch zu stark…Nein, nicht die Presse, sondern das Volk, welches sich in 3 Teilen aufteilt.
      1. denen es sehr gut geht…
      2. denen es noch einigermaßen gut geht….
      3. die, die jeden Monat vom 1. eines Monats bis zum 30-31. denken(müssen) und vom Staat ständig drangsaliert , bzw beschäftigt werden.
      Hinzu kommt das viele Bürger kaum noch selbst denken, aus Bequemlichkeit, abgelenkt sein, Gehorsam
      Wie man da schreibend etwas ändern will, ist und bleibt mir ein Rätsel.

    • A.Eberl: ein sehr treffliches Gedicht!

      Eine Strophe noch dazu:

      Versammelt sich mit Seinesgleichen,
      prostituiert von Superreichen,
      propagandiert in gewünschter Weis,
      gewinnt den nächsten Joffe-Preis.

  12. Passt wie die Faust aufs Auge.
    Grade heute versuchte ich mir vorzustellen, welches Gesicht die Joffes diese Welt wohl machen, wenn sie von den ersten Atompilzen überall in der Welt hören, bevor Funk und Fernsehen für immer schweigen. Fürchten sie doch nichts mehr als die Stille, die sie auffressen wird und Erhabenheit zurückbringt. Müssen wir uns solche Griegrümpfe wirklich antuen?

    • Wiebitte,

      jetzt las ich vor dem Schlafengehen noch Ihren Beitrag – und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: „Griegrumpf“ ist ein viel zu zahmer Begriff für die Wahrheitsverdreher, die damit gemeint sind. Für diese Spezies gibt es eine unverwechselbare Assoziation schon seit den Zeiten als der ZEIT-Griegrumpf-Chef noch ein kleines Licht bei der SZ war: Joffes!

      Schon annodazumal, als ich noch brav die SZ abboniert hatte bekam ich regelmäßig Brechreiz und gleichzeitig den Drang mein Abbonement zu kündigen jedes Mal wenn ich einen Kommentar dieses Griegrumpfs zu lesen bekam.

      An diesen neuen, von Herrn Fleck vorgeschlagenen Begriff „Griegrumpf“ muß ich mich erst noch gewöhnen um damit was Konkretes zu verbinden. Der Brechreiz, der mich nach wie vor bei der Erwähnung des Namens Joffe überkommt, wirkt hingegen so unmittelbar wie Verwesungsgestank (wer jemals so etwas in die Nase bekommen hat wird verstehen was ich meine) daß ich bis auf weiteres dafür plädiere das Schimpfwort „Griegrumpf“ durch das Schimpfwort „Joffes“ zu ersetzen.

      Herr Fleck, ich vermute Sie waren bei Ihrem Besuch der Asservatenkammer, in der sämtliche sprachlichen Unflätigkeiten lagern, derer sich Menschen jemals bedient haben nicht aufmerksam genug, sonst hätten Sie dort doch die „Joffes“ entdecken müssen!

      Oder anders rum – falls diese Unflätigkeit zum Zeitpunkt Ihres Besuches dort noch nicht registriert war, dann ist es höchste Zeit dieses Versäumnis zu beseitigen. Ich denke diese Asservatenkammer ist kein abgeschlossenes System sondern noch zukunftsfähig und plädiere hiermit für die Aufnahme des „Joffes“ (anstatt des Griegrumpfs) in diese ehrenwerte Sammlung.

    • Ich habe einmal eine von einem Zeugen selbst erlebte Szene nach den Atombombenabwürfen über Japan gelesen, die ich niemals mehr vergessen kann. Er wollte mit einem Boot eine Frau von einer brennenden Insel retten und reichte ihr die Hand, damit sie einsteigen könne. Aber dann hielt er anstelle ihrer Hand nur noch einen Handschuh in seiner Hand – einen Handschuh aus Haut!

  13. Die Welt ist Simulation .
    Für uns ist, wer in der Simulation lebt.
    Der Rest wird integriert.
    Wir kontrollieren das Spiel, wir geben Inhalte, Begriffe und ihre Definition vor –
    und wir haben Kontrolle über das Böse. Weil wir auch das Böse simulieren sichert diese Simulation uns die Herrschaft über den Pranger .

    Wer ist wir ? Diese Frage führt natürlich zwangsweise zu Verschwörungstheorien …

  14. Ich hätte zu gern gewusst, warum die Herrschaften „Griegrümpfe“ genannt werden und wollte mir das Video auf youtube ansehen. Leider ist es nicht mehr verfügbar. Ein Schelm wer Böses dabei denkt

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